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Patent Searching and Data


Title:
POLISHING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/001032
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention describes a polishing device (100) for polishing a component (200), comprising an elongated polishing element (110), which is directed against the surface (205) of the component (200) parallel to the longitudinal axis (z) of the component (200). In this case, the polishing element (110) is formed in adjacent subsegments (110-1, 110-2,... 110-n) in its longitudinal extent. A housing (120) serves for receiving the polishing element (110). Arranged between a bearing surface (123) of the housing (120) and the polishing element (110) is a pressure-exerting element (130), for placing and pressing the polishing element (110) against the component (200). In this case, the pressure-exerting element (130) is formed as at least one flexible tube to which pressure can be applied.

Inventors:
CRAMER, Ulrich (Im Sonnenhohl 1, Attendorn, 57439, DE)
HOLZHAUER, Thomas (Gübecke 14, Kirchhundem, 57399, DE)
Application Number:
EP2011/060885
Publication Date:
January 05, 2012
Filing Date:
June 29, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Straße 4, Düsseldorf, 40237, DE)
CRAMER, Ulrich (Im Sonnenhohl 1, Attendorn, 57439, DE)
HOLZHAUER, Thomas (Gübecke 14, Kirchhundem, 57399, DE)
International Classes:
B24B5/00; B21B28/02; B21B28/04; B24B5/35; B24B5/37; B24B33/04; B24B33/08; B24B33/10
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Hammerstr. 2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Poliervorrichtung (100) zum Polieren eines Bauteils (200), mit:

einem länglichen Polierelement (1 10), welches in Richtung seiner Längserstreckung in benachbarte Teilsegmente (1 10-1 , 1 10-2..1 10-n) ausgebildet ist,

einem Gehäuse (120) zur Aufnahme des Polierelementes (1 10), und einem Druckelement (130) zwischen einer Auflagefläche (123) des Gehäuses (120) und dem Polierelement (1 10), zum Anstellen und Andrücken des Polierelementes (1 10) gegen das Bauteil (200),

dadurch gekennzeichnet,

dass das Druckelement (130) als mindestens ein druckbeaufschlagbarer Schlauch ausgebildet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Schlauch (130) mit einem hydraulischen oder pneumatischen Druckmedium beaufschlagbar ist.

3. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Steuerung (300) angeordnet ist, zum Steuern der Druckkraft des Druckelementes (130).

4. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Polierelement (1 10) innerhalb des Gehäuses (120) mit Hilfe des Druckelementes (130) entlang seitlichen Führungsflächen (122) quer zur Längsanchse z des Bauteils gegen die Oberfläche des Bauteils (200) um einen Verschiebeweg verschiebbar angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

an dem Gehäuse (120) ein Anschlag (121 ) angeordnet ist, der den Verschiebeweg des Polierelementes (1 10) begrenzt.

6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Polierelement (1 10) in dem Gehäuse (120) derart angeordnet ist, dass nur ein Teilbereich des Polierelementes (1 10) mit dem Überstand A aus dem Gehäuse (120) herausragt.

7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Polierelement (1 10) als Schleifstein ausgebildet ist.

8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass

das Polierelement (1 10) in Umfangsrichtung des Bauteils (200) mehrteilig ausgebildet ist.

9. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass

das Bauteil (200) in Form einer Walze ausgebildet ist.

Description:
Poliervorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Poliervorrichtung zum Polieren eines Bauteils, mit einem länglichen Polierelement.

Stand der Technik Im Stand der Technik sind Verfahren und Vorrichtungen zum Nachschleifen der insbesondere in Warmbandwalzgerüsten eingebauten Walzen bekannt. Durch den Bandkontakt nehmen die Walzen Zunder und andere Aufbackungen an. Diese Verunreinigungen werden beim nächsten Band auf die Oberfläche des zu wickelnden Bandes aufgedrückt. Es kommt so zu Markierungen auf dem ferti- gen Warmband. Um dieses zu verhindern, werden die Walzen üblicherweise mit einer Polier- bzw. Schleifeinrichtung versehen, welche die Aufbackungen an den Walzen in regelmäßigen Abständen herunterpolieren.

So beschreibt die EP 0154319 B1 eine Walzenschleifvorrichtung für Walzwer- ke, mit einem Gehäuse zum Positionieren der Walzenschleifvorrichtung in der Nähe einer Walze. Mittels einer Gehäuseführung, die sich entlang der Walzenachse erstreckt, und einem Gehäuse, dass in Querrichtung bewegbar an der Gehäuseführung befestigt ist, ist die Einrichtung quer zur Walze verschiebbar. In dem Gehäuse ist ein Schleifstein angeordnet, der relativ zur Walzenachse hin und her bewegbar ist.

Die EP 0824975 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Nachschleifen der in Warmbandwalzgerüsten eingebauten Walzen, mit mindestens einem topfförmigen, rotierend angetriebenen Schleifwerkzeug, das parallel zur Walzenachse oszillierend bewegbar ist. Dabei wird die vorgesehene Anpress- kraft des Schleifwerkzeuges an die Walze mittels den Verschiebeantrieben zugeführter Druckluft aufgebracht.

Die EP 0573035 B1 beschreibt eine Walzenschleifanordnung, die eine zu einer Walze eines Walzenpaares hin gerichtete Plan-Schleifscheibe zum Schleifen dieser Walze aufweist. Die Schleifscheibe wird über eine Schleifscheiben- Antriebseinrichtung mittels einer Spindel gedreht, wobei zum Andrücken der Schleifscheibe an die Walze eine Schleifscheiben-Vorschubeinrichtung vorgesehen ist. Zum axialen Verschieben der Schleifscheibe ist eine zusätzliche Verfahreinrichtung vorgesehen ist.

Nachteil dieser oben genannten bekannten Schleifvorrichtungen ist die aufwendige Konstruktion der Antriebseinheiten zum Anstellen und Bewegen der Schleifvorrichtung gegen das Bauteil, sowie der notwendige große Einbauraum zur Anordnung der Schleifvorrichtung mit den Antriebseinheiten und den Steu- erelementen.

Beschreibung der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, eine Poliervorrichtung für Bauteile bereitzustellen, die im Hinblick auf die Wartungsfreundlichkeit und Nachrüstbarkeit flexibel, kompakt und kostengünstig vielseitig einsetzbar ist und die Qualität des Poliervorgangs verbessert. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dieser ist besonders dadurch gekennzeichnet, dass ein Druckelement als mindestens ein druckbeaufschlagbarer Schlauch ausgebildet ist. Mit dieser erfindungsgemäßen Anordnung eines schlauchförmigen Druckelementes in Verbindung mit dem in benachbarte Teilsegmente aufgeteilten Polierelement ist es möglich, innerhalb eines kleinen Einbauraums in Längserstreckung eines Bauteils eine gleichmäßige Kraft zum Andrücken des Polierelementes gegen das Bauteil einzuleiten. Vorteil ist die lückenlose Konturanpassung an die Oberfläche des Bauteils in Längsrichtung bei identischen Andruckkräften auch bei Bauteilen mit nicht gradlinigen oder nicht ebenen Oberflächen. Durch die kompakte Baugröße der Poliereinrichtung ist die Nachrüstung in vorhandenen Anlagen flexibel und kostengünstig möglich. Aufgrund der wenigen Bauteile ist diese Poliereinrichtung wartungsfreundlich aufgebaut.

Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel ist das Druckelement so ausgebildet, dass es mit einem Druckmittel beaufschlagbar ist. Anlagenbedingt ist es somit möglich, je nach bereitgestellten Mitteln den Anpressdruck für das Polierele- ment hydraulisch oder pneumatisch aufzubringen, was gerade bei Nachrüstungen in vorhandene Anlagen von Vorteil ist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Steuerung zum Steuern der Druckkraft des Druckelementes angeordnet ist. Je nach Material des zu polierenden Bauteils ist es erfindungsgemäß möglich, den entsprechenden Anpressdruck für das Polierelement vorzugeben.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal ist vorgesehen, dass das Polierelement innerhalb des Gehäuses an seitlichen Führungsflächen verschiebbar angeordnet ist. Vorteil hierbei ist, dass das Gehäuse als Einbauraum und gleichzeitig auch als Führung für das Polierelement dient, um damit ein geführtes, kontrolliertes und stabilisiertes Anstellen des Polierelementes gegen das Bauteil zu gewährleisten. Diese Doppelfunktion des Gehäuses spart außerdem zusätzlichen Einbauraum.

Weiterhin sieht die Erfindung vor, dass das Polierelement in dem Gehäuse derart angeordnet ist, dass nur ein Teilbereich auf der Arbeitsseite des Polierelementes mit dem Überstand A aus dem Gehäuse herausragt. Hierdurch wird verhindert, dass unnötiger Bauraum für das Anstellen des Polierelementes in Anspruch genommen wird. Durch den kurzen Überstand des Polierelementes wird das von dem Bauteil auf das Polierelement übertragene Biegemoment ge- ring gehalten. Vorteilhafterweise kann das Polierelennent damit kleiner dimensioniert werden.

Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal ist vorgesehen, dass an dem Gehäuse ein Anschlag angeordnet ist, der den Verschiebeweg des Polierele- mentes begrenzt. Das Polierelement wird somit sicher in dem Gehäuse geführt und nur bis zur maximal möglichen Arbeitslänge des Bauteils angestellt.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Polierelement als Schleifstein ausgebildet ist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Polierelement in Umfangsrichtung des Bauteils mehrteilig in Form von Teilsegmenten ausgebildet und lokal individuell anstellbar ist. Mit dieser erfindungsgemäßen Anordnung ist das Polierelement dem Profil bzw. der Kontur des Bauteils nicht nur in Richtung der Längsachse z anpassbar, sondern auch über den Umfang verteilt radial zur Oberfläche des Bauteils anstellbar. Daraus ergibt sich ein qualitativ hochwertiges, gleichmäßiges Schriftbild.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass das Bauteil in Form einer Walze ausgebildet ist.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen: Figur 1 die Poliereinrichtung , bestehend aus einem Gehäuse, einem

Druckelement und einem länglichen Polierelement, welches gegen ein Bauteil anstellbar ist; und

Figur 2 die Anstellung der Poliereinrichtung in Richtung der Längsachse des Bauteils mit einem schlauchförmigen Druckelement. Die Figur 1 zeigt eine Poliervorrichtung 100 für ein Bauteil 200, mit einem länglichen Polierelement 1 10, welches parallel zur Längsachse z des Bauteils 200 gegen die Oberfläche 205 des Bauteils 200 anstellbar ist. Zur Aufnahme des Polierelementes 1 10 und eines Druckelementes 130, welches das Polierele- ment 1 10 gegen das Bauteil 200 drückt, ist ein Gehäuse 120 angeordnet, in welchem zwischen einer Auflagefläche 123 des Gehäuses 120 und dem Polierelement 1 1 0 das Druckelement 1 30 gelagert ist. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Druckelement 130 als mindestens ein druckbeaufschlag- barer Schlauch ausgebildet ist und der Druck mit einem Druckmittel hydraulisch oder pneumatisch aufgebracht wird. Eine Steuerung 300 steuert den Anpressdruck des Druckelementes 130 gegen das Polierelement 1 10.

Je nach Länge des zu polierenden Bauteils ist als eine nicht dargestellte Alternative denkbar, das Druckelement 130 in mehrere längliche Teilschläuche aus- zubilden, die entweder einzeln oder über eine gemeinsame Ankopplung gleichzeitig mit Druck beaufschlagbar sind. Die Anordnung mehrerer Schläuche als Druckelement 130 in Längsrichtung zur Längsachse z des Bauteils bietet den Vorteil, dass das Polierelement 1 10 der Oberflächenkontur des Bauteils 200 über eine große Gesamtlänge flexibel und gleichmäßig anzustellen ist. Erfin- dungsgemäß ist vorgesehen, dass jedes Druckelement 130 vorzugsweise mit einer separaten Steuerung 300 zum Einstellen des Anpressdrucks des Polierelementes 1 10 verbunden ist. Nach Figur 1 ist das Polierelement 1 10 in Um- fangsrichtung des Bauteils 200 als einteiliges Element dargestellt. Eine Variante ist aber auch, dass das Polierelement 1 10 auch in Umfangsrichtung des Bau- teils 200 mehrteilig ausgebildet ist. Die Poliervorrichtung 100 kann sich damit auch einer Krümmung in Umfangsrichtung des Bauteils anpassen und liegt dadurch auch in diesen Fällen flächig auf der Oberfläche 205 des Bauteils 200 auf. Daraus resultieren eine bessere Ausnutzung der Polierelemente 1 10 sowie ein verbessertes, gleichmäßiges Schliffbild. Das Polierelement ist in dem Gehäuse 120 derart angeordnet, dass es mit einem möglichst geringen Überstand A aus dem Gehäuse hervorsteht. Dadurch wird das auf das Polierelement 1 10 eingeleitete Biegemoment beim Andrücken der Poliervorrichtung 100 gegen die Bauteil 200 möglichst gering gehalten . Über eine Führungsfläche 122 wird das Polierelement 1 10 in dem Gehäuse 120 geführt. Damit ist ein stabilisiertes und lineares Anstellen des Polierelementes 1 10 möglich. In dem Gehäuse 120 ist ein erster Anschlag 121 für das Polierelement 1 10 angeordnet, gegen den das Polierelement 1 10 mit einem zweiten Anschlag 124 anstößt. In diesem Fall ist der maximale Arbeitsweg des Polierelementes 1 10 erreicht und ein Austausch des Polierelementes 1 10 erforder- lieh. Dieser erfolgt üblicherweise durch ein einfaches seitliches Herausschieben des Polierelementes 1 10 aus dem Gehäuse 120.

Die Figur 2 beschreibt in Richtung der Längsachse z das Bauteil 200 mit der Poliervorrichtung 100, welche gegen die Oberfläche 205 des Bauteils angestellt ist. Dabei ist das Polierelement 1 10 in Richtung der Längsachse z des Bauteils 200 in benachbarte Teilsegmente 1 10-1 , 1 1 0-2, ... 1 1 0-n ausgebildet. Diese Anordnung gewährleistet eine flexible, der Walzenkontur entsprechend ange- passte Anstellung der Teilsegmente ohne Zwischenlücken. Zwischen dem Gehäuse 120 und dem Polierelement 1 10 ist das Druckelement 130 zum Anstellen und Andrücken des Polierelementes 1 10 gegen die Walzenoberfläche 205 angeordnet.

Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Poliervorrichtung 100 ist besonders verwendbar zum Polieren einer Walze innerhalb einer Walzstraße zur Herstellung von Warmband. Dabei wird die Poliervorrichtung 100 bevorzugt eingesetzt zum Polieren der Andrückrollen einer Warmbandhaspel, welche das Warmband um einen rotierenden Haspeldorn biegen. Ein weiterer vorteilhafter Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung 100 ist innerhalb einer Richtmaschine für Walzgut, zum Polieren der Richtrollen. Aufgrund des geringen Bauraums und der einfachen konstruktiven und kostengünstigen Gestaltung der Poliervorrichtung 100, sind aber auch andere technische Anwendungen denkbar, wie zum Beispiel der Einsatz innerhalb von NE-Metall-Walzanlagen, Holzbearbeitungsmaschinen, Bäckereimaschinen, Druckmaschinen, oder auch in Zementwerken. Überall dort, wo die das Produkt führenden Rollen Verunreinigungen ausgesetzt sind, kann die Oberfläche der Rollen oder Walzen mit der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung 100 poliert oder geschliffen werden.

Bezugszeichenliste

100 Poliervor chtung

1 10 Polierelement

1 10-1 Teilsegnnent des Polierelennentes

120 Gehäuse

121 erster Anschlag

122 Führungsfläche

123 Auflagefläche

124 zweiter Anschlag

130 Druckelement

200 Bauteil

205 Oberfläche

300 Steuerung

A Überstand

z Längsachse des Bauteils