Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PHOSPHORESCENT PLATINUM (II) ANHC COMPLEXES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105720
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to novel platinum (II) complexes comprising NHC ligands, which are suitable for use in OLEDs, in particular as emitters or light-emitting substances, the imidazole ring of the NHC ligand being of the mesoionic type. The invention also relates to OLEDs and/or light-emitting layers that contain complexes according to the invention, and to the use of complexes according to the invention in OLEDs.

Inventors:
SÖLLNER, Johannes (Malterstr. 38, Dresden, 01159, DE)
STRAßNER, Thomas (Altnossener Straße 21F, Dresden, 01156, DE)
Application Number:
EP2018/080790
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 09, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
TECHNISCHE UNIVERSITÄT DRESDEN (01062 Dresden, 01062, DE)
International Classes:
C07F15/00; H01L51/50
Domestic Patent References:
WO2011050003A22011-04-28
WO2011005003A22011-01-13
Foreign References:
EP2254871B12016-11-09
US6177575B12001-01-23
Other References:
A. TRONNIER; S. METZ; G. WAGENBLAST; I. MUENSTER; T. STRASSNER, DALTON TRANS., vol. 43, 2014, pages 3297
HOTA ET AL., ADV. SYNTH. CATAL., vol. 357, 2015, pages 3162 - 3170
VIJAYKUMAR ET AL., ORGANOMETALLICS, vol. 36, 2017, pages 4753 - 4758
MARCIN BIELAWSKI, DIARYLIODONIUM SALTS, 2012, ISBN: 978-91-7447-233-2
Attorney, Agent or Firm:
TRÖSCH, Dominique (HGF Europe LLP, Neumarkter Str. 18, München, 81673, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Platin(II)-Komplex der folgenden Formel (I)

wobei

- A1 N oder CR1 ist,

- A2 N oder CR2 ist,

- A3 N oder CR3 ist,

- A4 N oder CR4 ist,

wobei R1 bis R4 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus H, einem linea ren oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkyl- rest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlen- stoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substitu- ierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht sub- stituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder ei- ner Gruppe mit Akzeptor- oder Donoreigenschaften,

oder R1 und R2, R2 und R3, und/oder R3 und R4 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlen- stoff- und/oder Heteroatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsys- tem substituiert ist oder nicht substituiert ist, - R5 und R6 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlen- stoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Hete- roatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Aryl- rest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder einer Gruppe mit Akzeptor- oder Donoreigenschaften, und

- R7 ausgewählt ist aus H, einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls min- destens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem ge- gebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, ei- nem substituierten oder nicht substituierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlen- stoff- und/oder Heteroatomen, oder einer Gruppe mit Akzeptor- oder Donoreigen- schaften, oder

- R5 und R6 oder R6 und R7 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Hete- roatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist,

- oder R4 und R5 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein konden- siertes aromatisches Ringsystem mit 6 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist,

- L ein zweizähniger monoanionischer Ligand ist, und

wobei R1 bis R7 und L jeweils gegebenenfalls eine oder mehrere funktionelle Gruppen mit Donor- oder Akzeptoreigenschaften tragen.

2. Platin(II)-Komplex gemäß Anspruch 1, wobei L ein zweizähniger monoanionischer Ligand der Formel (II)

ist, wobei

- X und Y unabhängig voneinander ausgewählt sind aus 0, S oder NR11,

- R8 und R10 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus einem linearen oder ver- zweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoff- atomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Hete- roatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Aryl- rest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen,

- R9 und R11 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus H, einem linearen oder ver- zweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoff- atomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Hete- roatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Aryl- rest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder

- R8 und R9, R9 und R10, R8 und R11 und/oder R10 und R11 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind,

ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Hete- roatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist, und

wobei

R8 bis R11 jeweils gegebenenfalls eine oder mehrere funktionelle Gruppen mit Donor- oder Akzeptoreigenschaften tragen, und wobei, wenn sowohl X als auch Y -NR11 sind, die jeweiligen Reste R11 gleich oder unterschiedlich sind.

3. Platin(II)-Komplex gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass

X und Y jeweils gleich sind.

4. Platin(II)-Komplex gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass A1 bis A4 CR1 bis CR4, wobei mindestens zwei von R1 bis R4 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem bilden.

5. Platin(II)-Komplex gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass R7 H ist.

6. Platin(II)-Komplex gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

dass

A1 bis A4 jeweils CR1 bis CR4 sind,

R1, R2, R3, R4, und R9 jeweils H sind,

R5 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, 4-Bromphenyl, 4-Cyanophenyl, R6 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Methyl oder Phenyl,

R8, R11 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Methyl, tert.-Butyl, Mesityl, Duryl.

7. OLED, enthaltend mindestens einen Platin(II)-Komplex gemäß einem der Ansprüche

1-6.

8. Licht emittierende Schicht, enthaltend mindestens einen Platin(II)-Komplex gemäß einem der Ansprüche 1-6.

9. OLED, enthaltend mindestens eine Licht emittierende Schicht gemäß Anspruch 8.

10. Vorrichtung enthaltend ein OLED und/oder eine Licht emittierende Schicht gemäß einem der Ansprüche 7-9.

11. Verwendung eines Platin(II)-Komplexes gemäß einem der Ansprüche 1-6 in OLEDs.

12. Verwendung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Platins- Komplex als Emitter, Matrixmaterial, Ladungstransportmaterial, und/oder Ladungsblo- cker eingesetzt wird.

Description:
Phosphoreszente aNHC-basierte PlatinfllVKomplexe

Die vorliegende Erfindung betrifft Platin(II)-Komplexe mit N-heterocyclischen Carben- Liganden (NHC-Liganden), Organische Leuchtdioden (OLEDs) enthaltend mindestens einen entsprechenden Komplex, eine Vorrichtung wie beispielsweise einen stationären oder mobi- len Bildschirm oder ein Beleuchtungsmittel, die eine entsprechende OLED enthält, sowie die Verwendung der vorgenannten Komplexe in OLEDs, beispielsweise als Emitter, Matrixmateri- al, Ladungstransportmaterial, und/oder Ladungsblocker.

In OLEDs wird die Eigenschaft von Materialien ausgenutzt, Licht zu emittieren, wenn diese Materialien durch elektrischen Strom angeregt werden. Insbesondere sind OLEDs als Alterna- tive zu Kathodenstrahlröhren und Flüssigkristalldisplays zur Herstellung von Flachbildschir- men interessant. Aufgrund der sehr kompakten Bauweise und des intrinsisch niedrigen Stromverbrauchs eignet sich die Vorrichtung enthaltend OLEDs insbesondere für mobile An- wendungen, z. B. für Anwendungen in Mobiltelefonen, Laptops usw., sowie zur Beleuchtung.

Der Stand der Technik offenbart eine Vielzahl von Materialien, die Licht emittieren, wenn sie durch elektrischen Strom angeregt werden, darunter auch Platin(II)-Komplexe mit NHC- Liganden. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Platin(II)-Komplexen mit NHC- Liganden, die einen Imidazol- bzw. Imidazolylidring aufweisen, befindet sich das Carben- Kohlenstoffatom an Ringatom 2 des Imidazolringes, d.h. zwischen zwei Stickstoffatomen im Imidazol-Ringsystem des NHC-Liganden, siehe A. Tronnier, S. Metz, G. Wagenblast, I. Mu- enster, T. Strassner, Dalton Trans. 2014, 43, 3297.

Vereinzelt gibt es Übergangsmetallkomplexe mit sogenannten abnormal bindenden N- heterozyclischen Carbenliganden (aNHC-Liganden). In Hota et al., Adv. Synth. Catal. 2015, 357, 3162-3170 ist ein zweikerniger bzw. dimerer Palladium-Komplex und dessen Einsetz- barkeit als Katalysator in der Heck-Reaktion beschrieben. Vijaykumar et al., Organometallics 2017, 36, 4753-4758 beschreiben mit aNHC-Liganden versehene Nickelkatalysatoren für die Hydroheteroarylierung von Vinylarenen. WO 2011/05003 A2 beschreibt einen Platin-Komplex mit einem dreizähnigen pincer-Liganden, bei dem zwei der„Zähne" durch aNHC-Ligand- Gruppen gebildet werden. So bleibt im Fall von Platin als Zentralatom lediglich Platz für einen einzähnigen Liganden.

Aufgabe der Erfindung ist, alternative Platin(II)-Komplexe mit NHC-Liganden zur Verfügung zu stellen, die zur Verwendung in OLEDs, insbesondere als Emitter bzw. als licht

emittierende Substanzen geeignet sind.

Die vorstehende Aufgabe wird gelöst durch einen Platin(II)-Komplex der folgenden Formel (I)

wobei

- A 1 N oder CR 1 ist,

- A 2 N oder CR 2 ist,

- A 3 N oder CR 3 ist,

- A 4 N oder CR 4 ist,

- R 1 bis R 4 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus H, einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffato- men, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffato- men, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder einer Gruppe mit Akzeptor- oder Donoreigenschaften, oder R 1 und R 2 , R 2 und R 3 , und/oder R 3 und R 4 gemeinsam mit den Atomen, an die sie ge- bunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist,

- R 5 und R 6 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus einem linearen oder ver- zweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem sub- stituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Hete- roatomen, oder einer Gruppe mit Akzeptor- oder Donoreigenschaften, und

- R 7 ausgewählt ist aus H, einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht sub- stituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substitu- ierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substitu- ierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder einer Gruppe mit Ak- zeptor- oder Donoreigenschaften, oder

- R 5 und R 6 oder R 6 und R 7 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kon- densiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen bil den, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist,

- oder R 4 und R 5 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 6 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem substituiert ist oder nicht substituiert ist,

- L ein zweizähniger monoanionischer Ligand ist, und

wobei

R 1 bis R 7 und L jeweils gegebenenfalls eine oder mehrere funktionelle Gruppen mit Donor- oder Akzeptoreigenschaften tragen.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung haben Begriffe wie Arylrest, Heteroarylrest, kondensier- tes aromatisches Ringsystem, Alkylrest,„substituiert" und andere die folgenden Bedeutun- gen: Arylrest: Ein Arylrest oder eine Arylgruppe ist ein Rest mit einem Grundgerüst von 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, der aus einem aromatischen Ring oder mehreren kondensierten aromatischen Ringen aufgebaut ist. Geeignete Grundgerüste sind zum Beispiel Phenyl, Naphthyl, Anthracenyl oder Phenanthrenyl. Dieses Grundgerüst kann unsubstituiert sein, d. h., dass alle Kohlenstoffatome, die substituierbar sind, Wasser- stoffatome tragen, oder an einer, mehreren oder allen substituierbaren Positionen des Grundgerüsts substituiert sind.

Bevorzugt ist der Arylrest oder die Arylgruppe ein C 6 -Arylrest, der gegebenenfalls mit min- destens einem der nachstehend genannten Substituenten substituiert ist. Besonders bevor- zugt weist der C 6 -Arylrest keinen, einen, zwei, drei oder vier der nachstehend genannten Substituenten auf.

„Substituiert": Substituiert bedeutet, dass ein oder mehrere Wasserstoffatome durch andere Substituenten ersetzt wurden. Geeignete Substituenten sind zum Beispiel Alkylreste, bevor- zugt Alkylreste mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, i-Propyl oder t-Butyl, Arylreste, bevorzugt C 6 -Arylreste, die wiederum substituiert oder unsubstituiert sein können, Heteroarylreste, bevorzugt Heteroarylreste, die mindestens ein Stickstoffatom enthalten, besonders bevorzugt Pyridylreste, Alkenylreste, bevorzugt Alkenylreste, die eine Doppelbindung tragen, besonders bevorzugt Alkenylreste mit einer Doppelbindung und 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, oder (funktionelle) Gruppen mit Donor- oder Akzeptorwirkung bzw. - eigenschaften. Ganz besonders bevorzugt tragen die Arylreste Substituenten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylen, insbesondere Methyl (-CH 3 ), F, disubstituierte Aminreste (— NR 2 ), Thiogruppen (-SR) und Alkoxygruppen (-OR).

(Funktionelle) Gruppen mit Donor- oder Akzeptorwirkunq bzw. -eigenschaften: Unter Grup- pen mit Donorwirkung bzw. Donoreigenschaften sind Gruppen zu verstehen, die einen posi- tiven induktiven (+1) und/oder positiven mesomeren (+M) Effekt aufweisen, und unter Gruppen mit Akzeptorwirkung bzw. Akzeptoreigenschaften sind Gruppen zu verstehen, die einen negativen induktiven (-1) und/oder negativen mesomeren (-M) Effekt aufweisen. Ge- eignete Gruppen mit Donor- oder Akzeptorwirkung sind Halogenreste, bevorzugt F, CI, Br, besonders bevorzugt F, Alkoxyreste, Aryloxyreste, Carbonylreste (-C(O)R), Esterreste (- COOR), Aminreste (-NH 2 , -NHR, -NR 2 ), Amidreste, CH 2 F-Gruppen, CHF 2 -Gruppen, CF 3 - Gruppen, CN-Gruppen, NC-Gruppen, Thiogruppen, SCN-Gruppen, NCS-Gruppen, die Nitro- oder N0 2 -Gruppe, Bordiorganylgruppen -BR 2 , sowie Diorganylphosphangruppen -PR 2 , wobei R jeweils für einen beliebigen organischen Rest steht.

Heteroarylrest: Ein Heteroarylrest oder eine Heteroarylgruppe ist ein Rest, der sich von den vorstehend genannten Arylresten dadurch unterscheiden, dass in dem Grundgerüst des Aryl- restes mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist. Bevorzugte Hete- roatome sind N, O und S. Ganz besonders bevorzugt sind ein oder zwei Kohlenstoffatome des Grundgerüsts des Arylrests durch Heteroatome ersetzt. Insbesondere bevorzugt ist das Grundgerüst ausgewählt aus Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazyl, Triazyl, und fünfgliedrigen Hete- roaromaten wie Pyrrol, Furan, Thiophen, Pyrazol, Imidazol, Triazol, Oxazol, Thiazol. Das Grundgerüst kann an keiner, einer, mehreren oder allen substituierbaren Positionen des Grundgerüsts substituiert sein.

Kondensiertes aromatisches Rinasvstem: Ein kondensiertes aromatisches Ringsystem ist ein Rest mit einem Grundgerüst von 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 6 bis 18 Kohlen- stoffatomen, der aus einem aromatischen Ring oder mehreren kondensierten aromatischen Ringen aufgebaut ist. Geeignete Grundgerüste sind zum Beispiel Phenyl, Naphtyl, Anthrace- nyl oder Phenanthrenyl. Dieses Grundgerüst kann unsubstituiert sein, d. h., dass alle Kohlen- stoffatome, die substituierbar sind, Wasserstoffatome tragen, oder an einer, mehreren oder allen substituierbaren Positionen des Grundgerüsts substituiert sind.

Alkylrest: Ein Alkylrest oder eine Alkylgruppe ist ein Rest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt 1 bis 8 Kohlenstoffatomen. Die- ser Alkylrest kann verzweigt oder unverzweigt sein und gegebenenfalls mit einem oder meh- reren Heteroatomen, bevorzugt N, O oder S, unterbrochen sein. Des Weiteren kann dieser Alkylrest mit einem oder mehreren oben im Zusammenhang mit den Arylgruppen genannten Substituenten substituiert sein. Der Alkylrest kann auch eine oder mehrere Arylgruppen tra- gen. Dabei sind alle der vorstehend aufgeführten Arylgruppen geeignet. Besonders bevor- zugt sind die Alkylreste ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, i-Propyl, n- Propyl, i-Butyl, n-Butyl, t-Butyl, sec-Butyl, i-Pentyl, n-Pentyl, sec-Pentyl, neo-Pentyl, n-Hexyl, Hexyl und sec-Hexyl. Ganz besonders bevorzugt sind Methyl, i-Propyl, tert-Butyl und n- He- xyl, insbesondere Methyl.

Cvcloalkylrest: Unter einem Cycloalkylrest oder einer Cycloalkylgruppe ist ein mono-, di- oder tricyclischer Rest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 3 bis 10 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt 3 bis 8 Kohlenstoffatomen zu verstehen. Dieser Cycloalkylrest kann gegebenenfalls mit einem oder mehreren Heteroatomen, bevorzugt N, 0 oder S unterbro- chen sein. Der Cycloalkylrest kann unsubstituiert oder substituiert sein, d. h. mit einem oder mehreren der bezüglich der Arylgruppen genannten Substituenten substituiert sein. Es ist ebenfalls möglich, dass der Cycloalkylrest eine oder mehrere Arylgruppen trägt. Dabei sind alle der vorstehend aufgeführten Arylgruppen geeignet.

A 1 bis A 4 können jeweils unabhängig voneinander N bedeuten, auch mehrere von A 1 bis A 4 können N bedeuten, wobei in diesem Fall bevorzugt A 1 und/oder A 3 N bedeuten.

Zwei oder mehr der Reste R 1 bis R 4 , die benachbart sind, können gemeinsam mit den Ato- men, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem bilden, so dass der zweizähnige NHC-Ligand des erfindungsgemäßen Pt(II)-Komplexes beispielsweise eine Benzofuryl-, Benzothiophenyl-, Dibenzofuryl-, Dibenzothiophenyl-, Naphtyl-, Anthracenyl-, Phenanthrenyl-, Fluorenyl- oder auch eine Carbazolgruppe umfasst, wie anhand der folgen- den beispielhaften Formeln 1 - 27 ersichtlich wird.

1 2 3

10 11 12

19 20 21

25 26 27

In den vorstehenden Formeln stellen dar:

- Die Formeln 1 bis 4 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Dibenzofurangruppe,

- die Formeln 5 bis 8 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Fluorengruppe,

- die Formeln 9 bis 12 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Dibenzothiofurangruppe,

- die Formeln 13 bis 16 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Benzofurangruppe,

- die Formeln 17 bis 20 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Carbazolgruppe, - die Formeln 21 bis 22 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Naphtalingruppe,

- die Formeln 23 bis 24 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Anthracenylgruppe, und

- die Formeln 25 bis 27 verschiedene mögliche Isomere erfindungsgemäßer Komplexe mit einer Phenanthrengruppe.

Die Formeln 1 bis 27 dienen lediglich der Veranschaulichung und sind nicht einschränkend auszulegen. So sind weitere kondensierte aromatische Gruppen denkbar, die ebenfalls in Form unterschiedlicher Isomere vorliegen. Insbesondere können, wie oben angeführt, die kondensierten aromatischen Ringsysteme substituiert sein. Als Substituenten sind alle vor- stehend bereits genannten Substituenten geeignet, insbesondere Substituenten mit Donor- oder Akzeptorwirkung.

R 7 kann H sein. Das ist vorteilhaft, weil dann der weitere zweizähnige monoanionische Lig- and [L] einen größeren Raumbedarf einnehmen kann.

In den erfindungsgemäßen Komplexen ist das eine Bindung zu Platin eingehende Carbenkoh- lenstoffatom des NHC-Liganden ein Ringatom des Imidazolrings. Das Carbenkohlenstoffatom ist somit benachbart zu je einem Stickstoffatom und einem Kohlenstoffatom. Der Imidazol- ring in den erfindungsgemäßen Komplexen hat mesoionischen Charakter, d.h. es lässt sich für den Imidazolring keine neutrale mesomere Grenzstruktur formulieren:

Der mesoionische Charakter bedeutet eine gegenüber entsprechenden Platinkomplexen mit herkömmlichen NHC-Liganden veränderte Verteilung der Elektronen am NHC-Liganden. Die erfindungsgemäßen Komplexe stellen somit eine neue Verbindungsklasse dar, die sich insbe- sondere für eine Verwendung in OLEDs eignen.

[L] ist erfindungsgemäß ein zweizähniger monoanionischer Ligand. Der zweizähnige Ligand [L] bindet aufgrund seiner Zweizähnigkeit zweifach an das Zentralatom. Die erfindungsge- mäßen Platin(II)-Komplexe haben somit zwei zweizähnige Liganden, sind grundsätzlich vier- bindig und im Wesentlichen quadratisch planar.

Der Ligand L kann vorteilhaft und bevorzugt ein zweizähniger monoanionischer Ligand der Formel (II) sein:

wobei

- X und Y unabhängig voneinander ausgewählt sind aus 0, S oder NR 11 ,

- R 8 und R 10 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem ge- gebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist, einem substi tuierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem ge- gebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt ist und der ge- gebenenfalls eine oder mehrere funktionelle Gruppen trägt, einem substituierten oder nicht substituierten Arylrest mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder nicht sub- stituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen,

- R 9 und R 11 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt sind aus

H, einem linearen oder verzweigten, substituierten oder nicht substituierten Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Heteroatom ersetzt, einem substituierten oder nicht substituierten Cycloalkylrest mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen, in dem gegebenenfalls mindestens ein Kohlenstoffatom durch ein Hete- roatom ersetzt ist, einem substituierten oder nicht substituierten Arylrest mit 6 bis 30 Koh- lenstoffatomen, einem substituierten oder nicht substituierten Heteroarylrest mit 5 bis 18 Kohlenstoff- und/oder Heteroatomen, oder

- R 8 und R 9 , R 9 und R 10 , oder R 8 und R 11 und/oder R 10 und R 11 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromatisches Ringsystem mit 5 bis 18 Kohlen- stoff- und/oder Heteroatomen bilden, wobei das kondensierte aromatische Ringsystem sub- stituiert ist oder nicht substituiert ist, wobei

R 8 bis R 11 jeweils gegebenenfalls eine oder mehrere funktionelle Gruppen mit Donor- oder Akzeptoreigenschaften tragen, und wobei,

wenn sowohl X als auch Y NR 11 sind, die beiden Reste R 11 identisch oder nicht identisch sind.

In Liganden der vorangestellten Formel (II) sind X und Y vorteilhaft und bevorzugt gleich, besonders bevorzugt jeweils NR 11 oder O.

In Liganden der vorangestellten Formel (Il)sind R 8 und R 10 vorteilhaft und bevorzugt jeweils unabhängig voneinander ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, tert.-Butyl, Me- sityl, Duryl, wobei Mesityl (2,4,6-Trimethylphenyl) und Duryl (2,3,5,6-Tetramethylphenyl) besonders bevorzugt sind.

Besonders vorteilhaft und bevorzugt ist der Ligand [L] der Formel (II) symmetrisch in dem Sinne aufgebaut, dass sowohl X und Y als auch R 8 und R 10 identisch sind.

Vorteilhaft und bevorzugt können A 1 bis A 4 CR 1 bis CR 4 sein, wobei mindestens zwei von R 1 bis R 4 gemeinsam mit den Atomen, an die sie gebunden sind, ein kondensiertes aromati- sches Ringsystem bilden.

Ferner sind erfindungsgemäße Platin(II)-Komplexe bevorzugt, bei denen R 7 H ist.

Ganz besonders bevorzugt sind A 1 bis A 4 jeweils CR 1 bis CR 4 ,

R 1 , R 2 , R 3 , R 4 , R 7 , R 9 jeweils H,

ist R 5 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Phenyl, 4-Bromphenyl, 4-Cyanophenyl, ist R 6 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl oder Phenyl, und

sind R 8 , R 10 jeweils unabhängig voneinander ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Me- thyl, tert.-Butyl, Mesityl, Duryl, wobei Mesityl und Duryl noch weiter bevorzugt sind.

Bevorzugte erfindungsgemäße Platin(II)-Komplexe sind außerdem folgende Einzelverbindun- gen:

R = Me B R = Me E R = Me H R = Mes C R = Mes F R = Mes I R = Dur D R = Dur G R = Dur J

Die erfindungsgemäßen Komplexe sind besonders als Emittermoleküle in OLEDs geeignet. Insbesondere ist es möglich, entsprechende Komplexe bereit zu stellen, die Elektrolumines- zenz in allen sichtbaren Bereichen, insbesondere im blauen Bereich des elektromagnetischen Spektrums zeigen. Die erfindungsgemäßen Komplexe eignen sich darum für den Einsatz in technisch verwendbaren Vollfarbendisplays oder weißen OLEDs als Beleuchtungsmittel.

Weitere Gegenstände der Erfindung sind demgemäß

- eine OLED, die mindestens einen erfindungsgemäßen Platin(II)-Komplex enthält,

- eine Licht emittierende Schicht, die mindestens einen erfindungsgemäßen Platin(II)- Komplex enthält,

- eine OLED, die mindestens eine erfindungsgemäße Licht emittierende Schicht ent- hält,

- eine Vorrichtung, die eine erfindungsgemäße OLED und/oder eine erfindungsgemäße

Licht emittierende Schicht enthält,

- eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Platin(II)-Komplexes in einer OLED, und

- eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Platin(II)-Komplexes in einer OLED, wo- bei der Platin(II)-Komplex als Emitter, Matrixmaterial, Ladungstransportmaterial, und/oder Ladungsblocker eingesetzt wird. Grundsätzlich sind OLEDs aus mehreren Schichten aufgebaut, nämlich (i) Anode, (ii) Löcher transportierende Schicht, (iii) Licht emittierende Schicht, (iv) Elektronen transportierende Schicht, (v) Kathode. Erfindungsgemäße OLED können zusätzlich weitere Schichten enthal- ten, die dem Fachmann bekannt sind.

Die erfindungsgemäßen Metall-Carben-Komplexe werden bevorzugt als Emittermoleküle in der Licht emittierenden Schicht (iii) eingesetzt.

Der Fachmann ist in der Lage, den Aufbau der OLEDs so zu wählen, dass er optimal an die erfindungsgemäßen Komplexe und ihren konkreten Einsatz, bevorzugt als Emitter, in der OLED angepasst ist.

Die erfindungsgemäßen OLEDs können in allen Vorrichtungen eingesetzt werden, worin Elektrolumineszenz nützlich ist.

Entsprechende Vorrichtungen sind stationäre Bildschirme, wie z. B. Bildschirme von Compu- tern, Fernsehern, Bildschirme in Druckern, Küchengeräten sowie Reklametafeln, Beleuchtun- gen und Hinweistafeln. Mobile Bildschirme sind z.B. Bildschirme in Handys, Laptops, Fotoka- meras, Fahrzeugen sowie Zielanzeigen an Bussen und Bahnen.

Zur Herstellung erfindungsgemäßer Platin(II)-Komplexe eigenen sich Verfahren zur Herstel- lung erfindungsgemäßer Platin(II)-Komplexe mittels Inkontaktbringen geeigneter Platin- Verbindungen mit entsprechenden Liganden bzw. Ligandvorstufen.

Die Liganden sind einerseits der NHC-Ligand, andererseits monoanionische zweizähnige Lig- anden [L], oder deren jeweilige Vorstufen.

Als geeignete Platin-Verbindungen im Allgemeinen sind alle dem Fachmann bekannten Pt- Salze bzw. -Komplexe geeignet, die unter den erfindungsgemäßen Reaktionsbedingungen eine genügend hohe Reaktivität zeigen. Bevorzugt sind entsprechende Pt-Salze bzw. - Komplexe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Pt(COD)CI 2 (COD = Cyclooctadien), Pt(PPh 3 ) 2 Cl 2 , Pt(Pyridin) 2 CI 2 , Pt(NH 3 ) 2 CI 2 , Pt(acac) 2 , PtCI 2 , K 2 PtCI 4 und Mischungen davon. Besonders bevorzugt wird Pt(COD)CI 2 eingesetzt. Geeignete NHC-Liganden sind Verbindungen, die nach Reaktion mit Pt-Verbindungen die Metall-Carben-Komplexe der o.a. allgemeinen Formel (I) ergeben.

Geeignete NHC-Liganden können in Form von Salzen der folgenden allgemeinen Formel (III) eingesetzt werden

worin A 1 bis A 4 und R 1 bis R 7 die gleichen Bedeutungen haben wie oben im Zusammenhang mit Formel (I) beschrieben, und

X ein Anion bedeutet, wie beispielsweise ein Halogenid-Ion, insbesondere CI , Br , G, beson- ders bevorzugt I , oder BF 4 , PF 6 , N(S0 2 CF 3 ) 2 , SbF 6 ,CI0 4 , V2 S0 4 2 , bevorzugt BF 4 oder PF 6 , besonders bevorzugt BF 4 .

Besonders bevorzugte Verbindungen der allgemeinen Formel (III), die in erfindungsgemäßen Verfahren als Ligandvorläufer eingesetzt werden, sind solche, welche die oben genannten bevorzugten Reste R 1 , R 2 , R 3 , R 4 , R 5 , R 6 , R 7 enthalten, und insbesondere solche, in denen X BF 4 oder G ist.

Dem Fachmann stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um entsprechend substituier- te Imidazolringe aufzubauen.

Um erfindungsgemäße Komplexe herzustellen, wird zunächst zum Beispiel ausgehend von einem aromatischen Amin ein entsprechend 1,2-substituiertes Imidazol aufgebaut. Beispiels- weise kann das aromatische Amin (z.B. Anilin), durch Reaktion mit einem entsprechend sub- stituierten aromatischen Nitril (z.B. Benzonitril) im Beisein eines Base wie Natriumhydrid zu einem Amidin (z.B. N-Phenylbenzamidin im Fall der Reaktion von Anilin mit Benzonitril) um- gesetzt werden. Als Lösungsmittel eignet sich beispielsweise DMSO; außer dem beispielhaft erwähnten Anilin und dem beispielhaft erwähnten Benzonitril können eine Vielzahl anderer aromatischer Amine und Nitrile bei dieser Reaktion eingesetzt werden, darunter auch substi tuierte aromatische Amine und Nitrile.

Das resultierende Amidin kann mit Chloracetaldehyd, beispielsweise durch Lösen in Trichlor- methan und 24h Erwärmen auf 70°C, zu einem entsprechend 1,2-substituierten lH-Imidazol umgesetzt werden (im Fall von N-Phenylbenzamidin beispielsweise zu 1,2-Diphenyl-1H- imidazol).

1,2-disubstituierte lH-Imidazole lassen sich auch auf andere Weise darstellen, beispielsweise mittels Reaktion von Glyoxal mit einem Aldehyd und einem aromatischen Amin in Beisein von Ammoniak bzw. eines Ammoniumsalzes, wie beispielsweise beschrieben in einer Vielzahl von Referenzbeispielen in EP 2 254 871 Bl oder allgemein in US 6 177 575.

Dem Fachmann sind weitere Synthesemöglichkeiten bekannt.

Ein 1,2-disubstituiertes IH-Imidazol lässt sich durch Behandlung beispielsweise mit einem Alkyliodid oder einer anderweitigen geeigneten Verbindung, wie beispielweise einem Diary- liodoniumsalz, am Ringatom 3 (Stickstoff) des Imidazolrings mit dem gewünschten Rest, beispielsweise mit einer Methylgruppe (durch Reaktion mit Methyliodid) oder einer substitu- ierten oder unsubstituierten Arylgruppe (z.B. durch Reaktion mit einem entsprechenden Dia- ryliodoniumsalz) versehen, wobei das Produkt ein Salz der o.a. allgemeinen Formel (III) mit einem entsprechenden Gegenion (beispielsweise Iodid oder Tetrafluoroborat) ist.

Verschieden substituierte Diaryliodoniumsalze sind z.B. beschrieben in Marcin Bielawski, Dia- ryliodonium Salts, Stockholm 2012 (ISBN: 978-91-7447-233-2, m.w.N.). Im Beisein von Kup- fer(II)-acetatmonohydrat können zum Beispiel entsprechende Diaryliodoniumtetrafluorobora- te unter Rühren bei 100°C in DMF mit den o.a. 1,2-disubstituierten lH-Imidazolen verwendet werden, um 1,2,3-trisubstituierte Imidazole in Form von Imidazoliumsalzen bereit zu stellen, beispielsweise 1,2,3-Triphenyl-lH-imididazoliumtetrafluoroborat. Die Verwendung von Diary- liodoniumsalzen gestattet die Einführung ganz verschieden substituierter Arylgruppen an Ringatom 3 (Stickstoff) des Imidazolrings.

Die resultierende Verbindung der Formel (III) wird dann beispielsweise im Beisein von Sil- ber(I)-oxid in DMF bei 75° C 23 h gerührt, bevor sie mit einer geeigneten, Platin enthalten- den Vorstufe (beispielsweise Pt(COD)CI 2 ) zunächst bei Raumtemperatur (z.B. 3 h) und dann bei 120-130°C (z.B. 21 h) umgesetzt wird. Anschließendes Umsetzen mit der Vorstufe für den zweiten, monoanionischen zweizähnigen Liganden, beispielsweise Acetylaceton, und Kaliumcarbonat, gefolgt von Rühren bei Raumtemperatur (z.B. 21 h) und anschließend bei 100° C (z.B. 6 h) ergibt erfindungsgemäße Komplexe der o.a. Formel (I).

Das molare Verhältnis der Edukte in dem erfindungsgemäßen Verfahren wird so bemessen, dass entsprechende Verbindungen der allgemeinen Formel (I) erhalten werden, beispielswei- se 1 bis 10 eq., bevorzugt 1 bis 5 eq., besonders bevorzugt 1 bis 2 eq. NHC-Ligandvorstufe der Formel (III), 1 eq. Platin-Verbindung, Vi eq. Silber(I)-oxid, und 1 bis 10 eq., bevorzugt jeweils 1 bis 5 eq., besonders bevorzugt jeweils 2 bis 4 eq. Ligandvorstufe des monoanioni- schen zweizähnigen Liganden L und Kaliumcarbonat.

Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren in einem Lösungsmittel durchgeführt. Ge- eignete Lösungsmittel sind dem Fachmann bekannt, beispielsweise Ether, cyclische Ether, Ketone, polare Lösungsmittel, bevorzugt Dichlormethan (DCM), Dioxan, Ethoxyethanol, Bu- tanon, Dimethylformamid (DMF), oder Mischungen davon.

Die Aufarbeitung der erhaltenen Metall-Carben-Komplexe kann nach dem Fachmann bekann- ten Methoden erfolgen. Zum Beispiel kann der nach Entfernen des Lösungsmittels verblei- bende Rückstand zunächst mit Wasser gereinigt und filtriert, getrocknet, mit DCM extrahiert, mittels Säulenchromatographie unter Verwendung von beispielsweise /so-Hexanen oder iso- Hexanen und Ethyl-Acetat als Elutionsmittel oder einem Elutionsmittel-Gradienten aus diesen gereinigt, und anschließend mit /so-Hexanen und Diethylether das so aufgereinigte Produkt gewaschen werden.

Die Vorstufe des zweizähnigen monoanionischen Liganden L kann im Übrigen durch die fol- gende allgemeine Formel (IV) beschrieben werden

worin X, Y, R 8 , R 9 , R 10 die gleichen Bedeutungen haben wie oben im Zusammenhang mit Formel (II) beschrieben, wobei dem Fachmann klar ist, wie X, Y, R 8 , R 9 , R 10 auszuwählen sind, damit die gewünschte Verbindung der allgemeinen Formel (I) erhalten werden kann.

Entsprechende Verbindungen der Formel (IV) sind nach dem Fachmann bekannten Verfah- ren zugänglich bzw. können käuflich erworben werden. Die darstellte Formel (IV) entspricht für den Fall, dass X und Y 0 sind, einem Keto-Tautomer und kann dann folglich auch in der Form eines Enol-Tautomers vorliegen. Besonders bevorzugt wird Acetylaceton eingesetzt.

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher be- schrieben.

Beispiele

Die folgenden Beispiele, insbesondere die darin beschriebenen Verfahren, Reagenzien, Reak- tionsbedingungen, Verfahrensparameter, Gerätschaften und dergleichen, dienen der Veran- schaulichung der vorliegenden Erfindung und sind nicht dahingehend auszulegen, dass sie die Erfindung einengen. Die in den folgenden Beispielen angegebenen Prozentwerte sind in Gewichts-% angegeben und etwaige Angaben zu Verhältnissen sind Gewichtsverhältnisse, sofern nichts anderes angegeben ist.

Die nachfolgend im Anschluss an die Synthese von NHC-Liganden bzw. Ligandvorstufen be- schriebenen Komplex-Verbindungen A bis J wurden unter Schutzgasatmosphäre und bei Lichtausschluss hergestellt. Dimethylformamid wurde getrocknet verwendet. H, 13 C und 195 Pt NMR-Spektren wurden auf NMR-Spektrometern Bruker NMR Avance 300, Bruker DRX 500 und Bruker Avance 600 NMR gemessen. H und 13 C NMR-Spektren wurden unter Verwendung der Lösung smittelresonanz intern referenziert 7,26, 13 C 77,0 für CDCI 3 ; 1 \ 2,50, 13 C 39,43 für DMSO-ok)· 195 Pt NMR-Spektren wurden unter Verwendung von Kaliumtetrachloridoplatinat(II) in D 2 0 extern referenziert (PtCI 4 2 : -1617,2). Chemische Ver- schiebungen d sind in ppm angegeben, Kopplungskonstanten J in Hz. Elementaranalysen erfolgten unter Verwendung eines Hekatech EA 3000 Euro Vector elemental analyzer.

Schmelzpunkte wurden unter Verwendung eines Wagner und Münz PolyTherm A-Systems ermittelt und sind nicht korrigiert. Emitterfilme wurden durch Rakeln einer Lösung des Emit- ters in 10 Gew.-% PMMA in Dichlormethan auf ein Quarzsubstrat mittels eines 60 pm-Rakels hergestellt. Der Film wurde getrocknet und die Emission wurde unter Stickstoffatmosphäre gemessen. Der getrocknete Film enthielt jeweils 2 Gew.-% Emitter. Die Anregung erfolgte in einem Wellenlängenbereich von 250 - 400 nm (mit einem Monochromator ausgestattete Xe- Lampe), und die Emission wurde mittels eines kalibrierten Systems zur Detektion der Quan- tenausbeute ermittelt (Hamamatsu, model C9920-02). Bei Quantenausbeuten >10% beträgt die Ungenauigkeit der Quantenausbeute ±2%. Das Abklingen der Phosphoreszenz wurde durch Anregung mit Pulsen einer EPLED (360 nm, 20 kHz) und zeitaufgelöste Photonenzäh- lung (time-resolved photon counting, TCSPC) mit eines Edinburgh Instruments mini-t- Gerätes gemessen. Absorptionsspektren wurden auf einem Perkin Eimer Lambda 25 UV-VIS- Spektrometer gemessen.

Liganden bzw. Ligandenvorstufen

In einem getrockneten 50 ml Rundkolben werden 0,360 g (15 mmol, 1,5 eq) Natriumhydrid in 5 ml DMSO suspendiert und auf 0 °C gekühlt. Es werden 1,031 g (10 mmol) Benzonitril und 1,118 g (12 mmol, 1,2 eq) Anilin zugegeben. Das resultierende Gemisch wird 1 h lang bei 0 °C und anschließend 24 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach Abschluss der Reaktion wird das Gemisch in einem Eisbad gekühlt und 20 ml Wasser werden hinzugefügt. Das Präzi- pitat wird aufgenommen, mit Wasser und iso-Hexanen gewaschen und anschließend im Va- kuum getrocknet, was einen hellbraunen, amorphen Feststoff ergibt (4,00 g, 67,9%).

Schmelzpunkt: 103 °C; H NMR (300 MHz, CDCI 3 ): d = 7,84 (d, J = 6,8 Hz, 2H, C/ arom ), 7,55

7,40 (m, 3H, C/ arom ), 7,35 (t, 7 = 8,1, 7,6 Hz, 2H, C/ arom ), 7,07 (t, J = 7,4 Hz, 1H, C/ arom ),

7,03 - 6,94 (m, 2H, C/ arom ), 4,86 (s, 2H, NH); 13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 ) d 130,9 (OH arom ), 129,7 ( ÖH ar om), 128,8 ( OH ar om), 127,1 ( OH ar o m ), 123,5 ( OHarom), 122,0 ( ÖH ar0 m); Analyse, be- rechnet für C 13 H 12 N 2 : C, 79,56; H, 6,16; N, 14,27; gefunden: C, 79,57; H, 6,39; N, 14,17.

Darstellung von 1,2-Diphenyl-lH-imidazol

Unter Luftatmosphäre werden 3,925 g (20 mmol) /V-Phenylbenzamidin in einem mit einem Kühler ausgestatteten 250 ml Rundkolben vorgelegt. 6,280 g (40 mmol, 2 eq.) Chloracetal- dehyd (50 Gew.-%-Lösung in Wasser) werden hinzugefügt und das Gemisch wird in 70 ml Trichlormethan gelöst. Die Lösung wird 24 h lang auf 70 °C erwärmt, dann auf Raumtempe- ratur abgekühlt und mit 30 ml einer gesättigten Lösung von NaHC0 3 in Wasser nachbehan- delt. Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase wird mit Dichlormethan

(3 x 30 ml) extrahiert. Die kombinierte organische Phase wird mit MgS0 4 getrocknet und konzentriert. Das Produkt wird mittels Flash-Säulenchromatographie unter Verwendung von Ethylacetat als Elutionsmittel isoliert. Nach Trocknung im Vakuum wird das Produkt als ein brauner Feststoff erhalten (3,37 g, 76,5%). Schmelzpunkt: 73 °C; H NMR (300 MHz, CDCI 3 ) d 7,46 - 7,35 (m, 5H, CH arom ), 7,33 - 7,20 (m, 6H, CH arom ), 7,17 (d, J= 1,3 Hz, 1H, CH amm )) 13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 ) d 146,8 {£), 138,6 (Q, 130, 1 {£), 129,6 ( CHarom), 128,8 ( CHarom), 128,8 (CH arom ), 128,6 (CH arom ), 128,4 (CH arom ), 128,3 (CH arom ), 126,0 (CH arom ), 123,0 (CH arom) / Analyse, berechnet für Ci 5 H 12 N 2 : C, 81,79; H, 5,49; N, 12,72; gefunden: C, 81,75; H, 5,62;

N, 12,46.

Unter Luftatmosphäre wird ein Druckrohr mit 1,101 g (5 mmol) 1,2-Diphenyl-lH-imidazol und 1,434 g (10 mmol, 2 eq) Methyliodid beladen. Die Reagenzien werden in 3 ml THF ge- löst und bei 110 °C 24 h lang gerührt. Das Gemisch wird auf Raumtemperatur abgekühlt, Diethylether wird hinzugefügt und das Präzipitat wird aufgenommen. Der Feststoff wird mit THF (2 x 5 ml) und Diethylether (3 x 5 ml) gewaschen und im Vakuum getrocknet. Das Pro- dukt wird als ein etwas gelbes Pulver erhalten (1,50 g, 82,8%). Schmelzpunkt: 243 °C; H

NMR (300 M Hz, DMSO -d 6 ) d 8, 18 (d, J = 2, 1 Hz, 1 H, CH arom ), 8, 12 (d, J = 2, 1 Hz, 1 H, C/ arom), 7,66 - 7,46 (m, 8H, C/ arom), 7,46 - 7,35 (m, 2H, C/ arom), 3,79 (s, 3H, NC/£); 13 C NMR (75 M Hz, DMSO-oQ d 144,3 (£), 135, 1 (£), 132, 1 ( CHarom), 130,9 ( CHarom), 130, 1 (CH arom ), 129,7 (CH arom ), 129,1 (CH arom ), 126,2 (CH arom ), 123,7 (CH arom ), 123,5 (CH arom ), 121,4 CQ, 35,89 (NOH 3 ); Analyse, berechnet für C I6 H 15 IN 2 : C, 53,06; H, 4,17; N, 7,73; gefunden: C, 52,83; H, 3,81; N, 7,75.

Unter Luftatmosphäre werden 1,652 g (7,5 mmol) 1,2-Diphenyl-lH-imidazol, 3,311 g (9 mmol, 1,2 eq) Diphenyliodoniumtetrafluoroborat und 0,075 g (0,375 mmol, 0,05 eq) Kup- fer(II)acetatmonohydrat in einem Schlenkrohr vorgelegt und in 20 ml DMF gelöst. Das Ge- misch wird 16 h lang bei 100 °C gerührt, anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt und alle flüchtigen Substanzen werden im Vakuum entfernt. Das Produkt wird aus heißem Me- thanol kristallisiert und in Form von farblosen bis hellbraunen Kristallen erhalten (2,55 g, 88,5%). Schmelzpunkt: 274 °C; H NMR (300 MHz, DMSO-ok) d 8,43 (s, 2H, C/ arom ), 7,58 - 7,44 (m, 10H, C/ arom ), 7,44 - 7,27 (m, 5H, C/ arom ); 13 C NMR (75 MHz, DMSO-ok) d 144,5 C G) , 135,0 (. G) , 131,8 (ÖH arom ), 131,2 (OH arom ), 130,3 (OH arom ), 129,7 (ÖH arom ), 128,6

(ÖHarom), 126,4 ( ÖH arom ), 124,0 ( ÖH arom ), 121,6 (£); 19 F NMR (282 MHz, DMSO-oQ d -148,8 (s, BF2), -148,9 (s, Br 2)) Analyse, berechnet für C 2i H 17 BF 4 N 2 : C, 65,65; H, 4,46; N, 7,29; gefunden: C, 65,75; H, 4,74; N, 7,33.

In einem ausgeheizten 100 ml Schlenkkolben werden unter Argonatmosphäre 0,720 g (30 mmol, 1,5 eq) Natriumhydrid vorgelegt und in 5 ml DMSO suspendiert. Unter Kühlung im Eisbad werden 3,640 g (20 mmol) 4-Brombenzonitril und 2,235 g (24 mmol, 1,2 eq) Anilin zugegeben. Die Reaktion wird über Nacht auf Raumtemperatur gerührt und anschließend mit dem dreifachen Volumen Wasser versetzt. Das Gemisch wird filtriert, die Filterkuchen mit Wasser gewaschen, anschließend in DCM gelöst und über Magnesiumsulfat getrocknet. Die organische Phase wird zur Trockne einrotiert, der Feststoff in einem Gemisch aus /so-Hexan und Ethylacetat umkristallisiert. Nach Filtration, Waschen mit wenig Diethylether und Trock- nen im Vakuum erhält man das Produkt als gelben Feststoff. Ausbeute 1,92 g (35 %);

Schmelzpunkt 140 °C; Summenformel: Ci 3 HnBrN 2; Molare Masse 275,15 g/mol; H-NMR (300 MHz, CDCI 3 ) d (ppm) = 7,73 (d, J = 8,2 Hz, 2H, C H arom ), 7,57 (dt, J = 8,6, 2,0 Hz, 2H,

C H arom ), 7,36 (t, J = 7,9 Hz, 2H, C H arom ), 7,09 (tt, J = 7,4, 1,1 Hz, 1H, C H arom ), 7,02 - 6,92 (m, 2H, C H arom ), 4,94 (bs, 2H, N /£); 13 C-NMR (75 MHz, CDCI 3 ) d (ppm) = 131,9 (CH arom ), 129,74 (_CH ar0m ), 128,7 (.CS), 125,3 CCH ar0m ), 123,6 (£H ar0m ), 121,8 (CH ar0m ) (fehlende quartäre C-Resonanzen im Spektrum nicht sichtbar). Elementaranalyse berechnet: C 56,75 %;

H 4,03 %; N 10,18 %; gefundene 56,77 %; H 4,02 %; N 10,18 %.

Darstellung von 2-(4-Bromphenyl)-l-phenyl-lH-imidazol

In einem 100 ml Kolben werden 3,027 g (11 mmol) 4-Brom-/V-phenylbenzamidin und 3,454 g (22 mmol, 2 eq) wässrige Chloracetaldehyd-Lösung (50 %) in 35 ml Chloroform ge- löst. Das Gemisch wird 24 h bei 70 °C refluxiert und anschließend mit gesättigter Natrium- hydrogencarbonat-Lösung versetzt. Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase wird mit DCM extrahiert (3 x 30 ml). Die vereinte organische Phase wird über Magnesiumsul- fat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Das Rohprodukt wird durch Säu- lenchromatographie mit dem Elutionsmittelgemisch aus /so-Hexan/Ethylacetat (1:2) gerei- nigt. Nach Trocknen im Vakuum erhält man das Produkt als hellbraunen Feststoff.

Ausbeute 2,87 g (87 %); Schmelzpunkt 119 °C; SummenformelCi 5 H 11 BrN 2; Molare Masse 299,17 g/mol; H NMR (300 MHz, CDCI 3 ) d = 7,47 - 7,35 (m, 5H, C/ arom ), 7,31 - 7,19 (m, 5H, C/ arom ), 7,19 - 7,15 (m, 1H, C/ arom ).; 13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 ); d = 145,6 (. Q ), 138,3 (£), 131,5 (CH arom ), 130,1 (CH arom ), 129,8 (CH arom ), 129,0 (CH arom ), 128,6 (CH arom ), 126,0

(CH arom ), 123,3 (CH ar0m ), 123,0 (C ( die fehlende Q-Resonanz ist im Spektrum nicht aufge ¬ löst). Elementaranalyse berechnet: C 60,22 %; H 3,71 %; N 9,36 %.; gefunden: C 60,32 %; H 3,64 %; N 9,32 %.

Darstellung von 2-(4-Bromphenyl)-l,3-diphenyl-lH-imidazoliumtetrafluoroborat

In einem Schlenkrohr werden 1,496 g (5 mmol) 2-(4-Bromphenyl)-l-phenyl-l/ imidazol, 2,759 g (7,5 mmol, 1,5 eq) Diphenyliodoniumtetrafluoroborat und 0,050 g (0,25 mmol,

0,05 eq) Kupfer(II)-acetatmonohydrat vorgelegt und in 20 ml DMF gelöst. Das Gemisch wird bei 100 °C für 18 h gerührt und das Lösungsmittel anschließend im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird in wenig Dichlormethan gelöst und über Nacht zum Kristallisieren stehen gelassen. Der Feststoff wird filtriert und mit Ether gewaschen. Nach dem Trocknen im Vaku- um erhält man das Produkt als bräunlichen Feststoff.

Ausbeute 1,32 g (57 %); Schmelzpunkt 222 °C; Summenformel C2iHi 6 BBrF 4 N 2 ; Molare Masse 463,08 g/mol; H NMR (600 MHz, DMSO-flfe) d = 8,43 (s, 1H, CH arom ), 7,62 - 7,58 (m, 1H, C/ arom ), 7,58 - 7,52 (m, 3H, C// arom ), 7,52 - 7,46 (m, 2H, C// arom ), 7,37 - 7,31 (m, 1H, C/ arom ); 13 C NMR (151 MHz, DMSO- e) d = 143,5 (Q, 134,8 (Q, 133,2 (CH arom ), 131,8 (CHarom), 130,4 (CHarom), 129,8 (CHarom), 126,3 (CHarom), 125,9 {Q, 124,1 (CHarom), 120,8 (Ci). Elementaranalyse berechnet: C 54,47 %; H 3,48 %; N 6,05 %; gefunden: C 54,59 %;

H 3,44 %; N 6,19 %.

In einem ausgeheizten 100 ml Schlenkkolben werden unter Argonatmosphäre 0,720 g (30 mmol, 1,5 eq) Natriumhydrid vorgelegt und in 10 ml DMSO suspendiert. Unter Kühlung im Eisbad werden 2,563 g (20 mmol) Terephtalsäuredinitril und 2,235 g (24 mmol, 1,2 eq) Anilin zugegeben. Die Reaktion wird über Nacht auf Raumtemperatur gerührt und anschlie- ßend mit dem dreifachen Volumen Wasser versetzt. Das Gemisch wird filtriert, die Filterku- chen mit Wasser gewaschen, anschließend in DCM gelöst und über Magnesiumsulfat ge- trocknet. Die organische Phase wird zur Trockne einrotiert, der Feststoff in Acetronitril um- kristallisiert. Nach Filtration, Waschen mit wenig Diethylether und Trocknen im Vakuum er- hält man das Produkt als gelben Feststoff. Ausbeute 1,83 g (41 %); Schmelzpunkt 190 °C; Summenformel Ci 4 HnN 3; Molare Masse 221,26 g/mol; H NMR (500 MHz, DMSO-ok) d = 8,12 (d, J= 8,1 Hz, 2H, CH arom ), 7,91 (d, J = 8,2 Hz, 2H, C H arom ), 7,32 (t, J= 7,6 Hz, 2H, C H amm ), 7,00 (t, J= 7,4 Hz, 1H, C H amm ), 6,86 (d, J = 7,8 Hz, 2H, CH arom ), 6,48 (s, 2H, N Hz); 13 C NMR (126 MHz, DMSO-ie) d = 152,7 (£), 150,1 (£), 140,3 (£), 132,2 (CH arom ), 129,4 (CH arom ), 128,1 (CH arom ), 122,4 (CH arom ), 121,6 (CH arom ), 118,8 (£ , H2,5 (£). Elementaranalyse berechnet: C 76,00 %; H 5,01 %; N 18,99 %; gefunden: C 75,62 %; H 4,80 %; N 18,64 %.

In einem 100 ml Kolben werden 2,213 g (10 mmol) 4-Cyano-/V-phenylbenzamidin und 3,140 g (20 mmol, 2 eq) wässrige Chloracetaldehyd-Lösung (50 %) in 50 ml Chloroform ge- löst. Das Gemisch wird 24 h bei 70 °C refluxiert und anschließend mit gesättigter Natrium- hydrogencarbonat-Lösung versetzt. Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase wird mit DCM extrahiert (3 x 30 ml). Die vereinte organische Phase wird über Magnesiumsul- fat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Das Rohprodukt wird durch Säu- lenchromatographie mit dem Elutionsmittelgemisch aus /so-Hexan/Ethylacetat (1:2) gerei- nigt. Nach Trocknen im Vakuum erhält man das Produkt als hellbraunen Feststoff.

Ausbeute 1,50 g (61 %); Schmelzpunkt 113 °C; Summenformel Ci 6 HnN 3 ; Molare Masse 245,28 g/mol; NMR (300 MHz, CDCI 3 ) d = 7,61 - 7,54 (m, 4H), 7,54 - 7,46 (m, 3H), 7,34 (d, J = 1,3 Hz, 1H), 7,31 - 7,23 (m, 3H); 13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 ) d = 144,5 (Q, 137,9 (£), 134,4 (£), 131,9 ( CHarom), 129,8 (2 CH arom ), 128,8 ( CH arom ), 128,7 ( CH arom ), 125,8 (CH arom ), 124,2 (CH arom ), 118,5 (. ), 111,6 (ß) Elementaranalyse berechnet: C 78,35 %; H 4,52 %; N 17,13 %; gefundene 78,54 %; H 4,63 %; N 16,75 %.

In einem Schlenkrohr werden 1,226 g (5 mmol) 2-(4-Cyanophenyl)-l-phenyl-l/ imidazol, 2,649 g (7,2 mmol, 1,44 eq) Diphenyliodoniumtetrafluoroborat und 0,050 g (0,25 mmol,

0,05 eq) Kupfer(II)-acetatmonohydrat vorgelegt und in 20 ml DMF gelöst. Das Gemisch wird bei 100 °C für 18 h gerührt und das Lösungsmittel anschließend im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird in Dichlormethan aufgenommen, der Feststoff filtriert und mit DCM gewa- schen (3 x 5 ml). Nach dem Trocknen im Vakuum erhält man das Produkt als bräunlichen Feststoff.

Ausbeute 1,73 g (85 %); Schmelzpunkt 174 °C; Summenformel C 22 H I6 BF 4 N 3 ; Molare Masse 409,19 g/mol; H NMR in DMSO-ok (300 MHz) d = 8,48 (s, 2H, CH arom ), 7,87 (d, J= 8,4 Hz, 2H, C/ arom), 7,61 (d, J = 8,4 Hz, 2H, C/ rom ), 7,58 - 7,52 (m, 6H, C/ rom ), 7,52 - 7,45 (m, 4H, C/ arom); 13 C NMR in DMSO-ok (75 M Hz) d = 142,7 ( CD, 134,6 ( CD, 132,4 ( CH a rom), 132,3 (CHarom), 130,6 ( CH a rom), 129,9 ( CHarom), 126,3 ( CHarom), 126,2 (£), 124,4 ( CHarom), H7,5 (CD, 114,3 (CD. Elementaranalyse berechnet: C 64,58 %; H 3,94 %; N 10,27 %; gefundene 64,66 %; H 3,94 %; N 10,27 %.

Carben-Platin(II)-Komplexe

Komplex A

In einem Schlenkrohr werden 0,580 g (1,6 mmol) 3-Methyl-l,2-diphenylimidazoliumiodid und 0,185 g (0,8 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 40 ml trockenem DMF suspendiert und bei 75 °C 23 h gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,599 g (1,6 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtemperatur, anschließend 21 h bei 130 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum (6,4 mmol, 4 eq) 0,641 g Acetylaceton und 0,885 g (6,4 mmol, 4 eq) Kaliumcarbonat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säu- lenchromatographischer Trennung mit einem Gradienten von /so-Hexan/Ethylacetat (2:1) zu reinem Ethylacetat eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultra- schallbad gewaschen (3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhält man das Produkt als braunen Feststoff (155 mg, 18 %).

Schmelzpunkt: 253 °C

d = 7,84 (t, J = 13,8 Hz, 1H, PtCC/ ), 7,74 - 7,57 (m, 3H, CH para/meta von C2-Ph), 7,46 (d, J = 6,5 Hz, 2H, C/ ortho von C2-Ph), 6,91 (t, J= 7,5 Hz, 1H, CH para von N3-Ph), 6,86 (s, 1H, NC H), 6,63 (t, J= 7,2 Hz, 1H, CH meta von N3-Ph), 6,18 (d, J = 8,0 Hz, 1H, CH ortho von N3-Ph), 5,43 (s, 1H, COC H), 3,47 (s, 3H, NC th), 2,00 (s, 3H, COC th), 1,95 (s, 3H, COC th)·

13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 )

d = 184,9 (CO), 184,8 (CD), 148,2 (NCCH von N3-Ph), 139,5 (NCN), 133,1 (PtCCH), 132,1 (PtCN), 131,9 (CH para von C2-Ph), 130,6 (CH ortho von C2-Ph), 130,0 (CH meta von C2-Ph), 129,6 (PtCCN), 125,5 (CH para von N3-Ph), 124,6 (NCCH von C2-Ph), 122,4 (CH meta von N3-Ph),

120,3 (NCH), 113,0 (CH ortho von N3-Ph), 102,0 (COCH), 34,4 (NCH 3 ), 28,3 (COCH 3 ), 28,1 (COCH 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3369,4 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 2i H 2 oN 2 0 2 Pt 0,16 CH 2 CI 2 : C, 47,97; H, 3,79; N, 5,18; Ge- funden: C, 47,25; H, 3,48; N, 5,29.

Komplex B

In einem Schlenkrohr werden 0,615 g (1,6 mmol) 1,2,3-Triphenylimidazoliumtetrafluoroborat und 0,185 g (0,8 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 40 ml trockenem DMF suspendiert und zu- nächst 20 h bei 80 °C, dann 4 h bei 95 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,599 g (1,6 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,320 g (3,2 mmol, 2 eq) Acetylaceton und 0,442 g (3,2 mmol, 2 eq) Kaliumcar- bonat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromatographischer Trennung mit einem Gradi- enten von /so-Hexan/Ethylacetat im Verhältnis 3: 1 zu 2: 1 eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan und Diethylether im Ultraschallbad gewaschen (je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als hellbraunen Feststoff (463 mg,

49 %).

Schmelzpunkt: 300 °C

d = 7,96 - 7,79 (m, 1H, PtCC/ ), 7,53 (tt, J = 7,5, 1,9 Hz, 1H, C H para von C2-Ph), 7,47 (t, J = 7,9, 7,3 Hz, 2H, CH meta von C2-Ph), 7,40 - 7,30 (m, 5H, CH orVno von C2-Ph und CH meta/para von N3-Ph), 7,21 - 7,13 (m, 2H, CH ortho von N3-Ph), 7,11 (s, 1H, NC H), 6,97 (td, J = 7,4, 1,2 Hz, 1H, C H para von Nl-Ph), 6,70 - 6,64 (m, 1H, C/ meta von Nl-Ph), 6,31 (dd, J = 8,1, 1,2 Hz, 1H, C// ortho von Nl-Ph), 5,44 (s, 1H, COC H), 2,02 (s, 3H, COC/£), 1,94 (s, 3H, COC t£)·

13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 )

d = 185,1 (CO), 184,9 (CD), 148,0 (N CCH von Nl-Ph), 139,4 (N CN), 136,3 (N CCH von N3- Ph), 133,2 (PtCCH), 132,4 (PtCN), 131,6 (CH para von C2-Ph), 131,0 (CH ortho von C2-Ph), 130,1 (PtCCN), 129,6 (CH meta von C2-Ph/CH para von N3-Ph), 129,5 (CHm eta von C2-Ph/CH para von N3- Ph), 129,3 (CH para von N3-Ph), 126,0 (CH ortho von N3-Ph), 125,9 (CH para von Nl-Ph), 124,6 (N CCH von C2-Ph), 122,6 (CH meta von Nl-Ph), 120,9 (N CH), 113,7 (CH ortho von Nl-Ph), 102,1 (CO CH), 28,3 (COCH 3 ), 28,1 (COCH 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3371,6 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 26 H 22 N 2 0 2 Pt: C, 52,97; H, 3,76; N, 4,75; Gefunden: C, 52,65; H, 3,57; N, 4,75.

Komplex C

In einem Schlenkrohr werden 0,615 g (1,6 mmol) 1,2,3-Triphenylimidazoliumtetrafluoroborat und 0,185 g (0,8 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 40 ml trockenem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,599 g (1,6 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zuge- geben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtemperatur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,987 g (3,2 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,4,6-trimethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,359 g (3,2 mmol, 2 eq) Kalium- te/f-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser ge- waschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromatographischer Trennung mit ei- nem Gradienten von /so-Hexan/DCM im Verhältnis 1:2 eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (116 mg, 9 %).

Schmelzpunkt: 312 °C

d = 7,95 - 7,67 (m, 1H, C/ arom ), 7,60 - 7,41 (m, 3H C/ arom ), 7,39 - 7,24 (m, 5H, C H arom ), 7,13 (dd, J= 7,6, 2,1 Hz, 2H, C H arom ), 7,08 (s, 1H, C H arom ), 6,93 - 6,83 (m, 3H, C H arom ), 6,81 (s, 2H, C H arom ), 6,73 - 6,56 (m, 1H, C H arom ), 6,30 (dd, 7= 8,1, 1,2 Hz, 1H, C H arom ), 5,60 (s, 1H, COC H), 2,39 (s, 6H, CC th), 2,36 (s, 6H, CC th), 2,29 (s, 3H, CC th), 2,26 (s, 3H, CC th)· 13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 )

d = 184,6 (CO), 184,1 (OO), 147,9 (ß), 140,2 (ß), 140,1 (ß), 139,3 (ß), 137,3 (ß), 137,3 (ß), 136,1 (ß), 134,3 (ß), 134,1 (ß), 133,7 (ÖH arom ), 132,0 (ß), 131,6 (ÖH arom ), 130,9 (ÖH ar- om ), 129,8 (ß), 129,5 (CH arom ), 129,2 (CH arom ), 128,2 (CH arom ), 128,1 (CH arom ), 125,9 (CH arom) / 125,2 (CH arom ), 124,6 (ß), 122,7 (CH arom ), 121,3 (OH arom ), 115,2 (CH arom ), 113,6 (CH arom) / 107,0 (ÖH arom ), 21,2 (CÖH 3 ), 21,2 (COH 3 ), 20,0 (COH 3 ), 19,9 (COH 3 ). 195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3306,7 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 42 H 38 N 2 0 2 Pt: C, 63,23; H, 4,80; N, 3,51; Gefunden: C,

63,50; H, 4,90; N, 3,47.

Komplex D

In einem Schlenkrohr werden 0,307 g (0,8 mmol) 1,2,3-Triphenylimidazoliumtetrafluoroborat und 0,093 g (0,4 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 20 ml trockenem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,299 g (0,8 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zuge- geben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtemperatur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,538 g (1,6 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,3,5,6-tetramethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,180 g (1,6 mmol, 2 eq) Kali- um-terf-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromatographischer Trennung mit einem Gradienten von /so-Hexan/DCM im Verhältnis 1:2 eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (55 mg, 8 %).

Schmelzpunkt: > 300 °C (Zersetzung)

d = 7,81 (dd, J= 7,6, 1,5 Hz, 1H), 7,58 - 7,51 (m, 1H), 7,51 - 7,44 (m, 2H), 7,37 - 7,33 (m, 2H), 7,33 - 7,27 (m, 3H), 7,17 - 7,11 (m, 2H), 7,11 (s, 1H), 6,93 (s, 1H), 6,90 - 6,84 (m, 2H), 6,65 (ddd, J = 8,2, 7,3, 1,5 Hz, 1H), 6,29 (dd, J= 8,1, 1,2 Hz, 1H), 5,57 (s, 1H), 2,29 (s, 6H), 2,26 (s, 6H), 2,23 (s, 6H), 2,19 (s, 6H).

13 C NMR (151 MHz, CDCI 3 )

19,9 (C£H 3 ), 19,8 (C£H 3 ), 16,6 (CCH 3 ), 16,5 (C£H 3 ).

Zwei fehlende Q-Resonanzen sind im Spektrum nicht aufgelöst.

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3318,1 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 44 H 42 N 2 0 2 Pt: C, 63,99; H, 5,13; N, 3,39; Gefunden: C, 64,11; H, 5,36; N, 3,32.

Komplex E

In einem Schlenkrohr werden 0,370 g (0,8 mmol) 2-(4-Bromphenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,093 g (0,4 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 20 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,299 g (0,8 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,160 g (1,6 mmol, 2 eq) Acetylaceton und 0,221 g (1,6 mmol, 2 eq) Kaliumcar- bonat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromatographischer Trennung mit dem Elutions- mittel DCM gereinigt. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschall- bad gewaschen (je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als braunen Feststoff (135 mg, 25 %).

Schmelzpunkt: > 250 °C (dec.)

d = 7,96 - 7,80 (m, 1H, CH arom ), 7,61 (d, J = 8,4 Hz, 2H, CH arom ), 7,37 (m, 3H, CH arom ), 7,25 (d, J = 9,8 Hz, 2H, C/ arom ), 7,16 (d, J = 6,9 Hz, 2H, CH arom ), 7,11 (s, 1H, CH arom ), 6,98 (t, J = 7,4 Hz, 1H, C/ arom ), 6,72 (t, J = 7,7 Hz, 1H, CH arom ), 6,34 (d, J = 8,0 Hz, 1H, CH amm ), 5,44 (s, 1H, COC H), 2,02 (s, 3H, CC th), 1,93 (s, 3H, CC th)·

13 C NMR (151 MHz, CDCI 3 )

d = 185,0 (CO), 184,9 (CD), 147,7 (CD, 138,1 (CD, 136,0 (£), 133,3 (CH arom ), 133,0 (£), 132,9 (CH arom ), 132,5 (CH arom ), 130,3 (CD, 129,8 (CH arom ), 129,5 (CH arom ), 126,4 (CD, 126,1 (CHarom), 126,0 (CHarom), 123,4 (£), 122,6 (CHarom), 121,3 (CHarom), 113,5 (CHarom), 102,0 (CH arom ), 28,2 (CCH 3 ), 28,0 (CCH 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3374,5 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 26 H 2i BrN 2 0 2 Pt: C, 46,72; H, 3,17; N, 4,19; Gefunden: C, 46,84; H, 3,26; N, 4,39.

Komplex F

In einem Schlenkrohr werden 0,556 g (1,2 mmol) 2-(4-Bromphenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,139 g (0,6 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 30 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,449 g (1,2 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,740 g (2,4 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,4,6-trimethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,269 g (2,4 mmol, 2 eq) Kalium-terf-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raum- temperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromato- graphischer Trennung mit einem Gradienten aus /so-Hexan/DCM (2:5) eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (96 mg, 14 %).

Schmelzpunkt: > 300 °C (Zersetzung)

d = 7,96 - 7,68 (m, 1H, C/ arom ), 7,66 - 7,57 (m, 2H, C/ arom ), 7,42 - 7,27 (m, 3H, C/ arom ), 7,27 - 7,17 (m, 2H, C/ arom ), 7,14 - 7,09 (m, 2H, C/ arom ), 7,08 (s, 1H, C/ arom ), 6,91 (td, J = 7,4, 1,2 Hz, 1H, C/ arom ), 6,85 (s, 2H, C/ arom ), 6,81 (s, 2H, C/ arom ), 6,70 (m, 1H, C/ arom ), 6,33 (dd, J= 8,1, 1,1 Hz, 1H, CH arom ), 5,61 (s, 1H, COC H), 2,39 (s, 6H, CC thX 2,35 (s, 6H, CC J±), 2,30 (s, 3H, CC J±), 2,26 (s, 3H, CC th)·

13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 )

d = 184,6 (CD), 184,2 (CD), 147,7 (CD, 140,2 (CD, 140,1 (ß), 138,0 (ß), 137,3 (CD, 137,3 (ß), 135,9 (ß), 134,3 (ß), 134,0 (ß), 133,9 (CH arom ), 133,0 (CH arom ), 132,6 (ß), 132,4 (CH ar- om ), 129,9 (CD, 129,7 (CH arom ), 129,5 (CH arom ), 128,2 (CH arom ), 128,1 (CH arom ), 126,4 (b),

126,0 (CH arom ), 125,9 (CH arom ), 123,4 (CD, 122,8 (CH arom ), 121,6 (CH arom ), 113,5 (CH arom)/

107,0 (CH a r o m), 21,2 (CCH 3 ), 21,2 (CCH 3 ), 20,0 (CCH 3 ), 19,9 (CCH 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3309,1 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 42 H 37 BrN 2 0 2 Pt: C, 57,54; H, 4,25; N, 3,20; Gefunden: C, 57,63; H, 4,41; N, 3,18.

Komplex G

In einem Schlenkrohr werden 0,556 g (1,2 mmol) 2-(4-Bromphenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,139 g (0,6 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 30 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,449 g (1,2 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,808 g (2,4 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,3,5,6-tetramethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,269 g (2,4 mmol, 2 eq) Kalium-terf-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raum- temperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromato- graphischer Trennung mit einem Gradienten aus /so-Hexan/DCM (2:5) eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (56 mg, 8 %).

Schmelzpunkt: > 300 °C (Zersetzung)

d = 7,95 - 7,71 (m, 1H, C/ arom ), 7,62 (d, J= 8,4 Hz, 2H, C/ arom ), 7,40 - 7,28 (m, 3H, C H ar. om), 7,22 (d, J = 8,4 Hz, 2H, C/ arom ), 7,16 - 7,07 (m, 3H, C/ arom ), 6,98 - 6,86 (m, 3H, C H ar . om), 6,75 - 6,64 (m, 1H, C/ arom ), 6,33 (dd, J = 8,1, 1,2 Hz, 1H, C/ arom ), 5,57 (s, 1H, COC H), 2,29 (s, 6H, CC th), 2,25 (s, 6H, CC th), 2,23 (s, 6H, CC th), 2,19 (s, 6H, CC th)·

13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 ) d 185,8 (ÖO), 185,3 (OD), 147,73, 143,28, 143,23, 135,92, 134,00, 133,68, 133,01, 132,66, 132,46, 130,97, 130,89, 129,93, 129,77, 129,71, 129,48, 126,44, 126,03, 125,92, 123,47, 122,79, 121,79, 113,47, 107,56, 19,91, 19,84, 16,66, 16,58.

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3320,8 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 44 H 41 BrN 2 0 2 Pt: C, 58,41; H, 4,57; N, 3,10; Gefunden: C, 58,25; H, 4,97; N, 3,06.

Komplex H

In einem Schlenkrohr werden 0,327 g (0,8 mmol) 2-(4-Cyanophenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,093 g (0,64 mmol, 0,8 eq) Silber(I)-oxid in 20 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,299 g (0,8 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,320 g (3,2 mmol, 4 eq) Acetylaceton und 0,442 g (3,2 mmol, 4 eq) Kaliumcar- bonat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raumtemperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromatographischer Trennung mit dem Elutions- mittelgemisch DCM/MeOH (1 % MeOH) gereinigt. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als braunen Feststoff (130 mg, 26 %).

Schmelzpunkt: > 250 °C (dec.)

d = 7,89 (dd, J= 7,6, 1,4 Hz, 1H, C/ arom ), 7,76 (d, 7 = 8,1 Hz, 2H, C H arom ), 7,53 (d, J= 8,2 Hz, 2H, C/ arom ), 7,44 - 7,34 (m, 3H), 7,18 - 7,12 (m, 3H, C/ arom ), 7,00 (td, J = 7,4, 1,2 Hz, 1H, C/ arom ), 6,75 - 6,67 (m, 1H, C/ arom ), 6,27 (dd, J = 8,1, 1,1 Hz, 1H, C/ arom ), 5,45 (s, 1H, COC H), 2,03 (s, 3H, CC th), 1,94 (s, 3H, CC /£).

13 C NMR (151 MHz, CDCI 3 )

d = 185,1 (ÖO), 184,9 (ÖD), 147,4 (£), 136,9 (£), 135,6 (£), 134,0 (£), 133,5 (ÖH arom ), 133,1 (ÖH a r o m ), 131,9 (ÖH a r o m ), 130,5 (£), 130,0 (ÖH a r o m ), 129,9 (ÖH a r o m ), 129,0 (£), 126,3

(ÖH a r o m), 126,0 (ÖH arom ), 122,6 (ÖH arom ), 121,8 (ÖH arom ), 117,5 (£), 115,5 (£), 113,4 (ÖH ar- om ), 102,1 (ÖH arom ), 28,2 (CÖH 3 ), 28,0 (CÖH 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3374,6 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 27 H 2i N 3 0 2 Pt: C, 52,77; H, 3,44; N, 6,84; Gefunden: C, 52,45; H, 3,27; N, 6,86.

Komplex I

In einem Schlenkrohr werden 0,491 g (1,2 mmol) 2-(4-Cyanophenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,139 g (0,6 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 30 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,449 g (1,2 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,740 g (2,4 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,4,6-trimethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,269 g (2,4 mmol, 2 eq) Kalium-terf-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raum- temperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromato- graphischer Trennung mit einem Gradienten aus /so-Hexan/DCM (2:5) eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (134 mg, 20 %).

Schmelzpunkt: > 300 °C (Zersetzung)

d = 7,99 - 7,68 (m, 3H, C/ ar om), 7,50 (d, J = 8,4 Hz, 2H, CH arom ), 7,42 - 7,29 (m, 3H, C/ arom), 7,19 - 7,04 (m, 3H, C//arom), 6,92 (td, J = 7,4, 1,2 Hz, 1H, C//arom), 6,83 (d, J = 14,4 Hz, 4H, C//arom), 6,69 (td, J = 7,8, 7,4, 1,5 Hz, 1H, CH amm ), 6,26 (dd, J = 8,1, 1,1 Hz, 1H, C/ arom), 5,62 (s, 1H, COC H), 2,38 (s, 6H, CC th), 2,34 (s, 6H, CC th), 2,29 (s, 3H, CC th), 2,25 (s, 3H, ÖZth)·

13 C NMR (75 MHz, CDCI 3 )

d = 184,7 (CO), 184,3 ( CO), 147,4 (Q), 140,1 (Q, 140,0 (Q), 137,4 (2 Q), 136,8 (Q), 135,5 (W), 134,2 (£), 134,0 ( CHarom), 133,6 (£), 133,1 ( CHarom), 131,9 ( CHarom), 130,2 (£), 129,9 (CH arom ), 129,8 (CH arom ), 129,0 (Q, 128,2 (CH arom ), 128,1 (CH arom ), 126,3 (CH arom ), 125,9 om ), 100,1 {Q, 21,2 (2 C£H 3 ), 20,0 (C£H 3 ), 19,9 (C£H 3 ).

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3314,12 (d, J= 55,4 Hz).

Elementaranalyse berechnet für C 43 H 37 N 3 0 2 Pt: C, 62,76; H, 4,53; N, 5,11; Gefunden: C,

63,00; H, 4,59; N, 5,03.

Komplex J

In einem Schlenkrohr werden 0,491 g (1,2 mmol) 2-(4-Cyanophenyl)-l,3-diphenyl-l/ imidazoliumtetrafluoroborat und 0,139 g (0,6 mmol, 0,5 eq) Silber(I)-oxid in 30 ml trocke- nem DMF suspendiert und 24 bei 75 °C gerührt. Bei Raumtemperatur werden 0,449 g (1,2 mmol, 1 eq) Pt(COD)CI 2 zugegeben und das Reaktionsgemisch zunächst 3 h bei Raumtempe- ratur, anschließend 21 h bei 125 °C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur werden wiederum 0,808 g (2,4 mmol, 2 eq) Bis-l,3-(2,3,5,6-tetramethylphenyl)propan-l,3-dion und 0,269 g (2,4 mmol, 2 eq) Kalium-terf-butanolat hinzugegeben und zunächst 21 h bei Raum- temperatur, dann 6 h bei 100 °C gerührt. Nach Entfernen der Lösungsmittel im Vakuum wird der Rückstand mit Wasser gewaschen, gefiltert und der Filterkuchen bei 60 °C über Nacht getrocknet. Der Feststoff wird mit DCM extrahiert und anschließend mittels säulenchromato- graphischer Trennung mit einem Gradienten aus /so-Hexan/DCM (2:5) eluiert. Der erhaltene Feststoff wird anschließend mit /so-Hexan im Ultraschallbad gewaschen (Je 3 x 5 ml). Nach Trocknen im Vakuum erhalt man das Produkt als gelben Feststoff (32 mg, 5 %).

Schmelzpunkt: > 300 °C (Zersetzung)

d = 7,98 - 7,66 (m, 3H, C// arom ), 7,50 (d, J= 8,4 Hz, 2H, C// arom ), 7,42 - 7,29 (m, 3H, CH ar. n ), 7,15 (s, 1H, C/ arom ), 7,09 (dd, J= 8,0, 1,7 Hz, 2H, C/ arom ), 6,97 - 6,84 (m, 3H, C/ arom ), 6,69 (td, J= 7,7, 1,5 Hz, 1H, CH arom ), 6,26 (dd, J= 8,0, 1,1 Hz, 1H, CH arom ), 5,58 (s, 1H, COC H), 2,28 (s, 6H, CC th), 2,25 (s, 6H, CC th), 2,23 (s, 6H, CC th), 2,19 (s, 6H, CC th)·

195 Pt NMR (64 MHz, CDCI 3 )

d = -3325,0 (s).

Elementaranalyse berechnet für C 45 H 4i N 3 0 2 Pt: C, 62,76; H, 4,53; N, 5,11; Gefunden: C, 63,05; H, 4,40; N, 4,71.

Struktur und photophysikalische Charakterisierung

Die Kristallstruktur der Verbindung B ist in Figur 1 wiedergeben. Darin ist die Bindung zwi- schen dem Carben-Kohlenstoffatom des Imidazolrings (in Figur 1 mit„CI" bezeichnet) und dem Platinatom (in Figur 1 mit„Ptl" bezeichnet) gut zu erkennen.

Die Absorptionsspektren für die Verbindungen A bis J sind in den Figuren 2A bis 2E wieder- gegeben. Die Spektren wurden unter Luftatmosphäre in Dichlormethan bei einer Konzentra- tion von 5 10-5 mol/l gemessen.

Die Spektren zeigen eine Emission der jeweiligen Verbindung im sichtbaren Bereich und be- legen die Eignung für den Einsatz in OLEDs.

Tabelle 1: Photolumineszenzdaten der Komplexe A bis J, gemessen bei Raumtemperatur in PMMA-Filmen enthaltend jeweils 2 Gew.-% des jeweiligen Komplexes

A exc = Anregungswellenlänge; CIE = CIE-Koordinaten bei Raumtemperatur, A em Emissionswel lenlänge höchster Intensität bei Raumtemperatur, F = Quantenausbeite bei A eXc , t 0 = Phos- phoreszenzlebensdauer gegeben als t 0 = t n /F, worin t n = gemessene Phosphoreszenzlebens- dauer. Die Verbindungen weisen deutliche Lumineszenz im grünen bis gelben Bereich des sichtba- ren Spektrums mit Emissionswellenlänge A em höchster Intensität bei Raumtemperatur A em = 523 nm (Komplex C) und 579 nm (Komplexe H, J) auf.

Weitere photophysikalische Kenndaten der Verbindungen A bis J können Tabelle 1 entnom- men werden.