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Patent Searching and Data


Title:
PIPE INSULATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/012647
Kind Code:
A1
Abstract:
Pipe insulation (20) for insulating pipes laid into the soil, comprising at least two parts (10) that together form a cavity (24) for at least one pipe (40), each of said cavities having at least one opening facing toward at least two sides, wherein the pipe insulation consists essentially of erosion-resistant material.

Inventors:
HAAS, Robert (Moosfeldstr. 9, Emmering, 82275, DE)
Application Number:
EP2009/059470
Publication Date:
February 04, 2010
Filing Date:
July 23, 2009
Export Citation:
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Assignee:
HAAS, Robert (Moosfeldstr. 9, Emmering, 82275, DE)
International Classes:
F16L53/00; E03B7/12; F16L59/02; F16L59/15; F16L59/16; F16L59/18; F16L53/00; E03B7/00; F16L59/00; F16L59/02
Attorney, Agent or Firm:
KOCH, Raphael (Wotanstraße 64, München, 80639, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Rohrisolation (20) zur Isolation von im Erdboden verlegten Rohren, aufweisend mindestens zwei Teile (10), welche gemeinsam einen Hohlraum für mindestens ein Rohr (40) bilden, welcher nach mindestens zwei Seiten hin jeweils mindestens eine Öffnung (22) aufweist, wobei die Rohisolation (20) aus im Wesentlichen erosionsbeständigem Material besteht.

2. Rohrisolation (20) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Rohrisolation (20) äußerem Druck im Wesentlichen standhält.

3. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Teile (10) zumindest ein Griff (26) aufweist, welcher die Isolationsfähigkeit der Rohrisolation (20) nicht beeinträchtigt.

4. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teil (10) mindestens ein Rastelement (28) aufweist, welches in Zusammenwirkung Rastelementen (28) des benachbarten Teils (10) eine Schnapprastverbindung bildet.

5. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen der Teile (10) eine Form ausweisen, so dass eine Sickerwassersperre gebildet wird.

6. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil (10) an der Innenwand zumindest eine Nut (32) zur Aufnahme eines Heizelementes (50) aufweist.

7. Rohrisolation (20) nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (50) ein Heizdraht oder ein Heizband ist.

8. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Teile (10) an der Innenwand zumindest teilweise eine Heizschicht aufweist.

9. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer der Öffnungen (22) des Hohlraums mindestens eine Ausformung (34) vorgesehen ist.

10. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass drei Öffnungen (22) vorgesehen sind, welche im Wesentlichen Y- förmig angeordnet sind.

11. Rohrisolation (20) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem der Teile (10) zumindest ein seitliches Verbindungselement (36) zur Verbindung mit mindestens einer weiteren Rohrisolation (20) vorgesehen ist.

12. Isolationshalbschale (10), geeignet als Teil (10) einer Rohrisolation gemeinsam mit einer zweiten Isolationshalbschale (10) eine Rohrisolation mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 11 zu bilden.

Description:
Patentanmeldung

Rohπsolaüon

Die Erfindung betrifft eine Rohrisolation zur Isolation von im Erdboden verlegten Rohren sowie eine Isolationshalbschale zur Herstellung einer Rohrisolation.

Zur Ableitung von Abwässern, Regenwasser oder sonstigen Fluiden, kommen häufig Rohre zum Einsatz. Da Verrohrungen nicht unbedingt ästhetisch sind und, je nach Größe auch relativ viel platz beanspruchen können, werde Rohre, insbesondere bei der Ableitung von Wasser häufig im Erdreich verlegt. Auf diese Weise stören die Rohre weder durch ihre physische Präsenz, noch den ästhetischen Eindruck der Umgebung.

Bekannte Rohre werden insbesondere auch zur Ableitung von Wasser bei Gebäuden, insbesondere zur Ableitung von Regenwasser verwendet. Moderne Gebäude sind häufig mit Tiefgaragen ausgestattet, deren Grundfläche größer ist, als die Grundfläche des zugehörigen Gebäudes. Die Differenzfläche wird beispielsweise für Grünanlagen oder Spielplätze verwendet. Im Erdreich dieser Differenzfläche müssen die Rohre zur Ableitung von Regen- und Abwässern verlegt werden. Da die Rohre Wasser führen, welches bei Frosttemperaturen gefrieren und damit die Rohre verstopfen oder sogar beschädigen kann, werden die Rohre mit einer Erdschicht mit mindestens 1 ,2 m Dicke bedeckt. Diese Deckschicht stellt ein Problem dar. So müssen Gründstücke und insbesondere deren Grünflächen zu Umgebung passen und keine Geländestufen aufweisen. Da zur Absicherung der Rohre eine mindestens 1,2 m Dicke Erdschicht benötigt wir, welche aufgrund der Vermeidung einer Geländestufe nicht einfach auf die Decke der Tiefgarage aufgeschüttet werden kann, muss die gesamte Tiefgarage um den Betrag der Erdschichtdicke tiefer gelegt werden. Bei der bekannten Verlegung von Rohren sind somit zusätzliche Erdaushubarbeiten notwendig, welche die Kosten des gesamten Baus deutlich in die Höhe treiben.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Probleme der bekannten Verrohrungen zu lösen. Insbesondere soll eine Möglichkeit geschaffen werden in einfacher Weise die Rohre im Erdreich zu verlegen, jedoch auf die große Dicke der Erdüberdeckung zumindest teilweise verzichten zu können.

Gelöst wird diese Aufgabe mittels einer Rohrisolation mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch eine Isolationsschale mit den Merkmalen gemäß Anspruch 12.

Eine erfindungsgemäße Rohrisolation wird zur Isolation von im Erdboden verlegten Rohren verwendet. Sie wird durch mindestens zwei Teile gebildet, welche gemeinsam einen Hohlraum für mindestens ein Rohr bilden. Dieser Hohlraum ist nach mindestens zwei Seiten der Rohrisolation hin mit jeweils mindestens einer Öffnung versehen. Die erfindungsgemäße Rohrisolation besteht aus im Wesentlichen erosionsbeständigen Material. Eine derartige erfindungsgemäße Rohrisolation hat den großen Vorteil, dass sie im Erdboden, also unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden kann und trotzdem eine andauernde Isolation zum Schutz gegen Frost im Rohr bieten kann, auch wenn nur eine geringe Menge Erde über dem Rohr liegt. Große Erdbewegungen zur Erzeugung von Schichtdicken über 1 ,2 m sind beim Einsatz einer erfindungsgemäßen Rohrisolation nicht mehr notwendig. Auch ist der Einsatz besonders einfach und flexibel, da die Rohrisolation mindestens zweiteilig ist. Auf diese Weise ist eine Montage der Isolation auf der Baustelle flexibel an die Umgebungssituation anpassbar. So kann das Verlegen des Rohres beispielsweise dadurch beschleunigt werden, dass parallel gearbeitet wird. Eine erste Person hebt einen Graben für die Verrohrung aus. Eine zweite Person legt zuerst das erste Teil der Rohrisolation in diesen Graben, schließt ein Rohrstück an ein vorheriges Rohrstück an und verschließt die Isolation mit dem/den restlichen Teil/en der Rohrisolation. Eine dritte Person kann den Graben mit dem verlegten und isolierten Rohr wieder verschütten, so dass eine rollierende Arbeitsweise möglich ist. Auch das Verlegen von großen oder langen Rohren mit komplexen Geometrien ist einfach und flexibel handhabbar. So können die ersten Teile mehrerer Rohrisolationen verlegt werden und ein Rohr mit einer komplexen Geometrie in diese vorverlegten Teile eingesetzt werden. Der Verschluss der Isolation erfolgt wiederum durch das vervollständigen aller Rohrisolationen mit den verbleibenden Teilen. Vorteilhafter Weise ist eine erfindungsgemäße Rohrisolation aus einem Material gefertigt, welches äußerem Druck im wesentlichen Stand hält. Dies kann beispielsweise direkt durch die Materialwahl selber und/oder auch die innere Struktur des Materials erzeugt werden. Durch den großen Vorteil, dass bei einer erfindungsgemäßen Rohrisolation auf eine große Erdschichtdicke über dem Rohr verzichtet werden kann, ist die Druckbelastbarkeit von zusätzlichem Vorteil, da in diesem Fall insbesondere bei druckempfindlichen Rohren diese geschützt sind. Eine derartige Rohrisolation erfüllt somit einen doppelten Nutzen. Durch die Verwendung von druckbelastbaren erfindungsgemäßen Rohrisolationen können zusätzlich die Einsatzmöglichkeiten für den Bereich oberhalb der Verrohrung vervielfältigt werden. So sind neben Rasenflächen und Kinderspielplätzen auch Druckintensive Nutzungen, wie Parkplätze oder sogar Feuerwehranfahrtszonen möglich.

Zur erleichterten Handhabung der Teile einer erfindungsgemäßen Rohrisolation weist zumindest eines der Teile einen Griff auf, welcher die Isolationsfähigkeit der Rohrisolation nicht beeinträchtigt. Solche Griffe können von außen angeformt sein oder aber auch integral mit der Rohrisolation ausgebildet sein. Mittels des Griffes oder mehrerer Griffe können die einzelnen Teile leichter von Hand transportiert und an ihrem Einsatzort platziert werden. Bei der Verlegung von Rohren in Erdrinnen ist das Ablegen und Plazieren der einzelnen Teile der Rohisolation somit erleichtert. Da derartige Arbeiten üblicherweise unterhalb der Standfläche eines Arbeiters stattfinden, da die Erdrinnen zu schmal sind um hinunter zu steigen, erhöht das Vorsehen mindestens eines Griffes auch die Arbeitsergonomie bei der Verwendung erfindungsgemäßer Rohrisolationen.

Jedes Teil einer erfindungsgemäßen Rohrisolation weist vorteilhafter Weise mindestens ein Rastelement auf. Diese Rastelement bildet unter Zusammenwirkung mit den Rastelementen des benachbarten Teils eine Schnapp-Rastverbindung aus. Auf dieses Weise ist die sichere Funktion der Isolationswirkung sichergestellt. Durch das Verrasten aller Teile miteinander wird verhindert, dass einzelne Teil zueinander nicht passgenau verlegt werden. Durch nicht passgenaue Verlegung entstehende Spalte, welche die Isolationswirkung negativ beeinträchtigen würde, können auf diese Weise bei der Verlegung verhindert werden. Zusätzliche trägt die Verrastung der einzelnen Teil auch noch zur Stabilität der gesamten Rohrisolation bei. Insbesondere bei Schubkräften, welche beispielsweise bei der Abdeckung der Erdrinne, in welcher die Rohrisolation liegt entstehen können, bleibt die Rohrisolation durch die Verrastung in ihrer isolierenden Position.

Die Kontaktflächen der Teile sind vorteilhafter Weise derart ausgebildet, dass diese eine Form aufweisen, welche im verlegten Zustand eine Sickerwassersperre bilden. In einfachster Weise erfolgt diese Ausbildung über korrespondierende Absätze an beiden Teilen, dessen Kontaktfläche in verlegtem Zustand zum Rohr hin nach oben verläuft. Auf diese Weise wird verhindert, dass Sickerwasser aus dem Erdreich in die Rohrisolation eindringt und das Rohr innerhalb der Rohrisolation aufschwimmt oder beschädigt wird.

Um eine erfindungsgemäße Rohrisolation noch weiter zu verbessern, kann es vorteilhaft sein, wenn zusätzlich in mindestens einem Teil der Rohrisolation eine Nut zur Aufnahme eines Heizelementes vorgesehen ist. In dieser Nut kann entweder bei der Fertigung der Rohrisolation oder erst beim Verlegen ein Heizelement eingesetzt werden, welche isolierte Verrohrung zusätzlich, insbesondere in besonders kalten Nächten mit zusätzlicher Wärme versorgen kann. Dies kann vor allem beim Einsatz der erfindungsgemäßen Rohrisolation in besonders kalten Gegenden oder beim Ableiten von Fluiden mit hohen Gefrierpunkten sinnvoll sein.

Vorteilhafter Weise ist das Heizelement als Heizdraht oder als Heizband ausgeführt. Derartige Heizelemente können als Widerstandheizung ausgeführt sein, welche durch das Durchleiten eines Stromes aufgrund Ihres Widerstandes erwärmt werden. Diese Wärme verteilt sich innerhalb der Rohrisolation und wird an das Rohr und dessen Inhalt abgegeben. Für die Funktionalität ist es dabei unerheblich, ob das Heizelement als einziger Draht ausgebildet ist, welcher bei der Verlegung der Rohrisolation eingelegt wird, oder ob für jede Nut eines Teils einer Rohrisolation ein eigenes Drahtstück vorgesehen ist, welches an beiden Enden Verbindungselemente zum Verbinden mit den Heizelementen der benachbarten Rohrisolationen aufweist. In letzterem Fall kann durch die Verwendung unterschiedlicher Heizelemente sogar die Heizleistung über die Verrohrungslänge variiert werden. Beispielsweise ist in Hausnähe ein Heizelement mit geringerer Wärmeabgabe notwendig, als in größerem Abstand zum Haus.

Zusätzlich oder Alternativ kann eine erfindungsgemäße Rohrisolation auch zumindest bei einem Teil eine Innenwand aufweisen, welche zumindest teilweise eine Heizschicht aufweist. Eine derartige Heizschicht kann die Wärme noch besser im inneren der Rohrisolation verteilen.

Um die Verbindungselemente der Rohre in der Rohrisolation aufnehmen zu können, sind vorteilhafter Weise zumindest an einer Öffnungen Ausformungen vorgesehen, welche die verbreiterten Rohrverbindungen aufnehmen kann. Beispielsweise ist die Ausformung als radial umlaufende ringförmige Ausnehmen ausgebildet.

Um auch komplexere Verrohrungsgeometrien mit erfindungsgemäßen Rohrisolationen versehene zu können ist es sinnvoll, wenn zumindest einige der Rohrisolationen mindesten drei Öffnungen aufweisen, welche im Wesentlichen Y-förmig angeordnet sind. Mit einer derartigen Rohrisolation könne beispielsweise Ab- und Zuläufe flexibel isoliert werden.

Um mehrere Rohrisolationen einfacher miteinander verbinden zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn an zumindest einem der Teile mindestens ein seitliches Verbindungselement zur Verbindung mit mindestens einer weiteren Rohrisolation vorgesehen ist. Dieses Verbindungselement kann im verlegten Zustand entweder mit Einbuchtungen oder Ausformung eines angrenzenden Teils einer Rohrisolation zusammenwirken und die Verbindung stärken oder sogar einen festen Verschluss, beispielsweise in Form eines Schnapp- Rastverschlusses bilden. Auch ein Zusammenwirken des Verbindungselementes mit der gesamten Kontur der angrenzenden Rohrisolation, beispielsweise durch ein hineingreifen oder ein Umgreifen der Form der angrenzenden Rohrisolation ist möglich. Idealer Weise wird durch das Verbindungselement zusätzlich ebenfalls eine Sickerwassersperre gebildet.

Ein weitere Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Isolationshalbschale, welche geeignet ist, als Teil einer Rohrisolation mit einer zweiten Isolationshalbschale eine erfindungsgemäße Rohrisolation zu bilden. Derartige Halbschalen sind vorteilhafter Weise so ausgebildet, dass sie universell, also sowohl als oberes, als auch als unteres Teil der Rohrisolation verwendet werden können.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sowie mehrere Ausführungsbeispiele hierzu werden nachstehend in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsfiguren näher erläutert. Die innerhalb der Beschreibung der Ausführungsbeispiele verwendeten Begriffe „links", „rechts", „oben" und „unten" beziehen sich auf die Zeichnungsfiguren in einer Ausrichtung mit normal lesbaren Figurenbezeichnungen und Bezugszeichen. Hierbei ist:

Fig. 1 ein Querschnitt durch eine Ausführungsform einer zweiteiligen Rohisolation

Fig. 2 eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform einer zweiteiligen

Rohrisolation und eines Rohres

Fig. 3a eine Draufsicht auf eine Isolationshalbschale einer weiteren Ausführungsform einer zweiteiligen Rohrisolation

Fig. 3b eine Draufsicht auf eine Isolationsschale einer weiteren Ausführungsform einer zweiteiligen Rohrisolation

Fig.4 eine Draufsicht auf zwei Isolationshalbschalen einer weiteren Ausführungsform zweiteiliger Rohrisolationen Fig.5 ein Ausschnitt eines Querschnittes durch den Kontaktbereich zweier weiterer Ausführungsformen von Rohrisolationen

In Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Ausführungsform einer zweiteiligen Rohrisolation (20) dargestellt. Die Rohrisolation (20) besteht aus zwei Isolationshalbschalen (10), welche gemeinsam einen Hohlraum (24) bilden. Dieser Hohlraum dient zur Aufnahme eines Rohres (40), welches in Fig. 1 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist. Die beiden Isolationshalbschalen (10) weisen in ihrem Kontaktbereich keine ebenen Flächen, sonderen- gewölbte Bereiche auf. Diese dienen im zusammengesetzten Zustand als Sickerwassersperre (30). Hierzu ist der äußere Rand der oberen Isolationshalbschale (10) und der innere Rand der unteren Isolationshalbschale (10) verlängert. Die Kontaktkonturen der beiden verlängerten Ränder sind aneinander angepasst. Im zusammengesetzten Zustand der beiden Isolationshalbschalen (10)verläuft die Kontaktfläche damit von unten nach oben. Sickerwasser außerhalb der Rohrisolation (20) kann nicht gegen diese Steigung der Kontaktfläche fließen, wodurch das Eindringen des Sickerwassers verhindert wird.

Um die Sickerwassersperre (30) auch gegen höheren Wasserdruck abzusichern und gleichzeitig die Verbindung der beiden Isolationshalbschalen noch weiter zu verbessern, sind der innere Rand der unteren Isolationshalbschale (10) nach außen und der äußere Rand der oberen Isolationshalbschale (10) nach innen gewölbt. Die beiden Ränder bilden somit einen Schnapp-Rastverschluss, welcher durch die Flexibilität des Materials der beiden Isolationshalbschalen (10) verrastet werden kann.

In der unteren Isolationshalbschale (10) ist im Innenbereich eine Nut (32) vorgesehen. In dieser Nut liegt ein elektrisches Heizelement (50). Bei diesem Heizelement handelt es sich um ein Heizkabel, welches Teil der unteren Isolationshalbschale (10) ist. Es besitzt an beiden Enden Kontaktschnittstellen, an welchen es mit Heizelementen (50) benachbarter Rohrisolationen (20) verbunden werden kann. Alternativ zu dieser Lösung ist auch eine einziges Heizkabel möglich, welches sich über die Länger mehrerer Rohrisolationen (20) erstreckt. Die Stromversorgung der Heizelemente (50) erfolgt zentral an einem Ende der Rohrisolationen (20). Beispielsweise ist über eine Steuergerät im Haus, aus welchem die Rohre kommen, und einen Anschluss an das Hausstromnetz, der Betrieb der Heizelemente (50) möglich.

In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform einer Rohrisolation (20) in Explosionsdarstellung gezeigt. Die Rohrisolation (20) besteht aus zwei Isolationshalbschalen (10), einer oberen und einer unteren. Beide Isolationshalbschalen (10) weisen an beiden Enden, einander gegenüberliegende Öffnungen (22) auf, welche im zusammengesetzten Zustand die Öffnungen (22) der Rohrisolation (20) bilden. Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 dient also zur Isolation im Wesentlicher gerader Rohre (40). Ein derartiges Rohr (40) ist zwischen den beiden Isolationshalbschalen (10) dargestellt. Auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 bildet die Sickerwassersperre (30) gleichzeitig einen Schnapp-Rast Verschluss durch die korrespondieren Rastelemeπte (28) der beiden Isolationshalbschalen (10). Anhand der Fig. 2 kann die Funktionsweise der Rohrisolation (20) gut beschrieben werden. So wird beim Verlegen von Rohren (40) in einem ersten Schritt ein länglicher Graben ausgehoben, welcher dem geplanten Rohrverlauf entspricht. In diesen Graben kann nun die erste, nämlich die untere Isolationshalbschale (10) hingelegt werden. Eine Möglichkeit ist das einsetzen aller unterer Isolationshalbschalen (10) auf der gesamten Länge des Grabens. In einem folgenden Schritt können die Rohre (40), welche bei dieser Verlegemethode nicht zwingend die identische Läge wie die einzelnen Rohrisolationen (20) haben müssen, eingelegt werden. Anschließend wird die obere Isolationshalbschale (10) aufgesetzt und verrastet. Abschließend kann der Graben wieder verschüttet werden, wobei aufgrund der Rohrisolation eine deutliche geringere Deckschicht notwendig ist, als ohne. Selbstverständlich müssen die einzelnen Isolationshalbschalen (10) nicht zwingend gleiche Längen haben. So ist es auch möglich unterschiedlich lange untere und obere Isolationshalbschalen (10) zu verwenden. Wesentlich für die Funktionsweise ist die im Wesentlichen vollständige thermische Isolation im zusammengesetzten Zustand.

Ein alternative Möglichkeit ist das Verlegen der Rohrisolationen (20) stückweise. So kann eine rollierende Arbeitsweise erzeugte werden. Während das Ausheben des Grabens voranschreitet, werden im bereits fertigen Graben zuerst eine untere Isolationshalbschale (10) eingelegt, im Anschluss ein Rohrstück (40) mit einem benachbarten Rohrstück (40) verbunden und in die untere Isolationshalbschale (10) eingelegt und im Abschluss die obere Isolationshalbschale (10) aufgesetzt und verrastet. Nach diesen Arbeitsschritten, kann an dieser Stelle der Rohrverlegung bereits wieder mit dem Verschütten des Grabens begonnen werden. Insbesondere bei langen Rohrstrecken bietet diese rollierende Verlegemethode große Vorteil durch paralleles Arbeiten.

In den Fig. 3a und 3b sind alternative Ausführungsformen von Rohrisolationen (20), insbesondere deren Halbschalen dargestellt. In der Draufsicht zeigt Fig. 3a eine Isolationshalbschale (10), welche als Y-Stück ausgeführt ist. Diese Form ist notwendig, um Abzweigungen in Verrohrungen ohne Unterbrechung der thermischen Isolation mit Rohrisolationen (20) versehen zu können. In diesem Fall weist die Isolationshalbschale (10) insgesamt drei Öffnungen (22) auf, welche mit einem entsprechenden Rohr (40) korrespondieren. In Fig. 3b ist eine geknickte Isolationshalbschale (10) dargestellt, welche zwei Öffnungen (22) aufweist. Diese geknickte Isolationshalbschale (10) dient zur Ermöglichung komplexer Rohrverläufe, insbesondere mit Kurve oder wesentlichen Höhenunterschieden, insbesondere Stufen im Gelände. Hier zeigt sich der Vorteil der vorliegenden Rohrisolation (20). So kann diese in unterschiedlichen Ausrichtungen verwendet werden. Auch die liegende Ausrichtung mit einer linken und einer rechten Isolationshalbschale (10) ist möglich. Insbesondere bei der Ausbildung der Sickerwassersperre (30) als Rastelement (22), ist die Sicherung gegen eintretendes Sickerwasser auch in seitlich liegender Anordnung gegeben.

Fig. 4 zeigt eine Aneinanderreihung zweier Isolationshalbschalen (10). Eine derartige Aneinanderreihung lässt sich selbstverständlich beliebig fortsetzen und mit Formstücken wie beispielsweise gemäß der Fig. 3a und 3b kombinieren. Deutlich zu erkennen sind Ausformungen (34) im Bereich jeweils einer Öffnung (22) der Isolationshalbschalen (10). Diese Ausformungen (34) dienen zur Aufnahme von Rohrverbindungen. Rohre (40) werden häufig zum Verbinden ineinander gesteckt. Hierzu weisen sie an einem Ende eine Verbreiterung der freien Querschnittes auf, in welche das anschließende Rohr hineingesteckt werden kann. In dieser Verbreiterung sind üblicherweise auch noch Dichtungen vorgesehen. Um diese Verbreiterung zu erhalten sind die Rohre (40) an diesem Ende auch an ihrem äußeren Durchmesser verbreitert. Um nun die Rohre möglichst eng in der Rohrisolation (20) umschließen zu können und trotzdem Platz für die Rohrverbindung zu haben, sind die Ausformungen (34) zur Aufnahme der Rohrverbindungen vorgesehen. Auf diese Weise ist das Rohr (40) auf gesamter Länge, trotz Querschnittsveränderungen eng- von der Rohrisolation (20) thermisch isoliert. Die Ausformungen (34) beeinträchtigen trotz der Materialverschwächung in der Rohrisolation (20) nicht deren thermische Isolationswirkung. Auf diese Weise können die Außenkonturen der Isolationshalbschalen (10) eben gehalten werden, was ein einfacheres Stapeln und Transportieren ermöglicht.

Selbstverständlich sind auch Geometrien der Isolationshalbschalen (10) möglich, welche durch kontinuierliche Querschnittsveränderung des Hohlraums (24) and Rohrverengungen zur Steigerung der Durchflussgeschwindigkeit angepasst sind.

Fig. 5 zeigt ein weiteres Detail, welches bei allen Ausführungsformen der Rohrisolation (20) zum Einsatz kommen kann. Im Kontaktbereich zweier Rohrisolationen (20), bzw. deren Isolationshalbschalen (10) sind insbesondere neben den Öffnungen (22) seitliche Verbindungselemente (36) vorgesehen. Mittels dieser Verbindungselemente (36) können benachbarte Isolationshalbschalen (10), beziehungsweise die Rohrisolationen (20) fest miteinander verbunden werden. Ein der Ausführungsform gemäß Fig. 5 sind die seitlichen Verbindungselemente (36) als Vertiefung und Nippel ausgestaltet. Der Nippel kann aufgrund der Flexibilität des Materials der Isolationshalbschale (10) in die Vertiefung einrasten und verbindet so die beiden Isolationshalbschalen (10) miteinander. Die seitliche Verbindung mittels seitlicher Verbindungselemente (36) verhilft zum sicheren Abschließen der thermischen Isolation. Beim Verlegen ist durch das Einrasten der Verbindungselemente (36) sichergestellt, dass keine Spalte oder Ritzen entstehen, welche als Isolationsleck dienen könnten. Dies ist wesentlich, da zum Verhindern eines freien Abflusses im Rohr (40) bereits eine einzelne Verstopfung durch Vereisung ausreicht. Durch die seitlichen Verbindungselemente befinden sich die einzelnen Rohrisolationen (20) in definierter Positionen zueinander.

Um die sichere Verbindung zwischen Rohrisolationen (20), bzw. Isolationshalbschalen (10) auch im hektischen Baustellenbetrieb sicherzustellen, sind die seitlichen Verbindungselemente (36), wie auch die Rastelemente (28) derart ausgebildet, dass diese beim Einrasten ein deutlich vernehmbares Geräusch entwickeln. So kann schnell beim Verlegen der Rohrisolation die sauber Verbindung geprüft werden.

Die voranstehend erläuterten Ausführungsformen der Rohrisolation (20) und der zugehörigen Isolationshalbschalen (10) schränken den Schutzbereich der Erfindung keineswegs ein, Vielmehr handelt es sich nur einzelne Möglichkeiten die Erfindung zu verwirklichen.

10 Isolationshalbschale/ Teil

20 Rohrisolation

Λ lVS| Öffnung

24 Hohlraum

28 Griff 3 Rastelement 0 Sickerwassersperre 2 Nut 4 Ausformung β seitliches Verbindungselement 0 Rohr 0 Heizelement