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Title:
PIPE AND CONDENSATE BOUNDARY FILM COLLECTION AND DRAINAGE DEVICE FOR INSTALLATION IN SAID PIPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/103858
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention describes a pipe for conducting or discharging wet gases, and a condensate boundary film collection and drainage device for installation in a pipe of said type. The pipe is designed in particular as a wet flue. The condensate boundary film collection and drainage device is arranged at the mouth of the pipe or in the interior of the pipe. Said condensate boundary film collection and drainage device has a droplet separator designed preferably as an annular separator. Effective removal of the condensate boundary film formed is attained in this way.

Inventors:
JANSEN, Matthias (Bendenstr. 28, Stolberg, 52223, DE)
Application Number:
DE2011/000160
Publication Date:
September 01, 2011
Filing Date:
February 18, 2011
Export Citation:
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Assignee:
MUNTERS EUROFORM GMBH (Philipsstr. 8, Aachen, 52068, DE)
JANSEN, Matthias (Bendenstr. 28, Stolberg, 52223, DE)
International Classes:
B01D53/26; B01D45/08
Attorney, Agent or Firm:
HAUCK PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Mörikestr. 18, Düsseldorf, 40474, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Rohr zur Durchführung oder Abführung von nassen Gasen, insbesondere zur Durchführung oder Abführung von einer Nasswäschung unterzogenen Rauchgasen, mit einer Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung, die ein im Bereich des Innenrandes des Rohres angeordnetes Trennelement zur Abtrennung eines Teilgasstromes von dem das Rohr durchströmenden Gasstrom und eine zugehörige Kondensatabführvorrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatrandfilmauffang- und - ableitvorrichtung (1,10) in ihrer vom abgetrennten Teilgasstrom durchströmten Bahn einen vom Teilgasstrom durchströmten Tropfenabscheider (4,14) aufweist.

Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (1) an der Rohrmündung angeordnet ist.

Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatrandfilmäuffang- und -ableitvorrichtung (10) im Rohrinneren angeordnet ist.

4. Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfenabscheider (4,14) als Ringabscheider ausgebildet ist.

Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tropfenabscheider (4,14) so in der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (1,10) angeordnet ist, dass er vom abgetrennten Gasstrom vertikal durchströmt wird.

Rohr nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeich net, dass der Tropfenabscheider (4) so in der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (1) angeord net ist, dass er vom abgetrennten Gasstrom horizontal durchströmt wird.

Rohr nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringabscheider zwischen Rohrwandung (19) und Trennelement (11) bei Anordnung der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (10) im Rohrinneren oder zwischen Trennelement (2) und einem Gasstrombahn- begrenzungselement (3) bei Anordnung der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (1) an der Rohrmündung angeordnet ist.

Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennelement (11) konisch aus¬ gebildet ist und sich in Gasströmungsrichtung verengt.

9. Rohr nach einem der Ansprüche 4-8, dadurch gekennzeich¬ net, dass der Ringabscheider eine Vielzahl von radial angeordneten Tropfenabscheiderlamellen (22) aufweist, die sich zwischen einer radial inneren und radial äuße ren bzw. oberen und unteren Begrenzungswand (20,21) erstrecken .

Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatabführvorrichtung ei ne Kondensatauffangwanne (5,15) mit Abfluss (6,16) auf weist .

Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als Nasskamin ausgebildet ist.

Rohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung (1,10) einen zwischen Trennelement

(2.11) und Rohrwandung (2,19) ausgebildeten Ringraum

(7.12) aufweist, der sich in Gasströmungsrichtung zu einem größeren Ringraum (8,13) erweitert, an dessen En de der Tropfenabscheider (4,14) angeordnet ist.

Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung zum Einbau in ein Rohr nach einem der vorangehenden Ansprü che .

Description:
Rohr und Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung zum Einbau in dieses

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rohr zur Durchführung oder Abführung von nassen Gasen, insbesondere zur Durchführung oder Abführung von einer Nasswäschung unterzogenen Rauchgasen, mit einer Kondensatrandfilmauffang- und - ableitvorrichtung, die ein im Bereich des Innenrandes des Rohres angeordnetes Trennelement zur Abtrennung eines Teilgasstromes von dem das Rohr durchströmenden Gasstrom und eine zugehörige Kondensatabführvorrichtung aufweist.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich ferner auf eine Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung zum Einbau in ein Rohr zur Durchführung oder Abführung von nassen Gasen.

Bei der Durchführung oder Abführung von nassen Gasen durch Rohre bildet sich durch den Kontakt des Gasstromes mit der relativ kalten Rohrwandung Kondensat, das in der Form eines Kondensatrandfilmes auf der Rohrinnenwand anfällt. Dieser Kondensatrandfilm wird durch die Bewegung des Gasstromes bis zur Rohrmündung mitgeführt bzw. mitgerissen und zusammen mit dem Gasstrom aus dem Rohr herausgeführt und in der Form von Flüssigkeitstropfen, Nebel etc. (in die Atmosphä- re) abgegeben. Dies ist natürlich unerwünscht, und es sind bereits entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet worden.

Hinter Nasswäschern, beispielsweise Nasswäschern von Rauchgasen, hat man bislang vermehrt Wiederaufheizeinrichtungen in der Form von Wärmetauschern oder durch Direkteinbringungen von Energie mittels Gasbrennern eingesetzt, um das nasse Gas durch bis zu 400 m hohe Großkamine zu fördern, ohne hierbei übermäßig viel Kondensat zu erzeugen. Auf diese Weise sollte insbesondere der Auswurf von groben Tropfen aus dem Kamin, welche in unmittelbarer Nähe des Kamins zu Boden fallen, verhindert werden. Diese Einrichtungen sind jedoch sehr kostspielig und wartungsintensiv oder benötigen einen hohen Energieaufwand.

Moderne Anlagen hat man deshalb mit sogenannten Nasskaminen ausgerüstet, die etwa 250 m hoch sind. Die Gasförderung erfolgt hierbei mit Hilfe von Druckerhöhungsgebläsen vor oder hinter dem Nasswäscher. Bedingt durch die Abkühlung des feuchten Gases auf dem Weg zum Kaminaustritt kommt es jedoch auch hierbei zu einem hohen Kondensatanfall innerhalb des Kamins und daher zum Auswurf von groben Tropfen aus dem Kamin, welche in unmittelbarer Nähe des Kamins zu Boden fallen. Bisher wurden außer einfachen Drainageeinrichtungen nur in wenigen Fällen Einbauten, wie beispielsweise Axialzyklone, in die Großkamine eingebaut, da diese aufgrund der hohen Geschwindigkeiten im Kamin zu sehr hohen Energieyer- lusten führen und auch bisher keine zufriedenstellende Lösung hinsichtlich der Tropfenabführung darstellen. Ferner hat man zur Verringerung des Tropfenauswurfs in vielen Nasskaminen sogenannte Filmfallen oder andere Schikanen eingebaut, die das Mitschleppen von Flüssigkeitsfilmen entlang der Kaminwand verhindern sollen. Diese Maßnahmen sind jedoch in der Regel nur bedingt brauchbar, da durch die hohen Gasgeschwindigkeiten in solchen Kaminen der Flüssigkeitsfilm mitgerissen wird oder Tropfen aus dem Film herausgerissen werden. Ein schädlicher Tropfenauswurf lässt sich daher auch mit diesen Einrichtungen nicht vollständig verhindern .

Eine weitere Gegenmaßnahme besteht darin, dass man solche Nasskamine mit Kondensatrandfilmauffang- und -ableit- vorrichtungen ausgerüstet hat. Diese Vorrichtungen sind an den Mündungen der Nasskamine angeordnet und bewirken eine Abtrennung eines Teilgasstromes von dem den Nasskamin durchströmenden Gasstrom, wobei dieser Teilgasstrom den gebildeten Kondensatrandfilm mitführen und somit vom Hauptgasstrom im mittleren Bereich des Kamins abtrennen soll. Das sich dann vom Teilgasstrom abscheidende Kondensat wird aufgefangen und über eine Kondensatabführvorrichtung abge ¬ führt. Diese bekannten Kondensatrandfilmauffang- und - ableit-vorrichtungen bzw. „Randfilmfallen" sind jedoch in ¬ sofern mit Problemen verbunden, als dass die Menge der Flüssigkeit, die in die Randfilmauffang- und - ableitvorrichtung hineingeführt wird, sehr stark abhängig ist von der Führung der Gasströmung zu der Vorrichtung und in die Vorrichtung. Da die vom Teilgasstrom durchströmte Bahn in der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung im Vergleich zum Rohrdurchmesser nur eine geringe Breite besitzt, kann sich in diesem Bereich eine Gasstauzo- ne bilden, wodurch die zur Kondensatabführung erforderlich Minimalgeschwindigkeit unterschritten wird, so dass der Kondensatrandfilm zumindest nicht vollständig vom Teilgasstrom mitgeführt wird, sondern zumindest zum Teil an der Randfilmfalle vorbei mit dem zentralen Gasstrom aus dem Nasskamin heraus nach außen gefördert wird, so dass die vorgesehene Randfilmfalle nur teilweise oder überhaupt nicht wirksam wird. Dieser „Staueffekt" wird noch durch kleine Austrittsöffnungen des Gasstromes aus der Randfilmfalle oder durch Mehrfachumlenkungen des Gasstromes in die ser verstärkt. Trotz der Anordnung von derartigen Kondensatrandfilmauffang- und -ableit-vorrichtungen bzw. Randfilmfallen wird daher noch ein nicht unbeträchtlicher Teil des Randfilmes vom zentralen Gasstrom mitgerissen und in die Atmosphäre in der Form von Tropfen, Nebel etc. abgegeben.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rohr zur Durchführung oder Abführung von nassen Gasen vorzusehen, das eine besonders wirksame Kondensatrandfilmauf- fang- und ableitvorrichtung aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Rohr der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, dass die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung in ihrer vom ab getrennten Teilgasstrom durchströmten Bahn einen vom Teilgasstrom durchströmten Tropfenabscheider aufweist.

Mit der erfindungsgemäßen Lösung werden die vorstehend auf gezeigten Nachteile des Standes der Technik vermieden.

Durch die Anordnung eines Tropfenabscheiders muss keine Verengung bzw. Umlenkung des in der Kondensatrandfilmauf- fang- und -ableitvorrichtung angeordneten Strömungskanals stattfinden, um das Kondensat abzuleiten. Vielmehr ist der erfindungsgemäß vorgesehene Tropfenabscheider hinter dem durch das Trennelement gebildeten Ringraum angeordnet und erstreckt sich vorzugsweise über den gesamten Ringraum, so dass vorzugsweise der gesamte Querschnitt des Ringraumes vom Tropfenabscheider abgedeckt wird und vom Teilgasstrom durchströmt wird. In Bezug auf den Teilgasstrom existiert daher eine relativ breite Strömungsbahn, so dass die für eine effektive Tropfenabscheidung erforderliche inimal- ~ Strömungsgeschwindigkeit aufrechterhalten werden kann. Es findet im Wesentlichen kein ausgeprägter Staueffekt vor dem Eintritt in die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung statt, so dass der Randfilm auf effektive Weise abgelöst und vom Teilgasstrom mitgeführt werden kann, ohne dass ein Teil des Randfilmes in den Hauptgasstrom gelangt.

Vorzugsweise wird der Teilgasstrom ohne Umlenkung aus dem Rohr geleitet und passiert hierbei den erfindungsgemäß angeordneten Tropfenabscheider. Der Teilgasstrom wird daher bei dieser Ausführungsform im Wesentlichen parallel zum Hauptgasstrom geführt. Die Erfindung sieht jedoch auch eine Ausführungsform vor, bei der der Teilgasstrom umgelenkt wird, insbesondere etwa um 90°, so dass er das Rohr senkrecht zur Rohrachse verlässt.

In jedem Falle separiert der erfindungsgemäß vorgesehene Tropfenabscheider die mitgerissene Flüssigkeit des Konden ¬ satrandfilmes vom abgeführten Teilgasstrom und führt diese der zugehörigen Kondensatabführvorrichtung zu, die bei- spielsweise als gasströmungsfreier Ringkanal ausgebildet sein kann, welcher über Drainageleitungen entwässert werden kann .

Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung ist die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung an der Rohrmündung angeordnet. Generell kann das Rohr vertikal oder horizontal angeordnet sein oder auch jede beliebige Schräglage annehmen. Vorzugsweise ist das Rohr als sogenannter Nasskamin ausgebildet, wobei die Kondensatrandf.il- mauffang- und -ableitvorrichtung bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform an der Mündung des Nasskamins vorgesehen ist. Hierbei erstreckt sich das Trennelement vorzugsweise über das Rohrende bzw. Kaminende hinaus und bildet zusammen mit einem radial äußeren Begrenzungselement außerhalb der Rohr- bzw. Kaminwand einen Ringraum, der vom Teilgasstrom durchströmt wird und an dessen Austrittsende der Tropfenabscheider angeordnet ist.

Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung im Rohrinneren angeordnet. Auch hier bewirkt ein im Rohrinneren angeordnetes Trennelement, das vorzugsweise ringförmig ausgebildet ist, die Abtrennung eines Teilgasstromes im Bereich der Rohrwandung, der den vom Trennelement und der Rohrwandung begrenzten Ringraum durchströmt. Hinter diesem Ringraum ist ein Tropfenabscheider angeordnet, wobei auch hier die separierte Flüssigkeit vorzugsweise in einen gasströ- mungsfreien Ringkanal geleitet wird, der über Drainageleitungen entwässert werden kann. Die Kondensatrandfilmauf- fang- und -ableitvorrichtung befindet sich daher bei dieser Ausfuhrungsform vollständig im Rohrinneren, während sie bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform (Anordnung an der Rohrmündung) teilweise im Rohrinneren und teilweise außerhalb des Rohres angeordnet ist.

Der Tropfenabscheider ist vorzugsweise so in der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung angeordnet, dass er vom abgetrennten Gasstrom (Teilgasstrom) vertikal durchströmt wird. Diese Ausführungsform findet insbesondere dann Verwendung, wenn das Rohr vertikal angeordnet ist, was bei Nasskaminen der Fall ist. Hierbei wird daher der Teilgas ¬ strom nicht umgelenkt und im Wesentlichen parallel zum Hauptgasstrom geführt.

Die Erfindung sieht jedoch auch einen horizontal durchströmten Tropfenabscheider vor, der insbesondere bei lie ¬ gend angeordneten Rohren Verwendung findet, jedoch auch bei vertikal angeordneten Rohren, wobei hier der Teilgasstrom um etwa 90° umgelenkt wird.

Der Tropfenabscheider ist vorzugsweise als Ringabscheider ausgebildet und ist, wie erwähnt, hinter dem vom Teilgasstrom durchströmten Ringraum innerhalb der Kondensatrand ¬ filmauffang- und -ableitvorrichtung angeordnet.

Die Kondensatauffang- und -ableitvorrichtung weist speziell einen zwischen Trennelement und Rohrwandung ausgebildeten Ringraum auf, der sich in Gasströmungsrichtung zu einem größeren Ringraum erweitert, an dessen Ende der Tropfenab ¬ scheider (Ringabscheider) angeordnet ist. Wie erwähnt, ist der Ringabscheider so eingebaut, dass er entweder vertikal oder horizontal durchströmt wird.

Bei Anordnung der Kondensatrandfilmauffang- und -ableit- vorrichtung im Rohrinneren ist der Ringabscheider zwischen Rohrwandung und Trennelement und bei Anordnung der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung an der Rohrmündung zwischen Trennelement und einem Gasströmungsbahnbe- grenzungselement angeordnet.

Der Ringabscheider weist vorzugsweise eine Vielzahl vom radial angeordneten Tropfenabscheiderlamellen auf, die sich zwischen einer radial inneren und radial äußeren bzw. oberen und unteren Begrenzungswand erstrecken. Bei Einbau des Ringabscheiders derart, dass er vertikal durchströmt wird, sind daher eine radial innere und eine radial äußere Begrenzungswand in Ringform vorhanden, wobei die einzelnen Tropfenabscheiderlamellen vorzugsweise nicht parallel zueinander, sondern radial verlaufend angeordnet sind. Hierbei ist daher der Abstand zwischen den einzelnen Lamellen radial außen größer als radial innen. Die Tropfenabscheiderlamellen können in bekannter Weise ausgebildet sein, d. h. wellenförmig, und mit Fangtaschen versehen sein. Derartige Ausführungsformen sind dem Fachmann bekannt und brauchen daher an dieser Stelle nicht mehr im Einzelnen beschrieben werden.

Bei Einbau des Ringabscheiders derart, dass er horizontal durchströmt wird, sind eine obere und untere Begrenzungswand vorhanden, zwischen denen radial verlaufende Tropfenabscheiderlamellen angeordnet sind. Auch hierbei weisen die Lamellen vorzugsweise radial innen einen geringeren Abstand voneinander auf als radial außen.

Die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung besitzt vorzugsweise ferner eine Kondensatauffangwanne mit Abfluss, die zweckmäßigerweise ebenfalls als Ringraum ausgebildet ist und außerhalb der vom Teilgasstrom durchströmten Gasströmungsbahn liegt. Über den Abfluss bzw. eine geeignete Drainage wird die abgeschiedene Flüssigkeit abgeführt. Wesentlich ist, dass die Kondensatauffangwanne bzw. der entsprechende Ringraum im Wesentlichen strömungsfrei ist, damit die abgeschiedene Flüssigkeit nicht wieder vom Gasstrom mitgerissen werden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Trennelement konisch ausgebildet und verengt sich in Gasströmungsrichtung. Diese Ausführungsform findet insbesondere dann Verwendung, wenn die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung innerhalb des Rohres angeordnet ist, um auf diese Weise an der Stelle der Anordnung der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung keine abrupte, sondern eine allmähliche Verengung der Strömungsbahn des Hauptgasstromes zu erreichen.

Es versteht sich, dass bei Anordnung einer Kondensatrand- filmauffang- und -ableitvorrichtung innerhalb des Rohres mehrere Vorrichtungen hintereinander angeordnet sein kön ¬ nen, so dass sich eine mehrstufige Randfilmauffang- und - ableitvorrichtung ergibt. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung zum Einbau in ein Rohr der vorstehend beschriebenen Art. Eine solche Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung kann sämtliche der vorstehend wiedergegebenen Merkmale aufweisen. Diese brauchen daher an dieser Stelle nicht mehr im Einzelnen wiederholt zu werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Schnittdarstellung der Mündung eines Nasskamins mit einer ersten Ausführungsform einer Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung;

Figur 2 eine schematische Schnittdarstellung entsprechend

Figur 1 mit einer zweiten Ausführungsform einer Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung;

Figur 3 eine schematische Schnittdarstellung eines Teiles eines Nasskamins mit einer weiteren Ausführungs ¬ form einer Kondensatrandfilmauffang- und - ableitvorrichtung;

Figur 4 eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines als Ringabscheider ausgebildeten Tropfenabscheiders der Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung; und Figur 5 eine vergrößerte Darstellung eines Teiles des Ringabscheiders der Figur 4.

In der schematischen Vertikalschnittdarstellung der Figur 1 ist die Endwand an der Mündung eines Nasskamins mit 9 bezeichnet. An der Mündung des Nasskamins ist eine Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung 1 schematisch dargestellt. Die Vorrichtung weist ein Trennelement 2 auf, das ringförmig ausgebildet ist und sich von außen in das Innere des Kamins erstreckt. Zwischen Trennelement 2 und Kaminwand 9 wird auf diese Weise ein Ringraum 7 gebildet, der sich zu einem größeren Ringraum 8 erweitert, welcher zwischen einer ringförmigen Begrenzungswand 3 und dem

Trennelement 2 gebildet ist. Die Gasströmungsrichtung verläuft in Figur 1 von unten nach oben. In Gasströmungsrichtung hinter dem Ringraum 8 ist ein Tropfenabscheider in der Form eines Ringabscheiders 4 angeordnet, der sich ebenfalls- zwischen dem Trennelement 1 und der Begrenzungswand 3 befindet. Unter dem Ringraum 8 befindet sich auf der Außenseite der Kaminwand 9 ein Kondensatauffangringraum 5, der : einen Kondensatabfluss 6 aufweist.

Die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung 1 funktioniert in der folgenden Weise:

Das im Nasskamin nach oben zur Mündung strömende nasse Gas gelangt zum Trennelement 2 und wird von diesem in einen zentralen Teilgasstrom und einen radial äußeren Teilgasstrom aufgeteilt, der in den Ringraum 7 eindringt. Das an der Innenseite der Kaminwand 9 ausgebildete und vom Gasstrom nach oben mitgeführte Kondensat wird vom gebildeten radial äußeren Teilgasstrom in den Ringraum 7 mitgerissen und gelangt in den breiteren Ringraum 8 und von dort in den dahinter angeordneten Tropfenabscheider 4. Dieser als Ringabscheider ausgebildete Tropfenabscheider weist eine Vielzahl von radial angeordneten wellenförmigen Lamellen mit Fangtaschen auf. Das im Teilgasstrom mitgeführte Kondensat wird beim Passieren des Ringabscheiders abgeschieden und gelangt durch Schwerkraft nach unten in den Kondensatauffangringraum 5 und wird aus diesem über den Abfluss 6 abgeführt. Der Teilgasstrom, der den Tropfenabscheider 4 passiert hat, wird in die Atmosphäre abgegeben.

Bei dem in Figur 1 dargestellten Tropfenabscheider 4 sind die einzelnen Tropfenabscheiderlamellen radial und vertikal angeordnet. Der Tropfenabscheider wird in Vertikalrichtung durchströmt. Figur 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Tropfenabscheider 4 horizontal durchströmt wird. Auch die in Figur 2 dargestellte Kondensatradfilmauffang- und ableitvorrichtung besitzt ein Trennelement 2, einen zwischen Kaminwand 9 und Trennelement 2 gebildeten Ringraum7, einen nachfolgenden erweiterten Ringraum 8, einen Konden ¬ satauffangringraum 5 und einen Kondensatabfluss 6. Vom Ringraum 7 wird der den Kondensatrandfilm mitführende Teilgasstrom um etwas 90° in den Ringraum 8 umgelenkt und strömt von dort horizontal in den Tropfenabscheider 4. Dieser ist ebenfalls als Ringabscheider ausgebildet und weist radial und vertikal angeordnete Tropfenabscheiderlamellen auf, die sich zwischen einer oberen und einer unteren Begrenzungswand erstrecken. Sie werden horizontal durchströmt, wie durch den Pfeil angedeutet. Das im Tropfenab ¬ scheider abgeschiedene Kondensat wird im Ringraum 5 aufge- fangen und über den Abfluss 6 abgeführt. Vom Tropfenabscheider 4 gelangt der Teilgasstrom in die Atmosphäre.

Figur 3 zeigt einen schematischen Vertikalschnitt durch einen Nasskamin, wobei bei dieser Ausführungsform eine Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung 10 im Inneren des Nasskamins und nicht an dessen Mündung angeordnet ist. Die Kondensatrandfilmauffang- und -ableitvorrichtung 10 weist auch bei dieser Ausführungsform ein ringförmiges Trennelement 11 auf, das sich in Gasströmungsrichtung in Figur 3 von unten nach oben konisch verengt. Das Trennelement 11 ist im unteren Teil nach oben umgelenkt und weist einen parallel zur Kaminwand 19 verlaufenden Abschnitt auf, der mit der Kaminwand einen Ringraum 12 begrenzt. Der Ringraum 12 erweitert sich nach oben zu einem breiteren Ringraum 13, hinter dem ein als Ringabscheider ausgebildeter Tropfenabscheider 14 angeordnet ist. Im Kamininneren können mehrere der in Figur 3 dargestellten Tropfenabscheiderrand- filmauffang- und -ableitvorrichtungen in Gasströmungsrichtung hintereinander angeordnet sein.

Durch das Trennelement 11 wird vom Gasstrom ein Teilgasstrom abgeteilt, der in den Ringraum 12 eindringt und dabei den an der Innenseite der Kaminwand 19 gebildeten Konaen- satrandfilm mitführt. Der Teilgasstrom gelangt dann in den erweiterten Ringraum 13 und von dort in den Tropfenabscheider 14. Dieser ist als Ringabscheider ausgebildet und weist eine Vielzahl von radial und vertikal angeordneten wellenförmigen und mit Fangnasen versehenen Tropfenabscheiderlamellen auf. Der Teilgasstrom passiert den Tropfenabscheider 14, wobei das mitgeführte Kondensat abgeschieden und in ei- nem Kondensatauffangringraum 15 aufgefangen wird, der zwischen dem unteren Teil des Trennelementes 11 sowie dessen parallel zur Kaminwand verlaufenden Abschnitt gebildet wird. Von dort wird das Kondensat über eine schematisch be 16 dargestellte Drainage abgeführt. Der Teilgasstrom, der den Tropfenabscheider 14 passiert hat, vereinigt sich dann wieder mit dem Hauptgasstrom des Nasskamins.

Figur 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Teil des als Ringabscheider ausgebildeten Tropfenabscheiders 4. Der Ringabscheider weist eine Vielzahl von radial angeordneten wellenförmigen Tropfenabscheiderlamellen 21 auf, die mit Fangnasen versehen sind. Derartige Lamellen sind bekannt, so dass Ihre Konstruktion hier im Einzelnen nicht beschrieben werden muss. Der Abstand zwischen den Lamellen 22 ist radial außen größer als radial innen. Die Lamellen erstrecken sich zwischen einer Außenwand 21 und einer Innenwand 20, die bei der Ausführungsform der Figur 1 vom Trennelement 2 und der äußeren Begrenzungswand 3 > bei der Ausführungsform der Figur 2 von dem um 90° umgelenkten Trennelement 2 und einer unteren Begrenzungswand und bei der Ausführungsform der Figur 3 von einem zur Kaminwand parallelen Abschnitt des Trennelementes 11 und einer an der Kaminwand angeordneten äußeren Begrenzungswand gebildet werden .

Figur 5 zeigt eine größere Darstellung des Tropfenabscheiderabschnittes der Figur 4. Man erkennt die einzelnen wellenförmigen Lamellen 22 mit entsprechenden Fangnasen 23. Der dargestellte Ringabscheider wird vertikal durchströmt.