| JP08076744 | SNARE DRUM |
| JP2009163111 | DRUM SUPPORT STRUCTURE |
| JP2008129070 | STRAINER DEVICE |
EMMANUELE, Roberto (Königsteiner Str. 22, Bad Soden, 65812, DE)
EMMANUELE, Roberto (Königsteiner Str. 22, Bad Soden, 65812, DE)
| Ansprüche 1. Sitzmöbel (10, 72) mit einer Sitzfläche (12) und einem Korpus (74), dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (74) als Klangkörper eines Cajons ausgebildet ist. 2. Sitzmöbel (10, 72) gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine entfernbare Trommel (50) umfasst. 3. Sitzmöbel (10, 72) gemäß des vorhergehenden Anspruches, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (50) in Form eines Quaders ausgebildet ist. 4. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (50) ein Schallloch (54) aufweist. 5. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (50) einen Hohlraum (58) begrenzt, an dessen Frontseite (70) ein Schnarr-Mechanismus (60) angeordnet ist, der umwickelte Stahlsaiten, Schnarrteppiche, Schnarrteppichsegmente, Metallzungen-Fächer und spiralige Drähte umfasst. 6. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallloch (54) in der Bodenfläche (64) der Trommel (50) ausgeführt ist. 7. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine Rückenlehne (26) aufweist. 8. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallloch (54) in der der Frontseite (70) gegenüberliegenden Begrenzungswand der Trommel (50) liegt. 9. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (12) auf einer Anzahl von Stuhlbeinen (14) angeordnet ist. 10. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelstuhl (10) durch zwei Stuhlbeine (14) abgestützt ist, wobei jedes Stuhlbein die Breite der Sitzfläche (12) hat. 1 1. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ein Sessel ist. 12. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser ein Sofa ist, oder ein Loungehocker (72) mit einem Korpus (74) ist, an dessen Frontseite (70) sich der Schnarrmechanismus (60) befindet. 13. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus Holz, Kunststoff, Metall oder einer Kombination dieser Materialien gefertigt ist. 14. Sitzmöbel (10, 72) gemäß eines oder mehrerer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schlagfläche (52) oder die Frontseite (70) aus Plexiglas oder einem anderen Kunststoffmaterial gefertigt ist. 15. Sitzmöbel (10, 72) gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus (74) von der Sitzfläche (12) von Seitenflächen (76), eine Rückseite (78) und einer Bodenfläche (84) begrenzt ist, ein Schallloch (54) umfasst und mindestens einen Schnarrmechanismus (60) enthält, der insbesondere an der Frontseite (70) angeordnet ist. |
Stand der Technik
US 2008/0083317 bezieht sich auf ein Musikinstrument, insbesondere ein Cajon. Das Musikinstrument umfasst ein kubisch ausgebildetes Gehäuse, welches aus Holz hergestellt ist. Eine Begrenzungswand des kubischen Gehäuses aus Holz dient als Spielseite, an welcher Saiten angeordnet sind. Wird die als Spielseite dienende Begrenzungswand des Gehäuses geschlagen, schwingen die Saiten und wirken mit der schwingenden Gehäusewand zusammen und erzeugen ein Geräusch. Jeder der einzelnen Saiten ist zumindest ein Dämpfungselement zugeordnet. Das aus US 2008/0083317 AI bekannte Musikinstrument lässt ein bequemes Sitzen der auf dem Musikinstrument spielenden Musikanten nicht zu. Dies liegt einerseits in der Höhe des aus Holz gefertigten Kubus, andererseits in der Breite der Sitzfläche, begründet.
Die bisher bekannten, klassischen Cajons oder das aus US 2008/0083317 AI bekannte Musikinstrument, verfügen nicht über eine Rückenlehne, welches den Bedienkomfort des Musikinstrumentes erhöhen würde.
DE 202009000737 Ul offenbart ein Sitzmöbel mit einem Korpus, einer Sitzfläche und vorzugsweise eine Rückenlehne, wobei der Korpus des Sitzmöbels als Klangkörper, insbesondere als Klangkörper eines Perkussions-Musikinstruments, insbesondere eines Cajons ausgebildet ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Musikinstrument, insbesondere ein Cajon in ein Sitzmöbel so zu integrieren, dass das Sitzmöbel einerseits den Sitzkomfort verbessert und andererseits die Möglichkeit geschaffen wird, ohne große räumliche Veränderungen ein Musikinstrument, insbesondere ein Perkussions-Musikinstrument zu bedienen.
DE 202009000737 Ul offenbart ein Sitzmöbel für Erwachsene, daß durch seine Form und Größe für Kinder meist zu ungünstig ausgebildet ist, um darauf bequem spielen zu können. Außerdem sind verschiedene Situationen denkbar, in denen es vorteilhaft ist, die Trommel entfernen zu
BESTÄTIGUNGSKOPIE können, bei dem in DE 202009000737 Ul offenbarten Musikinstrument ist dies jedoch nicht möglich.
Offenbarung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Musikinstrument, insbesondere ein Cajon in ein Sitzmöbel, so z.B. einen Kinderstuhl so zu integrieren, dass eine Person, z.B. ein Kind bequem und in rückenfreundlicher Haltung das Musikinstrument spielen kann und andererseits die Möglichkeit geschaffen wird, ohne große räumliche Veränderungen ein Musikinstrument, insbesondere ein Perkussions-Musikinstrument zu bedienen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine, aus einem Trommelstuhl entnehmbare, Trommel als Klangkörper, insbesondere als Klangkörper eines Perkussions- Musikinstruments, insbesondere eines Cajons ausgeführt ist. Die Trommel, die im Wesentlichen ein quaderförmiges Aussehen hat, weist vorzugsweise ein rundes Schallloch und einen, vorzugsweise an der Frontseite der Trommel angebrachten, Schnarrmechanismus auf, der beim Spielen einen Schnarrklang erzeugt, ähnlich dem einer Snare-Drum eines Schlagzeuges. Dabei kann es sich um einzelne, parallel zueinander gespannte Schnarrsaiten, einen Schnarrsaiten- Teppich oder dergleichen handeln. Des Weiteren können an der vorderen Seite der Trommel auch Rasseln, Glocken oder Ähnliches angebracht sein, die sich ebenfalls auf den Klang auswirken, wenn die als Schlagfläche wirkende Frontseite der Trommel angeschlagen wird. Die als Schlagfläche dienende Frontseite der Trommel kann mit den Händen oder mit Hilfsmitteln, wie Besen, Stöcken oder dergleichen gespielt werden. Das Schallloch befindet sich vorzugsweise an der Boden- oder Rückseite.
Es ist bekannt, daß das Intelligenzpotential eines Kindes nur dann voll ausgeschöpft werden kann, wenn es bereits in der frühen Kindheit die notwendigen stimulierenden Erfahrungen macht. Musikalische Früherziehung ist eine anerkannte Möglichkeit zur Förderung der kognitiven, kreativen, ästhetischen, sozialen, emotionalen und psychomotorischen Fähigkeiten von Kindern. Jedoch ist es im Alltag schwierig, besonders bei Einrichtungen mit vielen Kindern verschiedener Alterstufen, passende Instrumente zu finden. Daher ist es ein Ziel der Erfindung ist, ein Instrument für die musikalische Früherziehung von Kindern herzustellen, das problemlos in den Alltag integriert werden kann und dabei Lernen und Spaß verbindet.
Soll beispielsweise im Kindergarten musiziert werden, so sollte das Instrument einfach zu bedienen, robust und unkompliziert sein. Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Trommelstuhl für Kinder hat alle Pluspunkte von herkömmlichen Perkussionsinstrumenten, jedoch ohne die normalerweise notwendigen räumlichen Veränderungen. Die Trommel befindet sich gut geschützt im Unterteil des Stuhls und ist für Kinder in normaler Sitzposition gut bespielbar. Durch die Doppelnutzung als Musikinstrument und Stuhl ist er zudem Platz sparend und kosteneffizient, und auch für kleinere Einrichtungen eine sinnvolle Investition.
Auch ist durch die kindgerechte Dimension des Sitzmöbels gewährleistet, dass ein Kind in haltungsfreundlicher Sitzposition, auch über einen längeren Zeitraum, musiziert.
Außerdem ist die Trommel aus dem Sitzmöbel vorzugsweise entnehmbar. Die Funktion als Sitzmöbel bleibt also auch in Situationen erhalten, in denen nicht musiziert wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der Korpus eines Sitzmöbels als Klangkörper, insbesondere als Klangkörper eines Perkussions-Musikinstruments, insbesondere eines Cajons ausgeführt ist. Der Korpus, der im Wesentlichen ein quaderförmiges Aussehen hat, enthält ein vorzugsweise rundes Schallloch und bevorzugt an der Frontseite des Korpus angebrachte Metallsaiten. Dabei kann es sich um einzelne, parallel zueinander gespannte
Schnarrsaiten oder um einen Schnarrsaiten-Teppich oder dergleichen handeln. Des Weiteren können an der vorderen Seite des Korpus auch Rasseln oder Glocken oder dergleichen angebracht sein, die sich ebenfalls auf den Klang auswirken, wenn die als Bedienfläche wirkende Frontseite des Korpus angeschlagen wird. Die als Bedienfläche dienende Frontseite des Korpus kann mit dem Besen gespielt werden oder einfach mit den Händen geschlagen werden. Die hinter der Frontseite, d.h. der Bedienseite gespannten Schnarrsaiten oder Schnarrsaiten-Teppiche erzeugen einen Schnarrklang beim Spielen, ähnlich bei dem einer Snare-Drum eines
Schlagzeuges.
Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Sitzmöbel mit integriertem Musikinstrument kann der Sitzkomfort erheblich verbessert werden. Insbesondere kann das Sitzmöbel als vierbeiniger Designer-Stuhl mit einer Rückenlehne ausgebildet sein. Die Sitzfläche stellt die Oberseite des quaderförmig ausgebildeten Klangkörpers des Cajons dar, in dem das Schallloch sowie innen an der Frontseite die Schnarrsaiten bzw. der Schnarrsaiten-Teppich, Glocken oder Rasseln angebracht sein können.
Das erfindungsgemäße vorgeschlagene Sitzmöbel ermöglicht die Verwendung eines normalen Stuhles als Musikinstrument. Durch die Anbringung von Stuhlseiten - bei der Ausgestaltung des Sitzmöbels als Stuhl - lässt sich in vorteilhafter Weise erreichen, dass das Schallloch des als Klangkörper dienenden Korpus an der Bodenseite des Korpus der durch eine Anzahl von Stuhlbeinen abgestützt ist, befestigt werden kann. Bei den bisher bekannten Musikinstrumenten, insbesondere des aus US 2008/0083317 bekannten Cajons, befindet sich das Schallloch auf der Rückseite, was akustisch Nachteile für den hinter dem jeweiligen Musikinstrument sitzenden Zuhörer oder andere Musizierende mit sich bringen kann. Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sitzmöbel besteht die Möglichkeit, zu musizieren, ohne große räumliche Veränderung, so z.B. das Aufbauen eines Perkussionsinstrumentes, wie eines Schlagzeuges zu ermöglichen. Ein bequemes Sitzen ist auf einem einfachen bzw. in klassischer Weise aus Holz gefertigten Cajon, wie aus US 2008/0083317 AI über einen längeren Zeitraum nicht möglich, da dieses nicht über eine Rückenlehne verfügt.
Des Weiteren ist durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sitzmöbel, was als Barhocker, Sessel oder auch als zwei- oder dreisitziges Sofa beschaffen werden könnte, auch ein Nutzen im Event-Bereich gegeben, weil somit z. B. populäre Teambildungsworkshops auf Grundlage gemeinsamen Perkussionsspiels ohne zeitaufwendige Auf- und Umbauten in Veranstaltungen stattfinden können, bei denen die Gäste nicht durch unruhige Umbauarbeiten oder
Unterbrechungen gestört werden.
Bei einer weiteren Ausführungsmöglichkeit des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Sitzmöbels ganz aus Holz, können einzelne Teile wie z.B. die Frontseite, die als Bedienfläche dient, aus Plexiglas oder aus einem anderen Kunststoffmaterial gefertigt sein. Des Weiteren kann das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sitzmöbel auch aus Materialkombinationen aus Holz, Metall und Kunststoff hergestellt werden, gleich in welcher Ausführungsvariante, ob als Stuhl, als Sessel, als Sofa oder auch als Barhocker. Beschreibung der Zeichnungen
Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend eingehender dargstellt. Es zeigt:
Fig. 1 Eine perspektivische Wiedergabe des Trommelstuhls für Kinder, ohne herausnehmbare Trommel,
Fig. 2 eine perspektivische Wiedergabe der herausnehmbare Trommel,
Fig. 3 eine perspektivische Wiedergabe eines Trommelstuhls für Kinder, mit herausnehmbarer Trommel,
Fig. 4 eine perspektivische Wiedergabe eines Loungehockers mit Schnarr-Mechnismus und schwingender Platte,
Fig. 5 eine perspektivische Wiedergabe der Bodenfläche des Loungehockers,
Fig. 6 eine Frontansicht eines als Stuhl beschaffenen Sitzmöbels mit integriertem
Musikinstrument und
Fig. 7 einen Längsschnitt durch die Darstellung gemäß Fig. 6eines eines als Stuhl beschaffenen Sitzmöbels mit integriertem Musikinstrument.
Ausführungsvarianten
In Figur 1 ist das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sitzmöbel, z.B ein Trommelstuhl 10 für Kinder, ohne herausnehmbare Trommel 50, in einer Ausführungsvariante als Stuhl mit Rückenlehne 26 dargestellt.
Ein Trommelstuhl 10 beispielsweise für Kinder, vorzugsweise aus Holz, Kunststoff, Metall oder Kombinationen dieser Materialen gefertigt, umfasst eine Sitzfläche 12, eine Rückenlehne 26, und Stuhlbeine 14, wobei sich die Anzahl der Stuhlbeine 14 nach der Ausfuhrungsvariante des Trommelstuhls 10 richtet. In einer bevorzugten Ausfertigungsvariante sind ein Vorderstuhlbein 16 und ein Hinterstuhlbein 18 über ein Mittelstück 20 verbunden, wobei das Hinterstuhlbein 18 verlängert sein kann und so ein Rückenteil 24 des Trommelstuhls 10 bildet. Zwischen zwei so geformten Seitenteilen 22 werden die Sitzfläche 12 und die Rückenlehne 26 eingeschoben und mit form- oder stoffschlüssigen Verbindungstechniken wie Kleben, Schweißen, Nageln, Schrauben oder ähnlichem, abhängig vom Material des Trommelstuhls 10, befestigt.
Unterhalb der Sitzfläche 12, vorzugsweise im Mittelstück 20 der Stuhlbeine 14, ist an der Innenseite 28 des Mittelstücks 20 eine Führungsschiene 30 einfügt.
In Figur 2 ist eine herausnehmbare Trommel 50, des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Trommelstuhls 10 für Kinder dargestellt.
Die in den Trommelstuhl 10 integrierte Trommel 50 dient als Klangkörper und ist vorzugsweise in Form eines Quaders ausgebildet. Die Trommel 50 ist aus einem Material gefertigt welches Holz, Kunststoff, Metall oder eine Kombination dieser Materialien sein kann und besitzt im Inneren ein Hohlraum 58. Vorzugsweise kann die Trommel 50 aus dem Trommelstuhl 10 entfernt werden. Um ein einfaches Entnehmen und Zurückführen der Trommel 50 zu ermöglichen, befindet sich beispielsweise an der Oberseite 66 der Trommel 50 an beiden Seitenflächen 68 ein Spund 62 mit dem die Trommel 50 passgenau in die Führungsschiene 30 des Trommelstuhls 10 eingeschoben (vgl. Fig. 1) werden kann.
Eine Frontseite 70 der Trommel 50 dient als Schlagfläche 52 und kann mit den Händen, einem Besen, Holzstöcken oder Ähnlichem bespielt werden. Direkt hinter der Schlagfläche 52, im Inneren der Trommel 50, liegt ein Schnarr-Mechanismus 60, der umwickelte Stahlsaiten - so genannte Schnarrsaiten, Schnarrseiten-Teppiche beziehungsweise -teppichsegmente, Metallzungen-Fächer und spiralige Drähte umfassen kann. Durch die beim Schlagen auf die Schlagfläche 52 entstehenden Schwingungen wird der Schnarr-Mechanismus 60 angeregt und erzeugt einen Schnarrklang, ähnlich dem einer Snare-Drum eines Schlagzeuges. Des Weiteren können an oder in der Trommel 50 auch Rasseln, Glocken oder dergleichen angebracht sein, die sich ebenfalls auf den Klang auswirken, wenn die Schlagfläche 52 angeschlagen wird.
Vorzugsweise in der Bodenfläche 64 der Trommel 50 befindet sich ein Schallloch 54, welches von einer Umrandung 56 begrenztist. In Figur 3 ist der erfindungsgemäß vorgeschlagene Trommelstuhl 10, mit herausnehmbarer Trommel 50, in einer Ausführungsvariante als Stuhl mit Rückenlehne 26 dargestellt. Die Trommel 50 ist mit Hilfe der im Trommelstuhl 10 angebrachten Führungsschiene 30 und der seitlich an der Oberseite 66 der Trommel 50 angebrachten Spunde 62 in den Trommelstuhl 10 integriert. Es sind aber auch andere Verbindungstechniken zwischen Trommel 50 und Trommelstuhl 10 denkbar, unter anderem magnetische Kontakte, einhängen oder einspannen der Trommel 50 oder ähnliches.
Die Schlagfläche 52 befindet sich an der Frontseite 70 des Trommelstuhls 10, im unmittelbaren Bereich der Hände. Dies ermöglicht es, dass die Person, die auf dem Trommelstuhl 10 sitzt, in bequemer und rückenfreundlicher Haltung das Musikinstrument spielen kann. In der Darstellung gemäß Figur 2 ist angedeutet, dass die Frontseite 70 eine rechteckige Form aufweist. Die Frontseite 70 kann auch trapezförmig oder quadratisch ausgebildet sein, und dabei aus Holz, Plexiglas, daher transparent, oder einem anderen Kunststoffmaterial, oder von Kombinationen dieser Materialen, gefertigt sein.
Zusätzlich zu dem oben dargestellten Beispiel sind auch andere Ausführungsvarianten denkbar. So kann der Trommelstuhl 10 auch ohne Lehne, als Hocker (vgl. Fig. 4), geformt sein, was bei entsprechender Ausbildung der Stuhlbeine 14 eine einfache und Platz sparende Stapelung ermöglicht. Auch kann sich das Schallloch 54, anstatt in der Bodenfläche 64 der Trommel 50, auch in der der Frontseite 70 gegenüberliegenden Begrenzungswand der Trommel 50 liegen. Diese Ausführungsvariante empfiehlt sich bei Trommelstühlen 10 mit sehr kurzen Stuhlbeinen 14, besonders bei unebenem Untergrund, zum Beispiel im Freien, als Schutz. Ebenfalls ist es möglich, dass die Trommel 50 nicht aus dem Trommelstuhl 10 entnehmbar ist, dies ist eventuell als Schutz vor Diebstahl der Trommel 50 notwendig, wenn der Trommelstuhl 10 sich in einem freizugänglichen öffentlichen Bereich befindet. In der Darstellung gemäß Figur 4 ist eine Ausführungsvariante als Loungehocker mit integriertem Perkussions-Musikinstrument gezeigt. Ein Korpus 74 eines Loungehockers 72 ist als | Unterkonstruktion einer Sitzfläche 12, als Klangkörper eines Cajons beschaffen. Wie aus der Darstellung in Figur 4 hervorgeht, umfasst der Korpus 74 eine Frontseite 70, mindestens eine Seitenfläche76, sowie eine Rückseite 78 die jeweils als Bedienfläche des Perkussions-Musikinstrumentes 60 unterhalb der Sitzfläche 12 dienen können. Lässt sich eine Person auf dem Loungehocker 72 nieder, so ist eine Schlagfläche 52 bevorzugt den Bereich des Loungehockers 72, der sich im Bereich der Hände dieser Person befindet, angeordnet Der Loungehocker 72 ist somit sofort und vorzugsweise von allen Seiten bespielbar ist.
Direkt hinter der Schlagfläche 52, im Inneren des Korpus 74, liegt der Schnarr-Mechanismus 60, der umwickelte Stahlsaiten - so genannte Schnarrsaiten, Schnarrseiten-Teppiche beziehungsweise -teppichsegmente, Metallzungen-Fächer und spiralige Drähte umfassen kann. Durch die beim Schlagen auf die Schlagfläche 52 entstehenden Schwingungen wird der Schnarr- Mechanismus 60 angeregt und erzeugt einen Schnarrklang, ähnlich dem einer Snare-Drum eines Schlagzeuges. Ebenfalls im Innenraum des Loungehockers 72 befindet sich eine schwingende Platte80. Die schwingende Platte 80 wird ebenfalls durch die beim Bespielen des Loungehockers 72 entstehenden Schwingungen angeregt und bewirkt einen Basston. Aus der Darstellung gemäß Figur 4 geht hervor, dass der Korpus 72, der als Klangkörper des Perkussions-Musikinstruments, insbesondere des Cajons dient, von Hockerbeinen 82 abgestützt ist. Dadurch ist eine Bodenfläche 84 des Korpus 74 räumlich von einem Untergrund, auf dem der Loungehocker 72 aufgestellt ist, getrennt. Figur 5 ist eine perspektivische Wiedergabe der Bodenfläche 84 des Loungehockers 72 mit integriertem Perkussions-Musikinstrument zu entnehmen.
Vorzugsweise in der Bodenfläche 84 des Loungehockers 72 befindet sich ein Schallloch54, welches von einer Umrandung 56 begrenzt wird. Figur 5 ist auch zu entnehmen, dass sich im Inneren des Korpus 72 ein Hohlraum 58 befindet.
Der Hohlraum 58 ist begrenzt von der Sitzfläche 12, der Frontseite70, der mindestens einen Seitenfläche76, der Rückseite 78 und der Bodenfläche 84. Diese Komponenten sind durch form- oder stoffschlüssige Verbindungstechniken wie Kleben, Schweißen, Nageln, Schrauben oder ähnlichem, abhängig vom Material des Loungehockers 72, verbunden. Die dabei entstehenden Kanten sind vorzugsweise abgerundet.
Da der Korpus 74 des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Loungehockers 72 als Klangkörper dient und sich durch die Hockerbeine 82 in einem Abstand von der Unterlage befindet, wird das Schallloch 54 in der Bodenfläche 84 ausgebildet. Dadurch werden, hinter oder seitlich neben dem Loungehocker mit integriertem Perkussions-Musikinstrument sitzende, weitere Musiker oder das Publikum durch die Schwingungen des Perkussions-Musikinstrumentes weniger beeinträchtigt, da die Schallwellen in Richtung des Bodens hin, aus dem als Klangkörper dienenden Korpus 74austreten.
Je nach Ausführungsvariante kann der als Klangkörper des Perkussions-Musikinstrumentes, insbesondere des Cajons dienende Korpus 74 auf drei oder mehr Hockerbeinen 82, oder, wenn jedes Hockerbein 82 die Breite der Sitzfläche 12 hat, zwei Hockbeinen 82 abgestützt sein. Neben einer quaderförmigen Ausführung des Korpus 74 sind auch andere Raumgeometrien, wie beispielsweise Pentaeder oder andere Polyeder denkbar. In den Darstellungen gemäß Figur 4 und 5 ist angedeutet, dass der Loungehocker 72 eine rechteckige Frontseite 70 aufweist. Es sind aber auch andere Ausführungsvarianten, mit beispielsweise quadratischer oder trapezförmiger Frontseite 70 möglich. Der Loungehocker 72 kann aus Holz, Plexiglas, daher transparent, oder einem anderen Kunststoffmaterial, beziehungsweise Kombinationen dieser Materialen, gefertigt sein. Ist der vorgeschlagene Loungehocker 72 aus Holz gefertigt, so können in einer weiteren Ausfuhrungsmöglichkeit einzelne Teile wie beispielsweise die Schlagfläche 52, aus Plexiglas oder aus einem anderen Kunststoffmaterial gefertigt sein.
Aus Fig.6 ist die Frontansicht des Sitzmöbels mit integriertem Perkussions-Musikinstrument zu entnehmen.
Aus der Darstellung gemäß Fig. 6 geht hervor, dass sich die Sitzfläche 12 im Wesentlichen in horizontaler Richtung mit einem Neigungswinkel zwischen 90° bis 1 10° von der Rückenlehne 26 aus erstreckt. Die Rückenlehne 26 kann auch hinsichtlich ihrer Neigung verstellbar ausgebildet sein. Die Sitzfläche 12 die obere Deckenseite des Korpus 74, der einen Hohlraum 58 umfasst. Der Hohlraum 58 ist einerseits von der Sitzfläche 12, andererseits von den beiden Seitenflächen 76 und andererseits von einer der Frontseite 70 gegenüberliegenden Seite oder einem Fortsatz der Rückenlehne 92 begrenzt. Durch Bezugszeichen 94 werden gerundete Kanten angedeutet, an denen die einzelnen Flächen 12, 70, 76, 78, 84 des Korpus 74 aneinander stoßen und miteinander verbunden sind.
Aus der Darstellung gemäß Fig. 6 geht hervor, dass sich quer zur Frontseite 70 eine Anzahl von Schnarrsaiten 60 oder ein Schnarrseiten-Teppich von einer der abgerundeten Kanten 94 zur gegenüberliegenden abgerundeten Kante 94 erstreckt. Die Schnarrsaiten 60 können spannbar sein und liegen unmittelbar hinter der Frontseite70, die als Bedienfläche des Perkussions- Musikinstrumentes des Sitzmöbels 10 dient. In der Darstellung gemäß Figur 6 ist angedeutet, dass die Frontfläche 70 eine Trapezform 88 aufweist. Die Frontfläche 70 kann auch quadratisch oder rechteckig ausgebildet sein, aus Holz beschaffen sein oder auch aus Plexiglas, d.h. transparent beschaffen sein oder kann auch aus einem anderen Kunststoffmaterial gefertigt sein. Die in der Darstellung gemäß Fig. 6
angedeuteten Schnarrsaiten 60 liegen unmittelbar hinter der Innenseite der Frontseite und werden bei deren Anschlagen in Schwingung versetzt, was zu dem klassischen schnarrenden Geräusch führt, was mit einem, insbesondere als Cajon ausgebildeten Perkussions-Musikinstrument, erzeugt wird.
Aus der Darstellung gemäß Fig. 6 geht schematisch hervor, dass die Schnarrsaiten 60
an einer gegenüberliegenden Einspannstelle 90 unmittelbar hinter der als Bedienfläche dienenden Frontfläche 70 eingespannt sind. Lässt sich eine Person auf das Sitzmöbel 10 nieder, so liegt die als Bedienfläche dienende Frontseite unmittel im Bereich der Hände, so dass jemand, der auf dem Sitzmöbel 10 Platz nimmt, das Perkussions-Musikinstrument ohne Einbuße an Sitzkomfort spielen kann.
Der Schnittdarstellung gemäß Fig. 7 des als Stuhl ausgeführten, erfindungsgemäßen Sitzmöbels, ist zu entnehmen, dass die Rückenlehne26, weil sie - wie im Ausfuhrungsbeispiel gemäß Fig. 6 starr angeordnet - in Stuhlbeinfortsätzen 96, die sich in das Innere des Hohlraumes 58 erstrecken fixiert ist. Aus der Darstellung gemäß Fig. 7 geht hervor, dass der Hohlraum 58 des als
Klangkörper dienenden Korpus 74 des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Sitzmöbels 10 in seiner Bodenfläche 84 ein Schallloch 38 aufweist. Das Schallloch 74 ist von einer Umrandung 56 in der Bodenfläche 84 begrenzt. Da der Korpus 74 des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Sitzmöbels 10 als Klangkörper dient und durch die Stuhlbeine 14 in einem Abstand von der Bodenfläche aufgenommen ist, wird das Schallloch 54 in der Bodenfläche 84 ausgebildet und nicht in der rückwärtigen, d.h. im Bereich der Rückenlehne 26 liegenden Seite des Korpus 74 ausgebildet. Hinter dem Sitzmöbel mit integriertem Perkussions-Musikinstrument sitzende weitere Musikanten oder Publikum werden durch die Schwingungen des Perkussions- Musikinstrumentes weniger beeinträchtigt, da die Schallwellen nun in Richtung des Bodens hin, aus dem als Klangkörper dienenden Korpus 74 austreten.
Je nach Ausfuhrungsvariante kann der als Klangkörper des Perkussions-Musikinstrumentes, insbesondere des Cajons dienende Korpus 74 auf drei Stuhlbeinen 14 oder auf vier Stuhlbeinen 14 abgestützt sein.
Die Darstellung gemäß Fig.7 zeigt, dass die Kanten 94, die auf der Außenseite als abgerundete Kanten ausgebildet sind, im Inneren des Hohlraumes 58 durch Stuhlbeinfortsätze 96 versteift werden können. Diese dienen zudem bei Ausbildung einer Schlitzung in diesen, zur Aufnahme eines Lehnenfortsatzes 92 der Rückenlehne 26.
Die Schnittdarstellung gemäß Fig. 7 zeigt des Weiteren, dass die Schnarrsaiten 60 bzw. ein korrespondierender Schnarrsaiten-Teppich hinter der als Bedienfläche dienenden Frontseite des Korpus 74 angeordnet sind.
Eine Einspannstelle der Schnarrsaiten 60 ist in der Darstellung gemäß Fig. 7 durch
Bezugszeichen 90 angedeutet. Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sitzmöbel 10, was außer als Stuhl auch als Sessel, Sofa oder auch Barhocker ausgestaltet werden kann, können z.B. bei Veranstaltungen oder Workshops die teilnehmenden Personen, ohne dass größere Umbauten erforderlich würden, unmittelbar musizieren, was abhängig von der Materialwahl bzw. der Stimmung der Schnarrsaiten 60 bzw. Schnarrsaiten-Teppich im Inneren des Korpus 74 im Hohlraum 58erfolgen kann. Zeitaufwendige Umbauten zur Vornahme von Perkussions-Performances sind nicht erforderlich, ebenso kann das relativ aufwendige Aufbauen eines Schlagzeuges - um ein Beispiel zu nennen - entfallen.
Bezugszeichenliste
10 Sitzmöbel 88 Trapezform
12 Sitzfläche 90 Eispannstelle
14 Stuhlbein 92 Lehnenfortsatz
16 Vorderstuhlbein 94 abgerundete Außenkanten
18 Hinterstuhlbein 96 Stuhlbeinfortsatz
20 Mittelstück: 98 Schlitzung
22 Seitenteil
24 Rückenteil
26 Rückenlehne
28 Innenseite
30 Führungsschiene
50 Trommel
52 Schlagfläche
54 Schallloch
56 Umwandung
58 Hohlraum
60 Schnarrmechanismus
62 Spund
64 Bodenfläche
66 Oberseite der Trommel
68 Seitenfläche
70 Frontseite
72 Loungehocker
74 Korpus
76 Seitenfläche
78 Rückseite
80 Schwingende Platte
82 Hockerbein
84 Bodenfläche
86 Kante
