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Patent Searching and Data


Title:
PLUG CONNECTION BETWEEN TWO TUBULAR WORKPIECES MADE OF CONCRETE, EACH WORKPIECE HAVING AN INNER LINER MADE OF PLASTIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/148218
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plug connection between two tubular workpieces (1, 2) which are made of concrete and each of which has an inner liner (5) made of plastic, one workpiece forming a tip end (3) and the other forming a socket end (4) which receives the tip end (3). The inner liners (5) have circumferential sealing flanges (12) which cover the end face (13) of the tip end (3) or the socket face (14) and between which a joint seal (16) is provided. In order to provide advantageous structural conditions, the inner liners (5) are provided with a circumferential elastomer angled profiled section (8, 9) at the end face, wherein the angled profiled section receives the circumferential edge of the inner liner (5) in an end-face profiled groove (11) of the limb (10) of the angled profiled section parallel to the axis, and the limb of the angled profiled section at a right angle to the axis forms the sealing flange (12).

Inventors:
SCHLÜSSELBAUER, Ulrich (Obergmain 2, 4674 Altenhof am Hausruck, 4674, AT)
Application Number:
AT2019/050006
Publication Date:
August 08, 2019
Filing Date:
January 17, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHLÜSSELBAUER, Ulrich (Obergmain 2, 4674 Altenhof am Hausruck, 4674, AT)
International Classes:
F16L58/10; E03F3/04; F16L9/08; F16L25/00; F16L58/18
Foreign References:
DE2541999A11977-03-24
JPS6271614A1987-04-02
DE8234849U11983-07-21
Attorney, Agent or Firm:
HÜBSCHER, Helmut et al. (Spittelwiese 4, 4020 Linz, 4020, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Steckverbindung zwischen zwei je eine Innenauskleidung (5) aus Kunststoff aufweisenden rohrförmigen Werkstücken (1 , 2) aus Beton, von denen eines ein Spitzende (3) und das andere ein das Spitzende (3) aufnehmendes Muffenende (4) bilden, wobei die Innenauskleidungen (5) die Stirnfläche (13) des Spitzendes

(3) bzw. den Muffenspiegel (14) übergreifende, umlaufende Dichtflansche (12) aufweisen, zwischen denen eine Fugendichtung (16) vorgesehen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Innenauskleidungen (5) endseitig mit einem umlaufenden, elastomeren Winkelprofil (8, 9) versehen sind, das den umlaufenden Rand der In- nenauskleidung (5) in einer stirnseitigen Profilnut (1 1 ) seines achsparallelen Schenkels (10) aufnimmt und dessen achsnormaler Schenkel den Dichtflansch (12) formt.

2. Steckverbindung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Nut wände der stirnseitigen Profilnut (1 1 ) im Randbereich unter einer elastischen Vor- Spannung am umlaufenden Rand der Innenauskleidung (5) anliegen.

3. Steckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Innenauskleidung (5) innerhalb der Profilnut (1 1 ) zumindest be reichsweise festgeklebt ist.

4. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich- net, dass die Fugendichtung (16) Teil des Winkelprofils (8, 9) der Innenausklei dung (5) eines der beiden Werkstücke (1 , 2) ist.

5. Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich net, dass der in die Profilnut (1 1 ) eingreifende Rand der Innenauskleidung (5) ge genüber dem anschließenden Abschnitt der Innenauskleidung (5) um die Dicke der vom Betonkörper der Werkstücke (1 , 2) abgewandten Nutwand radial nach außen versetzt verläuft.

Description:
Steckverbindung zwischen zwei je eine Innenauskleidung aus Kunststoff aufwei senden rohrförmigen Werkstücken aus Beton

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Steckverbindung zwischen zwei je eine Innen- auskleidung aus Kunststoff aufweisenden rohrförmigen Werkstücken aus Beton, von denen eines ein Spitzende und das andere ein das Spitzende aufnehmendes Muffenende bilden, wobei die Innenauskleidungen die Stirnfläche des Spitzendes bzw. den Muffenspiegel übergreifende, umlaufende Dichtflansche aufweisen, zwi schen denen eine Fugendichtung vorgesehen ist. Stand der Technik

Bei Steckverbindungen zwischen rohrförmigen Werkstücken aus Beton mit einer Innenauskleidung aus Kunststoff als Korrosionsschutz, beispielsweise zwischen Rohren oder Schachtringen, ergibt sich die Schwierigkeit, zwischen den Innen auskleidungen eine Fugendichtung vorzusehen, die eine korrosionsfeste Verbin- düng zwischen den Innenauskleidungen der miteinander zu verbindenden Werk stücke schafft, ohne vor Ort aufwendige Dichtungsmaßnahmen setzen zu müssen. Zu diesem Zweck ist es bereits bekannt, die Innenauskleidungen aus einem ther moplastischen Kunststoff im Bereich der Spitzenden und der Muffenenden durch Wärmeeinwirkung so umzuformen, dass radial nach außen abstehende, umlau- fende Dichtflansche erhalten werden, die nach dem Gießen der rohrförmigen Be tonkörper die Stirnfläche des Spitzendes bzw. den Muffenspiegel übergreifen, so- dass beim Einführen des Spitzendes des einen in das Muffenende des anderen der beiden zu verbindenden Werkstücke die Dichtflansche des Spitzendes und des Muffenendes einander axial gegenüberliegen und zwischen sich eine entspre- chende, gegebenenfalls lastübertragende Fugendichtung aufnehmen können, die die beiden Innenauskleidungen über die Dichtflansche dicht und korrosionsfest verbindet. Nachteilig ist allerdings der für die Ausbildung der Dichtflansche erfor derliche Herstellungsaufwand und die Beschränkung auf Werkstückquerschnitte mit für die Umformung der Randabschnitte der Innenauskleidungen zu radial ab stehenden Dichtflanschen ausreichend großen Krümmungsradien. Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung zwischen zwei je eine Innenauskleidung aus Kunststoff aufweisenden rohrförmigen Werk stücken aus Beton so auszugestalten, dass eine allen Anforderungen genügende, korrosionsfeste Fugendichtung mit einem vergleichsweise geringen Herstellungs- aufwand geschaffen werden kann, ohne den Beschränkungen durch vorgegebene Mindestradien für den freien Strömungsquerschnitt unterworfen zu sein.

Ausgehend von einer Steckverbindung der eingangs geschilderten Art löst die Er findung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Innenauskleidungen endseitig mit einem umlaufenden, elastomeren Winkelprofil versehen sind, das den umlaufen- den Rand der Innenauskleidung in einer stirnseitigen Profilnut seines achsparalle- len Schenkels aufnimmt und dessen achsnormaler Schenkel den Dichtflansch formt.

Da zufolge dieser Maßnahmen die die Stirnfläche des Spitzendes bzw. den Muf fenspiegel übergreifenden Dichtflansche durch einen Schenkel eines elastomeren Winkelprofils gebildet werden, braucht zur Ausbildung der Dichtflansche nicht mehr auf die Verformungseigenschaften der Innenauskleidung Rücksicht genom men zu werden, was nicht nur die dadurch bedingten Beschränkungen hinsichtlich des Werkstückquerschnitts vermeidet, sondern auch die Voraussetzungen für eine einfache Herstellung schafft, weil lediglich der umlaufende Rand der Innenausklei- düng in die stirnseitige Profilnut des achsparallelen Schenkels des Winkelprofils eingeführt werden muss, um die Innenauskleidungen mit für die Fugendichtung wesentlichen Dichtflanschen zu versehen, die die Stirnflächen des Spitzendes und den Muffenspiegel des Betonkörpers der rohrförmigen Werkstücke zumindest in einem für die Aufnahme einer Fugendichtung ausreichenden, umlaufenden Rand bereich abdecken.

Der Eingriff des umlaufenden Rands der Innenauskleidung in die stirnseitige Pro filnut des achsparallelen Schenkels des Winkelprofils bildet bei einer entsprechen den Eingriffstiefe eine Labyrinthdichtung, die im Allgemeinen einen Durchgriff ag gressiver Medien zum Betonkörper ausschließt. Die Dichtwirkung kann jedoch verstärkt werden, wenn die Nutwände der stirnseitigen Profilnut im Randbereich unter einer elastischen Vorspannung am umlaufenden Rand der Innenauskleidung anliegen. Außerdem kann der Rand der Innenauskleidung innerhalb der Profilnut zumindest bereichsweise festgeklebt werden, was nicht nur Einfluss auf die Dichtwirkung nimmt, sondern eine zusätzliche Abziehsicherung des Winkelprofils von der Innenauskleidung mit sich bringt, obwohl das Winkelprofil üblicherweise durch in den Betonkörper ragende Ansätze im Betonkörper des Werkstücks ver ankert sein wird.

Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die Fugendich tung Teil des Winkelprofils der Innenauskleidung eines der beiden Werkstücke ist, also entweder dem Winkelprofil des Spitzendes oder des Muffenendes eines Werkstücks zugeordnet wird. In diesem Fall braucht keine gesonderte Fugendich tung zwischen dem Spitzende und dem Muffenende der durch eine Steckverbin dung zu verbindenden Werkstücke eingebracht zu werden, was die Flandhabung erleichtert. Dies ist möglich, weil das Winkelprofil nicht aus einem für die Innen auskleidung vorzusehenden Kunststoff, sondern aus einem auch als Fugendich tung geeigneten, elastomeren Werkstoff gefertigt wird.

Verläuft der in die Profilnut eingreifende Rand der Innenauskleidung gegenüber dem anschließenden Abschnitt der Innenauskleidung um die Dicke der vom Be tonkörper der Werkstücke abgewandten Nutwand radial nach außen versetzt, so liegt die den Strömungsquerschnitt der rohrförmigen Werkstücke begrenzende Fläche des achsparallelen Schenkels der Winkelprofile in einer Flucht mit der den Strömungsquerschnitt begrenzenden Fläche der Innenauskleidung, sodass durch das gesonderte Zusatzprofil keine Einschnürung des Strömungsquerschnitts be- fürchtet werden muss. Aufgrund der im Vergleich zur Umfangslänge vergleichs weise geringen Durchmessererweiterung der Innenauskleidung im Bereich des in die Profilnut eingreifenden Rands kann die damit verbundene Umfangslängung der Innenauskleidung durch die elastischen Eigenschaften des Kunststoffs der In nenauskleidung aufgenommen werden, sodass es hierfür im Allgemeinen keiner gesonderten Umformung der Innenauskleidungen bedarf.

Kurze Beschreibung der Erfindung

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei gen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Steckverbindung zwischen dem Spitzende und dem Muffenende zweier rohrförmiger Werkstücke in einem axialen Schnitt durch die Werkstückwände und

Fig. 2 einen Schnitt durch die Fugendichtung im unbelasteten Zustand unmittelbar vor der Endstellung nach Fig. 1 in einem größeren Maßstab.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Wie insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen ist, weisen die miteinander zu verbin denden rohrförmigen Werkstücke 1 , 2 aus Beton, beispielsweise Rohre oder Schachtringe, an einer Stirnseite ein Spitzende 3 und auf der gegenüberliegenden Stirnseite ein Muffenende 4 auf. Die Werkstücke 1 , 2 sind jeweils mit einer Innen auskleidung 5 aus Kunststoff versehen, die mit Ankernoppen 6 im Betonkörper verankert sind. Endseitig sind die Innenauskleidungen 5 je mit einem umlaufen den, mithilfe von Ansätzen 7 im Betonkörper verankerten Winkelprofilen 8, 9 aus einem elastomeren Werkstoff versehen, der aufgrund seiner elastischen Dehnbar keit dem Strömungsquerschnitt der Werkstücke 1 , 2 auch im Bereich kleinerer Radien folgen kann. Wie insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich ist, bilden die achsparallelen Schenkel 10 der Winkelprofile 8, 9 eine umlaufende, stirnseitige Profilnut 1 1 , in die der Umlaufende Rand der Innenauskleidung 5 eingreift. Der andere radial nach außen abstehende Schenkel formt einen Dichtflansch 12, der im Falle des Winkelprofils 8 die Stirnfläche 13 des Spitzendes 3 übergreift und beim Winkelprofil 9 im Bereich des Muffenendes 4 den Muffenspiegel 14 in einem Randbereich abdeckt.

In der in Fig. 1 dargestellten Steckverbindung der beiden Werkstücke 1 und 2 lie- gen somit die Dichtflansche 12 der beiden Winkelprofile 8, 9 einander bezüglich der sich zwischen der Stirnfläche 13 des Spitzendes 3 und dem Muffenspiegel 14 ergebenden Fuge 15 gegenüber, sodass zwischen den Dichtflanschen 12 eine umlaufende Fugendichtung 16 vorgesehen werden kann, die dicht an den Dicht flanschen 12 der Winkelprofile 8, 9 anliegend die Fuge 15 gegenüber durch die rohrförmigen Werkstücke 1 , 2 strömenden, aggressiven Medien abschließt. Um die Fuge 15 auch gegenüber äußeren Einflüssen abzudichten, kann eine zusätzli che Dichtung 17 zwischen dem Spitzende 3 und dem Muffenende 4 vorgesehen werden.

Wie in der Fig. 2 angedeutet ist, kann die Profilnut 11 der Winkelprofile 8, 9 zur Aufnahme des umlaufenden Rands der jeweiligen Innenauskleidung 5 diesen um laufenden Rand mit Vorspannung umfassen, sodass eine dichte Verbindung zwi schen der Innenauskleidung 5 und den Winkelprofilen 8, 9 nur durch das Aufste cken der Winkelprofile 8, 9 auf den umlaufenden Rand der Innenauskleidung 5 er reicht wird, wiewohl im Bedarfsfall auch zusätzliche Maßnahmengetroffen werden können, z. B. durch ein Einkleben des Rands der Innenauskleidung 5 in die Profil nut 1 1.

Die Fierstellung von Werkstücken 1 , 2 für eine erfindungsgemäße Steckverbin dung ist einfach, weil an der Innenauskleidung 5 keine Verformungsarbeiten erfor derlich sind. Nach dem Aufstecken der Winkelprofile 8, 9 auf die Innenauskleidung 5 sowie dem Verbinden der Innenauskleidung 5 und der Winkelprofile 8, 9 zu ei nem umfangsgeschlossenen Flohlkörper kann dieser Flohlkörper die Außenwand eines Formkerns abdecken, sodass beim Gießen der rohförmigen Werkstücke zwischen dem Formkern und einem Formmantel der Betonkörper in einem Ar beitsgang mit der Innenauskleidung 5 und den Winkelprofilen 8, 9 gefertigt werden kann, und zwar mit einem Strömungsquerschnitt der rohrförmigen Werkstücke 1 , 2, der im Bereich der Winkelprofile 8, 9 keine Einschnürung mit sich bringt.

Da die Winkelprofile 8, 9 aus einem elastomeren Werkstoff gefertigt sind, kann die Fugendichtung 16 einem der beiden Winkelprofile zugeordnet und gemäß der Fig. 2 einstückig mit diesem hergestellt werden, wobei es durchaus möglich ist, für die

Fugendichtung auch einen anderen Werkstoff zu wählen.