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Title:
POWER CONTROL DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/093425
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a power control device for a plurality of independently operable loads (2a,2b) of a two-phase alternating current lighting network, said power control device comprising a preferably common control arrangement (3) and separate power circuit arrangements (1a,1b) for the independently operable loads. The power circuit arrangements (1a,1b) each comprise power semiconductors (1a1,1b1), an actuation circuit (1a2,1b2), which is formed as a driver circuit (1a2,1b2) controlling the power semiconductors (1a2,1b2) in a conductive or non-conductive manner, and an associated power supply circuit. The control arrangement (3) comprises a power supply circuit (3a), wherein the power supply circuits (1a3,1b3,3a) have separate reference potentials for the power circuit arrangements (1a,1b) and the control arrangement (3), and specifically in such a way that the reference potentials for the power supply units of the power circuit arrangements or power supply circuits are derived from a first lighting network phase, and that the reference potential for the power supply circuit of the control arrangement (3) is derived from the second lighting network phase, wherein the reference potential for the power supply circuit (3a) of the control arrangement (3) differs in each case from the potential point of the power semiconductors. An optocoupler (4a,4b) or a transformer is in each case provided for the transmission of actuation signals from the control arrangement (3) to the actuation circuits (1a2,1b2) between the control arrangement (3) and the actuation circuits.

Inventors:
HINKEL, Ralf (Luxemburger Straße 6, Kaiserslautern, Kaiserslautern, DE)
HINKEL, René (Luxemburger Straße 6, Kaiserslautern, Kaiserslautern, DE)
Application Number:
EP2016/079473
Publication Date:
June 08, 2017
Filing Date:
December 01, 2016
Export Citation:
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Assignee:
HIASSET GMBH (Luxemburger Straße 6, Kaiserslautern, Kaiserslautern, DE)
International Classes:
H05B33/08; H05B39/04
Attorney, Agent or Firm:
VOSSIUS & PARTNER (Siebertstraße 3, München, 81675, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Leistungssteuervorrichtung (1 ) für eine Vielzahl unabhängig betreibbarer Lasten (2a,2b)

eines zweiphasigen Wechselstrom-Lichtnetzes,

die für die unabhängig betreibbaren Lasten

eine bevorzugt gemeinsame Kontrollanordnung (3)

und

separate l^istungsschaltungsanordnungen (la,lb)

aufweist,

wobei

die Leistungsschal tungsanordnungen (la,lb)

jeweils

Leistungshalbleiter (1 al ,lbl ),

eine Ansteuerschaltung(la2,lb2),

die als

die Leistungshalbleiter (lal,lbl)

leitend

oder

nichtleitend

steuernde Treiberschaltung (Ia2,lb2) gebildet ist,

und

eine zugeordnete Netzteilschaltung

aufweisen,

und wobei

die Kontrollanordnung (3) eine Netzteilschaltung (3a) aufweist, wobei

die Netzteilschaltungen (Ia3,lb3,3a) separate Bezugspotentiale für die Leistungsschaltungsanordnungen (la,lb) und die Kontrollanordnung (3)

aufweisen,

und zwar derart, dass

von einer ersten Lichtnetzphase

die Bezugspotenziale für die I^stungsschaltungsanordnungs-Netzteile bzw. Netzteischaltungen abgeleitet sind,

und

2. Leistungssteuervorrichtung (1 ) nach deni vorhergehenden Anspruch,, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Leistungshalbleiter der Leistungsschaltungsanordnungen jeweils Leistungshalbleiterpaare ( 1 a 1 , 1 b 1 ) sind und der Potentialpunkt der Leistungshalblei- terpaare, der von dein Bezugspotential der Netzteil Schaltung differeriert, zwischen den in Serie geschalteten Leistungshalbleitem des Leistungshalbleiterpaares liegt. 3. Leistungssteuervorrichtung ( 1 ) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kontrollanordnung (3) ein Signal ausgibt, das so lange einen ersten binären Wert besitzt, wie ein leitender Zustand für die Leistungshalbleiter gewünscht wird, und so lange den zweiten binären Wert besitzt, wie ein nichtleitender Zustand für die Lcistungshalbleiter gewünscht wird. 4. Leistungssteuervorrichtung ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerangsschaltungen ( I a2,lb2) dazu ausgelegt sind, pro- tokollfreie Signale zu erhalten, die einen Phasenan- bzw. -abschnittszeitpunkt unmit- telbar selbst bestimmen.

5. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der unabhängigen Lasten (2a,2b) ein Shunt- Widerstand (5a,5b) zugeordnet ist, der zwischen der Phase, aus der die Kontrollanordnung (3) im Betrieb leistungsversorgt wird, und den Leistungshalbleitern dieses Kanals vorgesehen ist. 6. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

zu einer Mehrzahl der separat steuerbaren Lasten (2a,2b),

bevorzugt zu jeder der separat steuerbaren Lasten (2a,2b)

jeweils eine Strommess-Stufe (6a,6b) vorgesehen ist, die dazu angeordnet ist, ein stromindikatives Signal an die Kontrollanordnung (3) zu speisen. 7. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kurzschlussabschaltungsmittel (7a,7b) vorgesehen ist, um unabhängig von einer Auswertung eines Stromess-Signals in der Kontrollanordnung (3) eine separate Kurzschlussabschaltung zu ermöglichen. 8. Leistungssteuervorrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Kurzschlussabschaltungsmittel (7a,7b) so ausgebildet ist, dass dann, wenn ein über den Shunt (5a,5b) fließender Strom zu groß wird, eine Weiterleitung ei- nes die Treiberstufe zu leitender Ansteuerung der Leistungshalbleiter veranlassenden Signales über die Optokoppler (4a,4b) an die Treiberstufen unterbunden wird. 9. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrollanordnung (3) dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf Strommess-Signale (6a,6b) zumindest eines durchzufuhren von

Wahl zwischen Phasenanschnitt- oder -abschnitt-Steuerung,

Erkennen einer Last als induktive, kapazitive oder ohmsche Last, Erfassen einer an eine Last gespeisten Leistung,

Reagieren auf eine an eine Last gespeiste Leistung,

Ausgabe des aktuellen Leistungsverbrauches,

Erfassung des Stromverbrauchs und Ausgäbe darauf bezogener Signale, Begrenzung einer Gesamtverlustleistung in der Leistungssteuervorrichtung, Begrenzung eines Gesamtstromes durch die IL^istungssteuervorrichtung, Ansteuerung eines Ersatzkanals, falls in einem eigentlich gewünschten Kanal ein Versagen detektiert wird oder wurde.

10. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem für den Einbau in eine Unterputzdose ausgebildeten Gehäuse vorgesehen ist, wobei zwei Phaseneingänge sowie erforderlichenfalls eine Erdungsleitung vorgesehen sind, und entsprechende Ausgänge für jede der Lasten (2a^b). 11. Leistungssteuervorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schnittstelle für drahtlose Kommunikation vor- gesehen ist. 12. Leistungssteuervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass sie dazu ausgebildet ist,

über die Schnittstelle für drahtlose Kommunikation

anderen Leistungsanordnungen zumindest eines aus der Gruppe

eigenes einwandfreies Funktionieren der Lastansteuerung,

einwandfreies Funktionieren dritter Leistungssteuervorrichtungen, Ausfallen dritter Leistungssteuervorrichtungen,

Signalstarken eines beweglichen Signalsenders,

Signalstarken eines beweglichen Bluetooth-Senders,

eine Triangulation eines beweglichen Bluetooth-Senders ermöglichende Sig- nalstärken,

Steuersignale für die Laststeuerung zur gemeinsamen Steuerung mehrerer un- abhängig betreibbarer, aber gemeinsam betriebener Lasten darstellen, Steuersignale für die Ansteuerung von Ersatzkanälen ausgefallener oder unge- nügend anzusteuernder eigener Kanäle,

eine Konfiguration anderer Leistungssteuervorrichtungen bewirkende Signale Statistiken über Störungen der eigenen Kommunikationsschnittstellen Statistiken über Störungen fremder Kommunikationsschnittstellen zu kommunizieren. 13. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie dazu ausgebildet ist, eine Gatewayverbindung zwischen un- terschiedlichen Schnittstellen ermöglichen. 14. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle für drahtlose Kommunikation für Kommunikation nach zumindest einem Standard aus der Gruppe

Bluetooth und

WLAN

ausgebildet ist.

15. Leistungssteuervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein zusätzlicher Sensor vorgesehen ist, der ausge- wählt ist aus der Gruppe

Temperatursensor,

Temperatursensor zur Erzeugung von auf die Temperatur der Leistungssteuer- vorrichtung bezogenen Temperatursignalen,

und

induktiver bzw. Magnet-Sensor zur Erfassung der Stärke eines Magnetfeldes an der Unterputzdose,

Hall-Sensor zur Erfassung der Stärke eines Magnetfeldes an der Unterputzdose,

Magnet-Sensor zur Erfassung der Stärke eines Magnetfeldes an der Unterputz- dose mit einer Genauigkeit, die bei türnaher Montage der Leistungssteuervorrichtung und Anbringung eines Magneten in einem Türblatt eine Unterschei- dung zumindest einer geschlossenen von einer offenen Türstellung ermöglicht, bevorzugt zusätzlich auch einer angelehnten bzw. halboffenen Türstellung er- möglicht,

Vibrationssensor,

Schocksensor,

Beschleunigungssensor,

Drucksensor.

16 . Dimmer,

bevorzugt Mehrkanal-I^istArngssteuervorrichtung nach einem der vorhergehenden An- sprüche, der dazu ausgebildet ist,

Licht auf einer erforderlichen Helligkeit einzuschalten, und der einen Speicher für eine aktuelle Dimmstufe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass

der Speicherais stromausfallsicherer Speicher gebildet ist und der Dimmer zur Gewährleistung des Einschaltens auf einer sinnvollen Dimmstufe nach Stromaus- fällen ein Mittel aufweist, um die Dauer eines gerade beendeten Stromausfalls zu bestimmen oder abzuschätzen, und ein Mittel, um die bestimmte oder abgeschätzte Stromausfalldauer als kurz oder nichtkurz zu bewerten, wobei die nichtkurze Stromausfalldauer länger als eine kurze Stromausfalldauer ist, und wobei der Dimmer dazu ausgebildet ist, auf Wiedereintreten der Stromversorgung genau dann einen Weiterbetrieb auf der Dimmstufe im stromausfallsicheren Speicher zu gewährleisten, wenn die bestimmte oder abgeschätzte Stromausfalldauer kurz war.

17. Dimmer nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er dazu ausgebildet ist, Temperaturen sukzessive zu erfassen und ein Wiedereintreten der Stromversorgung und/oder die Dauer eines Stromausfalls im Ansprechen auf den Temperaturverlauf der sukzessiven Messungen zu bestimmen.

18. Dimmer nach einem der nach einem der Ansprüche 16 bis 17, dadurch gekennzeichnet dass eine längere Ausphase im Ansprechen auf eine abrupte Temperaturabnahme zwi- schen zwei nacheinander beobachteten Temperaturmessungen erfasst wird.

19. Dimmer nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass er dazu ausgebildet ist, auf einen schnellen Temperaturanstieg nach dem Einschalten auf eine längere auszeichnende Auszeit zu schließen.

20. Dimmer nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er zum Einbau in eine Unterputzdose ausgebildet ist.

21. Dimmer insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Überstrom- bzw. Kurzsehl ussdetektionsmittel und einer kurzfristigen Überstromabschaltung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überstromereignis-Fehlklassifikahons-Vermeidungs- Zahleranordnung vorgese- hen ist, um durch Zahlen das Klassifizieren von Uberstromereignisse als vermeintli- chem Kurzschluss zu vermeiden, und das Überstrom-bzw. Kurzschlussdetektionsmittel dazu ausgebildet ist, einen tatsächlichen Kurzschluss erst bei Erreichen eines hinreichend hohen Zahlwertes mit der Zahler- anordnung festzustellen, wobei die Zahleranordnung dazu ausgebildet ist, eine Takt- oder Halbwellenzahl nach Anschalten und/oder eine Anzahl vermeintlicher Überstromerdgnisse zu zahlen.

22. Dimmer nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er dazu ausgebildet ist, dass eine kurzfristige Abschaltung von Überstrom je Halbwelle erfolgt.

23. Dimmer nach einem der Ansprüche 21 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das über Strom-bzw. Kurzschlussdetektionsmittel dazu ausgebildet ist, nach Einschalten des Dimmers eine höhere Anzahl vermeintliche Kurzschlüsse zu zulassen als in einem Zustand, in dem schon über geraume Zeit Strom geflossen ist.

24. Dimmer nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass er dazu ausgebildet ist, dann, wenn ein vermeintlicher Kurzschluss in einer unmittelbar zu- rückliegenden Phase oder einige Phasen zuvor aufgetreten ist, der an eine Last gespeis- ten Strom verringert wird .

25. Dimmer nach einem der Ansprüche 21 bis 24 , dadurch gekennzeichnet, dass er dazu ausgebildet ist, einen vermeintlichen Kurzschluss festzustellen, wenn ein gemäß Grenzwerten nicht vorgesehener Strom durch einen Verbraucher fliesst.

26. Dimmer nach einem der nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeich- net, dass er dazu ausgebildet ist, auf einen tatsächlichen Kurzschluss hin entsprechende Signale abzusetzen.

27. Haustechnikinstallationsanordnung insbesondere für Altbausanierung mit einem bevorzugt nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestalteten Dimmer, der von seiner Steuerung in mehreren Betriebszustanden eingeschaltet betreibbar ist, und einer von einem Schalter zum Dimmer führenden Leitung, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung einphasig vom Schalter zum Dimmer fuhrt, der Schalter die Leitung einphasig austastet und die Steuerung so ausgebildet bzw. programmiert ist, dass sie den Dimmer zumindest auf ein kurzes Ausschalten zyklisch um einen der mehreren Betriebszustande weiterwechselt.

28. Haustechnikinstallationsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dimmer einen bei Netzspannungsunterbrechung nichtfluchtigen Speicher für seinen letzten Betriebszustand aufweist und eine Anordnung, um bei Been- digung einer Netzspannungsunterbrechung einen neuen Betriebszustand im Ansprechen auf den gespeicherten letzten Betriebszustand zu festzulegen.

29. Haustechnikanordnung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dimmer dazu ausgebildet ist, auf Netzspannungsunterbrechung in Stufen zwischen Hell und Dunkel zu schalten.

30. Haustechnikanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dimmer dazu ausgebildet ist, in 3 bis 5 Stufen zwischen Hell und Dunkel zu schalten.

31. Haustechnikanordnung nach einem der Ansprüche 27 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass ein vom Dimmer betriebenes Leuchtmittel vorhanden ist, wobei der Dimmer eine Helligkeitskennlinie für die Abhängigkeit des

Dimmgrades vom Helligkeitsgrad des angeschlossenen Leuchmittels speichert.

32. Wechselstrom-I^stungssteuervorrichtung, insbesondere störspitzenarme Wechsel- strom-Leistungssteuervorrichtung, bevorzugt nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, mit mehreren Kanälen für stufenweise im Phasenschnitt betriebene Verbraucher und einer Steuerung für stufengemäße Phasenschnitte, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Phasenschnitte auf gleicher Stufe phasengeschnitte- ner Kanäle zeitlich gegeneinander zu versetzten.

33. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, da- durch gekennzeichnet, dass sie für den Betrieb in einem Zweiphasenwechselstromlicht- netz ausgelegt ist.

34. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden An- sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbraucher stufenweise in einem von 3 bis 5 Phasenschnitt-Stufen, 10 oder mehr Phasenschnitt-Stufen, 100 Phasenschnitt-Stufen oder 2" Phasenschnitt-Stufen betreibbar sind.

35. Wechselstrom-L^istijjigssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 34, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, nur für bestimmte Stufen Phasenschnitte gleich geschnittener Kanäle zeitlich gegeneinander zu versetzen.

36. WechselslTorn-Leistungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 35, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung einen Integrator, eine Integrationswertvorga- bestufe, einen Komparator und eine Ausgangsstufe umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Integrator dazu ausgebildet ist, beginnend mit einem bestimmten Ereignis zu integrieren, die Integrationswertvorgabestufe dazu ausgebildet ist, kanalweise Integrati- onswertvorgaben für bestimmte Phasenschnitt-Stufen zu bestimmen, der Komparator dazu ausgebildet ist, kanalweise den Integrationswert mit der Integrationsweitvorgabe zu bestimmen und bei Erreichen und/oder Überschreiten der Integrationswertvorgabe ein Hinweissignal zu erzeugen und die Ausgangsstufe dazu ausgebildet ist, im Anspre- chen auf das Hinweissignal aus dem Komparator ein Phasenschnittsignal zum Bewirken eines Phasenschnittes auszugeben.

37. Wechselstrom-Leisrungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 36, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung eine digitale Steuerung ist, die einen Zahler als Integrator, ein Zahlwertvorgabemittel als Integrationswertvorgabemittel, einen Komparator und eine Ausgangsstufe umfasst, wobei der Zahler dazu ausgebildet ist, seit einem bestimmten Ereignis vergehende Taktereignisse zu zählen, das Zahlwertvorga- bemittel dazu ausgebildet ist, kanalweise Zahlwertvorgaben für bestimmte Phasen- schnitt-Stufen zu bestimmen, der Komparator dazu ausgebildet ist, die Zahlwerte mit den Zählwertvorgaben zu bestimmen und bei Erreichen oder Überschreiten der Zähl- wertvorgabe ein Hinweissignal zu überzeugen und die Ausgangsstufe dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf das Hinweissignal aus dem Komparator ein Phasenschnittsignal zum Bewirken eines Phasenschnittes auszugeben.

38. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, da- durch gekennzeichnet, dass das Zählwertvorgabemittel dazu bestimmt ist, eine Zähl- wertvorgabe im Ansprechen auf einen zur Phasenschnitt-Stufen in einer Nachschauta- belle hinterlegten Wert oder im Ansprechen auf eine zur Phasenschnitt-Stufen durchge- führte Berechnung zu bestimmen.

39. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 38, da- durch gekennzeichnet, dass der Komparator dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle mit gleichen Phasenschnitt-Stufen das Hinweissignal zeitversetzt zu erzeugen und/oder die Integrationswertvorgabestufe dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle mit gleichen Phasenschnitt-Stufen unterschiedlichen Integrationswertvorgaben auszugeben und/oder der Integrator dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle in- nerhalb gleicher Zeiten differierende Integrationswerte zu bestimmen.

40. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 39, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung eine Digitalsteuerung ist und die Zahlwert- vorgabe dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle gleicher Phasenschnitt- bzw. Phasenschnitt-Stufen unterschiedliche Zählwerte vorzugeben.

41. Wechselstrom-I-eistungs Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 40, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Phasenschnitte auf gleicher Stufe phasengeschnittener Kanäle zeitlich um einen Bruchteil einer Phasen- schnitt-Stufen zu versetzen, insbesondere um nicht mehr als 5% der aktuell ausgegebe- nen Leistung, bevorzugt nicht mehr als 1% der aktuell ausgegebenen Leistung, insbe- sondere bevorzugt, um nicht mehr als 0,1% der aktuell ausgegebenen Leistung.

42. Wechselstrom-l^stungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 42, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, den Phasenschnitt eines Kanals um nicht mehr als 30 Millisekunden, bevorzugt um nicht mehr als 10 Millisekunden gegen jenen eines gleich gedimmten Kanals zu versetzen und/oder um mindes- tens 100 Mikrosekunden, bevorzugt mindestens 300 Mikrosekunden zeitlich zu verset- zen,

wobei die Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung bevorzugt ausgebildet ist als Wechselstromdimmer für ein Wechselstromnetz mit einer Stromwechselfrequenz > 40 und < 80 Hertz, insbesondere mit einer Nominalfrequenz zwischen einschließlich 50 bis einschließlich 60 Hertz.

43. Wechselstrom-Leistungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 42, da- durch gekennzeichnet, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, erst ab einer bestimm- ten Ausgabeleistung und/oder nur für bestimmte Dimmstufen einen Zeitversatz zwi- schen den Kanälen vorzusehen.

44. Alarmsensor zur drahtlosen Übertragung eines Alarmzustandes an wenigstens eine Gegenstelle mit einer batteriebasierten Energieversorgung, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor zwei separate, zu seiner Versorgung ausreichende Batterieanordnungen aufweist und ein Mittel zur Auswahl einer der Batterieanordnungen vorgesehen ist, das derart aus- gestaltet ist, dass von den Battterieanordnungen eine betrieben wird und die andere als Reserve dient,

und ein Reservezustand während des Alarmsensorbetriebes an die Gegenstelle über- mittelt wird. 45. Verfahren zur Bestimmung der raumlichen Position einer Baugruppe, insbesondere ei- ner Leistungssteuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,und/oder einer Baugruppe in einem Schaltschrank die dicht zusammen mit anderen Baugruppe angeordnet ist, wobei die Baugruppe einen optischen Signalsequenzgeber aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Signalsequenzgeber zur Erzeugung einer die Baugruppenidentifizierung ermöglichenden Signalsequenz erregt wird, eine Bildfolge aufgenommen wird, die optische Signalsequenz in der Bildfolge ermittelt wird und die Baugruppenposition in der Bildfolge anhand der ermittelten Signalsequenz be- stimmt wird. 46. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Baugruppe einen Nahfeldempfanger aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Aufnahme der Bildsequenz ein näherungsindikatives Signal mit dem Nahfeld- empfänger empfangen wird, die Signalsequenzerzeugung auf den Empfang des näherungsindikativen Signals aus- gelöst und

der optische Signalgeber mit der die Baugruppenidentifzierung ermöglichenden Sig- nalsequenz aufgenommen wird.

47. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Baugruppe konfigurierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

Konfigurationsinformation während der oder zeitlich nahe zur optischen Signalsequenzerzeugung

insbesondere mit den Nahefeldsignalen übertragen wird.

48. Verfahren nach einem der Ansprüche 45-47,

dadurch gekennzeichnet, dass

mehrere Baugruppen simultan eine optische Signalsequenz erzeugen, zu jedem Modul die zugehörige Signalsequenz an die Bildaufnahmevorrichtung übertragen wird und bei der Bildfolgenauswertung berücksichtigt wird.

49. Verfahren zum Datenabgleich zwischen einer zentralen Einheit und einer Station, die zur zentralen Einheit keine dauerhafte direkte Verbindung aufweist, ins- besondere einer nach einem der Ansprüche 1 bis 19 gebildeten Station, durch die Verwendung mobiler Einheiten wobei

Daten zunächst drahtlos zwischen der zentralen Einheit und mehreren mobilen Einhei- ten übertragen werden und

Daten von zumindest einer mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die Station an diese übertragen werden. 50. Verfahren insbesondere nach einem der vorgehenden Ansprüche zum Datenabgleich zwischen einer zentralen Einheit und einer Station, die zur zentralen Einheit keine dauerhafte direkte Verbindung aufweist, durch die Verwendung mobiler Einheiten wobei

Daten zunächst drahtlos zwischen der zentralen Einheit und mehreren mobilen Einheiten ubertragen werden, und dann

Daten von zumindest einer mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die Station an diese übertragen werden,

wobei die zentrale Einheit eine Zeitvorgabeeinrichtung ist, die mobilen Einheiten von dieser als Daten zeitindikative Signale mittelbar oder un- mittelbar erhalten und die Station durch die Übertragung der Daten von der zumindest einen mobilen Einheit bei Annäherung derselben an Station auf die die zentrale Einheit synchronisiert wird, und zwar ohne eine dauerhaftem direkte Verbindung zur Zeitvorgabeeinrichtung.

51. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mobile Einheit mit der Zentraleinheit synchronisiert wird, die mobile Einheit nach der Synchronisation mit einer eigenen Taktung betrieben wird und die von der mobilen Einheit an die Station übertragenen Daten im Ansprechen auf die Synchronisation und die Taktung bestimmt werden.

52. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit auf eine Drittreferenz synchronisiert wird bevor die mobile Einheit auf die Zentraleinheit synchronisiert wird.

53. Verfahren mit einem Gerät, bevorzugt einem Smartphone oder einer Fernsteuerung, das über eine lokale drahtlose Kommunikationseinrichtung, bevorzugt Bluetooth, mit einer Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormo- dul, bevorzugt einer Einheit einer Gebäudesteuerung, wie eine Leistungssteuervor- richtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19 eines Haushaltgeräts, eines Kaufautoma- ten oder einer Türofmungsvorrichtung, kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass die lokale drahtlose Kommunikationsverbindung, (a) sowohl zur Kommunikation mit einem an eine Sende-/Empfangseinrichtung ange- schlossenen Steuer- und/oder Sensormodul verwendet wird, wie bevorzugt für die Be- dienung über Smartphone zu einer Gebäudesteuerung, eines Kaufautomaten, oder ei- ner Türöffiiungseinrichtung, wobei die Kommunikation bevorzugt als audiovisuelle Kommunikation des Nutzers erfolgt, Steuerbefehle absetzt, Meldungen weiterleitet und/oder Sensor- bzw. Status-Daten erhält oder abfragt,

(b) als auch zur Messung der Entfernung oder Annäherung des Nutzers an eine Sende- / Empfangseinrichtung, bevorzugt durch Bestimmung des Abstands und/oder Ge- schwindigkeit des Nutzers zur Empfangseinrichtung, auf Basis eben dieser Kommuni- kationsverbindung verwendet wird, bevorzugt durch direkte Entfernungsmessung der Signallaufzeit und/oder Messung der Änderung der Signalstärke zumindest eines Kommunikationsfunksignals.

54. Verfahren nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, dass im Ansprechen auf eine erfasste Annäherung des Nutzers an eine Sende-/Empfangseinrichtung automatisch Schalt- und Steuervorgänge eingeleitet, Nachrichten versendet und/oder bei Annähe- rung eines von Licht geschaltet, am Haus geklingelt, Meldungen an Dritte oder andere Steuereinheiten verschickt werden, audiovisuelle Aufzeichnungen starten und/oder ei- ne Tür selbstständig öffnet bzw. verriegelt.

55. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 54, dadurch gekennzeichnet, dass aus im Ansprechen auf eine erfasste Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung das für die Bedienung des angeschlossenen Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts not- wendige Programm im Smartphone aktiviert und automatisch ein als passendes be- stimmtes Menü aufgerufen wird, welches der Nutzer für die aktuelle Bedienung benö- tigt, bevorzugt das örtlich passende Menü zu einer lokalen Raumlichtsteuerung, Hei- zungsregelung, einer Türöffhungseinrichtung oder eines Kaufautomaten, in dessen Nähe er sich befindet, vorzugsweise jeweils so, dass der Nutzer selbst das entspre- chende Programm weder aussuchen, starten noch in das notwendige Untermenü ver- zweigen muss.

56. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 55, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine SendeVEmpfangseinrichtung das für die Bedie- nung des angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts notwendige Programm oder Teile des Programms davon automatisch über die lokale Kommunika- tionsverbindung, bevorzugt Bluetooth, von der Sende-ZEmpfangseinrichtung zum Smartphone und umgekehrt geladen werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 56, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung das Smartphone und/oder eine Femsteuerung die Positionsdaten der Sende/Empfangseinrichtung er- hält und im Ansprechen darauf vorzugsweise eine Karte der Umgebung lädt und/oder öffnet und/oder die Position der Sende-ZEmpfangseinrichtung in der Karte kenntlich macht und/oder den Nutzer bei der Navigation im Gebäude unterstützt Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 57, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf eine gleichzeitige Bestimmung des Abstands zwischen Smartphone zu mehreren Sende-ZEmpfangsemrichtungen über Triangulation zur Positionsbestimmung des Smartphones in Relation zu den Sende-/ Empfangseinrichtungen ein in der Nähe des Smartphones gelegenes Steuer- und/oder Sensormodul identifiziert wird, das selbst nicht über eine Nahbereichs-Empfangseinrichtung verfugt und automatisch das zuge- hörige Bedienprogramm geladen und/oder das notwendige Bedienmenü für eben dieses Steuer- und/oder Sensormodul aktiviert oder eine Funktion ausgelöst wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 58, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung in Verbindung mit der Lagesensorik oder Gestenerkennung des Smartphones, bevorzugt ein erkanntes Schütteln, ein Steuer- und/oder Sensormodul bestimmt wird und automatisch ein zu- gehöriges Bedienprogramm geladen und/oder das notwendige Bedienmenü für eben dieses Steuer- und/oder Sensormodul aktiviert wird und/oder ein Bedienvorgang durch eine Lageänderung oder Gestik mit dem Smartphone ausgelöst wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 59, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kennung des Nutzers, bevorzugt die eindeutige Bluetooth-ID seines Smartphones / Femsteuerung, zur Auswahl eines Bedienprogramms und/oder Untermenüs, zum Aus- lösen eines automatischen Funktionsauslösung oder Senden einer Meldung herange- zogen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 60, dadurch gekennzeichnet, dass bei Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, bevorzugt aufgrund einer Zeittabelle im Gerät und/oder des Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzerabhängig, bevorzugt im Ansprechen auf die JD der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, Daten lokal im Gerät und/oder auf dem Smartphone und/oder auf einem entfernten Server gespeichert werden, wobei in den gespeicherten Daten bevorzugt enthalten ist: ein Zeitstempel, und/oder die Ken- nung des Nutzers, und/oder die ID der Kommunikationsverbindung, und/oder die Zu- Standsdaten des Steuer-/Sensormoduls bzw. Geräts, und/oder lokale Umgebungsdaten, bevorzugt zumindest eines von Temperatur, Helligkeit, Zustand der Tür, Zustand des Schlosses, und/oder Daten vom Smartphone/Tablet des sich annähernden Nutzers.

62. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 61 , dadurch gekennzeichnet, dass bei An- näherung an eine Sende-/Empfangseinri chtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, bevorzugt im Ansprechen auf einer Zeittabel- le im Gerat und/oder des Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzerabhängig, bevorzugt im Ansprechen auf die ED der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, unterschiedliche Programme im Smartphone aktiviert und/oder automatisch in ein passendes Menü verzweigt wird, welches der Nutzer für die aktuelle Bedienung verwenden kann, bevorzugt das örtlich passende Menü zu einer lokalen Raumlichtsteuerung, Heizungsregelung, Türöffnungseinrichtung und/oder einem Kaufautomaten, in deren Nähe er sich befindet, ohne dass der Nutzer selbst das entsprechende Programm aussuchen, starten und in das notwendige Untermenü verzweigen muss.

63. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 62, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlosse- nem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, im Ansprechen auf eine lokale Zeittabelle im Gerät und/oder im Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzerabhängig, bevorzugt im Ansprechen auf die ED der Kommuni- kationsverbindung und/oder eine Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, unterschied- liche Programme oder Teile des Programms davon automatisch über die lokale Kom- munikationsverbindung, bevorzugt Bluetooth, von der Sende-/Empfangseinrichtung zum Smartphone und/oder umgekehrt geladen werden.

64. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 63, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlosse- nem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts ZEITABHÄNGIG, bevorzugt im Ansprechen auf eine Zeittabelle im Gerät und/oder im Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzerabhängig, bevorzugt im Ansprechen auf die ED der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, auto- matisch Schalt- und Steuervorgänge eingeleitet und/oder Nachrichten versendet wer- den und bevorzugt so bei Annäherung Licht geschaltet, am Haus geklingelt, Meldun- gen an Dritte oder andere Steuereinheiten verschickt werden, audiovisuelle Aufzeich- nungen starten oder eine Tür selbstständig öffnet bzw. verriegelt.

65. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 64, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf eine Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlosse- nem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts, Meldungen über das Smartpho- ne/Tablet und/oder andere Module, die ggfs. die gleiche Kommunikationsverbindung nutzen, bevorzugt Module einer Steuerungs- oder Meldeanlage eines Gebäudes, wei- tergeleitet werden, wobei in den Meldungen bevorzugt enthalten ist: ein Zeitstempel, und/oder die Kennung des Nutzers, und/oder die ID der Kommunikationsverbindung, und/oder die Zustandsdaten des Steuer-/Sensormoduls bzw. Geräts, und/oder lokale Umgebungsdaten, wie Temperatur, Helligkeit, Zustand der Tür, Zustand des Schlos- ses, und/oder Daten vom Smartphone/Tablet des sich annähernden Nutzers.

66. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 65, dadurch gekennzeichnet, dass im An- sprechen auf die Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlosse- nem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts, von einem entfernten Server über das Smartphone und dessen Kommunikationseinrichtung und/oder das Modul/Gerät und dessen Kommunikationseinrichtung, Programme oder Programmteile und/oder Zeitta- bellen und/oder Berechtigungen für den Nutzer und/oder andere Daten in das Steuer- /Sensormodul bzw. Gerät geladen werden.

67. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 66, mit einer Vorrichtung zur Feldstärke- messung und mit einer durch eine Batterie versorgten Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät, bevorzugt einer Ein- heit einer Gebäudesteuerung, einer Alarmanlage, einer Heizungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kaufautomaten oder einer Türöffnungsvorrichtung, worin die Vorrichtung zur Feldstärkemessung energiesparend, be- vorzugt im Zeitmultiplex betrieben wird und die Annäherung eines Mobiltelefons/ Smartphones/Tablet misst, und erst dann die eigentliche Sende-/Empfangseinrichtung eingeschaltet wird und mit dem Smartphone dann eine Kommunikationsverbindung aufbaut, wenn eine Annäherung erfasst wurde.

68. Verfahren nach einem der Ansprüche 53 bis 67, mit mehreren Sende- /Empfangseinrichtungen mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät, bevorzugt einer Einheit einer Gebäudesteuerung, einer Alarmanlage, einer Hei- zungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kaufautomaten oder einer Türöffhungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne Sen- de-/Empfangseinrichtung bei teilweiser Störung oder Ausfall der Kommunikations- verbindung zu den anderen Sende-/Empfangseinrichtungen diese Störung/Ausfall dem Nutzer signalisiert, bevorzugt durch eine audiovisuelle Meldung und/oder dazu die lokalen Aktoren verwendet, wie bevorzugt durch Einschalten oder Blinken des Raum- lichts und/oder Auf- und Abfahren der Rollos.

Description:
Leistungssteuervorrichtung

Die vorliegende Erfindung betrifft das oberbegrifflich Beanspruchte und bezieht sich somit auf Haustechnikanordnungen im allgemeinen und insbesondere unter anderem auch auf Leis- tungssteuervorrichtungen .

Es gibt eine Reihe von Haustechnikanordnungen, die von einem. Benutzer bedient werden müssen, Hierzu zählen Haustechnikanordnungen nicht nur in privaten Wohngebäuden, son- -ern auch in Bürogebäuden beliebiger Größe, öffentlichen Gebäuden usw. Zu den von einem Benutzer zu benutzenden Haustechnikanordnungen gehören unter anderem Türöffher, Rolllä- den, Lüftungen, Heizungen, Licht usw. Daneben ist es oftmals wünschenswert, einen Benüt- zer oder eine bestimmte Person oder Personengruppe daraufhinzuweisen, wenn im Gebäude Gefahren drohen, Eingriffe erforderlich, Kontrollen sinnvoll sind oder dergleichen. Was Haustechnikanordnungen, deren Montage und Aufbau angeht, sowie die allgemeine Bedie- nung, sei unter anderem hingewiesen auf die folgenden Schutzrechte PCT/EP2015/072878, DE 10 2016 204 045, DE 10 2016 204 056 und DE 10 2015 223 953 sowie die mit diesen Schutzrechten über Prioritäten verbundenen Parallelanmeldungen. Die vorgenannten Schutz- rechte gehen zum Teil auf dieselbe Anmelderin und/oder auf gleiche oder zum Teil gleiche Erfinder wie das vorliegende Schutzrecht zurück. Die Schutzrechte sind vollumfänglich zu Offenbarungszwecken eingegliedert und es wird ersichtlich, dass hier nützliehe Grundlagen und Details zu bestimmten Techniken, wie Aufbau von Dimmern. Kommunikation von Ein- heiten untereinander und/oder mit einem einzelnen Nutzer oder mehreren Benutzern, einer Zentrale und/oder mit einer entfernt von einem .Aktor, Taster oder Schalter bzw. Sensor be- findlichen Person aus den vorgebannten Dokumenten zumindest zum Teil offenbart sind.

In den vorbekannten Schutzrechten wird unter anderem beschrieben, dass Schalter auf be- stimmte Art und Weise konstruiert werden können, um besser bedienbar zu sein, um eine preiswerte Herstellung zu ermöglichen, eine leichte Konfigurierung insbesondere durch eine Zentrale zu erlauben usw. Es wird auch beschrieben, wie etwa eine Dimmeranordnung kon- struiert werden kann, um platzsparend große Leistungen mit geringem Verlustleistungen aus- geben zu können.

Es wird ' für den Fachmann einsichtig sein, dass ungeachtet der in den referenzierten Doku- menten beschriebenen fortschrittlichen Techniken weitere Verbesserungen wünschenswert sein werden, insbesondere um eine Sicherheit gegen Fremdeingriffe zu erhöhen und/oder um die Bedienung zu vereinfachen und/oder um die Konfigurierung zu vereinfachen und/oder um die Funktionalität zu verbessern. Es wird auch einsichtig sein, dass es wünschenswert ist, den Gesamtaufwand für den Betrieb eines Systems zu verringern und/oder die Kosten zu senken. Es wird wünschenswert, zumindest einige der oben genannten, anzustrebenden Verbesserun- gen wenigstens partiell zu erzielen.

Elektrische Verbraucher in den erwähnten und anderen Haustechnikanordnungen sollen oft- mals nicht einfach an- und ausgeschaltet werden, sondern es soll die an sie gespeiste bzw. von ihnen abgegebene Leistung gesteuert und somit verändert werden. Dies gilt beispielsweise bei Lampen in einem Raum, die zu bestimmten Zeiten nicht mit voller Helligkeit leuchten, son- dern gedimmt werden sollen. Andere Beispiele sind etwa Deckenventilatoren oder Belüf- tungsventilatoren, die je nach Wunsch eines Benutzers schneller oder langsamer laufen sollen oder elektrische (Zusatz) -Heizungen in Bädern und dergleichen.

Es ist per se bekannt, für elektrische Lampen Dimmer vorzusehen. Das Dimrnen der Hellig- keit geschieht, indem die dem Leuchtmittel der elektrischen Lampe zugeführte Leistung redu- ziert wird. Während es prinzipiell möglich wäre, dies bei Wechselspannungsnetzen durch Verringerung der maximalen Spannungen zu bewirken, wird bei herkömmlichen, aktuell ge- bräuchlichen Dimmem der zum Leuchtmittel fließende Strom in einer bestimmten Phase wäh- rend des Wechselspannungsverlaufs unterbrochen. Eine entsprechende Beeinflussung der an die elektrische Lampe gespeisten Leistung wird auch vorliegend vorgenommen. Die Beein- flussung der elektrischen Leistung ist, wie einsichtig ist, nicht nur bei elektrischen Lampen sinnvoll, sondern kann generell für eine Vielzahl elektrischer Verbraucher angewendet werden. Die hier in der vorliegenden Anmeldung verwendete Bezeichnung„Dimmer" beschränkt sich also nicht auf Lichtdimmer oder Lampendimmer. Auch ist einsichtig, dass dort, wo von Haustechnikanordnungen die Rede ist, keinesfalls nur eine Verwendung im privaten Woh- nungsbereich angedacht ist. Vielmehr wird einzusehen sein, dass unter Haustechnikanordnung ganz allgemein Anwendungen in Gebäuden, insbesondere zu Wohn- und Arbeitszwecken dienenden Gebäuden, aber auch Funktionsbauten wie Industrieanlagen, Parkhäusern und der- gleichen zu verstehen sind.

Es wird einzuschätzen sein, dass mit Lichtnetz, bzw. Licht- Wechselspannungsnetz die in Ge- bäuden gebräuchlichen Anschlüsse mit beispielsweise 110 V, 120 V, 220 V, 230 V oder 240 V und typisch 50 bis 60 Hertz Frequenz gemeint sind. Derartige Lichtnetze werden typisch zweiphasig ausgelegt, wobei ein zusätzlicher Erdleiter vorhanden sein kann.

Als Beispiele für vorbekannte Dimmerschaltungen seien die Anordnungen genannt, die aus den Dokumenten US 2010 / 0264838 AI, US 2013 / 0057 163 AI, und US 2014 / 0265 898 AI bekannt sind. Das Dimmen in Licht- Wechsel Spannungs-Netzen erfolgt wie erwähnt typisch so, dass Strom und Spannung nicht während der Dauer einer ganzen Wechselspan- nungs-Phase an einen Verbraucher gespeist werden, sondern eine Beschränkung dieser Dau- ern stattfindet.

Je nachdem, während welchem Teil der elektrischen Wechselspannungsschwingungen die Unterbrechung erfolgt, wird von Phasenanschnitt- bzw. Phasenabschnitt gesprochen; dabei sollten kapazitive Lasten per Phasenabschnitt gedimmt werden, während induktive und ohm- sche Lasten per Phasenanschnitt gedimmt werden sollen. Es sind bereits Dimmer bekannt, de- ren Elektronik die Lastcharakteristik erkennt und automatisch eine entsprechende Ansteue- rung wählt.

Die bekannten Leistungssteuer- Vorrichtungen sind im Regelfall gerade für Vielkanal- Anordnungen baulich sehr groß, etwa in der professionellen Lichttechnik, wo als Lichtmisch- pulte bezeichnete Steuergeräte z.B. gemäß DMX-Standard digitale Signale erzeugen, die dann über geeignete Datenleitungen bis zu einer Lichtquelle wie einem Scheinwerfer übertragen und dort ausgewertet werden, um den jeweiligen Scheinwerfer auf die gewünschte Helligkeit zu dimmen. Dies ist vergleichsweise aufwändig.

Es gibt auch seit langem Dimmer für den Hausgebrauch, die einen Einbau in Unterputzdose und damit die Verwendung mit herkömmlichen Schaltern erlauben. Die typische Auslegung derartiger Dimmer und die bei Phasenan- bzw. -abschnitt entstehende Wärme führen jedoch dazu, dass handelsübliche Dimmer für Unterputzdosen nur als Einkanaldimmer ausgelegt sind, was bedeutet, dass alle Verbraucher, die an den Dimmer angeschlossen werden, gemein- sam in gleicher Weise heruntergedimmt werden.

Es ist wünschenswert, eine leistungssteuernde Vorrichtung anzugeben, bei der viele Lasten in einem Lichtnetz unabhängig voneinander betrieben, aber gemeinsam kontrolliert werden kön- nen. Es ist auch wünschenswert, dass eine solche Leistungssteuervorrichtung einfach aufge- baut ist Es ist auch wünschenswert, dass eine solche Leistungssteuervorrichtung preiswert ist. Es ist auch wünschenswert, dass eine solche Leistungssteuervorrichtung hochintegriert ist

Es wäre vorteilhaft, zumindest einem Teil dieser Wünsche zumindest partiell genügen zu können.

Die Aufgäbe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Neues für die gewerbliche Anwen- dung bereitzustellen.

Die Lösung dieser Aufgabe wird unter anderem durch die Vorschläge in den Ansprüchen er- zielt, es sei aber daraufhingewiesen, dass sich der Offenbarungsgehalt der vorliegenden An- meldung nicht darauf beschränkt, nur jene Elemente, Elementkombinationen, Geräte und Ver- fahren sowie Merkmale und Merkmalskombinationen als erfinderisch anzusehen, die am Tag der Anmeldung explizit in Ansprüchen genannt sind.

Vielmehr wird der Fachmann erkennen, dass sich Vorteile bei der Ausgestaltung von Haus- technikanordnungen, Haustechnikanordnungssystemen usw. dann ergeben, wenn auf andere Teile der vorliegenden Offenbarung Bezug genommen wird, die momentan nicht explizit be- ansprucht sind. Es sei in diesem Zusammenhang daraufhingewiesen, dass auch Verweise da- rauf, dass bestimmte Zusammenhänge oder dergleichen als wichtig angesehen werden, nicht bedeuten, dass entsprechende Merkmale zwingend in irgendeinem Anspruch vorhanden sein müssen. Es ist vielmehr so, dass Begriffe wie„wichtig",„bedeutend" usw. vorliegend auch verwendet werden, um Zusammenhänge herauszustreichen, Erklärungen bzw. Erklärungsvor- schläge, die nicht zwingend korrekt sein müssen, zu geben usw.

Vor diesem Hintergrund werden unter anderem folgende, zum Teil nicht zwingend unmittel- bar miteinander zusammenhängende, sondern separat implementierbare, gleichwohl in Zu- sammenwirkung bevorzugt gemeinsam implementierbare und durch gemeinsame Implemen- tierung Vorteile bietenden Besonderheiten vorgeschlagen.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird unter anderem eine Leistungs- steuervorrichtung für eine Vielzahl unabhängig betreibbarer Lasten eines zweiphasigen Wechselstrom-Lichtnetzes vorgeschlagen, die für die unabhängig betreibbaren Lasten eine bevorzugt gemeinsame Kontrollanordnung und separate Leistungsschal tungsanordnungen aufweist, wobei die Leistungsschal tungsanordnungen jeweils ein Leistungshalbleiterpaar, eine Ansteuerschaltung, die als die Leistungshalbleiter leitend oder nichtleitend steuernde Trei- berschaltung gebildet ist, und eine zugeordnete Netzteilschaltung aufweisen, und wobei die Kontrollanordnung eine Netzteilschaltung aufweist, wobei die Netzteilschaltungen separate Bezugspotentiale für die Leistungsschaltungsanordnungen und die Kontrollanordnung auf- weisen, und zwar derart, dass von einer ersten Lichtnetzphase die Bezugspotenziale für die Leistungsschaltungsanordnungs-Netzteile bzw. Netzteischaltungen abgeleitet sind, und von der zweiten Lichtnetzphase das Bezugspotenzial für die Netzteilschaltung der Kontrollanord- nung abgeleitet ist, wobei das Bezugspotenzial für die Netzteilschaltung der Kontrollanord- nung jeweils von dem Potentialpunkt zwischen dem Leistungshalbleiterpaar differiert, und wobei für die Übertragung von Ansteuersignalen aus der Kontrollanordnung an die Ansteuer- schaltungen zwischen Kontrollanordnung und Ansteuerschaltungen jeweils ein Optokoppler oder z.B. ein Übertrager, d.h. jedenfalls ein elektrisches Trennmittel, vorgesehen ist.

Bei der erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung wird es sich typisch um einen Dim- mer handeln, der eine Dimmung durch Phasenschnitt mittels der Ansteuerungsschaltung er- reicht Neben Leuchtmitteln, die gedimmt werden sollen, können aber auch Heizungen, Venti- latoren und dergleichen Verbraucher gesteuert werden. Daneben ist es ohne weiteres möglich, die Leistungssteuervorrichtung auch dort einzusetzen, wo die Leistung nicht in einer quasi kontinuierlichen Weise geregelt werden soll, sondern an- oder ausgeschaltet werden soll, wie dies bei Rollläden usw. der Fall ist. Hier kann etwa ein Kanal zur Auf- und ein Kanal zur Ab- Steuerung eines Rollladens verwendet werden.

Die Steuerung der Leistungen, d.h. die Veränderung der Verbrauchern und somit Lasten zuge- fuhrten Leistungen kann in sehr kleinen Stufen erfolgen, indem der Zeitpunkt des Phasenab- schnittes quasi kontinuierlich verändert wird. Es wird einzuschätzen sein, dass in einem 50 Hz oder 60 Hz-Wechselstromnetz, wie es herkömmliche Lichtnetze typisch darstellen, eine Fest- legung des Anschnittzeitpunktes auf 1ms bereits o.w. ausreicht, um eine sehr große Anzahl von Steuerungsschritten zu realisieren. Derartig präzise Vorgaben einer Phasenanstiegszeit lassen sich aber mit Mikroprozessoren in Kontrollanordnungen selbst dann völlig problemfrei realisieren, wenn diese sehr langsam, also im Bereich einiger weniger Megahertz getaktet sind. Oftmals sind die Genauigkeiten sogar höher. Indem die Ansteuerungsschaltungen Leis- tungshalbleiter leitend oder nichtleitend steuern, und zwar entsprechend der über

Optokoppler, galvanisch trennende Anordnungen wie Übertrager und dergl. elektrisch isoliert von der Kontrollanordnung erhaltenen, gegebenenfalls über einen Puffertreiber oder derglei- chen angepassten Schaltsignale, kann die Ansteuerschaltung besonders einfach ausgestaltet werden und es ist nicht erforderlich, die Ansteuerschaltung mit komplexen Logiksignalen zu beaufschlagen, die einem Protokoll folgen wie bei der DMX-Lichttechnik. Die Ansteuerungs- schaltungen der vorliegenden Erfindimg sind also dazu ausgelegt, protokollfreie Signale zu erhalten und dazu, die Leistungshalbleiter auf Signale aus der Kontrollanordnung unmittelbar leitend oder nichtleitend zu steuern, und die Kontrollanordnung gibt Signale aus, die unmit- telbar den Phasenan- bzw. -abschnittszeitpunkt selbst bestimmen. Insbesondere kann ein digi- tales Signal ausgegeben werden, das so lange einen ersten binären Wert (0 oder 1) besitzt, wie ein leitender Zustand für die Leistungshalbleiter gewünscht wird, d.h. von der Steuerung vor- gegeben und so lange den zweiten binaren Wert (1 oder 0) besitzt, wie ein nichtleitender Zu- stand für die Leistungshalbleiter gewünscht wird.

Durch die Verwendung protokollfreier Signale ist es nicht erforderlich, die Signale als einem Telekommunikationsprotokoll voll gehorchende Abfolge von wechselnden Signalpegeln aus- zugeben oder mehrere einzelne Signalpegel parallel zu erzeugen, damit die Kontrollanord- nung leitend oder nichtleitend gesteuert wird. Vielmehr bestimmt der Pegel des einzelnen pro- tokollfreien Signals unmittelbar, ob die Leistungshalbleiter leitend oder nichtleitend gesteuert werden sollen.

Die Ansteuerbarkeit unabhängig betreibbarer Lasten bedeutet, dass es sich bei der Leistungs- steuervorrichtung der vorliegenden Erfindung um ein Mehrkanalgerät handelt, d.h. die Leis- tungssteuervorrichtung ist ein Gerät, das mehrere unabhängig voneinander betreibbare Lasten ansteuern kann und somit mehrere Kanäle besitzt. Es sei daraufhingewiesen, dass später noch erläutert wird, dass die Lei stungssteuervorrichtung der vorliegenden Erfindung vorteilhaft mit mindestens einer Drahtlosschnittstelle wie Bluetooth oder WLAN ausgebildet sein kann; es ist bekannt, dass das für die Übertragung von derartigen Funksignalen zur Verfügung stehende Band in mehrere„Funk-Kanäle" unterteilt wird. Die Bezugnahme auf Kanäle in der vorlie- genden Erfindung bezieht sich vorliegend jedoch regelmäßig auf Kanäle anzusteuernder Las- ten, nicht auf Funkkanäle, sofern nichts anderes unmittelbar ersichtlich ist.

Dass die Lasten unabhängig voneinander betreibbar sind, bedeutet zunächst, dass im wesent- lichen die Leistungsausgabe in einem Kanal nicht beeinflusst wird von der Leistungsausgabe, die für einen anderen Kanal vorgesehen ist. Hier ist es durch die unabhängige Betreibbarkeit möglich, dass die Leistungsvorgabe in den Kanälen sich nicht wechselseitig beeinflusst.

Grenzen findet diese Unabhängigkeit allerdings dort, wo etwa sichere Betriebsbedingungen zu beachten sind; dies kann dort der Fall sein, wo bei einer gegebenen Last vergleichsweise viel Wärme innerhalb des Dimmers erzeugt wird. Die im Dimmer erzeugte Wärme wird ab- hängen von der Leistung, die ausgegeben wird, d.h. beispielsweise dem gesamtfließenden Strom durch die Last, sowie davon, wo der Phasenschnitt erfolgt. Müssen sehr große Ströme durch die Last unterbrochen werden, wird die Erwärmung höher sein. Dies kann bei mehreren Kanälen, die alle in einem Bereich betrieben werden, wo die im Dimmer abfallende Leistung besonders hoch ist, dazu führen, dass die maximal im Dimmer zulässige Verlustleistung über- schritten würde. In einem solchen Fall ist dann zu beachten, dass die Gesamtleistung nicht überschritten werden darf. Auch durch den Zwang, hochfrequente Störungen zu begrenzen, kann die Unabhängigkeit Grenzen finden, wie weiter unten ersichtlich sein wird. Dies be- grenzt insoweit die Unabhängigkeit des Betreibens verschiedener Lasten; wo dies unkritisch ist, ist eine vollständige Unabhängigkeit gegeben.

Es sei übrigens erwähnt, dass - sofern nichts weiteres ersichtlich und verständlich- dort, wo auf Bluetooth -fähige Geräte Bezug genommen wird, der herkömmliche Bluetooth-Standard ebenso verwendet werden kann wie neuere Bluetooth-Standards, etwa Bluetooth-LowEnergy usw., was bevorzugt ist Die Verwendbarkeit kommender Kommunikationsstandards wird an- tizipiert

Die Kontrollanordnung wird typisch als Logikschaltung ausgebildet sein und eine CPU bzw. einen Mikrokontroller oder dergleichen umfassen, um eine Vielzahl von unterschiedlichen Ansteuerungsmöglichkeiten zu realisieren und zuzulassen. Es wird zwar bevorzugt sein, für alle Kanäle eine gemeinsame Kontrollanordnung, d.h. eine gemeinsame CPU, einen gemein- samen Mikrokontroller oder dergleichen vorzusehen. Dass dies nicht zwingend ist, sei aber erwähnt. Gegebenenfalls könnten also auch separate Mikrokontroller oder dergleichen vorge- sehen sein. Sofern mehrere Mikrokontroller, CPUs oder dergleichen vorgesehen sind und be- stimmte Funktionalitäten erfordern, dass mehrere Kanäle gleichzeitig betrachtet werden, etwa um die Gesamtverlustleistung innerhalb der Dimmer-Anordnung zu reduzieren und/oder ein exakt simultanes Schalten von Lasten auf den Kanälen zur Verringerung von Netzstörungen zu verhindern, werden diese typisch dazu ausgebildet sein, miteinander zu kommunizieren, etwa für den Austausch von Statussignalen und dergleichen.

Die Kopplung der Microcontroller bzw. CPUs kann dann dergestalt geschehen, dass zwischen den Einheiten Informationen ausgetauscht werden, die sich auf die an einem jeweiligen Kanal erforderliche Schaltung und/oder Betrieb bezieht. So kann etwa dort, wo vermieden werden soll, dass mehrere Kanäle zu einem exakt gleichen Zeitpunkt mit zu hoher Leistung geschaltet werden, der Schaltzeitpunkt ausgetauscht werden und einer der Microcontroller kann dann dazu bestimmt werden, in Fällen, bei denen eine Schaltung zu praktisch den gleichen Zeiten erfolgen würden, eine zeitliche Verschiebung des Schaltens zu bewirken.

Bei Verwendung einer einzelnen, allen Kanälen gemeinsame CPU bzw. einem allen Kanälen gemeinsamen Mikrokontroller erübrigen sich entsprechende Maßnahmen einsichtiger Weise, weil ohnehin nur eine Instanz vorhanden ist, die alle Kanäle kontrolliert.

Es wird einzuschätzen sein, dass die Hardwareimplementierung auf unterschiedliche Weise geschehen kann. Prinzipiell wäre es möglich, zur Implementierung ASICs oder dergleichen einzusetzen. Mit solchen ASICs können samtliche Funktionalitäten ohne weiteres implemen- tiert werden, die in der vorliegenden Anmeldung diskutiert werden. Nachteilig ist jedoch, wie prinzipiell bei ASICs, dass Änderungen der Funktionalität, ggf. von verwendeten Protokollen, Anpassungen an neue Anforderungen sowohl seitens der Benutzer als auch der Sicherheit kontrollierenden Instanzen schwierig sind und die Herstellung von ASICs im Regelfall sehr teuer ist, sodass sich dies nur für extrem große Stückzahlen amortisiert. Es wird daher in einer bevorzugten Variante mit Mikrokontrollern bzw. CPUs gearbeitet werden, wobei der Fach- mann erkennen wird, dass damit typisch verbunden ist, dass zur Implementierung bestimmter, vorliegend vorgeschlagener Vorgehensweisen, Kommunikationsarten, Signalübertragen usw. eine CPU bzw. ein Mikrokontroller, ein Speicher für abzuarbeitende Anweisungen, deren Abarbeitung das Ausfuhren von bestimmten Verfahrensschritten bewirkt, ein Taktgeber, der einen im Vergleich zur Lichtnetzfrequenz hochfrequenten Takt erzeugt, typisch mit wenigstes einigen 1000 Takten je Halb welle vorhanden sein werden; es werden typisch Schnittstellen vorhanden sein, wie Eingänge für analoge Signale, die zu digitalisieren sind, und/oder für bi- näre, bereits digitalisierte Signale von Tastern, Analogdigitalwandlern, Kommunikationsschnittstellen wie Bluetooth-Bausteinen, Ausgängen zu Optokopplern usw., die jeweils einen Teil der Hardware der Leistungssteuervorrichtung bilden können.

Was die Netzteilschaltungen angeht, so wird einsichtig sein, dass die Kontrollanordnung ei- nen Leistungsbedarf aufweisen wird, der größer ist als jener der mit Treiberschaltungen reali- sierten Ansteuerungsschal hangen. Dementsprechend wird die Netzteilschaltung für die Kont- rollanordnung etwas aufwändiger gestaltet sein, während die Netzteilschaltung für die den Leistungshalbleitem zugeordnete Treiberschaltung sehr einfach gestaltet sein kann, weil sich einerseits geringe Spannungsschwankungen kaum auswirken und andererseits die für die Treiberschaltung benötigten Leistungen gering sind. Die (womöglich als galvanisch bezeichnete, aber nicht zwingend tatsächlich galvanische) elektrisch isolierende Trennung könnte zwar durch Übertrager wie Transformatoren oder der- gleichen realisiert sein, wird aber im Regelfall mit opto-elektronischen Bauelementen imple- mentiert werden, d.h. mittels sog. Optokoppler. Im vorliegenden Fall ist es ausreichend, wenn die Optokoppler je Kanal ein binares Ansteuerungssignal übertragen, das anzeigt, ob momen- tan ein leitender oder nichtleitender Zustand der Leistungshalbleiter erforderlich ist Es wird aus dem obigen bereits einsichtig sein, dass es ausreicht, von der Kontrollanordnung die binä- ren Steuersignale gewünschter Dauer an die Optokoppler zu übertragen, ohne dass ein Rück- kanal von der Ansteuerschaltung oder dem Optokoppler an die Kontrollanordnung vorhanden sein muss. Typische, auch einfache und preiswerte Optokoppler erlauben ohne weiteres An- stiegs-und Abiallzeiten, welche für eine Phasenschnitt- Steuerung ohne weiteres ausreichend sind.

Indem eine elektrisch isolierende Trennung zwischen der Kontrollanordnung und dem Leis- tungshalbleiter jedes Kanals bzw. dem Leistungshalbleiterpaar jedes Kanals erfolgt, werden auch die Kanäle untereinander wechselseitig wie erforderlich voneinander isoliert sein. Wie verständlich sein wird, sind unterschiedliche Möglichkeiten der elektrischen Isolation gege- ben. Optokoppler sind besonders einfach, preiswert und für Zwecke der vorliegenden Erfin- dung ausreichend schnell. Deswegen sind sie besonders bevorzugt.

Es ist im Übrigen nicht erforderlich, die Kontrollanordnung vollständig gegen die Lastkreise zu isolieren; typisch wird z.B. eine elektrisch leitende Verbindung zum Shunt-Widerstand vorliegen.

Es sei darauf hingewiesen, dass in einer besonders bevorzugten Variante die Treiberstufe an das Leistungsschalterpaar gleichstromgekoppelt ist und auch zwischen Shunt und Strommes- sungslogikschaltung typisch keine elektrische Gleichstromtrennung, kein Optokoppler oder dergleichen vorgesehen ist, sondern beispielsweise allenfalls (evtl: hinreichend groß dimen- sionierte) Kondensatoren. Auch Kondensatoren werden aber typisch nicht erforderlich sein.

Es sei erwähnt, dass prinzipiell an bestimmten Stellen durchaus Kondensatoren im Dimmer eingesetzt werden können, etwa im Netzteil zur Entstörung usw. Eine weitere mögliche An- wendung ist dort gegeben, wo sichergestellt werden soll, dass ein Dimmer nach einer nur kur- zen Unterbrechung der Stromzufuhr, d.h. einem sogenannten ,3rownout", auf der korrekten Dimmstufe wieder einschaltet, während er nach einer längeren Unterbrechung der Stromzu- fuhr nicht wieder einschaltet oder auf einer von der vorherigen unabhängigen Dimmstufe. Die dafür erforderliche Unterscheidung zwischen längerer und kürzerer Ausschaltdauer kann bei- spielsweise durch ein RC-Glied gewährleistet werden, wenn dieses während eines normalen Betriebs aufgeladen wird und nach Wegfall der Spannungsversorgung, also etwa bei einem Stromausfall, der geladene Kondensator langsam über den Widerstand des RC-Gliedes entla- den wird. Es muss dann lediglich beim Wiedereinschalten die vorteilhafte Spannung am Kon- densator erfasst werden. Eine weitere Alternative, ein vorteilhaftes Wiedereinschalten durch den Einsatz von Kondensatoren zu unterstützen, besteht darin, zumindest einen Takt- bzw. Zeitgeber während einer Stromunterbrechung für eine bestimmte Zeit lang aus einem Kon- densator oder dergleichen mit Leistung zu versorgen und die Zeit seit einem Stromausfall bzw. die Anzahl an Takten während des Stromausfalles zu bestimmen und ggf. nichtflüchtig weg zu speichern. Bei einer hinreichend großen Leistungsversorgung, d.h. beispielsweise ei- nem hinreichend großen Pufferkondensator, kann gewährleistet werden, dass dann der Takt beziehungsweise Zeitgeber zumindest so lange läuft, wie ein Wiedereinschalten des Dimmers auf der vorherigen Dimmstufe noch als sinnvoll angesehen wird. Dies kann im Bereich zwi- schen einigen Minuten bis eventuell mehrere Stunden der Fall sein; wenn dann auch die Leistungspufferspeicher für, die Taktung bzw. den Zeitgeber erschöpft sind, kann durch das Setzen eines Flags und/oder das Wegschreiben des Zählwertes, der einen hinreichend hohen Wert er- reicht hat, sichergestellt werden, dass zwischen einem Fall kurzer und längerer Stromunter- brechung trotzdem sicher unterschieden werden kann. Die entsprechende Information d.h. z.B. der Zählerwert, wird nach dem Wiedereinschalten ausgelesen und im Ansprechen darauf entweder der Dimmer auf der vorherigen Stufe oder einen anderen, vorbestimmten Stufe wieder eingeschaltet oder ausgelassen. Es sei im Übrigen erwähnt, dass es dort, wo per se die ab- solute Zeit benützt wird, um etwa Heizungen zu bestimmten Zeiten an- und auszuschalten, Rollläden zu bestimmten Zeiten zu senken oder anzuheben usw. vorteilhaft ist, auch längere Netzausfälle überbrücken zu können, falls nicht nach Wiedereinschalten eine zentrale Zeit über geeignete Kommunikationsstellen hinreichend schnell und sicher erhalten werden kann.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusatzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die jeweiligen Leistungshalbleiter Leistungshalblei- terpaare, bevorzugt MOSFETs, umfassen, wobei bevorzugt die Ansteuerschaltung als Trei- berschaltung dazu ausgebildet ist, die I^stungshalbleiterpaare leitend oder nichtleitend zu steuern, und bevorzugt als TTL-Schaltung gebildet ist. Bei einer Ausbildung der Leistungshalbleiter mit Leistungshalbleiterpaaren wird die Treiber- schaltung typisch einen zwischen diesen liegenden Bezugspunkt bzw. Ansteuerpunkt aufweisen. Es wird einsichtig sein, dass auch bei sehr einfacher Ausbildung der Treiberschaltung, etwa, wie hier bevorzugt, als T^Schaltung, die Anstiegs-und Abfall-Flanken der Treiber- schaltung hinreichend steil sein werden, um eine problemfreie und ausreichende Ansteuerung der Leistungshalbleiter zuzulassen.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass dort wo etwa für die elektrische Isolierung zwischen Leis- tungshalbleiterpaar und Kontrollschaltung ein Optokoppler verwendet wird, dessen Aus- gangssignale unmittelbar zur Ansteuerung der Leistungshalbleiter geeignet wären, auf eine separate Ansteuerschaltung verzichtet werden könnte.

Bei Ausbildung der Ansteuerschaltung als Treiberschaltung wird diese ihr Eingangssignal wiederum unmittelbar (gegebenenfalls abgesehen von einer Signalpufferung, Signalkonditio- nierung, Filterung und dergleichen) bevorzugt von einem Optokoppler erhalten, der eine be- sonders einfache Ausbildung der für die elektrisch Potenzial-Trennung verwendeten Mittel er- laubt. Es sei erwähnt, dass trotz der sehr einfachen Ausbildung der Ansteuerschaltung als rei- ne Treiberschaltung gleichwohl ein Phasenan- bzw. -abschnitt je nach Lastart

implementierbar ist, indem die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung an der Last erfasst wird. Die vorliegende Erfindung erlaubt die Messung von Strömen durch die Last und zwar derart, dass eine Phasenbestimmung möglich ist, so dass kapazitive, induktive und ohmsche Lasten als solche erkannt werden können.

Dies wiederum ist auch bei Mehrkanal-Ausbildung der Leistungssteuervorrichtung ohne wei- teres möglich, weil die separaten Bezugspotenziale für die Netzteilschaltung der Leistungs- steuervorrichtung und der Kontrollanordnung ohne weiteres eine einfache Phasenvorgabe er- laubt.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass das Bezugspotenzial für die Netzteilschaltung der Kontrollanordnung von dem Potentialpunkt zwischen dem Leistungshalbleiterpaar differiert.

Während herkömmlich in Dimmer- Anordnungen Leistungshalbleiterpaare verwendet wurden, zwischen denen ein Potenzialpunkt als Bezugspotenzial für eine Kontrollanordnung dient, wird vorliegend das Bezugspotenzial für die Kontrollanordnung anders gewählt werden. Im wesentlichen wird Spannung für die Treiber, d.h. für die Ansteuerschaltung der Leistungs- halbleiter, unter Heranziehung einer von zwei Phasen eines Zweiphasen-Wechselstrom- Lichtnetzes hergeleitet, während die Netzteilschaltung für die Kontrollanordnung als Be- zugspotential die andere Phase des Zweiphasen- Wechselstrom-Lichtnetzes verwendet. Dass die jeweiligen Netzteilschaltungen im Vorfeld zur Lichtnetzspannung niedrige Spannungen und Gleich- statt Wechselspannung bereitstellt, sei erwähnt. Typisch wird die jeweils bereit- gestellte Niedervolt-Gleichspannung unter 12V liegen, bevorzugt um oder unter 5V.

Obwohl somit unterschiedliche Phasen eines Zweiphasen-Wechselstrom-Lichtnetzes für die Definition und Festlegung der Bezugspotentials verwendet werden, ist der zusätzliche Bau- teilaufwand und der zusätzliche Energieaufwand extrem gering, weil die Treiberschaltungen nur minimale Ströme und sehr niedrigen Leistungen erfordern, also Netzteil-Schaltungen ext- rem einfach gebildet werden können.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass sie für ein zweiphasiges Wechselstrom-Lichtnetz, be- vorzugt ein zweiphasiges Wechselstrom-Lichtnetz mit einem zusätzlichen Erdungsleiter, aus- gelegt ist und die Bezugspotenziale für die Lasten von einer ersten Lichtnetzphase abgeleitet sind, während das Bezugspotenzial für die Kontrollanordnung von der zweiten Lichtnetzphase abgeleitet sind.

Wenn vorliegend von einem Zweiphasen-Wechselstrom-Lichtnetz gesprochen wird, so wird zu verstehen sein, dass neben den zwei Phasen des Lichtnetzes aus Sicherheitsgründen ein zu- sätzlicher Erdungsleiter vorhanden sein kann. Es wird auch für den Fachmann einzuschätzen sein, dass gegebenenfalls ein solcher zusätzlicher Erdungsleiter auf geeignete Weise mit der erfindungsgemäßen I^stungssteuervorrichtung oder Teilen davon verbunden sein kann, um die Betriebssicherheit zu erhöhen, dass aber eben im Normalbetrieb ohne Störung und der- gleichen der Erdungsleiter keine leitende Verbindung zu den funktionalen Schaltkreisen der Leistungssteuervorrichtung aufweist.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass jeder der unabhängigen Lasten ein Shunt-Widerstand zugeordnet ist, der zwischen der Phase, aus der die Kontrollanordnung im Betrieb leistungs- versorgt wird, und den Leistungshalbleitern dieses Kanals vorgesehen ist. In einer besonders bevorzugten Variante ist also ein Shunt-Widerstand vorgesehen. Dieser wird bevorzugt, anders als im Stand der Technik üblich, nicht zwischen den Leistungshalblei- tern des Paares angeordnet, sondern vielmehr zwischen einerseits der Phase, aus der die Kont- rollanordnung im Betrieb leistungsversorgt wird, und andererseits dem von der Last abge- wandten Ausgang der Leistungshalbleiterpaares dieses Kanals angeordnet.

Da die Kontrollanordnung für alle Kanäle die gleiche ist und ergo eine von zwei Phasen des Zweiphasen- Wechselstrom-Lichtnetzes für die Versorgung der Kontrollanordnung herange- zogen wird, während die Netzteilschaltungen bzw. Spannungsversorgungen für die Ansteuer- schaltungen an der anderen Phase liegen werden, und zwar jeweils für alle Leistungskanäle, werden auch die Shunt- Widerstände alle einseitig auf der gleichen Phase angeschlossen sein, nämlich jener, an der auch die Kontrollanordnung im Betrieb ihr Bezugspotential herleitet.

Damit wird es ohne weiteres möglich, jedem Leistungskanal einen eigenen Shunt zuzuordnen und die Ströme durch jeden Shunt einzeln zu messen und die Strommess-Signale jeweils an die Kontrollanordnung zu speisen. Damit wird aber der Strom durch jede einzelne Last mess- bar; es wird zugleich bestimmbar, wie hoch die Leistung durch eine bestimmte Last ist, wel- che Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung an einer jeweiligen Last auftritt, wie hoch der Gesamtleistungsverbrauch ist und so weiter.

Es sei daraufhingewiesen, dass bei der Dimmer-Anordnung in vorteilhafter Weise die Größe eines Shunt- Widerstandes so gewählt ist, dass sich bei der maximal zulässigen Leistung, d.h. auch dem maximal zulässigen Strom durch den Shunt Widerstand, eine gute Ausnutzung der Genauigkeit des oder der verwendeten ADC-Wandler ergibt.

Es ist im übrigen ohne weiteres möglich, einerseits die Null-Durchgänge der Wechselspan- nung zwischen den beiden Phasen eines Zweiphasen-Wechselstrom-Lichtnetzes zu ermitteln; dazu kann die alternierende Spannung verglichen werden mit einer gegen eine Phase be- stimmten, konstanten Referenzspannung. Wenn die alternierende Spannung geeignet heruntergeteilt wird und an einen ersten Eingang einer Vergleichsschaltung gespeist wird und an den anderen Eingang dieser Vergleichsschaltung die fest gegen eine Phase bezogene kon- stante Referenzspannung gespeist wird, kann mit der Vergleichsschaltung festgestellt werden, wann die heruntergeteilte Spannung größer als die konstante Referenzspannung ist und wann sie kleiner als die konstante Referenzspannung ist. Damit ist die Feststellung des Nulldurch- ganges der alternierenden Spannung möglich. Zugleich ist ergo die Phasenlage der Wechsel- spannung auf dem Lichtnetz bekannt. Es kann dann der (Wechsel-)Stromverlauf durch den Shunt bestimmt werden. Dieser Strom verlauf wird einsichtiger Weise auch alternieren; die Phasenlage relativ zur Wechselspannung auf dem Lichtnetz ist somit bekannt Wenn aber die Phasenlage zwischen Strom und Spannung am Shunt bekannt ist, können induktive von ohm- schen bzw. kapazitiven Lasten unterschieden werden und es ist somit einfach, eine Entschei- dung darüber vorzunehmen, ob eine Phasenanschnitt- oder Phasenabschnitt- Steuerung für ei- nen gegebenen Kanal erforderlich ist.

Wenn im vorstehenden - und auch im nachfolgenden - Text davon gesprochen wird, dass ei- ne bestimmte Feststellung möglich ist oder ein bestimmter Wert, ein Verhältnis oder derglei- chen bekannt sind, so wird für den Fachmann einzuschätzen sein, dass dies gleichbedeutend damit ist, dass eine Anordnung vorgesehen ist, bzw. die vorhandene Schaltung dazu ausgelegt ist, einen Wert, ein Verhältnis oder dergleichen zu bestimmen und ein dafür indikatives Signal zu erzeugen, das auswertbar ist. Wenn also beispielsweise beschrieben wird, dass die Feststel- lung des Nulldurchganges der alternierenden Spannung möglich ist, so bedeutet dies, dass ei- ne Nulldurchgangsfeststellungsstufe zur Detektion des Nulldurchganges vorgesehen ist. Da- mit wird ein nulldurchgangsindikatives Signal erzeugt, das ausgewertet werden kann. In ent- sprechender Weise ist damit, dass der Strom verlauf durch den Shunt bestimmt wird, gemeint, dass eine Folge sukzessiver Stromwerte generiert werden, die indikativ für einen durch den Shunt fließenden Strom sind. Entsprechend bedeutet die Aussage, dass die Phasenlage relativ zur Wechselspannung auf dem Lichtnetz bekannt ist, dass mit den bestehenden Schaltungen ein Wert bestimmbar ist, der für die Phasenlage relativ zur Wechselspannung auf den Lichtnetzt indikativ ist und ein solches Signal vorliegt. Die Aussage, dass induktive von ohmschen bzw. kapazitiven Lasten unterschieden werden können, bedeutet entsprechend, dass anhand des phasenlagenindikativen Signals entschieden werden kann, ob eine induktive, ohmsche oder kapazitive Last vorliegt. Es versteht sich, dass derartige Entscheidungen, Feststellungen usw. automatisch insbesondere durch Abarbeitung geeigneter Programmschritte, Programm- stufen usw. mit einer digitalen programmierbaren Schaltung möglich ist, dass also kein Ein- griff des menschlichen Verstandes erforderlich ist.

Es wird ohne weiteres verständlich sein, dass ein Mikrokontroller oder dergleichen eine Viel- zahl von Ausgängen besitzen wird und somit eine Vielzahl von Leistungsquellen ansteuern kann. Da zwecks Ansteuerung der Leistungsquellen lediglich zeitlich festgelegt an- oder ab- steigende Ansteuerungssignale über den Optokoppler übertragen werden müssen, können di- gitale Ausgangssignale aus dem Mikrokontroller evtl. über eine jeweilige Lastsschaltstufe wie einen Pufferschaltkreis bzw. direkt an einen jeweiligen Optokoppler übertragen werden.

Es sei erwähnt, dass bevorzugt nicht nur der Ausgangsstrom an einem Shunt zu messen ist, sondern auch die Eingangsspannung respektive, was in der Regel gleich ist, die Ausgangs- spannung am Dimmer unabhängig vom Strom gemessen wird. Dies erlaubt durch insbesonde- re numerische Berechnung nach Multiplikation von Strom- und Spannungsmesswerten die Bestimmung von (mittleren) Leistungskurven und damit eine genaue Bestimmung der aktuel- len tatsächlichen Leistungen. Um die tatsächliche Leistung noch genauer zu messen, können bei der Strommessung unterschiedliche Verstärkungszweige vorgesehen werden, mit welchen das am Shuntwiderstand erfasste stromindikative Signal verstärkt wird, z.b. ein Niederstrom- zweig und, zur Verwendung, sobald der Niederstromzweig einen bestimmten Messwert über- schreitet, ein Hochstromzweig. Dies erlaubt es, einen vorhandenen strommessenden Analog- digitalkonverter optimal anzusteuern und somit eine besonders hohe Genauigkeit zu erzielen.

Es wird einsichtig sein, dass für Strom bzw. Spannung indikative Werte mit einem Analog- Digital- Wandler bzw. mehreren Analog-Digital-Wandlern bereitgestellt werden können. Da- zu kann der Strom gemessen werden über die an einem Shunt- Widerstand bekannten Wider- standswertes abfallende Spannung, während die Eingangsspannung per se als Spannung zwischen den beiden Phasen des Lichtnetzes über einen geeigneten Spannungsteiler mit einem Analog-Digital-Konverter gemessen werden kann. Die entsprechenden, für Strom und Span- nung indikativen Werte können dann an den Microcontroller bzw. an die CPU gespeist wer- den, wo geeignete Rechenwerke zur Durchfuhrung von Multiplikationen und Additionen vor- handen sind.

Die Leistungsaufnahme wird genauer erfasst und es ist auch möglich, eine Leistungskurve - Leistung gegen Dimmgrad- exakt zu erfassen, beispielsweise die Leistungsaufnahme für eine bestimmte Dimmstufe und/oder eine bestimmte Dauer nach einem (im Dimmer ohne hinzu erfassenden) Phasen-Nulldurchgang der gedimmten Wechselspannung. Dass eine Leistungs- kurve im Übrigen auch dann sinnvoll erfasst werden kann, wenn nicht die exakten Eingangs- spannungen, die am Dimmer anliegen, erfasst werden, sondern mit einer mittleren erwarteten Leistung oder dergleichen gerechnet werden kann, sei erwähnt. Die Bestimmung einer Leis- tungskurve - Leistung gegen Dimm-Grad - ist besonders bei LEDs vorteilhaft, wo sich über einen kleinen Spannungsbereich große Helligkeitsänderungen können.

Zudem ist besonders, aber nicht ausschließlich, bei LEDs die Verwendung oder Bestimmung nicht nur von Kennlinien Leistung gegen Dimmgrad sondern z.B. auch und/oder alternativ Leistung gegen Helligkeit vorteilhaft, also dort, wo eine große Helligkeitsänderung über die Variation eines sehr kleinen Spannungsbereiches erwartet wird. Dass eine Ausgangsleistung durch Varianten des Phasenanschnittpunktes bei Eingangsspannungsschwankungen stabili- siert werden kann, sei als bevorzugt erwähnt.

Es sei angemerkt, dass, obwohl die Verwendung mit LEDs besonders vorteilhaft ist, diese Verwendung keinesfalls zwingend ist. Per se ist die Erfindung mit einer Vielzahl von elektri- schen Verbrauchern und insbesondere vielen unterschiedlichen Leuchtmitteln einsetzbar; bei LEDs bieten sich aber besondere Vorteile, insbesondere dort, wo eine Kalibrierung erfolgen soll.

Es sei auch erwähnt, dass ggf. eine Kalibrierung der Helligkeit möglich ist. Wenn eine Kenn- linie„Leistung gegen Dimmgrad" oder dergleichen gespeichert wird, können zusätzlich zu ei- nem bestimmten Dimmgrad Helligkeitswerte mit einem geeigneten Sensor erfasst werden. Der Sensor kann am Schalter, im Raum oder aber durch die Kamera eines als zur Bediengung verwendeten Mobilteils eingesetzten Smartphones realisiert werden. Dort, wo ein festinstal- lierter Helligkeitssensor vorhanden ist, kann die mit diesem jeweils erfasste Helligkeit heran- gezogen werden. Es versteht sich, dass typisch und bevorzugt eine Grundhelligkeit im Raum bei der Kalibrierung berücksichtigt wird, um Fehlkalibrierungen durch unterschiedliche Ta- geshelligkeiten und dergleichen zu berücksichtigen. Bei Aufnahme einer Helligkeitskurve mit einer Smartphonekamera kann die jeweilige Helligkeit von einer App an den Dimmer über- tragen werden respektive zunächst der jeweilige Dimmgrad an das Smartphone.

Es ist darauf zu achten, dass die Kennlinien nicht zu schnell aufgenommen wird, um eine Messung z.B. durch Synchronisation zwischen Smartphone und Dimmer zu erleichtern. Es kann berücksichtigt werden, dass die Kamera unterschiedlich zu den Leuchtmitteln ausgerich- tet ist und/oder unterschiedlich weit von den Leuchtmitteln entfernt ist, so dass einerseits eine Grundhelligkeit abzuziehen ist und andererseits die maximale Helligkeit, die von einer Smartphonekamera bei voller Leistung gesehen wird, nicht immer gleich sein wird. Es sind aber für Zwecke der Aufnahme einer Kennlinie "Dimmgrad gegen Helligkeit" ohne Weiteres Relativwerte ausreichend.

Bei Aufnahme einer Helligkeitskurve mit einer Smartphonekamera kann die jeweilige Hellig- keit von einer App an den Dimmer übertragen werden und/oder zunächst der (jeweilige) Dimmgrad an das Smartphone. Es wäre alternativ und/oder zusätzlich eine Bestimmung von Kalibrationsparametern wie Kurvenverläufen usw. und Übertragung dieser Parameter mög- lich.

Es versteht sich, dass dort, wo unter Verwendung eines Smartphones oder dergleichen Mobil- einheit eine Kalibrierung der Helligkeit erfolgen soll, zu irgendeinem Zeitpunkt eine Kom- munikation direkt oder mittelbar zwischen Dimmer und Smartphone erfolgen muss. Beson- ders bevorzugt ist es, wenn der Dimmer eine Schnittstelle aufweist, über welche er mit dem Smartphone kommunizieren kann, beispielsweise eine direkte Bluetooth-Schnittstelle oder ei- ne Anbindung zu einem WLAN-Gateway, an dem wiederum das Smartphone eingeloggt ist; der Aufbau anderer Kommunikationswege sei als möglich offenbart. Es ist nun einerseits möglich, dass ein klarer Zusammenhang zwischen dem Verlauf der Helligkeit wie sie am Smartphone erfasst wird und einer Dimmstufe, wie sie am Dimmer eingestellt wird, bekannt ist, hergeleitet werden kann oder dergleichen. Dies kann auf unterschiedliche Weise gesche- hen. In einer bevorzugten Variante werden das Smartphone und die Helligkeitssteuerung auf- einander synchronisiert. Dies kann durch Ausgabe von Taktbefehlen, Information über den Beginn einer Helligkeitsveränderung und die Geschwindigkeit der Helligkeitsänderung usw. oder auch beispielsweise durch automatische Synchronisierung auf eine Helligkeit am

Smartphone geschehen. Wenn Signale ausgetauscht werden, die den Beginn einer Hellig- keitsvariation anzeigen, so kann dies unmittelbar mit dem Beginn der Helligkeitsänderung ge- schehen, d.h. indem zeitgleich die Helligkeit verändert wird und beispielsweise ein Bluetooth- Signal vom Dimmer an die Kamera abgesetzt wird. Alternativ und/oder zusätzlich ist es mög- lich, eine Aufsynchronisation automatisch zu bewirken, was besonders leicht fallt, wenn mehrfach die Dimmkurven durchgefahren werden. Bevorzugt ist es dann, wenn Helligkeits- sprünge auftreten, beispielsweise durch sägezahnartige wiederholte Veränderung des

Dimmwertes. In einem solchen Fall kann die Helligkeitsänderung, die am Handy erfasst wird, ausreichen, um eine Aufsynchronisation zu bewirken.

Es ist bevorzugt, wenn mehrfach Helligkeitskurven hintereinander aufgenommen werden, um Messfehler heraus zu mittein. Es wird typisch eine Grundhelligkeit bestimmt und subtrahiert. Es wird einzusehen sein, dass eine besonders präzise Kalibration, d.h. die Aufnahme einer be- sonders exakten Kennlinie, dann möglich ist, wenn die Grundhelligkeit gering ist, weil sich dann die bei niedrigen Dimmstufen beobachtete Helligkeit stärker vom Untergrund abhebt. Dass eine Aufsynchronisation des Smartphones auf den Dimmer auch im Ansprechen auf eine Modulation der Leuchthelligkeit möglich ist, sei erwähnt Nach Aufnahme einer Mess- bzw. Kalibrationskurve, d.h. einer Vielzahl von am Smartphone bestimmten Helligkeitswerten für eine Vielzahl von Dimmstufen, kann mit den erhaltenen Daten auf unterschiedliche Weise umgegangen werden. Es ist möglich, die entsprechenden Helligkeitswerte selbst einfach vom Smartphone an den Dimmer zu übertragen. Da dort die Dimmstufen bekannt sind, kann dort auch die Kalibrationsstufe hergeleitet werden. Alternativ ist es möglich, am Smartphone den Kurvenverlauf selbst zu bestimmen und dann nur die Kur- ve beschreibende Parameter an den Dimmer zu übertragen. Alternativ und/oder zusätzlich können über mehrere Kurven gemittelte Messwerte, die Einzelmesswerte oder Kurven beschreibende Parameter übertragen werden. Es sei erwähnt, dass anstelle der übertragenen Kurve auch lediglich die verschiedenen Signalstufen am Smartphone bestimmt werden müs- sen, während die eigentliche Kalibrationskurve dazu in der Steuerung des Dimmers ausgerechnet wird. Dies ist jedoch einsichtigerweise nicht zwingend.

Es sei erwähnt, dass ggf. eine Kalibrationskurve in mehreren Durchgängen insoweit aufge- nommen werden kann, als zunächst in einem ersten Durchlauf überprüft wird, in welchem (Dimmstufen-)Intervall besonders starke Änderungen einer erfassten Helligkeit zu beobachten sind und danach innerhalb dieses Intervalls an den Stufenwerten präziser gemessen wird. An- gesichts der typischen Wechselspannungsfrequenzen wird abzuschätzen sein, dass auch eine dementsprechend genauere Messung nicht mehr als eine Minute in Anspruch nehmen muss, typisch weniger als 30 sec.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass es in einer bevorzugten Variante möglich ist, eine Warnung auszugeben, wenn die Kalibration, etwa aufgrund einer zu hohen Grundhelligkeit, als zu un- genau angesehen wird.

In einer bevorzugten Variante wird eine Kalibration mit etwa 5 bis 10 Kalibrationswerten in- nerhalb eines Bereiches, indem sich die Helligkeit um etwa 20 bis 30 % ändert, ausreichen.

Die Erfassung einer entsprechenden kalibrierenden Kurve zwischen Leistungsaufnahme und abgegebener Leistung kann insbesondere beim Einschalten quasi unbemerkt erfolgen, insbe- sondere dort, wo initial eine hohe Leistung abgerufen wird. Die so aufgenommenen oder auf andere Art und Weise erfassten Leistungskurven können auch verwendet werden, um Hinwei- se darauf zu erhalten, dass sich bei Verbrauchern eine Änderung ergeben hat. Dies kann bei- spielsweise der Fall sein, weil ein Benützer eine Glühbirne gegen einen Verbraucher geringe- rer Leistungsaufnahme ausgetauscht hat oder weil ein Leuchtmittel defekt geworden ist. Wenn bei gleicher Dimmgradeinstellung, beispielsweise einem Phasenabschnitt nach 87% der Halbwellendauer, eine zu stark veränderte Leistung festgestellt wird, kann eine Meldung er- zeugt werden, damit entweder eine vom Benutzer tatsächlich vorgenommene Änderung bestä- tigt wird oder eine Wartung etwa durch Austausch von Leuchtmitteln zwecks Ersatz defekt gewordener Leuchtmittel vorgenommen wird.

Vorteilhaft kann die Aufnahme von Kalibrationskurven wie„Helligkeit gegen Dimmgrad" auch dort sein, wo nur wenig Dimmstufen vorgesehen werden sollen, an denen aber eine sinnvolle Helligkeitsvariation erhalten werden soll. Dies ist besonders dort wichtig, wo durch Tastendrücke zwischen verschiedenen Dimmstufen mit hinreichend großer Geschwindigkeit zykliert werden soll.

In einem typischen Dimmer, in welchem etwa durch die Dauer des Tastendruckes die erreich- te Dimmstufe bestimmt werden soll, wird es bevorzugt sein, zwischen einer sehr hellen und einer sehr dunklen, ggf. der hellsten bzw. dunkelsten Dimmstufe binnen nicht mehr als 5 sec. mittels Tastendruck zu gelangen. Eine noch längere, zum Durchlaufen aller Dimmstufen er- forderliche Betätigungszeit, wird als unkomfortabel lang anzusehen sein. Für viele Benutzer wird eine S sekundige Betätigungszeit schon unakzeptabel lang sein. In einer bevorzugten Va- riante wird daher die Betätigungszeit kürzer sein. Dabei ist zu beachten, dass bei Zeiten von weniger als 1 sec. für das Durchlaufen der Helligkeitsstufen zwischen der hellsten und der dunkelsten Stufe die Genauigkeit, mit der eine gewünschte Dimmstufe bzw. Helligkeit er- reicht wird, leidet. Dies gilt besonders dort, wo keine Kalibrationskurven aufgenommen wur- den. Die Kalibrationskurvenaumahme erlaubt es, Kalibrationsstufen linear über eine bestimm- te Dauer zu durchlaufen, wobei die Linearität so ist, dass für das Auge eine mit der Zeit linear zunehmende oder abnehmende Helligkeit eingestellt wird. Wo keine Kalibrationskurve auf- genommen wurde, kann es passieren, dass die Helligkeit sich, wie bei LEDs, über nur ver- gleichsweise wenig Dimmstufen hinweg stark ändert, was bei zeitlich linearem Durchlaufen der Dimmstufen dazu fuhrt, dass erst eine vergleichsweise lange Zeit ohne Änderung erhalten wird, dann sehr schnell eine große Änderung auftritt und dann wieder längere Zeit die Hellig- keit sich kaum noch ändert. Dies wird als unkomfortabel angesehen. Insofern kann es dort, wo keine Kalibrationskurven aufgenommen werden, sinnvoll sein, für bestimmte Anwendungen wie LEDs typische Kurven zu hinterlegen oder für eine Anwendung, die besonders kritisch ist, eine typische Kurve, die die erzielte Helligkeit gegen Tastendruck daher durch Vorgabe nichtlinear ansteigender Phasenschnittzeiten linearisiert, zu hinterlegen, sodass ein im Mittel sinnvolles Steuerverhalten erzielt wird. Ggf. kann es ohne Aufnahme von Kalibrationskurven auch sinnvoll sein, in solchen Systemen, bei welchen die Dauer eines Tastendrucks die An- zahl durchlaufender Dimmstufen bestimmt, eine längere Zeit für das vollständige Durchlaufen der Dimmstufen zwischen hellster und dunkelster Einstellung vorzusehen.

Es wird weiter unten noch beschrieben werden, dass ggf. zwischen verschiedenen Stufen durch wiederholten kurzen Tastendruck zykliert werden soll. Hier ist es sinnvoll, nicht zu vie- le unterschiedliche Helligkeitsstufen anzubieten, sondern beispielsweise 3 bis S unterschiedli- che Helligkeitsstufen, sodass eine geringe Helligkeit, eine mittlere Helligkeit und eine große Helligkeit angeboten werden kann, bzw. hierzu noch Zwischenstufen. Eine zu geringe Anzahl an Helligkeitsstufen wird als unbefriedigend ebenso anzusehen sein, wie eine zu große Anzahl von Dimmstufen, die ein zu häufiges Tasten erfordern. Es kann allerdings auch möglich sein, nur zwischen hell und dunkel, also„an" und„aus" zu wechseln bzw. ggf. sogar zwischen un- terschiedlich langen Tastendrücken dort zu unterscheiden, wo diese auch bei kurzfristig un- terbrochener Spannungsversorgung eine erfassbare Dauer besitzen.

Es sei erwähnt, dass bevorzugt nicht nur der Ausgangsstrom am Shunt, sondern auch die Ein- gangsspannung respektive, was in der Regel gleich ist, die Ausgangsspannung am Dimmer unabhängig vom Strom gemessen wird. Dies erlaubt durch insbesondere nummerische Be- rechnung nach Multiplikation von Strom- und Spannungsmesswerten und Addition dieser Werte über der Zeit die Bestimmung von (mittleren) Leistungskurven und damit eine genaue Bestimmung der aktuellen tatsächlichen Leistungen.

Es sei daraufhingewiesen, dass die Dimmeranordnung vorteilhafter Weise einen

Shuntwiderstand aufweist, der so gewählt ist, dass sich bei der maximal zulässigen Leistung eine gute Ausnutzung der ADC-Genaui gkeit ergibt.

In einer bevorzugten Variante wird der vorbekannte Dimmer einen Temperatursensor aufwei- sen, und einen einzelnen Microcontroller für alle Kanäle. Zwischen dem Microcontroller und den Stromsteuerungen sind separate Optokoppler (bzw. andere elektrisch isolierte Komponen- ten) vorgesehen; auch zu den Tasten -bzw. digitalen Steuereingängen können Optokoppler vorgesehen werden. Es sei allerdings daraufhingewiesen, dass ggf. anstelle eines einzelnes Microcontrollers zwei separate Microcontroller je Kanal vorgesehen werden können, wobei es dann bevorzugt ist, die beiden Microcontroller (oder bei mehr als zwei Kanälen, alle

Microcontroller) ggf. zu koppeln.

Die vorbekannte Dimmeranordnung erlaubt, wie aus den unter Bezug genommenen Doku- menten ersichtlich und aus dem vorstehenden ebenfalls bekannt, eine Rückkopplung bzw. Regelung auf erfasste Werte und eine automatische Reaktion hierauf. Es sei erwähnt, dass es, je nach Ausbildung auch auf mehrere Arten, möglich ist, dass der vorbeschriebene und/oder in den vorbekannten Dokument offenbarte Dimmer nach einem Stromausfall ggf. seinen letz- ten Dimmgrad bzw. seine letzte Schaltstellung wieder einnimmt. Dies ist insbesondere bei ei- nem sogenannten Brownout der Fall, also einem sehr kurzfristigen Ausfall eines Stromes. Hier kann sofort wieder in die richtige Helligkeitsstufe eingeschaltet werden. Dazu wird ein Speicher vorgesehen, indem der aktuelle Schaltzustand, d.h. der aktuelle Dimmgrad, vermerkt ist Dieser Speicher wird stromausfallsicher implementiert

Als Brownout wird eine kurzzeitige Spannungsabsenkung beispielsweise in Folge von Über- lastung aufgrund unvorhergesehener Ereignisse bezeichnet, weil es u.a. zu einer starken Ab- schwächung von Glühlampenbeleuchtung kommt Er tritt insbesondere in kleineren oder un- terdimensionierten Stromnetzen mit zu gering verfügbarer Regelleistung auf. In der Regel kommt es dabei zu keinen emstzunehmenden Schäden; gleichwohl reagieren elektronische Geräte durchaus unterschiedlich auf einen Brownout: Bei manchen kommt es zu überhaupt keinen Beeinträchtigungen, wohingegen andere Gerätschaften empfindlicher auf einen kurz- zeitigen Spannungsabfall antworten. Beispielsweise kann ein fehlender Batteriespeicher zu einem Daten- oder Funktionsverlust führen. Vorgeschlagen wurden bereits Brownout- Detectoren, um einem solchen Szenario vorzubeugen. Brownouts sind beispielsweise im ja- panischen Stromversorgungsnetz relativ häufig, auch aufgrund der gemischten Netzfrequenz von 50 Hz und 60 Hz, während im europäischen Verbundsystem überregionale Brownouts nur sehr selten vorkommen. Brownouts können auch unmittelbar vor einem Totalausfall als Vorbote auftreten.

Im vorliegenden Fall könnte ein Brownout dazu führen, dass der Dimmer seine vorherige Dimmerstufe verliert bzw. verändert, beispielsweise indem er bei einer sehr großen Hellig- keitsstufe einschaltet, während er zuvor auf einer stark gedimmten Stufe betrieben wurde. In einem solchen Fall kann ein Brownout erfordern, dass der Benützer die Helligkeit wieder her- unter regeln muss, was als unkomfortabel angesehen wird.

Vorgeschlagen wird daher unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Dimmer, der dazu ausgebildet ist, Licht auf einer erforderlichen Helligkeit einzuschalten, und der einen Speicher für einen aktuellen Dimmergrad aufweist, wobei der Speicher als strom- ausfallsicherer Speicher gebildet ist und der Dimmer zur Gewährleistung des Einschaltens auf einer sinnvollen Schalterstellung nach Stromausfällen dazu gebildet ist, die Stromausfalldauer zu bestimmen und, wenn die Stromausfalldauer nur kurz war, den vorherigen Schaltzustand zu gewährleisten. Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspek- ten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vorteilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich al- leine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbildungen beanspruchbar und erfinderisch ist.

In einer weiter bevorzugten Variante wird nicht einfach der Dimmer nach einem Ausfall des Stroms bzw. ein Spannungsausfall wieder bei der letzten Dimmstufe eingeschaltet, sondern es wird auch abgefragt, wie lange ein Stromausfall gedauert hat. War etwa der Strom mehrere Stunden ausgefallen, wird es oftmals nicht erforderlich sein, ein zuvor eingeschaltetes Licht sofort wieder auf die ggf. zuvor gewählte volle Helligkeit einzuschalten.

Was den Begriff des nur kurzen Stromausfalls angeht, so sei auf folgendes hingewiesen: Wenn ein Dimmer der vorliegenden Erfindung nicht mit Spannung versorgt wird, so kann dies unterschiedliche Gründe haben. Zum einen ist möglich, dass der Dimmer längere Zeit bewusst vom Netz getrennt wurde, etwa weil es sich um eine Anordnung in einer längere Zeit nicht benützen Ferienwohnung handelt oder weil über mehrere Stunden aufgrund einer gro- ßen, schwerwiegenden Netzstörung der Strom insgesamt ausfallt. In beiden Fällen ist es nicht sinnvoll, auf das Wiedereinsetzen der Stromversorgung etwa Licht sofort vollständig hell zu schalten. Dies könnte nämlich bei einer Wiederinbetriebnahme einer Ferienwohnung z.B. da- zu führen, dass der Benutzer zunächst alle nach Einschalten der Sicherung wieder mit Span- nung versorgten Dimmer ausschalten muss bzw. Licht in einem Haus nach einem Stromaus- fall brennt, bis der Besitzer dazu gekommen ist, alle Dimmer auszuschalten. Dies wird als nicht sinnvoll angesehen. Zu unterscheiden ist daher die längerfristige Trennung des Dimmers vom Netz einerseits und die kurzfristige Unterbrechung einer Leistungsversorgung anderer- seits. Die kurzfristige Unterbrechung kann zwei Gründe haben. Zum einen kann dort, wo etwa in Altbauten nachgerüstet wird, eine Austastung erfolgen, um zwischen verschiedenen Schalt- stufen zu zyklieren. Zum anderen könnte ein sehr kurzfristiger Stromausfall, ein sogenanntes Brownout von einigen Sekunden bzw. ein bis wenige Minuten andauender Blackout auftreten. Überschreitet die Stromausfalldauer einen bestimmten Zeitraum, so wird der Benutzer klas- sisch kein Interesse mehr daran haben, dass der Dimmer wieder bei der vorherigen Schalter- stellung einschaltet. Diese maximale Zeitdauer wird typisch weniger als 10, oftmals weniger als 5 Minuten betragen. Nur in besonderen Ausnahmefallen wäre auch eine Dauer von etwa einer halben Stunde noch denkbar, bis zu der eine Wiedereinschaltung auf der alten Schalter- stellung gewünscht ist. Ein gemäß dem weiteren Aspekt der Erfindung ausgestaltete Dimmer wird also zwischen wenigstens zwei, möglicherweise etwa bei der Altbau-Sanierungsvariante zwischen drei Ausfalldauem diskriminieren, d.h. er wird feststellen, ob die Stromausfalldauer jeweils eine bestimmte Zeit überschritten hat, bevor er wieder mit Strom versorgt wird, was hier als„wieder einschalten" verstanden wird. Bei Wiedereinschalten kann dazu vorgesehen sein, dass zunächst bestimmt wird, wie lange die Spannung weggeblieben war und, abhängig vom Ergebnis der Diskriminierung der Stromausfalldauer gegen einen oder zwei vorgegebene Werte entweder ein vorheriger Wert aus dem Speicher ausgelesen wird und der Dimmer bei dieser Dimmstufe wieder in Betrieb genommen wird, oder gegebenenfalls um eine

Dimmstufe verändert wieder in Betrieb genommen wird, oder andernfalls ausbleibt.

Zur Messung der Stromausfalldauer sind mehrere Möglichkeiten gegeben.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, Temperaturen sukzessive zu erfas- sen und ein Wiederanschaltverhalten im Ansprechen auf den Temperaturverlauf der sukzessi- ven Messungen festzulegen.

In einem solchen Fall, wo die Messung über einen Temperaturverlauf erfolgt, kann dort, wo zwischen zwei vermeintlich dicht aufeinander folgenden, jedenfalls im Dimmer sukzessive er- fassten Temperaturwerten ein großer Temperaturabf all aufgetreten ist, darauf geschlossen werden, dass der Dimmer sich abgekühlt hat, was angesichts gegebener Wärmekapazitäten typisch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, insbesondere bei Einbauten in Unterputzdosen oder dergleichen. Daher kann jedenfalls ein Abfallen der Temperatur als Hinweis auf eine zu lange Stromunterbrechung aufgefasst werden und dementsprechend ein Wiedereinschalten bei der vorherigen Dimmstufe als nicht sinnvoll erachtet werden. Im Umkehrschluss kann bei nur geringen Abweichungen der Temperatur nach unten gefolgert werden, dass der Spannungs- ausfall allenfalls kurz war und demnach der Dimmer wieder bei der vorherigen Dimmstufe eingeschaltet werden, nachdem dieser aus dem Speicher ausgelesen wurde. Ist hingegen nach einem Wiederanschalten eine deutlich höhere Temperatur bzw. ein klarer Temperaturanstieg unmittelbar auf das Wiederanschalten zu beobachten, spricht auch dies für einen längeren Stromausfall, da ohne Strom keine Abwärme im Dimmer entsteht, ergo also ein Temperatur- sprung nur auf einen Umgebungstemperaturanstieg zurückzuführen ist und, was, sofern der Temperatursprung hinreichend groß ist, entsprechend lange Zeiten und ergo lange Stromaus- fallzeiten voraussetzt. In einer alternativen Variante kann alternativ und/oder zusatzlich der Anstieg der Temperatur nach dem Einschalten erfasst werden. Steigt die Temperatur schnell an, spricht dies ebenfalls für einen vorher lange andauernden Stromausfall und es kann dann gegebenenfalls der Dimmer vollständig ausgeschaltet werden, nachdem dies erkannt wurde.

Es wurde somit als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vor- stehenden vorgesehen ist, dass ein Dimmer so ausgebildet ist, dass eine längere Ausphase im Ansprechen auf eine abrupte Temperaturabnahme zwischen zwei nacheinander beobachteten Temperaturmessungen erfasst wird.

Es wurde weiter als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, auf einen schnellen Tem- peraturanstieg nach dem Einschalten auf eine längere auszeichnende Auszeit zu schließen

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass ein Dimmer zum Einbau in eine Unterputzdose ausgebildet ist.

Insoweit vorliegend von einer Unterputzdose gesprochen wird, wird auf übliche, beispiels- weise DIN-gemäße Unterputzdosen für Elektroinstallationen Bezug genommen.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass gegebenenfalls die Dauer eines Stromausfalls auch unmittel- bar gemessen werden kann, wenn etwa eine puffernde Stromversorgung im Dimmer vorhan- den ist, mit der Zeit gemessen werden kann und/oder zumindest Takte oder dergleichen ge- zählt werden, ein Spannungsabfall an einem RC-Glied bestimmt wird und so weiter. Wenn etwa vorgesehen wird, dass bei Einschalten eine Spannung an einem RC-Glied bzw. dem Kondensator eines RC-Gliedes bestimmt wird, bevor dieses wieder an eine Versorgungsspan- nung aus einem Niedervoltnetzteil angeschlossen wird, kann ein für die Dauer eines Strom- ausfalls indikatives Signal ebenso erhalten werden.

Insoweit also vorliegend davon gesprochen wird, dass eine Stromausfalldauer bestimmt wird, reicht es also offenbarungsgemäß, einen für die Stromausfalldauer indikativen Wert zu be- stimmen bzw. ein für die Stromausfalldauer indikatives Signal zu ermitteln und auszuweiten. Wie dargelegt, wird zwischen Stromausfalldauern unterschiedlicher Länge diskriminiert und davon ausgegangen, dass die Stromausfalldauer nur kurz ist, wenn bestimmte Schwellwerte nicht überschritten werden, dass d.h. Schwellwertindikativsignale bestimmte Werte nicht überschreiten oder dergleichen.

Es wird einzusehen sein, dass der Dimmer seine aktuelle Dimmstufe bevorzugt bei jeder Ver- änderung in den stromausfallsicheren Speicher schreibt und möglich ist, zum Wiedereinschal- ten im Fall, dass die Stromausfalldauer als nur kurz bestimmt wurde, den entsprechenden Speicherwert auszulesen und den Dimmer bei der entsprechenden Dimmstufe weiter zu be- treiben. Dies kann durch Abarbeitung bestimmter, insbesondere bei Inbetriebnahme und/oder Initialisierung des Dimmers abzuarbeitender Programmschritte geschehen.

Es sei im übrigen daraufhingewiesen, dass die Aufnahme von Temperaturkurven d.h. die Bestimmung des zeitlich veränderlichen Temperaturverlaufs auch deshalb sinnvoll ist, weil da- mit ggf. Temperaturen besser erfasst werden können. Prinzipiell ist nämlich z.B. die Erfas- sung einer Raumtemperatur einerseits sinnvoll für Steuerungszwecke wie für die Steuerung von Rollläden und/oder der Heizung. Andererseits ist es im Regelfall erwünscht, Temperatu- ren nicht separat erfassen zu müssen mit eigens angebrachten externen Sensoren, die oftmals als optisch unschön empfunden werden, insbesondere wenn sie zwingend an zur Tempera- turmessung besonders geeigneten Stellen angebracht werden müssen. Es ist daher schon vor- geschlagen worden, Temperatursensoren innerhalb einer Regelung anzuordnen; es gibt dann aber Probleme durch die in der Anordnung anfallende und erzeugte elektrische Leistung.

Aus diesem Grund wurde beispielsweise mit der US 8,280,673 B2 ein System zur Bestim- mung einer Umgebungstemperatur vorgeschlagen, bei dem eine räumliche Verteilung inner- halb eines Gehäuses mit mehreren Temperatursensoren bestimmt wird und daraus auf eine Umgebungstemperatur geschlossen werden soll.

In dem vorerwähnten, durch Bezugnahme eingegliederten Dokument war auch ausgeführt, dass die Lei stungsaufhahme einer oder aller Komponenten ermittelt werden kann; dabei wur- de im referenzierten Dokument etwa auf einen CPU-Takt, eine CPU-Auslastung oder eine Leistungsaufnahme aufgrund einer Helligkeit einer Displaybeleuchtung, eine mit einem Au- dioverstärker eingestellte Leistung und/oder die Auslastung von Kommunikationsstellen Be- zug genommen.

Erwähnt sei nun, dass bei einem Dimmer vorteilhaft der durch einen Shunt fließende Strom gemessen werden kann und daraus eine Abwärmeleistung durch Summenbildung ermittelt werden kann. Damit ergibt sich eine besonders genaue Bestimmung der in einem Dimmer ge- gebenen Verlustleistung, insbesondere, wenn die Leistungsaufhahme weiterer Verbraucher in dem Dimmer wie bestimmt durch Microcontrollertakt, anhand der Einstellung von Audiover- stärkern usw. zusätzlich berücksichtigt werden.

Alternativ und/oder zusatzlich kann die Abwärmeleistung unter Berücksichtigung des aktuel- len Spannungswertes erfasst werden. Die Berücksichtigung derartiger Größen bei der Tempe- raturbestimmung bzw. der Bestimmung einer Temperaturänderung ist auch vorteilhaft, um ungeachtet einer ungünstigen Einbausituation aus internen Temperaturen eine Raumtempera- tur zu erschließen. Es sei überdies daraufhingewiesen, dass ggf. mehrere der Dimmer unter- einander Temperaturen austauschen können, um eine bestimmte Steuerung vorzunehmen. So kann dort, wo eine Heizung zu steuern ist, nicht nur auf die Innentemperatur Bezug genom- men werden, sondern es können ggf. auch Temperaturen von einem Außentemperatursensor erhalten werden und/oder von einem Dimmer, der am oder beim Außenbereich angeordnet ist, etwa bei einem Gartentor, einer Garage, einer nicht beheizten Vorratskammer und derglei- chen. Dies erlaubt es, einbaubedingte und/oder verlustleistungsbedingte Einflüsse auf die tatsachliche Temperatur besser zu berücksichtigen. Dies ist insbesondere dort vorteilhaft, wo vergleichsweise trage Systeme zu steuern sind, beispielsweise Wandheizungen und/oder Fuß- bodenheizungen; je nach Trägheit des zu steuernden bzw. zu regelnden Systems können dem- nach unterschiedliche Sensoren an unterschiedlichen Stellen gemeinsam ausgewertet werden. So kann es ausreichend sein, lediglich einen Sensor innerhalb eines Raumes oder lediglich al- le Temperatursensoren innerhalb eines Raumes zu berücksichtigen, wenn kurzfristig zur Vermeidung von sonneneinstrahlungsbedingten Temperaturerhöhungen Rollläden gesteuert werden sollen, während für Heizungen, z.B. Heizregler von Fußbodenheizungen, Wandhei- zungen und/oder Zentralheizungsbrenner etc. mehr und großflächiger Sensoren abgefragt werden können. Die Berücksichtigung von Temperaturen in anderen Sensoren kann auf unter- schiedliche Art und Weise erfolgen. Einerseits können dort, wo viele Temperatursensoren in Geraten verbaut sind, die über kurze Distanz, etwa über Bluetooth dauernd miteinander kom- munizieren können, die Temperaturwerte regelmäßig ausgetauscht werden, entweder in festen Intervallen, in variierenden, aber nicht zu großen, d.h. durch eine Obergrenze festgelegten In- tervallen, und/oder wenn wenigstens ein Sensor eine erhebliche Temperaturänderung erfasst, die nicht ohne Weiteres oder nicht ausschließlich oder nur eventuell auf eine Änderung der im zugeordneten Dimmer oder dergleichen auftretenden Verlustleistung beobachtet wird.

Dass die Abwärmeleistung besonders genau bestimmt werden kann, wenn die Eingangsspan- nung, d.h. die Netzspannung am Dimmer erfasst wird, über mehrere Periodenphasenlagen, Spannungen, Strömen usw. gemittelt werden bzw. Leistungsmittelwerte gebildet werden, sei als vorteilhafte Vorgehensweise erwähnt.

Dort, wo Außentemperatursensoren vorhanden sind, ist es nicht immer möglich, Temperatur- werte unmittelbar sofort drahtlos zu übertragen. In einem solchen Fall kann es besonders vor- teilhaft sein, die entsprechenden Temperaturdaten, bevorzugt versehen mit einem Zeitstempel, einem Benutzer durch Übertragung auf dessen bluetoothfähiges oder auf andere Weise drahtlos an den Sensor bzw. dessen ansteuernde Schaltung temporar angekoppeltes Gerät mitzuge- ben und dann die so„rucksackartig" übertragenen Daten entweder jedem einer Vielzahl ver- netzter Sensoren wie in einem Haus, also z.B. bei Annäherung des entsprechenden, die Daten rucksackartig mitnehmenden Mobilgerätes an den jeweiligen Dimmer oder dergleichen, zu übertragen oder aber eine einmalige Übertragung der rucksackartig im Mobilgerät aufge- nommenen Daten an ein festes oder zufallig erstes Gerät in der Haustechnikanordnung zu übertragen und es von dort insbesondere netz- und meshartig weiter zu übertragen.

Unter anderem für die„datenrucksackartige" Übertragung vorgeschlagen wird daher unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Verfahren zum Datenabgleich zwi- schen einer zentralen Einheit und einer Station, die zur zentralen Einheit keine dauerhafte di- rekte Verbindung aufweist, durch die Verwendung mobiler Einheiten wobei Daten zunächst drahtlos zwischen der zentralen Einheit und mehreren mobilen Einheiten übertragen werden und Daten von zumindest einer mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die Station an diese übertragen werden. Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspekten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vorteilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich alleine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbildungen beanspruchbar und erfinde- risch ist

Ein Datenabgleich kann auch erforderlich und/oder vorteilhaft sein, um beispielsweise Aktua- lisierungen von Programmversionen vorzunehmen, und zwar sowohl für Anwendungen wie auch für Betriebssysteme. Weiter kann es erforderlich sein, Betriebsparameter, beispielsweise für die Konfiguration zu übertragen, etwa von einer zentralen Einheit zu einer entfernt gele- genen Station, zu der keine dauerhafte direkte Verbindung besteht und die neu konfiguriert werden soll. Es kann sein, dass bestimmte Daten wie Zugangsdaten, Zugangscodes usw. ge- ändert werden sollen. Als mobile Einheiten werden alle Einheiten geeignet sein, die mit wenigstens einer, mit der zentralen Einheit in Verbindung stehenden festen Einheit oder der zentralen Einheit selbst temporär kommunizieren können und die mit der entfernten Station zumindest bei Annäherung an dieselbe temporär kommunizieren können. Es sei erwähnt, dass die Kommunikation zwischen zentraler Einheit und mobiler Einheit einerseits und entfernter Station und mobiler Einheit andererseits über unterschiedliche Schnittstellen, gemäß unter- schiedlichen Protokollen usw. erfolgen kann. So kann innerhalb eines Gebäudes eine Kom- munikation zwischen zentraler Einheit und einer mobilen Einheit wie einem Smartphone über WLAN geschehen, während das gleiche Smartphone mit der außerhalb des Gebäudes ange- ordneten entfernten Station über eine Nahfeld-Schnittstelle, beispielsweise Bluetooth kom- muniziert.

Es versteht sich, dass zur Implementierung der erfindungsgemäßen , /ucksackartigen" Über- tragung bestimmte Protokolle implementiert sein können. So kann vorgesehen sein, dass bei jedem Aufbau einer Kommunikation zwischen der entfernten Station und einer mobilen Ein- heit abgefragt wird, ob diese mobile Einheit Daten von der zentralen Einheit abgespeichert hat. Falls ja, kann versucht werden, diese Daten an die entfernte Station von der mobilen Ein- heit zu übertragen. Die rucksackartig zu übertragenden Daten können eine feste Länge besit- zen oder eine variable Länge haben; sie können in der Größe beschrankt sein, beispielsweise auf einige wenige Kilobyte bis hin zu einigen Megabyte. Es wird einzuschätzen sein, dass die übertragbare Datenmenge von der für die Kommunikation zwischen zentraler Einheit und mobiler Einheit oder zwischen entfernt gelegener Station und mobiler Einheit verwendete Da- tenschnittstelle bzw. Übertragungsrate einerseits und andererseits der typischen Aufenthalts- dauer der mobilen Einheit in der Reichweite der zentralen Einheit bzw. der entfernt gelegenen Station abhängen wird. Läuft etwa ein Benutzer typisch an der entfernt gelegenen Station mit einer Geschwindigkeit vorbei, die ihn 5-10 Sekunden in der Reichweite der entfernt gelege- nen Station lässt, so können während dieser Zeit oder einem Bruchteil dieser Zeit Daten über- tragen werden, wenn die Datenmenge nicht durch den Aufenthalt bei der zentralen Einheit be- schränkt ist.

Es kann vorgesehen sein, die Daten von der zentralen Einheit an das mobile Gerät und an die mobile Einheit sowie von der mobilen Einheit an die entfernt gelegenen Station verschlüsselt zu übertragen, wobei die Zentraleinheit und die entfernt gelegene Station den Schlüssel be- vorzugt vorab kennen; dies erschwert zumindest Dritten die Manipulation. Es können ggf. Authenti fizi erungsdaten in einem Header oder an anderer Stelle mitübertragen werden und es muss im Übrigen nicht bewusst durch den Träger einer mobilen Einheit die Übertragung aus- gelöst werden. Als typische mobile Einheiten kommen Smartphones, Smartwatches, Tablets usw. infrage, die von ihren Benützern oftmals eingeschaltet gelassen werden, was die automa- tische, eingriffsfreie Datenkommunikation mit anderen Geräten ermöglicht Es kann zudem möglich sein, längere Nachrichten in Fragmenten zu übertragen. Es kann vor- teilhaft sein, wenn die entfernt gelegene Station den Empfang von bestimmten Datenpaketen allen mobilen Einheiten, die in Reichweite gelangen, bestätigt, in der Erwartung, dass zumin- dest einige davon wieder in Reichweite der zentralen Einheit gelangen werden und dort der zentralen Einheit wiederum bestätigen können, dass zumindest bestimmte Teile der Daten be- reits übertragen wurden.

Wo eine Vielzahl von Daten, die nicht auf einmal mit einer einzigen mobilen Einheit übertra- gen werden können, an die Station übertragen werden sollen, kann es vorteilhaft sein, anzu- geben, ob bestimmte Änderungen sofort implementiert werden sollen oder nicht. So kann es sinnvoll sein, etwa Zugangsdaten, mit denen neuen Benutzern Zugang gewährt wird und nicht mehr erwünschten Benutzern Zugang verweigert wird, sofort nach erfolgter Übertragung auch dann umzusetzen, wenn noch nicht alle erforderlichen Änderungen erhalten wurden; beispielsweise wäre möglich, dass von 30 Änderungen nur die ersten 10 ubertragen wurden. Hier ist eine sofortige Änderung sinnvoll, weil dann die aktuell bestmögliche Aktualität gewähr- leistet wird. In anderen Fällen, etwa der Aktualisierung von Apps, müssen vollständige neue Programmpakete vorliegen, bevor diese installiert werden können. Es ist daher vorteilhaft, wenn bei der Daten rucksackartigen Übertragung, beispielsweise in einem Header oder an an- derer geeigneter Stelle wie zum Abschluss des Datenpaketes, festgehalten ist, ob auf die Daten sofort reagiert wird oder ob das Eintreffen weiterer und gegebenenfalls welcher weiteren Pakete abgewartet werden soll. Bei gestückelten Datenpaketen können mehreren Benutzem nacheinander unterschiedliche Pakete übertragen werden, und zwar ein und dasselbe Paket mehrfach an unterschiedliche Benutzer. Es ist auch möglich, bei einer hinreichend breitbandi- gen Verbindung zwischen zentraler Einheit und mobiler Einheit an die mobile Einheit jeweils alle oder viele Datenpakete zu übertragen, die bevorzugt fortlaufend nummeriert sind und dann beim Aufbau der Kommunikation zwischen entfernt gelegener Station und der mobilen Einheit zunächst abzufragen, welche Datenpakete noch nicht übertragen wurden. Zwischen den noch nicht übertragenen Datenpaketen kann eine Auswahl entweder durch Nummerie- rung, Priorisierung oder dergleichen erfolgen. Wenn die Datenpakete fortlaufend nummeriert sind von der entfernt gelegenen Station, wird bevorzugt das nächste, noch nicht vollständig erhaltene Paket aus der mobilen Einheit angefordert Bei priorisierten Informationen werden die noch nicht übertragenen Daten höchster Priorität bzw. Datenpakete höchster Priorität übertragen. So kann es sinnvoll sein, bei Zugangskontrollen zunächst die nicht mehr er- wünschten Benutzer zu sperren, bevor erwünschte Benutzer freigeschaltet werden. Es wird einzuschätzen sein, dass die Abfrage, welche Daten noch nicht übertragen wurden, schnell möglich ist, so dass die Gesamtkommunikation entsprechend wenig beeinträchtigt wird. In einem Fall, wo der entfernt gelegenen Station mehrere Datenpakete übertragen wer- den, die zu einer großen Nachricht zu verbinden sind, wird diese einen hinreichend großen Speicher und eine Einheit zum Verketten der Datenpakete respektive der von Headern und dergleichen befreiten Datenpakete aufweisen.

Es ist im Übrigen auch möglich, die Daten zusammen mit einem Hinweis auf deren Aktualität zu übertragen. Dazu kann beispielsweise das Datum der Generierung der Daten oder das Da- tum des Übertragens der Daten von der zentralen Einheit an die mobile Einheit oder eine fort- laufend von der zentralen Einheit für Datenpakete vergebene Nummer mitübertragen werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass nicht durch sehr alte Daten Änderungen an der entfernt gelegenen Station ausgelöst werden. Als Datum werden insoweit Zeitmarken be- liebigen, geeigneten Formats verstanden.

Es ist bevorzugt auch, in einem solchen Fall, wenn die entfernt gelegene Station eine aktuelle Zeit kennt. Damit in einem solchen Fall die entfernt gelegenen Station nicht mit einer eigenen DCF-77-Stufe zur Erfassung einer Funkzeit oder dergleichen versehen sein muss und es auch nicht erforderlich ist, eine hochpräzise Zeitmessung in der entfernt gelegenen Station zu im- plementieren, ist es vorteilhaft, eine gelegentliche oder regelmäßige Synchronisation der Sta- tion auf die zentrale Einheit vorzunehmen. Dazu können Zeitdaten zwischen der mobilen Ein- heit und einer entfernt gelegenen Station übertragen werden. Um hier Zeitdaten bzw. zeitindi- kative Signale zur Synchronisation problemfrei zu übertragen, können besondere Maßnahmen vorgesehen werden. Dabei ist zu beachten, dass die Zeitdauer zwischen einer Synchronisie- rung der mobilen Einheit auf die zentrale Einheit bis zur Übertragung der Synchronisationsdaten auf die entfernt gelegene Station keinesfalls konstant ist. Vielmehr kann diese Zeitdauer variieren. Es ist daher vorteilhaft, wenn die mobile Einheit selbst getaktet ist, beispielsweise selbst eine Zeit erfasst und die Daten, die als synchronisierende, zeitindikative Signale an die entfernt gelegene Station übertragen werden, im Ansprechen auf die Taktung bzw. die Zeit der mobilen Einheit angepasst werden. Dabei kann auch dann eine Synchronisation erreicht werden, wenn die aktuelle Zeit der mobilen Einheit von jener Zeit abweicht, die bei der zent- ralen Einheit vorliegt, etwa weil die mobile Einheit im Gegenseite zur zentralen Einheit eine Umstellung zwischen Sommer/Winterzeit erfahren hat. Es ist lediglich erforderlich, die von der zentralen Einheit erhaltene Systemzeit entsprechend der seit dem Erhalt gemäß der Zeit- messung der mobilen Einheit vergangene Zeit zu aktualisieren und diese aktualisierten Daten an die entfernt gelegene Einheit zu übertragen. Damit wird eine ungeachtet etwaiger Differen- zen zwischen der mobilen Einheit und der zentralen Einheit weitgehend unabhängige Zeit- Übertragung erreicht. Ein Abweichen kommt hier lediglich insoweit zu Stande, als einerseits die mobile Einheit schneller oder langsamer läuft als die Zentraleinheit; diese Differenzen sind aber bei typischen Dauer zwischen Synchronisation zwischen Zentraleinheit und mobiler Einheit einerseits und Übertragen der Synchronisationsdaten von mobiler Einheit auf die ent- fernt gelegene Station andererseits regelmäßig praktisch für die meisten Anwendungen ver- nachlässigbar, und andererseits kann ein Synchronisationsfehler auch noch durch die für die Datenübertragung selbst erforderliche Zeit auftreten. Auch diese Zeit ist typisch vernachläs- sigbar. Es ist im Übrigen möglich, die Zentraleinheit auf eine Drittreferenz zu synchronisie- ren, beispielsweise auf einen nationalen Funkzeitstandard. Auf diese Weise wird eine für praktische Anwendungen wie Zugangskontrollen, Temperaturverlaufsmessungen usw. völlig ausreichende Präzision und/oder Synchronisation erreicht.

Es wurde demnach als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass ein Verfahren zum Datenabgleich zwischen einer zentralen Einheit und einer entfernten Station, die zur zentralen Einheit keine dauerhafte direkte Ver- bindung aufweist, durch die Verwendung mobiler Einheiten so ausgestaltet ist, dass Daten zunächst drahtlos zwischen der zentralen Einheit und einer oder mehreren mobilen Einheiten übertragen werden, und dann Daten von zumindest einer mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die entfernte Station an diese übertragen werden, wobei die zentrale Einheit (auch) eine Zeitvorgabeeinrichtung ist, die mobile Einheit von dieser als Daten zeitindikative Signale mittelbar oder unmittelbar erhält und die entfernte Station durch die Übertragung der Daten von der zumindest einen mobilen Einheit bei Annäherung derselben an Station auf die die zentrale Einheit synchronisiert wird, und zwar ohne eine dauerhaftem direkte Verbindung zur Zeitvorgabeeinrichtung.

Es wurde weiter als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusatzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass ein Verfahren, so ausgestaltet ist, dass eine mobile Einheit mit der Zentraleinheit synchronisiert wird, die mobile Einheit nach der Synchronisation mit einer eigenen Taktung betrieben wird und die von der mobilen Einheit an die Station übertra- genen Daten im Ansprechen auf die Synchronisation und die Taktung bestimmt werden.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass ein Verfahren so ausgestaltet ist, dass die Zentraleinheit auf eine Drittreferenz synchronisiert wird, bevor die mobile Einheit auf die Zentraleinheit synchroni- siert wird.

Die Zeitsynchronisation ist besonders dort vorteilhaft, wo beispielsweise Außentemperaturen mit Sensoren erfasst werden sollen, die nicht dauerhaft in ein Kommunikationsnetzwerk ein- gebunden sind. Es ist dann möglich, die Temperaturverläufe eines Außensensors, der nicht dauerhaft mit einer Zentrale oder einem Netzwerk kommuniziert,„rucksackartig" zu übertra- gen und aus dem in der Zentrale so erhaltenen Temperaturverlauf, der beispielsweise eine Außentemperaturkurve darstellt, Rückschlüsse für eine erforderliche Heizungsregelung zu ziehen.

Es sei erwähnt, dass dort, wo selten erhaltene Außentemperaturen oder dergleichen mit aus- gewertet werden sollen, das Regelverhalten verbessert werden kann, wenn nicht alle Sensor- signale gleichgewichtet werden und/oder wenn Temperaturverläufe eines Außensensors mit übertragen werden, um etwa einen mittleren Temperaturtagesgang zu erhalten und so ein- schätzen zu können, ob ein aktueller niedriger Temperaturwert von einer selten, weil bei- spielsweise nur rucksackartig kommunizierenden Station aufgrund einer tatsächlich niedrigen Außentemperatur niedrig ist, was angenommen werden kann, wenn er zu einer Zeit wie nachmittags, zu welcher ansonsten höhere Temperaturen vorliegen, erfasst wurde, oder ob die Temperatur niedrig ist, weil momentan eine Zeit vorliegt, in der typisch die Temperaturwerte an der Ausgangsstation üblicherweise besonders niedrig sind. Gerade dort, wo Temperaturen ausgetauscht werden, ist es daher vorteilhaft, wenn nicht nur einzelne Temperaturen, sondern Temperaturkurven und/oder das in einem vorhergehenden Zeitraum wie 12 oder 24 Stunden beobachtete Minimum-Maximum und/oder Mittelwerttemperaturen übertragen werden. Dies zeigt, dass auch für eine Temperaturmessung eine Außenstell en-Zeitsynchroni sation sinnvoll sein kann.

Als selten wird eine Datenübertragung im Übrigen z.B. dann angesehen, wenn durch Be- schränkung der direkten Kommunikation nicht jeder gewünschte Temperaturwert innerhalb einer Zeitspanne, die kurz gegenüber dem nächsten, zur Beschreibung des Zeitverlaufs ge- wünschten Temperaturwerts ist, übertragen wird, wenn die Anzahl der erfassten Temperatur- werte deshalb gering gehalten wird, weil die Kommunikation nicht kontinuierlich besteht und/oder wenn mehrere Temperaturwerte gemeinsam übertragen werden müssen, um über- haupt an die zentrale Station zu gelangen. Es sei erwähnt, dass die Gleichgewichtung oder Ungleichgewichtung von Sensorsignalen arithmetisch, bei Vorliegen digitalisierter Sensorsig- nale beispielsweise in einer digital arbeitenden Steuereinheit, erreicht werden kann.

Es sei daraufhingewiesen, dass einleuchtender Weise, falls dies gewünscht ist, eine entspre- chende Daten(zwischen)speicherung in den jeweiligen Dimmern erfolgen kann. Mit einer ge- eigneten Temperaturmessung kann einerseits das Steuerverhalten verbessert werden und an- dererseits auch ein besseres Wiederemschaltverfahren erreicht werden.

Dass bei Wiedereinschalten nach z.B. durch Temperatursprünge bemerkten Brownout oder dergleichen ggf. trotz einer bei Wiedereinschalten gewünschter, vorher benutzter Dimmstufe, ein Softstartverhalten implementiert werden kann, wie es zur Vermeidung initialer Kurz- schlüsse und/oder Erzielen eines insgesamt schnelleren Aufleuchtens von rein ohmschen Leuchtmitteln oder dergleichen beschrieben sei, sei erwähnt.

Es kann also in einer bevorzugten Variante nach einem als Brownout erkannten Ausfall der Stromversorgung ein Wiedereinschalten derart geschehen, dass in mehreren Schritten der zu- letzt vor Stromausfall verwendete Dimmwert, d.h. die entsprechende Dimmstufe, angesteuert wird. Typisch wird die vorherige Dimmstufe z.B. einer bestimmten Dauer bis zu einem Pha- senabschnitt entsprechen. Das Softstartverhalten kann dann implementiert werden, indem nicht sofort nach Wieder- Vorhandensein der Stromversorgung der Phasenabschnitt bei genau jener Phasenlage bewirkt wird, zu welcher der Phasenabschnitt zuvor erfolgte, sondern dass die Zeit zwischen Nulldurchgang und Phasenabschnitt in mehreren Stufen gesteigert wird, beispielsweise über 5 - 50 Halbwellen hinweg. Eine zu geringe Zahl an Halbwellen, über wel- che während eines Softstartes die Leuchtdauer erhöht wird, fuhrt womöglich nicht zum ge- wünschten Ergebnis, vermeintliche Kurzschlüsse auch initial vermeiden zu helfen. Eine zu große Zahl an während eines Softstartes durchlaufenen Stufen verzögert das Erreichen der Endhelligkeit in einer für den Benutzer unangenehmen Weise. Es ist zudem nicht erforderlich, eine lineare Steigerung der Zeiten bis zu einem Phasenabschnitt z.B. von 0 weg für den Soft- start zu implementieren. Vielmehr wird es vorteilhaft sein, auch bei einem Softstart eine be- stimmte Minimal-Dauer bis zum Phasenabschnitt vorzusehen. Dies ist sinnvoll, weil durch den Softstart z.B. eine allmähliche Erwärmung der Glühwendel einer Glühbirne erreicht wer- den soll, was einem vermeintlichen Kurzschlussverhalten entgegenwirkt. Bei zu kurzen Zei- ten bis zum Phasenabschnitt erfolgt die Erwärmung zu langsam, ohne dass damit ein prakti- scher Nutzen verbunden wäre.

Die Anzahl der Kanäle eines Dimmers der Erfindung entspricht praktisch der Anzahl frei an- steuerbarer Ausgangspins bzw. verfugbarer entsprechender Schnittstellen des Mikrokontrol- lers oder der CPU, wobei in der Leistungssteuervorrichtung jedem der Kanäle ein eigener Shunt- Widerstand zugeordnet werden kann und somit nicht nur in jedem Kanal einzeln die Leistung messbar wird, sondern für jeden einzelnen Kanal erfassbar wird, ob auch ein ent- sprechend seiner angeschlossenen kapazitiven, ohmschen oder induktiven Last jeweils ein Phasenanschnitt- bzw. -abschnittverhalten vorteilhaft ist und wobei zudem eine Gesamtleis- tung, eine Durchschnittsleistung usw. erfassbar werden. Damit können auch bessere Statisti- ken über Leistungsverbrauch, typische Tageszeiten für Anschalten, Ausschalten großer Leis- tungen usw. erfasst werden. Auch können so Ausfalle wie Leuchmitteldefekte erkannt und an eine Zentrale signalisiert werden.

Weil nur Leistungshalbleiter(paare) leitend oder nichtleitend geschaltet werden müssen, also einer von zwei möglichen Zuständen binär vorgegeben werden kann, ist nicht nur die An- steuerung vereinfacht, sondern es lassen sich auch mit einfachen Microcontrollern eine größe- re Anzahl an Kanälen steuern, weil für jeden Kanal nur ein Bit eines Digitalausganges benötigt wird. Die Anzahl der Kanäle wird daher im Regelfall durch andere Einflüsse begrenzt wie etwa noch einfache Bedienbarkeit einer Anordnung mit vielen Kanälen, der Notwendigkeit, viele Leistungshalbleiterpaare auf kleinem Raum unterzubringen und so weiter.

Wie aus dem Vorstehenden und auch nachfolgend ersichtlich sein wird, bietet es besondere Vorteile, wenn der Dimmer der vorliegenden Erfindung mit einer Schnittstelle versehen ist, über welche Betriebsdaten ausgegeben werden können.

Es sei hierzu erwähnt, dass gerade in großen Gebäudekomplexen wie Industrieanlagen, Hoch- häusern, Bahnhöfen usw. die Weitergabe von Information etwa über das Versagen bestimmter Kanäle vorteilhaft sein kann, um schneller die ausgefallenen Leuchtmittel tauschen zu können usw. Zudem ist es auch möglich, dauerhaft hohe Dimmgrade von Leuchtmitteln zu erfassen; wo eine dauerhaft zu starke Dimmung wie bei Halogenlampen unerwünscht ist, kann bei ent- sprechender Signalisierung ein Austausch des Leuchtmittels hin zu einem schwächeren Leuchtmittel erfolgen, was Betriebskosten senkt.

Es ist einsichtig, dass der Mikrokontroller oder dergl. eine Auswertung der Strommess- Signale und/oder anderer Signale vornehmen kann, was zusätzliche Funktionalitäten eröffnet.

Neben den Strom- bzw. Spannungssignalen, die erfasst werden, um die Ausgangsleistung, die Nulldurchgänge der Eingangsspannung usw. zu erfassen, können andere Parameter wie beispielsweise die interne Temperatur erfasst werden, was sowohl für reine Leuchtmittelsteue- rungen zur Vermeidung von Ubertemperaturbedingungen vorteilhaft ist, wie auch zur Ermög- lichung von Heizungssteuerung, Lüftungen und so weiter. Es können, auch bei Verwendung in einer Unterputzdose zusätzliche Sensoren mit eingebaut werden, beispielsweise Hellig- keitssensoren, soweit diese Licht von außen empfangen können, oder Schallsensoren bzw. Mikrofone, um Geräusche in einem Gebäude oder Raum aufnehmen zu können und gegebenenfalls zur Sprachübertragung zu dienen. Daneben kann es besonders bevorzugt sein, Schnittstellen zu externen Sensoren vorzusehen, beispielsweise um Außentemperaturmessun- gen zuzulassen und auszuwerten, um die Signale von Einstellungssensoren wie von Rollos und dergleichen zu erhalten, um Glasbruchsensoren, Bewegungsmelder, Lichtschrankensen- soren und dergleichen eine Anbindung zu ermöglichen, was z.B. zum Aufbau von Alarmsys- temen vorteilhaft ist. Bevorzugt ist es, wenn mit externen Sensoren drahtlos kommuniziert wird, beispielsweise über bekannte Schnittstellen wie Bluetooth, WLAN und dergleichen. Es sei daraufhingewiesen, dass es derzeit bereits eine Vielzahl drahtloser Schnittstellen und für die Kommunikation geeigneter Protokolle gibt und dass die vorliegende Erfindung in der Verwendung derartiger Schnittstellen und Protokolle lediglich insoweit begrenzt ist, als die entsprechenden physischen Bausteine für die Implementierung der Schnittstellen hinreichend klein sein sollen, mit geringer Leistung betrieben werden können, eine ausreichende Reich- weite besitzen, um etwa innerhalb eines Gebäudes vorhandene Sensoren direkt oder indirekt ansprechen zu können, eine ausreichende Datenrate besitzen und, insbesondere bei Alarman- lagen, eine hinreichend schnelle Reaktion auf womöglich kritische Sensorsignale erlauben. Es wird einzuschätzen sein, dass neben derzeit bekannten Protokollen und Standards, von denen Bluetooth und WLAN nur beispielhaft, weil bevorzugt, jedoch nicht beschränkend genannt sind, auch zukünftige Protokolle und Schnittstellen in Frage kommen.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass eine Strommess-Stufe vorgesehen ist, die dazu angeordnet ist, zu einer Mehrzahl der separat steuerbaren Lasten, bevorzugt zu jeder der separat steuerbaren Lasten, ein stromindikatives Signal an die Kontrollanordnung zu speisen.

Die Strommess-Stufe wird typisch einen Shunt-Widerstand je Kanal umfassen sowie einen Analog-Digitalwandler zur Erzeugung eines Digital-Signals im Ansprechen auf die am Shunt- Widerstand abfallende Spannung. Es ist möglich, je Kanal einen eigenen Analog-Digjtal- Konverter vorzusehen oder über geeignete Schaltkreise alternierend die an einer Vielzahl von Shunt-Widerständen jeweils abfallenden Spannung zu erfassen. Es sei erwähnt, dass Probleme besonders dort auftreten könnten, wo mehrere Lasten in unter- schiedlichen Kanälen simultan geschaltet werden sollen. Dies könnte zu unzulässigen Schalt- spitzen fuhren, etwa im nach Din 55055 kritschen Frequenzbereich von 4kHz bis 9MHz, weil Schaltströme und -Spannungen der mehreren Kanäle sich durch die Gleichzeitigkeit überla- gern. Es sei daher als vorteilhaft offenbart, für einen solchen Fall den Schaltungszeitpunkt d.h. der Zeitpunkt respektive die Phasenlage des Phasenschnitts in mindestens einem der Kanäle zu verandern.

Die Veränderung des Schaltungszeitpunktes in mindestens einem der Kanäle wird so gewählt, dass nicht mehrere Kanäle gleichzeitig geschaltet werden müssen. Dies kann durch ein Ver- fahren implementiert werden, in dem mit einer Steuerung, die Steuersignale an mehrere Leis- tungshalbleiterpaare eines mehrkanaligen Dimmers über geeignete elektrische Isolierungen wie Optokoppler oder dergleichen speist, um einen Phasenanschnitt oder -abschnitt zu bewir- ken, überprüft wird, ob zu dem Zeitpunkt, zu welchem der Phasenschnitt in einem ersten Ka- nal gewünscht wird, auch in einem weiteren Kanal ein Phasenschnitt vorgesehen ist. Sofern dies der Fall ist, kann in wenigstens einem der Kanäle der Phasenschnitt-Zeitpunkt verändert werden. Damit wird eine Veränderung des Schaltungszeitpunktes stets nur dann bewirkt, wenn auch ein anderer Kanal simultan geschaltet werden soll. Eine Alternative, unzulässige Schaltspitzen von vorneherein zu vermeiden, besteht darin, für jeden einer Vielzahl von Ka- nälen eine vergleichsweise geringe Anzahl von möglichen Dimmstufen vorzusehen. Für jeden unterschiedlichen Kanal kann dann auf der jeweiligen Dimmstufe ein etwas früherer oder et- was späterer Phasenschnitt-Zeitpunkt fest vorgegeben sein. Vergleichsweise wenig Dimmstufen werden z.B. vorliegen, wenn die Taktung eines für die Steuerung verwendeten Mikroprozessors um mehrere Größenordnungen höher als die Wechselspannungsfrequenz ist und viele Takte zwischen für Phasenschnitte zugelassenen Taktzahlwerten nach detektiertem Phasen-Nulldurchgang liegen. Es wird einzuschätzen sein, dass auch energiesparende Microcontroller typisch mit wenigstens einigen 100 kHz betrieben werden, was gegenüber herkömmlichen Wechselspannungsfrequenzen um mehrere Größenordnungen höher ist. Wird angenommen, dass zu jeder Taktzahl nach einem Nulldurchgang per se ein Phasenschnitt möglich wäre, würden sich also weit über 1000 unterschiedliche Dimmstufen ergeben. Ver- gleichsweise wenig Dimmstufen werden also insbesondere verwendet, wenn von den tech- nisch gemäß Taktung oder anderen Begrenzungen wie Ausgabe-Frequenzen auf für die Leistunghalbleiteransteuerung verwendeten Ausgangspins allenfalls ein Bruchteil als mögli- che Dimmtufen zugelassen wird, insbesondere nicht mehr als 30 %, bevorzugt nicht mehr als 10 %, insbesondere bevorzugt nicht mehr als 5 %, 3 % oder 1 % der per se technisch erreich- baren Phasenschnitt-Zeitpunkte. In einem solchen Fall mit nur wenigen Dimmstufen bezogen auf die technisch per se realisierbaren Zettpunktes ist es dann möglich, innerhalb einer Dimmstufe den tatsachlichen Phasenschnitt kanalabhängig etwas früher oder etwas später vorzunehmen. Die Zeiten, um welche für gleiche Dimmstufen der Phasenschnitt verschoben wird, können beispielsweise, je nachdem wie das Verhältnis zugelassener Dimmstufen bezo- gen auf die technisch erreichbaren Schalt-Stufen ist, um einige Mikrosekunden bis nahe an oder in den Millisekunden-Bereich liegen. Es kann möglich sein, eine solche Verschiebung nur in bestimmten Dimmstufen vorzunehmen, wo Störungen als besonders kritisch angesehen werden, also dort, wo womöglich bei großen Spannungen innerhalb des Wechselspannungsverlaufs ein Phasenschnitt erfolgt. Es sei daraufhingewiesen, dass geringfügige Verschiebun- gen des Phasenschnittzeitpunktes bereits unzulässige Schaltspitzen gut zu vermeiden helfen, auch wenn der Zeitversatz so gering ist, dass ein Benutzer, im Regelfall selbst bei kritischen Leuchtmitteln wie LEDs, auch in kritischen Bereichen praktisch keinen Helligkeitsunter- schied wahrnehmen wird.

Aus dem vorstehenden ist ersichtlich, dass es besonders bevorzugt ist, den erfindungsgemä- ßen Zeitversatz in digital getakteten Dimmern mit einer digitalen Steuerung vorzusehen.

Es sei daher als vorteilhaft sowie als separat beanspruchbarer Aspekt offenbart, dass bei ei- nem Wechselstromdimmer mit mehreren Kanälen für stufenweise dimmbare Verbraucher und einer Steuerung für dimmstufengemäße Phasenschnitte, insbesondere wie vorstehend be- schrieben, die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Phasenschnitte auf gleicher Stufe gedimm- ter Kanäle zeitlich gegeneinander zu versetzen.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass er für den Betrieb in einem Zweiphasen- wechselstromlichtnetz ausgelegt ist.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Verbraucher stufenweise dimmbar sind in einem von 3 bis 5 Stufen, 10 Stufen, 100 Stufen oder 2" Stufen.

Wenn der Wechselstromdimmer in 3 - 5 Stufen durch schaltbar ist, so ist dies besonders vor- teilhaft, um zwischen diesen 3 bzw. bis zu 5 Stufen durch wiederholtes Antasten bzw. Austas- ten zu zyklieren. Die Verwendung von beispielsweise 10 Dimmstufen erlaubt einerseits, durch Bestimmen der Dauer einer Tastenbetätigung zwischen den Werten in reproduzierbarer Weise zu schalten und dabei eine ausreichende Einstellungspräzision einer gewünschten Hel- ligkeit zu gewährleisten. Eine Anzahl von beispielsweise 100 Stufen erlaubt eine quasi konti- nuierlich empfundene Verstellung im Ansprechen auf die Dauer eines Tastendruck. Dies wird einleuchtender Weise auch dann erreicht, wenn etwa bereits SO oder 300 Stufen durchlaufen werden, es versteht sich aber, dass gerade bei Aufnahmen von Helligkeitskalibrationen eine Überprüfung oder Bestimmung einer Helligkeitskurve durch Vorgabe prozentualer Werte er- leichtert ist. Werden 2" Stufen implementiert, so ist dies aufgrund des binären Charakters be- sonders einfach. Bevorzugte Stufenzahlen sind 4 Stufen, 8, 16 sowie 64, 128 und 256 Stufen. Eine feinere Regelung ist im Regelfall nicht erforderlich und wird als eher unangenehm emp- funden, weil entweder keine genaue Einstellung möglich ist oder die Zeit zum Durchlaufen der Helligkeitswerte etwa bei Messung einer Tastendruckdauer zur Dimmstufenbestimmung recht lang wird.

Es sei erwähnt, dass vorstehend zwar beschrieben wurde, dass eine kanalweise Vorabbestim- mung eines Phasenschnitt-Zeitversatzes erfolgt, dass dies aber nicht zwingend der Fall sein muss. Insbesondere bei Dimmern mit sehr vielen Kanälen kann es bevorzugt sein, eine Ver- schiebung eines Phasenschnittes nur dann vorzunehmen, wenn simultan auch ein oder mehre- re Kanäle geschaltet wird, gegebenenfalls sogar nur bei Überschreiten eines bestimmten Ge- samtstromes, der geschaltet wird, oder nur mit mindestens einem zu hohen Einzelstrom, zeit- lich zu verschieben. In einem solchen Fall kann entweder vor jedem Phasenschnitt, bevorzugt jedoch bei jeder Verstellung einer Dimmstufe, überprüft werden, ob ein Phasenschnitt in ei- nem anderen Kanal ebenfalls auftritt und dann eine Entscheidung über eine erforderliche Ver- schiebung des Phasenschnittes getroffen werden, gegebenenfalls abhängig von den erwarte- ten, vorgegebenen, zulässigen oder gemessenen Strömen.

Es sei erwähnt, dass gegebenenfalls der Zeitversatz eines Kanals nicht fest sein muss, sondern gegebenenfalls alternieren oder variieren kann. So kann etwa dann, wenn nur in kritischen Fällen, also bei hinreichend hohen Gesamtströmen und stets nur bei zeitgleichem Schalten ei- ne Verschiebung vorgesehen ist, zwischen zwei zeitgleich zu schaltenden Kanälen alterniert werden, um den zu verschiebenden Kanal zu alternieren. Dies ist vorteilhaft, weil damit gege- benenfalls eine - wenn auch nur geringe - Leistungsveränderung je Kanal reduziert wird und im Übrigen die Leistungen beider Kanäle angeglichen wird. Gerade dort, wo die Farbtemperatur leistungsabhängig ist bei wie Glühbirnen, Halogenlampen und dergleichen, kann dies Vorteile bieten.

Es sei also als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstrom- dimmer wie vorerwähnt zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Steuerung nur für bestimmte Dimmstufen Phasenschnitte zeitgleich phasengeschnittener Kanäle gegenei- nander versetzt.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ die Steuerung einen Integrator, eine Integrationswertvorgabe- stufe, einen Komparator und eine Ausgangsstufe umfasst, wobei vorgesehen ist, dass der In- tegrator dazu ausgebildet ist, beginnend mit einem bestimmten Ereignis zu integrieren, die In- tegrationswertvorgabestufe dazu ausgebildet ist, kanalweise Integrationswertvorgaben für be- stimmte Dimmstufen zu bestimmen, der Komparator dazu ausgebildet ist, kanalweise den In- tegrationswert mit der Integrationswertvorgabe zu bestimmen und bei Erreichen und/oder Überschreiten der Integrationswertvorgabe ein Hinweissignal zu erzeugen und die Ausgangs- stufe dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf das Hinweissignal aus dem Komparator ein Phasenschnittsignal zum Bewirken eines Phasenschnittes auszugeben.

Das bestimmte Ereignis, bei welchem der Integrator beginnt, zu integrieren, kann beispiels- weise der Nulldurchgang der Wechselspannung sein. Als Integrator könnte ein analoger In- tegrator wie ein RC-Glied dienen; bevorzugt ist aber einsichtiger Weise angesichts der bevor- zugten Implementierung des Dimmers mit digital arbeitenden Stufen die Verwendung eines Zahlers. In diesem Fall wäre der Integrationswert ein Zählwert.

Es sei also als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstrom- dimmer zusatzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Steuerung eine digitale Steue- rung ist, die einen Zähler als Integrator, ein Zählwertvorgabemittel als Integrationswertvorga- bemittel, einen Komparator und eine Ausgangsstufe umfasst, wobei der Zähler dazu ausgebil- det ist, seit einem bestimmten Ereignis vergehende Taktereignisse zu zählen, das Zählwert- vorgabemittel dazu ausgebildet ist, kanalweise Zählwertvorgaben für bestimmte Dimmstufen zu bestimmen, der Komparator dazu ausgebildet ist, die Zählwerte mit den Zählwertvorgaben zu bestimmen und bei Erreichen oder Überschreiten der Zählwertvorgabe ein Hinweissignal zu überzeugen und die Ausgangsstufe dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf das Hinweis- signal aus dem Komparator ein Phasenschnittsignal zum Bewirken eines Phasenschnittes aus- zugeben. Es sei erwähnt, dass die Anzahl Takte, nach welcher bei einer gegebenen Dimmstufe für ei- nen Kanal der Phasenschnitt erfolgen soll, beispielsweise in einer Nachschautabelle oder der- gleichen hinterlegt sein kann, wobei dann in dieser Nachschautabelle bevorzugt bereits die unterschiedlichen Phasenschnitt-Zeitversatz Daten je Kanal enthalten sind.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass das Zählwertvorgabemittel dazu bestimmt ist, eine Zahlwertvorgabe im Ansprechen auf einen zur Dimmstufe in einer Nachschautabelle hinterlegten Wert oder im Ansprechen auf eine zur Dimmstufe durchgeführte Berechnung zu bestimmen. Dass gegebenenfalls eine erforderliche Phasenschnitt- Verschiebung berechnet werden kann, statt sie aus einer Tabelle auszulesen, sei erwähnt.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass der Komparator dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle mit gleichen Dimmstufen ein Hinweissignal zeitversetzt zu erzeugen und/oder die Integrationswertvorgabestufe dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle mit gleichen Dimmstufen unterschiedlichen Integrationswertvorgaben auszugeben und/oder der Integrator dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle innerhalb gleicher Zeiten dif- ferierende Integrationswerte zu bestimmen.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Steuerung eine Digitalsteuerung ist und die Zählwertvorgabe dazu ausgebildet ist, für unterschiedliche Kanäle gleicher Dimmstufe un- terschiedliche Zählwerte vorzugeben.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Phasenschnitte auf gleicher Stufe gedimmter Kanäle zeitlich um einen Bruchteil einer Dimmstufe zu versetzten, insbesondere um nicht mehr als 5% der aktuell ausgegebenen Leis- tung, bevorzugt nicht mehr als 1% der aktuell ausgegebenen Leistung, insbesondere bevor- zugt, um nicht mehr als 0,1% der aktuell ausgegebenen Leistung.

Der zur Reduzierung des Störspektrums auf unkritische Pegel erforderliche Zeitversatz des Phasenschnittes wird nicht nur von den jeweils einschlägigen, für maximal zulässigen Störun- gen vorgesehenen Normen abhängen, sondern auch von der Leistung, sowie aufgrund der baulichen Implementierung etwa aufgrund vorhandener Kapazitäten usw. variieren. Es zeigt sich aber, dass bereits geringe Verschiebungen des Phasenschnittes, die auch in kritischen Fällen die angegebenen Werte nicht überschreiten, ausreichen, um für praktisch alle Bedin- gungen eine hinreichende Störungsfreiheit zu garantieren. Dabei ist eine Grenze von nicht mehr als 5 % der aktuell ausgegebenen Leistung dort vertretbar, wo es nur auf die Empfind- lichkeit des Auges ankommt, dem auch auf unterschiedlichen Kanälen gleicher Dimmstufe an gleichen Leuchtmitteln gleicher Helligkeit ausgegeben werden soll, während eine bessere Leistungseinhaltung wie nicht mehr als 1%, z.B. dort vorteilhaft ist, wo reproduzierbare Wer- te benötigt werden - was beispielsweise auch für andere Anwendungen außerhalb der Licht- technik der Fall sein kann; auch dort, wo etwa in Gebäuden Rollläden oder dergleichen hoch- gezogen werden sollen, ist es wünschenswert, diese etwa mit gleicher Geschwindigkeit hoch- zuziehen oder abzusenken. Die angegebene Grenze wird hier im Regelfall bereits als unkri- tisch anzusehen sein. Dort, wo es auf besonders exakte Einhaltung von Vorgaben, beispiels- weise aufgrund von Kalibrationkurven, die möglichst eingehalten werden soll, ankommt, ist es bevorzugt, nicht mehr als 0,1 % einer aktuell ausgegebenen Leistung durch eine Verschie- bung des Phasenschnittes zu variieren und nicht mehr als 0,1 %.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechsel stromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass der Phasenschnitt eines Kanals um nicht mehr als 30 Millisekunden, bevorzugt um nicht mehr als 10 Millisekunden gegen jenen eines gleich gedimmten Kanals versetzt wird und/oder um mindestens 100 Mikrosekunden, bevor- zugt mindestens 300 Mikrosekunden zeitlich versetzt wird, insbesondere bei einem Wechsel- stromdimmer für ein Wechselstromnetz mit einer Stromwechselfrequenz >40 und <80 Hertz, insbesondere mit einer Nominalfrequenz zwischen einschließlich 50 bis einschließlich 60 Hertz. Die Wechselspannung liegt bevorzugt bei einem Nominalwert aus der Gruppe 110V, 120V, 220V, 230V und 240V.

Es sei als vorteilhaft offenbart, dass insbesondere bei einem derartigen Wechselstromdimmer zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Steuerung dazu ausgebildet ist, erst ab einer bestimmten Ausgabeleistung und/oder nur für bestimmte Dimmsignale einen Zeitversatz zwischen den Kanälen vorzusehen.

Während die vorstehende Ausgestaltung dort vorteilhaft ist, wo abzusehen ist, dass Kanäle regelmäßig mit praktisch gleichem Dimmgrad betrieben werden, ist es ein prinzipieller Vor- teil eines erfindungsgemäßen Dimmers, dass dies nicht zwingend der Fall sein muss. Viel- mehr ist es auch möglich, Kanäle mit stark unterschiedlicher Last bzw. stark unterschiedli- chem Wirkungsgrad bzw. Dimmgrad zu betreiben.

Es sei darauf hingewiesen, dass auch dort, wo die Kanäle aktuell mit stark unterschiedlicher Last bzw. stark unterschiedlichem. Dimmgrad betrieben werden, die Potential -Differenzen zwischen den Shunts gering sein werden, so dass die einzelnen Ströme ohne weiteres messbar sind, ohne dass an irgendeiner Stelle kritisch große Spannungen von Bauteilen unterschiedli- cher Kanäle zusammengeführt werden müssen.

Als kritisch große Spannung wird eine Spannung verstanden, die auf Dauer oder instanten zu einer Bauteilzerstörung führt, zu unerwünschten Kriechströmen und dergleichen.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Kontrollanordnung dazu ausgebildet ist, im An- sprechen auf Strommess-Signale zwischen Phasenanschnitt- oder -abschnitt-Steuerung zu wählen, und/oder das Vorhandensein einer induktiven, kapazitiven oder ohmschen Last zu er- kennen, und/oder eine an eine Last gespeiste Leistung separat zu erfassen und/oder im An- sprechen darauf zu reagieren, und/oder den aktuellen Leistungsverbrauch oder fliessenden Strom zu erfassen und auf den Leistungsverbrauch bzw. fliessenden Strom bezogene Signale auszugeben, und/oder eine Gesamtverlustleistung in der Leistungssteuervorrichtung zu be- grenzen und/oder einen Ersatzkanal anzusteuern, falls in einem eigentlich gewünschten Kanal ein Versagen detektiert wird oder wurde.

Es sei erwähnt, dass im vorliegenden Dimmer wie dargestellt einerseits bevorzugt der flie- ßende Strom in einem Kanal ermittelt wird; dies wird typisch aufgrund der geringen Wechsel- stromfrequenzen dergestalt geschehen können, dass je Halbwelle eine Vielzahl von Strom- meßwerten erhalten wird, beispielsweise 5,10 oder mehr Stromesswerte je Halbwelle.. Damit lässt sich der Zeitpunkt von z.B. einem Nulldurchgang des Wechselstroms bestimmen. In gleicher Weise wird, um an einer bestimmten Stelle während der Wechselspannungsphase ei- nen Anschnitt bzw. Abschnitt überhaupt vornehmen zu können, auf per se bekannte Weise der Nulldurchgang der an den Dimmer gespeisten Wechselspannung zu bestimmen sein. Es sei daraufhingewiesen, dass allgemein auch andere anwendbare Techniken zur Bestimmung die- ses Nulldurchganges bekannt sind und hier nicht beschrieben werden müssen.

Bei bekanntem Zeitpunkt des Nulldurchganges des Stromes und des Nulldurchganges der an- gelegten Spannung kann auch bestimmt werden, ob der Strom der Spannung voreilt, nacheilt oder mit dieser weitgehend in Phase liegt. Dementsprechend kann aus der Phasenlage auf das Vorhandensein einer induktiven, kapazitiven oder ohmschen Last geschlossen werden.

Es ist zudem durch die Bestimmung der Leistung, die an einem bestimmten Kanal ausgege- ben wird (bzw. der Feststellung, dass dort momentan kein Strom fließt) möglich, festzustel- len, dass oder ob ein bestimmter Kanal versagt, d.h. ob ein Benutzer, der wünscht, eine an diesen Kanal angeschlossene Last anzusteuern, hierzu eine Möglichkeit besitzt oder nicht etwa, weil eine Glühbirne durchgebrannt ist oder dergleichen.

In einem solchen Fall ist es möglich, anstelle des eigentlich von einem Benutzer„gewünsch- ten" und betätigten Kanals stattdessen einen anderen Kanal anzusteuern, der kein

Versagensverhalten aufweist. Bei Zweikanal-Dimmern ist ohne weiteres ersichtlich, dass der jeweils andere Kanal als Rückfallkanal im Versagensfall angesteuert werden kann.

Bei Dimmern mit mehr als zwei Kanälen kann entweder ein Kanal fest als Ersatzkanal für ei- nen oder alle anderen Kanäle als Rückfallkanal definiert werden oder ein Speicher vorgesehen werden, in welchen eine Benutzerkonfiguration abgelegt wird, durch welche hinterlegt wird, welcher Kanal für welchen ausfallenden Kanal als Rückfallkanal vorgesehen ist. Bei Multika- naldimmern also z.B. können Kanalpaare gebildet werden, wobei jeder Kanal eines Paares wechselseitig einen Ersatz für den anderen Kanal dieses Paares darstellt. Es kann ein prinzipi- eller Ersatzkanal definiert werden, beispielsweise kann immer Kanal 1 als Ersatzkanal dienen (außer für den Fall, dass Kanal 1 selber defekt ist: für diesen Fall kann z.B. Kanal 2 als Stan- dard-Ersatzkanal definiert werden). Alternativ ist z.B. auch eine freie Konfiguration der Er- satzkanäle möglich. Dass Ersatzkanal-Ketten definiert werden, die bei Ausfall eines Ersatzka- nals einen ersetzenden Ersatzkanal definieren usw. ist einsichtig.

Es kann gegebenenfalls auch eine Abfrage stattfinden, ob bei Ausfall in einem Kanal ein voll- ständiger Ausfall beobachtet wird oder ein partieller. Besonders verständlich wird dies bei herkömmlichen Glühbirnen. Werden mehrere Glühbirnen gemeinsam als ein Kanal geschal- tet, so kann ein Defekt bereits dadurch vorliegen, dass eine einzelne von mehreren Glühbirnen defekt ist. Dies kann bestimmt werden, wenn zu einer gegebenen Dimmstufe der zuvor bei dieser Dimmstufe erhaltene Strom oder die an den Verbraucher zuvor gespeiste Leistung nicht nur bestimmt, sondern auch gespeichert wurde. Treten zu große Abweichungen bei der gleichen Dimmstufe auf, so spricht dies dafür, dass ein Defekt vorliegt. Hingewiesen sei da- rauf, dass gegebenenfalls bei Einschalten eine Vielzahl von Dimmstufen durchlaufen wird, etwa wenn ein Softstart implementiert ist und das dabei jeweils, sofern die Glühbirne schon hinreichend warm geworden ist, die Stromwerte bestimmt werden können. Geringfügige Ab- weichungen können durch Variationen der am Dimmer anliegenden Eingangsspannung her- vorgerufen sein, größere Variationen treten typisch bei Versagen wenigstens einer Glühbirne auf. Es kann gegebenenfalls somit festgestellt werden, ob wenigstens eine Glühbirne defekt ist. Es kann dann auch vorgesehen werden, dass, solange die Messwerte daraufhindeuten, dass nur ein Leuchtmittel von mehreren oder z.B. wenige wie zwei oder drei von ab vier bis fünf Leuchtmitteln defekt sind, noch kein Ersatzkanal angesteuert wird, sondern erst dann, wenn entweder zu viele Ausfalle aufgetreten sind oder ein vollständiges Versagen aufgrund der erhaltenen Messwerte in einem Kanal angenommen werden.

Dies erlaubt es etwa, in einem Raum, der mit Licht aus einer bestimmten Lichtquelle erhellt werden soll, stattdessen eine andere (zweiten) Lichtquelle automatisch einzuschalten, wenn die erste Lichtquelle ein defektes Leuchmittel aufweist.

Die Bestimmung der Gesamtleistung bzw. der über einen einzelnen Kanal abgegebenen Leis- tung wird zudem die Versagenssicherheit dann erhöhen, wenn Bedingungen entgegengewirkt wird, unter denen sonst eine kritische Überlast zu beobachten wäre. Kritisch ist bei Phasen- schnittsteuerungen regelmäßig das Abschalten der Leistung bei Phasenwinkeln, an denen die abzuschneidende Spannung sehr hoch ist, denn bis zum Erreichen eines nichtleitenden Zu- standes muss dann ein erheblicher Teil der Leistung in den Leistungshalbleitem in Wärme umgewandelt werden. Damit ist die Erwärmung der Leistungshalbleiter aber stark abhängig von dem Grad, um welchen die Leistung gedimmt wird.

Eine Spannung wird dann als recht hoch angesehen, wenn sie zu dicht am während einer Halbwelle auftretenden Spannungsmaximum liegt. Dies kann bei sehr robust gebauten Dim- mern der Fall sein, wenn ein Anschnitt in einem Bereich um +/- 5° um das Spannungsmaxi- mum liegt (bei 360° für die gesamte Wechselspannungsphase); typisch ist aber der kritische Phasenwinkelbereich größer und liegt zwischen +/- 10° um das Spannungsmaximum, +/- 15° oder, dort, wo Kosten gespart werden bezüglich der Bauteile und dergleichen um +/- 20° oder +/- 25° bzw. +/- 30°. Dabei kann gegebenenfalls zu berücksichtigen sein, wie Wärme abge- führt wird und welche Sicherheitsvorschriften in einem jeweiligen Land gelten.

Kritisch sind Dimmwerte dann, wenn bei den vorerwähnten Phasenwinkeln die abzuschnei- dende Spannung hoch ist. Groß sind Ströme dann, wenn sie nahe der für ein gegebenes Bau- teil zulässigen Maximalströme liegen, was der Fall sein kann, wenn sie z.B. 50, 60,70, 80,90,95 oder 100% der Maximalströme, die bauteilgemäß entsprechend insbesondere der verwendeten Leistungshalbleiter fließen dürfen, erreichen. Ob ein niedrigerer Prozentsatz der maximal zulässigen Strome als groß angesehen wird oder nicht, hängt insbesondere davon ab, ob die Wärme von Halbleitern gut abgeführt werden kann, ob die kritischen Ströme lange an- dauern und ob zu Gunsten gelegentlich großer Ströme eine gegebenenfalls geringe Verkür- zung der Lebensdauer tolerierbar ist.

Wenn Lasten angeschlossen werden, die insgesamt zu groß sind, die also per se zu große Ströme bedingen, könnte gerade bei kritischen Dimmwerten eine zu starke Erwärmung der Halbleiter auftreten. Dementsprechend kann etwa die Dimm-Fähigkeit bei sehr großen Lasten reduziert werden und/oder verhindert werden, dass zu viele zu große Verbraucher simultan (gedimmt) geschaltet werden, während gleichwohl zugelassen werden kann, dass zumindest kurzfristig noch sehr große Lasten mit allenfalls unkritischer Dimmung noch angesteuert wer- den.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass sie in einem Gehäuse insbesondere einem für den Einbau in eine Unterputzdose ausgebildeten Gehäuse oder mit einem für Unterdoseneinbau geeigneten Formfaktor vorgesehen ist, wobei zwei Phaseneingänge und evtl. eine Erdungslei- tung vorgesehen sind und entsprechende Ausgänge für jede der Lasten- sowie geeignete Schnittstellen für Betätigungs-Schaltermittel.

Die vorliegende Erfindung erlaubt so den Aufbau einer hoch integrierten Leistungssteuervor- richtung, insbesondere als Unterputzdosen-Einbauelement für herkömmliche Unterputzdosen wie nach DIN 49073. Dies wird durch die geringe Wärmeabgabe auch dann möglich, wenn hohe Leistungen zu steuern sind. Die Verbaubarkeit in andere Anordnungen insbesondere mit anderen Formfaktoren sei erwähnt. Wie ein Einbau etwa in Schaltschränke begünstigt wird, ergibt sich weiter unten.

Der Leistungssteuervorrichtung können Kippschalter oder dergleichen als Schaltermittel zu- geordnet sein. Die Ausbildung mit beispielsweise nur einem zweigeteilten herkömmlichen Wippschalterfeld ergibt eine einfachst mögliche Ausbildung. Es ist jedoch auch möglich und insbesondere bevorzugt, die Leistungssteuervorrichtung mit einem intelligenten Schalter mit mehreren Funktionalitäten auszubilden. Dies gilt insbesondere dort, wo mehr als zwei Kanäle vorhanden und zu steuern sind. Der„intelligente Schaltet" kann einleuchtender Weise mit der Kontrollanordnung verbunden sein bzw. diese mitnutzen. Ein„intelligenter" Schalter kann etwa Gesten erkennen und/oder alphanumerische Zeichen anzeigen usw. Es sei erwähnt, dass gegebenenfalls insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeit, eine Hel- ligkeitskalibrierung erfindungsgemäß vorzunehmen, gegebenenfalls auch die Verwendung ei- nes Dimmers mit einem angesteuerten Kanal möglich ist.

Es wird insoweit auf die PCT Anmeldung PCT/EP 2015/072878 hingewiesen, die vollum- fanglich eingegliedert ist, insbesondere hinsichtlich Schalterfiinktionalitäten, Schalter-Design, hinsichtlich der Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Einheiten und/oder einer Zentra- le und/oder der Anbindung an zusätzliche Sensoren und/oder die Kommunikationsmöglich- keiten mit anderen Einheiten und/oder einer Hauszentrale.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass zumindest eine Schnittstelle für drahtlose Kommuni- kation, insbesondere über Bluetooth und/oder WLAN vorgesehen ist, wobei die Leistungs- steuervorrichtung bevorzugt dazu ausgebildet ist, mit mehreren anderen Leistungsanordnun- gen Signale auszutauschen, die insbesondere das eigene einwandfreie Funktionieren der Last- ansteuerung und/oder der Schnittstellenansteuerung mitteilen, einem oder mehreren Komrau- nikationspartnem das einwandfreie Funktionieren und/oder Ausfallen dritter Leistungssteuer- vorrichtungen mitteilen, Steuersignale für die Laststeuerung zur gemeinsamen Steuerung mehrerer unabhängig betreibbarer, aber gemeinsam betriebener Lasten darstellen, und/oder Steuersignale für die An Steuerung von Ersatzkanälen ausgefallener oder ungenügend anzu- steuernder eigener Kanäle darstellen, und/oder eine Konfiguration anderer Leistungssteuer- vorrichtungen bewirken, und/oder Signalstärken eines beweglichen Signalsenders, bevorzugt eines beweglichen Bluetooth-Senders, bevorzugt auf eine Triangulation ermöglichende Weise darstellen, und/oder Statistiken über Störungen der eigenen und/oder fremder Kommunikati- onsschnittstellen kommunizieren und/oder eine Gateway verbindung zwischen unterschiedli- chen Schnittstellen ermöglichen.

Es sei daraufhingewiesen, dass insbesondere für die Kommunikation mehrerer Leistungs- steuervorrichtungen untereinander auch eine langsame Datenübertragung wie etwa Bluetooth ausreichend ist; gleichwohl kann es vorteilhaft sein, mindestens eine Leistungssteuervorrich- tung in einem Gesamtsystem WLAN-fähig auszugestalten bzw., für spätere oder andere Pro- tokolle, mindestens einer Leistungssteuervorrichtung die Möglichkeit zu geben, mit nicht un- mittelbar leistungsdurchschaltenden Geräten wie Mobilgeräten von Benutzern über eine - insbesondere schnellere - Schnittstelle zu kommunizieren, während die Leistungssteuervor- richtungen untereinander für eine langsamere Kommunikation vorgesehen werden. Als Mobilgeräte kommen beispielsweise Geräte infrage, die ein Benutzer im Regelfall ohne- hin mit sich trägt wie beispielsweise ein Smartphone, eine Smartwatch, aber auch ein Tablet, Laptop oder dergleichen. Es kann auch eine Fernbedienung vorgesehen werden, die gegebe- nenfalls lediglich einen oder wenige Knöpfe besitzen muss.

Die vorstehende Aufzählung von Mobilgeräten ist nicht beschränkend. Oftmals wird - aus rein sprachlichen Gründen - ausschließlich auf ein„Smartphone" Bezug genommen, auch wenn allgemein ein Mobilgerät bzw. eine mobile Einheit gemeint ist.

Es sei weiter daraufhingewiesen, dass selbst dann, wenn mit einem vom Benutzer zur Bedie- nung der Leistungssteuervorrichtung verwendeten Gerät über eine schnelle drahtlose Verbin- dung wie WLAN kommuniziert wird, gleichwohl andere Drahtlos- Datenübertragungsprotokolle wie Bluetooth verwendet werden können, etwa um die Position eines Benutzers bzw. dessen Mobilgerätes unter Verwendung mehrerer Leistungssteuervor- richtungen ein und desselben Systems zu triangulieren. Dazu kann ausgenutzt werden, dass etwa nach dem Bluetooth-Standard eine Signalstärkenbestimmung vorgesehen ist, die in her- kömmlichen Wohnräumen o.ä. bereits hinreichend genau ist, um die Position einer Person zumindest grob zu bestimmen. Es ist einsichtig, dass für einen solchen Fall Leistungssteuer- vorrichtungen mit anderen eines Systems kommunizieren werden, z.B., um die jeweils ermit- telten Bluetooth-Signalstärken auszutauschen.

Wie unten dargelegt werden wird, erlaubt insbesondere die Verwendung mehrerer drahtloser Einheiten und die Ausführung triangulierender Methoden mit diesen, die Position eines Be- nutzers nicht nur zu bestimmen, sondern auch im Ansprechen darauf die Bedienung eines Systems zu erleichtern.

Es sei im übrigen daraufhingewiesen, dass andere Funksignal-Ubertragungsmöglichkeiten z.B. gemäß anderer Standards außer Bluetooth bestehen. Voraussetzung ist lediglich eine aus- reichende Reichweite und eine ausreichende Datenbandbreite, wobei einzuschätzen sein wird, dass diese nicht hoch sein muss.

Dort, wo eine Kommunikation von I^stungssteuervorrichtungen eines Systems untereinander möglich ist, können zudem eine Vielzahl von zusätzlichen Funktionen implementiert werden. So könnte dort, wo ein jeweiliger Ersatzkanal für den Fall des Versagens eines bestimmten Kanals definiert ist, dieser Ersatzkanal auch an anderen Leistungsanordnungen definiert sein. Es ist einsichtig, dass in einem solchen Fall die Kommunikation von verschiedenen Leis- tungssteuervorrichtungen eines Systems untereinander insbesondere ermöglicht, dass eine Leistungssteuervorrichtung, die noch intakt ist, Information über das Versagen an einer ande- ren Leistungssteuervorriehtung erhält. Im Regelfall, etwa bei Versagen eines Kanals aufgrund Leuchtmittelversagens in diesem Kanal, wird die erste Leistungssteuervomchtung, an welcher das Versagen aufgetreten ist, noch soweit funktionieren, dass das Kanalversagen unter Ver- wendung geeigneter Protokolle einer anderen, erreichbaren Leistungssteiiervorrichtung mitge- teilt wird. Zu beachten ist, dass in vielen Räumen wie beispielsweise Wohnräumen Leistungs- steuervorrichtungen an unterschiedlichen Stellen vorgesehen sind, z.B. weil ein Raum mehre- re Türen besitzt und einem Benutzer an jedem Zugang ermöglicht werden soll, Licht im Raum an-oder auszuschalten. In Fällen, wo eine erste Leistungssteuervomchtung selbst versagt, wird die erste Leistungssteuervomchtung dagegen nicht mehr in der Lage sein, ihr Versagen noch anderen leistungssteuernde Anordnungen mitzuteilen. Es kann daher vorteilhaft sein, wenn Leistungssteuervorrichtungen eines Systems regelmäßig abfragen, ob noch andere Leis- tungssteuervorrichtungen erreichbar sind. In einem solchen Fall kann zumindest dann, wenn ein Benutzer mittels Mobilgerät wie Smartphone versucht, den einen an der ersten Leistungs- steuervorrichtung vorhandenen Kanal mit Leistung zu beaufschlagen, die zweite Leistungs- steuervorrichtung dessen Funktion übernehmen, sofern sie die entsprechenden Funksignale mithört. Es ist daher vorteilhaft, wenn keine reine Punkt-zu-Punkt- Kommunikation zwischen Mobilgerät und einzelner Leistungssteueranordnung aufgebaut wird. Bezüglich der Abfrage nach anderen Leistungssteueranordnungen sei angemerkt, dass sich innerhalb eines Systems wie in einem Wohngebäude über sehr lange Zeiträume die installierten Systeme praktisch nicht ändern, werden, Damit sind einmal erreichte Leistungssteuervorrichtungen im Regelfall weiter erreichbar und es kann auf ein. Versagen bereits dann geschlossen werden, wenn eine zuvor ansprechbare Leistungssteuervorrichtung nicht mehr erreichbar ist. Dabei kann gegebe- nenfalls sogar diskriminiert werden, ob die Signalstärke, mit welcher die andere Leistungs- steiiervorrichtung zuvor erreicht wurde, einen bestimmten Schwellwert überschritten hat. War dies nicht der Fall, d.h. waren die Signale zu schwach, könnte ein Nicht-Mehr-Erreichen ge- gebenenfalls auch durch Verschlechterungen der Übertragungsbedingungen aufgetreten sein, wäre also unkritisch. Allerdings werden typische Ersatzkanäle ohnehin in. gleichen Räumen definiert, sodass von einer geringen Übertragungsstrecke und einer oftmals sogar geradlinigen Sichtverbindung zwischen den Leistungssteuervorrichtungen, die an unterschiedlicher Stellen innerhalb eines Raum.es aufgebaut sind, ausgegangen werden kann. Es sei im Übrigen erwähnt, dass eine Abfrage auf Funktionieren nicht nur bei anderen Leis- tungssteuervorrichtungen, sondern auch bei Sensoren möglich ist, die gegebenenfalls noch nicht einmal selber an das Wechselstrom-Lichtnetz angeschlossen sind, sondern aus anderen Energiequellen wie Batterien oder Akkus, insbesondere über Solarzellen aufgeladene Akkus energieversorgt sind.

Es können Wechselschaltungen aufgebaut werden, bei denen ein Leuchtmittel oder derglei- chen an nur eine Leistungssteuervorrichtung angeschlossen ist, aber von einer Mehrzahl Schalter eine Helligkeitsveränderung ermöglicht ist. Ein dazu verwendetes, zusätzliches, nicht selbst an Leuchtmittel angeschlossenes Wechsel-Schaltmittel kann selbst aus dem Lichtnetz mit Energie versorgt sein oder aber es können andere Energiequellen wie Batterien vorgese- hen sein, um die erforderlichen (Bluetooth-)Steuersignale erzeugen zu können.

Zudem erlaubt die Kommunikation von Leistungssteuervorrichtungen eines Systems unterei- nander, eine Sicherheit etwa gegen Einbruch zu gewährleisten, indem Schalt-Muster in per se bereits beschriebener Weise überwacht werden, zusätzliche Sensorsignale wie von Erschütte- rungssensoren an Fensterscheiben usw. übertragen werden und dergleichen.

Ein besonderer Vorteil ist dann gegeben, wenn die Leistungssteuervorrichtung dazu ausgebil- det ist, regelmäßig mit anderen Leistungssteuervorrichtungen eines Systems drahtlos zu kommunizieren. Um zu überwachen, dass dies der Fall ist, können Maschen-Netzwerke auf- gebaut werden, entlang solcher Netzwerke per Funk Herzschlagsignale (Heartbeat-Signale) übertragen werden und dergleichen. (Als Herzschlagsignal wird ein Signal verstanden, an welchem eine Gegenstelle erkennt, dass der Sender noch funktioniert.) Erfolgt ein Einbruch, so wird dies etwa zum Ansprechen von Glasbruchsensoren und somit zu entsprechenden Sig- nalen fuhren und dies kann wiederum ein Grund für Eindringlinge sein, die Signalübertragung zwischen einzelnen Leistungssteuervorrichtung möglichst bereits im Vorfeld zu stören, d.h. die Übertragung zu ,jammen".

Oftmals ist es ausreichend, wenn I-eistungssteuervorrichtungen untereinander bzw. mit Senso- ren ein bis zehnmal pro Sekunde kommunizieren, gegebenenfalls sogar seltener wie alle 2,3,4,5 oder 10 Sekunden. Eine unter den genannten Häufigkeiten häufigere Kommunikation wie mehrfach pro Sekunde ist dort bevorzugt, wo mit sehr schnellen Überwindungen eines Sicherheitssystems gerechnet werden muss, sehr schnell auf kritische Bedingungen reagiert werden muss oder soll und die für die Kommunikation zweifelsfrei erforderliche Energie nicht kritisch ist, etwa weil batteriebetriebene Sensoren mit sehr großen Batterien, die trotz häufiger Kommunikation lang halten, aufgebaut werden können. In anderen Fällen, also dort, wo der Energieverbrauch kritischer bewertet wird und die Reaktionsgeschwindigkeit nicht sonderlich kritisch ist, kann eine Herzschlagsignal-Kommunikation einmal pro Sekunde oder alle paar Sekunden ausreichen. Dazu sei aber daraufhingewiesen, dass im Regelfall die Sig- nalübertragung zwischen etwa einem an einer Fensterscheibe montierten Sensor und einem Netzwerk, an das die verschiedenen Leistungssteuervorrichtungen angeschlossen sind oder das diese aufbauen, drahtlos erfolgen wird. Es wird einzuschätzen sein, dass ein Einbrecher Interesse daran besitzt, diese Übertragung zu stören, weshalb per se die Übertragung von Herzschlagsignalen sinnvoll ist, weil dann die Störung erkannt wird und gegebenenfalls da- rauf reagiert werden kann. Erfolgt jetzt die Erfassung sogenannter Herzschlagsignale, also ei- ner kurzen Übertragung überwachender und ein einwandfreies Funktionieren signalisierender Informationen, zu selten, kann es sein, dass ein potentieller Eindringling nicht nur die Signal- übertragung gestört hat, sondern bereits begonnen hat, durch Zerstörung von Fenstern, Tür- schlössern usw. Schaden anzurichten und/oder bereits zum Teil eingedrungen ist. Dies kann im Vorfeld unterbunden werden, wenn auf Ausbleiben eines Herzschlagsignals unmittelbar beispielsweise Licht angeschaltet, evtl. aber noch kein Alarm gegeben wird, und die Herz- schlagsignale kurzfristig erfasst werden. Damit kann auch dem Einbrecher signalisiert wer- den, dass sein Einbruchsversuch bereits erkannt wurde, was oftmals hinreichend abschre- ckend ist

Die Kommunikation von Signalen in einem sicherheitsrelevanten System folgt typisch - und insoweit bevorzugt auch hier- einem Quittierungs-Protokoll, d.h. eine Übertragung wird ty- pisch so lange wiederholt, bis eine bestimmte Gegenstelle ein Signal quittiert hat. Ein Glas- bruchsignal wird daher ohne Quittierung im Regelfall so lange wiederholt, bis entweder die übertragende Leistungssteuervorrichtung zerstört ist oder eine Störung, d.h. z.B. eine Jam- Unterbrechung beendet wurde. Damit müssen von einem Einbrecher bewirkte Kommunikati- onsunterbrechungen vergleichsweise lange andauern, um den gewünschten Erfolg zu zeitigen. Nun werden zwar in einem System mit einer Vielzahl von Einheiten, die über Funksignale kommunizieren, wie bevorzugt die Leistungssteuervorrichtungen, immer wieder Signalausfal- le und Signalstörungen auftreten, es wird aber einzuschätzen sein, dass derartige Störungen, die etwa durch Einstreuungen oder dergleichen verursacht werden, kurzfristig sein werden. Damit kann durch Ermittlung typischer Störungsmuster ohne Einbruch ein Störungsmuster bei Einbruch und mit einer zum Einbruch einhergehender Kommunikanonsunterdrückung gut unterschieden werden. Als Quittierung kann akzeptiert werden, wenn wenigstens eine Gegenstelle den Erhalt des Signals quittiert hat. Typisch wird aber gefordert, dass mehrere oder alle erreichbare Gegen- stellen das Signal quittieren. Gegebenenfalls kann vorgesehen werden, dass nur die Quittie- rung von einer bestimmten oder mehreren bestimmten quittierenden Gegenstellen als ausrei- chend akzeptiert wird.

Es sei daraufhingewiesen, dass die Bereitstellung eines Gateways für die WLAN - Kommunikation in einem System aus Leistungssteuervorrichtungen der Erfindung aus mehre- ren Gründen sinnvoll und vorteilhaft ist. So kann ein Benutzer eine Leistungssteuervorrich- tung mit höherer Bandbreite ansprechen, wenn diese WLAN-fahig ist und somit schnell Kon- figurationssignale oder dergleichen an ein System übertragen.

Es wird einsichtig sein, dass eine I^istungssteuervorrichtung der Erfindung, um als Gateway für die WLAN-Kommunikation dienen zu können, einerseits eine WLAN-Schnittstelle be- sitzt, um darüber Signale austauschen zu können, und eine weitere Schnittstelle zur Kommu- nikation mit einem anderen Standard wie Bluetooth oder dergleichen. Es wird ein Mittel vor- handen sein, um gemäß einem Protokoll empfangene Daten auf das andere Protokoll umzu- setzen und gemäß diesem an entsprechende Empfanger zu übertragen.

Zudem erlaubt die Anbindung über WLAN auch, durch Identifikation des Gerätes und/oder des verwendeten Netzes bestimmte Funktionalitäten freizugeben oder zu sperren; beispiels- weise kann das Konfigurieren eines Systems über einen WLAN-Gastzugang untersagt sein.

Dort, wo ein Maschen-Netzwerk aufgebaut wird, ist es ohne weiteres möglich, Master-Geräte und Slave-Geräte zu definieren. Dort, wo sowohl ans Lichtnetz angeschlossenene Geräte vorliegen als auch für reine Betätigung ohne eigene Leistungsdurchschalt-Funktion vorhandene Netzwerkknoten im Maschen-Netzwerk vorgesehen sind, werden typisch die Mastergeräte je- ne sein, die tatsächlich an Wechselstromnetzen angeschlossen sind. Dabei können Masterge- räte insbesondere in der Lage sein, an Slave Geräte Konfigurationsdaten und/oder Schaltflä- che zu übertragen.

Es sei daraufhingewiesen, dass auch unmittelbar an das Lichtnetz angeschlossene Leistungs- steuervorrichtungen gegebenenfalls mit Batterien oder Akkumulatoren versehen sein können, um bei Stromausfall noch eine Restfunktionalität zu gewährleisten und insbesondere eine Einbruchssicherheit zu erhöhen. In einem solchen Fall kann eine Batterie dazu dimensioniert sein, dass etwa ein akustischer bzw. optischer Signalgeber angesteuert werden kann, falls bei Stromausfall Bedingungen erfasst werden, die auf einen Einbruch hindeuten. Dass auf diese Weise auch Zeitgeber wie Uhren, Zähler und dergleichen unter Stromausfall- bedingungen leistungsversorgt werden können, sei erwähnt. Wird erfasst, zu welchem Zeit- punkt ein Stromausfall aufgetreten ist, was mit geringem Aufwand möglich ist, kann insbe- sondere die Dauer eines Stromausfalls bestimmt werden und somit erfasst werden, ob es sich bei einem Stromausfall um ein Brown -out handelt oder nicht.

Die Anordnung ist für große Lasten geeignet. Ob eine Last als groß anzusehen ist, wird von der jeweiligen Leistungssteuervorrichtung abhängen. Abhängig von verwendeten Bauteilen und dergleichen wird die an eine Last zu speisende Leistung unterschiedlich groß sein. Eine Last ist jedenfalls dann groß, wenn sie die zulässige Leistung in einem Kanal überschreitet. Typisch kann es sinnvoll sein, bereits bei Annähern an die Leistungsgrenze von einer großen Last auszugehen, also etwa bei 70,80 oder 90% der zulässigen Maximalleistung von einer großen Last zu sprechen. In Fällen, in denen absehbar ist, dass eine Last wie beispielsweise eine Lampe nie vollständig erregt wird, sondern stets mit reduzierter Leistung betrieben sein wird, kann eine Last auch erst dann als groß angesehen werden, wenn die maximal zulässige Last geringfügig überschritten wird. Bevorzugt wird aber eine große Last bereits dann ange- nommen, wenn die Nominallast bei der Maximallast oder geringfügig darunter liegt. Wird von einer großen Last schon ausgegangen, bis die Nominalleistung der Last von 1, 5 bis 10 % unter der Maximalleistung je Kanal liegt, so wirken sich Abweichungen von der Nominallast kaum oder gar nicht aus. Es kann vielmehr jederzeit vom Einhalten der sicheren Betriebsbe- dingungen ausgegangen werden.

Es ist ohne weiteres möglich, Lasten, die in unterschiedlichen Leistungssteuervorrichtungen angeschlossen sind, zu einer gemeinsamen großen Last zu koppeln. Dazu sind lediglich ent- sprechend übereinstimmende Ansteuerungssignale an mehreren Kanälen auszugeben. Dies könnte einerseits innerhalb einer einzigen I^stungssteuervorrichtung und somit innerhalb ei- ner Unterputzdose erfolgen; es ist aber auch möglich, mehrere separat an unterschiedliche Leistungssteuervorrichtungen angeschlossene Lichtquellen zu koppeln. Dazu können z.B. von einer Leistungssteuervorrichtung entsprechende Steuersignale an andere Leistungssteuervor- richtungen ausgegeben werden, um von den dortigen Kontroll anordnungen dann umgesetzt zu werden. Eine Zusammenschaltung ist somit besonders einfach. Ein gemeinsamer Betrieb ist aber auch durch Betätigung einer Mobileinheit möglich, die mit mehreren Leistungssteuervor- richtungen (etwa nacheinander) zur Befehlsübertragung kommuniziert. Hilfreich ist es, wenn die Position einer Mobileinheit bestimmt werden kann. Die bevorzugte Triangulation eines beweglichen Bluetoothsenders erlaubt es, verschiedene Feststellungen vorzunehmen, etwa dahingehend, ob ein aktuelles Schaltmuster dem typischen Muster für ei- nen Benutzer entspricht, der dem von ihm mitgeführten mobilen Bluetoothsender zugeordnet ist, oder dahingehend, ob eine bestimmte Person im Raum ist, was z.B. in Büros sinnvoll ist, um gewünschte Grundeinstellungen für einen Benutzer vornehmen zu können, und/oder um den Benutzer per se zu detektieren, was gerade bei älteren Personen hilfreich ist.

Es sei daraufhingewiesen, dass Schalter vorgesehen werden können, die (Funk-) Steuersigna- le weitergeben, ohne selbst an das Lichtnetz angeschlossen zu sein. In einem solchen Fall ist es gegebenenfalls auch möglich, bekannte Mittel zum„Energieharvesting" zu verwenden. Dass auch nicht über eigene Tastfelder oder der gl. bedienbare Leistungssteuervorrichtungen vorgesehen werden können, die über Funk Betätigungssignale erhalten, sei erwähnt. Dies ist z.B. für die Nachrüstung von Rolladen- Antrieben und dergl. vorteilhaft, aber auch für andere elektrische Verbraucher.

Bei den hier beispielhaft herangezogenen Rolllädenantrieben ist es zwar häufig vergleichs- weise leicht möglich, an einen Rollladenkasten noch Wechselspannung zu fuhren, weil etwa nahe der Fenster in Ecken des Raumes Steckdosen vorgesehen sind und nur von einer Steck- dose noch ein zusätzliches Kabel entlang oder innerhalb der Wand geführt werden muss; die Bedienung an vorgesehenen Stellen erfordert aber gegebenenfalls nach herkömmlicher Tech- nik das Sehen von Steuerleitungen zwischen Rollladenantrieb und Schalter. Indem in einem Rollladenkasten eine erfindungsgemäße Leistungssteuervorrichtung verwendet wird und diese drahtlos mit einem Gegenstück kommuniziert, das bei einem bereits vorhandenen Lichtschal- ter angeordnet wird, beispielsweise durch Umrüstung eines vorhandenen Einfachschalters zu einem Doppelschalter und Konfiguration des Dimmers dergestalt, dass bei Betätigung des zu- sätzlichen Schalters ein Funksignal zum Rollladenantrieb abgesetzt wird, kann eine Nachrüs- tung vereinfacht werden. Wo eine derartige Bedienung nicht möglich ist, kann über Energje- Harvesting eine große Freiheit bei der Schalter-Portionierung erreicht werden.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ wenigstens ein zusätzlicher Sensor vorgesehen ist oder die Leistungssteu- ervorrichtung dazu ausgebildet ist, mit einem Sensor bzw. dessen Beschattung zu kommuni- zieren, wobei der Sensor ausgewählt ist aus der Gruppe Temperatursensor, bevorzugt Tem- peratursensor zur Erzeugung von auf die Temperatur der Leistungssteuervorrichtung bezoge- neu Temperatursignalen, wobei dann die Kontrollanordnung bevorzugt dazu angeordnet ist, bei Erreichen bestimmter Temperaturen eine Umsteuerung vorzunehmen weg von einem Soll- Wert für die Leistungsausgabe gemäß Benutzervorgabe hin zu einem unter Temperaturaspek- ten noch akzeptablen Ist-Wert, insbesondere zur Begrenzung einer abgedimmten Leistung ei- nes Einzelkanals oder mehrerer Kanäle, und induktiver bzw. Magnet-Sensor, bevorzugt Hall- Sensor, zur Erfassung der Stärke eines Magnetfeldes an der Unterputzdose, bevorzugt mit ei- ner Genauigkeit, die bei türnaher Montage der Lei stungssteuervorri chtung und Anbringung eines Magneten an einem Türblatt eine Unterscheidung einer geschlossenen von einer offenen Türstellung, besonders bevorzugt zusätzlich auch einer angelehnten und/oder einer halboffe- nen Türstellung ermöglicht, und/oder Vibrations- und/oder Schock- und/oder Beschleuni- gungs- und/oder Drucksensoren, bevorzugt zur Einbruchserkennung.

Vibrations-Schock-bzw. Beschleunigungs-und/oder Drucksensoren sind insbesondere an Fenstern bzw. in Fensternähe sinnvoll einsetzbar. Bei Fensterflügeln kann es über die Zeit zu unterschiedlichen Bewegungsmustern kommen. Typisch werden Fensterflügel vergleichswei- se langsam geöffnet. Dazu wird der Fenstergriff betätigt, was durch die Wechselwirkung des Riegels mit dem Rahmen geringfügige Vibrationen über einen sehr kurzen Zeitraum bewirkt. Dann wird der Flügen verschwenkt, was eine langsame Beschleunigung bis zum Erreichen ei- ner Endstellung ergibt. Umgekehrt sind die Beschleunigungsmuster bzw. Bewegungsmuster bei vorsichtigem Schließen. In einem ebenfalls unkritischen Fall kann es zum Zuschlagen durch Wind eines geöffneten Fensters kommen. In diesem Fall wird eine große Beschleuni- gung und eine nachfolgende, vergleichsweise heftige Vibration am Rahmen auftreten. Die da- bei auftretenden, mit Beschleunigungssensoren erfassbaren Muster lassen sich gut unterschei- den von scharfen Stößen gegen das Fenster, die beim Einschlagen auftreten, oder von Vibrationen, die auftreten, wenn Bohrer an Rahmen oder Fenster angesetzt werden. Der Fachmann wird ohne weiteres in der Lage sein, für diese verschiedenen Bedingungen Signalmuster mit einem Beschleunigungsmesser, gegebenenfalls bevorzugt mehrachsigen Beschleunigungs- messer aufzunehmen und anhand des Signalverlaufs und/oder des Spektrums kritische von unkritischen Betätigungen zu unterscheiden. Dabei wird er berücksichtigen, dass etwa eine große Scheibe ein anderes Spektrum und andere Bewegungsmuster für eine unkritische Betä- tigung ergeben wird als kleine Fensterflügel, ein Kippen andere Beschleunigungsmuster her- vorbringt als ein schwenkendes Öffnen eines Flügels und zudem unterschiedliche Rahmen wie Kunststoff,- Holz- oder Aluminiumrahmen sowie Verbundrahmen unterschiedliche Mus- ter ergeben werden. In einer besonders bevorzugten Variante werden typische Muster hinter- legt, die als unkritisch für bestimmte Typen von Fenstern bestimmt wurden, so dass bei einer Installation gegebenenfalls allenfalls noch eine Auswahl unter diesen zu treffen ist, ohne dass bei Installation noch Messungen erforderlich wären.

Was die Verwendung von Drucksensoren zur Einbruchskennung angeht, so wurde vorge- schlagen, in Gebäuden, in welchen samtliche Fenster und Türen geschlossen sind, aus einer bestimmten Druckveränderung auf einen Einbruchversuch zu schließen. Druckveränderungs- signale sind auch vorliegend auswertbar.

Es sei erwähnt, dass gegebenenfalls einzelne Sensoren Signale erfassen können, die per se auf einen Einbruch oder dergleichen hindeuten könnten; beispielsweise kann eine Druckänderung auftreten, weil ein Bewohner einer Wohnung ohne Deaktivierung der Alarmanlage ein Fenster geöffnet hat In gleicher Weise kann an einer Fensterscheibe ein Schlag etwa dann auftre- ten, wenn ein großer Vogel dagegen geflogen ist. Beides könnte für sich zu einem Fehlalarm führen; soweit gefordert wird, was besonders bevorzugt ist, dass mehrere unabhängige Senso- ren in charakteristischer Weise simultan ansprechen, können Fehlalarme vermieden werden, die Akzeptanz von Alarmanlagen somit erhöht und die Sicherheit für Benutzer demgemäß verbessert werden. Dies wird typisch dadurch erreicht, dass Regeln definiert werden, welche Sensoren, gegebenenfalls in welcher Reihenfolge bzw. innerhalb welcher Intervalle nachei- nander oder zeitlich beieinander ansprechen müssen, um von einem Einbruch oder derglei- chen auszugehen. Die entsprechenden Regeln können übertragen werden auf alle Einzelsenso- ren und/oder Leistungs Steuervorrichtungen, die erreichbar sind, was dann sinnvoll ist, wenn die einzelnen Sensoren und I-dstungssteuervorrichtungen alle untereinander Signale austau- schen, oder es können einzelne Mastereinheiten vorhanden sein, die über eine Alarmauslö- sung eigenständig im Ansprechen auf entsprechende Signale reagieren. Es sei erwähnt, dass gegebenenfalls auch eine Alarmauslösung Temperaturänderungen berücksichtigen kann. Die Verwendung von Temperatursensoren eröffnet somit eine Vielzahl von Möglichkeiten. Einerseits ist z.T. eine Regelung der Raumtemperatur möglich; es ist aber auch in besonders warmen oder kalten Gegenden, wo Klimaanlagen betrieben werden oder sehr stark geheizt wird, möglich, vor Temperahiränderungen in einem Raum zu warnen und/oder gegebenen- falls sogar auf Eindringlinge zu schließen. Es ist insbesondere bevorzugt, wenn Temperatur- sensoren so angeordnet werden, dass auf die Temperatur der Leistungssteuervorrichtung und/oder von Teilen derselben insbesondere auf die Temperatur oder Verlustleistung der Leis- tungshalbleiter geschlossen werden kann. Es sei darauf hingewiesen, dass die Temperatur der Leistungshalbleiter für die Gesamtlebens- dauer bestimmend sein kann und es ist bevorzugt, deutlich unterhalb der Zerstörungsgrenzen, wie sie etwa in sicheren Betriebsbereichen („safe operating area") definiert sind, ein

Herunterregeln der in der Leistungssteuervorrichtung erzeugten Temperatur vorzusehen. Dies erhöht einleuchtender Weise die Betriebsdauer und die Betriebssicherheit.

Zu beachten ist, dass bestimmte Dimm-Einstellungen zu besonders hohen Verlusten durch den Phasenan- bzw. Abschnitt fuhren. Es kann daher sinnvoll und bevorzugt sein und wird auch als für sich erfinderisch angesehen, bei zu hohen Temperaturen die eigentlich von einem Benutzter gewünschte gedimmte Leistung zu verandern, was sowohl im Sinne einer Verringerung der an eine Last abgegebenen Leistung als auch, erforderlichenfalls und je nach Be- triebsbedingungen, durch Heraufsteuern, also Erhöhung der somit weniger gedimmten Leistung der Fall sein kann.

Als zu hohe Temperatur wird eine Temperatur angesehen, die einen bestimmten Schwellwert überschreitet. Dieser Schwellwert ist bevorzugt vom Hersteller vorzugeben und kann gegebe- nenfalls allenfalls hin zu niedrigeren Temperaturen durch Konfiguration geändert werden. Erwähnt sei nun, dass bei einem Dimmer vorteilhaft der durch einen Shunt fließende Strom gemessen werden kann und daraus eine Abwärmeleistung durch Summenbildung ermittelt werden kann. Damit ergibt sich eine besonders genaue Bestimmung der in einem Dimmer ge- gebenen Verlustleistung, insbesondere, wenn die Leistungsaufnahme weiterer Verbraucher in dem Dimmer wie Microcontrollertakt, ggf. Einstellung von Audioverstärkern und/oder zu- sätzlich berücksichtigt werden.

Es ist überdies vorteilhaft, einen induktiven bzw. Magnetfeldsensor vorzusehen, um mit die- sem eine Türblatt-Stellung zu ermitteln. In einem Türblatt kann etwa ein Dauermagnet vorge- sehen sein, der sich ohne weiteres etwa von der Randkante des Türblattes aus in das Türblatt hinein versenken lässt und/oder in einem Schlosskastenprofil angeordnet werden kann. Durch die Verwendung besonders starker Magnete wie Neodym-Magnete können mit kleinen Mag- neten starke Magnetfelder erzeugt werden, die sich durch Hallsensoren oder dergleichen noch ohne weiteres in einer Unterputzdose nahe der Türe erfassen lassen.

Insbesondere dann, wenn im Türrahmen Weicheisenteile nahe eines in einem Türblatt ange- brachten Magneten vorgesehen sind, kann eine geöffnete von einer geschlossenen Türstellung gut unterschieden werden. Gegebenenfalls kann, gerade bei Vorsehen von polschuhartigen Weicheisenteilen nahe eines im Türblatt versenkten Magneten oder dergleichen, auch eine vollständig geschlossene von einer nur angelehnten Türstellung unterschieden werden und/oder eine vollständig offene Türe von einer halboffen stehenden Türe unterschieden wer- den, wobei halboffen als ausreichend zu verstehen ist, dass zumindest ldeine Personen wie Kinder in einen Raum eindringen können und/oder eine signifikante Abkühlung beheizter Räume befürchtet werden muss. Es sei hier erwähnt, dass ein Anlernmodus ohne weiteres möglich ist, so dass eine jeweilige bauliche Situation, die zu türstellungsabhängig variieren- den Signalen führt, gut durch Kalibrierung der in wichtigen Türstellungen erfassbaren Mag- netfelder oder dergl. zu berücksichtigen ist.

Es sei erwähnt, dass eine Türstellung wie geschlossen, halboffen usw. insbesondere auch er~ fasst werden kann durch geeignete Sensoren wie Beschleunigungssensoren, die ein Einfallen des Türblattes in den Falz und/oder Geräuschsensoren zur Erfassung einer Türklinkenbetäti- gung und/oder Drucksensoren zum Erfassen einer bei Türschließen den Räumen oftmals beo- bachteten Druckwechsels verwendbar sind, usw.

Dass eine Unterputzdose für die erfindungsgemäße Vorrichtung gerade in Neubauten dicht genug an einem Türdurchgang angebracht werden kann, um ohne weiteres Magnetfelder von an oder in einem Türblatt, einem Schlosskastenprofil oder dergleichen vorgesehenen Magne- ten nachweisen zu können, sei erwähnt. Es sei auch erwähnt, dass die Sensoren unmittelbar in der Leistungssteuervorrichtung vorgesehen sein können und/oder eine oder mehrere Schnitt- stellen für Sensorelemente wie Drucksensoren, Vibrationssensoren, Beschleunigungs- bzw. Bruchsensoren vorgesehen sein können, wie sie an Fensterscheiben zur Einbruchserkennung verwendet werden. Die eigentlichen Sensorelemente, die an Fenstern, Fensterrahmen, Türen oder dergl. angeordnet werden, können z.B. batteriebetrieben sein.

Es wird z.B. daraufhingewiesen, dass bestimmte Drucksensoren verwendet werden können, um angeblich bei geschlossenen Außenhüllen auf Einbrüche hinweisende Druckänderungen zu erfassen. Es sei auch angemerkt, dass solche Sensoren einleuchtender Weise auch für eine Leistungssteuervorrichtung der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein können, falls diese zur Einbruchserkennung, Alarmierung usw. verwendet werden soll.

Es ist vorteilhaft, wenn bei einer erfindungsgemäßen Leistungssteuervorrichtung zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass eine von der Strommessung unabhängige Kurz- schlussabschaltung vorgesehen ist, um unabhängig von einer Strommessung und Auswertung eines Stromess-Signals in der Kontrollanordnung eine separate Kurzschlussabschaltung zu ermöglichen. Die Ausbildungsform, worin eine Kurzschlussabschaltung unabhängig von der Strommessung vorgesehen ist, d.h. eine Kurzschlussabschaltung unter Umgehung eines Mikrokontrollers unmittelbar zu einer Unterbrechung der Leistungszufuhr zu einer gegebenen Last führt, ist vorteilhaft, weil sie die Versagenssicherheit des Systems erhöht, etwa gegen Versagen des Mikrokontrollers.

Vorbeschrieben war auch, dass in einem Dimmer je Kanal eine analoge Strommessung an ei- nem Shuntwiderstand vorgesehen ist, wobei jedem Kanal bevorzugt ein dedizierter Analog- /Digitalkonverter zugeordnet ist.

Es sei erwähnt, dass der Begriff Dimmer zwar oftmals umgangssprachlich nur bezogen wird auf eine Lichthelligkeitssteuerung, dass aber hier allgemeiner auf eine Leistungssteuervorrich- tung bzw. Leistungsregelvorrichtung Bezug genommen wird, die Begriffe also durchgehend im vorliegenden Schutzrecht austauschbar sind, sofern nichts anderes ersichtlich ist

Weiter wurde beschrieben, dass in der vorbekannten Anordnung ein Überstrom- bzw. ein Kurzschlussdetektionsmittel vorgesehen ist, wiederum für jeden der beiden Kanäle. Es wurde im übrigen angegeben, dass mehr als zwei Kanäle implementierbar sind und wie dies möglich ist, so dass sich versteht, dass dort, wo vorliegend auf zwei Kanäle oder„beide" Kanäle Be- zug genommen wird, im allgemeinen ggf. auf entsprechend mehr Kanäle Bezug genommen werden könnte; zugleich ergeben sich aber erhebliche Vorteile, wenn wenigstens zwei Kanäle vorgesehen sind, die separat bedienbar und ansteuerbar sind.

Die erwähnten vorbekannten Überstrom- bzw. Kurzschlussdetektionsmittel sind dazu ausge- bildet, einen Kurzschlussstrom zu erfassen, bevorzugt zur Sicherstellung eines

versagenssicheren Verhaltens auch dann, falls am Microcontroller des Dimmers Probleme auftreten. Vorteilhaft ist, wenn zunächst festgestellt wird, wann bzw. ob ein zu hoher Strom fließt. Vorteilhaft ist dabei auch, wenn ein Kurzschluss erst dann festgestellt wird, nachdem zu oft ein zu hoher, d.h. gemäß vorgegebenen Grenzwerten her nicht vorgesehener Strom vom Endverbraucher auf wiederholtes Einschalten abgerufen wurde.

Vorgeschlagen wird daher unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Dimmer mit einem Übers trom-bzw. Kurzschlussdetektionsmittel und einer kurzfristigen Überstromabschaltung, wobei dieser so ausgestaltet ist, dass ein Zahler zum Zahlen von Überstromereignissen als vermeintlichem Kurzschluss vorgesehen ist und das Überstrom- bzw. Kurzschlussdetektionsmittel dazu ausgebildet ist, einen tatsächlichen Kurzschluss erst nach einer Anzahl vermeintlicher Kurzschlüsse festzustellen. Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspekten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vor- teilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspek- ten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich alleine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Aus- bildungen beanspruchbar und erfinderisch ist.

Die Anzahl vermeintlicher Kurzschlüsse, die erreicht sein muss, damit von einem tatsächli- chen Kurzsehl uss ausgegangen wird, wird typisch etwa 100-120 vermeintlichen Kurzschlüs- sen betragen. Dies entspricht einem etwa zweisekündigen Versuch, einen Verbraucher anzu- schalten, wenn dort wiederholt jedes Mal ein Kurzschluss auftritt. Die angegebene Zeit von 1 bis 2 Sekunden reicht im Regelfall für Glühlampen und dergleichen aus, um deren Glühwendel soweit zu erwärmen, dass kein vermeintlicher Kurzschluss mehr auftritt. Dort, wo auf be- sonders geringe Netzstörungen Wert gelegt wird, etwa, um IT-Systeme nicht zu stören, kann die Zeit verkürzt werden. Gegebenenfalls kann auch nach dem Einschalten eine bestimmte Dauer abgewartet werden, innerhalb derer ein Überstromereignis nur als vermeintlicher, nicht jedoch als tatsächlicher und insbesondere nicht als tatsächlicher Kurzschluss angesehen wird. Es sei erwähnt, dass anstelle eines Zählers zum Zählen von Überstromereignissen allgemein ein Integrator zum Integrieren von Werten vorgesehen sein kann, um bis zu einem Grenzwert zu integrieren, unterhalb von welchem ein vermeintlicher Kurzschluss noch nicht als tatsäch- licher Kurzschluss aufgefasst wird, und dass das Überstrom- bzw. Kurzschlussdetektionsmit- tel dazu ausgebildet sein kann, einen tatsächlichen Kurzschluss erst festzustellen, wenn der Integrator bis zu dem Grenzwert integriert hat. Als integrierte Werte kann die Gesamtzahl aufgetretener Übers tromereignisse, insbesondere seit Einschalten betrachtet werden; gleicher Weise alternativ und/oder zusätzlich kann eine Zeitdauer festgelegt sein, unterhalb von wel- cher nach Einschalten ein Überstromereignis regelmäßig noch nicht als Kurzschluss erfasst wird. Es ist möglich, eine bestimmte Anzahl von Überstromereignissen auch lange nach dem Einschalten zuzulassen, etwa um Überströme, die bei stark schwankenden Netzen, in denen durch Schwankungen der Eingangsspannung auch nach oben auftreten, nicht als Kurzschluss klassifizieren zu müssen.

Der Integrator oder Zählwert kann bei jedem Einschalten zurückgesetzt werden und/oder zu- rückgesetzt werden, wenn während einer längeren Betriebsphase keine vermeintlichen Kurz- schlüsse beobachtet werden. Typisch wird eine solche längere Betriebsphase, die zu einem Zurücksetzen oder allmählichen Abklingen eines Zählerwertes fühlt, wenigstens 1, bevorzugt wenigstens 5, weiter bevorzugt wenigstens 10, insbesondere bevorzugt wenigstens 30 Minu- ten betragen. Diese Zeiten stellen sicher, dass seltene Überstromereignisse nicht zu einem dauerhaften Abschalten eines Kanals fuhren.

Während vorstehend von einem Integrator oder einem Zahler zum Zahlen von Ereignissen ge- sprochen wurde und typisch eine bestimmte Anzahl oder ein bestimmter Integrationswert überschritten werden muss, um einen tatsächlichen Kurzschluss anzunehmen, was typisch als eine Addition von positiven Werten erfolgt, ist es ebenso möglich, ein Herunterzählen zu ver- anlassen und/oder eine Integration negativer Werte. In einem solchen Fall wird z.B. bis Null heruntergezählt.

Es ist möglich, als Grenzwert für die maximal zulässige Kurzschlusszahl bzw. die maximal zulässige Zeit zwischen Einschalten und als noch unkritisch zu erkennendem Verhalten sämt- liche oder zumindest wesentliche der zuvor aufgetretenen überstromindikativen Werte bzw. deren Häufigkeit abzuspeichern. So kann etwa bei Einschalten einer Glühbirne Bezug darauf genommen werden, ob dieselbe Glühbirne zuvor schon einmal eine Vielzahl von Übers trom- ereignissen produziert hat. Dies kann zu einem allmählichen Anheben der Grenzwerte ver- wendet werden, indem in einem Fall, in welchem eine Vielzahl von Uberstromereignissen auftritt, aber der Grenzwert noch knapp unterschritten wird, oberhalb von welchem ein tat- sächlicher Kurzschluss angenommen wird, dann dieser Grenzwert erhöht wird. Dies ist inso- fern sinnvoll, als davon auszugehen ist, dass gegebenenfalls die Anzahl vermeintlicher Kurz- schlüsse variieren kann, aber die Tatsache, dass viele vermeintliche Kurzschlüsse aufgetreten sind, ohne dass ein tatsächlicher Kurzschluss festgestellt werden musste, daraufhindeutet, dass die große Zahl vermeintlicher Kurzschlüsse tatsächlich unkritisch ist.

Dass nach längeren Betrieb die Anzahl maximal zulässiger Überstromereignisse reduziert werden kann, weil jedenfalls kein Einschaltverhalten mehr beobachtet wird, sei als bevorzugt erwähnt.

Die Kurzschlußdetektion erlaubt es, Lasten wie beispielsweise Glühbirnen, die anfänglich ei- nen sehr hohen, aber eben nicht auf Fehlfunktionen hinweisenden Strom zulassen, wiederholt einzuschalten, um dann aufgrund des initial bis zum Sicherheitsabschalten während eines Phasenanschnittes fließenden Stromes und die damit bewirkte Erhöhung eines Glühwendel- widerstandes o.ä. eine Inbetriebnahme zuzulassen, ohne dass sofort eine dauerhafte Sperrung wegen Kurzschluss bzw. vermeidlichen Kurzschluss veranlasst werden muss. Dabei ist zu be- achten, dass eine Überstromabschaltung demnach einerseits kurzfristig, beispielsweis je Halbwelle erfolgt, aber ein tatsächlicher Kurzschluss erst nach einer Anzahl initial vermeintli- cher Kurzschlüsse festgestellt wird. Erst wenn eine solche initiale Anzahl an offensichtlichen Überstromer ei gni ssen festgestellt wurde, braucht die Kurzschlussdetektion greifen, ohne dass weitere Ströme an das Kurzschlussgerät gespeist werden sollen. Dies erlaubt es insbesondere auch, ggf. auf tatsächliche Kurzschlüsse hinzuweisen, z.B. durch Absetzen eines entsprechen- den Signals, ohne dass Fehlalarmierungen bzw. Fehlsignale zu oft auftreten. Dies ist für die Instandhaltung großer, komplexer Systeme wie Beleuchtungen in großen Hotels oder dergl. sehr vorteilhaft.

Zudem wird vermieden, dass mit jeder Halbwelle immer wieder kurz überprüft werden muss, ob tatsächlich ein Kurzschluss vorliegt. Dies wiederum ist vorteilhaft, weil kurze häufige Strompulse auf den Netzleitungen vermieden werden können. Der Dimmer ist somit stö- rungsärmer. Es sei erwähnt, dass der vorbekannte Dimmer zum Zählen der Zahl vermeintli- cher Kurzschlüsse einen Zähler aufweisen kann. Es sei auch daraufhingewiesen, dass die An- zahl zugelassener vermeintlicher Kurzschlüsse insbesondere beim Einschalten höher sein kann, als in einem Zustand, bei dem schon über geraume Zeit ein Strom geflossen ist. Damit wird insbesondere das Anschaltverhalten verbessert und es sei auch daraufhingewiesen, dass dann, wenn ein vermeintlicher Kurzschluss in einer unmittelbar zurückliegenden Phase oder einige Phasen zuvor festgestellt wurde, probeweise der an die Last gespeiste Strom verringert werden kann. Dies hat etwa bei Glühbirnen den Vorteil, dass ein Überstrom vermieden wird, der zu einem sofortigen Abschalten zwecks Vermeidung einer Dimmerbeschädigung während der jeweiligen stromleitenden Zeitphase führen soll, demnach eine längere Stromspeisedauer während einer Halbwelle möglich ist, demnach der Verbraucher wie eine Glühbirne länger Strom erhält und demgemäß der eine Fehlfunktion durch vermeintlichen Kurzschluss vorgau- kelnde Einschaltzustand schneller überwunden wird.

Es wurde also als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vor- stehenden vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, dass eine kurzfristige Ab- schaltung von Überstrom je Halbwelle erfolgt.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass bei einem Dimmer ein Überstrom- bzw. Kurzschlussdetektionsmittel dazu ausgebildet ist, nach Einschalten des Dimmers eine höhere Anzahl vermeintliche Kurz- Schlüsse zu zulassen als in einem Zustand, in dem schon über geraume Zeit Strom geflossen ist.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, dann, wenn ein vermeintlicher Kurz- schluss in einer unmittelbar zurückliegenden Phase oder einige Phasen zuvor aufgetreten ist, der an eine Last gespeisten Strom verringert wird.

Die Verringerung des an die Last gespeisten Stromes nach einer Halbwelle, in der ein ver- meintlicher Kurzschluss aufgetreten ist, bewirkt, dass mit gegebenenfalls geringeren Strömen getestet werden kann, ob tatsachlich ein Kurzschluss vorliegt. Damit können in derartigen Fällen womöglich die mit dem Dimmer erzeugten Störungen auf dem Netz verringert werden.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, einen vermeintlichen Kurzschluss festzustellen, wenn ein gemäß Grenzwerten nicht vorgesehener Strom durch einen Verbrau- cher fliesst.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass ein Dimmer dazu ausgebildet ist, auf einen tatsächlichen Kurzschluss hin entsprechende Signale abzusetzen.

Die abzusetzenden Signale werden typisch an eine Zentrale übertragen, um dort auf einen tat- sächlichen Kurzschluss hinzuweisen, damit eine Wartung eines Gerätes oder eine andere Re- aktion erfolgen kann. Wenn die Signale an eine Zentrale oder ein Mobilteil abgesetzt werden, folgen sie typisch einem bestimmten Protokoll. Beispielsweise kann eine Position oder ein Identifikationscode mit an die Zentrale übertragen werden, und/oder ein Hinweis auf die Grö- ße der Last sowie gegebenenfalls die Ausbildung der Last als ohmsche, kapazitive oder in- duktive Last. Damit kann im Kurzschlussfall bereits ein Ersatzverbraucher, gegebenenfalls sogar ein Ersatzverbraucher höherer Qualität mit zum Ort des Dimmers und /oder des von ihm gesteuerten Verbrauchers mitgenommen werden.

In einer bevorzugten Variante wird der vorbekannte Dimmer einen Temperatursensor aufwei- sen, und einen einzelnen Microcontroller für alle Kanäle. Zwischen den Microcontroller und den Stromsteuerungen sind separate Optokoppler vorgesehen, wobei auch zu den Taster - bzw. digital Steuereingängen Optokoppler vorgesehen werden können. Es sei allerdings da- raufhingewiesen, dass ggf. anstelle eines einzelnes Microcontrollers zwei separate Microcontroller je Kanal vorgesehen werden können. Wobei es dann bevorzugt ist, die beiden Microcontroller (oder bei mehr als zwei Kanälen), alle Microcontroller ggf. zu koppeln.

Die vorbekannte Dimmeranordnung erlaubt, wie aus dem unter Bezug genommenen Doku- ment ersichtlich und aus den vorstehenden ebenfalls bekannt, eine Rückkopplung bzw. Rege- lung auf erfasste Werte und eine automatische Reaktion hierauf. Es sei erwähnt, dass es, je nach Ausbildung auch auf mehrere Arten, möglich ist, dass der vorbeschriebene und/oder in den vorbekannten Dokument offenbarte Dimmer nach einem Stromausfall ggf. seinen letzten Dimmgrad bzw. seine letzte Schaltstellung wieder einnimmt. Dies ist insbesondere bei einem sogenannten Braun-Out der Fall, also einem sehr kurzfristigen Ausfall eines Stromes. Hier kann unmittelbar wieder in die richtige Helligkeitsstufe geschaltet werden. Dazu wird ein Speicher vorgesehen, indem der aktuelle Schaltzustand, d.h. der aktuelle Dimmgrad, vermerkt ist. Dieser Speicher wird stromausfallsicher implementiert.

Es ist also möglich, Werte nicht nur steuern, d.h. nicht nur bestimmte Dimmstufen oder der- gleichen vorzugeben, sondern gegebenenfalls auch eine Regelung auf bestimmte Sollwerte vorzunehmen, wie beispielsweise dort, wo die Leistungssteuervorrichtung verwendet wird, um etwa zu heizen und gleichzeitig Temperatursensoren vorhanden sind. Dass in einem sol- chen Fall ein besonderes Regelverhalten wie eine PID-Regelung vorgesehen sein kann, sei erwähnt.

In einer weiter bevorzugten Variante wird nicht einfach der Dimmer nach einem Ausfall des Stroms bzw. ein Spannungsausfall wieder bei der letzten Dimmstufe eingeschaltet, sondern es wird auch abgefragt, wie lange ein Stromausfall gedauert hat. War etwa der Strom mehrere Stunden ausgefallen, wird oftmals nicht erforderlich sein, ein zuvor eingeschaltetes Licht so- fort wieder auf die ggf. zuvor gewählte volle Helligkeit einzuschalten.

Die Erfindung wird im folgenden nur beispielhaft anhand der Zeichnung beschrieben. In die- ser ist dargestellt durch

Figur 1 eine Leistungssteuervorrichtung der vorliegenden Erfindung, die an ein Zwei- phasen-Wechselstrom-Lichtnetz angeschlossen ist und zwei separate Lasten, Last 1 und Last 2 unabhängig voneinander betreiben kann. Nach Figur 1 umfasst eine allgemein mit 1 bezeichnete Leistungssteuervorrichtung 1 zum un- abhängigen Dimmen einer Mehrzahl von Lasten, vorliegend zwei Lasten, nämlich Last 1 (auch mit Bezugszeichen 2a bezeichnet) und Last 2 (auch mit Bezugszeichen 2b bezeichnet), separate Leistungsschaltungsanordnungen la, lb für die unabhängig betreibbaren Lasten 2 a 2b, wobei die Leistungsschaltungsanordnungen la, lb jeweils - hier als Mosfeetpaare reali- sierte Leistungshalbleiter lal bzw. lbl, eine Ansteuerschaltung la2, lb2 , sowie jeweils eine zugeordnete Netzteilschaltung la3, lb3 aufweisen.

Weiter umfasst die Ixistungssteuervorrichtung 1 eine diesen gemeinsame Kontrollanordnung 3, die ebenfalls eine Netzteilschaltung 3a aufweist, wobei die Netzteilschaltungen la3, 1 b3 für die Leistungsschaltungsanordnungen la, lb von der Netzteilschaltung 3a der Kontrollan- ordnung 3 separate Bezugspotenziale aufweisen, wie jeweils durch die Pfeile„REF' angedeu- tet, die zu den entgegengesetzten Phasen des Lichtnetzes laufen

Es sind die Ansteuerungsschaltungen la2, lb2 beide als Treiberschaltungen gebildet sind, welche die Leistungshalbleiter lal bzw. lbl der Leistungsschaltungsanordnungen la bzw. lb leitend oder nicht leitend steuern, wobei die Kontrollanordnung 3 über Optokoppler 4a bzw. 4b von den Ansteuerschaltungen elektrisch isoliert getrennt ist.

Die Leistungssteuervorrichtung 1 ist im vorliegenden einfachen Ausführungsbeispiel als eine in eine herkömmliche Unterputzdose einbaubare Einheit gebildet, und stellt also einen unter- putzdosenfahigen Dualdimmer dar.

Die Leistungshalbleiter - Mosfets sind hier so gewählt, dass Lasten pro Kanal von über 500 W ansteuerbar sind. Derartige Leistungen fuhren nur zu ohne weiteres akzeptabler, geringer Er- wärmung des Dualdimmers.

Die leistungsstarke Vorrichtung ist eingangsseitig an die beiden Phasen N und L des Licht- strom-Wechselnetzes angeschlossen und bietet für den Anschluss der Lasten 2a, 2b entspre- chende Verbindungsklemmen.

Die Lasten 2a, 2b sind im vorliegenden Fall als Leuchtmittel ausgebildet, die gedimmt werden sollen.

Die Kontrollanordnung 3 umfasst einerseits einen Mikrokontroller als Logikschaltung 3d. Diesem zugeordnet ist ein Temperatursensor 3b, der ein Erwärmen der gesamten Leistungs- steuervorrichtung erfassen kann, so dass erforderlichenfalls vor Ansprechen von irreversibel arbeitenden Temperatursicherangen eine Leistungsreduktion durch die Logikschaltung 3d bewirkt werden kann.

Die Kontrolleanordnung erreicht das Dimmen der Lasten durch eine jeweilige Phasenschnitt- steuerung. Dazu wird, je nach gewünschtem Dimmgrad bestimmt, wann die Leistungsschalter lal bzw. lbl während einer Wechselspannungsphase leitend bzw. nichtleitend geschaltet werden müssen.

Dies kann je nach angeschlossener Last als Phasenanschnitt oder Phasenabschnitt geschehen. In der Kontrollanordnung 3 ist dazu ( nicht gezeigt) eine Referenzspannungsquelle vorgese- hen, die eine auf die L -Phase des Wechselstrom-Lichtnetzes bezogene und dagegen konstante Referenzspannung vergleicht mit einer heruntergeteilten Wechselspannung, die entsprechend der Wechselstromlichtfr equenz alterniert. Die Referenzspannung und das Teilerverhältnis für die alternierende Wechselspannung sind so gewählt, dass sich ein zu der Referenzspannung symmetrisches Wechselspannungssignal ergibt, so dass für Gleichheit des heruntergeteilten Wechselspannungsignals mit dem Referenzspannungssignal ein Nulldurchgang festgestellt werden kann.

Es ist dann möglich, entsprechend eines gewünschten und durch Tastschalter (nicht gezeigt) von einem Benutzer vorgegebenen Dimmgrades einen Zeitpunkt zu wählen, zu welchem vermittels der Leitend-Schaltung der Leistungsschalter an den Lasten die an die Last zu spei- sende Wechselspannung anstehen soll.

Um die Treiberstufen leitend zu steuern, ist jeder Treiberstufe 1 a2, 1 b21 ein eigener

Optokoppler 4a, 4b zugeordnet, der eingangsseitig zunächst von einer Last-Schaltstufe beauf- schlagt wird, die wiederum mehrere Kanäle aufweist und die ihrerseits ein digitales Signal von der Logikschaltung erhält, und zwar mit einem Bit je unabhängig zu betreibender Last.

Die Treiberstufe ist als TTL-Schaltung so aufgebaut, dass dann, wenn am Optokoppler ein über die Lastschaltstufe verstärktes und evtl. konditioniertes Signal eine binäre Eins darstellt, leitend geschaltet wird, während bei Anstehen einer von der Logikschaltung ausgegebenen, über die Lastschaltstufe 3 c signalkonditionierten binären Null, die am Optokoppler ansteht, die Treiberstufe 1 a 2 bzw. 1 b2 nichtleitend gesteuert wird.

Damit kann über die Dauer bzw. den Zeitpunkt, zu welchem ein für jede Last von der Logik- schaltung an die Lastschaltstufe 3c ein Einbit-Binär-EINS-Signal ausgegeben wird, bestimmt werden, zu welchem Zeitpunkt in den jeweiligen Kanälen der Phasenschnitt erfolgt. Es ist nun weiter zwischen jedem Leistungshalbleiterpaar lal , lbl (denen ein geeignetes Widerstandsnetzwerk wie erforderlich zugeordnet ist, um ein ordnungsgemäßes Funktionieren und Zusammenwirken mit der Treiberstufe zu gewährleisten - dies wird für den Fachmann ersichtlich sein-) und der L-Phase, auf welche die Referenzspannung aus dem Netzteil 3a be- zogen ist, ein Shunt- Widerstand 5 a bzw. Sb zugeordnet.

Es wird einsichtig sein, dass der Spannungsabfall über den Shunt-Widerstand dann groß ist, wenn augenblicklich große Ströme durch den Shunt Widerstand fließen. Dies erlaubt es, die Strome durch den Shunt mit einer Stromess- Anordnung 6a bzw.6b zu messen, beispielswei- se durch geeignete Analog-Digital Wandel Schaltkreise oder dergleichen.

Die entsprechenden Strommesssignale werden einerseits für jeden Kanal an die Logikschal- tung 3d gespeist und andererseits an eine jeweilige Kurzschlussabschaltung 7a bzw. 7b, die so ausgebildet ist, dass dann, wenn ein über den Shunt fließender Strom zu groß wird , eine Wei- terleitung eines die Treiberstufe zu leitender Ansteuerung der Leistungshalbleiter veranlas- senden Signales aus der Lastschaltstufe 3c über die Optokoppler 4a bzw.4b an die Treiberstu- fen unterbunden wird, und zwar entweder temporär oder, gegebenenfalls, je nach Sicherheitsvorschrift, auch dauerhaft.

Damit ist eine von der Logikschaltung 3d sowie dem Funktionieren der Lastschaltstufe 3c un- abhängige Sicherheitsabschaltung für den Kurzschlussfall realisiert.

Wie aus dem vorstehenden ersichtlich sein wird, ist die Strommessung 6 a bzw. 6 b so, dass der zeitliche Verlauf des über den Shunt-Widerstand fließenden Stromes erfasst werden kann, was einen Vergleich der Phasenlage zwischen Strom und Spannung durch die Logikschaltung 3d erlaubt. Damit kann zwischen kapazitiven und induktiven Lasten unterschieden werden, effektive Leistungen bestimmt werden usw.

Es sei daraufhingewiesen, dass per se zwar keine A-/D-Wandlung erforderlich ist, sondern gegebenenfalls auch mit einfacheren Schaltkreisen gearbeitet werden kann; gleichwohl aber die Verwendung einer A/D-Wandlers und die beschriebene Auswertung der Logikschaltung besonders gut verständlich und insofern in der Erklärung vorteilhaft ist.

Die Stromessignale können darüber hinaus zur Erfassung eines Fehler-Verhaltens der Lasten, beispielsweise bei durchgebrannten Glühbirnen usw. verwendet werden, so dass insgesamt eine hohe Versagenssicherheit gegeben ist. Es wird einzuschätzen sein, dass sich das dargestellte Konzept ohne weiteres auf mehr als zwei unabhängig betreibbare Lasten erweitern las st und dafür lediglich erforderlich ist, dass die entsprechenden Leistungsschal tungsanordnungen vorgesehen werden, und die Logikschal- tung genügend Ausgänge aufweist sowie die Lastschaltstufe ebenfalls genügend Kanäle be- sitzt. Außerdem muss die Bedienung möglich sein.

Vorliegend sind zunächst zwei Bedieneingänge vorhanden, die letztlich als digitale Eingänge für Taster aufgefasst werden können. Während herkömmlich diese Eingänge an Taster ange- schlossen sind, um ein Tastsignal zu erfassen, sei daraufhingewiesen, dass jedes für sich bei Erfassung der zeitlichen Abfolge der Signale als serielles digitales Eingangssignal aufgefasst werden kann, bzw. beide gemeinsam als Zweibitsignal oder Zweibitsignalfolge aufgefasst werden können. Dabei ist zwar die Betätigung mittels Tippschaltern die übliche Betriebsart, es wird aber einsichtig sein, dass sich vorteilhafte Funktionalitäten ergeben, wenn die eigent- lichen Tasteingänge ggf. als Digitaleingänge oder als Zweibitdigitaleingang verwendet wer- den. Der vorbeschriebene erwähnte Dimmer umfasst weiter zwei voneinander unabhängige Lastkanäle, über welche unabhängig voneinander Ausgangsströme ausgegeben werden kön- nen, wobei es aber zugleich möglich ist, dass durch eine Steuerung, welche die Betriebszu- stände an beiden Ausgangskanälen kennt und/oder die Gesamtsystembelastung charakterisie- rende Parameter erfasst, wie die interne Temperatur oder den Gesamtleistungsverbrauch usw., ggf. eine insbesondere lastabhängige Kopplung erfolgt.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass die vorbekannten Anordnung nicht nur in Neubauten instal- lierbar ist, sondern, unter Verwendung eines Tasters, der kurz austastet, auch in Altbauten in welchen lediglich eine Leitung mit genau einen Draht (d.h. einer einzelne Phase) vom Schal- ter zum Verbraucher geführt ist Dies wird möglich, indem sich, wie oben als bevorzugt ange- geben, der Dimmer seinen letzten Betriebszustand merkt und dann so ausgebildet bzw. programmiert ist, dass er zwischen mehreren, aber bevorzugt nur wenigen Betriebszuständen durch kurzes Austasten hin und her geschaltet werden kann. Er wird also mit jedem - bevor- zugt nur jedem kurzen - Ausschalten einen zyklisch weiterwechselnden Zustand weiterge- schaltet und eben nicht am vorherigen Zustand - wie bei Brown-Outs sonst bevorzugt- wieder weiter betrieben.

Vorgeschlagen wird demgemäß unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung eine Haustechnikinstallationsanordnung mit einem Dimmer, der von seiner Steuerung bevorzugt in mehreren Betriebszuständen eingeschaltet betreibbar ist, und einer von einem Schalter zum Dimmer führenden Leitung, so ausgestaltet ist, dass die Leitung einphasig vom Schalter zum Dimmer fuhrt, der Schalter die Leitung einphasig austastet und die Steuerung so ausge- bildet bzw. programmiert ist, dass sie den Dimmer mit jedem (kurzen) Ausschalten zyklisch um einen der mehreren Betriebszustände weiterwechselt Dieser Aspekt ist zusätzlich mit ei- nem, mehreren oder allen anderen Aspekten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vorteil- haften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich alleine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbil- dungen beanspruchbar und erfinderisch ist.

Während vorstehend an vielen Stellen betont wurde, dass Vorteile aus einer Mehrkanaligkeit erhalten werden, also dadurch, dass ein und derselbe Dimmer mehrere unterschiedliche Kanä- le unabhängig ansteuern kann, sei betont, dass Vorteile für den vorstehend diskutierten be- sonderen Aspekt auch bei einer einkanaligen Ausgestaltung erhalten werden können.

Insofern von unterschiedlichen Betriebszuständen besprochen wurde, kann zwischen An und Aus einerseits, andererseits aber zwischen An, Helligkeitsstufe eins, Helligkeitsstufe zwei... Helligkeitsstufe N, aus unterschieden werden. Es werden insofern verschiedene Dimmstufen als jeweiliger Betriebszustand betrachtet. Auch kann gegebenenfalls unterschieden werden, ob ein Leuchtmittel bereits längere Zeit betrieben wurde oder ob es nach längerer Aus-Zeit neu eingeschaltet wird. Dabei ist zu beachten, dass typisch von einer Aus-Phase in eine niedrige Helligkeitsstufe geschaltet wird, dass aber durch vergleichsweise schnelles Durchtasten auch in anderen Stufen noch Einschaltverhalten beobachtbar sind und insofern vorteilhaft ist, wenn erkannt wird, ob ein Dimmer schon längere Zeit betrieben wurde bzw. ob er frisch eingeschal- tet wurde. Auch kann gegebenenfalls geprüft werden, ob zuvor ein (tatsächlicher) Kurzschluss bzw. vermeintliche Kurzschlüsse aufgetreten sind. Hierauf kann entsprechend reagiert wer- den, beispielsweise durch Einleiten von Softstart- S equenzen , durch Verändern der maximal zulässigen Anzahl vermeintlicher Kurzschlüsse, und so weiter.

Es ist ergo besonders bevorzugt, wenn Tastdauem erkannt und ausgewertet werden. Dies er- laubt es etwa, auf ein längeres Drücken der Taste hin aus jedem Betriebszustand in einen Aus- Zustand zu wechseln.

Die als kurz angesehene Austastdauer wird typisch bis 0,3 Sekunden, eventuell kürzer, z.B. 0,1 Sekunde betragen; dabei ist die tatsächliche Dauer bevorzugt abhängig von den Benutzer- präferenzen. Ein langes Austasten wird angenommen, wenn die Taste länger als bei einem kurzen Tasten gedrückt wird. Es wird einzuschätzen sein, dass hier jedenfalls ein Grenzwert für die Dauer definiert sein wird und bei einer Dauer kürzer als der Grenzwert ein kurzes Tas- ten und bei einer Dauer von wenigstens dem Grenzwert ein langes Tasten angenommen wird. Wie dabei mit dem Grenzwert selbst verfahren wird, das heißt ob dieser als lang oder kurz angesehen wird, kann für unterschiedliche Ausgestaltungen der Erfindung variieren.

Dort, wo, etwa unter Verwendung von Leistungspuffern eine Messung der Austastzeit erfolgt, kann gegebenenfalls auch um mehr als einen Betriebszustand weiter gewechselt werden. Es wird dann zyklisch um einen oder um wenigstens einen Betriebszustand weiter gewechselt.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Haustechnikinstallationsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, so ausgestaltet ist, dass der Dimmer seinen letzten Betriebszustand kennt.

Allgemein ist einsichtig, dass, wenn der Dimmer seinen letzten Betriebszustand kennt, damit eine bestimmte bauliche Ausbildung verbunden ist. Offenbart sei diesbezüglich, dass der Dimmer einen nichtflüchtigen Betriebszustandspeicher besitzen wird, in welchem die Steue- rung einen aktuellen Betriebszustand, insbesondere eine aktuelle Dimmstufe und bevorzugt zusätzlich einen Hinweis darauf ablegt, ob in einer unmittelbar oder einige Halbwellen zuvor liegenden Phase ein (vermeintlicher) Kurzschluss aufgetreten ist und /oder ob, etwa ausweislich eines in sukzessiven Messungen aufgetretenen Temperatursprunges, eines unerwarteten großen Temperaturanstiegs oder dergleichen, ein Einschalten erfolgt ist (und somit womög- lich ein gerade beendeter Brownout oder Blackout vorliegt). Aus diesem nichtflüchtigen Speicher werden dann auf Wieder- Anlegen der Versorgungs- Wechselstrom- Lichtnetzspannung, aus welcher zumindest das Netzteil der Logikschaltung gespeist wird, die entsprechenden, den letzten Betriebszustand kennzeichnen Parameter ausgelesen, damit die Steuerung im Ansprechen darauf den jetzt erforderlichen Betriebszustand bestimmen kann. Sobald ein neuer erforderlicher Betriebszustand bestimmt wurde, und /oder dieser erreicht wurde, wird eine entsprechende Information im nichtflüchtigen Speicher für wahlweise Lese- unter/ oder Schreibzugriff abgelegt.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Haustechnikanordnung so ausgestaltet ist, dass der Dimmer da- zu ausgebildet ist, in Stufen zwischen Hell und Dunkel zu schalten. Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Haustechnikanordnung so ausgestaltet ist, dass der Dimmer da- zu ausgebildet ist, in 3 bis 5 Stufen zwischen Hell und Dunkel zu schalten.

Wie zuvor erwähnt, ist oftmals die Verwendung von drei Stufen schon ausreichend, insbeson- dere dort, wo der Benutzer die tatsächlich bei einer jeweiligen Stufe erreichte Helligkeit frei konfigurieren kann, um verschiedene wichtige Lichtszenarien einstellen zu können; werden mehr als drei, insbesondere fünf Stufen gewählt, ist die Einstellung feinfühliger, wobei es noch für einen Benutzer hinnehmbar ist, zwischen fünf verschiedene Stufen durchzutasten. Das alternativ auch zwei oder vier Stufen als Kompromiss zwischen Regelgenauigkeit und Tastaufwand gewählt werden können, sei erwähnt. Technisch implementierbar sind auch mehr als fünf Stufen, was aber zu einer unbequemen Bedienung fuhrt.

Es sei erwähnt, dass das Austasten für ein eigentliches Dimmen insofern per se ungeeignet scheinen mag, als der Dimer quasi "blind", d.h. ohne Beobachtung eines aktuell schon erreichten Dimmwertes angesteuert werden müsste, dass aber zumindest die beschriebene stu- fenweise schaltende Anordnung erreicht werden kann, z.B. eine stufenweise in 3 bis 5 Stufen zwischen Hell und Dunkel schaltende Anordnung, insbesondere durch Implementierung einer Helligkeitskennlinie, bei der die Abhängigkeit des Dimmgrades vom Helligkeitsgrad implementierbar ist Die automatische Aufnahme einer solchen Kennlinie nach entsprechen- der Auslösung ist besonders vorteilhaft.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Haustechnikanordnung so ausgestaltet ist, dass ein vom Dimmer betriebenes Leuchtmittel vorhanden ist, wobei der Dimmer eine Helligkeitskennlinie für die Abhängigkeit des Dimmgrades vom Helligkeitsgrad des angeschlossenen Leuchmittels spei- chert.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Haustechnikanordnung so ausgestaltet ist, dass ein Speicher für den aktuellen Dimmgrad vorgesehen ist, der zur stromausfallsicheren Speicherung ausgebil- det ist.

Vorgeschlagen wurde somit unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteuer- vorrichtung, beispielsweise Mehrkanal-Dimmer, für eine Vielzahl unabhängig betreibbarer Lasten eines Lichtnetzes mit separaten Leistungsschal tungsanordnungen für die unabhängig betreibbaren Lasten, wobei die Leistungsschaltungsanordnungen jeweils Leistungshalbleiter, eine Ansteuerschaltung und eine zugeordnete Netzteilschaltung aufweisen, und einer diesen gemeinsamen Kontrollanordnung wobei vorgesehen ist, dass die Netzteilschaltungen für die Leistungsschaltungsanordnungen und für die Kontrollanordnung separate Bezugspotentiale aufweisen, die Ansteuerungsschaltungen als die Leistungshalbleiter leitend oder nichtleitend steuernde Treiberschaltungen gebildet sind und die Kontrollanordnungvon den Ansteuerschal- tungen galvanisch bzw. elektrisch isolierend getrennt ist.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die jeweiligen Leistungshalbleiter I^istungshalbleiterpaare, bevorzugt MOSFETs, umfassen und/oder wobei bevorzugt die Treiberschaltung als TTL-Schaltung gebildet ist.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass das Bezugspo- tenzial für die Netzteilschaltung der Kontrollanordnung von dem Potentialpunkt zwischen dem Leistungshalbleiterpaar differiert.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass sie für ein zwei- phasiges Wechselstrom-Lichtnetz, bevorzugt ein zweiphasiges Wechselstrom-Lichtnetz mit einem zusätzlichen Erdungsleiter, ausgelegt ist und die Bezugspotenziale für die Lasten von einer ersten Lichtnetzphase abgeleitet sind, während das Bezugspotenzial für die Kontrollan- ordnung von der zweiten Lichtnetzphase abgeleitet ist.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass jeder der unab- hängigen Lasten ein Shunt- Widerstand zugeordnet ist, der zwischen der Phase, aus der die Kontrollanordnung im Betrieb leistungsversorgt wird, und den Leistungshalbleitern dieses Kanals vorgesehen ist

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass eine Strom- mess-Stufe vorgesehen ist, die dazu angeordnet ist, zu einer Mehrzahl der separat steuerbaren Lasten, bevorzugt zu jeder der separat steuerbaren Lasten, ein stromindikatives Signal an die Kontrollanordnung zu speisen.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass die Kontrollan- ordnung dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf Strommess-Signale zwischen Phasenan- schnitt- oder -abschnitt-Steuerung zu wählen, und/oder das Vorhandensein einer induktiven, kapazitiven oder ohmschen Last zu erkennen, und/oder dazu ausgebildet ist, eine an eine Last gespeiste Leistung separat zu erfassen und/oder im Ansprechen darauf zu reagieren, und/oder den aktuellen Leistungsverbrauch und/oder Stromverbrauch zu erfassen und darauf bezogene Signals auszugeben, und/oder eine Gesamtverlustleistung in der bzw. einen Gesamtstrom durch die Leistungssteuervorrichtung zu begrenzen und/oder einen Ersatzkanal anzusteuern, falls in einem eigentlich gewünschten Kanal ein Versagen detektiert wird oder wurde.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass sie in einem Gehäuse insbesondere einem für den Einbau in eine Unterputzdose ausgebildeten Gehäuse vorgesehen ist, wobei zwei Phaseneingänge, sowie soweit nach Anschlussnormen vorgesehen und/oder erforderlich eine Erdungsleitung, vorgesehen sind, und entsprechende Ausgänge für jede der Lasten.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass zumindest eine Schnittstelle für drahtlose Kommunikation, insbesondere über Bluetooth und/oder WLAN vorgesehen ist, wobei die Leistungssteuervorrichtung bevorzugt dazu ausgebildet ist, mit mehreren anderen Leistungsanordnungen Signale auszutauschen, die das eigene einwandfreie Funktionieren der Lastansteuerung und/oder der Schnittstellenansteuerung mitteilen, einem oder mehreren Kommunikationspartnern das einwandfreie Funktionieren und/oder Ausfallen dritter Leistungssteuervorrichtungen mitteilen, Steuersignale für die Laststeuerung zur ge- meinsamen Steuerung mehrerer unabhängig betreibbarer, aber gemeinsam betriebener Lasten darstellen, und/oder Steuersignale für die Ansteuerung von Ersatzkanälen ausgefallener oder ungenügend anzusteuernder eigener Kanäle darstellen, und/oder eine Konfiguration anderer Leistungssteuervorrichtungen bewirken, und/oder Signalstärken eines beweglichen Signal- senders, bevorzugt eines beweglichen Bluetooth-Senders, bevorzugt auf eine Triangulation ermöglichende Weise darstellen, und/oder Statistiken über Störungen der eigenen und/oder fremder Kommunikationsschnittstellen kommunizieren und/oder eine Gatewayverbindung zwischen unterschiedlichen Schnittstellen ermöglichen.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass wenigstens ein zusätzlicher Sensor vorgesehen ist, der ausgewählt ist aus der Gruppe Temperatursensor, be- vorzugt Temperatursensor zur Erzeugung von auf die Temperatur der Leistungssteuervorrich- tung bezogenen Temperatursignalen, wobei dann die Kontrollanordnung bevorzugt dazu an- geordnet ist, bei Erreichen bestimmter Temperaturen eine Umsteuerung vorzunehmen weg von einem Soll-Wert gemäß Benutzervorgabe hin zu einem unter Temperaturaspekten noch akzeptablen Ist-Wert, insbesondere zur Begrenzung einer abgedimmten Leistung eines Ein- zelkanals oder mehrerer Kanäle, und induktiver bzw. Magnet-Sensor, bevorzugt Hall-Sensor, zur Erfassung der Starke eines Magnetfeldes an der Unterputzdose, bevorzugt mit einer Ge- nauigkeit, die bei türnaher Montage der Leistungssteuervorrichtung und Anbringung eines Magneten in einem Türblatt eine Unterscheidung einer geschlossenen und offen Türstellung, besonders bevorzugt zusätzlich auch einer angelehnten und/oder einer halboffenen Türstel- lung ermöglicht, und/oder Vibrations- und/oder Schock- und/oder Beschleunigungs- und/oder Drucksensoren, bevorzugt zur Einbruchserkennung.

Vorgeschlagen wurde weiter unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Leistungssteu- ervorrichtung, bei welcher zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass eine von der Strommessung unabhängige Kurzschlussabschaltung vorgesehen ist, um unabhängig von ei- ner Strommessung und Auswertung eines Stromess-Signals in der Kontrollanordnung eine separate Kurzschlussabschaltung zu ermöglichen.

Was die vorstehende Möglichkeit angeht, Signale von einem Bluetooth-Gerät über eines oder mehrere Bluetooth-Geräte zu einem weiteren Bluetooth-Gerät, das nicht mehr unmittelbar er- reichbar ist, zu übertragen, sei daraufhingewiesen, dass dies per se bereits bekannt war. Ent- sprechende Vorschläge wurden von M. Woolliy unter der Überschrift "Range-limitation? What ränge limitation? Introducing mesh networks" am 20. November 2014 im Internet ge- postet.

Es sei weiter erwähnt, dass sich Vorteile nicht nur durch eine verbesserte Temperaturmessung und/oder durch die verbesserte Erfassung von Kennlinien in einem Dimmer bei Haustechnik- anordnungen ergeben, sondern dass Vorteile auch erhalten werden können, indem eine besse- re Lokalisation eines Benutzers erfolgt und/oder auf die Lokalisation eines Benutzer bzw. dessen Bluetooth-Signalen bestimmte Reaktionen eines Haustechnikanordnungs-Systems ausgelöst und/oder ermöglicht werden.

Es gibt bereits Arbeiten, die sich mit der Verfolgung von Objekten wie Personen in geschlos- senen Gebäuden befassen, vgl. Z Xiao et al. "Demo abstract: lightweight continuous indoor tracing System" oder die Masterarbeit von Anja Bekkelien zur Bluetooth Indoor Positions- messung. Dort wird bereits vorgeschlagen, dass ein Programm kontinuierlich nach Mobilgerä- ten scannt und einem Server RSSI-Daten, d.h. Radiosignalstärkeindikative-Daten sendet und die Adressen der gefundenen Geräte mitteilt.

Die Entfernung soll dann am Server bestimmt werden und die Benutzer müssen sich in das System entsprechend einloggen. Wünschenswert wäre allerdings hier eine serverfreie Be- stimmung. Um dies zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß ausgenützt, dass hohe Signalstär- ken stets dann auftreten, wenn der Benutzer sich in der Nähe bestimmter Empfänger aufhält und ergo von anderen weiter entfernt ist.

Per se wäre es nun möglich, mit einem Mobilteil eines Benutzers wie einer bluetoothfähigen Smartwatch und/oder einem Smartphone zu ermitteln, welche Signalstärken bei Kommunika- tion mit umgebenden Bluetooth-Geräten erhalten werden. Es kann auf diese Weise durch Sor- tierung der Signalstärken das nächstliegender Bluetooth-Gerät bestimmt werden. Die

Priorisierung einer Systemantwort nach Signalstärken wird aber oftmals noch als ungenügend empfunden werden, etwa weil ein Benutzer sich nahe einer Rollladensteuerung in seinem Wohnzimmer auf einem Sitzplatz niedergelassen hat, jedoch typisch von diesem Platz aus ein Raumlicht betätigen möchte. Hier gibt es die Möglichkeit, zusätzlich und/oder alternativ zu einer Berücksichtigung der Signalstärken eines Funksignals oder anderer

entfemungsindikativer Signale noch ergänzend weitere Informationen auszuwerten. Eine ers- te, einfach zu inplementierende Möglichkeit besteht darin, neben entfemungsindikativen Da- ten zur Bestimmung der Entfernung von mehreren Funkbasen eine Präferenz einzuführen. Damit kann sichergestellt werden, dass für einen Benutzer, der in einem Raum mit mehreren bluetoothsteuerbaren Geräten, die insbesondere mit einem Bluetoothschalter, der fest instal- liert ist, kommunizieren können, dies aber nicht zwingend müssen, im Regelfall die bevorzug- te Betätigung ausgewählt wird.

So kann dort, wo eine Heizung über Bluetooth steuerbar ist, ein Rollladen über Bluetooth steuerbar ist und eine Raumbeleuchtung über Bluetooth steuerbar ist, ein im Raum befindli- cher Benutzer zur Betätigung auf seinem Mobilteil wie seinem Smartphone regelmäßig zuerst die Veränderung der Raumhelligkeit durch die Beleuchtung angeboten bekommen.

Nun ist anzumerken, dass heutige Smartphones neben den drahtlosen Weitbereichsverbindun- gen wie WLAN oder Mobilfunk- basiertem Internetzugang, zusätzlich über eine lokale draht- lose Nahbereichsverbindung wie bevorzugt Bluetooth verfugen. Sollen über das Smartphone und vorzugsweise die lokale Nahbereichsverbindung, wie bevorzugt Bluetooth, viele Gebäudesteuerungen bedient, Türen geöffnet oder Kaufautomaten bedient werden, sind eine Viel- zahl von Programmen, sogenannte APPs für die verschiedenen Steuerungen notwendig.

Soll in einer solchen APP für die Gebäudesteuerung ein spezifischer Raum bedient werden, muss durch mehrere Menüs oder eine Karte mühsam navigiert werden, bis die richtige Menü- bedienstelle bevorzugt zum Schalten des Raumlichts oder Einstellung der Heizung gefunden wird. In einem Bürogebäude mit vielen elektronisch gesicherten Türen ist es ebenfalls auf- wendig, die richtige Tür im zugehörigen Programm bzw. Bedienmenü zu finden.

Einem weiteren Aspekt Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bedienung zu vereinfa- chen.

Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspekten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vorteilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich alleine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbildungen beanspruchbar und erfinderisch ist.

Neben dem Einsatz in Gebäudesteuerungen und elektrischen Türöffhungseinrichtungen kann das nach dem weiterem Aspekt erfindungsgemässe Verfahren auch in Verbindung mit Haus- haltsgeräten, Kaufautomaten oder anderen zu bedienenden Geräten oder Einrichtungen die- nen. Vorgeschlagen wird, dass, wenn sich der Nutzer mit seinem Smartphone oder dergl. in Richtung eines Haushaltsgeräts und/oder dergleichen bewegt, er auf dieses zeigt, automatisch das notwendige Bedienprogramm und/oder Bedienmenü geladen oder gar ein Schaltvorgang direkt ohne Zutun des Nutzers ausgelöst wird. Es wird beschrieben, wie dies ermöglicht wird.

Dass der Benutzer mit einem Smartphone oder dergleichen in Richtung auf ein bestimmtes Haushaltsgerät und/oder einen Schalter zeigt, kann insbesondere dadurch ermittelt werden, dass Orientierungsdaten des Smartphones oder anderen Mobilgerätes wie erhältlich durch Auswertung von beispielsweise einem eingebauten Kompass oder GPS-System ausgewertet wird und/oder über Triangulation bestimmten Daten ausgewertet werden. Andere Möglichkei- ten, die Richtung, in welche mit einem Gerät gezeigt wird, zu bestimmen, bestehen allerdings. Bevorzugt ist das Smartphone oder andere mobile Gerät- insbesondere durch Laden eines in dessen Programmspeicher abgelegten Programmes - dazu angepasst, die Steuerung eines be- stimmten Geräten zu veranlassen, d.h. beispielsweise ein geeignetes Bedienmenü anzuzeigen, wenn der Benutzer sich in einem Bereich befindet, von wo aus typisch dieses Menü benötigt wird. Zu diesem Zweck können ohne weitere Maßnahmen die entfernungsindikativen Signale wie RSSI-Daten von mehreren Empfangern herangezogen werden und es kann basierend auf z.B. RSSI-Signaldaten, zunächst eine Sortierung der Abstände zu unterschiedlichen Empfan- ger vorgenommen werden, aber es braucht dann zu jenen Abständen, die besonders gering sind, nicht zwingend das Menü ausgewählt werden, das zu der stärksten Signalstärke gehört, sondern es kann entsprechend dem gesamten entfernungsdatenindikativen Satz ein anderes Menü gewählt werden. Die Bedienung kann jedoch weiter verbessert werden, wenn dann bei sehr kurzen Entfernungen gleichwohl zwingend bzw. bevorzugt eine bestimmte Bedienung ermöglicht bzw. priorisiert wird.

So kann einerseits erlaubt werden, dass beispielsweise eine Türe geöffnet wird, wenn sich ein Benutzer unmittelbar davor befindet oder ein Rollladen betätigbar wird, wenn der Benutzer unmittelbar neben dem Rollladen steht und sein mobiles Mobilteil wie Smartphone auch noch besonders nah an das Fenster, das mit dem Rollladen verschattet werden kann, hält. Ahnliches gilt für Lichtschalter.

Eine solche Bedienung ist vorteilhaft Sie kann regelmäßig dann veranlasst werden, wenn die entfernungsindikativen Daten sehr geringe Abstände anzeigen, also z.B. Abstände, die weni- ger als die Hälfte, bevorzugt weniger als 1/10 der Reichweite betragen, die für die Kommuni- kation mit dem zu steuernden Gerät maximal zulässig ist In bevorzugten Varianten wird eine typische Nähe, ab welcher zwingend ein bestimmtes Gerät angesteuert wird, zwischen 15 und SO cm betragen. Es sei erwähnt, dass dies besonders dort vorteilhaft ist, wo ein System zu konfigurieren ist, etwa weil der Benutzer erreichen möchte, dass ein Dimmer durch mehrfa- ches Antippen des Touchscreens seines Smartphones zwischen festen Dimmstufen durchwechselt. In einem solchen Fall, aber auch für andere Konfigurationszwecke kann sich der Benützer nahe an das zu konfigurierende Schaltelement stellen. Dies ist auch bei der Ein- richtung von vollständigen Hausinstallationen sehr vorteilhaft, weil damit Fehler vermieden werden, wenn ein Systemprogrammierer bzw. ein die Haustechnikanlage konfigurierender Elektriker andernfalls Schalter und Geräte verwechseln würde.

Es sei weiter erwähnt, dass neben der reinen Signalstärke zur Positionsabschätzung, bzw. Po- sitionsmessung noch bessere Möglichkeiten bestehen, Reaktionen einer Haustechnikanord- nung bzw. eines Systems mit einer Haustechnikanordnung zu erzeugen. Zunächst sei erwähnt, dass dort, wo viele, insbesondere fest verbaute Funksignalempfänger wie Bluetooth empfanger angeordnet sind, eine Positionsbestimmung auch durch Triangulation erfolgen kann. Sind die- se Geräte auf unterschiedlicher Höhe angeordnet, so ist gegebenenfalls sogar die Höhe eines mobilen Gerätes über dem Boden erfassbar.

Während vorliegend vorgeschlagen wurde, dass ein bestimmtes Bedienprogramm oder Be- dienmodul geladen wird, abhängig davon, an welcher Schalteranordnung sich ein Benutzer befindet und / oder auf welche Schaltungsanordnung er zeigt, ist es auch möglich, innerhalb eines Programmes lediglich bestimmte Parameter auszuwählen. So kann etwa dort, wo an al- len Stationen einer Haustechnikanordnung bzw. Systems mit einer Haustechnikanordnung stets nur eine Helligkeit in einer von mehreren Stufen gewählt wird, eine Auswahl zwischen den für einen bestimmten Schalter vorgesehenen Stufen angeboten werden und die für das je- weilige Leuchtmittel vorgesehenen Dimmstufen bestimmt werden.

Vorgeschlagen wird demgemäß unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Verfahren mit einem Gerät, bevorzugt einem Smartphone oder einer Fernsteuerung, das über eine lokale drahtlose Kornmunikationseinrichtung, wie bevorzugt Bluetooth, zu einer SendeVEmpfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul, wie be- vorzugt einer Einheit einer Gebäudesteuerung, eines Haushaltgeräts, eines Kaufautomaten oder einer Türöffhungsvorrichtung, verfügt, wobei vorgesehen ist, dass die lokale drahtlose Kommunikationsverbindung, (a) sowohl mit einem Mittel zur Kommunikation mit einem an eine Sende-/Empfangseinrichtung angeschlossenen Steuer- und/oder Sensormodul ausgebildet ist, wie bevorzugt für die Bedienung über Smartphone zu einer Gebäudesteuerung, eines Kaufautomaten, oder einer TCröffhungseinrichtung und der Nutzer darüber audiovisuell kommuniziert, Steuerbefehle absetzt, Meldungen weiterleitet und Sensor- bzw. Status-Daten erhält oder abfragt, (b) als auch mit einem Mittel zur Messung der Entfernung oder Annähe- rung des Nutzers an eine Sende-/Empfangseinrichtung ausgebildet ist, bevorzugt durch Be- stimmung des Abstands und/oder Geschwindigkeit des Nutzers zur Empfangseinrichtung, auf Basis eben dieser Kommunikationsverbindung dient, bswp. durch direkte Entfernungsmes- sung der Signallaufzeit oder Messung der Änderung der Signalstärke des Kommunikations- funksignals.

Es wird einzusehen sein, dass eine Annäherung des Gerätes erkannt werden kann, indem wie- derholt in einem bestimmten Zeitintervall die Position insbesondere durch Triangulation be- stimmt wird und dann untersucht wird, ob und gegebenenfalls wie sich der Abstand ändert Dabei kann gegebenenfalls ein Ansprechen erst dann vorgesehen werden, wenn ein Schwell- wert der Entfernung unterschritten wird und/oder kein anderer Benutzer näher an einem mög- licherweise zu bedienenden Gerät befindlich ist. Dies ist insbesondere bei Kaufautomaten, Geldautomaten oder dergleichen der Fall. Gegebenenfalls kann sogar, zur Sicherung einer hinreichend vertraulichen Bedienung, verhindert werden, dass bestimmte Funktionalitäten et- wa auf einem Kauf-oder Bankautomaten aufgerufen werden, wenn sich ein zweiter Benutzer nähert oder zu nahe befindet.

Es wird also erfindungsgemäß ermöglicht, dass automatisch das zum Bedienen der lokalen Einrichtung notwendige Programm oder andere Informationen im Smartphone zu laden ist, um es zu aktivieren und/oder ins passende Untermenü zu verzweigen, so dass der Nutzer so- fort und ohne Menüauswahl direkt bevorzugt die lokale Raumlichtsteuerung, Heizungsrege- lung oder Türöffhungsstelle über sein Smartphone bedienen oder automatisch bei Annäherung Schaltvorgänge und Steuerfunktionen auslösen kann.

Die lokale drahtlose Nahbereichsverbindung, die vom Smartphone zur Sende- /Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul des Gerätes zu de- ren Bedienung aufgebaut wird, wird im folgenden als Kommunikationsverbindung bezeichnet und verwendet vorzugsweise eine drahtlose Bluetooth-Kommunikation mit einigen Metern Reichweite.

Die im Smartphone üblicherweise integrierte Lagesensorik kann im Übrigen in Verbindung mit der Annäherungsmessung zur Bestimmung des für ein Steuer- und/oder Sensormodul notwendigen Bedienmenü herangezogen werden, indem man bevorzugt mit dem Smartphone auf eine Empfangseinrichtung, wie z.B. eine bestimme Deckenleuchte, zeigt. Dies gilt glei- chermaßen, wenn Gesten, wie bevorzugt das Schütteln des Smartphones, in Verbindung mit der Annäherung zu einem Steuer- und/oder Sensormodul zur Auswahl des Bedienmenüs ver- wendet werden.

Als Schütteln wird dabei die wiederholte Bewegung von wenigstens zwei, insbesondere be- vorzugt drei, bevorzugt vier oder mehr Hin- und Herbewegungen des Smartphones in einer bestimmten Achse bzw. das Hin- und Herschwenken um eine gegebene Achse verstanden, wenn dieses mit bestimmten Frequenzen geschieht, beispielsweise 3-Sx Schütteln in 0,5-2 Se- kunden, besonders, wenn dabei eine hinreichende Präzision der Schüttelbewegung beispiels- weise wiederholtes Erreichen einer Endposition mit einer Genauigkeit des Ausrichtens der Achse von z.B. +/- 15° oder dergleichen bzw, z.B. +/- 5-10 cm der Endpositionen erreicht wird. Typisch wird mit einer Schwenk-Amplitude von wenigstens 10° geschwenkt. Derartige Bewegungen sind mit typischen Beschleunigungs-und/oder Lagesensoren in herkömmlichen Mobilgeräten ohne weiteres erkennbar. Auch das Zeigen auf eine bestimmte Richtung kann unter Zulassen bestimmter Genauigkeiten bzw. Toleranzen erkannt werden. Wiederum sind auch hierfür Lage- bzw. das Gravitationsfeld der Erde wahrnehmende Beschleunigungssensoren verwendbar. Dass andere Gesten wie ein großflächiges Schwenken am ausgestreckten Armen in eine bestimmte Richtung, etwa auf einen zu betätigenden elektrischen Verbraucher zu, wie eine einzuschaltende Lampe oder dergleichen, erfasst werden können, sei erwähnt. Dabei wird z.B. die Länge der Bewegung, d.h. die mit der Bewegung zurückgelegte Strecke respektive die dafür benötigte Dauer und/oder die dafür benötigte Zeit erfasst; es ist möglich, den Geschwindigkeitsverlauf und/oder den Beschleunigungsverlauf zu berücksichtigen, um etwa ruckartige Bewegungen (kurze hohe Beschleunigung, kurz danach ebenfalls kurze, hohe Beschleunigung in die Gegenrichtung) von einem Schütteln (mehrfache Beschleunigung in entgegengesetzte Richtungen in einem bestimmten Frequenzband) und großflächigen Bewe- gungen (anfängliche, nicht zu hohe Beschleunigung, allenfalls geringe Beschleunigung wäh- rend der Bewegung, geringe Gegenbeschleunigung zur Beendigung der Bewegung) unter- schieden werden. Dabei ist vorteilhaft, wenn durch eine bestimmte Geste und die damit even- tuell verbundene Positionierung und/oder Orientierung ein Verbraucher ausgewählt werden kann, der gesteuert wird.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass aus dieser Annäherung des Nutzers an eine Sende- /Empfangseinrichtung folgt, dass automatisch Schalt- und Steuervorgänge eingeleitet und/oder Nachrichten versendet werden und so z.B. bei Annäherung unter anderem Licht ge- schaltet, am Haus geklingelt, Meldungen an Dritte oder andere Steuereinheiten verschickt werden, audiovisuelle Aufzeichnungen starten oder eine Tür selbstständig öffnet bzw. verrie- gelt.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass aus dieser Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung folgt, dass das für die Bedienung des angeschlossenen Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts notwendige Programm im Smartphone aktiviert und automatisch ins passende Menü ver- zweigt wird, welches der Nutzer für die aktuelle Bedienung benötigt, bevorzugt ein örtlich passendes Menü zu einer lokalen Raumlichtsteuerung, Heizungsregelung, einer Türöffnungs- einrichtung oder auch zu einem Kaufautomaten, in deren Nähe sich der Nutzer befindet und zwar vorzugsweise, ohne dass der Nutzer selbst das entsprechende Programm aussuchen, star- ten und in das notwendige Untermenü verzweigen muss.

Als Menü wird dabei in einem Programm eine Zusammenstellung vom Benutzer auswählba- ren Optionen und in typisch graphischer Darstellung dieser Optionen zur Auswahl verstanden. Dabei ist anzumerken, dass die Steuerprogramme selbst, die beispielsweise als Applet auf ei- nem Mobilteil wie einem Smartphone installiert sind, eine Vielzahl von Regelmöglichkeiten besitzen werden und durch eine verzweigte bzw. hierarchische Menüstruktur letztlich be- stimmte Parameter wie eine Helligkeit oder einer Raumtemperatur eingestellt werden können. Der Benutzer hat klassisch die Möglichkeit, sich von einer höheren Menüebene durch Aus- wählen von geeigneten und gewünschten Untermenüs allmählich zu dem tatsächlich benötig- ten, weit unten liegenden Menü durchzuarbeiten bzw.„durchzuklicken". Die hier vorgeschla- gene automatische Verzweigung erlaubt, sofort ein mit hoher Wahrscheinlichkeit benötigtes, weit unten in einer Menühierarchie liegendes Untermenü auszuwählen. Dies kann dadurch geschehen, dass die jeweiligen Menüs innerhalb des Programmes mit Kennungen versehen sind und auf die Identifikation einer bestimmten Geste oder Bedienung oder Annäherung an ein Gerät von diesem eine Kennung für das jeweils anzuzeigende Untermenü angefordert wird und nach Übertragung der Untermenükennung in dieses Untermenü verzweigt wird. Da- zu kann also in jeder Leistungssteuervorrichtung wie jedem Dimmer oder dergleichen, der mit dem Mobilteil über hierarchisch geordnete oder anders strukturierte Menüs und Untermenüs bedient werden soll, eine Menükennung für bestimmte Zwecke wie Benutzung durch Gäste, Benutzung durch Administratoren oder Benutzung durch Benutzer mit vollen Bedien-, jedoch keinen Konfigurationsrechten hinterlegt sein. Auf entsprechende Anfrage und gegebenenfalls Überprüfung, ob das anfragende Mobilteil einem entsprechend autorisierten Benutzer gehört, kann dann die entsprechende Menükennung von der Leistungssteuervorrichtung abgerufen werden und im Mobilteil in das Unternehmen verzweigt werden. Alternativ ist es möglich, dass im Mobilteil selbst zu jeder möglichen Geste, die an einer bestimmten Leistungssteuer- vorrichtung erkannt werden soll, das aufzurufende Untermenü hinterlegt ist, sodass im Mobil- teil selbst lediglich erkannt werden muss, nahe welcher I^stungssteuervorrichtung bzw. wel- chen Dimmers, Verkaufsautomaten oder dergleichen sich das Gerät befindet und dann auf Er- kennen der Geste im Mobilteil und nach Übertragung der entsprechenden Kennung des Gerä- tes das entsprechende Menü aufgerufen wird.

Eine weitere Alternative, um dem Benutzer eine geeignete Auswahl bereitzustellen, ist zudem wie folgt Wenn sich ein Benutzer nähert, kann gegebenenfalls auch veranlasst werden, dass eine App eine Auswahlliste mit mehreren Auswahlmöglichkeiten öffnet. Dies kann gegebe- nenfalls nach Gestenerkennung und/oder Erkennung eines Benutzers und/oder von Benutzer- rechten (Administrator, einfacher Benutzer, Gast usw.) geschehen. Dabei kann gegebenenfalls übertragen werden, welche Bezeichnung die einzelnen Listenpunkte haben, beispielsweise oberste Listenposition: Temperatur erhöhen; zweite Listenposition: Temperatur senken; dritte Listenposition: Licht heller; vierte Listenposition: Licht dunkler. Der Benutzer kann dann, et- wa auf seinem Touchscreen, auf dem die Liste angezeigt wird, eine Position auswählen und es muss nur an das Gerät übertragen werden, welche Listenposition er ausgewählt hat. Damit ist nicht einmal erforderlich, bestimmte Untermenüs vorzudefinieren, sondern es ist ausreichend, eine bestimmte Basisfunktionalität wie das Anzeigen einer Auswahlliste vorzusehen. Dies er- laubt die Verwendung mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräte, die von den jeweiligen Herstellern lediglich so programmiert werden müssen, dass sie einem Minimalstandard bei der Kommunikation entsprechen, d.h. beispielsweise ab die Anzeige eines Auswahlmenüs mit einer bestimmten Anzahl von Menüpunkten ermöglichen, und erlaubt dann, die auszuwählen- den Optionen zu beschreiben und im Gegenzug nach einer Betätigung die ausgewählte Option empfangen.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass aus dieser Annäherung an eine Sende-ZEmpfangseinrichtung folgt, dass das für die Bedienung des angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul, bzw. Geräts notwendige Programm oder Teile dieses Programms automatisch über die lokale Kommuni- kationsverbindung, bevorzugt über Bluetooth, von der Sende-/Empfangseinrichtung zum Smartphone und/oder umgekehrt geladen werden.

Als Laden von Programmen oder Teilen eines Programmes kann auch das Laden von Parametern verstanden werden, beispielsweise von Parametern, mit denen Listenpositionen in den Auswahlmenüs und die Anzahl unterschiedlicher Menüpunkte festgelegt werden, wie oben beschrieben.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass aus der Annäherung des Mobilteils an eine Sende- /Empfangseinrichtung in Verbindung mit der Lagesensorik oder Gestenerkennung des Smartphones, bevorzugt Schütteln, folgt, dass ein Steuer- und/oder Sensormodul für die Betä- tigung ausgewählt wird und so automatisch das zugehörige Bedienprogramm geladen und/oder das notwendige Bedienmenü für eben dieses Steuer- und/oder Sensormodul aktiviert wird und/oder ein Bedienvorgang durch eine Lageänderung oder Gestik mit dem Smartphone ausgelost wird.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass aus dieser Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung folgt, dass das Smartphone, die Fernsteuerung oder dergl. von der Sende-ZEmpfangseinrichtung bzw. dem daran angeschlossenen Modul oder dergl. Positionsdaten erhält und/oder damit vor- zugsweise eine Karte der Umgebung lädt und/oder öffnet und die Position der Sende- ZEmpfangseinrichtung in der Karte kenntlich macht und/oder den Nutzer bei der Navigation in einem Gebäude unterstützt Es ist gegebenenfalls sogar möglich, eine Gebäudekarte aufzu- bauen anhand der Bewegungen von Benutzern innerhalb eines Gebäudes, was zumindest die Erstellung grober schematischer Pläne ermöglicht

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass auf eine gleichzeitige Bestimmung des Abstands zwischen eines Smartphones oder dergleichen zu mehreren Sende-/Empfangseinrichtungen über Triangulati- on die Positionsbestimmung des Smartphones oder dergl. in Relation zu den Sende- /Empfangseinrichtungen erfolgt und im Ansprechen darauf ein in der Nähe des Smartphones befindliches Steuer- und/oder Sensormodul identifiziert wird, ohne dass dieses selbst über ei- ne Nahbereicris-Empfangseinrichtung verfugt, und dass dann so automatisch ein zugehöriges Bedienprogramm geladen und/oder das notwendige Bedienmenü für eben dieses Steuer- und/oder Sensormodul aktiviert und/oder eine Funktion desselben ausgelöst wird.

Es wird also vorgeschlagen, dass anhand z.B. einer Triangulation der Position des Mobilteils zunächst ein zu steuerndes Gerät und/ oder ein Steuer- bzw. Sensormodul identifiziert wird, welches selbst nicht zur Nahbereichskommunikation mit dem Smartphone oder der anderen Mobileinheit, die anstelle eines Smartphones verwendet wird, ausgelegt ist. Dies kann dann der Fall sein, wenn etwa in einem großen Raum eine Vielzahl von Geräten vorgesehen sind, zu denen dedizierte Leitungen fuhren, um sie zu betreiben, ohne dass an den Geräten selbst die eigentlichen Steuermodule vorgesehen sind. Als Beispiel sei etwa erwähnt eine Wohnung, in welcher elektrische Rollläden vorgesehen sind, zu deren Antrieben feste Leitungen in der Wand angeordnet sind, wobei diese Leitungen dann zu einen entfernt vom Rollladen liegen- des, einer Zimmertür nahen Schalter gefuhrt sind. Die Betätigung und Steuerung erfolgt also durch Schalter ausschließlich an der Zimmertüre, die entfernt vom Rollladen liegt. Gleich- wohl kann es sinnvoll sein, die Bedienung dieses Rollladens genau dann auf einfache Weise zu ermöglichen, wenn der Benutzer unmittelbar am Fenster steht, indem zunächst die Position seines Smartphones oder anderen, zur Bedienung verwendeten Mobilteils bestimmt wird und dann im Ansprechen auf diese Position festgestellt wird, dass womöglich eine Rollladenbe- dienung gewünscht wird. In einem solchen Fall kann von dem neben der Zimmertüre in einer Unterputzdose verbauten Bedienenmodul ein Bedienprogramm oder Bedienparameter geladen werden, um ein entsprechendes Menü auf dem Smartphone für die Bedienung zur Anzeige zu bringen. Dies kann gegebenenfalls abhängig davon gemacht werden, ob der Benutzer sich nicht nur hinreichend nah am Rollladen befindet, sondern gegebenenfalls auch das Smartpho- ne oder andere Mobilteil geeignet orientiert, beispielsweise in Richtung auf den Rollladenkas- ten oder dergleichen. Es ist zudem möglich, zusätzlich und/oder alternativ eine Geste auszu- werten, um so festzustellen, dass eine Bedienung des Rollladens gewünscht wäre. Die Bedie- nung kann gegebenenfalls entweder durch Auswahl in einer Auswahlliste, d.h. über ein Be- dienmenüm, erfolgen, oder indem mehrere Gesten als Bedienung zugelassen werden, die un- terschiedliche Reaktionen wie Heraufziehen eines Rollladens, Senken zu einer bestimmten Höhe oder vollständiges Schließen bewirken.

Eine vergleichbare Situation, bei der ein Gerät gesteuert wird, ohne dass am Gerät selbst eine Kommunikation mit einem Mobilteil wie einem Smartphone eines Benutzers ermöglicht ist, kann dort gegeben sein, wo dem Gerät zwar ein Steuer- bzw. Sensormodul zugeordnet ist, welches auch Befehle von Betätigungsmodulen empfangen kann, aber gemäß einer Schnittstelle und/oder einem Protokoll, über welches das Mobilteil selbst nicht unmittelbar kommu- nizieren kann. Dies erlaubt einerseits, sehr langsame Kommunikationsschnittstellen zu ver- wenden, da es eine Vielzahl von Verbraucher gibt, die zur Steuerung nur eine sehr niedrige Datenrate benötigen, während die Kommunikation mit einem Mobilteil im Regelfall schon aufgrund der im Regelfall aufwendigen Kommunikationsaufbau-Protokolle usw. größere Datenmengen erfordert. Die eigentliche Steuerung über langsame Kommunikationskanäle mit geringen Datenraten ablaufen zu lassen, hat den Vorteil, dass energiesparend kommuniziert werden kann, etwa weil das am Verbraucher angeordnete Modul nur selten angesprochen werden muss, etwa für eine angelegentliche Zustandsüberwachung wie bezüglich der soge- nannten Herzschlagsignale dargelegt, und/oder für die seltene Übertragung von Steuerbefeh- len. Damit kann insgesamt ein batteriesparender Betrieb ermöglicht werden und im Übrigen ein auf proprietären, nicht offenliegenden Protokollen basierendes System erhalten werden, was auch vorteilhaft ist, um Fremd-Zugriffe zumindest zu erschweren, typisch vollständig zu verhindern.

Soweit oben von einer gleichzeitigen Bestimmung des Abstandes zwischen Smartphone und mehreren Sende-Empfangseinrichtungen über Triangulation gesprochen wird, sei daraufhin- gewiesen, dass eine solche Bestimmung als hinreichend gleichzeitig angesehen wird, wenn die verschiedenen, bei der Triangulation herangezogenen Abstände zu den einzelnen Emp- fangseinri chtungen zeitnah nacheinander erfolgen. Zeitnah sind sie dann, wenn das

Smartphone oder andere Mobilteil in der Zeit zwischen den einzelnen Messungen nicht um eine Strecke bewegt wurde, die eine bei der Triangulation zugelassene Genauigkeit über- schreitet. Dort, wo die Bestimmung des Abstandes zu den einzelnen, für die Triangulation herangezogenen Sende-und Empfangseinrichtungen vom Smartphone oder Mobilteil nicht so schnell hintereinander oder bzw. nicht so exakt gleichzeitig aufgebaut werden kann, dass eine Bewegung des Mobilteils völlig außer Acht bleiben kann oder sogar angesichts typischer Bewegungsgeschwindigkeiten als ohnehin vemachlässigbar anzusehen ist, kann jeder Abstand mehrfach gemessen werden, wobei bevorzugt mehrfach zyklisch der Abstand zu den ver- schiedenen Sende- und Empfangseinrichtungen abgefragt bzw. bestimmt wird. Die mehrfache Bestimmung erlaubt es einerseits, aus den Einzelwerten bereits zu bestimmen, ob erhebliche Bewegungen aufgetreten sind, was gegebenenfalls sogar zur Bestimmung einer Bewegungsrichtung sinnvoll ist, um dann nicht nur die Position, sondern auch eine Bewegung und/oder eine Beschleunigung mit auszuwerten; es ist andererseits aber auch möglich, bei wiederholten Messungen (und gegebenenfalls daraus hergeleiteten Bewegungs- und Beschleunigungsrich- tungen) für einen gegebenen Zeitpunkt zwischen den Messungen eine Position zu interpolie- ren und diese interpolierte Position als Position für die Triangulation und eine Reaktion im Ansprechen auf das Triangulationsergebnis wie oben stehend vorgeschlagen heranzuziehen.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass die vorstehende Verwendung von ersten Modulen, die mit einem Mobilteil kommunizieren, und zweiten Modulen, die nicht mit einem Mobilteil, son- dern nur mit anderen Modulen kommunizieren, als Beispiel für ein Master-Slave-System auf- gefasst werden können. Dass die beschriebenen Aktionen auch nutzerspezifisch erfolgen können, indem zusätzlich ei- ne Kennung des Nutzers, bevorzugt die eindeutige Bluetooth-ID seines

Smartphones/Fernsteuerung, zur Programm-/M enüauswahl im Smartphone und/oder zur au- tomatischen Funktionsauslösung im Steuer- und/oder Sensormodul oder zur automatischen Generierung einer Meldung verwendet wird, sei erwähnt.

Neben dem Einsatz in Gebäudesteuerungen und elektrischen Türöffiiungseinrichtungen kann das erfindungsgemässe Verfahren auch in Verbindung mit Haushaltsgeräten, Kaufautomaten oder anderen zu bedienenden Geräten oder Einrichtungen dienen. Bewegt sich wie bevorzugt der Nutzer mit seinem Smartphone in Richtung eines Haushaltsgeräts und/oder zeigt er auf dieses, kann automatisch das notwendige Bedienprogramm und/oder Bedienmenü geladen oder gar ein Schaltvorgang direkt ohne Zutun des Nutzers ausgelöst werden.

Es soll erwähnt werden, dass neben der Auswahl des notwendigen Bedienmenüs durch Annä- herung und/ oder Gestenerkennung, auch automatisch Schalt- und Steuervorgänge eingeleitet oder Nachrichten versendet werden können. So können bevorzugt bei Annäherung des Nut- zers an ein Steuer- und/oder Sensormodul automatisch Licht geschaltet, am Haus geklingelt, Meldungen an Dritte oder andere Steuereinheiten verschickt, audiovisuelle Aufzeichnungen gestartet, Alarmanlagen aktiv bzw. inaktiv geschaltet oder eine Tür selbstständig geöffnet bzw. verriegelt werden.

Es soll erwähnt werden, dass die einzelnen Sende-/Empfangseinrichtungen (Knoten) bevorzugt nicht nur mit dem Smartphone kommunizieren, sondern möglichst auch untereinander, und dabei vorzugsweise die gleiche lokale drahtlose Kommunikationsverbindung nutzen. Damit die vielen Knoten sich nicht behindern, werden die Nachrichten zwischen ihnen, also die Steuer- und Statusdaten, bevorzugt nicht nur auf verschiedenen Frequenzkanälen, sondern auch zeitlich versetzt nach bekannten Verfahren übertragen.

Die Kontrolle, wann bestimmte Knotensignale übertragen werden, kann gegebenenfalls einem gemeinsamen Master übertragen werden, der für jeden der Knoten festlegt, wann dieser Daten senden darf. Die zeitliche Aufsynchronisation der einzelnen Knoten kann dabei auf dessen in- ternen Takt jeder Einheit basieren.

Soll nun ein Steuerbefehl vom Smartphone/Tablet zu einem weiter entfernten Knoten übertragen oder Zustandsdaten von diesem empfangen werden, leitet der in Empfangsnähe zum Smartphone befindliche Knoten die Nachricht an bevorzugt einen nächsten zielgerätnäheren Knoten weiter, bis das Zielgerät erreicht ist Um gleiche Nachrichten nicht mehrmals an ver- schiedene Empfänger versenden zu müssen, ist ein Broadcast vorteilhaft, dass heißt, eine Nachricht wird gleichzeitig an alle erreichbaren Knoten versendet, die dann ihrerseits die Nachricht an alle von ihnen zu erreichbaren Knoten versenden.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehen- den vorgesehen ist, dass eine Kennung des Nutzers, bevorzugt die eindeutige Bluetooth-ID seines Smartphones/Fernsteuerung, zur Auswahl eines Bedienprogramms und/oder Unterme- nüs, zum Auslösen eines automatischen Funktionsauslösung und/oder Senden einer Meldung herangezogen wird.

Es ist einsichtig, dass das Auslösen einer automatischen Funktion, Senden einer Meldung usw. im Ansprechen auf eine erfasste Kennung des Nutzers wie einer Bluetooth-ID typisch damit einhergehen wird, dass das System konfigurierbar ist. Es sind also Speicher für wahl- weisen Zugriff (RAM) vorhanden, in denen für mehrere Kennungen gewünschte Systemreak- tionen wie Optionen in einem Bedienprogramm, die einem bestimmten Benutzer zugänglich sind, Untermenülisten, die an den Benutzer übertragen werden usw. festgelegt sind. Auf den Empfang einer Kennung wird dann zunächst überprüft, ob die Kennung in eine Liste als bekanntvennerkt ist und im Ansprechen auf das Erkennen dann entweder eine vermerkte Re- aktion ausgelöst bzw. eine Auswahl unter verschiedenen, Listen gemäß zugelassenen Reakti- onen abgewartet oder initiiert, oder es wird, falls die Kennung nicht in der Liste enthalten ist, eine weitere Kommunikation unterbunden bzw. eine Default-Auswahl für nicht erkannte Benutzer zugelassen.

Es sei erwähnt, dass eine Reaktion des Systems, gegebenenfalls auch eine benutzerspezifische Reaktion des Systems, zeitabhängig erfolgen kann. Dies ermöglicht etwa Besuchern eines Gebäudes wie Handwerkern, zu vereinbarten Zeiten, aber nur während dieser, Zutritt zu er- langen und so weiter.

Es wurde also als vorteilhaft erkannt, wenn zusätzlich und/oder alternativ zu dem Vorstehen- den vorgesehen ist, dass bei Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit ange- schlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät zeitabhängig, bevorzugt aufgrund ei- ner Zeittabelle im Gerät und/oder in Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder NUTZERABHÄNGIG, bevorzugt aufgrund der DD der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, bestimmt wird, dass Daten lokal im Gerät und/oder auf dem Smartphone und/oder auf einem entfernten Server gespeichert werden, wo- bei in den gespeicherten Daten bevorzugt enthalten sein kann: ein Zeitstempel, und/oder die Kennung des Nutzers, und/oder die ID der Kommunikationsverbindung, und/oder die Zu- standsdaten des Steuer-/Sensormoduls bzw. Geräts, und/oder lokale Umgebungsdaten, wie Temperatur, Helligkeit, Zustand der Tür, Zustand des Schlosses, und/oder Daten vom

Smartphone/Tablet des sich annähernden Nutzers.

Es sei erwähnt, dass insbesondere dort, wo eine Zeitabhängigkeit eines Modulverhaltens ge- geben ist, eine bevorzugt wiederholte, besonders bevorzugt regelmäßig wiederholte Synchro- nisation verschiedener Module aufeinander vorgesehen werden kann. Dabei können unterschiedliche Anforderungen an die Genauigkeit der Synchronisation aufeinander und unter- schiedliche Möglichkeiten, eine Synchronisation zu bewirken, unterschiedliche Dauern bis zu einer Wiederholung der Synchronisation erfordern. So wird es in Fällen, wo nur eine

Zutrittsgestaltung für Dritte gefordert ist, ausreichen, durch eine Synchronisation mit einer Zentrale und einer dort eventuell empfangenen Funkzeit eine Genauigkeit von wenigen Minu- ten einzuhalten; es ist also auch bei gravierendem Driftverhalten eines Taktgebers, etwa auf- grund von Temperaturschwankungen und dergleichen, im allgemeinen eine Synchronisation nur allenfalls alle paar Tage erforderlich, sodass eine etwa täglich vorgenommene Synchroni- sation völlig ausreicht und/oder die in der vorliegenden Anmeldungen an anderer Stelle be- schriebene ,,Rucksack"-Synchronisation vorgenommen werden kann. Muss hingegen in kom- plexen Systemen aus vielen, per Funk miteinander kommunizierenden Einheiten sichergestellt werden, dass eine bestimmte Einheit nur innerhalb eines ihr zugewiesenen Zeitslots Daten sendet, wird es typisch erforderlich sein, dass sich dieser Zeitslot nicht soweit verschiebt, dass er mit den für andere Module vorgesehenen Slots überlappt. Da es gerade dort, wo sicher- heitskritische Module wie Alarmsensoren eingesetzt werden, einerseits sinnvoll ist, ver- gleichsweise viele Module einzusetzen, beispielsweise, um eine Vielzahl von einzelnen Fens- terscheiben, Zugängen usw. zu sichern, und zugleich die Wartezeiten, bis ein Sensormodul, das einen möglichen Alarmzustand erfasst hat, einen darauf bezogenen Hinweis absetzt, nicht zu groß werden soll, wird einzuschätzen sein, dass eine Synchronisation eine Genauigkeit von Bruchteilen einer Sekunde einhalten muss. Dies wird, gerade dann, wenn der Aufwand für ei- nen einzelnen Taktgeber und dessen eventuelles Driftverhalten, aus Kostengründen nicht hoch gewählt wird, eine häufigere Synchronisation erfordern. Es ist hier sogar eine quasi kontinu- ierliche Synchronisation dadurch möglich, dass an wenigstens einer Stelle, beispielsweise vom Zeitslot-zuweisenden Master, erfasst wird, wann innerhalb des zugewiesenen Zeitslots eine Station zu senden beginnt und dieser Station bei zu großen Abweichungen von einem gewünschten Sendebeginn ein entsprechender Hinweis auf eine erforderliche Zeitslot- Veränderung gegeben wird. Alternativ kann abgewartet werden, bis es tatsächlich zu einer Kommunikationspaketkollision kommt, d.h. mehrere Module trotz bereits erfolgter

Zeitslotzuweisung versuchen, gleichzeitig zu senden.

Die Aktivierung von Programmen oder Programmteilen bzw. spezieller kontextbezogener Menüs auf dem Smartphone/Tablet des Nutzers können vom Nutzer und/oder der aktuellen Uhrzeit abhängig und jeweils unterschiedlich sein, so dass z.B. ein Installateur, der anhand der ID seiner Kommunikationsverbindung erkannt wird, das Menü für die Konfiguration der im Raum befindlichen oder mit ihm logisch zusammenhängenden Geräte und deren Funktio- nen erhält, während z.B. ein anderer Nutzer das eigentliche,„normale" Bedienmenü für den Raum erhält.

Es wurde also als vorteilhaft erkannt, wenn zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass bei Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit ange- schlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, bevorzugt aufgrund einer Zeittabelle im Gerät und/oder des Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder Nutzerabhängig, bevorzugt aufgrund der TD der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, unterschiedliche Programme im Smartphone ak- tiviert werden und/oder automatisch in ein Menü verzweigt wird, welches der spezifische Nutzer für die aktuelle Bedienung voraussichtlich benötigt, bevorzugt das örtlich passende Menü zu einer lokalen Raumlichtsteuerung, Heizungsregelung, einer Türöffhungseinrichtung oder auch zu einem Kaufautomaten, in deren Nähe er sich befindet, und vorzugsweise ohne dass der Nutzer selbst das entsprechende Programm aussuchen, starten und in das notwendige Untermenü verzweigen muss.

Es wurde auch als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ vorgesehen ist, dass auf Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, bevorzugt aufgrund einer lokalen Zeittabel- le im Gerät und/oder in Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzer- abhängig, bevorzugt aufgrund der TD der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerken- nung im Smartphone/Tablet, unterschiedliche Programme oder Teile des Programms davon automatisch über die lokale Kommunikationsverbindung, bevorzugt über Bluetooth, von der Sende-/Empfangseinrichtung zum Smartphone und/oder umgekehrt geladen werden. Es wurde auch als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vor- stehenden vorgesehen ist, dass auf Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit an- geschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts zeitabhängig, bevorzugt aufgrund einer Zeittabelle im Gerät und/oder im Smartphone und/oder auf einem entfernten Server, und/oder nutzerabhängig, bevorzugt aufgrund der ID der Kommunikationsverbindung oder einer Nutzerkennung im Smartphone/Tablet, automatisch Schalt- und Steuervorgänge einge- leitet und/oder Nachrichten versendet werden und so bevorzugt bei Annäherung Licht ge- schaltet, am Haus geklingelt, Meldungen an Dritte und/oder andere Steuereinheiten verschickt werden, audiovisuelle Aufzeichnungen starten oder eine Tür selbstständig öffnet bzw. verriegelt.

Es wurde auch als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vor- stehenden vorgesehen ist, dass auf Annäherung an eine Sende-/Empfangseinrichtung mit an- geschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät Meldungen über das Smartpho- ne/Tablet und/oder andere Module, die ggfs. die gleiche Kommunikationsverbindung nutzen, an Module einer Steuerungs- oder Meldeanlage eines Gebäudes gesendet, bzw. weitergeleitet werden, wobei in den Meldungen bevorzugt enthalten sein kann: ein Zeitstempel und/oder die Kennung des Nutzers und/oder die ID der Kommunikationsverbindung und/oder die Zu- standsdaten des Steuer-/Sensormoduls bzw. Geräts und/oder lokale Umgebungsdaten, wie Temperatur, Helligkeit, Zustand einer Tür, Zustand eines (Tür-)Schlosses, und/oder Daten vom Smartphone/Tablet eines sich annähernden Nutzers.

Indem Meldungen betreffend das Smartphone, Tablet oder die andere mobile Einheit, die sich einer Sende-und Empfangseinrichtung nähert, an eine Zentrale, eine Steuerungs- oder Melde- anlage, zumindest aber an eine Speichereinheit weitergeleitet werden, kann die Sicherheit des Gesamtsystems erhöht werden, weil sich nachvollziehen lässt welche, bzw. wann sich be- stimmte mobile Einheiten nahe des Systems befanden. Dies kann den Schutz gegen Eindring- linge verbessern und das Nachverfolgen von Bewegungen eines nur für bestimmte Bereiche autorisierten Benutzers erleichtern. Es sei erwähnt, dass die übertragenen Daten gegebenen- falls verschlüsselt übertragen werden können und auch eine Fälschungssicherheit abgespei- cherte Informationen zu gewährleisten ist.

Es sei erwähnt, dass der Nutzer anhand der ID des Smartphones/Tablet identifiziert und spezi- fische Aktionen ausgelöst werden können, wie z.B. eine Tür zu öffnen oder automatisch das gewünschte Lichtszenario dieses Nutzers zu aktivieren, wenn er den Raum betritt. Diese Ak- tionen können auch zeitabhängig ausgelöst werden, so dass ein Nutzer nur zu bestimmten Zeitpunkten Zutritt erhält und sich die Tür öffnet, wenn er anhand der ED seiner Kommunika- tionsverbindung detektiert wird. Es soll erwähnt werden, dass auch die Abfrage einer Pinnummer oder eine andere Art der Identifizierung über das Smartphone/Tablet vom Nutzer oder einem Dritten zusätzlich angefordert werden kann, insbesondere auch zeitabhängig, wenn der Nutzer ausserhalb üblicher Zeiten die Tür öffnen möchte.

Zu den spezifischen Aktionen, die auf Identifikation einer Mobileinheit (und somit des die- sem typisch zugeordneten Benutzers) ausgelöst werden können, gehört insbesondere die Übertragung von Statussignalen. So kann etwa einer nach Hause kommenden Personen mit- geteilt werden, dass ein Feuchtigkeitssensor im Keller angesprochen hat, was typisch bei Wasserschaden, während Regenereignissen offenen Fenstern usw. der Fall sein wird und demnach eine entsprechende, oftmals möglichst sofortige Reaktion des Benutzers erfordert, auch wenn gegebenenfalls eine entsprechende Nachricht nicht vorab über Datenfernübertra- gung, beispielsweise per SMS, erforderlich war.

Es wurde demnach als vorteilhaft erkannt, wenn zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass bei Annäherung an eine Sende-ZEmpfangseinrichtung mit ange- schlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Geräts von einem entfernten Server über das Smartphone und dessen Kommunikationseinrichtung und/oder über das Modul/Gerät und des- sen Kommunikationseinrichtung, Programme oder Programmteile und/oder Zeittabellen und/oder Berechtigungen für den Nutzer und/oder andere Daten in das Steuer-/Sensormodul bzw. Gerät geladen werden.

Es kann also vorgesehen sein, dass im Ansprechen auf die Annäherung eines Mobilteils an ei- ne Sende- und Empfangseinrichtung Daten von einer anderen Stelle heruntergeladen werden. Die Annäherung kann wieder durch Triangulation bestimmt werden, dies ist aber nicht zwin- gend. Sie kann insbesondere durch Nahfeldkommunikation erfasst werden, etwa durch Aus- wertung der Signalstärke. Dabei ist anzumerken, dass es oftmals gewünscht ist, eine entspre- chende Annährung mit geringem Energieaufwand zu detektieren, etwa, weil das Steuer- oder Sensormodul batteriebetrieben ist. Die Übertragung von Daten von einem entfernten Server kann dann über eine andere, insbesondere schnellere Kommunikationsschnittstelle erfolgen. Der Server kann ein Internetserver sein, der über das Internet erreichbar ist, es kann sich aber auch um einen lokalen Server handeln. Vorteile eines Systems, bei welchem im Ansprechen auf die Annäherung an ein gegebenes Modul einem Gerät Daten von einem anderen Server übertragen werden, ergeben sich vor allem dort, wo eine Vielzahl von Benutzern möglicher- weise Daten benötigt und die Datenmengen eventuell erheblich sind. Eine mögliche Anwen- dung ist etwa in Museen gegeben, in welchen sich Benutzer von Exponat zu Exponat bewegen, die Annäherung an das Exponat mit einem Steuer- oder Sensormodul erfasst wird, dem Smartphone eine Kennung des Moduls übertragen wird, dem sich der Benutzer angenähert hat und das Smartphone bzw. eine darauflaufende Anwendung dann die zu dem Exponat gehö- rende Information, die das Museum bereitstellt, abruft Der Abruf selbst kann dann beispiels- weise von einem museumsinternen Server über WLAN erfolgen. Im vorbeschriebenen, spezi- fischen Beispiel kann der Benutzer eine App auf seinem Mobilgerat laufen lassen, über welche dann die entsprechenden, vom Server erhaltenen Informationen angezeigt werden können. Es ist aber auch möglich, vollständige Steuerprogramme für bestimmte Maschinen abzurufen und/oder das Mobilgerät als Gateway des Steuer- bzw. Sensormoduls am Gerat zu verwen- den, um Zugangsberechtigungen des Nutzers und dergleichen zu erfahren. Ein möglicher Ab- lauf, mit welchem sichergestellt werden kann, dass im Ansprechen auf eine Annäherung von einem entfernten Server über ein Mobilteil Programme, Programmteile, Zeittabellen, Berech- tigungen usw. in das Steuermodul geladen werden, kann aussehen wie folgt: Zunächst wird die Annäherung des Mobilgerätes an das Steuer- bzw. Sensormodul erfasst. Dies kann, wie beschrieben, durch Triangulation mit mehreren Geräten erfolgen, durch Abfrage, ob eine Feldstärke auf einem Kommunikationskanal einen bestimmten Schwellwert überschritten hat oder dergleichen. Im Ansprechen auf eine detektierten Annäherung wird dann, sofern das Steuer- bzw. Sensormodul oder andere Gerät Daten nicht selbst abruft, sondern ein Datenab- ruf über das Gerät erfolgt, eventuell die Mobilteilkennung ausgelesen und jedenfalls dem Mo- bilteil ein Datenstring bereitgestellt, den dieses unverändert oder beispielsweise zwecks Ver- schlüsselung, Umprotokollierung und dergleichen verändert, über eine zweite Schnittstelle an einen Server überträgt. Auf den Empfang des gegebenenfalls veränderten Datenpaketes wird dieser Server dann die Übertragung von Informationen an die Mobileinheit auslösen, in wel- cher die Information zwischengespeichert wird und von welchem aus sukzessive, gegebenen- falls nach Umformatierung für andere Protokolle, Umverschlüsselung usw., Informationen an das Steuer- bzw. Sensormodul übertragen werden, damit dieses dann vom Benutzer über das Mobilteil steuerbar ist. Ein solches Vorgehen hat dort Vorteile, wo sichergestellt werden soll, dass Geräte stets mit aktuellen Programmversionen bedienbar sind, wo aber der Aufwand, stets alle Steuer- bzw. Sensormodule über mögliche Berechtigungen bestimmter Benutzer zu informieren, nicht vertretbar ist oder eine Benutzung ermöglicht werden soll, bevor entspre- chende Informationen an alle bzw. zumindest das jeweils benötigte Steuer- bzw. Sensormodul übertragen wurde.

Wie vorstehend ersichtlich, ist es vorteilhaft, wenn Steuer/ Sensormodule, wie beispielsweise bevorzugt mehrkanalige Leistungssteuervorrichtungen, in der Lage sind, die Annäherung ei- nes Mobilgerätes zu erfassen, insbesondere durch Messungen unter Verwendung der Schnitt- stelle wie durch Triangulation, Signalstarken- bzw. Feldstärkenmessungen und dergleichen. Wünschenswert ist, eine solche Bestimmung einer Mobileinheitsposition auf energiesparende Weise und/oder mit geringer Belastung eines Kommunikationsnetzes durchzuführen.

Es wurde diesbezüglich als vorteilhaft erkannt, wenn ein Verfahren mit einer Vorrichtung zur Feldstärkemessung und mit einer durch eine Batterie versorgte Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät, bevorzugt einer Einheit ei- ner Gebäudesteuerung, einer Alarmanlage, einer Heizungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kaufautomaten oder einer Türöfmungsvorrichtung, auszuführen, wobei vorgesehen ist, dass die Vorrichtung zur Feldstarkemessung energiesparend und ggfs. im Zeitmultiplex betrieben wird und die Annäherung eines Mobiltelefons/

Smartphones/Tablet misst, und erst auf Annäherung die eigentliche Sende- /Empfangseinrichtung vollständig einschaltet und mit den Smartphone eine Kommunikati- onsverbindung aufbaut.

Ein energiesparender Betrieb wird zunächst dadurch ermöglicht, dass eine Sende- Empfangseinrichtung nicht kontinuierlich betrieben wird. In vielen Fällen, etwa in Gebäuden, in welchen sich nur Personen zu Fuß bewegen, wird es ausreichen, auf die Annäherung einer von einer Person getragenen Mobileinheit allenfalls im Sekundentakt, gegebenenfalls noch seltener, beispielsweise nur alle 2,5 bis 10 Sekunden zu prüfen. Abhängig davon, wie frequen- tiert ein Gebäude ist, über welchen Abstandsbereich Signale erfasst werden können (was einsichtigerweise von baulichen Gegebenheiten sowie dem jeweils verwendeten Kommunika- tionsstandard abhängt), wird innerhalb der angegebenen Zeiträume zwar eine Annäherung er- folgen können, die einen Benutzer in die Reichweite einer Kommunikationsschnittstelle bringt, ohne dass aber sofort darauf reagiert werden muss. Die eigentliche Überprüfung auf eine sich annähernde Mobileinheit wird vergleichsweise kurz sein; typisch reichen für die Ab- frage, ob sich ein Benutzer nähert, Sekundenbruchteile. Ein erster energiesparender Effekt ergibt sich somit durch einen nur zeitweise erfolgenden Betrieb. Es sei erwähnt, dass dann, wenn ein Signal erfasst wird, beispielsweise ein zunächst schwaches Signal, dort, wo bei ei- nem nur zeitweisen Betrieb unterschiedliche Intervalle möglich sind, eine Verkürzung der In- tervalle bis zur nächsten Abfrage vorgesehen werden kann. Damit wird erreicht, dass gegebe- nenfalls ein noch weit entfernter Benutzer zwar erfasst wird, aber erst dann, wenn Hinweise auf seine tatsachliche Annäherung bestehen, eine häufigere Überprüfung oder ein häufigeres Angebot, eine Kommunikation aufzubauen, erfolgt. In Fällen, in denen sich ein Benutzer in sehr großen Gebäuden kurzfristig in der Reichweite eines entfernten Sende-Empfangsmoduls befindet, wird damit verhindert, dass dies durch die bloße Annäherung über Gebuhr Energie verbraucht; zudem sinkt in frequentierten Gebäuden die andernfalls für bloße Kommunikati- onsaufbau benötigte Kanalbelegung, was bei tatsächlichem Kommunikationsbedarf die Band- breite erhöht. Gleichzeitig kann zudem in Fällen, in denen ein Benutzer sich dem Modul tat- sächlich nähert, eine durch die Verkürzung der Intervalle bis zur nächsten Kommunikation oder dem nächsten Erfassen einer Feldstärke, die Reaktionszeit verbessert werden, sodass der Benutzer auch in energiesparend betriebenen System keine langsamen Systemreaktionen er- fahrt.

Es sei weiter darauf hingewiesen, dass gerade in großen Gebäuden oftmals eine Vielzahl von Sende-Empfangseinheiten vorhanden sein werden, die eine Annäherung eines Benutzers er- fassen müssen. Wenn diese Module simultan versuchen, eine Kommunikationsverbindung aufzubauen und/oder simultan ein Gerät versucht, die Feldstärke einer Mobileinheit zu be- stimmen, während ein anderes Modul sendet, kann dies zu wechselseitigen Beeinträchtigun- gen führen. Daher ist es vorteilhaft, jedem Modul zeitmultiplexartig einen oder mehrere Zeit- slots zuzuweisen. Dort, wo sehr lange Zeiträume bis zu einer weiteren Inbetriebnahme und Abfrage vorgesehen sind, können Sende-Moduleinheiten nur jeden N.-ten Zeitslot aktiviert werden, solange kein Benutzer erfasst wird. Auf Annäherung werden dann die Anzahl ausge- lassener zugewiesener Zeitslots verringert.

Eine weitere Möglichkeit des Energiesparens besteht bei Kornmunikationsschnittstellen, die die Kommunikation auf einer Vielzahl unterschiedlicher Kanäle ermöglichen, wie bei OFDM- fähigen Systemen (orthogonal frequency division multiplexing). Bei einem solchen Verfahren muss nicht auf allen zur Verfügung stehenden Frequenzkanälen simultan die Feldstärke er- fasst werden-, es reicht, auf einigen oder einem der zur Verfügung stehenden Kanäle eine Feldstärke zu detektieren oder Annäherung nachzuweisen. Erst dann, wenn hinreichende Sig- nalstärken erfasst werden, braucht eine volle Kommunikation über möglichst viele der zur Verfugung stehenden Kanäle aufgebaut werden. Auch auf diese Weise kann gegebenenfalls Energie gespart werden.

Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass es in einer Vielzahl von Fällen sinnvoll ist, ein Steuer- und/oder Sensormodul entweder vollständig unabhängig von einer Wechselspan- nungsversorgung betreiben zu können oder aber zumindest temporär einen Ausfall überbrü- cken können. Dazu ist es einleuchtenderweise möglich, Einwegbatterien, wiederaufladbare Batterien usw. zu verwenden, mit denen wenigstens Teile einer Steuerung versorgt werden und/oder gegebenenfalls hochkapazitive Pufferkondensatoren.

Wird eine S ende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät, bevorzugt eine Einheit einer Gebäudesteuerung, einer Alarmanlage, einer Hei- zungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kaufautomaten oder ei- ner Türöffhungsvorrichtung, mit einer Batterie versorgt, wird es in der Regel sinnvoll sein, das akku- bzw. batteriebetriebene Gerät im Stromsparmodus zu betreiben. Die Überwachung eines Schaltkontakts oder eines Temperatursensors benötigt in der Regel sehr wenig Energie, aber die zur Kommunikation notwendige Sende-/Empfangseinrichtung und vor allem deren digitale Weiterverarbeitung wird in der Regel viel Energie verbrauchen, so dass bei deren Dauerbetrieb die Batterielebensdauer sehr eingeschränkt wäre. Deshalb ist es zweckmässig und bevorzugt, zumindest die Sende-/Empfangseinrichtung zeitweise abzuschalten oder in ei- nen Energiesparmodus zu versetzen, und diese dann bei Bedarf aufzuwecken bzw. einzuschal- ten.

Es sei diesbezüglich erwähnt, dass sich eine Vorrichtung zur Messung der Feldstärke in einem bekannten Frequenzband energiesparend aufbauen lässt, so dass eine solche Vorrichtung dazu benutzt werden kann, eine Annäherung einer anderen Sendereinheit, wie z.B. der Senderein- heit eines Mobiltelefons/Smartphones/Tablets, anhand des Anstiegs der Feldstärke in einem geeigneten Frequenzband seiner Kommunikationsverbindungen, wie bevorzugt Bluetooth, WLAN oder des Mobilfunks, zu detektieren, um dann die eigentliche Sende- /Empfangsvorrichtung einzuschalten und eine Kommunikationsverbindung zu dem sich nä- hernden Gerät aufzubauen.

Üblicherweise arbeiten Mobiltelefone/Smartphones im Mobilfunkbereich auf verschiedenen Frequenzbändern. Dazu kommen noch die Frequenzbänder für WLAN und Bluetooth. Des- halb kann es zweckmässig sein, auf mehr als auf einem Frequenzband nach einem Anstieg der Feldstärke zu schauen um damit eine Annäherung zu detektieren. Dort, wo OFDM-Techniken angewandt werden, können mehrere der für die OFDM-Kommunikation verwendeten Fre- quenzen herangezogen werden. Dies kann intervallartig geschehen.

Eine bevorzugte Möglichkeit ist, die Sende-/Empfangseinrichtung bzw. die Feldstärke- Meßeinrichtung nur zeitgesteuert zu betreiben und jeweils zur Suche nach einem Kommuni- kationspartner nur kurz einzuschalten. Wird kein Kommunikationspartner in der Nähe gefun- den, schaltet sich die Einheit bevorzugt für eine Sekunde ab bzw. fallt in den Energiesparbe- trieb, um dann erneut für einige Millisekunden nach einem Kommunikationspartner zu su- chen.

Werden im Übrigen solche Sende-/Empfangseinrichtung mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät, wie einer Einheit einer Gebäudesteuerung, einer Alarman- lage, einer Heizungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kaufau- tomaten oder einer Türöfrhungsvorrichtung, gestört, indem deren Funkverbindung beeinträch- tigt wird, etwa durch einen Manipulationsversuch mit einem Jammer, kann dies zudem gut daran festgestellt werden, dass die Netzwerkverbindungen zu anderen Einheiten teilweise oder ganz ausfallen. Dies könnte dann zumindest einen lokalen Alarm auslösen, der bevorzugt audiovisueller Natur sein wird und/oder die lokalen Aktoren verwendet, bevorzugt etwa durch Einschalten oder Blinken des Raumlichts oder Herauf- und Herunterfahren der Rollos.

Es wurde demgemäß als vorteilhaft erkannt, wenn zusätzlich und/oder alternativ zu dem vor- stehenden vorgesehen ist, dass das Verfahren mit mehreren Sende-/Empfangseinrichtungen mit angeschlossenem Steuer- und/oder Sensormodul bzw. Gerät ausgeführt wird, bevorzugt Einheiten einer Gebäudesteuerung, einer Alarmanlage, einer Heizungssteuerung, einer Brandmeldeanlage, eines Haushaltgeräts, eines Kauf automaten und/oder einer Türöfrhungs- vorrichtung, wobei jede einzelne Sende-/Empfangseinrichtung bei teilweiser Störung oder Ausfall der Kommunikationsverbindung signalisiert, und zwar den anderen Sende- /Empfangseinrichtungen, und/oder die Störung/ den Ausfall dem Nutzer signalisiert, bevor- zugt durch eine audiovisuelle Meldung oder durch die lokalen gesteuerten Verbraucher, wie bevorzugt durch Einschalten oder Blinken des Raumlichts oder Auf- und Abfahren der Rol- los.

In einem weiteren Aspekt wird - unabhängig von anderen Aspekten beanspruchbar, weil für sich womöglich erfinderisch, vorteilhaft aber auch in Kombination mit anderen beschriebenen Aspekten und Merkmalen- erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Annäherung des Nutzers an die lokale Einrichtung anhand der drahtlosen Kommunikationsverbindung zwischen beiden bestimmt wird. Die Kommunikationsverbindung wird dabei gleichzeitig zur Entfernungs- und/oder Geschwindigkeitsbestimmung des Nutzers bezogen auf die lokale Sende- /Empfangseinrichtung bzw. des angeschlossenen und zu bedienenden Steuer- und/oder Sen- sormoduls herangezogen. Die Bestimmung der Annäherung kann bevorzugt durch Messung der Feldstarke der Kommunikationsverbindung zwischen Smartphone und lokaler Einrich- tung, vorzugsweise von beiden Seiten aus, geschehen, als auch durch bekannte Entfernungs- messverfahren anhand der Signallaufzeit zwischen Mobileinheit wie Smartphone und der Sende-/Empfangseinrichtung. Auch eine zweite Kommunikationsverbindung könnte zur Ent- fernungsmessung herangezogen werden.

Die gleichzeitige Bestimmung des Abstands von z.B. Smartphone zu mehreren Sende- /Empfangs- Einrichtungen ermöglicht die Triangulation und Positionsbestimmung des Smartphones in Relation zu den Sende-/Empfangseinrichtungen. Dies kann dazu verwendet werden, ein in der Nähe des Smartphones gelegenes Steuer- und/oder Sensormodul zu identi- fizieren, ohne dass dieses selbst über eine Nahbereichs- Empfangseinrichtung verfugen muss, um dann automatisch das zugehörige Bedienmenü dieses Moduls oder Gerätes zu laden und/oder zu aktivieren.

Zwecks Triangulation wird dann bevorzugt die Signalstarke oder ein anderes

entfemungsindikatives Signal zu mehreren Gegenstationen bestimmt und daraus ein Aufent- haltsraum bzw. Aufenthaltspunkt bestimmt Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang aber zunächst darauf, dass eine Messung über die Signalstärke zwar besonders einfach implemen- tiert werden kann, dass aber die Bluetooth - oder anderen Funksignale letztlich hochfrequente Signale darstellen, so dass sie ohne weiteres zur Messung von Abständen genutzt werden können. Per se wird dem Fachmann einsichtig sein, dass eine Entfernung zunächst insoweit über Laufzeiten eines hochfrequenten Signals von einem Sender zu einem Empfänger und bzw., als Roundtrip-time nach Rücksendung eines Signals, ohne weiteres messbar ist. Es wird auch einsichtig sein, dass in Systemen, bei welchen auf ein ausgesendetes Signal nicht einfach eine Rejektion erfolgt, wie dies bei einem Echolot der Fall ist, sondern bei welchem statt eines Echos ein Antwortsignal erzeugt wird, die beim antwortenden Empfanger benötigte Ver- zögerung der Antworterzeugung berücksichtigt werden muss. Da aber eine solche Antwort ohne Weiteres in physikalischen Schichten der Kommunikationsschnittstelle, d.h. ohne Beein- trächtigung durch Software und damit Betriebssysteme generiert werden kann, wird diese Zeit praktisch konstant sein und daher kann diese Verzögerungszeit, die nicht laufstreckenabhän- gig ist, sondern von Verzögerungen in der Elektronikschaltung bedingt, leicht berücksichtigt werden. Diese Latenzzeit könnte beispielsweise fabrikseitig ausgemessen und einer Gegen- stelle explizit mitgeteilt werden. Ggf. könnte sogar eine Taktfrequenzabhängigkeit der Verzö- gerung, d.h. die Abhängigkeit der Verzögerung von der Taktfrequenz des antwortenden Ele- mentes berücksichtigt werden, beispielsweise durch Feststellung der Sendefrequenz. Sind die Frequenzen genau messbar, wird überdies auch eine Bewegung bzw. deren Geschwindigkeit per se, beispielsweise durch Erfassungen von Dopplerverschiebungen in den Signalen erfass- bar. Insbesondere dort, wo eine Kommunikation mit mehreren Gegenstellen zu Zwecken der Triangulation erfolgt, können dabei besonders hohe Genauigkeiten erzielt werden.

Es sei aber erwähnt, dass sich Geschwindigkeiten ggf. auch anders feststellen lassen, bei- spielsweise durch die Veränderung der Signalstärken oder anderer entfernungsindikativer Signale mit der Zeit. Die Erfassung von Bewegungen, sei es über Dopplerverschiebungen, die Erfassung von entfemungsindikativen Signalen über der Zeit und Betrachtung von deren Än- derungen mit der Zeit, beispielsweise von radiosignalstärkeindikativen Daten ist auch deshalb vorteilhaft, weil damit die Annäherung eines Benutzers erfasst werden kann. Dies ist etwa dort vorteilhaft, wo ein Benutzer sich einer Tür nähert, die ihm geöffnet werden soll. Indem die Annäherung an die Tür erfasst wird, kann in vielen Fällen, etwa wenn ein Gang nur auf eine Tür zufuhrt, bereits frühzeitig eine Öffnung eingeleitet werden. In anderen Fällen, wenn etwa ein Gang an einer Tür vorbei fuhrt, sodass anfänglich noch unklar ist, ob der Benutzer aktuell durch die Türe treten muss und sie ihm dafür zu öffnen ist, oder ob er an der Türe vor- bei geht, kann ausgewertet werden, ob er in der Nähe der Türe, was für Benutzer, die in einem Raum treten wollen, typisch ist, seine Schritte verzögert. Es kann also zur Bedienung einer- seits die Position, andererseits die Annäherungsgeschwindigkeit und überdies auch die Be- schleunigung eines Benutzers in der Nähe einer Gegenstelle berücksichtigt werden. Diese sind auch durch wiederholte Messungen abstandsindikativer Signale und Quotientenbildung bestimmbar.

Es sei erwähnt, dass in bestimmten Fällen, wie bei Kommunikation über Bluetooth, zwar für die Positionsbestimmung Vorteile erhalten werden, wenn eine Kommunikation mit vielen Gegenstellen erfolgt, dass aber die Verwendung vieler Gegenstellen den Nachteil hat, dass zu diesen jeweils ein Kommunikationskanal aufgebaut werden muss.

Der Aufbau eines Kommunikationskanals muss dabei ausgehandelt werden und gerade in um- fangreichen Systemen kann es passieren, dass durch das Vorhandensein sehr vieler Sender und Empfanger ein solcher Kommunikationsversuch durch die Kommunikationsversuche an- derer Teilnehmer gestört ist Daher wird typisch mit einem Zeitschlitzverfahren gearbeitet, d.h. es wird immer wieder versucht, eine Kommunikation aufzubauen und dann eine be- stimmte Zeit abgewartet, bis mehr oder minder zufallig ein Zeitschlitz gefunden wird, indem gerade keine anderen Teilnehmer den Kommunikationsaufbau stören. Besonders vorteilhaft ist es hierbei für die Erfindung, wenn der Abstand zwischen zwei Versuchen eines Kommuni- kationsaufbaus abhängig von der Annäherung an den Empfänger gewählt wird.

Es sei daraufhingewiesen, dass eine Annäherung an einem Empfänger gerade, aber nicht nur dort, wo eine Triangulation möglich ist und/oder insbesondere auch Signalstärken zu vielen Empfangern nach Ablaufen eines Gebäudes zu berücksichtigen sind, eine Positionsbestim- mung noch weiter verbessert werden kann durch Berücksichtigung von Signalen von Be- schleunigungsmessern in Mobiltelefonen oder dergleichen. Ggf. kann auch eine an einem Mobilteil bestimmte Ausrichtung ausgewertet werden, was nicht nur vorteilhaft ist, um zu- sätzlich zu entfernungsindikativen Daten herangezogen zu werden, sondern auch, um eine be- stimmte Funktionalität zu gewährleisten. Aus dem vorstehenden wird ersichtlich sein, dass es möglich ist, die Annäherung eines Benutzers an ein oder mehrere Gegenstellen, sowie die Po- sition eines Benutzers relativ zu mehreren Gegenstellen festzustellen. Es sei daraufhingewie- sen, dass es demnach möglich ist, eine Position insbesondere serverfrei, d.h. lokal festzustel- len. Dies kann nun zu verschiedenen Zwecken genützt werden. Es ist hier bereits diskutiert worden, dass ein System auf Erkennen einer Kennung Schalter gemäß Benützerpräferenzen konfigurieren kann, wenn ein bestimmter Benutzer in den Raum kommt. Hier ergeben sich weitere Verbesserungen.

Es wird jetzt möglich, lokal bestimmte Reaktionen zu veranlassen. Dies sei an verschiedenen Beispielen erläutert. Dabei sei betont, dass die erfindungsgemäße Mehrkanallei stungssteuer- vorrichtung mit geringem Aufwand so ausgerüstet werden kann, dass sie nicht nur mehrkanal- fahig ist, sondern auch besonders gut kommunizieren kann. Die beschriebenen Reaktionen sind insoweit zwar unabhängig von der Verwendung einer Mehrkanalleistungsvorrichtung implementierbar, aber gleichwohl dort besonders leicht erzielbar und vorteilhaft. Viele Gerate wie beispielsweise Telefone können mit einer Zentrale kommunizieren. Wenn in einem Raum ein Telefon fest installiert ist, das Signale drahtlos empfangen kann, die anzeigen, dass sich eine bestimmte Person im Raum befindet, wird es in einer bevorzugten Variante so aus- gebildet, dass es in einer Zentrale eine Umleitung von Anrufen für diesen Benutzer anfordert. Ggf. kann dazu das jeweilige Telefon beim Benutzer anfragen, ob an ihn umgeleitet werden soll. In gleicher Weise können etwa Tür-Klingelalarme in den entsprechenden Raum und/oder zu dieser Person umgeleitet werden. Dies ist auch in Privathäusern von großem Vorteil. Zu- gleich kann die Ortung wie vorstehend beschrieben verbessert werden.

Es sei in diesem Zusammenhang hingewiesen unter anderem auf die DE 102009052952.7, die einen Präsenzmelder zeigt, wobei mittels WLAN eine Fernkommunikation ermöglicht wird und bei Anwesenheit, die auf automatisiertes In-Kontakt-Treten mit einem Empfanger erkannt wird, bestimmte Stromverbraucher in ihrem Betriebszustand verändert werden. Es wird auch verwiesen auf die WO 01/31619 AI, welche die Übertragung von standortspezifi- schen Informationen betrifft und erwähnt, dass ortspezifische Informationen sowie angeblich "sämtliche für die Kommunikation notwendigen Signale" als Bluetooth-Signal übertragen werden können. Dass ein Benutzer bei einem Informationswiedergabemittel lokalisiert wird und ihm parameterabhängig lokal bestimmte Informationen wiedergegeben werden, ist aus der WO 2010/063280 bekannt.

Diese Schriften zeigen aber jedenfalls nicht, dass und wie bevorzugt Anrufe weitergeleitet werden, nachdem eine angerufene Person innerhalb eines Gebäudes mit kurzreichweitigen Signalen lokalisiert wurde. Dies geschieht in einer bevorzugten Variante der Verbesserung ei- ner Haustechnikanordnung zunächst dadurch, dass ein Benutzer lokalisiert wird. Bevorzugt kann dies anrufunabhängig geschehen. Sofern ein bestimmter Benutzer aktuell nicht lokali- siert ist, wird bevorzugt an ein Standardgerät wie das Telefon im üblichen Büro des Mitarbeiters oder einen festen Anrufbeantworter weitergeleitet werden.

Hierfür sind Standardeinstellungslisten abzuspeichern.

Darüberhinaus wird nun erfindungsgemäß eine zweite Liste geführt, welche Bluetooth- Identifikationsnummern oder andere Funkgerätekennungen der Mitarbeiter den spezifischen Mitarbeitern zuordnen. Besonders bevorzugt ist es, hier eine Liste zu haben, welche die Funk- signalkennungen eines Mitarbeiters seiner internen Durchwahl zuordnet. Es ist dann eine Stu- fe vorzusehen, welche auf das Erkennen der Mitarbeiterposition entfernt von seinem Stan- dardbüro bzw. allgemein auf die Lokalisation des Mitarbeiters reagiert und es ist eine Liste vorzusehen, an welcher die Durchwahlen bzw. die Ansprechkennungen für bestimmte Büros bzw. Geräte vermerkt ist. Auf das Erkennen der Position einer Bluetooth-ID kann dann unter Rückgriff auf die erste Liste der Mitarbeiter erfasst werden und hierzu die Durchwahl be- stimmt werden. Sollen Anrufe an diese Durchwahl vermittelt werden, wird aus der weiteren Liste jenes Gerät bestimmt, bei welchem sich die dem Mitarbeiter zugeordnete Bluetooth-ID gerade lokalisieren lässt und an ein geeignetes, dieser Lokalisation nahes Gerät durchgestellt Damit erfolgt eine automatische Anrufumleitung.

Es ist besonders bevorzugt, wenn die Umleitung wieder aufgehoben wird, sobald der Mitar- beiter sich aus dem Raum beispielsweise aus einem Gastbüro entfernt. Da es nicht wün- schenswert ist, für sehr kurze Pausen, in denen der Mitarbeiter sich z.B. einen Kaffee holt, die Umleitung aufzuheben, wohl aber wünschenswert ist, die Umleitung aufzuheben, wenn der Mitarbeiter das Gastbüro dauerhaft verlassen hat, können Umleitungsaufhebungen davon ab- hängig sein, dass sich der Benutzer eine bestimmte Zeit nicht mehr in dem Gastbüro aufhält und/oder sich besonders weit davon entfernt hat.

Es sei erwähnt, dass ein solches Vorgehen insofern ein hohes Maß an Abhörsicherheit ergibt, als keine Anrufe auf Mobilteile geleitet werden müssen, die ggf. nicht abhörsicher sind, son- dern etwa ein Festnetzgerät verwendet werden kann. Dies schont zugleich die Akkulaufzeit von Mobilteilen und gewährleistet eine gleichbleibend hohe Audioqualität.

Zudem sind auch Bluetoothgeräte oder andere leichtortbare Geräte verwendbar, die selber kein Mikrophon benützen.

In gleicher Weise ist es auch möglich, bestimmten Personen ein Klingelsignal von einer Türe weiterzuleiten. Es sei daraufhingewiesen, dass, wie eingangs erläutert, in einer bevorzugten Variante der Dimmer einen letztlich digitalen Eingang besitzt. Wird ein solches Element als Zwischenstück für eine Klingeltaste verbaut, kann eine Zutritt suchende Person - nach Art ei- nes Morsesignals - durch unterschiedliche Tastdauern bzw. Tastpausendauern bei mehrfacher Tastbestätigung eine spezifische Person in einem Haushalt anklingeln. Angesichts der Größe üblicher Familien wird es möglich sein, nicht nur jedem Familienmitglied in einem Haushalt einen dedizierten Klingelton zuzuordnen, sondern auch die Möglichkeit zu geben, mehrere häufige Besucher mit eigenen Tastcodes wie„kurz-lang-kurz-lang" oder„lang-lang-kurz" oder„lang-kurze Pause- sehr lang" etc. zu kodieren. Solche Codes werden angelernt d.h. es kann unter eine Liste mit solchen Codes gespeichert werden. Damit ist einerseits leicht ohne weitere Maßnahmen eine bestimmte Person im Haushalt zu informieren und andererseits die- ser auch mitzuteilen, wer für diese Person Zutritt sucht. Dies erlaubt es, ein spezifisches Klin- gelsignal zunächst dem jeweiligen Bewohner zuzusenden, d.h. an dessen gemäß Lokalisation bestimmten, aktuellen Aufenthaltsort im Haus - also etwa nur dem Keller oder dem Dachbo- den - zuzuleiten und erst beim wiederholten Klingeln ggf. andere Benützer anzuläuten.

Zudem kann eine Zeitsteuerung implementiert werden, um etwa bestimmte Besucher nach dem zu Bett bringen der Kinder abzuweisen oder dergleichen. Weiter sei erwähnt, dass ggf. dort, wo ein Benützer anhand einer Bluetooth-H) erkannt wird, ein Klingelsignal ohnehin spezifisch für diesen Benützer ausgewählt werden kann. Es ist auch möglich, einen bestimm- ten, durch Dauern einer Tasten- Betätigung eingegebenen Code nur dann als solchen zu er- kennen, wenn simultan auch ein Funkkennungssignal empfangen wird, das dem jeweiligen Benützer, dem der Code zugeordnet ist, ebenfalls zugeordnet wird. Es wird also mit anderen Worten ein Benutzer evtl. nur dann erkannt, wenn er etwa seine Smartwatch trägt. (Dies ist vorteilhaft gegenüber einer reinen Erkennung und Festlegung des Klingeltons nur anhand der Funkkennung, wenn etwa der Besucher je nach Anlass unterschiedliche Personen im Haus be- sucht.) Andernfalls wird eine herkömmliche Klingelsignalerzeugung veranlasst, was vorteil- haft ist, wenn etwa Dritte wie Paketboten oder dergleichen zufallig einen per se vergebenen Code benutzen.

Es sei erwähnt, dass ggf. auch - und dies gilt auch für Benutzung innerhalb eines Hauses, - ei- ne Auswertung von Gesten erfolgen kann, um bestimmte Steuersignale und/oder Klingelsig- nale auszulösen. So kann etwa nahe eines Lichtschalters gefordert werden, dass ein Mobilteil schnell, z.B. mit einer Frequenz von 2 - 4 Hertz durch Drehen der es haltenden Hand, oder durch Schütteln bewegt wird, damit ein Licht geschaltet wird. In einem solchem Fall umfasst die Haustechnikanordnung demnach in einer bevorzugten Variante eine Gestenerkennung, ei- ne Lokalisierungsstufe zur Lokalisierung eines Gerätes mit dem bzw. bei dem eine Geste aus- geführt wird, und eine Datenübertragungsschnittstelle zur Übertragung von Steuerdaten an ei- ne Schnittstelle bevorzugt unter Verwendung jener Signale, bzw. jener Kommunikationsmittel, mit denen auch die Lokalisierung erfolgt. Interessant hierbei ist auch und vor allem, dass ein und dieselbe Geste zur Steuerung unterschiedlicher Geräte im Ansprechen auf eine Loka- lisierung und/oder eine erfasste Annäherung erfolgen kann.

Es sei erwähnt, dass es besonders bevorzugt ist, neben Standardfunktionen, die typisch an Schaltern wie Lichtschaltern implementiert sind, die Lokalisations- und/oder Bewegungs- und/oder Beschleunigungsabhängig erfolgende Steuerung für zumindest auch - Komfort - beziehungsweise Erweiterungsfunktionen zu nützen. Im Übrigen sei erwähnt, dass einerseits der Kommunikationsstandard nicht auf Bluetooth beschränkt ist, hier aber besonders vorteil- haft ist, weil Bluetooth zwar kurzreichweitig ist, aber anders als etwas RFID keine nahezu be- rührende Annäherung erfordert, so dass mit mehreren Empfangern in einer typischen Installa- tion simultan bzw. sequenziell kurz nacheinander und wiederholt sequenziell in Kommunika- tion getreten werden kann.

Was die oben erwähnte Bestimmung von Entfernungen über Laufzeiten bzw. Dopplereffekten angeht, so sei daraufhingewiesen, dass insbesondere dann, wenn mit einer Vielzahl von Ge- genstationen trianguliert wird, indem nicht Echosignale rückerfasst werden, sondern Laufzei- ten nach Umsetzung des Signals und Antwort über eine physikalische Schnittstellenebene, die dort benötigt werdenden zusätzlichen, entfernungsunabhängigen Zeiten umso besser herausgerechnet werden können, je mehr Triangulationsdaten vorliegen, insbesondere, wenn die Fixpunkte ebenfalls miteinander kommunizieren und dabei entsprechende abstandsindika- tive Signale erzeugen, um Abstände zu bestimmten.

Dass derartige Triangulationsdaten auch vorteilhaft sind, um sich gegen "BluetootbJD"- Diebstahl durch Abhören der Bluetooth-ED an einem Ort, übertragen der Bluetoothld über weite Strecken und Nutzen an einem anderen Ort zu verteidigen, sei erwähnt.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Lokalisation von Benutzern dann, wenn mit der Haus- technikanordnung bzw. dem Gesamtsystem und/oder einen einzelnen, zur Steuerung befähig- ten Mobilteil wie einem Smartphone berücksichtigt wird, ob mehrere Benutzer simultan an einem gegebenen Ort sind oder nicht. Dies kann einerseits ausgenützt werden, um die Geräte bestimmter Benutzer dann zu priorisieren, wenn etwa Eltern und Kinder in einem Raum sind und die Anwesenheit erfasst und bestimmt wird, durch wen etwa Helligkeitsänderungen des Raumlichtes, des Lautstärkeänderungen von Audio- Videogeräten zu beeinflussen sind. Die simultane Lokalisation kann lokal erfolgen, dass heißt, es kann mit einem Gerät, von dem aus bedient werden soll, abgefragt werden, ob eine Bluetooth-ID oder andere Funkkennung in der Nähe lokalisiert ist, die eine höhere Benützerberechtigung besitzt, um lokal schon die Benüt- zung eines Menüs zu verhindern. Alternativ kann von einem höher priorisierten Benutzer ak- tiv und/oder durch schlichte Detektion seiner Anwesenheit, d.h. seiner Lokalisation an be- stimmten Geräten wie Lichtschaltern oder Audio- Videogeräten usw. eine Betätigung durch Dritte untersagt werden.

Auch wäre es möglich, die gemeinsame Lokalisation zur Realisierung von Einzelschleusen, wie sie etwa in Flughäfen vor Passkontrollen oder Sicherheitskontrollen sinnvoll sind, zu nut- zen. In sicherheitsrelevanten Bereichen kann mit zusätzlichen Sensoren eine ergänzende Prü- fung vorgenommen werden, falls gewünscht, um Fälle zu unterscheiden, bei denen ein einzel- ner Benutzer mehrere Funkkennung ausstrahlende Geräte mit sich trägt, und zwar von Fällen, in denen mehrere Benutzer jeweils nur ein Gerät tragen. In gleicher Weise ist es möglich, Zu- tritt zu Räumen nur dann zuzulassen, wenn eine Person sich in Begleitung befindet. Dies kann in sicherheitsrelevanten Laboratorien vorteilhaft sein, um die Gesamtsicherheit gegen Unfälle von einzelnen Personen zu erhöhen.

Es wurde vorstehend schon erwähnt, dass es vorteilhaft ist, wenn bestimmte elektrische Ver- brauche einerseits über einen fest eingebauten Schalter bzw. Taster bedient werden können, der etwa in Form des vordiskutierten Dimmers am Ort einer üblichen Unterputzdose realisiert wird und andererseits eine Steuerung über ein Smartphone möglich ist.

Es sei diesbezüglich erwähnt, dass es häufig möglich ist, eine direkte Bedienung über das Mobilteil zuzulassen, etwa wenn eine Rollladensteuerung nachgerüstet wird, die selbst ein Bluetooth-fähiges Modul am Rollladenmotor umfasst und einen damit für feste Benützungen an einer vorhandenen Unterputzdose kommunizierenden, tastergesteuerten festinstallierten drahtlosen Taster bzw. Schalter umfasst. In einem solchen Fall kann ggf. die Kommunikation unmittelbar zwischen den Mobilteil und der Rollladensteuerung erfolgen. Man hat demnach eine besonders direkte Verbindung von Smartphone zu Verbraucher, wobei keine Relaisstati- on oder Rechner und Netzwerke vorhanden sein müssen. Dass dies im Übrigen auch gilt, d.h. eine Zusatzrechnerfreie Betätigung möglich ist, wenn mit einem elektrischen Verbrauchen wie einem Rollladen über dessen herkömmlich (drahtlos)zu bedienenden Standard-Taster kom- muniziert wird, sei erwähnt

Es wurde, auch in den unter Bezug genommenen, vollumfänglich zu Offenbarungszwecken eingegliederten Dokumenten erwähnt, dass es vorteilhaft ist, Taster bzw. Schalter und/oder zugeordnete Dimmer und dergleichen so türnah anzuordnen und mit Sensorein bzw. - ausgängen vorzusehen, die zusätzlich realisiert sein können, bzw. die unter Heranziehung der vorhandenen Eingänge wie Tastereingänge ralisiert sein können, vorteilhaft ist.

Als Sensoren brauchen nicht nur die Türzustände wie„Tür offen",„Tür verriegelt" oder„Tür unverriegelt geschlossen" erfassende Sensoren verstanden werden, sondern es ist auch mög- lich, weitere Sensoren vorzusehen. In einer besonders bevorzugten Variante wird dies genützt, um eine einfach zu konfigurierende und gleichwohl besonders sichere Alarmanlage preiswert bereitstellen zu können. Zu diesem Zweck wird ein kommunikationsfähiges Modul bereitge- stellt, dass eine Vielzahl von Sensoren umfasst, die insbesondere auch zu anderen Zwecken bevorzugt einsetzbar sein können, und wobei die Module bevorzugt auf unterschiedliche Art und Weise miteinander kommunizieren können. Dies sei beispielhaft an einem Fenstermodul zur Anbringung an einem Fensterrahmen, insbesondere unauffällig an einer Fensterrahmen- kante und/oder rahmennah auf einer Scheibe beschrieben.

In einer besonders bevorzugten Ausfuhrungsform besitzt ein solches Fenstermodul zunächst wenigstens zwei Batterien, zwischen welchen automatisch umgeschaltet werden kann, sofern eine momentan verwendete Batterie erschöpft ist. In einem solchen Fall wird die Umschal- tung dann, und bevorzugt nur dann, erfolgen, wenn eine Batterie nahezu erschöpft ist und die andere Fallbackbatterie noch genügen Ladespannung besitzt. Um dies zu gewährleisten, können ggf. während Betriebs der ersten Batterie regelmäßig Überprüfungen durchgeführt wer- den, ob die zweite Batterie nicht zu stark entladen ist, was aufgrund der Selbstentladung durchaus passieren kann, sodass durch die regelmäßig Überprüfungen im Bedarfsfall tatsäch- lich genügend Energie aus der Zweitbatterie zur Verfügung steht.

Vorgeschlagen wird daher unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Alarmsensor zur drahtlosen Übertragung eines Alarmzustandes an wenigstens eine Gegenstel- le mit einer batteriebasierten Energieversorgung, wobei dieser so ausgestaltet ist, dass der Sensor zumindest zwei separate, zu seiner Versorgung ausreichende Batterieanordnungen aufweist und ein Mittel zur Auswahl einer der Batterieanordnungen vorgesehen ist, das derart ausgestaltet ist, dass von den Batterieanordnungen eine betrieben wird und die andere als Re- serve dient, und ein Reservezustand während des Alarmsensorbetriebes an die Gegenstelle übermitelt wird. Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspek- ten der Erfindung beanspruchbar, sowie mit vorteilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestaltungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich al- leine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbildungen beanspruchbar und erfinderisch ist.

Es sei des weiteren betont, dass eine solche Batterieanordnung zwar vorliegend am Beispiel von Alarmmodulen erörtert wird, dass aber Vorteile ganz prinzipiell für jedwede Art von bat- teriebetriebenen oder zumindest im Notfall wie einem Stromausfall batteriebetriebenen Modulen erhalten werden und demnach dieser Aspekt der Erfindung nicht allein auf Alarmmodu- le anwendbar ist, wenngleich er dort einsichtiger Weise besondere Vorteile bietet.

Es kann vorgesehen sein, dass dann, falls eine Batterie als erschöpft oder für eine zumindest kurz- bis mittelfristige Notversorgung wie eine Versorgung des Moduls über einige Tage oder Wochen unzureichende Restkapazität vorliegt, eine Meldung abgesetzt wird. Bereits dies er- höht die Funktionssicherheit des Moduls für Alarmanlagen und dergleichen ganz massiv. Überdies hat der Benutzer im Regelfall deutlich verlängerte Fristen, bis ein Batteriewechsel zur Funktionsgewährleistung unumgänglich wird. Eine bevorzugte Fenstermodulanordnung zu Alarmzwecken ist zusätzlich und/oder alternativ so ausgebildet, dass eine Mitteilung abge- setzt wird, wenn die Batterie erschöpft ist.

Als erschöpft ist eine Batterie bzw. ein Akku jedenfalls dann anzusehen, wenn die Ausgangs- spannung einen bestimmten Wert linterschreitet. Gegebenenfalls kann zur Überprüfung, ob eine Batterie erschöpft ist, die Ausgangsspannung auch praktisch lastfrei bestimmt werden. Dies hat den Vorteil, dass gegebenenfalls nicht nur die Erschöpfung einer ersten, aktuell be- nutzten Batterie erfasst werden kann, die unter zumindest partieller Last ausgemessen werden kann, sondern dass auch die Ersatzbatterie gegebenenfalls auf Erschöpfung überprüft werden kann. Dies ist vorteilhaft, weil es bei Batterien (was insoweit gleichgesetzt wird mit wiede- raufladbare Batterien) sowohl zu einer allmählichen Selbstentladung als auch zu einer Alte- rung oder dergleichen kommen kann, was gegebenenfalls dazu fuhren kann, dass eine als Re- serve vorgesehene Batterie gar nicht benutzbar ist oder dass die Reservebatterie nicht so lange hält wie erwünscht. Vorteilhaft ist daher, auch die Reservebatterie unter allenfalls geringer Belastung regelmäßig zu überprüfen. Es sei angemerkt, dass im Regelfall eine Meldung abge- setzt wird, wenn die bei allenfalls geringer Last ermittelte Ausgangsspannung der Batterie auf ein Absinken der Spannung gegenüber einer frischen Batterie bereits hindeutet, aber noch da- von aus gegangen werden kann, dass auch etwa in einem Alarmfall, in welchem ein Alarmge- ber Schall- und/oder Leuchtsignale erzeugen soll, was eine vergleichsweise hohe Batteriebe- lastung ergibt, noch eine hinreichend große Ausgangsspannung zur Verfugung steht. Gegebe- nenfalls kann vorgesehen werden, jedenfalls dann, wenn ein Alarmzustand signalisiert wird, die erste und die zweite Batterie parallel zu betreiben, weil jedenfalls dann ausreichend Leis- tung zur Verfugung stehen muss und in einem solchen Fall die simultane Belastung beider Batterien unkritisch gegenüber dem Ausbleiben des Alarmsignals wäre.

Es wird einsichtig sein aus dem Vorstehenden, dass dieser Aspekt der Erfindung baulich so umgesetzt werden kann, dass an einem Steuer-Sensormodul Anschlüsse für zwei separate, se- parat für die Versorgung ausreichenden Batterien vorgesehen sind. Es wird eine Anordnung vorgesehen sein, mit welcher die Ausgangsspannung aus jeder Batterie unabhängig erfasst werden kann und es wird eine Sollwert- Vergleichsstufe vorgesehen sein, um ein batterieausgangsspannungsindikatives Signal zu vergleichen mit einem für eine Batterieaus- gangssollspannung indikativen Signal. Es sei daraufhingewiesen, dass dies mit konditionier- ten Signalen möglich ist, beispielsweise digital gewandelten Spannungen, wobei die Digital- werte gegen einen Vergleichswert mit einer Logikschaltung verglichen werden und/oder dass etwa analog ein Komparator vorgesehen sein kann. Weiter wird eine Kommunikationseinheit vorgesehen sein, die dazu ausgebildet ist, im Ansprechen auf ein für eine Batterieerschöpfung indikatives Signal eine diesbezügliche Information an eine Gegenstelle zu übermitteln. Die Übermittlung kann bevorzugt über die gleichen Kanäle geschehen, über welche ansonsten ebenfalls mit einer Gegenstelle kommuniziert wird.

Im Hinblick darauf, dass ein zu häufig erforderlicher Batteriewechsel als unbequem empfun- den wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Batterieversorgung gerade bei Alarm- modulen, aber auch bei anderen autarken Modulen über mehrere Tage, typisch viele Wochen bis über mehrere Monate hinweg ausreichen wird, insbesondere dort, wo Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs etwa zu Kommunikationszwecken oder Abstandmess- zwecken ergriffen werden, sodass es im Regelfall ausreicht, auf eine Batterieerschöpfung al- lenfalls im Abstand mehrerer Stunden, typisch einmal täglich, zu prüfen.

Bevorzugt ist ein Alarmfenstermodul für einen Stromsparbetrieb ausgelegt, mit dem allenfalls zyklisch im Bereich bevorzugt mindestens einiger Sekunden Wiederholfrequenz dem System und/oder anderen Sensoren die eigene Funktionsfahigkeit mitgeteilt wird. Ein solches System ist im Standbybetrieb besonders stromsparend und wird bevorzugt durch Aktivieren, d.h. an- sprechen eines seiner Sensoren aus dem Schlaf- in den Wachzustand versetzt. Viele Sensoren bzw. Sensormodule können so aufeinander bezüglich der Kommunikationszeitpunkte unterei- nander synchronisiert werden, um Kommunikationsversuchskollisionen zu vermeiden. Dies kann durch zyklisches paarweises Kommunizieren erfolgen, sofern kein Alarmzustand zur Aufhebung einer solchen Synchronisation führt.

Als Sensoren kommen insbesondere ein Magnetkontakt für die Überwachung der Fensterstel- lung (z.B. auf geschlossen, verriegelt, offen, gekippt) in Frage. Weiter können Mikrophone vorgesehen sein, um Einbruchgeräusche wie Glasklirren, Türaufbruch usw. detektieren zu können. Auch das Aufbrechen von Türen ist im Regelfall mit charakteristischen Geräuschen verbunden. Weiter kann etwa ein Radarsensor oder IR-Abstandssensor zum Erkennen von Personen vor dem Fenster im Alarmmodul angeordnet werden. Vorteilhaft ist hier, wenn von der Gebäudeinnenseite her Vorgänge an der Außenseite erfasst werden können. Dies ist durch Rahmen hindurch möglich. Sofern nicht besonders unempfindliche Mikrophone aus Kosten- gründen gewählt werden, können diese ggf. auch zur Erfassung von Sprachsignalen aus dem Raum verwendet werden, etwa um diese für Kommunikationszwecke weiterzuleiten.

Ein Temperatursensor ist vorteilhaft, weil bei Einbruch oftmals schnelle Temperaturanderun- gen auftreten, insbesondere dann, falls im Gebäudeinneren im Winter geheizt oder im Som- mer gekühlt wird. Durch Abgleich mit anderen Sensoren wie Fensteröffhungssensoren zur Er- fassung des Fensterzustandes kann abgeschätzt werden, ob ein Temperatursensor aufgrund ei- nes offenstehenden Fensters plötzlich eine Temperaturänderung erfahrt oder ob etwa nach ei- nem mit einem Mikrophon erfassten Geräusch, das als einbruchsindikativ gelten kann, eine Temperaturänderung erfasst wird.

Ob ein bestimmtes Geräusch als einbruchsindikativ gelten kann, wird im Regelfall von ver- schiedenen Dingen abhängen. So ist etwa in Nachtphasen in bestimmten Räumen einer Woh- nung nicht mit Geräuschen zu rechnen, sodass gleichwohl erfasste Geräusche per se als kri- tisch einzustufen sind. Zudem können impulsartige Geräusche oder klirrende Geräusche auf- grund ihres Frequenzspektrums (mit vielen hohen Frequenzkomponenten des Klirrens) bzw. ihrer Dauer (bei impulsartigen Geräuschen) als kritisch angesehen werden, weil sie womög- lich auf die Überwindung einer Barriere gegen Eindringen, etwa durch Aufstellen von Fens- tern oder Türen oder das Einschlagen von Fenstern hindeuten. Hingegen können gleichmäßi- ge, relativ leise Geräusche, die lang andauern, auf Hintergrundgeräusche aus dem Straßenver- kehr gedeutet werden usw. Es kann vorteilhaft sein, an einer bestehenden Stelle über einen bestimmten Zeitraum typische Geräusche zu erfassen und insbesondere hinsichtlich ihres Fre- quenzspektrums und ihrer Dauer als Beispiele für unkritische Geräusche heranzuziehen. Eine Gerauschdiskriminierung muss nicht aufwändig sein und braucht keine große Rechenleistung zu erfordern. Hochfrequente Anteile können ohne weiteres entweder an einem digitalisierten Signal mit geringem Rechenaufwand bestimmt werden oder durch analoge Filterung. Ebenso ist es problemfrei möglich, die Dauer, während welcher ein Geräusch einen bestimmten Pegel überschreitet, mit geringstem Aufwand zu erfassen. Damit kann auch bei energiesparend zu betreibenden Modulen eine Ausweitung der Geräusche vorgesehen werden.

Es sei diesbezüglich erwähnt, dass es schon für dieses Ausfuhrungsbeispiel besonders bevor- zugt ist, wenn ein einzelnes Fenstermodul mit einer Mehrzahl anderer, vergleichbar aufgebau- ter Fenstermodule kommuniziert Dies vermeidet, dass rein lokal bedingte Effekte auftreten bzw. als Fehlalarme erfasst werden. In einer bevorzugten Variante umfasst das Fenstermodul zusätzlich und alternativ auch noch einen Helligkeitssensor, mit dem plötzliche Verschattungen erfasst werden können, die am Tag auf die Anwesenheit einer Person hindeu- ten. Es ist möglich, einerseits ein Modul auf eine Verschattung hin zu aktivieren und anderer- seits zeitabhängig auf eine unerwartete Belichtung hin zu aktivieren. Unerwartet wird insbe- sondere dann eine Helligkeitsänderung, insbesondere Helligkeitssteigerung sein, wenn eine geringe Resthelligkeit erfasst wird, die auf eine nächtliche Tageszeit hindeutet. Es sei er- wähnt, dass es hier besonders vorteilhaft ist, eine Zeiteinheit im Fenstermodul vorzusehen, wobei diese nicht zwingend an eine Absolutzeit unmittelbar selbst gekoppelt sein muss, son- dern es ausreicht, eine Systemzeit eines Gesamtsystems oder eine abgeschätzte Realzeit oder dergleichen am Fenstermodul vorzusehen.

In einer weiter bevorzugten Variante hat das Fensteralarmmodul zusätzlich und/oder alterna- tiv einen Infrarotsensor eingebaut, wodurch es besonders effizient auch als Brandmelder ar- beiten kann.

Es sei erwähnt, dass bei herkömmlichen Alarmanlagen oftmals Fehlalarme als besonders stö- rend angesehen werden. Derartige Fehlalarme können verschiedene Ursachen haben. In einem System, in welchem ein Alarm ausgelöst wird, wenn entweder eine durch Heizen hohe Tem- peratur innerhalb einer Wohnung kurzfristig nach unten abfallt, was gegebenenfalls auf das Öffnen einer Türe durch einen Eindringling hindeutet, in welchem Lichtschranken innerhalb der Wohnung aufgebaut sind, durch welche Eindringlinge laufen werden und in welchem Vibrationen an Scheiben erfasst werden, um ein Einbruch zu detektieren, können Fehlalarme auftreten, etwa weil ein Benutzer ohne Deaktivierung der Alarmanlage durch die Licht- schranke läuft, weil er ohne Deaktivierung ein Fenster zum Lüften öffnet oder weil beispiels- weise ein Vogel heftig gegen eine mit Vibrationssensor versehene Scheibe fliegt. In jedem einzelnen Fall wird ein Alarm ausgelöst. Derartige Fehlalarme können vermieden werden, wenn gefordert wird, dass wenigstens zwei mögliche Alarmgründe kurz nacheinander erfasst werden. So kann etwa das Unterbrechen einer Lichtschranke dann als kritisch angesehen wer- den, wenn zuvor eine Vibration an der Scheibe erfasst wurde. Es versteht sich, dass für eine derartige Diskriminierung von Fehlalarmen und Alarmen die Sensoren Informationen über er- fasste Ereignisse kommunizieren müssen. Weiter ist einzusehen, dass es bevorzugt ist, wenn in einer Steuerung vorgegeben werden kann, welche Bedingungen gemeinsam auftreten müs- sen, damit ein Alarm ausgelöst wird. Es ist insoweit vorteilhaft, mehrere unterschiedliche Be- dingungen auswerten zu können, und diese Bedingungen auf unterschiedliche Sensoren zu stützen, weil damit einerseits eine Umgehung eines Alarmsystems schwieriger wird und ande- rerseits gegebenenfalls nach aufgetretenen Fehlalarmen sukzessive eine Verbesserung bei- spielsweise durch Nachinstallation von Sensoren oder Verandern von Regeln verbessert wer- den kann.

In einer weiter bevorzugten Variante ist das bevorzugte Fenstermodul alternativ und/oder zu- sätzlich mit einem stromsparenden Leuchtmittel wie einer LED versehen, um einerseits eine Notbeleuchtung realisieren zu können und ggf. auch, als Signalgeber im Haus zu dienen. Wo dies der Fall ist, und wo überdies ein Helligkeitssensor oder dergleichen vorgesehen ist, be- steht insbesondere die Möglichkeit, dass mehrere Fenstermodule miteinander über gepulste Lichtsignale kommunizieren. Dazu kann es ggf. ausreichen, wenn nicht einmal eine direkte Sichtverbindung besteht, sondern lediglich so starke Helligkeitsschwankungen erfasst werden, dass diese als solche über einem Hintergrund gut erfassbar sind. Es ist dann bevorzugt, wenn jedes Fenstermodul mit gleicher Taktung für die Signalübertragung blinkt, und auf die Erfas- sung von Helligkeitsanderungen zunächst in einem Modul eine Zeitlang überprüft wird, ob eine wiederholte Helligkeitsänderung mit zunehmender bzw. abnehmender Helligkeit mit der erwarteten Taktung beobachtet wird. Auf diese lock-in-artige Technik wird eine Übertragung zwischen Fenstermodulen auch unabhängig von einer durch sogenannte Jammer leicht zu stö- renden Funkverbindung ermöglicht. Es sei erwähnt, dass entweder ein reines An/Ausblinken für die Signalübertragung verwendet werden kann, insbesondere dann, wenn die evtl. mit dem Helligkeitssensor erfasste Grundhelligkeit hoch ist und/oder eine Grundhelligkeit mit der LED vorgesehen werden kann, auf die die getakteten Signale aufmoduliert sind.

Es sei im Übrigen erwähnt, dass dort, wo optisch durch Blinken über einen tatsächlichen oder möglichen Alarmzustand informiert wird, eine Aufmodulation von Daten vorgesehen werden kann. So ist es etwa möglich, eine Sensor-Identifikation auf Lichtsignale aufzumodulieren, um anzugeben, wo ein Sensor anspricht und/oder welche Sensorart angesprochen hat.

Die LEDs in den Fenstermodulen dienen einerseits als Notbeleuchtung, etwa bei Ansprechen des Brandmelders, andererseits aber auch zur Abschreckung eines Eindringlings, was beson- ders effizient ist, wenn mehrere Fenstermodule optisch oder auf andere Weise etwa durch Funksignale miteinander kommunizieren und bei Einschalten der Beleuchtung an einem Fenstermodul veranlasst wird, dass auch andere Fenstermodule ihre Leuchtmittel erregen.

Dies fuhrt zu einer insgesamt abschreckend hohen Helligkeit, auch wenn ein einzelnes Fens- termodul nicht sonderlich hell leuchten wird.

Eine weitere Anwendung für die Erregung der LED besteht als gezielter Signalgeber, etwa um eine Person mit verringerten Hörvermögen über klingelnde Besucher zu informieren, und/oder verabredete Kurzsignale an andere Bewohner eines Hauses zu senden, etwa um Kinder zum Essen zu rufen. Für solche Zwecke ist es vorteilhaft, wenn die Signale ggf.

meshartig übertragen werden, weil damit ggf. auch größere Reichweiten überbrückt werden. Dies ist auch und gerade in Etagenwohnungen vorteilhaft, wo nicht gerufen werden soll, weil sich in einem Mehrparteienhaus andere Parteien gestört fühlen könnten und wo etagenweise Funkverbindungen wie Bluetooth besser funktionieren als zwischen durch Betondecken ge- trennten Etagen. Es sei im Übrigen erwähnt, dass es sehr leicht möglich ist, bestimmte Blue- tooth-Geräte einzubinden, nämlich etwa indem in einem Mobilteil Listen jener Sen- der/Empfänger aufgenommen werden, denen sich das Mobilteil besonders genähert hat und dann diese Listen jeweils ergänzt werden. Auf diese Weise kann einem Gerät mitgeteilt wer- den, dass und welche andere Geräte für die Kommunikation zugelassen werden können.

Was die Fenstermodule oder Türmodule mit Mehrfachsensoren angeht, so ist auch vorteilhaft, alternativ und/oder zusätzlich einen durch Rahmen oder Türblätter hindurch wirksamen Ra- darsensor vorzusehen, um Personen vor einem Fenster zu erkennen und ggf. im Ansprechen einen Alarmzustand zu erkennen.

Es sei erwähnt, dass es bevorzugt ist, wenn anhand eines Radarsensorsignals die Größe eines Objektes bzw. mehrerer Objekte vor dem Fenster und/oder deren Bewegung auf ein Fenster zu und/oder vom Fenster weg erkannt werden können. Dazu kann etwa ausgewertet werden, ob das Echosignal besonders groß ist, also eine bestimmte Schwelle überschreitet. Ein großes Signal spricht für ein nahes Objekt respektive ein großes Objekt. Dies lässt sich gegebenen- falls auch ohne Bezugnahme auf Laufzeiten, Dopplerverschiebung usw. erkennen. Weiter können Laufzeiten erfasst werden und/oder Dopplerverschiebungen, um Bewegungen bzw. Entfernungen abzuschätzen. Es ist auch mit einfachen Mitteln möglich, kleinere, gegebenen- falls schnell bewegte Objekte, etwa nahe eines Fensters sich bewegende Tiere wie Katzen oder Vögel, zu unterscheiden von großen Objekten, die sich langsam nähern, wie Menschen.

Bevorzugt ist ein zu Alamierungszwecken ausgebildetes Fenstermodul in der Lage, eine aktu- elle, tatsächliche oder grob genäherte Tageszeit und/oder ein Datum zu erfassen. Dies erlaubt es, etwa nachts zu typischen Einbruchzeiten anders zu reagieren, als zu Zeiten, in denen ty- pisch Bewohner eines Hauses anwesend sind. Auch können unkritische Zeiten definiert werden, in denen Dritte sich von außen ohne Alarmauslösung nähern dürfen, beispielsweise um Gärtnern oder Fensterputzen ein

Tätigwerden ohne Alarm zu ermöglichen.

Es wurde vorstehend schon daraufhingewiesen, dass Fehlalarme besonders gut vermieden werden können, wenn die Signale mehrerer, gegebenenfalls auch unterschiedliche Größen er- fassende Signale gemeinsam ausgewertet werden. Eine Möglichkeit, Fehlalarme zu vermei- den, kann darin bestehen, die Annäherung von Dritten dann zuzulassen, wenn diese identifi- zierbare Mobilteile mit sich tragen, was allgemein dafür spricht, dass der Träger der mobilen Einheit im System bekannt ist Gegebenenfalls kann einleuchtender Weise auch in solchen Fällen eine PIN Eingabe oder dergleichen verlangt werden.

Dass ggf. für bestimmte Sensorsignale wie Fenstervibrationen eine Alarmierung dann ausge- setzt werden kann, sei erwähnt, etwa wenn die Funk- oder Bluetoothkennung eines vom Fens- terputzer verwendeten Smartphones bekannt ist. Bevorzugt ist aber in jedem Fall, wenn we- nigstens die Annäherung unbekannter, d.h. nicht vorab registrierter Bluetooth-Sender proto- kolliert wird, um später zu Einbrüchen ggf. entsprechende Informationen bereitstellen zu kön- nen. Es ist vorteilhaft, wenn derartige Informationen an wenigstens einige wenige Geräte in- nerhalb des Netzes, das als Meshnetzwerk aufgebaut sein kann, übertragen werden. Dies ist auch mit langsamer Kommunikation möglich, weil die entsprechenden Datenmengen sehr klein sein. Durch die Übertragung wird es sinnlos, einzelne Geräte zur Spurvemichtung außer Funktion zu setzen.

Es sei erwähnt, dass Einbrüche häufig als Einbruchsserien erfolgen und ganze Nachbarschaf- ten über einen Zeitraum weniger Tage ausgeraubt werden. Die entsprechenden ausgeraubten Gebäude werden im Regelfall ausgekundschaftet. Dies kann einerseits genutzt werden um, ggf. auch automatisiert auf Wunsch der Benutzer oder vollautomatisch durch ein Sicherheits- überprüfungssystem festzustellen, ob die in einer bereits Überfallenen und ausgeraubten Woh- nung erfassten Kennungen auch in gefährdeten anderen Gegenden erfasst wurden. Überdies können unmittelbar beim Einbruch erfasste IDs zur sofortigen Alarmierung und ggf. auch Ab- setzen eines Alarms an eine Zentrale wie eine Polizeistelle genutzt werden. Im Übrigen ist es auch möglich, mit derartigen Modulen Aktivitäten im Inneren zu beobachten. Dies kann vor- teilhaft sein, um die Sicherheit von Bewohnern eines Hauses zu erhöhen, wobei bevorzugt mehrere Zustände unterschieden werden, beispielsweise das Fehlen eines Aktivitätshinweises über einen bestimmten Zeitraum hinweg, was daraufhindeutet, dass ein Bewohner beispiels- weise hilflos am Boden liegt; Aktivität während eines bestimmten, eigentlich als aktivitätsfrei erwarteten Zeitraumes, was beispielsweise der Fall ist, wenn trotz Abwesenheit aller Benützer eines Haues Aktivität beobachtet wird und, von besonderer Bedeutung, weil von besonderem Vorteil, Aktivität kurz vor Ruckkehr und ordnungsgemäßer Einleitung einer Benützung wie ordnungsgemäßer Einleitung einer Türöffnung. Eine Aktivität kurz vor einer solchen ord- nungsgemäßen Benützung spricht dafür, dass erst vor kurzem Fremde eingedrungen sind. Es können entsprechende Warnungen ausgegeben werden, die dazu beitragen, dass ein Bewoh- ner sich durch die Begegnung mit Einbrechern gefährdet.

Die beschriebene Alarm anordnung als Haustechnikanordnung ist dann besonders vorteilhaft, wenn über wenigstens einen, bevorzugt mehrere unterschiedliche Kommunikationskanäle ein Kommunikationsaufbau mit anderen Einheiten insbesondere anderen Alarmmodulen erfolgen kann; und/oder wenn mehrere Sensoren im Fenstermodul vorhanden sind und diese gemein- sam ausgewertet werden, um durch unterschiedliche Hinweise auf unerwünschte Eindringlin- ge und dergleichen eine erhöhte Sicherheit gegen Fehlalarme zu gewährleisten, was wiederum dazu führt, dass dann noch auftretende Alarme tatsächlich ernst zu nehmen sind. Es wird ein- zuschätzen sein, dass es vorteilhaft ist, einzelne oder alle der beschriebenen Vorteile in einem Fenstermodul zu implementieren. Es sei auch erwähnt, dass ein Fenstermodul dazu ausgebil- det sein kann, einen über Funk kommunizierenden Sender zu aktivieren, um netzbasiert Licht zu schalten. Auch dies kann ggf. zur Signalübertragung getaktet erfolgen. Dass eine akusti- sche Alarmierung vom Fenstermodul selbst ausgehen kann durch geeignete akustische Sig- nalgeber und/oder über andere Geräte auf Anforderung hin, sei erwähnt. Es sei auch erwähnt, dass bevorzugt ist, das Alarmmodul zu synchronisieren mit anderen Geräten, um zumindest näherungsweise gleiche Zeiten der Module nach vorheriger Einstellung zu gewährleisten. Als näherungsweise gleiche Zeiten wird angesehen, wenn gemeinsam verwendete Module allen- falls wenige Minuten Tageszeitdifferenzen besitzen und, sofern ein Datum implementiert ist, außer gegen Mitternacht das gleiche Datum besitzen.

Es sei erwähnt, dass ein Alarmsensor zur drahtlosen Übertragung eines Alarmzustandes an wenigstens eine Gegenstelle mit einer batteriebasierten Energieversorgung bevorzugt so aus- gestaltet ist, dass der Sensor zwei separate, zu seiner Versorgung ausreichende Batterieanord- nung aufweist und ein Mittel zur Auswahl einer der Batterieanordnungen, das derart ausge- staltet ist, dass von den Batterieanordnungen eine betrieben wird und die andere als Reserve dient und ein Reservezustand während des Alarmsensorbetriebs an eine Gegenstelle übermit- telt wird. Es sei überdies erwähnt, dass dort, wo in einem entsprechenden Modul wie einem Fenstermodul sowohl Mikrophone als auch akustische Signalgeber, insbesondere ggf. auch lediglich kleine Lautsprecher vorgesehen sind, eine Gegensprechanlage oder ein sogenanntes Babyphone zur Kinderüberwachung realisiert werden kann. In einem solchen Fall wird selten eine hohe Audioqualität erforderlich sein, sodass ggf. mit der Anordnung in beschränkter Bandbreite ausreichend Signale übertragen werden, um Eltern über ein Unwohlsein des Kin- des zu informieren oder eine Kommunikation zu ermöglichen. Es ist im Übrigen auch mög- lich, eine entsprechende Verbindung zwischen einem - ggf. lokalisierten elterlichen Benutzer - und einem bestimmten, typisch fest im Kinderzimmer installierten Modul als„Gegen- sprechanlage" zu realisieren, die, bei älteren Kindern, auch nur dann aktiviert werden muss, wenn sehr große Lautstärken im Zimmer erfasst werden, was beispielsweise daraufhindeutet, dass ein Kind unmittelbar in das Mikrophon spricht. Eine Implementierung als Wecker durch Leuchtsignale und/oder akustische Signale aus dem Lautsprecher sei ebenso erwähnt wie die Möglichkeit, Durchsagen als Broadcast-Durchsagen an eine Vielzahl oder alle angebundenen Stationen zu ermöglichen. Dies erlaubt auch in größeren Gebäuden eine praktisch verzöge- rungsfreie Übertragung von Signalen wie Zeitgongs, Ansagen und dergleichen.

Erwähnt sei auch, dass durch Übertragung von Rufsignalen bestimmte Notfunktionen wie Notschließfunktionen für Türen bei Amoklauf in einem öffentlichen Gebäude möglich sind; dies gilt insbesondere dort, wo eine Haustechnikanordnung mit Türschließern verbunden ist. Weiter sei erwähnt, dass mit dem vorbeschriebenen Alarmmodul auch die Alarmierung externer Einheiten wie Polizeidienststellen oder Wachdiensten ohne weiteres möglich ist. Für ei- nen solchen Zweck muss das Einzelmodul nicht zwingend selbst mit einer langreichweitigen Schnittstelle wie einer GSM oder UMTS-Schnittstelle verbunden sein. Es wird im Regelfall reichen, wenn eine kurzreichweitige Verbindung, beispielsweise über Bluetooth zu einem in der Nähe befindlichen Smartphone aufgebaut wird, das seinerseits bereits für die Kommuni- kation mit entfernten Gegenstellen und somit zur Verwendung als Gateway ausgerüstet ist, sei es über WLAN oder über Funktelefonnetze die UMTS und GSM. Soweit Notrufe abgesetzt werden sollen, ist dafür nicht einmal eine kostenpflichtige Verbindung erforderlich, was wie- derum die Benützung abgelegter Mobiltelefone ermöglicht, sofern diese für das Absetzen standardisierter Nachrichten programmiert bzw. konfiguriert werden können, eine geeignete kurzreichweitige Schnittstelle aufweisen und eine langreichweitige Telefonnetzverbindung oder WLAN-Verbindung aufzubauen in der Lage sind. Es sei erwähnt, dass eine Synchronisierung von Einheiten selbst dort möglich ist, wo kein re- gelmäßiger Austausch mit anderen Einheiten möglich ist, etwa beispielsweise bei an Garten- toren montierten Einheiten. Wenn diese außerhalb der Reichweite anderer, beispielsweise in einem Haus benutzter kurzreichweitig kommunizierender Geräte wie Bluetooth-Geräten an- geordnet sind, kann eine Synchronisation immer dann erfolgen, wenn ein Benutzer mit einem Mobilgerät das Gartentor passiert. Dabei sind zwei Arten der Synchronisation möglich. Zum einen kann - quasi blind - eine Synchronisation auf die Zeit des Mobilelementes eines Smartphones erfolgen, ggf. lediglich dann, wenn dieses per se an der entsprechenden Stelle bekannt ist; vorteilhaft ist allerdings, wenn eine Synchronisation derart vorgenommen wird, dass zunächst das Mobilteil zeitlich abgeglichen wird auf die anderen Geräte eines Systems. Dies kann ggf. auch ohne Umstellung der Zeit ins System oder Mobilteil erfolgen, beispielsweise durch Vermerk von Daten, die daraufhinweisen« dass ein Mobilteil wie ein Smartphone gegenüber der Systemzeit um mehrere Minuten, beispielsweise drei Minuten vorgeht. In die- sem Fall sind also alle hausinternen Zeiten drei Minuten hinter der Mobiltelephonzeit.

Alternativ kann eine Synchronisation nicht durch Übertragung von einer Zeit des

Smartphones einerseits und andererseits der Angabe, wie weit die Smartphonezeit von der Systemzeit abweicht, erreicht werden, sondern indem unmittelbar die aus aktueller

Smartphonezeit und im Smartphone bekannter Abweichung bestimmte Systemzeit an das zu synchronisierende Modul übertragen wird.

Es kann wünschenswert sein, einen Zeitversatz zwischen Smartphonezeit und Systemzeit zu belassen. Dem Smartphone wird dann z.B. mitgeteilt, dass es drei Minuten von der verwende- ten Systemzeit abweicht und die Richtung der Abweichung wird ebenfalls mitgeteilt. Wenn dieses Smartphone am entfernt angeordneten, mit den restlichen Geräten des Systems nicht mehr direkt über die drahtlose kurzreichweitige Verbindung kornmunikations fähigen Element wie einem mittels vorgeschriebenen Dimmer realisierten Klingelmodul vorbeigefuhrt wird, kann dieses synchronisiert werden durch Übertragung von einerseits der Smartphonezeit und andererseits der Angabe, wie weit die Smartphonezeit von der Systemzeit abweicht. Da die entsprechende Kommunikation ohne Weiteres sicher zu verschlüsseln ist, wird eine sichere Synchronisation auf das Restsystem gewährleistet. Die Zeit wird also, wie dies auch mit ande- ren Daten möglich ist, bevorzugt durch rucksackartige Übertragung von Daten auf besonders günstige Weise synchronisiert. Dass eine Synchronisation auch anders möglich ist, wurde dis- kutiert. Es sei erwähnt, dass die Übertragung wegen einer bevorzugten Variante nicht daran gebunden ist, dass ein ganz bestimmter Benutzer die Daten mittels seines Mobilteils an eine außerhalb der Standardreichweite liegenden Station transportiert und dort - ggf. ohne sein Wissen und Zutun nach lediglich vorheriger Installation einer entsprechenden Applikation bzw. seines Bekanntmachens im System die Daten überträgt. Vielmehr reicht es, wenn der entsprechende Benutzer zufällig ausgewählt ist. Für die Aktualisierung von Systemen kann dies dazu fuhren, das nicht sicher ist, ob ein Benutzer, dem Daten, welche an einer entfernten Station benotigt werden, übertragen wurden, tatsächlich zu dieser gelangt sind, insbesondere innerhalb einer bestimmten Zeit. Daher ist es vorteilhaft, wenn entsprechende, an eine entfernte Station zu übertragende Daten einer Vielzahl, insbesondere zufälligen Benutzem übertragen wird, insbe- sondere allen Benutzern bzw. deren mitgefühlten Mobilteilen, und zwar bevorzugt mit einem Zeitstempel oder anderen Indikator, wann der oder die zufallig ausgewählten Benutzer die Daten für die Übertragung erhalten haben.

Es kann dann sicher gestellt werden, durch Mitübertragung der entsprechenden Zeitdaten oder an die entfernte Station beim Vorbeigehen der zufälligen Benutzer daran, dass eine Reaktion der entfernten Station, beispielsweise eine Aktualisierung nur dann erfolgt, wenn die Daten nicht bereits überholt oder veraltet sind, was durch Mitabspeichern eines„Mindesthaltbar- keitsdatum" oder Vergleich mit einer Versionsnummer oder dergleichen festgestellt werden kann. Wenn valide Daten an die entfernte Station übertragen werden, kann diese gegenüber weiteren, folgenden Benutzern entsprechend reagieren, d.h. die Datenübertragung an den ers- ten zufalligen Benutzer vom festen System aus erfolgt nicht ausschließlich, damit diesem eine besondere Benutzung gestattet wird oder ermöglicht wird. Es sei im Übrigen erwähnt, dass nach einer Aktualisierung einer entfernten Station ggf. an dieser passierende Benutzer, die sich in Richtung des entfernten Systems bewegen, eine Mitteilung in Datenform auf der Mo- bilteil gespeist werden kann, um anzuzeigen, dass eine weitere Aktualisierung nicht erforder- lich ist. Damit können ggf. bereits an zufällige Benutzer übertragene Daten entwertet werden oder gelöscht werden und ggf. sogar stattdessen andere Daten übermittelt werden, was gerade bei umfangreichen Systemaktualisierungen von Vorteil sein kann.

Es sei weiter erwähnt, dass mit einer Haustechnikanordnung bzw. einem Haustechniksystem Vorteile erhalten werden, wenn zusätzlich oder alternativ jeder mobile Nutzer respektive die funkfahigen Geräte, die sich identifizieren lassen, jedes Nutzers registriert werden. Dies kann ggf. automatisch und/ oder mit einer Teilnehmernummer geschehen. Eine Registrierung einer Vielzahl von Nutzern kann für die statistische Auswertung herangezogen werden .Einerseits kann zu einem einzelnen Benutzer eine statistische Erfassung seines Zeitprofils erfolgen, et- was um festzustellen, wann einzelne Benutzer ein Firmengebäude betreten; hier kann interes- sant sein, festzustellen, ob eine momentane Lokalisierung einem typischen Profil entspricht, d.h. das einem bestimmten Benutzer zugeordnete Mobilgerät tatsächlich auch kurz nach Be- treten eines Finnengeländes in seinem Büro lokalisiert wird, was dafür spricht, dass der Be- nutzer tatsächlich arbeitet, oder ob dieses Gerät eine Zeitlang an Stellen verbleibt oder zu- nächst an eine andere Stelle gebracht wird, weil ein Kollege zu Täuschungszwecken lediglich das Mobilgerät mitgenommen hat.

Neben einer Einzelprofilerfassung sind aber auch statistische Auswertungen ganzer Gruppen vorteilhaft. So können in Kaufhäusern Kundenstrome erfasst werden. In Gebäuden wie Schu- len kann ermittelt werden, ob unerwartete Bewegungen stattfinden, etwa weil in Panik gerate- ne Schulklassen sich mit hoher Geschwindigkeit in die Gange bewegen, was zu schnellen Bewegungen vieler Personen außerhalb üblicher Pausenzeit fuhrt. Vorliegend wird also eine statistische Auswertung von In-Haus-Benutzerbewegungen, insbesondere unter Berücksichti- gung typischer Bewegungshistorien, vorgeschlagen, um bestimmte Reaktionen zu erzeugen. So ist es möglich, in einem solchen Fall entweder sofort Alarm auszulösen oder eine zur Alarmauslösung befugte Person, beispielsweise im Schulsekretariat zu einer Überwachung aufzufordern, beispielsweise durch Blick auf einen Uberwachungsmonitor. Es ist auch mög- lich, Warnungen auszusprechen, wenn bestimmte Bereiche betreten werden, wie Keller, Funktionsräume usw., sofern die Personen dazu nicht vorab registriert und zugelassen sind. Sofern anzunehmen ist, dass, insbesondere aufgrund des Zurücklegens unerwarteter Wege ei- ne Person in einem Gebäude die Orientierung verloren hat, kann eine Übertragung einer Ge- bäudekarte unter Angabe der Lokalisierung der Person und, ggf. eines vorab eingegebenen oder abgefragten Ziels, wie einer Raumnummer übertragen werden. Es ist möglich, allgemein nach dem Aufenthalt unbekannter bzw. registrierter Personen und/oder Objekte zu suchen, zu fragen, welche Benutzer, ggf. zu welcher Zeit, gemeinsam anwesend sind oder waren und es können benutzerabhängige Szenarien wie etwa Musik, Licht, Lüftung, Klima und/oder Klin- geltöne geschaltet werden. Zudem sind bestimmte Zonen zu sperren, entweder durch reine Zeichen, wie Ampelzeichen oder faktisches Sperren von Durchgängen. Die entsprechenden Möglichkeiten können gemeinsam oder einzeln genutzt werden. Weiter ist es möglich, zu verlangen, das bestimmte Personen mehrere Mobilgeräte, beispiels- weise eine Smartwatch und ein Smartphone tragen, damit sie ohne Probleme in Bereiche ge- langen können oder diese verlassen können. Dies ist vorteilhaft, weil es unwahrscheinlich ist, dass ohne Gewalt mehrere Geräte gleichzeitig abhanden kommen oder entwendet werden.

Entsprechend kann ggf. ein Alarm ausgelöst werden. Ein Alarm kann auch ausgelöst werden, wenn sich eine Person zu schnell bewegt, oder schneller als sonst, insbesondere schneller als die Person sich typisch bewegt und/ oder in Begleitung von mehreren Personen eine zu schnelle Bewegung erfolgt. Überdies kann es sinnvoll sein, ein Signal zu erzeugen, wenn sich eine Person entgegen einer typischen Wegrichtung bewegt. Dies ist etwa auf großen Geländen wie Flughäfen vorteilhaft, wo Passagierströme sich typisch in eine einzige feste Richtung, beispielsweise von einem Flugzeug, das gerade gelandet ist, zu einer Passkontrolle hin, bewe- gen.

Es wird aus dem Vorausstehenden ersichtlich sein, dass es besonders vorteilhaft ist, dass die Konfiguration besonders einfach ist und insbesondere keine Signalübertragung erforderlich ist, die IP-Adressen erfordert usw. Es sei im Übrigen erwähnt, dass dort, wo große Daten- mengen übertragen werden müssen und/ oder eine schnelle Übertragung erforderlich ist, ggf. für kritische Applikationen mehrere Geräte wie mehrere GSM-fähige Telefone parallel für die Datenübertragung benutzt werden können, was dort vorteilhaft ist, wo noch veraltete Funkte- lefonnetze existieren.

Es sei weiter das Folgende angemerkt:

Vorgeschlagen wird unter anderem gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Verfah- ren zur Bestimmung der räumlichen Position einer Baugruppe, die dicht zusammen mit anderen Baugruppe angeordnet ist, wobei die Baugruppe einen optischen Signalsequenzgeber aufweist, wobei das Verfahren so ausgestaltet ist, dass der optische Signalsequenzgeber zur Erzeugung einer die Baugruppenidentifizierung ermöglichenden Signalsequenz erregt wird, eine Bildfolge aufgenommen wird, die optische Signalsequenz in der Bildfolge ermittelt wird und die Baugruppenposition in der Bildfolge anhand der ermittelten Signalsequenz bestimmt wird. Dieser Aspekt ist zusätzlich mit einem, mehreren oder allen anderen Aspekten der Er- findung beanspruchbar, sowie mit vorteilhaften Ausbildungen derselben bzw. mit Ausgestal- tungen, die für sich mit anderen Aspekten vorteilhaft sind, ebenso wie er für sich alleine bzw. alleine mit seinen vorteilhaften Ausbildungen beanspruchbar und erfinderisch ist. Eine solche Ausgestaltung ist in einem Gesamtsystem vorteilhaft und auch ohne weiteres bei einer Leistungssteuervorrichtung wie einem Mehrkanaldimmer einsetzbar und vorteilhaft.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn bei dem vorteilhaften Verfahren zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorstehenden vorgesehen ist, dass ein Verfahren für eine Baugruppe, die ei- nen Nahfeldempfanger aufweist, so ausgestaltet ist, dass vor der Aufnahme der Bildsequenz ein näherungsindikatives Signal mit dem Nahfeldempfanger empfangen wird, die Signalse- quenzerzeugung auf den Empfang des naherungsindikativen Signals ausgelöst und der opti- sche Signalgeber mit der die Baugruppenidentifzierung ermöglichenden Signalsequenz auf- genommen wird.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorste- henden vorgesehen ist, dass ein Verfahren für eine Baugruppe, die konfigurierbar ist, so aus- gestaltet ist, dass Konfigurationsinformation während der oder zeitlich nahe zur optischen Signalsequenzerzeugung insbesondere mit den Nahefeldsignalen übertragen wird.

Es wurde als vorteilhaft erkannt, wenn dabei zusätzlich und/oder alternativ zu dem vorste- henden vorgesehen ist, dass ein Verfahren so ausgestaltet ist, dass mehrere Baugruppen si- multan eine optische Signalsequenz erzeugen, zu jedem Modul die zugehörige Signalsequenz an die Bildaufhahmevorrichtung übertragen wird und bei der Bildfolgenauswertung berück- sichtigt wird.

Vorstehend wurde bereits erörtert, dass eine Konfiguration insbesondere dadurch erfolgen kann, dass sich mit einem Mobilgerät einen fest installierten Element sehr nahe genähert wird, wobei bei entsprechender Erfassung der Abstände durch Signalstärke oder andere Methoden ein Konfigurationsmodus in sowohl einem Mobilteil-Programm als auch bei einem fest instal- lierten Modul ausgelöst werden kann. Dies ist vorteilhaft bei leicht erreichbar angeordneten Systemen, jedoch nicht ohne weiteres praktikabel dort, wo sehr viele Module eng beieinan- derliegen, etwa dort, wo eine Dimmeranordnung nicht in einer Unterputzdose verwendet wird, sondern als Hutschienenmodul in einem Schaltschrank neben vielen anderen entspre- chenden Hutschienenmodulen. Ebenso ist es unpraktisch dort, wo bestimmte Module nur schlecht erreicht werden können, etwa weil sie oberhalb einer von einem Benutzer erreichba- ren Höhe verbaut sind.

Daher wird es bevorzugt, wenn ein bestimmter "Zuordnungsmodus" aktivierbar ist in einem mit Kamera ausgerüsteten Mobilgerät wie einem Smartphone. Ein solcher "Zuordnungsmo- dus" kann zur Suche nach einem einzelnen Modul nur dieses zum Blinken veranlassen oder aber einen ganzen Satz von Modulen, die dann simultan zugeordnet werden können.

Die zu konfigurierende Gegenstelle wird in einem solchen Fall typisch wenigstens eine zur Aussendung einer Blinkfolge geeignete LED besitzen. Die Blinkfolge der LED wird so ge- wählt sein, dass binnen kurzer Zeit eine Modulnummer wie eine BluetoothlD durch Blinken übertragen werden kann.

Es reicht dann, einen kurzen Videofilm von einer Anordnung aufzunehmen, innerhalb des Filmes das Blinken zu erkennen und dem die LED tragenden Modul zuzuordnen. Danach kann, falls gewünscht, aus dem Videofilm heraus ein Standbild generiert werden und die Grenze des oder jedes blinkenden Module darin insbesondere z.B. durch Kantendetektion er- mittelt werden, so dass die Umrisse des blinkenden Moduls im Bild markiert werden können. Damit sind die jeweiligen Module in einem Bild identifiziert und können und beispielsweise bei Anzeige des Standbildes auf dem Smartphone-Bildschirm angeklickt und somit ausge- wählt werden. Es können so auch schlecht erreichbare Module und/oder viele eng beieinander angeordnete Module leicht ausgewählt und identifiziert werden.

Dies ist auch dort vorteilhaft, wo eine ordnungsgemäße Dokumentation komplexer Anlagen und/oder von deren Konfigurationen erforderlich ist, beispielsweise in komplexen Industrieanlagen wie Fertigungsstrassen, Walzstrassen, Kraftwerken, Industrieanlagen usw.

Die einzelnen Hutschienenmodule und dergleichen können später gegebenenfalls auch ei- neindeutig aus einer Schaltzentrale ohne direkten Kontakt angesprochen werden, beispiels- weise durch Übermittlung des die Modul identifizierenden, anklickbaren Bildes vom Mobil- teil an die Zentrale und durch spätere Auswahl eines Moduls durch Anklicken im in der Zent- rale angezeigten Bild. Dies gilt, wenn entsprechende Kommunikationswege, beispielsweise über LAN- Verbindungen mit TCP/IP Protokoll oder dergleichen vorgesehen sind und/oder die Module beispielsweise über ein Meshnetzwerk erreichbar sind.

Die Dokumentation kann durch automatisches Abrufen und/oder Abspeichern einer letzten Konfiguration, Informationen über Konfigurationsänderungen und gegebenenfalls Angaben zu denjenigen, die die Konfiguration geändert haben bzw. zu deren Mobilgeräten erstellt wer- den.

Dass bei sehr großen Anlagen gegebenenfalls die Bilder eines aufgenommenen Videos gestitched werden können und dass auf Vibrationen der gegebenenfalls handgehaltenen Ka- mera bei der Analyse von Blinkssignalen im Video kompensiert werden kann, sei der Voll- ständigkeit halber erwähnt.

Es wird also unter anderem vorgeschlagen ein Verfahren zur Bestimmung der räumlichen Po- sition einer Baugruppe, die dicht zusammen mit anderen Baugruppen angeordnet ist, wobei vorgesehen ist, dass die Baugruppe einen optischen Signalsequenzgeber aufweist, der optisch Signalsequenzgeber zur Erzeugung einer Baugruppenidentifizierung ermöglichenden Signal- sequenz erregt wird, eine Bildfolge aufgenommen wird, die optischen Signalsequenz in der Bildfolge ermittelt wird und die Baugruppenpositionen der Bildfolge anhand der ermittelten Signalsequenz bestimmt wird.

Es versteht sich für den Fachmann, dass die Bildfolgenfrequenz und die Blinkfrequenz so ge- wählt wird, dass keine Fehler durch Aliasing bei der Bildauswertung auftreten.

Es ist besonders vorteilhaft, wenn die entsprechende Baugruppe dabei einen Nahfeldempfan- ger aufweist, vor der Aufnahme der Bildsequenz entfernungsindikative Signale mit dem Nah- feldempfanger empfangen bzw. unter Verwendung desselben erzeugt werden, die Erzeugung der Sequenz der optischen Signale auf den Empfang des entfernungsindikativen Signales an der Baugruppe ausgelöst und der optische Signalgeber mit der die Baugruppen-Identifzierung ermöglichenden Signalsequenz mittels Kamera aufgenommen wird. Dabei ist es besonders bevorzugt, dann, wenn die Baugruppe konfigurierbar ist, Konfigurationsinformationen wäh- rend der oder zeitlich nahe zur optischen Signalsequenzerzeugung insbesondere mit den Nah- feldsignalen zu übertragen. Das Verfahren kann bevorzugt vorsehen, dass mehrere Baugrup- pen simultan eine optische Signalsequenz erzeugen, zu jedem Modul die zugehörige Signal- sequenz an die Bildaumahmevorrichtung übertragen wird und bei der Bildfolgeauswertung berücksichtigt wird.

Dort, wo hochkomplexe Anlagen vorliegen, beispielsweise Industrieanlagen, ist es vorteilhaft, auch noch die lokalisierte Position des Mobilgerätes zu erfassen und in Übereinstimmung mit einer Karte d.h. einem Umgebungsplan, zu bringen, d.h. dort einzutragen. Dies trägt dazu bei, dass eine Industrieanlage sehr leicht dokumentiert werden kann, was bei der Behebung von Störfallen und dergleichen von besonderem Vorteil ist.

Was den Daten-Rucksack, der vorstehend beschrieben wurde, angeht, so sei daraufhingewie- sen, dass die Datenpakete gegebenenfalls zerteilt und sequenziell über unterschiedliche Smartphones und Nutzer nacheinander übertragen werden können, was gegebenenfalls auch zur Erhöhung der Sicherheit beitragen kann. Eine Aktivierung neuer Daten braucht dann erst bei Vorliegen aller Datenteile und nach positiver Kontrolle aller Prüfsummen erfolgen. Eine entsprechende Datenübertragung ist insbesondere vorteilhaft bei der Steuerung von

Zutrittsberechtigungen, wie diese in Hotels oder großen Firmengelände erforderlich ist. So können in Hotels die Zugangsberechtigung zu Wellnessbereichen, Zimmern oder Service- Räumen leicht geregelt werden. Eine drahtgebundene Kommunikation ist nicht erforderlich, wobei daraufhingewiesen sei, dass die Daten gegebenenfalls von Station zu Station aus einer Zentrale auch an außerhalb der Grundreichweite der Zentrale liegende Stationen übertragen werden können, ohne dass eine Drahtanbindung einer einzelnen Türsteuerung oder dergl. er- forderlich ist.

Es sei erwähnt, dass beispielsweise auch von einer entfernten Stationen wie einem Garten- oder Fabriktor Foto-Daten des Öffnenden lokal auf dessen Smartphone datenrucksackartig übertragen werden können, um sie bei Annäherung an den eigentlichen Zentralbereich an die Zentrale zu übermitteln. Dies kann nach geeigneten Bildvergleich verwendet werden, um ei- nen Abgleich zwischen dem aufgrund des Mobilgerätes bzw. der Mobilgeräte-Kennung er- warteten Benutzer und dem tatsächlichen bzw. fotografiert fotografische erfassten Benutzer vorzunehmen.

Beschrieben wurde somit unter anderem ein Verfahren zum Datenabgleich zwischen einer zentralen Einleitung einer Station, die zur Zentrale keine dauerhafte direkte Verbindung auf- weist, wobei die Daten zunächst drahtlos zwischen der Zentrale und einer bzw. mehreren mo- bilen Einheiten übertragen werden und Daten danach von zumindest einer mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die entfernte Station an diese übertragen werden.

Es wurde weiter ein Verfahren zum Datenabgleich zwischen einer Zentrale bzw. zentralen Einheit und einer Station vorgeschlagen, wobei die Station zur zentralen Einheit keine dauer- hafte direkte Verbindung aufweist, und der Datenabgleich durch die Verwendung mobiler Einheiten erfolgt, wobei Daten zunächst drahtlos zwischen der zentralen Einheit und einer oder mehreren mobilen Einheiten übertragen werden und dann Daten von zumindest einer mobilen einer bei Annäherung derselben an die entfernte Station übertragen werden. Es ist dann möglich, dass die Zentraleinheit eine Zeitvorgabe-Einrichtung ist oder aufweist, die mo- bilen Einheiten von dieser als Daten zeitmdikative Signale mittelbar oder unmittelbar erhalten und die Station durch die Übertragung der Daten von der zumindest einen mobilen Einheit bei Annäherung derselben an die Station auf die Zentraleinheit synchronisiert wird, ohne dass ei- ne direkt dauerhafte Verbindung zur Zeitvorgabe-Einrichtung erforderlich ist. Es wird damit auch ein Verfahren ermöglicht, bei dem die Zentraleinheit auf eine Dritt-Referenz synchroni- siert wird, bevor die mobile Einheit auf die Zentraleinheit synchronisiert wird. Es ist also bei- spielsweise nur ein DCF-77 Empfanger in einem System erforderlich.

Auch wurde ein Verfahren beschrieben, bei welchem zusatzlich vorgesehen ist, dass eine mo- bile Einheit mit der Zentraleinheit synchronisiert wird, die mobile Einheit nach der Synchro- nisation mit einer eigenen Taktung betrieben wird und dann die von der mobilen Einheit an die Station übertragenen Daten im Ansprechen auf die Synchronisation und die eigene Tak- tung bestimmt werden. Dies ist dort vorteilhaft, wo beispielsweise durch starke Temperatur Änderungen im Außenbereich aufgrund der tageszeitlichen Schwankungen der Temperatur die Zeitgeber per se "weg laufen".