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Patent Searching and Data


Title:
PORTABLE CIRCULAR SAW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/007593
Kind Code:
A1
Abstract:
In a portable circular saw (100) having a sole plate (122), a housing (110) and a drive unit (120) which is arranged at least partially in the housing (110) and to which a tool receptacle (140) for an interchangeable saw blade (130) is assigned, wherein the drive unit (120) is configured to drive the interchangeable saw blade (130) in rotation about an associated axis of rotation (142), and wherein the portable circular saw (100) is guidable along a workpiece (160) by means of the sole plate (122), a securing device (170) having at least one sensor element is provided, wherein the securing device (170) is configured to detect at least one breaking of the portable circular saw (100) into the workpiece (160) during a sawing operation and, upon detecting any breaking into the workpiece (160), to brake and/or switch off the drive unit (120).

Inventors:
WIKER, Juergen (Tannenbergstr. 42, Stuttgart, 70374, DE)
ZIEGLER, Thomas (Louis-Armstrong-Str. 16, Steinheim An Der Murr, 71711, DE)
DENNIS, Daniel (Im Inneren Bogen 18, Nuertingen, 72622, DE)
Application Number:
EP2018/064184
Publication Date:
January 10, 2019
Filing Date:
May 30, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
B27G19/02; B27G19/04
Domestic Patent References:
WO2010067789A12010-06-17
Foreign References:
US20060247795A12006-11-02
NL7812095A1979-06-15
DE202014003111U12014-07-25
DE3546896C21996-02-08
DE102007062256A12009-06-25
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Claims:
Ansprüche

1 . Handkreissäge (100) mit einer Fußplatte (122), einem Gehäuse (1 10) und einer zumindest abschnittsweise in dem Gehäuse (1 10) angeordneten Antriebseinheit (120), der eine Werkzeugaufnahme (140) für ein austauschbares Sägeblatt (130) zugeordnet ist, wobei die Antriebseinheit (120) zum drehenden Antrieb des austauschbaren Sägeblatts (130) um eine zugeordnete Drehachse (142) ausgebildet ist, und wobei die Handkreissäge (100) mittels der Fußplatte (122) an einem Werkstück (160, 200) entlang führbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherungsvorrichtung (170, 300, 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650) mit mindestens einem Sensorelement (214, 302, 352, 402, 408, 452, 502, 510, 552, 560, 602, 652) vorgesehen ist, wobei die Sicherungsvorrichtung (170, 300, 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650) dazu ausgebildet ist, zumindest ein bei einem Sägevorgang auftretendes Einbrechen der Handkreissäge (100) in das Werkstück (160, 200) zu detek- tieren und bei einer Detektion eines auftretenden Einbrechens in das Werkstück (160, 200) die Antriebseinheit (120) abzubremsen und/oder abzuschalten.

2. Handkreissäge nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (214) mindestens einen Beschleunigungssensor (216) aufweist.

3. Handkreissäge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement mindestens einen Drehzahlsensor aufweist.

4. Handkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (302, 352, 402, 408, 452, 502, 510, 552, 560, 602, 652) mindestens ein elektromechanisches und/oder ein elektronisches Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) aufweist. Handkreissäge nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) an einer werkstückzugewandten Anlagefläche (124) der Fußplatte (122) im Bereich einer rechteckigen Durchtrittsöffnung (306) des Sägeblatts (130) angeordnet ist.

Handkreissäge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) zumindest abschnittsweise im Bereich mindestens einer Schmalseite (308, 310) und/oder zumindest abschnittsweise im Bereich mindestens einer Längsseite (312, 314) der Durchtrittsöffnung (306) verläuft.

Handkreissäge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 504, 512, 554, 562) L-förmig, U-förmig oder rechteckförmig ausgebildet ist.

Handkreissäge nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (454) die Durchtrittsöffnung (306) rahmenartig umfasst.

Handkreissäge nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) bei am Werkstück (160, 200) anliegender Fußplatte (122) bündig mit deren Anlagefläche (124) abschließt und beim Abheben der Fußplatte (122) vom Werkstück (160, 200) aus dieser ausfedert.

10. Handkreissäge nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Schaltmittel (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) eine federbeaufschlagte Wippe (316) oder Druckplatte (318) auf- weist, die insbesondere zur Betätigung eines elektrischen Kontaktes (320) und/oder eines Dehnungsmessstreifens (322) des Schaltmittels (304, 354, 404, 410, 454, 504, 512, 554, 562) ausgebildet ist.

Handkreissäge nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Sensorelement (602, 652) einen optischen Detektor (604, 606, 608, 610, 612, 614, 670) aufweist.

12. Handkreissäge nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine optische Detektor (604, 606, 608, 610, 612, 614, 670) bündig in einer werkstückzugewandten Anlagefläche (124) der Fußplatte (122) im Bereich einer Durchtrittsöffnung (306) des Sägeblatts (130) angeordnet ist.

13. Handkreissäge nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (124) mindestens eine Vertiefung (656, 658, 660, 662) zur Ausbildung einer Flächenmesszone (654) aufweist, wobei der mindestens eine optische Detektor (604, 606, 608, 610, 612, 614, 670) in der mindestens einen Vertiefung (656, 658, 660, 662) angeordnet ist.

14. Handkreissäge nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine optische Detektor (670) mit einem optischen Reflexsensor (672) gebildet ist.

15. Handkreissäge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsvorrichtung (170, 300, 350, 400, 450, 500, 550, 600, 650) ein Steuergerät (330) aufweist.

Description:
Beschreibung Titel

Handkreissäge Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handkreissäge mit einer Fußplatte, einem Gehäuse und einer zumindest abschnittsweise in dem Gehäuse angeordneten Antriebseinheit, der eine Werkzeugaufnahme für ein austauschbares Sägeblatt zugeordnet ist, wobei die Antriebseinheit zum drehenden Antrieb des austauschbaren Sägeblatts um eine zugeordnete Drehachse ausgebildet ist, und wobei die Handkreissäge mittels der Fußplatte an einem Werkstück entlang führbar ist.

Aus dem Stand der Technik ist eine als Handkreissäge ausgebildete Kreissäge bekannt, die ein Gehäuse und eine abschnittsweise in dem Gehäuse angeordnete Antriebseinheit aufweist. Dabei ist der Antriebseinheit eine Werkzeugaufnahme für ein austauschbares Sägeblatt zugeordnet und die Antriebseinheit ist zum drehenden Antrieb des austauschbaren Sägeblatts um eine zugeordnete Drehachse ausgebildet.

Die DE 35 46 896 C2 offenbart ferner ein Verfahren zum Erkennen eines drohenden Rückschlagzustandes bei einem motorisch betriebenen Werkzeug zur Erhöhung der Arbeitssicherheit. Das Verfahren beruht darauf, eine prozentuale Änderung der Motordrehzahl zu erkennen. Hieraus folgt eine ausreichende Empfindlichkeit des Verfahrens bei hohen Drehzahlen des motorisch betriebenen Werkzeugs und bei niedrigen Drehzahlen werden Überempfindlichkeiten vermieden.

Die DE 10 2007 062 256 A1 offenbart ferner eine Kreissäge mit einem um eine Drehachse rotierend angetriebenen Sägeblatt und mindestens einem ersten Spaltkeil. Eine Ausführungsform der Kreissäge ist hierbei derart ausgebildet, dass zur Erhöhung der Arbeitssicherheit zumindest der erste Spaltkeil relativ zur Drehachse des Sägeblatts mittels eines Servomotors automatisch bewegbar ist.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Handkreissäge mit einer Fußplatte, einem Gehäuse und einer zumindest abschnittsweise in dem Gehäuse angeordneten Antriebseinheit bereit, der eine Werkzeugaufnahme für ein austauschbares Sägeblatt zugeordnet ist, wobei die Antriebseinheit zum drehenden Antrieb des austauschbaren Sägeblatts um eine zugeordnete Drehachse ausgebildet ist, und wobei die Handkreissäge mittels der Fußplatte an einem Werkstück entlang führbar ist. Es ist eine Sicherungsvorrichtung mit mindestens einem Sensorelement vorgesehen, wobei die Sicherungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, zumindest ein bei einem Sägevorgang auftretendes Einbrechen der Handkreissäge in das Werkstück zu detektieren und bei einer Detektion eines auftretenden Einbre- chens in das Werkstück die Antriebseinheit abzubremsen und/oder abzuschalten.

Die Erfindung ermöglicht somit eine verlässliche Erkennung eines Einbrechens der Handkreissäge in das Werkstück und bevorzugt hiermit einhergehend ein sofortiges Abbremsen und/oder Abschalten der Antriebseinheit. Infolgedessen kann die Arbeitssicherheit signifikant erhöht werden. Darüber hinaus sind mit der Sicherungsvorrichtung das Ende eines Sägeschnittes und ein Rückschlag, bzw. ein s.g. "Kick-Back", d.h. ein Verklemmen des Sägeblatts im Werkstück, zuverlässig detektierbar. Unter dem Begriff des so genannten "Einbrechens" wird im Kontext der vorliegenden Beschreibung ein zumindest teilweises Brechen oder Durchbrechen des Werkstücks außerhalb des mittels der Kreissäge im Werkstück erzeugten Sägeschnitts verstanden. Die Sicherungsvorrichtung kann darüber hinaus als ein Nachrüstkit für übliche Standard-Handkreissägen oder andere Sägevorrichtungen ausgestaltet sein.

Bevorzugt weist das Sensorelement mindestens einen Beschleunigungssensor auf. Hierdurch kommt die Sicherungsvorrichtung ohne anfällige mechanisch bewegte Komponenten aus. Vorzugsweise weist das Sensorelement mindestens einen Drehzahlsensor auf. Somit ist ein besonders einfacher Aufbau der notwendigen Sensorik gegeben. Durch einen raschen Drehzahlanstieg lässt sich beispielsweise das vorstehend erläuterte Einbrechen der Handkreissäge in ein Werkstück detektieren und die Antriebseinheit abschalten und/oder zumindest teilweise abbremsen.

Im Fall einer technisch günstigen Weiterbildung weist das Sensorelement mindestens ein elektromechanisches und/oder ein elektronisches Schaltmittel auf. Hierdurch ist eine besonders robuste und zugleich einfach aufgebaute Sensorik realisierbar. Ein derartiges Schaltmittel lässt sich in einem Fehlerfall zugleich verhältnismäßig leicht reparieren.

Bevorzugt ist das mindestens eine Schaltmittel an einer werkstückzugewandten Anlagefläche der Fußplatte im Bereich einer rechteckigen Durchtrittsöffnung des Sägeblatts angeordnet. Hierdurch ist eine zuverlässige Erkennung eines etwaigen Einbrechens der Handkreissäge möglich.

Gemäß einer Ausführungsform verläuft das mindestens eine Schaltmittel zumindest abschnittsweise im Bereich mindestens einer Schmalseite und/oder zumindest abschnittsweise im Bereich mindestens einer Längsseite der Durchtrittsöffnung. Somit erfolgt die Detektion eines etwaigen Einbruchs der Handkreissäge in unmittelbarer Nähe des Sägeschnittes.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das mindestens eine Schaltmittel L- förmig, U-förmig oder rechteckförmig ausgebildet. Hierdurch sind verschiedene konstruktive Gestaltungsvarianten gegeben.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das mindestens eine Schaltmittel die Durchtrittsöffnung rahmenartig. Infolgedessen ist eine allseitige Detektion möglich.

Vorzugsweise schließt das mindestens eine Schaltmittel bei am Werkstück anliegender Fußplatte bündig mit deren Anlagefläche ab und federt beim Abheben der Fußplatte vom Werkstück aus dieser aus. Somit ist eine sichere und zuverlässige Integration der Sicherungsvorrichtung in die Handkreissäge gegeben. Bevorzugt weist das mindestens eine Schaltmittel eine federbeaufschlagte Wippe oder Druckplatte auf, die insbesondere zur Betätigung eines elektrischen

Kontaktes und/oder eines Dehnungsmessstreifens des Schaltmittels ausgebildet ist. Somit kann von dem Schaltmittel wahlweise ein digitales oder analoges Signal zur Auswertung mittels eines Steuergeräts der Sicherungsvorrichtung bereitgestellt werden.

Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsfom weist das mindestens eine Sensorelement einen optischen Detektor auf. Infolgedessen ist eine kontakt- und be- rührungslose Erfassung eines Einbrechvorgangs der Handkreissäge möglich.

Vorzugsweise ist der mindestens eine optische Detektor bündig in einer werkstückzugewandten Anlagefläche der Fußplatte im Bereich einer Durchtrittsöffnung des Sägeblatts angeordnet. Hierdurch erfolgt die Erfassung in unmittelbarer Nähe des Sägeschnittes.

Im Fall einer technisch vorteilhaften Weiterbildung weist die Anlagefläche mindestens eine Vertiefung zur Ausbildung einer Flächenmesszone auf, wobei der mindestens eine optische Detektor in der mindestens einen Vertiefung angeord- net ist. Hierdurch ist eine flächige Detektion eines Einbrechvorgangs gegeben.

Vorzugsweise ist der mindestens eine optische Detektor mit einem optischen Reflexsensor gebildet. Somit ist ein konstruktiv besonders kompakter Aufbau gegeben.

Bevorzugt weist die Sicherungsvorrichtung ein Steuergerät auf. Hierdurch können die von dem mindestens einen Sensorelement gelieferten, digitalen oder analogen Signale zur Detektion des Einbrechens der Handkreissäge und zum Abschalten der Antriebseinheit umfassend ausgewertet werden. Das Steuergerät kann zum Bespiel mit einem als integrierte Schaltung ausgeführten Mikrocomputer oder dergleichen realisiert sein.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Handkreissäge mit einer Sicherungsvorrichtung, Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer ersten

Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung beim Einbrechen in ein Werkstück,

Fig. 3 ein Diagramm eines von einer zweiten Ausführungsform einer Siche- rungsvorrichtung erfassten Drehzahlverlaufs zum Detektieren eines Einbrechvorgangs,

Fig. 4 eine Teildraufsicht auf eine Fußplatte der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer dritten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung,

Fig. 5 eine Teildraufsicht und eine Teilseitenansicht der Fußplatte der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer vierten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung, Fig. 6 eine Teildraufsicht und eine Teilseitenansicht der Fußplatte der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer fünften Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung,

Fig. 7 eine Teildraufsicht und eine Teilseitenansicht der Fußplatte der Hand- kreissäge von Fig. 1 mit einer sechsten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung,

Fig. 8 eine schematische Vorderansicht der Handkreissäge von Fig. 7 beim Einbrechen in das Werkstück,

Fig. 9 eine Teildraufsicht auf die Fußplatte der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer siebten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung,

Fig. 10 eine Teildraufsicht und eine Teilseitenansicht der Fußplatte der Hand- kreissäge von Fig. 1 mit einer achten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung, Fig. 1 1 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts XI von Fig. 10,

Fig .12 eine Teildraufsicht auf die Fußplatte der Handkreissäge von Fig 1 mit einer neunten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung,

Fig. 13 eine Teildraufsicht auf die Fußplatte der Handkreissäge von Fig 1 . mit einer zehnten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung, und

Fig. 14 einen Teilquerschnitt entlang der Schnittlinie XIV-XIV von Fig. 13.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Fig. 1 zeigt eine beispielhaft als Handkreissäge 100 ausgebildete Handwerkzeugmaschine 102. Dieser ist vorzugsweise eine elektromotorische Antriebseinheit 120 zugeordnet, die zumindest abschnittsweise in einem Gehäuse 1 10 angeordnet ist. Das Gehäuse 1 10 ist bevorzugt mit einem ergonomischen Handgriff 1 12 für einen Benutzer versehen.

Bevorzugt dient die Antriebseinheit 120 zum Antrieb einer Werkzeugaufnahme 140 für ein austauschbares Sägeblatt 130. Dabei ist die Antriebseinheit 120 insbesondere zum drehenden Antrieb des austauschbaren Sägeblatts 130 um eine zugeordnete Drehachse 142 ausgebildet. Das Sägeblatt 130 ist vorzugsweise als ein Kreissägeblatt 132 mit einer verzahnten Schneide 134 ausgebildet.

Bevorzugt ist die Handkreissäge 100 zur netzabhängigen Stromversorgung mechanisch und elektrisch mit einem Netzanschluss 1 18 verbunden, könnte jedoch zusätzlich oder alternativ zur netzunabhängigen Stromversorgung auch mit einem Akkupack ausgerüstet sein. Die Handwerkzeugmaschine 102 kann abweichend von der Darstellung in Fig. 1 auch als Tischkreissäge, Tauchsäge, Säbelsäge oder als ein beliebig anderes Elektrowerkzeug mit einem rotierenden und/oder zumindest im Wesentlichen linear oszillierenden Sägeblatt ausgebildet sein.

Vorzugsweise weist das Gehäuse 1 10 der Handkreissäge 100 ein erstes Ende 1 14 und ein von dem ersten Ende 1 14 weggerichtetes zweites Ende 1 16 auf. Die Handkreissäge 100 ist hierbei zum Sägen in einer Arbeitsrichtung 150 vorgesehen. Dabei befindet sich bevorzugt ein entsprechender Arbeitsbereich 152 am ersten Ende 1 14 bzw. in der Arbeitsrichtung 150 vor dem Sägeblatt 130. Darüber hinaus ist die Handkreissäge 100 vorzugsweise mit einer zumindest im Wesentli- chen planen, bevorzugt rechteckigen Fußplatte 122 versehen. Die Fußplatte 122 weist eine von der Antriebseinheit 120 weggerichtete Anlagefläche 124 auf, mit Hilfe derer die Handkreissäge 100 zum Beispiel entlang einer zumindest im Wesentlichen ebenen Oberseite 154 eines hier lediglich mit einer punktierten Linie angedeuteten Werkstücks 160 führbar ist. Für den Fall, dass keine Eintauch- bzw. Einsetzschnitte mit der Handkreissäge 100 ausgeführt werden, durchdringt das Sägeblatt 130 das Werkstück 160 in der Regel vollständig und tritt daher im Bereich einer Unterseite 156 des Werkstücks 160 zumindest teilweise aus diesem aus.

Ein zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei konventionellen Handkreissägen üblicherweise vorgesehener Schutzkeil, der in einem durch die Handkreissäge 100 im Werkstück 160 erzeugten Sägeschnitt 158 geführt ist und mittels dessen ein Verklemmen des Sägeblatts 130 verhindert werden soll, ist der besseren zeichnerischen Übersicht halber hier nicht eingezeichnet. Darüber hinaus weist die Handkreissäge 100 üblicherweise eine optionale Pendelschutzhaube auf. Entsprechende Pendelschutzhauben sind aus dem einschlägigen Stand der Technik hinreichend bekannt, weshalb zwecks Einfachheit und Knappheit der Beschreibung auf eine eingehende Beschreibung der optionalen Pendelschutzhaube verzichtet wird.

Erfindungsgemäß ist in die Handkreissäge 100 vorzugsweise zur weiteren Erhöhung der Arbeitssicherheit eine Sicherungsvorrichtung 170 integriert, mittels welcher unter anderem ein Einbrechen der Handkreissäge 100 in das Werkstück 160 erkannt und die Antriebseinheit 120 zeitnah bzw. unverzüglich abgeschaltet und/oder zumindest teilweise abgebremst werden kann. Weiterhin können mittels der Sicherungsvorrichtung 170 gegebenenfalls auch das Ende eines auszuführenden Sägeschnitts sowie ein Verklemmen des Sägeblatts 130 erkannt werden, wobei das Verklemmen des Sägeblatts 130 zu einem gefährlichen, sogenannten "Kick-Back" bzw. Rückschlag führen kann. In beiden Fällen wird die Antriebseinheit 120 vorzugsweise zur Erhöhung der Arbeitssicherheit für den Benutzer bzw. Anwender kontrolliert von der Sicherungsvorrichtung 170 bevorzugt unverzüglich abgeschaltet. Im Fall der Erkennung des Sägeschnittendes kann auch eine zumindest teilweise Abbremsung der Antriebseinheit 120 vorgesehen sein.

Fig. 2 zeigt die Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer ersten Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung 170 beim Einbrechen in ein Werkstück 200. Die Handkreissäge 100 wird illustrativ auf einem Werkstück 200 zur Erzeugung eines Sägeschnittes 202 geführt, wobei das Werkstück 200 exemplarisch auf einem ersten und einem zweiten Widerlager 204, 206 freitragend abgestützt ist, die voneinander beabstandet auf einem Untergrund 208 angeordnet sind. Bei den beiden Widerlagern 204, 206 kann es sich beispielsweise um Lagerböcke oder dergleichen handeln. Durch das unvermittelte Einbrechen der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 im Bereich des Sägeschnitts 202 entstehen ein erstes und ein zweites Bruchstück 210, 212.

Um das Einbrechen der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 zuverlässig zu erfassen, weist die erste Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung 170 ein Sensorelement 214 auf, das hier exemplarisch mit einem vorzugsweise elektronischen Beschleunigungssensor 216 realisiert ist. Mithilfe des Beschleunigungssensors 216 lässt sich zumindest die lineare Beschleunigung der Handkreissäge 100 in Richtung einer z-Achse eines rechtwinkligen Koordinatensystems 220 bzw. in Richtung des Bodens 208 erfassen, um den hier schematisch illustrierten Einbrechvorgang der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 mit hoher Zuverlässigkeit zu detektieren. Durch das Einbrechen der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 entsteht primär in Richtung der z-Achse des Koordinatensystems 220 bzw. in Richtung des Untergrunds 208 eine signifikante Beschleunigung g z , die mittels des Beschleunigungssensors 216 erfassbar ist und die zur Auswertung an die Sicherungsvorrichtung 170 weitergeleitet wird.

Durch die Sicherungsvorrichtung 170 kann dann beim Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes für die Beschleunigung g z die hier der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht dargestellte Antriebseinheit 120 von Fig. 1 abgeschaltet und/oder zumindest teilweise abgebremst werden, wodurch die Arbeitssicherheit für den Benutzer der Handkreissäge 100 im Fall des Einbrechens beträchtlich erhöht werden kann. Darüber hinaus kann die Sicherungsvorrichtung 170 weitere, nicht dargestellte Beschleunigungssensoren enthalten, um auch die weiteren linearen Beschleunigungskomponenten g x , y der Handkreissäge 100 in Richtung einer x-Achse und/oder einer y-Achse des dreidimensionalen orthogonalen Koordinatensystems 220 zu erfassen und mittels der Sicherungsvorrichtung 170 eine noch präzisere Detektion eines Einbrechvorgangs der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 zu ermöglichen.

Ferner kann die Sicherungsvorrichtung 170 mindestens einen, der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht dargestellten Gyrosensor bzw. einen elektronischen Drehbeschleunigungssensor als ein weiteres Sensorelement aufweisen, um etwaige Drehbeschleunigungen der Handkreissäge 100 um mindestens eine der drei Achsen des Koordinatensystems 220 und damit Kippbewegungen der Handkreissäge 100 zusätzlich zu erfassen und durch die Sicherungsvorrichtung 170 auszuwerten.

Fig. 3 zeigt ein Diagramm eines von einer zweiten Ausführungsform einer Siche- rungsvorrichtung erfassten Drehzahlverlaufs zum Detektieren eines Einbrechvorgangs. Im Fall einer zweiten, in den Zeichnungen nicht dargestellten Ausführungsform einer Sicherungsvorrichtung weist diese mindestens einen Drehzahlsensor zur Erfassung einer aktuellen Drehzahl der Antriebseinheit bzw. des von dieser angetriebenen Sägeblatts auf (vgl. Bezugsziffern 120, 130 Fig. 1 ). Der Drehzahlsensor kann beispielsweise mittels eines Permanentmagneten und eines Hallsensors oder Reedkontaktes, oder auf optischer Basis realisiert sein.

Das Diagramm illustriert anhand eines ersten, mit einer durchgezogenen Linie dargestellten Kurvenverlaufs 250 und eines zweiten, mit einer gestrichelten Linie eingezeichneten Kurvenverlaufs 252 die Drehzahl der vom Drehzahlsensor ermittelten und an die Sicherungsvorrichtung zur Auswertung übermittelten aktuellen Drehzahl des Sägeblatts bzw. der Antriebseinheit der Handkreissäge jeweils in Abhängigkeit vom Sägefortschritt, wobei die Drehzahl auf der vertikalen Achse und der Sägefortschritt der Handkreissäge durch das Werkstück auf der horizon- talen Achse aufgetragen ist.

In einem ersten Bereich 254 der beiden Kurvenverläufe 250, 252 befindet sich die Antriebseinheit der Handkreissäge im Leerlauf, das heißt das Sägeblatt rotiert frei mit der üblichen Leerlaufdrehzahl. In einem zweiten Bereich 256 der beiden Kurvenverläufe 250, 252 dringt das Sägeblatt zunehmend in ein zu sägendes

Werkstück bis zu dessen vollständiger Durchdringung ein und die Drehzahl sinkt demzufolge gleichmäßig bis auf eine im normalen Sägebetrieb übliche Arbeitsdrehzahl ab. In einem dritten Bereich 258 der beiden Kurvenverläufe 252, 254 befindet sich die Handkreissäge im normalen bzw. ordnungsgemäßen Sägebetrieb, wobei die Arbeitsdrehzahl nahezu konstant bleibt. In den ersten drei Berei- chen 254, 256, 258 des Diagramms weisen die beiden Kurven 250, 252 praktisch denselben Verlauf auf bzw. sind annähernd deckungsgleich zueinander.

In einem vierten Bereich 260 steigt die erste Kurve 250 im Vergleich zu ihrem Absinken beim Sägebeginn im zweiten Bereich 256 jedoch deutlich langsamer an, was auf einen verzögerten Drehzahlanstieg des Sägeblatts beim Austritt aus dem Werkstück bis zum Wiedererreichen der Leerlaufdrehzahl hindeutet. Im Unterschied hierzu erfolgt im Bereich eines Übergangs zwischen dem dritten Bereich 258 und dem vierten Bereich 260 im Bereich eines Punktes 262 ein abrupter, vergleichsweise steiler Anstieg der zweiten Kurve 252 bzw. der Drehzahl des Sägeblatts, was einen eindeutigen Rückschluss auf ein erfolgtes Einbrechen der

Handkreissäge in das Werkstück ermöglicht. Der unmittelbar nach dem Einbrechen messbare, sprunghafte Drehzahlanstieg 264 wird von der Sicherungsvorrichtung ausgewertet und dient als ein eindeutiges Signal zum Abschalten und/oder zum zumindest teilweisen Abbremsen der Antriebseinheit des Säge- blatts beim Auftreten eines Einbrechvorgangs.

Ein Sägeschnittende im normalen Sägebetrieb liegt vor und kann mittels des Drehzahlsensors detektiert werden, wenn der Drehzahlanstieg der Antriebseinheit mit dem Verlauf der zweiten Kurve 250 im vierten Bereich 260 des Dia- gramms korrespondiert, so dass die Sicherungsvorrichtung gegebenenfalls das

Abschalten und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit der Handkreissäge veranlassen kann.

Ein nicht dargestellter, praktisch schlagartiger Abfall der zweiten Kurve 252 auf eine Drehzahl von etwa "0" deutet hingegen auf eine totale Blockade des Sägeblatts innerhalb des zu sägenden Werkstücks hin, was beispielsweise durch das Verkanten des Sägeblatts oder dergleichen eintreten kann. Um in einer solchen Konstellation den unfallträchtigen Rückschlag der Handkreissäge auf den Benutzer bzw. den so genannten "Kick-Back" zu vermeiden, kann die Sicherungsvor- richtung gleichfalls das sofortige Abschalten und/oder zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit der Handkreissäge veranlassen. Fig. 4 zeigt eine Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 300 gemäß einer dritten Ausführungsform. Die Sicherungsvorrichtung 300 der Handkreissäge 100 umfasst bevorzugt ein Sensorelement 302, das hier lediglich beispielhaft mit einem rechteckigen, elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel 304 aufgebaut ist. Das Sägeblatt 130 der Handkreissäge 100 durchgreift eine rechteckige Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122, wobei die Durchtrittsöffnung 306 eine erste und eine zweite Schmalseite 308, 310, sowie eine erste und eine zweite Längsseite 312, 314 aufweist. Die Handkreissäge 100 bewegt sich hierbei in der Arbeitsrichtung 150 in Relation zu dem hier nicht dargestellten Werkstück. Das Schaltmittel 304 ist bevorzugt bündig zur werkstückzugewandten Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 ausgebildet und verläuft zumindest abschnittsweise entlang sowie geringfügig beabstandet und parallel zur zweiten Längsseite 314 der Durchtrittsöffnung 306 für das Sägeblatt 130.

Das Schaltmittel 304 kann zum Beispiel mit einer federbeaufschlagten Wippe 316 oder mit einer federbeaufschlagten Druckplatte 318 realisiert sein, die im einfachsten Fall z.B. mit einem elektrischen Kontakt 320 und/oder einem Deh- nungsmessstreifen 322 gekoppelt sind, deren Signale dann jeweils einem Steuergerät 330 innerhalb der Sicherungsvorrichtung 300 zugeführt werden. Bei dem elektrischen Kontakt 320 kann es sich beispielsweise um einen einfachen elektromechanischen Schließer, einen Öffner oder einen Wechsler handeln, der tastend oder schaltend betätigbar ist. Für den Fall, dass die Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 nicht an einem zu sägenden Werkstück anliegt bzw. das Schaltmittel 304 mechanisch unbelastet ist, schließt dieses bevorzugt nicht bündig mit der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 ab, sondern federt vorzugsweise in geringem Umfang aus dieser heraus und verbleibt unbelastet in dieser leicht erhabenen Position.

Tritt ein Durchbrechen der Handkreissäge 100 auf, so federt das Schaltmittel 304 bevorzugt aus der Ebene der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 in Richtung des zu sägenden Werkstücks heraus, so dass der elektrische Kontakt 320 und/oder der Dehnungsmessstreifen 322 vorzugsweise ein eindeutiges elektri- sches Signal abgeben, das von einem Steuergerät 330 der Sicherungsvorrichtung 300 ausgewertet werden kann. Beim Auftreten eines derartigen, von dem Schaltmittel 304 generierten, elektrischen Signals schaltet die Sicherungsvorrichtung 300 bevorzugt die Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 ab und/oder bremst diese zumindest teilweise ab. Alternativ oder zusätzlich kann die Wippe 316 oder die Druckplatte 318 des

Schaltmittels 304 auch einen nicht dargestellten Permanentmagneten aufweisen, der beim Ausfedern im Fall eines Durchbrechens der Handkreissäge 100 einen Magnetsensor, wie zum Beispiel einen Hallsensor, einen Reed-Kontakt oder dergleichen berührungslos anspricht oder freigibt. Das von dem Magnetsensor er- zeugte Signal dient dann vorzugsweise wiederum zum Abschalten und/oder zumindest teilweisen Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 mittels der Sicherungsvorrichtung 300.

Alternativ kann im Bereich der ersten Längsseite 312 der Durchtrittsöffnung 306 ein zweites, hier nicht dargestelltes elektromechanisches und/oder elektronisches Schaltmittel vorgesehen sein, das konstruktiv identisch zu dem ersten Schaltmittel 304 ausgebildet ist. Das Abschalten und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 durch die Sicherungsvorrichtung 300 kann in einer solchen Konstellation zum Beispiel dann erfolgen, wenn beide Schaltmittel bei einem etwaigen Einbrechvorgang der Handkreissäge 100 den mechanischen Kontakt zu den dann entstehenden zwei Bruchstücken des Werkstücks verlieren.

Fig. 5 illustriert die Fußplatte 122 der Handkreissäge von Fig. 1 mit einer Siche- rungsvorrichtung 350 gemäß einer vierten Ausführungsform. Das Sägeblatt 130 durchsetzt wiederum die Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100. Die Sicherungsvorrichtung 350 der Handkreissäge 100 umfasst bevorzugt erneut ein vorzugsweise vollständig bündig mit der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 abschließendes Sensorelement 352, das entsprechend zur Ausführungsform von Fig. 4 mit einem elektromechani- schen und/oder elektronischen Schaltmittel 354 aufgebaut ist.

Im Unterschied zu der Ausführungsform von Fig. 4 weist das Schaltmittel 354 bevorzugt eine von der rechteckigen Formgebung abweichende, zumindest im Wesentlichen U-förmige Geometrie mit einem ersten und einem zweiten Schenkel 356, 358 auf, die durch einen Basisabschnitt 360 verbunden sind. Die beiden Schenkel 356, 358 des Schaltmittels 354 sind hierbei vorzugsweise entgegengesetzt zur Arbeitsrichtung 150 orientiert, während der Basisabschnitt 360 in der Arbeitsrichtung 150 liegt. Das Schaltmittel 354 ist zudem bevorzugt symmetrisch zu einer im Regelfall senkrecht zur Fußplatte 122 verlaufenden Mittelebene 362 des Sägeblatts 130 ausgebildet und schließt für den Fall, dass die Anlagefläche

124 an dem Werkstück 200 anliegt, im Wesentlichen bündig mit dieser ab. Die beiden Schenkel 356, 358 des U-förmigen Schaltmittels 354 verlaufen bevorzugt zumindest abschnittsweise sowie jeweils geringfügig beabstandet entlang der beiden Längsseiten 312, 314 der Durchtrittsöffnung 306, während sich der Ba- sisabschnitt 360 vorzugsweise über die erste Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306 hinweg erstreckt sowie geringfügig beabstandet zu dieser verläuft.

Tritt ein Durchbrechen der Handkreissäge 100 auf, wird das Schaltmittel 354 bevorzugt vom Werkstück 200 freigegeben und federt, wie mit dem Doppelpfeil 364 angedeutet, bevorzugt aus der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 heraus und erzeugt ein entsprechendes elektrisches Signal innerhalb der Sicherungsvorrichtung 350, sodass diese die Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 abschalten und/oder zumindest teilweise abbremsen kann. Wird die Handkreissäge 100 erneut zur Anlage an das Werkstück 200 gebracht, so federt das Schaltmittel 354 bevorzugt wiederum soweit in die Fußplatte 122 ein, dass im

Idealfall ein möglichst vollständiger bündiger Abschluss mit der Anlagefläche 124 erzielt wird. Anstelle des einen U-förmigen Schaltmittels 354 kann ein zweites, hier nicht dargestelltes U-förmiges Schaltmittel vorgesehen sein, das spiegelbildlich zur Drehachse 142 des Sägeblatts 130 in Bezug zu dem Schaltmittel 354 in die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 integriert ist. Im Übrigen entspricht die

Funktionsweise des Schaltmittels 354 der des Schaltmittels von Fig. 4, sodass an dieser Stelle zwecks Knappheit der Beschreibung auf die dort bereits gemachten Erläuterungen verwiesen sei. Fig. 6 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 400 gemäß einer fünften Ausführungsform. Die Handkreissäge 100 mit der Sicherungsvorrichtung 400 ist bevorzugt mittels der Fußplatte 122 entlang des Werkstücks 200 in der Arbeitsrichtung 150 geführt. Das Sägeblatt 130 durchsetzt die Durchtrittsöffnung 306. Ein Sensorelement 402 der Siche- rungsvorrichtung 400 ist bevorzugt wiederum mit einem elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel 404 aufgebaut, das im Unterschied zu den vorstehenden Ausführungsformen jedoch begrenzt im Bereich der ersten

Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306 positioniert ist und das eine rechteckige Form bei einer vergleichsweise kleinen Fläche aufweist. Im unbelasteten Zustand federt das Schaltmittel 404 vorzugsweise aus der Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 aus und beim Überlaufen bzw. beim Kontakt mit dem Werkstück

200 federt das Schaltmittel 404 im Idealfall bevorzugt in eine mit der Anlauffläche 124 vollkommen bündige Position ein, wobei die beiden möglichen Stellungen des Schaltmittels durch den Doppelpfeil 406 veranschaulicht sind. Darüber hinaus kann an der zweiten Schmalseite 310 der Durchtrittsöffnung 306 für das Sägeblatt 130 ein weiteres rechteckiges Sensorelement 408 platziert sein, das mit einem federbeaufschlagten Schaltmittel 410 realisiert ist und dessen konstruktive Ausgestaltung sowie Funktionsweise mit der des Schaltmittels 404 korrespondiert. Demzufolge federt das unbelastete Schaltmittel 410 zumin- dest teilweise aus der Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 aus und wird beim

Überlaufen des Werkstücks 200 wieder in die Fußplatte 122 zurückgedrückt, so dass das Schaltmittel 410 dann bündig mit dieser abschließt. Das Ein- und Ausfedern des federbeaufschlagten Schaltmittels 410 ist hierbei mit dem Doppelpfeil 412 angedeutet. Verliert eines der Schaltmittel 404, 410 den Kontakt zum Werk- stück 200, ist dies ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Handkreissäge 100 in das zu sägende Werkstück 200 eingebrochen ist, so dass die Sicherungsvorrichtung 400 die Antriebseinheit der Handkreissäge 100 schnell abschaltet und/oder zumindest teilweise abbremst. Fig. 7 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 450 gemäß einer sechsten Ausführungsform. Die Handkreissäge 100 mit dem die Durchtrittsöffnung 306 durchsetzenden Sägeblatt 130 bewegt sich entlang des hier nicht eingezeichneten Werkstücks wiederum in der Arbeitsrichtung 150.

Im Unterschied zu den vorstehenden Ausführungsformen weist die Sicherungsvorrichtung 450 ein Sensorelement 452 auf, das bevorzugt mit einem rahmenartigen, federbeaufschlagten elektronischen und/oder elektromechanischen Schaltmittel 454 gebildet ist, welches die Durchtrittsöffnung 306 vorzugsweise allseitig geringfügig beabstandet umfasst bzw. rahmenartig umschließt. Im unbelasteten Zustand des Schaltmittels 454 federt dieses bevorzugt aus der Anlage- fläche 124 der Fußplatte 122 heraus, während es bei Anlage an dem hier nicht dargestellten Werkstück, wie mit dem Doppelpfeil 456 angedeutet, vorzugsweise wieder bis zum bündigen Abschluss mit der Anlagefläche 124 in die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 einfedert. Im Fall eines Einbruchs der Handkreissäge 100 federt das Schaltmittel 454 bevorzugt aus der Fußplatte 122 aus und die Sicherungsvorrichtung 450 schaltet die Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 unverzüglich ab und/oder bremst diese zumindest teilweise ab. Eine erste und eine zweite Längsseite 458, 460 des Schaltmittels 454 sind hierbei deutlich schmaler bemessen als eine erste und eine zweite Schmalseite 462, 464 des Schaltmittels 454.

Im Übrigen entspricht die Funktion der Sicherungsvorrichtung 450 wiederum im Wesentlichen den vorstehend bereits beschriebenen Ausführungsvarianten von Sicherungsvorrichtungen, sodass zwecks Knappheit der Beschreibung an dieser Stelle auf die einschlägigen Beschreibungsabschnitte verwiesen sei.

Fig. 8 zeigt die Handkreissäge 100 gemäß Fig. 7 beim Einbrechen in das Werkstück 200 von Fig. 5. Die Handkreissäge 100 wird mittels der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 entlang einer Oberseite 466 des Werkstücks 200 zur Durchführung eines gewünschten Sägeschnitts geführt. Im normalen Sägebetrieb schließt das federbeaufschlagte rahmenartige Schaltmittel 454 von Fig. 7 bevorzugt bündig mit der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 ab. In diesem Zustand wird das Schaltmittel 454 bevorzugt von der Oberseite 466 des noch intakten Werkstücks 200 entgegen der Federwirkung des Schaltmittels 454, die bestrebt ist dieses aus der Fußplatte 122 herauszuheben, in Richtung der Pfeile 468, 470 beaufschlagt. Bricht die Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 ein, so entstehen aus dem anfänglich intakten Werkstück 200 die beiden Bruchstücke 210, 212, wobei der beidseitige Kontakt zwischen dem Werkstück 200 und dem rahmenartigen Schaltmittel 454 verloren geht, sodass das Schaltmittel 454 der Sicherungsvorrichtung 450 vorzugsweise aus der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 herausfedert. Hierdurch wird die Antriebseinheit 120 der Handkreissäge 100 wiederum kontrolliert von der Sicherungsvorrichtung 450 unverzüglich abgeschaltet und/oder zumindest teilweise abgebremst. Fig. 9 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 500 gemäß einer siebten Ausführungsform. Die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 wird wiederum in Relation zu einem hier nicht dargestellten Werkstück in der Arbeitsrichtung 150 bewegt. Die Sicherungsvorrichtung 500 umfasst vorzugsweise ein erstes Sensorelement 502, das hier mit einem zumindest im Wesentlichen L-förmigen, ersten elektromechanischen und/oder elektro- nischen Schaltmittel 504 gebildet ist. Ein Längsschenkel 506 des ersten Schaltmittels 504 verläuft zumindest abschnittsweise entlang, sowie geringfügig beabstandet zu, der ersten Längsseite 312 der Durchtrittsöffnung 306, während ein im Verhältnis zum Längsschenkel 506 breiter bemessener Kurzschenkel 508 geringfügig beabstandet parallel zur ersten Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306 für das Sägeblatt 130 verläuft. Darüber hinaus verfügt die Sicherungsvorrichtung

500 bevorzugt über ein zweites Sensorelement 510, das hier mit einem im Wesentlichen rechteckigen, elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel 512 realisiert ist. Das zweite, zumindest im Wesentlichen langgestreckte, rechteckige Schaltmittel 512 verläuft hierbei zumindest abschnittsweise entlang, sowie geringfügig beabstandet zu, der zweiten Längsseite 314 der Durchtrittsöffnung 306. Ein erster Endabschnitt 514 des zweiten Schaltmittels 512 schließt bündig mit der Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306 ab, während ein zweiter, von dem ersten Endabschnitt 514 wegweisender zweiter Endabschnitt 516 geringfügig vor der zweiten Schmalseite 310 der Durchtrittsöffnung 306 und vor- zugsweise bündig mit dem Längsschenkel 506 des ersten Schaltmittels 504 endet.

Tritt ein Einbrechen der Handkreissäge 100 in das hier nicht dargestellte Werkstück auf, so reicht das Freigeben nur eines der beiden Schaltmittel 504, 512 von dem Werkstück bzw. dessen Bruchstücken aus, wobei sich mindestens eines der

Schaltmittel 504, 512 aus der Anlagefläche 124 der Fußplatte 122 abhebt, um das unverzügliche Abschalten der Antriebseinheit und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 durch die Sicherungsvorrichtung 500 auszulösen.

Fig. 10 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig. 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 550 gemäß einer achten Ausführungsform. Die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 bewegt sich wiederum in Bezug zu einem hier nicht dargestellten Werkstück in der Arbeitsrichtung 150. Die Sicherungsvorrichtung 550 umfasst bevorzugt ein erstes Sensorelement 552, das wiederum mit einem zumindest im Wesentlichen L-förmigen, ersten elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel 554 gebildet ist. Das Schaltmittel 554 verfügt über einen Längsschenkel 556, der abschnittsweise sowie geringfügig beabstandet zur ersten Längsseite 312 der Durchtrittsöffnung 306 für das Sägeblatt 130 verläuft. Weiterhin weist das Schaltmittel 554 einen rechtwinklig zum Längsschenkel 556 ausgebildeten Kurzschenkel 558 auf, der sich geringfügig beabstandet sowie über die erste Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306 hinaus erstreckt. Ein zweites Sensorelement 560 ist bevorzugt mit einem zumindest im Wesentlichen gleichfalls L-förmigen, zweiten elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel 562 aufgebaut. Das zweite Schaltmittel 562 verfügt ebenfalls über einen Längsschenkel 564, der zumindest abschnittsweise sowie geringfügig beabstandet zur zweiten Längsseite 314 der Durchtrittsöffnung 306 verläuft. Ein Kurzschenkel 566 des zweiten Schaltmittels 562 erstreckt sich hingegen nur teilweise sowie geringfügig beabstandet entlang der zweiten Schmalseite 310 der Durchtrittsöffnung 306 in der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100.

Jedes der beiden, wiederum federbeaufschlagten Schaltmittel 554, 562, federt bevorzugt wie mit den beiden Doppelpfeilen 568, 570 angedeutet ohne Werkstückkontakt aus der Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 aus und wird bei der Anlage der Fußplatte 122 an das hier nicht dargestellte Werkstück wiederum vorzugsweise vollständig bündig in die Fußplatte 122 zurückgedrückt.

Im Fall des Einbrechens der Handkreissäge 100 in das nicht eingezeichnete Werkstück federt bevorzugt zumindest eines der federbeaufschlagten Schaltmittel 554, 562 schlagartig aus der Fußplatte 122 aus und die Sicherungsvorrichtung 550 löst vorzugsweise auf ein entsprechendes, bevorzugt elektrisches Signal hin wiederum die unverzügliche Abschaltung und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 aus. Zusätzlich zu den beiden L-förmigen Schaltmitteln 554, 562 können auch zwei weitere, zumindest im Wesentlichen konstruktiv entsprechend ausgestaltete, hier jedoch nicht dargestellte, L-förmige Schaltmittel um die Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122 umfangsseitig herum gruppiert sein, wobei zwischen jeweils zwei umfangsseitig unmittelbar benachbarten Schaltmitteln jeweils ein geringer Abstand verbleibt (vgl. hierzu die geometrische Anordnung der vier L-förmigen Vertiefungen gemäß Fig. 13). Fig. 1 1 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts XI von Fig. 10. Der Längsschenkel 556 des ersten Schaltmittels 554 endet bevorzugt kurz vor der zweiten Schmalseite 310 der Durchtrittsöffnung 306 in der Fußplatte 122 für das Sägeblatt 130 der Handkreissäge 100. An den Längsschenkel 564 des zweiten Schaltelements 562 schließt vorzugsweise der Kurzschenkel 566 rechtwinklig an, wobei dessen Innenkante 572 im Wesentlichen parallel und bündig zu der Mittelebene 362 des Sägeblatts 130, wie mit den Pfeilen 574, 576 angedeutet, verläuft. Bei mechanischem Kontakt mit dem hier nicht dargestellten Werkstück schließen die Schaltmittel 554, 562 bevorzugt wiederum bündig mit der Anlage- fläche 124 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 ab.

Infolgedessen ist eine besonders zuverlässige Detektion eines Einbrechens der Handkreissäge 100 möglich, da sich das zweite Schaltmittel 562 näherungsweise bis hin zur Mitte eines mit der Handkreissäge 100 auszuführenden Sägeschnitts erstreckt.

Fig. 12 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig 1 mit einer Sicherungsvorrichtung 600 gemäß einer neunten Ausführungsform. Die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 bewegt sich entlang des hier nicht eingezeichneten Werkstücks in der Arbeitsrichtung 150. Das Sägeblatt 130 durchsetzt hierbei die

Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122. Die Sicherungsvorrichtung 600 umfasst hier bevorzugt lediglich unter anderem beispielhaft sechs Sensorelemente, von denen der besseren zeichnerischen Übersicht halber lediglich ein Sensorelement 602 stellvertretend für alle Übrigen bezeichnet ist. Jedes der sechs Sensorele- mente ist vorzugsweise mit einem berührungslos arbeitenden, optischen Detektor 604, 606, 608, 610, 612, 614 gebildet. Die eher punktförmig wirkenden optischen Detektoren 604 bis 614 sind vorzugsweise umfangsmäßig annähernd gleichmäßig beabstandet um die rechteckige Durchtrittsöffnung 306 gruppiert und hierbei vorzugsweise bündig in die Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 ein- gelassen. Eine hiervon abweichende Anzahl und Gruppierung der optischen Detektoren 604 bis 614 ist gleichfalls möglich.

Der optische Detektor 604 befindet sich hier lediglich beispielhaft mittig im Bereich der ersten Schmalseite 308 der Durchtrittsöffnung 306, während der opti- sehe Detektor 610 im Bereich der zweiten Schmalseite 310 der Durchtrittsöffnung 306 positioniert ist. Die optischen Detektoren 606, 608 sowie 612, 614 sind bevorzugt jeweils paarweise im Bereich der beiden Längsseiten 312, 314 der Durchtrittsöffnung 306 in der Fußplatte 122 für das Sägeblatt 130 angeordnet.

Liegt die Fußplatte 122 vollständig am zu sägenden Werkstück an, sind die opti- sehen Detektoren 604 bis 614 bevorzugt abgedunkelt und die Handkreissäge

100 befindet sich im normalen Sägebetrieb. Erfolgt jedoch ein plötzliches Einbrechen in das hier nicht dargestellte Werkstück, so wird im Regelfall jeder der optischen Detektoren 604 bis 614 zumindest kurzzeitig vom Umgebungslicht beleuchtet und die Sicherungsvorrichtung 600 veranlasst aufgrund dieses definiert auswertbaren, zeitlichen Helligkeitsübergangs das unverzügliche Abschalten und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100. Prinzipiell ist es ausreichend, zumindest an den beiden Schmalseiten 308, 310 der Durchtrittsöffnung 306 jeweils einen der optischen Detektoren 604, 610 vorzusehen. Durch die in Fig. 12 lediglich illustrativ gezeigte Anzahl von sechs optischen Detektoren 604, 606, 608, 610, 612, 614 lässt sich jedoch die Verlässlichkeit der Einbrecherkennung mittels der Sicherungsvorrichtung 600 weiter optimieren.

Die Detektoren 604 bis 614 können zum Beispiel mit passiven optischen Elemen- ten realisiert sein, die selbst keine elektromagnetische Strahlung abgeben, sondern lediglich auf die äußere Umgebungsstrahlung ansprechen. In diesem Zusammenhang können zum Beispiel Fotowiderstände, Fotodioden, Fototransistoren oder dergleichen zur Anwendung kommen. Anstelle oder ergänzend zu den rein passiv wirkenden optischen Detektoren können jedoch auch aktive optische Elemente, wie zum Beispiel so genannte optische Reflexsensoren etc. zum Einsatz kommen, die selbst elektromagnetische Strahlung emittieren, die situativ vom Werkstück reflektiert und dann vom Reflexsensor ausgewertet wird. Die von den optischen Elementen emittierte Strahlung kann zur weiteren Optimierung der Störsicherheit moduliert sein.

Fig. 13 zeigt die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 von Fig 1 . mit einer Sicherungsvorrichtung 650 gemäß einer zehnten Ausführungsform. Die Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 bewegt sich erneut entlang des hier nicht eingezeichneten Werkstücks in der Arbeitsrichtung 150. Das Sägeblatt 130 mit der Mittelebe- ne 362 durchsetzt die Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122. Die Sicherungsvorrichtung 650 umfasst hier exemplarisch vier Sensorelemente, von denen der besseren zeichnerischen Ubersicht halber lediglich ein Sensorelement 652 repräsentativ für alle Übrigen bezeichnet ist. Die vier Sensorelemente sind bevorzugt zur Ausbildung einer Flachenmesszone 654 unter anderem jeweils mit einer ersten, zweiten, dritten sowie vierten jeweils L-förmigen Vertiefung 656, 658, 660, 662 der Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 gebildet. Die vier Vertiefungen 656 bis 662 weisen vorzugsweise jeweils eine zumindest im Wesentlichen recht- eckförmige Querschnittsgeometrie auf. Die beiden L-förmigen Vertiefungen 656, 658 sowie die beiden L-förmigen Vertiefungen 660, 662 sind hierbei jeweils spiegelbildlich zur Mittelebene 362 des Sägeblatts 130 positioniert und die beiden L- förmigen Vertiefungen 658, 660 sowie die beiden L-förmigen Vertiefungen 656, 662 sind ihrerseits jeweils spiegelbildlich zu einer senkrecht zur Mittelebene 362 des Sägeblatts 130 verlaufenden Mittellinie 664 der Durchtrittsöffnung 306 in die Fußplatte 122 eingelassen. Die vier Vertiefungen 656, 658, 660, 662 sind somit punktsymmetrisch in Bezug zu einem Schnittpunkt 666 zwischen der Mittellinie 664 der Durchtrittsöffnung 306 und der Mittelebene 362 angeordnet, wobei zwischen jeweils zwei umfangsseitig direkt benachbarten Vertiefungen 656, 658, 660, 662 ein schmaler, der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht bezeichneter Abstand verbleibt.

In jeder der hier lediglich exemplarisch vier L-förmigen Vertiefungen 656, 658, 660, 662 ist bevorzugt jeweils mindestens ein, hier nicht dargestellter, optischer Detektor eingebaut. Die optischen Detektoren sind hierbei bevorzugt so in den Vertiefungen 656, 658, 660, 662 angebracht, dass diese nicht über die Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 hinausragen, sondern allenfalls bündig mit der Anlauffläche 124 der Fußplatte 122 abschließen, wodurch eine im Idealfall vollflächige Anlage der Fußplatte 122 an dem zu sägenden Werkstück gewährleistet ist (vgl. Bezugsziffer 200, Fig. 14). Bricht die Handkreissäge 100 in das zu sägende Werkstück ein, so werden im Regelfall alle optischen Sensoren der Flächen- messzone 654 zumindest kurzzeitig dem Umgebungslicht ausgesetzt, sodass die Sicherungsvorrichtung 650 auf dieses Signal hin das unverzügliche Abschalten und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 zum Schutz des Benutzers vor Verletzungen veranlassen kann. Aufgrund der vorzugsweise vier umfangsseitig aneinander anschließenden, quadrantenartig angeordneten L-förmigen Vertiefungen 656, 658, 660, 662 mit dem jeweils darin angeordneten, mindestens einen optischen Detektor, ergibt sich die Flächenmesszone 654. Die Flächenmesszone 654 umschließt die Durchtrittsöffnung 306 der Fußplatte 122 rahmenartig, so dass eine besonders zuverlässige sowie berührungslose Erfassung eines Einbrechvorgangs der Handwerkzeugmaschinen 100 in das hier nicht eingezeichnete Werkstück mittels der Sicherungsvorrichtung 650 möglich ist.

Von der hier lediglich exemplarisch angeführten, L-förmigen Geometrie der Vertiefungen 656, 658, 660, 662 abweichende Formgebungen sowie eine größere und/oder geringere Anzahl der Vertiefungen 656, 658, 660, 662 innerhalb der

Fußplatte 122 der Handkreissäge 100 können gleichfalls vorgesehen sein.

Fig. 14 zeigt einen Teilquerschnitt entlang der Schnittlinie XIV-XIV von Fig. 13. In der ersten L-förmigen Vertiefung 656 als ein Teil der Flächenmesszone 654 von Fig. 13 befindet sich beispielhaft ein optischer Detektor 670, der hier lediglich exemplarisch als ein aktiver optischer Reflexsensor 672 ausgestaltet ist. Im Gegensatz zu einem rein passiven optischen Element, wie zum Beispiel einem Fotowiderstand, einer Fotodiode, einem Fototransistor oder dergleichen, emittiert ein optischer Reflexsensor aktiv elektromagnetische Strahlung, die vom Werk- stück 200 reflektiert wird. Diese von dem Werkstück 200 gegebenenfalls reflektierte elektromagnetische Strahlung fällt dann zum Beispiel auf eine in den optischen Reflexsensor integrierte Fotodiode oder einen Fototransistor, dessen Signal dann von der Sicherungsvorrichtung 650 weiter verstärkt und zum Beispiel zur Detektion eines Einbrechvorgangs der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 ausgewertet wird. Die vom optischen Reflexsensor emittierte elektromagnetische Strahlung kann beispielsweise in dem für das menschliche Auge sichtbaren Spektralbereich oder im angrenzenden, nahen Infrarotbereich liegen.

Das Werkstück 200 deckt hier die Vertiefung 656 in der Fußplatte 122 der Hand- kreissäge 100 nur teilweise ab, so dass die vom optischen Reflexsensor 672 ausgesendete elektromagnetische Strahlung allenfalls teilweise reflektiert wird und der optische Reflexsensor 672 beispielsweise kein relevantes elektrisches Signal ausgibt. In einer solchen Konstellation liegt ein Einbrechvorgang der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 vor, sodass die Sicherungsvorrichtung 650 das sofortige Abschalten und/oder das zumindest teilweise Abbremsen der

Antriebseinheit der Handkreissäge 100 auslöst. Deckt jedoch das Werkstück 200 die Vertiefung 656 im Wesentlichen vollständig ab, so wird die von dem optischen Reflexsensor 672 emittierte elektromagnetische Strahlung nahezu vollständig von dem Werkstück 200 auf den optischen Reflexsensor 672 zurückgeworfen, sodass dieser zum Beispiel ein Signal ausgibt, das für die Sicherungsvorrichtung 650 den normalen Sägebetrieb indiziert.

Anstelle des aktiv elektromagnetische Strahlung emittierenden, optischen Reflexsensors 672 kann der optische Detektor 670 auch mit einem rein passiv wirkenden, optischen Element, wie zum Beispiel einem Fotowiderstand, einer Fotodiode, einem Fototransistor oder dergleichen realisiert sein, die allein die aus der Umgebung eintreffende elektromagnetische Strahlung registriert und ein entsprechendes elektrisches Signal ausgibt. Die Funktionsweise des optischen Detektors 670 entspricht dann der Funktionsweise der im Rahmen der Fig. 12 bereits beschriebenen, passiven optischen Detektoren, sodass zwecks Knappheit der Beschreibung an dieser Stelle auf die dort bereits gemachten Erläuterungen verwiesen sei. Anstelle des optischen Detektors kann zur Detektion des Einbre- chens der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 zum Beispiel auch mindestens ein Radarsensor Verwendung finden.

Nach einer einmal durch die Sicherungsvorrichtung 650 veranlassten Schnellabschaltung und/oder einer zumindest teilweisen Abbremsung der Antriebseinheit 120 von Fig. 1 der Handkreissäge 100 ist deren Wiederanlauf vorzugsweise nur durch das Betätigen einer der Handkreissäge 100 zugeordneten, separaten Entriegelungseinrichtung durch den Benutzer möglich. Zur weiteren Optimierung der Erkennung des Einbrechens der Handkreissäge 100 in das Werkstück 200 können die im Rahmen der vorstehenden Beschreibung erwähnten Sensorelemente der verschiedenen Ausführungsformen der Sicherungsvorrichtungen, insbesondere die linearen Beschleunigungssensoren, die Drehbeschleunigungssensoren (Gyrossensoren), der Drehzahlsensor, die elektromechanischen und/oder elektronischen Schaltmittel sowie die passiven oder aktiven optischen Detektoren in beliebiger Anzahl und/oder auf beliebige Art und Weise miteinander kombiniert werden.