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Title:
PIPE DISTRIBUTION SYSTEM AND FUNCTIONAL UNIT FOR A PIPE DISTRIBUTION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/088976
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pipe distribution system, comprising at least one central main pipe (20) and at least one functional unit for conducting and distributing a fluid flow in a heating-circuit system or cooling-circuit system, wherein the functional unit is designed, for example, as a flow regulator, wherein at least one component of the functional unit consists both of a plastic and of a metal, wherein the metal and the plastic are fixedly joined to each other in such a way that the metal and the plastic cannot be nondestructively separated from each other.

Inventors:
STRAUB, Hans Jakob (Von-Krafft-Strasse 5, Bad Ueberkingen, 73337, DE)
Application Number:
EP2016/001987
Publication Date:
June 01, 2017
Filing Date:
November 25, 2016
Export Citation:
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Assignee:
STRAUB KG (Von-Krafft-Strasse 5, Bad Ueberkingen, 73337, DE)
International Classes:
F16K27/00
Foreign References:
EP0199360A21986-10-29
US3334650A1967-08-08
US4696323A1987-09-29
DE202008003570U12008-05-15
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Claims:
Ansprüche

1 . Rohrverteilersystem , für das Leiten und Verteilen eines Flu- idstroms, mit mindestens einem zentralen Hauptrohr (20) und mindestens einer Funktionseinheit, wobei die Funktionseinheit als Durchflussanzeige, als Durchflussregler, als Ventil , a ls Thermostat, als Entleerungseinheit, als Anschlussteil oder als Entlüftungseinheit ausgebildet ist,

dadurch gekennzeich net, dass

mindestens ein Bauteil bzw. mindestens eine Baugruppe der Funktionseinheit sowohl aus einem Kunststoff, als auch aus einem Metall besteht, wobei das Metall und der Kunststoff derart fest miteinander verbunden sind, dass sie nicht zerstörungsfrei voneinander getrennt werden können.

2. Rohrverteilersystem nach Anspruch 1 ,

dadurch geken nzeichnet, dass

das Metall aus rostfreiem Edelstahl besteht.

3. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch geken nzeichnet, dass

der Kunststoff dem Fluid und das Metall der Umgebungsluft zugewandt ist.

4. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Kunststoff und das Metall spritztechnisch miteinander verbunden sind.

5. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadu rch geken nzeichnet, dass

der Kunststoff und das Metall über eine Presspassung miteinander verbunden sind.

6. Rohrverteilersystem nach mi ndestens einem der Ansprüche 1 bis 3,

dad u rch geken nzeichnet, dass

der Kunststoff und das Metall miteinander verrastet oder/und miteinander verklebt sind .

7. Rohrvertei lersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass

der das Metall aufweisende Bereich bzw. Abschnitt der Funktionseinheit aus zwei Einzelteilen besteht.

8. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Kunststoffteil (17) und das Metallteil (18, 19) konzentrisch zueinander angeordnet sind.

9. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein erstes Metallteil (19) an einem Abschnitt eines Kunststoffteils (17) der Funktionseinheit bezüglich der Körperlängsachse des Kunststoffteils (17) positioniert angeordnet ist und das weitere Metallteil (18) das erste Metallteil (19) und den besagten Abschnitt des Kunststoffteils (17) teilweise umgreift derart, dass das erste Metallteil (19) in axialer Richtung fixiert ist.

10. Rohrverteilersystem nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Funktionseinheit mit ihrem Metallteil (18, 19) über ein in dem Metallteil (19) eingeprägtes Gewinde mit dem Hauptrohr (20) verbunden ist.

1 1 . Funktionseinheit für ein Rohrverteilersystem , mit mindestens einem zentralen Hauptrohr (20) und mindestens einer Funktionseinheit zum Leiten und Verteilen eines Fluidstroms, wobei die Funktionseinheit als Durchflussanzeige, als Durchflussregler, als Ventil, als Thermostat, als Entleerungseinheit oder als Entlüftungseinheit ausgebildet ist,

dadu rch gekennzeichnet, dass

mindestens ein Bauteil der Funktionseinheit sowohl aus einem Kunststoff, als auch aus einem Metall besteht, wobei das Metall und der Kunststoff derart fest m iteinander verbunden sind, dass sie nicht zerstörungsfrei voneinander getrennt werden können.

- hierzu 4 Blatt Zeichnungen -

Description:
Rohrvertei lersystem

und Funktionseinheit fü r ein Rohrverteilersystem

Die Erfindung betrifft ein Rohrverteilersystem mit mindestens einem zentralen Hauptrohr und mindestens einer Funktionseinheit nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 oder eine Funktionseinheit für ein Rohrverteilersystem nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 1 für die Anwendung in einem Heizungs- oder einem Küh lsystem .

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Rohrverteilersysteme und Funktionseinheiten Für den Einsatz in Heizungs- oder Kühlsystemen bekannt. I m Folgenden wird hier der Stand der Technik in zeitlicher Reihenfolge abgehandelt.

Beispielsweise wird in der Schrift DE 1 0 2005 006 478 B4 ein Verteilerventil für eine Warmwasserheizungsanlage beschrieben . I n einem Hauptrohr für Warmwasser-Zulauf ist eine Vielzahl von quer dazu angeordneten Verteilerventilen angeordnet. Am Ende eines jeden Verteilerventils ist dann ein Heizkreislauf-Vorlauf angeordnet.

Die Verteilerventile sind in der Schrift zweiteilig , ihre (Haupt-) Baugruppen sind einander gegenüberliegend und fluchtend an dem Hauptrohr angebracht. I n einem ersten Teil/Baugruppe, in der

BESTÄTIGUNGSKOPIE Regel ein sogenannter Ventileinsatz, ist eine Spindel mitsamt einem federbelasteten Stößel angeordnet, die mit einem Teilabschnitt in das gegenüber liegende zweite Teil/Baugruppe hineinragt. I n der Regel ist das zweite Teil/Baugruppe ein Anschlussstutzen , welcher in Fachkreisen auch Anschluss Nippel genannt wird. I n diesem Anschlussstutzen ist auch ein Ventilsitz des Ventiles angeord net, welcher mit einem axial bewegbaren Teil des Ventileinsatzes in funktioneller Wirkverbindung ist; in der Regel ist dies der Schließkörper. Je nach Durchflussmenge des Warmwassers verändert sich die Stellung des in der spindelgeführten Stößels, wodurch sich die Durchflussmenge ablesen lässt.

Der Gewindezapfen des ersten , oberen Teiles/Baugruppe muss die Verbindung zum Hauptrohr herstellen und das Befestig ungselement, die Spindel , die Durchflussmesseinrichtung und eine Abschlusskappe halten . Dadurch ist das erste Teil recht volu minös. Weil die Verteilerventile in einem aggressiven Medium zum Einsatz kommen, sind sie häufig aus Edelstahl . Wegen der Komplexität des Bauteiles ist es zusätzlich auch zerspanungstechnisch sehr teuer.

I n dem Dokument DE 20 2008 003 570 U 1 wird ein Verteilerventil für Warmwasserheizungsanlagen gezeigt, wo das erste, obere Teil und das zweite, untere Teil des Verteilerventils in das Hauptrohr eingeschraubt werden . Das Hauptrohr weist dafür nach in nen gewandte Aushalsungen auf, in die ein Gewinde eingerollt wurde. Das Hauptrohr ist im Bereich des Verteilerventils zusätzl ich im Wesentlichen quadratisch aufgeweitet, damit mit Hilfe von O-Ringen eine gute Dichtheit zwischen dem Hauptrohr und den Kom ponenten des Verteilerventils realisiert werden kann . Auch hier kommt dem oberen eingeschraubten Teil wieder die Aufgabe eines Verbindungsstückes zu dem Hauptrohr und zu den anderen, oberen Teilen zu, weshalb es in der Schrift auch den Namen Befestigungselement trägt. Dieses Befestigungselement ist wiederum fertigungstechnisch sehr aufwendig und damit teuer. Falls es zusätzlich aus Edelstahl gefertigt ist, erhöhen sich die Kosten für die Herstellung zusätzlich .

Mit der Schrift DE 1 0 201 1 01 3 521 A1 wird erstmals der Gedanke der Gewichts- und Fertigungskosten-Reduzierung für Gebäude- und Raumtemperierungssysteme thematisiert. Ein Funktionselement für ein Hubventil wird in Form zweier Schalen aus tiefgezogen Edelstahlblech und mit eingerolltem Gewinde, zu einem Hohlkörper zusammen gefügt und dann zusammengepresst und/oder verschweißt.

I n der Schrift DE 10 201 3 1 1 0 982 A1 wird der Weg der Material Einsparung fortgesetzt. Hier sind Abgangsnippel aus Blech bzw. Rohr gefertigt. Zur Gewinnung von Wandstärken im Bereich des Gewindes bzw. des Eurokonus', wird das Rohr umgebördelt, wodurch es zumindest zweilagig wird. Deshalb ist es Aufgabe der Erfindung , auch andere Bauteile eines Rohrverteilersystems kostengünstiger herzustellen; Nebenaufgabe ist die Schaffung von noch korrosionsbeständigeren Verbindungsstellen zwischen den Funktionseinheiten und dem Hauptrohr.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Rohrverteilersystem mit den Merkmalen des Anspruches 1 bzw. durch eine Funktionseinheit für ein Rohrverteilersystem mit den Merkmalen des Anspruches 1 1 gelös.t

Oft hat der Fachmann das Problem, dass ein preiswerter bzw. billiger Werkstoff nicht genügend Festigkeit aufweist. Zum einen braucht der Fachmann/Konstrukteur oftmals wegen des aggressiven Mediums Heizungswasser oder wegen eines anderen zur Übertragung von Energie in einem Heizkreis- oder Kühlkreissystem notwendigen aggressiven fluiden Mediums teuren Edelstahl für die Herstellung von Teilen, Baugruppen und Funktionseinheiten für ein Rohrverteilersystem .

Auf der anderen Seite braucht der Fachmann bei derartigen Konstruktionsteilen oft auch nur Volumenmasse ohne besondere Festigkeitsanforderungen, also z. B. den teils preiswerten Werkstoff Kunststoff, z. B. um eine Strömung zu lenken und dann wird wiederum ein Bauteil benötigt, bei dem an bestimmten Stellen eine erhöhte oder gar hohe Festigkeit erforderlich ist und direkt daneben nur Volumenmasse benötigt wird . Zwar könnte man sich konstruktiv mit zwei separaten Bauteilen helfen, aber dieses würde die Anzahl der Bauteile im Wareneinkauf und/oder in der Fertigung , in der Lagerhaltung und bei der Montage erhöhen und diese Bauteile/Baugruppen müssten wieder über Ver- schraubungen oder ähnlichen Verbindungen miteinander gekoppelt werden. Diese Methoden erhöhen jedoch die Fertigungskosten.

Ein Weg zur Lösung der anstehenden Problemstellung ist nach der Erfindung die Verknüpfung/Kombination der Werkstoffe Kunststoff und Metall - vorzugsweise Edelstahl - in einem Bauteil oder einer Baugruppe oder einer Funktionseinheit, die für den Einsatz/Verwendung in einem Rohrverteilersystem vorgesehen sind. Nach einem Aspekt der Erfindung wird hierzu vor Beginn eines Spritzzyklus ein Metallteil in ein Spritzwerkzeug eingelegt. Beim Spritzen des Kunststoffes wird sich der heiße Kunststoff mit dem Metall verbinden. Hilfreich kann es hier sein , wenn der Kunststoff das Metall umgreift.

Nach einer anderen erarbeiteten Lösung , also einem weiteren Aspekt der Erfindung werden aus Kunststoff bestehende Bauteile oder Baugruppen und aus Metall bestehende Bauteile oder Baugruppen über eine Presspassung dauerhaft zusam men gefügt.

Nach einer weiteren Ausführungsvariante werden das Bauteil aus Metall und das Bauteil aus Kunststoff miteinander durch eine Rastung bzw. einer Clipverbindung zusammen gebracht, also miteinander verrastet.

Nach einer weiteren Ausführungsvariante werden die besagten Bauteile oder Baugruppen miteinander verklebt.

Weitere Ausführungsvarianten sind m it den U nteransprüchen offenbart.

Weiteren Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in dem folgenden Beschreibungsteil anhand von schematisch in Figuren gezeigten , jedoch die Erfindung nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen Querschnitt durch eine Funktionseinheit in Form eines Ventils mit einer Durchflussanzeige;

Figur 1 a Details der Darstellung nach Figur 1 ;

Figur 2 eine perspektivische und teilweise aufgeschnittene Ansicht des oberen Bereiches des in Fig . 1 gezeigten

Ventils;

Fig ur 3 eine perspektivische und teilweise aufgeschnittene Ansicht eines weiteren Funktionselementes;

Fig ur 3a eine Schnittzeichnung zu Figur 3.

Zunächst wird vorausgeschickt, dass Begriffe wie „links" , „rechts", „oben" oder„unten" sich ledigl ich auf die Darstel lung in den Figuren beziehen, aber von der tatsächlichen Anordnung in der Praxis abweichen können. Weiterhin soll darauf hingewiesen werden , dass die Figuren keine reinen technischen Zeichnungen sind , weshalb teilweise Schraffuren und Abbruchlinien fehlen. Auch können die relativen Dimensionen von der Wirklichkeit abweichen. I n der Beschreibung nicht erwähnte Bezugszeichen ergeben sich aus der Bezugszeichenliste. Die Bezugszeichen haben in allen Figuren die gleiche Bedeutung .

I n der Figur 1 ist ein Ventil 40 mit Durchflussanzeige in geschlossener Stellung zu sehen; die Figur 1 a zeigt Details der Figur 1 . Das Ventil 40 erstreckt sich zu beiden Seiten eines Hauptrohres 20 eines Rohverteilersystems, welches von einem Fluid durchströmt wird.

I n den meisten Fällen handelt es sich bei dem Fluid um Heizungswasser. Das Hauptrohr 20 ist an dieser Stelle zu einem im Wesentlichen quadratischen Querschnitt aufgeweitet worden (hier nicht dargestellt) , um möglichst ebene Auflageflächen für die Bauteile oder Baugruppen des Ventils 40 oder anderer Funktionseinheiten zu bekommen. O-Ringe 21 und 24 gewährleisten die vollständige Dichtheit an den Verbindungsstellen zwischen den Funktionseinheiten und dem Hauptrohr 20.

Ein Teil/Baugruppe des Ventils 40, genauer gesagt der Ventileinsatz 41 wird von oben her und das andere Teil/Baugruppe des Ventils 40, genauer gesagt der Anschlussstutzen 1 wird von unten her in das Hauptrohr 20 eingeführt und eingeschraubt, bis sie am Hauptrohr 20 fest sitzen .

Die nachfolgend verwendeten Begriffe „oberes Teil" und „unteres Teil" ergeben sich deshalb aus der Richtung von der aus sie eingeschraubt wurden/werden .

Der untere Teil des Ventils 40 besteht im Wesentlichen nur aus einem Anschlussnippel 1 - auch Anschlussstutzen genannt -, an dem in der Regel ein Schlauch oder ein Rohr für einen Warmwasser- Vorlauf angeschlossen wird.

I n diesem Anschlussnippel 1 ist der ortsfest position ierte Ventilsitz 1 1 des Ventiles 40 angeordnet, welcher in seinem unteren Bereich mehrere Ausströmöffnungen 14 aufweist. Hier ist wegen der Schnittzeichnung und einer Anordnung selbiger 14 in einer 1 20°- Teilung nur eine Ausströmöffnung zu sehen. Auf diesen Ventilsitz 1 1 wird später noch nochmals eingegangen .

Das dargestellte Ventil 40 und seine Funktion wird nachfolgend von innen nach außen beschrieben. Ein Schauglas 5, welches vorteilhaft aus einem transparenten Kunststoff besteht und außen eine Skala besitzt, ist mit seinem inneren Endabschnitt über ein Gewinde 26 mit dem unteren Spindelteil des Ventiles 40 fest verbunden. Mit seinem freien Endabschnitt ist das untere Spindelteil zugleich der Schließkörper 42 des Ventiles 40. Die I nnenbohrung des unteren Spindelteils ist zu diesem Zweck ein sich öffnender I nnenkonus. Vorzugsweise ist der unm ittelbar an die Stirnfläche anschließende Körperabschnitt des unteren Spindelteils in Form einer nach Außen zeigenden Wulst 16 ausgebildet.

I n dem Schauglas 5 ist ein Stößel 6 geführt. Er wird mittels einer konzentrisch um den Stößel 6 angeordneten Druckfeder 3 in seine obere Stellung gedrückt. Das obere Federende stützt sich auf einem - an dem Stößel 6 angebrachten - Anzeigeteller 7 ab, wobei der rote Anzeigeteller 7 durch den transparenten Kunststoff des Schauglases 5 hindurch gut ablesbar ist, wodurch die aktuelle Stellung des Stößels 6 gut erkennbar ist.

Die aus dem Schauglas 5, dem unteren Spindelteil, dem Stößel 6 und der Druckfeder 3 bestehende Baugruppe des Ventiles 40 ist mittels einem Gewinde 27 in einer Gehäusebaugruppe 1 0 des Ventiles 40 eingeschraubt, wird dort gehalten und bei einer axialen Bewegung geführt. Dieser Baugruppe ist in der Gehä usebaugruppe 1 0 kein axialer Anschlag zugeordnet. Gegenüber der Gehäusebaugruppe 1 0 ist diese Baugruppe des Ventiles 40 m it O-Ringen 2 abgedichtet.

I n dem in der Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wurde diese Baugruppe soweit eingeschraubt, dass die Wulst 1 6 den Spalt zwischen dem Innendurchmesser des Anschlussnippels 1 und dem im Wesentlichen ballonförmigen Ventilsitz 1 1 abdichtet. So weit ist die Funktionseinheit „Ventil mit Durchfl ussanzeige" schon einsatzbereit. Wird näm lich an einem Durchflusseinstellkopf 1 5 der Baugruppe "Schauglas-unteres Spindelteil-Stößel-Feder" gedreht, so öffnet sich der Spalt zwischen der Wulst 16 und dem Ventilsitz 1 1 und das in dem Hauptrohr 20 geführte fluide Medium strömt durch Einströmöffnungen 1 3 des unteren Spindelteils in dessen I nnenkonus hinein. Wegen der Strömungsreibung um einen im I nnenkonus positionierten Schleppkonus 1 2 des Stößels 6 herum , wird der Stößel 6 in dem sich konisch erweiternden Kanal - dem I nnenkonus - bis zu der Position mitgeschleppt, wo die Ström ungskräfte und die Federkräfte der Druckfeder 3 im Gleichgewicht sind.

Eine Veränderung der Einschraubtiefe der Baugruppe "Schauglas- unteres Spindelteil-Stößel-Feder" in der Gehäusebaugruppe 1 0, verändert die Durchflussmenge.

Eine Einstellmutter 8, siehe Fig . 1 a und 2, liegt mit ihrer Schulter und an einer Stufe des Schauglases 5 an, wodurch ein axialer Anschlag für die Baugruppe "Schauglas-unteres Spindelteil-Stößel- Feder" gegeben ist, wodurch eine einmal eingestellte Durchflussmenge auch nach einem zwischenzeitlichen Versch ließen des Ventils 40 wieder genau eingestellt werden kann , also die Baug ruppe "Schauglas-unteres Spindelteil-Stößel-Feder" in ihre zuvor eingenommene Ausgangsposition zurück geführt werden kann. Diese Funktion nennt der Fachmann auch Memory-Funktion . Mit einer Arretierungskappe 9 wird die Stellung der Einstellm utter 8 gesichert. Auf Details hierzu wird noch im Beschreibungsteil zu der Figur 2 eingegangen.

Das Wesentliche, der Kern der Erfindung ist aber in der Gehäusebaugruppe 1 0 zu finden: Ein im Wesentlichen im Querschnitt L- förmiges Metallteil 19 - zur verbalen Kennzeichnung auch erstes Metallteil oder metallische Außenhaut genannt - ist an seinem langen Schenkel mit Gewinde versehen und dient zur Herstellung der Schraubverbindung zwischen dem Ventileinsatz 41 und dem Hauptrohr 20.

Ein Kunststoffteil 1 7 (auch Führungshülse oder Grundkörper des Ventileinsatzes genannt) führt das Schauglas 5. Ein weiteres Metallteil 1 8, das zweite Metallteil , klammert die Teile 1 7 und 1 9 zusammen, wobei die beiden Metallteile 1 9 und 1 8 einen im Wesentlichen im m ittleren Bereich der Führungshülse 1 7 angeordneten und radial körperauswärts gerichteten Bund 31 umgreifen und somit das Einschraubteil des Ventileinsatzes 41 formschlüssig und fest an selbigem 41 angeordnet ist.

Um eine Dichtigkeit zwischen den Teilen 1 7 und 1 9 zu gewährleisten, ist zwischen beiden Teilen noch ein O-Ring 22 angeordnet. Diese Gestaltung der Gehäusebaugruppe 1 0 ist sehr vorteilhaft, weil sie im mer nur den Werkstoff verwendet, der an einem spezifischen Ort in und an diesem Gehäuse gebraucht wird u nd dabei trotzdem nur ein einstückiges Bauteil ist. I n der Fig ur 2 ist der Mechanismus der Memory-Funktion etwas besser zu sehen. Weil in der Figur 1 das Kunststoffteil 1 7 , also die Führungshülse der Gehäusebaugruppe 1 0 ungünstig geschnitten ist, kann man dort in der Fig . 1 das Gewinde 28 im oberen , äußeren Abschnitt der Führungshülse 1 7 n icht sehen, unter anderem auch , weil das Gewinde 28 nur in Sektoren der Außenfläche der Führungshülse 17 angeordnet ist. Es ist quasi ein Bajonett-Gewinde. Die Arretierkappe 9 besitzt einige elastische Krallen 30, wodurch sie ebenfalls in einem weiteren Bajonett-Gewinde 29 durch axiale und rotatorische Bewegungen g reifen kann.

I n den Figuren 3 und 3a wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, ein anderes, weiteres Funktionselement 43, welches nicht als Ventil m it Durchflussanzeige (siehe Figur 1 ) genutzt wird .

Man kann aber deutlich den gleichen erfindungsgemäßen Aufbau wie bei dem Ventil 40 und dessen Ventileinsatz 41 gemäß den Figuren 1 , 1 a und 2 sehen:

Der von seinem Volumen her größere Körper ist aus einem kostengünstigen Kunststoff 1 7a; sein Außengewi nde besteht aus einem hochwertigen und festen Material , hier einem Metallteil 1 9a. Vorteilhaft ist dieses erste Metallteil ein hülsenförmiger Körper 19a mit einem radial körperauswärts gerichteten Bund 1 9b, er ist somit im Querschnitt L-förmig . Der hülsenförmige Abschnitt des Metallteiles 1 9a ist auf einen Außenzylinder des Hauptteiles 1 7a des Funktionselementes 43 aufgeschoben und liegt mit seinem Bund 1 9b an einem Bund 1 7b des Hauptteiles 1 7a an .

Das zweite Metallteil 1 8a bildet eine „Klammer", welche einerseits am Bund 1 9b und andererseits an dem Bund 17a derart anl iegt, dass der Bund 1 9b stets an dem Bund 1 7b formschlüssig anliegt und somit das erste Metallteil 1 9a stets axial gesichert auf dem Hauptteil 1 7a angeordnet ist.

Es soll der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden, dass Gemäß der erfinderischen Grundidee die Bautei le 1 8 und 1 9 bzw. die Bauteile 1 8a und 1 9a jeweils auch ei n einziges Ausgangsbauteil sein können.

Die vorliegende Erfindung ist hier nur beispielhaft an einem Ventil mit Durchflussanzeige und einem Verbindungstutzen gezeigt worden. Die Erfindung kann auch bei anderen Funktionseinheiten wie Durchflussreglern, Ventilen, Thermostaten , Entleerungseinheiten , Entlüftungseinheiten und Ähnlichem angewendet werden .

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination , sondern auch in anderen Kom binationen oder in Alleinstellung verwendbar sind , ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Bezugszeichen liste

1 Anschlussnippel

2 O-Ringe am Schauglas

3 Druckfeder

4 Konusteil (I nnenkonus; sogenannte Regelstrecke)

5 Schauglas

6 Stößel

7 Anzeigeteller

8 Einstellmutter

9 Arretierungskappe

10 Gehäusebaugruppe

1 1 Ventilsitz

1 2 Schleppkonus (Anströmteil an Pos. 6)

1 3 Einströmöffnungen

14 Ausströmöffnungen

1 5 Durchflusseinstellkopf

16 Wulst

1 7 Kunststoffteil der Gehäusebaugruppe (Führungshülse, Grundkörper)

1 7a Kunststoffteil (Hauptteil von Pos. 43)

1 7b Bund (an Pos. 1 7a)

1 8 Metallteil der Gehäusebaugruppe (zweites Metallteil ;

Klammer)

1 8a Metallteil (für Pos. 43; Klammer) Metallteil der Gehäusebaugruppe (erstes Metallteil)a Metallteil (an Pos. 43)

b Bund (an Pos. 1 9a)

Hauptrohr

O-Ring zwischen Gehäuse und Hauptrohr

O-Ring im Gehäuse

O-Ring am Ventilsitz

O-Ring zwischen Anschlussnippel und Hauptrohr O-Ring am Konusteil

Gewinde (Befestigungsgewinde)

Gewinde (Bewegungsgewinde)

sektorartiges Außengewinde an Kunststoffteil 1 7/1 0 Bajonett-Gewinde an der Einstellmutter 8 (außen) Krallen der Arretierkappe 9

Bund (an Pos. 1 7)

Ventil

Ventileinsatz

Schließkörper

Funktionselement (weiteres Funktionselement, Anschlussstutzen)