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Patent Searching and Data


Title:
PILOT-OPERATED DIRECTIONAL CONTROL VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/062383
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pilot-controlled directional control valve, in particular a directional poppet valve, comprising a valve housing (10), at least three fluid connection points (12, 14, 16) with a main control stage (18) and a pilot control stage, characterized in that a further fluid-controlling intermediate stage (22) is arranged between the main control stage (18) and the pilot control stage (20) and that the main control stage (18) comprises a longitudinally movable main control piston (24) and the pilot control stage a longitudinally movable pilot control piston (26).

Inventors:
SCHULZ, Frank (Zum Steinberg 19, Blieskastel-Bierbach, 66440, DE)
BILL, Markus (Gartenstr. 6, Heusweiler, 66265, DE)
Application Number:
EP2015/002027
Publication Date:
April 28, 2016
Filing Date:
October 14, 2015
Export Citation:
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Assignee:
HYDAC FLUIDTECHNIK GMBH (Justus-von-Liebig-Straße, Sulzbach/Saar, 66280, DE)
International Classes:
F16K31/40
Foreign References:
US20050016168A12005-01-27
US20070169826A12007-07-26
US20040195532A12004-10-07
US5938170A1999-08-17
DE10106892A12002-09-05
US20070290152A12007-12-20
US20100155633A12010-06-24
DE102009051574A12011-05-05
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER (Patentanwälte, Lange Straße 51, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Vorgesteuertes Wegeventil, insbesondere Wegesitzventil, mit einem Ventilgehäuse (10), mit mindestens drei Fluidanschluss-Stellen (12, 14, 16) mit einer Hauptsteuerstufe (18) und einer Vorsteuerstufe (20), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hauptsteuerstufe (18) und der Vorsteuerstufe (20) eine weitere fluidsteuernde Zwischenstufe (22) angeordnet ist, und dass die Hauptsteuerstufe (18) einen längs- verfahrbaren Hauptsteuerkolben (24) und die Vorsteuerstufe (20) einen längsverfahrbaren Vorsteuerkolben (26) aufweist.

2. Wegeventil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das

Ventilgehäuse (10) in der Art einer Einschraubpatrone in einem Ventilblock mit Fluidführungen aufnehmbar ist, die in fluidführende

Deckung mit den Fluidanschluss-Stellen (12, 14, 16) des Ventilgehäuses (10) bringbar sind, in das die Zwischenstufe (22) in der Art einer weiteren zweiten Einschraubpatrone integrierbar ist, und dass die Vorsteuerstufe (20) in der Art einer weiteren dritten Einschraubpatrone in der Zwischenstufe (22) festlegbar ist.

3. Wegeventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmesser der jeweiligen Einschraub-Gewindestrecken (28, 30, 32) ausgehend von dem Ventilgehäuse (10) in Richtung der Vorsteuerstufe (20) abnehmen.

4. Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptsteuerkolben (24) der Hauptsteuerstufe (18) mindestens zwei Kanalführungen (36, 38) aufweist, die jeweils mit einem Ventil, vorzugsweise in Form eines Rückschlagventils (40, 42) versehen, den jeweils höchsten Fluiddruck von zwei Fluidanschluss- Stellen (12, 14) des Ventilgehäuses (10), die mittels des Hauptsteuerkolbens (24) voneinander separierbar sind, in einen Entlastungsraum (50) weiterleiten, der über die Zwischenstufe (22) bei betätigter Vorsteuerstufe (20) an die dritte Fluidanschluss-Stelle (16) angeschlossen ist, die vorzugsweise einen Tank- oder Umgebungsdruck aufweist.

5. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Zwischenstufe (22) einzelne Kanalabschnitte (54, 56; 58, 60) aufweist, die paarweise an einer Knick- oder sonstigen Umlenkstelle (62) aufeinandertreffen, um dergestalt Platz für einen Mittenraum (64) zu schaffen, der an die dritte Fluidanschluss-Stelle

(16) permanent fluidführend angeschlossen ist, und der vom Vorsteuerkolben (26) der Vorsteuerung (20) verschließbar ist.

6. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die paarweise miteinander an der zuordenbaren Knickstelle (62) verbundenen Kanalabschnitte einen Umgehungskanal

(66, 68) ausbilden, der mit seinem einen freien Ende in den Entlastungsraum (50) ausmündet und mit seinem anderen freien Ende in einen Vorsteuerraum (78) der Vorsteuerstufe (20).

7. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Vorsteuerraum (78) der Vorsteuerstufe (20) über mindestens eine Blende oder Drossel (82) permanent fluidführend mit einem Kolbenraum (84) des Vorsteuerkolbens (26) verbunden ist, der von einem Betätigungsteil (86) eines Magnetsystems (88) durchgriffen, bei dessen Betätigung einen fluidführenden Weg zwischen Vorsteuerraum und Mittenraum (64) der Zwischenstufe (22) freigibt.

8. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Vorsteuerkolben (26) an seiner einen freien Stirnseite, die dem Mittenraum (64) zugewandt ist, einen dahingehend ausmündenden Verbindungskanal (90) aufweist, der auf seiner dem Betätigungsteil des Magnetsystems (88) zugewandten Seite in eine Blenden- oder Drosselstelle (92) ausmündet, die im unbetätigten Zu- stand des Magnetsystems (88) von dem Betätigungsteil (86) verschließbar ist.

9. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass der Mittenraum (64) der Zwischenstufe (22) in einen Querkanal (72) ausmündet, der endseitig jeweils an eine Stufe des Zwischenstufengehäuses aus- und in jeweils einen Längskanal (74) des Ventilgehäuses (10) einmündet, der an die dritte Fluidanschluss- Stelle (16) permanent angeschlossen ist.

10. Wegeventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Flächenübersetzung von Hauptsteuer(24)- und Vorsteuerkolben (26) jeweils derart gewählt ist, dass die Summe der druckwirksamen Kolbenflächen auf der Vorderseite des jeweiligen Steuerkolbens der druckwirksamen Gesamtfläche auf der Rückseite dieses Steuerkolbens entspricht.

Description:
Vorgesteuertes Wegeventil

Die Erfindung betrifft ein vorgesteuertes Wegeventil, insbesondere Wege- sitzventil, mit einem Ventilgehäuse, mit mindestens drei Fluidanschluss- Stellen mit einer Hauptsteuerstufe und einer Vorsteuerstufe.

Durch die DE 10 2009 051 574 AI ist ein Magnetventil für die Ansteuerung eines Fluids bekannt, mit einem ersten Gehäuseteil mit einer Axialführung für einen Magnetanker, der unter der Wirkung einer, das erste Gehäuseteil nach außen hin zumindest teilweise umgebenden Magnetspule in der Axialführung verschiebbar ist, mit einem Energiespeicher, und mit eine, ein Ventilschließglied beaufschlagenden Betätigungsteil. Dadurch, dass bei der bekannten Lösung das Ventilschließglied ein Rückschlagventil für eine Ansteuerung einer Bypassbohrung in dem Ventilschließglied aufweist, dessen ein Rückschlagventil-Schließglied aufnehmendes und dieses bewegbar haltendes Gehäuse einstückig mit dem Ventilschließglied gebildet ist und dass das Gehäuse aufgrund einer Gestaltsänderung nach Einsetzen des Rück- schlagventil-Schließgliedes dieses in seiner jeweiligen Funktionsstellung hält, ist ein solches Magnetventil aufgrund der vorstehend beschriebenen konstruktiven Gestaltung des Rückschlagventil-Gehäuses vereinfacht ausführbar, insbesondere in Bezug auf die erforderlichen Fertigungstoleranzen. Die bekannte Magnetventil lösung weist eine Hauptsteuerstufe und eine die Hauptsteuerstufe ansteuernde Vorsteuerstufe auf, die über den Magnetanker als Teil eines Magnet-Betätigungssystems betätigbar ist. Solche Magnetoder Wegeventile werden grundsätzlich in Fluidsystemen zur Steuerung von Volumenströmen eingesetzt. Dabei sind vorgesteuerte Wegeventile besonders gut geeignet, wenn man hohe Drücke und hohe Volumenströme schalten will, da die Strömungskräfte und Reibungskräfte weitestgehend kompensiert werden können. Insgesamt erreicht man durch die Nutzung einer Vorsteuerstufe für die Hauptsteuerstufe ein sehr gutes Verhältnis aus Bauraum und Durchflusswiderstand im Sinne, dass ein hohes Leistungsvermögen bei kleinem Bauraum realisierbar ist. Weiterhin kann man durch die Vorsteuerung die Schaltzeit der Ventile beeinflussen. Vorgesteuerte Wegeventile in Sitzausführung führen zu kostengünstigen Ventilen bei gleichzeitig hoher hydraulischer Leistung. Heute werden üblicherweise vorgesteuerte Wegeventile, wie auch in der DE 10 2009 051 574 AI aufgezeigt, mit einer Vorsteuer-Ventilstufe versehen, um die entsprechende Schaltleistung erreichen zu können. Regelmäßige Anforderungen sind dabei ein hoher Druck von beispielsweise > 350 bar und ein hoher Volumenstrom, beispielsweise > 200 l/min bei einer Druckdifferenz von etwa 5 bar. Gerade, wenn die Anwendungen eine sehr hohe Dynamik erfordern, wie sie z.B. bei Notfunktionen oder Leistungs- Trennschaltern benötigt wird, wird eine sehr hohe Ventildynamik verlangt.

Die vorstehend näher bezeichnete, bekannte Magnetventil lösung ist in der Art einer Einschraubpatrone oder Cartridge- Ventil lösung für den Einbau in einen Gesamt-Ventilblock konzipiert, so dass die bekannte Lösung vorteilhaft und bauraumsparend in der Art eines modularen Ventil konzepts einsetzbar ist; allein, was die Wünsche nach einer hohen Schaltleistung und einer hohen Ventildynamik anbelangt, lässt die bekannte Lösung noch Wünsche offen. Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein vorgesteuertes Wegeventil zu schaffen, insbesondere in Form eines Wegesitzventils, das eine ausgesprochen hohe Schaltleistung und eine hohe Ventildynamik aufweist sowie funktionssicher im Gebrauch ist und sich kostengünstig herstellen lässt. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Wegeventil mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit.

Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 zwischen der Haupt- und der Vorsteuerstufe eine weitere fluidsteuernde Zwi- schenstufe angeordnet ist, und dass die Haupt- und die Vorsteuerstufe einen längsverfahrbaren Hauptsteuerkolben bzw. einen Vorsteuerkolben aufweisen, lässt sich in bauraumsparender Weise ein Ventilkonzept realisieren, das eine Art dreistufigen Steuer-Aufbau hat und dank der Zwischenstufe lassen sich sehr große Volumenströme über die Vorsteuerstufe beherrschen, so dass sich eine ausgesprochen hohe Ventildynamik erreichen lässt, insbesondere kann hemmnis- und im Wesentlichen widerstandsfrei das Fluid in Form von Hydrauliköl über die Zwischenstufe und die Vorsteuerstufe auf die Tankseite hin ausgeschoben werden. Durch die angesprochene Beherrschung großer Volumenströme ist mithin mit einem relativ klein aufbauen- den dreistufigen Wegesitzventil eine sehr hohe Schaltleistung erreicht. Dies hat so keine Entsprechung im Stand der Technik.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wegeventils ist das Ventilgehäuse in der Art einer Einschraubpatrone in einem Ventilblock mit Fluidführungen aufnehmbar, die in fluidführende Deckung mit den Fluidanschluss-Stellen des Ventilgehäuses bringbar sind, in das die Zwischenstufe in der Art einer weiteren zweiten Einschraubpatrone integrierbar ist, und dass die Vorsteuerstufe in der Art einer weiteren dritten Einschraubpatrone in der Zwischenstufe festlegbar ist. Vorzugsweise ist dabei des Weiteren vorgesehen, dass die Durchmesser der jeweiligen Einschraub-Gewindestrecken ausgehend von dem Ventilgehäuse in Richtung der Vorsteuerstufe abnehmen.

Dergestalt ist ein insgesamt modular aufgebautes Einschraubpatronensystem in der sog. Cartridge-Ventilaufbautechnik erreicht, die einen modularen Aufbau der Einzelkomponenten des Wegeventils erlaubt in Form der Hauptsteuerstufe, der Vorsteuerstufe und der dazwischen befindlichen Zwischenstufe. Je nach angestrebtem Leistungsvermögen des Wegeventils lassen sich über die Einzelkomponenten in Form von Einschraubpatronen verschiedene Ventilkomponenten unterschiedlicher Leistungsauslegung zwanglos mitei- nander kombinieren, so dass in einem weiten Anwendungsbereich sich Fluidsteuerungsaufgaben funktionssicher und in kostengünstiger weise beherrschen lassen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wegeventillösung weist der Hauptkolben der Hauptkolbenstufe mindestens zwei Kanalführungen auf, die jeweils mit einem Ventil, vorzugsweise in Form eines Rückschlagventils versehen, den jeweils höchsten Fluiddruck von zwei Fluidanschluss-Stellen des Ventilgehäuses, die mittels des Hauptsteuerkolbens voneinander separierbar sind, in einen Entlastungsraum weiterleiten, der über die steuernde Zwischenstufe bei betätigter Vorsteuerstufe an die dritte Fluidanschluss-Stelle angeschlossen ist, die vorzugsweise einen Tank- oder Umgebungsdruck aufweist. Dergestalt lässt sich dann der jeweils höchste Druck über die Rückschlagventile auf die Rückseite des Hauptsteuerkolbens melden, der durch den genannten anstehenden Druck sowie gegebenenfalls unter Einfluss eines zusätzlichen Energiespeichers, beispiels- weise in Form einer Druckfeder, in seinen Ventilsitz im Ventilgehäuse gedrückt wird. Die ansonsten fluidführende Verbindung zwischen den beiden Fluidanschluss-Stellen ist dann sitzdicht verschlossen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wegeventils ist vorgesehen, dass die Zwischenstufe einzelne Kanalabschnit- te aufweist, die paarweise an einer Knick- oder sonstigen Umlenkstelle aufeinandertreffen, um dergestalt Platz für einen Mittenraum zu schaffen, der an die dritte Fluidanschluss-Stelle permanent fluidführend angeschlossen ist, und der vom Vorsteuerkolben der Vorsteuerung verschließbar ist. Vorzugs- weise ist dabei ferner vorgesehen, dass die paarweise miteinander an der zuordenbaren Knickstelle verbundenen Kanalabschnitte einen Umgehungskanal ausbilden, der mit seinem einen freien Ende in den Entlastungsraum ausmündet und mit seinem anderen freien Ende in einen Vorsteuerraum der Vorsteuerstufe. Dergestalt ist über die Zwischenstufe in platzsparender Weise die Fluidfüh- rung über den jeweils relativ groß dimensionierbaren Umgehungskanal innerhalb der Zwischenstufe erreicht, so dass sich sehr hohe Fluidströme über die Vorsteuerstufe ansteuern lassen, was insoweit der eingeforderten hohen Schaltleistung und der hohen Ventildynamik entgegenkommt. Weiter besonders vorteilhaft ist, dass die Flächenübersetzung von Hauptsteuer- und Vorsteuerkolben jeweils derart gewählt ist, dass die Summe der druckwirksamen Kolbenflächen auf der Vorderseite des jeweiligen Steuerkolbens der druckwirksamen Gesamtfläche auf der Rückseite dieses Steuerkolbens entspricht. Dergestalt wird in zwei Stufen eine insgesamt große Ventil-Öffnungsfläche erzeugt, wodurch der Fluiddruck schnell zusammenbricht, was wiederum der hohen Eigendynamik des erfindungsgemäßen Ventils zugute kommt.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Ventillösung sind Gegenstand der sonstigen Unteransprüche. Im Folgenden wird die erfindungsgemäße Ventillösung anhand eines Ausführungsbeispiels nach der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die Fig. 1 in der Art eines Längsschnittes das vorgesteuerte Wegeventil als Ganzes; und

Fig. 2 in vergrößerter Darstellung einen kreisförmigen Ausschnitt aus der Längsschnittdarstellung nach der Fig. 1. Das in Fig. 1 gezeigte vorgesteuerte Wegeventil ist in der Art eines Wege- sitzventils konzipiert, das ein Ventilgehäuse 10 aufweist mit mindestens drei Fluidanschluss-Stellen 12, 14 und 16 und einer als Ganzes mit 18 bezeichneten Hauptsteuerstufe sowie einer als Ganzes mit 20 bezeichneten Vorsteuerstufe. Die Fluidanschluss-Stellen 12 und 14 können einmal einen Druckversorgungsanschluss ausbilden zwecks Anschließens einer Druckversorgungsquelle und zum anderen einen Verbraucheranschluss darstellen zwecks Anschließen eines hydraulischen Verbrauchers. In Abhängigkeit der jeweiligen Drucksituation betreffend die Druckversorgungsquelle und/oder den hydraulischen Verbraucher kann einmal am Fluidanschluss 12 der hö- here Druck anstehen oder einmal am Fluidanschluss 14. Der weitere dritte Fluidanschluss 16 bildet einen Tank- oder Rücklaufanschluss aus, so dass insoweit an der Fluidanschluss-Stelle 16 ein Tank- oder Umgebungsdruck herrscht.

Zwischen der Hauptsteuerstufe 18 und der Vorsteuerstufe 20 ist eine als Ganzes mit 22 bezeichnete Zwischenstufe angeordnet und die Hauptsteuerstufe 18 sowie die Vorsteuerstufe 20 weisen einen längsverfahrbaren Hauptsteuerkolben 24 auf bzw. einen längsverfahrbaren Vorsteuerkolben 26. Ferner ist die Zwischenstufe 22, wie insbesondere die Fig. 1 zeigt, ortsfest im Ventilgehäuse 10 aufgenommen und zumindest teilweise mit ihrer Unterseite im Ventilgehäuse 10 integriert.

Das Ventilgehäuse 10 ist in der Art einer Einschraubpatrone in einem nicht dargestellten Ventilblock mit Fluidführungen aufnehmbar, die in fluidfüh- rende Deckung mit den jeweiligen Fluidanschluss-Stellen 12, 14, 16 des Ventilgehäuses 10 bringbar sind. Die Zwischenstufe 22 ist gleichfalls in der Art einer weiteren zweiten Einschraubpatrone ausgebildet, die in das Ventilgehäuse 10 in der Art der ersten Einschraubpatrone einsetzbar ist. Auch die Vorsteuerstufe 20 ist in der Art einer weiteren dritten Einschraubpatrone ausgebildet, die in der Zwischenstufe 22 festlegbar ist. Eine dahingehende Einschraubpatronenlösung wird fachsprachlich auch mit einem„Cartridge- Ventilaufbau" bezeichnet. Dabei nehmen die Durchmesser der jeweiligen Einschraubgewindestrecken 28, 30, 32 bei ungefähr gleicher axialer Ein- sch raubstrecke, ausgehend von dem Ventilgehäuse 10 in Richtung der Vor- steuerstufe 20 ab. In Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen erweitert sich das Ventilgehäuse 10 von unten nach oben hin absatzweise und die einzelnen Fluidanschluss-Stellen 12, 14, 16 werden in üblicher und daher nicht mehr näher beschriebener Weise über ringförmige Dichtungen voneinander flu- iddicht separiert, sobald das Ventilgehäuse 10 im nicht dargestellten Ventil- block eines Gesamt-hydraulischen-Systems einschraubend festgelegt ist.

Gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 befindet sich der Hauptsteuerkolben 24 in seiner sitzdichten Schließstellung, bei der die beiden Fluidanschluss- Stellen 12, 14 fluiddicht voneinander separiert sind. Der Ventilsitz 34 ist dabei durch schräggestellte Anlageflächen an der unteren freien Stirnseite des Hauptsteuerkolbens 24 gebildet sowie aus den zuordenbaren Wandteilen des Ventilgehäuses 10, die die Fluidanschluss-Stelle 12 umfassen.

Der Hauptsteuerkolben 24 der Hauptsteuerstufe 18 weist mindestens zwei Kanalführungen 36, 38 auf, die jeweils mit einem Rückschlagventil 40, 42 versehen sind, was sich insbesondere aus der Darstellung nach der Fig. 2 ergibt. Dabei befindet sich in Blickrichtung auf die Fig. 1 und 2 gesehen das links dargestellte Rückschlagventil 40 mit seiner Ventilkugel in einer geöffneten fluiddurch lassenden Stellung, wohingegen das rechts dargestellte Rückschlagventil 42 mit seiner Schließkugel sich an einer Kugelaufnahme des Hauptsteuerkolbens 24 anliegend in der Schließstellung befindet. Da- mit die Ventilkugeln der Rückschlagventile 40, 42 in ihrer jeweils geöffne- ten Stellung die zugeordnete Kanalführung 36 bzw. 38 nicht verlassen können, ist endseitig eine scheibenartige Ventilbegrenzung 44 vorgesehen, die über einen Sprengring 46 am oberen freien Ende des Hauptsteuerkolbens 24 gehalten ist, der insoweit in einen zapfenförmigen Fortsatz 48 übergeht. Die oberen freien Enden der beiden Kanalführungen 36, 38 münden in einen gemeinsamen Entlastungsraum 50 aus, der am unteren Ende der Zwischenstufe 22 von deren Gehäuseteilen zumindest teilweise umfasst ist. Ansonsten erstreckt sich in einem Außenbereich des Entlastungsraums 50 ein Energiespeicher in Form einer ersten Druckfeder 52, die sich mit ihrem einen freien oberen Ende an der im Ventilgehäuse 10 ortsfest angeordneten Zwischenstufe 22 abstützt und mit ihrem anderen unteren freien Ende an dem im Ventilgehäuse 10 längsverfahrbar geführten Hauptsteuerkolben 24. Ferner weist die Zwischenstufe 22 einzelne Kanalabschnitte 54, 56; 58, 60 auf, die paarweise an einer Knickstelle 62 aufeinandertreffen, um dergestalt Platz für einen Mittenraum 64 zu schaffen, der an die dritte Fluidanschluss- Stelle 16 permanent fluidführend angeschlossen ist, wobei der dahingehende Mittenraum 64 vom Vorsteuerkolben 26 der Vorsteuerstufe 20 und einem nachfolgend erläuterten Verschlusskörper eines Betätigungsteils 86 verschließbar ist. Die über die einzelnen Kanalabschnitte 54, 56; 58, 60 insoweit gebildeten Umgehungskanäle 66, 68 umfassen„O-beinartig" den Mittenraum 64, der in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen an seiner unteren Stelle einen Sammelkanal 70 aufweist, der in einen Querkanal 72 ausmündet, der wiederum endseitig permanent fluidführend an zwei Längskanäle 74 des Ventilgehäu- ses 10 angeschlossen ist, die in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen an ihrem unteren Ende über eine Querführung in die dritte Fluidanschluss-Stelle 16 ausmünden, an der der Tank- oder Umgebungsdruck herrscht. Der Mittenraum 64 selbst ist durch eine Bohrung in der Zwischenstufe 22 gebildet, wobei die Bohrung in einen Abschnitt einmündet, der sich nach oben hin konisch erweitert, und der dahingehend konische Erweiterungsraum ist von der unteren freien Stirnseite des Gehäuses der Vorsteuerstufe 20 begrenzt. Die sich nach oben hin weiter anschließenden Wandteile des Gehäuses der Vorsteuerstufe 20 begrenzen wiederum Teile des Mittenraums 64, der gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 nach oben hin von der unteren freien Stirnseite des Vorsteuerkolbens 26 begrenzt ist, der insoweit dort mit den zugeordneten Gehäuseteilen der Vorsteuerstufe 20 einen zweiten sitzdichten Ventilsitz 76 ausbildet.

Während gemäß der Darstellung nach der Fig. 1 die beiden Umgehungskanäle 66, 68 nach unten hin in den Entlastungsraum 50 ausmünden, münden sie mit ihrem anderen freien oberen Ende in einen Vorsteuerraum 78 der Vorsteuerstufe 20 aus. Ferner sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Umgehungskanäle 66, 68 nicht nur, wie dargestellt, innerhalb der Zeichenebene verlaufen können, sondern vielmehr besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass diese aus der Zeichenebene heraus vorstehend zusätzliche Fluidführungen innerhalb der Zwischenstufe 22 ausbilden. Der Vorsteuerraum 78 geht innenumfangsseitig in Bohrungen 80 des Gehäuses der Vorsteuerstufe 20 über, deren freier Öffnungsquerschnitt von dem Vorsteuerkolben 26 mit vorgebbar ist.

Der dahingehende Vorsteuerkolben 26 weist im Bereich der Bohrungen 80 eine Blende oder Drossel 82 auf, die permanent fluidführend mit einem Kolbenraum 84 des Vorsteuerkolbens 26 verbunden ist, der von einem stangenförmigen Betätigungsteil 86 eines als Ganzes mit 88 bezeichneten Magnet-Betätigungssystems durchgriffen ist, bei dessen Betätigung ein fluid- führender Weg zwischen Vorsteuerraum 78, Kolbenraum 84 und Mitten- räum 64 der Zwischenstufe 22 freigegeben ist. Ferner weist der Vorsteuerkolben 26 an seiner einen freien Stirnseite, die dem Mittenraum 64 zugewandt ist, einen dahingehend ausmündenden Verbindungskanal 90 auf, der auf seiner dem Betätigungsteil 86 des Magnetsystems 88 zugewandten Seite in eine Blenden- oder Drosselstelle 92 ausmündet, der im unbetätigten Zu- stand des Magnet-Systems 88 von dem konisch zulaufenden Sperrkörper des Betätigungsteils 86 verschlossen ist. In diesem verschlossenen Zustand liegt der Sperrkörper des Betätigungsteils 86 dichtend an einem Ventilsitz der Drosselstelle 92 an, der einen dritten Ventilsitz des Wegeventils bildet.

Der Vorsteuerkolben 26 weist eine an den Vorsteuerraum 78 angrenzende Ringkolbenfläche 87 auf, an der infolge des an dieser anstehenden Druckes eine Kraft in den Vorsteuerkolben 26 eingeleitet wird. Diese Kraft ist einer Gegenkraft entgegengerichtet, die an der wirksamen rückseitigen Gesamtkolbenfläche des Vorsteuerkolbens 26 ansteht und aus dem innerhalb des Kolbenraumes 84 herrschenden Druck resultiert. Diese rückseitige Gesamt- kolbenfläche setzt sich aus mehreren Kolbenflächen zusammen, zu denen

- die stirnseitige Ringfläche an der Rückseite des Vorsteuerkolbens 26,

- ein Anteil der Grundfläche eines von dem Betätigungsteil 86 durch- griffenen und gestuften Sacklochs im Vorsteuerkolben 26, und

- die an der Sacklochwand angeordneten und axial wirksamen Flä- chen zwischen der Grundfläche und der Ringfläche zugehörig sind. Somit bildet sich die rückseitige Gesamtfläche aus der Kreisfläche am größten Außendurchmesser des Vorsteuerkolbens 26 abzüglich der theoretischen Kreisfläche, welche am dritten Ventilsitz vom Sperrkörper abgedichtet wird, so dass diese theoretische Kreisfläche nicht dem innerhalb des Kolbenraumes 84 herrschenden Druck ausgesetzt ist.

Das Magnet-System 88 weist einen Magnetanker 94 auf, der in einem Polrohrgehäuse 96 längsverfahrbar geführt ist. Der Magnetanker 94 stützt sich gegen einen weiteren Energiespeicher in Form einer Druckfeder 98 ab, so dass das Magnet-System 88 als sog.„ziehender Magnet" ausgeführt ist, d.h. bei Bestromen einer nicht näher dargestellten Betätigungsspule, die bei dahingehenden Magnet-Systemen 88 üblich ist, wird der Magnetanker 94 entgegen der Wirkung der Druckfeder 98 in Blickrichtung auf die Fig. 1 gesehen nach oben bewegt und nimmt dabei das mit ihm verbundene Stangen- artige Betätigungsteil 86 mit, so dass die am freien Ende angeordnete Verschlussspitze die Blenden- oder Drosselstelle 92 im Vorsteuerkolben 26 freigibt. Zusätzlich ist eine weitere Druckfeder 100 als Energiespeicher vorgesehen, um das Betätigungsteil 86 in seiner in Fig. 1 gezeigten Schließstel- lung zu halten. Das Magnet-System selbst ist über eine Einschraubstrecke 102 wiederum in Patronen- oder Cartridge-Bauweise im Ventilgehäuse 81 der Vorsteuerstufe 20 festgelegt, wobei insoweit der Durchmesser der zusätzlichen Einschraubstrecke 102 gegenüber den bisherigen Einschraubstrecken 28, 30, 32 gleichfalls wiederum im Durchmesser reduziert ist. Für einen funktionssicheren Gebrauch des Wegeventils ist vorzusehen, dass die Flächenübersetzung von Hauptsteuerkolben 24 und Vorsteuerkolben 26 jeweils derart gewählt ist, dass die Summe der druckwirksamen Kolbenflächen auf der Vorderseite des jeweiligen Steuerkolbens der druckwirksamen Gesamtfläche auf der Rückseite dieses Steuerkolbens entspricht. Um die Funktion des vorgesteuerten Wegeventils besser zu verstehen, wird ein üblicher Funktionsablauf im Folgenden näher beschrieben. Vom An- schluss 12 oder 14 kommend wird je nach Druckniveau der Druck über die Rückschlagventile 40, 42 auf die Rückseite des Hauptsteuerkolbens 24 gemeldet. Durch den dahingehend anstehenden Druck und durch die Kraft der Druckfeder 52 wird der Kolben 24 in seinen Ventilsitz 34 gedrückt und die ansonsten fluidführende Verbindung von Fluidanschluss 14 nach 16 ist dann sitzdicht verschlossen. Gleichzeitig wird der Druck über die Umgehungskanäle 66, 68 in Form von Schrägbohrungen vom Entlastungsraum 50 kommend in den Vorsteuerraum 78 der Vorsteuerstufe 20 weitergeleitet. Um die Vorsteuerstufe 20 zu öffnen, muss der Druck auf der Rückseite des Hauptsteuerkolbens 24 gesenkt werden, entsprechend den Kolbenflächen auf unter die Hälfte des Versorgungsdrucks von Anschluss 12 oder An- schluss 14. Dazu wird die Vorsteuerstufe 20 betätigt, indem der Verschlusskörper mittels des Magnet-Betätigungssystems 88 von seinem Ventilsitz, sprich dem dritten Ventilsitz, abgehoben wird. Da der unter hohem Druck stehende Kolbenraum 84 nunmehr mit dem lediglich unter Tankdruck stehenden Mittenraum 64 verbunden ist, bricht der Druck im Kolbenraum 84 zusammen. Infolgedessen fällt die den Kolben 26 in seine Schließrichtung drückende besagte Gegenkraft weg, so dass die Kraft infolge des an der Ringkolbenfläche 87 teilweise noch anstehenden Druckes den Vorsteuerkolben 26 von seinem Ventilsitz 76, sprich dem zweiten Ventilsitz, abhebt. Dabei bewirkt die sehr enge Vorsteuerblende 82, dass der Druck innerhalb des Vorsteuerraumes 78 nicht so schnell zusammenbrechen kann, wie im Kolbenraum 84. Da der Strömungsquerschnitt am zweiten Ventilsitz 76 relativ groß ist, wird der Druck innerhalb des Entlastungsraums 50 sehr schnell abgebaut, so dass der Hauptsteuerkolben 24 von seinem Ventilsitz 34 kurzfristig relativ weit abhebt. Dabei kommt es zu einer fluidführenden Verbindung zwischen den Fluidanschluss-Stellen 2 und 14. Sowohl das von dem Hauptsteuerkolben 24 verdrängte Fluid als auch das durch die Kanalführungen 36, 38 strömende Fluid fließt ebenfalls über den großen Strömungsquerschnitt am zweiten Ventilsitz 76 zum Tank- und Rücklaufan- schluss 16 hin. Bei betätigter Vorsteuerstufe 20 über das Magnet-System 88 bricht an der Vorsteuerblende 82 der Druck zusammen und somit auch im Vorsteuerraum 78. Insoweit ist der Mittenraum 64 dann über die dritte Flu- idanschluss-Stelle 16 auf Tank- oder Umgebungsdruck hin entlastet mit der Folge, dass unter der Fluiddruckwirkung an den Fluidanschluss-Stellen 12 oder 14 der Hauptsteuerkolben 24 nunmehr im Wesentlichen nur gegen den Druck der Druckfeder 52 weiter nach oben fährt und damit einen grö- ßeren Verbindungsquerschnitt zwischen den Fluidanschluss-Stellen 12 und 14 freigibt.

Durch das angesprochene dreistufige Ventilkonzept kann mithin eine große Öffnungsfläche erzeugt werden, wodurch der Druck schnell zusammenbricht. Das Hydraulikmedium, welches durch die dritte Stufe in Form der Hauptsteuerstufe 18 verdrängt werden muss, kann mithin ohne großen Wi- derstand über die Vorsteuerstufe 20 und die Zwischenstufe 22 in Richtung zur Tankseite hin aus der Ventileinrichtung gebracht werden. Eine große Rolle spielt dabei auch, dass die jeweils eingesetzte Flächenübersetzung von Hauptsteuerkolben 24 und Vorsteuerkolben 26 vom Prinzip her in der Übersetzung gleich gewählt ist.

Das erfindungsgemäße Ventil kann aufgrund seiner dreistufigen Ausführung bei hoher Schaltleistung eine hohe Ventildynamik ermöglichen.