Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PIECE OF CLOTHING HAVING VENTILATION OPENINGS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/026627
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a piece of clothing, particularly a jacket for sporting activities. The piece of clothing (1) has ventilation openings (7) in the chest region and/or on the back, wherein the openings have means (8) for closing, which can be actuated by an adjustment mechanism (9). The means (8) for closing are formed by a fabric layer (81) that can be moved in the region of the opening (7).

Inventors:
LAMBERTZ, Bodo, W. (Etzelstrasse 25, Pfäffikon, CH-8808, CH)
Application Number:
EP2010/005405
Publication Date:
March 10, 2011
Filing Date:
September 03, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
X-TECHNOLOGY SWISS GMBH (Samstagernstrasse 45, Wollerau, CH-8832, CH)
LAMBERTZ, Bodo, W. (Etzelstrasse 25, Pfäffikon, CH-8808, CH)
International Classes:
A41D27/28
Attorney, Agent or Firm:
TARVENKORN, Oliver (Patentanwaltskanzlei Tarvenkorn, Hafenweg 14, Münster, 48155, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Bekleidungsstück, insbesondere eine Jacke für sportliche Aktivitäten, das im Brustbereich und/oder auf dem Rücken mit Belüftungsöffnungen versehen ist, wobei die Öffnungen Mittel zum Verschließen aufweisen, die über einen Verstellmechanismus betätigbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (8) zum Verschließen von einer Gewebelage (81) gebildet sind, die im Bereich der Öffnung (7) bewegbar sind.

2. Bekleidungsstück nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebelage (81 ) von einem mikroporöse, luftdurchlässigen Material gebildet ist.

3. Bekleidungsstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebelage (81) zwischen einer Struktur (10) und einer Abdeckung (12) vorgesehen ist.

4. Bekleidungsstück nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die Struktur (10) gitterartig ist.

5. Bekleidungsstück nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (12) Löcher (121) aufweist.

6. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellmechanismus von einer Kordel (91) gebildet ist.

Description:
BEKLEIDUNGSSTÜCK MIT BELÜFTUNGSÖFFNUNGEN

Die Erfindung betrifft ein Bekleidungsstück, insbesondere eine Jacke für sportliche Aktivitäten, das im Brustbereich und/oder auf dem Rücken mit Belüftungsöffnun- gen versehen ist, wobei die Öffnungen Mittel zum Verschließen aufweisen, die über einen Verstellmechanismus betätigbar sind.

Aufgrund des bei sportlichen Betätigungen anfallenden Schweißes werden an Bekleidungstücke für sportliche Aktivitäten besondere Anforderung hinsichtlich der Schweißabfuhr bzw. der Abfuhr des Schweißdampfes gestellt. Zugleich sollen die Kleidungsstücke bei Aktivitäten im Freien wasserdicht sein, um bei feuchtem Wetter hinreichenden Schutz zu bieten und gleichzeitig den jeweiligen Sportler gegen zu schnelles Auskühlen nach der sportlichen Betätigung zu schützen. Es ist bekannt, Bekleidungsstücke für sportliche Aktivitäten aus imprägnierten oder kunststoffbeschichteten Textilien herzustellen. Die imprägnierten Stoffe sind in der Regel hinreichend atmungsaktiv, jedoch nur bedingt wasserdicht. Bei den kunststoffbeschichteten Stoffen verhält es sich umgekehrt, das heißt, sie sind in der Regel hinreichend wasserdicht, jedoch nur bedingt atmungsfähig. Es ist wei- terhin bekannt, Kleidungsstück aus Laminaten herzustellen, bei denen auf einen Außenstoff eine Klimamembran laminiert ist, auf die von innen ein loses Futter, zu meist ein Gewebe- oder Netzstoff, angeordnet wird. Das Futter kann auch in Form eines Dreilagenlaminates zusammen mit dem Außenstoff und der Klimamembran zu einem zusammenhängenden Stoff laminiert sein.

Die bekannten Kleidungsstücke sowohl aus imprägnierten oder kunststoffbeschichteten Textilien als auch aus Laminaten weisen das Problem auf, dass bei starker körperlicher Betätigung die Atmungsaktivität zu gering ist. Zwar sind insbesondere die mit Membranen versehenen Jacken in der Lage, eine gewisse At- mungsaktivität bereit zu stellen, was durch das Zusammenspiel von Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität hervorgerufen ist; es baut sich ein Partialdruck unter

BESTÄTIGUNGSKOPIE dem Kleidungsstück auf, der die Atmung der Membran ermöglichen soll. Diese Fähigkeit zur Atmung ist jedoch außerordentlich begrenzt. Untersuchungen haben ergeben, dass die wesentliche Entlüftung unter den Kleidungsstücken, insbesondere bei Jacken, während der sportlichen Aktivitäten durch die Öffnung am Hals erfolgt. Es entsteht dadurch am Hals ein kontinuierlicher Luftzug, der die Be- und Entlüftung im Wesentlichen regelt. Außerdem finden sowohl die Be- als auch die Entlüftung durch weitere Öffnungen in dem Kleidungsstück statt, beispielsweise im Bereich der Armachseln. Eine Folge der mangelhaften Atmungsaktivität der bekannten Bekleidungsstücke ist, dass die hohe Luftfeuchtigkeit an den Innenseiten der Kleidungsstücke kondensiert, so dass das kondensierte Wasser an den Innenseiten des Kleidungsstücks abläuft. Die in Folge dessen außerordentlich hohe Luftfeuchtigkeit unter dem Kleidungsstück führt zu einer Sättigung, die einen Leistungsverlust beim Tra- gen des Kleidungsstücks nach sich zieht.

Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bekleidungsstück, insbesondere eine Jacke für sportliche Aktivitäten, zu schaffen, bei dem eine Verbesserung der Be- und Entlüftung hervorgerufen ist und gleichzeitig die an das Bekleidungsstück gestellten Anforderungen an Wind- und Wasserdichtigkeit erfüllt sind. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Mittel zum Verschließen von einer Gewebelage gebildet sind, die im Bereich der Öffnung bewegbar sind. Mit der Erfindung ist ein Kleidungsstück, insbesondere eine Jacke für sportliche Aktivitäten, geschaffen, das eine erhebliche Verbesserung des Klimas innerhalb des Kleidungsstücks bei gleichzeitiger Wind- und Wasserdichtigkeit ermöglicht. Auf diese Weise ist einem Leistungsverlust durch zu hohe Luftfeuchtigkeit in dem Kleidungsstück vorgebeugt. Der Benutzer des Kleidungsstücks hat die Möglich- keit, bei starkem Schweißanfall die Eintrittsöffnungen freizugeben, so dass ein Luftaustausch möglich ist, um somit eine Verbesserung des Klimas innerhalb des Bekleidungsstücks hervorzurufen. Um ein Auskühlen nach den sportlichen Aktivi- täten zu verhindern, kann der jeweilige Benutzer die Öffnung in einfacher Weise wieder verschließen.

Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 die Ansicht eines Bekleidungsstücks in Form einer Jacke von vorne; Fig. 2 die Ansicht einer Öffnung in dem in Figur 1 dargestellten Kleidungs- stück von außen in vergrößerter Darstellung;

Fig. 3 die Ansicht der in Figur 2 dargestellten Öffnung von außen in Betätigungsstellung;

Fig. 4 die Ansicht der in Figur 2 dargestellten Öffnung von innen in geschlossener Position;

Fig. 5 die Ansicht der in Figur 2 dargestellten Öffnung von innen in teilweise geschlossener Position und

Fig. 6 die Ansicht der in Figur 2 dargestellten Öffnung von innen in geöffneter Position. Bei dem als Ausführungsbeispiel gewählten Bekleidungsstück handelt es sich um eine Jacke 1 , die aus einem wind- und wasserabweisenden Material hergestellt ist. Sie ist innen mit einem Innenfutter 2 versehen, welches leicht ist und angenehme Trageeigenschaften aufweist. Die Jacke 1 ist auf ihrer Vorderseite mit einem Reißverschluss 3 verschließbar. Sie weist Ärmel 4 auf. Die Jacke 1 ist mit einem Kragen 5 versehen, an dem eine Kapuze 6 angeordnet ist. Die Kapuze 6 ist lösbar an der Jacke 1 befestigt, beispielsweise durch einen Reißverschluss oder Druckknöpfe.

In der Jacke 1 sind im Brustbereich beiderseits des Reißverschlusses 3 Belüf- tungsöffnungen 7 vorgesehen. Die Belüftungsöffnungen 7 weisen Mittel 8 zum Verschließen auf. Die Mittel 8 zum Verschließen der Öffnungen 7 sind über einen Verstellmechanismus 9 betätigbar. Die Belüftungsöffnung 7 ist außen von einer Struktur 10 abgedeckt. Die Struktur 10 ist aus Kunststoff hergestellt und am Umfang der Öffnung 7 in dem wind- und wasserabweisenden Material der Jacke 1 befestigt. Die Befestigung kann durch Vernähen, Verkleben oder sonstige Befestigungsarten erfolgen. Im Ausfüh- rungsbeispiel sind zusätzlich zur Befestigung Niete 11 verwendet. Die Struktur 10 ist mit einem umlaufenden Rand 101 versehen, der zur vorgenannten Art der Befestigung der Struktur 10 in der Jacke 1 dient. Von dem Rand 101 erstrecken sich Längs- und Querstege 102, sodass die Struktur 10 die Form eines Gitters ausbilde. Zwischen den Längs- und Querstegen 102 sind rechteckförmige Löcher 103 ausgebildet. Am oberen und unteren Ende der Struktur 10 sind Führungen 104 in Form von Bohrungen in der Struktur 10 vorgesehen.

Die Mittel 8 zum Verschließen der Belüftungsöffnung 7 sind von einer Gewebelage 81 gebildet. Bei der Gewebelage 81 handelt es sich vorzugsweise um eine Kli- mamembran, welches eine mikroporöse, luftdurchlässige Schicht aufweist, die wasserdampfdurchlässig ist. Es kann sich sowohl um eine Membran handeln, die Poren aufweist, als auch um eine Membran, die ohne Poren auskommt. Die Membran ist dicht gegen Wasser und Wind; Körperfeuchtigkeit kann jedoch in Form von Wasserdampf durch die Membran hindurchtreten beziehungsweise diffundie- ren, sodass die Membran atmungsaktiv ist. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, andere Gewebearten, beispielsweise imprägnierte oder kunststoffbeschichtete Textilien zu verwenden.

Die Mittel 8 zum Verschließen der Belüftungsöffnung 7 und damit im Ausführungs- beispiel die Gewebelage 81 sind im Bereich der Öffnung 7 bewegbar angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist die Gewebelage 81 vertikal im Bereich des von dem Rand 101 umgebenen Bereichs verschiebbar. Eine horizontale Verschiebbarkeit ist ebenfalls möglich. Die vertikale Ausrichtung weist jedoch den Vorteil auf, dass der Mechanismus durch die Schwerkraft unterstützt wird. Die Gewebelage 81 ist an ihrem oberen Ende mit einer horizontal ausgerichteten Verstärkung 82 versehen. Der Verstellmechanismus 9 ist im Ausführungsbeispiel von einer Kordel 91 gebildet. Die Kordel 91 weist an ihren beiden Enden Griffteile 92 auf. Die Kordel 91 tritt durch die Führungen 104 aus dem Bereich hinter der Struktur 10 auf die Außenseite der Jacke, wie dies insbesondere den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist. Der Verstellmechanismus 9 ist in einfacher Weise mit den Mitteln 8 verbunden; im Ausführungsbeispiel ist die Kordel 91 mit der am oberen Ende der Gewebelage 81 angeordneten Verstärkung 82 verbunden.

Auf der Innenseite der Jacke 1 ist die Belüftungsöffnung 7 mit einer Abdeckung 12 versehen. Die Abdeckung 12 ist im Ausführungsbeispiel aus dem selben Material hergestellt, wie das Innenfutter 2, sodass auch im Bereich der Belüftungsöffnung 7 ein hautsympathischer und damit angenehmer Tragekomfort geschaffen ist. Die Abdeckung 12 ist im Ausführungsbeispiel mit dem Innenfutter 2 vernäht. In der Abdeckung 12 sind kreisförmige Löcher 121 vorgesehen. Die Löcher 121 ermögli- chen bei geöffnetem Zustand der Belüftungsöffnung 7 den Eintritt der einströmenden Luft in die Jacke. Die Form der Löcher 121 ist lediglich beispielhaft gewählt. Selbstverständlich können auch andere Formen Anwendung finden.

Im Ausführungsbeispiel ist die Gewebelage 81 zwischen der Struktur 10, die die Belüftungsöffnung 7 auf der Außenseite abdeckt, und der Abdeckung 12, die die Belüftungsöffnung 7 auf der Innenseite der Jacke 1 abdeckt, angeordnet. Die Gewebelage 81 ist somit im Ausführungsbeispiel zwischen Struktur 10 und Abdeckung 12 geführt. Ebenso ist die Gewebelage 81 seitlich im Bereich des Randes 101 geführt. Insgesamt ist somit eine zuverlässige Bewegbarkeit der Gewebe- läge 81 gewährleistet.

In den Figuren 4 bis 6 sind die verschiedenen Positionen beim Verschließen der Öffnung 7 mit Hilfe der Gewebelage 81 dargestellt. In Figur 4 ist die Belüftungsöffnung 7 durch die Gewebelage 81 vollständig geschlossen. Dagegen ist in Figur 5 eine Position dargestellt, in der die Belüftungsöffnung 7 teilweise freigegeben ist. Erkennbar ist dies daran, dass durch die Löcher 121 der Abdeckung 12 die Stege 102 sowie die Löcher 103 der Struktur 10 sichtbar sind. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist die Belüftungsöffnung 7 vollständig geöffnet; hier sind durch nahezu alle Löcher 121 die Struktur 10 und damit die Stege 102 sowie die Löcher 103 sichtbar. Die an der Jacke 1 vorgesehenen Mittel 8 zum Verschließen der Belüftungsöffnung 7 in Form der Gewebelage 81 bieten die Möglichkeit, eine Verbesserung des Lüftaustauschs in der Jacke 1 zu erzielen. Durch Verschieben der Gewebelage 81 ist ein Eintreten von Luft durch die Belüftungsöffnung 7 möglich. Somit ist die Klimatisierung in der Jacke 1 verbessert. Die Möglichkeit des bereichsweisen Öff- nens der Belüftungsöffnung 7 mit Hilfe der Gewebelage 81 bietet zudem die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedingungen abgestimmt die Öffnung 7 freizugeben. Hierdurch ist eine Regulierung der klimatischen Bedingungen in der Jacke möglich, was den Komfort der Jacke im Vergleich zu bekannten Jacken wesentlich erhöht.

Die Betätigung der Mittel 8 erfolgt durch einfaches Ziehen mit der Hand, die in Figur 3 mit„X" gekennzeichnet ist, an den Kordeln 91 , wobei ein Ziehen an der oben aus der Struktur 10 austretenden Kordel 91 ein Schließen der Öffnung 7, ein Ziehen an der unten austretenden Kordel ein Öffnen zur Folge hat.

Die anhand der für die Jacke beschriebene Erfindung ist nicht auf diese beschränkt. Sie gilt gleichermaßen für Overalls, Mäntel oder dergleichen.