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Title:
PLAIN BEARING BUSH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/001688
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rolled plain bearing bush (10), having a butt joint (12), an axial direction (26), a radial direction (24), and a peripheral direction (22), comprising a first semicylindrical segment (14) and a second semicylindrical segment (16), which are arranged diametrically opposite each other, and a third segment (18) and a fourth segment (20), which each deviate from the semicylindrical shape of the first and second segments and are arranged between the first and second segments in the peripheral direction and diametrically opposite each other, wherein the first and second segments each have a semicylindrical inner peripheral surface (30, 34) and outer peripheral surface (32, 36), and wherein the third and fourth segments each have a flat inner peripheral surface (38, 42), which flat inner peripheral surfaces extend parallel to each other, wherein a smallest radial distance (46) between the inner peripheral surfaces of the third and fourth segments is less than a bush inside diameter (48), which corresponds to a radial distance (48) between the inner peripheral surfaces of the first and second segments, which is constant along the extent of the inner peripheral surfaces of the first and second segments.

Inventors:
HAECKER, Stefan (Ritterstrasse 8, Ubstadt-Weiher, 76698, DE)
BAUR, Wolfgang (Rudolf-Haendel-Strasse 5, Ubstadt-Weiher, 76698, DE)
KLEIN, Andreas (Schoenbornstrasse 3, St. Leon-Rot, 68789, DE)
GORFF, Martin (Steinaecker 28, Zweiflingen, 74639, DE)
Application Number:
EP2017/063795
Publication Date:
January 04, 2018
Filing Date:
June 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
KS GLEITLAGER GMBH (Am Bahnhof 14, St. Leon-Rot, 68789, DE)
International Classes:
F16C17/10; F16C23/10; F16C33/04; F16C33/08; F16C33/20
Domestic Patent References:
WO2005066474A12005-07-21
Foreign References:
DE10107109A12002-10-10
DE19725227A11998-01-02
DE19508418A11996-09-12
US3929392A1975-12-30
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Friedrichstraße 6, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Gerollte Gleitlagerbuchse (10) mit einer Stoßfuge (12), mit einer axialen Richtung (26), einer radialen

Richtung (24) und einer Umfangsrichtung (22), umfassend ein erstes teilzylindrisches Segment (14) und ein zweites teilzylindrisches Segment (16), die einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind, und ein drittes Segment (18) und ein viertes Segment (20) , die jeweils von der Teilzylinderform des ersten und des zweiten Segments (14, 16) abweichen und in Umfangsrichtung (22) zwischen dem ersten und dem zweiten Segment (14, 16) und einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind, wobei das erste und das zweite Segment (14, 16) je eine teilzylindrische Innenumfangsflache (30, 34) und Außenumfangsflache (32, 36) aufweisen, und wobei das dritte und das vierte Segment (18, 20) je eine ebene Innenumfangsflache (38, 42) aufweisen, die zueinander parallel verlaufen, wobei ein kleinster radialer Abstand (46) der Innenumfangsflachen (38, 42) des dritten und des vierten Segments (18, 20) voneinander kleiner ist als ein Buchseninnendurchmesser (48) , der einem entlang der Erstreckung der Innenumfangsflachen (30, 34) des ersten und des zweiten Segments (14, 16)

gleichbleibenden radialen Abstand (48) der

Innenumfangsflachen (30, 34) des ersten und

des zweiten Segments (14, 16) voneinander entspricht.

2. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Außenumfangsflache (32) des ersten Segments (14) und die Außenumfangsflache (36) des zweiten Segments (16) auf einer Mantelfläche eines geraden äußeren Kreiszylinders (52) mit einem Aufnahmedurchmesser (54) liegen .

3. Gleitlagerbuchse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte und das Segment (18, 20) je eine ebene Außenumfangsflache (40, 44) aufweisen, die zueinander parallel verlaufen.

4. Gleitlagerbuchse nach einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte und das vierte Segment (18, 20) jeweils eine

umfängliche Erstreckung mit einem Erstreckungswinkel (60, 62) zwischen 20° und 80° aufweisen.

5. Gleitlagerbuchse nach einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wanddicke (28) der Gleitlagerbuchse (10) im Bereich des dritten Segments (18) und des vierten Segments (20) , und vorzugsweise im Bereich des ersten Segments (14) und des zweiten Segments (16), wenigstens um 0,4 mm größer ist als die Quadratwurzel eines Vierundsechzigstels der

Differenz aus dem Quadrat des Buchseninnendurchmessers (48) und dem Quadrat des kleinsten radialen Abstands (46) der Innenumfangsflachen (38, 42) des dritten und des vierten Segments (18, 20) .

6. Gleitlagerbuchse einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine radiale Beweglichkeit in einer in radialer Richtung verlaufenden Ebene, die der Differenz aus dem

Buchseninnendurchmesser (48) und dem kleinsten radialen Abstand (46) der Innenumfangsflachen (38, 42) des dritten und des vierten Segments (18, 20) entspricht, mindestens 1 mm beträgt .

7. Gleitlagerbuchse nach einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Metall/Kunststoff-Verbundwerkstoff umfasst, wobei eine dreidimensional poröse Trägerschicht vorgesehen sein kann, in welche die Kunststoffkomponente , die vorzugsweise Fluorpolymer ist, eingebracht und gehalten sein kann.

8. Gleitlagerbuchse nach einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitlagerbuchse (10) einen sich radial erstreckenden Bund (76) aufweist.

9. Gleitlagerbuchse nach einem oder mehreren der

vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßfuge (12) in dem ersten Segment (14) oder in dem zweiten Segment (16) angeordnet ist.

10. Lagerstelle (63) zur Lagerung einer außenzylindrischen Welle (73) oder einer Stange, umfassend eine Gehäuseöffnung (64) für eine darin einpressbare gerollte Gleitlagerbuchse (10) , eine gerollte Gleitlagerbuchse (10) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, die in die

Gehäuseöffnung (64) eingepresst ist, und eine

außenzylindrische Welle (73) oder Stange mit einem

Wellenaußendurchmesser Wa, wobei die Gehäuseöffnung (64) innenzylindrisch ist und ein Abstand zwischen der

jeweiligen ebenen Außenumfangsfläche (40, 44) des dritten und vierten Segments (18, 20) und der zylindrischen

Innenumfangsfläche (68) der Gehäuseöffnung (64) gegeben ist, und wobei der kleinste radiale Abstand (46) der

Innenumfangsflächen (38, 42) des dritten und des vierten Segments (18, 20) voneinander dem Außendurchmesser Wa der Welle entspricht, so dass die Welle (73) oder Stange in einer zur jeweiligen ebenen Innenumfangsfläche (38, 42) des dritten und vierten Segments (18, 20) parallelen Ebene (74) verschiebbar und/oder verkippbar ist.

Description:
Titel : Gleitlagerbuchse

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gleitlagerbuchse zur Aufnahme einer Welle oder eines Hebels, wobei die aufgenommene Welle bzw. der aufgenommene Hebel in der

Gleitlagerbuchse eine radiale Beweglichkeit in einer in radialer Richtung verlaufenden Ebene aufweist. Aus dem Stand der Technik sind derartige Gleitlagerbuchsen bekannt, die dadurch hergestellt sind, dass eine außen und innen zylindrisch ausgeformte Gleitlagerbuchse an ihrer

Innenseite derart bearbeitet wird, dass der Querschnitt ihrer inneren Öffnung ovalförmig ausgebildet ist.

Die DE 101 07 109 AI beschreibt eine Bundbuchse mit einem angeformten Bund ohne Stoßfuge.

Aus der DE 197 25 227 AI ist ein KurbelSchlaufenrahmen bekannt . Die WO 2005 / 066 474 AI beschreibt eine Kolbenanordnung.

Ein Problem bei derartigen Gleitlagerbuchsen ist, dass die Herstellung aufwändig und damit kostenintensiv ist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gleitlagerbuchse zu schaffen, die unter Bereitstellung einer radialen

Beweglichkeit in einer in radialer Richtung verlaufenden Ebene eine Welle oder einen Hebel aufnehmen kann und kostengünstig und einfach herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, durch eine gerollte Gleitlagerbuchse mit einer Stoßfuge, mit einer axialen Richtung, mit einer radialen Richtung und einer Umfangsrichtung, umfassend ein erstes teilzylindrisches Segment und ein zweites teilzylindrisches Segment, die einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind, wobei eines der zylindrischen Segmente die Stoßfuge umfasst, und ein drittes Segment und ein viertes Segment, die jeweils von der Zylinderform des ersten und des zweiten Segments abweichen und in Umfangsrichtung zwischen dem ersten und dem zweiten Segment und einander diametral gegenüberliegend angeordnet sind, wobei das erste und das zweite Segment eine teilzylindrische Innen- und Außenumfangsfläche

aufweist, und wobei das dritte und das vierte Segment je eine Ebene in den Umfangsflächen aufweisen, die zueinander parallel verlaufen, wobei ein kleinster radialer Abstand der Innenumfangsflächen des dritten und des vierten

Segments voneinander kleiner ist als ein

Buchseninnendurchmesser, der einem entlang der Erstreckung der Innenumfangsflächen des ersten und des zweiten Segments gleichbleibenden radialen Abstand der Innenumfangsflächen des ersten und des zweiten Segments voneinander entspricht. Die Innenumfangsflächen des dritten und des vierten Segments liegen an einer aufgenommenen Welle bzw. an einem aufgenommenen Hebel an. Da der radiale Abstand der

Innenumfangsflachen des ersten und des zweiten Segments voneinander, also der Buchseninnendurchmesser

gleichbleibend und größer ist als der kleinste radiale Abstand der Innenumfangsflache des dritten und des vierten Segments, hat die aufgenommene Welle Spiel und kann in Richtung des ersten bzw. des zweiten Segments, also in einer Ebene, die parallel zu dem dritten und vierten

Segment verläuft, verschoben oder verkippt werden. Die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse lässt sich in einfacher Weise herstellen, da sie in einem einzigen Rollprozess geschaffen werden kann, wobei die Gleitlagerbuchse derart gerollt wird, dass die Stoßfuge im ersten Segment oder im zweiten Segment angeordnet ist. Die Innenumfangsfläche des ersten Segments und die Innenumfangsfläche des zweiten Segments liegen also auf einer Mantelfläche eines geraden inneren Kreiszylinders mit einem Buchseninnendurchmesser. Der innere Kreiszylinder mit dem Buchseninnendurchmesser entspricht dabei dem Verlauf der Innenumfangsflächen, falls die Gleitlagerbuchse insgesamt komplett die Form eines geraden Kreiszylinders aufweisen würde. Aufgrund dieser Gestaltung lässt sich die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse in einfacher Weise herstellen.

Von Vorteil ist dabei auch, wenn die Außenumfangsfläche des ersten Segments und die Außenumfangsfläche des zweiten Segments auf einer Mantelfläche eines geraden äußeren

Kreiszylinders mit einem Aufnahmedurchmesser liegen.

Hierdurch lässt sich die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse in einfacher Weise in eine Lageraufnahme einführen, wobei die Lageraufnahme in einfacher Weise durch eine gerade kreiszylindrische Bohrung mit Durchmesser des

Aufnahmedurchmessers geschaffen sein kann. Dies ermöglicht eine Verwendung der erfindungsgemäßen Gleitlagerbuchsen in herkömmlichen Aufnahmelagern.

Von Vorteil ist auch, wenn das dritte und das vierte

Segment je eine ebene Außenumfangsflache aufweisen, die zueinander parallel verlaufen. Hierdurch kann die

erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse aus einem bandförmigen Ausgangsmaterial gerollt werden, ohne dass dieses

Ausgangsmaterial unterschiedliche Materialdicken aufweisen muss .

Von Vorteil ist auch, wenn das dritte und das vierte

Segment jeweils eine umfängliche Erstreckung mit einem Erstreckungswinkel zwischen 20° und 80° aufweisen. Der Erstreckungswinkel wird dabei an dem Mittelpunkt der

Gleitlagerbuchse in umfänglicher Richtung gemessen und entspricht dem Winkelmaß der Erstreckung des dritten und des vierten Segments, wobei also die umfängliche

Erstreckung der gesamten Gleitlagerbuchse einem

Erstreckungswinkel von 360° entspricht. Diese

Ausführungsform stellt ein vorteilhaftes Verhältnis

zwischen der Erstreckung des ersten und zweiten und des dritten und vierten Segments her, so dass bei ausreichender Lagerung der aufgenommenen Welle ein genügendes Spiel der Welle bereitgestellt ist. Von Vorteil ist auch, wenn eine Wanddicke der Gleitlagerbuchse im Bereich des dritten

Segments und des vierten Segments und vorzugsweise im

Bereich des ersten Segments und des zweiten Segments, wenigstens um 0,4 mm größer ist als die Quadratwurzel eines 64stels der Differenz aus dem Quadrat des

Buchseninnendurchmessers und dem Quadrat des kleinsten radialen Abstands der Innenumfangsflächen des dritten und des vierten Segments. Hierdurch ist gewährleistet, dass das dritte Segment und das vierte Segment stark genug ausgeführt sind, um einen Lagerpunkt für die aufgenommene Welle zu bilden, ohne dass sich die Buchse verformt.

Vorteilhaft ist auch, wenn eine radiale Beweglichkeit in einer in radialer Richtung verlaufenden Ebene, die der Differenz aus dem Buchseninnendurchmesser und dem kleinsten radialen Abstand der Innenumfangsflachen des dritten und des vierten Segments entspricht, mindestens 1 mm beträgt. Hierdurch wird einer aufgenommenen Welle ausreichend Spiel bei gleichzeitig zuverlässiger Lagerung über die dritten und vierten Segmente gegeben.

Vorteilhaft ist auch, wenn die erfindungsgemäße

Gleitlagerbuchse einen Metall/Kunststoff-Verbundwerkstoff umfasst, wobei eine dreidimensional poröse Trägerschicht vorgesehen sein kann, in welche die Kunststoffkomponente , die ein Fluorpolymer sein kann, eingebracht und gehalten ist. Die Kunststoffkomponente kann jedoch auch ein

fluorfreier Kunststoff sein. Dabei weist der

Metall/Kunststoff-Verbundwerkstoff vorteilhafterweise eine Stützschicht aus Stahl und eine darauf aufgesinterte dreidimensional poröse Trägerschicht aus Bronze auf, wobei in den Hohlräumen der aufgesinterten dreidimensional porösen Bronzeträgerschicht die Kunststoffkomponente , vorzugsweise PTFE (Perfluorotetraethylene) oder ein anderes Fluoropolymer, eingebracht und gehalten ist. Hierdurch ergeben sich vorteilhafte Eigenschaften der

Gleitlagerbuchse in Bezug auf Stabilität, tribologische Eigenschaften sowie Verschleißbeständigkeit und

Herstellungskosten .

Bevorzugt ist, wenn die erfindungsgemäße Gleitlagerbuchse einen sich radial erstreckenden Bund aufweist. Hierdurch kann radiale und axiale Lagerung durch die Gleitlagerbuchse bereitgestellt werden.

Vorteilhafterweise ist die Stoßfuge in dem ersten Segment oder in dem zweiten Segment angeordnet. Dadurch wird die Gleitlagerbuchse stabiler und kann eine Welle bzw. einen Hebel sicherer lagern.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch eine

Lagerstelle zur Lagerung einer außenzylindrischen Welle, umfassend eine kreisförmige Gehäuseöffnung für eine darin einpressbare gerollte Gleitlagerbuchse, eine gerollte

Gleitlagerbuchse nach einer oder mehreren der

vorangegangenen Ausführungsformen, die in die

Gehäuseöffnung eingepresst ist und eine außenzylindrische Welle mit einem Wellenaussendurchmesser WA, wobei die

Gehäuseöffnung zylindrisch ist und ein Abstand zwischen der jeweiligen ebenen Außenumfangsfläche des dritten und des vierten Segments und der zylindrischen Innenumfangsfläche der Gehäuseöffnung gegeben ist und wobei der kleinste radiale Abstand der Innenumfangsflächen des dritten und des vierten Segments voneinander dem Wellenaussendurchmesser WA der Welle entspricht, so dass die Welle in einer zur jeweiligen ebenen Innenumfangsfläche des dritten und des vierten Segments parallelen Ebene verschiebbar und/oder verkippbar ist. Die eben beschriebene Lagerstelle lässt sich durch die Verwendung der gerollten Gleitlagerbuchse nach einer oder mehrerer der eben beschriebenen Varianten bzw. nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9 in vorteilhafter Weise kostengünstig herstellen, wobei eine sichere und zuverlässige Lagerung der außenzylindrischen Welle in der Lagerstelle gewährleistet ist. Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand der Zeichnung erläutert werden, wobei die Merkmale sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlicher Kombination für die Erfindung wichtig sein können, ohne dass hierauf nochmals explizit hingewiesen wird. Es zeigen:

Figur 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße

gerollte Gleitlagerbuchse;

Figur 2 eine perspektivische teilweise geschnittene

Darstellung einer erfindungsgemäßen Lagerstelle; und

Figur 3 eine Seitenansicht einer alternativen

Ausführungsform mit einem radial abragenden Bund.

In Figur 1 trägt eine Gleitlagerbuchse insgesamt das

Bezugszeichen 10. Eine Stoßfuge 12 ist in einem ersten teilzylindrischen Segment 14 angeordnet, das diametral gegenüberliegend von einem zweiten teilzylindrischen

Segment 16 angeordnet ist. Ein drittes Segment 18 und ein viertes Segment 20 weichen jeweils von der Teilzylinderform des ersten Segments 14 und des zweiten Segments 16 ab und sind in einer Umfangsrichtung 22 zwischen dem ersten

Segment 14 und dem zweiten Segment 16 angeordnet. Eine radiale Richtung 24 verläuft orthogonal zu einer axialen Richtung 26, die aus der Bildebene von Figur 1 herausragt. Eine Wanddicke 28 entspricht dabei der Materialdicke der einzelnen Segmente 14, 16, 18, 20 in radialer Richtung 24.

Das erste Segment 14 weist eine Innenumfangsfläche 30 und eine Außenumfangsfläche 32 auf. Entsprechend weist das zweite Segment 16 eine Innenumfangsfläche 34 und eine Außenumfangsflache 36 auf und das dritte Segment 18 weist eine Innenumfangsflache 38 und eine Außenumfangsflache 40 auf. Entsprechend weist das vierte Segment 20 eine

Innenumfangsflache 42 und eine Außenumfangsflache 44 auf. Die Innenumfangsflachen 38 und 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20 verlaufen parallel, genau wie die Außenumfangsflachen 40 und 44 dieser Segmente 18, 20.

Ein kleinster radialer Abstand der Innenumfangsflachen 38, 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments trägt das Bezugszeichen 46. Ein Buchseninnendurchmesser der

Gleitlagerbuchse 10 trägt das Bezugszeichen 48 und

entspricht dem Durchmesser eines inneren Kreiszylinders 50, auf dessen Mantelfläche sowohl die Innenumfangsflächen 30 und 34 des ersten Segments 14 und des zweiten Segments 16 liegen. Entsprechend liegen die Außenumfangsflächen 32 und 36 des ersten Segments 14 und des zweiten Segments 16 auf der Mantelfläche eines äußeren Kreiszylinders 52, der einen Aufnahmedurchmesser 54 aufweist.

Das erste Segment 14 weist einen Erstreckungswinkel 56 auf. Entsprechend weisen das zweite Segment 16, das dritte

Segment 18 und das vierte Segment 20 jeweilige

Erstreckungswinkel 58, 60, 62 auf. Die Erstreckungswinkel 56, 58, 60, 62 geben dabei jeweils die Erstreckung der einzelnen Segmente 14, 16, 18 und 20 in umfänglicher

Richtung 22 in Winkelmaß an. Die Summe aller

Erstreckungswinkel der vier Segmente ist 360°. Die

Erstreckungswinkel 60 und 62 des dritten und vierten

Segments sind vorliegend gleich und betragen 62°.

Entsprechend sind auch die Erstreckungswinkel 56 und 58 des ersten Segments 14 und des zweiten Segments 16 gleich und betragen jeweils 118°. Die Wanddicke 28 der Gleitlagerbuchse ist entlang aller vier Segmente 14, 16, 18, 20 gleich und ist um 0,4mm größer als die Quadratwurzel eines 64stels der Differenz aus dem Quadrat des Buchseninnendurchmessers 48 und dem Quadrat des kleinsten radialen Abstands 46 der Innenumfangsflachen 38 und 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20.

Die in Figur 1 gezeigte Gleitlagerbuchse 10 besteht aus einem Metall/Kunststoff-Verbundwerkstoff , wobei eine dreidimensional poröse Trägerschicht vorgesehen ist, in welche die Kunststoffkomponente, die ein Fluorpolymer ist, eingebracht und gehalten ist. Dabei weist der

Metall/Kunststoff-Verbundwerkstoff eine Stützschicht aus Stahl und eine darauf aufgesinterte dreidimensional poröse Trägerschicht aus Bronze auf, wobei in den Hohlräumen der aufgesinterten dreidimensional porösen Bronzeträgerschicht PTFE (Perfluorotetraethylene) eingebracht und gehalten ist.

Figur 2 zeigt eine Lagerstelle 63, wobei die

Gleitlagerbuchse 10 aus Figur 1 in einer Gehäuseöffnung 64 aufgenommen ist. Dabei ist ein Gehäuse 66, das die

Gehäuseöffnung 64 umfasst, nur teilweise bzw. mit einem Ausbruch dargestellt.

Eine zylindrische Innenumfangsfläche 68 der Gehäuseöffnung 64 ist gegenüber den Außenumfangsflächen 40, 44 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20 jeweils

beabstandet, wobei dieser Abstand in Figur 2 bezüglich des dritten Segments 18 das Bezugszeichen 70 und bezüglich des vierten Segments 20 das Bezugszeichen 72 trägt. Durch die gerade zueinander angeordneten und parallel zueinander verlaufenden Innenumfangsflächen 38 und 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20 erhält eine Welle 73 mit einem Wellendurchmesser Wa, der dem kleinsten radialen Abstand 46 der Innenumfangsflachen 38 und 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20 entspricht, wenn sie die Lagerstelle 63 eingeführt ist, ein Spiel, lässt sich also in einer Ebene 74, die parallel zur

Innenumfangsflache 38 bzw. 42 des dritten Segments 18 und des vierten Segments 20 verläuft, verschieben und/oder verkippen .

Figur 3 zeigt eine alternative Ausführungsform der

Gleitlagerbuchse 10, die sich von der in Figur 1 gezeigten Gleitlagerbuchse 10 durch einen radial abragenden Bund 76 unterscheidet .