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Patent Searching and Data


Title:
PORTABLE DATA STORAGE MEDIUM FOR COMMUNICATION WITH A TELECOMMUNICATION TERMINAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/028544
Kind Code:
A1
Abstract:
Data communication between a telecommunication terminal (10) and a portable data storage medium (20) which is equipped with a mass memory (22) and a web server (23) can be implemented simply and efficiently by writing (S1) a request (27) by the telecommunication terminal (10) from the telecommunication terminal (10) to the mass memory (22) of the data storage medium (20) and, in response to the request (27) written to the mass memory (22), sending (S2) a trigger signal to the web server (23). The web server (23) evaluates the request (27), generates a response (28) and in turn writes (S4) said response to the mass memory (22), so that the telecommunication terminal (10) can read (S5) the response (28) which is in the mass memory (22). In this context, the read/write access operations of the telecommunication terminal (10) are carried out in the form of physical read/write operations which are performed directly and avoiding further logical data conversions in connection with any communication protocols.

Inventors:
OESTER, Heiko (Hutstrasse 52, Forchheim, 91301, DE)
Application Number:
EP2007/006816
Publication Date:
March 13, 2008
Filing Date:
August 01, 2007
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE & DEVRIENT GMBH (Prinzregentenstrasse 159, München, 81677, DE)
OESTER, Heiko (Hutstrasse 52, Forchheim, 91301, DE)
International Classes:
H04L29/08; H04L29/08
Attorney, Agent or Firm:
KLUNKER SCHMITT-NILSON HIRSCH (Winzererstrasse 106, München, 80797, DE)
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Claims:

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zur Datenkommunikation zwischen einem Telekommunikati- onsendgerät (10) und einem portablen Datenträger (20) zur Ausführung wenigstes einer das Telekommunikationsendgerät (10) unterstützenden Zusatzfunktion, welcher einen nicht volatilen unabhängig von der Steuerung der Zusatzfunktion verwalteten Massenspeicher (22) und einen Webserver (23) aufweist, gekennzeichnet durch die Schritte:

Einschreiben (Sl) einer Anfrage (27) des Telekommunikationsendgeräts (10) in den Massenspeicher (22) des Datenträgers (20) durch das Telekommunikationsendgerät (10);

Auslösen (S2) eines Auslösesignals an den Webserver (23) in Reaktion auf die eingeschriebene Anfrage (27);

Auswerten der Anfrage (27) und Einschreiben (S4) einer Antwort (28) auf die Anfrage (27) in den Massenspeicher (22) durch den Webserver (23); und Auslesen (S5) der Antwort (28) aus dem Massenspeicher (22) durch das Telekommunikationsendgerät (10).

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslösesignal beim Einschreiben (Sl) der Anfrage (27) in den Massenspeicher (22) unmittelbar ausgelöst wird (S2) und die eingeschriebene Anfrage (27) von dem Webserver (23) in Reaktion auf das Auslösesignal zur Auswertung der Anfrage (27) ausgelesen wird (S3).

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfrage (27) von dem Telekommunikationsendgerät (10) durch einen Direktzugriff auf den Massenspeicher (22) in den Massenspeicher (22) eingeschrieben

wird (Sl) und die Antwort (28) auf die Anfrage (27) von dem Telekommunikationsendgerät (10) durch einen Direktzugriff auf den Massenspeicher (22) aus dem Massenspeicher (22) ausgelesen wird (S5).

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsendgerät (10) den Massenspeicher (22) auf Vorliegen einer Antwort (28) auf die Anfrage (27) überwacht (S5a).

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsendgerät (10) eine HTTP- Anfrage (27) in den Massenspeicher (22) einschreibt (Sl) und der Webserver (23) eine HTML- Antwort (28) auf die HTTP- Anfrage (27) erzeugt und in den Massenspeicher (22) einschreibt (S4).

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsendgerät (10) die Anfrage (27) durch ein Speicherzugriffskommando als eine die Anfrage (27) umfassende Anfragedatei in den Massenspeicher (22) des Datenträgers (20) einschreibt (Sl) und ein Speicherzugriffsereignis als Auslösesignal ausgelöst wird (S2).

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Webserver (23) die Antwort (28) als eine die Antwort (28) umfassende Antwortdatei in den Massenspeicher (22) einschreibt (S4) und die Antwortdatei von dem Telekommunikationsendgerät (10) durch ein Speicherzugriffskom- mando aus dem Massenspeicher (22) ausgelesen wird (S5).

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anfragedatei (27) und/ oder die Antwortdatei (28) in eine für eine Datenkommunikation des Datenträgers (20) mit dem Telekommunikationsendgerät (10) re-

servierte Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) eingeschrieben wird (Sl, S4).

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Webserver (23) mittels eines Massenspeicherzugriffstreibers (34) des Datenträgers (20) die

Anfragedatei (27) aus dem Massenspeicher (22) ausliest (S3) und/ oder die Antwortdatei (28) in den Massenspeicher (22) einschreibt (S4), wobei der Mas- senspeicherzugriffstreiber (34) mit einem Dateisystem der Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) kompatibel ist.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger (20) eine (U)SIM-Mobilfunkkarte ist und die Anfragedatei (27) und/ oder die Antwortdatei (28) in eine Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) eingeschrieben wird (Sl, S4), die ein anderes Dateisystem als das (U)SIM-Dateisy stem aufweist.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren eine Datenkommunikation zwischen einem Mobilfunktelefon (10) und einer mit dem Mobilfunktelefon (10) verbundenen (U)SIM- Mobilfunkkarte (20) realisiert.

12. Portabler Datenträger (20) , umfassend einen Prozessor (32) zur Steuerung der Ausführung wenigstes einer das Telekommunikationsendgerät (10) unterstützenden Zusatzfunktion, einen nicht volatilen, unabhängig von der Steue- rung der Zusatzfunktion verwalteten Massenspeicher (22), eine Kommunikationsschnittstelle (31) zur Datenkommunikation mit einem Telekommunikationsendgerät (10), und einen von dem Prozessor (32) ausführbaren Webserver (23), gekennzeichnet durch eine Auslöseeinrichtung (29), die eingerichtet ist, ein Auslösesignal an den Webserver (23) in Reaktion auf eine in dem Massenspei-

cher (22) vorliegende Anfrage (27) des Telekommunikationsendgeräts (10) auszulösen, wobei der Webserver (23) eingerichtet ist, die Anfrage (27) auszuwerten und eine Antwort (28) auf die Anfrage (27) in den Massenspeicher (22) einzuschreiben, und der Massenspeicher (22) eingerichtet ist, die Anfrage (27) des Telekommunikationsendgeräts (10) und die Antwort (28) des Webservers (23) aufzunehmen.

13. Datenträger (20) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenspeicher (22) eingerichtet ist, ein Einschreiben der Anfrage (27) und ein Auslesen der Antwort (28) jeweils durch einen Direktzugriff des Telekommunikationsendgeräts (10) auf dem Massenspeicher (22) zu ermöglichen.

14. Datenträger (20) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseeinrichtung (29) eingerichtet ist, das Auslösesignal beim Einschreiben der Anfrage (27) in den Massenspeicher (22) unmittelbar auszulösen und der Webserver (23) eingerichtet ist, die im Massenspeicher (22) vorliegende Anfrage (27) in Reaktion auf das Auslösesignal zur Auswertung auszulesen.

15. Datenträger (20) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Anfrage (27) eine HTTP- Anfrage (27) ist und der Webserver

(23) eingerichtet ist, eine HTML- Antwort (28) auf die HTTP- Anfrage (27) zu erzeugen und in den Massenspeicher (22) einzuschreiben.

16. Datenträger (20) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Massenspeicher (22) eingerichtet ist, ein Einschreiben der

Anfrage (27) als eine die Anfrage (27) umfassende Anfragedatei durch Spei- cherzugriffskommandos des Telekommunikationsendgeräts (10) zu ermöglichen, und die Auslöseeinrichtung (29) eingerichtet ist, in Reaktion auf die ein-

geschriebene Anfragedatei ein Speicherzugriffsereignis als Auslösesignal auszulösen.

17. Datenträger (20) nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Webserver (23) eingerichtet ist, die Antwort (28) als eine die Antwort (28) umfassende Antwortdatei in den Massenspeicher (22) einzuschreiben und der Massenspeicher (22) eingerichtet ist, das Auslesen der Antwortdatei durch Speicherzugriffskommandos des Telekommunikationsendgeräts (10) zu ermöglichen.

18. Datenträger (20) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenspeicher (22) eine für eine Datenkommunikation mit dem Telekommunikationsendgerät (10) reservierte Kommunikationspartition (30) zum Einschreiben der Anfragedatei (27) und/ oder der Antwortdatei (28) umfasst.

19. Datenträger (20) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betriebssystem (33) des Datenträgers (20) einen Massenspeicherzugriffstreiber (34) umfasst, der mit einem Dateisystem der Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) kompatibel ist, und der Webserver (23) eingerichtet ist, mittels des Massenspeicherzugriffstreibers (34) die Anfragedatei (27) aus der Kommunikationspartition (30) auszulesen und die Antwortdatei (28) in die Kommunikationspartition (30) einzuschreiben.

20. Datenträger (20) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Da- tenträger (20) eine (U)SIM-Mobilfunkkarte ist, die über die Kommunikationsschnittstelle (31) mit einem Telekommunikationsendgerät (10) verbindbar ist, und die Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) ein anderes Dateisystem als ein (U)SIM-Dateisystem aufweist, vorzugsweise ein FAT- Dateisystem.

21. Datenträger (20) nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenspeicher (22) ein NAND-Flash-Speicher ist.

22. Telekommunikationsendgerät (10), umfassend eine Kommunikationsschnittstelle (13) und eine Kommunikationseinrichtung (11) zur Datenkommunikation mit einem portablen Datenträger (20) nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) eingerichtet ist, eine Anfrage (27) an den Webserver (23) des Datenträgers (20) durch einen Direktzugriff auf den Massenspeicher (22) des Datenträgers (20) in den Massenspeicher (22) einzuschreiben und eine Antwort (28) des Webservers (23) auf die Anfrage (27) durch einen Direktzugriff aus dem Massenspeicher (22) auszulesen.

23. Telekommunikationsendgerät (10) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) eine von einem Prozessor des Telekommunikationsendgeräts (10) ausführbare Kommunikationsapplikation repräsentiert.

24. Telekommunikationsendgerät (10) nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) eingerichtet ist, den Massenspeicher (22) in regelmäßigen Zeitintervallen auf Vorliegen einer Antwort (28) auf die Anfrage (27) des Telekommunikationsendgeräts (10) zu überprüfen.

25. Telekommunikationsendgerät (10) nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) ein HTTP- Gateway ist, der eingerichtet ist, eine Datenkommunikation zwischen einem

Internet-Browser (12) des Telekommunikationsendgeräts (10) und dem Webserver (23) des Datenträgers (20) durchzuführen.

26. Telekommunikationsendgerät (10) nach Anspruch 25, dadurch gekenn- zeichnet, dass der HTTP-Gateway (11) eingerichtet ist, durch Speicherzugriffskommandos eine HTTP- Anfrage (27) des Telekommunikationsendgeräts (10) als Anfragedatei in den Massenspeicher (22) des Datenträgers (20) einzuschreiben und eine PiTML- Antwort (28) des Webservers (23) auf die HTTP- Anfrage

(27) als Antwortdatei aus dem Massenspeicher (22) des Datenträgers (20) aus- zulesen.

27. Telekommunikationsendgerät (10) nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) eingerichtet ist, die Anfrage (27) in eine für eine Datenkommunikation mit dem TeIe- kommunikationsendgerät (10) reservierte Kommunikationspartition (30) des Massenspeichers (22) des Datenträgers (20) einzuschreiben und die Antwort

(28) aus der Kommunikationspartition (30) auszulesen.

28. Telekommunikationsendgerät (10) nach Anspruch 27, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kommunikationseinrichtung (11) eingerichtet ist, eine Datenkommunikation mit einer (U)SIM-Mobilfunkkarte als Datenträger (20) durchzuführen, deren Kommunikationspartition (30) ein anderes Dateisystem als ein (U)SIM-Dateisystem aufweist, vorzugsweise ein FAT-Dateisystem.

29. Telekommunikationsendgerät (10) nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Telekommunikationsendgerät (10) ein Mobilfunktelefon mit einer Datenkommunikationsschnittstelle (13) ist, über die eine (U)SIM-Mobilfunkkarte (20) mit dem Mobilfunktelefon verbindbar ist.

Description:

Portabler Datenträger zur Kommunikation mit einem Tel ekommunika tionsend gerät

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Datenkommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem portablen Datenträger, sowie einen derartigen portablen Datenträger und ein Telekommunikationsendgerät.

Zur schnellen und effizienten Abwicklung einer Datenkommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem mit dem Telekommunikationsendgerät verbundenen portablen Datenträger ist ein geeigneter Schnittstellemechanismus erforderlich. Ein häufiges Anwendungsszenario ist bei- spielsweise der Zugriff eines Benutzers eines Telekommunikationsendgeräts auf einen Webserver des Datenträgers mittels eines auf dem Telekommunikationsendgerät eingerichteten (Internet-) Browsers.

Derartige Zugriffe werden beispielsweise über geeignete Kommunikationspro- tokolle realisiert, die die notwendige logische Schnittstelle zum Senden einer Anfrage des Telekommunikationsendgeräts an den Webserver und zum Rücksenden einer entsprechenden Antwort auf die Anfrage durch den Webserver ermöglichen. Hierbei wird der Webserver des Datenträgers von dem Telekommunikationsendgerät häufig durch eine Anfrage über das TCP/IP-Protokoll angesprochen. Darüber hinaus existieren vielfältige weitere Kommunikationsprotokolle und -methoden, die sich prinzipiell als logische Schnittstelle zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem Datenträger eignen, z.B. ist es möglich, eine Anfrage des Telekommunikationsendgerät im Rahmen des BIP-Protokolls („Bearer Independent Protocol") gekapselt an den Webserver zu richten oder über eine Zwischenschicht des „Socket Transport Protocol" oder des „Ethernet Emulation Model".

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Eine solche protokollbasierte Kommunikation erfordert jedoch eine umfangreiche Modifikation herkömmlicher Telekommunikationsendgeräte, insbesondere bedarf es der Entwicklung von hardwarenahen Treibern und der Implementie- rung eines entsprechenden Protokollstapels (Stack) sowie weiterer Anpassungen des jeweiligen Betriebssystems. So erfordert beispielsweise das Routing von IP-Kommunikationspaketen einen Eingriff in einen TCP/IP-Protokollstapel des Telekommunikationsendgeräts. Falls derartige Modifikationen außerhalb des Betriebsystems auf Applikationsebene durchgeführt werden, sind wiederum bestimmte proprietäre Betriebssystemschnittstellen erforderlich (z.B. zum Ansprechen von MMC- und/ oder USB-Hochgeschwindigkeitsschnittstellen), so dass auch diese Lösung relativ aufwändig ist. In jedem Falle sind die vorgenannten Schnittstellenmechanismen im Hinblick auf die Performance des Telekommunikationsendgeräts und dessen Ressourcenverbrauch nachteilig.

Die WO 2004/095365 Al offenbart einen Datenträger, der mit einem SIM- Mobilfunkmodul („Subscriber Identity Modul") ausgestattet ist, das mit einem Speichercontroller eines nicht-flüchtigen Speichers verbunden ist. Für das SIM- Modul bestimmte Daten und Kommandos werden von dem Speichercontroller in Abhängigkeit von der Struktur der Daten und/ oder Kommandos an das SIM-Modul weitergeleitet und von diesem verarbeitet.

Die EP 1 608 123 offenbart ein Verfahren zur übertragung von HTTP-Daten („Hypertext Transfer Protocol") über das BIP-Protokoll. Es findet also eine Da- tenkommunikation auf einer logischen Protokollebene mit den vorgenannten Nachteilen statt.

Aus der EP 0923261 Al ist ein Vorschlag zum Eintragen neuer, durch die Norm GSM 11.11 nicht abgedeckter Funktionen auf eine SIM-Karte über ein

Handy bekannt, der ohne änderung der vorhandenen Schnittstelle zwischen Handy und SIM-Karte auskommt. Auf der SIM-Karte wird dazu ein "Briefkasten" eingerichtet, in den das Endgerät Nachrichten schreibt. Der Briefkasten kann eine Datei mit einem besonderen Identifikanten sein oder eine feste Adresse haben. Alternativ kann die Adresse des Briefkastens an einem definierten Ort auf der SIM-Karte hinterlegt sein. Den Eingang neuer Daten in den Briefkasten bemerkt die SIM -Karte, indem sie den Briefkasten regelmäßig ausliest. Neu eingegangene Nachrichten werden auf die SIM-Karte übernommen. Die übermittlung von Daten von der SIM-Karte an das Handy erfolgt analog in umgekehrter Richtung. Die bekannte Lösung überwindet eine Begrenzung der vorhandenen, genormten Schnittstelle zwischen Handy und SIM-Karte, übernimmt aber im übrigen die mit dieser Schnittstelle verbundenen Nachteile, etwa hinsichtlich der stark begrenzten, in einer Kommandoeinheit transportierbaren Datenmenge.

Demzufolge ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine einfache, dabei aber effizientere Datenkommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem portablen Datenträger bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren sowie Vorrichtungen mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die davon abhängigen Ansprüche beschreiben vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

Die Kommunikation zwischen einem Telekommunikationsendgerät und einem auf einem portablen Datenträger eingerichteten Webserver wird durch einen Datenaustausch über einen Massenspeicher des Datenträgers realisiert. Dabei wird eine Anfrage des Telekommunikationsendgeräts an den Datenträger von dem Telekommunikationsendgerät in den Massenspeicher des Datenträgers

eingeschrieben, woraufhin ein Auslösesignal in Reaktion auf die eingeschriebene Anfrage an den Webserver ausgelöst wird. Der Webserver wertet die Anfrage aus und schreibt eine Antwort auf die Anfrage in den Massenspeicher ein. Abschließend wird die Antwort des Webservers von dem Telekommunikati- onsendgerät aus dem Massenspeicher des Datenträgers ausgelesen.

Dieses Verfahren wird durch einen portablen Datenträger realisiert, der einen Massenspeicher und eine Kommunikationsschnittstelle zur Datenkommunikation mit dem Telekommunikationsendgerät umf asst, sowie einen von dem Pro- zessor des Datenträgers ausführbaren Webserver. Eine Auslöseeinrichtung des Datenträgers erkennt eine in den Massenspeicher eingeschriebene Anfrage und sendet in Reaktion auf die vorliegende Anfrage ein Auslösesignal an den Webserver, der die Anfrage auswertet und eine entsprechende Antwort in den Massenspeicher einschreibt. Hierbei ist der Massenspeicher so eingerichtet, dass er einerseits ein direktes Einschreiben der Anfrage in dem Massenspeicher bzw. ein direktes Auslesen einer Antwort aus dem Massenspeicher durch Direktzugriffe des Telekommunikationsendgeräts auf den Massenspeicher ermöglicht, die keine logische Umsetzung oder Konversion einer Anfrage/ Antwort im Rahmen eines etwaigen Kommunikationsprotokolls oder dergleichen durch das Telekommunikationsendgerät erfordern. Der Massenspeicher fungiert also als einfache Kommunikationsschnittstelle, zu der sowohl das Telekommunikationsendgerät als auch der Webserver einen direkten Schreib-/ Lesezugang haben und so eine Datenkommunikation etablieren können.

Dementsprechend umfasst ein Telekommunikationsendgerät, das für eine Datenkommunikation mit einem derartigen portablen Datenträger eingerichtet ist, eine Kommunikationseinrichtung, die eine Anfrage an den Webserver ohne eine Umsetzung gemäß eines Kommunikationsprotokolls per Direktzugriff in den Massenspeicher des Datenträgers einschreibt und eine entsprechende Ant-

wort aus dem Massenspeicher ausliest. Vorzugsweise kann eine solche Kommunikationseinrichtung als Applikation realisiert werden, die von einem Prozessor des Telekommunikationsendgeräts ausgeführt wird.

Die erfindungsgemäße Datenkommunikation kann auf einfache Weise sowohl auf einem Datenträger als auch auf einem Telekommunikationsendgerät implementiert oder nachgerüstet werden. Durch Verwendung eines Massenspeichers in dem Datenträger treten durch die bei dem Kommunikationsverfahren anfallenden Datenmengen keine Speicherengpässe auf. Darüberhinaus hat das Kommunikationsverfahren eine hohe Performance, da es über schnelle Schnittstellen des Datenträgers, z.B. über eine MMC- und/ oder eine USB-Hochgeschwindigkeitsschnittstelle, durchgeführt werden kann, da lediglich physikalische Schreib- und Lesezugriffe auf den Massenspeicher notwendig sind und auf aufwändige Datenkonversionen und logische Umsetzungen verzichtet wird.

Eine komplexe Umrüstung von bereits an Endkunden ausgegebenen Telekommunikationsendgeräten ist nicht erforderlich, da die Kommunikationseinrichtung des Telekommunikationsendgeräts auf Applikationsebene bereitgestellt werden und z.B. von dem Hersteller eines erfindungsgemäßen Datenträgers zur automatischen Installation auf einem Telekommunikationsendgerät ausgeliefert werden kann. Auf dem Datenträger ist wiederum eine Anpassung von vorhandenen Kommunikationsprotokollen, wie z. B. TCP/ IP, nicht notwendig, da auch der Webserver eine Anfrage des Telekommunikationsendgeräts durch einen direkten Lesezugriff auf den Massenspeicher erhält.

Die Auslöseeinrichtung des Datenträgers löst das Auslösesignal vorzugsweise unmittelbar bei oder unmittelbar nach dem Einschreiben der Anfrage in den Massenspeicher durch das Telekommunikationsendgerät aus, so dass der Webserver die eingeschriebene Anfrage sofort auslesen und auswerten und eine

entsprechende Antwort erzeugen kann. Beispielsweise kann das Auslösesignal durch eine Unterbrechung („Interrupt") durch ein Betriebssystem des Datenträgers ausgelöst werden.

Nach dem Einschreiben einer Anfrage in den Massenspeicher überwacht die Kommunikationseinrichtung des Telekommunikationsendgeräts den Massenspeicher des Datenträgers auf Vorliegen einer entsprechenden Antwort des Webservers, um diese direkt auslesen zu können. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass die Kommunikationseinrichtung in regelmäßigen zeitlichen Abständen den Massenspeicher auf neu eingegangene Antworten untersucht bzw. bestimmte Speicheradressen oder -segmente des Massenspeichers auf Vorliegen einer Antwort überprüft.

Die Anfrage des Telekommunikationsendgeräts kann insbesondere eine Anfra- ge gemäß dem HTTP-Pr otokoll sein, dass hauptsächlich eingesetzt wird, um Webseiten von einem Webserver auf einen Internet-Browser zu laden. Eine HTTP- Anfrage wird von einer HTTP-Kommunikationseinrichtung (HTTP- Gateway) des Telekommunikationsendgeräts in den Massenspeicher des Datenträgers eingeschrieben. Der Webserver, der die HTTP- Anfrage aus dem Mas- senspeicher ausliest, erzeugt dann eine HTML- Antwort auf die HTTP- Anfrage und schreibt diese in den Massenspeicher ein. Eine solche HTTP- Anfrage könnte beispielsweise die Anforderung bestimmter von dem Webserver bereitgestellter Daten im HTML-Format betreffen.

Das Einschreiben der Anfrage in den Massenspeicher kann von der Kommunikationseinrichtung des Telekommunikationsendgeräts mittels spezieller, an den Massenspeicher gerichteter Speicherzugriffskommandos („File Update Com- mands") durchgeführt werden, indem die Kommunikationseinrichtung die Daten der (HTTP-) Anfrage in ein oder mehrere Speicherzugriffskommandos inte-

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griert und mit diesen eine die Anfrage repräsentierende Anfragedatei im Massenspeicher anlegt oder eine bereits im Massenspeicher des Datenträgers vorliegende Datei überschreibt/ aktualisiert. Die HTML- Antwort des Webservers wird ebenfalls als Datei im Massenspeicher hinterlegt, so dass die Kommunika- tionseinrichtung des Telekommunikationsendgeräts die HTML- Antwort des Webservers als Antwortdatei aus dem Massenspeicher auslesen kann.

Auf diese Weise besteht die Schnittstelle zwischen dem Webserver und dem Telekommunikationsendgerät aus den im Massenspeicher vorliegenden Anfra- ge-/ Antwortdateien, auf die beide Kommunikationspartner gleichermaßen Zugriff haben, ohne dass es einer darüber hinausgehenden Protokollstruktur oder sonstiger Synchronisations- oder Datenkonversionsmechanismen bedarf.

Es kann eine oder mehrere bestimmte Speicheradressen des Massenspeichers vorgegeben werden, an der/ denen die Anfragedatei des Telekommunikationsendgeräts und/ oder die Antwortdatei des Webservers direkt eingeschrieben wird. Ebenso ist es möglich, in dem Massenspeicher eine für die Kommunikation zwischen dem Datenträger und dem Telekommunikationsendgerät eingerichtete Kommunikationspartition bereitzustellen, um Anfrage- und Antwort- dateien von den sonstigen Daten zu trennen und diese vor Zugriffen zu sichern.

Dabei ist das Dateisystem der Kommunikationspartition nicht auf einen bestimmten Datenträgertyp oder dergleichen beschränkt, sondern es kann prinzipiell jedes geeignete Dateisystem eingerichtet werden. Falls es sich bei dem Te- lekommunikationsendgerät um ein Mobilfunktelefon und bei dem Datenträger um eine in das Mobilfunktelefon einzusetzende (U)SIM-Mobilfunkkarte mit einem integrierten Massenspeicher handelt, ist es demzufolge möglich, dass auf einer Kommunikationspartition nicht das übliche (U)SIM-Dateisystem eingerichtet ist, sondern ein davon verschiedenes Dateisystem, beispielsweise ein

FAT-Dateisystem („File Allocation Table"). Für Lese-/ Schreibzugriffe des Webservers auf die Kommunikationspartition ist in dem Betriebssystem des Datenträgers oder separat davon ein Massenspeicherzugriffstreiber vorgesehen, der mit dem Dateisystem der Kommunikationsspartition kompatibel ist. Das (U)SIM-Betriebssystem kann also auch auf von dem Telekommunikationsendgerät im Massenspeicher angelegte Dateien zugreifen, selbst wenn die Kommunikationspartition ein anderes als das (U)SIM-Dateisystem umfasst.

Durch das Anlegen einer Anfragedatei in dem Massenspeicher durch Speicher- Zugriffskommandos („File Update Commands") der Kommunikationseinrichtung des Telekommunikationsendgeräts wird der Webserver des Datenträgers durch ein Auslösesignal in Form eines Speicherzugriffsereignisses („File Update Event") aktiviert. Dieses Prinzip des „Triggerns" einer Applikation des Datenträgers durch das Telekommunikationsendgerät kann auf die gleiche Weise auch auf jede beliebige andere Applikation des Datenträgers übertragen werden.

Der Massenspeicher des Datenträgers ist vorzugsweise ein NAND-Flash- Speicher, der eine ausreichend große Kommunikationspartition bereitstellt. Prinzipiell kann der erfindungsgemäße Kommunikationsmechanismus, über Speicherzugriffskommandos und einen Massenspeicherzugriffstreiber auf eine beiden Kommunikationspartnern zugänglichen Massenspeicher zuzugreifen, auf beliebige miteinander kommunizierende elektronische Geräte übertragen werden. Die vorliegende Erfindung ist jedoch bevorzugt für die effiziente Da- tenkommunikationen zwischen einer (U)SIM-Mobilfunkkarte und einem Mobilfunktelefon oder einem sonstigen mit einer (U)SIM-Karte kommunizierenden Telekommunikationsendgerät gedacht, um einen Zugriff des Telekommunikationsendgerät auf einen Webserver der (U)SIM-Karte bereitzustellen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung verschiedener erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele sowie weitere Ausführungsalternativen im Zusammenhang mit den begleitenden Zeichnungen. Darin zeigen:

Fig. 1 eine bevorzugte Anordnung zur Durchführung einer Datenkommunikation zwischen einem Mobilfunktelefon und einer (U)SIM- Mobilfunkkarte; und

Fig. 2 eine Illustration eines bevorzugten Datenkommunikationsverfahrens.

Prinzipiell ist die Erfindung nicht auf ein mit einer (U)SIM-Karte kommunizierendes Mobilfunktelefon beschränkt, sondern kann zur Datenkommunikation zwischen beliebigen Telekommunikations- und sonstigen elektronischen Gerä- ten mit einem beliebigen portablen Datenträger durchgeführt werden, z. B. mit sicheren Multimediakarten (MMC), SD-Speicherkarten, USB-Speichermedien, Smart Cards, Chipkarten und dergleichen. Auch ist das Verfahren nicht darauf beschränkt, dass ein Telekommunikationsendgerät einen auf einem Datenträger installierten Webserver aktiviert/ anspricht, sondern es kann prinzipiell eine beliebige auf dem Datenträger installierte Applikation von dem Telekommunikationsendgerät aktiviert/ angesprochen werden.

Ein bevorzugtes und nachfolgend stets zugrundegelegtes Anwendungsszenario der vorliegenden Erfindung ist jedoch die Datenkommunikation zwischen ei- nem Mobilfunktelefon 10 (HANDSET) und einer mit dem Mobilfunktelefon 10 über geeignete Datenkommunikationsschnittstellen 13, 31 verbundenen (U)SIM-Mobilfunkkarte 20, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist.

Die im folgenden kurz als (U)SIM-Karte bezeichnete (U)SIM-Mobilfunkkarte 20 umfasst ein (U)SIM-Modul 21, das, wenn die (U)SIM-Karte 20 in ein Mobilfunktelefon 10 eingesetzt ist, wenigstes eine das Telekommunikationsendgerät (10) unterstützende Zusatzfunktion ausführt; beispielsweise stellt es eine personali- sierte Mobilfunkverbindung für den Besitzer der (U)SIM-Karte 20 her. Darüber hinaus stellt die (U)SIM-Karte 20 noch weitere Funktionalitäten im Zusammenhang mit der Mobilfunkkommunikation, wie z. B. Telefonbuchfunktionen oder Funktionalitäten zur Protokollierung und Abrechnung von Mobilfunkverbindungen bereit. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung umfasst die (U)SIM-Karte 20 auch einen Webserver 23, auf den ein mit der (U)SIM-Karte 20 verbundenes Mobilfunktelefon 10 beispielsweise mittels eines dort installierten Internet-Browsers 12 zugreifen kann, um bestimmte Daten und Dienstleistungen des Webservers 23 in Form von auf dem Browser 12 darstellbaren Web- Seiten formatiert abzurufen.

Darüberhinaus umfasst das (U)SIM-Modul 21 bzw. die (U)SIM-Karte 20 einen Prozessor 32 (CPU), der ein (U)SIM-Betriebssystem 33 (OS) sowie auf der (U)SIM-Karte 20 installierte Applikationen ausführen kann, z. B. den Webserver 23 oder weitere Applikationen 24, 25 (Applets).

Die (U)SIM-Karte 20 weist weiterhin einen nicht-volatilen NAND-Flash- Massenspeicher 22 auf, in dem beliebige Daten abgelegt werden können, insbesondere solche, die mit dem (U)SIM-Modul 21 oder mit einer Kommunikation mit dem Mobilfunktelefon 10 in Verbindung stehen. Der NAND-Flash- Massenspeicher 23 hat typischerweise eine Speicherkapazität von 256 MB oder mehr. Der Massenspeicher 22 wird unabhängig von der Steuerung der durch die (U)SIM-Karte 20 bereitgestellten Zusatzfunktionen durch den Prozessor 32 verwaltet, vorzugsweise durch einen eigenen Controller, und besitzt insbesondere eine öffentliche Partition, auf die das Mobilfunktelefon 10 direkt zugreifen

und Daten ablegen kann. Der Massenspeicher 22 kann als eigene Baugruppe auf der (U)SIM-Karte 20 realisiert sein.

In dem Massenspeicher 22 ist eine Kommunikationspartition 30 eingerichtet, die als einfache Datenkommunikationsschnittstelle zur Datenkommunikation zwischen dem (U)SIM-Modul 21 bzw. dessen Webserver 23 und einer Kommunikationseinrichtung 11 des Mobilfunktelefons 10 dient. Die (U)SIM-Karte 20 und das Mobilfunktelefon 10 umfassen jeweils eine physikalische Datenkommunikationsschnittstelle 31/13, über die beim Einsetzen der (U)SIM-Karte 20 in das Mobilfunktelefon 10 eine Datenkommunikationsverbindung aufgebaut wird.

Das (U)SIM-Modul 21 umf asst weiterhin einen Massenspeicherzugriffstreiber 34 (DRIVER), der in das Betriebssystem 33 integriert und über dieses ansprech- bar sein kann oder auf andere Weise von weiteren Applikationen aktiviert werden kann. Mit dem Treiber 34 kann z.B. der Webserver 23 auf den Massenspeicher 22 und insbesondere auf dessen Kommunikationspartition 30 zugreifen, um eine Anfrage 27 (REQUEST) des Mobilfunktelefons 10 auszulesen oder eine Antwort 28 (RESPONSE) auf die Anfrage 27 einzuschreiben. Ebenfalls als ausführbare Applikation des (U)SIM-Moduls 21 ist eine Auslöseeinrichtung 29 (TRIGGER) installiert, die eine in der Kommunikationspartition 30 vorliegende Kommunikationsanfrage 27 des Mobilfunktelefons 10 erkennt, indem die Kommunikationspartition 30 auf Vorhandensein von Anfragedateien der Kommunikationseinrichtung 11 überprüft wird (MONITOR). Die Auslöseein- richtung 29 kann aber auch in das (U)SIM-Betriebssystem 33 integriert werden.

Die Kommunikationseinrichtung 11 ist typischerweise als ein HTTP-Gateway ausgebildet, der die Datenkommunikation zwischen dem Internet-Browser 12 des Mobilfunkgeräts 10 und dem Webserver 23 der (U)SIM-Karte 20 initiiert

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bzw. auf Seiten des Mobilfunktelefons 10 abwickelt, indem Anfragedateien 27 in die Kommunikationspartition 30 eingeschrieben werden (WRITE) und Antwortdateien 28 ausgelesen werden (READ). Die Kommunikationseinrichtung 11 kann, insbesondere bei Ausführung als HTTP-Gateway, eingerichtet werden, indem der HTTP-Gateway als Applikation auf der (U)SIM-Karte 20 ausgeliefert und automatisch auf dem Mobilfunkgerät 10 installiert wird.

Fig. 2 zeigt im Zusammenhang mit den in Fig. 1 dargestellten Komponenten des Mobilfunktelefons 10 und der (U)SIM-Karte 20 einen prototypischen Ablauf eines Kommunikationsverfahrens, das eine Datenkommunikation zwischen dem Browser 12 und dem Webserver 23 über die Kommunikationspartition 30 des Massenspeichers 22 herstellt.

Dabei wird in Schritt Sl eine HTTP- Anfrage 27 (HTTP-REQUEST) von dem HTTP-Gateway 11 des Mobilfunktelefons 10 in den Massenspeicher 22 bzw. in die dafür vorgesehene Kommunikationspartition 30 eingeschrieben (WRITE DATA TO FILE). Eine solche HTTP- Anfrage 27 kann beispielsweise die Anforderung einer oder mehrerer Telefonnummern aus dem Telefonbuch der (U)SIM-Karte 20 betreffen, also etwa: „lies Telefonnummern aus dem (U)SIM- Telefonbuch und gibt sie im HTML-Format zurück".

Das Einschreiben der HTTP- Anfrage 27 erfolgt dabei durch einen Direktzugriff des HTTP-Gateway s 11 auf dem Massenspeicher 22, indem die HTTP- Anfrage 27 unmittelbar physikalisch als Anfragedatei in den Massenspeicher 22 einge- schrieben wird, ohne dass eine Umsetzung der betreffenden Daten in ein bestimmtes Kommunikationsprotokoll, wie z. B. TCP/ IP oder BIP, oder eine sonstige Datenkonversion notwendig ist. Vorzugsweise wird die HTTP- Anfrage 27 durch einen auf dem Mobilfunktelefon 10 vorhandenen Treiber in den Massen-

speicher 22 eingeschrieben, beispielsweise gemäß dem MMC-Standard („Multimedia Card") oder dem USB-Standard („Universal Serial Bus").

Die von dem HTTP-Gateway 11 in den Massenspeicher 22 eingeschriebene HTTP- Anfrage 27 löst unmittelbar ein Auslösesignal aus, das von der Auslöseeinrichtung 29 der (U)SIM-Karte 20 in Schritt S2 an den Webserver 23 übermittelt wird (FILE UPDATE EVENT). In Schritt S3 liest der Webserver 23, der das Auslösesignal empfangen hat und dadurch über das Vorliegen einer HTTP- Anfrage 27 in dem Massenspeicher 22 in Kenntnis gesetzt wurde, die HTTP- Anfrage 27 in Schritt S3 aus (READ REQUEST). Die ausgelesene HTTP- Anfrage 27 wird anschließend von dem Webserver 23 ausgewertet und es wird eine entsprechende Antwort auf die Anfrage des Mobilfunktelefons 10 erzeugt, z.B. wird im Zusammenhang mit der oben angesprochenen Telefonnummern- Anfrage des Mobilfunktelefons 10 die entsprechende Telefonnummer von dem Webserver 23 aus einem Telefonnummernspeicher (nicht dargestellt) der (U)SIM-Karte 20 entnommen und im HTML-Format aufbereitet, z. B. indem eine HTML- Antwort 28 (HTML-RESPONSE) auf die HTTP- Anfrage 27 in Form einer HTML- Antwortdatei erzeugt wird.

In Schritt S4 wird die HTML- Antwort 28 von dem Webserver 23 in den Massenspeicher 22 eingeschrieben (WRITE RESONSE), damit diese schließlich in Schritt S5 von dem HTTP-Gateway 11 des Mobilfunktelefons 10 ausgelesen werden kann (READ DATA FROM FILE). Dieser Abhol vor gang der im Massenspeicher 22 bereitgestellten HTML- Antwortdatei 28 kann auf einfache Weise realisiert werden, z.B. indem der HTTP-Gateway 11 oder eine sonstige Einrichtung des Mobilfunktelefons 10 in regelmäßigen zeitlichen Abständen die Kommunikationspartition 30 des Massenspeichers 22 auf neu eingegangene HTML- Antworten 28 des Webservers 23 durchsucht bzw. an bestimmten vorgegebe-

nen Speicheradressen der Kommunikationspartition 30 nach einer HTML- Antwort 28 sucht (vgl. Schritt S5a (MONITOR) in Fig. 1).

Ausgehend von diesem prinzipiellen fünfschrittigen Ablauf des erfindungsge- mäßen Verfahrens werden nachfolgend weitere bevorzugte Ausgestaltungen einzelner Komponenten und Verfahrensschritte mit Bezug auf Fig. 1 und Fig. 2 erläutert.

Die Kommunikation zwischen dem Webserver 23 und dem Mobilfunktelefon 10 verläuft immer und ausschließlich über den Massenspeicher 22 bzw. über eine in ihm eingerichtete Kommunikationspartition 30, die als physikalische Kommunikationsschnittstelle dient. Die Kommunikationspartition 30 kann gegenüber dem Mobilfunktelefon 10 beispielsweise als öffentliche Partition erscheinen, z. B. als zusätzliches Laufwerk in einer Dateiverwaltung des Mobil- funktelefons 10.

Es ist möglich, dass Daten von dem HTTP-Gateway 1 oder einer anderen Einrichtung eines Telekommunikationsendgeräts 10 in die Kommunikationspartition 30 eingeschrieben werden, die nicht für den Webserver 23 sondern für eine andere auf der (U)SIM-Karte 20 implementierte Applikation bestimmt sind, beispielsweise für ein User-Toolkit- Applet 24 oder ein GSM- Applet 25 des (U)SIM-Moduls 21. In der gleichen Weise, wie die Auslöseeinrichtung 29 eine für den Webservers 23 bestimmt HTTP- Anfrage 27 erkennt und durch ein entsprechendes Auslösesignal den Webserver 23 hierüber informiert, kann die Auslöseeinrichtung 29 so eingerichtet sein, dass sie Daten für andere Applikationen erkennt und diese entsprechend informiert.

Das Einschreiben der HTTP- Anfrage 27 in den Massenspeicher 22 durch den HTTP-Gateway 11 des Mobilfunktelefons 10 kann derart erfolgen, dass ein be-

stimmter aktiver Speicherbereich in dem Massenspeicher 22 von dem (U)SIM- Modul 21 zur Datenkommunikation zwischen dem Webserver 23 und einem Mobilfunktelefon 10 definiert wird. Dieser aktive Speicherbereich kann z.B. eine ganze Kommunikationspartition 30 aber auch einzelne Speicheradressen des Massenspeichers 22 umfassen, die von der Auslöseeinrichtung 29 bezüglich eingehender HTTP- Anfragen 27 kontinuierlich überwacht wird/ werden. Für diese überwachung kann das (U)SIM-Modul 21 entweder einen Speicher- Controller (nicht dargestellt) des Massenspeichers 22 oder eine eigene Speichersteuerfunktionalität einsetzen. Durch das Auslösesignal der Auslöseeinrichtung 29 wird der Webserver 23 über die vorhandene Anfragedatei 27 in der Kommunikationspartition 30 informiert, woraufhin der Webserver 23 eine entsprechende Antwort erzeugen kann und diese als Antwortdatei 28 wieder in denselben Speicherbereich oder in die Kommunikationspartition 30 einschreibt.

Anfragen 27 an den Webserver 23 oder eine andere Applikation der (U)SIM- Karte 20 werden durch das Telekommunikationsendgerät 10 per Direktzugriff mittels Speicherzugriffkommandos („File Update Commands") direkt in den Massenspeicher 22 eingeschrieben, indem eine entsprechende Anfragedatei 27 an eine bestimmte physikalische Speicheradressen geschrieben wird, so dass keine Datenkonversion oder eine logische Umsetzung der Anfrage 27 im Rahmen eines Kommunikationsprotokolls stattfindet, wie es z.B. bei der Datenkommunikation über TCP/ IP oder das BIP-Protokoll notwendig ist. Aus diesem Grund sind auch keine aufwändigen Entwicklungen von hardwarenahen Treibern für unterschiedliche Plattformen von Mobilfunktelefonen 10 erforder- lieh, da es sich beim Einschreiben einer Anfrage 27 in den Massenspeicher 22 um einen rein physikalischen Schreibzugriff auf den Massenspeicher 22 handelt, für den ein Mobilfunktelefon die erforderlichen Treiber in der Regel ohnehin umfasst. Aus diesem einfachen Schreib-/ Lesezugriff resultiert auch, dass das erfindungsgemäße Verfahren auf der (U)SIM-Karte 20 ohne eine Modifika-

tion von etwaigen Kommunikationsprotokollschichten implementiert werden kann.

Der direkte Speicherzugriff auf den Massenspeicher 22 kann insbesondere durch den Mechanismus der Speicherzugriffskommandos erfolgen, indem der H Tl P-Gateway 11 eine in den Massenspeicher 22 einzuschreibende HTTP- Anfrage 27 in ein Speicherzugriffskommando („File Update Command") integriert und mit diesen eine Anfragedatei 27 in der Kommunikationspartition 30 anlegt oder eine dort bereits vorliegende Daten überschreibt/ aktualisiert. Die- ser Direktzugriff per Speicherzugriffskommandos ist selbst dann möglich, wenn auf der Kommunikationspartition 30 nicht das herkömmliche (U)SIM- Dateisystem eingerichtet ist, sondern z.B. ein FAT 16/32-Dateisystem. Die Auslöseeinrichtung 29 kann die eingeschriebene Anfragedatei 27 in Form eines Speicherzugriffsereignisses („File Update Event") an den Webserver 23 melden.

Der Webserver 23 kann auf ein Auslösesignal in Folge eines schreibenden Speicherzugriffes auf die FAT 16/32-Kommurύkationspartition 30 reagieren, indem die Anfragedatei 27 mittels eines von dem Betriebssystem 33 der (U)SIM-Karte 20 bereitgestellten Treibers 34 für den Zugriff auf die FAT 16/32-Kommunika- tionspartition 30 ausgelesen wird. Darüberhinaus kann der Webserver 23 auch weiterhin auf ein vorhandenes (U)SIM-Dateisystem 26 zugreifen. Durch ein auf eine FAT 16/32-Kommunikationspartition 30 zugreifendes Speicherzugriffskommando („File Update Command") des HTTP-Gateways 11 wird also der Webserver 23 oder eine andere Applikation der (U)SIM-Karte 20 über den Me- chanismus der Auslöseeinrichtung 29 in Form eines Speicherzugriffsereignisses („File Update Event") aktiviert bzw. „getriggert".

Der HTTP-Gateway 11 kann auf dem Mobilfunktelefon 10 als Applikation realisiert werden, so dass weitere änderungen an einem Mobilfunktelefon 10, insbe-

sondere eine änderung ein einem Betriebssystem oder weiteren Treibern des Mobil telefons 10, nicht notwendig sind. Ein derartiger HTTP-Gateway 11 kann somit an Endkunden, die bereits ein Mobilfunktelefon 10 besitzen, zusammen mit der entsprechenden (U)SIM-Karte 20 ausgeliefert werden und sich dort au- tomatisch installieren.

In das Betriebssystem 33 der (U)SIM-Karte 20, das die (U)SIM- Applikationen kontrolliert und eine Ausführungsumgebung für den Webserver 23 zur Verfügung stellt (beispielsweise eine Java-Laufzeitumgebung), ist ein Massenspei- cherzugriffstreiber 34 eingebunden, der auf das Dateisystem der Kommunikationspartition 30 zugreifen kann, um auf einen schreibenden Speicherzugriff in den NAND-Flash-Massenspeicher 22 reagieren zu können. Für eine mittels eines Speicherzugriffs durch den HTTP-Gateway 11 in den Massenspeicher 22 eingeschriebene Anfragedatei 27 kann über eine Unterbrechung („Interrupt") durch das (U)SIM-Betriebssystem 33 mittels des Massenspeicherzugriffstreibers 34 die physikalische Speicheradresse ermittelt werden, an der die Anfragedatei 27 logisch in dem Massenspeicher 22 bzw. in der Kommunikationspartition 30 vorliegt, und ein Auslesen der Anfragedaten 27 durch den Webserver 23 kann veranlasst werden. Auf diese Weise kann das (U)SIM-Betriebssystem 33 bzw. der Webserver 23 ermitteln, an welchen physikalischen Adressen der logische Dateiinhalt der Anfragedaten 27 vorliegt.

Obgleich sie vorstehend am Beispiel einer Datenkommunikation zwischen einem Mobilfunktelefon 10 (HANDSET) und einer damit verbundenen (U)SIM- Karte 20 unter Verwendung eines HTTP-Gateways beschrieben wurde, ist die Erfindung nicht alleine auf diese Anwendung beschränkt. Der beschriebene Mechanismus eignet sich vielmehr zur Einrichtung einer Datenkommunikation zwischen einem beliebigen eingebetteten Modul mit proprietärer Funktionalität und einem zugeordneten tragbaren Gerät über einen nichtvolatilen Speicher,

wobei auch andere Protokolle als HTTP bzw. TCP/ IP eingesetzt werden können.