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Title:
PLANETARY GEAR AND PLANET WHEEL THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/132912
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a planetary gear (1), comprising a sun gear (2), a planet carrier (3) having planet wheels (4), and a ring gear (5), wherein the planet wheels (4) are elastically mounted on the planet carrier (3) independently of each other. The invention also relates to a planet wheel for a planetary gear, comprising a toothed ring and a bearing bushing, the toothed ring (7) of which is seated on the bearing bushing (8) by way of at least one interposed elastic element (10).

Inventors:
PALVÖLGYI, Sandor (Frankenberg 151, Gleisdorf, A-8200, AT)
Application Number:
AT2010/000175
Publication Date:
November 25, 2010
Filing Date:
May 20, 2010
Export Citation:
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Assignee:
MAGNA MARQUE EUROPE GMBH (Philipsstrasse 27, Lebring, A-8403, AT)
PALVÖLGYI, Sandor (Frankenberg 151, Gleisdorf, A-8200, AT)
International Classes:
F16H1/28; F16H1/48
Attorney, Agent or Firm:
WEISER, Andreas (Kopfgasse 7, Wien, A-1130, AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Planetengetriebe (1), umfassend ein Sonnenrad (2), einen Planetenträger (3) mit Planetenrädern (4) und ein Hohlrad (5), dadurch gekennzeichnet, daß die Planetenräder (4) auf dem Planetenträger (3) unabhängig voneinander elastisch gelagert sind.

2. Planetenrad für ein Planetengetriebe, mit einem Zahnkranz und einer Lagerbuchse darin, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnkranz (7) über zumindest ein zwischengeschaltetes elastisches Element (10) auf der Lagerbuchse (8) sitzt.

3. Planetenrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (10) eine Gummibuchse ist, welche die Lagerbuchse (8) aufnimmt. 4. Planetenrad nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummibuchse (10) an ihren Stirnseiten jeweils eine umlaufende Kerbe (11, 12) besitzt.

5. Planetenrad nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (10) durch Ausfor- mung in-situ im Ringspalt zwischen Zahnkranz (7) und Lagerbuchse (8) gefertigt ist.

6. Planetenrad nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (18) des Zahnkranzes (7) zur Mittelebene des Planetenrades (4) hin verbreitert und/oder ballig ausgeführt sind.

7. Planetenrad nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnkranz (7) aus zwei parallel aneinander anliegenden Hälften (13, 14) zusammengesetzt ist, welche über das zumindest eine elastische Element (10) gemeinsam auf der Lagerbuchse (8) sitzen.

8. Planetenrad nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (13, 14) in Axialrichtung durch Verbindungselemente (15), wie Nieten od.dgl., mit Spiel in Radialrichtung zusammengehalten sind.

9. Planetenrad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (13, 14) aus Kunststoff spritzgußge- formt sind.

10. Planetengetriebe nach Anspruch 1 mit Planetenrädern nach einem der Ansprüche 2 bis 9.

Description:
Planetengetriebe und Planetenrad hiefür

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Planetengetriebe, umfassend ein Sonnenrad, einen Planetenträger mit Planetenrä- dern und ein Hohlrad. Die Erfindung betrifft ferner ein Planetenrad für ein solches Planetengetriebe, mit einem Zahnkranz und einer Lagerbuchse darin.

Planetengetriebe mit mehr als einem Planetenrad sind prinzipiell statisch unbestimmt, da es unklar ist, welches Plane- tenrad momentan in Kontakt mit dem Sonnenrad und dem Hohlrad steht. Dadurch kann es zu einem erhöhten Reibungsverlust und Verschleiß im Betrieb kommen.

Die Erfindung setzt sich zum Ziel, diese Nachteile zu überwinden. Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung mit einem PIa- netengetriebe der einleitend genannten Art erreicht, das sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, daß die Planetenräder auf dem Planetenträger unabhängig voneinander elastisch gelagert sind.

In einem zweiten Aspekt schafft die Erfindung ein Plane- tenrad, welches sich dadurch auszeichnet, daß der Zahnkranz über zumindest ein zwischengeschaltetes elastisches Element auf der Lagerbuchse sitzt.

Die statische Unbestimmung des Planetengetriebes wird somit durch eine elastische Lagerung der Planetenräder überwun- den. Das elastische Element in den Planetenrädern gestattet geringfügige Schwenkbewegungen der Planetenräder zwischen Sonnenrad und Hohlrad und kann dadurch Winkeltoleranzen, Ausrichtfehler usw. ausgleichen. Im Ergebnis werden geringere Verluste, ein geringerer Verschleiß und ein geräuschärmerer Lauf des Ge- triebes erzielt.

Bevorzugt ist das elastische Element eine Gummibuchse, welche die Lagerbuchse aufnimmt, was eine kostengünstige Fertigung ermöglicht.

Besonders günstig ist es, wenn die Gummibuchse an ihren Stirnseiten jeweils eine umlaufende Kerbe besitzt, wodurch Win- kelabweichungen zwischen den Drehachsen der Planetenräder einerseits und des Planetenträgers, Sonnenrades und Hohlrades anderseits besonders gut aufgenommen werden können.

Bevorzugt ist das elastische Element durch Ausformung in- situ im Ringspalt zwischen Zahnkranz und Lagerbuchse gefertigt, wodurch ein enger Formschluß zwischen Zahnkranz und Lagerbuchse ohne zusätzliche Maßnahmen erreicht wird.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Planetenrades zeichnet sich dadurch aus, daß die Zähne des Zahnkranzes zur Mittelebene des Planetenrades hin verbreitert und/oder ballig ausgeführt sind. Die Balligkeit bzw. Verbreiterung der Planetenräder in ihrer Mitte begünstigt ihre winkelmäßige Ausrichtung im Betrieb.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Zahnkranz aus zwei parallel aneinander anliegenden Hälften zusammengesetzt ist, welche über das zumindest eine elastische Element gemeinsam auf der Lagerbuchse sitzen. Dadurch können sich die beiden Hälften relativ zueinander im Betrieb bewegen, sie gleiten gleichsam aneinander, und sich entsprechend den Erfordernissen ausrich- ten.

Bevorzugt sind dabei die Hälften in Axialrichtung durch Verbindungselemente, wie Nieten od.dgl., mit Spiel in Radialrichtung zusammengehalten, sodaß sie sich in Radialrichtung relativ zueinander bewegen können. Besonders günstig ist es, wenn die Hälften aus Kunststoff spritzgußgeformt sind, was eine einfache Fertigung gestattet. Werden die Zähne des Zahnkranzes wie erörtert zur Mitte des Planetenrades hin verbreitert und/oder ballig ausgeführt, erleichtert dies bei der Kunststoffertigung der Hälften auch ihre Entformung.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Planetengetriebe in einer Perspektivansicht; Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Planetenrad des Planetengetriebes von Fig. 1 in einem perspektivischen Halbschnitt;

Fig. 3 eine der Hälften des Zahnkranzes des Planetenrades von Fig. 2 in einer Perspektivansicht; und Fig. 4 den aus den zwei Hälften zusammengesetzten Zahnkranz des Planetenrades von Fig. 2 in einer Perspektivansicht.

Fig. 1 zeigt ein Planetengetriebe 1 mit einem Sonnenrad 2, drei an einem Planetenträger 3 gelagerten Planetenrädern 4 und einem Hohlrad 5. Die um das Sonnenrad 2 umlaufenden und mit dem Hohlrad 5 in Eingriff stehenden Planetenräder 4 sind jeweils auf Planetenrad-Trägerachsen 6 des Planetenträgers 3 gelagert, wie dem Fachmann bekannt.

Fig. 2 zeigt den Aufbau eines der Planetenräder 4 des Planetengetriebes 1 im Detail. Das Planetenrad 4 weist einen Zahn- kränz 7 mit einer Lagerbuchse 8 darin auf, welch letztere ein Kugellager 9 zur Lagerung auf der Planetenrad-Trägerachse 6 aufnimmt .

Zwischen Zahnkranz 7 und Lagerbuchse 8 ist ein elastisches Element 10 zwischengeschaltet. Das elastisches Element 10 kann im allgemeinsten Fall z.B. durch einzelne Elastomer- oder Kautschukscheiben oder -puffer gebildet sein. Im dargestellten Beispiel ist das elastische Element 10 in Form einer Gummibuchse ausgeführt, welche in dem Ringspalt zwischen Zahnkranz 7 und Lagerbuchse 8 liegt. Die Gummibuchse 10 ist an ihren Stirnsei- ten jeweils mit einer umlaufenden Kerbe 11, 12 versehen, um das elastische Verkippen des Zahnkranzes 7 gegenüber der Lagerbuchse 8 zu erleichtern.

Das elastische Element 10 wird bevorzugt bei der Fertigung direkt, „in situ", im Ringspalt zwischen Zahnkranz 7 und Lager- buchse 8 gefertigt, beispielsweise durch Ausvulkanisierenlassen eines in den Ringspalt eingebrachten Elastomers.

Wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt, setzt sich der Zahnkranz 7 aus zwei gegengleichen, parallel aneinander anliegenden Hälften 13, 14 zusammen, die durch Verbindungselemente in Form von Nieten 15 und damit zusammenwirkende Clips 16 in Axialrich- tung aneinander gehalten werden. Die Nieten 15 durchsetzen entsprechende Bohrungen 17 der Zahnkranzhälften 13, 14 mit radialem Spiel, sodaß sich die beiden Hälften 13, 14 in Radialrichtung - unter Ausnützung der Elastizität des elastischen EIe- ments 10 - bewegen können, wobei sie aneinander anliegend gleiten.

Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die Zähne 18 des Zahnkranzes 7 zur Mittelebene des Planetenrades 4 hin verbreitert, z.B. schräg verlaufend, und/oder ballig ausgeführt. Bei Fertigung des Zahnkranzes 7 aus zwei Hälften 13, 14 können dazu zwei im wesentlichen gleiche Hälften 13, 14 gegengleich zusammengesetzt werden. Jede Hälfte 13, 14 hat demgemäß „halbe" Zähne 19 (Fig. 3) , die in Richtung zu ihrer einen Stirnseite hin verbreitert bzw. ballig sind. Dies erleichtert im Übrigen auch das Entfernen der Hälften 13, 14 beim Spritzgießen.

Da die Nieten 15 mit radialem Spiel in den Bohrungen 17 liegen, werden beim in-situ-Formen des elastischen Elements 10 bevorzugt die beiden Hälften 13, 14 relativ zueinander und zur Lagerbuchse 8 mittels eines in eine Zentrierbohrung 20 einführ- baren Zentrierstiftes paßgenau positioniert.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche fallen.




 
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