KIONTKE, Martin (Schubartstrasse 3a, Korntal-Muenchingen, 70825, DE)
KOERKEMEYER, Jens (Alexandrinenplatz 1, Remseck, 71686, DE)
SCHAICH, Udo (Keltenweg 57, Stuttgart, 70378, DE)
KIONTKE, Martin (Schubartstrasse 3a, Korntal-Muenchingen, 70825, DE)
KOERKEMEYER, Jens (Alexandrinenplatz 1, Remseck, 71686, DE)
Anspruche
1. Piezoaktor (2) mit einem Piezoelement (3), bestehend aus einem Mehrschichtaufbau von Piezolagen, wobei zwischen den Piezolagen angeordnete Innenelektroden in Richtung des La- genaufbaus des Piezoelements (3) abwechselnd mit einer un- terschiedlichen Polarität einer elektrischen Spannung be ¬ aufschlagt sind und mit einem mindestens die Piezolagen um ¬ gebenden elastischen Isolationsmedium (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Piezoelement (3) von einer elastischen Kunststoffumspritzung (10) als Isolationsmedium umgeben ist und dass der Piezoaktor (2) einen Aktorfuß (4) und einen Aktorkopf (5) aufweist, die vorzugsweise aus Stahl gefer ¬ tigt sind und die jeweils mit der Kunststoffumspritzung (10) mechanisch verbunden sind, wobei die Verbindung zwi ¬ schen der Kunststoffumspritzung (10) und mindestens mit dem Aktorkopf (5) über eine Verkrallung (11) der aneinander liegenden Oberflachen gebildet ist.
2. Piezoaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffumspritzung (10) aus Fluorkautschuk gebildet ist.
3. Piezoaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkrallung (11) der Kunststoffumspritzung (10) mit dem Aktorkopf (5) über mindestens eine Ringnut (12) am Aktorkopf (5) erfolgt, in die die Kunststoffum ¬ spritzung (10) eingreift.
4. Piezoaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkrallung (11) der Kunststoffumspritzung (10) mit dem Aktorkopf (5) über eine Querbohrung (15) im Aktorkopf (5) erfolgt, in die sich das Material der Kunst- stoffumspritzung (10) einfugt.
5. Piezoaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkrallung (11) der Kunststoffumspritzung (10) mit dem Aktorkopf (5) über eine zumindest teilweise Aufrauung (16) oder eine zumindest teilweise flachenhafte Vertiefungsstruktur der Oberflache des Aktorkopfs (5) er ¬ folgt, in deren Vertiefungen sich das Material der Kunst ¬ stoffumspritzung (10) einfugt.
6. Piezoaktor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die flachenhafte Vertiefungsstruktur der Oberflache des Ak ¬ torkopfs (5) eine Randelung (14) ist.
7. Piezoaktor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrauung (16) der Oberflache des Aktorkopfs (5) durch eine mechanische Oberflachenbehandlung hergestellt ist.
8. Piezoaktor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrauung (16) der Oberflache des Aktorkopfs (5) durch eine chemische Oberflachenbehandlung hergestellt ist.
9. Piezoaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktorkopf (5) einen axial hinten liegenden Bund (13) als Anlage und/oder Auslaufgeo- metrie für die Kunststoffumspritzung (10) aufweist.
10. Piezoaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Piezoaktor (2) Bestandteil eines Piezoinjektors in einem Einspritzsystem für Kraft ¬ stoff in einem Verbrennungsmotor ist, wobei der Kraftstoff die Kunststoffumspritzung (10) umströmt. |
BeSchreibung
Titel Piezoaktor mit einer Ummantelung
Die Erfindung betrifft einen ummantelten, beispielsweise von flussigen Medien umströmten Piezoaktor, nach den gat- tungsgemaßen Merkmalen des Hauptanspruchs.
Stand der Technik
Es ist an sich bekannt, dass zum Aufbau des zuvor erwähnten Piezoaktors ein Piezoelement so eingesetzt werden kann, dass unter Ausnutzung des sogenannten Piezoeffekts eine Steuerung des Nadelhubes eines Ventils oder dergleichen vorgenommen werden kann. Das Piezoelement ist aus einem Material mit einer geeigneten Kristallstruktur so aufgebaut, dass bei Anlage einer äußeren elektrischen Spannung eine mechanische Reaktion des Piezoelements erfolgt, die in Ab ¬ hängigkeit von der Kristallstruktur und der Anlagebereiche der elektrischen Spannung einen Druck oder Zug in eine vorgebbare Richtung darstellt. Derartige Piezoaktoren eignen sich beispielsweise für Anwendungen, bei denen Hubbewegun- gen unter hohen Betatigungskraften und hohen Taktfrequenzen ablaufen .
Beispielsweise ist ein solcher Piezoaktor als Bestandteil eines Piezoinjektors aus der DE 100 26 005 Al bekannt, der zur Ansteuerung der Dusennadel bei Injektoren zur Einsprit ¬ zung von Kraftstoff in den Brennraum eines Verbrennungsmo ¬ tors verwendet werden kann. Bei diesem Piezoaktor ist ein Piezoelement als Stapel mehrerer elektrisch miteinander gekoppelter piezokeramischer Schichten aufgebaut, das über
einen Aktorfuß und einen Aktorkopf unter Vorspannung zwi ¬ schen zwei Anschlagen gehalten ist. Jede piezokeramische Schicht ist als Piezolage zwischen zwei Innenelektroden eingefasst, über die von außen eine elektrische Spannung angelegt werden kann. Aufgrund dieser elektrischen Spannung fuhren die piezokeramischen Schichten dann jeweils kleine Hubbewegungen in Richtung des Potentialgefalles aus, die sich zum Gesamthub des Piezoaktors addieren. Dieser Gesamt ¬ hub ist über die Hohe der angelegten Spannung veränderbar und kann auf ein mechanisches Stellglied übertragen werden.
Solche bekannte Anordnungen werden häufig zur Einbringung von Kraftstoff in direkteinspritzende Dieselmotoren als so genannte Common-Rail-Systeme eingesetzt. Bei diesen als Common-Rail-Injektoren bekannten Systemen kann dabei der
Einspritzdruck auf einfache Weise an die Last und Drehzahl des Verbrennungsmotors angepasst werden.
Diese Common-Rail-Injektoren können dabei so aufgebaut wer- den, dass eine indirekt vom Piezoaktor gesteuerte Dusenna- del vorhanden ist, wobei der Piezoaktor direkt oder indi ¬ rekt vom Druck des Kraftstoffs umgeben ist und zwischen der Dusennadel und dem Piezoaktor lediglich ein hydraulischer Kopplungsraum vorgesehen ist. Hierbei ist es wichtig, dass der relativ empfindliche Piezoaktor im Inneren eines Halte- korpers vor einer zu großen Druckbelastung, die in Niederducksystem bis zu 60 bar betragen kann, und vor einer Temperaturbelastung im Bereich von -40 0 C bis 160 °C geschützt wird. Zusatzlich ist auch noch ein Schutz vor mechanischem Stoß oder Druck insbesondere hinsichtlich der elektrischen Isolierung notwendig.
Um eine elektrische und mechanische Isolierung des Piezoak ¬ tors zu erreichen, wird oft eine Ummantelung des Piezoak- tormoduls vorgeschlagen. Aus der DE 102 30 032 Al ist zur
Vermeidung der zuvor beschriebenen Nachteile eine Anordnung
mit einem Piezoaktor in umströmenden Medien bekannt, bei der die Keramikschichten des Piezoelements in einer form- veranderlichen Isolationsmasse vergossen sind, die wiederum in einem seitlich und am oberen und unteren Ende gegenüber dem Medium fest verschlossenen Gehausemantel eingebracht ist.
Für sich gesehen ist es aus einer Reihe von Anwendungen bekannt, dass mit einer elastischen Kunststoffumspritzung der Piezoaktor vor den zuvor erwähnten schädlichen Einflüssen geschützt wird. Diese erreichen den gewünschten Schutz des Piezoaktors durch eine Hulsen-Membran-Kombination . Dabei wird der Piezoaktor innerhalb einer Hülse positioniert und die offenen Enden der Hülse werden durch Schweißnahte ver- schlössen. Dabei sind an einem Ende (Aktorkopf) ein Stahl ¬ bauteil sowie eine Metallmembran angeordnet, wobei sich die Membran an den Hub des Piezoaktors anpasst. An dem anderen Ende befindet sich ebenfalls ein Stahlbauteil (Aktorfuß) , durch das über isolierte Zuleitungen die elektrische Kon- taktierung des Piezoaktors ermöglicht wird. Diese Anordnun ¬ gen sind in der Regel nur sehr aufwendig und kostenintensiv zu realisieren.
Offenbarung der Erfindung
Die Erfindung geht von einem eingangs beschriebenen Piezoaktor mit einem Piezoelement aus, das aus einem Mehr ¬ schichtaufbau von Piezolagen besteht, wobei zwischen den Piezolagen angeordnete Innenelektroden in Richtung des La- genaufbaus des Piezoelements abwechselnd mit einer unter ¬ schiedlichen Polarität einer elektrischen Spannung beaufschlagt sind. Weiterhin ist ein mindestens die Piezolagen umgebendes in vorgegebenen Grenzen elastisches Isolationsmedium vorhanden. Erfindungsgemaß ist in vorteilhafter Wei- se das Piezoelement von einer elastischen Kunststoffumspritzung, vorzugsweise aus Fluorkautschuk, als Isolations-
medium umgeben und der Piezoaktor weist einen Aktorfuß und einen Aktorkopf aus Stahl auf, die jeweils mit der Kunst- stoffumspritzung mechanisch verbunden sind. Die mechanische Verbindung zwischen der Kunststoffumspritzung und mindes- tens mit dem Aktorkopf wird dabei über eine Verkrallung der aneinander liegenden Oberflachen gebildet.
Mit der Erfindung ist somit ein Verkrallen oder Verhaken der Kunststoffumspritzung mit dem Aktorkopf-/fuß über die Beißkanten von Vertiefungen, Nuten oder Bohrungen möglich. Die in der Regel benotigte homogene Warmeabfuhr vom Piezo ¬ aktor an eine umspulende Flüssigkeit wird durch die form- schlussige Kunststoffumspritzung ebenfalls gewahrleistet.
Weiterhin wird durch die naturliche Elastizität des Kunst ¬ stoffes der Piezoaktor in seiner Hubbewegung nicht be ¬ schrankt. Wahrend der Hubbewegung erfolgt eine elastische Verformung der Kunststoffumspritzung als Ummantelung, die am Ende der Hubbewegung wieder in ihren Ausgangszustand zu- ruckkehrt. Die gewünschte elektrische Isolierung zu angren ¬ zenden Bauteilen wird ebenfalls durch die Kunststoffumspritzung garantiert, da sie den gesamten Aktor vollständig umschließt .
Gemäß der Erfindung kann somit ein einfacher, robuster und kostengünstiger Aufbau eines Piezoaktormoduls erreicht wer ¬ den, insbesondere da eine sonst übliche kompliziert zu ver ¬ schweißende Hülse um den isolierten Piezoaktor, meistens aus Stahl, hier nicht mehr benotigt wird. Die Kostenerspar- nis wird nicht nur durch den Wegfall von Bauteilen sondern auch durch den Wegfall von Montage und Prüfschritten er ¬ zielt. Beispielsweise kann im Vergleich zu den bekannten Anordnungen das Aufpressen der Hülse auf den Aktorfuß, das Verschweißen Hülse am Aktorfuß, das Befullen des Piezoak- tormoduls mit einer 2-Komponenten-Vergussmasse zur Isolie ¬ rung, die Montage einer Membran, das Befullen des Aktormo-
duls mit Helium, das Verschweißung der Membran und die He- liumdichtheitsprufung des Piezoaktormoduls entfallen. Weitere Kostenreduzierungen können auch durch die nun möglichen Maßanderungen an Aktorkopf und am Aktorfuß erzielt werden, da durch den Wegfall der Hülse diese nicht mehr auf den Aktorfuß aufgepresst werden muss. Der Pressdurchmesser kann deshalb durch ein wesentlich unkritischeres Maß ersetzt werden. In gleicher Weise kann auch am Aktorkopf der Bereich, auf dem sonst die Membran verschweißt wird, eben- falls kostengünstiger gestaltet werden.
Gemäß einer ersten Ausfuhrungsform kann die Verkrallung der Kunststoffumspritzung mit dem Aktorkopf vorteilhaft über mindestens eine Ringnut am Aktorkopf erfolgen, in die die Kunststoffumspritzung eingreift. Bei einer anderen Ausfuhrungsform kann die Verkrallung der Kunststoffumspritzung mit dem Aktorkopf über eine Querbohrung im Aktorkopf erfol ¬ gen, in die sich das Material der Kunststoffumspritzung einfugt. Weiterhin ist es auch auf einfache Weise möglich, dass die Verkrallung der Kunststoffumspritzung mit dem Aktorkopf über eine zumindest teilweise Aufrauung oder eine zumindest teilweise flachenhafte Vertiefungsstruktur der Oberflache des Aktorkopfs erfolgt, in deren Vertiefungen sich das Material der Kunststoffumspritzung einfugt.
Bei der letztgenannten Ausfuhrungsform kann die flachenhafte Vertiefungsstruktur der Oberflache des Aktorkopfs bei ¬ spielsweise eine Randelung, Einbringen von Riefen oder ahnliches sein oder es kann eine Aufrauung der Oberflache des Aktorkopfs durch eine mechanische oder chemische Oberfla ¬ chenbehandlung hergestellt werden. Die mechanische Behand ¬ lung kann in vorteilhafter Weise zum Beispiel durch Sandstrahlen, Bürsten oder ahnliche mechanische Verfahren und die chemische Aufrauung durch eine Oberflachenbehandlung mit aggressiven Substanzen durchgeführt werden.
Um eine optimale mechanische Verkrallung der Kunststoffum- spritzung insbesondere in axialer Richtung zu erreichen, ist es möglich den Aktorkopf mit einem axial hinten liegen ¬ den Bund als Anlage und/oder Auslaufgeometrie für die Kunststoffumspritzung auszufuhren.
Bei einer bevorzugen Ausfuhrung ist der Piezoaktor Bestandteil eines Piezoinjektors für ein Einspritzsystem für Kraftstoff bei einem Verbrennungsmotor, wobei der Kraft- Stoff die Kunststoffumspritzung umströmen kann. Hierbei ist somit in vorteilhafter Weise ein mechanischer Schutz des Piezoaktors vor äußerer Krafteinwirkung, wie Stoß oder Raildruck des Kraftstoffs, und auch eine bessere chemische Beständigkeit gegenüber dem Kraftstoff, wie zum Beispiel Diesel, PME, Benzin oder Wasser, auch ohne eine zusatzliche Hülse erreichbar.
In besonderer Weise ist auch verhindert, dass der Kraft ¬ stoff oder eine sonstige Flüssigkeit in Spalten zwischen dem Piezoaktor und dem Aktorfuß bzw. dem Aktorkopf eindringen kann. Weiterhin ist auch ein Schutz vor elektrischen Wechselwirkungen des Piezoaktors mit angrenzenden Bauteilen, wie zum Beispiel dem Haltekorper eines Piezoinjektors durch die vollständige und dichte Ummantelung gegeben.
Um zu gewahrleisten, dass die Kunststoffumspritzung über ihre Lebensdauer keine Zersetzungserscheinungen durch den Kraftstoff bzw. mechanische Kräfte sowie Großenschwankungen durch Aufquellungen aufweist, ist der Einsatz von Fluorkau- tschuk statt eines bisher üblicherweise verwendeten Elasto ¬ mers besonders vorteilhaft. Diese bisher verwendeten E- lastomere sind teilweise durchlassig für verschiedene Kraftstoffe bzw. pflanzliches Methylester (PME) , zum Beispiel Rapsmethylester, und weisen in der Regel ein unguns- tiges Quellverhalten auf.
Durch die außerordentlich formschlussige Aufbringung der Kunststoffumspritzung aus Fluorkautschuk ist es möglich, dass das Piezoaktormodul innerhalb eines Niederdruckbe ¬ reichs betrieben werden kann. In Kraftstoff- einspritzsystemen werden zum Beispiel Drucke im Bereich von 60 bar erreicht, wobei die auftretende Beeinflussung durch hydraulischen Druck und dynamische Druckschwankungen in der erfindungsgemaßen Kunststoffumspritzung durch eine entsprechende elastische Verformung ausgeglichen wird.
Mit geeigneten technischen Mitteln können auf einfache Wei ¬ se die hohen Anforderungen an die Umspritzung des Piezoak- tors erfüllt werden, die insbesondere einen homogenen Auf ¬ bau betreffen, damit keine Lunker, Einschlüsse, Poren oder sonstige Störungen im Gefugeaufbau auftreten, die zu einer unerwünschten Rissbildung fuhren konnten.
Durch die elastischen Eigenschaften der erfindungsgemaßen Kunststoffumspritzung wird sichergestellt, dass der Piezo- aktor nicht in seinem Hub behindert wird. Die Kunststoffum ¬ spritzung verkürzt bzw. verlängert sich dabei bei entspre ¬ chenden Aktorbewegungen. Da leicht sichergestellt werden kann, dass die Kunststoffumspritzung vollständig am Piezo- aktor haftet, kann der Hub über eine Verschiebung innerhalb der Wandstarke ausgeglichen werden. Eine gute Wärmeablei ¬ tung ist durch entsprechend geringe Wandstarken und durch gute Warmeleitwerte des verwendeten Materials der Kunst ¬ stoffumspritzung ebenfalls sichergestellt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausfuhrungsbeispiele des erfindungsgemaßen Piezoaktors wer ¬ den anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen: Figur 1 einen Schnitt durch einen ummantelten Piezoaktor mit einem Aktorkopf und einem Aktorfuß mit einer
Verkrallung des Aktorfußes an der Ummantelung,
Figur 2 eine detaillierte Ansicht des Aktorkopfes nach der Figur 1 mit einer Ringnut zur Verkrallung der 0- berflachen des Aktorfußes an der Ummantelung,
Figur 3 eine detaillierte Ansicht des Aktorkopfes nach der Figur 1 mit einer Randelung zur Verkrallung der
Oberflachen des Aktorfußes an der Ummantelung,
Figur 4 eine detaillierte Ansicht des Aktorkopfes nach der Figur 1 mit einer Querbohrung zur Verkrallung der Oberflachen des Aktorfußes an der Ummantelung und Figur 5 eine detaillierte Ansicht des Aktorkopfes nach der Figur 1 mit einer Verrauung zur Verkrallung der Oberflachen des Aktorfußes an der Ummantelung.
Ausfuhrungsformen der Erfindung
In Figur 1 ist eine Anordnung 1 mit einem Piezoaktor 2 gezeigt, die beispielsweise zur Nadelhubsteuerung im Einspritzsystem für Kraftstoff bei einem Verbrennungsmotor eingesetzt werden kann. Ein Piezoelement 3 ist Bestandteil des Piezoaktors 2, der weiterhin noch einen Aktorfuß 4 und einen Aktorkopf 5 aus Stahl aufweist. Es sind elektrische Zuleitungen 6 und 7 durch den Aktorfuß 4 gefuhrt, die über Außenelektroden 8 und 9 an hier nicht dargestellten Innen ¬ elektroden im Piezoelement 3 kontaktiert sind. Bei einer Betätigung des Piezoaktors 2 durch eine Spannungsbeauf ¬ schlagung der Innenelektroden kann eine hier senkrecht unterhalb des Aktorkopfes 5 befindliche mechanische Anordnung derart betätigt werden, dass hier eine Freigabe einer Du- senoffnung des Einspritzsystems erfolgen kann.
Die Anordnung 1 mit dem Piezoaktor 2 ist in einem hier nicht gezeigten Injektorkorper eingebaut, wobei der Kraft ¬ stoff durch den Innenraum des Injektorkorpers an der Anordnung 1 vorgeigefuhrt wird. Dieser Kraftstoff kann dann bei- spielsweise bei einem sogenannten Common-Rail-System unter dem in der Beschreibungseinleitung erwähnten Raildruck oder
einem anderen vorgebbaren Druck in den Brennraum eines hier nicht dargestellten Verbrennungsmotors injiziert werden.
Um den Piezoaktor 2 vor dem umströmenden Kraftstoff und vor sonstigen schädlichen Einwirkungen zu schützen, ist eine
Kunststoffumspritzung 10, hier aus Fluorkautschuk, vorhanden, die insbesondere das empfindliche Piezoelement 3 fest umschließt und außerdem mit dem Aktorkopf 5 über eine unten noch naher erläuterte Verkrallung 11 bei der Montage ver- bunden ist.
Um diese Ummantelung aus Fluorkautschuk auf den Piezoaktor 2 aufzubringen, können zum Beispiel folgende Montageschrit ¬ te durchgeführt werden: Der Piezoaktor 2 wird mit dem Ak- torfuß 4 und dem Aktorkopf 5 auf einer plan geschliffenen
Auflageflache positioniert um die Aufnahme der entstehenden Aktorkrafte und deren übertragung auf angrenzende Bauteile zu ermöglichen. Eine direkte übertragung der Kräfte durch den Piezoaktor 2 ist nicht möglich, da der Piezoaktor 2 sehr empfindlich ist und an die Kontaktstellen hohe Anforderungen gestellt werden. Weiterhin muss eine elektrische Kontaktierung des Piezoaktors 2 ermöglicht werden, wobei der Piezoaktor 2 mit dem Aktorfuß 4 und dem Aktorkopf 5 an den Berührungsflächen zunächst mit Klebstoff fixiert werden kann, um eine Erleichterung der nachfolgenden Arbeitsschritte zu erreichen.
Um die Funktionsfahigkeit der Kunststoffumspritzung 10, als Ummantelung zu gewahrleisten, ist es notwendig angrenzende Bauteile mit geeigneten Geometrien zu versehen. Dazu gehört auch eine hydraulisch druckgunstige Auslegung, um dem Kraftstoff oder dem Kraftstoffgemisch so wenig Angriffsfla ¬ che wie möglich zu bieten. Dies ist notwendig, um ein Ablo ¬ sen der Kunststoffumspritzung 10 von den Stahlbauteilen des Aktorfußes 4 und dem Aktorkopf 5 bzw. dem Piezoelement 3 zu verhindern .
Weiterhin wird erfindungsgemaß vorgeschlagen, die Oberfla ¬ che des Aktorfußes 4 und des Aktorkopfs 5, an denen die Kunststoffumspritzung 10 haften soll, mit den geeigneten Verkrallungen 11 bzw. Beißkanten zu versehen. Diese dienen ebenfalls auch dem Zweck, ein mögliches Ablosen zu verhindern .
Aus Figur 2 ist der Aktorfuß 5 im Detail zu entnehmen, wo- bei hier eine Ringnut 12 als Element zur Gestaltung der
Verkrallung 11 nach der Figur 1 vorgesehen ist. Ferner ist auch ein Bund 13 als Anlage und Auslaufgeometrie für die Kunststoffumspritzung 10 nach der Figur 1 zu erkennen.
Figur 3 zeigt ein anderes Ausfuhrungsbeispiel der Verkral ¬ lung 11 mit einer Randelung 14 auf dem Umfang der Oberflache des Aktorfußes 5 zur Verkrallung der Kunststoffumsprit ¬ zung 10 nach der Figur 1.
In Figur 4 ist ein Ausfuhrungsbeispiel mit einer Querboh ¬ rung 15 im Aktorkopf 5 gezeigt, in die sich das Material der Kunststoffumspritzung 10 einfugt.
Außerdem ist noch aus Figur 5 ein Ausfuhrungsbeispiel zu entnehmen, bei dem über eine zumindest teilweise Aufrauung 16 oder eine zumindest teilweise flachenhafte Vertiefungs ¬ struktur der Oberflache des Aktorkopf 5 die Verkrallung 11 erfolgt, wobei sich in die Vertiefungen der mechanisch oder chemisch erzeugten Aufrauungen das Material der Kunststoff- umspritzung 10 einfugt.
Ein mit den erläuterten Ausfuhrungsbeispielen gestaltetes Modul mit dem Piezoaktor 2 kann nun im Spritzgussverfahren mit einer Fluorkautschukummantelung als Kunststoffumsprit- zung 10 gemäß der Figur 1 versehen werden. Die Außengeometrie der Kunststoffumspritzung 10 kann dabei an die jeweili-
gen Anforderungen beliebig angepasst werden, insbesondere in Bezug auf die Geometrie der verwendeten Piezoaktoren, dem Konzept der Wärmeableitung oder dem zur Verfugung stehenden Einbauraum im Haltekorper des zuvor erwähnten Pie- zoinjektors.
