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Patent Searching and Data


Title:
POLYCYCLIC COMPOUNDS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/000546
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to compounds having polycyclic structural units and to electronic devices, in particular organic electroluminescent devices, containing said compounds.

Inventors:
STOESSEL, Philipp (Sophienstrasse 30, Frankfurt am Main, 60487, DE)
JOOSTEN, Dominik (Am Weingarten 7, Frankfurt am Main, 60487, DE)
KOENEN, Nils (Heidelberger Strasse 30 B, Darmstadt, 64285, DE)
Application Number:
EP2014/001556
Publication Date:
January 08, 2015
Filing Date:
June 06, 2014
Export Citation:
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Assignee:
MERCK PATENT GMBH (Frankfurter Strasse 250, Darmstadt, D-64293, DE)
International Classes:
C07F15/00; C07D221/22; C07D401/04; C07D413/04; C07D471/04; C07D491/18; C07D495/04; C09K11/00; H01L51/00; H05B33/10
Domestic Patent References:
WO2014023377A22014-02-13
Other References:
EMILYE BOSCO ET AL: "Rational Design of Small Molecule Inhibitors Targeting the Rac GTPase-p67Signaling Axis in Inflammation", CHEMISTRY AND BIOLOGY, CURRENT BIOLOGY, LONDON, GB, vol. 19, no. 2, 22 December 2011 (2011-12-22), pages 228 - 242, XP028461901, ISSN: 1074-5521, [retrieved on 20120112], DOI: 10.1016/J.CHEMBIOL.2011.12.017
CHRIS D. SMITH, JULIA I. GAVRILYUK, ALAN J. LOUGH, ROBERT A. BATEY: "Lewis acid catalyzed three-component hetero-Diels-Alder (Povarov) reaction of N-arylimines with strained norbornene-derived dienophiles", J. ORG. CHEM., vol. 75, no. 3, 29 December 2009 (2009-12-29), pages 702 - 715, XP002728071
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Claims:
Patentansprüche

1. Verbindung, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (I)

und/oder (II)

Formel (I) Formel (II) wobei für die verwendeten Symbole gilt:

X ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden CR oder N;

E ist eine bivalente Brücke, wobei die Gruppe E zusammen mit den hiermit verbundenen C-Atomen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bildet;

Y ist eine bivalente Brücke, ausgewählt aus O, S, C(R)2,

C(R)=C(R), N(R), B(R), Si(R)2, C=0, C=NR, C=C(R)2, S=O, S02, C(R)2-C(R)2> P(R) und P(=0)R;

R ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, N(R1)2) CN, N02, OH, COOH, C(=O)N(R1)2, Si(R )3, B(OR1)2, C(=O)R\ P(=O)(R1)2) S(=O)R1, S(=O)2R1, OSO2R1, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C- Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R1 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R C=CR1, C=C, Si(R1)2) C=0, NR1, O, S oder CONR1 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I oder CN ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkylgruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann, oder eine Diarylamino- gruppe, Diheteroarylaminogruppe oder Arylheteroarylamino- gruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden;

R1 ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, N(R2)2, CN, NO2, Si(R2)3, B(OR2)2> C(=0)R2, P(=O)(R2)2,

S(=0)R2, S(=O)2R2, OSO2R2, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2- Gruppen durch R2C=CR2, C=C, Si(R2)2, C=0, NR2, O, S oder

CONR2 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere

H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder

Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkylgruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Diarylaminogruppe, Diheteroarylamino- gruppe oder Arylheteroarylaminogruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, weiche durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Reste R1 miteinander oder R mit R ein mono- oder poly- cyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden;

R2 ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F oder ein aliphatischer, aromatischer und/oder heteroaromatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 C-Atomen, in dem auch ein oder mehrere H-Atome durch F ersetzt sein können; dabei können zwei oder mehrere Substituenten R2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden.

Verbindung gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass E ausgewählt ist aus Gruppen der Formel X=X-X=X, X-W-X, W-X=X, X=X-W, worin

W ausgewählt ist aus O, S, C(R)2) N(R), B(R), Si(R)2, C=0, S=O, S02, P(R) und P(=O)R, wobei R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ist und die in Anspruch 1 genannte Bedeutung hat; und

X bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ist und die in Anspruch 1 genannte Bedeutung hat.

Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung Strukturen der Formeln (la) und/oder (IIa)

Formel (la) Formel (IIa), umfasst, wobei die verwendeten Symbole die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben.

4. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung Strukturen der Formeln (Ia1), (Ia2), (Ila1) und/oder (Ila2)

Formel Ia1) Formel (Ila1)

Formel (Ia2) Formel (Ila2) umfasst, wobei die verwendeten Symbole die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben.

5. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung Strukturen der Formeln (Ia3) und/oder (Ia4)

Formel (Ia3) Formel (Ia4) umfasst, wobei die verwendeten Symbole die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben.

6. Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung Strukturen der Formeln (Ib) und/oder (IIb)

Formel (Ib) Formel (IIb) umfasst, wobei die verwendeten Symbole die in den Ansprüchen 1 und 2 genannten Bedeutungen haben.

7. Verbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, die Verbindung Strukturen der Formel (Ic)

umfasst, wobei die verwendeten Symbole die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben und E bei jedem Auftreten gleich oder verschieden sein kann.

Verbindungen gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen mindestens zwei bicyclische Gruppen aufweisen, die durch ein Strukturelement umfassend eine Gruppe Y gebildet werden, wobei Y bei jedem

Auftreten gleich oder verschieden sein kann und die in Anspruch 1 genannte Bedeutung aufweist.

9. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung Strukturen der Formel CyE-(CyF)n aufweist, wobei für die Symbole und Indizes gilt:

n ist 2 oder 3

CyE ist ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyE-1) (CyE-2) (CyE-3)

(CyE-4) (CyE-5) (CyE-6)

(CyE-7) (CyE-8) (CyE-9)

(CyE-10) (CyE-11) (CyE-12)

(CyE-13) (CyE-14) (CyE-15)

(CyE-20)

(CyE-25) (CyE-26) (CyE-27) und CyF ist mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den

(CyF-1) (CyF-2),

, wobei die verwendeten Symbole E, R, Y und X die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben, U ausgewählt ist aus O, S, C(R)2l N(R), B(R), Si(R)2, C=0, S=0, S02, P(R) und P(=0)R, die

gestrichelte Linie in den Formeln CyF-1 und CyF-2 die Bindung an die Gruppe CyE kennzeichnen und Gruppe CyF jeweils an der durch # gekennzeichneten Position an CyE bindet.

10. Verbindung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass CyF mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyF-3) (CyF-4) ist, wobei die verwendeten Symbole R, Y und X die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben, die gestrichelte Linie in den Formeln CyF-3 und CyF-4 die Bindung an CyE kennzeichnen und CyF jeweils an der durch # gekennzeichneten Position an CyE gebunden ist.

11. Verbindung gemäß einem oder meheren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen Strukturen der Formel CyG(CyH)n aufweisen, wobei CyG und CyH zusammen jeweils einen Ring aufspannen und für die Symbole und Indizes gilt: n ist 2 oder 3

CyG ist ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyG-1) (CyG-2) (CyG-3)

(CyG-4) (CyG-5) (CyG-6)

(CyG-10) (CyG-11) (CyG-12)

(CyG-13) (CyG-14) (CyG- 5)

(CyG-16) (CyG-17)

und CyH ist mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyH-1) (CyH-2), wobei die verwendeten Symbole R, Y und X die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben, U ausgewählt ist aus O, S, C(R)2, N(R), B(R), Si(R)2, C=0, S=0, S02, P(R) und P(=O)R, die gestrichelte Linie in den Formeln CyH-1 und CyH-2 die Bindung an CyG kennzeichnen und CyH jeweils an den durch o

gekennzeichneten Positionen an CyG unter Bildung eines Ringes binden.

Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen der Formeln

1204473-24-4 1204473-32-4 1204473-31-3 ausgenommen sind.

13. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung höchstens einen Gehalt an 18 Gew.-% an Bromatomen aufweisen.

14. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung in Form einer

Enantiomerenmischung, vorzugsweise Diasteromerenmischung vorliegt.

15. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in den Strukturen gemäß Formeln (I), (II), (la), (IIa), (Ia1), (Ila1), (Ia2), (Ila2), (Ia3), (Ia4), (Ib), (IIb) und (Ic) sowie den Strukturen gemäß Formel CyE-(CyF)n und CyG(CyH)n die Symbole X so gewählt werden, dass das Verhältnis von CR zu N größer oder gleich 3 ist.

16. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung eine

Glasübergangstemperatur von mindestens 110°C aufweist.

17. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung ein Molekulargewicht von höchstens 5000 g/mol aufweist.

18. Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung mindestens ein Metallatom ausgewählt aus Iridium oder Platin aufweist.

19. Oligomer, Polymer oder Dendrimer enthaltend eine oder mehrere Verbindungen gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, wobei ein oder mehrere Bindungen der Verbindung zum Polymer, Oligomer oder Dendrimer vorhanden sind.

20. Zusammensetzung enthaltend mindestens eine Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 und/oder ein Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 19 und wenigstens ein weiteres organisch funktionelles Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus fluoreszierenden Emittern, phosphoreszierenden Emittern, Host Materialien, Matrix-Materialien, Elektronentransport- materialien, Elektroneninjektionsmaterialien, Lochleitermaterialien, Lochinjektionsmaterialien, Elektronenblockiermaterialien und Lochblockiermaterialien.

21. Formulierung enthaltend mindestens eine Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, ein Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 19 und/oder wenigstens eine

Zusammensetzung gemäß Anspruch 20 und mindestens ein

Lösungsmittel Verfahren zur Herstellung einer Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 oder eines Oligomers, Polymers oder Dendrimers gemäß Anspruch 19 durch Umsetzung mindestens eines Aldehyds mit mindestens einem aromatischen oder

heteroaromatischen Amin und mindestens einem bicyclischen Olefin.

Verfahren gemäß Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die nach der Umsetzung von mindesten einem Aldehyd mit mindestens einem aromatischen Amin und mindestens einem bicyclischen Olefin erhaltene Zwischenverbindung in einer Kupplungsreaktion umgesetzt wird.

Verwendung einer Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 oder eines Oligomers, Polymers oder Dendrimers gemäß Anspruch 19 oder wenigstens einer Zusammensetzung gemäß Anspruch 20 in einer elektronischen Vorrichtung als Lochinjektionsmaterial, Lochtransportmaterial, Lochblockiermaterial, Elektroneninjektionsmaterial, Elektronenblockiermaterial und/oder Emittermaterial.

Elektronische Vorrichtung, enthaltend mindestens eine Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, ein Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 9 und/oder wenigstens eine Zusammensetzung gemäß Anspruch 20, wobei die elektronische Vorrichtung bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen, wobei organische Laser-dioden, organischen lichtemittierenden Transistoren , organische lichtemittierende Dioden (OLED) und organische lichtemittierende elektrochemische Zellen (OLEC) bevorzugte organische Elektrolumineszenzvorrichtungen sind, OLEDs und OLECs ganz bevorzugte organische Elektrolumineszenz- vorrichtungen sind und OLEDs ganz besonders bevorzugte

organische Elektrolumineszenzvorrichtungen sind, organischen integrierten Schaltungen, organischen Feld-Effekt-Transistoren, organischen Dünnfilmtransistoren, organischen Solarzellen, organischen optischen Detektoren, organischen Photorezeptoren und organischen Feld-Quench-Devices.

Elektronische Vorrichtung gemäß Anspruch 25, dadurch

gekennzeichnet, dass es sich um eine organische

Elektrolumineszenzvorrichtung, bevorzugt um eine OLED oder OLEC, ganz bevorzugt um eine OLED handelt, wobei die Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 und/oder das Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 19 und/oder die Zusammensetzung gemäß Anspruch 20 als emittierende Verbindung und/oder als Matrixmaterial in einer oder mehreren emittierenden Schichten eingesetzt wird, bevorzugt in Kombination mit einem weiteren Matrixmaterial und/oder einer weiteren emittierenden Verbindung.

Elektronische Vorrichtung gemäß Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung handelt, wobei die Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 und/oder das Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 19 und/oder die Zusammensetzung gemäß Anspruch 20 als elektronenleitende Verbindung in einer oder mehreren elektronenleitenden Schichten eingesetzt wird.

Elektronische Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der

Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung handelt, wobei die

Verbindung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18 und/oder das Oligomer, Polymer oder Dendrimer gemäß Anspruch 19 und/oder die Zusammensetzung gemäß Anspruch 20 als lochleitende Verbindung in einer oder mehreren lochleitende Schichten eingesetzt wird.

Description:
Polycylische Verbindungen

Die vorliegende Erfindung betrifft Verbindungen, welche sich für den Einsatz in elektronischen Vorrichtungen eignen. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zu deren Herstellung und elektronische Vorrichtungen.

Elektronische Vorrichtungen, welche organische, metallorganische und/oder polymere Halbleiter enthalten, gewinnen zunehmend an Bedeutung, wobei diese aus Kostengründen und aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit in vielen kommerziellen Produkten eingesetzt werden. Als Beispiele seien hier Ladungstransportmaterialien auf organischer Basis (z.B. Lochtransporter auf Triarylamin-Basis) in Kopiergeräten, organischen oder poly- meren Leuchtdioden (OLEDs oder PLEDs) und in Anzeige- und Displayvorrichtungen oder organische Photorezeptoren in Kopierern genannt. Organische Solarzellen (O-SC), organische Feldeffekt-Transistoren (O- FET), organische Dünnfilm-Transistoren (O-TFT), organische Schaltelemente (O-IC), organische optische Verstärker und organische Laserdioden (O-Laser) sind in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstand und können in der Zukunft große Bedeutung erlangen.

Viele dieser elektronischen Vorrichtungen weisen unabhängig von dem jeweiligen Verwendungszweck folgenden allgemeinen Schichtaufbau auf, der für die jeweilige Anwendung angepasst werden kann:

(1) Substrat,

(2) Elektrode, häufig metallisch oder anorganisch, aber auch aus

organischen bzw. polymeren, leitfähigen Materialien,

(3) Ladungsinjektionsschicht/en bzw. Zwischenschicht/en, beispielsweise zum Ausgleich von Unebenheiten der Elektrode („planarisation layer"), häufig aus einem leitfähigen, dotierten Polymer,

(4) Organische Halbleiter,

(5) evtl. weitere Ladungstransport-, Ladungsinjektions- bzw.

Ladungsblockierschichten,

(6) Gegenelektrode, Materialien wie unter (2) genannt, (7) Verkapselung.

Die obige Anordnung stellt den allgemeinen Aufbau einer organischen, elektronischen Vorrichtung dar, wobei verschiedene Schichten zusammen- gefasst werden können, so dass im einfachsten Fall eine Anordnung aus zwei Elektroden resultiert, zwischen denen sich eine organische Schicht befindet. Die organische Schicht erfüllt in diesem Fall alle Funktionen, einschließlich der Emission von Licht im Fall von OLEDs. Ein derartiges System ist beispielsweise in der WO 90/13148 A1 auf der Basis von Poly- (p-phenylenen) beschrieben.

Bekannte elektronische Vorrichtungen weisen ein brauchbares Eigenschaftsprofil auf. Allerdings besteht die dauerhafte Notwendigkeit, die Eigenschaften dieser Vorrichtungen zu verbessern.

Zu diesen Eigenschaften gehört insbesondere die Lebensdauer der elektronischen Vorrichtungen. Ein weiteres Problem stellt insbesondere die Energieeffizienz dar, mit der eine elektronische Vorrichtung die vorgegebene Aufgabe löst. Bei organischen Leuchtdioden, die sowohl auf niedermolekularen Verbindungen als auch auf polymeren Materialien basieren können, sollte insbesondere die Lichtausbeute hoch sein, so dass zum Erreichen eines bestimmten Lichtflusses möglichst wenig elektrische Leistung aufgebracht werden muss. Weiterhin sollte auch zum Erzielen einer vorgegebenen Leuchtdichte eine möglichst geringe Spannung notwendig sein.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung neuer Verbindungen, welche zu elektronischen Vorrichtungen mit verbesserten Eigenschaften führen. Insbesondere ist die Aufgabe Lochinjektionsmaterialien, Lochtransportmaterialien, Lochblockiermaterialien, Elektroneninjektionsmaterialien, Elektronenblockiermaterialien und/oder Emittermaterialien bereitzustellen, welche verbesserte Eigenschaften in Bezug auf Effizienz, Betriebsspannung, Lebensdauer, Farbkoordinaten und/oder Farbreinheit, d. h. Breite der Emissionsbande, zeigen. Weiterhin sollten sich die Verbindungen möglichst einfach verarbeiten lassen, insbesondere eine gute Löslichkeit und Filmbildung zeigen. Eine weitere Aufgabe kann darin gesehen werden, elektronische

Vorrichtungen mit einer ausgezeichneten Leistungsfähigkeit möglichst kostengünstig und in konstanter Qualität bereitzustellen

Weiterhin sollten die elektronischen Vorrichtungen für viele Zwecke eingesetzt oder angepasst werden können. Insbesondere sollte die Leistungsfähigkeit der elektronischen Vorrichtungen über einen breiten Temperaturbereich erhalten bleiben.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass diese sowie weitere nicht explizit genannte Aufgaben, die jedoch aus den hierin einleitend

diskutierten Zusammenhängen ohne Weiteres ableitbar oder erschließbar sind, durch Verbindungen mit allen Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst werden. Zweckmäßige Abwandlungen der erfindungsgemäßen Verbindungen werden in den auf Anspruch 1 rückbezogenen abhängigen Ansprüchen unter Schutz gestellt.

Gegenstand der Erfindung ist somit eine Verbindung, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (I) und/oder (II)

Formel (I) Formel (II) wobei für die verwendeten Symbole gilt:

X ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden CR oder N; E ist eine bivalente Brücke, wobei die Gruppe E zusammen mit den hiermit verbundenen C-Atomen einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bildet;

Y ist eine bivalente Brücke, ausgewählt aus O, S, C(R) 2 , C(R)=C(R), N(R), B(R), Si(R) 2 , C=O, C=NR, C=C(R) 2 , S=O, S0 2 , C(R) 2 -C(R) 2 , P(R) und P(=0)R; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, N(R 1 ) 2) CN, NO 2 , OH, COOH, C(=O)N(R 1 ) 2 , Si(R 1 ) 3l B(OR 1 ) 2 ,

C(=O)R 1 , P(=O)(R 1 ) 2 , S(=O)R 1 , S(=O) 2 R 1 , OSO 2 R 1 , eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH 2 -Gruppen durch R 1 C=CR 1 , C=C, Si(R 1 ) 2 , C=O, NR 1 , O, S oder CONR 1 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I oder CN ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkyl- gruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann, oder eine Diarylamino- gruppe, Diheteroarylaminogruppe oder Arylheteroarylaminogruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden;

R 1 ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I,

N(R 2 ) 2 , CN, NO 2 , Si(R 2 ) 3 , B(OR 2 ) 2 , C(=O)R 2 , P(=O)(R 2 ) 2 , S(=O)R 2 , S(=O) 2 R 2 , OSO 2 R 2 , eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxy- gruppe mit 1 bis 20 C-Atomen oder eine Alkenyl- oder Alkinylgruppe mit 2 bis 20 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 20 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R 2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte Ch -Gruppen durch R 2 C=CR 2 , C^C, Si(R 2 ) 2> C=O, NR 2 , O, S oder CONR 2 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder N0 2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 60 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R 2 substituiert sein kann, oder eine Aryl- oxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R 2 substituiert sein kann, oder eine Aralkyl- oder Heteroaralkylgruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R 2 substituiert sein kann, oder eine Diarylaminogruppe, Diheteroaryl- aminogruppe oder Arylheteroarylaminogruppe mit 10 bis 40 aromatischen Ringatomen, welche durch einen oder mehrere Reste R 2 substituiert sein kann; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Reste R 1 miteinander oder R 1 mit R ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches, aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem bilden;

R 2 ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F oder ein

aliphatischer, aromatischer und/oder heteroaromatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 C-Atomen, in dem auch ein oder mehrere H-Atome durch F ersetzt sein können; dabei können zwei oder mehrere Substituenten R 2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden..

Dabei bedeutet„benachbarte Kohlenstoffatome" bzw. benachbarte„CH 2 - Gruppen", dass die Kohlenstoffatome direkt aneinander gebunden sind.

Unter der Formulierung, dass zwei oder mehr Reste miteinander einen Ring bilden können, soll im Rahmen der vorliegenden Anmeldung unter anderem verstanden werden, dass die beiden Reste miteinander durch eine chemische Bindung verknüpft sind. Dies wird durch das folgende Schema verdeutlicht:

Weiterhin soll unter der oben genannten Formulierung aber auch verstanden werden, dass für den Fall, dass einer der beiden Reste Wasserstoff darstellt, der zweite Rest unter Bildung eines Rings an die Position, an die das Wasserstoffatom gebunden war, bindet. Dies soll durch das folgende Schema verdeutlicht werden:

Eine Arylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 40 C-Atome; eine Heteroarylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 2 bis 40 C-Atome und mindestens ein Heteroatom, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Dabei wird unter einer Arylgruppe bzw. Heteroarylgruppe entweder ein einfacher aromatischer Cyclus, also Benzol, bzw. ein einfacher heteroaromatischer Cyclus, beispielsweise Pyridin, Pyrimidin, Thiophen, etc., oder eine kondensierte Aryl- oder Heteroarylgruppe, beispielsweise Naphthalin, Anthracen, Phenanthren, Chinolin, Isochinolin, etc., verstanden.

Ein aromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 60 C Atome im Ringsystem. Ein heteroaromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 1 bis 60 C-Atome und mindestens ein Heteroatom im Ringsystem, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem im Sinne dieser Erfindung soll ein System verstanden werden, das nicht notwendigerweise nur Aryl- oder Heteroarylgruppen enthält, sondern in dem auch mehrere Aryl- oder Heteroarylgruppen durch eine nicht-aromatische Einheit (bevorzugt weniger als 10 % der von H verschiedenen Atome), wie z. B. ein C-, N- oder O-Atom oder eine Carbonylgruppe, unterbrochen sein können. So sollen beispielsweise auch Systeme wie 9,9'-Spirobifluoren, 9,9-Diarylfluoren, Triarylamin, Diarylether, Stilben, etc. als aromatische Ringsysteme im Sinne dieser Erfindung verstanden werden, und ebenso Systeme, in denen zwei oder mehrere Arylgruppen beispielsweise durch eine lineare oder cyclische Alkylgruppe oder durch eine Silylgruppe unterbrochen sind. Weiterhin sollen Systeme, in denen zwei oder mehrere Aryl- oder Heteroarylgruppen direkt aneinander gebunden sind, wie z. B. Biphenyl oder Terphenyl, ebenfalls als aromatisches bzw. heteroaromatisches Ringsystem verstanden werden.

Unter einer cyclischen Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe im Sinne dieser Erfindung wird eine monocyclische, eine bicyclische oder eine polycyclische Gruppe verstanden.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden unter einer d- bis C 40 - Alkylgruppe, in der auch einzelne H-Atome oder CH 2 -Gruppen durch die oben genannten Gruppen substituiert sein können, beispielsweise die Reste Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl, Cyclopropyl, n-Butyl, i-Butyl, s-Butyl, t-Butyl, Cyclobutyl, 2-Methylbutyl, n-Pentyl, s-Pentyl, t-Pentyl, 2- Pentyl, neo-Pentyl, Cyclopentyl, n-Hexyl, s-Hexyl, t-Hexyl, 2-Hexyl, 3- Hexyl, neo-Hexyl, Cyclohexyl, 1-Methylcyclopentyl, 2-Methylpentyl, n-Heptyl, 2-Heptyl, 3-Heptyl, 4-Heptyl, Cycloheptyl, 1-Methylcyclohexyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, Cyclooctyl, 1-Bicyclo[2,2,2]octyl, 2-Bicyclo[2,2,2]- octyl, 2-(2,6-Dimethyl)octyl, 3-(3,7-Dimethyl)octyl, Adamantyl, Trifluor- methyl, Pentafluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 1 ,1-Dimethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Dimethyl-n-hept-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-oct-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-dec-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-dodec-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-tetradec-1 -yl-, , 1 -Dimethyl-n- hexadec-1-yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-octadec-1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Diethyl-n-hept-1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-oct-1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-dec-1-yl-, 1 ,1- Diethy l-n-dodec-1 -yl-, 1 , 1 -Diethyl-n-tetradec-1 -yl-, 1 , 1 -Diethyln-n-hexadec- 1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-octadec-1-yl-, 1-(n-Propyl)-cyclohex-1-yl-, l-(n-Butyl)- cyclohex-1-yl-, 1-(n-Hexyl)-cyclohex-1-yl-, 1-(n-Octyl)-cyclohex-1-yl- und 1 - (n-Decyl)-cyclohex-l-yl- verstanden. Unter einer Alkenylgruppe werden beispielsweise Ethenyl, Propenyl, Butenyl, Pentenyl, Cyclopentenyl, Hexenyl, Cyclohexenyl, Heptenyl, Cycloheptenyl, Octenyl, Cyclooctenyl oder Cyclooctadienyl verstanden. Unter einer Alkinylgruppe werden beispielsweise Ethinyl, Propinyl, Butinyl, Pentinyl, Hexinyl, Heptinyl oder Octinyl verstanden. Unter einer C bis C 4 o-Alkoxygruppe werden beispielsweise Methoxy, Trifluormethoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy, n-Butoxy, i-Butoxy, s-Butoxy, t-Butoxy oder 2-Methylbutoxy verstanden.

Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 - 60 aromatischen Ringatomen, welches noch jeweils mit den oben genannten Resten substituiert sein kann und welches über beliebige Positionen am Aromaten bzw. Heteroaromaten verknüpft sein kann, werden beispielsweise Gruppen verstanden, die abgeleitet sind von Benzol, Naphthalin, Anthracen, Benzanthracen, Phenanthren, Benzophenanthren, Pyren, Chrysen, Perylen, Fluoranthen, Benzfluoranthen, Naphthacen, Pentacen, Benzpyren, Biphenyl, Biphenylen, Terphenyl, Terphenylen, Fluoren, Spiro- bifluoren, Dihydrophenanthren, Dihydropyren, Tetrahydropyren, eis- oder trans-lndenofluoren, eis- oder trans-Monobenzoindenofluoren, eis- oder trans-Dibenzoindenofluoren, Truxen, Isotruxen, Spirotruxen, Spiroiso- truxen, Furan, Benzofuran, Isobenzofuran, Dibenzofuran, Thiophen, Benzothiophen, Isobenzothiophen, Dibenzothiophen, Pyrrol, Indol, Iso- indol, Carbazol, Indolocarbazol, Indenocarbazol, Pyridin, Chinolin, Iso- chinolin, Acridin, Phenanthridin, Benzo-5,6-chinolin, Benzo-6,7-chinolin, Benzo-7,8-chinolin, Phenothiazin, Phenoxazin, Pyrazol, Indazol, Imidazol, Benzimidazol, Naphthimidazol, Phenanthrimidazol, Pyridimidazol, Pyrazin- imidazol, Chinoxalinimidazol, Oxazol, Benzoxazol, Naphthoxazol,

Anthroxazol, Phenanthroxazol, Isoxazol, 1 ,2-Thiazol, 1 ,3-Thiazol, Benzo- thiazol, Pyridazin, Benzopyridazin, Pyrimidin, Benzpyrimidin, Chinoxalin, 1 ,5-Diazaanthracen, 2,7-Diazapyren, 2,3-Diazapyren, 1 ,6-Diazapyren, 1 ,8-Diazapyren, 4,5-Diazapyren, 4,5,9, 10-Tetraazaperylen, Pyrazin, Phenazin, Phenoxazin, Phenothiazin, Fluorubin, Naphthyridin, Aza- carbazol, Benzocarbolin, Phenanthrolin, 1 ,2,3-Triazol, 1 ,2,4-Triazol, Benzotriazol, 1 ,2,3-Oxadiazol, 1 ,2,4-Oxadiazol, 1 ,2,5-Oxadiazol, 1 ,3,4- Oxadiazol, 1 ,2,3-Thiadiazol, 1 ,2,4-Thiadiazol, 1 ,2,5-Thiadiazol, 1 ,3,4-Thia- diazol, 1 ,3,5-Triazin, 1 ,2,4-Triazin, 1 ,2,3-Triazin, Tetrazol, 1 ,2,4,5-Tetrazin, 1 ,2,3,4-Tetrazin, 1,2,3,5-Tetrazin, Purin, Pteridin, Indolizin und Benzo- thiadiazol.

Bevorzugt sind Verbindungen umfassend Strukturen der Formeln (I) und/oder (II), dadurch gekennzeichnet, dass E ausgewählt ist aus Gruppen der Formel X=X-X=X, X-W-X, W-X=X, X=X-W, worin W ausgewählt ist aus O, S, C(R) 2 , N(R), B(R), Si(R) 2 , C=0, S=O, SO 2) P(R) und P(=O)R, wobei X und R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden sind und die zuvor genannte Bedeutung haben. Vorzugsweise ist W ausgewählt aus O, S und N(R). Besonders bevorzugt bildet E zusammen mit den hiermit

verbundenen C-Atomen einen aromatischen oder heteroaromatischen Ring mit fünf- oder sechs Gliedern.

Bevorzugt sind weiterhin Verbindungen, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (la) und/oder (IIa)

Formel (la) Formel (IIa),

wobei die verwendeten Symbole die zuvor genannten Bedeutungen haben.

Besonders bevorzugt sind Verbindungen, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (Ia1), (Ia2), (Ila1) und/oder (Ila2)

Formel (Ia2) Formel (Ila2) wobei die verwendeten Symbole die zuvor genannten Bedeutungen haben.

Ferner sind Verbindung mit mindestens einer Struktur der Formeln (Ia3) und/oder (Ia4)

Formel (Ia3) Formel (Ia4) bevorzugt, wobei die verwendeten Symbole die zuvor genannten

Bedeutungen haben.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (Ib) und/oder (IIb)

Formel (Ib) Formel (IIb) bevorzugt, wobei die verwendeten Symbole die zuvor genannten

Bedeutungen haben.

Gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Verbindungen, umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (Ib- 1) und/oder (llb-1)

Formel (lb-1) Formel (llb-1) ganz bevorzugt, wobei die verwendeten Symbole die zuvor genannten Bedeutungen haben.

Ferner sind Verbindungen, umfassend Strukturen der Formel (Ic)

Formel (Ic) bevorzugt, wobei die verwendeten Symbole die die zuvor genannten Bedeutungen haben und E bei jedem Auftreten gleich oder verschieden sein kann.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Verbindungen mindestens zwei bicyclische Gruppen aufweisen, die durch ein Strukturelement umfassend eine Gruppe Y gebildet werden, wobei Y bei jedem Auftreten gleich oder verschieden sein kann und die zuvor genannte Bedeutung aufweist.

Vorzugsweise kann die Verbindung Strukturen der Formel CyE-(CyF) n aufweisen, wobei für die Symbole und Indizes gilt:

n ist 2 oder 3

CyE ist ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

X- #

/ X X-X X—

X X X

\\ // X -X

# # # #

(CyE-1) (CyE-2) (CyE-3)

(CyE-4) (CyE-5) (CyE-6)

(CyE-13) (CyE-14) (CyE-15)

(CyE-23) (CyE-24)

(CyE-25) (CyE-26) (CyE-27) und CyF ist mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyF-1) (CyF-2),

wobei die verwendeten Symbole E, R, Y und X die zuvor genannten Bedeutungen haben, U ausgewählt ist aus O, S, C(R) 2 , N(R), B(R), Si(R) 2 , C=0, S=O, SO 2 , P(R) und P(=O)R, wobei U bevorzugt O, N(R) und C(R) 2 , ganz bevorzugt O und C(R) 2 , und besonders bevorzugt C(R) 2 bedeutet, die gestrichelte Linie in den Formeln CyF-1 und CyF-2 die Bindung an die Gruppe CyE kennzeichnen und Gruppe CyF jeweils an der durch # gekennzeichneten Position an CyE bindet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden

Erfindung ist U gleich O.

Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass CyF mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln ist

(CyF-3) (CyF-4)

wobei die verwendeten Symbole R, Y und X die in Anspruch 1 genannten Bedeutungen haben, die gestrichelte Linie in den Formeln CyF-3 und CyF- 4 die Bindung an CyE kennzeichnen und CyF jeweils an der durch # gekennzeichneten Position an CyE gebunden ist. Bevorzugt stehen maximal drei Symbole X in CyE und/oder CyF für N, besonders bevorzugt stehen maximal zwei Symbole X in CyC für N, ganz besonders bevorzugt steht maximal ein Symbol X in CyC für N. Insbesondere bevorzugt stehen alle Symbole X für CR.

Bevorzugte Ausführungsformen der Gruppe CyE sind die Strukturen der folgenden Formeln (CyE-28) bis (CyE-52), wobei U ausgewählt ist aus O, S, C(R) 2 , N(R), B(R), Si(R) 2 , C=0, S=0, S0 2> P(R) und P(=0)R, wobei U vorzugsweise C(R) 2 bedeutet, und die Gruppe CyE jeweils an der durch # gekennzeichneten Position an CyF bindet,

(CyE-28) (CyE-29) (CyE-30)

(CyE-34) (CyE-35) (CyE-36)

(CyE-47) (CyE-48) (CyE-49)

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Verbindungen Strukturen der Formel CyG(CyH) n aufweisen, wobei CyG und CyH zusammen jeweils einen Ring aufspannen und für die Symbole und Indizes gilt:

n ist 2 oder 3

CyG ist ein Strukturelement ausgewählt aus den Formeln

(CyG-1) (CyG-2) (CyG-3)

(CyG-7) (CyG-8) (CyG-9)

(CyG-15)

(CyG-16) (CyG-17)

und CyH ist mindestens ein Strukturelement ausgewählt aus den folgenden Formeln

(CyH-1) (CyH-2),

wobei die verwendeten Symbole R, Y und X die zuvor genannten

Bedeutungen haben, U ausgewählt ist aus O, S, C(R) 2 , N(R), B(R), Si(R) 2 , C=0, S=O, SO 2) P(R) und P(=O)R, wobei U vorzugsweise C(R) 2 bedeutet, die gestrichelte Linie in den Formeln CyH-1 und CyH-2 die Bindung an CyG kennzeichnen und CyH jeweils an den durch o gekennzeichneten Positionen an CyG unter Bildung eines Ringes binden.

Bevorzugt stehen maximal drei Symbole X in CyG und/oder CyH für N, besonders bevorzugt stehen maximal zwei Symbole X in CyC für N, ganz besonders bevorzugt steht maximal ein Symbol X in CyC für N. Insbesondere bevorzugt stehen alle Symbole X für CR.

Besonders bevorzugte Gruppen CyG sind die Gruppen der folgenden Formeln (CyG- 6) bis (CyG-28),

(CyG- 8) (CyG-19) (CyG-20)

(CyG-25) (CyG-26) (CyG-27)

(CyG-28) (CyG-29) (CyG-30)

wobei das verwendete Symbol X die zuvor genannte Bedeutung hat, U ausgewählt ist aus O, S, C(R) 2 , N(R), B(R), Si(R) 2 , C=O, S=O, SO 2 , P(R) und P(=0)R, wobei U vorzugsweise C(R) 2 bedeutet, und CyH jeweils an den durch o gekennzeichneten Positionen an CyG unter Bildung eines Ringes binden

Wenn in der Struktur der Formel (I) und/oder Formel (II) Reste R gebunden sind, so sind diese Reste R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Br, I, N(R 1 ) 2 , CN, Si(R 1 ) 3 , B(OR 1 ) 2 , C(=O)R 1 , einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder einer Alkenylgruppe mit 2 bis 10 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R 1 substituiert sein kann, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 30

aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Rest R oder R mit R 1 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden. Besonders bevorzugt sind diese Reste R bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, N(R ) 2 , einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R 1 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R oder R mit R 1 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend Strukturen der Formel (I) und/oder (II) können je nach Struktur auch chiral sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sie Substituenten enthalten, beispielsweise Alkyl-, Alkoxy, Dialkylamino- oder Aralkylgruppen, welche ein oder mehrere Stereozentren aufweisen. Da es sich bei der Grundstruktur des Komplexes auch um eine chirale Struktur handeln kann, ist die Bildung von Diastereo- meren und mehreren Enantiomerenpaaren möglich. Die erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen dann sowohl die Mischungen der verschiedenen Diastereomere bzw. die entsprechenden Racemate wie auch die einzelnen isolierten Diastereomere bzw. Enantiomere.

Vorzugsweise kann die Verbindung in Form einer Enantiomerenmischung, besonders bevorzugt einer Diasteromerenmischung vorliegen. Hierdurch können die Eigenschaften von elektronischen Vorrichtungen, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen erhältlich sind, unerwartet gesteigert werden. Zu diesen Eigenschaften gehören

insbesondere die Lebensdauer der Vorrichtungen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind Verbindungen der

1204473-24-4 1204473-32-4 1204473-31-3 ausgenommen.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Strukturen der Formeln (I) und/oder (II) vorzugsweise einen Gehalt an Bromatomen von höchstens 18 Gew.-%, besonders bevorzugt höchstens 10 Gew.-% und speziell bevorzugt höchstens 5 Gew.-% aufweist. Gemäß einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfinung weisen die erfindungsgemäßen Verbindungen einen vorzugsweise einen Gehalt an Bromatomen von höchstens 18 Gew.-%, besonders bevorzugt höchstens 10 Gew.-% und speziell bevorzugt höchstens 5 Gew.-% auf.

Weiterhin kann vorgeshen sein, dass dass in den Strukturen gemäß

Formeln (I), (II), (la), (IIa), (Ia1), (Mal), (Ia2), (Ila2), (Ia3), (Ia4), (Ib), (IIb) und (Ic) sowie den Strukturen gemäß Formel CyE-(CyF) n und CyG(CyH) n die Symbole X so gewählt werden, dass das Verhältnis von CR zu N vorgzusweise größer oder gleich 2, bevorzugt größer oder gleich 3 und besonders bevorzugt größer oder gleich 4 ist.

Besonders bevorzugte Verbindungen umfassen Strukuren gemäß den folgenden Formeln 1 bis 59:

1 2













30

35

Weiterhin umfassen besonders bevorzugte Verbindungen Strukuren gemäß den folgenden Formeln 60 bis67:

25

30

Die Verbindungen mit mindestens einer Struktur der Formeln 60, 61 , 64 bis 67 können bevorzugt in Form eines Diastereomerengemisches vorliegen und/oder eingesetzt werden.

Ferner sind Verbindungen besonders bevorzugt, die Strukturen gemäß den folgenden Formeln 68 bis 77 umfassen:

Die Verbindungen mit mindestens einer Struktur der Formeln 68 bis 77 können bevorzugt in Form eines Diastereomerengemisches vorliegen und/oder eingesetzt werden.

Weiterhin umfassen besonders bevorzugte Verbindungen Strukuren gemäß den folgenden Formeln 78 bis 85:

84 85

Die oben genannten bevorzugten Ausführungsformen sind beliebig miteinander kombinierbar. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gelten die oben genannten bevorzugten Ausführungsformen gleichzeitig.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind prinzipiell durch verschiedene Verfahren darstellbar. Es haben sich jedoch die im Folgenden

beschriebenen Verfahren als besonders geeignet herausgestellt.

Daher ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen, umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) durch Umsetzung mindestens eines Aldehyds mit mindestens einem aromatischen oder heteroaromatischen Amin und mindestens einem bicyclischen Olefin. Zur Umsetzung können auch Mischungen von Aldehyden, aromatischen Aminen und/oder bicyclischen Olefinen eingesetzt werden. Bevorzugt werden jedoch reine Stoffe umgesetzt, um ein definiertes Produkt zu erhalten.

Eine Umsetzung ergibt sich beispielhaft gemäß folgendem Schema: akiviertes Olefin

Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind vorzugsweise durch

Lewissäure-katalysiert Umsetzung von Arylaminen mit Aldehyden zu Iminen und nachgelagerte Povarov-Reaktion mit aktivierten Olefinen zu Tetrahydro-iso-chinolinen und deren anschließende Dehydrierung zugänglich. Die Reaktionssequenz Iminbildung und Povarov-Reaktion kann dabei bevorzugt als Eintopfverfahren durchgeführt werden. Als aktivierte Olefine finden bi- und tri-cyclische Olefine, zum Beispiel vom Bicyclo[2.2.1]- (Norbornen) und Bicyclo[2.2.2]-Typ (Barrelen) Verwendung.

Als Lewissäuren kommen Hautgruppenelementverbindungen wie Bor-, Aluminium-, Gallium- und Indiumhalogenide sowie deren Addukte, besonders bevorzugt Bortrifluorid, Bortrifluorid-Etherate,

Aluminiumtrichlorid, Galliumtrichlorid, Indiumtrichlorid, Phosphor-, Bismut- und Antimonhalogenide wie Bismuttrichlorid oder aber auch

Übergangmetall- und Lanthanoidverbindungen, bevorzugt Zr, Cu, Ag, Au, Zn, Y, La, Yb-Salze, wie Halogenide, Acetate und Triflate, zum Einsatz.

Die Dehydrierung des substituierten Tetrahydro-iso-chinolins kann nach literaturbekannten Verfahren, z.B. durch Übergangsmetall-katalysierte Dehydrieung bzw. Transferdehydrierung, oder durch Oxidation mit

Metalloxiden (z.B. Mangandioxid) oder Chinonen (z.B. DDQ) erfolgen.

Ferner können Aldehyde mit einer, bevorzugt zwei oder mehr

Aldehydgruppen verwendet werden, wobei vorzugsweise aromatische oder heteroaromatische Aldehyde eingesetzt werden. Zu den bevorzugten Aldehyden gehören unter anderem die in den Synthesebeispielen dargelegten Verbindungen. Zu den bevorzugten Monoaldehyden zählen beispielsweise Benzaldehyd (CAS 100-52-7), mit Alkylgruppen substituierte Benzaldehyde, 2- Naphthaldehyd (CAS 66-99-9), 6-tert-Butyl-3-formylpyridin (CAS 391900- 69-9), 2-tert-Butylpyrimidin-5-carbaldehyd (CAS 104461-06-5), 3- Phenylbenzaldehyd (CAS 1204-60-0), 2-Benzofurancarboxaldehyd (CAS 4265-16-1), 3-Dibenzofurancarboxaldehyd (CAS 51818-91-8), 9,9'-

Spirobi[9H-fluorene]-2-carboxaldehyd (CAS 124575-66-2) und [1 ,1':3Μ "- Terphenyl]-5'-carboxaldehyd (CAS 220955-80-6).

Zu den bevorzugten Dialdehyden zählen unter anderem 1 ,3-Phthalaldehyd (CAS 626-19-7), 1 ,4-Phthalaldehyd (CAS 623-27-8),

1.5- Naphthalenedicarboxaldehyd (CAS 7141-15-3),

1.6- Pyrenedicarboxaldehyde (CAS 252338-01-5) und 9,9'-Spirobi[9H- fluorene]-2,7-dicarboxaldehyd, (CAS 856014-12-5). Ferner können aromatische oder heteroaromatische Amine mit einer, bevorzugt zwei oder mehr Amingruppen verwendet werden. Zu den bevorzugten aromatische oder heteroaromatische Aminen gehören unter anderem die in den Synthesebeispielen dargelegten Verbindungen. Zu den bevorzugten Monoaminen zählen beispielsweise Anilin (CAS 62- 63-3), 4-Methylanilin (CAS 106-49-0), 3,5-Di-Methylanilin, 4-t-Butylanilin (CAS 769-92-6), 4-Phenylanilin (CAS 92-67-1), 2-tert-Butyl-5- aminopyrimidin (CAS 59950-55-9), 2-Benzofuranamin (CAS 139266-08-3), 2-Aminobenzo[b]thiophen (CAS 4521-30-6), 1-Aminonaphthalen (CAS 134-32-7), 8-Aminochinolin (CAS 578-66-5), 1-Anthracenamin (CAS 610- 49-1), 2-Anthracenamin (CAS 613-13-8) und 1-Phenazinamin (9CI) (CAS 2876-22-4).

Zu den bevorzugten Diaminen zählen unter anderem p-Phenylendiamin (CAS 06-50-3), m-Phenylendiamin (CAS 108-45-2), o-Phenylendiamin (CAS 95-54-5), 1 ,5-Naphthalendiamin (CAS 2243-62-1) und 1 ,5- Naphthyridin-4,8-diamin (CAS 64761-26-8).

Ferner können bicyclischen Olefinen mit einer, zwei oder mehr

Doppelbindungen verwendet werden. Zu den bevorzugten bicyclischen Olefinen gehören unter anderem die in den Synthesebeispielen

dargelegten Verbindungen.

Zu den bevorzugten bicyclischen Olefinen zählen unter anderem

Norbornen (CAS 498-66-8), Norbornadien (CAS 121-46-0), 7,7-Dimethyl norbornen (CAS 6541-60-2), Benzonorbornadien (CAS 4453-90-1), 7- Oxanorbomen (CAS 6705-50-6), 7-Oxabenzonorbornadien (CAS 573-57- 9), Bicyclo(2,2,2)-2-octen (CAS 931-64-6), Bicyclo(2,2,2)octa-2,5-dien (CAS 500-23-2), Bicyclo(2,2,2)octa-2,5,7-trien (CAS 500-24-3) und 1 ,4- Dihydro-1 ,4-Ethenonaphthalin (CAS 7322-47-6).

Vorzugsweise kann bei einer Umsetzung eine Lewis-Säure als Katalysator eingesetzt werden, wobei mit Vorteil Bortrifluoridetherat (CAS 60-29-7) verwendet werden kann.

Zur Erhalt von Verbindungen mit den erfindungsgemäßen Strukturen, wird im Allgemeinen eine Oxidation durchgeführt. Hierzu sind übliche

Oxidationsmittel, beispielsweise Mangandioxid oder Chinone geeignet.

Die zuvor dargelegten Reaktionen sind dem Fachmann im Prinzip unter dem Namen„Povarov-Reaktion" bekannt und in der Literatur,

beispielsweise in J. Org. Chem. 75 (2010) 702-715 und in Tetrahedron 65 (2009) 2721-2750 ausführlich mit weiteren Hinweisen beschrieben.

Eine nach der Umsetzung von mindesten einem Aldehyd mit mindestens einem aromatischen Amin und mindestens einem bicyclischen Olefin erhaltene Zwischenverbindung kann in einer Kupplungsreaktion umgesetzt werden.

Geeignete Reaktionen zur Bildung von C-C-Verknüpfungen und/oder C-N- Verknüpfungen sind dem Fachmann bekannt und in der Literatur beschrieben. Besonders geeignete und bevorzugte Kupplungsreaktionen, die alle zu C-C-Verknüpfungen führen, sind solche gemäß BUCHWALD, SUZUKI, YAMAMOTO, STILLE, HECK, NEGISHI, SONOGASHIRA und HIYAMA. Durch diese Verfahren, gegebenenfalls gefolgt von Aufreinigung, wie z. B. Umkristallisation oder Sublimation, lassen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder Formel (II) in hoher Reinheit, bevorzugt mehr als 99 % (bestimmt mittels 1 H-NMR und/oder HPLC) erhalten.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch geeignete

Substituenten aufweisen, beispielsweise durch längere Alkylgruppen (ca. 4 bis 20 C-Atome), insbesondere verzweigte Alkylgruppen, oder

gegebenenfalls substituierte Arylgruppen, beispielsweise Xylyl-, Mesityl- oder verzweigte Terphenyl- oder Quaterphenylgruppen, die eine

Löslichkeit in gängigen organischen Lösemitteln bewirken, wie beispielsweise Toluoi oder Xylol bei Raumtemperatur in ausreichender

Konzentration löslich, um die Komplexe aus Lösung verarbeiten zu können. Diese löslichen Verbindungen eignen sich besonders gut für die Verarbeitung aus Lösung, beispielsweise durch Druckverfahren. Weiterhin ist festzuhalten, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (I) und/oder (II) bereits eine gesteigerte Löslichkeit in diesen Lösungsmitteln besitzen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch mit einem Polymer gemischt werden. Ebenso ist es möglich, diese Verbindungen kovalent in ein Polymer einzubauen. Dies ist insbesondere möglich mit Verbindungen, welche mit reaktiven Abgangsgruppen, wie Brom, lod, Chlor, Boronsäure oder Boronsäureester, oder mit reaktiven, polymerisierbaren Gruppen, wie Olefinen oder Oxetanen, substituiert sind. Diese können als Monomere zur Erzeugung entsprechender Oligomere, Dendrimere oder Polymere Verwendung finden. Die Oligomerisation bzw. Polymerisation erfolgt dabei bevorzugt über die Halogenfunktionalität bzw. die Boronsäurefunktionalität bzw. über die polymerisierbare Gruppe. Es ist weiterhin möglich, die Polymere über derartige Gruppen zu vernetzen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen und Polymere können als vernetzte oder unvernetzte Schicht eingesetzt werden.

Weiterer Gegenstand der Erfindung sind daher Oligomere, Polymere oder Dendrimere enthaltend eine oder mehrere der oben aufgeführten Strukturen der Formeln (I) und/oder (II) oder erfindungsgemäße

Verbindungen, wobei ein oder mehrere Bindungen erfindungsgemäßen Verbindungen oder der Strukturen der Formeln (I) und/oder (II) zum

Polymer, Oligomer oder Dendrimer vorhanden sind. Je nach Verknüpfung der Strukturen der Formeln (I) und/oder (II) bzw. der Verbindungen bilden diese daher eine Seitenkette des Oligomers oder Polymers oder sind in der Hauptkette verknüpft. Die Polymere, Oligomere oder Dendrimere können konjugiert, teilkonjugiert oder nicht-konjugiert sein. Die Oligomere oder Polymere können linear, verzweigt oder dendritisch sein. Für die

Wiederholeinheiten der erfindungsgemäßen Verbindungen in Oligomeren, Dendrimeren und Polymeren gelten dieselben Bevorzugungen, wie oben beschrieben.

Zur Herstellung der Oligomere oder Polymere werden die erfindungsgemäßen Monomere homopolymerisiert oder mit weiteren Monomeren copolymerisiert. Bevorzugt sind Copolymere, wobei die Einheiten gemäß

Formel (1) bzw. die oben ausgeführten bevorzugten Ausführungsformen zu 0.01 bis 99.9 mol%, bevorzugt 5 bis 90 mol%, besonders bevorzugt 20 bis 80 mol% vorhanden sind. Geeignete und bevorzugte Comonomere, welche das Polymergrundgerüst bilden, sind gewählt aus Fluorenen (z. B. gemäß EP 842208 oder WO 2000/022026), Spirobifluorenen (z. B. gemäß EP 707020, EP 894107 oder WO 2006/061181), Para-phenylenen (z. B. gemäß WO 92/18552), Carbazolen (z. B. gemäß WO 2004/070772 oder WO 2004/113468), Thiophenen (z. B. gemäß EP 1028136), Dihydro- phenanthrenen (z. B. gemäß WO 2005/014689), eis- und trans-lndeno- fluorenen (z. B. gemäß WO 2004/041901 oder WO 2004/113412), Ketonen (z. B. gemäß WO 2005/040302), Phenanthrenen (z. B. gemäß

WO 2005/104264 oder WO 2007/017066) oder auch mehreren dieser Einheiten. Die Polymere, Oligomere und Dendrimere können noch weitere Einheiten enthalten, beispielsweise Lochtransporteinheiten, insbesondere solche basierend auf Triarylaminen, und/oder Elektronentransporteinheiten.

Ferner können die vorliegenden Verbindungen ein relativ geringes

Molekulargewicht aufweisen. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß eine Verbindung, die ein Molekulargewicht von W

- 46 - vorzugsweise höchstens 10000 g/mol, besonders bevorzugt höchstens 5000 g/mol und speziell bevorzugt höchstens 3000 g/mol aufweist.

Weiterhin zeichnen sich bevorzugte Verbindungen dadurch aus, dass diese sublimierbar sind. Diese Verbindungen weisen im Allgemeinen eine Molmasse von weniger als ca. 200 g/mol auf.

Von besonderem Interesse sind des Weiteren erfindungsgemäße

Verbindungen, die sich durch eine hohe Glasübergangstemperatur auszeichnen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere

erfindungsgemäße Verbindungen umfassend Strukturen der allgemeinen Formeln (I) oder (II) bevorzugt, die eine Glasübergangstemperatur von mindestens 70°C, besonders bevorzugt von mindestens 110°C, ganz besonders bevorzugt von mindestens 125°C und insbesondere bevorzugt von mindestens 50°C aufweisen, bestimmt nach DIN 51005.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können mindestens ein Metallatom ausgewählt aus Iridium, Ruthenium, Palladium, Platin, Osmium oder Rhenium, vorzugsweise Iridium oder Platin aufweisen. Diese

Verbindungen sind insbesondere als phosphoreszierende Emitter geeignet. Beispielsweise können die zuvor dargelegten Verbindungen 1 bis 27 sowie die in Beispielen dargelegten Verbindungen A1 bis A27 mit Platin und/oder Iridium zu emittierenden Metallkomplexen umgesetzt werden.

Bevorzugt sind insbesondere Metallkomplexe der Formel (M-1)

M(L) n (L') m Formel (M-1), wobei für die verwendeten Symbole und Indizes gilt:

M ist Iridium oder Platin;

L ist gleich oder verschieden bei jedem Auftreten ein Ligand,

umfassend umfassend mindestens eine Struktur der Formeln (I) und/oder (II); ist gleich oder verschieden bei jedem Auftreten ein beliebiger

Coligand; ist , 2 oder 3; m ist 0, 1 , 2, 3 oder 4;

Beispielsweise können die entsprechenden freien Liganden L und gegebenenfalls L' mit Metallalkoholaten der Formel (M-2), mit

Metallketoketonaten der Formel (M-3), mit Metallhalogeniden der Formel (M-4), mit dimeren Metallkomplexen der Formel (M-5) oder mit

Metallkomplexen der Formel (M-6),

M(OR)n MHaln

Formel (M-2) Formel (M-3) Formel (M-4)

(L')m ; (Anion)

Formel (M-5) Formel (M-6) wobei die Symbole M, m, n und R die oben angegebenen Bedeutungen haben, Hai = F, Cl, Br oder I ist, L" für einen Alkohol, insbesondere für einen Alkohol mit 1 bis 4 C-Atomen oder ein Nitril, insbesondere Acetonitril oder Benzonitril, steht und (Anion) ein nicht-koordinierendes Anion ist, wie beispielsweise Triflat. Es können ebenfalls Metallverbindungen, insbesondere Iridiumverbindungen, die sowohl Alkoholat- und/oder Halogenid- und/oder Hydroxy- wie auch Ketoketonatreste tragen, verwendet werden. Diese Verbindungen können auch geladen sein. Entsprechende Iridiumverbindungen, die als Edukte besonders geeignet sind, sind in WO 2004/085449 offenbart.

Besonders geeignet sind [lrCI 2 (acac)2]~ beispielsweise Na[lrCI 2 (acac) 2 ], Metallkomplexe mit Acetylacetonat-Derivaten als Ligand, beispielsweise lr(acac) 3 oder Tris(2,2,6,6-Tetramethylheptan-3,5-dionato)iridium, und IrC xhfeO, wobei x üblicherweise für eine Zahl zwischen 2 und 4 steht.

Geeignete Platin-Edukte sind beispielsweise PtCI 2 , K 2 [PtCI 4 ],

PtCI 2 (DMSO) 2l Pt(Me) 2 (DMSO) 2 oder PtCI 2 (Benzonitril) 2 .

Die Synthese der Komplexe wird bevorzugt durchgeführt wie in WO

2002/060910, WO 2004/085449 und WO 2007/065523 beschrieben.

Heteroleptische Komplexe können beispielsweise auch gemäß WO

2005/042548 synthetisiert werden. Dabei kann die Synthese beispielsweise auch thermisch, photochemisch und/oder durch Mikrowellenstrahlung aktiviert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Reaktion ohne die Verwendung eines zusätzlichen Lösemittels in der Schmelze durchgeführt. Dabei bedeutet„Schmelze", dass der Ligand geschmolzen vorliegt und die Metall-Vorstufe in dieser Schmelze gelöst oder suspendiert ist. Zur Aktivierung der Reaktion ist es weiterhin auch möglich, eine Lewis-Säure, beispielsweise ein Silbersalz oder AlC , zuzugeben.

Nochmals ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Formulierung, enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung bzw. ein erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer und mindestens eine weitere Verbindung. Die weitere Verbindung kann beispielsweise ein Lösemittel sein. Die weitere Verbindung kann aber auch eine weitere organische oder anorganische Verbindung sein, die ebenfalls in der elektronischen Vorrichtung eingesetzt wird, beispielsweise ein Matrixmaterial. Diese weitere Verbindung kann auch polymer sein.

Nochmals ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Zusammensetzung enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung und wenigstens ein weiteres organisch funktionelles Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus fluoreszierenden Emittern, phosphoreszierenden Emittern, Host Materialien, Matrix-Materialien, Elektronen- transportmaterialien, Elektroneninjektionsmaterialien, Lochleitermaterialien, Lochinjektionsmaterialien, Elektronenblockiermaterialien und Lochblockiermaterialien.

Die oben beschriebenen Verbindung, umfassend Strukturen der Formeln (I) und/oder (II), bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen können in einer elektronischen Vorrichtung bevorzugt als aktive Komponente verwendet werden. Unter einer elektronischen Vorrichtung wird eine Vorrichtung verstanden, welche Anode, Kathode und mindestens eine Schicht enthält, wobei diese Schicht mindestens eine organische bzw. metallorganische Verbindung enthält. Die erfindungsgemäße elektronische Vorrichtung enthält also Anode, Kathode und mindestens eine Schicht, welche mindestens eine Verbindung, umfassend Strukturen der Formeln (I) und/oder (II), enthält. Dabei sind bevorzugte elektronische Vorrichtungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus organischen Elektrolumines- zenzvorrichtungen (OLEDs, PLEDs), organischen integrierten Schaltungen (O-ICs), organischen Feld-Effekt-Transistoren (O-FETs), organischen Dünnfilmtransistoren (O-TFTs), organischen lichtemittierenden

Transistoren (O-LETs), organischen Solarzellen (O-SCs), organischen optischen Detektoren, organischen Photorezeptoren, organischen Feld- Quench-Devices (O-FQDs), lichtemittierenden elektrochemischen Zellen (LECs) oder organischen Laserdioden (O-Laser), enthaltend in mindestens einer Schicht mindestens eine Verbindung, umfassend Strukturen der Formeln (I) und/oder (II). Besonders bevorzugt sind organische Elektro- lumineszenzvorrichtungen. Aktive Komponenten sind generell die

organischen oder anorganischen Materialien, welche zwischen Anode und Kathode eingebracht sind, beispielsweise Ladungsinjektions-, Ladungstransport- oder Ladungsblockiermaterialien, insbesondere aber Emissionsmaterialien und Matrixmaterialien. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen besonders gute Eigenschaften als Emissionsmaterial in

organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sind daher organische Elektrolumineszenzvor- richtungen. Weiterhin können die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Erzeugung von Singulett-Sauerstoff oder in der Photokatalyse eingesetzt werden. Die organische Elektrolumineszenzvorrichtung enthält Kathode, Anode und mindestens eine emittierende Schicht. Außer diesen Schichten kann sie noch weitere Schichten enthalten, beispielsweise jeweils eine oder mehrere Lochinjektionsschichten, Lochtransportschichten, Lochblockierschichten, Elektronentransportschichten, Elektroneninjektionsschichten, Exzitonenblockierschichten, Elektronenblockierschichten, Ladungs- erzeugungsschichten und/oder organische oder anorganische p/n-Über- gänge. Dabei ist es möglich, dass eine oder mehrere Lochtransportschichten p-dotiert sind, beispielsweise mit Metalloxiden, wie M0O 3 oder WO 3 oder mit (per)fluorierten elektronenarmen Aromaten, und/oder dass eine oder mehrere Elektronentransportschichten n-dotiert sind. Ebenso können zwischen zwei emittierende Schichten Interlayers eingebracht sein, welche beispielsweise eine Exzitonen-blockierende Funktion aufweisen und/oder die Ladungsbalance in der Elektrolumineszenzvorrichtung steuern. Es sei aber darauf hingewiesen, dass nicht notwendigerweise jede dieser Schichten vorhanden sein muss.

Dabei kann die organische Elektrolumineszenzvorrichtung eine

emittierende Schicht enthalten, oder sie kann mehrere emittierende

Schichten enthalten. Wenn mehrere Emissionsschichten vorhanden sind, weisen diese bevorzugt insgesamt mehrere Emissionsmaxima zwischen 380 nm und 750 nm auf, so dass insgesamt weiße Emission resultiert, d. h. in den emittierenden Schichten werden verschiedene emittierende

Verbindungen verwendet, die fluoreszieren oder phosphoreszieren können. Insbesondere bevorzugt sind Dreischichtsysteme, wobei die drei Schichten blaue, grüne und orange oder rote Emission zeigen (für den prinzipiellen Aufbau siehe z. B. WO 2005/011013) bzw. Systeme, welche mehr als drei emittierende Schichten aufweisen. Es kann sich auch um ein Hybrid-System handeln, wobei eine oder mehrere Schichten fluoreszieren und eine oder mehrere andere Schichten phosphoreszieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die organische Elektrolumineszenzvorrichtung die efindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen als emittierende Verbindung und/oder als Matrixmaterial in einer oder mehreren emittierenden Schichten, bevorzugt in Kombination mit einem weiteren Matrixmaterial und/oder einer weiteren emittierenden Verbindung.

Hierbei kann mindestens eine erfindungsgemäße Verbindung,

vorzugsweise ein erfindungsgemäßer Metallkomplex umfassend

Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als emittierende Verbindung in einer emittierenden Schicht eingesetzt werden, bevorzugt in Kombination mit einem Matrixmaterial, welches Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (I) oder (II) umfasst. Ferner kann ein erfindungsgemäßer

Metallkomplex umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) mit einem Matrixmaterial ohne Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) kombiniert werden. Weiterhin kann eine erfindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als Matrixmaterial eingesetzt werden, wobei dieses Matrixmaterial mit einem Metallkomplex ohne Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) kombiniert werden kann.

Wenn die efindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als emittierende Verbindung in einer emittierenden Schicht eingesetzt wird, wird sie bevorzugt in Kombination mit einem oder mehreren Matrixmaterialien eingesetzt. Die Mischung aus der efindungs- gemäßen Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) und dem Matrixmaterial enthält zwischen 0.1 und 99 Vol.-%, vorzugsweise zwischen 1 und 90 Vol.-%, besonders bevorzugt zwischen 3 und 40 Vol.-%, insbesondere zwischen 5 und 15 Vol.-% der efindungsgemäßen Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) bezogen auf die Gesamtmischung aus Emitter und Matrixmaterial. Entsprechend enthält die Mischung zwischen 99.9 und 1 Vol.-%, vorzugsweise zwischen 99 und 10 Vol.-%, besonders bevorzugt zwischen 97 und 60 Vol.-%, insbesondere zwischen 95 und 85 Vol.-% des Matrixmaterials bezogen auf die Gesamtmischung aus Emitter und Matrixmaterial.

Als Matrixmaterial können generell alle Materialien eingesetzt werden, die gemäß dem Stand der Technik hierfür bekannt sind. Bevorzugt ist das Triplett-Niveau des Matrixmaterials höher als das Triplett-Niveau des Emitters. Geeignete Matrixmaterialien für die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Ketone, Phosphinoxide, Sulfoxide und Sulfone, z. B. gemäß

WO 2004/013080, WO 2004/093207, WO 2006/005627 oder

WO 2010/006680, Triarylamine, Carbazolderivate, z. B. CBP (N,N-Bis- carbazolylbiphenyl), m-CBP oder die in WO 2005/039246,

US 2005/0069729, JP 2004/288381 , EP 1205527, WO 2008/086851 oder US 2009/0134784 offenbarten Carbazolderivate, Indolocarbazolderivate, z. B. gemäß WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Indenocarbazol- derivate, z. B. gemäß WO 2010/136109 oder WO 2011/000455, Aza- carbazole, z. B. gemäß EP 1617710, EP 1617711 , EP 1731584,

jp 2005/347160, bipolare Matrixmaterialien, z. B. gemäß

WO 2007/137725, Silane, z. B. gemäß WO 2005/111172, Azaborole oder Boronester, z. B. gemäß WO 2006/117052, Diazasilolderivate, z. B. gemäß WO 2010/054729, Diazaphospholderivate, z. B. gemäß WO 2010/054730, Triazinderivate, z. B. gemäß WO 2010/015306, WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Zinkkomplexe, z. B. gemäß EP 652273 oder

WO 2009/062578, Dibenzofuranderivate, z. B. gemäß WO 2009/148015, oder verbrückte Carbazolderivate, z. B. gemäß US 2009/0136779,

WO 2010/050778, WO 2011/042107 oder WO 2011/088877. Weiterhin können die erfindungsgemäßen Verbindungen als

Matrixmaterialien eingesetzt werden. Hierbei können die

erfindungsgemäßen Matrixmaterialien sowohl zusammen mit

emmitierenden Verbindungen eingesetzt werden, die mindestens eine Struktur gemäß Formeln (I) und/oder (II) umfassen, als auch mit

emmitierenden Verbindungen die keine Struktur gemäß Formeln (I) und/oder (II) aufweisen. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die zuvor genannten Verhältnisse von Matrixmaterial zu emmitierenden Verbindungen entsprechend gelten. Es kann auch bevorzugt sein, mehrere verschiedene Matrixmaterialien als Mischung einzusetzen, insbesondere mindestens ein elektronenleitendes Matrixmaterial und mindestens ein lochleitendes Matrixmaterial. Eine bevorzugte Kombination ist beispielsweise die Verwendung eines aromatischen Ketons, eines Triazin-Derivats oder eines Phosphinoxid-Derivats mit einem Triarylamin-Derivat oder einem Carbazol-Derivat als gemischte Matrix für den erfindungsgemäßen Metallkomplex. Ebenso bevorzugt ist die Verwendung einer Mischung aus einem ladungstransportierenden Matrixmaterial und einem elektrisch inerten Matrixmaterial, welches nicht bzw. nicht in wesentlichem Maße am Ladungstransport beteiligt ist, wie z. B. in WO 2010/108579 beschrieben.

Weiterhin bevorzugt ist es, eine Mischung aus zwei oder mehr Triplett- Emittern zusammen mit einer Matrix einzusetzen. Dabei dient der Triplett- Emitter mit dem kürzerwelligen Emissionsspektrum als Co-Matrix für den Triplett-Emitter mit dem längerwelligen Emissionsspektrum. So können beispielsweise die erfindungsgemäßen Verbindungen umfassend

Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als Co-Matrix für längerwellig emittierende Triplettemitter, beispielsweise für grün oder rot emittierende Triplettemitter, eingesetzt werden.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich auch in anderen

Funktionen in der elektronischen Vorrichtung einsetzen, beispielsweise als Lochtransportmaterial in einer Lochinjektions- oder -transportschicht, als Ladungserzeugungsmaterial oder als Elektronenblockiermaterial. Ebenso lassen sich die erfindungsgemäßen Komplexe als Matrixmaterial für andere phosphoreszierende Metallkomplexe in einer emittierenden Schicht einsetzen.

Ferner ist eine elektronische Vorrichtung, vorzugsweise eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die eine oder mehrere erfindungsgemäße Verbindungen und/oder mindestens ein erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer in einer oder mehreren elektronenleitenden Schichten umfasst, als

elektronenleitende Verbindung.

Weiterhin ist eine elektronische Vorrichtung, vorzugsweise eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die eine oder mehrere erfindungsgemäße Verbindungen und/oder mindestens ein erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer in einer oder mehreren lochleitende Schichten, besonders bevorzugt als lochleitende Verbindung. Als Kathode sind Metalle mit geringer Austrittsarbeit, Metalllegierungen oder mehrlagige Strukturen aus verschiedenen Metallen bevorzugt, wie beispielsweise Erdalkalimetalle, Alkalimetalle, Hauptgruppenmetalle oder Lanthanoide (z. B. Ca, Ba, Mg, AI, In, Mg, Yb, Sm, etc.). Weiterhin eignen sich Legierungen aus einem Alkali- oder Erdalkalimetall und Silber, beispielsweise eine Legierung aus Magnesium und Silber. Bei mehrlagigen Strukturen können auch zusätzlich zu den genannten Metallen weitere Metalle verwendet werden, die eine relativ hohe Austrittsarbeit aufweisen, wie z. B. Ag, wobei dann in der Regel Kombinationen der Metalle, wie beispielsweise Mg/Ag, Ca/Ag oder Ba/Ag verwendet werden. Es kann auch bevorzugt sein, zwischen einer metallischen Kathode und dem

organischen Halbleiter eine dünne Zwischenschicht eines Materials mit einer hohen Dielektrizitätskonstante einzubringen. Hierfür kommen beispielsweise Alkalimetall- oder Erdalkalimetallfluoride, aber auch die entsprechenden Oxide oder Carbonate in Frage (z. B. LiF, Li 2 O, BaF 2) MgO, NaF, CsF, CS2CO3, etc.). Ebenso kommen hierfür organische Alkalimetallkomplexe in Frage, z. B. Liq (Lithiumchinolinat). Die Schichtdicke dieser Schicht beträgt bevorzugt zwischen 0.5 und 5 nm.

Als Anode sind Materialien mit hoher Austrittsarbeit bevorzugt. Bevorzugt weist die Anode eine Austrittsarbeit größer 4.5 eV vs. Vakuum auf. Hierfür sind einerseits Metalle mit hohem Redoxpotential geeignet, wie beispielsweise Ag, Pt oder Au. Es können andererseits auch Metall/Metalloxid- Elektroden (z. B. AI/Ni/NiO x , AI/PtO x ) bevorzugt sein. Für einige Anwendungen muss mindestens eine der Elektroden transparent oder teiltransparent sein, um entweder die Bestrahlung des organischen Materials (O-SC) oder die Auskopplung von Licht (OLED/PLED, O-LASER) zu ermöglichen. Bevorzugte Anodenmaterialien sind hier leitfähige gemischte Metalloxide. Besonders bevorzugt sind Indium-Zinn-Oxid (ITO) oder Indium-Zink-Oxid (IZO). Bevorzugt sind weiterhin leitfähige, dotierte organische Materialien, insbesondere leitfähige dotierte Polymere, z. B. PEDOT, PANI oder Derivate dieser Polymere. Bevorzugt ist weiterhin, wenn auf die Anode ein p-dotiertes Lochtransportmaterial als Lochinjektionsschicht aufgebracht wird, wobei sich als p-Dotanden Metalloxide, beispielsweise M0O 3 oder WO 3 , oder (per)fluorierte elektronenarme Aromaten eignen. Weitere geeignete p-Dotanden sind HAT-CN (Hexa- cyano-hexaazatriphenylen) oder die Verbindung NPD9 von Novaled. Eine solche Schicht vereinfacht die Lochinjektion in Materialien mit einem tiefen HOMO, also einem betragsmäßig großen HOMO.

In den weiteren Schichten können generell alle Materialien verwendet werden, wie sie gemäß dem Stand der Technik für die Schichten

verwendet werden, und der Fachmann kann ohne erfinderisches Zutun jedes dieser Materialien in einer elektronischen Vorrichtung mit den erfindungsgemäßen Materialien kombinieren.

Die Vorrichtung wird entsprechend (je nach Anwendung) strukturiert, kontaktiert und schließlich hermetisch versiegelt, da sich die Lebensdauer derartiger Vorrichtungen bei Anwesenheit von Wasser und/oder Luft drastisch verkürzt.

Weiterhin bevorzugt ist eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten mit einem Sublimationsverfahren beschichtet werden. Dabei werden die Materialien in Vakuum-Sublimationsanlagen bei einem Anfangsdruck von üblicherweise kleiner 10 ~5 mbar, bevorzugt kleiner 10 '6 mbar aufgedampft. Es ist auch möglich, dass der Anfangsdruck noch geringer oder noch höher ist, beispielsweise kleiner 10 "7 mbar.

Bevorzugt ist ebenfalls eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten mit dem OVPD (Organic Vapour Phase Deposition) Verfahren oder mit Hilfe einer Trägergassublimation

beschichtet werden. Dabei werden die Materialien bei einem Druck zwischen 10 ~5 mbar und 1 bar aufgebracht. Ein Spezialfall dieses

Verfahrens ist das OVJP (Organic Vapour Jet Printing) Verfahren, bei dem die Materialien direkt durch eine Düse aufgebracht und so strukturiert werden (z. B. M. S. Arnold et al., Appl. Phys. Lett. 2008, 92, 053301).

Weiterhin bevorzugt ist eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Schichten aus Lösung, wie z. B. durch Spincoating, oder mit einem beliebigen Druckverfahren, wie z. B. Siebdruck, Flexo- druck, Offsetdruck oder Nozzle-Printing, besonders bevorzugt aber LITI (Light Induced Thermal Imaging, Thermotransferdruck) oder Ink-Jet Druck (Tintenstrahldruck), hergestellt werden. Hierfür sind lösliche Verbindungen nötig, welche beispielsweise durch geeignete Substitution erhalten werden.

Die elektronischen Vorrichtung, insbesondere die organische Elektro- lumineszenzvorrichtung kann auch als Hybridsystem hergestellt werden, indem eine oder mehrere Schichten aus Lösung aufgebracht werden und eine oder mehrere andere Schichten aufgedampft werden. So ist es beispielsweise möglich, eine emittierende Schicht enthaltend eine efindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) und ein Matrixmaterial aus Lösung aufzubringen und darauf eine Lochblockierschicht und/oder eine Elektronentransportschicht im Vakuum aufzudampfen.

Diese Verfahren sind dem Fachmann generell bekannt und können von ihm ohne Probleme auf elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend efindungsgemäße Verbindungen umfassend Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen angewandt werden.

Die erfindungsgemäßen elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenzvorrichtungen, zeichnen sich durch einen oder mehrere der folgenden überraschenden Vorteile gegenüber dem Stand der Technik aus:

1. Elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektro- lumineszenzvorrichtungen enthaltend Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als emittierende Materialien, als elektronenleitende Materialien oder als lochleitende Materialien weisen eine sehr gute Lebensdauer auf. W

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2. Elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektro- lumineszenzvorrichtungen enthaltend Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) als emittierende Materialien, als elektronenleitende Materialien oder als lochleitende Materialien weisen eine hervorragende Effizienz auf. Insbesondere ist die Effizienz deutlich höher gegenüber analogen Verbindungen, die keine Struktureinheit gemäß Formel (I) oder Formel (II) enthalten.

3. Die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend mindestens ein Metallatom, vorzugsweise ausgewählt aus Ir oder Pt, weisen teilweise ein sehr schmales Emissionsspektrum auf, was zu einer hohen

Farbreinheit der Emission führt, wie sie insbesondere für Displayanwendungen wünschenswert ist. 4. Die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend mindestens ein Metallatom, vorzugsweise ausgewählt aus Ir oder Pt, weisen im

Vergleich zu analogen Verbindungen, welche keine Struktureinheit gemäß Formel (I) oder Formel (II) enthalten, eine reduzierte Aggregation auf. Dies äußert sich in einer niedrigeren Sublimationstemperatur sowie einer höheren Löslichkeit sowie in der Elektrolumines- zenzvorrichtung in einer verringerten Triplett-Triplett-Löschung.

5. Die erfindungsgemäßen Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) zeigen eine sehr hohe Stabilität und führen zu Verbindungen mit einer sehr hohen Lebensdauer.

6. Mit Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit

Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) kann in elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenz- vorrichtungen die Bildung von optischen Verlustkanäle vermieden werden. Hierdurch zeichnen sich diese Vorrichtungen durch eine hohe PL- und damit hohe EL-Effizienz von Emittern bzw. eine ausgezeichnete Energieübertragung der Matrices auf Dotanden aus. 7. Die Verwendung von Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) in Schichten elektronischer Vorrichtungen, insbesondere organischer Elektro- lumineszenzvorrichtungen führt zu einer hohen Mobilität der Elektron- Leiterstrukturen.

8. Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) zeichnen sich durch eine ausgezeichnete thermische Stabilität aus, wobei Verbindungen mit einer Molmasse von weniger als ca. 1200 g/mol gut sublimierbar sind

9. Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) weisen eine ausgezeichnete Glasfilmbildung auf.

10. Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) und/oder (II) bilden aus Lösungen sehr gute Filme.

Diese oben genannten Vorteile gehen nicht mit einer Verschlechterung der weiteren elektronischen Eigenschaften einher.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung und/oder eines erfindungsgemäßen Oligomers, Polymers oder Dendrimers in einer elektronischen Vorrichtung als Lochinjektionsmaterial, Lochtransportmaterial (HTM), Lochblockiermaterial (HBM), Elektronentransportmaterial (ETM) Elektroneninjektionsmaterial, Elektronenblockiermaterial und/oder Emittermaterial,

beispielsweise als Triplettemittermaterial (TTM) oder blauen

Singulettemitter (SEB).

Es sei darauf hingewiesen, dass Variationen der in der vorliegenden Erfindung beschriebenen Ausführungsformen unter den Umfang dieser Erfindung fallen. Jedes in der vorliegenden Erfindung offenbarte Merkmal kann, sofern dies nicht explizit ausgeschlossen wird, durch alternative Merkmale, die demselben, einem äquivalenten oder einem ähnlichen Zweck dienen, ausgetauscht werden. Somit ist jedes in der vorliegenden Erfindung offenbartes Merkmal, sofern nichts anderes gesagt wurde, als Beispiel einer generischen Reihe oder als äquivalentes oder ähnliches Merkmal zu betrachten.

Alle Merkmale der vorliegenden Erfindung können in jeder Art miteinander kombiniert werden, es sei denn dass sich bestimmte Merkmale und/oder Schritte sich gegenseitig ausschließen. Dies gilt insbesondere für bevorzugte Merkmale der vorliegenden Erfindung. Gleichermaßen können Merkmale nicht wesentlicher Kombinationen separat verwendet werden (und nicht in Kombination).

Es sei ferner darauf hingewiesen, dass viele der Merkmale, und insbesondere die der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung selbst erfinderisch und nicht lediglich als Teil der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu betrachten sind. Für diese Merkmale kann ein unabhängiger Schutz zusätzlich oder alternativ zu jeder gegenwärtig beanspruchten Erfindung begehrt werden.

Die mit der vorliegenden Erfindung offengelegte Lehre zum technischen Handeln kann abstrahiert und mit anderen Beispielen kombiniert werden.

Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne sie dadurch einschränken zu wollen.

Der Fachmann kann aus den Schilderungen ohne erfinderisches Zutun weitere erfindungsgemäße elektronische Vorrichtungen herstellen und somit die Erfindung im gesamten beanspruchten Bereich ausführen.

Beispiele

Die nachfolgenden Synthesen werden, sofern nicht anders angegeben, unter einer Schutzgasatmosphäre in getrockneten Lösungsmitteln durchgeführt. Die Metallkomplexe werden zusätzlich unter Ausschluss von Licht bzw. unter Gelblicht gehandhabt. Die Lösungsmittel und Reagenzien können z. B. von Sigma-ALDRICH bzw. ABCR bezogen werden. Die jeweiligen Angaben in eckigen Klammern bzw. die zu einzelnen Verbindungen angegebenen Nummern beziehen sich auf die CAS-Nummem der literaturbekannten Verbindungen.

Allgemeines Darstellungsverfahren:

Umsetzung von Monoaldehyd mit Monoamin und Monoolefin

Ein gut gerührtes Gemisch aus 500 mmol des Arylamins, 550 mmol des Arylaldehyds, 1 mol des aktivierten Olefins und 1300 ml Dichlormethan wird mit 100 mmol der Lewis-Säure versetzt und dann 40 h unter

Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten wäscht man die Reaktionsmischung zweimal mit je 400 ml Wasser, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und entfernt dann das Dichlormethan im Vakuum. Der Rückstand wird in 1000 ml o-Dichlorbenzol aufgenommen, mit 5 mol Mangandioxid versetzt und 16 h am Wasserabscheider unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten fügt man 1000 ml Ethylacetat zu, saugt vom

Mangandioxid über eine Celite-Schicht ab, wäscht das Mangandioxid mit 1000 ml Ethylacetat nach und befreit die vereinigten Filtrate im Vakuum von den Lösungsmitteln. Der Rückstand wird umkristallisiert und

abschließend durch fraktionierte Sublimation (p ca. 10 "4 - 10 6 mbar, T ca. 150 - 400°C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Verbindungen mit einer Molmasse größer als ca. 1200 g/mol werden bevorzugt durch Tempern im Hochvakuum von Lösungsmittelresten befreit.

Werden polyfunktionelle Bausteine verwendet, wird die Stöchiometrie entsprechend angepasst.

Beispiel A1

7,8,9,10-Tetrahydro-7,10-methano-6-phenylphenanthridin

Ein gut gerührtes Gemisch aus 46.6 g (500 mmol) Anilin [62-63-3], 58.4 g (550 mmol) Benzaldehyd [100-52-7], 94.2 g (1 mol) Norbornen [498-66-8] und 1300 ml Dichlormethan wird tropfenweise mit 14.2 g (100 mmol) Bortrifluoridetherat [60-29-7] versetzt und dann 40 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten wäscht man die Reaktionsmischung zweimal mit je 400 ml Wasser, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und entfernt dann das Dichlormethan im Vakuum. Der Rückstand wird in 1000 ml o-Dichlorbenzol aufgenommen, mit 435 g (5 mol) Mangandioxid versetzt und 16 h am Wasserabscheider unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten fügt man 1000 ml Ethylacetat zu, saugt vom Mangandioxid über eine Celite-Schicht ab, wäscht das Mangandioxid mit 1000 ml Ethylacetat nach und befreit die vereinigten Filtrate im

Vakuum von den Lösungsmitteln. Der Rückstand wird zweimal aus Cyclo- hexan umkristallisiert und abschließend durch fraktionierte Sublimation (p ca. 10 "4 - 10 5 mbar, T ca. 230°C) von Leichtsiedern und nicht flüchtigen Nebenkomponenten befreit. Ausbeute: 76.0 g (280 mmol), 56%; Reinheit: ca. 99.5%-ig nach 1 H NMR. Analog können folgende Verbindungen dargestellt werden:

Bsp. Edukte Produkt Ausbeute

Typ A: Monoaldehyd + Monoamin + Monoolefin

391900-69-9

35









 14001556



yp B: Dialdehyd + Monoamin + Monoolefin

Diastereomerengemisch

Diastereomerengemisch

Diastereomerengemisch

Diastereomerengemisch

3163-76-6

Diastereomerengemisch

D3

ńiastereomerengemisch

ńiastereomerengemisch 2015/000546

-82-

Diastereomerengemisch Typ F: Monoaldehyd + Monoamin + Diolefin



Typ G: Monoaldehyd + Monoamin + Triolefin

Die Verb, vom Typ A33 ff, B, D, D, E, F und G können bevorzung als e-TMM, HBM, ETM, SMB und SEB Verwendung finden.

Beispiel A53

Funktionalisierung der Materialen durch Suzuki-Kupplung

Ein Gemisch aus 22.5 g (50 mmol) A49, 12.9 g (75 mmol) 1-Napthylboron- säure, 31.8 g (150 mmol) Trikaliumphosphat, 224.5 mg (1 mmol)

Palladium(ll)-acetat, 1.8 g (6 mmol) Tri-o-tolylphosphin, 200 ml Toluol, 50 ml Dioxan und 250 ml Wasser wird unter gutem Rühren 20 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten trennt man die wässrige Phase ab, wäscht diese zweimal mit je 100 ml Wasser und einmal mit 100 ml ges. Kochsalzlösung und filtriert dann über ein Celite-Bett ab, um Palladium zu entfernen. Nach Einengen wird der Rückstand fünfmal aus DMF umkristallisiert und dann zweimal im Hochvakuum (p ca. 10 "5 mbar, T: 280 - 300°C) fraktioniert sublimiert. Ausbeute: 11.2 g (22.5 mmol), 45% d. Th.. Reinheit: 99.9% n. HPLC.

16419-60-6

Beispiel A57

Funktionalisierung der Materialen durch Buchwald-Kupplung

Ein Gemisch aus 22.5 g (50 mmol) A49, 22.6 g (60 mmol) N-[1 ,1 ' -biphenyl]- 4-yl-9,9-dimethyl-9H-fluoren [897671-69-1] , 7.2 g (75 mmol) Natrium-tert- butylat, 224.5 mg (1 mmol) Palladium(ll)acetat, 263 mg (1.3 mmol) Tri-tert- butylphopsphin und 300 ml Toluol wird unter gutem Rühren 20 h unter Rückfluss erhitzt. Nach Erkalten wäscht man die Reaktionsmischung zweimal mit je 100 ml Wasser und einmal mit 100 ml ges. Kochsalzlösung und filtriert dann über ein Celite-Bett ab, um Palladium zu entfernen. Nach Einengen wird der Rückstand fünfmal aus DMF umkristallisiert und dann zweimal im Hochvakuum (p ca. 10-5 mbar, T: 300 - 310 °C) fraktioniert sublimiert. Ausbeute: 14.3 g (19.5 mmol), 39 % d. Th.. Reinheit: 99.9 % n. HPLC.

Analog können folgende Verbindungen dargestellt werden:

Bromid Produkt Aus¬

Amin / Carbazol beute

Br

A58 66%

1257220-47-5

Verbindung A1-A27 können bevorzugt als zweizähnige Chelatliganden für Übergangsmetalle, wie z.B. Iridium und Platin, und als

elektronenleitendes Triplexmatrixmaterial (eT M)- bzw.

Elektronentransportmaterial (ETM) Verwendung finden.

Die Verb, vom Typ A28 ff, B, D, D, E, F und G können bevorzung als elektronenleitendes Triplexmatrixmaterial (e-TMM), Lochblockiermaterial (HBM), Elektronentransportmaterial (ETM), blaues Singulettmateria! (SMB) und blauen Singulettemitter (SEB) Verwendung finden

Beispiel

Herstellung der OLEDs

1) Vakuum-prozessierte Devices:

Die Herstellung von erfindungsgemäßen OLEDs sowie OLEDs nach dem Stand der Technik erfolgt nach einem allgemeinen Verfahren gemäß WO 2004/058911 , das auf die hier beschriebenen Gegebenheiten

(Schichtdickenvariation, verwendete Materialien) angepasst wird.

In den folgenden Beispielen werden die Ergebnisse verschiedener OLEDs vorgestellt. Glasplättchen, mit strukturiertem ITO (50 nm, Indium-Zinn- Oxid) bilden die Substrate, auf weiche die OLEDs aufgebracht werden. Die OLEDs haben prinzipiell folgenden Schichtaufbau: Substrat / Lochtrans- portschicht 1 (HTL1) bestehend aus HTM dotiert mit 3 % NDP-9

(kommerziell erhältlich von der Fa. Novaled), 20 nm / Lochtransportschicht 2 (HTL2) / optionale Elektronenblockerschicht (EBL) / Emissionsschicht (EML) / optionale Lochblockierschicht (HBL) / Elektronentransportschicht (ETL) / optionale Elektroneninjektionsschicht (EIL) und abschließend eine Kathode. Die Kathode wird durch eine 100 nm dicke Aluminiumschicht gebildet.

Zunächst werden vakuumprozessierte OLEDs beschrieben. Hierfür werden alle Materialien in einer Vakuumkammer thermisch aufgedampft. Dabei besteht die Emissionsschicht immer aus mindestens einem Matrixmaterial (Hostmaterial, Wirtsmaterial) und einem emittierenden Dotierstoff (Dotand, Emitter), der dem Matrixmaterial bzw. den Matrixmaterialien durch

Coverdampfung in einem bestimmten Volumenanteil beigemischt wird. Eine Angabe wie M3:M2:lr(L1) 3 (55%:35%:10%) bedeutet hierbei, dass das Material M3 in einem Volumenanteil von 55%, M2 in einem Anteil von 35% und lr(L1) 3 in einem Anteil von 10% in der Schicht vorliegt. Analog kann auch die Elektronentransportschicht aus einer Mischung zweier Materialien bestehen. Der genaue Aufbau der OLEDs ist Tabelle 1 zu entnehmen. Die zur Herstellung der OLEDs verwendeten Materialien sind in Tabelle 4 gezeigt.

Die OLEDs werden standardmäßig charakterisiert. Hierfür werden die Elektrolumineszenzspektren, die Stromeffizienz (gemessen in cd/A) und die Spannung (gemessen bei 1000 cd/m 2 in V) bestimmt aus Strom- Spannungs-Helligkeits-Kennlinien (IUL-Kennlinien). Für ausgewählte Versuche wird die Lebensdauer bestimmt. Als Lebensdauer wird die Zeit definiert, nach der die Leuchtdichte von einer bestimmten Startleuchtdichte aus auf einen gewissen Anteil abgesunken ist. Die Angabe LD50 bedeutet, dass es sich bei der genannten Lebensdauer um die Zeit handelt, bei der die Leuchtdichte auf 50% der Startleuchtdichte abgefallen ist, also von z.B. 1000 cd/m 2 auf 500 cd/m 2 . Je nach Emissionsfarbe wurden unterschiedliche Starthelligkeiten gewählt. Die Werte für die Lebensdauer können mit Hilfe dem Fachmann bekannten Umrechnungsformeln auf eine Angabe für andere Startleuchtdichten umgerechnet werden. Hierbei ist die Lebensdauer für eine Startleuchtdichte von 1000 cd/m 2 eine übliche Angabe. Verwendung von erfindungsgemäßen Verbindungen in OLEDs

Die erfindungsgemäßen Verbindungen lassen sich unter anderem als HTM, TMM, ETM, HBM, SMB und SEB in OLEDs einsetzen. Ί fabelte 1: Aufbau der OLED

B3:M2:lr-R ETM1.ET 2

HTM M1

D-Vac 7 (60%:30%:10%) (50%:50%)

220 nm 10 nm

30 nm 20 nm

B3:M2:lr-R ΕΤΜ1 ΈΤΜ2

HTM D3

D-Vac 8 (60%:35%:5%) (50%:50%)

220 nm 10 nm

30 nm 20 nm

M1 :A59:lr-R ETM1 :ETM2

HTM D3

D-Vac 9 (60%:35%:5%) (50%:50%)

220 nm 10 nm

30 nm 20 nm

F4:A59:lr-R ETM1 :ETM2

HTM D3

D-Vac 10 (60%:35%:5%) (50%:50%)

220 nm 10 nm

30 nm 20 nm

Verwendung als ETM

M1:M2:lr-G E1.ETM2

HTM M1

D-Vac 11 (65%: 30%: 5%) (50%: 50%)

220 nm 10 nm

25 nm 20 nm

D5:M2:lr-R E1 :ETM2

HTM M1

D-Vac 12 (45%:50%:5%) (50%:50%)

220 nm 10 nm

25 nm 20 nm

Verwendung als SEB / SMB

D4:SEB ΕΤΜ1 ΈΤΜ2

HTM

D-Vac 13 (95%:5%) (50%:50%)

190 nm

20 nm 30 nm

SMB-Ref:SEB ΕΤΜ1 ΈΤΜ2

HTM

D-Vac 13-Ref (95%:5%) (50%:50%)

190 nm

20 nm 30 nm

A39:SEB ETM1:ETM2

HTM

D-Vac 1 (95%:5%) (50%:50%)

190 nm

20 nm 30 nm

A42.SEB ΕΤΜ1 ΈΤΜ2

HTM

D-Vac 15 (95%:5%) (50%:50%)

190 nm

20 nm 30 nm SMB:A44 ΕΤΜ1 ΤΜ2

HTM

D-Vac 16 (95%:5%) (50%:50%)

190 nm

20 nm 30 nm

Tabelle 2: Er ebnisse der Vakuum- rozessterten OLEDs

2) Lösungs-prozessierte Devices:

A: Aus löslichen Funktionsmaterialien

Die erfindungsgemäßen Iridium-Komplexe können auch aus Lösung verarbeitet werden und führen dort zu prozesstechnisch wesentlich einfacheren OLEDs, im Vergleich zu den vakuumprozessierten OLEDs, mit dennoch guten Eigenschaften. Die Herstellung solcher Bauteile lehnt sich an die Herstellung polymerer Leuchtdioden (PLEDs) an, die in der Literatur bereits vielfach beschrieben ist (z. B. in der WO 2004/037887). Der Aufbau setzt sich aus Substrat / ITO / PEDOT (80 nm) / Interlayer (80 nm) /

Emissionsschicht (80 nm) / Kathode zusammen. Dazu werden Substrate der Firma Technoprint (Sodalimeglas) verwendet, auf welche die ITO- Struktur (Indium-Zinn-Oxid, eine transparente, leitfähige Anode) aufgebracht wird. Die Substrate werden im Reinraum mit DI Wasser und einem Detergens (Deconex 15 PF) gereinigt und dann durch eine UV/Ozon- Plasmabehandlung aktiviert. Danach wird ebenfalls im Reinraum als Pufferschicht eine 80 nm Schicht PEDOT (PEDOT ist ein Polythiophen- Derivat (Baytron P VAI 4083sp.) von H. C. Starck, Goslar, das als wässrige Dispersion geliefert wird) durch Spin-Coating aufgebracht. Die benötigte Spinrate hängt vom Verdünnungsgrad und der spezifischen Spin-Coater- Geometrie ab (typisch für 80 nm: 4500 rpm). Um Restwasser aus der Schicht zu entfernen, werden die Substrate für 10 Minuten bei 180 °C auf einer Heizplatte ausgeheizt. Die verwendete Interlayer dient der Lochinjektion, in diesem Fall wird HIL-012 von Merck verwendet. Die Interlayer kann alternativ auch durch eine oder mehrere Schichten ersetzt werden, die lediglich die Bedingung erfüllen müssen, durch den nachgelagerten

Prozessierungsschritt der EML-Abscheidung aus Lösung nicht wieder ab- gelöst zu werden. Zur Herstellung der Emissionsschicht werden die erfindungsgemäßen Emitter zusammen mit den Matrixmaterialien in Toluol gelöst. Der typische Feststoffgehalt solcher Lösungen liegt zwischen 6 und 25 g/L, wenn, wie hier, die für eine Device typische Schichtdicke von 80 nm mittels Spincoating erzielt werden soll. Die lösungsprozessierten Devices enthalten eine Emissionsschicht aus

(Polystyrol):Matrix1 :Matrix2:lr.G-Sol (25%:25%:40%:10%). Die

Emissionsschicht wird in einer Inertgasatmosphäre, im vorliegenden Fall Argon, aufgeschleudert und 30 min bei 130 °C ausgeheizt. Zuletzt wird eine Kathode aus Barium (5 nm) und dann Aluminium (100 nm) (hochreine Metalle von Aldrich, besonders Barium 99.99 % (Best-Nr. 474711);

Aufdampfanlagen von Lesker o.a., typischer Aufdampfdruck 5 x 10 "6 mbar) aufgedampft. Optional kann zunächst eine Lockblockierschicht und dann eine Eletronentransportschicht und dann erst die Kathode (z.B. AI oder LiF/AI) im Vakuum aufgedampft werden. Um das Device vor Luft und Luft- feuchtigkeit zu schützen, wird die Vorrichtung abschließend verkapselt und dann charakterisiert. Die genannten OLED-Beispiele sind noch nicht optimiert, Tabelle 3 fasst die erhaltenen Daten zusammen. Tabelle 3: Ergebnisse mit aus Lösung prozessierten Materialien

Bsp. Matrixl EQE (%) Spannung (V) CIE x/y

Matrix2 1000 cd/m 2 1000 cd/m 2 1000 cd/m 2

Grüne OLEDs

A57

D-Soll 18.3 5.4 0.35/0.63

M1

M2

D-Sol2 18.6 5.7 0.34/0.64

C1

Tabelle 4: Strukturformeln der verwendeten Materialien

25

30

35