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Title:
PLANAR LAYING AND TAKE-OFF DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/007971
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a take-off device (22), for a film tube production device (1), by means of which the film tube may be squeezed such that the air contained therein escapes and the tube or the film web formed from the tube may be introduced into a reprocessing and/or a storage device (12) with the following characteristics: at least two take-off rollers (8,8'), arranged to both sides of the transport path of the film tube (9) and which may be brought into contact with the same (9) and a drive (23) for provision of torque for the axle (26) of one of the take-off rollers (8). Of novelty is the provision for such a take-off device of means of provision of torque for the axle (26') of at least one further take-off roller (8').

Inventors:
Golubski, Karsten (Stockwieser Damm 63a, Haltern am See, 45721, DE)
Sensen, Klemens (Liebigstr. 24, Lengerich, 49525, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/007228
Publication Date:
January 26, 2006
Filing Date:
July 01, 2005
Export Citation:
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Assignee:
WINDMÖLLER & HÖLSCHER KG (Münsterstrasse 50, Lengerich, 49525, DE)
Golubski, Karsten (Stockwieser Damm 63a, Haltern am See, 45721, DE)
Sensen, Klemens (Liebigstr. 24, Lengerich, 49525, DE)
International Classes:
B29C47/00; B29C47/92; (IPC1-7): B29C47/00; B29C47/92
Attorney, Agent or Firm:
Weber, Jan Thorsten (Windmöller & Hölscher KG, Münsterstrasse 50, Lengerich, 49525, DE)
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Claims:
Flachlege- und AbzugsvorrichtungPatentansprüche
1. Abzugsvorrichtung (22) einer Folienschlauchherstellungsvorrichtung (1 ), mit welcher der Folienschlauch derart abquetschbar ist, dass in ihm enthal¬ tene Luft entweicht und der Schlauch oder die aus dem Schlauch gebildeten Folienbahnen einer Weiterverarbeitungs und/oder einer Speichervorrich tung (12) zuführbar sind und welche folgende Merkmale aufweist: zumindest zwei Abzugswalzen (8,8'), welche (8,8') beidseits des Förderwe¬ ges des Folienschlauches (9) angeordnet und mit diesem (9) in Kontakt bringbar sind, einen Antrieb (23) zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse (26) einer der Abzugswalzen (8), gekennzeichnet durch Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse (26') zumindest ei¬ ner weiteren Abzugswalze (8').
2. Abzugsvorrichtung (22) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse (26') zumindest ei¬ ner weiteren Abzugswalze (8') mechanische Drehmomentübertragungsmittel sind, welche von dem Antrieb (23) der ersten Abzugswalze (8) mit Drehmoment beaufschlagbar sind.
3. Abzugsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse (26') zumindest einer weiteren Abzugswalze (8') einen weiteren Antrieb (23') aufweisen.
4. Abzugsvorrichtung (22) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (23, 23') ohne Zwischenschaltung von Getriebemitteln auf die Ach¬ sen (26, 26') der zumindest zwei Abzugswalzen (8, 8') wirken.
5. Abzugsvorrichtung (22) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Abzugswalzen (8, 8') mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar sind.
6. Abzugsvorrichtung (22) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlen der zumindest zwei Abzugswalzen (8, 8') unabhängig vonein¬ ander veränderbar sind.
7. Verfahren zum Abziehen eines Folienschlauches (9) von einer Folienschlauch herstellungsvorrichtung (1 ), so dass dieser einer Weiterverarbeitungs und/oder einer Speichervorrichtung (12) zugeführt werden kann, und welche zumindest zwei Abzugswalzen (8, 8') umfasst, welche beidseits des Folienschlauches (9) mit diesem in Kontakt stehen, wobei die Achse (26) einer der Abzugswalzen (8) durch einen ihr zugeordneten Antrieb (23) mit einem Drehmoment beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Achse (26') zumindest einer weiteren Abzugswalze (8') mit einem Drehmoment beaufschlagt wird.
Description:
Flachlege- und Abzugsvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Abzugsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Abzugsvorrichtungen werden in der Regel in Anlagen zur Herstellung von Folienschläuchen aus Kunststoffen verwendet. Diese Folienschläuche werden meist dadurch hergestellt, dass Kunststoffschmelze einem Blaskopf zugeführt wird, in dem die Schmelze auf einen ringförmigen Kanal verteilt wird und diesen durch den Düsenspalt verlässt. Direkt anschließend verfestigt sich die Schmelze und bildet so einen Folienschlauch mit einem im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt. In der Regel schließt sich eine Flachlegeeinheit an, mit der der Folienschlauch zu zwei übereinander liegenden Folienbahnen zusammengelegt wird. Eine der sich anschließenden Abzugswalzen beaufschlagt den flach gelegten Folienschlauch mit einer Kraft, welche für den Weitertransportiert des Folienschiauches sorgt. Dieser Vorgang wird häufig auch als „Abziehen des Folienschlauches" bezeichnet. Jedoch sind in der Regel zumindest zwei Abzugswalzen in einer Abzugsvorrichtung zu finden, durch deren Walzenspalt der Folienschlauch transportiert wird. Diese Abzugswalzen dienen dann auch als Abquetschwalzen, da sie verhindern, dass die innerhalb des Folienschlauches vorhandene Luft auch zwischen den übereinander liegenden Folienbahnen verbleibt. Der abgezogene Folienschlauch wird anschließend einer Weiterverarbeitungs- und/oder einer Speichervorrichtung zugeführt. Eine Weiterverarbeitungsvorrichtung kann beispielsweise eine Vorrichtung zum Reversieren des Folienschlauches sein. Eine Speichervorrichtung kann eine Wickelvorrichtung sein, in der der Folienschlauch zu Wickeln aufgewickelt wird. Die DE 100 40 055 C1 zeigt einige der genannten Elemente, etwa die Flachlegevorrichtung, die Abzugswalzen und eine Reversiervorrichtung.

In einer Abzugsvorrichtung des Standes der Technik wird eine der Abzugswalzen durch ein auf ihre Achse wirkendes Antriebsdrehmoment angetrieben. Dieses Drehmoment wird durch einen Antrieb wie etwa einen Elektromotor erzeugt. Diese Abzugswalze wirkt auf den flachgelegten Folienschlauch, welcher dann seinerseits die zweite Abzugswalze mitschleppt. Da die beiden Bahnen des flachgelegten Folienschlauches nur über ihre beiden Seitenkanten miteinander verbunden sind, kann dieser Aufbau der Abzugsvorrichtung zu einer verringerten Qualität des Folienschlauches führen. So haben sich in der Praxis häufig Bogenfalten oder Randfalten in einer oder in beiden Bahnen des flachgelegten Folienschlauches gezeigt. Jedoch sind auch Abzugsvorrichtungen bekannten, bei denen der Folienschlauch bereits vor dem Durchlaufen der Abzugsvorrichtungen im Bereich seiner Seitenkanten eingeschnitten wird und dadurch zu zwei Folienbahnen vereinzelt wird. Da die Folienbahnen sich beim Durchlaufen des Walzenspaltes zwischen den Abzugswalzen berühren, kann es in Folge der unterschiedlichen Krafteinwirkungen auf die Bahnen zu einem Verrutschen der Bahnen gegeneinander und/oder zu einer Faltenbildung beziehungsweise zu weiteren Beschädigungen kommen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Abzugsvorrichtungen auch mehr als zwei Walzen umfassen können.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Abzugsvorrichtung vorzuschlagen, mit welcher sich die von der Abzugsvorrichtung verursachten Qualitätseinbußen der Folienschläuche reduzieren lassen.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung, die die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 aufweist.

Demnach sind Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse zumindest einer weiteren Abzugswalze vorgesehen. Mit Bereitstellung von Drehmoment für die Achse ist gemeint, dass Drehmoment direkt auf die Achse übertragen wird. Es ist nicht gemeint, dass die bewegte Folie eine Kraft auf die Umfangsfläche der Abzugswalzen ausübt, welche wegen der ortsfesten aber drehbaren Lagerung der Walzen in Drehmoment umgesetzt wird. Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für eine Achse können Antriebe, vor allem aber auch Drehmomentübertragungsmittel sein, welche Drehmoment von einem Antrieb, der beispielsweise auch die erste Abquetschwalze mit Drehmoment beaufschlagt, zum Beispiel auf die zweite Walze überträgt. Der Gedanke der vorliegenden Erfindung ist also, beide Seiten des Folienschlauches oder beide Folienbahnen zum Zwecke ihres Transportes von den sich gegenüber liegenden Abzugswalzen jeweils mit einer Antriebskraft zu beaufschlagen. Die Seitenkanten des flachgelegten Folienschlauches werden nun keinen und zumindest deutlich geringeren mechanischen Belastungen ausgesetzt, so dass keine Randfalten mehr entstehen können. Qualitätseinbußen aufgrund des Durchlaufens der Abzugsvorrichtung werden also verringert oder sogar ganz verhindert.

In einer besonders einfachen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse zumindest einer weiteren Ab∑ugswalze mechanische Drehmomentübertragungsmittel sind, welche von dem Antrieb der ersten Abzugswalze mit Drehmoment beaufschlagbar sind. Die Achse der zweiten Abzugswalze kann über Zahnräder, Riemen oder Ketten mit der Achse der ersten Abzugswalze verbunden sein. Diese Verbindung kann auch direkt zum Antrieb der ersten Abzugswalze bestehen. Sind mehr als zwei Abzugswalzen vorhanden, so sind vorzugsweise auch die Achsen aller weiteren Abzugswalzen antriebstechnisch mit der Achse der ersten Abzugswalze verbunden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Mittel zur Bereitstellung von Drehmoment für die Achse zumindest einer weiteren Abzugswalze einen weiteren Antrieb aufweisen. Dadurch kann die mechanische Verbindung zwischen den einzelnen Abzugwalzen vermieden werden, was zu einer Einsparung von verschleißanfälligen Bauteilen führt. Zudem müssen häufig die Abzugwalzen relativ zueinander in einer Ebene quer zur Transportrichtung des Folienschlauches verschiebbar sein, um die Größe des Walzenspaltes in Abhängigkeit von der Foliendicke einstellen zu können. Dies ist bei einer Verwendung von einzelnen Antrieben für jede Abzugswalze besonders einfach zu realisieren.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Antriebe ohne Zwischenschaltung von Getriebemitteln auf die Achsen der zumindest zwei Abzugswalzen wirken. Auf diese Weise können weitere mechanische Komponenten eingespart werden.

Auch wenn jede der verwendeten Abzugswalzen antreibbar ist, können bei bestimmten Folientypen die Ränder des zusammengelegten Folienschlauches kleine Randfalten aufweisen. Diese kommen häufig dadurch zustande, dass die Abzugswalzen zwar mit gleicher Drehgeschwindigkeit angetrieben werden, aber die Umfangsgeschwindigkeit der Abzugswalzen aufgrund unterschiedlicher Durchmesser verschieden ist. Weist eine der Abzugswalzen beispielsweise eine Beschichtung aus elastomerem Material auf, kann das Zusammendrücken dieses Materials den effektiven Radius dieser Walze verändern. Aus diesem Grunde ist in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die zumindest zwei Abzugswalzen mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar sind. Diese unterschiedlichen Drehzahlen können festgelegt sein, etwa durch eine mechanische Übersetzung zwischen den einzelnen Abzugswalzen oder zwischen den Antrieben und den Abzugswalzen. Verschiedene Übersetzungsverhältnisse größer oder kleiner als 1 sind dabei denkbar.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Drehzahlen der zumindest zwei Abzugswalzen unabhängig voneinander veränderbar. Damit kann auf unterschiedliche Weise auf das zuvor beschriebene Problem reagiert werden. Bei auftretenden Randfalten kann dann eine der Walzen relativ zu einer anderen Walzen beschleunigt oder verlangsamt werden. Drehzahlveränderungen lassen sich bei mechanischen Verbindungen über verschiedene Getriebestufen realisieren, können aber insbesondere bei Abzugwalzen, welchen jeweils ein Antrieb zugeordnet ist, über eine Veränderung der Drehzahl der Antriebe herbeigeführt werden. Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung und den Ansprüchen hervor. Die einzelnen Figuren zeigen:

Fig. 1 Blasfolienextrusionsanlage nach dem Stand der Technik Fig. 2 Eine erste erfindungsgemäße Abzugsvorrichtung Fig. 3 Seitenansicht der Abzugsvorrichtung gemäß Fig. 2 Fig. 4 Eine weitere erfindungsgemäße Abzugsvorrichtung Fig. 5 Seitenansicht der Abzugsvorrichtung gemäß Fig. 4

Fig. 1 zeigt eine bekannte Blasfolienextrusionsanlage 1. Dem Einfüllstutzen 4 wird ein Kunststoff zugeführt, der dann in dem Extruder 3 plastifiziert wird. Die entstandene Masse wird über eine Verbindungsleitung 14 dem Blaskopf 5 zugeführt, welcher einen Folienschlauch 9 bildet. Dabei verlässt der Folienschlauch 9 den Blaskopf 5 durch eine nicht sichtbare Ringdüse in Transportrichtung z. Aufgrund der Zuführung von Druckluft durch den Gebläsestutzen 15 wird der Folienschlauch unmittelbar nach Verlassen des Blaskopfes 5 aufgeweitet. Der Durchmesser des Folienschlauches 9 wird jedoch durch den Kalibrierkorb 20 begrenzt. Innerhalb des Kalibrierkorbes 20 wird der Folienschlauch 9 von Platten 28 geführt, durch welche Druckluft auf den Folienschlauch gerichtet wird. Der Kalibrierkorb 20 besteht zudem aus einem Rahmen 21 und 6. Nach dem Verlassen des Kalibrierkorbes 20 gelangt der Folienschlauch 9 in eine Flachlegeeinheit 21 , in welcher der Folienschlauch 9 nahezu oder vollständig zu einer doppellagigen Folienbahn umgeformt wird. Dabei wird der Folienschlauch 9 zwischen Paaren von Führungselementen 7, 13 geführt, die im Verlauf der Transportrichtung z einen immer geringeren Abstand voneinander einnehmen. Die vollständige Flachlegung erfolgt durch eine Abzugsvorrichtung 22, die aus einem Paar von Abzugswalzen 8, 8' besteht. Die Folienbahn 9 kann nun durch eine nicht gezeigte, aber beispielsweise aus der DE 100 40 055 C1 bekannte Reversiervorrichtung geführt werden, oder, wie im Falle der gezeigten Vorrichtung, direkt über Umlenkwalzen 10 einer Wickelvorrichtung 11 zugeführt werden, wo die Folienbahn 9 zu einem Wickel 12 verarbeitet wird. Die Figuren 2 und 3 zeigt eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Abzugsvorrichtung 22. Rechts und links der Abzugswalzen 8, 8' sind auf nicht dargestellte Weise im Maschinengestell zwei Motoren 23, 23' gelagert, die ihre Antriebskraft auf die Riemenscheiben 24 übertragen. Auf diesen Riemenscheiben laufen Riemen 25, die Drehmomente auf die Achsen 26, 26' der Abzugswalzen 8 und 8' übertragen. Mit A, A' sind die Drehrichtungen der Abzugswalzen 8, 8' bezeichnet. Mit der in dieser Figur dargestellten Anordnung der Antriebe ist es möglich, die Abzugswalzen 8, 8' mit variablen und unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu betreiben. Die Figuren 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Abzugsvorrichtung 22. Hierbei wirken die Motoren 23, 23' direkt auf die Achsen 26, 26' der Abzugswalzen 8 und 8'.