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Title:
PLASTIC MESH HAVING DOUBLE CHAINS, AND DEVICE FOR PRODUCING A PLASTIC MESH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/190812
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plastic mesh having a plurality of chains extending parallel to one another in a longitudinal direction, which plastic mesh has a plurality of groups of chains (2) adjacent to one another, which are in each case formed of at least two chains (2a, 2b). The groups of chains (2) have a greater spacing relative to one another or also relative to a further individual chain (1) than the chains (2a, 2b) within a group of chains (2). A thread (3) runs in a zigzag between two adjacent groups of chains (2) or also between one group of chains (2) and an individual chain (1) and connects the chains (1) or groups of chains (2).

Inventors:
KARATZIS, Antonios (Eyaggeloy Xatzaki 47, Heraklion, Kreta, GR)
Application Number:
EP2016/075567
Publication Date:
November 09, 2017
Filing Date:
October 24, 2016
Export Citation:
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Assignee:
KARATZIS S.A. INDUSTRIAL & HOTELIER ENTERPRISES (1490, Melidochori Prefecture N.KazantzakiHeraklion, Kreta, GR)
International Classes:
D04B21/12; D04B23/22
Domestic Patent References:
WO2012160403A12012-11-29
Foreign References:
DE4008477A11991-09-19
GB2124975A1984-02-29
DE19638392A11997-04-17
EP1851385A22007-11-07
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER HOFFMANN & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (St.-Martin-Strasse 58, München, 81541, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Kunststoffnetz, mit mehreren sich in Längsrichtung parallel zueinander erstreckenden Ketten ( 1 , 2), wobei

wenigsten zwei Ketten (2a, 2b) sich mit geringem Abstand zueinander erstrecken und eine Kettengruppe (2) bilden;

- wenigstens eine weitere Kette ( 1 ) zu der Kettengruppe (2) benachbart ist, wobei der Abstand zwischen dieser Kette ( 1 ) und der Kettengruppe (2) größer ist als der geringe Abstand der Ketten (2a, 2b) innerhalb der Kettengruppe (2); und wobei

ein Faden (3) zwischen der weiteren Kette ( 1 ) und der Kettengruppe (2) hin und her verläuft und die weitere Kette ( 1 ) und die Kettengruppe (2) verbindet.

2. Kunststoffnetz nach Anspruch 1 , wobei

die weitere Kette ihrerseits Teil einer weiteren Kettengruppe (2) ist, die durch die weitere Kette und wenigstens noch eine weitere Kette gebildet ist; und wobei

der Faden (3) zwischen der Kettengruppe (2) und der weiteren Kettengruppe (2) hin und her verläuft.

3. Kunststoffnetz nach Anspruch 1 oder 2, wobei

- mehrere einzeln verlaufende Ketten ( 1 ) vorgesehen sind, die zu benachbarten Ketten einen größeren Abstand aufweisen und somit nicht Teil einer Kettengruppe (2) sind; und wobei

mehrere Kettengruppen (2) vorgesehen sind. 4. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei

mehrere zueinander benachbarte Kettengruppen (2) vorgesehen sind, die jeweils aus wenigstens zwei Ketten (2a, 2b) gebildet sind;

die Kettengruppen (2) einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die Ketten (2a, 2b) innerhalb einer Kettengruppe (2); und wobei

- jeweils ein Faden (3) zwischen zwei benachbarten Kettengruppen (2) hin und her verläuft und die Kettengruppen (2) verbindet.

5. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Abstand zwischen zwei direkt benachbarten Ketten (2a, 2b) in einer Kettengruppe (2) in einem Bereich zwischen 2 und 10 mm, insbesondere in einem Bereich zwischen 2 und 5 mm liegt.

6. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Abstand zwischen einer Kettengruppe (2) und der weiteren Kette ( 1 ) in einem Bereich zwischen 20 Millimeter und 80 Millimeter, insbesondere zwischen 25 ,4 mm ( 1 Zoll) und 76,2 mm (3 Zoll), insbesondere zwischen 25 ,4 mm ( 1 Zoll) und 50,8 mm (2 Zoll) liegt.

7. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine der Ketten aus einem Kunststofffilm-Faden hergestellt ist. 8. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Kunststofffilm des Kunststofffilm-Fadens eine Dicke von 100 μτη oder weniger, insbesondere von 80 μνΆ oder weniger, insbesondere von 60 μνΆ oder weniger, insbesondere von 40 μνΆ oder weniger aufweist. 9. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wenigstens ein Teil der Kettengruppen drei oder mehr Ketten aufweist.

10. Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der hin und her verlaufende Faden (3) zickzack-förmig verläuft.

1 1 . Kunststoffnetz nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der hin und her verlaufende Faden (3) aus wenigstens zwei gemeinsam miteinander verlaufenden Fadenelementen verläuft. 12. Vorrichtung zum Herstellen eines Kunststoffnetzes nach einem der vorstehenden Ansprüche, insbesondere Raschelmaschine, wobei

jeweils wenigstens zwei Lochnadeln (7, 13) vorgesehen sind zum Führen jeweils eines Kunststofffilm-Fadens;

die jeweils zwei Lochnadeln (7, 13) von einem gemeinsamen Lochnadel- Träger (8) getragen werden; und wobei

zwei Nadeln ( 14) den beiden Lochnadeln (7, 13) zugeordnet sind und von einem gemeinsamen Nadel-Träger getragen werden.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei der Abstand zwischen zwei benachbarten Lochnadeln (7, 13) und/ oder zwischen zwei direkt benachbarten Nadeln ( 14) in einem Bereich zwischen 2 und 10 mm liegt.

Description:
KUNSTSTOFFNETZ MIT DOPPELTEN KETTEN SOWIE VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINES KUNSTSTOFFNETZES

Die Erfindung betrifft ein Kunststoffnetz, insbesondere ein sogenanntes Raschelnetz.

Derartige Kunststoffnetze bzw. Raschelnetze sind bekannt. Raschelnetze dienen vielfältigen Einsatzzwecken und werden aus einem Kunststofffaden mit Hilfe geeigneter Vorrichtungen (Raschelmaschinen) gewirkt, indem über die gesamte Maschinenbreite jeweilige Kunststofffäden mit Hilfe von speziellen Nadeln zu Fäden verschlungen werden. Ein Beispiel für ein derartiges Raschelnetz ist aus der EP 1 851 385 AI bekannt, die die Nutzung eines Raschelnetzes beispielhaft für einen Baustellenzaun zeigt. Je nach Stärke der verwendeten Fäden sind unterschiedliche Anwendungen möglich. So können zum Beispiel auch sehr leichte Netze hergestellt werden, die zum Beispiel zum Einwickeln von Heuballen dienen.

Bei der Herstellung derartig leichter Netze kommt es einerseits darauf an, dass die Netze ein möglichst geringes Gewicht aufweisen, was einhergeht mit entsprechend niedrigem Materialaufwand und damit niedrigen Materialkosten. Andererseits müssen die Netze aber auch eine ausreichende Festigkeit erreichen, damit sie ihre Funktion erfüllen können. Es ist somit nicht ohne weiteres möglich, durch Einsatz von dünneren Kunststofffäden bzw. Kunststofffäden mit geringerem Querschnitt Material zu sparen, weil die dünnen Fäden dann keine ausreichende Festigkeit mehr besitzen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kunststoffnetz anzugeben, mit dem eine Verminderung des Materialeinsatzes und damit des Gewichts möglich ist, ohne Festigkeitseinbußen zu erleiden.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Kunststoffnetz mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.

Ein Kunststoffnetz weist mehrere sich in Längsrichtung parallel zueinander erstreckende Ketten auf, wobei wenigsten zwei Ketten sich mit geringem Abstand zueinander erstrecken und eine Kettengruppe bilden. Wenigstens eine weitere Kette ist zu der Kettengruppe benachbart, wobei der Abstand zwischen dieser Kette und der Kettengruppe größer ist als der geringe Abstand der Ketten innerhalb der Kettengruppe. Ein Faden verläuft zwischen der weiteren Kette und der Kettengruppe hin und her und verbindet die weitere Kette und die Kettengruppe.

Das Kunststoffnetz kann insbesondere ein sogenanntes Raschelnetz sein, das Ket- ten aufweist, die aus Fäden gewirkt sind. Jede einzelne Kette wird dabei durch das Verschlingen eines oder mehrerer Fäden hergestellt. Auf geeigneten Maschinen, insbesondere auf Raschelmaschinen, können gleichzeitig parallel eine Vielzahl von Ketten gewirkt werden. Die verschiedenen Ketten bzw. Kettengruppen werden - wie später noch erläutert wird - jeweils durch weitere hin und her verlaufende Fäden quer verbunden, wodurch das gesamte Kunststoffnetz gebildet wird.

Dabei wird durch die Raschelmaschine und die in der Raschelmaschine vorhan- dene n Nadeln wenigstens eine, vorzugsweise aber mehrere Kettengruppen gebildet, in denen jeweils mindestens zwei einzelne Ketten relativ dicht, also mit geringem Abstand, nebeneinander verlaufen.

Während also im Stand der Technik jeweils immer nur eine Kette verläuft, die links und rechts über Fäden mit benachbarten weiteren Ketten quer verbunden ist, ist erfindungsgemäß mindestens eine Kettengruppe bzw. sind mehrere Kettengruppen vorhanden, die dann gemeinsam links und rechts mit einer weiteren Kette (oder auch Kettengruppe) über hin und her verlaufende Fäden verbunden sind. Somit kann das Kunststoffnetz aus einzelnen Fadenketten (nur eine Kette , die aus einem oder mehreren Fäden gewirkt ist) und aus doppelten Fadenketten (Kettengruppe mit zwei Ketten, die jeweils aus einem oder mehreren Fäden gewirkt sind) gebildet werden. Eine Kettengruppe kann aber auch mehr als zwei Ketten umfassen.

Die Anordnung von einzelnen Ketten und Kettengruppen kann je nach Einsatzzweck gewählt werden. Zum Beispiel ist es möglich, am Rand des Kunststoffnetzes mehrere Kettengruppen vorzusehen, die - da jeweils mit doppelten Ketten versehen - eine höhere Festigkeit haben als einzelne Ketten. Im über die Breite gesehen mittleren Bereich des Kunststoffnetzes können dann mehrere einzelne Ketten verlaufen, so dass das Netz dort eine geringere Festigkeit aufweist. Ebenso ist es aber auch umgekehrt möglich, die Randbereiche mit einzelnen Ketten zu versehen und den mittleren Bereich mit mehreren Kettengruppen auszustatten, wenn dort eine höhere Festigkeit erforderlich ist. Bei einer Variante können auch abwechselnd Einzelketten und Kettengruppen vorgesehen sein, die jeweils durch hin und her verlaufende Fäden verbunden sind. Selbstverständlich kann das Kunststoffnetz auch vollständig durch Kettengruppen, also mit jeweils wenigstens doppelten Ketten gebildet werden, die dann ihrerseits mit hin und her verlaufenden Fäden verbunden sind.

Die hin und her verlaufenden Fäden verbinden die Zwischenräume, die zwischen mit größerem Abstand benachbarten Ketten bestehen.

Dadurch, dass wenigstens ein Teil der Ketten zu Kettengruppen gruppiert ist, kann eine besonders hohe Festigkeit des Kunststoffnetzes erreicht werden. Im Gegenzug können die Ketten aus einem Kunststofffadenmaterial hergestellt wer- den, das eine geringere Dicke als bisherige Fäden aufweist. Dadurch lässt sich eine Gewichtsersparnis bei gleichbleibender Festigkeit des Netzes erzielen. Ebenso ist es aber auch möglich, ein Netz herzustellen, bei dem das Gewicht pro Mengeneinheit im Verhältnis zu bekannten Netzen unverändert ist, jedoch eine höhere Festigkeit erreicht wird.

Zudem kann mithilfe der doppelten Ketten eine bessere Flächendeckung beim Verpacken von Gegenständen durch Umwickeln mit dem Netz erreicht werden. Auch der optische Eindruck lässt sich durch die doppelten Ketten verbessern. Über die Breite des Netzes betrachtet, wird durch das Vorsehen von Kettengruppen die Anzahl der Ketten pro Breite erhöht, wodurch auch dann die Festigkeit erhöht werden kann, wenn die einzelnen Ketten aus einem dünneren Kunststoffmaterial gefertigt werden. Die weitere Kette kann ihrerseits Teil einer weiteren Kettengruppe sein, die durch die weitere Kette und wenigstens noch eine weitere Kette gebildet ist, wobei der Faden zwischen der Kettengruppe und der weiteren Kettengruppe hin und her verläuft. Es können mehrere einzeln verlaufende Ketten vorgesehen sein, die zu benachbarten Ketten einen größeren Abstand aufweisen und somit nicht Teil einer Kettengruppe sind, wobei darüber hinaus mehrere Kettengruppen vorgesehen sind. Es ist somit - wie oben schon erläutert - möglich, einzelne und doppelte Fadenketten beliebig anzuordnen bzw. gegebenenfalls nur an ausgewählten Stellen doppelte Fadenketten (Kettengruppen) vorzusehen. Um dies zu erreichen, sind an der Raschelmaschine entsprechende Nadeln (doppelte Nadeln) vorzusehen, wie später noch erläutert wird. Es können mehrere zueinander benachbarte Kettengruppen vorgesehen sein, die jeweils aus wenigstens zwei Ketten gebildet sind (doppelte Ketten), wobei die Kettengruppen einen größeren Abstand zueinander aufweisen als die Ketten innerhalb einer Kettengruppe und wobei jeweils ein Faden zwischen zwei benachbarten Kettengruppen hin und her verläuft und die Kettengruppen verbindet. Der Faden wird dazu mit den beiden betreffenden Kettengruppen vernäht.

Der Abstand zwischen zwei direkt benachbarten Ketten innerhalb einer Kettengruppe kann in einem Bereich zwischen 2 Millimeter und 10 Millimeter insbesondere in einem Bereich zwischen 2 Millimeter und 5 Millimeter liegen. Als Abstand wird damit der Abstand zwischen den virtuellen Mittellinien (Längslinien) der Ketten verstanden. Da die Ketten eine bestimmte Breite aufweisen, bedeutet ein Abstand im unteren Bereich, also zum Beispiel ein Abstand von 2 Millimeter, dass sich die Ketten innerhalb dieser Kettengruppe berühren. Die angegebenen Abstandswerte entsprechen dem genannten„geringen Abstand".

Die Angabe „geringer Abstand" bedeutet somit, dass die Ketten auch nahezu gar keinen Abstand zueinander haben müssen bzw. sich somit also berühren können. Sie sollen sich somit dicht nebeneinander erstrecken. Der Abstand zwischen der jeweiligen Kettengruppe und der weiteren Kette bzw. einer benachbarten Kettengruppe kann in einem Bereich zwischen 20 Millimeter und 80 Millimeter, insbesondere zwischen 25 , 4 mm ( 1 Zoll) und 76, 2 mm (3 Zoll), insbesondere zwischen 25, 4 mm ( 1 Zoll) und 50, 8 mm (2 Zoll) liegen. Auch hier wird der Abstand als Abstand zwischen den virtuellen (gedachten) Mittellinien von jeweils benachbarten Ketten betrachtet.

Die gesamte Breite des Kunststoffnetzes kann in einem Bereich zwischen 30 und 200 Zentimeter, insbesondere zwischen 50 und 170 Zentimeter liegen, wobei auch noch breitere Netze ohne weiteres möglich sind.

Wenigsten eine der Ketten kann aus einem Kunststofffilm-Faden hergestellt sein. Dabei wird ein derartiger Faden aus einem Kunststofffilm geschnitten oder extru- diert und dann mit Hilfe der Raschelmaschine verarbeitet. Durch entsprechendes Verschlingen wird aus einem Faden eine Kette gewirkt bzw. gestrickt. Dabei ist es auch möglich, eine einzelne Kette nicht nur aus einem sondern aus zwei oder mehr Fäden zu stricken. Der Kunststofffilm eines Kunststofffilm-Fadens kann eine Dicke von 100 Mikrometer oder weniger, insbesondere von 80 Mikrometer oder weniger, insbesondere von 60 Mikrometer oder weniger, insbesondere von 40 Mikrometer oder weniger aufweisen. Selbstverständlich sind auch entsprechende Zwischenbereiche möglich. Im Stand der Technik wurden zum Beispiel bisher Kunststofffilm-Fäden mit einer Dicke von 80 Mikrometer verarbeitet. Durch die erhöhte Festigkeit aufgrund der Kettengruppen mit doppelten Ketten kann es ausreichen, Fäden mit einer Dicke von zum Beispiel nur 60 Mikrometer zu verarbeiten, um daraus die Ketten herzustellen. Insgesamt kann ein derartig hergestelltes Kunststoffnetz zum Beispiel ein Gewicht von lediglich 10 bis 12 Gramm pro laufendem Meter erreichen.

Wenigstens ein Teil der Kettengruppen kann drei oder mehr Ketten aufweisen. Es ist somit möglich, einzelne oder auch alle Kettengruppen besonders stark auszu- bilden und mit mehr als zwei Ketten auszustatten.

Der zwischen zwei benachbarten Ketten bzw. Kettengruppen hin und her verlaufende Faden kann zum Beispiel zickzack-förmig verlaufen. Er wird mit den betreffenden Ketten bzw. Kettengruppen vernäht und füllt die breiten Zwischenräume zwischen diesen Ketten bzw. Kettengruppen.

Der hin und her verlaufende Faden kann ein Einzelfaden sein. Bei einer besonderen Ausführungsform kann er auch aus wenigstens zwei gemeinsam miteinander verlaufenden Fadenelementen bestehen und somit ein Doppelfaden sein. Auch dadurch lässt sich die Festigkeit erhöhen.

Eine Vorrichtung zum Herstellen eines derartigen Kunststoffnetzes kann insbesondere eine Raschelmaschine sein, wobei an der Raschelmaschine jeweils wenigstens zwei Locknadeln vorgesehen sind, zum Führen jeweils eines Kunststoff- film-Fadens, aus dem jeweils eine Kette gestrickt wird. Die jeweils zwei Lochnadeln können von einem gemeinsamen Lochnadel-Träger getragen werden. Den beiden Lochnadeln können zwei Nadeln zugeordnet sein und von einem gemeinsamen Nadelträger getragen werden. Der Abstand zwischen zwei benachbarten Lochnadeln und / oder zwischen zwei direkt benachbarten Nadeln kann in einem Bereich zwischen 2 und 10 Millimeter, insbesondere zwischen 2 und 5 Millimetern liegen. Dadurch lassen sich die Kettengruppen bzw. hier die Doppelketten sehr einfach im Normalbetrieb der Ra- schelmaschine fertigen.

Diese und weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Beispielen unter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Kunststoffnetz;

Figur 2 eine weitere Ausführungsform eines Kunststoffnetzes in verschiedenen Einsatzsituationen;

Figur 3 einen in das Kunststoffnetz eingewickelten Heuballen;

Figur 4 einen schematischen Aufbau einer Raschelmaschine bisheriger Bauart; und

Figur 5 ein Detail aus einer erfindungsgemäßen Raschelmaschine.

Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Kunststoffnetz. Bei dem Kunststoffnetz erstrecken sich mehrere bzw. eine Vielzahl von Ketten parallel zueinander, von denen in Fig. 1 nur einige ausschnittsweise dargestellt sind. Jede einzelne Kette wird aus einem oder mehreren Kunststofffäden gestrickt bzw. gewoben, wobei die Herstellungsprozesse der Kunststofffäden bzw. Ketten parallel verläuft, so dass das Kunststoffnetz als eine Einheit gewirkt werden kann.

Ein Teil der Ketten verläuft als Einzelkette 1 . Andere Ketten sind zueinander gepaart und bilden jeweils eine Doppelkette 2. Die Anordnung von zwei zueinander gepaarten, das heißt mir nur sehr geringem Abstand zueinander verlaufenden Ketten 2a, 2b einer Doppelkette 2 wird auch als Kettengruppe bezeichnet.

Wie aus Figur 1 ersichtlich, erstrecken sich die einzelnen Ketten 2a, 2b einer Doppelkette 2 mit nur geringem Abstand e von zum Beispiel 2 bis 5 Millimeter. Der Abstand e ist dabei derart gering, dass sich die Ketten 2a, 2b in der Praxis wenigstens teilweise berühren werden. Dem gegenüber verlaufen die Einzelketten 1 mit einem größeren Abstand x von zum Beispiel 1 Zoll (25,4 Millimeter) bis zu 2 Zoll (50,8 Millimeter), je nach Aufbau der Raschelmaschine. Die angegebenen Werteangaben sind Circa- Angaben und können in der Praxis ohne weiteres abweichen. Entscheidend ist dabei allein, dass der Abstand der Ketten innerhalb einer Kettengruppe bzw. Doppelkette 2 erheblich kleiner ist als der Abstand x zu einer entfernt benachbarten Kette.

Die Gesamtbreite des Netzes kann ebenfalls je nach Anwendungsform variiert werden und zum Beispiel in einem Bereich von 50 bis 170 Zentimeter liegen.

Zwischen den entfernt benachbarten Ketten verläuft jeweils ein Faden 3 zickzack- förmig, der ebenfalls aus einem Kunststofffilm-Material hergestellt wird und den breiten Abstand überdeckt. Der Faden 3 wird mit den jeweiligen Ketten (Einzelket- ten 1 , Doppelketten 2) vernäht.

Die Figur 1 zeigt nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Netz. Selbstverständlich sind auch die dazwischen liegenden Bereiche durch entsprechende Einzelketten 1 oder Doppelketten 2 ausgestattet. Insgesamt können sich über die Breite des Net- zes wenigstens 50 Ketten oder auch mehr parallel erstrecken.

Zur Herstellung einer Einzelkette 1 ist eine einzelne Lochnadel 4 vorgesehen, die mit einer einzelnen Nadel 5 zusammen wirkt. Durch entsprechendes Führen des Kunststofffadens kann dadurch die Einzelkette 1 gestrickt werden. Zudem ist ein Lochnadelblech 6 vorgesehen.

Die Herstellung einer Doppelkette 2, die aus zwei Einzelketten 2a, 2b besteht, erfolgt mit Hilfe von zwei Lochnadeln 7, die von einem Lochnadelträger 8 gehalten werden und jeweils mit einer Nadel 9 zusammenwirken.

Figur 2 zeigt eine Variante des Netzes, bei der keine Einzelketten sondern ausschließlich Doppelketten 2 vorgesehen sind, die jeweils durch Fäden 3 miteinander verbunden sind. Figur 2A zeigt die Ausgangssituation, bei der die jeweiligen Einzelketten 2a, 2b einer Doppelkette 2 noch einen gewissen Abstand zueinander aufweisen.

Nach Aufwickeln des Netzes zum Beispiel um einen Heuballen straffen sich die Ketten 2a, 2b und ziehen sich dadurch enger zusammen, wie in Figur 2B gezeigt. Der Abstand zwischen den Einzelketten 2a, 2b verringert sich derart, dass sich die Einzelketten 2a, 2b berühren. Dadurch verstärken sich die Ketten 2a, 2b gegenseitig, so dass eine hohe Festigkeit erreicht werden kann. Beim Umhüllen eines Heuballens an einer Wickelmaschine wird das Netz mit starker Zugkraft um den Heuballen herum gewickelt, damit dieser festgepresst wird. Dadurch straffen sich die Ketten 2a, 2b und bewegen sich näher zueinander, wodurch einerseits eine festere Wirkung und andererseits auch ein besseres optisches Resultat des Ballens erreicht wird.

Figur 3 zeigt schematisch, wie ein Heuballen durch das erfindungsgemäße Kunststoffnetz zusammengehalten werden kann.

Der verbesserte optische Gesamteindruck ist auf das Vorsehen von Doppelketten 2 zurückzuführen.

In Figur 4 ist ein Ausschnitt aus einem schematischen Aufbau einer bekannten Raschelmaschine gezeigt, mit einer Lochnadel 10 und mehreren Nadeln 1 1 (von denen in Fig. 4 nur eine gezeigt ist), die um eine Maschinenebene 12 herum ange- ordnet sind. Die Maschinenebene 12 kennzeichnet den Bereich in dem die Nadeln 10, 1 1 zusammenwirken, um eine jeweilige Kette aus einem Kunststofffilm-Faden zu wirken.

Figur 5 zeigt demgegenüber eine neuartige Raschelmaschine, mit einer Doppel- Lochnadel 13, der gegenüber entsprechende Doppel-Nadeln 14 angeordnet sind. Der Abstand zwischen den Lochnadeln der Doppel-Lochnadel 13 beträgt in dem gezeigten Beispiel e = 2-5 mm und ist einstellbar. Zum Einstellen der Abstände zwischen den Nadeln bzw. Lochnadeln kann die Raschelmaschine entsprechend modifiziert werden.

Die in Figur 5 gezeigte Anordnung ist in der Lage, eine Doppelkette 2 zu fertigen. Zur Herstellung eines gesamten Netzes sind dementsprechend viele Doppel- Lochnadeln 13 und Doppel-Nadeln 14 vorzusehen, die nebeneinander im Bereich der Maschinenebene 12 angeordnet sein müssen, wie auch Figur 1 zeigt.