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Patent Searching and Data


Title:
PICKING DEVICE AND METHOD FOR RETRIEVING DRUG COMPOSITIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/025102
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a picking device (1) for outputting drug compositions arranged in storage containers (3, 3', 3''). Known devices for outputting such compositions store such compositions in bags, which is technically very complex. The technically simple picking device according to the invention comprises at least one storage device (2) having a plurality of storage places (5) for storage containers, a storage and retrieval machine (20) coupled to a control apparatus (100), at least one stocking apparatus (30), at least one first identifying apparatus (40) for identifying drug compositions, an unloading apparatus (60), by means of which drug compositions (4, 4', 4'') arranged in a storage container (3, 3', 3'') are transferred to a transport device (50), at least one dispensing station (80, 80', 80''), which is coupled to the control apparatus (100) and which has a removal point (81) and a user interface (82), and a transport device (50), which is coupled to the control apparatus (100) and to which drug compositions (4, 4', 4'') are transferred by the unloading device (60) and which connects the storage device (2) to each dispensing station (80, 80', 80'') and which is designed in such a way that drug compositions can be supplied to each dispensing station.

Inventors:
WINGENTER, Dirk (Im Rosengarten 10, Daun, 54550, DE)
HELLENBRAND, Christoph (Hauptstr. 23, Kaifenheim, 56761, DE)
Application Number:
EP2018/067836
Publication Date:
February 07, 2019
Filing Date:
July 02, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BECTON DICKINSON ROWA GERMANY GMBH (Rowastr. 1, Kelberg, 53539, DE)
International Classes:
B65G1/137; A61J7/00; G07F17/00
Foreign References:
US20140094960A12014-04-03
US20130092700A12013-04-18
DE29515627U11995-12-21
EP0909725A21999-04-21
DE4336885A11995-04-13
DE19509951A11996-09-19
US7123989B22006-10-17
US9105142B22015-08-11
Attorney, Agent or Firm:
ZENZ PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Rüttenscheider Straße 2, Essen, 45128, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3', 3'') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4''), aufweisend

zumindest eine Lagervorrichtung (2) mit

einer Mehrzahl von Lagerplätzen (5) für Lagerbehälter, einem vor der Regalreihe (10) horizontal und vertikal verfahrbaren und mit einer Steuereinrichtung (100)

gekoppelten Bediengerät (20),

zumindest einer Einlagerungseinrichtung (30), mit welcher Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') für

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') in die

Lagervorrichtung (2) bewegt werden und von welcher das Bediengerät (20) Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') entnehmen kann, zumindest eine erste Identifiziereinrichtung (40) zum Identifizieren von Arzneimittelzusammenstellungen,

einer Entladeeinrichtung (60), mit welcher in einem Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') an eine

Transportvorrichtung (50) übergeben werden,

zumindest eine mit der Steuereinrichtung (100) gekoppelte Abgabestation (80, 80', 80' ') mit

einer Entnahmestelle (81) und

einer Benutzerschnittstelle (82), sowie

eine mit der Steuereinrichtung (100) gekoppelte

Transportvorrichtung (50), welcher

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') von der

Entladevorrichtung (60) übergeben werden und welche die

Lagervorrichtung (2) mit jeder Abgabestation (80, 80', 80'') verbindet und derart ausgebildet ist, dass jeder Abgabestation Arzneimittelzusammenstellungen zugeführt werden können.

2. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladeeinrichtung (60) eine Behälteraufnahme (64, 68) aufweist, welche entsprechend einem Lagerplatz ausgebildet ist, so dass von dem Bediengerät (20) mit üblichen Lagerbewegungen Lagerbehälter in der

Behälteraufnahme ablegbar sind. 3. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Entladestation (60) als eine Schwerkraft-Entladestation ausgeführt ist, mit welcher in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') bei einer

Aufnahmestelle über eine Entladeöffnung (310) eines

Lagerbehälters auf die Transportvorrichtung übergeben werden.

4. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladeeinrichtung (60) als eine Kippstation ausgeführt ist, mit welcher in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordnete Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') bei einer Aufnahmestelle über die Entladeöffnung (310) eines Lagerbehälters auf die Transportvorrichtung gekippt werden .

5. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Entladevorrichtung (60) eine Ausstoßeinrichtung (150) umfasst, mit welcher in Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') bei einer

Aufnahmestelle über die Entladeöffnung (310) eines

Lagerbehälters auf die Transportvorrichtung gestoßen werden.

6. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 5,

dadurch gekennzeichnet, dass die Entladeeinrichtung (60) eine verfahrbare Behälteraufnahme (64) aufweist, welche zu entleerende Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') in einer Parkposition aufnimmt und zu einer Entleerungsposition bewegt. 7. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteraufnahme (64) eine Halteeinrichtung (67) aufweist, mit welcher Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') temporär und lösbar gehalten werden können.

8. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 7,

dadurch gekennzeichnet, dass der Entladeeinrichtung (60) eine Behälter-Sammeleinrichtung (70) zugeordnet ist, welche bei der Entladeeinrichtung (60) entleerte Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') aufnimmt .

9. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter-Sammeleinrichtung (70) derart unterhalb der Entladeeinrichtung (60) angeordnet ist, dass entleerte Lagerbehälter durch Lösen der Halteeinrichtung (67) der Behälter-Sammeleinrichtung (70) zuführbar sind.

10. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter-Sammeleinrichtung (70) eine von außerhalb der Lagervorrichtung (2) erreichbare Zugriffsöffnung (73) aufweist, über welche gesammelte

Lagerbehälter entnehmbar sind.

11. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 10,

dadurch gekennzeichnet, dass die Lagervorrichtung (2) zumindest eine abschnittsweise im Aktionsradius des Bediengeräts (20) angeordnete und von außerhalb der Lagervorrichtung

erreichbare Abgabeeinrichtung (120) aufweist.

12. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 11,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kommissioniervorrichtung (1) eine von außerhalb der Lagervorrichtung erreichbare

Behälter-Bereitstelleinrichtung (130) für entleerte

Lagerbehälter aufweist.

13. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 12,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kommissioniervorrichtung zumindest zwei Abgabestationen (80', 80' ') aufweist, die für unterschiedliche Zugriffsarten unterschiedlicher Benutzer ausgebildet sind.

14. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Abgabestationen (80' ') von außerhalb eines Gebäudes (90), in welchem die

Lagervorrichtung (2) angeordnet ist, bedienbar ist.

15. Kommissioniervorrichtung (1) zum Ausgeben von in

Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der

Ansprüche 1 - 14,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kommissioniervorrichtung

(1) eine zweite Identifiziereinrichtung (45) aufweist, mit welcher Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') vor einem Entleeren der Lagerbehälter in der Entladeeinrichtung (60) identifiziert werden.

16. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4''), wobei a) eine auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4' ') identifiziert wird, indem ein Benutzer eine auszulagernde

Arzneimittelzusammenstellung eindeutig identifizierende

Kenndaten bereitstellt und der Lagerplatz innerhalb der

Kommissioniervorrichtung (1) ermittelt wird,

b) ein Bediengerät (20) zu einem der auszulagernden

Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') zugeordneten

Lagerplatz bewegt wird,

c) mit dem Bediengerät (20) ein bei dem Lagerplatz

angeordneter, die Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') umfassender Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') ergriffen und an eine Behälteraufnahme (64) einer Entladeeinrichtung (60) übergeben wird, d) der an die Behälteraufnahme (64) übergebene Lagerbehälter (3, 3', 3' ') auf die Transportvorrichtung (50) entleert wird, e) die Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') mit der Transportvorrichtung (50) zu einer Entnahmestelle (81) einer Abgabestation (80, 80', 80' ') transportiert wird, und

f) die Entnahmestelle (81) auf Anweisung einer mit der

Abgabestation gekoppelten Steuereinrichtung (100) zur Entnahme der Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') freigegeben wird. 17. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 15,

dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteraufnahme (64) vor der Übergabe des Lagerbehälters derart angeordnet wird, dass das Bediengerät (20) den Lagerbehälter mit üblichen Lagerbewegungen übergeben kann.

18. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach

Anspruch 16 oder 17,

dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') entleert wird, indem die Behälteraufnahme (64) gekippt wird, so dass Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') auf die

Transportvorrichtung (50) fallen.

19. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der Ansprüche 16 - 18,

dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteraufnahme (67) vor dem Entleeren des Lagerbehälters (3, 3' , 3' ') aus einer

Parkposition in eine Entleerungsposition bewegt wird.

20. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3', 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der Ansprüche 16 - 19,

dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbehälter (3, 3' , 3' ') nach dem Entleeren in eine Behälter-Sammeleinrichtung (70) oder eine Behälter-Bereitstelleinrichtung (130) bewegt wird.

21. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der Ansprüche 16 - 20,

dadurch gekennzeichnet, dass eine auszulagernde

Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') identifiziert wird, indem als Kenndaten Personendaten eines Benutzers bereitgestellt und ausgewertet werden.

22. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 21,

dadurch gekennzeichnet, dass, sofern einem Benutzer mehrere Arzneimittelzusammenstellungen zugeordnet sind, dem Benutzer die Möglichkeit gegeben wird, die auszugebenden

Arzneimittelzusammenstellungen auszuwählen.

23. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der Ansprüche 16 - 22,

dadurch gekennzeichnet, dass die Schritt a) nachfolgenden Schritte des Verfahrens zum Auslagern nur dann ausgeführt werden, wenn sämtliche mit dem Auslagern verbundenen

Benutzerhandlungen erfolgreich ausgeführt wurden.

24. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach einem der Ansprüche 16 - 23,

dadurch gekennzeichnet, dass eine in einem Lagerbehälter (3, 3', 3' ') angeordnete Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') vor dem Entleeren des Lagerbehälters mit der zweiten

Identifiziereinrichtung (150) identifiziert und der

Lagerbehälter nur dann auf die Transporteinrichtung entleert wird, wenn die identifizierte Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') der anhand der Kenndaten identifizierten

Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') entspricht.

25. Verfahren zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung (1) in Lagerbehältern (3, 3' , 3' ') angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen (4, 4', 4'') nach Anspruch 24,

dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die identifizierte Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4'') nicht der anhand der Kenndaten identifizierten Arzneimittelzusammenstellung (4, 4', 4' ') entspricht, diese aus der Lagervorrichtung ausgelagert wird.

Description:
Kommissioniervorrichtung und Verfahren zum Auslagern von

Arzneimitte1zusammensteHungen

Die vorliegende Erfindung betrifft eine

Kommissioniervorrichtung zum Ausgeben von

Arzneimittelzusammenstellungen, und insbesondere zum Ausgeben von in Lagerbehältern angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen, sowie ein Verfahren zum

Auslagern von in einer erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung gelagerten

Arzneimittel zusammenStellungen .

Automatisierte Kommissioniervorrichtungen werden häufig in Apotheken eingesetzt, um Arzneimittelpackungen platzsparend lagern und rasch ausgeben zu können. Die Arzneimittelpackungen werden in den bekannten, insbesondere für Apotheken geeigneten, Kommissioniervorrichtungen chaotisch gelagert, d.h. die

Arzneimittelpackungen werden in der Vorrichtung nicht an

vorbestimmten Lagerplätzen gelagert, sondern an den

Lagerplätzen, bei denen gerade ausreichend Platz vorhanden ist. Überflüssiges Leervolumen kann so vermieden werden, d.h. die Anzahl an gelagerten Arzneimittelpackungen pro Quadratmeter Grundfläche ist erheblich erhöht. Eine entsprechende

Kommissioniervorrichtung ist beispielsweise in der DE 195 09 951 offenbart .

Die nach dem Prinzip der chaotischen Lagerung arbeitenden Kommissioniervorrichtungen sind auf eine spezielle Art von

Arzneimittelpackungen beschränkt, die für die eingesetzten

Bediengeräte und die in den Kommissioniervorrichtungen genutzten Lagerflächen geeignet sind. Mit der in der DE 195 09 951

offenbarten Kommissioniervorrichtung werden üblicherweise

Arzneimittelpackungen mit rechteckiger Grundfläche gelagert.

Die vorgenannte Art von Kommissioniervorrichtungen ist insbesondere dann sinnvoll einsetzbar, wenn einem Patienten mittels Rezept eine ganze Arzneimittelpackung bzw. mehrere Arzneimittelpackungen verordnen werden, wie dies in großen

Teilen von Europa üblich ist.

In beispielsweise den USA ist es jedoch üblich, dass ein Patient patientenindividuelle Arzneimittelzusammenstellungen verschrieben bekommt, die eine exakt vorgegebene Anzahl von Arzneimitteln bestimmter Arten umfassen, die von dafür

zugelassenem Personal in beispielsweise einer Apotheke

zusammengestellt werden und im Anschluss daran in Lagerbeutel verbracht werden, die bis zur Abholung durch einen Patienten gelagert werden.

Die Lagerung und Ausgabe kann mit einem an die spezielle Lagerform in Lagerbeuteln angepassten Lager- und Abgabeautomaten vorgenommen werden. Beispielsweise offenbaren die Druckschriften US 7,123,989 B2 und US 9,105,142 B2 Verfahren und Vorrichtungen zum Ausgeben von patientenindividuell zusammengestellten, in Lagerbeuteln angeordneten Arzneimittelportionen. Da für jeden Patienten patientenindividuelle Arzneimittelzusammenstellungen bereitet werden, ist es bei einem solchen System wesentlich, dass ein Lagerbeutel die in diesem angeordnete

Arzneimittelzusammenstellung eindeutig wiedergibt und eine

Verknüpfung zwischen Lagerbeutel und

Arzneimittelzusammenstellung vorhanden ist. Dazu ist auf den

Lagerbeuteln ein entsprechender Identifizierer angebracht, der von den in den vorgenannten US-Patenten offenbarten

Vorrichtungen lesbar ist. Der Identifizierer kann beispielsweise ein Barcode sein.

Nachteilig an der offenbarten Vorrichtung ist insbesondere, dass diese mechanisch sehr aufwendig ist, und dass aufgrund dieser mechanischen Komplexität nur geringe

Ausgabegeschwindigkeiten möglich sind und ein erhöhter

Wartungsaufwand erforderlich ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine

Kommissioniervorrichtung bereitzustellen, die zum Ausgeben von patientenindividuell zusammengestellten

Arzneimittelzusammenstellungen geeignet ist, die aber zugleich konstruktiv einfach gehalten ist, einen geringen Wartungsaufwand erfordert und eine Vielzahl von Arzneimittelzusammenstellungen pro Zeitintervall ausgeben kann. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Ausgeben solcher

Arzneimittel zusammenStellungen bereitzustellen.

Im Nachfolgenden ist mit dem Begriff

„Arzneimittelzusammenstellung" auch stets der Plural umfasst. Wenn also von einer Arzneimittelzusammenstellung gesprochen wird können auch mehrere umfasst sein (wo dies im Sachzusammenhang Sinn ergibt) .

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine

Kommissioniervorrichtung zum Ausgeben von in Lagerbehältern angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen gemäß Anspruch 1.

Die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung umfasst zumindest eine Lagervorrichtung mit einer Mehrzahl von

Lagerplätzen für Lagerbehälter, einem vor der Regalreihe

horizontal und vertikal verfahrbaren und mit einer

Steuereinrichtung gekoppelten Bediengerät, zumindest einer Einlagerungseinrichtung, mit welcher Lagerbehälter für

Arzneimittelzusammenstellungen in die Lagervorrichtung bewegt werden und von welcher das Bediengerät Lagerbehälter entnehmen kann, sowie zumindest einer ersten Identifiziereinrichtung zum Identifizieren von Arzneimittelzusammenstellungen. Die

vorgenannten Bauteile der erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung bilden den zentralen Lagerbereich für die Arzneimittelzusammenstellungen umfassenden Lagerbehälter. Die vorbeschriebene Lagervorrichtung kann im Hinblick auf die vorgenannten Merkmale bereits aus dem Stand der Technik

bekannten Lagervorrichtungen entsprechen.

Die Lagerplätze können beispielsweise mittels zumindest einer Regalreihe mit einer Mehrzahl von übereinander

angeordneten, sich jeweils in einer Ebene erstreckenden

Regalböden bereitgestellt werden, wobei die Lagerplätze auf den Regalböden ausgebildet sind. Alternativ können die Lagerplätze auch von einfachen Streben bereitgestellt werden, wobei ein Lagerbehälter üblicherweise von zwei Streben gehalten wird; in Abhängigkeit von den Anforderungen an die Warenlagerung und - Ausgabe können die beiden vorgenannten Arten der Bereitstellung von Lagerplätzen auch kombiniert sein. Nachfolgend wird davon ausgegangen, dass die Lagerplätze mittels Regalböden

bereitgestellt werden.

Erfindungsgemäß umfasst die Lagervorrichtung der

Kommissioniervorrichtung darüber hinaus eine Entladeeinrichtung, mit welcher in Lagerbehältern angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen an eine mit der Steuereinrichtung gekoppelte Transportvorrichtung übergeben werden.

Bei der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung werden

Arzneimittel nicht in Arzneimittelpackungen direkt auf den

Regalböden gelagert, sondern es werden

Arzneimittelzusammenstellungen, beispielsweise in Beuteln oder in Flaschen, die wiederum in Beuteln angeordnet sein können, in Lagerbehältern angeordnet, die wiederum auf den Lagerplätzen gelagert werden. Die vorgenannte Entladeeinrichtung dient dazu, die in den Lagerbehältern angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen an eine Transportvorrichtung zu übergeben .

Zur Abgabe der Arzneimittelzusammenstellungen an einen

Benutzer umfasst die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung zumindest eine mit der Steuereinrichtung gekoppelte

Abgabestation, die jeweils eine Entnahmestelle sowie eine

Benutzerschnittstelle zur Kommunikation mit einem Benutzer aufweist. Der Transportvorrichtung werden die

Arzneimittelzusammenstellungen von der Entladevorrichtung übergeben und die Transportvorrichtung verbindet die

Lagervorrichtung mit jeder Abgabestation derart, dass jeder Abgabestation Arzneimittelzusammenstellungen zugeführt werden können.

Die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung umfasst eine zentrale Lagervorrichtung, bei der eine zuverlässige und

ausgereifte Technik eingesetzt wird. Durch die Kombination der zumindest teilweise vorbekannten Lagervorrichtung mit einer Entladeeinrichtung, einer Transportvorrichtung sowie zumindest einer Abgabestation ist es möglich, basierend auf einer bekannten und bewährten Lagertechnik, eine

Kommissioniervorrichtung bereitzustellen, die zum Ausgeben von patientenindi iduell zusammengestellten

Arzneimittelzusammenstellungen geeignet ist, die aber zugleich konstruktiv einfach gehalten ist, einen geringen Wartungsaufwand erfordert und eine Vielzahl von Arzneimittelzusammenstellungen pro Zeitintervall ausgeben kann.

Da die zumindest eine Abgabestation erfindungsgemäß eine

Benutzerschnittstelle umfasst, ist es bei der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung auch möglich, dass mit dieser die patientenindividuell angepassten Arzneimittelzusammenstellungen an verschiedene Arten von Benutzern ausgegeben werden.

So ist es beispielsweise denkbar, dass bei einer

Abgabestation die Arzneimittelzusammenstellungen an einen „qualifizierten Benutzer" übergeben werden, womit im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein Benutzer gemeint ist, der nach den

Vorschriften des Landes, in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird, zur Abgabe von Arzneimitteln an Patienten ermächtigt ist.

Bei einer anderen Abgabestation kann der Patient selbst, der nachfolgend „einfacher Benutzer" genannt wird, eine

Arzneimittelzusammenstellung ausgeben lassen. Die vorgenannten Benutzer müssen sich mittels der Benutzerschnittstelle

authentifizieren, wobei die zur Authentifizierung notwendigen Schritte von der Art des Benutzers abhängen.

Bei einem einfachen Benutzer kann es erforderlich sein, dass dieser sich über die Benutzerschnittstelle identifiziert, beispielsweise durch Vorlage eines Personalausweises, und die abzuholende Arzneimittelzusammenstellung bezahlt, beispielsweise durch Eingabe einer Kreditkarte, wohingegen es bei einem

qualifizierten Benutzer ausreichen kann, dass dieser sich über eine in der Steuereinrichtung hinterlegte Personalnummer

identifiziert, wobei der Bezahlvorgang für die

Arzneimittelzusammenstellung bei einer anderen Stelle innerhalb beispielsweise einer Apotheke durchgeführt werden kann. Mit der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung ist es auch möglich, verschiedenen Abgabearten zu kombinieren; eine Ausführungsform kann zum Beispiel zwei Abgabestationen umfassen, eine wird von einem qualifizierten Benutzer bedient, während die andere von einem einfachen Benutzer, beispielsweise dem Patienten, genutzt werden kann.

Anders als bei den bekannten Kommissioniervorrichtungen werden bei der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung in der Lagervorrichtung keine Arzneimittelpackungen, sondern

Arzneimittelzusammenstellungen in Lagerbehältern gelagert. Um die Arzneimittelzusammenstellungen aus diesen Lagerbehältern zu entfernen, umfasst die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung eine Entladeeinrichtung, welche die

Arzneimittelzusammenstellungen aus den Lagerbehältern auf die Transportvorrichtung übergibt.

Wie bereits oben ausgeführt, werden bei den bekannten

Kommissioniervorrichtungen vorzugsweise rechteckige

Arzneimittelpackungen gelagert. Um die bekannte und bewährte Technik zumindest teilweise übernehmen zu können, sind die

Lagerbehälter der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung vorzugsweise ebenfalls zumindest im Greifbereich für das

Bediengerät rechteckig ausgebildet, d. h. die Ein- bzw.

Auslagerung von Lagerbehältern läuft ähnlich zu der bekannten Ein- und Auslagerung von Arzneimittelpackungen. Eine

umfangreiche Anpassung der Lagervorrichtung im Hinblick auf die Lagerung selbst ist nicht erforderlich.

In Abhängigkeit von den einzulagernden

Arzneimittelzusammenstellungen können Lagerbehälter

unterschiedlicher Größe verwendet werden. Sofern Lagerbehälter unterschiedlicher Größe verwendet werden, muss der

Kommissioniervorrichtung mitgeteilt werden, welche Behältergröße für eine Arzneimittelzusammenstellung verwendet wird. Diese Information ist notwendig für die korrekte Wahl des Lagerortes / Lagerplatzes und um das Bediengerät entsprechend ansteuern zu können .

Um diese Information bereitzustellen kann beispielweise das einlagernde Bedienpersonal zu jeder Arzneimittelzusammenstellung eine spezielle Kennung für einen verwendeten Lagerbehälter eingeben, wobei dieser Kennungen genaue Maße des verwendeten Lagerbehälters zugeordnet sind. Alternativ ist es möglich, bereits mit einem Identifizierer (beispielsweise einem Barcode) auf der Arzneimittelzusammenstellung die Art bzw. Größe des Lagerbehälters vorzugeben. Ferner (oder zusätzlich) ist es möglich, den Lagerbehälter bei der Einlagerung zu vermessen, wobei dies abhängig von der genauen Ausgestaltung der

Lagerbehälter relativ aufwendig sein kann.

Um eine reibungslose und rasche Übergabe der Lagerbehälter an die Entladeeinrichtung zu gewährleisten, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die

Entladeeinrichtung eine Behälteraufnahme aufweist, welche entsprechend einem Lagerplatz ausgebildet ist bzw. an diesen anpassbar ist, so dass von dem Bediengerät mit „üblichen"

Lagerbewegungen Lagerbehälter an die Behälteraufnahme

überführbar sind. Unter dem Begriff der „üblichen"

Lagerbewegungen seien hier solche verstanden, die das

Bediengerät ausführt, um Lagerbehälter von und auf Lagerplätze und von der Einlagerungseinrichtung zu bewegen. Bei einer entsprechenden Ausführungsform ist baulich keine Anpassung des Bediengerätes zur Übergabe von Lagerbehältern an die

Entladeeinrichtung notwendig, womit man auf bekannte

Bediengeräte zurückgreifen kann, was wiederum den

Wartungsaufwand für die gesamte Kommissioniervorrichtung weiter vermindert .

Erfindungsgemäß wird die bzw. werden die in einem

Lagerbehälter angeordneten Arzneimittelzusammenstellung/-en von der Entladeeinrichtung an die Transporteinrichtung übergeben. Dazu kann die Entladeeinrichtung beispielsweise einen Greifer umfassen, der die Arzneimittelzusammenstellungen aus dem

Lagerbehälter entnimmt und an die Transporteinrichtung übergibt.

Die Verwendung eines Greifers ist jedoch konstruktiv

aufwendig und erhöht wiederum den Wartungsaufwand. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es daher vorgesehen, dass die Entladestation als eine Schwerkraft-Entladestation ausgeführt ist, mit welcher in Lagerbehältern angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen bei einer Aufnahmestelle über eine Entladeöffnung eines Lagerbehälters auf die

Transportvorrichtung übergeben werden. Unter „Schwerkraft- Entladestation" soll jede Entladestation verstanden werden, bei welcher sich die Arzneimittelzusammenstellungen über eine

Entladeöffnung der Lagerbehälter mittels Schwerkraft aus dem Lagerbehälter bewegen.

Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem der

Lagerbehälter in der Entladestation derart um 180° gedreht wird, dass eine im Lagerzustand nach oben weisende Entladeöffnung nach unten zeigt und die Arzneimittelzusammenstellungen aus den

Lagerbehälter fallen. Alternativ kann der Lagerbehälter einen freigebbaren Bodenbereich aufweisen, der zum Übergeben der

Arzneimittelzusammenstellungen an die Transporteinrichtung temporär geöffnet wird.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass die

Arzneimittelzusammenstellungen in dem Lagerbehälter leicht verkeilt sind. Um in einem solchen Fall die schwerkraftbedingte Entladung zu unterstützen ist es bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Entladeeinrichtung als eine Kippstation ausgeführt ist, mit welcher in Lagerbehältern angeordnete

Arzneimittelzusammenstellungen bei einer Aufnahmestelle auf die Transportvorrichtung gekippt werden. Bei dem Entladen der

Lagerbehälter wird die Kippbewegung durch einen Anschlag

plötzlich gestoppt und die kinetische Energie der

Arzneimittelzusammenstellungen kann die Verkeilung überwinden. Gelegentlich kann es vorkommen, dass auch die Kippbewegung nicht ausreichend ist, Arzneimittelzusammenstellungen aus einem

Lagerbehälter zu entfernen. Um bei der Entfernung der

Arzneimittelzusammenstellungen aus Lagerbehältern (weiter) zu unterstützen, sie es bei einer Kippstation oder einer anders ausgeführten Entladestation, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform vorgesehen, dass die Entladestation eine

Ausstoßeinrichtung umfasst, mit welcher in Lagerbehältern angeordnete Arzneimittelzusammenstellungen über die Entladeöffnung eines Lagerbehälters auf die Transportvorrichtung gestoßen werden.

Die Ausstoßeinrichtung kann derart ausgeführt sein, dass die Arzneimittelzusammenstellungen mit einem Stoßmittel, dass durch eine Öffnung in einem Lagerbehälter bewegt wird, ausgestoßen werden. Alternativ kann die Ausstoßeinrichtung eine

Druckluftdüse umfassen, und die Arzneimittelzusammenstellungen können mittels Druckluft aus den Lagerbehältern bewegt werden.

Üblicherweise ist die Lagervorrichtung der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung rechteckig ausgebildet, und zwar mit zwei parallelen Regalreihen, die zwischen sich eine Gasse ausbilden, in welcher das Bediengerät horizontal und vertikal verfahrbar ist. Um zu vermeiden, dass die Transportvorrichtung bis in die Lagervorrichtung hineingeführt werden muss, was u.a. eine Verminderung der Lagerkapazität der Lagervorrichtung mit sich brächte, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Entladeeinrichtung eine verfahrbare

Behälteraufnahme aufweist, welche zu entleerende Lagerbehälter in einer Parkposition aufnimmt und zu einer Entleerungsposition bewegt. Bei einer entsprechend ausgebildeten Entladeeinrichtung ist es beispielsweise möglich, dass die Transportvorrichtung abschnittsweise als horizontales Förderband parallel an einer der Seiten der Lagervorrichtung ausgebildet ist. In der

Parkposition, die mit einem Lagerplatz vergleichbar ist, wird ein Lagerbehälter von der verfahrbaren Behälteraufnahme

aufgenommen bzw. von dem Bediengerät an die Behälteraufnahme übergeben und dann mit der verfahrbaren Behälteraufnahme in eine Entleerungsposition bewegt, bei welcher die in dem Lagerbehälter angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen an die

Transportvorrichtung übergeben werden, beispielsweise indem der Lagerbehälter gekippt wird.

Bei Verwendung einer verfahrbaren Behälteraufnahme ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform darüber hinaus vorgesehen, dass die Behälteraufnahme eine Halteeinrichtung aufweist, mit welcher Lagerbehälter temporär und lösbar gehalten werden können. Eine solche Halteeinrichtung verhindert ein Verrutschen des Lagerbehälters beim Transport, auch kann die Entleerung einfacher durchgeführt werden.

Nach dem Entleeren der Lagerbehälter können diese von dem Bediengerät wiederaufgenommen und bei einem freien Lagerplatz der Lagervorrichtung abgestellt werden. Diese Vorgehensweise verschwendet jedoch wertvollen Lagerplatz, so dass es bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung vorgesehen ist, dass der

Entladeeinrichtung eine Behälter-Sammeleinrichtung zugeordnet ist, welche bei der Entladeeinrichtung entleerte Lagerbehälter aufnimmt. Eine Lagerung entleerter Lagerbehälter auf

Lagerplätzen der Lagervorrichtung wird damit vermieden, es können mehr Lagerbehälter mit darin angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen in der Lagervorrichtung

vorgehalten werden. Die Behälter-Sammeleinrichtung ist

vorzugweise außerhalb der Lagervorrichtung ausgebildet.

Wie die entleerten Lagerbehälter von der Entladeeinrichtung an die Behälter-Sammeleinrichtung übergeben werden, hängt von deren Anordnung innerhalb der erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung ab. Um die Übergabe der entleerten Sammelbehälter von der Entladeeinrichtung an die Behälter- Sammeleinrichtung besonders rasch ausführen zu können, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die

Behälter-Sammeleinrichtung derart unterhalb eines Abschnitts der Entladeeinrichtung angeordnet ist, dass entleerte Lagerbehälter durch Lösen der Halteeinrichtung der Behälter-Sammeleinrichtung zuführbar sind. Sobald der Lagerbehälter, beispielsweise durch Kippen, entleert ist, wird die Halteeinrichtung bei einer dafür vorgesehenen Übergabestelle gelöst und der Lagerbehälter wird schwerkraftbedingt der Behälter-Sammeleinrichtung zugeführt. Dazu kann die Behälter-Sammeleinrichtung beispielsweise

senkrecht ausgebildet sein und direkt unter einer entsprechend ausgebildeten Bodenöffnung der Entladeeinrichtung angeordnet sein. Bei einer entsprechenden Ausführungsform ist es bevorzugt, dass die Entladeeinrichtung einen Abschnitt aufweist, der außerhalb der Lagervorrichtung angeordnet ist und unter welchem ein Aufnahmeabschnitt (der Behälter-Sammeleinrichtung) für

Lagerbehälter angeordnet ist.

Um für den Benutzer eine einfache Entnahme der entleerten Lagerbehälter aus der Behälter-Sammeleinrichtung zu ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die Behälter-Sammeleinrichtung eine von außerhalb der

Lagervorrichtung erreichbare Zugriffsöffnung aufweist.

Die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung umfasst mindestens eine Abgabestation, über welche die

Arzneimittelzusammenstellungen an einen Benutzer übergeben werden können. Dazu wird ein Lagerbehälter, der die

auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung umfasst, bei der Entladeeinrichtung entleert, die Arzneimittelzusammenstellung mittels der Transportvorrichtung zu einer Abgabestation

transportiert und an den Benutzer übergeben. Um eine besonders rasche Ausgabe einer Arzneimittelzusammenstellung zu

ermöglichen, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der Kommissioniervorrichtung vorgesehen, dass diese, neben der zumindest einen Abgabestation, bei der Lagervorrichtung eine zumindest abschnittsweise im Aktionsradius des Bediengerätes angeordnete und von außerhalb der Lagervorrichtung erreichbare Abgabeeinrichtung aufweist. Beispielsweise ist es denkbar, dass ein qualifizierter Benutzer, beispielsweise ein Apotheker, über eine entsprechende Abgabeeinrichtung eine Auslagerung eines Lagerbehälters samt Arzneimittelzusammenstellung anfordert, um die Arzneimittelzusammenstellung an einen wartenden Kunden übergeben zu können. Dazu wird ein Lagerbehälter mit einer auszulagernden Arzneimittelzusammenstellung bei einem im

Aktionsradius des Bediengerätes angeordneten Abschnitt der

Abgabeeinrichtung an diese übergeben und in einen

Zugriffsbereich des Benutzers geführt. Eine solche

Abgabeeinrichtung kann beispielsweise als einfache Rutsche ausgeführt sein.

Wie oben dargelegt, kann die erfindungsgemäße

Kommissioniervorrichtung eine Behälter-Sammeleinrichtung zur Aufnahme entleerter Lagerbehälter umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die Kommissioniervorrichtung bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eine von außerhalb der

Lagervorrichtung erreichbare Behälter-Bereitstelleinrichtung für entleerte Lagerbehälter aufweisen. Beispielsweise kann es sich bei dieser Behälter-Bereitstelleinrichtung um eine Art Rutsche handeln, auf welcher von dem Bediengerät entleerte Lagerbehälter abgesetzt werden, die dann einer Entnahmestelle der Behälter- Bereitstelleinrichtung zugeführt werden. Bei einer

entsprechenden Kommissioniervorrichtung werden die entleerten Lagerbehälter also unmittelbar nach Entleerung zur

Wiederverwendung bereitgestellt, wodurch die Anzahl der im

Umlauf befindlichen Lagerbehälter vermindert werden kann. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein Abschnitt der Behälter-Bereitstelleinrichtung derart angeordnet, dass diesem Abschnitt entleerte Lagerbehälter direkt von der

Entladeeinrichtung zugeführt werden können.

Die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung weist

zumindest eine Abgabestation mit einer Entnahmestelle sowie einer Benutzerschnittstelle auf. Damit eine

Arzneimittelzusammenstellung über die Abgabestation abgegeben wird, ist eine Authentifizierung des Benutzers erforderlich. Die Art und Weise der Authentifizierung ist dabei, wie oben bereits beschrieben, davon abhängig, ob es sich bei dem Benutzer um einen qualifizierten oder einen einfachen Benutzer handelt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung ist es vorgesehen, dass die

Kommissioniervorrichtung von einem qualifizierten sowie von einem einfachen Benutzer bedient werden kann. Dazu ist es vorgesehen, dass die Kommissioniervorrichtung zumindest zwei Abgabestationen aufweist, die für unterschiedliche Zugriffsarten unterschiedlicher Benutzer geeignet sind. Die beiden

Abgabestationen können identisch ausgebildet sein, wobei in diesem Fall lediglich unterschiedliche

Authentifizierungsverfahren erforderlich sind; bei einem

qualifizierten Benutzer kann es beispielsweise ausreichend sein, dass dieser sich nur einmal innerhalb eines vorgegebenen

Zeitintervalls authentifiziert.

Die beiden Abgabestationen können aber auch an die Art der Benutzer angepasst sein, so dass eine Abgabestation lediglich von einem qualifizierten Benutzer bedient werden kann,

wohingegen die zweite Abgabestation derart ausgebildet sein kann, dass auch ein einfacher Benutzer diese bedienen kann.

Welcher Benutzer eine Abgabestation bedienen kann, kann über eine spezielle Konfiguration bzw. Ausgestaltung der

Benutzerschnittstelle festgelegt sein.

Bei bekannten Kommissioniervorrichtungen ist eine Abgabe von Arzneimitteln, sei es in Form von Arzneimittelzusammenstellungen oder Arzneimittelpackungen, nur dann möglich, wenn ein Benutzer zumindest die Räumlichkeiten betreten kann, in denen die

Kommissioniervorrichtung untergebracht ist. Eine solche

Beschränkung der Abholmöglichkeit von Arzneimitteln erfüllt jedoch nicht mehr die Anforderungskriterien eines modernen

Benutzers. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung ist es daher

vorgesehen, dass diese eine Abgabestation umfasst, die von außerhalb eines Gebäudes, in welchem die Lagervorrichtung angeordnet ist, bedienbar ist. Eine entsprechende Abgabestation kann dann beispielsweise als eine sogenannte „Drive-Thru- Station" ausgebildet sein, bei welcher ein Benutzer mit einem Kraftfahrzeug vorfährt, sich bei der Abgabestation identifiziert und nach erfolgreicher Durchführung des vollständigen

Authentifizierungsvorgangs eine Arzneimittelzusammenstellung entnimmt. Sofern eine Übergabe von Arzneimitteln in einem Land einen persönlichen Kontakt mit einem qualifizierten Benutzer, beispielsweise einem Apotheker, erforderlich macht, kann eine entsprechend ausgebildete Abgabestation ferner

Kommunikationsmöglichkeiten aufweisen, über welche der

qualifizierte Benutzer den abholenden, einfachen Benutzer über beispielsweise Risiken und Nebenwirkungen der Arzneimittel informieren kann. Wie oben dargelegt, umfasst die Kommissioniervorrichtung bei einer bevorzugten Ausführungsform eine Behälter- Bereitstelleinrichtung für entleerte Lagerbehälter. Bei

Lagervorrichtungen mit großer Lagerkapazität kommt es regelmäßig vor, dass Arzneimittelzusammenstellungen nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ausgelagert werden, da diese nicht von einem Benutzer, für welchen sie zusammengestellt wurden, abgeholt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung ist es daher

vorgesehen, dass diese eine Behälter-Ausgabeeinrichtung für Lagerbehälter mit überfälligen Arzneimittelzusammenstellungen aufweist. Wann eine Arzneimittelzusammenstellung als

„überfällig" anzusehen ist, kann von einem Bediener der

Kommissioniervorrichtung frei vorgegeben werden. Wenn

beispielsweise ein Zeitraum von vier Wochen vorgegeben wird, werden von der Kommissioniervorrichtung automatisch sämtliche Arzneimittelzusammenstellungen, die länger als vier Wochen in der Lagervorrichtung gelagert sind, mit Lagerbehälter an die Behälter-Abgabeeinrichtung für überfällige

Arzneimittelzusammenstellungen übergeben.

Die erfindungsgemäße Kommissioniervorrichtung umfasst eine erste Identifiziereinrichtung, mit welcher

Arzneimittelzusammenstellungen vor der Einlagerung identifiziert werden. Diese erste Identifiziereinrichtung kann beispielsweise der Einlagerungseinrichtung zugeordnet sein und automatisch sämtliche der Einlagerungseinrichtung übergebene

Arzneimittelzusammenstellungen identifizieren, und zwar anhand eines einer Arzneimittelzusammenstellung zugeordneten

Identifizierers. Bei einem Identifizierer kann es sich

beispielsweise um einen Barcode handeln. Welche Informationen ein Identifizierer umfasst hängt u.a. von länderspezifischen Vorgaben, dem verwendeten Warenwirtschaftssystem usw. ab.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung ist eine zweite Identifiziereinrichtung vorgesehen, mit welcher Arzneimittelzusammenstellungen vor einem Entleeren der Lagerbehälter in der Entladeeinrichtung identifiziert werden. Durch Bereitstellen der zweiten Identifiziereinrichtung wird die Sicherheit hinsichtlich der ausgelagerten Arzneimittelzusammenstellung erhöht. Bei der

Einlagerung einer Arzneimittelzusammenstellung wird dieser von der Steuereinrichtung ein leerer Lagerplatz zugeordnet, d. h. es wird eine Verknüpfung zwischen einem Lagerplatz und einer

Arzneimittelzusammenstellung hergestellt, so dass die

Steuereinrichtung jederzeit weiß, welche

Arzneimittelzusammenstellung bei welchem Lagerplatz angeordnet ist. Dabei ist die Art der Arzneimittelzusammenstellung

regelmäßig für die Auswahl des Lagerplatzes unerheblich; eine Arzneimittelzusammenstellung, bzw. der entsprechende

Lagerbehälter, wird innerhalb der Lagervorrichtung dort gelagert wo Platz ist. Die Lagerung der Lagerbehälter wird also nach den Prinzipien der dynamischen oder chaotischen Lagerhaltung

durchgeführt. Ggf. können gewissen Lagerplätze aufgrund ihrer Nähe zu der Entladeeinrichtung bevorzugt sein. Sofern die

Lagervorrichtung einen besonderen Lagerplatz für zu kühlende Arzneimittelzusammenstellungen umfasst, wird dies bei der

Einlagerung berücksichtigt.

In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass eine

Funktionsstörung der Lagervorrichtung vorliegt, und dass

Bedienpersonal gezwungen ist, die Lagervorrichtung zum Beheben der Funktionsstörung zu betreten. Dabei kann es passieren, dass das Bedienpersonal ein oder mehrere Lagerbehälter verschiebt, so dass diese auf einen „falschen" Lagerplatz bewegt werden. Unter „falscher" Lagerplatz wird hier ein solcher verstanden, den die Steuereinrichtung nicht mit einer Arzneimittelzusammenstellung verknüpft hat. In diesem Fall kann auf einem Lagerplatz A, auf welchem die Steuereinrichtung eine Arzneimittelzusammenstellung XI erwartet, durch den Eingriff des Bedienpersonals ein

Lagerbehälter mit einer Arzneimittelzusammenstellung X2

angeordnet sein. Bei Anforderung der

Arzneimittelzusammenstellung XI von Lagerplatz A würde dann die Arzneimittelzusammenstellung X2 ausgelagert. Bei der hier diskutierten Ausführungsform findet vor dem Entleeren noch einmal ein Identifizieren der Arzneimittelzusammenstellung statt, so dass abgeglichen werden kann, ob auch die

Arzneimittelzusammenstellung, die sich auf dem Lagerplatz befinden soll, tatsächlich auf dem Lagerplatz ist. Zwar ist die Fehleranfälligkeit der hier beschriebenen Lagervorrichtung ausgesprochen gering, eine solche Prüfung kann jedoch

insbesondere dann sinnvoll sein, wenn hochsensible

Arzneimittelzusammenstellungen gelagert sind.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Auslagern von in einer Kommissioniervorrichtung in

Lagerbehältern angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die Schritte, dass

a) eine auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung

identifiziert wird, indem ein Benutzer eine auszulagernde

Arzneimittelzusammenstellung eindeutig identifizierende

Kenndaten bereitstellt und der Lagerplatz innerhalb der

Kommissioniervorrichtung ermittelt wird.

Welcher Art die Kenndaten sind, kann von der genauen

Verfahrensführung, länderspezifischen Vorgaben und ggf. dem Warenwirtschaftssystem, das zum Betreiben der

Kommissioniervorrichtung genutzt wird, abhängen. Wenn

beispielsweise ein einfacher Benutzer die

Kommissioniervorrichtung zum Auslagern einer

Arzneimittelzusammenstellung benutzt, kann es sich bei den

Kenndaten u.a. um den Namen des Benutzers und/oder eine ihn eindeutig identifizierende Personennummer, beispielsweise die Sozialversicherungsnummer, handeln. Alternativ kann es

vorgesehen sein, zum Bereitstellen der Kenndaten ein

Ausweisdokument zu scannen. Neben personenbezogenen Daten können die Kenndaten auch genaue Informationen über die

Arzneimittelzusammenstellung als solche umfassen, beispielsweise eine eindeutige laufende Kennziffer oder ähnliches. Es ist auch denkbar, ein Rezept oder ähnliches zur Bereitstellung der

Kenndaten einzulesen, Daten einer Kundenkarte oder einen Pin- Code abzufragen oder einen Barcode einzulesen. Nach dem Identifizieren einer Arzneimittelzusammenstellung wird in einem Schritt

b) ein Bediengerät zu einem der auszulagernden

Arzneimittelzusammenstellung zugeordneten Lagerplatz bewegt, c) mit dem Bediengerät ein bei dem Lagerplatz angeordneter, die Arzneimittelzusammenstellung umfassender Lagerbehälter ergriffen und an eine Behälteraufnahme einer Entladeeinrichtung übergeben,

d) der an die Behälteraufnahme übergebene Lagerbehälter auf die Transportvorrichtung entleert,

e) die Arzneimittelzusammenstellung mit der

Transportvorrichtung zu einer Entnahmestelle einer Abgabestation transportiert, und

f) die Entnahmestelle auf Anweisung einer mit der

Abgabestation gekoppelten Steuereinrichtung zur Entnahme der

Arzneimittelzusammenstellung freigegeben .

Welche Schritte ein Benutzer ausführen muss, damit die

Steuereinrichtung Anweisungen zur Freigabe der

Arzneimittelzusammenstellung gibt, hängt davon ab, ob ein qualifizierter oder einfacher Benutzer die Abgabestation

bedient. Diesbezügliche Details werden auf folgenden Seiten dargelegt .

Wie bereits oben dargelegt, ist die Funktions- und Bauweise der Lagervorrichtung der erfindungsgemäßen

Kommissioniervorrichtung teilweise bekannt. Um auch die übliche Funktionsweise bei Übergabe eines Lagerbehälters an die

Entladeeinrichtung beibehalten zu können, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass die

Behälteraufnahme vor der Übergabe des Lagerbehälters derart angeordnet wird, dass das Bediengerät den Lagerbehälter mit „üblichen" Lagerbewegungen (siehe oben) übergeben kann. Auf diese Weise kann die Übergabe eines Lagerbehälters an die

Behälteraufnahme analog zu einem Einlagerungsvorgang eines Lagerbehälters auf einem Lagerplatz durchgeführt werden, weitere (und damit zeitaufwendige) Bewegungsabläufe des Bediengerätes sind nicht notwendig, eine bauliche Anpassung ist ebenfalls nicht notwendig.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es vorgesehen, dass der Lagerbehälter entleert wird, indem die Behälteraufnahme gekippt wird, so dass

Arzneimittelzusammenstellungen auf die Transportvorrichtung fallen. Ein entsprechender Kippvorgang kann besonders einfach ausgelöst werden, ohne dass aufwendige mechanische Einrichtungen bei der Entladeeinrichtung oder an dem Lagerbehälter selbst vorgesehen sein müssen.

Um zu vermeiden, dass die Transportvorrichtung zur Aufnahme der Arzneimittelzusammenstellungen in die Lagervorrichtung hineingeführt werden muss, ist es bei einer bevorzugten

Ausführungsform vorgesehen, dass die Behälteraufnahme vor dem Entleeren des Lagerbehälters aus einer Parkposition in eine

Entleerungsposition bewegt wird. In der Parkposition nimmt die Behälteraufnahme einen zu entleerenden Lagerbehälter auf. Die Parkposition ist somit mit einem Lagerplatz zu vergleichen. In der Entleerungsposition wird der Lagerbehälter auf die

Transporteinrichtung entleert, beispielsweise gekippt. Diese Entleerungsposition kann so gewählt werden, dass die

Transportvorrichtung beispielsweise parallel an einer Außenwand der Lagervorrichtung geführt sein kann.

Nach dem Entleeren der Lagerbehälter müssen diese aus der Entladeeinrichtung entfernt werden. Beispielsweise könnte man diese mit dem Bediengerät auf einem freien Lagerplatz der

Lagervorrichtung Zwischenlagern. Dies würde jedoch kostbaren Lagerplatz verschwenden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es daher vorgesehen, dass ein Lagerbehälter nach dem

Entleeren in eine Behälter-Sammeleinrichtung oder eine Behälter- Bereitstelleinrichtung überführt wird. In der Behälter- Sammeleinrichtung werden entleerte Lagerbehälter temporär zwischengespeichert, bis diese von einem Bedienpersonal aus der Behälter-Sammeleinrichtung entnommen werden. Im Gegensatz dazu werden die entleerten Lagerbehälter mit der Behälter- Bereitstelleinrichtung dem Bedienpersonal kontinuierlich bereitgestellt, indem die Behälter-Bereitstelleinrichtung derart ausgebildet ist, dass auf einen Abschnitt dieser von außerhalb der Lagereinrichtung zugegriffen werden kann. Wie die entleerten Lagerbehälter in die bzw. zu der Behälter-Sammeleinrichtung oder der Behälter-Bereitstelleinrichtung bewegt werden, hängt von der Anordnung dieser im Hinblick auf die Entladeeinrichtung ab. Wenn die Behälter-Sammeleinrichtung oder zumindest ein Abschnitt der Behälter-Bereitstelleinrichtung unterhalb der Entladeeinrichtung angeordnet ist, können die entleerten Lagerbehälter

beispielsweise durch Freigeben einer Bodenöffnung der

Entladeeinrichtung mittels Schwerkraft übergeben werden.

Gleiches gilt für die Behälter-Bereitstelleinrichtung.

Wie bereits oben ausgeführt, beginnt das

Auslagerungsverfahren damit, dass eine auszulagernde

Arzneimittelzusammenstellung identifiziert wird. Wie diese

Identifizierung durchgeführt wird, kann auch, wie dies oben angedeutet ist, von der Art des Benutzers einer Abgabestation abhängen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es

vorgesehen, dass eine auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung identifiziert wird, indem als Kenndaten Personendaten eines

Benutzers bereitgestellt und ausgewertet werden. Auf der Basis der Personendaten wird dann von der Steuereinrichtung eine einem Benutzer zugeordnete auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung ermittelt .

Sofern einem Benutzer mehrere Arzneimittelzusammenstellungen zugeordnet sind, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass dem Benutzer die Möglichkeit gegeben wird, die auszugebenen Arzneimittelzusammenstellungen auszuwählen. Dies kann beispielsweise erfolgen, indem die Benutzerschnittstelle auf einer Anzeigeeinrichtung die Mehrzahl der für den Benutzer vorhandenen Arzneimittelzusammenstellungen anzeigt, und der Benutzer diejenigen Arzneimittelzusammenstellungen auswählt, welche ausgegeben werden sollen. Die nicht auszugebenden

Arzneimittelzusammenstellungen verbleiben dann in der

Kommissioniervorrichtung . Nur einen Teil der

Arzneimittelzusammenstellungen auszugeben kann beispielsweise aus Kostengründen erfolgen, oder falls einem Benutzer auch

Arzneimittelzusammenstellungen für beispielsweise ein

minderjähriges Familienmitglied zugeordnet sind, welches aber für einen längeren Zeitraum nicht anwesend ist; in einem solchen Fall kann die Lagerung in einer dafür speziell vorgesehenen Lagervorrichtung sinnvoller sein.

Sobald eine auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung identifiziert ist, beginnt das Ausgabeverfahren, wobei im Laufe dieses Ausgabeverfahrens die Arzneimittelzusammenstellung zu einer Entnahmestelle einer Abgabestation transportiert wird. Sofern es sich bei dem Benutzer um einen einfachen Benutzer handelt, ist es regelmäßig erforderlich, dass dieser einfache Benutzer die Arzneimittelzusammenstellung oder die

Arzneimittelzusammenstellungen bezahlt. Die Freigabe der

Arzneimittelzusammenstellung durch die Steuereinrichtung erfolgt also erst dann, wenn der Bezahlvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde. Es kann jedoch vorkommen, dass der Benutzer nicht gewillt ist, oder schlichtweg nicht in der Lage ist, eine Zahlung vorzunehmen. Da sich die dem Benutzer zugeordnete

Arzneimittelzusammenstellung jedoch schon in der Entnahmestelle befindet, ist es in einem solchen Fall erforderlich, dass diese aus der Entnahmestelle entfernt wird. Dazu kann die

Abgabestation spezielle Bauteile vorsehen, mittels welcher nicht entnommene Arzneimittelzusammenstellungen aus der Entnahmestelle entfernt werden können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es hingegen vorgesehen, dass die Schritt a) nachfolgenden Schritte des Verfahrens zum Auslagern nur dann ausgeführt werden, wenn sämtliche mit dem Auslagern verbundenen Benutzerhandlungen erfolgreich ausgeführt wurden. Die vorgenannten Benutzerhandlungen können

länderspezifisch sein, oder aber beispielsweise von der

auszulagernden Arzneimittelzusammenstellung selbst vorgegeben sein. So kann es z. B. vorkommen, dass

Arzneimittelzusammenstellungen in Abhängigkeit von den umfassten Arzneimittelarten kostenpflichtig oder kostenfrei sind. Ferner kann es erforderlich sein, dass ein Benutzer vor Abgabe einer Arzneimittelzusammenstellung bildlich erfasst werden muss oder eine elektronische Unterschrift hinterlassen muss, wobei die Benutzerschnittstelle für sämtliche nationalen Erfordernisse spezielle Mittel bereitstellen kann. Mit der vorgenannten

Verfahrensführung kann vermieden werden, dass mit der

Auslagerung einer Arzneimittelzusammenstellung begonnen wird, bevor sämtliche erforderlichen Benutzerhandlungen erfolgreich ausgeführt wurden.

Wie bereits oben dargelegt, kann es beispielsweise im Falle einer Fehlfunktion der Lagervorrichtung vorkommen, dass

Lagerbehälter durch Bedienpersonal verschoben werden. Um zu vermeiden, dass ggf. falsche Arzneimittelzusammenstellungen abgegeben werden, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass eine in einem Lagerbehälter angeordnete

Arzneimittelzusammenstellung vor dem Entleeren des

Lagerbehälters mit einer zweiten Identifiziereinrichtung

identifiziert und der Lagerbehälter nur dann entleert wird, wenn die identifizierte Arzneimittelzusammenstellung der anhand der Kenndaten identifizierten Arzneimittelzusammenstellung

entspricht.

Wenn die identifizierte Arzneimittelzusammenstellung nicht der anhand der Kenndaten identifizierten

Arzneimittelzusammenstellung entspricht, wird diese bei einer bevorzugten Ausführungsform aus der Lagervorrichtung

ausgelagert. Dieses Auslagern kann beispielsweise derart erfolgen, dass der Lagerbehälter einer -

Behälterrückgabeeinrichtung zugeführt wird, die üblicherweise zum Auslagern von abgelaufenen Arzneimittelzusammenstellungen dient. Alternativ kann die Arzneimittelzusammenstellung nicht auf die Transporteinrichtung, sondern auf eine spezielle

Rückgabeeinrichtung bewegt werden, über welche die

Arzneimittelzusammenstellung aus der Kommissioniervorrichtung bzw. der Lagervorrichtung ausgelagert wird.

Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert, wobei in der Zeichnung

Figuren 1 und 2 schematische Draufsichten auf eine erste sowie eine zweite Ausführungsform der Kommissioniervorrichtung zeigen;

Figur 3 eine Vorderansicht des Inneren der Lagervorrichtung zeigt ;

Figur 4 eine Draufsicht des Inneren der Lagervorrichtung zeigt ;

Figur 5 eine Schrägansicht der Lagervorrichtung in

Kombination mit der Entladeeinrichtung und der

Transportvorrichtung zeigt;

Figur 6 eine Seitenansicht gemäß Figur 5 zeigt;

Figur 7 eine Vorderansicht gemäß Figur 5 zeigt;

Figur 8 den Übergangsbereich

Entladeeinrichtung/TransportVorrichtung zeigt ;

Figur 9 eine Schrägansicht der Kombination

Ent1adeeinrichtung/Behälter-Sammeleinrichtung zeigt ;

Figuren 10a und 10b Detailansichten der Entladeeinrichtung zeigen;

Figuren IIa - 11c Detailansichten der Kombination

Entladeeinrichtung/Behälter-Sammeleinrichtung zeigen;

Figuren 12a und 12b Draufsichten auf die Entladeeinrichtung zeigen;

Figur 13a mehrere Ansichten eines Lagerbehälters mit offenbarer Bodenfläche zeigt;

Figuren 13b und 13c schematische Ansichten des

Lagerbehälters aus Figur 13a bei einem Befüll- und einem

Entladevorgang zeigen;

Figuren 14a, 14a und 15a, 15b schematische Ansichten einer

Schwerkraft-Entladestation in verschiedenen Stadien des

Entladevorgangs zeigen;

Figur 16 eine Vorderansicht einer Abgabestation zeigt; und Figuren 17a - 17c Seitenansichten einer Abgabestation zeigen. Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung. Die Kommissioniervorrichtung 1 umfasst eine zentrale

Lagervorrichtung 2 mit zwei gegenüberliegenden Regalreihen 10, zwischen denen eine Gasse 5 ausgebildet ist, in der ein mit einer (in Figur 1 nicht dargestellten) Steuereinrichtung

gekoppeltes Bediengerät 20 horizontal und vertikal verfahrbar angeordnet ist. Das Bediengerät umfasst einen Greifer 21, der um eine vertikale Drehachse drehbar ist, so dass mit einem Greifer 21 die beiden gegenüberliegenden Regalreihen 10 bedient werden können. Mit dem Greifer 21 werden Lagerbehälter 3 auf

Lagerplätze bewegt und von diesen entnommen, wenn eine in einem Lagerbehälter angeordnete Arzneimittelzusammenstellung

ausgebeben werden soll. Als Greifer kommt jede dem Fachmann bekannte Ausführungsform in Frage, mit welcher rechteckige

Stückgüter ein- und ausgelagert werden können. Bei der gezeigten Ausführungsform wird ein Backengreifer mit Klemmbacken 27, einer Ablagefläche 28 für Lagerbehälter sowie einem Schiebemechanismus 29 verwendet. Zum Auslagern werden Lagerbehälter mit den

Klemmbacken gefasst und auf die Ablagefläche gezogen, zum

Bewegen von Lagerbehältern auf Lagerplätze oder auf die

Behälteraufnahme (siehe nachfolgende Figuren) wird ein

Lagerbehälter mit der Schiebeeinrichtung 29 entsprechend

geschoben .

Jede Regalreihe 10 umfasst eine Mehrzahl von sich in einer

Ebene erstreckenden Regalböden 11 (siehe dazu Figuren 3, 4) mit einer Mehrzahl von Lagerplätzen 5 für Lagerbehälter 3, 3', 3'' Die Lagerplätze sind auf den Regalböden nicht physikalisch voneinander getrennt, es handelt sich sozusagen um „virtuelle" Lagerplätze. Wie dies in Figur 1 ersichtlich ist, können auf den Regalreihen Lagerbehälter 3, 3' , 3'' unterschiedlicher Größe gelagert werden. Welche Lagerbehälter verwendet werden, kann beispielsweise bei der Identifizierung der

Arzneimittelzusammenstellung der Steuereinrichtung vorgegeben werden. Alternativ kann dies beispielsweise von dem Bediengerät ermittelt werden, wenn die Lagerbehälter von der Einlagerungseinrichtung (siehe nachfolgende Figuren) entnommen werden. Schließlich können auch spezielle Sensoren vorgesehen sein, die die Größe des Lagerbehälters bestimmen. Sofern

ausschließlich Lagerbehälter einer Größe verwendet werden, sind die vorgenannten Maßnahmen überflüssig.

Bei einer alternativen Ausführungsform können die

Lagerplätze an beispielsweise Rückwänden befestigten L-förmigen Streben ausgebildet sein, wobei die Lagerbehälter dann

regelmäßig zwischen bzw. auf zwei Streben gelagert werden. In einem solchen Fall kann es erforderlich sein, die Streben in Abhängigkeit von der Größe der Lagerbehälter zu positionieren, d.h. dass bei Verwendung verschieden großer Lagerbehälter unterschiedlich gestaltete Lagerbereiche notwendig sind. Im Hinblick auf das Ein- oder Auslagern der Lagerbehälter ergeben sich aber keine weiteren Unterschiede.

In den Lagerbehältern 3, 3', 3'' sind

Arzneimittelzusammenstellungen 4, 4', 4' angeordnet. Bei einer Arzneimittelzusammenstellung handelt es sich um eine

Zusammenstellung zumindest einer Arzneimittelportion, wobei eine Arzneimittelzusammenstellung auch mehrere Arzneimittelportionen mehrerer unterschiedlicher Arten von Arzneimitteln umfasst, die dann beispielsweise in mehreren Fläschchen angeordnet sind, die wiederum beispielsweise in einem Beutel angeordnet sind, auf welchem dann ein Identifizierer angebracht ist, mit welchem die Arzneimittelzusammenstellung eindeutig identifiziert werden kann. Unabhängig von der Form und der Verpackung der

Arzneimittelzusammenstellung ist es wichtig, dass diese einen Identifizierer umfasst, anhand welchem die Steuereinrichtung jede Arzneimittelzusammenstellung identifizieren kann. In einem Lagerbehälter können auch mehrere Arzneimittelzusammenstellungen angeordnet sein. Eine Arzneimittelzusammenstellung kann einem Benutzer personenbezogen zugeordnet sein, wie es weiter unten bei der Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher dargelegt wird.

Die in Figur 1 gezeigte Kommissioniervorrichtung umfasst ferner eine Transporteinrichtung 50 mit einem ersten Transportmittel 51 sowie zwei zweiten Transportmitteln 52. Das erste Transportmittel 51 kann beispielsweise ein Förderband sein, das bei der gezeigten Ausführungsform parallel zu der unteren Regalreihe außerhalb des Gehäuses der Lagervorrichtung angeordnet ist. Bei seinen beiden Enden geht das Transportmittel 51 in jeweils ein zweites Transportmittel 52 über, welches ebenfalls als Förderband ausgebildet sein kann und welches wiederum mit einer Abgabestation 80 gekoppelt ist. Aufgrund der Wechselwirkung des ersten Transportmittels 51 mit den zwei zweiten Transportmitteln 52 ist das erste Transportmittel in zwei Richtungen bewegbar, wie dies durch den Pfeil angedeutet ist .

Jede Abgabestation 80 umfasst eine Entnahmestelle 81 sowie eine Benutzerschnittstelle 82, die unter Bezugnahme auf

nachfolgende Figuren näher beschrieben wird.

Die Lagervorrichtung 2 ist über eine Entladeeinrichtung 60 derart mit der Transportvorrichtung 50 gekoppelt, dass mittels der Entladeeinrichtung Arzneimittelzusammenstellungen aus den Lagerbehältern an die Transportvorrichtung übergeben werden können, was unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren näher beschrieben wird.

Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung . Bei dieser

Ausführungsform umfasst die Lagervorrichtung neben den oben beschriebenen Elementen eine Behälter-Bereitstelleinrichtung

130, die innerhalb einer Regalreihe ausgebildet ist und welcher entleerte Lagerbehälter 3 übergeben werden, die mittels der Behälter-Bereitstelleinrichtung derart geführt werden, dass sie von außerhalb der Lagervorrichtung entnommen werden können.

Beispielsweise kann die Behälter-Bereitstelleinrichtung als eine Art Rutsche ausgebildet sein, so dass mit dem Bediengerät abgestellte entleerte Lagerbehälter schwerkraftbedingt einem Entnahmepunkt, der von außerhalb der Lagervorrichtung erreichbar ist, zugeführt werden.

Darüber hinaus umfasst die Ausführungsform gemäß Figur 2 eine Behälter-Rückgabeeinrichtung 140 für solche Arzneimittelzusammenstellungen, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens nicht angefordert wurden. Die Behälter- Rückgabeeinrichtung kann entsprechend der Behälter- Bereitstelleinrichtung ausgebildet sein, mit dem Unterschied, dass noch mit Arzneimittelzusammenstellungen befüllte

Lagerbehälter über die Behälter-Rückgabeeinrichtung

zurückgegeben werden.

Die Kommissioniervorrichtung gemäß der zweiten

Ausführungsform umfasst drei Abgabestationen 80, 80', 80'', wobei die Abgabestationen 80, 80'' innerhalb eines schematisch angedeuteten Gebäudes 90 angeordnet sind. Die Abgabestation 80' ist außerhalb des Gebäudes 90 angeordnet oder zumindest von außerhalb des Gebäudes erreichbar und kann beispielsweise als eine Art „Drive-Through-Station" ausgebildet sein. Die drei Abgabestationen 80, 80', 80'' sind über die Transportvorrichtung 50 mit der Lagervorrichtung 2 derart gekoppelt, dass jeder der Abgabestationen 80, 80', 80'' Arzneimittelzusammenstellungen aus der Lagervorrichtung zugeführt werden können. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Abgabestation 80'' direkt an das

parallel zu der Lagervorrichtung 2 ausgebildete erste

Transportmittel 51 angeschlossen, wohingegen die Abgabestationen 80, 80' mittels weiterer Transportmittel 52, 53 angeschlossen sind. Um selektiv auf dem zweiten Transportmittel 52 bewegte Arzneimittelzusammenstellungen der Abgabestation 80 zuführen zu können, ist dem zweiten Transportmittel 52 ein Leitmittel 54 zugeordnet, welches in den Bewegungsweg des Transportmittels 52 bewegt wird und so die Arzneimittelzusammenstellungen auf das der Abgabestation 80 zugeordnete dritte Transportmittel 53 führt. Die Transportmittel 51, 52, 53 können beispielsweise als einfache Förderbänder ausgeführt sein, wobei das Transportmittel 51, wie dies bereits in Figur 1 angedeutet ist, in zwei

Richtungen verfahrbar sein muss, um die Stationen 80, 80' und 80'' erreichen zu können.

Figur 3 zeigt eine Vorderansicht des Inneren der

Lagervorrichtung 2 mit zwei gegenüberliegenden Regalreihen 10 mit einer Mehrzahl von übereinander angeordneten, sich jeweils in einer Ebene erstreckenden Regalböden, die bei der gezeigten Darstellung hinter Trennwänden 14 angeordnet sind. Figur 3 ist insbesondere die Ausbildung und Anordnung des Bediengerätes 20 innerhalb einer Gasse 5 zwischen den gegenüberliegenden

Regalreihen 10 zu entnehmen. Das Bediengerät 20 umfasst einen Greifer 21, welcher mittels eines Antriebes 23 an einer

vertikalen Führung 22 verfahrbar ist. Die vertikale Führung 22 selbst ist an horizontalen Führungen 24 verfahrbar, so dass das Bediengerät 20 / der Greifer 21 an den Führungen 22, 24

innerhalb der Gasse 5 horizontal und vertikal verfahrbar ist. Der Greifer 21 selbst ist um eine angedeutete vertikale

Drehachse C drehbar. Wie dies in Figur 3 zu erkennen ist, sind die der Gasse 5 zugewandten Vorder- oder Ladekanten 12 der

Regalreihen bzw. der Regalböden parallel senkrecht zueinander ausgebildet, so dass es bei entsprechender Ausbildung des

Bediengerätes nicht notwendig ist, dieses in Z-Richtung zu verfahren. Sämtliche Lagerplätze auf den Regalböden können ohne ein Verfahren des Greifers 21 in Z-Richtung erreicht werden. Die Tiefe der Lagerplätze wird über den Abstand der Vorderkante 12 der Regalböden bzw. der Regalreihen zu der Rückwand 13

definiert. Sofern es der Abstand Vorderkante/Rückwand es zulässt, können auch zwei Lagerbehälter hintereinander gelagert werden, sofern man eine ggf. durchzuführende Umlagerung bei Auslagerung nur des hinteren Lagerbehälters in Kauf nimmt.

Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf die Lagervorrichtung, wobei in der Gasse 5 das Bediengerät 20 zu erkennen ist. Bei der Draufsicht gemäß Figur 5 ist jeweils ein Regalboden 11 einer Regalreihe 10 zu erkennen, wobei jeder Regalboden durch mehrere Trennwände 14 unterteilt ist. Auf dem oberen Regalboden sind zwei Lagerbehälter 3 mit jeweils einer

Arzneimittelzusammenstellung 4 angeordnet. Wie es insbesondere Figur 4 zu entnehmen ist, ist die Stirnseite des Greifers 21 an der Vorderkante 12 des Regalbodens ausgerichtet, d. h. zwischen dem Regalboden und der Ablagefläche des Greifers 21 ist

lediglich ein sehr geringer Spalt vorhanden. Bei einer Drehung des Greifers um die in Figur 3 angeordnete C-Achse können auch die Lagerplätze der „unteren" Regalreihe entsprechend bedient werden .

Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung der Kombination Lagervorrichtung/Transportvorrichtung. Bei der in Figur 5 gezeigten Darstellung ist die Lagervorrichtung 2 lediglich teilweise gezeigt, insbesondere um die innerhalb der Vorrichtung angeordneten Bauteile zu veranschaulichen. Die Lagervorrichtung 2 umfasst bei der gezeigten Ausführungsform wiederum zwei parallele Regalreihen 10, zwischen denen eine Gasse 5

ausgebildet ist. Der Übersicht halber sind die Regalböden sowie die Trennwände nicht dargestellt. Sie entsprechen den unter Bezugnahme auf die Figuren 3 und 4 beschriebenen Bauteilen.

Figur 5 ist zu entnehmen, dass die Lagervorrichtung 2 eine

Einlagerungseinrichtung 30 umfasst, welche an der vorderen

Stirnseite der Lagervorrichtung abschnittsweise aus dieser hervorragt. Die Einlagerungseinrichtung 30 umfasst einen

Ablageabschnitt 31, auf welchen mit

Arzneimittelzusammenstellungen befüllte Lagerbehälter abgestellt werden können. Sobald sie auf den Ablageabschnitt abgestellt sind, werden sie mittels des in die Lagervorrichtung

hineinreichenden Transportmittels 32, das üblicherweise als Förderband ausgebildet ist, in die Lagervorrichtung bewegt und können von dem Bediengerät 20 entnommen und einem Lagerplatz zugeführt werden.

Der Einlagerungseinrichtung 30 ist eine erste

Identifiziereinrichtung 40 zugeordnet, mittels welcher eine Arzneimittelzusammenstellung vor dem Hineintransportieren in die Lagervorrichtung identifiziert wird. Dazu kann die erste

Identifiziereinrichtung beispielsweise ein handgeführtes

Identifiziermittel 42 umfassen, mit welchem Bedienpersonal die einzulagernde Arzneimittelzusammenstellung identifiziert. Nach der Identifizierung wird die Arzneimittelzusammenstellung in einem Lagerbehälter abgelegt und mittels des Transportmittels 32 in die Lagervorrichtung bewegt. Alternativ oder zusätzlich kann die erste Identifiziereinrichtung ein zweites Identifiziermittel 41 umfassen, mittels welchem eine in einem Lagerbehälter angeordnete Arzneimittelzusammenstellung automatisch

identifizierbar ist.

Die Lagervorrichtung gemäß Figur 5 umfasst ferner eine

Steuereinrichtung 100, welche mit der Einlagerungseinrichtung, der ersten Identifiziereinrichtung sowie dem Bediengerät

gekoppelt ist und die Steuerung dieser sowie des gesamten Ein- und Auslagerungsprozesses vornimmt. Die Anordnung der

Steuereinrichtung innerhalb der Lagervorrichtung ist nicht wesentlich. Diese kann aus wartungstechnischen Gründen auch außerhalb der Lagervorrichtung angeordnet sein; wesentlich ist lediglich eine Kopplung der Steuereinrichtung mit den

vorgenannten Bauteilen.

Bei der Stirnseite der Lagervorrichtung 2 ist eine

Anzeigeeinrichtung 110 angeordnet, über welche dem

Bedienpersonal Informationen bezüglich der Lagervorrichtung bzw. ein- oder auszulagernder Arzneimittelzusammenstellungen

angezeigt werden. Die Anzeigeeinrichtung kann auch derart ausgebildet sein, dass diese gleichzeitig als Eingabeeinrichtung ausgebildet ist, beispielsweise wenn sie als Touch-Screen ausgebildet ist.

Unterhalb der Anzeigeeinrichtung 110 ist ein Abschnitt einer Abgabeeinrichtung 120 zu erkennen. Alternativ zu einer Übergabe eines Lagerbehälters an die Entladeeinrichtung 60, was unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren näher beschrieben wird, kann ein mit einer Arzneimittelzusammenstellung befüllter

Lagerbehälter mittels des Bediengerätes 20 an die

Abgabeeinrichtung 120 übergeben werden, so dass der „Umweg" über die Entladeeinrichtung und die Transportvorrichtung entfällt.

Auf diese Weise können befüllte Lagerbehälter direkt an der Stirnseite der Lagervorrichtung ausgegeben werden. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn ein qualifizierter

Benutzer Zugriff auf die Stirnseite der Lagervorrichtung hat.

Bei Figur 5 ist ferner im oberen Abschnitt der „linken"

Regalreihe die Entladeeinrichtung 60 angeordnet, die sich von innerhalb der Lagervorrichtung nach außen erstreckt, und zwar bis über ein Transportmittel der Transportvorrichtung 50, wobei sich das Transportmittel bei der gezeigten Ausführungsform parallel zu der Lagervorrichtung erstreckt.

Figur 6 zeigt eine Seitenansicht gemäß Figur 5, wobei dieser Figur insbesondere zu entnehmen ist, dass sich das

Transportmittel 32 der Einlagerungseinrichtung 30 durch die Lagervorrichtung 2 erstreckt. Eine entsprechende Ausgestaltung ist nicht wesentlich, erleichtert aber zum einen die Entnahme von Lagerbehältern und schafft gleichzeitig einen temporären Puffer für zwar identifizierte und in die Lagervorrichtung bewegte, aber noch nicht auf einem Lagerplatz angeordnete

Lagerbehälter .

Figur 7 zeigt eine Vorderansicht des „linken" Bereiches gemäß Figur 5. Insbesondere ist in Figur 7 gezeigt, wie die Transportvorrichtung 50 im Hinblick auf die Lagervorrichtung 2 angeordnet ist. Von der Lagervorrichtung 2 ist lediglich die linke Regalreihe 10, das Bediengerät 20 sowie die

Entladeeinrichtung 60 angedeutet.

Wie man dieser Figur entnehmen kann, erstreckt sich die Entladeeinrichtung 60 von innerhalb der Lagervorrichtung nach außen, und zwar derart, dass Arzneimittelzusammenstellungen an das Transportmittel 51 der Transportvorrichtung 50 übergeben werden können. Wie es Figur 7 weiter zu entnehmen ist, schließt die Vorderkante 68 der Entladestation mit der Vorderkante 12 der Regalreihe 10 ab, so dass die Entladeeinrichtung mit „üblichen" Be- und Auslagerbewegungen des Bediengerätes mit Lagerbehältern beaufschlagt werden kann. Dazu umfasst die Entladeeinrichtung 60 eine Behälteraufnahme 64, die bei der gezeigten Ausführungsform innerhalb der Entladeeinrichtung hin zu der Transportvorrichtung 50 bewegt werden kann, wobei die Endposition dieser Bewegung bei Figur 7 von der Ummantelung 61 der Entladeeinrichtung 60

verborgen ist.

Bei der gezeigten Ausführungsform ist unterhalb des äußeren Abschnittes der Entladeeinrichtung 60 eine Behälter- Sammeleinrichtung 70 mit einer Zugriffsöffnung 73 angeordnet, über welche in der Behälter-Sammeleinrichtung 70 angesammelte entleerte Lagerbehälter entnommen werden können. Die Behälter- Sammeleinrichtung wird detaillierter unter Bezugnahme auf nachfolgende Figuren beschrieben.

Figur 8 zeigt eine Detailansicht der Kombination

Entladeeinrichtung 60 / Transporteinrichtung 50, wobei unterhalb des Abschnitts der Entladeeinrichtung, der außerhalb der

Lagervorrichtung angeordnet ist, ein Abschnitt einer Behälter- Sammeleinrichtung 70 angedeutet ist. Wie Figur 8 zu entnehmen ist, ist das Transportmittel 51 der Transportvorrichtung 50 rechtwinklig zu einer Entlade-Stirnseite 69 einer Rahmenstruktur 62 der Entladeeinrichtung 60 angeordnet, wobei bei dieser

Entlade-Stirnseite 69 Kipp-Aufnahmen 63 für eine in der

Entladeeinrichtung 60 verfahrbare Behälteraufnahme 64 angeordnet sind. Die Behälteraufnahme 64 umfasst zwei (in dieser Figur nicht dargestellte) Kipp-Vorsprünge, die zum Kippen des

Lagerbehälters bei der Stirnseite der Entladeeinrichtung mit den Kipp-Aufnahmen 63 zusammenwirken. Um zu vermeiden, dass aus Lagerbehältern auf die Transportvorrichtung 50 gekippte

Arzneimittelzusammenstellungen von dem Transportmittel 51 fallen, weist die Transportvorrichtung bzw. das Transportmittel seitliche Führungen 56 auf.

In Figur 9 ist die unter dem außerhalb der Lagervorrichtung angeordneten Abschnitt der Entladeeinrichtung angeordnete

Behälter-Sammeleinrichtung detaillierter dargestellt. Diese umfasst einen vertikalen langgestreckten Aufnahmeraum 71, in welchem eine Mehrzahl von Lagerbehältern 3 auf einer vertikal verfahrbaren Behälterstütze 72 angeordnet sind. Bei der

gezeigten Ausführungsform werden die entleerten Lagerbehälter durch eine Öffnung im Boden der Rahmenstruktur 62 an die

Behälter-Aufnahmeeinrichtung 70 übergeben, wobei der

Übergabeprozess in einer nachfolgenden Figur detaillierter beschrieben ist.

Figuren 10a und 10b zeigen Detailansichten der

Entladeeinrichtung 60, wobei sich die beiden Figuren dadurch unterscheiden, dass bei Figur 10a ein Lagerbehälter 3 in der Behälteraufnahme 64 angeordnet ist. Wie dies den beiden Figuren zu entnehmen ist, ist die Behälteraufnahme 64 in Y-Richtung verfahrbar in der Entladeeinrichtung 60 angeordnet, wozu in dieser eine sich in Y-Richtung ersteckende Führung 66

ausgebildet ist.

Die in den Figuren 10a und 10b dargestellte

Entladeeinrichtung ist als Kipp-Station ausgeführt. Dazu umfasst die Entladeeinrichtung bei der der (nicht dargestellten)

Transportvorrichtung zugewandten Entlade-Stirnseite 69 zwei Kipp-Aufnahmen 63, in welche Kipp-Vorsprünge 65 der

Behälteraufnahme 64 eingreifen. Sobald die Kipp-Vorsprünge 65 in die Kipp-Aufnahmen 63 eingreifen und die Behälteraufnahme weiter zu der Entlade-Stirnseite 69 bewegt wird, wird aufgrund der Formgebung der Kipp-Aufnahmen 63 die Kippbewegung des

Aufnahmebehälters, und damit des Lagerbehälters 3, initiiert. Damit die Lagerbehälter bei Durchführen dieser Kippbewegung, und bei der Bewegung der Behälteraufnahme 64 innerhalb der

Entladestation 60 als solcher, nicht verrutschen oder von der Behälteraufnahme fallen, weist diese eine Halteeinrichtung 67 auf, mit welcher die Lagerbehälter 3 temporär fixiert und beispielsweise nach Durchführen des Kipp-Vorgangs freigegeben werden können.

Bei Figur 10b ist unterhalb der Behälteraufnahme 64 eine Behälterablagefläche 64'' mit einer Stirnfläche 68 zu erkennen. Auf diese Behälterablagefläche 64 ' ' werden Lagerbehälter 3 abgestellt, bevor sie von der Halteeinrichtung 67 der

Behälteraufnahme 64 für den Transport fixiert werden. Die

Stirnseite 68 der Behälterablagefläche 64'' ist, vertikal gesehen, auf einer Höhe mit den Vorderkanten 12 der Regalböden, d. h. die Behälterablagefläche 64'' ist wie ein Lagerplatz ausgebildet, so dass Lagerbehälter mit den gleichen

Lagerbewegungen auf der Behälterablagefläche 64'' abgestellt werden können, mit welchen sie auch auf üblichen Lagerplätzen abgestellt werden.

Figuren IIa - 11c zeigen verschiedene Ansichten der

Kombination Entladeeinrichtung 60 / Behälter-Sammeleinrichtung 70. Auch bei diesen Figuren ist die Behälter-Sammeleinrichtung 70 unterhalb des außerhalb der Lagervorrichtung angeordneten Abschnittes der Entladeeinrichtung angeordnet, so dass Lagerbehälter 3 nach dem Entleeren einfach nach unten an die Behälter-Sammeleinrichtung übergeben werden können.

Bei den Figuren IIa - 11c ist die Behälteraufnahme 64 in ihrer Entleerungsposition dargestellt, in welche sie aus der

Parkposition, die in Figur 10a dargestellt war, bewegt wird. Wie dies insbesondere bei Figur IIa ersichtlich ist, wird bei der gezeigten Ausführungsform die Behälteraufnahme durch eine

Wechselwirkung der (nicht dargestellten) Kipp-Vorsprünge und Kipp-Aufnahmen derart gekippt, dass sie über die (nicht

dargestellte) Transporteinrichtung ragt, so dass die in einem Lagerbehälter angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen durch die Kippbewegung auf die Transportvorrichtung überführt werden.

Bei der Ausführungsform nach den Figuren IIa - 11c ist der Entladestation 60 eine Ausstoßeinrichtung 150 zugeordnet. Diese umfasst ein Stoßmittel 152, mit welchem

Arzneimittelzusammenstellungen über eine Öffnung in einem

Lagerbehälter aus diesem ausgestoßen werden können. Für ein detaillierte Beschreibung eines mit einer Ausstoßeinrichtung 150 verwendbaren Lagerbehälters sowie des Belade- und

Entladevorgangs wird auf die Figuren 13a - 15b verwiesen.

Figuren 12a und 12b zeigen Draufsichten auf die

Entladeeinrichtung 60, wobei bei Figur 12a die Behälteraufnahme 64 in der Parkposition und in Figur 12b in Entleerungsposition dargestellt ist. Bei Figur 12a ist zu erkennen, dass der

Lagerbehälter 3 von der Halteeinrichtung 67 der Behälteraufnahme für den Transport fixiert ist.

Wie es bei beiden Figuren zu erkennen ist, umfasst die

Bodenfläche der Rahmenstruktur 62 eine Öffnung 74, und unterhalb dieser Öffnung ist die Behälter-Sammeleinrichtung angeordnet. Bei den beiden Figuren erkennt man durch die Öffnung 74 die unterhalb der Entladeeinrichtung in der Behälter- Sammeleinrichtung gelagerten Lagerbehälter 3.

Um einen entleerten Lagerbehälter nach dem Entleeren der Behälter-Sammeleinrichtung zuzuführen, wird die Behälteraufnahme auf den Führungen 66 derart über die Öffnung 74 bewegt, dass der von der Halteeinrichtung 67 gehaltene Lagerbehälter über den in der Behälter-Sammeleinrichtung angeordneten Lagerbehältern 3 bzw. der Öffnung 74 angeordnet ist. Sodann wird die

Halteeinrichtung 67 geöffnet, d. h. die Fixierung des

Lagerbehälters in der Behälteraufnahme gelöst, so dass die entleerten Lagerbehälter durch die Öffnung 74 auf den darunter befindlichen Stapel von bereits entleerten Lagerbehältern fallen. Auf diese Weise können die entleerten Lagerbehälter besonders einfach und rasch der Behälter-Sammeleinrichtung zugeführt werden. Alternativ ist denkbar, dass unterhalb des Abschnittes der Entladeeinrichtung, der außerhalb der

Lagervorrichtung ausgebildet ist, eine Art Rutsche ausgebildet ist, welche entleerte Lagerbehälter einer anders konfigurierten Behälter-Sammeleinrichtung zuführt .

Wie bereits erwähnt können die Lagerbehälter an die Größe der Arzneimittelzusammenstellung angepasst werden um so die optimale Lagerkapazität der Kommissioniervorrichtung zu

erreichen. In Abhängigkeit von der genauen Ausgestaltung kann es auch vorgesehen sein, dass die Lagerbehälter bezogen auf ihre Höhe nicht vollständig zylinderförmig ausgebildet sind, sondern unten eine Einschnürung aufweisen, um die Lagerbehälter besser stapeln zu können.

Figur 13a zeigt mehrere Ansichten einer speziellen

Ausführungsform eines Lagerbehälters 300 mit einem öffnen- und schließbaren Deckel, der durch zwei schwenkbare Deckelelemente (301a, 301b) realisiert ist (siehe linke Darstellung) , welche temporär eine Entladeöffnung 310 freigeben können, durch welche Arzneimittelzusammenstellungen in den Lagerbehälter ein- und ausgelagert werden können. Die mittlere Darstellung von Figur 13a zeigt den Lagerbehälter von der Seite, aufliegend auf einer Bodenfläche und mit einer im Innenraum angedeuteten

Arzneimittelzusammenstellung 400. In der rechten Darstellung ist die Bodenfläche von oben zu erkennen. Bei der gezeigten

Ausführungsform umfasst diese zwei Öffnungen 303.

Die Begriffe „Deckel" und „Bodenfläche" wurden nur für die

Beschreibung der speziellen Ausführungsform gewählt. Ob der Deckel beim Einlagern der Kiste unten oder oben ist hängt davon ab, wie der Lagerbehälter auf die Einlagerungseinrichtung aufgelegt wird und wie dieser beim Auslagern entladen werden soll .

Figuren 13a und 13b zeigen schematische Ansichten des

Lagerbehälters aus Figur 13a bei einem Befüll- und einem

Entladevorgang, wobei jede Figur drei Ansichten Darstellungen zeigt. Bei der linken Darstellung von Figur 13b ist der

Lagerbehälter 13a von einer Stirnseite aufliegend auf der „Bodenfläche" gezeigt. Bei der mittleren Darstellung sind die Deckelelemente geöffnet, eine Arzneimittelzusammenstellung eingelegt. Bei der rechten Darstellung sind die Deckelemente wieder geschlossen.

In Abhängigkeit von der Entladeeinrichtung und der

Gestaltung der Deckelelemente können solche Lagerbehälter aufliegend auf der Bodenfläche gelagert werden. Alternativ können die Lagerbehälter nach dem Befüllen gedreht werden und aufliegend auf dem Deckel eingelagert werden. Sofern auf dem Deckel aufliegend eingelagert wird kann ganz oder teilweise auf die Bodenfläche verzichtet werden. Der Lagerbehälter ist dann wie eine Schublade mit einer freigebbaren Boden ausgebildet. Zum Einlegen einer Arzneimittelzusammenstellung wird der

Lagerbehälter dann auf den verschlossenen „Deckel" gelegt und auch so eingelagert.

Zum Auslagern der Arzneimittelzusammenstellung aus dem

Lagerbehälter 400 ist der Deckel nach unten ausgerichtet, wie dies in der linken Darstellung von Figur 13c schematisch wiedergegeben ist. Zum Entladen wird der „Deckel" (jetzt Boden) geöffnet. Schwerkraftbedingt fällt die

Arzneimittelzusammenstellung aus dem Lagerbehälter. Ggf. kann mit einem Stößel 152, der zum Beispiel durch die Öffnungen 303 geführt wird, die Arzneimittelzusammenstellung ausgestoßen werden (sollte sich diese verklemmt haben) . Nach dem Entladen werden die Deckelelemente wieder geschlossen.

Zum Öffnen/Schließen der Deckelelemente können entsprechende

Mittel an dem Lagerbehälter selber vorgesehen sein; alternativ können entsprechende Mittel bei der Entladeeinrichtung vorgesehen sein.

Figuren 14a, 14a und 15a, 15b zeigen schematische Ansichten einer Ausführungsform einer Schwerkraft-Entladestation 600 in verschiedenen Stadien des Entladevorgangs. Bei Figur 14b, die die Ausführungsform schematisch von oben zeigt, ist der

Lagerbehälter 300 in einer Parkposition, wie bereits unter

Bezugnahme auf vorstehende Figuren beschrieben. Dort wurde der Lagerbehälter von dem Bediengerät angeordnet.

Bei Figur 14b ist der Lagerbehälter in der Entladeposition.

Bei dieser Position sind die Deckelelemente nach unten

ausgerichtet, wie man dies bei Figur 15a erkennt, die die

Ausführungsform schematisch von vorne zeigt. Ob der

Lagerbehälter in dieser Ausrichtung eingelagert war oder von der Entladestation entsprechend ausgerichtet wird ist für die

Erfindung unwesentlich.

Nachdem der Lagerbehälter in die Entladeposition bewegt ist (Figur 14b / 15a) werden die Deckelelemente 301a, 302b geöffnet und der oder die Stößen 152 durch (nicht dargestellte) Öffnungen bewegt, um das schwerkraftbedingte Entladen der

Arzneimittelzusammenstellung zu unterstützen (sofern dies notwendig ist) . Anstelle des Stößels könnte z.B. auch Druckluft verwendet werden. Die entladene Arzneimittelzusammenstellung fällt auf die Transportvorrichtung 50 und wird zu einer

Abgabestation bewegt.

Figur 16 zeigt eine Abgabestation 80 der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung . Die Abgabestation 80 umfasst eine Entnahmestelle 81 sowie eine Benutzerschnittstelle 82 mit einer Mehrzahl von Komponenten 83 - 88, nämlich einem Belegdrucker 83, einem RFID-Lesegerät 84 (für kontaktloses Bezahlen) , einem

Karteneinzugsmittel 85 für eine übliche Kartenzahlung, einem PIN Päd 86 zum Eingeben einer Zahlenkombination, einem Barcode- Scanner 87 sowie einem kombinierten Eingabe-Anzeigemittel 88 (beispielsweise ein Touch-Screen) . Bei alternativen

Ausführungsformen können noch ein Dokumentenscanner (beispielsweise für ein Ausweisdokument) und/oder ein Rezeptscanner vorgesehen sein.

Die vorgenannte Benutzerschnittstelle 82 kann bei anderen Ausführungsformen lediglich einige der vorgenannten Komponenten umfassen, wobei die genaue Ausgestaltung einer

Benutzerschnittstelle von landesspezifischen Vorgaben und dem Anwendungszweck der Abgabestation (einfacher/qualifizierter Benutzer) abhängig ist. So kann es beispielsweise erforderlich sein, dass die Benutzerschnittstelle darüber hinaus eine

Bilderfassungseinrichtung (Kamera) umfasst, mit welcher ein Bild des die Arzneimittelzusammenstellung abholenden Benutzers gemacht wird. Bei anderen Ausführungsformen können

beispielsweise sämtliche Komponenten zum Durchführen einer

Zahlung fortgelassen werden, nämlich dann wenn

Arzneimittelzusammenstellungen grundsätzlich kostenfrei zur

Verfügung gestellt werden. Die vorgenannte Zusammenstellung an Komponenten der Benutzerschnittstelle ist also lediglich

beispielhaft und veranschaulichend.

Die Figuren 17a - 17c zeigen Seitenschnittansichten der Abgabestation, wobei von Figur 17a zu Figur 17c der

Freigabevorgang veranschaulicht ist. Die Abgabestation 80 umfasst einen Aufnahmeraum 91, der über ein Verbindungsmittel 92 mit einem (nicht dargestellten) Transportmittel der

Transportvorrichtung 50 gekoppelt ist. Der Boden 93 des

Aufnahmeraumes 91 ist als eine freigebbare Klappe ausgebildet. Sobald Arzneimittelzusammenstellungen über die

Transportvorrichtung dem Aufnahmeraum 91 zugeführt sind, kann der Aufnahmeraum durch Verschwenken des Bodens geöffnet werden, wobei bei diesem Vorgang die in dem Aufnahmeraum angeordnete Arzneimittelzusammenstellung in einen Entnahmeraum 93 überführt wird. Ein solches Freigeben des Bodens des Aufnahmeraumes geschieht auf Anweisung der Steuereinrichtung, und zwar dann, wenn sämtliche mit dem Abgabevorgang der

Arzneimittel zusammenStellung verbundenen

Authentifizierungsvorgänge abgeschlossen sind (siehe

nachfolgende Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens) . Die Abgabestation umfasst ferner einen (nicht dargestellten) Rückgaberaum, in welchen Arzneimittelzusammenstellungen

überführt werden können, wenn der Authentifizierungsvorgang von dem Benutzer nicht erfolgreich abgeschlossen wird.

Im Nachfolgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Auslagern von in einer

Kommissioniervorrichtung in Lagerbehältern angeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen beschrieben .

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Auslagern von in Lagerbehältern angeordneten Arzneimittelzusammenstellungen wird zunächst eine auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung

identifiziert, und zwar indem ein Benutzer Kenndaten

bereitstellt, die eine auszulagernde

Arzneimittelzusammenstellung eindeutig identifizieren.

Für den Fall (der nachfolgend beschrieben wird) , dass es sich bei dem Benutzer um einen „einfachen" Benutzer handelt, also einen Endkunden bzw. den Adressaten einer

Arzneimittelzusammenstellung, können diese eine

Arzneimittelzusammenstellung identifizierenden Kenndaten

beispielsweise der Namen des Benutzers sein. Für weitere

Ausführungen zu den Kenndaten wird auf bereits weiter oben

Ausgeführtes verwiesen.

Anhand der eine Arzneimittelzusammenstellung

identifizierenden Kenndaten wird der Lagerplatz des

Lagerbehälters, bei welchem die identifizierte

Arzneimittelzusammenstellung angeordnet ist, ermittelt.

Für den Fall, dass einem Benutzer mehrere

Arzneimittelzusammenstellungen zugeordnet sind, werden diese entweder sämtlich ausgegeben, oder es wird bei einer

Ausführungsform dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, bei der Abgabestation auszuwählen, welche ihm zugeordneten

Arzneimittelzusammenstellungen auszugeben sind. Bei der

nachfolgenden Beschreibung wird davon ausgegangen, dass einem Benutzer lediglich eine Arzneimittelzusammenstellung zugeordnet ist. Nachdem der Lagerplatz des Lagerbehälters innerhalb der Lagervorrichtung der Kommissioniervorrichtung ermittelt ist, wird das Bediengerät zu dem der auszulagernden

Arzneimittelzusammenstellung zugeordneten Lagerplatz bewegt und der Lagerbehälter mit dem Greifer des Bediengerätes ergriffen. Bei den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen der

Kommissioniervorrichtung umfasst der Greifer schwenkbare

Greifbacken 27, mit welchen ein Lagerbehälter von einem

Lagerplatz auf die Ablagefläche des Greifers gezogen werden kann. Sobald ein Lagerbehälter von einem Greifer ergriffen und auf diesen überführt ist, wird das Bediengerät bzw. der Greifer des Bediengerätes zu einer Entladeeinrichtung 60 bewegt und der Lagerbehälter an eine Behälteraufnahme 64 der Entladeeinrichtung übergeben. Bei den gezeigten Ausführungsformen wird dazu der Lagerbehälter mit dem Greifer auf der Behälterablagefläche 64'' der Entladeeinrichtung 60 angeordnet und mittels der

Halteeinrichtung 67 der Behälteraufnahme fixiert. Bei

alternativen Ausführungsformen kann die Behälteraufnahme

beispielsweise eine Mulde aufweisen, in welche der Lagerbehälter bewegt wird.

Nachdem der die auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung umfassende Lagerbehälter an die Behälteraufnahme übergeben wurde, wird der Lagerbehälter auf die Transporteinrichtung 50 entleert, wobei dies bei der gezeigten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung geschieht, indem die Behälteraufnahme aus einer Parkposition, in welcher der zu entleerende Lagerbehälter aufgenommen wird, in eine

Entleerungsposition bewegt wird, in welcher der Lagerbehälter ausgeleert (hier gekippt) wird.

Nachdem die auszulagernde Arzneimittelzusammenstellung auf die Transportvorrichtung übergeben wurde, wird die

Arzneimittelzusammenstellung mit der Transportvorrichtung zu einer Entnahmestelle einer Abgabestation transportiert. Die Entnahmestelle wird dann auf Anweisung einer mit der

Abgabestation gekoppelten Steuereinrichtung freigegeben, so dass der Benutzer die Arzneimittelzusammenstellung entnehmen kann. Die Freigabe der Entnahmestelle wird von der Steuereinrichtung nur dann initiiert, wenn der Benutzer sämtliche

Authentifizierungsvorgaben erfüllt hat. Diese richten sich nach nationalen Vorschriften und Anforderungen der

Arzneimittelzusammenstellung als solcher. Ferner kann es in einigen Ländern vorgesehen sein, dass von dem eine

Arzneimittelzusammenstellung abholenden Benutzer ein Foto gemacht wird, bevor eine Freigabe erfolgen kann. Alternativ kann es erforderlich sein, dass ein den Benutzer identifizierendes Dokument, wie beispielsweise ein Personalausweis oder ein

Reisepass, eingelesen werden müssen, um die Identität des

Benutzers zu verifizieren. Dem Fachmann sind darüber hinaus zahlreiche weitere Möglichkeiten bekannt, die nationalen

Vorgaben im Hinblick auf die Abgabe von Arzneimitteln zu

ermöglichen und zu erfüllen.

Für den Fall, dass der Auslagerungsvorgang von dem Benutzer initiiert wurde, aber ein Schritt in der Authentifizierungskette fehlschlägt, beispielsweise die Bezahlung, ist es bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass die bei der Entnahmestelle 81 angeordnete Arzneimittelzusammenstellung von der Entnahmestelle entfernt wird, um so die Abgabestation für weitere Benutzer nutzen zu können. Dazu kann es beispielsweise vorgesehen sein, die Arzneimittelzusammenstellung aus der Entnahmestelle in einen Rückgaberaum zu bewegen. Bei einer alternativen Ausführungsform kann es auch vorgesehen sein, dass der Auslagerungsprozess erst dann initiiert wird, wenn sämtliche Authentifizierungsschritte durch den Benutzer erfolgreich ausgeführt wurden. In einem solchen Fall ist es regelmäßig überflüssig, für ein Entfernen einer Arzneimittelzusammenstellung aus der Entnahmestelle Sorge zu tragen, da nur dann Arzneimittelzusammenstellungen der

Entnahmestelle zugeführt werden, wenn sämtliche

Authentifizierungsschritte erfolgreich durchgeführt wurden.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Kommissioniervorrichtung und des Verfahrens ist es, dass die Kommissioniervorrichtung eine Mehrzahl von Abgabestationen aufweisen kann, die bei unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten angeordnet sein können. So ist es beispielsweise denkbar, dass die

Kommissioniervorrichtung drei Abgabestationen umfasst, wobei eine von einem qualifizierten Benutzer, beispielsweise einem Apotheker, genutzt wird, und die beiden verbleibenden

Abgabestationen von einfachen Benutzern, wobei eine der beiden Abgabestationen innerhalb der Räumlichkeiten einer Apotheke, und die verbleibende Abgabestation außerhalb der Räumlichkeiten, in denen die Lagervorrichtung der Kommissioniervorrichtung

angeordnet ist, positioniert ist. Eine solche außerhalb der Räumlichkeiten der Lagervorrichtung angeordnete Abgabestation kann beispielsweise in Form einer Drive-Through-Station

ausgebildet sein.

Die auf die Transporteinrichtung entleerten Lagerbehälter werden bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Verfahrens einer Behälter-Sammeleinrichtung zugeführt, die beispielsweise unterhalb der Entladeeinrichtung ausgebildet sein kann. Dazu kann beispielsweise die Halteeinrichtung der

Behälteraufnahme gelöst werden, wodurch der Lagerbehälter schwerkraftbedingt durch eine Öffnung in einer Bodenfläche der Entladestation in einen Lagerraum der Behälter-Sammeleinrichtung fallen kann. Alternativ kann der Entladeeinrichtung eine Rutsche zugeordnet sein, mit welcher die entleerten Lagerbehälter entweder der Behälter-Sammeleinrichtung oder einer Behälter- Bereitstelleinrichtung zugeführt werden. Alternativ können die entleerten Lagerbehälter nach dem Entleeren wieder in die

Parkposition bewegt werden, von dem Bediengerät ergriffen werden und entweder der Behälter-Bereitstelleinrichtung zugeführt werden, oder einfach auf einen leeren Lagerplatz bewegt werden. Welche der vorgenannten Optionen durchgeführt wird, hängt davon ab, wie hoch die Auslagerungsanforderungen sind.