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Patent Searching and Data


Title:
PIEZOELECTRIC MULTILAYER ACTUATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/013788
Kind Code:
A1
Abstract:
A piezoelectric multilayer actuator (100) is specified comprising a stack (1) of piezoelectric layers arranged one above another and first electrode layers (2) and second electrode layers (3) arranged alternately one above another between said piezoelectric layers, said electrode layers extending into the stack (1) from a first and a second lateral face (4, 5) of the stack (1) and overlapping in the stack (1). The first lateral face (4) holds a first contact element (6) in electrical contact with the first electrode layers (2) and the second lateral face (5) holds a second contact element (7) in electrical contact with the second electrode layers (3). The first and second contact elements (6, 7) each have a wire mesh, wherein at least one wire mesh has a twill-weave structure.

Inventors:
GABL, Reinhard (St. Peter 100, St. Peter, A-8542, AT)
GALLER, Martin (Ungergasse 30, Graz, A-8020, AT)
STANI, Andreas (Miraweg 17, Leibnitz, A-8430, AT)
OTTLINGER, Marion (Flurweg 52, Deutschlandsberg, A-8530, AT)
Application Number:
EP2011/063123
Publication Date:
February 02, 2012
Filing Date:
July 29, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EPCOS AG (St.-Martin-Straße 53, München, 81669, DE)
GABL, Reinhard (St. Peter 100, St. Peter, A-8542, AT)
GALLER, Martin (Ungergasse 30, Graz, A-8020, AT)
STANI, Andreas (Miraweg 17, Leibnitz, A-8430, AT)
OTTLINGER, Marion (Flurweg 52, Deutschlandsberg, A-8530, AT)
International Classes:
H01L41/047; H01L41/083
Attorney, Agent or Firm:
EPPING HERMANN FISCHER PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH (Ridlerstraße 55, München, 80339, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Piezoelektrischer Vielschichtaktor (100)

- mit einem Stapel (1) aus übereinander angeordneten

piezoelektrischen Schichten und dazwischen angeordneten ersten Elektrodenschichten (2) und zweiten

Elektrodenschichten (3),

- wobei sich die ersten Elektrodenschichten (2) von einer

ersten Seitenfläche (4) des Stapels (1) in den Stapel (1) hineinerstrecken und sich die zweiten

Elektrodenschichten (3) von einer zweiten Seitenfläche (5) des Stapels (1) in den Stapel (1) hineinerstrecken,

- wobei sich die ersten Elektrodenschichten (2) und die

zweiten Elektrodenschichten (3) im Stapel (1)

überlappen,

- wobei auf der ersten Seitenfläche (4) ein erstes

Kontaktelement (6) in elektrischem Kontakt mit den ersten Elektrodenschichten (2) und auf der zweiten

Seitenfläche (5) ein zweites Kontaktelement (7) in elektrischem Kontakt mit den zweiten Elektrodenschichten (3) angeordnet ist,

- wobei das erste und das zweite Kontaktelement (6, 7)

jeweils ein Drahtgewebe aufweisen,

- wobei zumindest ein Drahtgewebe eine Körperbindung

aufweist .

2. Vielschichtaktor nach Anspruch 1,

- wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches eine Streckgrenze von größer oder gleich 380 N/mm2 aufweist. Vielschichtaktor nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches eine Zugfestigkeit von großer oder gleich 500 N/mm2 aufweist.

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches eine Bruchdehnung von größer oder gleich 20% aufweist .

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von größer oder gleich 1,1·10~5 aufweist.

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches ein Elastizitätsmodul von in etwa 200000 MPa aufweist .

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe eine Maschenweite von größer oder gleich 0,1 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm aufweist .

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Material aufweist, welches eine Drahtstärke von größer oder gleich 0,03 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm aufweist.

Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Drahtgewebe ein Verhältnis von

Drahtstärke zu Maschenweite in einem Bereich zwischen 0,3 und 0,45 aufweist.

10. Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, - wobei das zumindest eine Drahtgewebe eine Maschenweite

aufweist und das Verhältnis der Maschenweite zu einem Abstand jeweils zweier direkt zueinander benachbarter erster (2) oder jeweils zweier direkt zueinander

benachbarter zweiter (3) Elektrodenschichten in einem Bereich zwischen 2,5 und 3,5 liegt.

. Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüch wobei das zumindest eine Drahtgewebe einen austenitischen nichtrostenden Stahl oder eine Nickel-Chrom-Legierung aufweist .

. Vielschichtaktor nach Anspruch 11,

wobei das zumindest eine Drahtgewebe eine Nickel-Chrom

Legierung mit einem Verhältnis von Nickel zu Chrom von 80 zu 20 aufweist.

13. Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, - wobei das erste und das zweite Kontaktelement (6, 7) gleich ausgeführt sind.

14. Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

- wobei auf der ersten und zweiten Seitenfläche (4, 5)

jeweils eine elektrische Kontaktschicht angeordnet ist,

- wobei das erste und das zweite Kontaktelement (6, 7)

jeweils auf einer der elektrischen Kontaktschichten aufgelötet ist.

15. Vielschichtaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, - wobei ein Kontaktstift zur Weiterkontaktierung in das

zumindest eine Drahtgewebe integriert ist.

Description:
Beschreibung

Piezoelektrischer VielSchichtaktor

Es wird ein piezoelektrischer Vielschichtaktor mit einem Stapel aus piezoelektrischen Schichten und dazwischen

angeordneten Elektrodenschichten angegeben.

In der Druckschrift DE 10 2006 026 643 AI ist ein

piezoelektrischer Aktor beschrieben.

Eine Aufgabe zumindest einiger Aus führungs formen ist es, einen piezoelektrischen Vielschichtaktor mit einem

Kontaktelement anzugeben, welches eine möglichst zuverlässige und kostengünstige elektrische Kontaktierung erlaubt.

Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte

Aus führungs formen und Weiterbildungen des Gegenstands gehen weiterhin aus der nachfolgenden Beschreibung und den

Zeichnungen hervor.

Ein piezoelektrischer Vielschichtaktor gemäß zumindest einer Aus führungs form weist insbesondere einen Stapel aus

übereinander angeordneten piezoelektrischen Schichten und dazwischen abwechselnd übereinander angeordneten ersten

Elektrodenschichten und zweiten Elektrodenschichten auf, die sich von einer ersten und einer zweiten Seitenfläche des Stapels in den Stapel hineinerstrecken und sich im Stapel überlappen. Weiterhin sind auf der ersten Seitenfläche ein erstes Kontaktelement in elektrischem Kontakt mit den ersten Elektrodenschichten und auf der zweiten Seitenfläche ein zweites Kontaktelement in elektrischem Kontakt mit den zweiten Elektrodenschichten angeordnet. Bei der Herstellung eines zuverlässigen elektrischen Kontakts zwischen den als Innenelektroden ausgebildeten

Elektrodenschichten von piezoelektrischen Vielschichtaktoren und den Elektroden eines elektrischen Ansteuergeräts liegen die technischen Schwierigkeiten unter anderem darin, dass die Kontaktierung in Form des ersten und zweiten Kontaktelements durch die oftmalige Auslenkung des piezoelektrischen

Vielschichtaktors, das heißt typischerweise mehr als 10 9 Auslenkungen beispielsweise bei Anwendung des

piezoelektrischen Vielschichtaktors in Einspritzsystemen von Motoren, nicht beschädigt werden soll und die Kontaktierung möglichst geringen Einfluss auf die Bewegungen des

piezoelektrischen Vielschichtaktors nehmen soll. Das Problem der Realisierung einer zuverlässigen Kontaktierung wird besonders durch hohe Dehnungen, die im Nahbereich von Rissen in den piezoelektrischen Vielschichtaktoren auftreten, verschärft. Zusätzlich bestehen je nach Einsatzzweck mitunter hohe Anforderung für die Kontaktierung hinsichtlich der

Temperaturstabilität, der Vermeidung von Verschmutzung und Vorschädigung des piezoelektrischen Vielschichtaktors durch das Anbringen der Kontaktierung sowie hinsichtlich geringer Kosten für Material und Prozess. In vielen Anwendungen kann weiterhin eine schlanke, also platzsparende, Bauform der Kontaktierung notwendig beziehungsweise von Vorteil sein.

Zur externen Kontaktierung eines Vielschicht-Piezoaktors gibt es eine große Zahl unterschiedlicher technologischer

Konzepte. Ein typisches Konzept liegt beispielsweise darin, eine so genannte Drahtharfe mittels Weichlötung auf der

Außenmetallisierung zu befestigen. Diese Kontaktierungsart ist jedoch auf nachteilige Weise mit einem hohen Platzbedarf und einer Verschmutzung mit Flussmittel verbunden. Des

Weiteren sind Lotkontaktierungen bekannt, die ganz speziellen Designvorgaben hinsichtlich Material, Aufbau (z.B. Pin an Drahtharfe, Sieb oder Blech) , Geometrie oder ähnlichem genügen sollen. Darüber hinaus sind beispielsweise auch

Schweißkontaktierungen bekannt.

Gemäß einer besonders bevorzugten Aus führungs form des hier beschriebenen piezoelektrischen Vielschichtaktors weisen die Kontaktelemente jeweils ein Drahtgewebe auf. Hier und im Folgenden kann das Drahtgewebe auch als Drahtgeflecht bezeichnet werden.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weisen das erste und zweite Kontaktelement durch das jeweilige Drahtgewebe einen flexiblen Aufbau der Kontaktierung der ersten und zweiten Elektrodenschichten auf.

Die Anordnung des ersten und zweiten Kontaktelements auf dem Stapel der piezoelektrischen Schichten kann dabei

beispielsweise mittels Anlöten erfolgen. Beispielsweise kann auf der ersten und zweiten Seitenfläche jeweils eine

elektrische Kontaktschicht angeordnet sein, wobei das erste und das zweite Kontaktelement jeweils auf einer der

elektrischen Kontaktschichten, etwa durch Löten, befestigt sind. Beispielsweise wird beim Aufbringen einer solchen elektrischen Kontaktschicht, die auch Grundmetallisierung genannt wird, eine Metallpaste auf die erste und zweite

Seitenfläche gedruckt, anschließend getrocknet und zuletzt eingebrannt. Zum Auflöten der Kontaktelemente auf die

Kontaktschichten kann ein Lot, zum Beispiel ein Kupfer-Zinn- Lot, verwendet werden.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form ist ein Kontaktstift zur Weiterkontaktierung in zumindest eines oder jeweils in eines der beiden Drahtgewebe integriert. Beispielsweise wird ein solcher Kontaktstift, der beispielsweise auch durch einen Litzendraht, einen Pin oder ein Streckmetall gebildet sein kann, durch Löten oder Schweißen mit dem Drahtgewebe

mechanisch und elektrisch verbunden. Vorzugsweise werden das erste beziehungsweise zweite Kontaktelement und der in das Drahtgewebe des Kontaktelements integrierte Kontaktstift in einem gemeinsamen Lötschritt auf den Stapel aus

piezoelektrischen Schichten und dazwischen angeordneten Elektrodenschichten aufgebracht.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die

Kontaktelemente jeweils ein gewebtes oder geflochtenes

Metallband oder einen gewebten oder geflochtenen Metalldraht aufweisen .

Die Erfinder haben herausgefunden, dass die

Materialeigenschaften der Kontaktelemente, also die

Eigenschaften des entsprechenden Gewebes des Drahtes

entscheidend den Fehlermodus und die Lebensdauer des

piezoelektrischen Vielschichtaktors bestimmen. Dies kann insbesondere für solche Aktoranwendungen gelten, die hohe Dehnungen erfordern. Weiterhin können mit Vorteil der thermische Ausdehnungskoeffizient und/oder der

Elastizitätsmodul, auch als E-Modul bezeichnet, den

entsprechenden Eigenschaften des Stapels der

piezoelektrischen Schichten, der beispielsweise ein

geeignetes piezoelektrisches Keramikmaterial aufweisen kann, angepasst sein.

Daneben können sich mit Vorteil Eigenschaften des ersten und zweiten Kontaktelements wie Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Streckgrenze als wichtige Parameter erweisen. Darüber hinaus kann es beispielsweise auch möglich sein, dass die

Lebensdauer des piezoelektrischen Vielschichtaktors im

Vergleich zu bekannten Kontaktierungsmöglichkeiten bei unveränderter DrahtZusammensetzung allein schon durch die Art des Maschenverbundes vorteilhaft erhöht werden kann.

Gemäß einer Aus führungs form weist zumindest eines der

Drahtgewebe des ersten und zweiten Kontaktelements eine

Leinenbindung auf, die auch als Leinwandbildung oder glatte Bindung bezeichnet werden kann.

Gemäß einer weiteren, besonders bevorzugten Aus führungs form weist zumindest ein Drahtgewebe eine Körperbindung auf. Wird der Maschenverbund lockerer gewählt, beispielsweise durch eine Köperbindung anstatt einer Leinenbindung, kann es während der Drahtherstellung und bei Dehnung im

Anwendungsbereich zu geringerer Drahtbelastung kommen.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe einen Elastizitätsmodul von 200000 MPa auf.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 auf, wobei hier und im Folgenden die Grenzen von angegebenen Bereichen jeweils mit eingeschlossen sind. Bei verschiedenen Tests hinsichtlich der Zuverlässigkeit in der Anwendung von piezoelektrischen Vielschichtaktoren haben die Erfinder herausgefunden, dass durch die Verwendung von

Drahtgeweben unter anderem mit einer Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 die Lebensdauer von Vielschichtaktoren im Vergleich zu Vielschichtaktoren, welche Kontaktelemente aus Drahtgeweben mit einer geringeren Zugfestigkeit

aufweisen, signifikant erhöht werden kann.

Vorzugsweise weist das zumindest eine Drahtgewebe eine

Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 und kleiner oder gleich 850 N/mm 2 auf. In einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 und kleiner oder gleich 700 N/mm 2 auf. In einer

weiteren Aus führungs form weisen die Drahtgewebe der

Kontaktelemente eine Zugfestigkeit von größer oder gleich 650 N/mm 2 und kleiner oder gleich 850 N/mm 2 auf.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Streckgrenze von größer oder gleich 380 N/mm 2 auf. In einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Streckgrenze von größer oder gleich 380 N/mm 2 und kleiner oder gleich 550 N/mm 2 auf.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Bruchdehnung von größer oder gleich 20% auf. In verschiedenen Test hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Kontaktierung eines piezoelektrischen Vielschichtaktors bei großer mechanischer Beanspruchung wurde gezeigt, dass

Kontaktelemente aus Drahtgeweben, welche eine Bruchdehnung von größer oder gleich 20% aufweisen, besonders gute

Ergebnisse erzielt haben.

In einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Bruchdehnung im Bereich von 30 bis 35% auf.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von größer oder gleich 1,1·10 ~5 auf. Die Erfinder haben

herausgefunden, dass durch die Verwendung von Drahtgeweben, welche unter anderem einen thermischen

Ausdehnungskoeffizienten von größer oder gleich 1,1·10 ~5 aufweisen, die Ausfallanfälligkeit der Kontaktierung des piezoelektrischen Vielschichtaktors deutlich gesenkt werden kann . In einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von größer oder gleich 1,1·10 ~5 und kleiner oder gleich 1,60-lCT 5 auf .

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Maschenweite von größer oder gleich 0,1 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm auf. Als besonders vorteilhaft kann sich eine Maschenweite von größer oder gleich 0,15 mm und kleiner oder gleich 0,2 mm, beispielsweise von 0,18 mm, erweisen .

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Drahtstärke von größer oder gleich 0,03 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm, bevorzugt von größer oder gleich 0,02 und kleiner oder gleich 0,1, auf. Als besonders vorteilhaft kann sich beispielsweise eine Drahtstärke von 0,056 mm oder 0,080 mm erweisen.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form liegt das Verhältnis von Drahtstärke zu Maschenweite des zumindest einen Drahtgewebes in einem Bereich zwischen 0,3 und 0,45. Es hat sich

herausgestellt, dass Drahtgewebe, bei welchen das Verhältnis Drahtstärke zu Maschenweite in dem oben genannten Bereich liegt, bei Anwendung des piezoelektrischen Vielschichtaktors eine besonders geringe Drahtbelastung aufweisen.

Vorzugsweise liegt der Abstand jeweils zweier direkt

zueinander benachbarter erster oder jeweils zweier direkt zueinander benachbarter zweiter Elektrodenschichten im Stapel des piezoelektrischen Vielschichtaktors in einem Bereich von 60 bis 65 μπι und besonders bevorzugt bei 62 μπι. Gemäß einer weiteren Aus führungs form liegt das Verhältnis der Maschenweite zu einem Abstand jeweils zweier direkt

zueinander benachbarter erster oder jeweils zweier direkt zueinander benachbarter zweiter Elektrodenschichten in einem Bereich zwischen 2,5 und 3,5. Dadurch kann einerseits ein flexibler Aufbau der Kontaktelemente und andererseits eine zuverlässige Kontaktierung des piezoelektrischen

Vielschichtaktors erreicht werden.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe einen austenitischen nichtrostenden Stahl auf.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weist das zumindest eine Drahtgewebe eine Nickel-Chrom Legierung auf. Dabei kann das zumindest eine Drahtgewebe besonders bevorzugt eine Nickel- Chrom-Legierung mit einem Verhältnis von Nickel zu Chrom von 80 zu 20 aufweisen.

Gemäß einer weiteren Aus führungs form weisen die Drahtgewebe des ersten und zweiten Kontaktelements gleiche Merkmale und/oder Kombinationen gleicher Merkmale der vorgenannten Aus führungs formen auf. Vorzugsweise sind das erste und das zweite Kontaktelement gleich ausgeführt.

Der hier beschriebene piezoelektrische Vielschichtaktor weist mit Vorteil einen speziellen und flexiblen Aufbau der

Kontaktierung für piezoelektrische Vielschichtaktoren auf, der mit Vorteil Relativbewegungen, beispielsweise lokale Relativbewegungen, zwischen dem piezoelektrischen

Vielschichtaktor und den Bauteilen der Weiterkontaktierung ermöglicht. So kann es möglich sein, das Problem großer mechanischer Beanspruchung der Kontaktierung durch große axiale Dehnung des piezoelektrischen Vielschichtaktors durch Materialeigenschaften des Drahtes wie etwa Erhöhung der Streckgrenze und/oder Zugfestigkeit sowie alternativ oder zusätzlich durch einen lockeren Maschenverbund effektiv und technisch einfach realisierbar zu lösen.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Aus führungs formen des angegebenen piezoelektrischen Vielschichtaktors ergeben sich aus den im Folgenden in Verbindung mit den Figuren 1 bis 4 beschriebenen Aus führungs formen .

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Ansicht eines piezoelektrischen

Vielschichtaktors gemäß einem Ausführungsbeispiel,

Figur 2 ein Kraft-Dehnungsdiagramm für verschiedene

Drahtgewebe,

Figuren 3 und 4 jeweils einen Stapel aus piezoelektrischen Schichten und dazwischen angeordneten Elektroden.

In Figur 1 ist ein piezoelektrischer Vielschichtaktor 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel gezeigt, der einen Stapel 1 aus übereinander angeordneten piezoelektrischen Schichten und dazwischen abwechselnd übereinander angeordneten ersten

Elektrodenschichten 2 und zweiten Elektrodenschichten 3 aufweist. Die ersten und zweiten Elektrodenschichten 2, 3 erstrecken sich von einer ersten Seitenfläche 4 und einer zweiten Seitenfläche 5 des Stapels 1 in den Stapel 1 hinein und überlappen sich im Stapel 1. Auf der ersten Seitenfläche 4 des Stapels 2 ist ein erstes Kontaktelement 6 in

elektrischem Kontakt mit den ersten Elektrodenschichten 2 und auf der zweiten Seitenfläche 5 des Stapels 2 ein zweites Kontaktelement 7 in elektrischem Kontakt mit den zweiten Elektrodenschichten 3 angeordnet. Die Kontaktelemente 6, 7 weisen jeweils ein Drahtgewebe auf.

Die beiden Kontaktelemente 6, 7 können jeweils auf einer Kontaktschicht (nicht gezeigt) , die auf die erste und zweite Seitenfläche 4, 5 des Stapels 2 gedruckt ist, befestigt werden. Die Kontaktschichten werden dabei beispielsweise in Form einer Metallpaste auf die Seitenflächen 4, 5 des Stapels 2 aufgebracht, anschließend getrocknet und dann eingebrannt. Die Befestigung der Kontaktelemente 6, 7 auf der

Kontaktschicht erfolgt bevorzugt durch Auflöten.

Des Weiteren kann ein Kontaktstift (nicht gezeigt) zur

Weiterkontaktierung in zumindest eines der beiden

Drahtgewebe, besonders bevorzugt jeweils ein Kontaktstift in beide Drahtgewebe, integriert sein. Beispielsweise wird ein solcher Kontaktstift, der etwa durch einen Kontaktpin oder einen Litzendraht gebildet werden kann, durch Löten oder Schweißen mit dem Drahtgewebe mechanisch und elektrisch verbunden .

Zumindest eines der Drahtgewebe der Kontaktelemente 6, 7 ist in einer Körperbindung gewebt beziehungsweise geflochten. Der Vorteil einer Köperbindung stellt sich durch einen geringeren Maschenverbund beispielsweise im Vergleich zu einer Leinen ¬ oder Leinwandbindung dar. Der Draht wird bei einer

Körperbindung bereits beim Weben geringer belastet.

In Figur 2 ist weiterhin der Unterschied im Kraft- Dehnungsdiagramm zwischen Drahtgeweben, die auch als Siebe bezeichnet werden können, mit glatter Bindung, also einer Leinwandbindung, gegenüber Drahtgeweben mit Köperbindung gezeigt. Dabei sind der Dehnungsweg L in mm auf der

horizontalen Achse und die aufzubringende Kraft F in N auf der vertikalen Achse aufgetragen. Die Kraft-Dehnungs-Kurven der Drahtgewebe mit einer glatten Bindung sind mit 11 und 12, die der Drahtgewebe mit Körperbindung mit 13 und 14

bezeichnet. Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, ist die

aufzubringende Kraft für einen Dehnungsweg von 5 mm bei einer Köper- im Vergleich zu einer glatten Bindung etwa lOmal geringer. Der lockere Maschenverbund zeigt sich somit

elastischer .

Als besonders vorteilhaft erweist es sich im gezeigten

Ausführungsbeispiel, wenn beide Drahtgewebe eine

Körperbindung aufweisen.

Des Weiteren ist es besonders vorteilhaft, wenn zumindest eines der beiden Drahtgewebe oder auch beide wenigstens eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweist:

- einen Elastizitätsmodul von 200000 MPa,

- eine Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 und kleiner oder gleich 850 N/mm 2 ,

- eine Streckgrenze von größer oder gleich 380 N/mm 2 und kleiner oder gleich 550 N/mm 2 ,

- eine Bruchdehnung von größer oder gleich 30 % und kleiner oder gleich 35 %,

- einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von größer oder gleich 1,36·10 ~5 und kleiner oder gleich 1,60·10 ~5 ,

- eine Drahtstärke größer oder gleich 0,03 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm, - eine Maschenweite von größer oder gleich 0,1 mm und kleiner oder gleich 0,3 mm,

- ein Verhältnis von Drahtstärke zu Maschenweite in einem Bereich zwischen 0,3 und 0,45.

Weiterhin liegt der Abstand jeweils zweier direkt zueinander benachbarter erster oder jeweils zweier direkt zueinander benachbarter zweiter Elektrodenschichten 2, 3 vorzugsweise in einem Bereich von 60 bis 65 μπι und besonders bevorzugt bei etwa 62 μπι.

Es ist darüber hinaus vorteilhaft, wenn das Verhältnis der Maschenweite zumindest eines Drahtgewebes zum Abstand jeweils zweier direkt zueinander benachbarter erster oder jeweils zweier direkt zueinander benachbarter zweiter

Elektrodenschichten 2, 3 in einem Bereich zwischen 2,5 und 3 , 5 liegt .

Besonders vorteilhaft können insbesondere auch Kombinationen der vorgenannten Merkmale für zumindest eines oder beide Drahtgewebe sein. Unter anderem haben sich ein erstes und ein zweites Kontaktelement 6, 7 als besonders vorteilhaft

erwiesen, die die im Folgenden als Ausführungsbeispiel A bezeichnete Merkmalskombination aufweisen. Beide

Kontaktelemente 6, 7 weisen ein Drahtgewebe in Körperbindung aus einem austenitischen nichtrostenden Stahl auf. Weiterhin weisen Drahtgewebe einen Elastizitätsmodul von 200000 MPa, eine Zugfestigkeit von größer oder gleich 500 N/mm 2 und kleiner oder gleich 700 N/mm 2 und eine Streckgrenze von 380 N/mm 2 auf. Die Bruchdehnung der Drahtgewebe der

Kontaktelemente 6, 7 ist größer oder gleich 30 % und kleiner oder gleich 35 % und ihr thermischer Ausdehnungskoeffizient beträgt 1,60-10 5 . Des Weiteren beträgt die Maschenweite der Drahtgewebe 0,18 mm und die Drahtstärke 0,056 mm.

Gemäß einem weiteren, sich als besonders vorteilhaft

erwiesenen Ausführungsbeispiel, das im Folgenden als

Ausführungsbeispiel B bezeichnet wird, weisen die Drahtgewebe der Kontaktelemente 6, 7 eine Nickel-Chrom- Legierung auf, wobei das Verhältnis von Nickel zu Chrom bei 80 zu 20 liegt. Die Drahtgewebe der Kontaktelemente 6, 7 weisen einen Elastizitätsmodul von 200000 MPa, eine

Zugfestigkeit von größer oder gleich 650 N/mm 2 und kleiner oder gleich 850 N/mm 2 und eine Streckgrenze von 550 N/mm 2 auf. Die Bruchdehnung der Drahtgewebe der Kontaktelemente 6, 7 beträgt 30 % und der thermische Ausdehnungskoeffizient liegt bei 1,36·10 ~5 . Die Maschenweite der Drahtgewebe der Kontaktelemente 6, 7 beträgt 0,18 mm und die Drahtstärke 0,080 mm.

Für den Nachweis der Zuverlässigkeit in der Anwendung der piezoelektrischen Vielschichtaktoren sind verschiedene energiegesteuerte Tests notwendig. Überlasttests werden üblicherweise bei einer Frequenz von 83 Hz und einer

Temperatur von 80°C sowie einer Dehnung bis 2,4 % geführt.

Es wurde herausgefunden, dass die Verwendung eines üblichen Drahtmaterials, das im Vergleich zu den Drahtmaterialien der Ausführungsbeispiele A und B eine geringere Zugfestigkeit und eine geringere Bruchdehnung aufweist, zu einem Ausfall der piezoelektrischen Schichten ab 2-10 8 Zyklen führen kann. Ein solcher Ausfall kann beispielsweise durch einen Längsriss in den piezoelektrischen Schichten zwischen zwei

Sollbruchstellen im Bereich einer so genannten Isozone verursacht werden, wobei als Isozonen die Bereiche innerhalb des Stapels 1 bezeichnet werden, in dem sich die jeweils gegenüberliegenden ersten und zweiten Elektrodenschichten 2, 3 nicht überlappen.

In den Figuren 3 und 4 sind derartige Ausfälle durch Schäden in den piezoelektrischen Schichten gezeigt. Der Ausfall wird bestimmt durch einen Abfall der Kapazität beziehungsweise der Auslenkung, da ein Stapelsegment kurzgeschlossen ist.

Im angesteuerten Temperaturwechseltest, bei dem ein Stapel aus piezoelektrischen Schichten, der mit einem üblichen

Drahtgewebe aus einem Drahtmaterial kontaktiert ist das im Vergleich zu den Drahtmaterialien der Ausführungsbeispiele A und B eine geringere Zugfestigkeit und eine geringere

Bruchdehnung aufweist, abwechselnd bei -40°C und +170°C bei einer Dehnung von mehr als 1,5 % betrieben wird, treten typischerweise bereits nach wenigen Temperaturzyklen als Fehlerursache Siebrisse auf.

Bei Zuverlässigkeitsmessungen von piezoelektrischen

Vielschichtaktoren mit Stapeln 1, die ein erstes und zweites Kontaktelement 6, 7 mit jeweils einem Drahtgewebe gemäß

Ausführungsbeispiel A als Metallverbund als Kontaktierung besaßen, traten keramische Fehler bis in den Zyklenbereich von 5 · 10 8 nicht mehr in Erscheinung. Durch Erhöhung der Zugfestigkeit und Bruchdehnung können somit mit Vorteil Schädigungen an den piezoelektrischen Schichten des Stapels vermieden werden.

Die Ausfallsrate, jetzt hauptsächlich im Überlastbereich von mehr als 2,0 % erzeugt, wird höchstens noch durch Siebrisse bestimmt .

Die Kontaktierung mit einem Drahtgewebe gemäß dem

Ausführungsbeispiel B, insbesondere die Erhöhung der Streckgrenze und Zugfestigkeit, hat sich bezüglich der

Dauerhaltbarkeit als besonders vorteilhaft erwiesen. Dabei setzt das Drahtgewebe mit dem Drahtmaterial gemäß dem

Ausführungsbeispiel B mit Vorteil auf den positiven

Eigenschaften des Drahtgewebes gemäß Ausführungsbeispiel A auf .

Insbesondere konnte in Versuchen gezeigt werden, dass bei dem hier beschriebenen piezoelektrischen Vielschichtaktor

Schädigungen der piezoelektrischen Schichten durch Risse vermieden werden können, was vor allem auf die erhöhte

Bruchdehnung und die erhöhte Zugfestigkeit zurückzuführen ist .

Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass durch eine

Erweiterung des Dehnungsbereiches, in dem das Drahtmaterial reversibel auf Krafteinwirkung reagiert, Siebrisse vermieden werden können.

Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung an Hand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt, sondern umfasst jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen. Dies beinhaltet insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen, auch wenn dieses Merkmal oder diese

Kombination selbst nicht explizit in den Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.