Honegger, Werner (Seestrasse 123d, B�ch, CH-8860, CH)
Siebenmann, Dieter (Schnallerweg 5, Russikon, CH-8332, CH)
Honegger, Werner (Seestrasse 123d, B�ch, CH-8860, CH)
| 1. | Kraftübertragungsmittel zur Übertragung von Schubkräften über geradli¬ nige und beliebig gekrümmte Strecken, welches Kraftübertragungsmittel einen Führungskanal (1, 1.3, 1.4) und eine im Führungskanal (1, 1.3, 1.4) angeordnete Reihe von Übertragungselementen (10, 10.3), die mit einem .Aantrieb (30, 30.1/30.2) in Wirkverbindung bringbar ist, aufweist, wobei die Übertragungselemente (10, 10.3) im Führungskanal (1, 1.3, 1.4) im Bereiche von Stirnflächen miteinander in Berührung bringbar sind, da¬ durch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen der Übertragungselemente je einen radial aussen angeordneten, ringartigen Kamm (11) bzw. eine ring artige Nut (12) aufweisen, dass Nut (12) und Kamm (11) von miteinander in Berührung bringbaren Stirnflächen derart aufeinander abgestimmt sind, dass sie ineinander positionierbar sind und dass Nut (12) und Kamm (11) Querschnitte aufweisen, die ineinander positioniert mindestens beschränkt gegeneinander verschwenkbar sind. |
| 2. | Kraftübertragungsmittel nach .Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Kammes (11) mindestens im obersten Kammbereich kreisbogenförmig ist und dass der Querschnitt der Nut (12) mindestens im Bereiche des Nutgrundes kreisbogenförmig ist. |
| 3. | Kraftübertragungsmittel nach .Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, dass der ringartige Kamm (11) bzw. die ringartige Nut (12) eine kreisrunde Form oder die Form eines Polygons aufweist. Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnflächen der Übertragungselemente (10, 10.3) derart ausgestaltet sind, dass sie in einem zentralen Bereich nicht miteinander in Berührung bringbar sind. Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungselemente (10, 10.3) durch Verbin¬ dungsmittel ( 16) lose miteinander verbunden sind. |
| 4. | 6 Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie Übertragungselemente (10, 10.3) eine axiale Bohrung (14) aufweisen. |
| 5. | Kraftübertragungsmittei nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (16) ein durch die axialen Bohrungen (14) der Übertragungselemente (10, 10.3) verlaufendes Kabel ist. |
| 6. | Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb ein Kettenrad (30, 30.1/30.2) ist dessen Zähne durch eine Öffnung im Führungskanal (1, 1.3, 1.4) mit verengten Bereichen (13) der Übertragungselemente (10, 10.3) in Wirkverbindung bringbar sind. |
| 7. | Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (1, 1.3, 1.4) ) derart angeordnet ist, dass die Übertragungselemente (10, 10.3) durch die Schwerkraft gegen den Antrieb getrieben werden. |
| 8. | Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Führungskanal ( 1, 1.3, 1.4) eine in sich geschlos¬ sene Schlaufe bildet und dass die darin angeordnete Reihe von Übertra¬ gungselementen ( 10, 10.3) eine der Länge der Schlaufe entsprechende Länge aufweist. |
| 9. | Kraftübertragungsmittei nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskanal (1, 1.3, 1.4) nicht in sich ge¬ schlossen ist, dass zwei voneinander beabstandete Antriebe (30.1, 30.2) vorgesehen sind und dass die Reihe der im Führungskanal (1, 1.3, 1.4) angeordneten Übertragungselemente (10, 10.3) kürzer ist als der Füh¬ rungskanal. |
Die Erfindung liegt auf dem Gebiete der Vorrichtungen zur Kraftübertragung und bezieht sich auf ein Kraftübertragungsmittel zur Übertragung von Schub¬ kräften gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs. Das erfindungsgemässe Kraftübertragungsmittel ist einerseits für Schubbetrieb ausgelegt (das heisst auf Druck belastbar) und andererseits derart, dass es eine Kraftübertragung über eine in weiten Grenzen beliebig wählbare, also auch über eine beliebig gekrümmte Strecke ermöglicht.
Gemäss dem Stande der Technik bestehen Kraftübertragungsmittel, die auf Druck belastbar sind und auf sowohl beliebig gekrümmten als auch geradlini¬ gen Strecken anwendbar sind, beispielsweise aus einer Reihe von in einem entsprechenden Führungskanal geführten Übertragungselementen, die .kugel¬ förmig oder hanteiförmig sein können. Damit es möglich wird, diese Reihe in allen Richtungen zu krümmen, sind auch bei hanteiförmigen Übertragungs¬ elementen die einander zugewandten Stirnseiten konvex geformt, wie dies auch bei Kugeln der Fall ist. Das heisst in beiden Fällen, dass die Elemente sich auch in geradliniger Ausrichtung auf einer sehr Ideinen, theoretisch punktförmigen Fläche berühren, über welche Fläche die ganze Kraft über- tragen wird. Dadurch ist auch eine geradlinige Reihe solcher Elemente be-
züglich Knickung äusserst unstabil, sodass die Elemente in geradliniger Aus¬ richtung auch bei geringer Belastung durch Knickung bedingte, radiale Kräfte auf die Führungen ausüben, die zu beträchtlichen Kraftverlusten durch Rei¬ bung führen und eine entsprechend belastbare Ausführung der Führungen bedingen.
In der Publikation US-3518051 ist ein Kraftübertragungsmittel des genannten Typs beschrieben, dessen kraftübertragende Elemente Kugeln sind. Die Publi- kation US-3968861 beschreibt ein gattungsähnliches Kraftübertragungsmittel mit hanteiförmigen Übertragungselementen. Diese haben gegeneinander ge¬ richtete konvexe Stirnflächen und weisen zur Verringerung der Reibung an der Führung Rollen auf, die im Bereiche der Laufflächen angeordnet sind.
In den Publikationen CH-646762 (bzw. US-4397145) und CH-656683 dersel¬ ben Anmelderin sind kettenförmige, auf Druck und Zug belastbare Kraftüber- tragungsmittel beschrieben, die durch Kugelgelenke miteinander verbundene, kugelähnliche Übertragungselemente aufweisen. Auch derartige Ketten knik- ken im geradlinigen Schubbetrieb sehr leicht und müssen deshalb entspre¬ chend geführt werden.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein Mittel zur Übertragung von Schubkräften über beliebig gekrümmte und geradlinige Strecken zu schaffen, welches Kraftübertragungsmittel im wesentlichen aus einer geführten Reihe von Übertragungselementen besteht, die in einem Führungskanal angeordnet ist. Das erfindungsgemässe Kraftübertragungsmittel soll gegenüber bekannten derartigen Mitteln effizienter, das heisst mit weniger Kraftverlust betreibbar sein. Trotzdem soll das Kraftübertragungsmittel auch in kleiner Ausführung einfach herstellbar und mit bekannten Antriebsmitteln wie beispielsweise
Zahnräder, Schneckengetriebe oder auch hydraulischen oder pneumatischen Zylindern antreibbar sein.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Kraftübertragungsmittel, wie es in den Patentansprüchen definiert ist.
Das erfindungsgemässe Kraftübertragungsmittel löst die gestellte Aufgabe mit Übertragungselementen, die, wenn sie in einer geradlinigen Reihe angeordnet und auf Druck beansprucht sind, eine Art Stab bilden, der bedeutend knick- resistenter ist als eine Reihe von Kugeln oder eine Reihe der oben beschrie¬ benen, hanteiförmigen Elemente mit konvexen Stirnflächen. Durch die Knick¬ festigkeit des genannten Stabes wird die Reibung der Elemente an der Füh- rung auf geradlinigen Strecken auf ein Minimum beschränkt, was nicht nur die notwendige Betriebsenergie senkt, sondern auch zu betreffend Belastbar¬ keit und Präzision weniger aufwendigen Führungskanälen führt, die gegebe¬ nenfalls streckenweise sogar ganz entfallen können.
Das erfindungsgemässe Kraftübertragungsmittel besteht im wesentlichen aus einer Reihe von Übertragungselementen und einem Führungskanal, in dem die Elemente durch einen Antrieb bewegt werden. Dabei sind die sich berüh¬ renden Stirnflächen der Elemente derart ausgestaltet, dass die Elemente in koaxialer Ausrichtung einen knickfesten Stab bilden, das heisst mit anderen Worten, die Stirnflächen sind derart ausgestaltet,
dass in einer geradlinig ausgerichteten Elementenreihe zwischen je zwei
Elementen eine Berührungsfläche (nicht ein Berührungspunkt) vorhanden ist, wobei die Berührungsfläche nicht kugelsymmetrisch ausgebildet ist
(kein Kugelgelenk), sich möglichst weit von der Elementenachse weg
erstreckt und derart geformt ist, dass die Resultierende der übertragenen Kraft auf der Achse jedes Elementes liegt (Bildung eines knickstabilen Elementenstabes);
- dass vorteilhafterweise eine auf eine geradlinige Elementenreihe wirken¬ de Kraft vor allem in radial aussen liegenden Bereichen der Stirnflächen von einem Element auf das benachbarte Element übertragen wird (weite¬ re Stabilisierung des knickstabilen Elementenstabes),
- dass die Elemente beim Zusammenführen gegenseitig zentriert und in einer koaxialen Position gehalten werden (Verhinderung von exzentri¬ scher, knickfördernder Kraftübertragung),
dass bei einer Auslenkung der Elemente aus einer geradlinigen Reihe die Elemente geführt gegeneinander verschwenkt werden (Erhaltung der zentrierten Anordnung) und
dass vorteilhafterweise auch in einer gekrümmten Reihe die Kraftüber¬ tragung von einem Element auf das nächste nicht nur über einen Berüh- rungspunkt übertragen wird.
Von den zwei gegeneinander gewandten Stirnflächen zweier benachbarter Elemente in der Elementenreihe des erfindungsgemässe n Kraftübe rtragungs- mittels weist die eine einen radial aussen angeordneten, ringartigen Kamm, die andere eine entsprechende ringartige Nut oder mindestens halbe Nut auf, wobei Kamm und Nut einen aufeinander abgestimmten mindestens im ober¬ sten Bereiche des Kammes bzw. im Nutgrund kreisbogenförmigen Querschnitt aufweisen (Kamm: konvexer Bogen; Nut: konkaver Bogen), derart, dass Nut und Kamm bei koaxialer .Anordnung der beiden Elemente ineinander liegen und eine Berührungsfläche bilden, und derart, dass bei einer Verschwenkung
der Elemente aus einer koaxialen Position diese Verschwenkung dadurch, dass der Kamm in der Nut verschwenkt wird, geführt abläuft.
Sind die ringartigen, aufeinander abgestimmten Nuten und Kämme kreisför¬ mig, sind Verschwenkungen der Übertragungselemente gegeneinander in beliebigen Richtungen möglich. Dabei reduziert sich die Berührungsfläche der beiden Elemente, die bei koaxialer Anordnung durch mindestens einen Teil der Nut- bzw. Kammoberflächen gebildet wird, bei einer Verschwenkung auf eine Berührungslinie, die quer zu Nut und Kamm verläuft. Haben die ring¬ artigen Nuten und Kämme die Form von Polygonen, sind die Verschwenkuns- richtungen im wesentlichen auf Richtungen quer zu den Polygonseiten be¬ schränkt, wobei in der verschwenkten Position eine Berührungsfläche zwi¬ schen Nut und Kamm im Bereiche der einen, senkrecht zur Schwenkrichtung stehenden Polygonseite erhalten bleibt.
Vorteilhafterweise sind Nut und Kamm und/oder das Zentrum der Stirnflä¬ chen derart ausgebildet, dass die Stirnflächen zweier koaxial aneinander ge- schobener Übertragungselemente sich im Zentrum nicht berühren, das heisst, dass keine Kraft über das Zentrum übertragen wird.
Die Nut-und-Kamm-Form der Stirnflächen wirkt zentrierend. Die Übertra- gungselemente sind beliebig (kreisförmige Nut und Kamm) oder in vorgege¬ benem Masse beschränkt (polygoπförmige Nut und Kamm) gegeneinander verschwenkbar und trotzdem wird die Kraft in einer geradlinigen Reihe von Übertragungselementen über eine entsprechend ausgeformte Berührungsflä¬ che übertragen, so dass die Reihe wie ein Stab wirkt, das heisst eine beträcht- liehe Knickfestigkeit zeigt. Durch die Verschiebung der Last auf aussenliegen- de Bereiche der Stirnflächen wird die Knickfestigkeit noch erhöht. Durch die
kreisbogenförmige Ausgestaltung des obersten Bereiches des Kammquer¬ schnitts und des Nutgrundquerschnitts wird eine geführte Schwenkbewegung zweier benachbarter Elemente ermöglicht, wodurch die Elemente zentriert bleiben, und wodurch der Berührungsbereich in verschwenktem Zustand auf einen mindestens linienförmigen Bereich vergrössert wird gegenüber einem theoretisch punktförmigen Berührungsbereich zwischen zwei Kugeln oder konvexen Stirnflächen.
Die Führungskanäle des erfindungsgemässen Kraftübertragungsmittels dienen in gekrümmten Bereichen weiterhin als kraftaufnehmende Führungen, in geradlinigen Bereichen aber lediglich als Gefängnis für die Übertragungsele¬ mente und gegebenenfalls zur Aufnahme von durch äussere Belastung des Kraftübertragungsmittels bedingte, radiale Kräfte. Da die Elementenreihe des erfindungsgemässen Kraftübertragungsmittels auf geradlinigen Bereichen wie ein auf Druck belasteter Stab wirkt, fällt eine Führungsfunktion des Kanals in derartigen Bereichen weitgehend weg und kann der Kanal entsprechend aus¬ gestaltet werden.
Die Elemente des erfindungsgemässen Kraftübertragungsmittels können je nach Anwendung vollständig unabhängig voneinander sein oder sie können miteinander verbunden sein. Entsprechende Verbindungsmittel sind derart flexibel auszugestalten, dass jede erwünschte gegenseitige Verschwenkung der Elemente gegeneinander möglich ist. Die Verbindungsmittel können gleichzei¬ tig eine zusätzliche, zentrierende Funktion übernehmen und/oder eine rück¬ treibende Funktion, das heisst derart ausgestaltet sein, dass sie die Reihe der Elemente in eine koaxiale Ausrichtung zurücktreiben.
Einige beispielhafte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Kraftüber¬ tragungsmittels werden anhand der folgenden Figuren mehr im Detail be¬ schrieben. Dabei zeigen:
Figur 1 eine beispielhafte Ausführungsform des erfindungsgemässen Kraft¬ übertragungsmittels, teilweise parallel zur Achse des Führungska¬ nals geschnitten;
Figur 2 einen vergrösserten Längsschnitt des Berührungsbereiches zwischen zwei benachbarten Übertragungselementen eines erfindungsgemäs¬ sen Kraftübertragungsmittels, die koaxial ausgerichtet (ausgezogen) oder relativ zueinander verschwenkt (strichpunktiert) dargestellt sind;
Figuren 3 und 4 zwei beispielhafte Anwendungen des erfindungsgemässen Kraftübertragungsmittels;
Figur 5 ein Querschnitt durch ein erfindungsgemässes Kraftübertragungs¬ mittel im Bereiche eines An- oder Abtriebes;
Figur 6 Elemente für ein erfindungsgemässes Kraftübertragungsmittel, die polygonförmige Stirnseiten aufweisen;
Figuren 7 und 8 Querschnitte durch ein erfindungsgemässes Kraftübertra- gungsmittel mit Elementen im wesentlichen gemäss Figur 6.
Figur 1 zeigt einen Teil einer beispielhaften Ausführungsform des erfindungs¬ gemässen Kraftübertragungsmittels. Dargestellt ist ein Führungskanal 1 mit einem gekrümmten und einem geradlinigen Bereich (1.1 bzw. 1.2). Der Füh¬ rungskanal 1 ist entlang seiner Achse geschnitten. Im Führungskanal 1 ist eine
Reihe von Übertragungselementen 10 angeordnet, die teilweise ebenfalls entlang der Achse geschnitten dargestellt sind.
Die Übertragungselemente 10 weisen, wie bereits eingangs beschrieben, je eine mit kreisrundem, ringartigem Kamm 11 versehene und eine mit entspre¬ chender, ringartiger Nut 12 versehene Stirnfläche auf. Um eine gegenseitige Verschwenkung der Elemente um eine beliebige, senkrecht zur Elementen¬ achse stehende Schwenkachse zu erlauben, ist die aussenliegende Wand der Nut reduziert. Selbstverständlich sind auch abwechslungsweise angeordnete Elemente mit je zwei Stirnflächen mit Nut bzw. zwei Stirnflachen mit Kamm denkbar.
Die Ausgestaltung der Ubertragungselemente 10 zwischen den Stirnflächen ist nicht erfindungsrelevant. Sollen die Elemente beispielsweise mit einem Zahn¬ rad oder ahnlichem Antriebsmittel angetrieben werden, brauchen sie eine Form, in die das Antπebsmittel eingreifen kann, beispielsweise wie dargestellt, eine oder zwei Stellen 13 mit reduziertem Durchmesser. Sollen die Elemente bei relativ grosser Lange um relativ enge Krümmungen bewegbar sein, sind sie vorteilhafterweise hantelformig auszubilden mit möglichst kugeligen End¬ bereichen.
Die Elemente können eine axiale Bohrung 14 aufweisen. Dadurch wird einer¬ seits die Kraftübertragung auf den radial aussen liegenden Bereich von Nut und Kamm verlegt und andererseits kann durch die axiale Bohrung beispiels¬ weise ein Kabel zur Leitung von elektrischer Energie oder von elektrischen Signalen an eine bestimmte Stelle der Elementenreihe lose verlegt sein, wel- ches Kabel zusätzlich auch die Funktion einer losen Verbindung der Uber¬ tragungselemente übernehmen kann (siehe auch Figur 6).
Als Andeutung einer beispielhaften Anwendung ist an einem der Übertra¬ gungselemente angeordnet ein Greifer 20 dargestellt, der durch eine schlitz¬ förmige Öffnung 21 im Führungskanals 1 auf dessen Aussenseite ragt und mit dem beispielsweise Gegenstände entlang dem Führungskanal 1 bewegbar sind.
Aus der Figur 1 ist gut ersichtlich, wie die Übertragungselemente 10 da, wo sie als geradlinige Reihe angeordnet sind (links in der Figur) einen stabilen Stab bilden, dadurch dass die Elemente mindestens im Bereiche von Nut und Kamm eine entsprechend ausgeformte, gemeinsame Berührungsfläche haben und dadurch dass Nut und Kamm von benachbarten Elementen ineinander greifen und derart die Elemente zentriert halten. Aus der Figur 1 ist ebenfalls ersichtlich, dass die Elemente im Bereiche der Kanalkrümmung (1.1) an der Aussenseite des Kanals entlanggeschoben werden und dieser Teil des Kanals auch entsprechende Kräfte aufnehmen muss. Demgegenüber übernimmt der Führungskanal im geradlinigen Bereich 1.2 keine Führungsfunktion (die Ele¬ mente berühren den Führungskanal in diesem Bereich beispielsweise wie dargestellt nicht). Daraus folgt, dass vom Führungskanal bezüglich Festigkeit nur auf der Aussenseite von Krümmungen Voraussetzungen zu erfüllen sind und dass Voraussetzungen bezüglich Präzision des Innenhohlraumes des Ka¬ nals relativ zur radialen Ausdehnung der Übertragungselemente sozusagen nicht bestehen.
Figur 2 zeigt in einem grösseren Massstab, wiederum entlang der Achse A ge¬ schnitten den Berührungsbereich zwischen zwei benachbarten Übertragungs¬ elementen 10.1 und 10.2, die den Übertragungselementen der Figur 1 im wesentlichen gleich sind. Vom Element 10.1 ist die Stirnfläche mit Nut 12, vom Element 10.2 die Stirnfläche mit Kamm 11 dargestellt. Das Element 10.1 ist ausgezogen in einer zu Element 10.2 koaxialen Position dargestellt und
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strichpunktiert in einer gegenüber dem Element 10.1 verschwenkten Position. Eine Schwenkbewegung, die durch den Pfeil S symbolisiert ist, wird durch den mindestens teilweise kreisbogenförmigen Querschnitt von Nut und Kamm derart geführt, dass eine definierte Schwenkachse durch den Mittelpunkt M des Kreisbogens verläuft, während Nut und Kamm miteinander in Berührung bleiben. Sind Nut und Kamm auf den Stirnflächen kreisrund, beschränkt sich diese Berührung in der verschwenkten Position theoretisch auf eine radial verlaufende Linie die zur Schwenkachse senkrecht steht und die in der Figur 2 in der Schnittebene liegt. 0
Die Übertragungselemente 10.1 und 10.2 der Figur 2 unterscheiden sich von den Übertragungselementen 10 gemäss Figur 1 dadurch, dass sie keine axiale Bohrung (14) aufweisen. Damit trotzdem sichergestellt ist, dass die Kraftüber- 5 tragung vor allem auf die radial aussenliegenden Bereiche der Stirnflächen verschoben ist, ist vorteilhafterweise der Kamm 11 höher auszugestalten als die Nut 12 tief ist. Dadurch wird eine Berührung im zentralen Bereich 15 der Stirnflächen und eine Kraftübertragung in diesem Bereich verhindert.
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Figur 3 zeigt eine beispielhafte Anwendung des erfindungsgemässen Kraft¬ übertragungsmittels. Es handelt sich dabei um eine in sich geschlossene Schlaufe eines Führungskanals 1, in der so viele Übertragungselemente 10 angeordnet sind, dass sie einander berühren. Die Elemente 10 werden durch
25 ein angetriebenes Kettenrad 30, dessen Zähne durch eine entsprechende Öffnung in den Führungskanal 1 eingreifen und mit den Übertragungselemen¬ ten 10 in Eingriff bringbar sind, in der einen oder anderen Richtung im Füh¬ rungskanal 1 einander schiebend bewegt. Der Führungskanal 1 kann beispiels¬ weise eine sich über seine ganze Länge erstreckende, schlitzförmige Öffnung
30 (21, Figur 1) aufweisen, durch die an den Elementen angeordnete Greifer nach aussen ragen (20, Figur 1) und mit deren Hilfe Gegenstände ganz oder
teilweise um die Schlaufe oder hin und her über einen Teil der Schlaufe be¬ wegbar sind.
Die Schlaufe, die der Führungskanal 1 der Figur 3 bildet, besteht aus zwei durch Kreisbogen verbundene geradlinigen Teilstücken, wobei alle Teilstücke in einer Ebene angeordnet sind. Selbstverständlich kann die Schlaufe im we¬ sentlichen beliebige Formen annehmen und muss insbesondere nicht in einer Ebene angeordnet sein.
Figur 4 zeigt eine weitere, beispielhafte Anwendung des erfindungsgemässen Kraftübertragungsmittels. Der in dieser Ausführungsform nicht in sich ge¬ schlossene Führungskanal 1 weist zwischen zwei gekrümmten Bereichen 1.1 einen geradlinigen Bereich 1.2 auf, in dessen Endbereichen zwei miteinander gekoppelte und mit der im Kanal angeordneten Reihe von Übertragungsele¬ menten 10 wirkverbundene Antriebsräder 30.1 und 30.2 angeordnet sind.
Das Kraftübertragungsmittel gemäss Figur 4 dient beispielsweise zur Hin- und Herförderung eines mit der Elementenreihe verbundenen Vorrichtungsteils 31 (sehr schematisch dargestellt) oder mehrerer solcher Teile. Die Gesamtlänge des Führungskanals 1 und die Länge der im Kanal angeordneten Reihe von Übertragungselementen ist derart ausgelegt, dass die Reihe sich mindestens vom einen bis zum anderen .Antriebsrad (30.1 bzw. 30.2) erstreckt, wenn der Vorrichtungsteil 31 sich in einer der beiden vorgegebenen Extrempositionen befindet. Die gekrümmten Teile 1.1 des Führungskanals sind derart ausgerich¬ tet, dass sich darin befindende Übertragungselemente 10 durch die Schwer¬ kraft gegen den geradlinigen Teil 1.2 getrieben werden. Dabei sind die Ele- mente keiner Übertragungskraft ausgesetzt, das heisst mit anderen Worten,
dass weder an den gekrümmten Kanalteilen noch am geradlinigen Kanalteil Reib- und Verschleisskräfte auftreten.
Offensichtlich könnte für die in der Figur 4 gezeigte Anwendung anstelle der Reihe von Übertragungselementen auch eine entsprechend angetriebene Stan¬ ge zur Anwendung kommen. Funktion und Betriebseigenschaften der Stange wäre zwischen den beiden Antriebsrädern 30.1 und 30.2 genau dieselbe wie die Funktion des von den Übertragungselementen gebildeten Stabes. Der Vorteil der Anwendung des erfindungsgemässen Kraftübertragungsπiittels besteht gegenüber der Stange insbesondere darin, dass durch die Krümmung der Kanalenden 1.1 insbesondere bei langen Förderstrecken bzw. grosseπ Hüben eine beträchtliche Raumersparnis erzielt werden kann.
Figur 5 zeigt als Querschnitt ein in den Führungskanal 1 eingreifendes An¬ oder Abtriebsrad 30, das mit einem Übertragungselement 10 gemäss Figur 1 im Eingriff ist. An dem Übertragungselement 10 ist ein Greifer 20 angeord¬ net, der durch eine schlitzförmige Öffnung 21 aus dem Führungskanal 1 her- ausragt.
Figur 6 zeigt zwei Übertragungselemente 10.3 in relativ zueinander ver- schwenkter Position. Im Gegensatz zu den Übertragungselementen der Figu- ren 1 und 2 sind insbesondere die Stirnflächen der Elemente quadratisch ausgestaltet und weisen ringartige Nut 12 bzw. Kamm 11 auf, die quadratisch sind, wobei Nut und Kamm im Querschnitt beispielsweise gleich ausgestaltet sind, wie dies in der Figur 2 dargestellt ist. Gegenüber Übertragungselemen¬ ten mit kreisrunden Nuten bzw. Kämmen lassen sich diese Elemente 10.3 nur in vier senkrecht zueinander stehenden Richtungen kontrolliert gegeneinander
verschwenken. Für erweiterte Schwenkmöglichkeiten sind auch sechseckige, achteckige oder allgemein polygonförmig ausgebildete Stirnflachen denkbar.
In der Figur 6 ist auch als beispielhaftes, loses Verbindungsmittel zur losen Verbindung der Ubertragungselemente ein durch die axialen Bohrungen der Elemente geführtes Kabel 16 dargestellt.
Polygonförmig ausgestaltete Nuten und Kamme auf Stirnflächen von Über¬ tragungselementen müssen nicht zwingend ganz durchgehend sein. Sie können beispielsweise an den Ecken Unterbrüche aufweisen.
Figuren 7 und 8 zeigen Ubertragungselemente 10.3 im wesentlichen gemäss Figur 6 als Querschnitt in einem Führungskanal 1.3 bzw. 1.4. Die Figuren zeigen, dass die Übertragungselemente 10.3 mit quadratisch ausgebildeter Stirnfläche sowohl in vierkantigen (1.3) als auch in runden Führungskanälen (1.4) anwendbar sind, wobei in einem Führungskanal mit rundem Querschnitt durch entsprechende Mittel vorteilhafterweise dafür gesorgt wird, dass die Elemente sich nicht gegeneinander verdrehen können.
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