Magin, Michael (Salvianstrasse 11, TRIER, 54290, DE)
| 1. | Schlagoder Hammerbohrer umfassend : einen Bohrerschaft (14) mit einem Kopfende (16) und eine in das Kopfende (16) eingesetzte Bohrerplatte (18, 18'), die sich durchgehend über den Durchmesser des Bohrerschaftes (14) erstreckt und eine freiliegende vordere Stirnfläche (32) aufweist ; wobei keilförmig angeordnete Spanund Freiflächen (34, 34', 36, 36') in dieser Stirnfläche (32) zwei sich diametral gegenüberliegende Hauptschneiden (38, 38') ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die Bohrerachse (21) verlaufende Ebene eine Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') bildet. |
| 2. | Bohrer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 140° bis 180° liegt. |
| 3. | Bohrer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen sptizenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 150° bis 170° liegt. |
| 4. | Bohrer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 155° bis 165° liegt. |
| 5. | Bohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Zentrierspitze (48, 48') die zwischen den beiden sich diametral gegenüberliegende Hauptschneiden (38, 38') ausgebildet ist, wobei der Spitzenwinkel der Zentrierspitze (48, 48') kleiner als der Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') ist. |
| 6. | Bohrer nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch abgerundete Übergangsflächen (52, 52') die zwischen der Zentrierspitze (48, 48') und den Spanflächen (34, 34'), bzw. den Freiflächen (36, 36') angeordnet sind. |
| 7. | Bohrer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierspitze (48) rotationssymmetrisch ausgebildet ist. |
| 8. | Bohrer nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierspitze (48) flächensymmetrisch zu zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen ausgebildet ist, wobei beide Ebenen durch die Bohrerachse (21) verlaufen und eine der beiden Ebenen zusätzlich die Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') bildet. |
| 9. | Bohrer nach einem der Ansprüche 5 bis 8, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (50) der Zentrierspitze (48, 48') der im Bereich von 80° bis 130° liegt. |
| 10. | Bohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch einen Keilwinkel (57) an den Hauptschneiden (38, 38') der radial von innen nach außen zunimmt. |
| 11. | Bohrer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Keilwinkel (57) um 20° bis 40° zunimmt. |
| 12. | Bohrer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Keilwinkel (57) an den Hauptschneiden (38, 38') im Bereich zwischen 70° und 90° liegt. |
| 13. | Bohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (58) zwischen der Winkelhalbierenden (60) des Schneidkeils und der Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') entlang der Hauptschneiden (38, 38') von innen nach außen zunimmt. |
| 14. | Bohrer nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen abgerundeten Hauptschneidenkeil dessen Radius im Außenbereich größer als im Innenbereich ist. |
| 15. | Schlagoder Hammerbohrer umfassend : einen Bohrerschaft (14) mit einem Kopfende (16) und eine in das Kopfende (16) eingesetzte Bohrerplatte (18, 18'), die sich durchgehend über den Durchmesser des Bohrerschaftes (14) erstreckt und eine freiliegende vordere Stirnfläche (32) aufweist ; wobei keilförmig angeordnete Spanund Freiflächen (34, 34', 36, 36') in dieser Stirnfläche (32) zwei Hauptschneiden (38, 38') ausbilden, gekennzeichnet durch einen Keilwinkel (57) an den Hauptschneiden (38, 38') der radial von innen nach außen zunimmt. |
| 16. | Bohrer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilwinkel (57) um 20° bis 40° zunimmt. |
| 17. | Bohrer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der kleinste Keilwinkel (57)an den Hauptschneiden (38, 38') im Bereich zwischen 70° und 90° liegt. |
| 18. | Bohrer nach einem der Ansprüche 1517, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (58) zwischen der Winkelhalbierenden (60) des Schneidkeils und der Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') entlang der Hauptschneiden (38, 38') von innen nach außen zunimmt. |
| 19. | Bohrer nach einem der Ansprüche 15 bis 18, gekennzeichnet durch einen abgerundeten Hauptschneidenkeil dessen Radius im Außenbereich größer als im Innenbereich ist. |
| 20. | Bohrer nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die Bohrerachse (21) verlaufende Ebene eine Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') bildet. |
| 21. | Bohrer nach Anspruch 15 bis 20, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 140° bis 180° liegt. |
| 22. | Bohrer nach Anspruch 15 bis 21, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 150° bis 170° liegt. |
| 23. | Bohrer nach Anspruch 15 bis 22, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') der im Bereich von 155° bis 165° liegt. |
| 24. | Bohrer nach einem der Ansprüche 15 bis 23, gekennzeichnet durch eine Zentrierspitze (48, 48') die zwischen den beiden sich diametral gegenüberliegende Hauptschneiden (38, 38') ausgebildet ist, wobei der Spitzenwinkel der Zentrierspitze (48, 48') kleiner als der Spitzenwinkel (46) zwischen den beiden Hauptschneiden (38, 38') ist. |
| 25. | Bohrer nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch abgerundete Übergangsflächen (52, 52') die zwischen der Zentrierspitze (48, 48') und den Spanflächen (34, 34'), bzw. den Freiflächen (36, 36') angeordnet sind. |
| 26. | Bohrer nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierspitze (48) rotationssymmetrisch ausgebildet ist. |
| 27. | Bohrer nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierspitze (48) flächensymmetrisch zu zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen ausgebildet ist, wobei beide Ebenen durch die Bohrerachse (21) verlaufen und eine der beiden Ebenen zusätzlich die Mittelebene (40) der beiden Hauptschneiden (38, 38') bildet. |
| 28. | Bohrer nach einem der Ansprüche 24 bis 27, gekennzeichnet durch einen Spitzenwinkel (50) der Zentrierspitze (48, 48') der im Bereich von 80° bis 1 30° liegt. |
Beim Bohren führt ein Schlag-oder Hammerbohrer, auch noch als Mauer-, Beton-oder Steinbohrer bezeichnet, eine Schlagbewegung in Richtung der Bohrerachse und eine Drehbewegung um die Bohrerachse aus. Beide Bewegungskompönenten tragen zum Materialabbau in einem Bohrloch bei. Die axiale Schlagbeegung zertrümmert das Material im Bohrloch. Die Drehbewegung verursacht durch Abrasion eine Zerkleinerung des Materials zu Bohrstaub und transportiert den Bohrstaub aus dem Bohrloch heraus.
Bekannte Schlag-oder Hammerbohrer bestehen aus einem Bohrerschaft in dessen Kopfende eine Hartmetallplatte, die sogenannten Bohrerplatte, eingesetzt ist. Am Schaft entlang verlaufen spiralförmige Nuten für die Abfuhr des Bohrstaub aus dem Bohrloch. Die Bohrerplatte erstreckt sich durchgehend über den Durchmesser des Bohrerschaftes. In ihrer freiliegende Stirnfläche bilden keilförmig angeordnete Span-und Freiflächen Schneidkanten aus.
Letztere umfassen zwei lineare Hauptschneiden, die parallel zu einer durch die Bohrerachse verlaufenden Ebene versetzt sind, und eine Querschneide, welche die beiden Hauptschneiden durch die Bohrerachse verbindet. Um eine hinreichende Zentrierung beim Anbohren zu gewährleisten, ist ein Spitzenwinkel von maximal 130° zwischen den beiden Hauptschneiden vorgesehen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es den Materialabbau im Bohrloch durch eine entsprechende Gestaltung der Bohrerplatte zu optimieren.
Diese Aufgabe wird u. a. durch einen Schlag-oder Hammerbohrer nach Anspruch 1 oder 15 gelöst.
Ein solcher Schlag-oder Hammerbohrer, auch noch mit dem Sammelbegrifl"Gesteinbohrer"bezeichnet, umfasst in bekannter Art und Weise einen Bohrerschaft und eine in das Kopfende des Bohrerschaftes eingesetzte Bohrerplatte. Letztere erstreckt sich durchgehend über den Durchmesser des Bohrerschaftes und weist eine freiliegende vordere Stirnfläche auf. In dieser
Stirnfläche bilden-gemäss einer ersten Ausführung-keilförmig angeordnete Span-und Freiflächen zwei sich diametral gegenüberliegende lineare Hauptschneiden. Eine durch die Bohrerachse verlaufende Ebene bildet hierbei eine Mittelebene der beiden Hauptschneiden. Mit dieser Anordnung der Hauptschneiden wird die Schlagenergie vorteilhafter in das Material eingeleitet, als mit zwei Hauptschneiden die parallel zu einer durch die Bohrerachse verlaufenden Ebene versetzt sind. Die Schlagenergie wird somit effektvoller für den Materialabbau im Bohrloch eingesetzt.
Eine weitere Optimierung des Materialabbaus im Bohrloch wird dadurch gewährleistet, dass die beiden Hauptschneiden einen Spitzenwinkel ausbilden, der größer als 130C ist, und vorzugsweise im Bereich von 150° bis 170°, bzw. von 155° bis 165° liegt. Die Vergrößerung des Spitzenwinkels gewährleistet ebenfalls einen effektvolleren Einsatz der Schlagenergie für den Abbau des Materials im Bohrloch.
Um bei einem großen Spitzenwinkel eine hinreichende Zentrierung beim Anbohren zu gewährleisten, ist vorteilhaft eine Zentrierspitze zwischen den beiden sich diametral gegenüberliegenden Hauptschneiden ausgebildet.
Hierbei ist der Spitzenwinkel der Zentrierspitze dann kleiner als der Spitzenwinkel zwischen den beiden Hauptschneiden. Er liegt z. B. im Bereich von 80° bis 130°.
Zwischen der Zentrierspitze und den Spanflächen, bzw. den Freiflächen sind vorteilhaft abgerundete Übergangsflächen vorgesehen, um Kerbwirkungen zwischen der Zentrierspitze und den Hauptschneiden zu verhindern.
Die Zentrierspitze kann flächensymmetrisch zu zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen ausgebildet sein, wobei beide Ebenen durch die Bohrerachse verlaufen und eine der beiden Ebenen zusätzlich die Mittelebene der beiden Hauptschneiden bildet. Eine solche Flächensymmetrie ermöglicht eine Zentrierspitze zu schaffen, die zu einer hohen Abbauleistung, einer hohen Stabilität und einer ausgezeichneten Verschleißbeständigkeit der Bohrerplatte beiträgt. Alternativ dazu kann die Zentrierspitze auch rotationssymmetrisch ausgebildet sein.
Gemäss einer anderen Ausführung der Erfindung wird der Materialabbau im Bohrloch durch eine entsprechende Gestaltung der Bohrerpiatte optimiert.
Durch einen Keilwinkel an den Haüptschneiden der radial von innen nach außen zunimmt, werden die Hauptschneiden besser an die vorherrschenden Belastungen angepasst und der Materilabbau optimiert. Der Keilwinkel entlang einer Hauptschneide wird dabei um 20 bis 40° von innen nach außen stetig zu vergrößert. Der kleinste Keilwinkel liegt hierbei vorteilhaft im Bereich zwischen 70° und 90°, und der größte Keilwinkel vorteilhaft im Bereich zwischen 90° und 130°.
Hierbei ist zu bemerken, dass in dieser Ausführung die sich die beiden Hauptschneiden diametral gegenüberliegen können, jedoch nicht unbedingt müssen.
Weiterhin kann die Widerstandsfähigkeit der Bohrerplatte dadurch verbessert werden, dass der Winkel zwischen der Winkelhalbierenden des Schneidkeils und der Mittelebene der beiden Hauptschneiden entlang der Hauptschneiden von innen nach außen zunimmt. Hierbei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, diesen Winkel von zirka 5° auf 25° ansteigen zu fassen.
Die Stabilität der Bohrerplatte wird weiterhin durch einen an der Spitze abgerundeten Schneidkeil erhöht, wobei der Radius dieser Abrundung im Außenbereich größer als im Innenbereich ist.
Des weiteren hat es sich bei den hier verwendeten Spitzenwinkeln im Bereich von 150° bis 170° als vorteilhaft erwiesen, durch Verwendung einer Schutzfase die Stabilität der Schneidkante am Außenrand zu vergrößern.
Im folgenden wird nun eine beispielhafte Ausgestaltung der Erfindung anhand der beiliegenden Figuren beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 : einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Schlagbohrers in einem Bohrloch ; Fig. 2 : einen Aufriss einer Bohrerplatte ; Fig. 3 : eine Draufsicht der Stirnseite der Bohrerplatte der Figur 2 ; Fig. 4 : eine Seitenansicht der Bohrerplatte der Figur 2 ; Fig. 5 : eine perspektivische Ansicht der Bohrerplatte der Figur 2 ;
Fig. 6 : einen vergrößerter Ausschnitt aus einer perspektivischen Ansicht der Bohrerplatte der Figur 2 ; Fig. 7 : ein Aufriss einer Ausgestaltungsvariante der Bohrerplatte der Fig. 1 ; Fig. 8 : eine Draufsicht der Stirnseite der Bohrerplatte der Figur 7 ; Fig. 9 : eine Seitenansicht auf die Stirnseite der Bohrerplatte der Figur 7 ; Fig. 10 : eine perspektivische Ansicht der Bohrerplatte der Figur 7.
Der in Figur 1 beim Bohren in einem Bohrloch 10 gezeigte Schlag-oder Hammerbohrer 12 besteht aus einem Bohrerschaft 14 in dessen Kopfende 16 eine Hartmetallplatte 18, die sogenannten Bohrer-oder Schneidplatte, eingesetzt ist. Letztere erstreckt sich durchgehend über den Durchmesser des Kopfendes 16. Am Bohrerschaft 14 entlang verlaufen spiralförmige Nuten 20, 20'für die Abfuhr des Bohrstaub aus dem Bohrloch 10. Mit dem Bezugszeichen 21 ist die Bohrerachse bezeichnet. Der Schlagbohrer 12 führt eine Schlagbewegung in Richtung der Bohrerachse 21 und eine Drehbewegung (siehe Pfeil 22) um die Bohrerachse 21 aus. Beide Bewegungskomponenten tragen zum Abbau des Materials in einem Bohrloch 10 bei. Die axiale Schlagbewegung zertrümmert das Material im Bohrloch 10. Die Drehbewegung erzeugt durch Abrasion eine Zerkleinerung des Materials zu Bohrstaub und transportiert den Bohrstaub aus dem Bohrloch 10 heraus.
Eine erste Ausführung einer Bohrerplatte 18 für einen erfindungsgemäßen Schlag-oder Hammerbohrer 12 wird anhand der Figuren 2 bis 6 beschrieben.
Eine solche Bohrerplatte 18 umfasst einen im wesentlichen prismatischen Befestigungsschaft 24, der in einen entsprechenden Schlitz im Kopfende 16 des Bohrerschaftes 14 auf eingelötet wird (siehe auch Fig. 3 in welcher die Umrisse des Kopfendes 16 gestrichelt angedeutet sind). Der Befestigungsschaft 24 weist zwei Schmalseiten 26 und 26'auf, die jeweils durch eine zylindrische Fläche 28, 28'und eine ebene Fläche 30, 30' ausgebildet werden. Die zylindrische Fläche 28, 28'ist jeweils der ebenen Fläche 30, 30' in Drehrichtung vorgelagert und gewährleistet die Führung des Bohrers 12 im Bohrloch 10. Die ebene Fläche 30, 30'liegt, mit Bezug auf den Durchmesser des Bohrlochs 10, ein wenig zurück, wodurch eine reduzierte
Reibung der Schmalseiten 26, 26'im Bohrloch erzielt wird.
Das Ende der Bohrerplatte 18 das aus dem Kopfende 16 des Bohrerschaftes 14 axial herausragt weist eine profilierte Stirnfläche 32 auf, deren Profil im folgenden näher beschrieben wird. In dieser freiliegenden Stirnfläche 32 bilden jeweils eine Spanfläche 34, 34'und eine Freifläche 36, 36', die keilförmig zueinander angeordnet sind, eine Hauptschneide 38, 38'aus. Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, weist die Bohrerplatte 18 zwei lineare Hauptschneiden 38, 38'auf, die sich diametral derart gegenüberliegen, dass eine durch die Bohrerachse 21 verlaufenden Ebene 40 eine Mittelebene der beiden Hauptschneiden 38, 38' bildet. In der gezeigten Bohrerplatte 18 bildet diese Mittelebene 40 mit der Mittelebene 42 des Befestigungschaftes 24 einen Winkel 44 von zirka 8°. Die Mittelebene 42 schneidet hierbei die beiden Schmalseiten 26, 26'jeweils kurz nach dem Übergang der ebenen Fläche 30, 30' in die zylindrische Fläche 28, 28'.
In Fig. 2 sieht man, dass die beiden Hauptschneiden 38, 38'von innen nach außen abfallen. Sie bilden in der Mittelebene 40 einen sogenannten Spitzenwinkel 46 aus, der in der gezeigten Bohrerplatte 18 beispielsweise 162° beträgt (bei herkömmlichen Hammerbohrern beträgt dieser Spitzenwinkel maximal 130°). Der sehr stumpfe Spitzenwinkel 46, sowie die gemeinsame Mittelebene 40 der beiden Hauptschneiden 38, 38'bewirken, dass die Schlagenergie beim Bohren sehr konzentriert und reibungsarm in das Material eingeleitet wird. Sie tragen somit zu einer wesentlichen Optimierung der Materialzertrümmerung im Bohrloch 10 bei.
Wie am besten aus Fig. 2 und 5 ersichtlich, sind die beiden Hauptschneiden 38, 38'durch eine Zentrierspitze 48 getrennt, welche auf der Bohrerachse 21 zentriert ist. Die Zentrierspitze 48 ist flächensymmetrisch zu zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen 40, 70. Die erste Ebene 40 ist die weiter oben beschriebene Mittelebene. Die zweite Ebene 70 enthält ebenfalls die Bohrerachse 21 und ist senkrecht zur Mittelebene 40. Wie aus Fig.
3 ersichtlich, hat die Zentrierspitze 48 einen ovalen Querschnitt, wobei die längste Achse des Ovales in der Mittelebene 40 und die kürzeste Achse des
Ovales in der Ebene 70 liegt. Wie aus einer der Fig. 5 ersichtlich, weist die Zentrierspitze 48 in Richtung der Ebene 70 im wesentlichen die Form eines aus dem Bergbau bekannten Meißels auf. In Richtung der Mittelebene 40 ist die sie hingegen deutlich stumpfer geformt. Es bleibt anzumerken, dass die Zentrierspitze 48 zu einer hohen Abbauleistung, einer hohen Stabilität und einer ausgezeichneten Verschleißbeständigkeit der Bohrerplatte 18 beiträgt. Die abgerundeten Übergangsflächen 52, 52 sollen Kerbwirkungen zwischen Zentrierspitze 48 und den Hauptschneiden 38, 38' verhidnern, welche zu bruchauslösenden Spannungsspitzen beim Bohren führen können. Es bleibt anzumerken, dass die Übergangsflächen 52, 52' in den Übergangsbereichen Zentrierspitze-Spanfläche und Zentrierspitze-Freifläche jeweils einen unterschiedlichen Radius aufweisen können.
Anhand der Fig. 6 wird nun der durch der die Spanfläche 34 und die Freifläche 36 ausgebildete Schneidkeil näher beschrieben. Dieser Schneidkeil wird, für jeden Punkt einer Hauptschneide 38, 38', in einer Schnittebene, die senkrecht zur Mittelebene 40 und parallel zur Rotationsachse 21 ist, durch eine Tangente 54 zur Spanfläche 34 und eine Tangente 56 zur Freifläche 36 definiert. Da die Abbildung der Spanflächen 34, 34' und Freiflächen 36, 36' in der Bohrerplatte 18 der Fig. 6 in der Schnitteben im wesentlichen eben sind, sind die Tangenten 54, 56 eigentlich die Schnittlinien zwischen Spanfläche 34, 34', bzw. Freifläche 36, 36', und der Schnittebene.
Es ist anzumerken, dass die Spitze des Schneidkeils abgerundet ist, oder anders ausgedrückt, dass die Hauptschneiden 38, 38'jeweils eine Abrundung aufweisen. Ein großer Kantenradius begünstigt hierbei die Stabilität der Bohrerplatte. Ein kleinerer Kantenradius begünstigt hingegen die Bohrleistung.
In der Bohrerplatte 18 ist der Kantenradius der Hauptschneiden 38, 38', wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich, im innenbereich weitgehend konstant, wird in der Nähe der beiden Schmalseiten 26, 26'jedoch wesentlich größer. Hierdurch werden die Hauptschneiden 38, 38'im besonders kritischen Außenbereich verstärkt, weisen im Innenbereich jedoch einen relativ kleinen Kantenradius auf, der die Bohrleistung begünstigt.
Zurückkommend auf Fig. 6 ist weiterhin festzustellen, dass der Winkel des Schneidkeils (nachfolgend Keilwinkel 57 genannt) entlang der Hauptschneiden 38, 38'nicht konstant ist, sondern von innen nach außen zunimmt. In der Bohrerplatte 18 der Fig. 6 vergrößert sich der Keilwinkel 57 beispielsweise jeweils linear mit dem Radius, von ungefähr 80° an den beiden Übergangsflächen 52, 52'auf ungefähr 110° an den beiden Schmalseiten 26, 26'. Es ist ebenfalls festzustellen, dass die Ausrichtung des Schneidkeils entlang der Hauptschneiden 38, 38'auch nicht konstant ist. Diese Ausrichtung wird durch den Winkel 58 zwischen der Winkelhalbierenden 60 des Schneidkeils und der Mittelebene 40 gemessen. In der Bohrerplatte 18 der Fig.
6 vergrößert sich dieser Winkel 58 mit dem Radius, von ungefähr 5° an den beiden Übergangsflächen 52, 52'auf ungefähr 25° an den beiden Schmalseiten 26, 26'. Sowohl die radial veränderliche Ausrichtung des Schneidkeils, als auch der radial veränderliche Keilwinkel 57 des Schneidkeils bewirken eine bessere Stabilität der Bohrerplatte 18. Sie wird besonders in ihrem radialen Außenbereich, d. h. dort wo die Tangentialgeschwindigkeit am größten ist, wesentlich stärker, und weist trotzdem eine ausgezeichnete Bohrleistung auf.
Weiterhin ist anzumerken, dass ein größerer Keilwinkel 57 im Außenbereich hier zur einer größeren Materialansammiung führt, so dass der bei Schlag-und Hammerbohrern zu beobachtende Eckenverschlei# der Bohrerplatte reduziert wird. Ein solcher Eckenverschlei# macht sich u. a. auch in einem verkleinerten Durchmesser des Bohrlochs 10 bemerkbar, so dass ein langsamer Eckverschlei# die Lebensdauer des Bohrers 12 erhöht.
Weiterhin hat es sich bei den hier verwendeten sehr stumpfen Sp8itzenwinkel 46 als vorteilhaft herausgestellt, die Außenkante von Schneidkante, Frei-und Spanfläche mit einer Schutzfase 54, 54'zu versehen um so die Stabilität der Schneidplatte zusätzlich zu vergrößern. Die dargestellte Form der Schutzfase 54, 54' ist eine von mehreren möglichen Ausgestattungen.
Die Bohrerplatte 18' der Fig. 7 bis 10 unterscheidet von der Bohrerplatte 18 der Figuren 2 bis 6 im wesentlichen durch die Ausgestaltung der Zentrierspitze 48'. Letztere ist nicht mehr flächensymmetrisch zu zwei senkrecht
zueinander stehenden Ebenen sondern rotationssymmetrisch. Dabei weist die Zentrierspitze 48' einen Spitzenwinkel 50 auf. Letzterer ist wesentlich kleiner als der Spitzenwinkel 46 der beiden Hauptschneiden 38, 38'um eine hinreichende Zentrierung des Bohrers beim Anbohren zu ermöglichen. In der gezeigten Bohrerplatte 18 beträgt der Spitzenwinkel 50 der Zentrierspitze 48 beispielsweise 90°, d. h. dass er um 72° kleiner als der Spitzenwinkel 46 der beiden Hauptschneiden 38, 38'ist. Die Zentrierspitze 48 der Bohrerplatte 18 ist im wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet, wobei Übergangsflächen 52, 52'einen abgerundeten Übergang auf die Spanflächen 34, 34'und die Freifiächen 36, 36' gewährleisten Referenzliste 10 Bohrloch 12 Schlag-oder Hammerbohrer 14 Bohrerschaft 16 Kopfende 18 Hartmetallplatte 20, 20' spiralförmige Nuten 21 Bohrerachse 22 Drehbewegung 24 Befestigungsschaft 26, 26'zwei Schmalseiten 28, 28' zylindrische Fläche 30, 30'ebenen Fläche 32 Stirnfläche 34, 34' Spanfläche 36, 36' Freifläche 38, 38' Hauptschneiden 40 Mittelebene 42 Mittelebene 44 Winkel 46 Spitzenwinkel 48 Zentrierspitze 50 Spitzenwinkel 52, 52' übergangsflächen 54, 54' Schutzfase 57 Keilwinkel 58 Winkel 60 Winkelhalbierenden
