Bartling, Luise (Schafsweide 5, Elze, 31008, DE)
Bartling, Werner (Schafsweide 5, Elze, 31008, DE)
| 1. | Kolbensteuerung für Geräte zum Auftragen eines Mediums zur Erhöhung der Kontraktion eines Fahrzeuges auf Fahrspuren, ins besondere eines Schienenfahrzeuges, unter Verwendung eines von einem Steuermechanismus z. B. durch einen Magnet betätigbaren Kolbens, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus durch einen Messumformer regelbar ist, welcher auf vom Fahrzeug kommende Regelimpulse anspricht, und zwei Einstelleinrichtungen, und zwar eine zur Einstellung der Federkraft und die andere zur Einstellung der Sandmengen, steuert. |
| 2. | Kolbensteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtungen unabhängig voneinander und quer zur Durchflussrichtung hintereinander bzw. koaxial angeordnet sind. |
| 3. | Kolbensteuerung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, dass der Steuermechanismus als Magnet aus gebildet ist, welcher mit einem topfförmigen Ansatz (17) in einer stirnseitigen Abschlusswand (18) des Gehäuses (1) axial geführt ist und unter dem Einfluss einer vorgespannten Druckfe der (15) steht. |
| 4. | Kolbensteuerung nach mindestens einem der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Feder kraft und zur Einstellung der Sandmengen jeweils eine Stellschraube vorgesehen ist, welche Stellschrauben koaxial angeordnet sind. |
| 5. | Kolbensteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellschraube zur Einstellung der Federkraft als Gewinde bolzen (9) ausgebildet ist, welcher als Fortsatz eines Magnetan kers (10) ausgebildet ist, welcher von einem Magnetspulenkörper (11) umschlossen ist. |
| 6. | Kolbensteuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (9) in einem Gewindeloch (13 des Dosierkolbens (6) eingeschraubt und durch eine Konturmutter (14) gesichert ist. |
| 7. | Kolbensteuerung nach mindestens einem der vorangehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetanker (10) an seinem im Dosierkolben (6) abgekehrten Ende mit einem Fortsatz (22) Zapfen od. dgl. versehen ist, welcher mit einem Zwischen raum (b) in einer Stellschraube (19) geführt ist, die im Magnet gehäuse (12) eingeschraubt ist und zur Einstellung der Sandmenge dient. |
Eine Kolbensteuerung dieser Art ist durch die DE 41 27 016 AI bekannt geworden.
Durch die EP 1 312 488 ist eine Streuanlage bekannt ge- worden, bei welcher an dem dem Dosierkolben abgekehrten Ende einer Antriebseinrichtung eine Stellschraube vorgesehen ist, durch welche die Länge eines zwischen dieser und einem Hubmagnet vorgesehener Spalt steuerbar ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung von Maßnahmen, durch welche vielfache Steuerungsmöglichkeiten in An- passung an die Fahrgeschwindigkeit und auch an die Körnung des Streugutes möglich ist, um sowohl feines als auch grobes Streu- gut und jede dazwischen liegende Variante des Streugutes streubar zu machen.
Diese Maßnahmen konnten durch die bekannten Steuerungen nicht oder zumindest nicht zufriedenstellend bewerkstelligt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Merkmal nach Anspruch 1 gelöst. Durch diese Maßnahme kann der Öffnungsspalt für das Streugut in einfacher Weise und mit einfachen Mitteln stufenlos gesteuert werden.
Als Steuermechanismus kann ein Potentiometer, ein Magnet, ein Druckluft-oder Hydraulikzylinder, ein stufenlos druck- regelbares Ventil od. dgl. Einrichtung verwendet werden, durch welche ein ähnliches Öffnungsverhalten wie durch den erwähnten Magnet erzielt wird.
Dadurch ist es auch möglich, die Streugutmenge dem durch das Fahrzeug zurückgelegten Weg und bzw. oder der Geschwindigkeit desselben anpassen zu können.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zwei in ko- axialer Anordnung vorgesehene Einstelleinrichtungen vorgesehen, welche durch Stellschrauben steuerbar sind und von denen die eine, vorzugsweise die dem Dosierkolben zugekehrte, zur Einstel- lung der Federkraft und die andere zur Einstellung der Sand- menge, vorgesehen sind. Durch die Verstellung der Federkraft können Toleranzen ausgeglichen werden und die Federkraft der de- finierten Hubkraft des Magneten angepasst werden.
Weitere Merkmale der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen : Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der Streuanlage in axialem Längsschnitt und in geöffnetem Zustand, falls die Anlage aus zwei spiegelbildlichen entlang einer Mittelebene geteilten Anlage besteht ; Fig. 2 eine Stirnansicht der Anlage ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 ; und Fig. 4 eine Variante der Ausführungsform nach Fig. 3.
In der Zeichnung ist mit 1 ein aus zwei Teilen, und zwar einem oberen Teil 1'und einem unteren Teil 1"bestehendes Do- sierschiebergehäuse bezeichnet, in welchem ein von einem nicht dargestellten Vorratsbehälter kommender Zufuhrkanal 2 zur Füh- rung des Streugutes zu einer im oberen Gehäuseteil 1'vorgese- henen Austragseinrichtung eingeschlossen ist, welche über einen trichterförmigen Eintrittskanal 4 an einen Sammelraum 5 des Do- sierschiebergehäuses 1 angeschlossen ist. Der Mechanismus zur Steuerung des Ausflusses des Streugutes ist mit einem Dosier- kolben 6 versehen, der stirnseitig eine Dosierkolbendichtung 7 aufweist, die im vorliegenden Fall durch eine Zylinderschraube 8 auf der stirnseitigen Schließfläche des Dosierkolbens 6 befes- tigt ist.
Der Dosierkolben 6 ist an seinem der Kolbendichtung 7 abge- kehrten Ende über eine als Gewindebolzen ausgebildete Stell- schraube 9 mit einem Magnetanker 10 verbunden, welcher von einem Magnetspulenkörper 11 umschlossen ist, der in einem Magnetge- häuse 12 axial beweglich angeordnet ist. Die Stellschraube 9 ist mit seinem Gewindeende in ein Gewindeloch 13 des Dosierkolbens 6 eingeschraubt und durch eine Kontermutter 14 gesichert.
Die Stellschraube 19 ist von einer Druckfeder 15 um- schlossen, welche sich kolbenseitig auf der Kontermutter 14 und am anderen Ende auf einem Boden 16 des topfartig ausgebildeten Magnetspulenkörpers 11 abstützt. Das topfartige Ende 17 des Magnetspulenkörpers 11 ist axial verstellbar im Befestigungs- flansch 18 des Dosierschiebergehäuses 1 geführt, wobei die Ver- schiebung durch die Stellschraube 19 ausgeübt wird. Der Verstellweg des topfartigen Endes 17 des Magnetspulenkörpers 11 im Befestigungsflansch 18 ist mit a bezeichnet und dient zur Einstellung der Federkraft.
Zur Einstellung der Sandmenge dient eine zur Stellschraube 19 koaxial gelegene Stellschraube 19, welche als Hohlschraube ausgebildet, in ein Gewinde 20 des Magnetgehäuses 12 einge- schraubt und durch eine Kontermutter 21 gesichert ist.
Im Hohlraum der Stellschraube 19 ist ein an dem dem Gewinde- bolzen der Stellschraube 19 abgekehrten Ende des Magnetankers 10 vorgesehener Zapfen 22 in Axialrichtung des Magnetkernes 10 ge- führt und von der Stellschraube 19 in einem Abstand b gelegen, der zur Sandmengen-Einstellung dient. Die Einstellung erfolgt durch Verdrehung der Stellschraube 19 im Gewinde 20 des Magnet- gehäuses 12. Bei dieser Konstruktion wirkt die Stellschraube über die Magnetspule oder den Spulenkörper auf die Druckfeder, welche auf der Magnetvorderseite kolbenseitig angeordnet ist.
Bei der geänderten Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Druckfeder 15 auf der dem Kolben 6 abgekehrten Seite des Magnetspulenkörpers 11 angeordnet und umwickelt einen Zapfen 22, Vorsatz od. dgl. und sie stützt sich kolbenseitig am Magnetspu- lenkörper 11 und am anderen Ende an der als Vollkörper ausge- bildeten Stellschraube 19 ab. In diesem Falle ist der Magnetspulenkörper 11 an seinem dem Kolben 6 abgekehrten Ende mit einer zylinderischen Aussparung 23 versehen, in welche die hohle Stellschraube 19 ragt, wobei die Strecke a für die Feder- krafteinstellung zwischen dem Boden der Aussparung 23 und dem in diese ragenden Ende der Hohlschraube 19 gelegen ist. Bei dieser Konstruktion wirkt die Stellschraube unmittelbar auf die Druck- feder.
In der Praxis kann je nach Bedarfsverhältnissen und Einbau- möglichkeiten die Ausführungsform nach Fig. 3 oder die Ausfüh- rungsform nach Fig. 4 zweckmäßig sein. Im letzteren Falle ist ein einfacher Aufbau des Magneten verbunden mit einem geringeren Aufbau und eine Kostenersparnis vorhanden.
Die koaxialen Stellschrauben haben zum Ziel, die Toleranzen der Federkraft auszugleichen und der Hubkraft des Magneten anzu- passen.
Die stufenlose Steuerung der Dosierung der Menge des Streu- gutes pro Zeiteinheit und bzw. zurückgelegte oder zurückzu- legende Wegstrecke ist im Rahmen der Erfindung gemäß einer Variante des Erfindungsgedankens auch durch einen spannungs- abhängigen Potentiometer möglich, welcher den zuvor durch Magne- ten gesteuerten Öffnungsspalt der Dosiereinrichtung regelt.
Diese Steuerung hat den Vorteil, dass sie einen einfachen Aufbau hat. Eine derartige Steuerung ist in den Ausführungsformen nach der Fig. 3 und der Fig. 4 angedeutet. Hiebei ist mit B der Po- tentiometer bezeichnet, welcher über einen Messumformer MU mit einem Tachometer T verbunden ist.
Im Rahmen einer weiteren Variante des Erfindungsgedankens, kann die Steuerung des Öffnungsspaltes der Streugutdosierung durch einen pneumatischen oder hydraulischen Zylinder erfolgen, dessen Druck durch ein stufenlos gesteuertes Ventil arbeitet.
In allen Fällen kann auch eine Potentiometerregelung ergän- zend vorgesehen sein.
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