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Patent Searching and Data


Title:
PORTABLE ROLLER COMPACTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/083453
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a portable roller compactor for compacting waste that is located in a container, which is open on the top, having a frame-like basic structure (10) and an articulated arm (23), one end of which is supported by the basic structure (10), and the other, free end of which supports a roller compactor that essentially can be rotated about a horizontal axis of rotation. The roller compactor is characterized in that the articulated arm (23) is pivotably attached to a sliding carriage (20), which is mounted on the frame-like base structure (10) and can be moved in a longitudinal direction.

Inventors:
HUSMANN, Heinz Hermann (Ahldersweg 32, Papenburg, 26871, DE)
MUCHALL, Wolfgang (Mittelkanal links 62, Papenburg, 26871, DE)
Application Number:
EP2015/077649
Publication Date:
June 02, 2016
Filing Date:
November 25, 2015
Export Citation:
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Assignee:
HUSMANN UMWELT-TECHNIK GMBH (Gewerbegebiet Nord 2, Dörpen an der Ems, 26892, DE)
International Classes:
B30B9/30
Domestic Patent References:
2003-12-11
1993-10-28
Foreign References:
SU934984A21982-06-15
US4467714A1984-08-28
EP2110229A22009-10-21
DE202011000241U12011-06-01
EP1513674B12009-04-01
DE102005029199B42007-08-16
Attorney, Agent or Firm:
KLEINE, Hubertus et al. (Am Zwinger 2, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Transportabler Rollenverdichter zum Verdichten von Abfall, der sich in einem nach oben offenen Container befindet, aufweisend:

- ein rahmenartiges Grundgestell (10) und

- einen Gelenkarm (23), der mit einem Ende von dem Grundgestell (10) getragen ist und der an seinem anderen, freien Ende eine im Wesentlichen um eine horizontale Drehachse drehbare Verdichterrolle (26) trägt,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Gelenkarm (23) verschwenkbar an einem Schlitten (20) montiert ist, der am rahmenartigen Grundgestell (10) in einer Längsrichtung verfahrbar gelagert ist.

2. Transportabler Rollenverdichter nach Anspruch 1 , bei dem das rahmenartige Grundgestell (10) an beiden Längsseiten verlaufende Längsträger (1 1 ) aufweist, an denen der Schlitten (20) geführt ist.

3. Transportabler Rollenverdichter nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Gelenkarm (23) verschwenkbar über ein Fußgelenk (22) und einen Mastfuß

(21 ) an dem Schlitten (20) montiert ist.

4. Transportabler Rollenverdichter nach Anspruch 3, bei dem das Fußgelenk

(22) einen Schwenkwinkel von weniger als 90° und bevorzugt von weniger als 75° aufweist.

5. Transportabler Rollenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der Schlitten (20) über einen hydraulisch oder elektromotorisch betriebenen Ketten- oder Zahnstangenantrieb auf dem Grundgestell (10) verfahrbar ist.

6. Transportabler Rollenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem der Gelenkarm (23) zwei gegeneinander verschwenkbare Gelenkarmglieder (23a, 23b) aufweist, von denen ein erstes Gelenkarmglied (23a), das an dem Schlitten (20) montiert ist, gekröpft ausgebildet ist.

7. Transportabler Rollenverdichter nach Anspruch 6, bei dem in einer Ruheposition die Verdichterrolle (26) unter dem ersten Gelenkarmglied (23a) positioniert ist.

8. Transportabler Rollenverdichter nach Anspruch 7, bei dem in einer Ruheposition die Verdichterrolle (26) auf dem Schlitten (20) abgelegt ist.

9. Transportabler Rollenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem sich der verfahrbare Schlitten (20) in einer Ruheposition des Gelenkarms (23) an einem in Transportrichtung gesehen vorderen Ende des rahmenartigen Grundgestells (10) befindet.

10. Transportabler Rollenverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem sich der verfahrbare Schlitten (20) in einer Arbeitsposition des Gelenkarms (23) an einem in Transportrichtung gesehen hinteren Ende des rahmenartigen Grundgestells (10) befindet.

Description:
Transportabler Rollenverdichter

Die Erfindung betrifft einen transportablen Rollenverdichter zum Verdichten von Abfall, der sich in einem nach oben offenen Container befindet. Der Rollenverdichter weist ein rahmenartiges Grundgestell auf, das auf eine Ladefläche eines Lkws oder Anhängers aufgezogen werden kann. Das Grundgestell trägt einen Gelenkarm, der an einem freien Ende eine im Wesentlichen um eine hori- zontale Drehachse drehbare Verdichterrolle trägt.

Zum Verdichten von Abfall in einem Container wird ein derartiger transportabler Rollenverdichter auf eine Ladefläche eines Lkws oder Anhängers aufgezogen und dann an eine Stirnseite eines nach oben offenen Containers herangefah- ren. Die sich am freien Ende des Gelenkarms befindende Verdichterrolle wird in den Container abgesenkt. In einer Schwenkbewegung des Gelenkarms wird die Verdichterrolle im Container hin und her bewegt, wobei sie den sich im Container befindenden Abfall verdichtet und/oder zerkleinert. Die

Verdichterrolle ist dabei üblicherweise über einen Antrieb drehbar und weist ei- ne strukturierte Oberfläche auf, beispielsweise mit hervorstehenden Stacheln oder Zähnen, um den Abfall im Container effektiv zerkleinern und verdichten zu können.

Ein derartiger transportabler Rollenverdichter ist beispielsweise aus der Druck- schrift EP 1 513 674 B1 bekannt. Der Gelenkarm dieser Konstruktion ist aus drei zueinander verschwenkbaren Abschnitten zusammengesetzt und ist am hinteren Ende des Rahmens des Grundgestells verschwenkbar montiert. Mit Hilfe von mindestens zwei Hydraulikzylindern kann zum einen der am Rahmen drehbar montierte Abschnitt des Gelenkarms gegenüber dem Rahmen verschwenkt werden und zum anderen der mittlere Abschnitt des Gelenkarms gegenüber dem am Rahmen montierten Abschnitt verschwenkt werden. Der die Verdichterrolle tragende Abschnitt des Gelenkarms ist frei schwingend mit dem mittleren Abschnitt verbunden. Aus der Arbeitsposition, bei der sich die Verdichterrolle im Container befindet, kann der Gelenkarm in eine möglichst flache Transportposition gebracht werden, indem zunächst der mittlere Abschnitt des Gelenkarms möglichst hoch, nahezu vertikal gestellt wird und dann der gesamte Gelenkarm über das Schwenkgelenk an seinem Fuß auf das rahmenartige Grundgestell geschwenkt wird. Beim Übergang von der Ruhe in die Arbeitsposition werden diese Schwenkbewegungen in umgekehrter Reihenfol- ge durchlaufen. Die Bewegungskinematik des Gelenkarms ist aufgrund der dreiteiligen Ausgestaltung jedoch aufwendig umzusetzen. Zudem muss der am Rahmen verschwenkbar montierte Abschnitt des Gelenkarms zwischen einer möglichst waagerechten und einer senkrechten Position verschwenkt werden können, ohne dass dabei für den verwendeten Hydraulikzylinder freier

Bauraum unterhalb der Rahmenkonstruktion verfügbar wäre. Daraus resultieren ungünstige Hebelverhältnisse beim Verschwenken des genannten am Rahmen montierten Abschnitts des Gelenkarms aus seiner waagerechten Position.

Auch die Druckschrift DE 10 2005 029 199 B4 zeigt einen auf eine Ladefläche eines Lkw aufladbaren transportablen Rollenverdichter mit einem Gelenkarm. Der Gelenkarm ist hierbei nur aus zwei zueinander verschwenkbaren Abschnitten gebildet, von denen einer die Verdichterrolle trägt und der andere

schwenkbar an einem Mastfuß montiert ist, der (in Fahrtrichtung des Lkws gesehen) am hinteren Ende des Grundgestells des Rollenverdichters montiert ist. Durch den Mastfuß liegt das Schwenkgelenk des Schwenkarms oberhalb der Rahmenkonstruktion. Ein Übergang von der Ruhe zur Arbeitsposition und umgekehrt wird bei diesem Rollenverdichter durch eine einzige Schwenkbewe- gung des Gelenkarms erzielt, wobei der verschwenkbare Abschnitt des Gelenkarms über den Mastfuß hinweggeschwenkt wird und auf der Rahmenkonstruktion abgelegt wird. Zu diesem Zweck ist das Schwenkgelenk am Mastfuß so ausgelegt, dass es eine Schwenkbewegung um einen Winkel von mindestens 90° um die horizontale Achse zulässt. Aufgrund des großen Schwenkwin- kels ist auch bei dieser Konstruktion die Realisierung der Schwenkbewegung durch einen hydraulischen Antrieb aufwendig.

Bei den beiden benannten transportablen Rollenverdichtern befindet sich in der Ruheposition, also in der Position, in der ein Transport des Rollenverdichters erfolgt, die Verdichterrolle in einem bezogen auf die Fahrtrichtung hinteren Bereich des Rollenverdichters. Da die Verdichterrolle einen wesentlichen Anteil am Gewicht des Rollenverdichters hat resultiert daraus eine für den Transport ungünstige Gewichtsverteilung. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen transportablen Rollenverdichter zu schaffen, bei dem ein Übergang von einer Ruheposition des Gelenkarms in eine Arbeitsposition durch unkomplizierte Bewegungen des Gelenkarms erfolgen kann und bei dem in einer Ruheposition, in der der Ge- lenkarm auf dem Grundgestell eingeklappt ist, die Verdichterrolle möglichst in einem vorderen Abschnitt des Rollenverdichters positioniert ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Rollenverdichter mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein erfindungsgemäßer transportabler Rollenverdichter der eingangs genannten Art zeichnet sich dadurch aus, dass der Gelenkarm verschwenkbar an ei- nem Schlitten montiert ist, der am rahmenartigen Grundgestell in einer Längsrichtung verfahrbar gelagert ist.

Dadurch, dass der Gelenkarm nicht unmittelbar an dem Grundgestell montiert ist, kann sein Montagepunkt auf dem Grundgestell zwischen einer Ruhepositi- on für den Gelenkarm und einer Arbeitsposition verändert werden, wodurch sich eine Ruheposition einstellen lässt, bei der eine günstige Gewichtsverteilung des Rollenverdichters gegeben ist. Zudem erfordert der Übergang zwischen Ruhe- und Arbeitsposition nur einen kleinen Schwenkwinkel für den Gelenkarm, da dieser nicht mehr über seinen Montagepunkt hinweg geschwenkt werden muss.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des transportablen Rollenverdichters weist das rahmenartige Grundgestell an beiden Längsseiten verlaufende Längsträger auf, an denen der Schlitten geführt ist. Die zur mechanischen Sta- bilisierung sowieso benötigten Längsträger dienen als Führungen für den verfahrbaren Schlitten, wodurch auf zusätzliche Führungsschienen verzichtet werden kann.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des transportablen Rollenver- dichters ist der Gelenkarm verschwenkbar über ein Fußgelenk und einen Mastfuß an dem Schlitten montiert. Bevorzugt weist das Fußgelenk einen Schwenkwinkel von weniger als 90° und bevorzugt von weniger als 75° auf. Ein derart kleiner Schwenkwinkel ist ausreichend, da der Gelenkarm wegen des verfahrbaren Schlittens zum Einnehmen der Ruheposition nicht über den Mastfuß hinweg geschwenkt werden muss.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des transportablen Rollenverdichters ist der Schlitten über einen hydraulisch oder elektromotorisch betrie- benen Ketten- oder Zahnstangenantrieb auf dem Grundgestell verfahrbar. Beide genannten Antriebsarten lassen sich einfach und platzsparend umsetzen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des transportablen Rollenver- dichters weist der Gelenkarm zwei gegeneinander verschwenkbare Gelenkarmglieder auf, von denen ein erstes Gelenkarmglied, das an dem Schlitten montiert ist, gekröpft ausgebildet ist. Die nur zweiteilige Ausgestaltung des Gelenkarms vereinfacht dessen Aufbau und Bewegungskinematik. Das gekröpfte Gelenkarmglied ermöglicht in der Ruheposition eine platzsparende Positionie- rung der Verdichterrolle unter dem ersten Gelenkarmglied bei gleichzeitig niedrigem Mastfuß.

Besonders bevorzugt ist die Verdichterrolle dabei in der Ruheposition auf dem verfahrbaren Schlitten abgelegt. Der Schlitten befindet sich in der Ruheposition des Gelenkarms bevorzugt an einem in Transportrichtung gesehen vorderen

Ende des rahmenartigen Grundgestells, wohingegen er sich in der Arbeitsposition des Gelenkarms an einem in Transportrichtung gesehen hinteren Ende des rahmenartigen Grundgestells befindet. Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mithilfe von Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen:

Fig.1 -5 jeweils eine symmetrische Gesamtansicht eines transportablen

Rollenverdichters in verschiedenen Betriebszuständen;

Fig. 6a, 6b jeweils eine Seitenansicht eines Teils des transportablen Rollenverdichters in zwei verschiedenen Zuständen; und

Fig.7 eine weitere Detailansicht des transportablen Rollenverdich- ters der Fig.1 -5 in einer isometrischen Darstellung.

In den Fig. 1 -5 ist ein Ausführungsbeispiel eines anmeldungsgemäßen transportablen Rollenverdichters in jeweils einer isometrischen Darstellung wiedergegeben.

Die Figuren zeigen den Rollenverdichter in verschiedenen Betriebszuständen aus einer jeweils gleichen Blickrichtung. Anhand der Figuren wird ein Übergang des Rollenverdichters von einem Ruhezustand, in dem ein Transport des Rol- lenverdichters erfolgen kann, in einen Betriebszustand, in dem sich in einem Container befindender Abfall verdichtet und/oder zerkleinert wird, dargestellt.

Der Rollenverdichter weist ein Grundgestell 10 auf, das in seinen Abmessun- gen, insbesondere in den Maßen seiner Grundfläche, einem üblichen Container entspricht. Das Grundgestell 10 ist rahmenartig mit äußeren Längsträgern 1 1 , einem hinteren Querträger 12 und einem in den Figuren nur ansatzweise sichtbaren vorderen Querträger 13 gebildet. Die Richtungsangabe vorne bzw. hinten bezieht sich dabei auf die übliche Transportrichtung des transportablen Rollenverdichters, wenn dieser auf einen Lkw oder einen Anhänger eines Lkws aufgezogen ist.

Weitere stabilisierende Elemente des Grundgestells 10 sind Unterzüge 14 in Form von T-oder Doppel-T-Trägern, mit denen der Rollenverdichter auf dem Untergrund aufliegt. Über die Längserstreckung des Grundgestells 10 sind verteilt weitere Querträger 15 zur Stabilisierung angeordnet.

Am vorderen Ende weist das Grundgestell 10 eine Stirnwand 16 auf, an der eine Öse 17 angeordnet ist. Größe und Dimensionierung der Stirnwand 16 sowie die Position der Öse 17 sind handelsüblichen Containern nachempfunden, um die Vorrichtung zum Aufziehen von Containern auf einen Lkw auch zum Aufziehen des Rollenverdichters verwenden zu können. An der Innenseite der Stirnwand 16 ist ein Versorgungsschrank 18 angeordnet, der z.B. ein Antriebsaggregat in Form einer Hydraulikpumpe und/oder Steuereinrichtungen für den transportablen Rollenverdichter aufnimmt. Für Ausgestaltungen, bei denen ein elektrischer Antrieb des Rollenverdichters vorgesehen ist, kann über den Versorgungsschrank 18 auch ein Stromanschluss zur Energieversorgung erfolgen.

Am Grundgestell 10 ist ein verfahrbarer Schlitten 20 angeordnet, der die weite- ren Komponenten des Rollenverdichters trägt. Der Schlitten 20 ist beispielsweise mithilfe von Laufrädern bzw. Rollen oder Gleitelementen in den Längsträgern 1 1 des Grundgestells 10 geführt. Der Schlitten 20 kann über die im Wesentlichen gesamte Länge des Grundgestells 10 verfahren werden. Zu diesem Zweck ist ein Verfahrantrieb vorgesehen, der hydraulisch oder elektrisch oder auch dieselhydraulisch erfolgen kann. Ein in den Figuren nicht näher dargestellter Antriebsmotor kann entweder am Grundgestell 10 montiert sein, wobei eine Übertragung auf den Schlitten 20 über einen Ketten- oder Seilzug erfolgt. Alternativ kann vorgesehen sein, den Antriebsmotor auf den Schlitten 20 zu montieren, wobei der Antriebsmotor auf eine Zahnstange oder eine am Grundrahmen 10 festgelegte Kette mit Ω-Umschlingung wirkt.

Der im dargestellten Ausführungsbeispiel an der Rückseite der Stirnwand 16 am Grundgestell 10 angeordnete Versorgungsschrank 18 kann in alternativen Ausgestaltungen auch auf dem verfahrbaren Schlitten 20 positioniert sein. In dem Fall kann vorteilhaft auf eine Kabelschleppe mit bewegten Hydraulikleitungen und Steuerleitungen verzichtet werden. Auf dem Schlitten 20 ist an einem Mastfuß 21 über ein Schwenkgelenk 22 ein Gelenkarm 23 verschwenkbar montiert, der im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei gelenkig miteinander verbundene Gelenkarmglieder 23a, 23b aufweist. Am freien Ende des Gelenkarms 23 ist eine Verdichterrolle 26 angeordnet, die um eine im Wesentlichen horizontale Drehachse drehbar ist. Die Verdichterrolle 26 kann bevorzugt aktiv gedreht werden, beispielsweise über einen in ihrem Inneren angeordneten Hydraulikmotor. Der Gelenkarm 23 ist über einen in den Figuren nicht näher bezeichneten Hydraulikzylinder gegenüber der Tragsäule 21 verschwenkbar. Es kann optional ein weiterer Hydraulikzylinder vorgesehen sein, mit dem das Gelenkarmglied 23b gegenüber dem Gelenkarmglied 23a verschwenkt werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist dagegen vorgesehen, dass das Gelenkarmglied 23b frei um das Gelenkarmglied 23a pendeln kann und so der Bewegung der (angetriebenen) Verdichterrolle 26 im Container folgt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das erste, auf der Tragsäule 21 montierte Gelenkarmglied 23a gekröpft ausgeführt. Wie in der in Figur 1 dargestellten Ruheposition (Transportposition) des Gelenkarms 23 zu erkennen ist, wird durch das gekröpfte Gelenkarmglied 23a in Verbindung mit der Tragsäule 21 Platz für die Verdichterrolle 26 geschaffen, wenn das zweite Gelenkarmglied 23b in der dargestellten Weise unter das erste Gelenkarmglied 23a eingeschlagen ist. Es wird so eine niedrige Höhe des Rollen Verdichters im Transportzustand erzielt, wobei gleichzeitig die Verdichterrolle 26, die einen wesentlichen Teil des Gewichts des Rollenverdichters ausmacht, in einem vorderen Bereich (wiederum bezogen auf die Transportrichtung) des Grundgestells 10 des Rollenverdichters positioniert ist.

Die Fig. 2-5 zeigen nun in vergleichbarer isometrischer Ansicht wie Fig. 1 den Übergang aus der in Fig. 1 dargestellten Ruheposition in einer in Fig. 5 dargestellte Arbeitsposition des Gelenkarms 23. Um Abfall in einem Container zu verdichten, wird der auf einem Lkw oder Anhänger aufgezogene Rollenverdichter zunächst rückwärts an den Container herangefahren, sodass der Rollenverdichter mit seinem hinteren Ende (im Bereich des hinteren Querträgers 12) an einer oberen Kante des Containers anliegt

In einem ersten Schritt wird wie in Fig. 2 dargestellt ist, der Gelenkarm 23 zunächst durch Verschwenken um das Fussgelenk 22 aufgestellt. Die Stellung der Schwenkarmglieder 23a und 23b zueinander wird dabei beibehalten. Bei einem aktiv über einen Hydraulikzylinder gegenüber dem ersten Gelenkarm- glied 23a verschwenkbaren zweiten Gelenkarmglied 23b kann dies über den Hydraulikzylinder erreicht werden. Wenn das zweite Gelenkarmglied 23b frei gegenüber dem ersten Gelenkarmglied 23a pendelnd gelagert ist, ist eine Einhakvorrichtung 24 vorgesehen, die in den Fig. 6a und 6b detaillierter dargestellt ist.

Die Einhakvorrichtung 24 umfasst einen verschwenkbar an einem, hier am ersten Gelenkarmglied 23a angebrachten Riegel 24a. In einer verriegelten Position, die in Fig. 6a dargestellt ist, greift der Riegel 24a mit einem entsprechend geformten Ausschnitt um einen Bolzen 24b, der am zweiten Schwenkarm 23b montiert ist. Entsprechend sind die Gelenkarmglieder 23a, 23b in der in Fig. 6 dargestellten Position des Riegels 24a nicht mehr gegeneinander

verschwenkbar. Wenn dagegen, wie in Fig. 6b dargestellt ist, der Riegel 24a sich nicht mehr im Eingriff mit dem Bolzen 24b befindet, kann das zweite Gelenkarmglied 23b frei gegenüber dem ersten Gelenkarmglied 23a pendeln. Um ein Anschlagen der Verdichterrolle 26 an dem gekröpften Abschnitt des ersten Gelenkarmglieds 23a zu verhindern, ist ein Anschlag 25, beispielsweise in Form von einem Gummipuffer, an einem der Gelenkarmglieder 23a, 23b angebracht ist. In einem nächsten Schritt wird dann der Schlitten 20 mit dem aufgestellten Gelenkarm 23 vom vorderen Ende des Grundgestells 10 zum hinteren Ende des Grundgestells 10 verfahren. Fig. 3 zeigt den Rollenverdichter mit dem Schlitten 20 in der entsprechenden Position. Mit dem Verfahren des Schlittens 20 in Richtung des hinteren Endes des Rollenverdichters wird der Gelenkarm 23 und damit die Verdichterrolle 26 somit in Richtung des Containers verfahren.

Anschließend wird die Verdichterrolle 26 durch Verschwenken des Fußgelenks 22 in den Container abgesenkt. Fig. 5 zeigt schließlich den Rollenverdichter während des Betriebs, wobei die Verdichterrolle 26 aktiv angetrieben sich im Container hin und her bewegen kann.

Für den Übergang zwischen der Ruheposition (Fig. 1 ) und der Arbeitsposition (Fig. 5) ist nur eine eingeschränkte Verschwenkbarkeit von deutlich weniger als 90° des Gelenkarms 23 erforderlich. Dieses wird dadurch erreicht, dass der Gelenkarm 23 verfahren werden kann so das vordere, zweite Gelenkarmglied 23b nicht über das erste Gelenkarmglied 23a geschlagen werden muss, sondern unter diesem eingeklappt werden kann. Diese Bewegung ist mit einem kleineren Schwenkwinkel des Fußgelenks 22 ausgeführt werden.

Auf dem verfahrbaren Schlitten 20 ist zudem eine Kabine 27 zur Bedienung des Rollenverdichters vorgesehen. Gesteuert wird der Rollenverdichter über den Versorgungsschrank 18, in dem unter anderem eine Ablaufsteuerung an- geordnet ist. Um die Verdichterrolle 26 aus der Ruheposition in die Arbeitsposition und wieder zurückzubringen, kann eine Programmsteuerung vorgesehen sein, die den nötigen Bewegungsablauf und die Koordination zwischen der Bewegung des Gelenkarms 23 und der des Schlittens 20 bei Betätigung von nur einem Bedienelement durchführt.

Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt des Rollenverdichters in der Arbeitsposition in einer ebenfalls isometrischen Darstellung aus einer anderen Blickrichtung als bei den Fig. 1 -5. Die Fig. 7 ermöglicht Einblick in die Kabine 27. Um ein ungewolltes Verfahren zwischen Betriebs- und Ruheposition bzw. umgekehrt zu verhin- dem, können zum einen elektronische Schutzmaßnahmen getroffen sein. Beispielsweise kann ein spezieller Schlüsselschalter vorgesehen sein, der den Übergang zwischen Ruhe- und Arbeitsposition nur in einer gesonderten

Schlüsselstellung zulässt. Darüber hinaus ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine mechanische Sperre in Form eines Verriegelungsschiebers 28 vorgesehen. Der Verriegelungsschieber 28 kann innerhalb der Kabine 27 bedient werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird er von einem vertikal verfahrbaren Bolzen gebildet, der durch einen Boden der Kabine 27 geführt ist und in der Ruheposi- tion und in der Arbeitsposition in eine Bohrung in einer Komponente des

Grundgestells 10 eingreift. Eine Bewegung des verschiebbaren Schlittens 20 ist durch den Verriegelungsschieber 28 rein mechanisch verhindert, wenn er sich im Eingriff mit dem Grundgestells 10 befindet. Am Verriegelungsschieber 28 kann zusätzlich ein Schalter oder Sensor angeordnet sein, der die Stellung des Verriegelungsschiebers 28 erfasst und von der Ablaufsteuerung abfragbar ist. Auf diese Weise kann eine Bewegung des verfahrbaren Schlittens 20 bereits durch die Steuerung unterbunden sein, wenn sich der Verriegelungsschieber 28 in der Verriegelungsposition befindet. In alternativen Ausgestaltungen kann der Verriegelungsschieber 28 auch angesteuert von der Ablaufsteuerung auch automatisch bewegt werden, z.B. elektromechanisch oder hydraulisch.

Weiter ist in der Fig. 7 eine Leiter 29 zu sehen, die an der Seite des Lkws oder Anhängers, auf den der Rollenverdichter aufgezogen ist, herunterreicht und den Zugang zu der Kabine 27 ermöglicht. Die Leiter 29 ist durch ein im unteren Bereich der Kabine 27 angeordnetes Gelenk hochklappbar ausgestaltet und kann im hochgeklappten Zustand als eine Absturzsicherung für einen Bediener des Rollenverdichters dienen, der sich in der Kabine 27 aufhält. Als Absturzsicherung kann alternativ oder zusätzlich für den Fall, in dem die Leiter 29 nicht hochgeklappt ist, ein vor den Eingang der Kabine 27 klapp- oder schwenkbarer Sicherheitsbügel vorgesehen sein. Auch eine einhängbare Kette kann als Absturzsicherung eingesetzt werden.

Darüber hinaus zeigt die Fig. 7 nicht näher bezeichnete Stützelemente, die am verfahrbaren Schlitten 20 festgelegt sind und in der Ruheposition eine seitliche Bewegung der Verdichterrolle 26 unterbinden.

Zudem sind an der Unterseite des Grundrahmens angeordnete Bodenrollen 19 zu erkennen, mit denen der Rollenverdichter während des Aufziehens auf den Lkw oder den Anhänger mit seinem hinteren Ende über den Boden rollt.

Zur Bewegung des Gelenkarms 23, zur Drehung der Verdichterrolle 26 und zum Verfahren des Schlittens 20 können verschiedene Antriebsarten beim Rollenverdichter vorgesehen sein. Alle genannten bewegbaren Elemente können beispielsweise hydraulisch angetrieben werden, wobei ein dafür notwendiger Hydraulikdruck entweder über ein am Rollenverdichter montiertes Dieselaggregat oder über eine elektrisch getriebene Hydraulikpumpe bereitgestellt wird. Alternativ und/oder zusätzlich kann auch eine Hydraulikverbindung zum Lkw etabliert werden und der zum Betreiben des Rollenverdichters notwendige Hyd- raulikdruck durch eine Hydraulikpumpe des Lkw bereitgestellt werden.

In alternativen Ausgestaltungen ist ein teils hydraulisch teils elektrischer Antrieb möglich. Beispielsweise können die Bewegung des Gelenkarms 23 und die Drehung der Verdichterrolle 26 hydraulisch erfolgen, wohingegen das Verfah- ren des Schlittens 20 mithilfe eines Elektromotors erfolgt. Ein elektrischer Antrieb kann dabei netzgebunden betrieben werden, beispielsweise indem ein entsprechendes Stromversorgungskabel, bevorzugt eine dreiphasige Netzleitung, an den Versorgungsschrank 18 angeschlossen wird. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, den Rollenverdichter mit wiederaufladbaren Batterien (Akkus) auszustatten, die zumindest zeitweise eine Versorgung elektrischer Komponenten unabhängig von einer Netzstromversorgung ermöglichen.

In einer weiteren in den Figuren nicht dargestellten Ausgestaltung können seit- lieh am Grundgestell 10 hydraulisch ausfahrbare Stützen zur Abstützung angeordnet sein. Die hydraulischen Stützen können verschwenkbar am Grundgestell 10 festgelegt sein, sodass sie bei einem Transport des Rollenverdichters seitlich nicht oder nur unwesentlich über das Grundgestell 10 hinausragen. Vorteilhaft bei einer hydraulischen Abstützung ist es, dass nach Positionierung des transportablen Rollenverdichters durch einen Lkw oder einen Anhänger sich der hydraulische Rollenverdichter auf den Stützen abstützen und auch über die Ladefläche des Lkws oder Anhängers erheben kann, sodass dieser unter dem Rollenverdichter ausfahren kann und während des Betriebs des Rollenverdichters nicht benötigt wird.

Bezugszeichenliste

10 Grundgestell

1 1 Längsträger

12 hinterer Querträger

13 vorderer Querträger

14 Unterzug

5 Querträger

16 Stirnwand

17 Öse

18 Versorgungsschrank

19 Bodenrolle

20 verfahrbarer Schlitten

21 Tragsäule

22 Fußgelenk

23 Gelenkarm

23a erstes Gelenkarmglied

23b zweites Gelenkarmglied

24 Einhakvorrichtung

25 Anschlag

26 Verdichterrolle

27 Kabine

28 Verriegelungsschieber

29 Leiter