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Patent Searching and Data


Title:
PREPARATION FOR COLOURING AND/OR FLAVOURING FOODSTUFFS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/234364
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a preparation for colouring and/or flavouring foodstuffs, comprising (i) an oil phase containing one, two or more active ingredients selected from the group consisting of food colourings, colouring foods, flavours, flavouring foods, the oil phase being in the form of oil droplets which have a diameter of 50 μm or less, (ii) a surface-active system comprising a dry substance composed of one, two or more foodstuffs selected from the group consisting of fruits and vegetables and parts thereof, and (iii) optionally water. The preparation is in particular in the form of oil-in-water-emulsions and the spray-dried products thereof. The present invention further relates to various methods for producing the preparations.

Inventors:
KLINGENBERG, Andreas (Geesthachter Str. 101-105, Geesthacht, 21502, DE)
ANETZBERGER, Sascha (Geesthachter Str. 101-105, Geesthacht, 21502, DE)
NOVAK, Christian (Geesthachter Str. 101-105, Geesthacht, 21502, DE)
Application Number:
EP2018/066376
Publication Date:
December 27, 2018
Filing Date:
June 20, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SENSIENT COLORS EUROPE GMBH (Geesthachter Straße 101-105, Geesthacht, 21502, DE)
International Classes:
A23L5/40; A23D7/01; A23L2/56; A23L2/58; A23L5/44; A23L27/00; A23L27/12
Foreign References:
JP2001346557A2001-12-18
DE102007057258A12009-06-25
DE102015111743A12017-01-26
Other References:
DAYANE ROSALYN IZIDORO ET AL: "BRAZILIAN ARCHIVES OF BIOLOGY AND TECHNOLOGY Rheological Properties of Emulsions Stabilized by Green Banana (Musa cavendishii) Pulp Fitted by Power Law Model INTRODUCTION", ARCH. BIOL. TECHNOL. V, 1 December 2009 (2009-12-01), pages 1541 - 1553, XP055493197, Retrieved from the Internet [retrieved on 20180717]
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ANONYMOUS: "GNPD - Purune Carrot Cheese - Record ID: 600793", GNPD-NUTRITION DATABASE, 1 October 2006 (2006-10-01), pages 1 - 2, XP055493388, Retrieved from the Internet [retrieved on 20180718]
None
Attorney, Agent or Firm:
RGTH PATENTANWÄLTE PARTGMBB (Neuer Wall 10, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Zubereitung umfassend

(i) eine Ölphase umfassend ein, zwei oder mehrere aktive Inhaltsstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen, färbenden Lebensmitteln, Aromen und aromatisierenden Lebensmitteln, wobei die Ölphase in Form von Öltröpfchen vorliegt und die Öltröpfchen einen Durchmesser von 50 μηη oder weniger aufweisen,

(ii) ein oberflächenaktives System, umfassend die Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon und

(iii) gegebenenfalls Wasser.

2. Zubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens 10 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 20 Gew.-%, besonders bevorzugt wenigstens 30 Gew.-%, am meisten bevorzugt wenigstens 40 Gew.-%, der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon, enthält

3. Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System nicht mehr als 5 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 3 Gew.-% und besonders bevorzugt nicht mehr als 1 Gew-% eines oder mehrerer Emulgatoren enthält und/oder nicht mehr als 40 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 35 Gew.-%, besonders bevorzugt nicht mehr als 30 Gew-% und am meisten bevorzugt nicht mehr als 20 Gew.-% eines oder mehrerer Lebensmittel-Zusatzstoffe ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gummi arabicum und modifizierten Stärken enthält.

4. Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie keinen Lebensmittel-Zusatzstoff enthält, der ausgesucht ist aus der Gruppe bestehend aus Lecithinen (E 322), Gummi arabicum (E414), Polysorbate (E 432 - E 436), Ammoniumsalze der Phosphatidsäuren (E 442), Saccharoseace- tatisobutyrat (E 444), Salze von Speisefettsäuren (E 470), Mono- und Diglyceri- de von Speisefettsäuren (E 471), veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 472), Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 472a), Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 472c), Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473), Zuckerglyceride (E 474), Polyglycerinester von Speisefettsäuren (E 475), Polyglycerin- Polyricinoleat (E 476), Propylenglycolester von Speisefettsäuren (E 477), Ste- aroylacetylate (E 481, E 482), Stearyltatrat (E 483), Sorbitanester von Speisefettsäuren (E 491 - E 495), Saponinen (z.B. Quillaja-Extrakt E 999) und modifizierten Stärken E1450.

5. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System keine Emulgatoren und kein Lebensmittel-Zusatzstoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gummi arabicum und modifizierten Stärken um- fasst.

6. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, umfassend die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsen, Teilen derselben, Gemüseerzeugnissen, Gemüsepulpe, Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Früchten, Teilen derselben, Fruchterzeugnissen, Fruchtpulpe, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe und zerkleinerte und/oder getrocknete oder teilgetrocknete Produkte dieser Stoffe, insbesondere Gemüsepulver und Fruchtpulver.

7. Zubereitung gemäß einenn der vorangehenden Ansprüche, umfassend Ölphase und oberflächenaktives System im Gewichtsverhältnis 1 zu 1 bis 1 zu 80.

8. Zubereitung gemäß, einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölphase 0,1 bis 45 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 40 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 30 Gew.-% aktive Inhaltsstoffe umfasst.

9. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölphase wenigstens einen Kurkuma-Ölextrakt oder wenigstens ein Paprika-Öl oder beide umfasst.

10. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ölphase zusätzlich wenigstens ein Pflanzenöl umfasst.

11. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine ÖI-in-Wasser-Emulsion handelt.

12. Zubereitung nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 11, umfassend als Ölphase die Ölphase gemäß einem der vorangehenden Ansprüche und eine wässrige Phase, wobei die wässrige Phase die Trockensubstanz von einem Stoff umfasst, der ausgesucht ist aus der Gruppe bestehend aus Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe.

13. Zubereitung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öltröpfchen einen Durchmesser von 20 μιτι oder weniger, bevorzugt von 8 μιτι oder weniger und am meisten bevorzugt von 5 μιτι oder weniger aufweisen.

14. Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie 1 bis 25 Gew.-% Ölphase und 75 bis 99 Gew.-% wässrige Phase umfasst und dass das oberflächenaktive System 40 bis 80 Gew.-% der wässrigen Phase ausmacht.

15. Zubereitung gemäß einenn der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Phase die Trockensubstanz eines Stoffes umfasst, der ausgesucht ist aus der Gruppe bestehend aus Karottensaftkonzentrat, Karottensaft- konzentrat mit Pulpe, Kürbissaftkonzentrat und Kürbissaftkonzentrat mit Pulpe.

16. Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein Pulver handelt.

17. Lebensmittel umfassend eine Zubereitung nach einem der Ansprüche 1 bis 16.

18. Verfahren zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser-Emulsion, umfassend die folgenden Schritte:

Bereitstellen eines Öls umfassend ein, zwei oder mehrere aktive Inhaltsstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen, färbenden Lebensmitteln, Aromen und aromatisierenden Lebensmitteln,

Bereitstellen von Pflanzen, Pflanzenteilen oder beidem ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten, Gemüsen und Teilen davon, Zusammengeben des Öls und des Pflanzenmaterials

Homogenisieren der Mischung zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser- Emulsion bis die Öltröpfchen einen Durchmesser von 50 μιτι oder weniger aufweisen.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Homogenisieren der Mischung in zwei Stufen erfolgt, wobei in einem ersten Schritt homogenisiert wird und in einem zweiten Schritt eine Hochdruckhomogenisierung durchgeführt wird.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzenteile ausgesucht sind aus der Gruppe bestehend aus Gemüsepulpe, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtpulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat, und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe.

21. Verfahren zur Herstellung eines Pulvers, gemäß Anspruch 16, worin eine Öl-inWasser-Emulsion gemäß einem der Ansprüche 11 bis 15 und/oder eine Öl-inWasser-Emulsion hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 20 zu einem Pulver getrocknet wird.

22. Verfahren zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser-Emulsion, worin ein Pulver gemäß Anspruch 16 und/oder ein Pulver hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch 21 in Wasser redispergiert und so eine ÖI-in-Wasser-Emulsion hergestellt wird.

23. Zubereitung, insbesondere eine Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 22 hergestellt wird.

24. Verwendung einer Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 oder einer Zubereitung hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 23 zur Färbung oder zum Aromatisieren von Lebensmitteln.

25. Verwendung einer Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 oder einer Zubereitung hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 22 zur Färbung oder zum Aromatisieren von Lebensmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Milchprodukten, Süßwaren, Backwaren und Getränken, bevorzugt zur Färbung oder zum Aromatisieren von Käse.

26. Lebensmittel, die mittels einer Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 oder einer Zubereitung hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 22 gefärbt sind.

27. Käse, der mittels einer Zubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16 oder einer Zubereitung hergestellt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 18 bis 22 gefärbt oder aromatisiert ist.

Description:
Zubereitung zum Färben und/oder Aromatisieren von Nahrungsmitteln

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zubereitung zum Färben und/oder Aromatisieren von Nahrungsmitteln umfassend (i) eine Ölphase umfassend ein, zwei oder mehrere aktive Inhaltsstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen, färbenden Lebensmitteln, Aromen und aromatisierenden Lebensmitteln, wobei die Ölphase in Form von Öltröpfchen vorliegt und die Öltröpfchen einen Durchmesser von 50 μηη oder weniger aufweisen, (ii) ein oberflächenaktives System, umfassend die Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon und (iii) gegebenenfalls Wasser. Insbesondere handelt es sich dabei um Öl-in-Wasser- Emulsionen und die sprühgetrockneten Produkte derselben. Weiter betrifft die vorliegende Erfindung verschiedene Verfahren zur Herstellung der Zubereitungen.

Stand der Technik

Die Endverbraucher von verarbeiteten Lebensmitteln fordern zunehmend, den Einsatz von Lebensmittel-Zusatzstoffen und insbesondere von Emulgatoren und ähnlichen Stoffen, wie zum Beispiel Gummi arabicum und modifizierte Stärken, zu reduzieren oder möglichst ganz darauf zu verzichten. Auf der anderen Seite werden Lebensmittel vom Endverbraucher nur dann angenommen, wenn die Lebensmittel auch weiterhin die gewohnten Farben mit Farbtönen in bekannter Intensität und das gewohnte Aroma aufweisen und auch sonst den üblichen Qualitätsanforderungen, wie Lagerfähigkeit, Freiheit von Niederschlägen und Ablagerungen am Flaschenhals, etc., aufweisen.

Die Herstellung von gefärbten und/oder aromatisieren Lebensmitteln erfordert jedoch in der Regel die Verwendung von Emulgatoren, Gummi arabicum und/oder modifizierten Stärken, wenn Färb- oder Aromastoffe verwendet werden, die nicht in dem Lebensmittel löslich sind. Da die weitaus meisten Lebensmittel wasserhaltig und damit lipophob sind, erfordert die Verwendung von lipophilen Farbstoffen oft die Verwendung von Emulgatoren. Zu diesem Zweck sind eine Reihe von Emulgatoren, Gummi arabicum und modifizierten Stärken lebensmittelrechtlich zugelassen, bei denen es sich meist um aus Pflanzenmaterial gewonnene und damit um natürliche Pro- dukte handelt. Dennoch wird auch die Verwendung solcher Lebensmittel-Zusatzstoffe von Verbrauchern zunehnnend kritisch gesehen. Um den Wünschen der Verbraucher entsprechen zu können, müssen daher Zubereitungen und Verfahren entwickelt werden, die es erlauben, lipophile Substanzen in lipophoben Lebensmitteln zu verwenden, ohne die bekannten und/oder zugelassenen Emulgatoren, Gummi arabicum oder modifizierte Stärken zu verwenden.

Insbesondere färbende Lebensmittel, wenn basierend auf öligen pflanzlichen Extrakten mit fettlöslichen Pigmenten, i.e. öllösliche färbende Lebensmittel (z. B. Paprika-Öl, Curcuma-Ölextrakt), können in der Regel nicht ohne den Einsatz von lebensmittelrechtlich zugelassenen Emulgatoren, Gummi arabicum, modifizierten Stärken oder ähnlichen Stoffen in lipophobe Lebensmittel eingebracht werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung Mittel bereitzustellen, die es erlauben lipophile Färbemittel und Aromen in hydrophilen und lipophoben Lebensmitteln zu verwenden. Die Aufgabe besteht insbesondere darin, die Verwendung von herkömmlichen oberflächenaktiven Verbindungen, insbesondere von Emulgatoren, Gummi arabicum oder modifizierten Stärken unnötig zu machen oder zumindest ihre Verwendung zu verringern. Bevorzugt sollen die erfindungsgemäßen Mittel ausschließlich Lebensmittel enthalten.

Insbesondere sollte der Einsatz von öllöslichen Lebensmittelfarbstoffen, öllöslichen färbenden Lebensmitteln, öllöslichen Aromen und öllöslichen aromatisierenden Lebensmitteln ohne den Zusatz von Emulgatoren, Gummi arabicum oder modifizierten Stärken in wässrigen Lebensmitteln wie Süßwaren, Fruchtzubereitungen, Joghurt und Getränken ermöglicht werden. Dabei sollen die neuen Mittel möglichst langzeitstabil und farbecht sein. Sie sollen ferner die Herstellung von dauerhaft und intensiv gefärbten und/oder mit einem intensiven und über lange Zeit unveränderten Aroma ausgestatteten Lebensmitteln erlauben. Auch sollen Färbemittel und Aromen bereitgestellt werden, die bei Verwendung in Getränken keine oder so wenig Niederschläge wie möglich an den Flaschenhälsen oder an Innenwänden oder Böden von Behältern hinterlassen. Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zubereitung umfassend

(i) eine Ölphase umfassend

ein, zwei oder mehrere aktive Inhaltsstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen, färbenden Lebensmitteln, Aromen und aromatisierenden Lebensmitteln, wobei die Ölphase in Form von Öltröpfchen vorliegt und die Öltröpfchen einen Durchmesser von 50 μηη oder weniger aufweisen,

(ii) ein oberflächenaktives System, umfassend

die Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon und

(iii) gegebenenfalls Wasser.

Die Abkürzung ,,μιτι" steht hierbei für Mikrometer.

Die vorliegende Erfindung beruht auf der überraschenden Erkenntnis, dass die Inhaltsstoffe von Früchten und Gemüsen ein oberflächenaktives System bilden, welches dazu geeignet ist, Öltröpfchen in wässrigen Systemen zu emulgieren. Insbesondere sind Inhaltsstoffe von Früchten und Gemüsen fähig, ÖI-in-Wasser-Emulsionen in Lebensmitteln zu formen und zu stabilisieren. Sie können daher herkömmliche Emulga- toren, Gummi arabicum, modifizierte Stärken und ähnliche Stoffe ersetzen.

Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können flüssig, breiig oder auch fest sein. Es kann sich zum Beispiel um ÖI-in-Wasser-Emulsionen, Pulver oder Schlämme handeln. Die Trockensubstanz ist der Anteil (Inhaltsstoff) einer Frucht oder eines Gemüses oder eines Teils davon, der nach dem Entfernen des Wassers verbleibt. Dabei ist die Bedeutung des Wortes Trockensubstanz nicht auf tatsächlich getrocknete Stoffe beschränkt, sondern bezeichnet auch den Teil von nicht getrockneten Gemüsen oder Früchten oder Teilen davon, der nach Trocknung derselben verbleiben würde. Die Bestimmung des Gehalts an Trockensubstanz erfolgt dabei bevorzugt durch Trocknung bei 105 ° C bis zur Gewichtskonstanz. Es ist dabei wichtig, dass das erfindungsgemäße oberflächenaktive System umfassend die Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon keine weiteren Stoffe enthalten muss, um seine oberflächenaktive Wirkung zu entfalten. Die emulgie- rende Wirkung des erfindungsgemäßen oberflächenaktiven Systems ist derart ausgeprägt, das keine weiteren Emulatoren, Gummi arabicum, modifizierte Stärken oder andere Zusatzstoffe insbesondere keine anderen Lebensmittel-Zusatzstoffe notwendig sind um stabile Emulsionen zu erzeugen. Bevorzugt besteht das oberflächenaktive System aus der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können daher vollständig aus Lebensmitteln zusammengesetzt sein und müssen keinerlei Zusatzstoffe enthalten. Sie können somit als Lebensmittel klassifiziert werden. Bevorzugt handelt es sich daher bei den erfindungsgemäßen Zubereitungen um Lebensmittel. Es können jedoch Lebensmittel und Lebensmittel-Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen jedoch keine Emulgatoren. Es ist ebenfalls bevorzugt, dass die erfindungsgemäßen Zubereitungen kein Stoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gummi arabicum und modifizierten Stärken enthalten. Ganz besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen überhaupt keine Lebensmittel-Zusatzstoffe. Mit Lebensmittel-Zusatzstoff ist dabei ein Stoff gemeint, der am Tag der Einreichung der deutschen Erstanmeldung dieser Patentanmeldung in der EU als Lebensmittel-Zusatzstoff zugelassen ist. Bei der Verwendung solcher erfindungsgemäßen Zubereitungen müssen daher keine Lebensmittel-Zusatzstoffe auf der Lebensmittelverpackung deklariert werden.

Die erfindungsgemäße Zubereitung kann jedoch zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System einen als Lebensmittel-Zusatzstoff zugelassenen Emulgator, Gummi arabicum und/oder modifizierte Stärken enthalten, um die Stabilität der erfindungsgemäßen Zubereitung oder von daraus hergestellten Emulsionen zu verbessern oder andere Eigenschaften der Zubereitung zu verbessern. Insbesondere können die erfindungsgemäßen Zubereitungen Lebensmittel-Zusatzstoffe enthalten, die ausgesucht sind aus der Gruppe bestehend aus Lecithinen (E 322), Gummi arabicum (E414), Polysorbate (E 432 - E 436), Ammoniumsalze der Phosphatidsäuren (E 442), Saccharoseacetatisobutyrat (E 444), Salze von Speisefettsäuren (E 470), Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471), veresterte Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 472), Essigsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 472a), Citronensäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 472c), Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473), Zuckerglyceride (E 474), Poly- glycerinester von Speisefettsäuren (E 475), Polyglycerin-Polyricinoleat (E 476), Propy- lenglycolester von Speisefettsäuren (E 477), Stearoylacetylate (E 481, E 482), Stearyl- tatrat (E 483), Sorbitanester von Speisefettsäuren (E 491 - E 495), Saponinen (z.B. Quillajaextrakt E999) und modifizierten Stärken (E 1450).

Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System nicht mehr als 5 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 3 Gew.-% und besonders bevorzugt nicht mehr als 1 Gew-% eines oder mehrerer Emulgatoren. Insbesondere gilt dies für Emulgatoren die aus der vorstehend genannten Gruppe ausgesucht sind. Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System jedoch keine Emulgatoren. Insbesondere enthält die erfindungsgemäße Zubereitung vorzugsweise keinen Emulgator der aus der vorstehend genannten Gruppe ausgesucht ist. Ebenfalls bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen oberflächenaktiven System nicht mehr als 40 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 35 Gew.-%, besonders bevorzugt nicht mehr als 30 Gew-% und am meisten bevorzugt nicht mehr als 20 Gew.-% eines oder mehrerer Lebensmittel-Zusatzstoffe ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gummi arabicum und modifizierten Stärken. Besonders bevorzugt enthält die erfindungsgemäße Zusammensetzung weder Emulgatoren noch einen Lebensmittel-Zusatzstoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gummi arabicum und modifizierten Stärken. Insbesondere enthält die erfindungsgemäße Zubereitung vorzugsweise keinen Stoff, der aus den vorstehend genannten Gruppen der Lebensmittel-Zusatzstoffe ausgesucht ist. Am meisten bevorzugt enthält die erfindungsgemäße Zusammensetzung überhaupt keine Lebensmittel-Zusatzstoffe.

Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Zubereitung zur Verwendung in Lebensmitteln vorgesehen. Daher werden bevorzugt nur für den menschlichen Verzehr geeignete Teile von Früchten und Gemüsen verwendet, wie dies in der Lebensmittelindustrie üblich ist. Bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsen, Tei- len derselben, Gemüseerzeugnissen, Gemüsepulpe, Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Früchten, Teilen derselben, Fruchterzeugnissen, Fruchtpulpe, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe und zerkleinerte und/oder getrocknete oder teilgetrocknete Produkte dieser Stoffe, insbesondere Gemüsepulver und Fruchtpulver. Die erfindungsgemäße Zubereitung kann auch diese Stoffe selbst und Mischungen davon umfassen. Besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsepulpe, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtpulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat, und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe. Die erfindungsgemäße Zubereitung kann auch diese Stoffe selbst und Mischungen davon umfassen. Ganz besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung wenigstens einen Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsepulver, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtpulver.

Während das erfindungsgemäße oberflächenaktive System bei allen Mengenverhältnissen von Ölphase zum oberflächenaktiven System eine oberflächenaktive Wirkung aufweist, ist eine erfindungsgemäße Zubereitung bevorzugt, die Ölphase und oberflächenaktives System im Gewichtsverhältnis von 1 zu 1 bis 1 zu 80 umfasst. Werden geringere relative Mengen des oberflächenaktiven Systems eingesetzt, so werden Nahrungsmittelemulsionen und -dispersionen, die mit Hilfe der erfindungsgemäße Zubereitung gefärbt oder aromatisiert werden, zunehmend instabil. Dies kann sich dadurch ausdrücken, dass im Lebensmittel eine makroskopische Ölphase sichtbar wird oder sich der Farbton, der Geruch oder der Geschmack ändert. Eine größere Menge des oberflächenaktiven Systems ist in der Regel unnötig und daher auch unnötig teuer. Er kann Einfluss auf den Geschmack der Lebensmittel haben.

Bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen wenigstens 10, noch mehr bevorzugt wenigstens 20, besonders bevorzugt wenigstens 30 und am meisten bevorzugt wenigstens 40 Gew.-% der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon. Wenn die Menge an der vorgenannten Trockensubstanz geringer wird, neigen die Zubereitungen zur Instabilität, insbesondere, wenn es sich um Emulsionen handelt. Auch daraus hergestellte gefärbte Nahrungsmittelemulsionen neigen bei geringen Mengen der vorgenannten Trockensubstanz zur Instabilität. Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen bevorzugt bis zu 20, besonders bevorzugt bis zu 15 und ganz besonders bevorzugt bis zu 12 Gew.-% der Ölphase. Ferner enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen bevorzugt bis zu 70, besonders bevorzugt bis zu 60 und ganz besonders bevorzugt bis zu 50 und am meisten bevorzugt bis zu 40 Gew.-% Wasser. Liegen die erfindungsgemäßen Zubereitungen als Pulver vor, so ist der Gehalt an Wasser bevorzugt 10 Gew.-% oder weniger, besonders bevorzugt 5 Gew.-% oder weniger und ganz besonders bevorzugt 3 Gew.-% oder weniger.

Demgemäß enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen bevorzugt wenigstens 10 Gew.-% der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon, bis zu 20 Gew.-% der Ölphase und bis zu 70 Gew.-% Wasser. Besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen wenigstens 20 Gew.-% der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon, bis zu 20 Gew.-% der Ölphase und bis zu 60 Gew.-% Wasser. Ganz besonders bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen wenigstens 30 Gew.-% der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon, bis zu 15 Gew.-% der Ölphase und bis zu 55 Gew.-% Wasser. Am meisten bevorzugt enthalten die erfindungsgemäßen Zubereitungen wenigstens 40 Gew.-% der Trockensubstanz von einem, zwei oder mehreren Nahrungsmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten und Gemüse und Teilen davon, bis zu 15 Gew.-% der Ölphase und bis zu 45 Gew.-% der Wasser.

Bevorzugt sind die aktiven Inhaltsstoffe der Ölphase ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus färbenden Lebensmitteln und aromatisierenden Lebensmitteln. Ebenfalls bevorzugt sind die aktiven Inhaltsstoffe ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen und färbenden Lebensmitteln. Ganz besonders bevorzugt sind die aktiven Inhaltsstoffe färbende Lebensmittel. Ganz besonders bevorzugt ist die Ölphase ein Lebensmittel. Bevorzugt ist insbesondere eine erfindungsgemäße Zubereitung deren Ölphase wenigstens einen Kurkuma-Ölextrakt oder wenigstens ein Paprika-Öl oder beide umfasst. Besonders bevorzugt besteht die Ölphase aus wenigstens einenn Kurkuma-Ölextrakt oder wenigstens einenn Paprika-Öl oder aus beiden. Ebenfalls besonders bevorzugt umfasst die Ölphase wenigstens ein Paprika-Öl oder besteht daraus. Ganz besonders bevorzugt umfasst die Ölphase wenigstens einen Kurkuma-Ölextrakt. Am meisten bevorzugt besteht sie daraus.

Bevorzugt umfasst die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitung 0,1 bis 45 Gew.- % aktive Inhaltsstoffe. Der Rest der Ölphase besteht in der Regel aus anderen lipophi- len Substanzen. Besonders bevorzugt umfasst die Ölphase der erfindungsgemäßen Zubereitung 1 bis 40 Gew.-% aktive Inhaltsstoffe und ganz besonders bevorzugt 2 bis 30 Gew.-%. Bevorzugt besteht die gesamte Ölphase aus pflanzlichen Inhaltsstoffen. Die Ölphase kann neben den Färb- und Aromastoffen zusätzlich wenigstens ein Pflanzenöl umfassen. Ganz besonders bevorzugt umfasst die Ölphase Extrakte von Pflanzen oder Pflanzenteilen, die öllösliche Pigmente oder Aromen enthalten, welche mittels Extraktion durch ein lipophiles Lösungsmittel gewonnen werden. Bei dem Lösungsmittel kann es sich zum Beispiel um Hexan, Dichlormethan, Aceton, Methanol, Ethanol, Ethylacetat, um pflanzliche Öle oder um superkritisches Kohlendioxid handeln. Solche Extrakte sind zum Beispiel als öldispergierbare Extrakte oder auch Oleoresine bekannt. Sie können sowohl Pigmente als auch Aromastoffe enthalten. Solche Extrakte enthalten in der Regel neben den aktiven Inhaltsstoffen noch weitere lipophile Substanzen der extrahierten Pflanzen oder Pflanzenteile. Ganz besonders bevorzugt umfasst daher die Ölphase öldispergierbare Extrakte, die Pigmente oder Aromastoffe umfassen. Am meisten bevorzugt besteht die Ölphase daraus.

Bevorzugt ist eine erfindungsgemäße Zubereitung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Öltröpfchen einen Durchmesser von 20 μιτι oder weniger, bevorzugt von 8 μιτι oder weniger und am meisten bevorzugt von 5 μιτι oder weniger aufweisen. Ein geringer Teilchendurchmesser verbessert die optischen Eigenschaften und die Stabilität, insbesondere die Langzeitstabilität der erfindungsgemäßen Zubereitung von damit gefärbten und/oder aromatisierten Lebensmitteln. Insbesondere führt eine kleine Teilchengröße zu einer sehr gleichmäßigen Verteilung der Farbe und des Aromas. Die Bestimmung des Durchmessers der Öltröpfchen geschieht in festen oder halbfesten Zubereitungen dadurch, dass diese in Wasser verteilt bzw. damit verdünnt werden, so dass die Durchmesser der Öltröpfchen bestimmt werden können.

Sowohl die Ölphase als auch das oberflächenaktive System der erfindungsgemäßen Zubereitung können Pigmente und Aromen enthalten. In der Regel sind die Farben der oberflächenaktiven Systeme jedoch wenig intensiv. Durch geeignete Wahl des Farbstoffs der Ölphase kann die Farbe des oberflächenaktiven Systems in der Regel in den Hintergrund gedrängt werden. Vorzugsweise wird die Farbe des oberflächenaktiven Systems auf den gewünschten Farbton der erfindungsgemäßen Zubereitung abgestimmt. So wird vorteilhaft ein aus Kürbis gewonnenes oberflächenaktives System (z. B. Kürbissaftkonzentrat) mit einer Ölphase kombiniert, die Kurkuma-Ölextrakt um- fasst um ein Produkt mit kräftig gelber Farbtönung zu erhalten. Paprika-Öl kombiniert mit Tomatenmark ergibt ein Produkt mit kräftiger roter Farbe.

Die vorstehenden Ausführungen für den Farbton und die Farbstoffe gelten analog auch für das Aroma und die Aromen.

Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können darüber hinaus weitere in Lebensmitteln übliche Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe enthalten. Besonders zu erwähnen sind hier Zucker, die der Justierung der Trockenmasse dienen können. Aber auch Schutzstoffe wie Antioxidantien, zum Beispiel Tocopherol oder Ascorbinsäure oder pH- Regulatoren, zum Beispiel Säuren, können als Zusatzstoffe enthalten sein.

In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zubereitung handelt es sich um eine ÖI-in-Wasser-Emulsion. Dabei handelt es sich gleichzeitig um die bevorzugte Anwendungsform der erfindungsgemäßen Zubereitung. Solche Emulsionen lassen sich leicht in flüssige, halbflüssige oder breiige Lebensmittel einarbeiten, was zu sehr homogenen Mischungen und sehr homogenen Farbeindrücken führt. Bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung 1 bis 25 Gew.-% Ölphase und 75 bis 99 Gew.-% wässrige Phase. Besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung 5 bis 25 Gew.-% Ölphase und 75 bis 95 Gew.-% wässrige Phase. Es ist weiterhin bevorzugt, dass das oberflächenaktive System 40 bis 80 Gew.-% und besonders bevorzugt 50 bis 70 Gew.-% der wässrigen Phase ausmacht. Ebenfalls bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung 1 bis 25 Gew.-% Ölphase und 75 bis 99 Gew.-% wässrige Phase und das oberflächenaktive System macht 40 bis 80 Gew.-% der wässrigen Phase aus. Ganz besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung 5 bis 25 Gew.-% Ölphase und 75 bis 95 Gew.-% wässrige Phase und das oberflächenaktive System macht 50 bis 70 Gew.-% der wässrigen Phase aus. Solche Emulsionen sind stabil und weisen eine günstige Viskosität auf. Sie sind daher im Herstellungsverfahren und in der Weiterverarbeitung zu gefärbten Lebensmitteln leicht handhabbar. Insbesondere sind solche Emulsionen lagerstabil.

Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäße Zubereitungen, bei denen es sich um Öl- in-Wasser-Emulsionen handelt, umfassend als Ölphase einer der hierin beschriebenen Ölphasen und eine wässrige Phase, wobei die wässrige Phase die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff umfasst, der ausgesucht ist aus der Gruppe bestehend aus Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat, und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe. Die erfindungsgemäße Zubereitung kann auch diese Stoffe selbst und Mischungen davon umfassen. Besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer solchen Öl-in-Wasser- Emulsion die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe. Die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer solchen ÖI-in-Wasser-Emulsion kann auch diese Stoffe selbst und Mischungen davon umfassen. Ganz besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer solchen ÖI-in-Wasser- Emulsion die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Karottensaftkonzentrat, Karottensaftkonzentrat mit Pulpe, Kürbissaftkonzentrat und Kürbissaftkonzentrat mit Pulpe. Die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer solchen ÖI-in-Wasser-Emulsion kann auch diese Stoffe selbst und Mischungen davon umfassen. Am meisten bevorzugt umfasst die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer solchen ÖI-in-Wasser-Emulsion die Trockensubstanz von wenigstens einem Stoff ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Karottensaftkonzentrat und Karottensaftkonzentrat mit Pulpe. Solche Fruchtsaft- und Gemüsesaftkonzentrate sind käuflich erwerblich und haben häufig die richtige Konsistenz für die Herstellung der erfindungsgemäßen Zubereitungen. Sie sind daher meist ohne weitere Aufarbeitung, insbesondere ohne Einstellung des Wassergehalts, für die Herstellung der erfindungsgemäßen Emulsionen verwendbar. Insbesondere muss der Wassergehalt oft nicht gesondert angepasst werden. Ganz besonders bevorzugt umfasst die erfindungsgennäße Zubereitung in Form einer solchen ÖI-in-Wasser-Emulsion wenigstens einen Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsepulver, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtpulver.

Die erfindungsgemäßen Emulsionen können leicht durch Homogenisierung von Mischungen der Bestandteile hergestellt werden. Sie können ferner auch Feststoffe enthalten, zum Beispiel Feststoffpartikel von Früchten, die durch das Herstellungsverfahren nicht vollständig in Lösung gebracht werden. Bevorzugt sind etwaig enthaltene Feststoffpartikel kleiner als 50 μιτη, bevorzugt kleiner als 20 μιτη, besonders bevorzugt kleiner als 8 μιτι und am meisten bevorzugt kleiner als 5 μιτι. Ebenfalls bevorzugt sind die Feststoffpartikel nicht größer als die Ölpartikel. Die erfindungsgemäßen Zubereitungen können jedoch auch Feststoffe, wie zum Beispiel Fruchtstücke, Pulpe usw. enthalten, die den Zubereitungen nach der Homogenisierung zugesetzt wurden. Solche Feststoffe können zum Beispiel zum Verbleib im zu färbenden Endprodukt vorgesehen sein.

In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zubereitung handelt es sich um ein Pulver. Solche Pulver sind leicht durch Trocknung aus den entsprechenden Emulsionen zugänglich. Die erfindungsgemäßen Pulver haben den Vorteil, dass sie mit pulverförmigen oder festen Nahrungsmitteln vermischt oder auch in flüssige oder wässrige Nahrungsmittel eingerührt werden. Bevorzugt sind die Pulver vorgesehen zur Vermischung mit pulverförmigen Lebensmitteln, wie Backmischungen, Trocken- Dessertmischungen, Trockensuppen (Instantsuppen) oder Trockensaucen (Instantsau- cen). Sie können vor dem Einarbeiten in Lebensmittel durch Rühren mit Wasser oder wässrigen Zusammensetzungen in erfindungsgemäße Zubereitungen überführt werden und anschließend in Lebensmittel eingearbeitet werden. Die erfindungsgemäßen Pulver sind ebenfalls stabil und insbesondere lagerstabil. Besonders bevorzugt ist eine erfindungsgemäße Zubereitung bei der es sich um ein redispergierbares Pulver handelt. Solche redispergierbaren Pulver sind zum Beispiel durch Sprühtrocknen der erfindungsgemäßen Zubereitungen in Form von Emulsionen leicht zugänglich.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser-Emulsion, umfassend die folgenden Schritte: Bereitstellen eines Öls umfassend ein, zwei oder mehrere aktive Inhaltsstoffe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Lebensmittelfarbstoffen, färbenden Lebensmitteln, Aromen und aromatisierenden Lebensmitteln,

Bereitstellen von Pflanzen, Pflanzenteilen oder beides ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Früchten, Gemüsen und Teilen davon,

Zusammengeben des Öls und des Pflanzenmaterials,

Homogenisieren der Mischung zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser-Emulsion in der die Öltröpfchen einen Durchmesser von 50 μηη oder weniger aufweisen.

Je nach Zweckmäßigkeit können vor oder nach dem Homogenisieren noch die vorstehend genannten Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe zu der Mischung hinzuzugeben werden.

Bevorzugt wird homogenisiert, bis die Öltröpfchen einen Durchmesser von kleiner als 20 μηη, besonders bevorzugt kleiner als 8 μηη und am meisten bevorzugt kleiner als 5 μηη aufweisen. Ein besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Homogenisieren der Mischung in zwei Stufen erfolgt, wobei in einem ersten Schritt homogenisiert und in einem zweiten Schritt hochdruckhomogenisiert wird. Dabei wird unter Homogenisieren jede Art des Homogenisierens verstanden außer einer Hochdruckhomogenisierung. Ein ganz besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Homogenisieren der Mischung in zwei Stufen erfolgt, wobei in einem ersten Schritt durch Dispergieren homogenisiert wird, insbesondere durch einen Ultra-Turrax ® Homogenisator und in einem zweiten Schritt eine Hochdruckhomogenisierung durchgeführt wird. Bevorzugt wird dabei im ersten Schritt das Homogenisieren bei einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5.000 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute 10 Minuten lang durchgeführt. Im zweiten Schritt wird die Hochdruckhomogenisierung bevorzugt bei 500 bis 1200 bar durchgeführt, bis die Öltröpfchen die gewünschte Größe aufweisen.

Früchte- und Gemüse werden in verschiedensten Zubereitungsformen industriell angeboten. Im vorliegenden Verfahren werden bevorzugt als Pflanzen und Pflanzenteile solche Pflanzen und Pflanzenteile eingesetzt, wie hierin für die erfindungsgemäßen Zubereitungen beschrieben und insbesondere wie hierin für als bevorzugt beschriebenen erfindungsgemäßen Zubereitungen beschrieben. Bevorzugt wird als Pflanze oder Pflanzenteil wenigstens ein Stoff eingesetzt, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Gemüsen, Teilen derselben, Gemüseerzeugnissen, Gemüsepulpe, Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Früchten, Teilen derselben, Fruchterzeugnissen, Fruchtpulpe, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe und zerkleinerte und/oder getrocknete oder teilgetrocknete Produkte dieser Stoffe, insbesondere Gemüsepulver und Fruchtpulver. Besonders bevorzugt wird als Pflanzenteil wenigstens ein Stoff eingesetzt, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Gemüsepulpe, Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtpulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat, und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe. Ganz besonders bevorzugt wird als Pflanzenteil wenigstens ein Stoff eingesetzt, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Gemüsemark, Gemüsekonzentrat, Gemüsesaft, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsepulver, Fruchtmark, Fruchtkonzentrat, Fruchtsaft, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtpulver. Da in der vorliegenden Erfindung ein Anteil der Trockensubstanz von etwa 40 bis 80 Gew.-% bevorzugt ist, werden bevorzugt solche Früchte- und Gemüseprodukte verwendet, die einen solchen Anteil oder einen ähnlichen Anteil an Trockensubstanz aufweisen. Daher ist die Verwendung von wenigstens einem Stoff ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gemüsekonzentrat, Gemüsekonzentrat mit Pulpe, Gemüsesaftkonzentrat, Gemüsesaftkonzentrat mit Pulpe, Fruchtkonzentrat, Fruchtkonzentrat mit Pulpe, Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtsaftkonzentrat mit Pulpe als Pflanzenteil besonders bevorzugt. Am meisten bevorzugt ist ein erfindungsgemäßes Verfahren wie hierin beschrieben, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzenteile ausgesucht sind aus der Gruppe bestehend aus Karottenkonzentrat, Karottenkonzentrat mit Pulpe, Karottensaftkonzentrat, Karottensaftkonzentrat mit Pulpe, Kürbiskonzentrat, Kürbiskonzentrat mit Pulpe Kürbissaftkonzentrat und Kürbissaftkonzentrat mit Pulpe. Es können auch verschiedene Zubereitungsformen gemischt werden. So können Frucht- oder Gemüsesäfte mit Gemüsepulver oder Fruchtpulver versetzt werden, um die richtige Zusammensetzung zu erhalten. Ferner kann Wasser hinzugefügt oder durch Trocknen entfernt werden. Zucker können als weitere Zusatzstoffe hinzugegeben werden.

Werden Früchte, Gemüse oder Teile davon verwendet, so werden diese geeignet zerkleinert und gegebenenfalls getrocknet. Das Zerkleinern kann durch übliche Verfahren geschehen, die bevorzugt ausgesucht sind aus der Gruppe bestehend aus Schneiden, Mahlen, Pressen, Mazerieren, Zerkleinern in einem Mixer und Homogenisieren. Alle anderen bekannten Verfahren zum Zerkleinern sind jedoch ebenfalls geeignet. Auch das Trocknen kann durch übliche Verfahren vorgenommen werden und wird bevorzugt durch ein oder mehrere Verfahren vorgenommen, die ausgesucht sind aus der Gruppe bestehend aus Sprühtrocknung, Gefriertrocknung, Gefrierkonzentrierung, Vakuumtrocknung, einschließlich Vakuumschaumtrocknung, Schaumschichttrocknung, Walzentrocknung, Bewegtfilmtrocknung, Hochfrequenztrocknung, Sprüh-Coating- Verfahren und Mikrowellentrocknung. Bevorzugt ist die Sprühtrocknung. Beim Trocknen kann gerade so viel Wasser entfernt werden, dass eine geeignete Zusammensetzung der wässrigen Phase erreicht wird. Bevorzugt werden bei der Zerkleinerung und der Trocknung der Früchte und Gemüse keine weiteren Stoffe zugegeben. Insbesondere keine Stoffe, die im Verarbeitungsprodukt verbleiben.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Pulvers, worin die erfindungsgemäße Zubereitung in Form einer Öl-in-Wasser- Emulsion zu einem Pulver getrocknet wird. Zum Trocknen können alle vorstehend genannten Trocknungsmethoden verwendet werden. Bevorzugt ist die Trocknung durch Sprühtrocknung. Durch Sprühtrocknung kann ein redispergierbares Pulver erhalten werden, welches durch einfaches Mischen mit Wasser oder mit einer wässrigen Zusammensetzung redispergiert werden kann. Wird mit anderen Trocknungsmethoden als Sprühtrocknung getrocknet, so muss das Pulver unter Umständen durch intensives Rühren oder Homogenisieren redispergiert werden. Den erfindungsgemäßen Öl-inWasser-Emulsionen können vor dem Trocknen Trockenhilfsmittel wie Maltodextrin zugesetzt werden. Solche Hilfsmittel, die üblicherweise beim Trocknen zugesetzt werden und Ihre Wirkungen beim Trocknen entfalten, sind dem Fachmann bekannt.

Demgemäß ist ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer ÖI-in-Wasser-Emulsion, worin eine erfindungsgemäße Zubereitung in Form eines Pulvers in Wasser redispergiert und so eine ÖI-in-Wasser-Emulsion hergestellt wird. Das Redispergieren erfolgt bevorzugt durch einfaches zusammengeben mit Wasser oder einer wässrigen Zusammensetzung. Das Redispergieren kann aber auch durch Rühren oder Homogenisieren durchgeführt werden. Alle Angaben die vorstehend für die erfindungsgennäßen Zubereitungen, deren Ölpha- se, deren oberflächenaktive System und den Wassergehalt gemacht sind gelten entsprechend auch für die Herstellungsverfahren. Insbesondere sind die für die erfindungsgemäßen Zubereitungen bevorzugten Ausführungsformen analog auch für die Verfahren bevorzugt.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Zubereitung, insbesondere eine erfindungsgemäße Zubereitung wie hierin beschrieben, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach einem Verfahren wie hierin beschrieben hergestellt wird. Bevorzugt ist dabei eine erfindungsgemäße Zubereitung wie hierin beschrieben, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach einem Verfahren wie hierin beschrieben hergestellt wird, bei dem das Homogenisieren der Mischung in zwei Stufen erfolgt, wie vorstehend beschrieben.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung sind Lebensmittel, die die erfindungsgemäßen Zubereitungen enthalten. Bevorzugt handelt es sich um wässrige oder pul- verförmige Lebensmittel. Besonders bevorzugt handelt es sich um ein Lebensmittel ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Süßwaren, Fruchtzubereitungen, Milchprodukten, insbesondere Joghurt, Getränken, insbesondere aromatisierten Getränken, Backwaren, insbesondere Backmischungen, Trocken-Dessertmischungen, Trockensuppen (Instantsuppen), Trockensaucen (Instantsaucen) und Getränken. Bevorzugt enthalten solche Lebensmittel keine weiteren Emulgatoren.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Zubereitung zur Färbung oder zum Aromatisieren von Lebensmitteln. Besonders bevorzugt ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Zubereitung zur Färbung oder zum Aromatisieren von Lebensmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Milchprodukten, Süßwaren, Backwaren und Getränken. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Zubereitung zur Färbung oder zum Aromatisieren von Lebensmitteln ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Milchprodukten, Süßwaren und Backwaren. Unter den Milchprodukten sind dabei wiederum solche ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Joghurt, Eiscreme und Käse bevorzugt. Eine Sonderstellung nehmen dabei die Färbung und das Aromatisieren von Käse ein. Bei der Käseherstellung ist es wichtig, dass die Farbstoffe und/oder Aromastoffe im Käserückstand verbleiben, nicht jedoch in der Molke. Die bei der Käseherstellung gewonnene Molke soll nicht gefärbt oder aromatisiert sein, also nach Möglichkeit keinerlei Färb- und/oder Aromastoffe enthalten, da sie oft zu Babynahrung weiter verarbeitet, beziehungsweise weiterverkauft wird. Aromatisierte oder gefärbte Molke ist jedoch zur Weiterverarbeitung zu Babynahrung meist ungeeignet und wäre dann nicht weiter verwendbar und müsste verworfen oder zu weniger profitablen Produkten wie zum Beispiel Tiernahrung weiter verarbeitet werden. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen führen aber bei der Verwendung zur Färbung von Käse dazu, dass nur ein sehr geringer Anteil der Färb- und/oder Aromastoffe in der Molke verbleibt. Am meisten bevorzugt ist daher die Verwendung der erfindungsgemäßen Zubereitung zur Färbung oder zum Aromatisieren von Käse.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung sind Lebensmittel, die mittels der erfindungsgemäßen Zubereitung gefärbt sind. Besonders bevorzugt sind Lebensmittel ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Milchprodukten, Süßwaren, Backwaren und Getränken, die mittels der erfindungsgemäßen Zubereitung aromatisiert oder gefärbt sind. Ganz besonders bevorzugt sind Lebensmittel ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Milchprodukten, Süßwaren und Backwaren, die mittels der erfindungsgemäßen Zubereitung gefärbt oder aromatisiert sind. Unter den Milchprodukten sind dabei wiederum solche Lebensmittel bevorzugt, die ausgesucht aus der Gruppe bestehend aus Joghurt, Eiscreme und Käse, die mittels der erfindungsgemäßen Zubereitung gefärbt oder aromatisiert sind. Am meisten bevorzugt ist Käse, der mittels der erfindungsgemäßen Zubereitung gefärbt oder aromatisiert ist.

Beispiele:

Rohstoffe:

1. Karottensaftkonzentrat mit Pulpe; erhältlich von: riha Wesergold Getränke GmbH & Co. KG, Rinteln, Deutschland; Lösliche Feststoffe: 50 +/- 5 °Brix; pH: 4,3 +/- 0,3; Viskosität: 1000 +/- 500 MPa*s. 2. Zitronensaftkonzentrat; erhältlich von: IPRONA AG - S.p.A., Lana, Italien; Konzentration: 8-fach; Lösliche Feststoffe (20 °C): 55,0 bis 57,0 °Brix; pH: 1,3 - 2,3; Säuregehalt als Zitronensäure: 350,0 - 450,0; Dichte: 1,310 g/ml. 3. Kürbissaftkonzentrat („Pumpkin Juice Concentrate"); erhältlich von: Diana Naturais, Antrain, Frankreich; Konzentration: 8,6-fach; Gesamtkohlenhydrate 41 g, 59 bis 61 °Brix; pH (10-prozentige Lösung): 4,8 bis 6,8; Säuregehalt als Zitronensäure: 0,3 - 1,7 %; Dichte: 1,310 g/ml. 4. Curcuma-Oleoresin („Oleoresin Turmeric"); erhältlich von: Synthite, Indien. 5. Paprika-Öl („NatureBrite™ Paprika ON"); erhältlich von: Kalsec ® Inc., Kalamazoo, Michigan, USA. 6. Gummi arabicum (E 414,„Spray Dried Gum Acacia 396 A"); erhältlich von: Alland & Robert, Paris, France; Restfeuchte kleiner oder gleich 10 %. 7. Maltodextrin („Avebe™ MD 20 P); erhältlich von Coöperatie AVEBE U.A., Ve- endam, Niederlande; Kohlenhydratgehalt 94,5 %. 8. Maltodextrin („Glucidex ® IT P12"); erhältlich von Roquette GmbH, Frankfurt, Deutschland; Restfeuchte 5 % max. 9. Zucker („Weißzucker fein Version 1401"); erhältlich von Ferdinand Kreutzer Sa- bamühle GmbH, Nürnberg, Deutschland. 10. Joghurt, handelsüblicher Joghurt ohne irgendwelche Zutaten mit einem Fettgehalt von 3,5 %.

Messmethoden:

1. Partikelgrößen

Mikroskop: Axio Lab.Al mit lOOOx Vergrößerung in Verbindung mit der Kamera Axio- Cam MR Rev3 und dem Auswertungsprogram AxioVision, Version 4.8.2 (erhältlich von Carl Zeiss Microscopy GmbH, Königsallee 9 - 21, 37081 Göttingen, Deutschland).

Zur Messung der Teilchengröße werden 5 unabhängige Proben ä 100 ml aus dem Produktionsansatz entnommen. Aus jeder Probe wird mit einer Pasteurpipette eine 2 ml Probe aufgezogen. Aus jeder aufgezogenen Probe wird ein Tropfen auf einen Glas- Objektträger aufgetragen, welcher sodann mit einem Deckglas von 2 x 2 cm Größe abgedeckt wird. Darauf wird ein Tropfen Immersionsöl aufgetragen. Der Objektträger mit der Probe wird durch den Objekthalter auf dem Kreuztisch eingespannt, das Mikroskop wird auf 1000-fache Vergrößerung eingestellt, das Objektiv wird zentrisch zur Probe ausgerichtet und nach Eintauchen des Objektivs in den Tropfen des Immersionsöl wird das Bild scharf gestellt. Mit der installierten Mikroskopkamera Zeiss„Axio- Cam MR Rev3" und der Software„AxioVision" wird ein Bild aufgenommen. In jedem Bild wird der Durchmesser des größten Öltröpfchens gemessen, wobei der größte Durchmesser der Oltröpfchen der Zusammensetzung im Sinne dieser Erfindung der Mittelwert der jeweils mikroskopisch gemessenen Durchmesser der größten Öltröpf- chen der fünf Tropfen (Proben) ist. Der Durchmesser aller Oltröpfchen ist gleich oder kleiner als der größte Durchmesser der Oltröpfchen.

2. Farbwert El%

UV-VIS Spektrophotometer: Shimadzu UV-VIS Spectrophotometer UV-1800 (erhältlich von Shimadzu Europa GmbH, Albert-Hahn-Straße 6-10, 47269 Duisburg, Deutschland) Arbeitsmaterialien:

Quarzglasküvette: Präzisions-Küvetten (Quarzglas SUPRASIL) 100-QS Schichtdicke 10 mm von Hellma GmbH & Co. KG, Klosterrunsstraße 5, 79379 Müllheim, Deutschland; Messkolben: 100 ml Messkolben Blaubrand, A mit NS12/21 von Brand GmbH & Co. KG, Postfach 1155, 97861 Wertheim, Deutschland

Einwegspritze: 10 ml (12 ml) Soft-Ject ® Einmalspritze von Henke Sass Wolf, Keltenstraße 1, 78532 Tuttlingen, Deutschland

Spritzenfilter: Nalgene Syringe Filter, Sterile Nylon membrane, 0.2 μηη 25mm diameter von Thermo Scientific Nalgene Products, 75 Panorama Creek Drive, Rochester, NY 14625-2385.

3. Farbton CIELAB (L*a*b*C*h*-Farbraum)

Spektrophotometer: Minolta Spectrophotometer CM-600d (erhältlich von Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH, Europaallee 17, 30855 Langenhagen, Deutschland) unter den folgenden Bedingungen: Beobachter: 2 Grad, Erste Lichtart: D50.

Geräte zur Dispergierung:

Zahnkranzdispergierung: Ultra-Turrax T50 basic Motor mit S N 50 G 45 FF Dispergier- werkzeug (erhältlich von IKA ® -Werke GmbH & Co. KG, 79219 Staufen, Deutschland); Hochdruckhomogenisator: APV1000 (erhältlich von: APV, An SPX Brand, Her- sted0stervej 27-29, C3, Ist Floor, DK-2620 Albertslund, Denmark).

Beispiel 1:

Herstellen einer erfindungsgemäßen Zubereitung aus Karottensaftkonzentrat und Curcuma-Ölextrakt 9260 g eines Karottensaftkonzentrats mit Pulpe mit 50 Brix-Graden und 240 g Zitronensaftkonzentrat mit 55 Brix-Graden werden zusammengegeben und unter Rühren innerhalb von 30 Minuten auf 80 °C erhitzt. Parallel dazu werden 500 g Curcuma- Oleoresin in 30 Minuten unter Rühren schrittweise auf 140 °C erhitzt. Es wird für weitere 5 Minuten gerührt, wobei das Curcuma-Oleoresin nicht mehr trüb erscheint. Anschließend wird das 140 °C warme Curcuma-Oleoresin unter Rühren über eine Zeitdauer von 30 Minuten in die Wasserphase eingerührt, wobei die Wasserphase bei der Temperatur von 80 °C gehalten wird. Anschließend wird die Mischung bei 80 °C mit einem Rotor-Stator Ultra-Turrax bei einer Frequenz von 10.000 Umdrehungen pro Minute 10 Minuten lang homogenisiert. Anschließend wird eine Hochdruckhomogenisierung bei 800 bar mit nur einer Passage der Emulsion durch den Hochdruckhomogenisator APV1000 durchgeführt. Die Tröpfchen des Produkts weisen eine Tröpfchengröße von 4,65 μηη oder weniger auf.

Beispiel 2:

Herstellen einer erfindungsgemäßen Zubereitung aus Karottensaftkonzentrat und Paprika-Öl

8230 g eines Karottensaftkonzentrats mit Pulpe mit 50 Brix-Graden, 350 g Wasser und 240 g Zitronensaftkonzentrat mit 55 Brix-Graden werden zusammengegeben und unter Rühren innerhalb von 30 Minuten auf 80 °C erhitzt. Anschließend werden bei 80 °C 150 g Zucker eingerührt. Parallel dazu werden 1000 g Paprika-Öl in 30 Minuten unter Rühren auf 80 °C erhitzt. Dann werden 30 g Kaliumhydroxid zu der Ölphase gegeben und es wird 30 Minuten bei 80 °C weitergerührt. Anschließend wird die Ölphase unter Rühren über eine Zeitdauer von 30 Minuten in die Wasserphase eingerührt, wobei Ölphase und Wasserphase bei der Temperatur von 80 °C gehalten werden. Anschließend wird die Mischung bei 80 °C mit einem Rotor-Stator Ultra-Turrax bei einer Frequenz von 10.000 Umdrehungen pro Minute 10 Minuten lang homogenisiert. Anschließend wird eine Hochdruckhomogenisierung bei 800 bar mit nur einer Passage der Emulsion durch den Hochdruckhomogenisator APV1000 durchgeführt. Die Tröpfchen des Produkts weisen eine Tröpfchengröße von 3,26 μηη oder weniger auf. Beispiel 3:

Herstellen einer erfindungsgemäßen Zubereitung aus Kürbissaftkonzentrat und Paprika-Öl

Aus 9230 g Kürbissaftkonzentrat, 30 g Kaliumhydroxid, 240 g Zitronensaftkonzentrat mit 55 Brix-Graden und 500 g Paprika-Öl wird entsprechend der für Beispiel 2 genannten Vorschrift eine erfindungsgemäße Zubereitung hergestellt. Die Tröpfchen des Produkts weisen eine Tröpfchengröße von 2,16 μηη oder weniger auf.

Vergleichsbeispiel 1:

Herstellen einer Zusammensetzung umfassend Gummi arabicum und Curcuma- Oleoresin

10 kg Wasser und 600 g Zitronensaftkonzentrat mit 55 Brix-Graden werden vorgelegt und 6 kg Gummi arabicum werden bei 45 °C über eine Zeitspanne von 30 Minuten eingerührt. Wenn alles Gummi arabicum gelöst ist, werden 1940 g Maltodextrin („Avebe") hinzugegeben und bei 45 °C durch Rühren in Lösung gebracht. Parallel dazu werden 1460 g Curcuma-Oleoresin in 30 Minuten unter Rühren schrittweise auf 140 °C erhitzt. Es wird für weitere 5 Minuten gerührt, wobei das Curcuma-Oleoresin transparent wird. Anschließend wird das 140 °C warme Curcuma-Oleoresin unter Rühren über eine Zeitdauer von 10 Minuten in die 45 °C warme Wasserphase eingerührt. Anschließend wird die Mischung bei 45 °C mit einem Rotor-Stator Ultra-Turrax bei einer Frequenz von 10.000 Umdrehungen pro Minute 15 Minuten lang homogenisiert. Die Tröpfchen des Produkts weisen eine Tröpfchengröße von 2,52 μηη oder weniger auf.

Vergleichsbeispiel 2:

Herstellen einer Zusammensetzung umfassend Gummi arabicum und Paprika-Öl 10 kg Wasser und 600 g Zitronensaftkonzentrat mit 55 Brix-Graden werden vorgelegt und 6 kg Gummi arabicum werden bei 45 °C über eine Zeitspanne von 30 Minuten eingerührt. Anschließend werden 1840 g Maltodextrin („Avebe") hinzugegeben und bei 45 °C durch Rühren in Lösung gebracht. Parallel dazu werden 1500 g Paprika-Öl in 30 Minuten unter Rühren auf 80 °C erhitzt. Dann werden 60 g 50-prozentige Kaliumhydroxid-Lösung in Wasser zu der Ölphase gegeben und es wird 30 Minuten bei 80 °C weitergerührt. Anschließend wird die Ölphase unter Rühren über eine Zeitdauer von 30 Minuten in die Wasserphase eingerührt, wobei Ölphase und Wasserphase bei der Temperatur von 80 °C gehalten werden. Anschließend wird die Mischung bei 80 °C mit einem Rotor-Stator Ultra-Turrax bei einer Frequenz von 10.000 Umdrehungen pro Minute 10 Minuten lang homogenisiert. Die Tröpfchen des Produkts weisen eine Tröpfchengröße von 1,89 μηη oder weniger auf.

Farbintensität

Tabelle 1: Farbtonvergleich

L*a*b*C*h*-Werte: Von einer vorstehend beschriebenen Zubereitung wird ein gefärbter Joghurt hergestellt, indem 0,15 g der Zubereitung in 50 g eines 3,5% Vollfettjoghurts eingerührt werden. Die L*a*b*C*h*-Werte werden gemessen, bezogen auf einen Farbwert El% = 4,25, indem eine Probe des Joghurts in das Spektrophoto- meter eingebracht wird.

Beispiel 1 VergleichsBeispiel 2 Vergleichsbeispiel 1 beispiel 2

Ka rotte nsaft/ Gum. arab./ Karotte nsaft/ Gum. arab./ Curcuma-Öl. Curcuma-Öl. Paprika-Öl Paprika-Öl

El% 25,8s 1 » 36,50 2) 9,29 ! » 4,70 3)

Menge 0,0246 g 0,0175 g 0,0686 g 0,1356 g

L* 90,97 90,94 86,72 86,73 a* -3,36 -1,94 8,01 9,23 b* 21,15 18,84 19,33 22,05

C* 21,41 18,94 20,93 23,90 h* 99,02 95,87 67,49 67,29

11 El% in Wasser/Dichlormethan/Aceton (20/5/75) filtriert durch 0,2 μιη Spritzenfilter 454 nm

2) El% in Wasser / Ethanol (10/90) 420 nm

3) El% in Wasser / Aceton (10/90) 462 nm

Der Vergleich der Farbtöne der Produkte der Beispiele 1 und 2 mit den herkömmlichen färbenden Zusammensetzungen gemäß Vergleichsbeispielen 1 und 2 zeigt, dass die erfindungsgemäßen Zubereitungen ähnliche Farbtöne aufweisen, wie die bekannten Zusammensetzungen. Die Unterschiede sind selbst für den Fachmann mit bloßem Auge kaum auszumachen. Demgemäß können die erfindungsgemäßen Zubereitungen in gleicher Weise wie herkömmliche Färbemittel eingesetzt werden.

Beispiel 4: Herstellung eines Pulvers aus der Zubereitung gemäß Anspruch 1

9,5 kg des Produkts von Beispiel 1 und 7 kg Maltodextrin („Glucidex") werden in 30,4 kg Trinkwasser gelöst. Das erhaltene Gemisch wird einer Sprühtrocknung unterworfen. Die Zuluft weist dabei eine Temperatur von 185 °C und die Abluft eine Temperatur von 92,0 °C auf. Es wird ein trockenes Pulver erhalten. Die Ausbeute an erhaltener Trockensubstanz beträgt 11,8 kg (83,88 %). Die Extinktion (El% 426 nm in Wasser/Dichlormethan/Aceton, filtrieren durch 0,2μηη (20/5/R)) beträgt 18,4. Der Farbton des Pulvers im L*a*b*C*h*-Farbraum ist: L*: 63,16, a*: 28,55, b*: 68,51, C*: 74,23, h*: 67,38. Der Wassergehalt (IR) beträgt 1,90 % und der pH in 10-prozentiger Lösung in Wasser 4,90. Das Pulver ist wasserlöslich.

Beispiel 5: Herstellung eines Pulvers aus der Zubereitung gemäß Anspruch 2

9,5 kg des Produkts von Beispiel 2 und 6,6 kg Maltodextrin („Glucidex") werden in 29,2 kg Trinkwasser gelöst. Das erhaltene Gemisch wird einer Sprühtrocknung unterworfen. Die Zuluft weist dabei eine Temperatur von 185 °C und die Abluft eine Temperatur von 92,0 °C auf. Es wird ein trockenes Pulver erhalten. Die Ausbeute an erhaltener Trockensubstanz beträgt 11,170 kg (82,12 %). Die Extinktion (El% 454 nm in Wasser/Dichlormethan/Aceton, filtrieren durch 0,2μηη (20/5/R)) beträgt 6,29. Der Farbton des Pulvers im L*a*b*C*h*-Farbraum ist: L*: 55,82, a*: 41,38, b*: 61,33, C*: 73,49, h*: 55,99. Der Wassergehalt (IR) beträgt 1,83 % und der pH in 10-prozentiger Lösung in Wasser 5,0. Das Pulver ist wasserlöslich.

Beispiel 6: Färben von Käse

500 g frische Vollmilch mit 3,5% Fettgehalt (auch ESL-Milch wäre geeignet) werden in ein 1000ml Becherglas mit hoher Form gegeben und mit Milchsäure (L(+)-Milchsäure 90% in Wasser, CAS-Nummer: 79-33-4, Acros Organics) unter Rühren auf pH 6,2 eingestellt. Als pH-Meter wird ein Gerät von Mettler Toledo des Typs Seven Easy, Inlab Solids Pro-ISM verwendet, zum Rühren ein Magnetrührer der Firma IKA vom Typ Ika- mag Reo). Dann wird die Milch im Wasserbad auf 38°C erwärmt und 0,2 g der erfindungsgemäßen Zubereitung gemäß Beispiel 1 als färbende Zubereitung und 0,4 g Lab hinzugefügt. Die färbende Zubereitung und das Lab werden mit einem Kochlöffel homogen in der Milch verrührt. Anschließend wird die Milch für 20 Minuten bei 38°C im Wasserbad ruhen gelassen.

Die so entstandene Gallerte wird im Becherglas mit einem Messer mit einer ca. 15-20 cm langen glatten Klinge in ca. 2-3 mm große Stücke (Bruch) geschnitten. Der Bruch wird weitere 30 Minuten bei 38°C im Wasserbad ruhen gelassen. Sodann werden Molke und Käsebruch mit Hilfe eines Faltenfilters (Whatman 595 Vi Faltenfilter, Durchmesser 240mm) getrennt. Der Käsebruch wird in saugfähiges Papier eingewickelt und mit einer ca. 3-4 kg schweren Metallplatte für 1 Stunde gepresst.

Zum Vergleich wurde der Versuch identisch, aber ohne den Einsatz der erfindungsgemäßen Zubereitung wiederholt. Es zeigt sich, dass der gefärbte Rohkäse eine deutliche gelbe Färbung aufweist, während der ohne die erfindungsgemäße Zubereitung hergestellt Rohkäse praktisch eine weiße Farbe aufweist. Ein direkt der Vergleich der beiden Molken zeigt nur eine kaum merkliche Verfärbung der Molke, die unter Zusatz der erfindungsgemäßen Zubereitung hergestellt wurde. Damit ist die erfindungsgemäße Zubereitung außerordentlich gut geeignet für das Färben von Käse.