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Title:
PNEUMATIC VEHICLE TYRE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/042596
Kind Code:
A1
Abstract:
Pneumatic vehicle tyre having a profiled tread (3), side walls (5) and rounded tyre shoulders, wherein when the tyre is mounted on a rim, the tread (3) has, in a first operating state, a first contact surface and outside of the contact surface has profiled shoulder portions (4) extending in the direction of the side walls (5). The shoulder portions (4) have blocks (8a, 8b) between which grooves (9a, 9b) extending in the direction of the side walls (5) are provided, said grooves being provided with notches (11, 12, 13) and/or grooves extending in the direction of the side walls (5), wherein in at least one further operating state of the tyre mounted on the rim, the tyre has a further contact surface, which is wider than the first contact surface and at least partially encloses the shoulder portions (4) and the profiled section thereof.

Inventors:
BEHR, Ulrich (Blumenhagenstr. 2, Hannover, 30167, DE)
Application Number:
EP2018/062847
Publication Date:
March 07, 2019
Filing Date:
May 17, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH (Vahrenwalder Str. 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
B60C11/01; B60C13/02
Foreign References:
US4055209A1977-10-25
US4166490A1979-09-04
US20150224826A12015-08-13
US20150251500A12015-09-10
EP2088007B12010-11-17
Attorney, Agent or Firm:
FINGER, Karsten (Continental Aktiengesellschaft, Intellectual PropertyPostfach 169, Hannover, 30001, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Fahrzeugluftreifen mit einem profilierten Laufstreifen (3), Seitenwänden (5) und gerundet ausgeführten Reifenschultern, wobei der Laufstreifen (3), wenn der Reifen auf einer Felge montiert ist, in einem ersten Betriebszustand eine erste

Aufstandsfläche und außerhalb der Aufstandsfläche in Richtung Seitenwände (5) verlaufende, profilierte Schulterabschnitte (4) aufweist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t,

dass die Schulterabschnitte (4) Blöcke (8a, 8b) aufweisen, zwischen welchen in Richtung Seitenwände (5) verlaufende Rillen (9a, 9b) vorgesehen sind und welche mit in Richtung Seitenwänden (5) verlaufenden Einschnitten (11, 12, 13) und/oder Rillen versehen sind, wobei in zumindest einem weiteren Betriebszustand des auf der Felge montierten Reifens der Reifen eine weitere, gegenüber der ersten

Aufstandsfläche breitere, die Schulterabschnitte (4) und deren Profilierung zumindest zum Teil mitumfassende Aufstandsfläche aufweist.

Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blöcke (8a, 8b) von der übrigen, innerhalb der ersten Aufstandsfläche befindlichen Profilierung des Laufstreifens (3) durch eine in Umfangsrichtung verlaufende Rille (10) getrennt sind.

Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rille (10), welche die Blöcke (8a, 8b) in den Schulterabschnitten (4) von der übrigen

Profilierung des Laufstreifens trennt, im ersten Betriebszustand entweder innerhalb oder außerhalb oder zum Teil innerhalb und zum Teil außerhalb der ersten

Aufstandsfläche verläuft.

4. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Betriebszustand des auf der Felge montierten Reifens sich die Schulterabschnitte (4) komplett in der Aufstandsfläche befinden.

5. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Blöcke (8a, 8b) in den Schulterabschnitten (4) mit zumindest einem, insbesondere mit mehreren Einschnitten (11, 12) versehen sind, die zumindest einen in Draufsicht Zickzack- oder wellenförmig verlaufenden Abschnitt aufweisen.

6. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Blöcke (8a, 8b) in den Schulterabschnitten (4) mit zumindest einem, insbesondere mit mehreren Einschnitten (11, 12) versehen sind, die an der Peripherie der Blöcke (8a, 8b) eine Breite von 0,5 mm bis 1,0 mm und eine Tiefe von 1,5 mm bis 2,5 mm aufweisen.

7. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Blöcke (8a, 8b) in den Schulterabschnitten (4) zumindest zum Teil oberflächlich und schraffurartig von Einschnitten (13) durchquert sind, welche eine Breite und eine Tiefe von 0,3 mm bis 0,6 mm aufweisen.

8. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen (9a, 9b) zwischen den Blöcken (8a, 8b) der Schulterabschnitte (4) eine Tiefe von 1,5 mm bis 2,5 mm aufweisen.

9. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass, in Umfangsrichtung betrachtet, die Rillen (9a, 9b) zwischen den Blöcken (8a, 8b) der Schulterabschnitte im ersten Betriebszustand zur radialen Richtung unter einem spitzen Winkel (α, '), welcher vorzugsweise 5° bis 30° beträgt, verlaufen.

10. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen (9a, 9b) abwechselnd gegenüber der radialen Richtung zur einen und zur anderen Umfangsrichtung geneigt sind.

11. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebszustand die Felge, auf welcher der Reifen montiert ist, auf eine kleinere Felgenmaulweite eingestellt ist, als in den weiteren Betriebszuständen.

12. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebszustand der Innendruck im Reifen auf einen größeren Wert eingestellt ist als in den weiteren Betriebszuständen.

13. Verwendung des Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 auf einer Felge, deren Felgenmaulweite veränderbar ist.

14. Verwendung des Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit

unterschiedlichen Innendrücken.

Description:
Fahrzeugluftreifen

Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem profilierten Laufstreifen, Seitenwänden und gerundet ausgeführten Reifenschultern, wobei der Laufstreifen, wenn der Reifen auf einer Felge montiert ist, in einem ersten Betriebszustand eine erste

Aufstandsfläche und außerhalb der Aufstandsfläche in Richtung Seitenwände verlaufende, profilierte Schulterabschnitte aufweist. Fahrzeugluftreifen für Personenkraftwagen sind üblicherweise derart ausgeführt, dass sich die im bodenberührenden Teil des Laufstreifens schulterseitig verlaufenden Profilblöcke und die zwischen diesen verlaufenden Querrillen über die Bodenaufstandsfläche des Laufstreifens hinaus erstrecken und im äußeren Schulterbereich etwa bis zum Beginn der Seitenwand auslaufen. Darüber hinaus ist es aus der EP 2 088 007 Bl bekannt, in einem Laufstreifen Schulterblockreihen vorzusehen, deren Blöcke über die Bodenaufstandsfläche des Laufstreifens hinaus verlaufen, wobei auf den Schulterflanken dieser Blöcke jeweils zusätzlich ein flacher Flankenblock angeordnet ist, welcher entweder eine konstante Höhe oder eine in Richtung Seitenwand zunehmende Höhe aufweist und von zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung verlaufenden Kanten begrenzt ist. Dieser

Fahrzeugluftreifen stellt daher im sogenannten Off-Shoulder-Bereich Traktionskanten zur Verfügung, die, wenn der Reifen auf weichem Untergrund gefahren wird und in diesen Untergrund entsprechend einsinkt, wirken können. Die Flankenblöcke haben daher nur unter ganz bestimmten und eher seltenen Bedingungen eine Wirkung. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf eine wesentlich effektivere und flexiblere Weise und bei Bedarf die Traktionsperformance des Laufstreifens verbessern zu können. Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die Schulterabschnitte Blöcke aufweisen, zwischen welchen in Richtung Seitenwände verlaufende Rillen vorgesehen sind und welche mit in Richtung Seitenwänden verlaufenden Einschnitten und/oder Rillen versehen sind, wobei in zumindest einem weiteren Betriebszustand des auf der Felge montierten Reifens der Reifen eine weitere, gegenüber der ersten Aufstandsfläche breitere, die Schulterabschnitte und deren Profilierung zumindest zum Teil mitumfassende Aufstandsfläche aufweist.

Erfindungsgemäß ausgeführte Reifen sind im montierten Zustand in verschiedenen

Betriebszuständen am gleichen Fahrzeug verwendbar und weisen eine hinsichtlich Traktion optimierte Profilierung in den Schulterabschnitten auf, die jedoch im ersten Betriebszustand nicht wirksam ist, sondern in zumindest einem weiteren Betriebszustand, in welchem sich die Schulterabschnitte zumindest zum Teil bereits innerhalb der Bodenaufstandsfläche befinden. In einem solchen Betriebszustand kommen daher zumindest Teilbereiche der Schulterabschnitte ebenso wie der zwischen ihnen befindliche Teil des Laufstreifens mit dem Untergrund in Kontakt. Dadurch ist die Bodenaufstandsfläche nicht nur wesentlich breiter als im ersten Betriebszustand, sondern es kommen innerhalb der

Bodenaufstandsfläche in den seitlichen Bereichen des Laufstreifens die für eine gute Traktion und eine optimale Seitenführung wichtigen Querkanten der dort befindlichen Profilierung zur Geltung.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Blöcke von den übrigen, innerhalb der ersten Aufstandsfläche befindlichen Profilierung des Laufstreifens durch eine in

Umfangsrichtung verlaufende Rille getrennt. Diese Rille kann zickzack-oder wellenförmig verlaufen und derart in einem weiteren Betriebszustand einen gewissen Beitrag zu den

Traktionseigenschaften leisten, sie kann jedoch auch gerade in Umfangsrichtung umlaufen.

Diese Rille kann ferner im ersten Betriebszustand entweder innerhalb oder außerhalb oder zum Teil innerhalb und zum Teil außerhalb der ersten Aufstandsfläche verlaufen, sodass derart bestimmte Eigenschaften des Laufstreifens im ersten Betriebszustand beeinflusst werden können. Diese Rille ist ferner seichter als die tiefsten Rillen in jener Profilierung, die im ersten Betriebszustand mit dem Untergrund in Kontakt kommt. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der sich die Schulterabschnitte in einem weiteren Betriebszustand des auf der Felge montierten Reifens komplett in der

Aufstandsfläche befinden. Dieser Betriebszustand wird vor allem dann gewählt werden, wenn der Reifen eine besonders wirksame Traktion, etwa auf Schnee, Schneematsch oder sonstigem Matsch, benötigt.

Besonders vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen der Einschnitte in den Blöcken der Schulterabschnitte unterstützen die Wirkung der Schulterabschnitte in den weiteren Betriebszuständen des Reifens. So können die Blöcke mit zumindest einem, insbesondere mit mehreren Einschnitten versehen sein, die zumindest einen in Draufsicht Zickzack- oder wellenförmig verlaufenden Abschnitt aufweisen oder die über ihre gesamte Erstreckung Zickzack- oder wellenförmig verlaufen. Auch ein in Draufsicht gerader Verlauf dieser Einschnitte ist möglich. Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Einschnitte an der Peripherie der Blöcke eine Breite von 0,5 mm bis 1,0 mm und eine Tiefe von 1,5 mm bis 2,5 mm aufweisen.

Zusätzlich oder alternativ können die Blöcke in den Schulterabschnitten zumindest zum Teil oberflächlich und schraffurartig mit Einschnitten versehen sein, welche eine Breite und eine Tiefe von 0,3 mm bis 0,6 mm aufweisen. Diese Einschnitte verlaufen im ersten

Betriebszustand des Reifens außerhalb der Bodenaufstandsfiäche und in radialer Richtung, in einem Betriebszustand, in welchem die Schulterabschnitte innerhalb der Aufstandsfläche befinden, in axialer Richtung. Eine weitere Ausgestaltung, die vorteilhafte Auswirkungen auf die Traktionseigenschaften der Schulterabschnitte besitzt, besteht darin, dass, in Umfangsrichtung betrachtet, die Rillen zwischen den Blöcken der Schulterabschnitte im ersten Betriebszustand zur radialen Richtung unter einem spitzen Winkel, welcher vorzugsweise 5° bis 30° beträgt, verlaufen, wobei die Neigung dieser Rillen derart ist, dass sie abwechselnd gegenüber der radialen Richtung zur einen und zur anderen Umfangsrichtung geneigt sind. Der Fahrzeugluftreifen ist zur Verwendung bzw. Montage auf einer Felge vorgesehen, deren Felgenmaulweite veränderbar ist, wobei die Felge im ersten Betriebszustand auf eine kleinere, insbesondere auf die kleinste, Felgenmaulweite eingestellt ist als in den weiteren Betriebszuständen. Im ersten Betriebszustand wird ferner der Reifen mit einem Innendruck betrieben, welcher auf einen größeren Wert eingestellt ist, als in den weiteren

Betriebszuständen.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen

Fig. 1 schematisch eine Schnittansicht (Querschnitt) eines Abschnittes einer Laufstreifen- und Seitenwandkontur eines Fahrzeugluftreifens,

Fig. 2 eine Ausführungsvariante einer im Schulterbereich vorgesehenen Profilierung in Draufsicht,

Fig. 3 eine Schnittdarstellung entlang der Linie III-III der Fig. 2 und

Fig. 4 die Laufstreifen- und Seitenwandkontur des Fahrzeugluftreifens unter geänderten Betriebsbedingungen.

Die Schnittansicht in Fig. 1 zeigt die Außenkontur 1 und die Unterzugskontur 2 eines Laufstreifens 3 eines Fahrzeugluftreifens für Personenkraftwagen, Vans oder Light-Trucks radialer Bauart. Die Außenkontur 1 verläuft entlang der Einhüllenden einer in Fig. 1 nicht dargestellten Profilierung des Laufstreifens 3. Bei auf einer Felge montiertem Reifen weist der Laufstreifen 3 unter ersten Betriebsbedingungen eine erste Aufstandsfläche auf, wobei der in Fig. 1 mit 3a bezeichnete Abschnitt des Laufstreifens 3 unter den ersten

Betriebsbedingungen mit dem Untergrund in Kontakt tritt. Der eine seitliche Rand des Abschnittes 3a ist in Fig. 1 durch eine in radialer Richtung verlaufende Linie Ii gekennzeichnet. Beidseitig des Abschnittes 3a schließt jeweils ein Schulterabschnitt 4 an, der sich unter den ersten Betriebsbedingungen außerhalb der Aufstandsfläche befindet und an welchen jeweils eine Seitenwand 5 anschließt, von welcher in Fig. 1 lediglich die Außenkontur 5a dargestellt ist. Die ersten Betriebsbedingungen sind dadurch definiert, dass der betreffende Fahrzeugluftreifen auf einer Normfelge montiert ist, mit 70 % der maximalen Tragfähigkeit belastet ist und sein Innendruck 85 % des Normdruckes beträgt, jeweils gemäß ETRTO-Standards.

Abgesehen vom Laufstreifen 3 und den Seitenwänden 5 weist der Reifen die üblichen, einem Fachmann hinlänglich bekannten Bauteile, wie einen mehrlagigen Gürtelverband, eine Radialkarkasse, eine Innenschicht und Wulstbereiche mit Wulstkernen und

Kernprofilen auf.

Die in Fig. 1 gezeigte Außenkontur 1 des Laufstreifens 3 ist jene, die der unbelastete, auf seiner Normfelge montierte und mit einem Innendruck von 85 % des Normdruckes aufgepumpte Reifen aufweist. Wie Fig. 1 zeigt, ist die Außenkontur 1 im unbelasteten Zustand im Abschnitt 3a und über den Schulterabschnitt 4 verlaufend gerundet, wobei der Schulterabschnitt 4 an einer Kante 6 endet. An diese Kante 6 schließt eine

Übergangsrundung zur Seitenwand 5 an, sodass die Seitenwand 5 gegenüber dem

Schulterabschnitt 4 nach innen versetzt ist. In dem in Fig. 1 gezeigten unbelasteten Zustand des Reifens befindet sich die Kante 6 in einem in radialer Richtung ermittelten Abstand a von einer in axialer Richtung durch den Reifenzenitpunkt an der Außenkontur 1 verlaufenden Linie L 2 , von, je nach Reifendimension, 35 mm bis 50 mm. Zwischen der Kante 6 und einem Punkt P an der Außenkontur 1 , welcher sich in einem in axialer Richtung ermittelten Abstand b von 15 % bis 25 % von der Linie Li befindet, ist die Außenkontur 1 des Laufstreifens 3 nahezu kreisbogenförmig. Dabei kann sich die Rundung der Außenkontur 1 in diesem Abschnitt aus Kreisbögen unterschiedlicher Radien zusammensetzen, deren Größen jedoch voneinander höchstens um ± 3,0 mm abweichen. So setzt sich dieser Abschnitt der Außenkontur beispielsweise aus Kreisbögen zusammen, deren Radien 76 mm bis 79 mm betragen.

Die Unterzugskontur 2 des Laufstreifens verläuft als Einhüllende entlang von tiefsten Stellen von Rillen der im Abschnitt 3a und in den Schulterabschnitten 4 befindlichen

Profilierungen, wobei in den Schulterabschnitten 4 die Außenkontur 1 zur Unterzugskontur 2 einen konstanten oder weitgehend konstanten Abstand d von 2 mm bis 3 mm aufweist. Wie Fig. 2 zeigt, umfasst die Profilierung in den Schulterabschnitten 4 Blöcke 8a, 8b, die durch in Richtung zur Kante 6 verlaufende Rillen 9a, 9b in Umfangsrichtung voneinander getrennt sind. Die Blöcke 8a, 8b und die Rillen 9a, 9b erstrecken sich bis zur Kante 6 bzw. nahezu bis zur Kante 6, wobei die Rillen 9a, 9b eine Tiefe von bis zu 3,0 mm aufweisen. Zum Abschnitt 3a des Laufstreifens 3 sind die Blöcke 8a, 8b bei der gezeigten Ausführung jeweils von flach V-förmig verlaufenden Randkanten begrenzt. Diese Randkanten ergeben gemeinsam mit Randkanten einer im Abschnitt 3 a vorgesehenen benachbarten Blockreihe, die in Fig. 2 lediglich angedeutet ist, eine in Umfangsrichtung zickzackförmig umlaufende Rille 10.

Die Rillen 9a wechseln mit den Rillen 9b ab, wobei die Rillen 9a in Draufsicht auf die Schulterabschnitte 4 zu einer Senkrechten auf die Kante 6 unter einem spitzen Winkel α zur einen Umfangsrichtung, die Querrillen 9b sämtlich unter einem vorzugsweise gleich großen spitzen Winkel a' zur anderen Umfangsrichtung geneigt sind. Die spitzen Winkel α bzw. a' betragen in der Größenordnung von 5° bis 30°. Durch den Verlauf der Rillen 9a, 9b, weisen die Blöcke 8a bei der Kante 6 eine etwas kleinere Umfangserstreckung auf als im Bereich ihrer flach V-förmig verlaufenden Randkanten, die Blöcke 8b weisen demnach an der Kante 6 eine größere Umfangserstreckung auf als an ihren der Kante 6 gegenüberliegenden flach V-förmig verlaufenden Randkanten. Bei der Kante 6 weisen die Blöcke 8a, 8b eine Umfangserstreckung in der Größenordnung von 20 mm bis 35 mm auf, wobei bei der gezeigten Ausführung die Blöcke 8a eine größere Fläche einnehmen als die Blöcke 8b.

Innerhalb der Blöcke 8a verlaufen zwei, über mindestens 50 % ihrer Erstreckung einen in Draufsicht zickzackförmigen Verlauf aufweisende Einschnitte 11. Die Einschnitte 11 erstrecken sich im erster Betriebszustand in radialer Richtung und daher in Richtung der Kante 6 über die Blöcke 8a, parallel zueinander und etwa mittig in jedem Block 8a.

Innerhalb der Blöcke 8b verläuft mittig jeweils ein Einschnitt 12, ebenfalls mit einem über mindestens 50 % seiner Erstreckung zickzackförmigen Verlauf. Die Einschnitte 11 und 12 weisen über ihre Erstreckung bzw. den Großteil ihrer Erstreckung eine Tiefe auf, die vorzugsweise 1,5 mm bis 2,5 mm beträgt. An der Oberfläche der Blöcke 8a, 8b weisen die Einschnitte 11, 12 eine Breite von 0,5 mm bis 1,0 mm auf. Oberflächlich sind die Blöcke 8b ferner mit einer Vielzahl von seichten Einschnitten 13 versehen, die parallel zueinander und gerade verlaufen, die Blöcke 8b im erster Betriebszustand in radialer Richtung durchqueren, sowie eine Tiefe und eine Breite von 0,3 mm bis 0,6 mm, insbesondere von 0,5 mm, aufweisen. Ihr gegenseitiger Abstand c beträgt, wie es Fig. 3 zeigt, 1,2 bis 1,7 mm, insbesondere 1,5 mm. Die Einschnitte 13 überziehen daher jeden Block 8b beidseitig des mittigen Einschnittes 12 in der Art einer Schraffur.

Fig. 4 zeigt schematisch einen weiteren Betriebszustand des Fahrzeugluftreifens in auf einer nicht gezeigten Felge montiertem Zustand, wobei in diesem Betriebszustand in Folge eine Vergrößerung der Felgenmaulweite der Felge und einer Verringerung des

Innendruckes des Reifens der Laufstreifen 3 auch mit seinen Schulterabschnitten 4 mit dem Untergrund in Kontakt kommt. Fig. 4 zeigt lediglich die Außenkontur 1 des Laufstreifens 3. Der Reifen ist auf einer speziellen Felge montiert, deren Felgenmaulweite sich durch einen insbesondere vom Cockpit des Fahrzeuges aus betätigbaren Mechanismus verstellen lässt, wobei die Felge und dieser Mechanismus nicht Gegenstand dieser Erfindung sind. Ebenso sind die Maßnahmen, die insbesondere vom Cockpit des Fahrzeuges aus eine

entsprechende Verringerung des Innendruckes des Reifens gestatten, nicht Gegenstand dieser Erfindung. Die Felgenmaulweite der Felge kann auch in Zwischenstufen bzw.

stufenlos verstellbar sein, sodass die Schulterabschnitte 4 nicht komplett mit dem

Untergrund in Kontakt kommen, sondern nur zum Teil.

Insbesondere in dem in Fig. 4 dargestellten Betriebszustand unterstützt die Profilierung in den Schulterabschnitten 4 die Traktionsperformance des Reifens und die Kraftübertragung vom Reifen auf den Untergrund. Die höhere Traktionsperformance ist vor allem auf weichem Untergrund, wie Schnee, Schneematsch, sonstigem Matsch oder Lehm besonders vorteilhaft.

Bezugszeichenliste

1 Außenkontur

2 Unterzugskontur

3 Laufstreifen

3 a Abschnitt

4 Schulterabschnitt

5 Seitenwand

5 a Außenkontur

6 Kante

8a, 8b Block

9a, 9b Rille

10 Rille

11, 12, 13 Einschnitt , a' Winkel a, b, c Abstand