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Patent Searching and Data


Title:
PIN OVEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/073095
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pin oven (1) for drying a coating of at least one tubular container (2), comprising at least: one oven interior chamber (3), in which an approximately vertically aligned transport plane (4) is arranged, wherein an inflow chamber (5) is arranged upstream of the transport plane (4) and an outflow chamber (6) is arranged downstream of the transport plane (4) in the oven interior chamber (3), at least one U-shaped channel (7) which extends in the transport plane (4) and is open to the outflow chamber (6), a conveyor device (8) having a plurality of pins (9), wherein the pins (9) each protrude in part into the U-shaped channel (7) and are provided and designed for holding a tubular container (2), wherein the at least one U-shaped channel (7) within the oven interior chamber (3) is interrupted at least in part.

Inventors:
REINHARDT, Ulf (Zum Kerner See 5, Teutschenthal, 06179, DE)
Application Number:
EP2017/076063
Publication Date:
April 26, 2018
Filing Date:
October 12, 2017
Export Citation:
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Assignee:
REINHARDT, Ulf (Zum Kerner See 5, Teutschenthal, 06179, DE)
International Classes:
F26B15/08; B05C13/02; B41F23/00; F26B15/12; F26B15/22; F26B15/26; F26B21/00; F26B21/02
Foreign References:
US20140259731A12014-09-18
US5353520A1994-10-11
US4720261A1988-01-19
US4662085A1987-05-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
ROESSLER, Matthias (KNH Patentanwälte Kahlhöfer Neumann Rößler Heine PartG mbB, Postfach 103363, Düsseldorf, 40024, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Stiftofen (1) zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Behälters (2), zumindest umfassend:

einen Ofeninnenraum (3), in dem eine etwa vertikal ausgerichtete Transportebene (4) angeordnet ist, wobei stromauf der Transportebene (4) eine Zuströmkammer (5) und stromab der Transportebene (4) eine Abströmkammer (6) in dem Ofeninnenraum (3) angeordnet sind, mindestens einen U- förmigen Kanal (7), der in der Transportebene (4) verläuft und hin zu der Abströmkammer (6) offen ist,

eine Fördereinrichtung (8) mit einer Vielzahl von Stiften (9), wobei die Stifte (9) jeweils zumindest teilweise in den U-förmigen Kanal (7) hineinragen und zum Halten eines röhrenförmigen Behälters (2) vorgesehen und eingerichtet sind,

wobei der mindestens eine U-förmige Kanal (7) innerhalb des Ofeninnenraums (3) zumindest teilweise unterbrochen ist.

Stiftofen nach Anspruch 1, wobei der Verlauf des U-förmigen Kanals (7) in der Transportebene (4) mindestens einen oberen gebogenen Abschnitt (10), mindestens einen unteren gebogenen Abschnitt (11) und mindestens einen geraden Abschnitt (12) aufweist, der den oberen gebogenen Abschnitt (10) mit dem unteren gebogenen Abschnitt (11) verbindet.

Stiftofen nach Anspruch 1 oder 2, wobei der mindestens eine U-förmige Kanal (7) innerhalb mindestens eines unteren gebogenen Abschnitts (11) des U-förmigen Kanals (7) zumindest teilweise unterbrochen ist.

Stiftofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine U-förmige Kanal (7) mit einer parallel zu der Transportebene (4) ausgerichteten Kanalbodenwand (13) und zwei einander gegenüberliegen- den, sich von der Kanalbodenwand (13) weg erstreckenden Kanalseitenwänden (14) gebildet ist.

Stiftofen nach Anspruch 4, wobei zumindest in einer der Kanalseitenwände (14) oder in beiden Kanalseitenwänden (14) mindestens eine Aussparung (15) vorgesehen ist.

Stiftofen nach Anspruch 5, wobei die mindestens eine Aussparung (15) an mindestens einer bestimmten Position (16) entlang des Verlaufs des U- förmigen Kanals (7) angeordnet ist.

Stiftofen nach Anspruch 5 oder 6, wobei die mindestens eine Aussparung (15) in mindestens einem unteren gebogenen Abschnitt (11) des U- förmigen Kanals (7) angeordnet ist.

Stiftofen nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die mindestens eine Aussparung (15) derart dimensioniert ist, dass mindestens ein Behälter (2) durch die Aussparung (15) hindurch aus dem U- förmigen Kanal (7) austragbar ist.

9. Stiftofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin zumindest umfassend

mindestens eine Umwälzeinrichtung (17), die zumindest teilweise in dem Ofeninnenraum (3) angeordnet und zum Bewegen eines in dem Ofeninnenraum (3) befindlichen Fluids vorgesehen und eingerichtet ist.

10. Stiftofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin zumindest umfassend: mindestens eine Erwärmungseinrichtung (18), die zum Erwärmen eines in dem Ofeninnenraum (3) befindlichen Fluids vorgesehen und eingerichtet ist.

Description:
Stiftofen

Die Erfindung betrifft einen Stiftofen zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Gegenstands. Insbesondere kann die Erfindung zum Aushärten von Beschichtungen auf Getränkedosen verwendet werden.

Bei der Herstellung von metallischen Dosen für beispielsweise mit Kohlensäure versetzte Getränkeprodukte ist es bekannt die regelmäßig zylindrische Mantelfläche der Dose mit einer Beschichtung, wie etwa einem Überzug aus Lack oder Farbe zu versehen. Damit diese Beschichtung beständig bleibt, muss sie regelmäßig nach dem Aufbringen ausgehärtet werden. Hierzu können Stiftöfen verwendet werden, in denen die Beschichtung konvektiv erwärmt und so getrocknet beziehungsweise ausgehärtet oder sogar eingebrannt wird. Stiftöfen weisen regelmäßig einen Kettenförderer auf, der an einer Kette befestigte Stifte entlang einer festgelegten und üblicherweise mehrfach gewundenen, insbesondere mäanderförmigen, Bahn durch einen Ofeninnenraum des Stiftofens führt. Normalerweise werden die Dosen halbfertig, d.h. noch an einer Stirnseite offen, jedoch bereits beschichtet, auf die Stifte aufgesteckt und mittels des Ketten- förderers zur Trocknung durch den Ofeninnenraum geführt. Zur Steigerung der Effizienz und der Gleichmäßigkeit der konvektiven Erwärmung können die auf die Stifte aufgesteckten Dosen während des Durchlaufens des Ofeninnraums innerhalb eines einseitig offenen, im Wesentlichen U-förmigen Kanals geführt werden. Die Wände des Kanals weisen hierbei eine Perforierung auf, die ein relativ gleichmäßiges Anströmen der Dosenoberfläche, insbesondere der äußeren Dosen- bodenfläche und des Dosenmantels begünstigt.

Im Zusammenhang mit dem Führen von Dosen in einem solchen U-förmigen Kanal hat sich jedoch herausgestellt, dass eine innerhalb des Kanals von einem Stift heruntergerutschte Dose dazu führen kann, dass auch eine Vielzahl nachfolgender Dosen beschädigt werden, was zu einer ungewollt hohen Ausschussquote führt. Zudem kann es dazu kommen, dass die von dem Stift heruntergerutschte Dose nicht mit den anderen Dosen aus dem Kanal herausgefördert wird, sodass ein manuelles Entfernen der heruntergerutschten Dose aus dem Kanal erforderlich wird. Hierzu muss in der Regel der Kettenförderer angehalten und der Stiftofen geöffnet werden. Dies beeinträchtigt jedoch die Produktionsleistung des Stiftofens sowie dessen Energieeffizienz.

Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise zu lösen. Insbesondere soll ein Stiftofen zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Behälters angegeben werden, der eine möglichst hohe Produktionsleistung und Energieeffizienz bei gleichwohl gleichmäßiger Erwärmung der Beschichtung erlaubt. Zudem soll der Stiftofen möglichst kostenschonend und platzsparend herstellbar sein.

Diese Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Lösung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den abhängigen Patentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung definieren. Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Er- findung dargestellt werden.

Hierzu trägt ein Stiftofen zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Behälters bei, der zumindest umfasst:

einen Ofeninnenraum, in dem eine etwa vertikal ausgerichtete Transport- ebene angeordnet ist, wobei stromauf der Transportebene eine Zuström- kammer und stromab der Transportebene eine Abströmkammer in dem Ofeninnenraum angeordnet sind,

mindestens einen U- förmigen Kanal, der in der Transportebene verläuft und hin zu der Abströmkammer offen ist,

- eine Fördereinrichtung mit einer Vielzahl von Stiften, wobei die Stifte jeweils zumindest teilweise in den U-förmigen Kanal hineinragen und zum Halten eines röhrenförmigen Behälters vorgesehen und eingerichtet sind, wobei der mindestens eine U-förmige Kanal innerhalb des Ofeninnenraums zumindest teilweise, bevorzugt nahezu vollständig oder sogar vollständig unterbro- chen ist. Dies bedeutet mit anderen Worten insbesondere, dass der mindestens eine U-förmige Kanal innerhalb des Ofeninnenraums diskontinuierlich gebildet ist und/oder innerhalb des Ofeninnenraums diskontinuierlich in der Transportebene verläuft. Der Stiftofen ist insbesondere in einem Temperaturbereich von 100°C bis 300°C, vorzugsweise von 150°C bis 250°C betreibbar. In dem Ofeninnenraum des Stiftofens kann ein entsprechend erwärmtes Fluid zirkulieren, insbesondere um eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Achse. Hierbei kann das normalerweise von einer Erwärmungseinrichtung aufgeheizte Fluid auf seiner Reise durch den Ofeninnenraum zunächst von der Umwälzeinrichtung beschleunigt werden und dann insbesondere in der nachstehend angegebenen Reihenfolge die Zuströmkammer, den U-förmigen Kanal und die Abströmkammer durchströmen. Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, dass das Fluid nach dem Durchströmen der Abströmkammer, insbesondere entlang der Erwärmungseinrichtung (in der Art eines geschlossenen Kreislaufs) zu der Umwälzeinrichtung und/oder der Zuströmkammer rückgeführt wird.

Bevorzugt ist der röhrenförmige Behälter zumindest metallisch oder mit bzw. aus einem Blech gebildet. Bei dem röhrenförmigen Behälter handelt es sich vorzugs- weise um eine Dose, eine Tube oder eine hülsenartige Blechverpackung. Bevor- zugt ist der röhrenförmige Behälter einseitig, insbesondere an (nur) einer Stirnseite offen. Weiterhin bevorzugt ist der röhrenförmige Behälter, insbesondere mit einer Beschichtung auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis (vor-)beschichtet. Bei der Beschichtung kann es sich um einen Überzug, etwa mindestens eine Grundie- rungsschicht, Lackschicht und/oder Farbschicht handeln. Bei dem Fluid kann es sich um ein Gas oder ein Gasgemisch handeln. Weiterhin kann das Gas oder Gasgemisch zumindest teilweise mit einer Flüssigkeit, etwa Wasser beladen sein. Bevorzugt handelt es sich bei dem Fluid um Luft. Alternativ oder kumulativ kann das Fluid mit einem inerten Gas, wie etwa Stickstoff gebildet sein.

Bevorzugt ist die etwa vertikal ausgerichtete Transportebene vertikal oder mit einem Winkel von bis zu 25° [Grad], insbesondere bis zu 15° oder sogar bis zu 13° gegenüber einer vertikalen Ebene geneigt ausgerichtet. Besonders bevorzugt ist die etwa vertikal ausgerichtete Transportebene mit einem Winkel im Bereich von 5° bis 25°, insbesondere von 10° bis 15° oder sogar von 10° bis 13° gegenüber einer vertikalen Ebene geneigt ausgerichtet. Die Fördereinrichtung weist bevorzugt mindestens einen Kettenförderer auf. Besonders bevorzugt weist die Fördereinrichtung mindestens eine, insbesondere umlaufend antreibbare Förderkette auf, an der eine Vielzahl von Stiften gehalten ist. Die Stifte können sich im Wesentlichen senkrecht zu der Transportebene ausgerichtet, von der Förderkette weg erstecken. Insbesondere zum Halten des röhrenförmigen Behälters, kann der (jeder) Stift eine Innenseite des Behälters, insbesondere eine Innenseite einer geschlossenen Stirnseite des Behälters kontaktieren. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der Verlauf des U-förmigen Kanals in der Transportebene mindestens einen oberen gebogenen Abschnitt, mindestens einen unteren gebogenen Abschnitt und (dazwischen) mindestens einen geraden Abschnitt aufweist. Hierbei verbindet der gerade Abschnitt den oberen gebogenen Abschnitt mit dem unteren gebogenen Abschnitt. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der mindestens eine U-förmige Kanal innerhalb mindestens eines unteren gebogenen Abschnitts des U-förmigen Kanals zumindest teilweise, bevorzugt nahezu vollständig oder sogar vollständig unterbrochen ist. Dies bedeutet mit anderen Worten insbesonde- re, dass der mindestens eine U-förmige Kanal innerhalb mindestens eines unteren gebogenen Abschnitts des U-förmigen Kanals diskontinuierlich ausgebildet ist und/oder diskontinuierlich verläuft. Bevorzugt ist der mindestens eine U-förmige Kanal an dem tiefsten beziehungsweise untersten Punkt mindestens eines oder sogar eines jeden unteren gebogenen Abschnitts des U-förmigen Kanals (zumin- dest teilweise) unterbrochen.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der mindestens eine U-förmige Kanal mit einer parallel zu der Transportebene ausgerichteten Kanalbodenwand und zwei einander gegenüberliegenden, sich von der Kanalbo- denwand weg und insbesondere hin zu der Abströmkammer erstreckenden Kanalseitenwänden gebildet ist. Insbesondere ist der U-förmige Kanal gegenüberliegend zu der Kanalbodenwand offen beziehungsweise weist der U-förmige Kanal gegenüberliegend zu der Kanalbodenwand eine offene Seite auf. Bevorzugt sind die den U-förmigen Kanal bildenden Kanalwände perforiert, insbesondere mit mindestens einem perforierten Blech gebildet. So kann eine Fluidströmung, insbesondere vergleichmäßigt, durch die Kanalwände hindurchströmen. Die Perforation der Kanalwände kann (runde oder ovale) Löcher und/oder Schlitze aufweisen. Besonders bevorzugt ist die Kanalbodenwand mit Schlitzen und/oder Löchern und sind die Kanalseitenwände mit Löchern perforiert.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass zumindest in einer der Kanalseitenwände oder in beiden Kanalseitenwänden mindestens eine Aussparung vorgesehen ist. Bevorzugt ist die Unterbrechung des U-förmigen Kanals mittels der mindestens einen Aussparung gebildet. Beispielsweise können 1, 2, 3 oder 4 Aussparungen über den Verlauf der Bahn vorgesehen sein, wobei 1 oder 2 Aussparungen ganz besonders bevorzugt sind. Ganz besonders bevorzugt ist nur eine einzige Aussparung vorgesehen.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die mindestens eine Aussparung an mindestens einer (vor-)bestimmten Position entlang des Verlaufs des U-förmigen Kanals angeordnet ist. Bevorzugt liegt die bestimmte Position an einem oder mehreren tiefsten beziehungsweise untersten Punkt(en) des Verlaufs des U-förmigen Kanals. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die mindestens eine Aussparung in mindestens einem unteren gebogenen Abschnitt des U-förmigen Kanals angeordnet ist. Bevorzugt ist die mindestens eine Aussparung in jedem unteren gebogenen Abschnitt des U-förmigen Kanals angeordnet. Weiterhin bevorzugt ist die mindestens eine Aussparung an dem tiefsten bezie- hungsweise untersten Punkt mindestens eines oder sogar eines jeden unteren gebogenen Abschnitts des U-förmigen Kanals angeordnet.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die mindestens eine Aussparung derart dimensioniert ist, dass mindestens ein Behälter durch die Aussparung hindurch aus dem U-förmigen Kanal austragbar ist. Die Aussparung hat eine Aussparungstiefe und eine Aussparungsbreite. Die Aussparungstiefe erstreckt sich hierbei insbesondere senkrecht zu der Transportebene. Die Aussparungsbreite erstreckt sich hierbei insbesondere parallel zu der Transportebene. Bevorzugt liegt die Aussparungstiefe im Bereich von 1 bis 30 cm [Zentimeter], insbesondere von 1 bis 20 cm oder sogar von 5 bis 15 cm. Weiterhin bevorzugt liegt die Aussparungsbreite im Bereich von 2 bis 50 cm, insbesondere von 5 bis 30 cm oder sogar von 5 bis 15 cm. Vorzugsweise erstreckt sich die mindestens eine Aussparung über die (gesamte) Tiefe einer Kanalseitenwand. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der Stiftofen weiterhin zumindest umfasst:

mindestens eine Umwälzeinrichtung, die zumindest teilweise in dem Ofeninnenraum angeordnet und zum Bewegen eines in dem Ofeninnenraum be- fmdlichen Fluids vorgesehen und eingerichtet ist.

Die Umwälzeinrichtung kann mindestens ein (antreibbares) Laufrad aufweisen, an dem eine Vielzahl von Laufschaufeln gehalten ist. Bevorzugt ist die Umwälzeinrichtung mit mindestens einem Gebläse, (Umluft-)Ventilator oder Verdichter ge- bildet. Weiterhin bevorzugt weist die Umwälzeinrichtung ein Gehäuse, insbesondere eine Laufradgehäuse auf. In dem Laufradgehäuse kann das mindestens eine Laufrad angeordnet sein. Darüber hinaus kann die Umwälzeinrichtung mindestens eine (Einström-)Düse aufweisen. Die (Einström-)Düse kann dem mindestens einen Laufrad strömungstechnisch vorgeordnet beziehungsweise stromauf des Lauf- rads angeordnet sein. Vorzugsweise ist die (Einström-)Düse in das Gehäuse integriert oder ein separates Bauteil, das mittels eines Düsenhalters an einem Rahmen der Umwälzeinrichtung in dem Ofeninnenraum gehalten und/oder befestigt ist. Bevorzugt ist die Umwälzeinrichtung dazu vorgesehen und eingerichtet, das Fluid auf eine Strömungsgeschwindigkeit im Bereich von 20 bis 40 m/s [Meter pro Se- künde], insbesondere im Bereich des U- förmigen Kanals, zu beschleunigen.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass der Stiftofen weiterhin zumindest umfasst:

mindestens eine Erwärmungseinrichtung, die zum Erwärmen eines in dem Ofeninnenraum befindlichen Fluids vorgesehen und eingerichtet ist.

Bevorzugt weist die Erwärmungseinrichtung mindestens einen elektrisch und/oder mittels fossilen Brennstoffen betreibbaren Heizer auf. Insbesondere ist die Erwärmungseinrichtung mit einem in den Ofeninnenraum hineinbrennenden 01- brenner oder Gasbrenner gebildet. Darüber hinaus kann ein Abluftventilator vorgesehen sein, der vorzugsweise in der Abströmkammer angeordnet und/oder strömungstechnisch mit der Abströmkammer verbunden ist. Der Abluftventilator kann zumindest teilweise in dem Ofeninnenraum und/oder an dem Stiftofen angeordnet sein. Der Abluftventilator dient insbesondere zum Absaugen von Fluid aus der Abströmkammer. Der Abluftventilator kann dazu beitragen, eine möglichst trockene Atmosphäre in dem Ofeninnenraum, insbesondere im Bereich des Trocknungsraums, bereitzustellen, beispielsweise, in dem der Abluftventilator Fluid aus dem Ofeninnenraum aus- trägt, das insbesondere nach Durchströmen des U- förmigen Kanals mit einer Flüssigkeit und/oder Verunreinigung(en) beladen sein kann. Insbesondere sollen so zumindest Anteile des Fluids ausgetragen werden können, die mit einem Kondensat, Wasser, Lösungsmitteln) und/oder mit einem ggf. sogar brennbaren Fluid beladen sein können.

Weiterhin bevorzugt ist, dass der Stiftofen einen Trocknungsraum und einen Heizraum aufweist, die im verbundenen Zustand den Ofeninnenraum bilden, wobei der Trocknungsraum eine Trocknungsraum-Höhe im Bereich von 2 bis 3 m [Meter], insbesondere von 2 bis 2,6 m oder sogar von 2 bis 2,55 m aufweist. Wei- terhin bevorzugt weist der Trocknungsraum ein (inneres) Trocknungsraumvolumen im Bereich von 15 bis 100 m 3 [Kubikmeter], insbesondere von 20 bis 50 m 3 oder sogar von 20 bis 25 m 3 auf. Eine entsprechend geringe Bauhöhe des Trocknungsraums, insbesondere in Verbindung mit einem entsprechend geringen Volumen des Trocknungsraums weist den besonderen Vorteil auf, dass der Trock- nungsraum in einem Standardcontainer transportierbar ist. Hierbei handelt es sich insbesondere um einen Trocknungsraum eines Stiftofens mit einer Kapazität von mindestens 2.000 oder sogar von mindestens 2.400 Behältern pro Minute. Ein entsprechender Standardcontainer weist insbesondere folgende Innenmaße auf: Containerlänge: 12 m; Containerbreite: 2,35 m; Containerhöhe: 2,69 m. Ein sol- eher Standardcontainer wird auch als„40-Fuß-HC (High Cube) Container" bezeichnet.

Die Erfindung, sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Fi- guren näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Erfindung durch die gezeigten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt werden soll. Insbesondere ist es, soweit nicht explizit anders dargestellt, auch möglich, Teilaspekte der in den Figuren erläuterten Sachverhalte zu extrahieren und mit anderen Bestandteilen und/oder Erkenntnissen aus anderen Figuren und/oder der vorliegenden Beschrei- bung zu kombinieren. Es zeigen schematisch:

Fig. 1 : eine Schnittdarstellung eines Stiftofens,

Fig. 2: eine Detailansicht eines U- förmigen Kanals, und

Fig. 3: eine Detailansicht eines Verlaufs eines unterbrochenen U- förmigen

Kanals.

Fig. 1 zeigt schematisch eine Schnittdarstellung eines Stiftofens 1 zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Behälters (hier nicht dargestellt). Der Stiftofen 1 weist einen Ofeninnenraum 3 auf, in dem eine etwa vertikal ausgerichtete Transportebene 4 angeordnet ist. Die in Fig. 1 beispielhaft eingetragenen Pfeile veranschaulichen, wie die Fluidströmung in dem Ofeninnenraum 3 zirkulieren kann. Stromauf der Transportebene 4 ist eine Zuströmkammer 5 und stromab der Transportebene 4 eine Abströmkammer 6 in dem Ofeninnenraum 3 angeordnet. Zudem weist der Stiftofen 1 einen U- förmigen Kanal 7 auf, der in der Transportebene 4 verläuft und hin zu der Abströmkammer 6 offen ist. Darüber hinaus hat der Stiftofen 1 gemäß der Darstellung nach Fig. 1 eine Fördereinrichtung 8 mit einer Vielzahl von Stiften 9, eine Umwälzeinrichtung 17, die zumin- dest teilweise in dem Ofeninnenraum 3 angeordnet ist und eine Erwärmungsein- richtung 18, die zum Erwärmen eines in dem Ofeninnenraum 3 befindlichen Fluids vorgesehen und eingerichtet und hier beispielhaft mit einem in den Ofeninnenraum 3 hineinbrennenden Gasbrenner gebildet ist. Die in Fig. 1 beispielhaft eingetragenen Pfeile deuten zudem an, wie die Umwälzeinrichtung 17 das mittels der Erwärmungseinrichtung 18 aufgeheizte Fluid ansaugt und in dem Ofeninnenraum 3 bzw. durch den Ofeninnenraum 3 bewegt.

Fig. 2 zeigt schematisch eine Detailansicht eines U-förmigen Kanals 7. Der U- förmige Kanal 7 verläuft in der Transportebene 4 und ist hin zu der Abström- kammer 6 offen gebildet. Hin zu der Zuströmkammer 5 ist der U-förmige Kanal 7 mittels perforierter, teilweise durchströmbarer Kanalwände 13, 14 geschlossen. Hierzu ist der U-förmige Kanal 7 gemäß der Darstellung nach Fig. 2 mit einer parallel zu der Transportebene 4 ausgerichteten Kanalbodenwand 13 und zwei einander gegenüberliegenden, sich von der Kanalbodenwand 13 weg und hin zu der Abströmkammer 6 erstreckenden Kanalseitenwänden 14 gebildet. Auch in Fig. 2 ist die Strömung des Fluids beispielhaft mittels Pfeilen veranschaulicht. Gemäß der Darstellung nach Fig. 2 ragt ein Stift 9 einer Fördereinrichtung (hier nicht dargestellt) zumindest teilweise in den U-förmigen Kanal 7 hinein. Darüber hinaus ist der Stift 9 zum Halten eines röhrenförmigen Behälters 2 vorgesehen und eingerichtet. Der röhrenförmige Behälter 2 wird mittels der Fördereinrichtung durch den U-förmigen Kanal 7 geführt.

Fig. 3 zeigt schematisch eine Detailansicht eines Verlaufs eines unterbrochenen U-förmigen Kanals 7. Gemäß der Darstellung nach Fig. 3 ist der Blick auf die Transportebene 4 gerichtet. Es ist zu erkennen, dass der Verlauf des U-förmigen Kanals 7 in der Transportebene 4 mindestens einen oberen gebogenen Abschnitt 10, mindestens einen unteren gebogenen Abschnitt 11 und mindestens einen geraden Abschnitt 12 aufweist, der den oberen gebogenen Abschnitt 10 mit dem unteren gebogenen Abschnitt 11 verbindet. Der U-förmige Kanal 7 ist hier mit einer parallel zu der Transportebene 4 ausgerichteten Kanalbodenwand 13 und zwei einander gegenüberliegenden, sich von der Kanalbodenwand 13 weg (und aus der Zeichenebene heraus) erstreckenden Kanalseitenwänden 14 gebildet.

In Fig. 3 ist gezeigt, dass der mindestens eine U-förmige Kanal 7 innerhalb des (hier nur schematisch angedeuteten) Ofeninnenraums 3 zumindest teilweise unterbrochen ist. Hierzu ist der U-förmige Kanal 7 innerhalb des in Fig. 3 links dargestellten unteren gebogenen Abschnitts 11 des U- förmigen Kanals 7 beispielhaft vollständig unterbrochen. Darüber hinaus ist der U-förmige Kanal 7 innerhalb des in Fig. 3 rechts dargestellten unteren gebogenen Abschnitts 11 des U-förmigen Kanals 7 beispielhaft teilweise unterbrochen. Hierzu ist in der unteren Kanalseitenwand 14 des in Fig. 3 rechts dargestellten unteren gebogenen Abschnitts 11 eine Aussparung 15 vorgesehen.

Zudem ist die Aussparung 15 an einer bestimmten Position 16 entlang des Ver- laufs des U-förmigen Kanals 7 angeordnet, nämlich beispielhaft an einem tiefsten Punkt des Verlaufs des U-förmigen Kanals 7 angeordnet. Darüber hinaus ist die Aussparung 15 derart dimensioniert ist, dass ein Behälter 2 durch die Aussparung 15 hindurch aus dem U-förmigen Kanal 7 austragbar ist. Es wird hier ein Stiftofen zum Trocknen einer Beschichtung mindestens eines röhrenförmigen Behälters angegeben, der die mit Bezug auf den Stand der Technik geschilderten Probleme zumindest teilweise löst. Insbesondere erlaubt der Stiftofen eine möglichst hohe Produktionsleistung und Energieeffizienz bei gleichwohl gleichmäßiger Erwärmung der Beschichtung. Zudem kann der Stift- ofen möglichst kostenschonend und platzsparend hergestellt werden. Bezugszeichenliste

1 Stiftofen

2 Behälter

3 0 feninnenraum

4 Transportebene

5 Zuströmkammer

6 Abströmkammer

7 U-förmiger Kanal

8 Fördereinrichtung

9 Stift

10 oberer gebogener Abschnitt

11 unterer gebogener Abschnitt

12 gerader Abschnitt

13 Kanalbodenwand

14 Kanalseitenwand

15 Aussparung

16 bestimmte Position

17 Umwälzeinrichtung

18 Erwärmungseinrichtung