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Patent Searching and Data


Title:
PIECE OF JEWELRY HAVING A HINGE AND HINGE FOR SUCH A PIECE OF JEWELRY AND METHOD FOR PRODUCING SAID PIECE OF JEWELRY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/020226
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an annular piece of jewelry (1), especially a jewelry ring, having a plurality of elements (6) that are pivotally connected to each other. For this purpose, the piece of jewelry has a hinge (7) having an axis (8) that is arranged at a right angle to a parting plane (9) of the opposite elements (6). The semi-annular elements (6) form a closed ring in a first functional position of the piece of jewelry (1), the hinge (7) allowing individual or several elements (6) to be pivoted in relation to each other.

Inventors:
MICHEL, Hans, Joachim (Graf-Wilhelm-Strasse 5, Bad Eilsen, 31707, DE)
TRANZER, Johannes (Merodestrasse 1, Koblenz, 56075, DE)
Application Number:
DE2009/001157
Publication Date:
February 25, 2010
Filing Date:
August 18, 2009
Export Citation:
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Assignee:
MICHEL, Hans, Joachim (Graf-Wilhelm-Strasse 5, Bad Eilsen, 31707, DE)
TRANZER, Johannes (Merodestrasse 1, Koblenz, 56075, DE)
International Classes:
A44C5/00; A44C5/00
Attorney, Agent or Firm:
SCHEFFLER, Jörg (Adelheidstrasse 5, Hannover, 30171, DE)
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Claims:
- 1 -

PATENTANSPRÜC H E

1. Ringförmiges Schmuckstück (1 ), insbesondere Schmuckring, welches mehrere durch zumindest ein eine Achse (8) aufweisendes Gelenk (7) verbundene, relativ zueinander bewegliche Elemente (6) hat, wobei zwei bogenförmige Elemente (6) in einer ersten Funktionsstellung eine geschlossene Ringform bilden und in einer zweiten Funktionsstellung eine flache Kontur bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (δ) parallel zu einer Mittellängsachse der gegeneinander liegenden Elemente (6) angeordnet ist.

2. Schmuckstück (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (8) normal zu einer Trennebene (9) der gegeneinander liegenden Elemente (6) angeordnet ist.

3. Schmuckstück (1 ) nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennebene (9) durch den Mittelpunkt der hierzu insbesondere kreisförmigen Innenfläche (10) verläuft.

4. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei durch ein Gelenk (7) verbundene Elemente (6) an einer Trennebene (9) konturbündig aneinander liegen.

5. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Elemente (6) einen geschlossenen Ring bilden.

6. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Elemente (6) übereinstimmend ausgeführt sind. - 2 -

7. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Elemente (6) einen toroidförmigen Grundkörper bilden.

8. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Gelenke (7) parallele Achsen (δ) aufweisen.

9. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmuckstück (1) zumindest zwei eine insbesondere übereinstimmende Innenfläche (10) einschließende, durch jeweils zwei mit dem Gelenk (7) verbundene Elemente (6) aufweisende Windungen (2) hat.

10. Schmuckstück (1) nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmuckstück (1) eine Fixierung (5) zur Festlegung der Elemente (6) in einer gegeneinander liegenden Position der Windungen (2) aufweist.

11. Schmuckstück (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung (5) an den äußeren Elementen (6) angebracht ist, die hierzu einen Vorsprung (16) sowie eine Ausnehmung (11) aufweisen.

12. Schmuckstück (1) nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung (5) formschlüssig entgegen einer elastischen Rückstellkraft ausgeführt ist.

13. Ein Gelenk (7) für zwei relativ zueinander um eine Achse (8) schwenkbewegliche Elemente (6) eines Schmuckstücks (1), insbesondere Schmuckring, nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (8) jeweils einen, an beiden Endbereichen angeordneten radialen Vorsprung (16) aufweist, welcher in jeweils einer Ausnehmung (11) der beiden benachbarten Elemente (6) formschlüssig fixierbar ist, wobei die Achse (8) senkrecht zu einer Trennebene (9) der beiden Elemente (6) angeordnet ist.

14. Gelenk (7) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (8) als einen wesentlichen Werkstoffbestandteil Titan aufweist.

15. Gelenk (7) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (8) rotationssymmetrisch ausgeführt ist. - 3 -

16. Gelenk (7) nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (8) im Mittelpunkt der Querschnittsfläche des jeweiligen Elements (6) positionierbar ist.

17. Gelenk (7) nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwei durch ein Gelenk (7) verbundene Elemente (6) an einer Trennebene (9) konturbündig aneinander liegen.

18. Verfahren zur Herstellung eines Gelenks zur Verbindung von relativ zueinander beweglichen Elementen eines Schmuckstücks nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Ausnehmung in eine Stirnseite jedes Elementes eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst im Endbereich der Elemente eine Materialanhäufung erzeugt wird, wobei das Volumen der Materialanhäufung dem Volumen aus der Radiendifferenz des durch den jeweiligen Vorsprung und den zylindrischen Achsengrundkörper bestimmten Radius sowie dem Abstand der Vorsprünge entspricht, und die Materialanhäufung derart durch plastische Verformung in die Ausnehmung zwischen den Vorsprüngen eingebracht wird, dass zugleich eine formschlüssige Fixierung der Achse als auch eine konturbündige Gestaltung der Außenseite der Elemente ohne Materialanhäufung erreicht wird.

Description:
Schmuckstück mit einem Gelenk und ein für ein solches Schmuckstück bestimmtes Gelenk sowie Verfahren zur Herstellung eines derartigen Schmuckstücks

Die Erfindung betrifft ein ringförmiges Schmuckstück, insbesondere einen Schmuckring, welches durch zumindest ein eine Achse aufweisendes Gelenk verbundene, relativ zueinander bewegliche Elemente hat, sowie ein für ein solches Schmuckstück bestimmtes Gelenk. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Schmuckstücks.

Ein solches insbesondere am Körper zu tragendes Schmuckstück ist bereits durch offenkundige Vorbenutzung vielfach bekannt und zählt somit zum Stand der Technik. Das Gelenk dient dabei beispielsweise der Einstellung des freien Innendurchmessers des Schmuckstückes zur Anpassung an die individuellen Anforderungen seines Trägers und vereinfacht in seiner geöffneten Funktionsstellung das Aufsetzen des Schmuckstücks auf einen Finger oder Arm.

Dabei ist die ringförmige Beschaffenheit nicht auf kreisringförmige Querschnittsformen beschränkt, sondern beschreibt lediglich eine geschlossene oder überlappende Kontur, die jedoch nicht über den gesamten Umfang anliegend ausgeführt sein muss.

Einen solchen im Durchmesser verstellbaren Fingerring offenbart beispielsweise die DE 202 07 791 U1. Der Fingerring besteht aus zwei halbringförmigen Elementen, die jeweils an einem Ende durch eine Achse eines Gelenks verbunden sind und an dem anderen Ende durch einen Verschluss festlegbar sind. Das Gelenk besteht aus einem mittleren Fortsatz am Ende des ersten Elements und seitlichen Vorsprüngen des zweiten Elements, wobei der mittlere Fortsatz in den Zwischenraum der beiden seitlichen Vorsprünge eingesetzt ist. Die Achse verläuft somit parallel zur Querschnittsebene der Elemente.

In ähnlicher Weise ist bei der DE 202 07 405 U1 ein Fingerring mit zwei Gelenken ausgestattet, die zwischen sich ein weiteres, vergleichsweise kurzes Element einschließen.

Nachteilig wirkt sich bei beiden genannten Ringen das für den Betrachter sichtbare, wenig dekorative Gelenk aus, welches den ästhetischen Gesamteindruck erheblich beeinflusst und im Allgemeinen als eine Beeinträchtigung empfunden wird.

Durch die DE 80 17 447 U1 ist bereits ein Fingerring mit zwei jeweils ringförmig geschlossenen Elementen bekannt, die unter einem Ringkopf durch ein Scharnier verbunden sind und um mindestens 90° aufklappbar sind. In der derart aufgeklappten, im Wesentlichen ebenen Position der dabei in einer gemeinsamen Ebene liegenden Elemente kann der Ring insbesondere in Verbindung mit zusätzlichen Haltemitteln auch als Brosche oder Anhänger getragen werden.

Die DE 297 03 813 U1 bezieht sich auf einen mehrteiligen Ring. Die parallelen, jeweils ringförmigen Elemente sind dabei an einem Ringkopf derart um 180° in entgegengesetzten Richtungen schwenkbeweglich angeordnet, dass wahlweise eine erste oder eine zweite Oberfläche des Ringkopfes für den Betrachter sichtbar ist.

In der DE 83 25 625 U1 ist ein Schmuckgegenstand, insbesondere Armreif oder Fingerring beschrieben, welcher aus einem größeren und einem kleineren Element besteht, die durch ein Kugelgelenk beweglich verbunden sind. Dabei bleibt die ringförmig geschlossene Kontur in jeder Gelenkstellung erhalten. Lediglich die eingeschlossene Innenfläche wird dadurch verändert und ermöglicht so eine Sicherung des Schmuckgegenstandes gegen Verlust.

Der in der DE 92 06 886 U1 beschriebene Schmuckring hat zwei ineinander liegende ringförmige Elemente, sodass sich in einer zweiten Funktionsstellung eine räumliche Erstreckung realisieren lässt. Die Achse verläuft dabei parallel zu der Querschnittsfläche und der eingeschlossenen Innenfläche.

Ferner zeigt die DE-PS 906 864 noch einen ausdehnbaren Fingerring, dessen zwei relativ zueinander bewegliche, insbesondere halbringförmige Elemente eine geschlossene Ringkontur bilden. Das erste Element hat dabei zwei sich in Richtung der Mittellängsachse fortsetzende verjüngte Enden, die in jeweils ein Hohlrohr des zweiten Elements eingreifen und dort entgegen einer Federkraft axial verschiebbar gelagert sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein mit einem Gelenk ausgestattetes Schmuckstück zu schaffen, welches sowohl ein ansprechendes, insbesondere hochwertiges ästhetisches Erscheinungsbild als auch einen hohen Tragekomfort vereinigt und darüber hinaus verschiedene Funktionsstellungen gestattet. Weiterhin soll ein für ein solches Schmuckstück bestimmtes Gelenk sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung geschaffen werden.

Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Schmuckstück gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die weitere Ausgestaltung des Schmuckstücks ist den Unteransprüchen 2 bis 12 zu entnehmen.

Erfindungsgemäß ist also ein Schmuckstück vorgesehen, bei dem die Achse parallel zu einer Mittellängsachse der gegeneinander liegenden Elemente angeordnet ist. Hierbei bilden die benachbarten Stirnflächen der Elemente zugleich die Kontaktfläche und die Gelenkfläche, wobei die Achse senkrecht zu dieser Kontaktfläche verläuft, die somit für den Betrachter nicht sichtbar ist. Mit anderen Worten verläuft also die Achse tangential zu einer eingeschlossenen, insbesondere kreisförmigen Fläche, wobei zwei Elemente einen geschlossenen Ring bilden. Neben diesem besonders ansprechenden Erscheinungsbild, bei dem lediglich die Trennebene erkennbar ist, können die Elemente zudem stufenlos zueinander verschwenkt werden, sodass diese ausgehend von der ringförmig geschlossenen Stellung, in welcher die beiden Elemente jeweils an beiden Stirnflächen gegeneinander liegen, auch weitere Stellungen sinnvoll realisierbar sind. So können die Elemente derart in zwei einen spitzen Winkel einschließende Ebenen positioniert werden, dass die dem Gelenk abweichenden Stirnflächen geringfügig zueinander beabstandet sind und somit ein offenes Profil bilden. Der Tragekomfort wird so aufgrund der Möglichkeit zur individuellen Anpassung wesentlich verbessert. Insbesondere kann die Relativstellung der Elemente der Fingerbewegung folgen, sodass die subjektive Beweglichkeit erheblich verbessert ist. In einer um 180° verschwenkten Position der Elemente, in welcher die dem Gelenk abgewandten Stirnflächen der Elemente zueinander einen maximalen Abstand einnehmen, ergibt sich daher eine gestreckte Form, die sich beispielsweise als Anhänger für eine Kette eignet. Durch die prinzipiell mögliche stufenlose Schwenkbeweglichkeit um 360° wird zudem ein bisher nicht erreichbares komplexes Erscheinungsbild realisierbar. Als besonderer Vorteil ist jedoch auch die individuelle Erweiterbarkeit des Schmuckstücks durch das Hinzufügen weiterer Elemente hervorzuheben, wobei jeweils zwei Elemente eine - A -

Windung bilden, schneckenförmig gegeneinander liegen oder einen freien Zwischenraum einschließen können. Diese individuelle und für ein ringförmiges Schmuckstück äußerst ungewöhnliche alternative Erscheinungsform bietet auch die Möglichkeit zur Präsentation des Schmuckstücks ähnlich einer Skulptur, bei der die Elemente in der Mehrzahl unterschiedliche Ebenen einnehmen und daher ein selbststehendes Objekt bilden. In Verbindung mit einer einem Schlangenkörper nachempfundenen Beschaffenheit der Elemente sind so vielfältige Erscheinungsformen darstellbar, denen zugleich höchste Aufmerksamkeit zufällt.

Dabei erweist sich eine Ausführungsform als besonders Erfolg versprechend, bei welcher die Achse normal zu einer Trennebene der gegeneinander liegenden Elemente angeordnet ist, sodass die Elemente unabhängig von ihrer jeweiligen Relativposition stets ohne einen Spalt an der Trennebene flächig gegeneinander liegen. Auf diese Weise wird ein ansprechendes, hochwertiges Erscheinungsbild erreicht, wobei dem Betrachter die Achse verborgen bleibt. Selbstverständlich können die benachbarten Elemente eine weitgehend übereinstimmende, aber auch eine kontrastierende Beschaffenheit, insbesondere Materialbeschaffenheit aufweisen.

Eine besonders praxisgerechte Gestaltung wird auch dann erreicht, wenn die Trennebene durch den Mittelpunkt der hierzu insbesondere kreisförmigen Innenfläche verläuft. Hierdurch wird ein flächen- oder konturbündiger Übergangsbereich der Elemente beiderseits der Trennebene in jeder möglichen Winkelstellung der Elemente sichergestellt. Der ästhetische Eindruck des Gelenks ist somit unabhängig von der Winkelstellung.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass drei oder mehr Elemente einen geschlossenen Ring bilden. In der Praxis wird jedoch eine besonders Erfolg versprechende Variante dadurch realisiert, dass jeweils zwei Elemente einen geschlossenen Ring bilden, sodass der Abstand der Stirnflächen eines Elementes zugleich durch den Durchmesser bestimmt ist. Dabei können grundsätzlich sowohl übereinstimmende als auch verschiedene Elemente miteinander kombiniert werden, die unterschiedlich langen Kreisringbögen entsprechen. Jeweils zwei Elemente bilden dann einen beispielsweise toroidförmigen Grundkörper.

Eine besonders erfolgreiche Gestaltung wird auch dann erreicht, wenn die Gelenke einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind und somit die Achsen aller Gelenke parallel zueinander verlaufen. In der gestreckten zweiten Funktionsstellung stimmen daher alle Trennebenen überein, sodass sich eine zugleich ebene und linear gestreckte Form ergibt. Der vorteilhafte Effekt lässt sich bereits durch ein Schmuckstück aus lediglich zwei Elementen erreichen. Demgegenüber wird dieser Effekt um ein Vielfaches gesteigert, wenn das als Ring oder Reif dienende Schmuckstück eine Mehrzahl von Windungen aufweist, wobei das Schmuckstück zumindest zwei eine insbesondere übereinstimmende Innenfläche einschließende, durch jeweils zwei mit dem Gelenk verbundene Elemente gebildete Windungen hat. Bereits bei einer äußerst geringfügigen Veränderung der Winkelstellung eines Gelenks ergibt sich so in der Summe eine überraschend effektvolle Veränderung des Erscheinungsbilds, das geeignet ist, eine fließende oder dynamische Bewegung zu verkörpern. Mehr noch erscheint für den Betrachter das Schmuckstück eine Undefinierte Geometrie aufzuweisen, die sich klar von den üblichen Schmuckstücken abhebt, weil das Funktionsprinzip und damit mögliche Freiheitsgrade nicht ohne Weiteres ersichtlich sind.

Eine andere, ebenfalls besonders zweckmäßige Abwandlung wird dann erreicht, wenn das Schmuckstück eine Fixierung zur Festlegung der Elemente in einer gegeneinander liegenden Position der Windungen aufweist. Hierdurch wird eine unbeabsichtigte Relativbewegung der Elemente, beispielsweise aufgrund einer Körperbewegung, vermieden. Die Elemente liegen dabei ohne Zwischenraum unmittelbar gegeneinander. Die Fixierung ist dabei vorzugsweise so angebracht, dass diese für den Betrachter nicht oder zumindest nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.

Hierzu eignen sich beispielsweise solche Varianten, bei denen die Fixierung an den äußeren Elementen angebracht ist, die hierzu einen Vorsprung sowie eine Ausnehmung aufweisen. Diese Fixierung kann zugleich auch dazu genutzt werden, eine elastische Verformung der Elemente derart zu bestimmen, dass der Innendurchmesser individuell veränderbar ist und somit die Einstellung verschiedener Ringgrößen gestattet.

Wenn hierzu die Fixierung formschlüssig entgegen einer elastischen Rückstellkraft ausgeführt ist, kann die Handhabung der als ein Verschluss ausgeführten Fixierung weiter vereinfacht werden. Beispielsweise greift hierzu ein hakenförmiger Vorsprung in eine durch eine Bohrung gebildete Ausnehmung ein.

Die zweitgenannte Aufgabe, ein Gelenk für zwei relativ zueinander um eine Achse schwenkbewegliche Elemente eines Schmuckstücks, beispielsweise eines Fingerrings, zu schaffen, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Achse jeweils einen an beiden Endbereichen angeordneten radialen Vorsprung aufweist, welcher in jeweils einer Ausnehmung der beiden benachbarten Elemente formschlüssig fixierbar ist, wobei die Achse vertikal zu einer Trennebene der beiden Elemente angeordnet ist. Dadurch, dass der die Achse bildende Stift parallel zu einer Mittellängsachse der gegeneinander liegenden Endbereiche der Elemente verläuft, ist dieser für den Betrachter nicht sichtbar, sodass ein von dem Gelenk unbeeinflusster ästhetischer Gesamteindruck geschaffen werden kann. Daher wird die Gelenkbewegung als ein überraschender und somit zugleich funktionell nützlicher als auch dekorativer Effekt wahrgenommen, welcher nicht etwa durch das Gelenk offensichtlich ist.

Selbstverständlich können unterschiedlichste Materialien als Werkstoff für die Achse verwendet werden. Besonders praxisgerecht sind dabei solche Varianten, bei welchen die Achse als einen wesentlichen Werkstoffbestandteil Titan aufweist und somit eine zugleich hohe Belastbarkeit und ein geringes Eigengewicht vereinigt wird.

Dabei ist es von Vorteil, wenn die Achse rotationssymmetrisch und zudem auch die Vorsprünge übereinstimmend ausgeführt sind, sodass beide Achshälften übereinstimmen. Die Elemente können somit ebenfalls übereinstimmend ausgeführt sein.

Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn die Achse im Mittelpunkt der Querschnittsfläche des jeweiligen Elements positionierbar ist, sodass unabhängig von der Gelenkbewegung ein stetiger Übergang der gegeneinander liegenden Elemente sichergestellt ist. Das Erscheinungsbild kann dadurch weiter verbessert werden. Somit liegen also stets zwei durch ein Gelenk verbundene Elemente an einer Trennebene konturbündig aneinander.

Die Erfindung ist dabei nicht auf Schmuckstücke beschränkt. Vielmehr kann das Prinzip auch für funktionelle Designgegenstände genutzt werden.

Die weiterhin genannte Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung eines Gelenks zur Verbindung von relativ zueinander beweglichen Elementen eines Schmuckstücks zu schaffen, bei dem eine Ausnehmung in eine Stirnseite jedes Elements eingebracht wird, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zunächst im Endbereich der Elemente eine Materialanhäufung erzeugt wird, wobei das Volumen der Materialanhäufung dem Volumen aus der Radiendifferenz des durch den jeweiligen Vorsprung und den zylindrischen Achsengrundkörper bestimmten Radius sowie dem Abstand der Vorsprünge entspricht, und wobei die Materialanhäufung derart durch plastische Verformung in die Ausnehmung zwischen den Vorsprüngen eingebracht wird, dass zugleich eine formschlüssige Fixierung der Achse als auch eine konturbündige Gestaltung der Außenseite der Elemente ohne Materialanhäufung erreicht werden. Hierdurch wird in überraschend einfacher Weise eine zugleich zuverlässige und auch ansprechende Gestaltung ermöglicht, indem die zur Fixierung der Achse bestimmte Materialmenge zunächst als Materialanhäufung am Umfang des Endabschnittes des jeweiligen Elements bereitgestellt wird und in dem nachfolgenden Schritt zugleich die Achse in der Ausnehmung festgelegt und die äußeren Konturen des Elements im Endbereich an die übrigen Bereiche der Elemente angepasst wird.

Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes, als Fingerring ausgeführtes Schmuckstück in einer ersten Funktionsstellung;

Fig. 2 eine im Gelenkbereich geschnittene dargestellte Seitenansicht des in Figur 1 gezeigten Schmuckstücks;

Fig. 3 eine Vorderansicht des in Figur 1 gezeigten Schmuckstücks;

Fig. 4 eine Draufsicht auf das Schmuckstück in einer zweiten Funktionsstellung;

Fig. 5 einen Gelenkbereich des Schmuckstücks in einer vergrößerten Schnittdarstellung vor der Fixierung einer Achse;

Fig. 6 die in der Figur 5 gezeigte Schnittdarstellung nach der plastischen Verformung zur Fixierung der Achse.

Figur 1 zeigt ein als Schlangenring ausgestaltetes ringförmiges Schmuckstück 1 zur Verwendung als ein Fingerring. Das Schmuckstück 1 hat zwei ringförmig geschlossene Windungen 2 sowie jeweils ein Kopfteil 3 und ein Schwanzteil 4, die sich in der gezeigten ersten Funktionsstellung dem Finger anschmiegen. Lediglich andeutungsweise ist eine der Festlegung der in Figur 2 näher dargestellten Elemente 6 in einer gegeneinander liegenden Position dienende, gestrichelt dargestellte Fixierung 5 zu erkennen, welche jeweils den Kopfteil 3 und den Schwanzteil 4 an den Windungen 2 in der gezeigten Position festlegt.

Zu erkennen ist in der teilweise geschnittenen Seitenansicht des Schmuckstücks 1 in der Figur 2 der modulare Aufbau aus mehreren halbringförmigen Elementen 6, die jeweils mittels eines Gelenks 7 schwenkbeweglich miteinander verbunden sind. Jedes Gelenk 7 ermöglicht eine Schwenkbewegung um eine Achse 8, welche im Bereich einer die Kontaktfläche bildenden Trennebene 9 normal zu dieser und parallel zu einer Haupterstreckungslinie der Elemente 6 verläuft. Zu erkennen ist die erste Funktionsstellung des Schmuckstücks 1 , in welcher die Elemente 6 eine geschlossene Ringform bilden. Die Achse 8 liegt senkrecht zu der Trennebene 9 der gegeneinander liegenden Elemente 6 und gestattet daher das Verschwenken einzelner oder mehrerer Elemente 6 sowie des Kopfteils 3 und des Schwanzteils 4 mit der Folge, dass der Abstand der Windungen 2 variabel einstellbar ist.

Ergänzend zeigt die Figur 3 noch eine Vorderansicht des Schmuckstücks 1 mit dem Kopfteil 3 und zwei weiteren Elementen 6. Zu erkennen ist die zu einer Trennebene 9 der gegeneinander liegenden Elemente 6 rechtwinklige Achse 8 des Gelenks 7, die zugleich tangential zu einer kreisförmigen eingeschlossenen Innenfläche 10 des Schmuckstücks 1 angeordnet ist.

Demgegenüber ist in Figur 4 das Schmuckstück 1 in einer zweiten Funktionsstellung in einer Draufsicht dargestellt. Diese zweite Funktionsstellung, in welcher alle Elemente 6 einschließlich des Kopfteils 3 und des Schwanzteils 4 in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, wird dadurch erreicht, dass alle Elemente 6 ausgehend von der ersten Funktionsstellung um ca. 180" verschwenkt werden. Es ergibt sich somit eine sehr dekorative Präsentationsform. Denkbar ist es auch, ausgehend von einer zumindest teilweise verschwenkten Position der Elemente 6 das Abnehmen des Schmuckstücks 1 vom Finger zu erleichtern. Ferner erleichtert die Möglichkeit zum Verschwenken auch die Zugänglichkeit zu der jeweils nach innen weisenden Fläche der Elemente 6, beispielsweise zum Anbringen individueller Gravuren oder zu Reinigungszwecken.

Anhand der Figuren 5 und 6 wird das Verfahren zur Herstellung der beweglichen Verbindung zweier Elemente 6 des Schmuckstücks 1 in einer vergrößerten Schnittdarstellung des Gelenkbereichs des Schmuckstücks 1 beschrieben. Zur Fixierung der Achse 8 in einer jeweiligen Ausnehmung 11 in einer Stirnfläche 12 im Endbereich der Elemente 6 wird zunächst eine umfangsseitige Materialanhäufung 13 erzeugt. Nach dem Einsetzen der Achse 8 wird durch eine radiale Verformungskraft F eine Verformung durch plastisches Fließen in Pfeilrichtung 14 erreicht, bei welcher die Materialanhäufung 13 das Differenzvolumen der Achse 8 gegenüber der Ausnehmung 11 ausfüllt. Auf diese Weise wird zugleich eine formschlüssige Fixierung zweier endseitiger radialer Vorsprünge 16 der Achse 8 als auch eine konturbündige Außenseite der Elemente 6 ohne Materialanhäufung 13 geschaffen. Dabei wird eine uneingeschränkte Schwenkbeweglichkeit um die Achse 8 in Pfeilrichtung 15 und zugleich eine unverlierbare Fixierung der Elemente 6 sichergestellt.