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Patent Searching and Data


Title:
PISTON MADE OF CAST STEEL OR GRAY CAST IRON FOR AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE, AND METHOD FOR MANUFACTURING A PISTON USING STEEL CASTING OR GRAY IRON CASTING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/134155
Kind Code:
A1
Abstract:
A piston made of cast steel or gray cast iron for an internal combustion engine comprises a cooling channel, shaft walls (16, 18) and connecting walls (20) between the shaft walls (16, 18) and is asymmetrical between the pressure side and the back-pressure side, in the direction of the piston axis, in respect of the width of the shaft walls (16, 18) and/or the thickness and/or dimensions of the connecting walls (20). A method for manufacturing said piston is also described.

Inventors:
KENNINGLEY, Scott (Am Mühlberg 10, Weisendorf, 91085, DE)
CROMME, Wolfram (Hubertusstrasse 5, Ezelsdorf, 90559, DE)
MORGENSTERN, Roman (Dahlienstrasse 19 A, Heilsbronn, 91560, DE)
HOPP, Georg (Dahlienstrasse 19-A, Nürnberg, 91560, DE)
FRÖDE, Kay (Föhrenweg 4b, Stein, 90547, DE)
UNGERMANN, Sven (Obere Wörthstrasse 21, Nürnberg, 90403, DE)
MERGLER, Harald (Peter-Ulsch-Str. 37, Nürnberg, 90411, DE)
Application Number:
EP2017/052235
Publication Date:
August 10, 2017
Filing Date:
February 02, 2017
Export Citation:
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Assignee:
FEDERAL-MOGUL NÜRNBERG GMBH (Nopitschstr. 67, Nürnberg, 90441, DE)
International Classes:
F02F3/02; B21K1/18; B22C9/02; F01P3/10; F02F3/00; F02F3/22
Foreign References:
DE102013009155A12014-12-04
EP0563408A11993-10-06
JPH0667838U1994-09-22
DE4340891A11995-06-08
EP2541004A12013-01-02
US20120145112A12012-06-14
JP2000039066A2000-02-08
DE102014211350A12014-12-18
DE102009032379A12010-02-18
CN102979641A2013-03-20
Attorney, Agent or Firm:
HOFFMANN EITLE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTMBB et al. (Arabellastraße 30, München, 81925, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kolben (10) aus Stahl- oder Grauguss für einen

Verbrennungsmotor, mit einem Kühlkanal (40),

Schaftwänden (16, 18) und Verbindungswänden (20)

zwischen den Schaftwänden (16, 18), der im Hinblick auf die Breite (C) der Schaftwände (16, 18) und/oder Dicke und/oder Erstreckung der Verbindungswände (20) in

Kolbenachsrichtung zwischen Druck- (DS) und

Gegendruckseite asymmetrisch ist.

2. Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Verbindungswand (20) an ihrem vom

Kolbenboden (12) entfernt liegenden Ende in Richtung der Kolbenbolzenachse betrachtet zumindest einen Absatz (22) und/oder zumindest eine konkave Krümmung (24) aufweist.

3. Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Schaftwand (16, 18) in einer sich von dem Kolbenboden (12) entfernenden Richtung verbreitert ist .

4. Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Schaftwand (16, 18) in Richtung zumindest einer Verbindungswand (20) verdickt (36) ist.

5. Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass unterhalb des Kühlkanals (40), das heißt in

Kolbenachsrichtung weiter von dem Kolbenboden (12) entfernt als der Kühlkanal (40) zumindest eine

Ausnehmung (42) ausgebildet ist.

Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest ein Kühlkanaleinlass (32) gleich groß oder größer ist als zumindest ein Kühlkanalauslass (30) .

Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest ein Kühlkanalauslass (30) einen

Strömungsdiffusor aufweist.

Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest ein Kühlkanalauslass (30) oval oder elliptisch geformt ist.

Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner mit zumindest einer

Kolbenbolzennabe, die in einem oberen Bereich (AI) und/oder einem unteren Bereich (A2) und/oder in

zumindest einem seitlichen Bereich (A3) eine Aushebenut für einen Sicherungsring aufweist.

Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Verbindungswand (20) zumindest eine Öffnung (26) aufweist.

11. Verfahren zur Herstellung eines Kolbens (10) für einen Verbrennungsmotor mittels Stahl- oder Grauguss mit einem Kühlkanal (40), Schaftwänden (16, 18) und

Verbindungswänden (20) zwischen den Schaftwänden (16, 18), bei dem der Kolben derart gegossen wird, dass er im Hinblick auf die Breite der Schaftwände (16, 18) und/oder Dicke und/oder Erstreckung der Verbindungswände (20) in Kolbenachsrichtung zwischen Druck- und

Gegendruckseite asymmetrisch ausgebildet wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

der Kolben wärmebehandelt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

ein zur Herstellung des Kühlkanals (40) verwendeter Kern Sand und/oder Wachs aufweist.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

ein zur Herstellung des Kühlkanals (40) verwendeter Kern beschichtet ist.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass

ein zur Herstellung des Kühlkanals (40) verwendeter Kern durch ein Press- oder ein additives oder generatives Herstellungsverfahren hergestellt wird.

Description:
Kolben aus Stahl- oder Grauguss für einen Verbrennungsmotor und Verfahren zur Herstellung eines Kolbens durch Stahl- oder

Grauguss

TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft einen Kolben aus Stahl- oder Grauguss für einen Verbrennungsmotor mit einem Kühlkanal, Schaftwänden und Verbindungswänden zwischen den Schaftwänden, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Kolbens durch Stahl- oder Grauguss .

STAND DER TECHNIK

Als Kolben für Verbrennungsmotoren sind zahlreiche gegossene Leichtmetallkolben bekannt, die einen oder mehrere Kühlkanäle aufweisen können. Zur Abstützung an den Zylinderwänden oder einer Zylinderlaufbuchse sind gegenüberliegende Schaftwände vorgesehen, die im Wesentlichen Abschnitte einer

Zylindermantelfläche sind. Die Schaftwände sind durch

sogenannte Verbindungswände verbunden, in denen

Kolbenbolzennaben für die Aufnahme eines Kolbenbolzens vorgesehen sind, der sich durch das Auge eines zwischen den Verbindungswänden aufgenommenen Pleuels erstreckt.

Ein gegossener Stahlkolben mit den oben genannten Merkmalen ist aus der CN 102979641 A bekannt.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Kolben zu schaffen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch den Gegenstand des Anspruchs 1.

Demzufolge ist der erfindungsgemäße, einstückige Kolben aus Stahl- oder Grauguss zwischen Druck- und Gegendruckseite asymmetrisch. Mit anderen Worten sind die Schaft- und/oder Verbindungswände auf Druck- und Gegendruckseite

unterschiedlich ausgebildet. Dies betrifft insbesondere die Breite der Schaftwände und/oder die Dicke und/oder die

Erstreckung der Verbindungswände in Kolbenachsrichtung. Um den Anforderungen mit besonders einfachen Mitteln gerecht zu werden, kann beispielsweise die Breite der Schaftwand auf der Druckseite, also die Erstreckung der Schaftwand in

Umfangsrichtung, größer sein, als auf der Gegendruckseite. In vorteilhafter Weise kann diese Gestaltung bereits beim Gießen des Rohlings für den erfindungsgemäßen Kolben vorgesehen werden, so dass die beschriebene Struktur mit geringem

Aufwand herstellbar ist. Durch das Gießen kann insgesamt Gewicht eingespart werden. Ferner wird die Herstellung beispielsweise gegenüber herkömmlichen, zweiteiligen

Stahlkolben, deren beide Teile beispielsweise durch

Reibschweißen verbunden werden, wobei in diesem Zusammenhang auch ein Kühlkanal ausgebildet werden kann, vereinfacht und kann kostengünstiger gestaltet werden. Darüber hinaus sind die Gestaltungsmöglichkeiten durch den verwendeten

Gießprozess äußerst vielfältig. Dies betrifft insbesondere auch die Dicke der

Verbindungswände, die auf der Druckseite deutlich größer, insbesondere bis zu dem dreifachen Wert der Dicke auf der Gegendruckseite sein kann. Schließlich kann die Erstreckung der Verbindungswände in Kolbenachsrichtung an die Druck- und Gegendruckseite angepasst vorgenommen werden. Insbesondere können an dem unteren Ende der Verbindungswände Ausnehmungen vorgesehen werden, um Gewicht einzusparen. Diese Vorteile lassen sich mit einer Kostenreduzierung gegenüber

herkömmlichen, zweiteiligen Kolben erreichen. Dies geht beispielsweise auch deshalb, weil bei zweiteiligen,

geschmiedeten und reibgeschweißten Kolben umfangreiche

Nachbearbeitungen erforderlich sind, um Spannungen infolge der genannten Bearbeitungsvorgänge zu reduzieren.

Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kolbens sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

Die Gestaltung der Verbindungswände kann an ihrem vom

Kolbenboden entfernt liegenden Ende, in Richtung der

Kolbenbolzenachse betrachtet, beispielsweise einen Absatz und/oder zumindest eine konkave Krümmung vorsehen. Durch die Aussparung infolge der konkaven Krümmung kann Gewicht eingespart werden, und der Absatz kann in vorteilhafter Weise eine definierte Anordnung des Kolbens an einer Aufnahme zur Bearbeitung, beispielsweise durch Drehen, gewährleisten.

Für die auftretenden Belastungen hat es sich darüber hinaus als vorteilhaft erwiesen, wenn sich zumindest eine Schaftwand in einer sich von dem Kolbenboden entfernenden Richtung verbreitert .

Ferner können die Belastungen besonders gut aufgenommen werden, wenn sich zumindest eine Schaftwand in Richtung zumindest einer Verbindungswand verdickt. Gewicht kann in besonderem Maße dadurch eingespart werden, dass an der Unterseite des Kolbens gewissermaßen unterhalb des Kühlkanals, das heißt in Richtung der Kolbenachse weiter vom Kolbenboden entfernt als der Kühlkanal zumindest eine Ausnehmung ausgebildet ist. Mit anderen Worten kann sich die Ausnehmung innerhalb und/oder außerhalb der Verbindungswände an der genannten Stelle befinden.

Für die Aus- und Einlässe des Kühlkanals wird derzeit bevorzugt, dass zumindest ein Kühlkanaleinlass zumindest gleich groß oder größer ist als zumindest ein

Kühlkanalauslass . Dies bietet Vorteile, beispielsweise, wenn in dem zugehörigen Motor schräge Öldüsen verbaut sind. Es kann jedoch Anwendungsfälle geben, bei denen zumindest ein Auslass größer ist als zumindest ein Einlass.

Für zumindest einen Kühlkanalauslass wird ferner bevorzugt, dass er einen Strömungsdiffusor aufweist. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine gerundete Rippe an der oberen Begrenzung des Kühlkanals, in etwa mittig über dem

Kühlkanalauslass, so dass das heranströmende Kühlmittel in günstiger Weise in Richtung des Auslasses abgelenkt wird.

Für zumindest einen Kühlkanalein- und/oder -auslass wird ferner derzeit bevorzugt, dass er oval oder elliptisch geformt ist. Im Hinblick auf den Einlass kann hierdurch auch bei schrägstehenden Öldüsen sichergestellt werden, dass genügend Kühlmittel in den Kühlkanal eintritt. Im Hinblick auf den Auslass bietet ein vergleichsweise großer, oval oder elliptisch geformter Auslass den Vorteil, dass das erwärmte Kühlmittel den Kühlkanal sicher verlässt und das Nachströmen von kühlem, und somit zur Aufnahme von Wärme geeignetem

Kühlmittel nicht behindert.

Es wird ferner bevorzugt, dass der erfindungsgemäße, Kolben zumindest eine Kolbenbolzennabe aufweist, die in einem oberen und/oder unteren und/oder in zumindest einem seitlichen Bereich eine Aushebenut für einen Sicherungsring aufweist. Diesbezüglich besteht ein besonderer Vorteil in der

Herstellung durch Gießen darin, dass eine derartige

Aushebenut bereits beim Gießen ausgebildet werden kann, und somit eine gesonderte Bearbeitung entfallen kann.

Für die weitere Gewichtseinsparung ist es darüber hinaus vorteilhaft, wenn zumindest eine Verbindungswand, bevorzugt auf der Gegendruckseite, zumindest eine Aussparung, mit anderen Worten eine Öffnung aufweist.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Kolbens, bei dem der vorangehend beschriebene Kolben durch Stahl- oder Grauguss ausgebildet wird. Hierdurch können die entsprechenden Vorteile erreicht werden, und es sei an dieser Stelle erwähnt, dass sämtliche vorangehend und

nachfolgend lediglich im Zusammenhang mit dem Kolben

genannten Merkmale bei dem erfindungsgemäß Verfahren

angewendet werden können, und umgekehrt.

Die Eigenschaften des Kolbens im Hinblick auf die weitere Bearbeitung, die Ermüdungsfestigkeit und den Widerstand gegen thermomechanische Belastungen können in vorteilhafter Weise dadurch verbessert werden, dass der Kolben wärmebehandelt wird .

Für den bei der Herstellung zur Ausbildung des Kühlkanals verwendeten Kern hat es sich darüber hinaus als vorteilhaft erwiesen, wenn dieser Sand und/oder Wachs aufweist.

Ferner können die Eigenschaften des Kerns verbessert werden, wenn dieser beschichtet ist.

Für die Herstellung des Kerns wird ferner ein Press- oder ein additives oder generatives Herstellungsverfahren bevorzugt. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der

Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher

erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Kolben in einer

Seitenansicht in Richtung der Kolbenbolzenachse;

Fig. 2 den erfindungsgemäßen Kolben in einer Seitenansicht in einer Richtung senkrecht zur Kolbenbolzenachse;

Fig. 3 eine Unteransicht eines erfindungsgemäßen Kolbens;

und

Fig. 4 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen

Kolbens .

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, weist ein erfindungsgemäßer, einstückiger Kolben 10 einen Kolbenboden 12, ein Ringfeld 14, eine Schaftwand 16 auf der Druckseite (DS) , eine Schaftwand 18 auf der Gegendruckseite und dazwischenliegende

Verbindungswände 20 auf. In Fig. 1 sind mit AI, A2 und A3 Positionen angedeutet, an denen sich eine beim Gießen

ausgebildete und deshalb besonders einfach herzustellende Aushebenut für einen Sicherungsring befinden kann, nämlich im Bereich der Oberseite (AI), im Bereich der Unterseite (A2) und/oder einem oder beiden seitlichen Bereichen (A3) .

An den jeweiligen unteren Enden der Verbindungswände 20 ist in Fig. 1 ferner deren besondere Form zu erkennen. Sie weisen nämlich jeweils einen Absatz 22 und eine konkave Krümmung 24 auf. Die konkav gekrümmte Aussparung am unteren Ende der Verbindungswand erstreckt sich auf der Gegendruckseite höher, also weiter in Richtung des Kolbenbodens 12, als auf der Druckseite. Zur Fig. 1 sei ergänzend erwähnt, dass

insbesondere zumindest eine Verbindungswand auf der

Gegendruckseite zumindest eine Aussparung, mit anderen Worten eine Öffnung aufweisen kann, die in Fig. 1 mit 26 angedeutet ist. Zu der Kontur auf der Gegendruckseite sei ergänzend erwähnt, dass hier ein zweiter Absatz 22 nahe der

Kolbenbolzennabe vorhanden ist. Ferner kann die Aussparung wie mit gestrichelten Linien angezeigt, bevorzugt lediglich auf der Gegendruckseite, vergrößert werden. Mit anderen

Worten kann sich die Aussparung schräg nach oben in etwa in Richtung der Kolbenbolzenachse erstrecken.

Aus der Fig. 2 ist der erfindungsgemäße Kolben 10 in einer Seitenansicht oder in einer Richtung senkrecht zur

Kolbenbolzenachse gezeigt, und es ist zu erkennen, dass die Schaftwand 18 auf der (zum Betrachter der Fig. 2 gerichteten) Gegendruckseite schmaler ist, als der Abstand zwischen den jeweils äußeren Rändern 28 der Kolbenbolzennaben. Es sei erwähnt, dass die schmälste Breite der Schaftwand 18 auf der Gegendruckseite beispielsweise bei einem Bereich von 0,22 bis 0,28 des Kolbendurchmessers liegen kann, während die

entsprechende Breite auf der Druckseite bei 0,27 bis 0,33 liegen kann. Der Winkel D, mit dem sich die Schaftwand jeweils in Richtung des unteren Endes des Kolbens

verbreitert, kann bei 0,08 bis 0,12 mal dem Kolbendurchmesser

(angegeben in Grad) liegen, auf der Druckseite, während der Winkel auf der Gegendruckseite beispielsweise bei 0,03 bis 0,07 mal dem Kolbendurchmesser (angegeben in Grad) liegen kann. Die Abmessung E gemäß Fig. 2, d. h. die Entfernung zwischen dem unteren Ende der Schaftwand und dessen

schmälster Stelle beträgt beispielsweise etwa 5 % des

Produkts von Kolbenbolzendurchmesser und Kolbendurchmesser

(in Millimeter angegeben) , und 18 bis 22 % davon können am unteren Ende der Schaftwand so gestaltet sein wie in Fig. 2 gezeigt, nämlich dass sich die Breite hier verringert. In Fig. 3 sind weitere Abmessungen zu erkennen.

Beispielsweise kann die Dicke der Schaftwand 18 im Bereich der (in Fig. 3 vertikal verlaufenden) Mittelachse 2,0 bis 2,4 mm zuzüglich 1 % des Kolbendurchmessers betragen, während sich für die Druckseite 2,0 bis 2,4 mm zuzüglich 2 % des Kolbendurchmessers als vorteilhaft erwiesen haben. Die

Verbindungswände 20 auf der Druckseite sind etwa 0,5 bis 1 mm dicker als die oben beschriebene Abmessung der Schaftwand 18 auf der Druckseite an der Kolbenmittelachse, und für die Gegendruckseite gilt ein Wert von etwa 0,15 bis 0,35 mm dicker als die Dicke der Schaftwand auf der Gegendruckseite im Bereich der Kolbenachse. Ferner erstrecken sich die

Verbindungswände auf beiden Seiten in Richtung der

Kolbenmittelachse voneinander divergierend, und auf der

Druckseite sind sie in etwa bei einem Drittel der axialen Erstreckung (bezogen auf den Kolbenbolzen) der Bolzennabe von der Außenseite her angebunden, während diese Anbindung auf der Gegendruckseite etwa bei einem Drittel der genannten Bezugsgröße von der Innenseite her vorgesehen ist. An dieser Innenseite kann der Abstand zwischen den Kolbenbolzennaben im unteren Bereich (in Fig. 3 zu dem Betrachter gerichtet) geringer sein als im oberen Bereich.

In der Unteransicht von Fig. 3 ist ferner ein gekrümmt ovaler oder in gewisser Weise „bohnenförmiger" Kühlmittelauslass 30 zu erkennen, wobei sich ein Kühlmitteleinlass 32 gegenüber, mit anderen Worten innerhalb der jeweiligen Schaftwand 16 bzw. 18 befinden kann. In Bereichen „neben" den

Kolbenbolzennaben können zusätzliche Kühlmittelauslässe 34 vorhanden sein. An dem jeweiligen Übergang 36 von der

Schaftwand zu der Verbindungswand können die Schaft- und/oder Verbindungswand verdickt ausgeführt sein, und es kann in vorteilhafter Weise ein harmonischer Übergang vorgesehen sein, um jegliche Kerbwirkung zu vermindern. Dies gilt in gleicher Weise für den Bereich des Übergangs 38 zu den

Kolbenbolzennaben . In Fig. 4 ist in der Schnittdarstellung erstmalig der

Kühlkanal 40 zu erkennen, unterhalb dessen eine Ausnehmung 42 vorgesehen ist, um hier Gewicht einzusparen. Wie ergänzend in der Unteransicht von Fig. 3 erkennbar ist, kann diese

Ausnehmung auch außerhalb der Verbindungswände 20 vorgesehen sein, beispielsweise in denjenigen Bereichen, in denen die Kühlmittelauslässe 34 angedeutet sind sowie in

Umfangsrichtung entlang des Ringfeldes 14 an der Innenseite des Kolbens. Wenn auf eine derartige Ausnehmung insbesondere innerhalb der Verbindungs- (und der Schaft-) Wände, wie in Fig. 4 zu erkennen, verzichtet wird, kann der Kühlkanal in vorteilhafter Weise in Richtung der Kolbenachse (in Fig. 4 vertikal) vergrößert werden.