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Title:
PLAIN BEARING BUSH, USE OF THE PLAIN BEARING BUSH AND SWIVEL MOTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197099
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plain bearing bush, which has a hollow cylindrical bush body (2, 6), having a cylindrical inner surface (Fi) and an inside diameter (d) and/or a cylindrical outer surface (Fa) and an outside diameter (D) and a cylinder wall (2a) having a wall thickness (s). According to the invention, regions (3, 4, 7, 8) of the cylinder wall (2a) extending in the tangential direction and in the axial direction are partially separated from the cylinder wall (2a) and partially connected to the cylinder wall (2a), and the regions (3, 4, 7, 8) are offset to the inner surface (Fi) or the outer surface (Fa) in such a way that the inside diameter (d) is partially decreased or the outside diameter (D) is partially increased.

Inventors:
SCHIESS, Marc (Mindersdorfstr. 10, Hohenfels, 78355, DE)
MAIR, Ulrich (Ravensburger Str. 38, Friedrichshafen, 88046, DE)
Application Number:
EP2019/056091
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG (Löwentaler Straße 20, Friedrichshafen, 88046, DE)
International Classes:
F16C17/02; B60G21/055; F16C23/04; F16C25/04; F16C27/02; F16C33/04; F16C33/14
Foreign References:
DE19525575A11996-02-01
US5645356A1997-07-08
DE19546906A11997-06-19
US1283840A1918-11-05
DE102015206064A12016-10-06
DE202004015680U12006-04-13
DE102014200526A12015-07-16
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Claims:
Patentansprüche

1 . Gleitlagerbuchse, welche einen hohlzylindrischen Buchsenkörper (2, 6) mit einer zylindrischen Innenfläche (Fi) und einem Innendurchmesser (d) und/oder mit einer zylindrischen Außenfläche (Fa) und einem Außendurchmesser (D) sowie einer Zylinderwand (2a) mit einer Wandstärke (s) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sich in tangentialer und axialer Richtung erstreckende Bereiche (3, 4, 7, 8) der Zylinderwand (2a) teilweise von der Zylinderwand (2a) getrennt und teilweise mit der Zylinderwand (2a) verbunden sind, und dass die Bereiche (3, 4, 7, 8) gegenüber der Innen- oder der Außenfläche (Fi. Fa) derart versetzt angeordnet sind, dass der Innendurchmesser (d) partiell verkleinert oder der Außendurchmesser (D) partiell vergrößert ist.

2. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche (3, 4, 7, 8) plastisch verformt sind.

3. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche (3, 4) um eine in axialer Richtung verlaufende Biegeachse (b) nach innen oder nach außen gebogen sind.

4. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche als ausgestellte Lappen (3, 4) ausgebildet sind und sich über einen Teil des Umfangs der Zylinderwand (2a) erstrecken.

5. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lappen (3, 4) in tangentialer Richtung auf dem Umfang verteilt und/oder in axialer Richtung über die Länge (I) des Buchsenkörpers (2) verteilt angeordnet sind.

6. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche als spiral- oder kreisringförmige Elemente (7, 8), die sich nahezu über dem gesamten Umfang erstrecken, ausgebildet sind.

7. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die spiral- oder kreisringförmigen Elemente (7, 8) durch eine umlaufende Trennfuge (7a, 8a) und ei- ne in axialer Richtung verlaufende weitere Trennfuge (7b, 8b) vom Buchsenkörper (6) getrennt sind.

8. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die spiral- oder kreisringförmigen Elemente (7, 8) stirnseitig am Buchsenkörper (6) angeordnet sind.

9. Verwendung der Gleitlagerbuchse (1 , 5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Lagerung von Achsen, Wellen, Zapfen oder Bolzen in einem Stellantrieb.

10. Verwendung der Gleitlagerbuchse (1 , 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Lagerung von Planetenrädern respektive Planetenbolzen in einem mehrstufigen Planetengetriebe eines Schwenkmotors zur Wankstabilisierung bei Kraftfahrzeugen.

1 1. Schwenkmotor eines aktiven Wankstabilisators, umfassend ein mehrstufiges Planetengetriebe mit auf Planetenbolzen gelagerten Planetenrädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Planetenräder über Gleitlagerbuchsen (1 , 5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 gelagert sind.

Description:
Gleitlagerbuchse. Verwendung der Gleitlaqerbuchse und Schwenkmotor

Die Erfindung betrifft eine Gleitlagerbuchse nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie Verwendungen der Gleitlagerbuchse und einen Schwenkmotor nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 1.

Gleitlagerbuchsen sind bekannt, sie dienen der Lagerung von Achsen, Wellen, Bolzen oder Zapfen und sind aus einem reibungsarmen Material wie z. B. Kunststoff, Messing oder Bronze hergestellt. Ein Problem bei der Lagerung von Achsen oder Wellen in einer Gleitlagerbuchse besteht darin, dass stets ein gewisses Radialspiel vorhanden ist, welches bei bestimmten Anwendungen, insbesondere bei Stellantrieben mit wechselnder Drehrichtung, insbesondere bei Getrieben unerwünscht ist, da es zu akustischen Auffälligkeiten führt. Man hat daher bereits verschiedene Lösungen für spielfreie Gleitlagerbuchsen vorgeschlagen, beispielsweise in der DE 20 2004 015 680 U1. Die Gleitlagebuchse gemäß der der DE 20 2004 015 680 U1 weist eine segmentförmig ausgebildete Buchsenwand auf, wobei sich in axialer Richtung verlaufende Segmente mit geringerem Innendurchmesser und größerem Innendurchmesser über den Umfang abwechseln. Die in radialer Richtung nach innen versetzten Segmente bilden die Anlageflächen für eine in der Gleitlagerbuchse aufzunehmende Welle, während die Segmente mit größerem Innen- und Auendurchmes- ser mit Presssitz in einer Lagerbohrung sitzen. Die radial nach innen versetzten Segment- oder Auflagerflächen sind durch federnde Stegen mit den äußeren Segmenten verbunden. Aufgrund der segmentartigen Ausbildung der Gleitlagerbuchse wird eine spielfreie Lagerung erreicht.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine spielfreie Gleitlagerbuchse vorzuschlagen, insbesondere im Hinblick auf eine Anwendung bei Stellantrieben.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch die unabhängigen Patentansprüche 1 , 9, 10 und 1 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nach einem ersten Aspekt der Erfindung wird für eine Gleitlagerbuchse mit einem hohlzylindrischen Buchsenkörper vorgeschlagen, dass einzelne teilweise von der Zylinderwand getrennte Bereiche in radialer Richtung nach innen oder außen versetzt angeordnet und federnd ausgebildet sind. Die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse ist einerseits für eine spielfreie Lagerung von Wellen oder Achsen bestimmt: In diesem Falle wird der Innendurchmesser der Gleitlagerbuchse durch die versetzten, federnd ausgebildeten Bereiche so weit reduziert, dass kein Radialspiel zwischen Welle und Innendurchmesser der Gleitlagerbuchse auftritt. Andererseits ist die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse für eine Lagerung in einer Bohrung, z. B. einer Gehäusebohrung geeignet: In diesem Falle wird die Gleitlagerbuchse auf die Welle oder Achse aufgepresst, wobei die federnden, versetzten Bereiche radial nach außen ausgestellt sind und damit das Spiel zwischen der zylindrischen Außenfläche der Gleitlagerbuchse und der Gehäusebohrung auf Null reduzieren. Als Werkstoffe für die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse können einerseits metallische Werkstoffe wie Messing, Bronze oder Sintermetalle und andererseits auch Kunststoffe verwendet werden. Die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse kann entweder als Spitzgussteil oder durch Span gebende Bearbeitung und Verformung hergestellt werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die versetzten Bereiche plastisch verformt, d. h. es handelt sich um eine bleibende Verformung. Hierfür werden die Bereiche zunächst von der Zylinderwand durch Trennfugen getrennt, beispielsweise durch Fräsen oder Laserschneiden, so dass der teilweise getrennte Bereich nach innen oder außen plastisch verformt werden kann. Nach dem Einsetzten einer Welle in die Gleitlagerbuchse federn die versetzten Bereiche elastisch (nach außen) zurück und erzeugen eine Vorspannung gegenüber der Welle, so dass diese spielfrei gelagert ist. In analoger Weise federn die nach außen versetzten Bereiche beim Einsetzen der Gleitlagerbuchse in eine Gehäusebohrung elastisch nach innen und eliminieren somit ein Radialspiel.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die versetzten Bereiche um eine Biegeachse plastisch verbogen oder abgekantet, wobei die Biegeachse in axialer Richtung der Gleitlagerbuchse verläuft. Die Biegekante kann durch ein entsprechend ausgebildetes Werkzeug, welches in die Bohrung der Gleitlagerbuchse eingeführt wird, dargestellt werden. Ein in radialer Richtung nach innen zuzustellender Stempel würde den abgetrennten Bereich um die Biegekante nach innen verbiegen oder verkanten.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Bereiche als ausgestellte Lappen oder Flügel ausgebildet, welche sich im Wesentlichen in tangentialer Richtung erstrecken und somit eine gleichmäßige Verringerung des Innen- respektive des Außendurchmessers bewirken.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können mehrere Lappen, verteilt einerseits auf dem Umfang und andererseits in Axialrichtung in der Zylinderwand des Buchsenkörpers angeordnet sein. Damit wird eine gleichmäßige Verringerung respektive Vergrößerung des Innen- respektive des Außendurchmessers erreicht.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die versetzten Bereiche als spiral- oder im Wesentlichen kreisringförmige Elemente ausgebildet, wobei sich diese Elemente im Wesentlichen über den gesamten Umfang erstrecken, ausgenommen den Einspann- oder Verbindungsbereich mit dem Buchsenkörper. Durch die spiral- oder kreisringförmigen Elemente wird eine über den Umfang gleichmäßige Anlage an die Welle oder Achse erzielt.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die spiral- oder kreisringförmigen Elemente durch eine umlaufende Trennfuge und eine in axialer Richtung verlaufende weitere Trennfuge vom Buchsenkörper getrennt. Beide Trennfugen können relativ einfach durch Span gebende Bearbeitung, beispielsweise Schleifen oder Fräsen hergestellt werden. Anschließend erfolgt eine plastische Verformung durch Abkanten. Vorzugsweise sind die spiral- oder kreisringförmigen Elemente an beiden Stirnseiten des Buchsenkörpers angeordnet, wodurch eine in Bezug auf die Länge des Buchsenkörpers symmetrische Anordnung und eine achsparallele Lagerung, d. h. ohne Verkippung der Achse oder Welle erreicht wird.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Gleitlagerbuchse zur Lagerung von Achsen, Wellen, Zapfen oder Bolzen in einem Stellantrieb verwendet, insbesondere einem Stellantrieb, bei welchem die Stell- oder Drehrichtung häufig wechselt, wodurch ein etwaiges Spiel zu Geräuschen führen würde. Dieses Spiel oder ein solches Lagerspiel wird durch die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse ausgeschaltet, so dass auch entsprechende Geräusche vermieden werden.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse für die Lagerung von Planetenrädern respektive Planetenbolzen in einem mehrstufigen Planetengetriebe eines Schwenkmotors zur Wankstabilisierung von Kraftfahrzeugen verwendet. Insbesondere bei dem mehrstufigen Planetengetriebe, wie es beispielsweise durch die DE 10 2014 2005 261 A1 der Anmelderin bekannt wurde. Die sich summierenden Lagerspiele der verschiedenen Planetenstufen werden bei Verwendung der erfindungsgemäßen Gleitlagerbuchsen besonders wirksam eliminiert.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist bei einem Schwenkmotor eines aktiven Wankstabilisators, wie er durch die vorgenannte Druckschrift der Anmelderin bekannt wurde, vorgesehen, dass die Planetenräder mittels der erfindungsgemäßen Gleitlagerbuchsen auf den Planetenbolzen bzw. gegenüber dem Planetenträger gelagert sind. Damit werden ein Lagerspiel der Planetenräder oder Planetenbolzen und damit verbundene Klappergeräusche vermieden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben, wobei sich aus der Beschreibung und/oder der Zeichnung weitere Merkmale und/oder Vorteile ergeben können. Es zeigen

Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung für eine Gleitlagerbuchse mit plastisch verbogenen Lappen,

Fig. 2 einen Schnitt durch die Gleitlagerbuchse gemäß Fig. 1 im Bereich eines Lappens und

Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung mit spiralförmig ausgebildeten, stirnseitig angeordneten Elementen.

Fig. 1 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Gleitlagerbuchse 1 , welche einen hohlzylindrischen Buchsenkörper 2 mit einem Innendurchmesser d, einem Außendurchmesser D, einer Zylinderwand 2a mit einer Wandstärke s sowie einer Länge I aufweist. Der Buchsenkörper 2 weist ferner eine zylindrische Innenfläche Fi und eine zylindrische Außenfläche Fa auf. Aus der Zylinderwand 2a sind zwei lappenförmige Bereiche 3, 4 jeweils durch eine in der Zeichnung etwa U-förmig verlaufende Trennfuge 3a, 4a getrennt. Die lappenförmige Bereiche 3, 4, auch Lappen 3, 4 genannt, sind über Teilbereiche 3b, 4b mit der Zylinderwand 2a verbunden.

Fig. 2 zeigt einen Radialschnitt durch den Buchsenkörper 2 gemäß Fig.1 im Bereich des Lappens 4. Der Lappen 4 - und dies gilt in gleicher weise für den Lappen 3 - ist gegenüber der zylindrischen Außenfläche Fa in radialer Richtung nach innen, d. h. in Richtung des Mittelpunktes M versetzt und ragt somit in den kreisförmigen Querschnitt mit dem Innendurchmesser d hinein. Der Versatz des Lappens 4 nach innen wird vorzugsweise durch eine plastische Verformung, insbesondere ein plastisches Biegen um eine Biegeachse b (Fig. 1 ) bzw. um einen Punkt B in Fig. 2, welcher den Durchstoßpunkt der axial verlaufenden Biegekante b darstellt, erreicht. Der Lappen 4 (ebenso der Lappen 3) ist federnd ausgebildet, d. h. er bildet eine Biegefeder, welche im Bereich des Punktes B eingespannt ist. Beim Einsetzen einer Welle oder Achse (nicht dargestellt) federt der Lappen 4 nach außen, übt jedoch weiterhin eine elastische Rückstellkraft auf die Welle aus, so dass eine dauerhafte Vorspannung auf die Welle erzeugt wird. Damit wird ein Radialspiel eliminiert.

Der in der Zeichnung dargestellte radiale Versatz ist aus Gründen der Verdeutlichung stark vergrößert; tatsächlich genügen wenige Zehntel Millimeter Versatz durch plastische Verformung, um die gewünschte Vorspannung zu erzielen.

Die Gleitlagerbuchse 1 kann aus einem metallischen Werkstoff für Gleitlager, beispielsweise Messing, Bronze, Sintermetall oder aus einem Kunststoff hergestellt werden. Bei einer Herstellung durch Spritzgießen kann der Versatz der Lappen bereits in das Spritzgussteil eingeformt werden, so dass ein nachträgliches Trennen und plastisches Verformen nicht mehr notwendig ist.

In der Zeichnung sind zwei nebeneinander liegende Lappen 3, 4 dargestellt; möglich ist jedoch auch, eine größere Anzahl von Lappen, verteilt über den Umfang oder die Länge des Buchsenkörpers 2, vorzusehen. Darüber hinaus kann auch die Form der Lappen verändert werden, beispielsweise in Umfangsrichtung oder in Axialrichtung.

Die Darstellung in Fig. 2 zeigt einen nach innen in Richtung Mittelpunkt M gebogenen Lappen 4. Möglich ist jedoch auch, die Lappen durch plastische Verformung nach außen zu biegen bzw. auszustellen, so dass sie an einer Bohrung anliegen und gegenüber der Bohrung eine Vorspannung erzeugen. Diese Variante ist für den Fall vorgesehen, dass die Gleitlagerbuchse 1 auf eine Welle oder eine Achse aufgepresst wird und in einer Lagerbohrung, z. B. in einem Gehäuse gelagert wird. Durch die nach außen gestellten, federnden Lappen wird ein Radialspiel zwischen Gleitlagerbuchse und Bohrung beseitigt.

Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung für eine Gleitlagerbuchse 5, welche einen hohlzylindrischen Buchsenkörper 6 aufweist, der in analoger Weise wie in Fig. 1 dargestellt, eine kreiszylindrische Außenfläche Fa, eine kreiszylindrische Innenfläche Fi sowie eine erste Stirnseite 6a und eine zweite Stirnseite 6b aufweist. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2 sind die getrennten, federnden Bereiche hier als spiral- oder kreisringförmige Elemente 7, 8 ausgebildet, welche einerseits durch umlaufende Trennfugen 7a, 8a und andererseits durch axial verlaufende weitere Trennfugen 7b, 8b vom Buchsenkörper 6 getrennt sind. Die kreisringförmigen Elemente 7, 8 sind im Bereich ihrer Verbindung mit dem Buchsenkörper 6 um eine axial verlaufende Biegekante (nicht dargestellt) derart versetzt, dass der Mittelpunkt der kreisringförmigen Elemente nicht mehr auf der Längsachse des Buchsenkörpers 6 liegt. Dieser Versatz oder diese Auslenkung der kreisringförmigen Elemente 7, 8 kann durch plastisches Abkanten als bleibende Verformung erreicht werden oder bereits im Spritzgussteil vorgesehen sein. Die kreisringförmigen Elemente 7, 8 sind ebenfalls als Federelemente ausgebildet, welche geeignet sind, zwischen Welle und Gleitlagerbuchse 5 bzw. zwischen einer Bohrung und der Gleitlagerbuchse 5 ein Radialspiel aufgrund einer elastischen Vorspannung zu vermeiden. Bezuaszeichen

1 Gleitlagerbuchse

Buchsenkörper

a Zylinderwand

3 Lappen

3a Trennfuge

3b Teilbereich

Lappen

a Trennfuge

b Teilbereich

5 Gleitlagerbuchse

6 Buchsenkörper

6a erste Stirnseite

6b zweite Stirnseite

7 spiralförmiges Element

7a Trennfuge

7b Trennfuge

8 spiralförmiges Element

8a Trennfuge

8b Trennfuge b Biegeachse

B Durchstoßpunkt Biegeachse b d Innendurchmesser

D Außendurchmesser

Fi Innenfläche

Fa Außenfläche

M Mittelpunkt

s Wandstärke