Mai, Josef (Freudenstädter Strasse 53, Horb-Rexingen, 72160, DE)
| 1. | Presse zum Herstellen von Laminaten, die zwei Pressplatten aufweist, die zum Ausüben eines Pressdrucks auf ein zwischen ihnen befindliches Laminat gegeneinander beweglich sind, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden Pressplatten (12,14) eine Heizfolie (16) auf ihrer dem Laminat (26) zugewandten Oberfläche (Pressfläche) aufweist, die an eine elektrische Stromquelle (18) angeschlossen ist und als elektrische Widerstandheizung wirkt. |
| 2. | Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizfolie (16) eine Stahlfolie ist. |
| 3. | Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse (10) ein elektrisch nicht leitendes Transportband (20) aufweist, das zwischen den Pressplatten (12,14) durchgeführt ist und das sich zwischen einer der beiden Pressplatten (12,14) und dem Laminat (26) befindet. |
| 4. | Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (20) nur einmal durch die Presse (10) durchgeführt wird. |
Eine derartige Presse ist bekannt aus der WO 03/064156 A1. Die bekannte Presse weist zwei Pressplatten auf, die zum Ausüben eines Pressdrucks auf ein zwischen ihnen befindliches Laminat gegeneinander beweglich sind. Das Laminat kann als Band oder in einzelnen Bögen zugeführt werden, es wird auf ein oder mehrere Prepreg-Bänder aufgelegt und der Presse zugeführt. Auf die Multilayer werden ebenfalls ein oder mehrere Prepreg-Bänder aufgelegt und der Presse zugeführt. Des Weiteren wird auf die Ober-und die Unterseite jeweils eine Kupferfolie aufgelegt, die in der Presse mittels der Prepreg Bänder auflaminiert werden. Zwischen einer unteren Pressplatte und der unteren Kupferfolie befindet sich eine Aluminiumfolie, die vor der Presse von einer Vorratsrolle abgewickelt und nach der Presse auf eine Rolle aufgewickelt wird. Die Aluminiumfolie dient als Transportband und als elektrische Widerstandsheizung. Sie ist über an Außenseiten der unteren Pressplatte angebrachte elektrische Kontakte an eine elektrische Stromquelle angeschlossen. Bei Versuchen hat sich gezeigt, dass es durch Abbrand im Bereich der elektrischen Kontakte zu Kontaktproblemen
kommen kann, eine Bestromung der Aluminiumfolie und damit die Heizwirkung verschlechtern sich. Des Weiteren verursachen Abbrandrückstände Uneben- heiten der Aluminiumfolie, die die Press-und Laminierqualität beeinträchtigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Presse der vorstehend erläuterten Art zu verbessern, insbesondere soll der elektrische Anschluss der Heizfolie verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Presse weist eine Heizfolie auf, die fest auf einer dem Laminat zugewandten Oberfläche der Pressplatte angeordnet ist und die sich nicht mit dem Laminat mitbewegt. Es kann eine solche Heizfolie an einer oder an beiden Pressplatten vorgesehen sein. Die Heizfolie ist an eine elektrische Stromquelle angeschlossen und wird zumindest während des Pressens mit Strom beaufschlagt. Sie wirkt als elektrische Widerstandsheizung und erwärmt das Laminat während des Pressens. Dabei muss die Heizfolie nicht zwingend dünn und flexibel sein, sie kann auch vergleichsweise dick und steif sein, die Verwendung eines Blechs als Heizfolie im Sinne der Erfindung ist denkbar. Die Erfindung hat den Vorteil, dass sich die Heizfolie dauerhaft und gut, insbesondere elektrisch gut leitend und mit geringem Übergangswiderstand an die Stromquelle anschließen lässt, so dass Kontaktabbrand weitestgehend ausgeschlossen ist.
Weiterer Vorteil ist, dass solcher Kontaktabbrand, falls er doch entstehen sollte, nicht auf die Pressfläche transportiert wird, weil die Heizfolie fest an der Pressplatte angeordnet ist und sich nicht mit dem Laminat mitbewegt.
Für die Heizfolie sind unterschiedliche Materialien möglich, die sich bei Stromdurchfluss erwärmen und damit als Heizung dienen können. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine Stahlfolie als Heizfolie vor, die eine im Vergleich zu beispielsweise Kupfer oder Aluminium harte Pressfläche aufweist, was als Vorteil für das Laminieren angesehen wird.
Weiterer Vorteil der Heizfolie ist, dass sie sich bei Verschmutzung, Abnutzung oder Beschädigung leicht wechseln lässt, so dass wieder eine einwandfreie Pressfläche zur Verfügung steht.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht ein elektrisch nicht leitendes Transportband zum Transport des Laminats durch die Presse vor. Das Transportband ist zwischen den Pressplatten durchgeführt, es befindet sich zwischen der unteren Pressplatte und dem Laminat, das auf dem Transportband liegt. Das Transportband besteht aus einem Material, das bei Laminiertemperatur nicht schmilzt sondern immer noch eine für seinen Zweck ausreichende Festigkeit aufweist, und das beim Laminieren nicht mit dem Laminat verklebt. Das Transportband kann nach dem Laminieren am Laminat haften, es muss sich allerdings rückstandsfrei vom Laminat abziehen lassen. Das Transportband ist beispielsweise eine Polyesterfolie. Es kann auch ein Kunststoff-Kupferfolie als Transportband verwendet werden, wobei die Kupferfolie von der Kunststofffolie abziehbar ist. Die Kupferfolie wird beim Laminieren auf das Laminat laminiert und bildet eine Außenlage des Multilayers. Das Transportband hat den Vorteil, dass es eine saubere und einwandfreie Oberfläche zum Pressen des Laminats zur Verfügung stellt.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, das Transportband als Einwegband zu verwenden und nur einmal durch die Presse durchzuführen. Dies hat den Vorteil, dass das Transportband fabrikneu ist, wenn es in die Presse gelangt und mit dem Laminat in Kontakt kommt. Ausschuss durch Verschmutzung der Oberfläche des Transportbandes wird dadurch vermieden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die einzige Figur zeigt eine Schema- darstellung einer erfindungsgemäßen Presse in Seitenansicht.
Die erfindungsgemäße Presse 10 weist eine feststehende untere Pressplatte 12 und eine bewegliche obere Pressplatte 14 auf, die zum Pressen auf die untere Pressplatte 12 absenkbar ist. Über einander zugewandte, nachfolgend Press-
flächen 16 genannte Oberflächen der Pressplatten 12,14 ist jeweils eine Stahlfolie als Heizfolie 16 gespannt. Die Heizfolie 16 sind an elektrische Spannungsquellen 18 angeschlossen und wirken als Widerstandheizungen. Die Pressplatten 12,14 sind elektrisch isolierend oder weisen zumindest im Bereich der Pressflächen eine elektrisch nicht leitende Oberfläche auf. Die Pressplatten 12,14 können beispielsweise aus eloxiertem Aluminium bestehen.
Zwischen den Pressplatten 12,14 sind ein oberes und ein unteres Transportband 20 durchgeführt, die aus einem elektrisch nicht leitenden Material bestehen, dessen Schmelz-oder Erweichungstemperatur oberhalb einer Laminier- temperatur der Presse 10 liegt. Die Transportbänder 20 können beispielsweise Polyesterfolien sein. Die Transportbänder 20 werden von Vorratsrollen 22 abgewickelt und nach Durchlaufen der Presse 10 auf Aufwickelrollen 24 aufgewickelt. Die Transportbänder 20 gelangen somit fabrikneu in die Presse 10 und werden nur einmal verwendet.
Zwischen die Transportbänder 20 wird ein Laminiergut, beispielsweise zu laminierende Lagen eines Multilayers 26 eingebracht. Durch Antrieb der Aufwickelrollen 24 wird der Multilayer 26 mit den Transportbändern 20 zwischen die Pressplatten 12,14 transportiert. Zum Pressen werden die Transportbänder 20 angehalten und durch Absenken der oberen Pressplatte 14 auf die untere Pressplatte 12 wird die Presse 10 geschlossen. Bei geschlossener Presse 10 werden die Heizfolie 16 bestromt und erwärmen sich aufgrund ihres elektrischen Widerstandes. Durch die Transportbänder 20 hindurch wird der Multilayer 26 auf eine Laminiertemperatur erwärmt und dabei von den Pressplatten 12,14 mit einem Pressdruck beaufschlagt. Nach Erreichen der Laminiertemperatur wird die Bestromung der Heizfolie 16 ausgeschaltet. Die Presse 10 bleibt solange geschlossen, bis der Multilayer 26 soweit abgekühlt ist, dass er entnommen werden kann ohne dass die Gefahr besteht, dass sich seine Lagen gegen- einander verschieben oder voneinander lösen. Durch Anheben der oberen Pressplatte 14 wird die Presse 10 geöffnet und die Aufwickelrollen 24 werden angetrieben, so dass die Transportbänder 20 den laminierten Multilayer 26 aus der Presse 10 transportieren.
