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Title:
PORTABLE DEVICE FOR ELECTRIC ACUPUNCTURE FOR THE SIMULTANEOUS STIMULATION OF MULTIPLE ACUPUNCTURE POINTS ON THE EARLOBE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/068329
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a portable device (1) for electric acupuncture for the simultaneous stimulation of multiple acupuncture points on the earlobe, comprising an impulse generator (2), one or two attachment element(s) (3), each having at least two pairs of point sensors (4) disposed opposite each other on the surface, and at least one connection wire (5) between the impulse generator (2) and the attachment element(s) (3). The device may be utilized particularly for suppressing the appetite within the course of the treatment of excess weight or for weight reduction.

Inventors:
SCHULZ, Horst (Eckenhagener Str. 1, Reichshof, 51580, DE)
DÖRHÖFER, Ralf-Peter (Friedrichstr. 21, Frankfurt am Main, 60323, DE)
Application Number:
EP2008/060799
Publication Date:
June 04, 2009
Filing Date:
August 18, 2008
Export Citation:
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Assignee:
SCHULZ, Horst (Eckenhagener Str. 1, Reichshof, 51580, DE)
DÖRHÖFER, Ralf-Peter (Friedrichstr. 21, Frankfurt am Main, 60323, DE)
International Classes:
A61H39/00; A61N1/32; A61N1/36; A61H39/08
Foreign References:
US4267838A
US4319584A
US5458625A
DE102006023824A1
US20060064139A1
US4014323A
EP0323052A2
Attorney, Agent or Firm:
MEYER-DULHEUER, Karl-Herrmann (Barckhausstr. 12-16, Frankfurt am Main, 60325, DE)
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Claims:

Schutzansprüche

1. Tragbare Vorrichtung (1 ) für die Elektroakupunktur zur gleichzeitigen Stimulation von mehreren Akupunkturpunkten am Ohrläppchen, bestehend aus

- einem Impulserzeuger (2),

- einem oder zwei Befestigungselement/en (3) mit jeweils auf der Oberfläche mindestens zwe i Paar einander gegenüberliegend angeordneten Punktsonden (4) und

- mindestens einem Verbindungsdraht (5) zwischen dem Impulserzeuger (2) und dem/den Befestigungselement/en (3).

2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungselement (3) aus zwei Bauteilen (6,7) besteht, welche mit Hilfe eines Klemmbügels (8) unter Spannung gehalten werden.

3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (6,7) des Befestigungselements (3) der Form eines Ohrläppchens angepasst sind.

4. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (3) im Wesentlichen aus Kunststoff gefertigt ist.

5. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (3) sechs Paar Punktsonden (4) enthält.

6. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Punktsonden (4) in Deckung zu den Akupunkturpunkten des menschlichen Ohres Anti-Aggressionspunkt (PTi),

Angst- und Sorgepunkt (PT 2 ), ω-Hauptpunkt, Kummer- und Sorgepunkt (PT 4 ), Anti-Depressionspunkt (PT3) sowie Begierdepunkt angeordnet sind.

Description:

Tragbare Vorrichtung für die Elektroakupunktur zur gleichzeitigen Stimulation von mehreren Akupunkturpunkten am Ohrläppchen

Das Problem des übergewichts ist insbesondere in den Industriestaaten weit verbreitet. Ansätze zur Behandlung bestehen beispielsweise in einer Umstellung der Ernährung (Diät), der Verabreichung von Medikamenten, chirurgischen Eingriffen oder psychologischen Behandlungen. Auch wird die Akupunktur als begleitende Therapie bei übergewicht empfohlen. So empfiehlt Nogier verschiedene, definierte Punkte zur Therapie der Adipositas. Gemäß Rubach sind Esssucht und übergewicht sehr viel schwieriger zu behandeln als beispielsweise die Nikotinsucht, da die Ursachen vielfältig sein können. Daher kommt der Ohrakupunktur bei der Behandlung der Adipositas die Bedeutung einer wirkungsvollen Hilfestellung als überbrückung zu. Weiterhin muss dem Anwender die Bedeutung der Normalisierung des Essverhaltens deutlich gemacht werden. Zur Behandlung von Esssucht und übergewicht mittels Akupunktur empfiehlt Rubach Serien von 10 bis 15 Behandlungen zur Einleitung einer physiologischen Gewichtsreduktion. Der Patient ist durch die Akupunktur schneller satt und reduziert in Folge dessen seine Essensportionen. Die Ohrakupunktur bewirkt laut Rubach keine direkte Gewichtsreduktion, sondern vermindert den Appetit. Die Therapie des übergewichts mittels Akupunktur ersetzt keine Diät.

Die klassische Akupunktur mittels Nadeln ist eine weit verbreitete empirische Methode zur Diagnose und Therapie vieler verschiedener Krankheiten.

Daneben hat sich die Elektroakupunktur bewährt, bei der die bekannten

Akupunkturpunkte durch elektrische Reize stimuliert werden. Linde empfiehlt eine Reizdauer von 1 - 2 Minuten mittels eines schwachen Wechselstroms von bis zu 60 μA in Form eines Rechteckimpulses, dessen Frequenz bei 1 - 2 Hz, bei einigen Geräten bei 0,2 - 50 Hz, liegt.

Die DE 36 31 600 beschreibt ein Akupunkturgerät mit dem den jeweiligen Akupunkturpunkten des Patienten Stromimpulse von außen mittels einer

Punktsonde zugeführt werden. Ein solches Gerät ist allerdings ausschließlich für eine Einpunkttherapie geeignet. In der DE 40 06 916 wurde ein Gerät vorgeschlagen, das sowohl für diagnostische Untersuchungen als auch für therapeutische Behandlungen geeignet ist. Dabei werden die mit einem Impulsgenerator erzeugten variierbaren Impulse durch Drucksonden oder Rollenelektroden auf die Akupunkturpunkte übertragen. Auch dieses Gerät besitzt den Nachteil, dass die Akupunkturbehandlungen lediglich nacheinander durchführbar sind.

Mit der DE 41 29 299 A1 wird ein tragbares Elektroakupunkturgerät beschrieben, welches auch zur Gewichtsreduktion verwendet werden kann. Mit diesem Gerät werden Akupunkturpunkte im Bereich von Nase, Augen, Stirn, Schläfe bis hin zu den Ohrmuscheln über ein brillenartiges Gestell stimuliert. Das Gerät kann allerdings nicht für eine Stimulation von Akupunkturpunkten am Ohrläppchen verwendet werden.

Es ergab sich somit die Aufgabe, ein tragbares Gerät für die Elektroakupunktur bereitzustellen, mit dem mehrere Akupunkturpunkte am Ohrläppchen gleichzeitig stimuliert werden können, das einfach zu bedienen sowie möglichst angenehm in der Anwendung für den Patienten ist.

Die Aufgabe wurde durch eine tragbare Vorrichtung für die Elektroakupunktur zur gleichzeitigen Stimulation von mehreren Akupunkturpunkten am Ohrläppchen gelöst, wobei diese Vorrichtung aus

- einem Impulserzeuger,

- einem oder zwei Befestigungselementen mit jeweils auf der Oberfläche mindestens zwei Paar einander gegenüberliegend angeordneten Punktsonden und

- mindestens einem Verbindungsdraht zwischen dem Impulserzeuger und den Befestigungselementen besteht.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht ein Befestigungselement aus jeweils zwei Bauteilen, die mit Hilfe eines Klemmbügels unter Spannung gehalten werden. Dabei kann im Sinne dieser Erfindung der Klemmbügel beliebig ausgestaltet sein. Er sollte die beiden Bauteile des Befestigungselementes leicht unter Spannung halten, sodass das Befestigungselement am Ohrläppchen fixiert werden kann.

Die Punktsonden dienen als Elektroden im Sinne dieser Erfindung.

Ferner ist es von Vorteil, wenn die Bauteile des Befestigungselementes der Form eines menschlichen Ohrläppchens angepasst sind. Damit wird vor allem ein guter Kontakt zwischen den jeweiligen Akupunkturpunkten des Ohrläppchens und den Punktsonden erreicht.

Das Befestigungselement kann vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt sein, womit eine besonders leichte Bauweise erreicht wird. Besondere Vorteile ergeben sich aus einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche sechs Paar Punktsonden am Befestigungselement enthält. Somit können sechs Akupunkturpunkte des menschlichen Ohrs gleichzeitig stimuliert werden. Somit können insbesondere die folgenden aus der klassischen Akupunktur nach Nogier bekannten Punkte am Ohr stimuliert werden (Fig. 1 ):

a. PTi (Anti-Aggressionspunkt), Lokalisation auf einer vertikalen Tangente zur vorderen Begrenzung der Incisura intertragica, etwa 3 - 4 mm kaudal;

b. PT 2 (Angstpunkt, Sorge), Lokalisation unterhalb des Anti- Aggressionspunktes im vorderen unteren Viertel des 1. Feldes;

c. ω (Omega) Hauptpunkt, Lokalisation im dorsokranialen Viertel des 7. Feldes oberhalb vom Analgesie-Punkt, Vertikallinie;

d. PT 3 (Anti-Depressions-Punkt), Lokalisation in der postantitragalen Furche als Schnittpunkt mit der Scapha am übergang zum Lobulus;

e. Begierde-Punkt, Lokalisation auf dem Schnittpunkt der gedachten Linie der postantitragalen Furche mit dem Ohrrand sowie

f. PT 4 (Kummer, Freude), Lokalisation im dorsokaudalen Viertel des 3. Feldes, auf derselben Ebene wie der Angstpunkt.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Punktsonden in Deckung zu den sechs oben genannten Akupunkturpunkten des menschlichen Ohres angeordnet.

Das Befestigungselement ist durch eine leitende Verbindung oder Verbindungsdraht mit dem Impulserzeuger verbunden. Der Impulserzeuger stellt entsprechende Stromimpulse bereit. Mit der erfindungsgemäßen

Vorrichtung kann sowohl ein Ohrläppchen als auch beide Ohrläppchen gleichzeitig stimuliert werden. Bei der letztgenannten Anwendung werden zwei

Befestigungselemente über geeignete Verbindungsdrähte mit dem Impulserzeuger verbunden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere zur Dämpfung des Appetits im Rahmen der Behandlung von

übergewicht oder zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus dem im Zusammenhang mit den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen

Fig. 1 : Akupunkturpunkte mit Relevanz zu Appetit und Essverhalten am Ohrläppchen (nach Rubach),

Fig. 2: Schaltbild des Impulserzeugers,

Fig. 3: Darstellung der Vorrichtung bei der Anwendung,

Fig. 4: Ausführungsvariante für ein Befestigungselement mit Punktsonden zur Applikation der Stromimpulse am Ohrläppchen.

Die tragbare Vorrichtung 1 für die Elektroakupunktur zur gleichzeitigen Stimulation von mehreren Akupunkturpunkten am Ohrläppchen besteht in einer Ausführungsvariante gemäß Fig. 3 aus einem Impulserzeuger 2, einem Befestigungselement 3 und einem Verbindungsdraht 5 zwischen dem Impulserzeuger 2 und dem Befestigungselement 3. Dabei kann der Impulserzeuger 2 beispielsweise an einem Band um den Hals getragen werden, während das Befestigungselement 3 an einem Ohrläppchen befestigt ist. Der Impulserzeuger 2 kann insbesondere aus einem CPU, einem LCD-Display und einer Stromquelle bestehen (Fig. 2). Gemäß Fig. 4 besteht ein Befestigungselement 3 aus zwei Bauteilen 6, 7, welche mit Hilfe eines Klemmbügels 8 unter Spannung gehalten werden und jeweils auf der Innenseite gegenüberliegend Punktsonden 4 tragen. Die Stromimpulse werden über die Verbindungsdrähte 5 zu den Punktsonden 4 geleitet. Eine solche Vorrichtung kann insbesondere zur gleichzeitigen Stimulation der in Fig. 1 dargestellten sechs Akupunkturpunkte verwendet werden.

Literatur:

1.) Nogier, P. F. M.: über die Akupunktur der Ohrmuschel. übersetzung von G. Bachmann, in: DZA (1957) 3 - 8

2.) Nogier, P. F. M.: Praktische Einführung in die Aurikulotherapie. Maisonneuve. Sainte-Ruffine 1978

3.) Rubach, Axel: Propädeutik der Ohr-Akupunktur. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-7773-1028-X

4.) Linde, Nikolaus: Ohrakupunktur: Leitfaden für Theorie und Praxis / Nikolaus Linde. Stuttgart: Sonntag, 1994, ISBN 3-87758-030-0

Bezugszeichenliste

1 Vorrichtung für die Elektroakupunktur

2 Impulserzeuger

3 Befestigungselement

4 Punktsonden

5 Verbindungsdraht 6, 7 Bauteile des Befestigungselements

8 Klemmbügel