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Title:
POWDERY SUBSTANCE, PORTION PACKAGING, SYSTEM AND METHOD FOR PREPARING A BEVERAGE, AND METHOD FOR PRODUCING THE POWDERY SUBSTANCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/016243
Kind Code:
A1
Abstract:
The powdery substance (1) according to the invention is composed substantially of ground and roasted coffee and comprises a fine fraction having a particle size less than 100 µm. The proportion of fine fraction is less than 11%, preferably less than 5% to 7%, and especially preferably less than 3%.

Inventors:
GUGERLI, Raphael (Alte Landstrasse 12, Kilchberg, CH-8802, CH)
ZWICKY, Katharina (Im Heugarten 19, Mönchaltorf, CH-8617, CH)
Application Number:
EP2013/065405
Publication Date:
January 30, 2014
Filing Date:
July 22, 2013
Export Citation:
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Assignee:
DELICA AG (Hafenstrasse 120, Birsfelden, CH-4127, CH)
International Classes:
A23F5/12; B65D85/804
Domestic Patent References:
WO2006121520A22006-11-16
WO2004034797A12004-04-29
WO2011073310A22011-06-23
Foreign References:
EP0844195B12001-10-24
EP1882431A12008-01-30
EP1882432A12008-01-30
EP0844195B12001-10-24
Other References:
LUEGER: "Lexikon der Technik, Taschenbuchausgabe Rowohlt", vol. 2, VERFAHRENSTECHNIK, pages: 364
Attorney, Agent or Firm:
MÜLLER, Christoph et al. (Friedtalweg 5, Wil, CH-9500, CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Pulverförmige Substanz (1) bestehend im Wesentlichen aus

gemahlenem und geröstetem Kaffee, umfassend eine Feinfraktion mit einer Teilchengrösse von kleiner 100 μιτι, dadurch

gekennzeichnet, dass der Anteil an Feinfraktion weniger als 11%, bevorzugt weniger als 5% bis 7% und besonders bevorzugt weniger als 3% der Teilchen bezogen auf die

Gesamtteilchenzahl beträgt.

2. Pulverförmige Substanz (1) gemäss Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass ein Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz (1) zumindest 310 g/L und bevorzugt zumindest 350 g/L beträgt.

3. Pulverförmige Substanz (1) gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Median d50 der Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz (1) im Bereich von 300 μιη bis 500 μιη liegt .

4. Verpackung enthaltend eine pulverförmige Substanz (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3.

5. Verpackung gemäss Anspruch 4 in Form einer Portionsverpackung (3) , insbesondere Kapsel, für eine Extraktion unter Druck zur Zubereitung eines Getränks.

6. Verfahren zur Zubereitung eines Getränks, insbesondere eines Kaffeegetränks, umfassend den Schritt des Zuführens eines flüssigen Mediums, insbesondere von erhitztem Wasser, durch eine Substanz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere in eine Portionsverpackung (3) gemäss Anspruch 5,

anschliessendem Extrahieren der pulverförmigen Substanz (1) und Abführen des Getränks, insbesondere in ein Trinkgefäss.

7. System (15) umfassend eine Portionsverpackung (3) gemäss

Anspruch 5 und eine Getränkeherstellungsvorrichtung (4), wobei die Getränkeherstellungsvorrichtung (4) eine

Aufnahmekammer (5) aufweist, in der die Portionsverpackung (3) aufnehmbar ist, wobei die Aufnahmekammer (5) wenigstens eine Eintrittsöffnung (6) und wenigstens eine

Austrittsöffnung (7) aufweist und ein flüssiges Medium, insbesondere Wasser, durch die Portionsverpackung (3)

durchleitbar ist zur Extrahierung der pulverförmigen Substanz (1) zur Herstellung eines Getränks.

8. Verfahren zur Herstellung einer pulverförmigen Substanz (1), insbesondere gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, umfassend die folgenden Schritte:

- Bereitstellen eines Mahlprodukts (2) bestehend im

Wesentlichen aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, wobei das Mahlprodukt (2) eine Feinfraktion mit einer Teilchengrösse von kleiner 100 μιη umfasst, und wobei das Mahlprodukt (2) einen Anteil an Feinfraktion von mehr als 5% und insbesondere mehr als 8% enthält,

- Verarbeiten, insbesondere Kompaktieren des Mahlprodukts (2) in einer Verarbeitungseinrichtung, insbesondere in einer Kompaktiereinrichtung zu einer pulverförmigen Substanz (1) mit einem Anteil an Feinfraktion von weniger als 11 %, bevorzugt weniger als 5 % und besonders bevorzugt weniger als 3% der Teilchen bezogen auf die Gesamtteilchenzahl .

9. Verfahren gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz (1) höher ist als ein Schüttgewicht des Mahlprodukts (2), wobei insbesondere der Median d50 der Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz (1) im Wesentlichen dem Median d50 der Teilchengrösse des Mahlprodukts (2) entspricht.

10. Verfahren gemäss Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verarbeiten des Mahlprodukts (2) eine Kompaktierung in einer Kompaktiereinrichtung (8) ist, wobei insbesondere die Kompaktierung im Wesentlichen verlustfrei durchgeführt wird .

11. Verfahren gemäss Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kompaktieren des Mahlprodukts (2) in der

Kompaktiereinrichtung (8) umfassend ein Kompaktierwerk mit zumindest einem Paddel (12) erfolgt.

12. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Paddel (12) an einer Welle (11) des Kompaktierwerks angeordnet ist und ein der Welle (11) abgewandtes Ende des Paddels (12) eine Geschwindigkeit von zumindest 0.3 m/s und insbesondere zumindest 0.4 m/s aufweist und/oder das

Kompaktierwerk mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von zumindest 100 U/min und insbesondere von zumindest 180 U/min betrieben wird.

13. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass das Mahlprodukt (2) im Bereich von 1 min bis 60 min und insbesondere im Bereich von 2 min bis 20 min kompaktiert wird.

14. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch

gekennzeichnet, dass an einer Innenwand (16) der

Kompaktiereinrichtung (8) zumindest eine stationäre

Prallplatte (13) angeordnet ist und beim Kompaktieren zumindest eine Fraktion der pulverförmigen Substanz (1) und/oder des Mahlprodukts (2) mittels des Paddels (12) gegen die zumindest eine Prallplatte (13) geschleudert wird.

15. Verfahren zur Herstellung einer pulverförmigen Substanz (1), insbesondere gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, umfassend die folgenden Schritte:

Bereitstellen eines Mahlprodukts (2) bestehend im wesentlichen aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, wobei das Mahlprodukt (2) ein Schüttgewicht von mehr als 220 g/L aufweist,

Verarbeiten, insbesondere Kompaktieren des Mahlprodukts (2) in einer Verarbeitungseinrichtung, insbesondere in einer Kompaktiereinrichtung, zu einer pulverförmigen Substanz (1) mit einem Schüttgewicht das wenigstens 10% grösser ist als dasjenige des Mahlprodukts.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil einer Feinfraktion mit einer Teilchengrösse von kleiner als 100 ym in der pulverförmigen Substanz wenigstens 1.5% der Teilchen bezogen auf die Gesamtteilchenzahl geringer ist als im Mahlprodukt, wobei vorzugsweise der Median d50 der Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz im wesentlichen dem Median d50 der Teilchengrösse des Mahlprodukts

entspricht .

17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die pulverförmige Substanz ein Schüttgewicht von mehr als 300 g/L, bevorzugt mehr als 315 g/L hat.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch

gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung, insbesondere die Kompaktiereinrichtung im kontinuierlichen oder im diskontinuierlichen (Batch-Modus ) Betrieb arbeitet.

Verwendung einer Kompaktiereinrichtung zur Herstellung einer pulverförmigen Substanz (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere gemäss einem Verfahren nach einem der

Ansprüche 8 bis 14.

Description:
Pulverförmige Substanz, Portionsverpackung, System und Verfahren zur Zubereitung eines Getränks sowie Verfahren zur Herstellung der pulverförmigen Substanz

Die vorliegende Erfindung betrifft eine pulverförmige Substanz, eine Portionsverpackung, ein System und ein Verfahren zur

Zubereitung eines Getränks, sowie ein Verfahren zur Herstellung der pulverförmigen Substanz gemäss den Oberbegriffen der

unabhängigen Ansprüche.

Die Getränkeherstellung wie beispielsweise eines Kaffeegetränks durch Extraktion von Kaffee unter Druck ist seit Langem bekannt. Hierfür kann eine bestimmte Menge einer pulverförmigen Substanz enthaltend gemahlenen und gerösteten Kaffee in eine Aufnahme einer Kaffeemaschine platziert werden, woraufhin erhitztes

Wasser unter Druck in die Aufnahme gefördert wird zur

Zubereitung eines Getränks. Alternativ sind auch Systeme

bekannt, mittels denen vorab hergestellte Portionsverpackungen enthaltend die pulverförmige Substanz extrahiert werden können zur Zubereitung eines Getränks; derartige Portionsverpackungen werden üblicherweise lediglich einmal verwendet und nach

Gebrauch entsorgt.

Aus der EP 0 844 195 Bl ist eine Portionsverpackung bekannt, die für die Extraktion unter Druck vorgesehen ist. Es wird eine Korngrössenverteilung der in der Portionspackung aufgenommenen pulverförmigen Substanz mit einem Anteil an Teilchen von mehr als 10% offenbart, deren Teilchengrösse kleiner 100 ym ist bei einem Mittelwert der Teilchengrösse d[4,3] von etwa 383 ym.

Damit kann beispielsweise eine Extraktionsgeschwindigkeit erhöht werden bei gleichzeitig ausreichendem Extraktionsgrad der

Substanz . Dieser bekannte Stand der Technik weist jedoch den Nachteil auf, dass die erzielbare Extraktionszeit der pulverförmigen Substanz bei den heutigen Anforderungen zu lang ist und eine Reduzierung der Extraktionszeit zu einer Verschlechterung des

Extraktionsgrades und damit des Geschmacks des Getränks führen kann. Zudem wird bei dem gegebenenfalls notwendigen hohen

Extraktionsdruck das Getränk möglicherweise zu warm und es kann eine Überextrahierung erfolgen. Weiterhin ist die Erzeugung eines hohen Extraktionsdrucks in der

Getränkeherstellungsmaschine konstruktiv aufwendig und teuer.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die

Nachteile des Bekannten zu vermeiden, insbesondere also eine pulverförmige Substanz bereitzustellen, die eine verringerte Extraktionszeit bei hohem Extraktionsgrad der pulverförmigen Substanz erlaubt zur Herstellung eines im Geschmack qualitativ hochwertigen Getränks. Eine weitere Aufgabe ist die

Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung der

pulverförmigen Substanz.

Diese Aufgaben werden durch eine pulverförmige Substanz sowie ein Verfahren zur Herstellung der pulverförmigen Substanz mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Die erfindungsgemässe pulverförmige Substanz besteht im

Wesentlichen aus gemahlenem und geröstetem Kaffee und umfasst eine Feinfraktion mit einer Teilchengrösse von kleiner 100 ym. Der Anteil an Feinfraktion beträgt weniger als 7 %, bevorzugt weniger als 5 % und besonders bevorzugt weniger als 3 %.

Alternativ wäre aber auch ein Anteil an Feinfraktion von weniger als 11%, bevorzugt weniger als 5% bis 7%, und besonders

bevorzugt weniger als 3% denkbar. Die angegebenen Anteile in Prozent betreffen die Anzahl Teilchen bezogen auf die Gesamtteilchenzahl .

Die Verwendung dieser pulverförmigen Substanz zur

Getränkeherstellung hat den überraschenden Vorteil ergeben, dass die Extraktionszeit gegenüber dem Stand der Technik reduzierbar ist, ohne den Extraktionsgrad im Wesentlichen zu verschlechtern. Es kann also vorteilhaft erreicht werden, dass die

Extraktionszeit verringert wird, ohne den Geschmack des

zubereiteten Getränks negativ zu beeinflussen.

Insbesondere ist die Extraktionszeit gegenüber dem Stand der Technik um 15 % bis 60 % im Mittel verringerbar ist, was den Bedienkomfort vorteilhaft für einen Benutzer verbessert.

Beispielsweise beträgt eine Extraktionszeit für ein

Getränkevolumen von etwa 60 ml im Stand der Technik

üblicherweise 30 s bis 45 s; mit der erfindungsgemässen

pulverförmigen Substanz ist eine Extraktionszeit für ein

Getränkevolumen von etwa 60 ml im Bereich von 20 s bis 25 s erreichbar bei gleich bleibender Qualität des Getränks. Diese Verringerung der Extraktionszeit ist besonders vorteilhaft für einen Bediener bei der Zubereitung eines Kaffees mit einem

Getränkevolumen im Bereich von 100 ml bis 150 ml; beispielsweise ist mit der erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz eine Extraktionszeit für ein Getränkevolumen von etwa 150 ml im

Bereich von 40 s bis 50 s erreichbar bei gleich bleibender

Qualität des Getränks, wobei hierfür im Stand der Technik üblicherweise die Extraktionszeiten im Bereich von 90 s bis 100 s liegen.

Unter einer Feinfraktion wird im Sinne der vorliegenden

Anmeldung die Fraktion einer pulvrigen Substanz verstanden, deren Teilchengrösse kleiner 100 ym ist, wobei die Teilchengrösse mit einem Laser-Streulichtspektrometer Horiba LA- 950 der Firma Retsch bestimmt wird. Die Messung der

Teilchengrösse erfolgt vorliegend als Trockenmessung.

Die Bestimmung der Teilchengrösse kann mit einem

Laser/Streulichtspektrometer Horiba LA-950 der Firma Retsch durchgeführt werden. Eine derartige Messung beruht auf dem

Prinzip der statischen Laserlichtstreuung, welches auch als Laserbeugung bezeichnet wird. Eine derartige Messung kann als Trockenmessung oder Nassmessung durchgeführt werden.

Unter einem „Anteil an Feinfraktion" wird eine Teilchenanzahl bezogen auf die Gesamtteilchenzahl der pulverförmigen Substanz im Sinne der vorliegenden Anmeldung verstanden.

Bevorzugt beträgt ein Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz zumindest 330 g/L und bevorzugt zumindest 350 g/L. Alternativ wäre auch ein Schüttgewicht von zumindest 310 g/L denkbar.

Üblicherweise liegt das Schüttgewicht von derartigen

pulverförmigen Substanzen wie beispielsweise Kaffee im Bereich von 250 g/L bis 300 g/L. Dies hat den Vorteil, dass die

pulverförmige Substanz pro Gewicht weniger Volumen einnimmt. Somit ist eine Verringerung beispielsweise der Grösse der

Portionsverpackung möglich oder alternativ, mehr pulverförmige Substanz in eine Portionsverpackung abzufüllen, um ein stärkeres Getränk zu erzeugen.

Das Schüttgewicht wird im losen, d.h. nicht komprimierten

Zustand bestimmt durch Abfüllung der pulverförmigen Substanz in einen Behälter mit definiertem Volumen und Bestimmung der Masse an pulverförmiger Substanz im definierten Volumen. Das

Schüttgewicht wird auch als Schüttdichte bezeichnet und die Bestimmung erfolgt gemäss den Normen DIN ISO 697 und EN ISO 60. Bevorzugt beträgt der Anteil an Feinfaktion mehr als 0,1 % und insbesondere mehr als 0,5 %. Dies hat den Vorteil, dass die Feinfraktion gut extrahierbar ist aufgrund des Verhältnisses von Oberfläche zu Volumen der einzelnen Teilchen; gleichzeitig wird der durch die pulverförmige Substanz im Betrieb gebildete

Strömungswiderstand kaum vergrössert, was eine niedrige

Extraktionszeit erlaubt.

Bevorzug liegt der Median d50 der Teilchengrösse der

pulverförmigen Substanz im Bereich von 300 ym bis 500 ym. Dies hat den Vorteil, dass das Extraktionsverhalten und insbesondere der erzielbare Extraktionsgrad der pulverförmigen Substanz die Herstellung eines insbesondere im Geschmack qualitativ

hochwertigen Getränks erlaubt.

Insbesondere lässt sich durch Reduktion des Feinanteils die Extraktionszeit verringern und durch Einstellung des Medians d50 der Teilchengrösse die Qualität und insbesondere der Geschmack des Getränks, wobei bevorzugt der Feinanteil und der Median d50 der Teilchengrösse im Wesentlichen unabhängig voneinander regulierbar sind.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Verpackung enthaltend eine pulverförmige Substanz wie vorstehend beschrieben. Bei einer derartigen Verpackung kann es sich beispielsweise um Pakete von vakuumverpacktem Kaffee handeln, der beispielsweise durch einen Benutzer aus der Verpackung in bekannten Bajonett-Espressomaschinen verwendbar ist.

Bevorzugt ist die Verpackung eine Portionsverpackung und

insbesondere eine Kapsel, vorzugsweise eine im Tiefziehverfahren hergestellte Kapsel aus Kunststoffmaterial . Die Portionsverpackung ist für eine Extraktion unter Druck zur

Zubereitung eines Getränks verwendbar.

Insbesondere weist die Kapsel einen Boden zur Zuführung eines flüssigen Mediums, insbesondere von erhitztem Wasser, auf zur Extrahierung der pulverförmigen Substanz. Der Boden der Kapsel ist durch eine Perforationseinrichtung perforierbar zur

Zuführung des flüssigen Mediums; alternativ weist der Boden zumindest eine Öffnung zur Zuführung des flüssigen Mediums auf, die vor Gebrauch der Kapsel erzeugt wurde. Das flüssige Medium umfassend das Extrakt ist durch einen Deckel der Kapsel

abführbar. Der Deckel kann als Membran, insbesondere aus

Aluminium, ausgebildet sein, die im Betrieb durch den Druck in der Kapsel aufreisst oder perforierbar ist; alternativ kann der Deckel als Filter, Vlies oder als Folie mit zumindest einer Öffnung ausgebildet sein.

Insbesondere kann die Kapsel alternativ einen Boden zur

Abführung des flüssigen Mediums umfassend das Extrakt aufweisen, wobei das flüssige Medium durch den Deckel der Kapsel zuführbar ist. Beispielsweise können Deckel und Boden in der

Getränkeherstellungsvorrichtung perforiert werden zur Zuführung und Abführung; alternativ können Deckel und/oder Boden mit zumindest einer Öffnung ausgebildet sein. Der Deckel kann als Membran, Filter, Vlies oder als Folie mit zumindest einer

Öffnung ausgebildet sein.

Alternativ kann die Portionsverpackung auch als Päd ausgebildet sein .

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zubereitung eines Getränks. Insbesondere wird ein Kaffeegetränk zubereitet. Das Verfahren umfasst den Schritt des Zuführens eines flüssigen Mediums, insbesondere erhitztem

Wasser, in eine Portionsverpackung wie vorstehend beschrieben. Anschliessend erfolgt ein Extrahieren der pulverförmigen

Substanz in der Portionsverpackung und Abführen des Getränks, insbesondere in ein Trinkgefäss.

Das Wasser wird insbesondere unter einem Druck im Bereich von 1 bar bis 20 bar und bevorzugt von 10 bar bis 20 bar in die

Portionsverpackung umfassend die pulverförmige Substanz

gefördert zum Extrahieren der pulverförmigen Substanz.

Insbesondere ist das Wasser erhitztes Wasser mit einer

Temperatur im Bereich von 80° C bis 100° C.

Ein zusätzlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein System umfassend eine Portionsverpackung wie oben beschrieben und eine Getränkeherstellungsvorrichtung. Die

Getränkeherstellungsvorrichtung weist eine Aufnahmekammer auf, in der die Portionsverpackung aufnehmbar ist. Die Aufnahmekammer weist wenigstens eine Eintrittsöffnung und wenigstens eine

Austrittsöffnung für ein flüssiges Medium auf. Das flüssige Medium, insbesondere Wasser, ist durch die Portionsverpackung durchleitbar zur Extrahierung der pulverförmigen Substanz zur Herstellung eines Getränks.

Derartige Getränkeherstellungsmaschinen sind dem Fachmann seit langem bekannt, wie dies beispielsweise in der WO 2011/073310 offenbart ist.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer pulverförmigen Substanz.

Insbesondere wird eine pulverförmige Substanz wie oben

beschrieben hergestellt. Das Verfahren umfasst den Schritt des Bereitstellens eines Mahlprodukts bestehend im wesentlichen aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen. Das Mahlprodukt umfasst eine Feinfraktion mit einer Teilchengrösse kleiner 100 ym. Das Mahlprodukt enthält einen initialen Anteil an Feinfraktion von mehr 7 % und insbesondere mehr als 8 %. Das Mahlprodukt wird in einer Verarbeitungseinrichtung, insbesondere in einer

Kompaktiereinrichtung zu einer pulverförmigen Substanz

verarbeitet, insbesondere kompaktiert, mit einem Anteil an Feinfraktion von weniger als 7 %, bevorzugt weniger als 5 % und besonders bevorzugt weniger als 3%. Die Anteile betreffen die Teilchen bezogen auf die Gesamtteilchenzahl.

Insbesondere wird das Vermählen der gerösteten Kaffeebohnen zur Herstellung des Mahlprodukts in einer Walzenmühle insbesondere umfassend Riffelwalzen durchgeführt. Derartige Verfahren sind dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt.

Bevorzugt ist das Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz höher als ein Schüttgewicht des Mahlprodukts. Insbesondere entspricht der Median d50 der Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz im Wesentlichen dem Median d50 der Teilchengrösse des Mahlprodukts. Insbesondere erhöht sich das Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz bezogen auf das Schüttgewichts des Mahlprodukts durch diese Verarbeitung um zumindest 10 % und bevorzugt um zumindest 16 %. Insbesondere nimmt das

Schüttgewicht um 20 g/L bis 150 g/L und insbesondere um 50 g/L bis 100 g/L zu.

Dies hat den Vorteil, dass die pulverförmige Substanz pro

Gewicht weniger Volumen einnimmt bei weiterhin erzielbarem hohem Extraktionsgrad und damit hoher Qualität des zubereiteten

Getränks. Somit ist eine Verringerung beispielsweise der Grösse der Portionsverpackung möglich. Alternativ ist es vorteilhaft möglich, mehr pulverförmige Substanz in eine Portionsverpackung abzufüllen, um ein stärkeres Getränk zu erzeugen.

Ein Median der Teilchengrösser der pulverförmigen Substanz entspricht im Sinne der vorliegenden Anmeldung im Wesentlichen dem Median der Teilchengrösse des Mahlprodukts, wenn die

Medianwerte um weniger als ±20 ym und bevorzugt ±10 ym

voneinander abweichen. Ein Schüttgewicht wird üblicherweise in g/L (Gramm pro Liter) angegeben. Dieser Wert wird auch als

Schüttdichte bezeichnet und seine Bestimmung erfolgt gemäss DIN ISO 697 und EN ISO 60.

Bevorzugt ist das Verarbeiten des Mahlprodukts eine

Kompaktierung des Mahlprodukts in einer Kompaktiereinrichtung . Insbesondere erfolgt die Kompaktierung im Wesentlichen

verlustfrei .

Unter dem Begriff „Kompaktierung" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Verdichtung eines Schüttguts wie beispielsweise des Mahlprodukts oder auch eine Agglomerierung von feinen

Teilchen des Schüttguts zu grösseren Teilchen verstanden.

Unter dem Begriff „verlustfrei" wird vorliegend verstanden, dass im Wesentlichen das gesamte Mahlprodukt in die pulverförmige Substanz überführt wird und beispielsweise keine Fraktion vom Mahlprodukt separiert wird.

Die Verwendung einer Kompaktiereinrichtung hat den Vorteil, dass diese einfach handhabbar und kostengünstig ist. Zudem hat die im Wesentlichen verlustfreie Kompaktierung den Vorteil, dass das Mahlprodukt im wesentlichen vollständig verwendet werden kann zur Zubereitung des Getränks und beispielsweise keine Fraktion abgetrennt werden muss, was die Kosten weiter verringert. Bevorzugt erfolgt das Kompaktieren des Mahlprodukts in einer Kompaktiereinrichtung umfassend ein Kompaktierwerk mit zumindest einem Paddel.

Als Kompaktiereinrichtung kann beispielsweise eine Prallmühle beim wie nachfolgend gezeigten gewählten Betrieb verwendet werden, wie diese im Lueger Lexikon der Technik,

Taschenbuchausgabe Rowohlt, Verfahrenstechnik, Band 2, Seite 364 offenbart ist.

Bevorzugt umfasst das Kompaktierwerk eine Welle und das Paddel, welches an der Welle angeordnet ist; bei Rotation der Welle um die Wellenachse weist das der Welle abgewandte Ende des Paddels eine Geschwindigkeit von zumindest 0.3 m/s und insbesondere zumindest 0.4 m/s auf. Alternativ oder zusätzlich wird das

Kompaktierwerk mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von zumindest 100 Umdrehungen pro Minute und insbesondere von zumindest 180 Umdrehungen pro Minute betrieben. Insbesondere weist das der Welle abgewandte Ende des Paddels eine Geschwindigkeit von höchstens 4.5 m/s auf; alternativ oder zusätzlich ist die

Umdrehungsgeschwindigkeit insbesondere kleiner als 1500

Umdrehungen pro Minute.

Insbesondere umfasst das Kompaktierwerk eine Welle mit dem zumindest einen Paddel, welches an der Welle angeordnet ist; bei Rotation der Welle um die Wellenachse weist das der Welle abgewandte Ende des Paddels eine Geschwindigkeit von zumindest 0.3 m/s und insbesondere zumindest 0.4 m/s auf.

Bevorzugt wird das Mahlprodukt im Bereich von 1 Minute bis 60 Minuten und insbesondere im Bereich von 2 Minuten bis 20 Minuten kompaktiert . Besonders bevorzugt ist an einer Innenwand der

Kompaktiereinrichtung zumindest eine stationäre Prallplatte angeordnet, wobei beim Kompaktieren zumindest ein Teil der pulvertörmigen Substanz und/oder des Mahlprodukts mittels des Paddels gegen die zumindest eine Prallplatte geschleudert wird.

Dies hat den Vorteil der weiteren Verbesserung der

Kompaktierwirkung in der Kompaktiereinrichtung.

Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist grundsätzlich die Erhöhung des Schüttgewichts der pulverförmigen Substanz im

Vergleich zum Mahlprodukt und zwar durch den Prozess des

Kompaktierens während einer bestimmten Zeit. Bei diesem

Verfahren wird ein Mahlprodukt bereitgestellt, bestehend im wesentlichen aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen, wobei das Mahlprodukt ein Schüttgewicht von mehr als 220 g/L aufweist. Anschliessend erfolgt die Verarbeitung, insbesondere durch

Kompaktieren des Mahlprodukts in einer Verarbeitungseinrichtung, insbesondere in einer Kompaktiereinrichtung, zu einer

pulverförmigen Substanz mit einem Schüttgewicht das wenigstens 10% grösser ist als dasjenige des Mahlprodukts. Das Kompaktieren kann in einer Kompaktiereinrichtung wie vorstehend beschrieben erfolgen. Die Verweilzeit kann dabei bis zu 30 Minuten betragen. Mit zunehmender Verweilzeit werden insbesondere die

Feinfraktionen des Mahlprodukts zu grösseren Gebilden

kompaktiert oder sie werden wiederum mit gröberen Fraktionen verbunden. Das Schüttgewicht kann je nach Qualität und

Feuchtigkeitsgehalt des gemahlenen Kaffees stark erhöht werden. So wurde beispielsweise bei einem Kaffee Lungo nach einer

Verweilzeit von 30 Minuten ein Schüttgewicht von 360 g/L

erzielt. Das Schüttgewicht vor dem Kompaktieren hat 275 g/L betragen. Die Kompaktiereinrichtung wurde mit einem Füllgewicht von 20 kg mit 400 Umdrehungen pro Minute betrieben. Je nach Paddelkonfiguration können diese Werte variieren.

Besonders vorteilhaft wird das beschriebene Verfahren so durchgeführt, dass der Anteil einer Feinfraktion mit einer Teilchengrösse von kleiner als 100 ym in der pulverförmigen Substanz wenigstens 1.5%, vorzugsweise wenigstens ca. 2% geringer ist als im Mahlprodukt. Ersichtlicherweise erfolgt so nicht einfach ein Zusammenpressen des Mahlprodukts, sondern es verändert sich die Zusammensetzung der Teilchenstruktur.

Besonders bevorzugt entspricht dabei der Median d50 der

Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz im wesentlichen dem Median d50 der Teilchengrösse des Mahlprodukts. Der Median d50 bleibt somit etwa konstant.

Besonders vorteilhafte Ergebnisse bei der Kaffeeherstellung können erzielt werden, wenn die pulverförmige Substanz ein

Schüttgewicht nach der Kompaktierung von mehr als 300 g/L, bevorzugt mehr als 315 g/L aufweist.

Die Verarbeitungseinrichtung, insbesondere die

Kompaktiereinrichtung kann im kontinuierlichen oder im

diskontinuierlichen Betrieb arbeiten.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung einer Kompaktiereinrichtung und insbesondere einer Prallmühle zur Herstellung einer pulverförmigen Substanz wie oben beschrieben. Insbesondere erfolgt die Verwendung gemäss einem Verfahren wie oben beschrieben.

Ein zusätzlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Kompaktiereinrichtung. Die Kompaktiereinrichtung umfasst ein Gehäuse, welches insbesondere im Wesentlichen zylindrisch ist. In dem Gehäuse ist ein Kompaktierwerk umfassend eine drehbar gelagerte Welle mit zumindest einem Paddel angeordnet.

Insbesondere ist die drehbar gelagerte Welle parallel zur

Zylinderachse angeordnet. Zudem weist das Gehäuse einen Einlass für ein Mahlprodukt auf und einen Auslass für eine pulvrige Substanz. Insbesondere ist auf der Innenseite des insbesondere zylindrischen Gehäuses zumindest eine stationäre Prallplatte angeordnet .

Bevorzugt ist stromaufwärts der Kompaktiereinrichtung, bezogen auf die Förderrichtung des Mahlprodukts, eine Walzenmühle zum vermählen von gerösteten Kaffeebohnen zur Herstellung des

Mahlprodukts angeordnet. Insbesondere wird das Mahlprodukt direkt nach der Vermahlung in die Kompaktiereinrichtung

gefördert, beispielsweise mittels Gravitation oder durch

Verwendung von beispielsweise einem Rohrkettenförderer.

Insbesondere arbeitet die Kompaktiereinrichtung im Batch-Betrieb oder kontinuierlich. Insbesondere wird das Mahlprodukt bzw. die pulverförmige Substanz vom Einlass zum Auslass der

Kompaktiereinrichtung mittels Gravitation gefördert.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen zum besseren Verständnis näher erläutert, ohne dass die Erfindung auf die Ausführungsbeispiele zu beschränken ist.

Figur 1: Darstellung der kumulativen Grössenverteilung einer erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz;

Figur 2: Darstellung der fraktionellen Grössenverteilung der erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz gemäss Figur 1; Figur 3 : Schematische Darstellung einer Kompaktiereinrichtung für die Herstellung der erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz;

Figur 4 : Schematische Darstellung einer alternativen

Kompaktiereinrichtung mit Walzenmühle zur Herstellung der erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz;

Figur 5 : Schematische Darstellung eines erfindungsgemässen

Systems umfassend eine

Getränkeherstellungseinrichtung mit

Portionsverpackung in teilgeschnittener Darstellung.

In Figur 1 ist eine kumulative Grössenverteilung Q3 in

Abhängigkeit von der Teilchengrösse d dargestellt. Die

durchgezogene Linie stellt eine erfindungsgemässe pulverförmige Substanz 1 dar. Die gestrichelte Linie stellt ein Mahlprodukt 2 dar, wie dieses aus dem Stand der Technik bekannt ist.

Das Mahlprodukt 2 wird in einer dem Fachmann bekannten

Walzenmühle mit Riffelwalzen vermählen, was zu der

entsprechenden kumulativen Grössenverteilung Q3 für das

Mahlprodukt 2 führt. Eine Feinfraktion umfassend die Teilchen mit einer Teilchengrösse d kleiner 100 ym umfasst einen Anteil von ca. 10 % der Gesamtteilchenzahl.

Die erfindungsgemässe pulverförmige Substanz 1 wird durch

Kompaktierung des Mahlprodukts 2 in einer Kompaktiereinrichtung hergestellt. Die pulverförmige Substanz 1 weist einen Anteil an Feinfraktion von ca. 3 % auf. In Figur 2 ist eine fraktionelle Grössenverteilung q3 in

willkürlichen Einheiten in Abhängigkeit von der Teilchengrösse d dargestellt. Die pulverförmige Substanz 1 sowie das Mahlprodukt 2 entsprechen der Figur 1.

Das Mahlprodukt 2 hat einen Median d50 der Teilchengrösse d von etwa 414.6 ym. Die pulverförmige Substanz 1 weist einen Median d50 der Teilchengrösse d von etwa 417.6 ym auf. Der Median d50 der Teilchengrösse der pulverförmigen Substanz 1 entspricht im Wesentlichen somit dem Median D50 der Teilchengrösse des

Mahlprodukts 2.

Ein Schüttgewicht des Mahlprodukts 2 beträgt 284 g/L und ein Schüttgewicht der pulverförmigen Substanz 1 beträgt 303 g/L.

In Figur 3 ist in schematischer Darstellung eine

erfindungsgemässe Kompaktiereinrichtung 8 zur Herstellung einer erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz in schematischer Darstellung gezeigt.

Die Kompaktiereinrichtung 8 weist ein Gehäuse 17 mit Innenwand 16 auf. An der Innenwand 16 sind mehrere stationäre Prallplatten 13 angeordnet. Das Gehäuse 17 weist einen Einlass 9 für

Mahlprodukt und einen Auslass 10 für die pulverförmige Substanz auf .

Die Kompaktiereinrichtung 8 weist ein Kompaktierwerk umfassend eine Welle 11 mit an der Welle angeordneten Paddeln 12 auf. Die etwa in der Mitte der Zeichnung angeordneten Paddel sind zu den darüber bzw. darunter angeordneten Paddeln 12 verdreht, weshalb diese hier kleiner dargestellt sind. Zur Kompaktierung wird die Welle 11 mit den daran angeordneten Paddeln 12 um die Längsachse der Welle 11 rotiert, wodurch das sich im Gehäuse 17 befindende Mahlprodukt durch die Paddel 12 geschlagen und somit kompaktiert wird .

Im Betrieb wird Mahlprodukt durch den Einlass 9 in das Gehäuse 17 der Kompaktiereinrichtung 8 gefördert. Die Längsachse der Welle 11 ist im Wesentlichen parallel zur Wirkung der

Gravitation vom Einlass 9 zum Auslass 10 angeordnet. Durch

Rotation der Welle 11 erfolgt ein Schlagen des zugeführten

Mahlprodukts mit den Paddeln 12, wobei das Mahlprodukt und/oder die pulverförmige Substanz zumindest teilweise gegen die

stationären Prallplatten 13 geschleudert wird, wodurch das zugeführte Mahlprodukt kompaktiert wird zur Herstellung der erfindungsgemässen pulverförmigen Substanz. Durch die Wirkung der Gravitation wird das Produkt zum Auslass 10 gefördert, beispielsweise zu einer Verpackungsanlage oder in eine

Zwischenlagerungseinrichtung .

Die Kompaktiereinrichtung 8 kann batch-weise betrieben werden oder auch kontinuierlich.

In Figur 4 ist in schematischer Darstellung eine alternative erfindungsgemässe Kompaktiereinrichtung mit Walzenmühle

dargestellt .

Gleiche Referenzzeichen bezeichnen gleiche Merkmale in allen Figuren und werden deshalb nur bei Bedarf erneut erläutert.

Die Kompaktiereinrichtung 8 weist wie in Figur 3 dargestellt Paddel 12 auf. Im Unterschied zur Figur 3 sind die Paddel 12 in Figur 4 vollflächig ausgebildet.

Stromaufwärts der Einlassöffnung 9 der Kompaktiereinrichtung 8 ist eine Walzenmühle 14 umfassend Riffelwalzen dargestellt. Nach Vermahlung von gerösteten Kaffeebohnen in der Walzenmühle 14 wird Mahlprodukt mittels der Fördereinrichtung 18, die hier als Förderrohr ausgebildet ist, durch Gravitation zum Einlass 9 der Kompaktiereinrichtung 8 gefördert zur Kompaktierung des

Mahlprodukts wie bezüglich Figur 3 beschrieben.

Im Unterschied zu Figur 3 weist die Kompaktiereinrichtung 8 gemäss Figur 4 keine stationären Prallplatten auf.

In Figur 5 ist ein erfindungsgemässes System 15 umfassend eine Getränkeherstellungsmaschine 4 und eine Portionsverpackung 3 in schematischer Darstellung teilgeschnitten dargestellt.

Die Portionsverpackung 3, die vorliegend als Kapsel ausgebildet ist, enthält eine pulverförmige Substanz 1 mit einer

Teilchengrössenverteilung wie in den Figuren 1 und 2

dargestellt .

Die Portionsverpackung 3 ist in einer Aufnahmekammer 5 der Getränkeherstellungsvorrichtung 4 aufgenommen. Die

Getränkeherstellungsvorrichtung 4 weist mehrere

Eintrittsöffnungen 6 für erhitztes Wasser auf sowie

Austrittsöffnungen 7 für das Wasser umfassend das Extrakt aus der pulverförmigen Substanz.

Im Betrieb wird durch die Eintrittsöffnungen 6 erhitztes Wasser unter einem Druck von ca. 15 bar in die Portionsverpackung 3 umfassend die pulverförmige Substanz 1 gefördert. Dadurch wird die pulverförmige Substanz 1 extrahiert, woraufhin das Wasser umfassend das Extrakt aus der pulverförmigen Substanz durch Austrittsöffnungen 7 abgeführt wird. Hierzu reisst ein Deckel der Portionsverpackung auf oder wird durchstochen. Anschliessend wird das Getränk in ein Trinkgefäss gefördert, welches hier nicht dargestellt ist.