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Title:
PERFORATED GYPSUM-BASED BOARDS AND METHOD FOR LAYING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/004220
Kind Code:
A2
Abstract:
Perforated gypsum-based boards, in particular perforated gypsum plasterboards or perforated gypsum fibreboards, are provided with spacer elements on at least two side surfaces, which allow straightforward processing to give a ceiling or a wall with the formation of a fixedly predetermined joint width between adjacent perforated boards.

Inventors:
DUCKWITZ, Stephan (Gartenstraße 6, Pegestorf, 37619, DE)
BORNS, Erwin (Berliner Straße 12, Kirchbrak, Germany, 37619, DE)
Application Number:
EP2011/061212
Publication Date:
January 12, 2012
Filing Date:
July 04, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SAINT-GOBAIN PLACO SAS (Les Miroirs -, 18 Avenue d'AlsaceBâtiment B - Etage 6, Courbevoie, F-92400, FR)
DUCKWITZ, Stephan (Gartenstraße 6, Pegestorf, 37619, DE)
BORNS, Erwin (Berliner Straße 12, Kirchbrak, Germany, 37619, DE)
International Classes:
E04F13/04
Attorney, Agent or Firm:
CHAPMAN MOLONY (20 Staple Gardens, Winchester Hampshire SO23 8SR, GB)
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Claims:
Ansprüche

1. Lochplatte auf Basis von Gips, insbesondere Gipskarton-Lochplatte oder Gipsfaser- Lochplatte, mit einer Vorder- und einer Hinterseite und vier Seitenflächen und mit Abstandselementen an mindestens zwei Seitenflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente aus einem anderen Material als dem Material der Lochplatte gebildet sind und die Gesamtlänge aller an einer Seitenfläche angeordneten Abstandselemente 5% der Länge der Seitenfläche nicht übersteigt.

2. Lochplatte nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet dass die Abstandselemente aus Metall, insbesondere nichtrostendes Metall, oder aus Kunststoffmaterial gebildet sind.

3. Lochplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente mechanisch oder adhesiv, bevorzugt klebend, befestigt sind.

4. Lochplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente gegenüber der Vorderseite der Lochplatte zurückgesetzt sind.

5. Lochplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente quaderförmig ausgebildet sind.

6. Lochplatte nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente kreuzförmig ausgebildet sind.

7. Lochplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente punktförmig ausgebildet sind.

8. Lochplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstandstandselement nicht weiter als 100 mm von einer Ecke angeordnet ist.

9. Lochplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente werksseitig angebracht sind.

10. Verfahren zum Verlegen von Lochplatten auf Basis von Gips nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei eine Lochplatte an eine Lochplatte mit Abstandselementen stumpf gestoßen wird, und anschließend eine Fuge zwischen beiden Platten mit einem Füllmaterial verfüllt wird.

11. Verfahren zum Verlegen von Lochplatten auf Basis von Gips nach Anspruch 10, wobei vor dem Verlegen einer Lochplatte Abstandselemente an mindestens zwei ihrer Seitenflächen angeordnet werden.

12. Verfahren zum Verlegen von Lochplatten auf Basis von Gips nach Anspruch 10, wobei bei dem Verlegen einer Lochplatte Abstandselemente an mindestens zwei ihrer Seitenflächen angeordnet werden.

Description:
Lochplatten auf Basis von Gips sowie Verfahren zum Verlegen derselben

Die Erfindung betrifft eine Lochplatte auf Basis von Gips sowie ein Verfahren zum Verlegen derselben an einer Unterkonstruktion zur Herstellung einer insbesondere abgehängten Decke oder einer Wand, wobei die Fugen zwischen den einzelnen Lochplatten mittels eines Füllmittels ausgefüllt und anschließend glatt geschliffen werden.

Solche Lochplatten auf der Basis von Gips, insbesondere Gipskarton-Lochplatten und Gipsfaser-Lochplatten, werden in erster Linie in großflächigen Räumen in abgehängten Decken, aber auch in Wandkonstruktionen, unter anderem zur Verbesserung der Raumakustik eingesetzt. Diese Lochplatten weisen üblicherweise ein rasterförmiges, regelmäßiges Lochmuster auf. Die Kosten einer solchen Konstruktion hängen entscheidend von einer schnellen und damit günstigen Montage ab.

Die für die Montage der Lochplatten erforderliche Zeit sowie der Personalaufwand werden ganz überwiegend vom Aufwand für die Ausrichtung der Lochplatten zueinander bestimmt. Abweichungen im Abstand der Löcher an Plattenübergängen oder Abweichungen im Verlauf durch eine nicht parallele Ausrichtung fallen aufgrund der Lochmuster deutlich störend auf. Zu diesem Zweck werden bei der Montage Hilfsmittel verwendet, die auf den Abstand der Löcher der im Einzelfall verwendeten Lochplatten abgestimmt sind, mit denen ein optischen Anforderungen entsprechendes ansprechendes Erscheinungsbild unter Ausbildung einer Fuge zwischen benachbarten Lochplatten gewährleistet werden kann, die mit einem Füllmaterial ausgefüllt und anschließend glatt geschliffen wird. Allerdings erfordert diese Montageform mindestens zwei Personen während der Ausrichtung der Platten, was sich nachteilig auf die Kosten auswirkt.

Zur Verbesserung dieses Stands der Technik wurden eine Reihe von Lösungen vorgeschlagen, die insbesondere auf der Verwendung besonders maßhaltiger Lochplatten basieren, für die beispielsweise eine Herstellungsmethode im großtechnischen Maßstab in der EP 1 369 215 A1 offenbart ist.

Die EP 1 369 215 A1 beschreibt im Folgenden einen Deckenaufbau mit den derart hergestellten Lochplatten, die fugenlos unmittelbar aneinander stoßend verlegt werden, so dass nur eine Haarfuge verbleibt. Zwar ist damit eine prinzipiell leichtere Verlegung gegeben, dies ist aber mit zwei Nachteilen verbunden. Aufgrund des fehlenden Fugenbereichs ist keine Ausgleichsmöglichkeit bei Dickenunterschieden benachbarter Platten gegeben: Weiterhin sind die Kanten einem erhöhten Beschädigungsrisiko ausgesetzt, was bereits bei geringen Beschädigungen zu optischen Beeinträchtigungen der Haarfugen führt, die nur mit aufwendigen Ausbesserungen vor dem abschließenden Streichen der Decke behebbar sind. Zusätzlich weisen die Haarfugen nur eine geringe Fugenfestigkeit auf.

Den Nachteil der fehlenden Ausgleichsmöglichkeit versucht die WO 2005/059267 A1 des gleichen Anmelders zu umgehen, indem die Gipskartonplatten mit möglichst geringer Fugenbreite verlegt werden, bevorzugt aneinander stoßend, und dass auf die Fugen ein Abdeckstreifen aufgebracht wird. Nach dem Aufbringen einer füllenden Dispersionsfarbe werden durch Schleifen die Abdeckstreifen derart nivelliert, dass diese nach dem abschließenden Streichen nicht mehr erkennbar sind. Aufgrund der fehlenden Ausfüllung der Fuge zwischen benachbarten Platten mit Füllmaterial besteht der Nachteil der geringen Fugenfestigkeit bei diesem Verfahren weiterhin.

Die WO 2006/067213 A1 offenbart eine ebenfalls besonders maßhaltige Lochplatte auf Basis von Gips, bei der mindestens zwei Seitenflächen als Stufenfalz ausgebildet sind. Bei der Montage der Platten wird diese so durchgeführt, dass die Platten aneinander stoßen und eine Lochplatte mit einer Seitenfläche mit Stufenfalz auf eine nicht als Stufenfalz ausgebildete Seitenfläche trifft, so dass eine in den Raum hinein zeigende Fuge verbleibt. Die so entstandene Fuge kann in üblicher Weise mit einem Füll- bzw. Spachtelmaterial gefüllt werden. Durch den rückseitigen Abschluss der Fuge kann das Füllmaterial nicht mehr aus der Fuge austreten, so dass die Verfugung leichter vorgenommen werden können und haltbarer sein soll. Unter Aufgabe dieses Vorteils ist auch vorgesehen, dass der Stufenfalz nicht über die gesamte Länge einer Kante ausgebildet ist, sondern er kann auch bereichsweise ganz oder teilweise abgesetzt sein. In einem solchen Fall kann der verbleibende Stufenfalz auf 10% der jeweiligen Kantenlänge reduziert sein, was für die Erleichterung der Ausrichtung genügt. Für handelsübliche Lochplatten der Abmessung 1200x2000 mm bedeutet dies, dass bei zwei Anschlagstegen an der Stirnkante eine Mindestlänge von jeweils 60 mm eingehalten werden muss, da bei kürzeren Abmessungen nachvollziehbar eine erhöhte Gefahr einer Beschädigung, etwa eines Abbrechens, dieser aus Gips bestehenden Anschlagstege während Transport, Lagerung und Verarbeitung besteht. Zwar offenbart die WO 2006/067213 A1 eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik, aber die Herstellung der Lochplatten mit Stufenfalz ist vergleichsweise aufwendig und teuer, insbesondere der Lochplatten mit teilweise abgesetztem Stufenfalz.

Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, eine Lochplatte auf Basis von Gips bereitzustellen, welche die Nachteile des Stands der Technik überwindet, und zugleich einfach und kostengünstig in der Herstellung ist. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Verlegung der erfindungsgemäßen Lochplatten zur Verfügung zu stellen.

Die erste Aufgabe wird durch eine Lochplatte auf Basis von Gips mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die zweite Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Verlegung der erfindungsgemäßen Lochplatten mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Bevorzugte Ausführungen sind Gegenstände der jeweiligen Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Lochplatte auf Basis von Gips mit einer Vorder- und einer Hinterseite und vier Seitenflächen weist auf mindestens zwei Seitenflächen Abstandselemente auf, die aus einem anderen Material als dem Basismaterial der Lochplatte gebildet sind und deren Gesamtlänge 5% der Länge der jeweiligen Seitenfläche nicht übersteigt.

Die Lösung geht dabei von der Überlegung aus, ausgehend von einer besonders maßhaltigen Lochplatte den fertigungstechnisch aufwendigen und kostenträchtigen Schritt der vollständigen oder teilflächigen Stufenfalzung zu vermeiden. Stattdessen werden an einer Lochplatte vorkonfektionierte Abstandselemente angeordnet, die mit ihrer Breite die sich ausbildende Fugenbreite zwischen zwei angrenzenden Lochplatten vorgeben und dabei so ausgelegt sind, dass ein optisch einheitliches Erscheinungsbild entsteht. Durch eine geeignete Werkstoffauswahl können die Abstandselemente in den Abmessungen klein gehalten werden, da nicht wie bei Gips mit Beschädigungen wie etwa einem Abbrechen und dem daraus resultierenden Verlust der einfachen Ausrichtbarkeit zu rechnen ist. Darüber hinaus steht für die Ausbildung einer hohen Fugenfestigkeit praktisch die gesamte Seitenfläche bzw. Kante einander angrenzender Lochplatten als Haftgrund für das Füllmaterial zur Verfügung.

Die Verbindung der Abstandselemente mit der Lochplatte wird über die an die Abstandselemente angrenzende Seitenfläche und/oder über einen Bereich der Hinterseite realisiert. Am einfachsten gestaltet sich die Verbindung über die Seitenfläche selbst, da Abstandselement und Lochplattenkante direkte Berührflächen aufweisen und somit eine direkte Verbindung an den Berührungsflächen möglich ist. Für eine Verbindung über einen Bereich der Hinterseite weisen die Abstandselemente eine laschenförmige Erstreckung auf, die auf der Hinterseite aufliegt.

Die Abstandselemente sind bevorzugt aus Metall, besonders bevorzugt ein nichtrostendes Metall, wie Aluminium, oder aus einem Kunststoffmaterial gebildet. Die Abstandselemente können mechanisch, beispielweise durch Verschraubung, Vernietung oder Vernagelung, oder adhesiv, bevorzugt klebend, an der Lochplatte befestigt werden. Abstandselemente können auch Dornen oder vergleichbare Befestigungselemente, insbesondere aus Metall, aufweisen, die eine unmittelbare Befestigung ohne weitere Elemente ermöglichen. In gleicher weise ermöglichen auch Selbstklebebeschichtungen eine unmittelbare Befestigung ohne weitere Befestigungsmittel.

Die Abstandselemente sind in ihren Abmessungen auf das Lochmuster dahingehend abgestimmt, dass ein optisch einheitliches Erscheinungsbild resultiert. Die Anordnung der Abstandselemente ist so auf die Dicke der Lochplatte abgestimmt, dass die Abstandselemente gegenüber der Vorderseite zurückgesetzt sind. Dadurch wird in der Verlegung eine durchgehende Fuge gebildet, die mit einem Füllmaterial verfüllt werden kann, und eine optisch auffallende Unterbrechung der zu verfüllenden Fuge oder Fugen durch die Abstandselemente ist ausgeschlossen.

In einer Ausführungsform können die Abstandselemente punktförmig sein. Unter punktförmig ist hier zu verstehen, dass ein Abstandselement aus einem mechanischen Befestigungselement gebildet ist, dessen Kopfhöhe dem erforderlichen Abstand zweier benachbarter Platten für ein optisch einheitliches Erscheinungsbild entspricht.

In einer alternativen Ausgestaltung können die Abstandelemente quaderförmig sein. Bevorzugt ist es hierbei, wenn die Höhe der Abstandselemente etwa die halbe Dicke der Lochplatte beträgt. Bei einer mit der Hinterseite einer Lochplatte bündigen Anordnung resultiert dann eine Fuge mit einer Tiefe von etwa der halben Plattendicke im Bereich des Abstandelements.

Es ist bevorzugt, wenn die Abstandselemente an zwei benachbarten Seitenflächen angeordnet sind, die an einer Ecke der Platte aufeinandertreffen. Besonders bevorzugt ist es, wenn je mindestens ein Abstandselement weniger als 10 cm von einer Ecke einer Seitenfläche angeordnet ist. Damit kann in vorteilhafter Weise ein Verkanten der beiden aneinander stoßenden Lochplatten vermieden werden.

In einer bevorzugten Ausführung sind die Abstandselemente kreuzförmig mit vier quaderförmigen Stegen ausgebildet. Bei der Anordnung eines solchen kreuzförmigen Abstandselements in einer Ecke der Platte erstrecken sich dann zwei Stege in der Verlängerung der zwei die Ecke der Lochplatte bildenden Kante. Dies bietet den besonderen Vorteil, dass mit den kreuzförmigen Abstandselementen nicht nur die parallele Ausrichtung zweier aneinander stoßender Platten, sondern bereits eine zu dieser Richtung senkrechte Ausrichtung vorgegeben ist. Damit vereinfacht sich der Ausrichtungsaufwand in der Fläche entscheidend. Funktional entspricht ein solches kreuzförmiges Abstandselement einem Abstandselement in allen vier von dieser Ecke im Einbauzustand ausgehenden Fugen, wodurch sich die Anzahl der Abstandselemente um den Faktor 4 reduziert. Für Platten, bei denen sich im Einbauzustand nicht an allen Plattenrändern Nachbarplatten anschließen (Randplatten) ist eine Anbringung von T-förmigen Abstandselementen immer dann vorteilhaft und ausreichend, wenn an den Plattenecken benachbarter Platten jeweils nur zwei Platten aufeinanderstoßen und zueinander ausgerichtet werden müssen. Das kreuzförmige Abstandselement kann für eine solche Verwendung bereits derart vorbereitet sein, dass mindestens ein Steg mit einer Sollbruchstelle ausgerüstet wird. Für den Fall, dass die Einbausituation eines T-förmigen Abstandselementes bedarf, kann ein Steg des kreuzförmigen Abstandelements abgebrochen werden und der Einbau des verbleibenden T- förmigen Abstandselementes auf einfache Weise realisiert werden.

Die Abstandselemente können bereits werksseitig an einer Lochplatte angebracht sein, es ist aber auch möglich, die Abstandselemente erst bei der Verlegung vor Ort an der Lochplatte anzubringen. Es ist auch möglich die Abstandselemente bei der Verlegung so zu integrieren, dass diese gar nicht erst fest an der Lochplatte angebracht werden, sondern z. B. die flächigen rückseitigen Laschen der Abstandselemente einfach zwischen Unterkonstruktion und Lochplattenrückseite geschoben werden und so das Abstandselement am Plattenrand der verlegten Lochplatte fixiert wird. Ebenso können bei Transport, Lagerung und/oder Verlegen abgefallene oder ausgebrochene Abstandselemente bei Bedarf einfach ersetzt werden.

Das Verlegen der Lochplatten zu einer optisch einheitlichen, „unterbrechungsfreien" flächigen Konstruktion unterscheidet sich nicht wesentlich von der an sich bekannten Vorgehensweise, sofern die Abstandselemente bereits werksseitig angebracht sind. Andernfalls können diese vor Ort vor dem Anbringen der Lochplatte an die Unterkonstruktion an der Lochplatte befestigt werden, oder auch danach. Mindestens eine weitere Lochplatte wird an die Abstandselemente stumpf stoßend angesetzt und an dem Lochmuster der ersten Lochplatte ausgerichtet. Anschließend wird dieser Schritt wiederholt. Zwischen den benachbarten Lochplatten verbleibt eine Fuge, die in an sich bekannter Art und Weise mit einem Füllmaterial gefüllt, geschliffen und abschließend überstrichen wird, um ein homogenes und einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten. Nachfolgend werden anhand der Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Gegenstände bezeichnen. Hierbei zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung erfindungsgemäße Lochplatte auf Basis von Gips mit Abstandselementen mit Detaildarstellung eines ersten Abstandelements

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Lochplatte mit Detaildarstellung eines zweiten Abstandelements

Fig. 3 einen perspektivischen Ausschnitt einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lochplatte mit Detaildarstellung eines dritten Abstandelements

Fig. 4 einen perspektivischen Ausschnitt einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lochplatte mit Detaildarstellung eines vierten Abstandelements

Fig. 1 zeigt eine Lochplatte 1 mit einer Vorderseite 2 als Sichtseite, einer Hinterseite 3, (nicht sichtbar), zwei kurzen Seitenflächen 4' und zwei langen Seitenflächen 4", sowie angedeutet ein Lochmuster 5. Die Abmessung des Plattenkörpers beträgt wie üblich 1200 x 2000 x 12,5 mm. An zwei benachbarten, sich an einer Ecke 6 berührenden Seitenflächen 4' und 4" sind jeweils zwei Abstandselemente 7 in einem Abstand kleiner 100 mm von der Ecke 6 und der die Seitenfläche 4' bzw. 4" begrenzenden gegenüberliegenden Ecke 6' bzw. 6" angebracht. Die quaderförmigen Abstandselemente 7 weisen vorteilhaft zur Reduzierung der Variantenzahl einheitliche Abmessungen auf und sind bündig fluchtend mit der Hinterseite 3 angeordnet. Die Länge der Abstandelemente 7 beträgt 30 mm, die Höhe 6 mm, so dass im Einbauzustand eine Fuge im Bereich der Abstandselemente mit einer Tiefe von ca. der halben Lochplattendicke gebildet wird. Die Breite der Abstandselemente 7 ist derart auf das Lochmuster 5 angepasst, dass im Einbauzustand ein optisch einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet ist. Die Gesamtlänge der als Anschlag dienenden und für die genaue Ausrichtung völlig ausreichenden Abstandselemente 7 in Richtung einer Seitenfläche 4' bzw. 4" beträgt 60 mm.

Die Abstandselemente 7 sind im Ausführungsbeispiel an den Seitenflächen 4' bzw. 4" mit einen nicht dargestellten Kleber befestigt. Im Ausführungsbeispiel sind die Abstandselemente 7 Spritzformteile aus Kunststoff, insbesondere aus PE oder PP. Im Ausführungsbeispiel sind die Abstandselemente 7 bereits werksseitig an der Lochplatte befestigt. Es ist aber auch möglich, die Abstandshalter 7 erst vor Beginn der Verlegung vor Ort oder sogar während der Verlegung der Lochplatten anzubringen.

Fig.2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lochplatte, die sich von der Ausführung nach Fig. 1 nur in der Art der Abstandselemente 8 unterscheidet. Die punktförmigen Abstandselemente 8 weisen einen zylinderförmigen Kopf 8' mit einem Durchmesser von 6 mm, d.h. etwa der halben Lochplattendicke auf. Die Höhe des Kopfes 8' ist, wie die Breite der quaderförmigen Abstandselemente 7, auf das Lochmuster 5 abgestimmt. An dem Kopf befindet sich ein dornenartiges Befestigungselement 8", welcher zur mechanischen Befestigung des Abstandselements 8 an bzw. in den Seitenflächen 4' bzw. 4" dient. Das dornenartige Befestigungselement 8" kann alternativ auch mit einem Gewinde versehen sein, welches ein Einschrauben in die Seitenflächen 4' bzw. 4" ermöglicht. Der zylinderförmige Kopf eines solchen Befestigungselementes weist dann bevorzugt übliche Vorrichtungen zur Aufnahme eines entsprechenden Schraubwerkzeugs zwecks Schraubbefestigung des Abstandselements an die Lochplattenkante auf.

Die Abstandselemente 8 sind im Ausführungsbeispiel aus Metall hergestellt. Bei Bedarf können in einem Eckenbereich auch mehr als ein Abstandselement 8 angeordnet sein. Die Gesamtlänge aller so an einer Seitenfläche angeordneten Abstandselemente übersteigt dabei 5% der Länge der Seitenfläche nicht.

Auch in diesem Ausführungsbeispiel sind die Abstandselemente 8 bereits werksseitig angebracht, können aber auch erst vor Ort angebracht werden.

Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lochplatte 1 mit einem die Ecke 6 übergreifenden kreuzförmiges Abstandselement 9, welches funktional die im Bereich einer Ecke 6 an den beiden Seitenflächen 4' und 4" in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen angeordneten Abstandselemente 7 oder 8 ersetzt, und damit eine Reduzierung der Anzahl der Abstandselemente erlaubt. Die mit den vier quaderförmigen Stegen 9' vorgegebene Ausrichtung auch zur Normalen einer Seitenfläche beschleunigt die Verlegung erheblich.

Für die Abmessungen des Abstandelements 9 sind denen der Abstandselemente 7 nach Ausführungsbeispiel 1 entsprechend. Die Stege 9' weisen eine Länge von 30 mm, eine Höhe von 6 mm sowie eine auf das Lochmuster angepasste Breite auf. Auch dieses Abstandselement wird als Spritzformteil aus einem Kunststoff material, bevorzugt aus PE oder PP hergestellt und mit einem nicht dargestellten Kleber befestigt.

Aufgrund der über den Plattenkörper hinausragenden Stege ist wegen des erhöhten Beschädigungsrisikos bei Transport und Lagerung in diesem Fall das Anbringen der Abstandselemente 9 vor Ort bevorzugt. Allerdings können selbstverständlich die Abstandselemente 9 auch bereits werksseitig angebracht werden.

Fig. 4 zeigt ein Abstandselement 10 mit quaderförmigen Kopf 1 1 und einer laschenförmigen Erstreckung 12, welches im Einbauzustand die Hinterseite 3 und eine Seitenfläche 4 der Lochplatte übergreift. Die Verbindung des Abstandselements 10 erfolgt über die laschenförmige Erstreckung 12 mit der Hinterseite 3 der Lochplatte, wobei nicht dargestellt die beschriebenen mechanischen oder adhesiven Befestigungsmittel eingesetzt werden können. Bevorzugt ist eine klebende Befestigung. In der Fig. 4 besteht das einstückige Abstandselement 10 aus dem Kopf 11 und der laschenförmigen Erstreckung 12, die geeignet miteinander fest verbunden sind, etwa durch Kleben, Schweißen oder dergl. Alternativ kann das Abstandselement 10 auch einteilig vorliegen, etwa in Form eines Kunststoff-Formspritzteils.

Es versteht sich von selbst, dass die Form des Kopfes 10 nicht auf ein Quader beschränkt ist, sondern weitere denkbare Formen umfasst, etwa punktförmig oder ellipsenförmig sein kann. Bei hinreichender Materialdicke kann es sich auch um ein Winkelelement handeln.