KRIEGLSTEIN, Wolfgang (Brückenweg 10, Roßtal, 90574, DE)
MENGER, Sven (Peter-Henlein-Str. 3, Heroldsberg, 90562, DE)
GROSSMANN, Lilla (Reinschartenweg 29, Erlangen, 91056, DE)
KRIEGLSTEIN, Wolfgang (Brückenweg 10, Roßtal, 90574, DE)
MENGER, Sven (Peter-Henlein-Str. 3, Heroldsberg, 90562, DE)
| Patentansprüche 1. Pneumatische Flotationsmaschine (100), umfassend ein Gehäuse (1) mit einer Flotationskammer (3), mindestens eine Du- senanordnung (4) zur Zuführung von Gas und einer Suspension in die Flotationskammer (3) sowie mindestens eine Begasungsanordnung (5) zur weiteren Zuführung von Gas in die Flotationskammer (3), welche innerhalb der Flotationskammer (3) und unterhalb der mindestens einen Düsenanordnung (4) ange- ordnet ist, und weiterhin mindestens eine Verstelleinrichtung (9) zur Veränderung einer Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) in der Flotationskammer (3), wobei weiterhin mindestens eine Messeinrichtung (10) zur Analyse eines gebildeten Schaumprodukts und/oder der Suspension vorhanden ist und mindestens eine Recheneinheit (11) vorhanden ist, die mit der mindestens einen Messeinrichtung (10) verbunden ist, und wobei die mindestens eine Recheneinheit (11) eingerichtet ist, aus von der mindestens einen Messeinrichtung (10) gelieferten Analysewerten eine Stellgröße zu errechnen und aus- zugeben, gemäß welcher die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung (9) veränderbar ist. 2. Pneumatische Flotationsmaschine nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine Verstelleinrichtung (9) mit der mindestens einen Recheneinheit (11) verbunden ist, und wobei mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung (9) die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) in Abhängigkeit von der Stellgröße automatisch veränderbar ist. 3. Pneumatische Flotationsmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung (9) vertikal und/oder horizontal veränderbar ist. 4. Pneumatische Flotationsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die mindestens eine Begasungsanordnung (5) eine Gaszufuhrleitung (5a), ein Gasverteilersystem (5b) und mindestens zwei Gaseinströmdüsen (5c) umfasst. 5. Pneumatische Flotationsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Gehäuse (1) einen zylindrischen Gehäuseabschnitt (Ia) aufweist, dessen Symmetrieachse vertikal angeordnet ist, und wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) innerhalb des zylindrischen Gehäuseabschnitts (Ia) veränderbar ist. 6. Pneumatische Flotationsmaschine nach Anspruch 5, wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) innerhalb des zylindrischen Gehäuseabschnitts (Ia) in Richtung der Symmetrieachse um maximal 50% der Höhe des zy- lindrischen Gehäuseabschnitts (Ia) veränderbar ist 7. Pneumatische Flotationsmaschine nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei die Gaszufuhrleitung (5a) entlang der Symmetrieachse und auf dieser zentriert angeordnet ist. 8. Pneumatische Flotationsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die mindestens eine Messeinrichtung (10) sich im Gehäuse (1) befindet. 9. Verfahren zur Flotation von Partikeln aus einer Suspension unter Ausbildung eines Schaumprodukts mittels einer pneumatischen Flotationsmaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) innerhalb der Flotationskammer (3) mittels der min- destens einen Verstelleinrichtung (9) während der Flotation verändert wird, und wobei mittels der mindestens einen Messeinrichtung (10) eine Analyse des Schaumprodukts und/oder der Suspension durchgeführt wird und die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) in der Flotationskammer (3) mit- tels der mindestens einen Verstelleinrichtung (9) in Abhängigkeit von der Analyse verändert wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) in der Flotationskammer (3) mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung (9) in Abhängigkeit von der Analyse derart verändert wird, dass jeder- zeit eine maximale Trennleistung der Flotationsmaschine erreicht wird. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, wobei aus, von der mindestens einen Messeinrichtung (10) bereitgestellten Analysewerten mittels der mindestens einen Recheneinheit (11) eine Stellgröße errechnet und ausgegeben wird, gemäß welcher die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) verändert wird. 12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung (5) in Abhängigkeit von der Stellgröße automatisch verändert wird. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei mit- tels der mindestens einen Messeinrichtung (10) eine Analyse einer Schaumhöhe des Schaumprodukts und/oder eines Feststoffgehalts des Schaumprodukts und/oder eines Wertstoffgehalts des Schaumprodukts und/oder einer Blasengröße an der Oberfläche des Schaumprodukts und/oder eines Feststoffgehalts der Suspension durchgeführt wird. |
Pneumatische Flotationsmaschine und Flotationsverfahren
Die Erfindung betrifft eine pneumatische Flotationsmaschine, umfassend ein Gehäuse mit einer Flotationskammer, mindestens eine Düsenanordnung zur Zuführung von Gas und einer Suspension in die Flotationskammer sowie mindestens eine Begasungsanordnung zur weiteren Zuführung von Gas in die Flotationskam- mer, die in der Flotationskammer unterhalb der mindestens einen Düsenanordnung angeordnet ist, und mindestens eine Verstelleinrichtung zur Veränderung einer Position der mindestens einen Begasungsanordnung in der Flotationskammer. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Flotation von Partikeln aus einer Suspension unter Ausbildung eines Schaumprodukts mittels einer derartigen pneumatischen Flotationsmaschine .
Die Flotation ist ein physikalisches Trennverfahren zur Tren- nung feinkörniger Feststoffgemenge, wie beispielsweise von
Erzen und Gangart, in einer wässrigen Aufschlämmung bzw. Suspension mit Hilfe von Luftbläschen aufgrund einer unterschiedlichen Oberflächenbenetzbarkeit der in der Suspension enthaltenen Partikel. Sie wird zur Aufbereitung von Boden- schätzen und bei der Verarbeitung von vorzugsweise mineralischen Stoffen mit einem niedrigen bis mittleren Gehalt an einer Nutzkomponente bzw. eines Wertstoffs verwendet, beispielsweise in Form von Nichteisenmetallen, Eisen, Metallen der seltenen Erden und/oder Edelmetallen sowie nichtmetalli- sehen Bodenschätzen.
Pneumatische Flotationsmaschinen sind bekannt. Die WO 2006/069995 Al beschreibt eine Flotationsmaschine mit einem Gehäuse, das eine Flotationskammer umfasst, mit mindes- tens einer Düsenanordnung, hier als Ejektoren bezeichnet, weiterhin mit mindestens einer Begasungseinrichtung, bei Verwendung von Luft Belüftungseinrichtungen oder Aeratoren ge- nannt, sowie einem Sammelbehälter für ein bei der Flotation gebildetes Schaumprodukt.
Die DE 33 12 070 Al beschreibt eine Flotationszelle, bei der eine Begasung der Trübe mittels Begasungsvorrichtungen außerhalb der Trübe erfolgt, wobei die Einströmrichtung der begas- ten Trübe in Höhen- und/oder Seitenrichtung veränderbar ist.
Die deutsche Patentschrift mit der Nr. 726 709 beschreibt ei- ne Vorrichtung zur pneumatischen Schaum-Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle und anderen Minerialien, bei der höhenverstellbare Luftzuführungsrohre vorhanden sind.
Bei der pneumatischen Flotation wird generell eine mit Rea- genzien versetzte Suspension aus Wasser und feinkörnigem
Feststoff über mindestens eine Düsenanordnung in eine Flotationskammer eingebracht. Die Reagenzien sollen bewirken, dass insbesondere die wertvollen, bevorzugt abzutrennenden Partikel in der Suspension hydrophob ausgebildet werden. Gleich- zeitig mit der Suspension wird der mindestens einen Düsenanordnung Gas, insbesondere Luft, zugeführt, das mit den hydrophoben Partikeln in der Suspension in Berührung kommt. Die hydrophoben Partikel haften an sich bildenden Gasbläschen an, so dass die Gasbläschen-Gebilde, auch Aeroflocken genannt, aufschwimmen und an der Oberfläche der Suspension das Schaumprodukt bilden. Das Schaumprodukt wird in einen Sammelbehälter ausgetragen und üblicherweise noch eingedickt.
Es hat sich gezeigt, dass die Qualität des Schaumprodukts bzw. der Trennerfolg des Verfahrens der pneumatischen Flotation unter anderem von der Kollisionswahrscheinlichkeit zwischen einem hydrophoben Partikel und einem Gasbläschen abhängt. Je höher die Kollisionswahrscheinlichkeit, desto größer ist die Anzahl an hydrophoben Partikeln, die an einem Gasbläschen anhaften, an die Oberfläche aufsteigen und zusammen mit den Partikeln das Schaumprodukt bilden. Die Kollisionswahrscheinlichkeit wird unter anderem durch die Position der mindestens einen Begasungseinrichtung in der Flotationskammer beeinflusst. Dabei wird die optimale Position bisher in Abhängigkeit von den Eigenschaften der einge- setzten Suspension, wie beispielsweise einer Volumenkonzentration an Feststoff, einem Erzgehalt, einer Mineralienzusammensetzung, einer Partikelgrößenverteilung usw., sowie den Strömungsverhältnissen in der Flotationskammer einmal ausgewählt und über die Betriebsdauer der Flotationsmaschine bei- behalten.
Es hat sich nun gezeigt, dass sich diese Einflussgrößen auch während der Betriebsdauer häufig ändern, so dass die einmal gewählte Position der mindestens einen Begasungseinrichtung nicht mehr dem Optimum entspricht und die Qualität des
Schaumprodukts bzw. die Trennleistung abnimmt oder schwankt.
So wurde bisher unter anderem eine Änderung einer Zugabemenge oder Art an Reagenzien vorgenommen, um einer Änderung der Einflussgrößen entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen sind jedoch nur begrenzt geeignet, die Qualität des Schaumprodukts bzw. den Trennerfolg aufrechtzuerhalten.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine pneumatische Flota- tionsmaschine bzw. ein Flotationsverfahren bereitzustellen, welche (s) bei einer Änderung der Einflussgrößen eine verbesserte Trennleistung erzielt.
Die Aufgabe wird für die pneumatische Flotationsmaschine, um- fassend ein Gehäuse mit einer Flotationkammer, mindestens eine Düsenanordnung zur Zuführung von Gas und einer Suspension in die Flotationskammer sowie mindestens eine Begasungsanordnung zur weiteren Zuführung von Gas in die Flotationskammer, welche innerhalb der Flotationskammer und unterhalb der min- destens einen Düsenanordnung angeordnet ist, und mindestens eine Verstelleinrichtung zur Veränderung einer Position der mindestens einen Begasungsanordnung innerhalb der Flotationskammer, dadurch gelöst, dass weiterhin mindestens eine Messeinrichtung zur Analyse eines gebildeten Schaumprodukts und/oder der Suspension vorhanden ist und mindestens eine Recheneinheit vorhanden ist, die mit der mindestens einen Messeinrichtung verbunden ist, wobei die mindestens eine Rechen- einheit eingerichtet ist, aus von der mindestens einen Messeinrichtung gelieferten Analysewerten eine Stellgröße zu errechnen und auszugeben, gemäß welcher die Position der mindestens einen Begasungsanordnung mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung veränderbar ist.
Die Aufgabe wird für das Verfahren zur Flotation von Partikeln aus einer Suspension unter Ausbildung eines Schaumprodukts mittels einer erfindungsgemäßen pneumatischen Flotationsmaschine, wobei eine Position der mindestens einen Bega- sungsanordnung innerhalb der Flotationskammer mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung während der Flotation verändert wird, gelöst, indem mittels der mindestens einen Messeinrichtung eine Analyse des Schaumprodukts und/oder der Suspension durchgeführt wird und die Position der mindestens einen Begasungsanordnung in der Flotationskammer mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung in Abhängigkeit von der Analyse verändert wird.
Die erfindungsgemäße Flotationsmaschine und das erfindungsge- mäße Verfahren ermöglichen es, die Position der mindestens einen Begasungsanordnung während des Betriebs der Flotationsmaschine kontinuierlich zu verändern und an sich ändernde Einflussgrößen, insbesondere sich verändernde Eigenschaften der eingesetzten Suspension und Strömungsverhältnisse in der Flotationskammer, flexibel anzupassen. Dies ermöglicht eine
Positionierung der mindestens einen Begasungseinrichtung derart, dass die Gasbläschen zu jeder Zeit direkt in die Strömungslinie (n) abgegeben werden, die eine erhöhte Anzahl an Partikeln trägt/tragen. Dadurch wird die Kollisionswahr- scheinlichkeit zwischen einem Gasbläschen und einem hydrophoben Partikel kontinuierlich auf einem gleichbleibend hohen Niveau gehalten und dadurch der Trennerfolg trotz sich ändernder Einflussgrößen beibehalten oder sogar noch gestei- gert. Die Trennleistung der Flotationsmaschine kann in Abhängigkeit von den Analysewerten demnach online optimiert werden. Es resultiert eine Erhöhung der Gesamtausbeute bei der Flotation bei optimaler Ausnutzung der Anlagenkapazität.
Durch die mindestens eine Begasungsanordnung, mittels welcher Gas, jedoch keine Suspension in die Flotationskammer eingebracht wird, kann die Menge an Gas nach Bedarf variiert und stark erhöht werden, ohne dass eine Zufuhrmenge an Suspension in die Flotationskammer verändert werden müsste. Dies vergleichmäßigt den Flotationsprozess und erhöht die Ausbeute in überraschendem Maße.
Auf eine Änderung der Zugabemenge an Reagenzien zur Suspensi- on kann gegebenenfalls verzichtet und zusätzliche Kosten für einen übermäßigen Reagenzieneinsatz vermieden werden. Bei einer Änderung der Einflussgrößen kann eine Kombination des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Anpassung der Zugabemenge und/oder Art an Reagenzien die Leistungsfähigkeit der FIo- tationsmaschine aber häufig noch weiter erhöhen.
Bereits bestehende Flotationsmaschinen können in einfacher Weise entsprechend aufgerüstet und dadurch deren Leistungsfähigkeit erhöht werden.
Mittels der mindestens einen Messeinrichtung zur Analyse eines gebildeten Schaumprodukts und/oder der Suspension kann die Überwachung von Veränderungen der Suspension und/oder des Schaumprodukts in einfacher Weise automatisiert werden. Ins- besondere erfolgt eine permanente Überwachung des Schaumprodukts und/oder der Suspension, damit auf schnelle Veränderungen der Einflussgrößen reagiert werden kann.
Die Position der mindestens einen Begasungsanordnung in der Flotationskammer wird mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung in Abhängigkeit von der Analyse bevorzugt derart verändert, dass jederzeit eine maximale Trennleistung der Flotationsmaschine erreicht wird. Die von der mindestens einen Recheneinheit errechnete Stellgröße ermöglicht eine unmittelbare und besonders schnelle Optimierung der Position der mindestens einen Begasungsanord- nung, da die Verstelleinrichtung nur noch um das von der Stellgröße vorgegebene Maß verstellt werden muss. Dadurch wird die Ausbeute insgesamt merklich erhöht.
Insgesamt verbessert sich demnach die Ausbringleistung der Flotationsmaschine beträchtlich. Der kontinuierliche Betrieb erfordert keinerlei Bedienpersonal vor Ort und die Vorrichtung ist äußert betriebssicher. Dadurch können Personalkosten eingespart werden.
Bevorzugt ist auch die mindestens eine Verstelleinrichtung mit der mindestens einen Recheneinheit verbunden, wobei mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung die Position der mindestens einen Begasungsanordnung in Abhängigkeit von der Stellgröße automatisch veränderbar ist. Dazu weist die mindestens eine Verstelleinrichtung bevorzugt einen Antriebsmotor auf, der gemäß der Stellgröße die Position der mindestens einen Begasungseinrichtung in der Flotationskammer verändert .
Die Verstelleinrichtung kann alternativ auch manuell betätigbar sein und beispielsweise eine Kurbel, einen Hebel oder dergleichen wirkverbunden mit einem Gestänge, insbesondere Zahngestänge, ein Seilzugsystem oder dergleichen umfassen.
Die Position der mindestens einen Begasungsanordnung ist mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung insbesondere vertikal und/oder horizontal veränderbar. Dadurch wird der Weg, den die Gasbläschen beim Aufschwimmen in Richtung der Oberfläche in der Suspension zurücklegen, verändert und dabei verlängert oder verkürzt.
Die mindestens eine Begasungsanordnung umfasst bevorzugt eine Gaszufuhrleitung, ein Gasverteilersystem und mindestens zwei Gaseinströmdüsen. Das Gas, insbesondere Luft, wird dabei über die Gaszuführleitung in die Flotationskammer geführt, in das Gasverteilersystem eingespeist und darin zu möglichst gleichen Anteilen an die einzelnen Gaseinströmdüsen verteilt.
Dabei wird auch eine Veränderung lediglich oder im Wesentlichen der Position der Gaseinströmdüsen einer derartigen Begasungsanordnung bereits als eine Veränderung der Position der Begasungsanordnung verstanden. Die Position der Gaszufuhrlei- tung und/oder des Gasverteilersystems bleibt dabei im Wesentlichen gleich.
Alternativ ist es möglich, dass eine Begasungsanordnung lediglich aus einer Gaseinströmdüse gebildet ist, die direkt an eine eigene Gaszufuhrleitung angeschlossen ist. Auf das Gasverteilersystem kann dabei verzichtet werden. Eine derartige Begasungsanordnung kann beispielsweise unmittelbar an der Wandung des Gehäuses im Bereich der Flotationskammer beweglich angeordnet sein.
Das Gehäuse weist in einer bevorzugten Ausführungsform einen zylindrischen Gehäuseabschnitt auf, dessen Symmetrieachse vertikal angeordnet ist, wobei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung innerhalb des zylindrischen Gehäuse- abschnitts veränderbar ist. Insbesondere ist dabei die Position der mindestens einen Begasungsanordnung innerhalb des zylindrischen Gehäuseabschnitts in Richtung der Symmetrieachse um maximal 50% der Höhe des zylindrischen Gehäuseabschnitts veränderbar.
Die Gaszufuhrleitung der mindestens einen Begasungsanordnung wird hierbei vorzugsweise entlang der Symmetrieachse und auf dieser zentriert angeordnet. Dies schafft einen optimalen Bewegungsspielraum und ermöglicht eine besonders einfache und unkomplizierte Positionsänderung der Begasungsanordnung.
Die mindestens eine Messeinrichtung kann sich im oder außerhalb des Gehäuses befinden. Um möglichst kurze Reaktionszei- ten zu erzielen, hat es sich bewährt, wenn die mindestens eine Messeinrichtung innerhalb des Gehäuses angeordnet ist.
Mittels der mindestens einen Messeinrichtung wird bei dem er- findungsgemäßen Verfahren eine Analyse des Schaumprodukts und/oder der Suspension durchgeführt und die Position der mindestens einen Begasungsanordnung in der Flotationskammer mittels der mindestens einen Verstelleinrichtung in Abhängigkeit von der Analyse verändert. Die kontinuierliche Überwa- chung der Einflussgrößen ermöglicht bei deren Änderung eine direkte und zeitnahe Anpassung der Position der mindestens einen Begasungsanordnung.
Aus den, von der mindestens einen Messeinrichtung bereitge- stellten Analysewerten wird mittels der mindestens einen Recheneinheit eine Stellgröße errechnet und ausgegeben, gemäß welcher die Position der mindestens einen Begasungsanordnung verändert wird. Insbesondere wird die Position der mindestens einen Begasungsanordnung in Abhängigkeit von der Stellgröße automatisch verändert.
Es hat sich bewährt, wenn mittels der mindestens einen Messeinrichtung eine Analyse einer Schaumhöhe des Schaumprodukts und/oder eines Feststoffgehalts des Schaumprodukts und/oder eines Wertstoffgehalts des Schaumprodukts und/oder einer Blasengröße an der Oberfläche des Schaumprodukts und/oder eines Feststoffgehalts der Suspension durchgeführt wird. Alternativ können auch die Viskosität der Suspension, deren Wertstoffgehalt, usw. analysiert werden, um einen Rückschluss auf die optimale Position der mindestens einen Begasungseinrichtung, insbesondere deren Gaseinströmdüsen, in der Suspension zu ermöglichen .
Die Figuren 1 und 2 sollen beispielhaft eine erfindungsgemäße Flotationsmaschine und deren Funktionsweise erläutern. So zeigt FIG 1 schematisch eine pneumatische Flotationsmaschine im Schnittbild; und
FIG 2 eine Draufsicht auf die pneumatische Flotationsmaschine gemäß FIG 1.
FIG 1 zeigt eine pneumatische Flotationsmaschine 100 mit einem Gehäuse 1, das eine Flotationskammer 3 umfasst. Innerhalb der Flotationskammer 3 befindet sich eine Schaumrinne 2 mit Stutzen 7 zum Austragen des gebildeten Schaumproduktes. Die Flotationskammer 3 ist mit mindestens einer Düsenanordnung 4 zur Zuführung von Gas, insbesondere Luft, und einer Suspension in die Flotationskammer 3 ausgestattet. Das Gehäuse 1 weist einen zylindrischen Gehäuseabschnitt Ia auf, an dessen unterem Ende eine Begasungsanordnung 5 angeordnet ist. Das Gehäuse 1 weist weiterhin eine Bodenaustragsöffnung 6 auf. Die Oberkante der Aussenwandung des Gehäuses 1 befindet sich oberhalb der Oberkante der Schaumrinne 2, wodurch ein Überlauf des Schaumproduktes über die Oberkante des Gehäuses 1 ausgeschlossen ist. Partikel der Suspension, die beispielsweise mit einer nicht ausreichend hydrophobierten Oberfläche versehen sind oder nicht mit einem Gasbläschen kollidiert sind sowie hydrophile Partikel sinken in Richtung der Bodenaustragsöffnung 6 ab. Mittels der Begasungseinrichtung 5 wird in den zylindrischen Gehäuseabschnitt Ia zusätzliches Gas, insbesondere Luft, eingeblasen, so dass weitere hydrophobe Partikel daran gebunden werden und aufsteigen. Im Idealfall sinken vor allem die hydrophilen Partikel weiter ab und werden über die Bodenaustragsöffnung 6 ausgetragen. Das Schaum- produkt gelangt aus der Flotationskammer 3 in die Schaumrinne 2 und wird über die Stutzen 7 abgeführt und gegebenenfalls eingedickt .
Die Begasungseinrichtung 5 umfasst in dieser Ausführungsform eine Gaszuführleitung 5a, ein Gasverteilersystem 5b und vier Gaseinströmdüsen 5c. Eine schematisch dargestellte Verstelleinrichtung 9 greift hier an der Gaszufuhrleitung 5a an, um die Position der Begasungsanordnung 5 in der Flotationskammer 3 zu verändern, hier insbesondere durch vertikales (siehe Doppelpfeil) Anheben oder Absenken.
Oberhalb der Schaumrinne 2 ist eine Messeinrichtung 10 ange- ordnet, mittels welcher beispielsweise eine Analyse der
Schaumhöhe des Schaumprodukts in der Schaumrinne 2 oder eines Feststoffgehalts des Schaumprodukts durchgeführt wird.
Die Messeinrichtung 10 ist über eine Datenleitung 8a mit ei- ner Recheneinheit 11 verbunden, über welche bei der Analyse ermittelte Analyse- bzw. Messwerte an die Recheneinheit 11 übermittelt werden. In der Recheneinheit 11 sind Vergleichwerte hinterlegt, mit denen die Messwerte verglichen werden. Wird eine unzulässig große Abweichung der Messwerte von den Vergleichswerten ermittelt, wird von der Recheneinheit 11 eine Stellgröße errechnet und ausgegeben, die eine erforderliche Veränderung der Position der Begasungsanordnung 5 vorgibt. Die erforderliche Positionsänderung kann nun beispielsweise manuell mittels der Verstelleinrichtung 9 durchgeführt werden.
Alternativ kann die Stellgröße über eine weitere Datenleitung 8b an die Verstelleinrichtung 9 übermittelt werden und die erforderliche Positionsänderung automatisch mittels der Ver- Stelleinrichtung 9 durchgeführt werden.
FIG 2 zeigt die pneumatische Flotationsmaschine 100 in der Draufsicht, wobei hier allerdings der Übersichtlichkeit halber auf die Darstellung der Verstelleinrichtung 9, der Mess- einrichtung 10 und der Recheneinheit 11 verzichtet wurde.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte pneumatische Flotationsmaschine stellt dabei lediglich ein Beispiel aus einer Vielzahl an geeigneten Flotationsmaschinen dar, die ein Fach- mann erfindungsgemäß ausstatten kann. So können sich geeignete Flotationsmaschinen hinsichtlich der Ausgestaltung und Anordnung des Schaumsammlers, der Anzahl an Düsenanordnungen zum Eindüsen von Suspension und Gas, der Anzahl, Anordnung und Funktionsweise der Verstelleinrichtungen zur Veränderung der Position der Begasungseinrichtung (en) , der Anzahl, Art und Anordnung von Messeinrichtungen, der Ausgestaltung der Begasungsanordnung usw. unterscheiden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
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