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Patent Searching and Data


Title:
PLIERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/207033
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pair of pliers (1) comprising a first and a second plier leg (2, 3), which are mounted so as to be rotatable relative to one another about an axis of rotation (x) in a joint region (4) and which form gripping regions (6, 7) on one side of the joint region (4) and a plier jaw (8) on the other side, wherein a position of the pliers (1), typically a closed position, can be fixed using a locking part (V), wherein the locking part (V) is also rotatably mounted on the first plier leg (2) at a transition between the gripping region (6) and the joint region (4) of said plier leg (2), and, in the fixed position, fixes the pliers (1) by means of contact with the joint region (4) of the second plier leg (3). In order to further improve a pair of pliers of the type in question, in particular with regard to locking, according to the invention the locking part (V), in the fixed position and in any case under load, is in supporting contact both with the joint region (4) of the second plier leg (3) and with the gripping region (6) of the first plier leg (2) in a plane perpendicular to the axis of rotation (x) of the plier legs (2, 3).

Inventors:
LIEDTKE, Tim (Cheruskerstraße 7, Solingen, 42653, DE)
Application Number:
EP2019/060597
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 25, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KNIPEX-WERK C. GUSTAV PUTSCH KG (Oberkamper Straße 13, Wuppertal, 42349, DE)
International Classes:
B25B7/14
Foreign References:
DE102011052926A12012-11-22
DE102010000558A12011-08-25
DE202017107442U12017-12-20
DE102011052926A12012-11-22
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER, Enno et al. (Rieder & Partner mbB, Corneliusstraße 45, Wuppertal, 42329, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Zange (1) mit einem ersten und einem zweiten Zangenschenkel (2, 3), die in einem Gelenkbereich (4) um eine Drehachse (x) drehbar zueinander gehaltert sind und auf einer Seite des Gelenkbereiches (4) Griffbereiche (6, 7) ausbilden sowie auf der anderen Seite ein Zangenmaul (8), wobei eine Stellung der Zange (1), typischerweise eine Geschlossenstellung, durch ein

Verriegelungsteil (V) festsetzbar ist, wobei weiter das Verriegelungsteil (V) an dem ersten Zangenschenkel (2) an einem Übergang von dem Griff- bereich (6) zu dem Gelenkbereich (4) dieses Zangenschenkels (2) drehbar gehaltert ist und in der festgesetzten Stellung durch eine Anlage an dem Gelenkbereich (4) des zweiten Zangenschenkels (3) die Zange (1) festsetzt, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsteil (V) in der festgesetz- ten Stellung jedenfalls unter Belastung sowohl an dem Gelenkbereich (4) des zweiten Zangenschenkels (3) als auch an dem Griffbereich (6) des ers- ten Zangenschenkels (2) in einer Ebene senkrecht zu der Drehachse (x) der Zangenschenkel (2, 3) in abstützender Anlage ist.

2. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bereiche, in wel- chen die Anlage gegeben ist, nur durch eine Gerade (G) verbunden wer- den können, die mit radialem Abstand (e) zu einer geometrischen

Schwenkachse (y) des Verriegelungs teils (V) verläuft, und/ oder, bevor- zugt, dass das Verriegelungs teil (V) an dem Zapfen (19) spielfrei gelagert ist.

3. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Verriegelungs teil (V) an dem ersten Zangenschenkel (2) mittels eines Zapfens (19) drehbar gehaltert ist.

4. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Drehaufnahme (22) des Zapfens (19) mit einem in der festgesetzten Stellung die genannte abstützende Anlage ermöglichenden Übermaß ausgebildet ist. 5. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Drehaufnahme (22) als Langloch (21) ausgebildet ist, und/ oder, bevorzugt, dass eine größte freie Länge (c) des Langlochs (21) dem 1,1- bis 1,5-Fachen eines größten Durchmessermaßes (d) des Zapfens (19) entspricht. 6. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Zapfen (19) an dem ersten Zangenschenkel (2) ausge- bildet ist und die Drehaufnahme (22) an dem Verriegelungsteil (V).

7. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Verriegelungsteil (V) in einem Querschnitt topfförmig ausgebildet ist und der Zapfen (19) einen Topfboden (20) durchsetzt, und/ oder, bevorzugt, dass ein Kopf (27) des Zapfens (19) in dem Verrie- gelungsteil (V) versenkt angeordnet ist.

8. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Verriegelungsteil (V) in einem axialen Bereich, in wel- ehern es in die abstützende Anlage versetzbar ist, hinsichtlich seiner Au- ßenkontur im Wesentlichen kreisförmig gebildet ist, und/ oder, bevorzugt, dass das Verriegelungsteil (V) in dem Bereich mit kreisförmiger Außen- kontur eine Abflachung (24) aufweist.

9. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Abflachung (24) in eine in der Topfwandung (23) gebil- dete Ausnehmung (25) übergeht, und/ oder, bevorzugt, dass die Ausneh- mung (25) als Fenster gebildet ist. 10. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Verriegelungsteil (V) einen sich oberhalb des Bereichs der in der Verriegelungsstellung abstützenden Anlage erstreckenden An- schlagabschnitt (32) ausbildet, der zur Griffinnenseite gerichtet ist, und/ oder, bevorzugt, dass der Anschlagabschnitt (32) zur Begrenzung ei- ner Drehung des Verriegelungsteils (V) in die festzusetzende Stellung der

Zange (1) ausgebildet ist, und/ oder, bevorzugt, dass der Anschlagab- schnitt (32) zur Zusammenwirkung mit dem ersten Zangenschenkel (2) ausgebildet ist, und/ oder, bevorzugt, dass der Anschlagabschnitt (32) zur Zusammenwirkung mit einer Griffhülle (33) des ersten Zangenschenkels (2) ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

Zange

Gebiet der Technik

[0001] Die Erfindung betrifft eine Zange mit einem ersten und einem zweiten Zangenschenkel, die in einem Gelenkbereich um eine Drehachse drehbar zuei- nander gehaltert sind und auf einer Seite des Gelenkbereiches Griffbereiche ausbilden sowie auf der anderen Seite ein Zangenmaul, wobei eine Stellung der Zange, typischerweise eine Geschlossenstellung, durch ein Verriegelungsteil festsetzbar ist, wobei weiter das Verriegelungsteil an dem ersten Zangenschen- kel an einem Übergang von dem Griffbereich zu dem Gelenkbereich dieses Zangenschenkels drehbar gehaltert ist und in der festgesetzten Stellung durch eine Anlage an dem Gelenkbereich des zweiten Zangenschenkels die Zange festsetzt.

Stand der Technik

[0002] Zangen der in Rede stehenden Art sind in unterschiedlichen Ausfüh- rungen bekannt, so beispielsweise in Form von Greifzangen oder auch

Schneidzangen bzw. -scheren. Beispielsweise wird diesbezüglich auf die DE 10 2011 052 926 Al verwiesen. Aus dieser Patentanmeldung ist eine multifunk- tionale Zange bekannt, aufweisend im Bereich des Zangenmauls unterschiedli- che Schneid- und Greifbereiche, deren Zangenschenkel über ein Verriegelungs- teil zumindest in einer Stellung, insbesondere der Geschlossenstellung, fest- setzbar sind. Das Verriegelungsteil ist in einem gelenknahen Bereich des ersten Zangenschenkels schwenkbar angeordnet, mit einer Schwenkachse, die gleich- gerichtet ist zu der geometrischen Drehachse, um welche die Zangenschenkel drehbar sind. In der Festsetzungsstellung stützt sich der zweite Schenkel über eine in dessen Gelenkbereich ausgebildete Verriegelungsfläche an dem Verrie- gelungsteil ab. Die Schwenkverlagerbarkeit des Verriegelungsteiles ist gegeben durch einen an dem ersten Zangenschenkel befestigten Schwenkbolzen.

Zusammenfassung der Erfindung

[0003] Im Hinblick auf den vorbeschriebenen Stand der Technik wird eine Aufgabe der Erfindung darin gesehen, eine Zange der in Rede stehenden Art insbesondere bezüglich der Verriegelung weiter zu verbessern.

[0004] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungs- gedanken bei einer Zange gegeben, bei welcher darauf abgestellt ist, dass das Verriegelungsteil in der festgesetzten Stellung jedenfalls unter Belastung so- wohl an dem Gelenkbereich des zweiten Zangenschenkels als auch an dem Griffbereich des ersten Zangenschenkels in einer Ebene senkrecht zu der Dreh- achse der Zangenschenkel in abstützender Anlage ist.

[0005] Etwaige in der verriegelten Zangenschließstellung, beispielsweise bei einem Versuch einer Öffnungsschwenkbewegung des zweiten Zangenschen- kels relativ zu dem ersten Zangenschenkel in der Verriegelungs S tellung, auf das Verriegelungs teil einwirkende werden zufolge der vorgeschlagenen Lö- sung über das Verriegelungs teil unmittelbar in den Griffbereich des ersten Zangenschenkels abgeleitet. Dies ist erreicht durch eine bevorzugt unmittelbare Abstützung des Verriegelungsteiles, zumindest in einer solchen Belastungsstel- lung, an dem Gelenkbereich des zweiten Zangenschenkels und an dem Griffbe- reich des ersten Zangenschenkels. Die Kraftein- und -Überleitung kann hierbei, wie auch bevorzugt, im Wesentlichen in einer quer zur Drehachse der Zangen- schenkel, wie weiter auch quer zur Schwenkachse des Verriegelungs teiles, aus- gerichteten Ebene beziehungsweise in einer quer zur Drehachse und in Rich- tung der Drehachse übereinander liegenden Ebenenschar gegeben sein, darüber hinaus bevorzugt in einer sich aus der in Richtung der Drehachse sich ergeben- den Dicke des zweiten Zangenschenkels in dessen sich an dem Verriegelungs- teil abstützenden Gelenkbereichs.

[0006] Der Anbindungsbereich des Verriegelungsteiles an dem ersten Zangen- schenkel bleibt bevorzugt hinsichtlich etwaiger auf diese Verbindung ein- wirkender Scherkräfte unbelastet. Zufolge dessen ist der Gefahr eines Lösens des Verriegelungsteiles beziehungsweise einer Aufhebung der Verriegelungs- S tellung allein durch Belastung des Verriegelungsteiles über die Zangenschen- kel entgegengewirkt.

[0007] Weitere Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figu- renbeschreibung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zum Gegenstand des Anspruchs 1 oder zu Merkmalen weiterer Ansprüche erläutert. Sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur einzelnen Merkmalen des Anspruchs 1 oder des jeweiligen weiteren Anspruches oder jeweils unabhängig von Bedeu- tung sein.

[0008] So kann gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen sein, dass Bereiche, in welchen die Anlage gegeben ist, nur durch eine Gerade verbunden werden können, die mit radialem Abstand zu einer geometrischen Schwenk- achse des Verriegelungs teils verläuft. Der radiale Abstand der Geraden zu der Schwenkachse kann einem Zwanzigstel bis einem Drittel, beispielsweise etwa einem Zehntel, der Länge der Geraden zwischen den Anlagebereichen entspre- chen. Hierdurch kann über den einen anliegenden Zangenschenkel in der Ver- riegelungsstellung ein Drehmoment auf das Verriegelungs teil aufgebracht werden, welches (auch) aufgrund dieses aufgeprägten Drehmoments in die An- lagestellung am anderen Zangenschenkel belastet wird. Es ergibt sich hierdurch eine günstige Unterstützung zur unmittelbaren Ableitung von Kräften über das Verriegelungs teil bevorzugt in den Griffbereich des ersten Zangenschenkels. [0009] In diesem Zusammenhang kann gemäß einer weiter vorgeschlagenen Ausgestaltung das Verriegelungsteil spielfrei an dem, die geometrische

Schwenkachse aufweisenden Zapfen gelagert sein. Das Verriegelungsteil ist hierbei frei, zumindest über den benötigten Schwenkbereich zwischen Verrie- gelungs S tellung und Entriegelungsstellung, um den Zapfen drehbar. Eine Be- wegung quergerichtet zur Schwenkachse ist nicht vorgesehen, gegebenenfalls aber im Bereich üblicher Toleranzen bei Drehlagern.

[0010] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Verriegelungsteil an dem ersten Zangenschenkel mittels eines Zapfens drehbar gehaltert ist. Es kann sich hierbei in üblicher Weise um einen insbeson- dere im Zusammenwirkungsbereich mit dem Verriegelungsteil kreiszylinder- förmig gestalteten Stift handeln, darüber hinaus aber auch in Form eines Poly- gonstiftes.

[0011] Eine Drehaufnahme des Zapfens kann, wie bevorzugt, mit einem in der festgesetzten Stellung die genannte abstützende Anlage an dem Gelenkbereich des zweiten Zangenschenkels und zugleich bei Belastung an dem Griffbereich des ersten Zangenschenkels ermöglichenden Übermaß ausgebildet sein. Ent- sprechend ergibt sich im Bereich der Drehaufnahme des Zapfens ein Spielraum zur Ermöglichung einer Relativbewegung des Zapfens zu dem die Drehauf- nähme bildenden Abschnitts.

[0012] So kann in einer möglichen Ausgestaltung die Drehaufnahme als Lang- loch ausgebildet sein, mit einer Quererstreckung, die im Wesentlichen ange- passt ist an den Durchmesser des Zapfens und einer Längserstreckung, die ei- nem Mehrfachen des Zapfendurchmessers entspricht. [0013] So kann eine größte freie Länge des Langloches dem 1,1- bis 1,5-Fachen eines größten Durchmessermaßes des Zapfens entsprechen, so weiter bei- spielsweise dem 1,15- bis 1,2-Fachen.

[0014] In einer möglichen Ausgestaltung kann der Zapfen an dem ersten Zan- genschenkel ausgebildet sein und die Drehaufnahme an dem Verriegelungsteil. Entsprechend ist bei einer solchen Ausgestaltung der Zapfen festgelegt an dem ersten Zangenschenkel, so weiter beispielsweise zufolge einer Vernietung oder Verschraubung. Das Verriegelungsteil weist die Drehaufnahme auf, beispiels- weise in Form eines Langloches, die von dem Zapfen durchsetzt ist.

[0015] Auch kann das Verriegelungsteil in einem Querschnitt topfförmig aus- gebildet sein und der Zapfen einen Topfboden durchsetzen. Der Topfboden kann der zugewandten Flachseite des ersten Zangenschenkels zugewandt an- geordnet sein, wobei in einer möglichen Ausgestaltung die gegebenenfalls lang- lochförmig ausgebildete Drehaufnahme in dem Topfboden ausgebildet ist.

[0016] Ein Kopf des Zapfens, entsprechend das dem befestigu ngsseitigen Ende am ersten Zangenschenkel abgewandte Ende des Zapfens, kann in dem Verrie- gelungsteil versenkt angeordnet sein, entsprechend bevorzugt umgeben von der gegebenenfalls vollständig umlaufenden, in einer möglichen Ausgestaltung aber auch nur teilweise umlaufenden Topfwandung.

[0017] Auch kann das Verriegelungsteil in einem axialen Bereich, in welchem es in die abstützende Anlage versetzbar ist, hinsichtlich seiner Außenkontur im Wesentlichen kreisförmig gebildet sein. Insbesondere die in der Verriegelungs- S tellung in Abstützungsanlage zu dem Gelenkbereich des zweiten Zangen- schenkels sowie zu dem Griffbereich des ersten Zangenschenkels kommenden Topfwandungsabschnitte sind bezüglich ihrer Außenkontur bevorzugt entlang eines Kreisbogenabschnittes geformt. Deren geometrischer Mittelpunkt kann insbesondere in der abstützenden Anlagestellung (Verriegelungsstellung) auf der geometrischen Schwenkachse des Verriegelungsteiles beziehungsweise der geometrischen Längsachse des Zapfens liegen.

[0018] Auch kann das Verriegelungsteil in dem Bereich mit kreisförmiger Au- ßenkontur eine Abflachung aufweisen. Diese Abflachung definiert einen Ent- riegelungsbereich, zur Drehfreigabe des zweiten Zangenschenkels. Zur Entrie- gelung wird das Verriegelungsteil so um dessen Schwenkachse geschwenkt, dass die Abflachung in der Außenkontur dem Gelenkbereich des zweiten Zan- genschenkels zugeordnet ist und so dessen Schwenkweg freigibt.

[0019] Die Abflachung kann in eine in der Topfwandung gebildete Ausneh- mung übergehen. Es kann sich hierbei um einen freigeschnittenen Bereich der Topfwandung handeln. So kann weiter die Ausnehmung als Fenster gebildet sein.

[0020] Auch kann das Verriegelungsteil einen sich oberhalb des Bereichs der in der Verriegelungsstellung abstützenden Anlage erstreckenden Anschlagab- schnitt ausbilden, der zur Griffinnenseite gerichtet ist. Der Anschlagabschnitt kann mit einem Zangenabschnitt Z usammenwirken, zur Bildung eines definier- ten Anschlags des Verriegelungsteils. Der Anschlagabschnitt kann sich bei- spiels weise radial, bezogen auf die Schwenkachse des Verriegelungs teils, nach außen über die Topfwandung des Verriegelungs teils hinaus erstrecken, so bei- spielsweise mit einem dem 0,3- bis 0,7-Fachen, weiter beispielsweise mit einem dem 0,5-Fachen des Topfdurchmessers entsprechenden freien Überkragmaß.

[0021] So kann der Anschlagabschnitt in einer möglichen Ausgestaltung zur Begrenzung einer Drehung des Verriegelungs teils in die festzusetzende Stel- lung der Zange ausgebildet sein. Darüber hinaus kann auch eine Begrenzung der Drehung des Verriegelungsteiles in die Freigabestellung der Zange gegeben sein. In einer möglichen Ausgestaltung ist eine solche Begrenzung ermöglicht durch einen, mit Bezug auf einen Grundriss des Verriegelungsteiles, in wel- ehern Grundriss sich die Schwenkachse des Verriegelungsteiles als Punkt dar- stellt, im Wesentlichen diametral gegenüberliegend zu dem vorbeschriebenen Anschlagabschnitt wandungsaußenseitig des Topfes vorgesehenen weiteren Anschlagbereich an dem Verriegelungsteil. Weiter kann beispielsweise hierzu ein auch zur Schwenkverlagerung des Verriegelungs teils nutzbarer Handha- bungsbereich dienen.

[0022] Der Anschlagabschnitt kann zur Zusammenwirkung mit dem ersten Zangenschenkel ausgebildet sein. Entsprechend wirkt der Anschlagabschnitt in einer solchen Ausgestaltung im Wesentlichen mit demselben oder benachbar- ten Bereich des ersten Zangenschenkels zusammen wie der in Anlage tretende Mantelabschnitt des Verriegelungsteiles in der Verriegelungsstellung. Dieser der Abstützung des Verriegelungs teiles in der Beaufschlagungssituation die- nende Rücken des Zangenschenkels ist bevorzugt Teil des insgesamt einstückig geformten Zangenschenkels.

[0023] Auch der die Zangenoffenstellung definierende Anschlagbereich kann mit diesem Zangenschenkelabschnitt Z usammenwirken.

[0024] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist der Anschlagabschnitt zur Zusammenwirkung mit einer Griffhülle des ersten Zangenschenkels ausge- bildet. Bevorzugt handelt es sich hierbei um eine aus Kunststoff gefertigte, auf- gesteckte Griffhülle großer Wandstärke. [0025] Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche beziehungsweise Wer- tebereiche oder Mehrfachbereiche schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere in 1/10-Schritten der jeweiligen Dimension, gegebenenfalls also auch dimensionslos. Beispielsweise beinhaltet die Angabe 1,1- bis 1,5-Fach auch die Offenbarung von 1,2- bis 1,5-Fach, 1,1- bis 1,4-Fach, 1,2- bis 1,4-Fach, etc. Diese Offenbarung kann einerseits zur Eingren- zung einer genannten Bereichs grenze von unten und/ oder oben, alternativ o- der ergänzend aber zur Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweiligen angegebenen Bereich dienen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0026] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung er- läutert, die aber lediglich Ausführungsbeispiele darstellt. Ein Teil, das nur be- zogen auf eines der Ausführungsbeispiele erläutert ist, und bei einem weiteren Ausführungsbeispiel aufgrund der dort herausgestellten Besonderheit nicht durch ein anderes Teil ersetzt ist, ist damit auch für dieses weitere Ausfüh- rungsbeispiel als jedenfalls mögliches vorhandenes Teil beschrieben. Auf der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Zange in Schließstellung, betreffend eine erste Ausführungsform;

Fig. 2 eine Teildarstellung der Zange in Draufsicht;

Fig. 3 die Herausvergrößerung des Bereiches III in Figur 2, betreffend eine Verriegelungsstellung der Zange unter Nutzung eines Ver- riegelungs teils;

Fig. 4 den Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Figur 3; Fig. 5 den Schnitt gemäß der Linie V-V in Figur 4;

Fig. 6 die Herausvergrößerung des Bereiches VI in Figur 5;

Fig. 7 eine der Figur 6 entsprechende Detaildarstellung, eine Belas- tungsstellung betreffend;

Fig. 8 eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, betreffend die Ent- riegelungsstellung;

Fig. 9 den Schnitt gemäß der Linie IX-IX in Figur 8;

Fig. 10 den Schnitt gemäß der Linie X-X in Figur 9;

Fig. 11 eine der Figur 5 im Wesentlichen entsprechende Darstellung, bei in Gebrauchsstellung der Zange aktivierter Verriegelung;

Fig. 12 in einer Teilansicht eine Zange in weiterer Ausführungsform, betreffend die Schließstellung;

Fig. 13 in einer weiteren Teilansicht eine Zange in einer dritten Aus- führungsform, ebenfalls betreffend die Schließstellung;

Fig. 14 in Ansicht eine in Schließstellung befindliche Zange in einer vierten Ausführungsform;

Fig. 15 in einer fünften Ausführungsform eine weitere Zange in An- sicht, betreffend die Schließstellung; Fig. 16 eine der Figur 3 entsprechende Darstellung, eine weitere Aus- führungsform in der Entriegelungsstellung betreffend;

Fig. 17 eine der Figur 16 entsprechende Darstellung, die Verriege- lungsstellung betreffend; Fig. 18 die Vergrößerung XVIII in Figur 17 in einer Schnittdarstellung gemäß Figur 7.

Beschreibung der Ausführungsformen

[0027] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu Figur 1, eine Zange 1, die zwei, beispielsweise in Figur 2 nur teilweise dargestellte, Zangen- schenkel 2 und 3 aufweist, die in einem Gelenkbereich 4 um eine geometrische Drehachse x drehbar zueinander gehaltert sind. Die geometrische Drehachse x ist gegeben durch einen die Zangenschenkel 3 und 3 in dem Gelenkbereich 4 durchsetzenden Gelenkbolzen 5.

[0028] Auf der einen Seite des Gelenkbereiches 4 bildet der erste Zangen- schenkel 2 einen Griffbereich 6 und der zweite Zangenschenkel 3 einen Griffbe- reich 7 aus, während sich auf der anderen Seite des Gelenkbereiches 4 ein Zan- genmaul 8 bildet.

[0029] Das Zangenmaul 8 kann im Einzelnen gemäß dem in den Figuren 1 bis 11 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel hintereinander, d.h. bezogen auf eine Längslinie L-L, nacheinander ausgebildete, unterschiedliche Wirkbereiche auf- weisen. So kann spitzenseitig, d.h. zugeordnet den freien Enden der Zangen- schenkel 2 und 3 ein Flachbackenbereich 9 ausgeformt sein. [0030] Gelenknah kann das Zangenmaul 8 einen Schneidbereich 12 aufweisen, mit einer ersten Schneide 13 an dem ersten Zangenschenkel 2 und einer zweiten Schneide 14 am zweiten Zangenschenkel 3.

[0031] Zwischen dem Schneidbereich 12 und dem Flachbackenbereich 9 kann gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weiter ein Abisolierbereich 10 vorgese- hen sein, aufweisend Schneidausbildungen 11 mit unterschiedlichen Durch- messern, zur Ermöglichung der Abisolierung von Drähten unterschiedlicher Querschnitte. Gemäß den Darstellungen in den Figuren 12 bis 15 kann die Zan- ge 1 auch beispielsweise gemäß Figur 12 als sogenannte Kombinationszange ausgebildet sein, mit einem Schneidbereich 12 und einem Flachbackenbereich 9 sowie einen zwischen diesen Bereichen ausgebildeten Brennerloch 15.

[0032] Darüber hinaus kann gemäß der Darstellung in Figur 13 die Zange 1 auch in Art einer Drahtseilschere ausgebildet sein, mit einem bezüglich der Drehachse x den Griffbereichen 6 und 7 gegenüberliegenden ersten Schneidbe- reich 12 und einem gelenknah zwischen den Griffbereichen 6 und 7 ausgebilde- ten zweiten Schneidbereich 16. Darüber hinaus können bei dieser Ausgestal- tung entlang der Längsachse L-L folgend mehrere, hier zwei Crimpbereiche 17 vorgesehen sein.

[0033] Figur 14 zeigt eine Zange 1 in Form einer Schneidzange, entsprechend aufweisend einen Schneidbereich 12.

[0034] Eine Zange 1 in Art eines Seitenschneiders zeigt die Figur 15.

[0035] Darüber hinaus kann die Zange 1 auch in Art jeder Greifzange, Mitten- oder Vornschneider, Abisolierzange, Kabelzange, Crimpzange oder auch Ab- mantelungszange ausgebildet sein. Insbesondere kann die Zange 1 in Art einer Zange oder Schere ausgebildet sein, bei welcher die Zangenschenkel 2 und 3 sich in jeder Zangenschenkel-Schwenkstellungen in den Gelenkbereichen 4 überdecken.

[0036] Eine Stellung der Zangen 1, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Geschlossenstellung gemäß Figur 1, ist durch ein Verriegelungsteil V fest- setzbar.

[0037] Das Verriegelungsteil V ist an dem ersten Zangenschenkel 2 in einem Übergangsbereich 18 von dessen Griffbereich 6 zu dem Gelenkbereich 4 dreh- bar gehaltert. Die geometrische Schwenkachse y des Verriegelungs teils V ist gleichgerichtet der Drehachse x.

[0038] Im Übergangsbereich 18 ist an dem ersten Zangenschenkel 2 ein Zapfen 19 befestigt, aufweisend eine Längsachse, die im Wesentlichen die Schwenk- achse y bildet. Der Zapfen 19 erstreckt sich ausgehend von dem ersten Zangen- schenkel 2 beziehungsweise dessen Übergangsbereich 18 über die dem anderen Zangenschenkel 3 zugewandte Fläche hinaus.

[0039] Der Zapfen 19 trägt in den in den Figuren 1 bis 15 dargestellten Aus- führungsformen das insgesamt im Wesentlichen topfförmige Verriegelungs teil V, hierbei den Topfboden 20 im Bereich eines hier ausgebildeten Langloches 21 durchsetzend. Das Langloch 21 bildet eine Drehaufnahme 22 des Zapfens 19. [0040] Das Langloch 21 ist mit einem Breitenmaß b versehen, das im Wesentli- chen dem Durchmessermaß d des Zapfens 19 entspricht. Das größte freie Län- genmaß c, gemessen quer zur Breite b des Langloches 21 entspricht etwa dem 1,1- bis 1,2-Fachen des Zapfen-Durchmessers d. [0041] Gemäß der Langlochausgestaltung der Drehaufnahme 22 ist das Ver- riegelungsteil V insgesamt zu dem den Topfboden 20 durchsetzenden Zapfen 19 um das Differenzmaß von Länge c und Durchmesser d relativ zu dem Zap- fen 19 senkrecht zur Schwenkachse y schiebeverlagerbar.

[0042] Das topfförmige Verriegelungsteil V weist eine auf dem Topfboden 20 aufstehende, dabei einstückig und materialeinheitlich mit dem Topfboden 20 ausgebildete, Topfwandung 23 auf. Diese ist, wie auch der Topfboden 20, mit Bezug auf einen Grundriss gemäß den Darstellungen beispielsweise in Figur 6 und 7, im Wesentlichen kreisrund, mit einer sekantenartig verlaufenden Abfla- chung 24. Im Bereich des Topfbodens 20 ergibt sich eine entlang der Sekante und in Richtung der Topfbodendicke erstreckende Flachseite. Im Bereich der Topfwandung 23 geht die Abflachung 24 in eine fensterartige Ausnehmung 25 über (vergleiche auch Figur 9).

[0043] Wie weiter aus Figur 9 zu erkennen, erstreckt sich diese Ausnehmung 25 in einer möglichen Ausgestaltung über die in Erstreckung der Drehachse x betrachtete Dicke des zugewandten Gelenkbereiches 4 des zweiten Zangen- schenkels 3.

[0044] Das Verriegelungsteil V erstreckt sich gemäß dem dargestellten Aus- führungsbeispiel in axialer Richtung über den zugewandten Gelenkbereich 4 des zweiten Zangenschenkels 3 hinaus, wobei diesbezüglich oberhalb der Aus- nehmung 25 die Topfwandung 23 im Wesentlichen vollständig umlaufend ring- förmig ausgebildet ist.

[0045] Der Zapfen 19 sitzt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Über- gangsbereich 18 des ersten Zangenschenkels 2 in einer entsprechend vorgese- henen Bohrung 26 ein. Der Zapfen 19 kann hier über eine Presspassung einsit- zen, alternativ bei Ausbildung einer Gewindebohrung zufolge Verschraubung einsitzen. Darüber hinaus kann die Befestigung auch mittels eines Niets erfol- gen.

[0046] Der über die Bohrung 26 hinaus und durch das Langloch 21 im Topf- boden 20 weisende Kopf 27 des Zapfens 19 sitzt versenkt angeordnet in dem Verriegelungsteil V ein, dies in dem dargestellten Ausführungsbeispiel unter Ausformung einer tellerförmigen Radialerweiterung, die die Drehaufnahme 22 beziehungsweise das Langloch 21 überfängt.

[0047] Mit Bezug auf die Verriegelungsstellung gemäß der Schnittdarstellung in Figur 4 ist gegenüberliegend zu dem dem Verriegelungsteil 4 zugewandten Abschnitt des Gelenkbereiches 4 des zweiten Zangenschenkels 3 an dem ersten Zangenschenkel 2 einstückig und materialeinheitlich eine Schulter 28 ange- formt, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel Teil des diesbezüglichen Griffbereiches 6 des Zangenschenkels 2 ist. Die Schulter 28 erstreckt sich mit Bezug auf eine Querschnittdarstellung gemäß Figur 4 zumindest annähernd über dieselbe Höhe in Richtung der Schwenkachse y wie der dem Verriege- lungsteil V zugewandte Abschnitt des Gelenkbereiches 4 des zweiten Zangen- schenkels 3.

[0048] Das Verriegelungsteil V erstreckt sich mit dessen Topfwandung 23 und dem Topfboden 20 im Wesentlichen zwischen dem durch einen Freischnitt 29 freigestellten Abstützbereich 30 im Gelenkbereich 4 des zweiten Zangenschen- kels 3 und dem durch die Schulter 28 im ersten Zangenschenkel 2 gebildeten Anlagebereich 31.

[0049] In der Verriegelungs S tellung gemäß den Darstellungen in den Figuren 1 bis 6, wie auch bezüglich der weiteren Ausführungsbeispiele in den Figuren 11 bis 14, ist das Verriegelungsteil V so um dessen Schwenkachse y geschwenkt, dass unter Belassung eines Spalts zwischen der Mantelaußenfläche des Verrie- gelungsteiles V und der zugewandten, im Grundriss ebenfalls entlang eines Kreisbogenabschnittes sich ergebenden Fläche des Abstützbereiches 30 und des Anlagebereiches 31 von wenigen Zehntelmillimetern, beispielsweise 1 bis hin zu 8 Zehntelmillimetern, weiter beispielsweise etwa 5 Zehntelmillimetern, sich nahezu eine Flankierung der Abstütz- und Anlagebereiche 30, 31 zu der Man- telaußenfläche des Verriegelungsteiles V ergibt (vergleiche beispielsweise Figur 6).

[0050] Ein Versuch in dieser Verriegelungsstellung das Zangenmaul 8 unter Verlagerung des zweiten Zangenschenkels 3 relativ zum ersten Zangenschenkel

2 zu öffnen (Öffnungsrichtung r), führt zu einer Abstützung des Abstützberei- ches 30 an der Mantelaußenfläche der Topfwandung 23 des Verriegelungsteiles V und gegebenenfalls nachfolgend, abhängig von der ursprünglichen Ausrich- tung des Verriegelungs feiles V, zu einer durch das Zusammenwirken von Zap- fen 19 und Langloch 21 geführten Schiebeverlagerung des Verriegelungsteiles V insgesamt in Richtung auf den Anlagebereich 31 der Schulter 28 im ersten Zan- genschenkel 2, bis zu einer abstützenden Anlage des Verriegelungsteiles V an diesem Anlagebereich 31 (vergleiche Figur 7).

[0051] Der Zapfen 19 kann in einer solchen Abstützstellung in einer etwa mit- tigen Stellung bezüglich der Längsausrichtung des Langloches 21 sitzen, so dass die bei einem solchen Öffnungsversuch über den zweiten Zangenschenkel

3 und dessen Abstützbereich 30 auf das Verriegelungs feiles V einwirkende Kraft allein über das topfförmige Verriegelungsteiles V in den Anlagebereich 31 des ersten Zangenschenkels 2 geleitet wird. In Figur 7 ist mit den Linien a der Kraftfluss schematisch dargestellt. [0052] Der Zapfen 19 ist in dieser Stellung von etwaigen, auf diesen ein- wirkenden Kräften, insbesondere Scherkräften, befreit. Das Verriegelungs feiles V ist jedenfalls unter Belastung sowohl an dem Anlagebereich 31, und somit an dem Griffbereich 6 des ersten Zangenschenkels 2, als auch an dem Abstützbe- reich 30, und somit an dem Gelenkbereich 4 des zweiten Zangenschenkels 3, in einer Ebene senkrecht zu der Schwenkachse y des Verriegelungsteiles V in ab- stützender Anlage.

[0053] Die Verriegelungsstellung kann, wie auch bevorzugt, durch eine An- schlagbegrenzung definiert sein. Hierzu weist das Verriegelungsteiles V in den dargestellten Ausführungsbeispielen einen sich oberhalb des Bereiches zur ab- stützenden Anlage erstreckenden Anschlagabschnitt 32 auf. Dieser ist mit Be- zug auf die Schwenkachse y im Wesentlichen radial ausgerichtet und zumin- dest in der Verriegelungsstellung zur Griffinnenseite hin gerichtet.

[0054] Der Anschlagabschnitt 32 erstreckt sich in einer senkrecht zur

Schwenkachse y betrachteten Ebene bevorzugt nahezu unmittelbar oberhalb der zugewandten Außenfläche des zweiten Zangenschenkels 3 im Gelenkbe- reich 4.

[0055] Der Anschlagabschnitt 32 ist ausgebildet zur Zusammenwirkung mit dem ersten Zangenschenkel 2, beispielsweise mit einer zugewandten Stirnflä- che des Griffbereiches 6. Der Anschlagabschnitt 32 kann aber auch ausgebildet sein zur Zusammenwirkung mit einer zugewandten Stirnfläche einer den Griffbereich 6 übergreifenden Griffhülle 33 des ersten Zangenschenkels 2.

[0056] Weiter kann das Verriegelungs teil V mit Bezug auf einen Grundriss gemäß Figur 3 diametral gegenüberliegend zu dem Anschlagabschnitt 32 man- tel wandaußenseitig einen gegenüber der Außenfläche der Topfwandung 23 erhabenen Betätigungsbereich 34 aufweisen. Dieser ist entsprechend im We sentlichen zur Griffaußenseite gerichtet.

[0057] Der Betätigungsbereich 34 weist eine Strukturierung auf, die eine güns tige Betätigung des Verriegelungsteiles V anbietet. Das Verriegelungssteil V kann so beispielsweise mit dem Daumen der die Zange 1 zugleich haltenden Hand betätigt werden. Es ist diesbezüglich einen Einhandbedienung ermög- licht.

[0058] Zugleich kann der Betätigungsbereich 34 in der Entriegelungsstellung gemäß den Darstellungen in den Figuren 8 bis 10 in Zusammenwirkung mit der zugewandten Fläche des Anlagebereiches 31 des ersten Zangenschenkels 2 ei- nen Anschlag bilden.

[0059] In dieser Entriegelungs S tellung ist das Verriegelungsteil V derart um die Schwenkachse y geschwenkt, dass die Abflachung 24 im Topfboden 20, wie auch die Ausnehmung 25 in der Topfwandung 23 dem Abstützbereich 30 des zweiten Zangenschenkels 3 zugewandt ausgerichtet sind, was ein Vorbei- schwenken des Abstützbereiches 30 an dem Verriegelungsteil V zur Öffnung des Zangenmaules 8 und zur freien Beweglichkeit der Zangenschenkel 2 und 3 generell ermöglicht (siehe auch strichpunktierte Schwenkstellungen des zwei- ten Zangenschenkels 3 in Figur 10). [0060] Auch bei Zangen 1, die über eine Rückstellfeder verfügen, über welche

Rückstellfeder die Zangenschenkel 2 und 3 in eine Zangenmaul-Offenstellung gedrängt werden, bietet sich die vorgeschlagene Ausgestaltung und Anord- nung des Verriegelungsteiles V an. Zufolge der Krafteinwirkung der Feder ist der zweite Zangenschenkel 3 in der verriegelten Zangen-Schließstellung über das Verriegelungsteil V an dem ersten Zangenschenkel 2 abgestützt, ohne dass der die Halterung des Verriegelungsteiles V an dem ersten Zangenschenkel 2 insgesamt bietende Zapfen 19 auf ihn einwirkende Kräfte aufnehmen muss.

[0061] Wie insbesondere aus Figur 11 zu erkennen, kann auch in einer Zan- genoffenstellung das Verriegelungsteil V in die Verriegelungsstellung verbracht sein, ohne die Funktion der Zange 1 zu beeinträchtigen. Das Verriegelungsteil V kann im Zuge der Zangennutzung versehentlich in die Verriegelungsposition verbracht sein.

[0062] Aus der Zangenoffenstellung heraus wird in diesem Fall bei Verlage- rung des zweiten Zangenschenkels 3 in Schließrichtung r' zufolge einer Dreh- Schlepp-Mitnahme unter Beaufschlagung der verriegelungsteilseitigen Abfla- chung 24 durch den Abstützbereich 30 das Verriegelungsteil V in die Entriege- lungsstellung gemäß Figur 10 verlagert. Der zweite Zangenschenkel 3 bleibt frei drehbeweglich.

[0063] Allein eine (willensbetonte) Dreh V erlagerung des Verriegelungsteils V in die Verriegelungsstellung bei in Zangenschließstellung verbrachten Zangen- schenkeln 2 und 3 bringt die gewünschte Zangenverriegelung.

[0064] Die Figuren 16 bis 18 zeigen eine alternative Ausführungsform des Ver- riegelungsteils V, mittels welchem in gleicher Weise eine unmittelbare Ablei- tung von Kräften über das Verriegelungsteil V in den ersten Zangenschenkel 2 erreicht werden kann, entsprechend unter Nichtbelastung des Zapfens 19.

[0065] Das Verriegelungsteil V ist hierbei entgegen der vorbeschriebenen Aus- führungsform, spielfrei an dem Zapfen 19 gelagert und weist, in der Verriege- lungsstellung gemäß den Figuren 17 und 18 zwei, dem Abstützbereich 30 und dem Anlagebereich 31 zugewandte nockenartige Vorsprünge 35 und 36 auf. Diese ragen in radialer Richtung zu der Schwenkachse y über eine sich auf die Schwenkachse y beziehende Kreislinie K, wobei das Überstandsmaß über diese Kreislinie K hinaus des dem Abstützbereich 30 zugewandten Vorsprungs 35 etwa dem 2-Fachen des dem Anlagebereich 31 zugewandten Vorsprungs 36 entsprechen kann.

[0066] In der Verriegelungsstellung ist so eine unmittelbare Abstützung des zweiten Zangenschenkels 3 über das Verriegelungsteil V an dem ersten Zan- genschenkel 2 erreichbar, wobei bei entsprechender Abstützung des Verriege- lungsteils V über dessen Vorsprünge 35 und 36 an den Bereichen 30 und 31 ein Kraftfluss allein durch das Verriegelungsteil V erreichbar ist (siehe Linie a in Figur 18).

[0067] Aufgrund der Anordnung und Ausbildung der Vorsprünge 35 und 36 und/ oder der korrespondierenden Abstütz- beziehungsweise Anlagebereiche 30 und 31 wird in der Verriegelungsstellung bei Krafteinwirkung über den zweiten Zangenschenkel 3 ein Drehmoment auf das Verriegelungsteil V in Richtung des Pfeiles p auf geprägt und so der Vorsprung 36 entgegen einer Ent- riegelungs-Drehrichtung in die Anlagestellung an dem Anlagebereich 31 ge- dreht.

[0068] Die mit den Vorsprüngen 35 und 36 in Anlage befindlichen Anlage- beziehungsweise Abstützbereiche 30 und 31 können in der Verriegelungsstel- lung durch eine Schar an Geraden G miteinander verbunden werden (siehe Fi- gur 18), welche Geraden G jeweils mit einem radialen Abstand e zu der

Schwenkachse y verlaufen. Dieser radiale Abstand e kann dabei etwa einem Zehntel bis einem Fünftel, weiter beispielsweise etwa einem Siebtel der Länge f der Geraden G zwischen den Anlagepunkten entsprechen. [0069] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zu mindest durch die folgenden Merkmalskombinationen jeweils auch eigenstän- dig weiterbilden, wobei zwei, mehrere oder alle dieser Merkmalskombinatio- nen auch kombiniert sein können, nämlich:

[0070] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil

V in der festgesetzten Stellung jedenfalls unter Belastung sowohl an dem Ge- lenkbereich 4 des zweiten Zangenschenkels 3 als auch an dem Griffbereich 6 des ersten Zangenschenkels 2 in einer Ebene senkrecht zu der Drehachse x der Zangenschenkel 2, 3 in abstützender Anlage ist.

[0071] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass Bereiche, in welchen die Anlage gegeben ist, nur durch eine Gerade G verbunden werden können, die mit radialem Abstand e zu einer geometrischen Schwenkachse y des Ver- riegelungsteils V verläuft. [0072] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil

V an dem Zapfen 19 spielfrei gelagert ist.

[0073] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil

V an dem ersten Zangenschenkel 2 mittels eines Zapfens 19 drehbar gehaltert ist. [0074] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Drehaufnahme

22 des Zapfens 19 mit einem in der festgesetzten Stellung die genannte abstüt- zende Anlage ermöglichenden Übermaß ausgebildet ist. [0075] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Drehaufnahme 22 als Langloch 21 ausgebildet ist.

[0076] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine größte freie Län- ge (c des Langlochs 21 dem 1,1- bis 1,5-Fachen eines größten Durchmesserma- ßes d des Zapfens 19 entspricht.

[0077] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Zapfen 19 an dem ersten Zangenschenkel 2 ausgebildet ist und die Drehaufnahme 22 an dem Ver- riegelungsteil V.

[0078] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil V in einem Querschnitt topfförmig ausgebildet ist und der Zapfen 19 einen Topfboden 20 durchsetzt.

[0079] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Kopf 27 des Zap- fens 19 in dem Verriegelungsteil V versenkt angeordnet ist.

[0080] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil V in einem axialen Bereich, in welchem es in die abstützende Anlage versetzbar ist, hinsichtlich seiner Außenkontur im Wesentlichen kreisförmig gebildet ist.

[0081] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil V in dem Bereich mit kreisförmiger Außenkontur eine Abflachung 24 aufweist.

[0082] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Abflachung 24 in eine in der Topfwandung 23 gebildete Ausnehmung 25 übergeht. [0083] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ausnehmung 25 als Fenster gebildet ist.

[0084] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verriegelungsteil V einen sich oberhalb des Bereichs der in der Verriegelungs S tellung abstützen- den Anlage erstreckenden Anschlagabschnitt 32 ausbildet, der zur Griffinnen- seite gerichtet ist.

[0085] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anschlagab- schnitt 32 zur Begrenzung einer Drehung des Verriegelungsteils V in die festzu- setzende Stellung der Zange 1 ausgebildet ist. [0086] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anschlagab- schnitt 32 zur Zusammenwirkung mit dem ersten Zangenschenkel 2 ausgebil- det ist.

[0087] Eine Zange, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anschlagab- schnitt 32 zur Zusammenwirkung mit einer Griffhülle 33 des ersten Zangen- S chenkels 2 ausgebildet ist.

[0088] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritäts- Unterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender An- meldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren, auch ohne die Merkmale eines in Bezug genommenen Anspruchs, mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbe- sondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen. Die in jedem Anspruch angegebene Erfindung kann zusätzlich ein oder mehrere der in der vorstehenden Beschreibung, insbesondere mit Bezugsziffern versehene und/ oder in der Bezugsziffernliste angegebene Merkmale aufweisen. Die Er- findung betrifft auch Gestaltungsformen, bei denen einzelne der in der vorste- henden Beschreibung genannten Merkmale nicht verwirklicht sind, insbeson- dere soweit sie erkennbar für den jeweiligen Verwendungszweck entbehrlich sind oder durch andere technisch gleichwirkende Mittel ersetzt werden kön- nen.

Liste der Bezugszeichen

1 Zange 27 Kopf

2 erster Zangenschenkel 28 Schulter

3 zweiter Zangenschenkel 29 Freischnitt

4 Gelenkbereich 30 Abstützbereich

5 Gelenkbolzen 31 Anlagebereich

6 Griffbereich 32 Anschlagabschnitt

7 Griffbereich 33 Griffhülle

8 Zangenmaul 34 Betätigungsbereich

9 Flachbackenbereich 35 Vorsprung

10 Abisolierbereich 36 Vorsprung

11 Schneidausbildung

12 Schneidbereich a Linie

13 erste Schneide b Breite

14 zweite Schneide c Länge

15 Brennerloch d Durchmesser

16 Schneidbereich e Abstand

17 Crimpbereich f Länge

18 Übergangsbereich p Pfeil

19 Zapfen r Öffnungsrichtung

20 Topfboden r' Schließrichtung

21 Langloch x Drehachse

22 Drehaufnahme y Schwenkachse

23 Topfwandung G Gerade

24 Abflachung K Kreislinie

25 Ausnehmung L Längslinie

26 Bohrung V V erriegelungsteil




 
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