Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
POWER-TAKE-OFF CLUTCH ARRANGEMENT FOR TRACTORS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/155877
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a clutch arrangement (1) for use in the drive train of a tractor, said arrangement comprising a drive clutch (2) and a power-take-off clutch (3). The drive clutch is located between an internal combustion engine and an input transmission shaft and the power-take-off clutch is located between the internal combustion engine and a power-take-off. The clutch arrangement comprises a clutch housing (6) with a formed sheet-metal part.

Inventors:
VOGT, Matthias (Esperantostrasse 22, Oberkirch, 77704, DE)
WEYDMANN, Patrick (Karl-Franz-Strasse 30 A, Bühl, 77815, DE)
GANDER, Gerhard (Hansjakobweg 49, Bühlertal, 77830, DE)
OBITZ, Alexander (Fritz-Hönig-Str. 7b, Bühl, 77815, DE)
MERK, Vladimir (Obervogt-Häfelin-Str. 39F, Bühl, 77815, DE)
Application Number:
DE2012/000443
Publication Date:
November 22, 2012
Filing Date:
May 02, 2012
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
VOGT, Matthias (Esperantostrasse 22, Oberkirch, 77704, DE)
WEYDMANN, Patrick (Karl-Franz-Strasse 30 A, Bühl, 77815, DE)
GANDER, Gerhard (Hansjakobweg 49, Bühlertal, 77830, DE)
OBITZ, Alexander (Fritz-Hönig-Str. 7b, Bühl, 77815, DE)
MERK, Vladimir (Obervogt-Häfelin-Str. 39F, Bühl, 77815, DE)
International Classes:
F16D21/06
Foreign References:
US3185274A
FR1154123A
EP1275867A1
BE528627A
FR1364142A
Other References:
None
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Kupplungsanordnung (1 ) zur Verwendung im Antriebsstrang eines Traktors umfassend eine Fahrkupplung (2) und eine Nebenantriebskupplung (3), wobei die Fahrkupplung (2) zwischen einem Verbrennungsmotor und einer Getriebeeingangswelle und die Nebenantriebskupplung (3) zwischen dem Verbrennungsmotor und einem Nebenantrieb angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsanordnung (1) ein Kupplungsgehäuse (6) umfasst, das ein Blechumformteil umfasst.

2. Kupplungsanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrkupplung (2) und die Nebenantriebskupplung (3) jeweils eine axial verlagerbare Druckplatte (7, 20) und eine axial feststehende Gegendruckplatte (4, 5) umfassen, zwischen denen jeweils eine Kupplungsscheibe einklemmbar ist.

3. Kupplungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsgehäuse fest mit einer Schwungscheibe (4) verbunden ist, wobei die Schwungscheibe (4) Gegendruckplatte der Nebenantriebskupplung (3) ist.

4. Kupplungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegendruckplatte (5) der Fahrkupplung (2) einen tellerförmigen Bereich, der mit der Druckplatte (20) zusammenwirkt, und einen holzylindrischen Bereich, der mit der Schwungscheibe (4) verbunden ist, umfasst.

5. Kupplungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenantriebskupplung eine Druckplatte umfasst, die axial beweglich gelagert ist und vermittels mindestens eines Druckankers durch eine Tellerfeder betätigbar ist.

6. Kupplungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegendruckplatte (5) Öffnungen (39) zur Aufnahme der Druckanker (13) aufweist.

7. Kupplungsanordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tellerfeder der Nebenantriebskupplung (3) an der der Schwungscheibe (4) abgewandten Seite des Kupplungsgehäuses (6) angeordnet ist.

8. Kupplungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenantriebskupplung (3) eine aktiv zugedrückte Kupplung ist.

9. Kupplungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenantriebskupplung (3) eine aktiv aufgedrückte Kupplung ist.

10. Verwendung einer Doppelkupplung mit einem Kupplungsgehäuse (6), das ein Blechumformteil umfasst, im Antriebsstrang eines Traktors zur Drehmomentübertragung zwischen einem Antriebsmotor und einer Getriebeeingangswelle sowie zur Drehmomentübertragung zwischen dem Verbrennungsmotor und einem Nebenantrieb.

Description:
Kupplungsanordnung für Traktoren mit PTO

Die Erfindung betrifft eine Kupplungsanordnung zur Verwendung im Antriebsstrang eines Traktors umfassend eine Fahrkupplung und eine Nebenantriebskupplung, wobei die Fahrkupplung zwischen einem Verbrennungsmotor und einer Getriebeeingangswelle und die Nebenantriebskupplung zwischen dem Verbrennungsmotor und einem Nebenantrieb angeordnet sind.

Traktoren und diesen vergleichbare Arbeitsgeräte wie Baumaschinen und dergleichen verfügen vielfach über Doppelkupplungen in ihrem Antriebsstrang. Der Antriebsstrang umfasst einen Hauptantriebsstrang und einen Nebenantriebsstrang. Erster dient dem Fahrbetrieb des Fahrzeuges, zweiter dem Antrieb von Arbeitsmaschinen, meist über eine Zapfwelle. Eine Kupplung dient der Drehmomentübertragung zwischen Verbrennungsmotor und Schaltgetriebe im Hauptantriebsstrang, die andere Kupplung der Drehmomentübertragung zwischen Verbrennungsmotor und Nebenantrieb im Nebenantriebsstrang. Der Nebenantrieb wird auch als Power-Take-Off (PTO) bezeichnet, entsprechend wird die diesem Nebenantrieb zugeordnete Kupplung als Nebenantriebskupplung oder PTO-Kupplung und die dem Hauptantriebsstrang angeordnete Kupplung als Fahrkupplung bezeichnet.

Aus dem Stand der Technik bekannte Traktor-Doppelkupplungen umfassen ein Gussgehäuse als Kupplungsgehäuse. Dementsprechend sind die Kupplungen sehr schwer und das Gussgehäuse muss spanend bearbeitet werden, da nur so die erforderliche Genauigkeit erreicht werden kann. Die spanende Bearbeitung ist aufwändig und teuer verglichen mit Blechbearbeitung. Nachteilig an Kupplungen nach Stand der Technik ist die relativ große Gussmasse sowie eine vergleichsweise niedrige Berstdrehzahl. Nachteilig ist zudem, dass während der Herstellung umfangreiche spanende Bearbeitungsschritte notwendig sind. Eine Kupplung nach Stand der Technik umfasst zudem sehr viele verschiedene Einzelteile. Ein weiterer Nachteil ist, dass ein Großteil der Montage der Kupplung manuell erfolgen muss.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die zuvor genannten Nachteile zumindest zum Teil zu umgehen.

Bestätigungskopiel Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kupplungsanordnung zur Verwendung im Antriebsstrang eines Traktors umfassend eine Fahrkupplung und eine Nebenantriebskupplung, wobei die Fahrkupplung zwischen einem Verbrennungsmotor und einer Getriebeeingangswelle und die Nebenantriebskupplung zwischen dem Verbrennungsmotor und einem Nebenantrieb angeordnet sind, wobei die Kupplungsanordnung ein Kupplungsgehäuse umfasst, das ein Blechumformteil umfasst.

Durch die Verwendung eines Blechumformteils als Kupplungsgehäuse fällt ein Großteil der spanenden Bearbeitung bei Kupplungen nach Stand der Technik gegenüber der erfinderischen Lösung weg. Zudem hat die erfinderische Lösung einen deutlichen Gewichtsvorteil gegenüber Lösungen nach Stand der Technik. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich bei der erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung leichter eine Selbstnachstellung integrieren lässt.

In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Fahrkupplung und die Nebenantriebskupplung jeweils eine axial verlagerbare Druckplatte und eine axial feststehende Gegendruckplatte, zwischen denen jeweils eine Kupplungsscheibe einklemmbar ist. Bei der erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Andruckrichtung beider Druckplatten der Einzelkupplungen, sprich der Fahrkupplung und der Nebenantriebskupplung, die gleiche Wirkungsrichtung bzw. Andruckrichtung haben. Dazu ist in einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Gegendruckplatte der Fahrkupplung nicht zugleich Kupplungsbestandteil der Nebenantriebskupplung ist.

Das Kupplungsgehäuse ist in einer Ausführungsform der Erfindung fest mit einer Schwungscheibe verbunden, wobei die Schwungscheibe Gegendruckplatte der Nebenantriebskupplung ist. Es wird also anders als in bekannten Doppelkupplungen keine Mitteldruckplatte, die Gegendruckplatte beider Kupplungen ist, verwendet, sondern jeweils einzelne Gegendruckplatten für die jeweiligen Teilkupplungen. Die Gegendruckplatte der Nebenantriebskupplung ist in einer Ausführungsform der Erfindung das Schwungrad der Kupplungsanordnung. Das Schwungrad der Kupplungsanordnung ist mit der Gegendruckplatte der Fahrkupplung fest verbunden.

Die Gegendruckplatte der Fahrkupplung umfasst in einer Ausführungsform der Erfindung einen tellerförmigen Bereich, der mit der Druckplatte zusammenwirkt, und einen holzylindrischen Bereich, der mit der Schwungscheibe verbunden ist. Die Gegendruckplatte der Fahr- kupplung bildet dabei einen Gehäuseteil für die Nebenantriebskupplung. Dieses Gehäuseteil ist vorzugsweise als Gussteil gefertigt.

Die Nebenantriebskupplung umfasst in einer Ausführungsform der Erfindung eine Druckplatte, die axial beweglich gelagert ist und vermittels mindestens eines Druckankers durch eine Tellerfeder betätigbar ist. Der Druckanker ist das Übertragungsglied zwischen Tellerfeder und Druckplatte. Die Druckplatte wird beispielsweise durch Blattfedern, die gleichzeitig der Drehmomentübertragung zwischen Druckplatte und Gegendruckplatte dienen, in die geöffnete Stellung gedrückt.

Die Gegendruckplatte weist in einer Ausführungsform der Erfindung Öffnungen zur Aufnahme der Druckanker auf. Die Durchbrüche sind so gestaltet, dass ein Spiel zwischen Druckanker und Gegendruckplatte bleibt.

Die Tellerfeder der Nebenantriebskupplung ist in einer Ausführungsform der Erfindung an der der Schwungscheibe abgewandten Seite des Kupplungsgehäuses angeordnet. Die Tellerfedern beider Kupplungen sind beiderseits des Kupplungsgehäuses angeordnet, sodass der zur Verfügung stehende Bauraum optimal genutzt wird.

Die Nebenantriebskupplung ist eine aktiv zugedrückte Kupplung (safety PTO ) oder eine aktiv aufgedrückte Kupplung.

Die eingangs genannte Aufgabe wird auch gelöst durch die Verwendung einer Doppelkupplung mit einem Kupplungsgehäuse, das ein Blechumformteil umfasst, im Antriebsstrang eines Traktors zur Drehmomentübertragung zwischen einem Antriebsmotor und einer Getriebeeingangswelle sowie zur Drehmomentübertragung zwischen dem Verbrennungsmotor und einem Nebenantrieb.

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden

Zeichnungen erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung als

Prinzipskizze; Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung als Prinzipskizze;

Figur 3 ein Ausführungsbeispiel gemäß der Prinzipskizze der Figur 1 in einer räumlichen

Darstellung;

Figur 4 die Kupplungsanordnung nach Figur 4 bei demontierter Tellerfeder für die

Nebenantriebskupplung;

Figur 5 den Druckanker in einer Einzeldarstellung;

Figur 6 die Kupplungsanordnung nach Figur 6 bei demontierter Tellerfeder für die

Nebenantriebskupplung;

Figur 7 den Druckanker in einer Einzeldarstellung;

Figur 8 die Druckplatte der Nebenantriebskupplung in einer Einzeldarstellung.

Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung 1 in einer schematischen Darstellung. Die Kupplungsanordnung 1 umfasst eine Fahrkupplung 2 sowie eine Nebenantriebskupplung 3. Sowohl die Fahrkupplung 2 als auch die Nebenantriebskupplung 3 sind antriebsseitig mit einer in Figur 1 nicht dargestellten Kurbelwelle eines Verbrennungsmotors verbunden. Die Kurbelwelle des Verbrennungsmotors ist dazu mit einer nur schematisch in Figur 1 dargestellten Schwungscheibe 4 verbunden. Die Schwungscheibe 4 ist gleichzeitig die Gegendruckplatte der Nebenantriebskupplung 3, daher ist von der Schwungscheibe 4 in Figur 1 nur der Bereich, der mit der später dargestellten Kupplungsscheibe der Nebenantriebskupplung 3 zusammenwirkt, dargestellt.

Mit der Schwungscheibe 4 ist eine Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung 2 fest verbunden. Die Verbindung kann beispielsweise in Form einer Verschraubung oder dergleichen erfolgen. Ebenso fest mit der Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung sowie der Schwungscheibe 4 ist ein Kupplungsgehäuse 6 verbunden, beispielsweise verschraubt. Die Nebenantriebskupplung 3 umfasst eine Druckplatte 7, die gegenüber der Gegendruckplatte 4 bzw. der Schwungscheibe, welche die Gegendruckplatte 4 trägt, in axialer Richtung verlagerbar gelagert ist. Die axiale Richtung ist die durch die Rotationsachse R vorgegebene Richtung. Die gesamte Kupp- lungsanordnung 1 rotiert im Betrieb um die Rotationsachse R, die gleichzeitig Rotationsachse der Kurbelwelle sowie der hier nicht dargestellten Eingangswellen eines nicht dargestellten Schaltgetriebes bzw. des Nebenantriebes ist. Zwischen der Druckplatte 7 und der Gegendruckplatte 4 kann in an sich bekannter Weise eine Kupplungsscheibe 8 eingeklemmt und dadurch mit einem Drehmoment beaufschlagt werden. Die Kupplungsscheibe 8 umfasst in an sich bekannter Art und Weise Kupplungsbeläge 9, die beidseitig einer Scheibe 10 angeordnet ist, welche mit einer Nabe 11 verbunden ist, die mit beispielsweise einer Steckverzahnung 12 mit einer Eingangswelle eines nicht dargestellten Nebenantriebes verbunden ist. Die Druckplatte 7 der Nebenantriebskupplung 3 ist beispielsweise mit nicht dargestellten Blattfedern mit der Schwungscheibe 4 bzw. der Gegendruckplatte 5 verbunden, so dass die Druckplatte 7 in axialer Richtung gegen die Kraft der Federn verlagerbar ist, aber ein Drehmoment übertragen kann. Mehrere Druckanker 13, von denen in Figur 1 nur einer dargestellt ist, sind mit einem ringförmigen Verbindungsbereich 14 in Kontakt mit dem radial äußeren Bereich einer Tellerfeder 15. Die Tellerfeder 15 ist mittels Nieten 16 mit dem Kupplungsgehäuse 6 verbunden. Drahtringe 17 sind beiderseits der Tellerfeder 15 radial außen um die Niete 6 herum gelegt und definieren den Stülpmittelpunkt S der Tellerfeder 15. Wird ein radial innerer Kontaktbereich 18 der Tellerfeder 15 in Richtung des Pfeiles 19 gedrückt, so erfolgt eine Bewegung des radial äußeren Bereiches der Tellerfeder 15 in die Gegenrichtung, so dass sich auch der Druckanker 13 in die Richtung entgegengesetzt des Pfeiles 19 bewegt und der Abstand der Druckplatte 7 von der Gegendruckplatte 4 vergrößert wird, so dass die Nebenantriebskupplung 3 geöffnet wird. Die Druckanker 13 ragen in Rillen der Druckplatte 7 und sind mit dieser verschraubt, sodass die Druckanker 7 auch in Umfangsrichtung fixiert sind.

Die Fahrkupplung 2 umfasst neben der Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung eine

Druckplatte 20, die mit Blattfedern in axialer Richtung gegenüber der Gegendruckplatte 5 verlagerbar, aber dieser gegenüber drehmomentsteif in Umfangsrichtung gelagert ist. Eine Tellerfeder 21 ist mit ihrem radial äußeren Bereich in Kontakt mit der Druckplatte 20. Die Tellerfeder 21 ist mittels Nieten 22 sowie Drahtringen 23 an dem Kupplungsgehäuse 6 gelagert, ähnlich wie dies der ersten Tellerfeder 15 der Fall ist. Auch hier bilden die Drahtringe 23 Stülpmittelpunkt S2 der Tellerfeder 21. Wird ein radial äußerer Bereich " 24 in Richtung des Pfeiles 25 gedrückt, so bewegt sich der radial äußere Bereich der Tellerfeder 21 in die Gegenrichtung, so dass die Druckplatte 20 entlastet wird und der Abstand zwischen Druckplatte 20 und Gegendruckplatte 5 vergrößert wird und die Fahrkupplung 2 geöffnet wird.

Zwischen der Druckplatte 20 und der Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung 2 ist eine

Kupplungsscheibe 26 angeordnet, welche eine Platte 27 umfasst, die beiderseits mit Reibbe- lägen 28 versehen ist und die mit einem Sekundärflansch 29 eines Dämpfers 30 verbunden ist. Der Dämpfer 30 umfasst neben dem Sekundärflansch 29 einen Primärflansch 31. Zwischen dem Sekundärflansch 29 und dem Primärflansch 31 ist eine Bogenfederanordnung 32 in an sich bekannter Art und Weise eingespannt, so dass eine Relatiwerdrehung des Sekundärflansches 29 gegenüber dem Primärflansch 31 möglich ist. Der Primärflansch 31 ist wie- derrum mit einer Nabe 33 verbunden, die vermittels einer Steckverzahnung mit einer Hohlwelle, die koaxial zu der Antriebswelle des Nebenantriebes angeordnet ist, verbunden ist.

Die Tellerfeder 15 der Nebenantriebskupplung ist an der der Schwungscheibe 4 abgewandten Seite des Kupplungsgehäuses 6 angeordnet. Die Tellerfeder 21 der Fahrkupplung 2 ist an der der Schwungscheibe 4 zugewandten Seite des Kupplungsgehäuses 6 angeordnet. Das Kupplungsgehäuse 6 umfasst einen Befestigungsflansch 34, mit dem das Kupplungsgehäuse 6 mit der Gegendruckplatte 5 und der Schwungscheibe 4 verschraubt ist, einen im Wesentlichen im Schnitt in axialer Richtung verlaufenden Gehäuseteil 35 sowie einen im Wesentlichen radial verlaufenden Gehäuseteil 36, an dem die Tellerfedern 15 und 21 mittels der Niete 16 und 22 befestigt sind. Der im Wesentlichen radial verlaufende Bereich 36 umfasst dazu zwei in axialer Richtung versetzt zueinander angeordnete Bereiche 36a und 36b, wobei der Bereich 36a, der der Aufnahme der Tellerfeder 15 für die Nebenantriebskupplung dient, axial weiter außen, sprich von der Schwungscheibe 4 entfernt, angeordnet ist als der radial weiter innen angeordnete Bereich 36b, der der Aufnahme der Tellerfeder 21 für die Fahrkupplung 2 dient. Die Kupplungsanordnung 1 umfasst somit einen Oberbau, der im Wesentlichen die Elemente der Fahrkupplung enthält, und einen Unterbau, der im Wesentlichen die Elemente der Nebenantriebskupplung enthält.

Das Ausführungsbeispiel der Figur 1 umfasst eine aktiv aufgedrückte Fahrkupplung sowie eine aktiv aufgedrückte Nebenantriebskupplung. In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei der die Fahrkupplung 2 aktiv aufgedrückt ist und die Nebenantriebskupplung 3 aktiv zugedrückt ist (sogenannte safety PTO). Der wesentliche Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Figur 1 besteht darin, dass der Kontaktpunkt bzw. in räumlicher Darstellung der Kontaktring zwischen dem Druckanker 13 und der Tellerfeder 15 nicht wie im Ausführungsbeispiel der Figur 1 radial außerhalb des durch Niete 16 bzw. Drahtringe 17 definierten Stülpkreises S, sondern radial innerhalb des Stülpkreises S liegt. Die Tellerfeder 15 erzeugt hier allerdings keine Einrückkraft, diese wird durch aktives Zudrücken der Tellerfeder 15 nach Art einer Hebelfeder bewirkt. Insofern wird Tellerfeder hier bei der aktiv zugedrückten Nebenantriebskupplung synonym zu Hebelfeder benutzt. Wird die Tellerfeder 15 in Richtung des Pfeiles 19 bewegt, so erfolgt eine Bewegung des Druckankers 13 und damit der Druckplatte 7 in die glei- che Richtung, es handelt sich also um eine aktiv zugedrückte Kupplung. In Figur 2 sind auch Schrauben 54 zur Verschraubung der Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung 2 mit der Gegendruckplatte 4 der Nebenantriebskupplung 2 bzw. der Schwungscheibe der Kupplungsanordnung dargestellt. Mit den Schrauben 54 wird auch das Kupplungsgehäuse 6 mit den Gegendruckplatten 4, 5 verschraubt.

Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Prinzipskizze der Figur 1 in einer räumlichen Darstellung. Zu erkennen ist die Gegendruckplatte 5 der Fahrkupplung 2, die mit der

Schwungscheibe 4 verschraubt ist. Des Weiteren ist das Kupplungsgehäuse 6 zu erkennen, welches mittels Schrauben 37 mit der Gegendruckplatte 5 verschraubt ist. Laschen 38 des Druckankers 13 ragen durch Öffnungen 39 des Kupplungsgehäuses 6. Die Öffnungen 39 sind größer als die Querschnittsfläche der Zuganker 13, sodass beide Spiel zueinander haben. Eine Blattfeder 40a ist mit Nieten 41a mit dem Kupplungsgehäuse 6 und mit Nieten 42a mit der Druckplatte 7 der Nebenantriebskupplung 3 verbunden. Mehrere der Blattfedern 40a sind über den Umfang verteilt angeordnet und dienen der Drehmomentübertragung zwischen Druckplatte und Gegendruckplatte. In Figur 3 ist ebenso zu sehen die Tellerfeder 15 für die Nebenantriebskupplung, die mit einer Vielzahl von Nieten 16 mit dem Kupplungsgehäuse 6 verbunden ist. Zu sehen ist auch der dem Kupplungsgehäuse 6 abgewandte Drahtring 17. Des Weiteren ist die Tellerfeder 21 für die Fahrkupplung zu erkennen.

Figur 4 zeigt die Kupplungsanordnung 1 nach Figur 4 bei demontierter Tellerfeder 15 für die Nebenantriebskupplung 3. Dadurch ist ein größerer Teil des Druckankers 13 sichtbar. Eine Blattfeder 40b ist mit Nieten 41 b mit dem Kupplungsgehäuse 6 und mit Nieten 42b mit der Druckplatte 20 der Fahrkupplung 2 verbunden. Mehrere der Blattfedern 40b sind über den Umfang verteilt angeordnet und dienen der Drehmomentübertragung zwischen Druckplatte 20 und Gegendruckplatte 5.

Figur 5 zeigt den Druckanker 13 in einer Einzeldarstellung. Der Druckanker 13 umfasst einen ringförmigen bzw. hohlzylindrischen Grundkörper 43, dessen in Einbaulage der Schwungscheibe 4 abgewandter Bereich radial nach innen umgelegt ist und einen Anlagebund 44 für die Tellerfeder 15 bildet. Von dem Grundkörper 43 erstrecken sich mehrere Laschen 45 in Einbaulage in Richtung der Schwungscheibe 4. Die Laschen 45 sind mit ihren kopfseitigen Enden 46 in Kontakt mit der Druckplatte 7 der Nebenantriebskupplung und sind mit dieser verschraubt. Dazu umfasst die Druckplatte 7, wie aus Figur 8 zu erkennen ist, Flansche 50 mit in Umfangsrichtung verlaufender Nuten 51 , in die in Einbaulage die Laschen 45 ragen. In sich axial von der Druckplatte 7 erhebende Bohrungsflansche 52 sind Bohrungen 53 eingebracht, in die nicht dargestellte Schrauben zur Verschraubung der Laschen 45 mit der Druckplatte 7 eingeschraubt werden. Nicht alle Bohrungsflansche 52 müssen mit Bohrungen 53 versehen sein. Die Druckplatte 7 gemäß Figur 8 ist für beide hier dargestellten Ausführungsbeispiele einsetzbar.

Figur 6 und Figur 7 zeigen Darstellungen vergleichbar den Figuren 4 und 5 für ein

Ausführungsbeispiel einer Kupplungsanordnung, wie es als Prinzipskizze in Figur 2 dargestellt ist, also für eine Kupplungsanordnung mit einer aktiv zugedrückten Nebenantriebskupplung 3. Bei montierter Tellerfeder 15 ist die Kupplung äußerlich praktisch nicht von dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 zu unterscheiden, daher wurde auf eine erneute Darstellung des Ausführungsbeispiels in vollständig montierter Anordnung verzichtet. Wie aus Figur 7 zu erkennen ist, erstreckt sich ein tellerförmiger Teil 47 des Druckankers 13, dieser ist auch in der Prinzipskizze der Figur 2 mit dem Bezugszeichen 47 bezeichnet, von dem Grundkörper 43 radial nach innen und überdeckt den Bohrungskreis für die Nieten 16. Für die Nieten 16 sind, wie in Figur 6 zu erkennen ist, nunmehr Bohrungen 48 in den tellerförmigen Teil 47 des Druckankers 13 eingebracht. Durch die Bohrungen 47 werden die Nieten 16 hindurchgeführt und mit dem Kupplungsgehäuse 6 vernietet. Dabei kann auf den an der dem Kupplungsgehäuse 6 zugewandten Seite der Tellerfeder 15 angeordneten Drahtring 17 verzichtet werden.

Radial innerhalb des durch die Nieten 16 definierten Kreises, an dessen Außenrand der Stülpkreis für die Tellerfeder 15 liegt, ist eine ringförmige Kante 49 angeordnet, diese ist ebenfalls in Figur 2 eingezeichnet, die mit der in Figur 7 nicht dargestellten Tellerfeder 15 in Kontakt ist. Wird die Tellerfeder 15 in der Darstellung der Figur 2 mit ihrem Kontaktbereich 18 in Richtung auf die Schwungscheibe 4 gedrückt, dies ist in Figur 2 sowie in Figur 1 durch den Pfeil 19 dargestellt, so wird die ringförmige Kante 49 und damit der Druckanker 13 ebenfalls in Richtung des Pfeiles 19 gedrückt. Die Nebenantriebskupplung wird also zugedrückt, wenn der Kontaktbereich 18 in Richtung des Pfeiles 19 gedrückt wird. Die Tellerfeder 15 ist daher so ausgelegt, dass die Nebenantriebskupplung bei nicht an dem Kontaktbereich 18 beaufschlagter Tellerfeder 15 für die Nebenantriebskupplung geöffnet ist.

Figur 7 zeigt den Druckanker 13 des Ausführungsbeispiels der Figur 6 in einer Einzeldarstellung. Der Unterschied zu dem Druckanker im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 ist lediglich die Ausgestaltung des tellerförmigen Teils 47 des Druckankers 13 im Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 gegenüber dem Anlagebund 44 im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5. Durch Abtrennen des tellerförmigen Teils 47 bei dem Druckanker des Ausführungsbeispiels der Figuren 6 und 7 wird der Druckanker 13 für das Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 erhalten. Die wesentlichen Teile beider Ausführungsbeispiele, sprich der Ausführungsbeispiele der Figuren 4 und 5, die der Prinzipskizze der Figur 1 folgen, und des Ausführungsbeispiels der Figuren 6 und 7, welches der Prinzipskizze der Figur 2 folgt, sind demzufolge entweder gleich oder können leicht ineinander überführt werden.

Insbesondere der Druckanker 13 kann wie zuvor dargestellt durch Abdrehen bzw. Abtrennen des tellerförmigen Teils 47 von dem im Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 verwendeten Druckanker 13 zu dem im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 verwendeten Druckanker 13 umgebaut werden. Die beiden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich neben den Druckankern 13 nur noch durch die Tellerfeder 15 für die Nebenantriebskupplung 3 und die Länge der Bolzen 16. Gegebenenfalls ist es aber auch möglich, im Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 die gleiche Tellerfeder wie im Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 zu verwenden, wobei deren Federkennlinie dann nicht für die verwendete Kupplung optimiert wäre.

Bezugszeichenliste Kupplungsanordnung

Fahrkupplung

Nebenantriebskupplung

Schwungscheibe (zugleich Druckplatte Nebenantriebskupplung) Gegendruckplatte der Fahrkupplung

Kupplungsgehäuse

Druckplatte der Nebenantriebskupplung

Kupplungsscheibe

Kupplungsbelag

Scheibe

Nabe

Steckverzahnung

Druckanker

Verbindungsbereich

Tellerfeder für Nebenantriebskupplung

Niet

Drahtring

Kontaktbereich

Pfeil

Druckplatte der Fahrkupplung

Tellerfeder für Fahrkupplung

Niet

Drahtring

äußerer Bereich

Pfeil

Kupplungsscheibe

Platte

Reibbelag

Sekundärflansch

Dämpfer

Primärflansch

Bogenfederanordnung Nabe

Befestigungsflansch Gehäuseteil

radial verlaufender Bereich

b versetzt zueinander angeordnete Bereiche Schraube

Lasche

Öffnung

Blattfeder

Niet

Niet

Grundkörper

Anlagebund

Laschen

kopfseitiges Ende

tellerförmiger Teil des Druckankers

Bohrung

ringförmige Kante

Flansch

Nut

Bohrungsflansch

Bohrung

Schraube