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Patent Searching and Data


Title:
PORTABLE HEAT SOURCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/001098
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a portable heat source in the form of a cooking plate (100) and/or a hot plate (200) and/or an oven (300), comprising a heating core (10) containing at least one phase-change material (50) in a housing (40), wherein the heating core (10) is surrounded by a heat insulation (70) at least in some regions, and the phase-change material (50) comprises a metallic or semi-metallic phase-change material (50).

Inventors:
KRAFT, Werner (DE)
LANZ, Tim (DE)
VETTER, Peter (DE)
STAHL, Veronika (DE)
Application Number:
EP2020/065087
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
May 29, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DEUTSCHES ZENTRUM FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT E.V. (DE)
International Classes:
A47J36/24
Attorney, Agent or Firm:
KAUFMANN, Ursula (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Portable Heizquelle in Form einer Kochplatte (100) und/oder einer

Warmhalteplatte (200) und/oder eines Ofens (300), mit einem Heizkern (10) enthaltend wenigstens ein Phasenwechselmaterial (50) in einer Einhausung (40), wobei der Heizkern (10) wenigstens bereichsweise von einer Wärmedämmung (70) umgeben ist, und wobei das Phasenwechselmaterial (50) ein metallisches oder halbmetallisches Phasenwechselmaterial (50) umfasst.

2. Portable Heizquelle Anspruch 1 , wobei das Phasenwechselmaterial (50) eine Phasenwechseltemperatur von wenigstens 100°C aufweist, vorzugsweise von wenigstens 500°C aufweist.

3. Portable Heizquelle nach Anspruch 1 oder 2, wobei das

Phasenwechselmaterial (50) eine metallische Legierung oder halbmetallische Legierung umfasst mit einem oder mehreren der Bestandteile Aluminium, Silizium, Kupfer, Magnesium, Bor, Zink, insbesondere eine AISi-Legierung, bevorzugt AIS112.

4. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der

Einhausung (40), insbesondere innerhalb eines Bereichs mit

Phasenwechselmaterials (50), eine Wärmeleiteinrichtung (20) angeordnet ist.

5. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Phasenwechselmaterial (50) einen größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweist als ein Material der Einhausung (40) und/oder

wobei das Phasenwechselmaterial (50) wenigstens bereichsweise mit der Wärmeleiteinrichtung (20) in thermischem Kontakt ist, insbesondere wobei das Phasenwechselmaterial (50) einen größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten als ein Material der Wärmeleiteinrichtung (20) mindestens in dem Kontaktbereich mit der Wärmeleiteinrichtung (20) aufweist.

6. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhausung (40) und/oder die Wärmeleiteinrichtung (20) aus faserverstärktem Keramikmaterial gebildet ist, insbesondere aus einem faserverstärkten nicht-oxidischen Keramikmaterial gebildet ist, insbesondere aus kohlefaserverstärktem Kohlenstoff und/oder kohlefaserverstärktem Siliziumkarbid und/oder siliziumkarbidfaserverstärktem Kohlenstoff und/oder siliziumkarbidfaserverstärktem Siliziumkarbid und/oder Keramik, insbesondere Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Bornitrid, Siliziumoxid, Aluminiumnitrid, Siliziumkarbid, Borcarbid, und/oder Graphit.

7. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Phasenwechselmaterial (50) Energie durch elektrische Energie und/oder Solarstrahlung zuführbar ist.

8. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleiteinrichtung (20) an eine Heizeinrichtung (60) gekoppelt oder koppelbar ist oder eine Heizeinrichtung (60) aufweist, insbesondere wobei die Heizeinrichtung (60) eine elektrische Heizeinrichtung ist.

9. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wärmedämmung (70) pyrogenes Siliziumdioxid und/oder Mineralwolle und/oder Calciumsilikat und/oder Keramikfaser und/oder Glimmer und/oder eine Vakuumdämmung aufweist.

10. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei einer Ausgestaltung als Kochplatte (100) die Wärmedämmung (70) eine, insbesondere durch eine thermisch isolierende Abdeckung (116) verschließbare, Öffnung (114) aufweist, durch welche eine

Wärmeübertragungsfläche (104) des Heizkerns (10) zugänglich ist.

11. Portable Heizquelle nach Anspruch 10, wobei eine Verstelleinrichtung (110) vorgesehen ist, mit der ein variabler Abstand zwischen der

Wärmeübertragungsfläche (104) und einer Abstellfläche (112) einstellbar ist.

12. Portable Heizquelle nach Anspruch 10 oder 11 , wobei die Öffnung (114) im bestimmungsgemäßen Gebrauchszustand austauschbare Adapter (118) aufnimmt, insbesondere wobei unterschiedliche Adapter (118) unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche Abstände zum Heizkern (10) und/oder unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten und/oder unterschiedliche Durchmesser aufweisen.

13. Portable Heizquelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei einer Ausgestaltung als Warmhalteplatte (200) der Heizkern (10) in einem Hohlraum (202) der Wärmedämmung (70) angeordnet ist, wobei die Wärmedämmung (70) teilbar ausgebildet ist.

14. Portable Heizquelle nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die Kochplatte (100) oder Warmhalteplatte (200) eine oder mehrere Griffanordnungen (106, 206) aufweist.

15. Portable Heizquelle nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei der Heizkern (10) als im wesentlichen flache Scheibe ausgebildet ist, deren Durchmesser größer ist als deren Höhe.

16. Portable Heizquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei bei einer Ausgestaltung als Ofen (300) die Einhausung (40) in einem mobilen Transportwagen (308) angeordnet ist.

17. Portable Heizquelle nach Anspruch 16, wobei die Wärmedämmung (70) einen Hohlraum (302) aufweist, in dem der Heizkern (10) angeordnet ist und die erste Wärmedämmung (70) von einer zweiten Wärmedämmung (304) umgeben ist.

18. Portable Heizquelle nach Anspruch 16 oder 17, wobei eine Vertiefung (310) als Warmhaltebereich in der ersten und/oder zweiten Wärmedämmung (70, 304) angeordnet ist, insbesondere wobei die Vertiefung (310) zur Aufnahme eines Warmwasserbehälters (311) vorgesehen ist.

19. Portable Heizquelle nach einem der Ansprüche 16 bis 18, wobei der Heizkern (10) als Zylinder ausgebildet ist, dessen Durchmesser kleiner als dessen Höhe ist.

Description:
Beschreibung

PORTABLE HEIZQUELLE

Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine portable Heizquelle in Form einer Kochplatte und/oder einer Warmhalteplatte und/oder eines Ofens.

Es ist bekannt, portable Heizquellen beispielsweise bei kühleren Temperaturen im Außenbereich in Form von gasbetriebenen Heizpilzen sowie in Form von Grills und Gaskochern beim Campen einzusetzen. Hierzu müssen Gaskartuschen oder Grillkohle gelagert werden. Ein Einsatz im Innenbereich ist wegen der Abgase beim Verbrennen von Gas oder Kohle nicht vorgesehen.

Offenbarung der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung ist, eine portable Heizquelle anzugeben, die bei Verwendung frei vom Verbrennungsabgasen ist und im Innenbereich wie im Außenbereich eingesetzt werden kann.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

Es wird eine portable Heizquelle in Form einer Kochplatte und/oder einer Warmhalteplatte und/oder eines Ofens vorgeschlagen mit einem Heizkern, enthaltend wenigstens ein Phasenwechselmaterial in einer Einhausung, wobei der Heizkern wenigstens bereichsweise von einer Wärmedämmung umgeben ist Das Phasenwechselmaterial umfasst ein metallisches oder halbmetallisches Phasenwechselmaterial. Der Heizkern stellt eine thermische Speichervorrichtung da, mit der eine Hochtemperatur-Wärmespeicherung realisiert werden kann. Insbesondere erfolgt die Wärmespeicherung mit dem metallischen Phasenwechselmaterial, auch als mPCM bekannt, über latente Wärme und sensible Wärme. Beim Phasenübergang kann das metallische Phasenwechselmaterial ohne Temperaturänderung in fester Phase thermische Energie aufnehmen, bis das metallische Phasenwechselmaterial vollständig geschmolzen ist oder in flüssiger Phase thermische Energie abgeben, bis das metallische Phasenwechselmaterial vollständig erstarrt ist.

Über das metallische Phasenwechselmaterial lässt sich Wärme und insbesondere latente und sensible Wärme für einen längeren Zeitraum speichern. Insbesondere kann Wärme auf einem hohen Temperaturniveau gespeichert werden, welches beispielsweise bei mindestens 100°C, vorzugsweise bei mindestens 500°C und insbesondere bei ca. 600°C bis 650°C liegt. Es lässt sich, abhängig von der Art des metallischen

Phasenwechselmaterials (mPCM), Wärme auf einem Temperaturniveau von bis zu 1500°C speichern. Beispielsweise kann reines Silizium mit einer

Phasenwechseltemperatur von 1414°C oder S1B3 mit einer Phasenwechseltemperatur von 1385°C eingesetzt werden.

Das metallische Phasenwechselmaterial liegt je nach thermischem

Beladungszustand im flüssigen Zustand oder festen Zustand vor. Ein günstiges Phasenwechselmaterial ist beispielsweise AISii2.

Wird beispielsweise AIS112 als metallisches Phasenwechselmaterial im Temperaturintervall von 25°C bis 600°C genutzt, so besitzt dieses eine

Energiedichte von ca. 300 Wh/kg bzw. ca. 795 Wh/I.

Zum Vergleich hierzu kann beispielsweise aufgrund der Nutzung relativ kleiner Temperaturintervalle bei Wärmflaschen nur relative geringe Energiedichten erreicht werden. Die Energiedichte einer mit Wasser füllten Wärmflasche, die von 25°C auf 95°C erwärmt wird, liegt beispielsweise um 80 Wh/kg bzw. 80 Wh/I. Als Vorteil gegenüber Systemen, die z.B. Gas als Brennstoff nutzen, wie dies etwa bei einem Heizpilz oder Camping-Kocher der Fall ist, kann auf fossile Energieträger verzichtet werden. In jedem Fall ist zumindest eine lokale Emissionsfreiheit gegeben, so dass eine Nutzung im Innenbereich wie auch im Außenbereich möglich ist.

Im Falle der Regeneration des metallischen Phasenwechselmaterials, bei der das Phasenwechselmaterial aufgeschmolzen wird, kann eine Beladung mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen oder aber eine Beladung mittels konzentrierter Solarstrahlung erfolgen, so dass auch eine globale Emissionsfreiheit vorteilhaft erreicht werden kann.

Besonders vorteilhaft ist die mobile Bereitstellung von thermischer Energie durch die transportable Heizquelle. Die mobile Bereitstellung kann dabei realisiert werden, indem an einem bestimmten Ort der Heizkern der Heizquelle beladen wird und die Heizquelle diese Wärme an einem anderen Ort, an dem keine Infrastruktur zu Beladung bereitsteht, wieder abgegeben wird.

Auch ist ein deutlicher zeitlicher Versatz der Beladung und der Abgabe der thermischen Energie möglich. Die Entladung des metallischen Phasenmaterials erfolgt passiv, d.h. aufgrund eines Temperaturgefälles sich einstellender Konvektion, Wärmeleitung oder Wärmestrahlung.

Die mobile Heizquelle kann zum Zubereiten oder Erwärmen von Speisen oder aber zur unmittelbaren Erwärmung von Personen oder Räumen in Gebäuden oder auch Zelten oder Wohnwagen eingesetzt werden.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann das Phasenwechselmaterial eine Phasenwechseltemperatur von wenigstens 100°C aufweisen, vorzugsweise von wenigstens 500°C aufweisen. Günstigerweise kann eine Heizquelle mit einer hohen Energiedichte bereitgestellt werden. Nach einer günstigen Ausgestaltung kann das Phasenwechselmaterial der portablen Heizquelle eine metallische Legierung oder halbmetallische Legierung umfassen mit einem oder mehreren der Bestandteile Aluminium, Silizium, Kupfer, Magnesium, Bor, Zink, insbesondere eine AISi-Legierung, bevorzugt AIS1 12 . Günstige Legierungen sind eutektische Legierungen und intermetallische Verbindungen, beispielsweise verschiedene Silizide, bei denen der Phasenwechsel unter Aufnahme oder Abgabe latenter Wärme stattfindet.

Weiterhin günstig sind insbesondere binäre Legierungen oder ternäre Legierungen und Legierungssysteme mit mehr als drei Komponenten, mit einer eutektischen Zusammensetzung oder einer intermetallischen Zusammensetzung mit wenigstens einer der oben genannten Komponenten AI, Si, Cu, Mg, B, Zn.

Einige vorteilhafte Beispiele unter einer Vielzahl von bekannten derartigen Systemen sind AIS112 mit Ts=577°C; AICU27S15 mit Ts=522°C; AIMg2sZni3 mit Ts=461 °C; Al 6i Mg 39 mit Ts=466°C; MgZns 2 mit Ts=346°C; ZnALMg 2 mit Ts=351 °C; CuCa3oAli4 mit Ts=294°C, wobei Ts die jeweilige Phasenwechseltemperatur ist.

Es können geeignete Materialien für verschiedene Temperaturbereiche gewählt werden.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann in der Einhausung, insbesondere innerhalb eines Bereichs mit Phasenwechselmaterial, eine Wärmeleiteinrichtung angeordnet sein. Die Wärmeleiteinrichtung kann vorteilhaft die Zufuhr von Wärme in das metallische Phasenwechselmaterial oder die Abgabe von Wärme aus dem metallischen Phasenwechselmaterial ermöglichen und für stabile thermische Verhältnisse sorgen, beispielsweise im Heizkern beim Beladen mit Sonnenstrahlung und im Bereich der Wärmeübertragungsfläche, z.B. einer Kochplatte, beim Entladen aus dem Heizkern. Die Wärmeleiteinrichtung kann beispielsweise Wärmeleitrippen aufweisen, die in das Phasenwechselmaterial hineinragen.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann das Phasenwechselmaterial einen größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweisen als ein Material der Einhausung. Alternativ oder zusätzlich kann das Phasenwechselmaterial wenigstens bereichsweise mit der Wärmeleiteinrichtung in thermischem Kontakt sein. Insbesondere kann dabei das Phasenwechselmaterial einen größeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten als ein Material der Wärmeleiteinrichtung mindestens in dem Kontaktbereich mit der Wärmeleiteinrichtung aufweisen. Es kann ein inniger thermischer Kontakt zwischen dem Phasenwechselmaterial und/oder der Einhausung bzw. der Wärmeleiteinrichtung sichergestellt werden.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Einhausung und/oder die Wärmeleiteinrichtung aus faserverstärktem Keramikmaterial gebildet sein. Insbesondere kann die Einhausung und/oder die Wärmeleiteinrichtung aus einem faserverstärkten nicht-oxidischen Keramikmaterial gebildet sein. Das faserverstärkte nicht-oxidische Keramikmaterial kann insbesondere aus kohlefaserverstärktem Kohlenstoff und/oder kohlefaserverstärktem Siliziumkarbid und/oder siliziumkarbidfaserverstärktem Kohlenstoff und/oder siliziumkarbidfaserverstärktem Siliziumkarbid (SiC) gebildet sein.

Andere mögliche Einhausungsmaterialien sind Keramik, beispielsweise Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Bornitrid, Siliziumoxid, Aluminiumnitrid, Siliziumkarbid, Borcarbid, Graphit und dergleichen.

Damit lässt sich auf einfache Weise ein verringerter thermischer Ausdehnungskoeffizient im Vergleich zu dem metallischen Phasenwechselmaterial erreichen. Die Einhausung kann vorteilhaft in Leichtbauweise realisiert werden. Über eine Faserverstärkung lassen sich besonders dünne Wände der Einhausung ausbilden. Eine entsprechende Einhausung lässt sich dadurch auf vorteilhafte Weise für die Aufnahme von Materialien verwenden, wenn wiederholt eine Erhitzung eines entsprechenden aufgenommenen Materials unter hohen Heizraten und eine Abkühlung unter hohen Kühlraten erfolgen soll. Günstig sind Einhausungsmaterialien mit hoher Thermoschockbeständigkeit hoher Oxidationsbeständigkeit, hoher mechanischer Stabilität und insbesondere hoher Korrosionsbeständigkeit. Es lässt sich eine langzeitstabile Einhausung von Phasenwechselmaterialien erreichen, welche mindestens zeitweise Metallschmelzen sind.

Durch die Einhausung mit entsprechendem Wandungsmaterial können Metallschmelzen langzeitstabil eingehaust werden.

Es ergibt sich eine hohe Korrosionsresistenz. Dadurch kann die Einhausung im Zusammenhang mit Metallschmelzen eingesetzt werden, deren Temperatur im Bereich beispielsweise bis ca. 600°C oder 650°C oder sogar bis 1500°C liegen kann.

Das metallische Phasenwechselmaterial kann in einer Einhausungskammer eingehaust werden oder in mehreren Einhausungssegmenten eingehaust werden oder makroverkapselt eingehaust werden oder mikroverkapselt eingehaust werden.

Grundsätzlich kann die durch die Einhausung aufgenommene Metallschmelze ständig im flüssigen Zustand vorliegen, oder sie kann nur zeitweise im flüssigen Zustand vorliegen. Beispielsweise nimmt die Einhausung ein metallisches Phasenwechselmaterial auf, welches beispielsweise bei thermischer Beladung im flüssigen Zustand vorliegt und nach thermischer Entladung im festen Zustand vorliegt. Es lässt sich dann beispielsweise sowohl latente als auch sensible Wärme speichern.

Günstig ist es, wenn eine Wandstärke eines Wandungsbereichs aus dem Wandungsmaterial aus faserverstärktem SiC-Material mindestens 1 mm, insbesondere mindestens 2 mm und mindestens insbesondere 2,5 mm beträgt und beispielsweise bei ca. 3 mm liegt. Vorzugsweise liegt die Wandstärke bei höchstens 5 mm. Es lässt sich so eine mechanisch stabile Wandung bereitstellen, wobei eine hohe Thermoschockbeständigkeit erreicht ist. Ferner lässt sich die Wandstärke relativ gering halten, so dass sich die Behältervorrichtung mit kleinem Gewicht ausbilden lässt. Nach einer günstigen Ausgestaltung kann dem Phasenwechselmaterial Energie durch elektrische Energie und/oder Solarstrahlung zuführbar sein. Auf diese Weise kann eine Beladung des Phasenwechselmaterial erfolgen.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Wärmeleiteinrichtung an eine Heizeinrichtung gekoppelt oder koppelbar sein oder eine Heizeinrichtung aufweisen Insbesondere kann die Heizeinrichtung eine elektrische Heizeinrichtung sein. Optional kann eine Widerstandsheizung oder eine induktive Beheizung vorgesehen sein. Ferner kann alternativ oder zusätzlich eine Beladung mittels konzentrierter Solarstrahlung erfolgen.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Wärmedämmung beispielsweise pyrogenes Siliziumdioxid aufweisen. Andere Materialien, wie etwa Mineralwolle, Calciumsilikat, Keramikfaser (z.B. Calcium-Magnesium-Silikate), Glimmer, oder auch Vakuumdämmung, können ebenso vorteilhaft eingesetzt werden. Auch andere Materialien, die zwar eine höhere Wärmeleitfähigkeit aufweisen, dafür aber preiswerter sind, können optional eingesetzt werden.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann bei einer Ausgestaltung der portablen Heizquelle als Kochplatte die Wärmedämmung eine Öffnung aufweisen, durch welche eine Wärmeübertragungsfläche des Heizkerns zugänglich ist. Vorteilhaft kann die Öffnung durch eine thermisch isolierende Abdeckung verschließbar sein, beispielsweise einen Deckel mit Griff oder dergleichen. Der Deckel kann zum Erwärmen eines Gefäßes oder auch zum Einstrahlen von Sonnenlicht zum Erwärmen des metallischen Speichermaterials abgenommen werden. Vorteilhaft kann der Deckel dasselbe Material aufweisen wie die Wärmedämmung um den Heizkern.

Die Wärmeübertragungsfläche kann selbst als Abstellfläche und Kontaktfläche für einen Gefäß dienen, oder es kann eine mittelbare Kopplung zwischen Gefäß und Wärmeübertragungsfläche vorgesehen sein, beispielsweise über plattenförmige Adapter, die auf die Wärmeübertragungsfläche des Heizkerns gelegt werden. Nach einer günstigen Ausgestaltung kann eine Verstelleinrichtung vorgesehen sein, mit der ein variabler Abstand zwischen der Wärmeübertragungsfläche und einer Heizfläche einstellbar ist. Das zu erwärmende Gefäß kann auf der Abstellfläche der Verstelleinrichtung, die als Heizfläche dient, abgestellt sein. Je nach Abstand der Abstellfläche kann das Gefäß mehr oder weniger erhitzt werden.

Auf diese Weise können unterschiedliche Kochstufen bei der Herdplatte realisiert werden. Ferner kann die Verstelleinrichtung auch in Form eines Grillrostes vorgesehen sein, bei dem das Gargut mehr oder weniger nahe an die Wärmeübertragungsfläche herangebracht sein kann.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Öffnung im bestimmungsgemäßen Gebrauchszustand austauschbare Adapter aufnehmen. Insbesondere können unterschiedliche Adapter unterschiedliche Höhen und/oder unterschiedliche Abstände zum Heizkern und/oder unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten und/oder unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Damit lassen sich reproduzierbar unterschiedliche Kochstufen einstellen bzw. die geeigneten Adapter für unterschiedlich große Gefäße gewählt werden, ohne dass Abwärme der Heizquelle ungenutzt verloren geht.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann bei einer Ausgestaltung der portablen Heizquelle als Warmhalteplatte der Heizkern in einem Hohlraum der Wärmedämmung angeordnet sein, wobei die Wärmedämmung teilbar ausgebildet sein kann. Vorteilhaft kann der Heizkern zum Aufheizen des metallischen Phasenwechselmaterials durch Öffnen der Wärmedämmung partiell freigelegt werden. Der Heizkern der Warmhalteplatte kann relativ klein sein und besonders gut isoliert sein, um an ihrer Außenseite eine lang anhaltende, moderat erhöhte Temperatur aufzuweisen. Vorteilhaft kann die Temperatur an der Außenseite begrenzt sein, so dass eine Verletzungsgefahr an der Außenseite vermieden werden kann.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Kochplatte oder Warmhalteplatte eine oder mehrere Griffanordnungen aufweisen. Die portable Heizquelle kann einfach von einem Ort zum anderen getragen werden, beispielsweise zwischen einem Ort, an dem das metallische Phasenwechselmaterial erhitzt wird und einem Ort, an dem die Heizquelle zum Kochen oder Warmhalten genutzt wird. Nach einer günstigen Ausgestaltung kann der Heizkern als im Wesentlichen flache Scheibe ausgebildet sein, deren Durchmesser größer ist als deren Höhe. Dies erlaubt eine kompakte und handliche Form der Heizquelle. Es kann bei einer Beladung mittels konzentrierter Solarstrahlung durch einen Parabolspiegel vorteilhaft sein, diesen so wenig wie möglich zu verschatten. Dann kann eine zylindrische Form mit einer Höhe gleich oder größer des Durchmessers vorteilhaft sein.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann bei einer Ausgestaltung der portablen Heizquelle als Ofen die Einhausung in einem mobilen Transportwagen angeordnet sein. Somit kann auch eine größere Einheit leicht von einem Ort zum anderen transportiert werden. Der Ofen kann flexibel zum Erwärmen eines Gebäudes, beispielsweise eine Gartenhütte oder Wanderhütte oder eines Zeltes oder Caravans, eingesetzt werden.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann die Wärmedämmung einen Hohlraum aufweisen, in dem der Heizkern angeordnet ist und die erste Wärmedämmung von einer zweiten Wärmedämmung umgeben ist. Die Temperatur an der Außenseite des Ofens kann auf einen für Menschen sicheren Bereich begrenzt werden. Optional kann auch nur eine Wärmedämmung vorgesehen sein.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann eine Vertiefung als Warmhaltebereich in der ersten und/oder zweiten Wärmedämmung angeordnet sein. Dies ermöglicht beispielsweise das Erwärmen von Wasser, oder anderen Getränken, das langsame Garen von Speisen oder das Warmhalten von Speisen.

Nach einer günstigen Ausgestaltung kann der Heizkern als Zylinder ausgebildet sein, dessen Durchmesser kleiner als dessen Höhe ist. Vorteilhaft kann eine Platz sparende Heizquelle geschaffen werden. Vorteilhaft wird eine mobile Heizquelle bereitgestellt, die elektrisch oder auch mittels konzentrierter Solarstrahlung beladen werden kann. Durch die elektrische Beladung ergibt sich ein lokal emissionsfreies System. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der weiteren Steigerung des Anteils an Erneuerbaren Energien im Energiemix kann auch ein zunehmen global emissionsfreies System zur mobilen Bereitstellung thermische Energie bereitgestellt werden. In der Ausführung mit Beladung durch konzentrierte Solarstrahlung ergibt sich ein System, welches bereits zum aktuellen Zeitpunkt vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden kann. Gleichzeitig stellt die transportable Heizquelle deutlich höhere Energiedichten als bisher verfügbare mobile Wärmequellen bereit, die nicht auf fossile Energieträger zurückgreifen.

Die portable Heizquelle kann in günstigen Abmessungen und mit günstigem Gewicht hergestellt werden.

Portable Heizquellen mit Speichereinheit inklusive Anbauteile, welche von Personen getragen werden sollen, sollten ein Gewicht von 15 kg bis 55 kg, besser jedoch 10 kg bis 30 kg nicht überschreiten. Portable Heizquellen, welche mithilfe von Wägen oder Karren transportiert werden sollen, sollten eine Gesamtmasse von 55 kg bis 500 kg, entsprechend der maximalen Traglast von Schwerlast-Sackkarren, nicht überschreiten. Speichereinheiten können je nach Anwendung aber auch bereits mit einer Gesamtmasse weniger als 15 kg realisiert werden. Das hierfür notwendige Volumen resultiert im Wesentlichen aus der für die jeweilige Anwendung erforderlichen Speicherkapazität, der Phasenwechseltemperatur und der jeweils zulässigen Selbstentladerate. In der einfachsten Form beginnt die Entladung unmittelbar nach der Beladung, sodass der Dämmungsaufwand reduziert werden kann. Die Dämmung kann beispielsweise zur Minimierung der Speicherverluste oder zur Begrenzung der Oberflächentemperatur, insbesondere aus Handhabungsgründen, ausgelegt werden. Für eine günstige Auslegung der Heizquelle als Kochplatte wird angenommen, dass über 2 Stunden mit einer mittleren Leistung von 1 kW gekocht werden soll, wofür insgesamt 2 kWh an Speicherkapazität notwendig sind. Dies erfordert in etwa 7 kg Speichermaterial. Mit Einhausung, Dämmung und ggfs anderen Komponenten kann die Heizplatte dann auf eine Gesamtmasse von schätzungsweise 10 bis 12 kg kommen. 7 kg Speichermaterial beanspruchen ein Volumen von ca. 2,7 I. Dies entspricht einer zylindrischen Scheibe mit einem Durchmesser von 22 cm bei einer mittleren Kochplatte und einer Höhe von etwa 7 cm. Mit einer Dämmstärke von ca. 3 cm und der Annahme einer Einhausungsdicke von 1 cm in allen Richtungen ergibt sich dann eine zylindrische Scheibe mit 30 cm Durchmesser und 15 cm Höhe. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 10,6 I. Die Dämmung hätte ein Volumen von ca. 6 I und würde damit etwa 57% des Gesamtvolumens ausmachen.

Für eine erste Anwendung als Ofen in der Art eines Wärmekoffers werden bei einer günstigen Auslegung bei einer Heizleistung von 0,5 kW über eine Dauer von ca. 8 Stunden etwa 4 kWh Speicherkapazität benötigt. Hierfür sind etwa 14 kg Speichermaterial notwendig, die ein Volumen von ca. 5,4 I besitzen.

Mit Einhausung, elektrischem Heizer und Dämmung, ohne Transportgestell wiegt die Heizplatte dann ungefähr 22 bis 25 kg. Ein zylindrischer Behälter kann bei einer Einhausungsdicke von 1 cm und einer Dämmstärke von 4 cm daher z.B. einen Durchmesser von 26 cm und eine Höhe von 37 cm haben. Der Behälter weist damit dann ein Gesamtvolumen von ca. 20 I auf. Die Dämmung hätte ein Volumen von ca. 12 1 und würde damit etwa 60% des Volumens ausmachen.

Für eine zweite Anwendung als Ofen in der Art eines Heizpilzes werden mit einer angenommenen Leistung von ca. 10 kW über eine Dauer von 8 Stunden ergibt eine Kapazität von 80 kWh. Hierfür sind etwa 280 kg Speichermaterial notwendig, welches ein Volumen von ca. 108 I besitzen. Unter der Annahme einer Einhausung von 1 cm und einer Dämmstärke von 4 cm ergibt sich ein Zylinder mit z.B. 50 cm Durchmesser und einer Höhe von 96 cm. Der Behälter weist damit ein Gesamtvolumen von etwa 189 I auf. Die Dämmung hätte ein Volumen von ca. 60 I und damit einen Anteil von ca. 32% des Volumens. Grundsätzlich können Dämmungen auch dünner ausgelegt werden, da sowohl bei der Verwendung als Wärmeplatte als auch als Ofen die abgestrahlte Wärme der Heizplatte genutzt wird. Die Anteile der Dämmung am Gesamtvolumen, und auch das Gesamtvolumen der Speicher kann entsprechend reduziert werden.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen beispielhaft:

Fig. 1 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung mit abgedeckter Wärmeübertragungsfläche;

Fig. 2 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer Wärmeleiteinrichtung im Heizkern;

Fig. 3 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Tragegestell mit Griffen; Fig. 4 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer Verstelleinrichtung zur Änderung eines Abstand zu einer Wärmeübertragungsfläche eines Heizkerns;

Fig. 5 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Adapter zum Erwärmen eines Gefäßes;

Fig. 6 die Kochplatte nach Figur 5 mit einem höheren Adapter zum

Erwärmen eines Gefäßes;

Fig. 7 in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte nach einem

Ausführungsbeispiel der Erfindung beim thermischen Aufladen eines Heizkerns; Fig. 8 in einer Schnittdarstellung eine Warmhalteplatte nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 9 in einer Schnittdarstellung ein Ofen nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 10 in einer Schnittdarstellung ein Ofen nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Warmhaltebereich;

Fig. 11 schematisch den Ofen nach Figur 10 in einem Gebäude oder Zelt.

Ausführungsformen der Erfindung

In den Figuren sind gleichartige oder gleichwirkende Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.

Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie „links“, „rechts“, „oben“, „unten“, „davor“ „dahinter“, „danach“ und dergleichen dient lediglich dem besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden.

Die Figuren 1 bis 7 zeigen Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen transportablen Heizquelle in Form von Kochplatten 100. Die Kochplatten 100 werden zum Zubereiten von Speisen eingesetzt.

Figur 1 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung mit abgedeckter Wärmeübertragungsfläche 104. Die Kochplatte 100 weist einen scheibenförmigen Heizkern 10 auf. Der Heizkern 10 besteht in diesem Beispiel aus einer Einhausung 40, in der ein metallisches Phasenwechselmaterial 50 enthalten ist. Der Querschnitt der Heizplatte 10 kann rund oder eckig sein.

Das Phasenwechselmaterial 50 weist eine Phasenwechseltemperatur von wenigstens 100°C auf, vorzugsweise von wenigstens 500°C. Das Phasenwechselmaterial 50 kann beispielsweise eine Silizid-Legierung sein, insbesondere AIS112. Dieses Material hat eine Phasenwechseltemperatur von etwa 577 °C, bei der das Material bei konstanter Temperatur schmilzt, wenn Energie zugeführt wird, bzw. erstarrt, wenn Energie entzogen wird.

Die Einhausung 40 kann in einem Ausführungsbeispiel aus einem insbesondere faserverstärkten Keramikmaterial gebildet sein, beispielsweise Siliziumkarbid, oder auch Aluminiumoxid oder Graphit. Denkbar sind jedoch auch andere geeignete Materialien. Die Wandstärke kann sehr dünn sein, beispielsweise 1 mm, insbesondere mindestens 2 mm und mindestens insbesondere 2,5 mm beträgt und beispielsweise bei ca. 3 mm liegt. Vorzugsweise liegt die Wandstärke bei höchstens 5 mm.

Vorzugsweise ist der thermische Ausdehnungskoeffizient des metallischen Phasenwechselmaterials 50 größer als der des Materials der Einhausung 40.

Der Heizkern 10 ist in einer Aufnahme 102 einer Wärmedämmung 70 angeordnet und beispielsweise an drei Seiten von dieser umgeben. Die Wärmedämmung 70 weist eine Öffnung 114 auf, durch welche im bestimmungsgemäßen Betriebszustand eine Wärmeübertragungsfläche 104 des Heizkerns 10 zugänglich ist. Die Öffnung 114 kann durch eine Abdeckung 116, etwa einem Deckel mit Griff, abgedeckt sein. Die Abdeckung 116 wird entfernt, um die Kochplatte 100 benutzen zu können.

Die Wärmedämmung 70 kann beispielsweise pyrogenes Siliziumdioxid sein. Optional können auch konventionelle Dämmmaterialien sinnvoll eingesetzt werden, wie z.B. Dämmstoffe auf Basis von Keramikfasern, wie etwa Mineralwolle, Calcium-Magnesium-Silikatfaser, Calciumsilikat, mikroporöser Dämmstoff, ruhende Luft, Vakuumdämmplatten und dergleichen

Der Heizkern 10 gibt die Wärme des Phasenwechselmaterials 50 im Wesentlichen über die Wärmeübertragungsfläche 104 ab.

Die Wärmeübertragungsfläche 104 dient als Abstellfläche für ein Gefäß zum Erwärmen des Gefäßes. Optional kann ein Adapter auf die Wärmeübertragungsfläche 104 des Heizkerns 10 gelegt werden und dessen Oberseite als Abstellfläche und Heizfläche dienen, auf der das Gefäß auf dem Adapter abgestellt werden kann. Damit kann der Wärmeübergang zwischen Heizkern 10 und Gefäß gesteuert werden. Figur 2 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau der Kochplatte 100 entspricht demjenigen aus Figur 1 , auf die zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verweisen wird. In der Ausgestaltung der Figur 2 ist im Phasenwechselmaterial 50 zusätzlich eine Wärmeleiteinrichtung 20 angeordnet. Die Wärmeleiteinrichtung 20 kann eine Mehrzahl von nicht näher bezeichneten Lamellen aufweisen, die zur Einleitung von Wärme in den Heizkern 10 bzw. Ableitung von Wärme aus dem Heizkern 10 mit dem im Phasenwechselmaterial 50 dienen und zur homogenen Temperaturverteilung beitragen kann. Die Lamellen erstrecken sich beispielsweise parallel zur Hochachse der Kochplatte 100. Ist die Kochplatte 100 mit einem runden Querschnitt ausgebildet, können die Lamellen konzentrische Ringe bilden. Andere Geometrien sind ebenfalls möglich.

Die Wärmeleiteinrichtung 20 kann aus dem gleichen Material gebildet sein wie die Einhausung 40.

Figur 3 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau der Kochplatte 100 entspricht demjenigen aus Figur 2, auf die zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verweisen wird.

Die Kochplatte 100 weist zusätzlich ein Tragegestell 108 mit Griffen 106 auf, in welchem die Wärmedämmung 70 mit dem Heizkern 10 gehaltert ist. Damit kann die Kochplatte 100 bequem und sicher getragen werden.

Figur 4 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau der Kochplatte 100 entspricht demjenigen aus Figur 3, auf die zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verweisen wird.

Die Kochplatte 100 weist in dieser Ausgestaltung eine Verstelleinrichtung 110 zur Änderung eines Abstands einer Abstellfläche 112 zu einer Wärmeübertragungsfläche 104 des Heizkerns 10 auf. Die Verstelleinrichtung 110 ist in die Öffnung 114 der Wärmedämmung 70 eingesetzt. Die Abstellfläche 112 kann auf verschiedenen Höhen der Verstelleinrichtung 110 abgelegt werden. Mit der Verstellung des Abstands kann die Wärmeübertragung vom Heizkern 10 auf das Gefäß beeinflusst werden.

Alternativ kann die Verstelleinrichtung 110 als Grillaufsatz verwendet werden, bei dem Grillgut auf unterschiedlichen Abständen zum Heizkern 10 gegart werden kann.

Zusätzlich weist die Kochplatte 100 in dieser Ausgestaltung unter dem Heizkern 10 eine elektrische Heizeinrichtung 60 auf. Diese kann eine Widerstandsheizung sein oder eine Induktionsheizung und über eine Ladestation geladen werden.

Figur 5 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau der Kochplatte 100 entspricht demjenigen aus Figur 3 ohne Verstelleinrichtung 110; auf Figur 3 wird zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verwiesen.

In der Öffnung 114 der Wärmedämmung 70 ist ein Adapter 118 auf der Wärmeübertragungsfläche 104 abgelegt, auf den ein Gefäß 120 abgestellt ist.

Optional kann die Wärmeübertragungsfläche 104 mit senkrechten Stiften in entsprechenden hohlzylinderartigen Ausnehmungen im Phasenwechselmaterial 50 höhenverstellbar angeordnet sein.

Die Stifte können Teil der Einhausung 40 sein und damit insgesamt eine abgedichtete Einhausungskammer bilden. Die Stifte der Wärmeübertragungsfläche 104 können beispielsweise entweder durch gute Passgenauigkeit oder aber durch zusätzliche Wärmeleitpaste mit den Hohlzylindern kontaktiert werden.

Figur 6 zeigt die Kochplatte 100 nach Figur 5 mit einem höheren Adapter 118 auf der Wärmeübertragungsfläche 104 zum Erwärmen des Gefäßes 120. Mittels unterschiedlicher Adapter 118 kann der Wärmeübergang vom Heizkern 10 auf das Gefäß 120 gezielt beeinflusst werden. Auf diese Weise können beispielsweise unterschiedliche Garstufen eingestellt werden, selbst wenn der Heizkern 10 eine konstante Temperatur aufweist. Figur 7 zeigt in einer Schnittdarstellung eine Kochplatte 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau der Kochplatte 100 entspricht demjenigen aus Figur 3, auf die zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen verweisen wird.

In dieser Ausführung erfolgt das thermische Aufladen des Heizkerns 10 nicht über eine elektrische Heizeinrichtung 60, sondern über Strahlungswärme, insbesondere über gebündelte Sonnenstrahlung. Diese wirkt auf die Wärmeübertragungsfläche 104 ein und erhitzt das Phasenwechselmaterial 50 im Heizkern 10.

Es versteht sich, dass diese Art der Aufladung auch mit einer elektrischen Heizeinrichtung 60 wie in den Figuren 4 bis 6 kombiniert werden kann.

Figur 8 in einer Schnittdarstellung eine Warmhalteplatte 200 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Bei dieser Ausgestaltung der portablen Heizquelle ist der Heizkern 10 mit dem in einer Einhausung 40 angeordneten Phasenweichselmaterial 50 in einem Hohlraum 202 der Wärmedämmung 70 angeordnet. Die Wärmedämmung 70 ist entlang einer Trennlinie 210 teilbar ausgebildet, so dass ein Teil der Wärmedämmung 70 abgehoben werden kann.

Um den Heizkern 10 zu erwärmen, kann eine elektrische Heizeinrichtung 60, z.B. eine Widerstandheizung oder Induktionsheizung, vorgesehen sein. Beispielsweise an einer wenigstens Seite der Einhausung 40 eine Induktorplatte 208 angeordnet sein, welche durch elektromagnetische Strahlung erhitzt wird.

Die Warmhalteplatte 200 ist von einem Griffrand 206 umgeben, an dem die Warmhalteplatte 200 bequem und sicher gefasst werden kann. Die Warmhalteplatte 200 wird zum Warmhalten von Speisen eingesetzt oder zum Temperieren von Personen oder Gegenständen. Die Warmhalteplatte 200 kann für verschiedene Einsatzgebiete in Form geeignet angepasst werden.

Die Figuren 9 bis 11 zeigen Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen transportablen Heizquelle in Form von Öfen 300. Die Öfen 300 werden zum Erwärmen von Personen oder von Räumen eingesetzt. Figur 9 zeigt in einer Schnittdarstellung einen Ofen 300 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Heizkern 10 mit der mit dem Phasenwechselmaterial 50 gefüllten Einhausung 40 ist in einem mobilen Transportwagen 308 angeordnet. Günstigerweise ist dieser Transportwagen 308 ähnlich eines Trolleys oder Einkaufswagens gebildet und kann so einfach beispielsweise mittels eines Griffs 306 bewegt werden.

Der Heizkern 10 ist in einem zentralen Hohlraum 302 einer ersten Wärmedämmung 70 angeordnet, die von einer weiteren Wärmedämmung 304 umgeben.

Die Wärmedämmung 70, 304 kann dabei so aufgebaut sein, dass beispielsweise über Öffnungen Wärmestrahlung Heizkern 10 an die Umgebung emittiert werden kann.

Optional kann der Ofen 300 weiterhin eine Vertiefung 310 aufweisen, in der beispielsweise ein Warmwasserbehälter 311 aufnehmbar sein kann, der durch die Wärme des Heizkerns 10 gespeist wird. Dies ist in Figur 10 dargestellt.

Nicht dargestellt ist in den Figuren 9 und 10 ein etwaiger elektrischer Stromanschluss, der zur elektrischen Beladung des Heizkerns 10 benötigt wird. Dieser kann günstigerweise so ausgeführt sein, dass konventionelle Steckdosen genutzt werden können.

Figur 11 illustriert schematisch den Ofen 300 nach Figur 10 in einem Gebäude oder Zelt 312.

Die Wärmeabgabe vom Ofen 300 an die Umgebung dabei über die Wärmedämmung 70, 304 oder auch über Luftkanäle in der Wärmedämmung 70, 304 erfolgen. Genutzt wird hierbei die natürliche Konvektion bzw. bei entsprechender Ausführung auch ein sog. Kamineffekt. Das dargestellte Gebäude (Hütte, Zelt etc.) kann entweder eine vom Ofen 300 separierte Komponente sein oder aber direkt mit dem Ofen 300 integriert sein. 10 Heizkern

20 Wärmeleiteinrichtung

40 Einhausung

50 Phasenwechselmaterial

60 Heizeinrichtung

70 Wärmedämmung

100 Kochplatte

102 Aufnahme

104 Wärmeübertragungsfläche

106 Griff

108 Tragegestell

110 Verstelleinrichtung

112 Abstellfläche

114 Öffnung

116 Abdeckung

118 Adapter

120 Gefäß

200 Warmhalteplatte

202 Hohl raum

206 Griffrand

208 Induktorplatte

300 Ofen

302 Hohlraum

304 Wärmedämmung

306 Griff

308 Transportwagen

310 Vertiefung

311 Warmwasserbehälter

312 Gebäude