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Patent Searching and Data


Title:
POST FOR A SHAFT SCAFFOLD OF AN ELEVATOR SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/069572
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a post (129) for a shaft scaffold (102) of an elevator system (103), said post comprising at least two supports (236) on its exterior sides which extend approximately parallel to the longitudinal axis of the shaft scaffold (102), to which at least one traverse strut (201) can be connected. The aim of the invention is to produce and design the device, the post and/or the associated connecting elements of the post for a shaft scaffold of an elevator system in such a cost-effective manner that an easy and rapid assembly of a shaft scaffold can be ensured. According to the invention, said aim is achieved by providing, apart from the two supports (236), at least one additional support (236) for the connection of at least one guide element (220).

Inventors:
GEYER, Thomas (Friedhofstrasse 17, Hünstetten, 65510, DE)
Application Number:
EP2009/009074
Publication Date:
June 24, 2010
Filing Date:
December 17, 2009
Export Citation:
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Assignee:
ELT ELECTRONIC LIFT THOMA GMBH (Schöneberger Weg 6-10, Frankfurt, 60488, DE)
GEYER, Thomas (Friedhofstrasse 17, Hünstetten, 65510, DE)
International Classes:
B66B9/00; B66B11/00
Attorney, Agent or Firm:
SARTORIUS, Peter (Elisabethenstr. 18, Edingen-Neckarhausen, 68535, DE)
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Claims:
Electronic Lift Thoma GmbH ELT PT 08088

P 2009 138 DE Patentanwalt Peter Sartorius Vertretercode 112372 14 12.2009

Patentansprüche

1. Schachtgerüst (102) für eine Aufzugsanlage (103), das freistehend und/oder in einem Fahrschacht (100) angeordnet werden kann und zur Aufnahme eines Lastaufnahmemittels (200) dient, das über mindestens eine mit einem Antriebsmotor (126) verbundene, am Schachtgerüst (102) oder im Fahrschacht (100) horizontal gelagerte Antriebswelle (204) mit Hilfe von Tragmitteln, insbesondere einer Zugmitteleinrichtung (208), im Schachtgerüst (102) auf- und abwärts bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest eine Antriebswelle (204) in etwa horizontal zwischen zwei diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen (105) des Schachtgerüsts (102) erstreckt und mit gegenüberliegenden Teilen, insbesondere mit

Längsseiten (109, 111 , 113, 115), des Schachtgerüsts (102) oder Wandteilen des

Fahrschachts (100) mittel- oder unmittelbar verbunden ist und im Bereich seiner beiden Enden je eine Antriebsscheibe (206) aufweist, die mit Hilfe je eines

Tragmittels (208) das Lastaufnahmemittel (200) auf- und abwärts bewegt

2. Schachtgerüst nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Schachtgerüsts (102) und/oder des Lastaufnahmemittels, insbesondere Fahrplattform (200), oval, mehreckfόrmig, vorzugsweise quadratisch ausgebildet ist und die den Enden der Antriebswellen (204) zugeordneten Tragmittel (208) in unmittelbarer Nähe und parallel zu mindestens den die Eckbereiche bildenden vertikal verlaufenden Längsseiten (109, 111 , 113, 115) des Schachtgerüsts (102) verlaufen.

3. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen den sich gegenüberliegenden Eckbereichen (105) des Schachtgerüsts (102) eine Antriebswelle oder zwei koaxial zueinander ausgerichtete Antriebswellen (204) erstrecken, die mit dem Antriebsmotor (126) in Wirkverbindung stehen, oder dass eine jede Antriebswelle mit je einem Antriebsmotor in Wirkverbindung steht. Electronic Lift Thoma GmbH ELT PT 08088

P 2009 138 DE Patentanwalt Peter Sartorius Vertretercode 112372 14.12.2009

4. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (126) eine Abtriebswelle aufweist, deren Rotationsachse (117) in etwa rechtwinklig zu einer Rotationsachse (1 19) der Antriebswelle (204) des Tragmittels, insbesondere Zugmitteleinrichtung (208), angeordnet ist.

5. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lastaufnahmemittel (200) eine Fahrplattform ist, die zumindest zwei im Stirnkantenbereich und/oder im Eckbereich (105) der Fahrplattform (200) aufrechtstehende Seitenelemente (202) aufweist, die an die Tragmittel (208) angeschlossen sind.

6. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragmittel (208) zwischen den Seitenelementen (202) der Fahrplattform (200) und den den Eckbereich (105) bildenden Längsseiten (109, 111 , 113, 115) des Schachtgerüsts (102) angeordnet ist.

7. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmitteleinrichtung (208) nach dem Prinzip eines Flaschenzugs (209) ausgebildet ist und eine oder mehrere Umlenkscheiben (206, 212, 214, 219) aufweist.

8. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Achsen der Umlenkscheiben (206, 212, 214, 219) in etwa auf einer vertikal verlaufenden Ebene untereinander angeordnet sind.

9. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zugmitteleinrichtung (208), insbesondere den Flaschenzug (209), als Electronic Lift Thoma GmbH ELT PT 08088

P 2009 138 DE Patentanwalt Peter Sartorius Vertretercode 112372 14.12.2009

Zugmittel Ketten, Stahlseile oder Zahnriemen verwendet werden können, die mit Hilfe einer Klemm- und/oder Spannvorrichtung gespannt werden.

10. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flaschenzug (209) ein Übersetzungsverhältnis von 1 :1 , 2:1 , 3:1 , 4:1 , 5:1 oder größer aufweist.

11. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lastaufnahmemittel, insbesondere die Fahrplattform (200), mit Hilfe mindestens einer Führung, insbesondere einer am Schachtgerüst (102) angeordneten Führungsschiene (220), im Schachtgerüst (102) geführt ist, wobei die Führung zumindest in einem Eckbereich (105) des Schachtgerüsts (102) und/oder in unmittelbarer Nähe des Tragmittels (208), insbesondere des Flaschenzugs (209), angeordnet ist.

12. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (126) mit der Antriebswelle (204) in einem Schachtkopf (124) des Schachtgerüsts (102) oder in einer Schachtgrube (1 14) angeordnet ist.

13. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechtstehenden Rahmenteile, insbesondere Seitenelemente (202), der Fahrplattform (200) derart im Eckbereich (105) der Fahrplattform (200) angeordnet sind, dass an mindestens vier Seiten eine freie Zugangsöffnung (128) vorhanden ist.

14. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Electronic Lift Thoma GmbH ELT PT 08088

P 2009 138 DE Patentanwalt Peter Sartorius Vertretercode 112372 14.12.2009 dass eine oder mehrere Zugangsöffnungen (128) auf der Fahrplattform (200) mit Hilfe von Kabinenwänden und/oder Türen verschlossen werden können.

15. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schachtgerüst (102) aus mindestens zwei diagonal gegenüberliegenden, vertikal verlaufenden Pfosten (226) besteht, an denen die Tragmittel (208) Führungsschienen (220) und zumindest eine obere und eine untere Umlenkscheibe (206, 219) mittel- oder unmittelbar angeordnet sind.

16. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schachtgerüst (202) und/oder die diagonal gegenüberliegenden, vertikal verlaufenden Pfosten (226) und/oder die Traverse (127) im Eckbereich (105) des Schachtgerüsts (102) mittel- oder unmittelbar an zumindest eine Innenwand (227) des Fahrschachts (100) angeschlossen ist.

17. Schachtgerüst nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (102) direkt und/oder mit Hilfe einer Halterung (230) an den Schachtwänden bzw. an der Innenwand (227) des Fahrschachts (100) befestigt ist.

18. Zugmitteleinrichtung (208) für eine in einem Schachtgerüst (102) einbaubare Aufzugsanlage (103), die freistehend und/oder in einem Fahrschacht (100) angeordnet werden kann und zur Aufnahme eines Lastaufnahmemittels (200) dient, das über mindestens eine mit mindestens einem Antriebsmotor (126) verbundene am Schachtgerüst (102) gelagerte Antriebswelle (204) mit Hilfe von Tragmitteln, insbesondere einer Zugmitteleinrichtung (208), im Schachtgerüst (102) auf- und abwärts bewegt wird dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmitteleinrichtung (208) als Flaschenzug (209), insbesondere Faktorenflaschenzug mit zwei oder mehreren insbesondere mit vier Umlenkscheiben (206, 212, 214, 219), ausgestattet ist, deren Achsen auf einer in Electronic Lift Thoma GmbH ELT PT 08088 ι

P 2009 138 DE Patentanwalt Peter Sartorius Vertretercode 112372 14.12.2009 etwa vertikalverlaufenden Ebene untereinander angeordnet sind, wobei zumindest eine Umlenkscheibe (206) im Fahrschacht oder am Schachtgerüst

(102) oberhalb der Aufzugsanlage (103), eine weitere Umlenkscheibe (219) unterhalb der Aufzugsanlage (103) im Fahrschacht oder am Schachtgerüst (102) und eine oder mehrere, insbesondere zwei Umlenkscheiben (212, 214) am Seitenelement (202) des Lastaufnahmemittels, insbesondere Fahrplattform (200), gelagert sind, wobei eine Verankerung (216) für das Zugmittel des Flachenzugs (209) im Fahrschacht oder am Schachtgerüst (102) oberhalb der Aufzugsanlage

(103) und eine weitere Verankerung (218) für das Zugmittel des Flachenzugs (209) unterhalb der Aufzugsanlage (103) an die Verankerung (216) im Fahrschacht oder am Schachtgerüst (102) angeschlossen ist.

19. Zugmitteleinrichtung (208) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragmittel (208), insbesondere der Zahnriemen, bei allen Umlenkscheiben nur in eine Richtung gebogen ist.

Description:
Pfosten für ein Schachtgerüst einer Aufzugsanlage

Die Erfindung betrifft einen Pfosten für ein Schachtgerüst einer Aufzugsanlage, der an seinen sich in etwa parallel zur Längsachse des Schachtgerüsts erstreckenden Außenseiten mindestens zwei Aufnahmen aufweist, an die zumindest eine Querstrebe angeschlossen werden kann.

Es ist bereits allgemein bekannt, Aufzugsanlagen, insbesondere Plattformaufzüge für Behinderte oder Aufzüge für den Gütertransport, bereit zustellen, die mit einem vorkonfektionierten Schachtgerüst ausgestattet sind.

Dieses Schachtgerüst kann als tragendes oder selbsttragendes Schachtgerüst im Innen- oder im Außenbereich montiert werden. Die tragende Schachtgerüstkonstruktion besteht aus Pfosten und Querriegeln in Form von Gerüstprofilen, insbesondere Stahlhohlprofile. Damit eine zumindest über den Verfahrweg geschlossene Umwehrung entstehen kann, werden Schachtgerüste häufig mit Glas, Fassadenplatten oder ande- rem Material ausgekleidet. Das Schachtgerüst dient - neben der statischen Funktion und der Aufnahme der Schachtverkleidung - auch der Führung des Lastaufnahmemittels. Das Lastaufnahmemittel ist über einen vordefinierten Weg, die sogenannte Förderhöhe, verfahrbar. Das Lastaufnahmemittel kann eine Aufzugskabine oder auch nur eine Aufzugsplattform sein.

Zu den wesentlichen Komponenten der Führung des Lastaufnahmemittels gehören die Führungsschienen, die im Bereich zwischen dem Lastaufnahmemittel und der inneren Begrenzung des Schachtes - im konkreten Fall am Schachtgerüst - befestigt sind. Es wird mindestens eine Führungsschiene, im Normalfall jedoch zwei, zur Füh- rung des Lastaufnahmemittels benötigt. Als Führungsschienen werden Stahlschienen in Form von T-Profilen verwendet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Pfosten und/oder die zugehörigen Anschlusselemente des Pfostens für ein Schachtgerüst einer Aufzugsanlage derart kos- tengünstig herzustellen und auszubilden, dass eine leichte, schnelle Montage eines Schachtgerüsts möglich ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass neben den beiden Aufnah- men mindestens eine weitere Aufnahme zum Anschluss mindestens eines Führungselements vorgesehen ist. Hierdurch wird auf einfache und kostengünstige Weise ein Pfosten für ein Schachtgerüst geschaffen, das vor Ort freistehend oder in einem Fahrschacht problemlos und sehr schnell montiert werden kann.

Die vorteilhaft ausgebildeten Pfosten ermöglichen mit den entsprechenden dazu passenden Querriegeln eine allseits linienförmig angeordnete Schachtverkleidung.

Nach einem anderen Merkmal der Erfindung können zur Befestigung der Schachtverkleidung in vorteilhafter Weise auch Querträger bzw. Querriegel zur Befestigung der Schachtverkleidung eingesetzt werden. Hierdurch lassen sich ohne weiteres Verkleidungselemente, wie z. B. Glasscheiben in Verbindung mit den vorteilhaft ausgestalteten Dichtungen auf einfache Weise in ein Schachtgerüst einbauen.

In vorteilhafter Weise ist der Querschnitt bzw. der Grundriss des Schachtgerüsts quadratisch ausgebildet. Der Grundriss kann aber auch oval, rund oder mehreckför- mig ausgebildet sein, wobei es die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Pfostens ermöglicht, jeweils die gegenüberliegend angeordneten Pfosten diagonal über die Traverse und die dazu querverlaufende Antriebswelle ohne weiteres miteinander zu verbinden. Weist beispielsweise das Schachtgerüst vier Pfosten auf, so können die Antriebswelle des Lastaufnahmemittels und die Traverse rechtwinklig zueinander angeordnet sein.

Hierzu ist es vorteilhaft, dass zwischen den beiden Aufnahmen die weitere Aufnahme zum Anschluss mindestens des einen Führungselements vorgesehen ist oder die am Pfosten vorgesehene mittlere Aufnahme als Führungsnut ausgebildet ist und dass eine oder mehrere als Aufnahmen ausgebildeten Nuten an einer Wand des Pfostens nach außen vorspringen oder auf der Wand aufgesetzt oder angeformt und/oder innerhalb des hohlförmig ausgebildeten Profils des Pfostens vorgesehen sind. Hier- durch kann Gewicht eingespart und das Schachtgerüst kostengünstiger hergestellt werden.

Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, dass zu- mindest in die zwischen den beiden als Aufnahmen ausgebildeten Nuten vorgesehene, an den Wänden des Pfostens angeschlossene mittlere Nut das Führungselement eingelassen ist, das mit einer an der Aufzugsanlage und/oder an der an einem Tragrahmen oder Seitenelement des Lastaufnahmemittels, insbesondere Fahrplattform, vorgesehenen Führung zusammenwirkt.

Ferner ist es vorteilhaft, dass der Querschnitt des Profils des Pfostens rund, oval, mehreckförmig, insbesondere rechteckförmig, ausgebildet ist und an der Wand oder den zwei Seiten, insbesondere den rechtwinklig zusammenlaufenden Seiten des Pfostens die beiden Aufnahmen vorgesehen sind, die zum Anschluss einer Querstre- be und/oder zum Anschluss von Schachtverkleidungen des Schachtgerüsts dienen.

Vorteilhaft ist es auch, dass alle Nuten nach einer Seite hin geöffnet sind und die mittlere, zwischen den beiden außen liegenden Nuten vorgesehene Nut zur Aufnahme der Führungsschiene dient, die von außen zugänglich ist. Hierdurch wird die Montage des Schachtgerüsts ebenfalls erleichtert.

Vorteilhaft ist es, dass die Führungsschiene mit dem Pfosten einstückig verbunden ist bzw. eine bauliche Einheit bildet.

Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, dass in eine oder mehrere Nuten Nutensteine und/oder Klemmstücke eingesetzt sind, die mit Hilfe von Befestigungselementen, insbesondere Schraubenbolzen, festgesetzt werden können und zum Anschluss der Querstreben oder Riegel dienen.

Auch ist es vorteilhaft, dass auf dem Pfosten und/oder der Querstrebe oder dem Riegel zum Anschluss von Wandteilen des Schachtgerüsts und/oder Klemmteilen und/oder Dichtungselementen mindestens eine weitere Aufnahme, insbesondere Nut, vorgesehen ist, die an der Seitenwand des Pfostens und/oder der Querstrebe oder des Riegels angeordnet ist und zur Aufnahme von Klemmteilen und/oder Wandteilen des Schachtgerüsts dient.

Ferner ist es vorteilhaft, dass eine weitere Aufnahme, insbesondere Nut, mit Hilfe von zwei parallel verlaufenden, an der Wand des Pfostens und/oder an der Wand der Querstrebe oder des Riegels aufrechtstehenden Seitenelementen gebildet ist, in die zumindest ein Klemmteil, eingesetzt ist und dass neben der weiteren Aufnahme, insbesondere Nut, eine zusätzliche Aufnahme zum Anschluss des Wandteils und/oder mindestens ein Dichtungselement, insbesondere Trockendichtung des Schachtge- rüsts, und/oder zum Anschluss eines Anschlussstücks für die Querstrebe oder den Riegel vorgesehen ist.

Vorteilhaft ist es auch, dass die zusätzliche Aufnahme auf dem Pfosten und/oder auf der Querstrebe oder dem Riegel durch ein Seitenelement der weiteren Aufnahme und einem am Pfosten und/oder auf der Querstrebe oder dem Riegel angeordneten, aufrecht stehenden Wandteil gebildet wird.

Ferner ist es vorteilhaft, dass das Anschlussstück zum Anschluss der Querstrebe oder des Riegels an seinem einen Ende einen Vorsprung aufweist, der passgenau in die zusätzliche Aufnahme eingesetzt und mit Hilfe des Klemmstücks, insbesondere Nutenstein, und/oder Schraubenbolzen am Pfosten befestigt ist.

Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet: a) der Pfosten weist zumindest zwei in einem annähernd rechten Winkel angeordnete Wände auf, b) die Wände verlaufen parallel zu einer Längsmittelachse des Pfostens und/oder des Schachtgerüsts, c) an den beiden in einem Winkel zwischen 450° und 145°oder in einem annähernd rechten Winkel verlaufenden Wänden ist je eine Aufnahme vorgesehen, die zum Anschluss der Querstreben und/oder zum Anschluss der Schachtverkleidungeπ des Schachtgerüsts dient, d) eine dritte Aufnahme zum Anschluss der Führung oder die Führung ist mittig ausgerichtet und zwischen den beiden äußeren Aufnahmen vorgesehen, e) eine Längsmittelachse der mittleren Aufnahme ist derart ausgerichtet, dass bei dem Schachtgerüst diagonal gegenüber ein weiterer Pfosten platziert werden kann, wobei die gegenüberliegenden Aufnahmen zum mittel- oder unmittelbaren Anschluss einer Antriebswelle und/oder einer Traverse dienen.

Vorteilhaft ist es ferner, dass die Pfosten des Schachtgerüsts mit Hilfe der Querstreben oder Riegel miteinander verbunden sind und der Pfosten aus einem strangge- pressten Aluminiumhohlprofil gefertigt ist.

Ferner ist es vorteilhaft, dass die Führungsschiene aus Stahl besteht, während des Strangpressvorgangs in die erste oder mittlere Nut eingefügt wird und eine baulich feste Einheit mit dem Pfosten bildet.

Auch ist es von Vorteil, dass die Führungsschiene in die erste Nut eingeklebt ist und zumindest die beiden äußeren Nuten einen annähernd gleichen Querschnitt aufweisen.

Das erfindungsgemäße Schachtgerüst besteht unter anderem aus zwei, insbesondere aus vier, Pfosten und den Querträgern bzw. Riegeln. Diese sind derart ausgebildet und miteinander verbunden, dass in einem oberen Bereich bzw. einer oberen Sektion die Antriebwelle zum Antrieb der Aufzugsanlage die Traverse zur Aufnahme des Antriebsmotors rechtwinkelig kreuzt, sodass sich auch dadurch ein sehr stabiles, verwin- dungssteifes Schachtgerüst ergibt, in das die höhenbewegliche Aufzugsplattform integriert ist, die insbesondere für Personen aber auch für Lasten eingesetzt werden kann.

In vorteilhafter Weise sind die Pfosten bzw. Gerüstpfosten und Riegel für das erfin- dungsgemäße Schachtgerüst aus stranggepressten Aluminiumhohlprofilen gebildet. Es ist jedoch auch möglich, Pfosten bzw. Gerüstpfosten und Riegel aus Vollprofilen herzustellen. In vorteilhafter Weise werden stranggepresste Hohlprofile eingesetzt, somit kann das Schachtgerüst kostengünstiger hergestellt werden. Das Strangpress- verfahren ermöglicht es, unterschiedliche, auch komplizierte Bauformen für die Pfosten zu wählen und sich sehr schnell auf individuelle Kundenwünsche einzustellen. Das erfindungsgemäße Profil des Pfostens ist dazu besonders geeignet. Im Pfosten können ohne weiteres die gewünschte Anzahl von Nuten eingearbeitet werden, die den Anschluss von Führungselementen bzw. Führungsschienen, Querträgern bzw. Riegel und Schachtverkleidungen ermöglichen.

Durch die vorteilhaft ausgestalteten Profile der Pfosten kann das Gewicht der Pfosten stark reduziert und außerdem die Stabilität bzw. Verwindungssteifigkeit des Schacht- gerüsts wesentlich erhöht werden, da nach dem Stangenpressen am Profil des Pfostens keine Nacharbeiten z. B. bei auftretender Kerbwirkung und damit Schwächung des Pfostens erforderlich sind.

Durch die vorteilhafte Materialauswahl der Bauteile wird auch die Korrosionsbestän- digkeit wesentlich verbessert.

Die Führungsschienen und Pfosten können in verschiedenen Standardlängen gefertigt werden und daher für unterschiedlich hohe Schachtgerüste eingesetzt werden. Sie können aus bearbeitetem Flachstahl oder aus unlegiertem Baustahl in Längen zwi- sehen 3 bis 13 m bestehen und in einer Nennbreite von ca. 100 mm und einer Nenndicke von ca. 10 mm ausgeführt sein.

Vorteilhaft ist ein Pfosten für ein Schachtgerüst einer Aufzugsanlage, der an seinen sich in etwa parallel zur Längsachse des Schachtgerüsts erstreckenden Außenseiten mindestens zwei Aufnahmen aufweist, an die zumindest eine Querstrebe angeschlossen werden kann; wobei mindestens ein Führungselement am Pfosten vorgesehen ist, das in einer am Pfosten vorgesehenen Aufnahme aufgenommen ist, der zumindest eine weitere Aufnahme zugeordnet ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es vorteilhaft, dass zumindest die beiden äußeren Nuten einen annähernd gleichen Querschnitt aufweisen, wodurch die Pfosten vielseitig eingesetzt werden können. Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht des oberen Teils des Schachtgerüsts für eine Aufzugsanlage, das freistehend und/oder in einem Fahrschacht angeordnet werden kann;

Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung des Schachtgerüsts;

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Seilzugeinrichtung, die in das Schachtgerüst gemäß Fig. 1 eingebaut werden kann;

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Fahrplattform mit gegenüberliegend angeordneten Seitenteilen;

Fig. 5 eine Ansicht des Schachtgerüsts mit Antriebsvorrichtung in der Ansicht von oben gemäß Fig. 1 ;

Fig. 6 bis Fig. 11 eine Schnittdarstellung des Pfostens mit den zugehörigen Anbauteilen sowie einzelne Montageschritte zum Anschluss der Querstrebe oder des Riegels und der Wandteile der Aufzugsanlage;

Fig. 12 eine Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Pfostens mit einstückig angesetzter Führungsschiene;

Fig. 13 eine Schnittdarstellung eines montierten Querträgers bzw. Riegels und des Pfostens und eines Teils der Wandauskleidung für das Schachtgerüst;

Fig. 14 und Fig. 15 die Einbauphasen der Wände für das Schachtgerüst 102.

In der Zeichnung ist gemäß Fig. 1 und 2 ein Schachtgerüst 102 für eine Aufzugsanla- ge 103 dargestellt, das freistehend oder in einem Fahrschacht 100 angeordnet werden kann. Im Fahrschacht 100 kann das Schachtgerüst 102 freistehend angeordnet werden oder sich mit Hilfe von Verbindungselementen an in der Zeichnung nicht darstellten Seitenwänden des Fahrschachts 100 abstützen.

Gemäß Fig. 2 stützt sich eine Stockwerksdecke 116 auf einer unteren Sektion 104 des Schachtgerüstes 102 ab. Hierzu befindet sich in der Stockwerksdecke 116 eine Öffnung 118, durch die das Lastaufnahmemittel, insbesondere eine Fahrplattform 200 (Fig. 4) mit Hilfe von Tragmitteln 208 (Fig. 4) vertikal auf- und abwärts bewegt wird. Die untere Sektion 104 des Schachtgerüstes 102 steht mit Hilfe von Stellfüßen in ei- ner Schachtgrube 114.

Eine obere Sektion 106 des Schachtgerüsts 102 befindet sich oberhalb der Stockwerksdecke 116 und ist als Schachtkopf 124 bezeichnet. In diesem Abschnitt nach dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Antriebsanordnung mit einem An- triebsmotor 126 und einem Getriebe, insbesondere Schneckengetriebe 125, dargestellt. Der Antriebsmotor 126 mit einer Antriebswelle 204 kann im Schachtkopf 124 des Schachtgerüsts 102 oder in der Schachtgrube 114 angeordnet sein.

Die obere Sektion 106 des Aufzugsschachtgerüstes 102 ist auf der Stockwerksdecke 116 angeordnet. Auf diese Weise kann das Schachtgerüst 102 von Etage zu Etage oder, bei entsprechend großer Öffnung, als durchgehende Konstruktion angeordnet werden. Eine gesamte Schachtgerüsthöhe 120 kann mehrere Geschosse überspannen, wobei eine Förderhöhe 122 auch mehr als drei Meter betragen kann.

Gemäß Fig. 1 ist in dem Schachtgerüst 102 das Lastaufnahmemittel, insbesondere die Fahrplattform 200, höhenbeweglich angeordnet. Der Querschnitt des Schachtgerüsts 102 und/oder des Lastaufnahmemittels, insbesondere der Fahrplattform 200, ist rund, oval oder mehreckförmig, vorzugsweise quadratisch ausgebildet. Das Lastaufnahmemittel 200 bzw. die im Ausführungsbeispiel quadratisch ausgebildete Fahrplattform weist zumindest im Stirnkantenbereich und/oder in einem Eckbereich 105 der Fahrplattform 200 zwei diagonal gegenüberliegende aufrechtstehende Seitenelemente 202 auf, die an die Tragmittel 208 angeschlossen sind. Das Tragmittel 208 kann eine Seilzuganordnung oder eine nach dem Prinzip eines Flaschenzugs 209 arbeitende Seilzuganordnung sein.

Mit Hilfe des Flaschenzugs 209 kann der Betrag der aufzubringenden Kraft, z. B. zum Bewegen der Aufzugslast, verringert werden. Der Flaschenzug besteht aus festen und/oder losen Umlenkscheiben bzw. Rollen und einem Zugmittel bzw. einem Seil. Der Zahnriemenzug verfolgt das selbe Prinzip, nur dass hier anstelle eines Seils ein Zahnriemen verwendet wird. Bei dem hier eingesetzten Seilzug bzw. Flaschenzug 209 werden erfindungsgemäß zwei feststehende Verankerungen 216 und 218 verwendet. Für die Zugkraft entscheidend ist aber immer die Anzahl der tragenden Seile, auf die sich die Last verteilt. In der abgebildeten Grundform des Flaschenzugs ist die Spannung σ an jeder Stelle des Seils gleich. Die Gewichtskraft F L der Masse wird daher gleichmäßig auf alle /7-Verbindungen zwischen den unteren und den oberen Rollen sowie den tragenden Seilen verteilt. Die Zugkraft am Ende des Seils ist proportional zur Spannung im Seil und somit gilt: F z = F/n = mg/n.

Der erfindungsgemäße Flaschenzug 209 kann ein Übersetzungsverhältnis von 1 :1 , 2:1 , 3:1 , 4:1, 5:1 oder größer aufweisen. Auf diese Weise kann unter anderem auf ein Gegengewicht verzichtet werden.

Die beiden diagonal gegenüberliegenden Seitenelemente 202 sind an ihrem oberen Ende über einen oberen Querträger 203 miteinander verbunden. Außer den beiden diagonal gegenüberliegenden Seitenelementen 202 weist das Lastaufnahmemittel, insbesondere die Fahrplattform 200, keine weiteren Seitenteile auf. Auf diese Weise erhält man vier freie Zugangsöffnungen 128, die auch mit Hilfe einer Tür 123 verschlossen werden können. Nach einer anderen Ausführungsform gemäß Fig. 6 kann die Fahrplattform neben den beiden Seitenelementen 202 zusätzliche z. B. aus Glas, Metall oder aus einem Kunststoffmaterial gebildete Seitenwände aufweisen. Die Zugmitteleinrichtung 208 arbeitet nach dem Prinzip eines Flaschenzugs und wird deshalb nachstehend als Flaschenzug 209 bezeichnet. Er weist eine oder mehrere Umlenkscheiben 206, 212, 214, 219 auf.

Das Lastaufnahmemittel, insbesondere die Fahrplattform 200, ist mit Hilfe mindestens einer Führung, insbesondere einer am Schachtgerüst 102 angeordneten Führungsschiene 220 (Fig. 3), im Schachtgerüst 102 vertikal geführt. Die Führung ist zumindest im Eckbereich 105 (Fig. 5) des Schachtgerüsts 102 und/oder in unmittelbarer Nähe des Tragmittels 208, insbesondere des Flaschenzugs 209, angeordnet.

Die beiderseits der Fahrplattform 200 angeordneten Tragmittel 208 laufen von der im Schachtkopf 124 vorgesehenen, an der Wand des Fahrschachts 100 oder am Schachtgerüst 102 angeschlossenen Endaufhängung oder Verankerung 216 über die Umlenkscheibe 212 zur Antriebsscheibe 206 und von dort weiter über die in der Schachtgrube 114 befindlichen oder an der Wand des Fahrschachts 100 oder am Schachtgerüst 102 mit Hilfe der Verankerung 218 fest angeschlossenen Umlenkscheibe 219. Von dort verläuft das Tragmittel 208 weiter über die am Seitenelement bzw. Tragrahmen 202 angeordnete Umlenkscheibe 214 zur Endaufhängung oder Verankerung 218, die entweder am Schachtgerüst 102 oder in der Schachtgrube 114 befestigt ist.

Der Tragrahmen 202 ist dazu mit sich in Vertikalrichtung erstreckenden, Vertiefungen aufweisenden Führungen 222 ausgestattet, die auf der am Tragrahmen 202 oder am Seitenelement 202 angeordneten Führungsschiene 220 (Fig. 3) geführt sind. Bei Bruch des Tragmittels 208 oder der Antriebsachse wird automatisch eine Notbremsvorrichtung 224 aktiviert, die am Tragrahmen 202 fest angeordnet ist (Fig. 3).

Wie aus Fig. 1 und 5 hervorgeht, ist der Antriebsmotor 126 auf einer Traverse 127 angeordnet, die sich im oberen Schachtkopf 124 befindet. Die Traverse 127 ist zwischen den beiden diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen 105 des Schachtgerüsts 102 angeordnet und mit diesem verbunden. Es ist jedoch auch möglich, die Traverse 127 mit den Eckbereichen 105 der Wandelemente des Fahrschachts 100 fest zu verbinden. An den Antriebsmotor 126 ist mit Hilfe des Schneckengetriebes 125 eine oder auch zwei horizontal verlaufende Antriebswellen 204 angeschlossen. Zwischen den sich gegenüberliegenden Eckbereichen 105 des Schachtgerüsts 102 können sich eine oder zwei koaxial zueinander ausgerichtete Antriebswellen 204 erstre- cken, die mit dem Antriebsmotor 126 in Wirkverbindung stehen. Ferner ist es möglich, dass jede Antriebswelle mit je einem Antriebsmotor in Wirkverbindung steht. Auch kann der Antriebsmotor in jedem anderen Winkel zur Antriebsachse bzw. den Antriebsachsen oder in Entfernung zur Antriebsachse angeordnet sein.

Die Traverse 127 und die Antriebswelle 204 kreuzen einander rechtwinklig und erstrecken sich damit jeweils in die sich gegenüberliegenden Eckbereiche 105. Sie sind, wie bereits erwähnt, am Schachtgerüst 102 oder an einer Wand des Fahrschachts 100 fest angeschlossen bzw. dort gelagert. Durch den Anschluss der Traverse 127 und der Antriebswelle 204 am Schachtgerüst 102 wird die Verwindungssteifigkeit des Schachtgerüsts 102 wesentlich verbessert.

Der Antriebsmotor 126 weist eine Abtriebswelle auf, deren Rotationsachse 117 in etwa rechtwinklig zu einer Rotationsachse 119 der Antriebswelle 204 des Tragmittels, insbesondere Zugmitteleinrichtung 208, angeordnet ist.

Das Schachtgerüst 102 besteht aus vier rechtwinklig zueinander ausgerichteten, vertikal verlaufenden Längsseiten 109, 111 , 113 und 115. Jede Längsseite 109, 111 , 113 und 115 besteht aus einem rechteckförmigen Rahmen mit Pfosten bzw. Längsstreben 129, die über mehrere Querstreben bzw. Riegel 201 fest miteinander verbunden sein können. Die mittlere Querstrebe 201 kann je nach Ausführungsform entfallen, sodass jede Längsseite 109, 111, 113 und 115 auch eine freie Zugangsöffnung 128 zum Lastaufnahmemittel, insbesondere zu der Fahrplattform, aufweist.

Die den Enden der Antriebswellen 204 zugeordneten Tragmittel 208 verlaufen in un- mittelbarer Nähe und parallel zu den die Eckbereiche bildenden vertikal verlaufenden Längsseiten 109, 111, 113, 115 des Schachtgerüsts 102 und/oder zu einer Längsmittelachse 107. Ferner ist je ein Tragmittel 208 in den beiden diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen 105 platzsparend angeordnet. Die Tragmittel 208 sind jeweils zwischen einem Seitenelement 202 der Fahrplattform 200 und den in etwa dreieckförmig ausgebildeten Eckbereich 105 bildenden Längsseiten 109, 111, 113, 115 des Schachtge- rüsts 102 oder den Wänden des Fahrschachts 100 vorgesehen.

In den Fig. 6 bis 15 sind die Pfosten 129 sowie die Querstrebe oder der Riegel 201 für das Schachtgerüst 102 der Aufzugsanlage 103 im Detail dargestellt.

Der Pfosten 129 weist zu seiner Längsmittelachse 240 und zur Längsmittelachse 107 des Schachtgerüsts 102 sich parallel erstreckende Außenseiten bzw. Wände 205 und mindestens zwei äußere Aufnahmen 236 auf, an die zumindest eine Querstrebe 201 angeschlossen werden kann.

Der Querschnitt des Profils des Pfostens 129 kann rund, oval, mehreckförmig, recht- eckförmig insbesondere quadratisch, ausgebildet sein und an seinen zwei rechtwinklig zusammenlaufenden Seiten bzw. Wänden 205 können die beiden äußeren Aufnahmen 236 vorgesehen sein, die, wie erwähnt, zum Anschluss der Querstrebe 201 (Fig. 6 bis 9) dienen

Die beiden Wände 205 des Pfostens 129 verlaufen in einem annähernd rechten oder auch in einem Winkel α zwischen 54° und 145°.

Neben den beiden Aufnahmen 236 ist mindestens eine weitere Aufnahme 232 zum Anschluss eines Führungselements 220 vorgesehen. Das Führungselement 220 ist mittig zwischen den beiden Querstreben oder Riegeln 201 an die beiden in einem annähernd rechten Winkel α verlaufenden Wände 205 angeschlossen. Das Führungselement 220 wirkt mit einer an der Aufzugsanlage 103 und/oder an der am Tragrahmen oder Seitenelement 202 des Lastaufnahmemittels, insbesondere Fahrplatt- form 200, vorgesehenen Führung 222 zusammen (Fig. 3). Gemäß Fig. 12 kann die Führungsschiene 220 mit dem Pfosten 129 einstückig verbunden oder als ein Bauteil hergestellt sein. Zumindest weisen die beiden äußeren Nuten 236 einen annähernd gleichen Querschnitt auf.

Eine oder mehrere als Aufnahmen ausgebildete Nuten 232, 236, 238 können an der Wand 205 des Pfostens 129 nach außen vorspringen d. h. auch aufgesetzt sein und/oder innerhalb des hohlförmig ausgebildeten Profils des Pfostens 129 vorgesehen werden. Alle Aufnahmen 232, 236, 238 können auch als T-Nut ausgebildet sein.

Alle Nuten 232, 235, 236, 238 und 502 sind nach einer Seite hin geöffnet, wobei die zwischen den beiden außen liegenden Nuten 236 vorgesehene Nut 232, wie bereits erwähnt, zur Aufnahme der Führungsschiene 220 dient, die von außen zugänglich ist.

Wie aus den Figuren 6 bis 8 hervorgeht, sind in eine oder mehrere Nuten 235 Nuten- steine und/oder Klemmstücke 303 eingesetzt, die mit Hilfe von Befestigungselementen, insbesondere Schraubenbolzen 302, festgesetzt werden können und zum An- schluss der Querstreben oder Riegel 201 dienen.

Die weiteren Aufnahmen, insbesondere Nuten 238, 502, (Fig. 8 und Fig. 13) sind mit Hilfe von einem an der Wand 205 des Pfostens 129 und/oder an der Wand der Querstrebe oder des Riegels 201 aufrechtstehenden Seitenelement 233 und einer parallel verlaufenden Wand bzw. einer Anschlagkante 403 gebildet.

Gemäß Fig. 8 und 13 kann ein Anschlussstück 301 zum Anschluss für die Querstrebe oder den Riegel 201 an die am Pfosten 129 vorgesehene Nut 236 angesetzt werden. Das Anschlussstück 301 (Fig. 13) ist an der Nut 236 mit Hilfe des in der Nut 236 vorgesehenen Klemmstücks bzw. Nutensteins 303 und einem Schraubenbolzen 302 lösbar befestigt.

Das Anschlussstück 301 (Fig. 8) weist zum Anschluss der Querstrebe oder des Riegels 201 an seinem einen Ende einen Vorsprung 239 auf, der passgenau in die zusätzliche Aufnahme 235 eingesetzt und mit Hilfe des Klemmstücks, insbesondere Nutenstein 303, und/oder des Schraubenbolzens 302 am Pfosten 129 gesichert ist. Wie aus Fig. 13 ferner hervorgeht, sind an den beiden gegenüberliegenden Wänden 205 der Querstrebe oder des Riegels 201 die Aufnahmen bzw. die Klemmnut 502 und die zusätzliche Nut 235 vorgesehen. Hierdurch kann ein Wandteil bzw. die Schachtverkleidung 401 sowie zwei Dichtungen 402, 405 sowie ein Klemmteil 404 in die Nuten 235 und 502 eingesetzt und festgeklemmt werden.

Aus Fig. 13 geht ferner hervor, dass das Klemmteil 404 in die zusätzliche Aufnahme 502 eingesetzt wird und dann gegen die auf dem Wandteil 401 aufgebrachte Dich- tung 405 drückt, die gegen eine Seite des Wandteils 401 anliegt, während die zweite Dichtung 402 zwischen der anderen Seite des Wandteils 401 und dem Wandteil 403 vorgesehen ist und dort die Abdichtfunktion erfüllt.

Die zusätzliche Aufnahme 235 (Fig. 8) auf dem Pfosten 129 und der Querstrebe oder dem Riegel 201 wird durch ein Seitenelement 233 und ein aufrecht stehendes Wandteil 401 gebildet.

Das Anschlussstück 301 (Fig. 8, 10, 13) wird mit Hilfe des Schraubenbolzens 302 und des Nutensteins 303 gegen den Pfosten 129 geklemmt. Danach wird die Querstre- be oder der Riegel 201 auf das Anschlussstück 301 geschoben und mit Hilfe eines Schraubenbolzens 305 (Fig. 13) befestigt, der hierzu in eine in das Anschlusstück 301 vorgesehene Gewindebohrung geschraubt wird.

Eine weitere Aufnahme 238 (Fig. 14) ist auf dem Pfosten 129 angeordnet und durch die Seitenelemente 233 gebildet. Daneben befindet sich eine Aufnahme 503, die aus einem Seitenelement 233 und einem auf dem Pfosten 129 vorgesehenen Wandteil 403 besteht. In die Aufnahme 238 wird das Klemmteil 404 und in die Aufnahme 503 das Wandteil 401 mit den Dichtelementen 402 und 405 dichtend eingesetzt.

Die Pfosten 129 und die Querstrebe oder der Riegel 201 können aus einem strangge- pressten Aluminiumhohlprofil gefertigt sein. Die Führungsschiene 220 kann aus Stahl gebildet sein. Diese wird in die Nut (Fig. 6) eingelegt und mit Hilfe eines Schraubenbolzens 231 und eine Mutter fixiert. Nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 12 kann das Führungselement, insbesondere die Führungsschiene 220, mit dem Pfosten (129) eine baulich feste Einheit bilden.

Eine Längsmittelachse 241 (Fig. 8) der mittleren Aufnahme 232 ist derart ausgerichtet, dass bei dem Schachtgerüst 102 diagonal gegenüber ein weiterer Pfosten 129 platziert werden kann, wobei die gegenüberliegenden Aufnahmen 232 zum mittel- oder unmittelbaren Anschluss der Antriebswelle 204 und/oder der Traverse 127 die- nen.

Bezu gsze ic he n I iste

100 Fahrschacht

102 Schachtgerüst

103 Aufzugsanlage

104 untere Sektion

105 Eckbereich

106 obere Sektion

107 Längsmittelachse

109 Längsseite

11 1 Längsseite

113 Längsseite

114 Schachtgrube

115 Längsseite

116 Stockwerksdecke

117 Rotationsachse des Antriebsmotors

118 Öffnung

119 Rotationsachse der Antriebswelle

120 Schachtgerüsthöhe

122 Förderhöhe

123 Tür

124 Schachtkopf

125 Getriebe, Schneckengetriebe

126 Antriebsmotor

127 Traverse

128 Zugangsöffnung

129 Pfosten, Längsstrebe

200 Lastaufnahmemittel, Fahrplattform

201 Querstrebe, Riegel

202 Tragrahmen, Seitenelement

203 Querträger

204 Antriebswelle 205 Wand, Seitenwand des Pfostens 129

206 Umlenkscheibe, Antriebsscheibe

208 Tragmittel, insbesondere Zugmitteleinrichtung, vorzugsweise Seilzugeinrichtung für einen Flaschenzug 209, insbesondere Faktorenflaschenzug

209 Flaschenzug

212 Umlenkscheibe

214 Umlenkscheibe

216 Verankerung, obere Endaufhängung

218 Verankerung, untere Endaufhängung

219 Umlenkscheibe

220 Führungselement, Führungsschiene am Schachtgerüst 102

222 Führung am Fahrrahmen, Pfosten

224 Notbremsvorrichtung

231 Schraube, Schraubenbolzen

232 Aufnahme, Führungsnut

233 Seitenelement

235 zusätzliche Aufnahme für 301 , Nut

236 Aufnahme für Riegel, Führungsnut, äußere Nut

238 weitere Aufnahme, Führungsnut, Klemmnut

239 Vorsprung

240 Längsmittelachse

241 Längsmittelachse

301 Anschlussstück

302 Schraubenbolzen

303 Klemmstück, Nutenstein

305 Schraubenbolzen

401 Wandteil, Schachtverkleidung

402 Dichtungselement, Trockendichtung

404 Klemmteil

403 Wand bzw. Anschlagkante

405 Dichtungselement, Trockendichtung

502 Nut 503 Aufnahme α Winkel