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Patent Searching and Data


Title:
PRESSURE-ADJUSTING VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/188889
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pressure-adjusting valve (1) comprising a housing (2) defining a fluid channel (3) with at least one inlet (4) and at least one outlet (5), a pressure-reduction body (6) arranged in the fluid channel (3) and defining a plurality of through-channels (7) that fluidically connect the inlet (4) to the outlet (5), and an adjusting body (11) which is positioned in the fluid channel (3) and which adjusts the flow through the through-channels (7) of the pressure-reduction body (6), said pressure-adjusting valve (1) comprising only one individual pressure-reduction body (6) embodied as a single piece. The invention is characterised in that the inlet openings of the through-channels (7) are positioned on the periphery of the pressure-reduction body (6) and the outlet openings of the through-channels (7) are positioned on the end face of the pressure-reduction body (6) or vice versa.

Inventors:
BALKOWSKI, Ingo (Hoefnagelsdyk 56, Kerken, 47647, DE)
BRÜGGEMANN, Peter (Zaunkönigweg 18, Dorsten, 46284, DE)
GREIN, Roland Georg (Bismarckstr. 47, Mülheim an der Ruhr, 45470, DE)
LEU, Bernd (Brucknerstr. 7, Meerbusch, 40670, DE)
Application Number:
EP2018/056484
Publication Date:
October 18, 2018
Filing Date:
March 15, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
F16K47/08
Foreign References:
US4397331A1983-08-09
US20160341335A12016-11-24
US20150041690A12015-02-12
EP2397655A22011-12-21
US20170067579A12017-03-09
DE102015005611A12016-11-03
CN201547279U2010-08-11
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Claims:
Patentansprüche

1. Druckeinstellventil (1) umfassend ein Gehäuse (2),

das einen Fluidkanal (3) mit zumindest einem Einlass (4) und

zumindest einem Auslass (5) definiert,

einen in dem Fluidkanal (3) angeordneten Druckabbaukörper (6) ,

der eine Vielzahl von Durchgangskanälen (7) definiert, die den Einlass (4) fluidtechnisch mit dem Auslass (5) verbinden, und

ein in dem Fluidkanal (3) positioniertes Einstellorgan (11) ,

das den Durchfluss durch die Durchgangskanäle (7) des

Druckabbaukörpers (6) einstellt, wobei das Druckeinstell¬ ventil (1) nur einen einzelnen, einteilig ausgebildeten Druckabbaukörper (6) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle (7) umfangsei- tig am Druckabbaukörper (6) und die Austrittsöffnungen der

Durchgangskanäle (7) stirnseitig am Druckabbaukörper (6) positioniert sind oder umgekehrt.

2. Druckeinstellventil (1) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens einige der Durchgangskanäle (7) radial und axial durch den Druckabbaukörper (6) geführt sind,

insbesondere auch in Umfangsrichtung (U) .

Druckeinstellventil (1) nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens einige der Durchgangskanäle (7) helix- und/oder mäanderförmige Abschnitte aufweisen.

4. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

Durchgangskanäle (7) einander kreuzen oder über Verbin- dungskanäle (13) miteinander verbunden sind.

5. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Querschnitt wenigstens einiger Durchgangskanäle (7) rund, mehreckig, schlitzförmig oder ringsegmentartig ausge¬ bildet ist.

6. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

sich der Querschnitt wenigstens einiger Durchgangskanäle (7) stromabwärts vergrößert,

insbesondere kontinuierlich vergrößert.

7. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Austrittsbereich wenigstens einiger Durchgangskanäle (7) im Querschnitt betrachtet kegel- oder pyramidenstumpf- artig ausgebildet ist.

8. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Austritte der Durchgangskanäle (7) gleichmäßig über zu¬ mindest eine Austrittsfläche des Druckabbaukörpers (6) ver¬ teilt sind. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

in dem Druckabbaukörper (6) zumindest ein Druckausgleichs¬ raum (15) vorgesehen ist, der wenigstens einige Durchgangs kanäle (7) unterbricht.

10. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Einstellorgan (11) glockenförmig ausgebildet ist, den Druckabbaukörper (6) von außen umschließt und die Ein- oder Austrittsöffnungen seiner Durchgangskanäle (7) wahlweise blockiert oder freigibt.

11. Druckeinstellventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Einstellorgan (11) stempeiförmig ausgebildet ist, in einer Aufnahmeöffnung (19) des Druckabbaukörpers vor und zurück bewegbar aufgenommen ist und die in die Aufnahmeöffnung (19) mündenden Durchgangskanäle (7) wahlweise blo¬ ckiert oder freigibt.

12. Druckeinstellventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Erstreckungsrichtung der Durchgangskanäle (7) im Bereich der Austrittsöffnungen weniger als 30° zur durch die Form des Auslasses (5) vorgegebenen Strömungsrichtung des

Fluids im Fluidkanal (3) geneigt ist, insbesondere weniger als 15 ° .

Description:
Druckeinstellventil

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Druckeinstellventil umfassend ein Gehäuse, das einen Fluidkanal mit zumindest ei ¬ nem Einlass und zumindest einem Auslass definiert, einen in dem Fluidkanal angeordneten Druckabbaukörper, der eine Vielzahl von Durchgangskanälen definiert, die den Einlass fluid- technisch mit dem Auslass verbinden, und ein in dem Fluidka- nal positioniertes Einstellorgan, das den Durchfluss durch die Durchgangskanäle des Druckabbaukörpers einstellt bzw. re ¬ gelt.

Bei vielen Kraftwerksanwendungen ist es erforderlich, den Druck eines Fluids von einem hohen Druckniveau auf ein nied ¬ riges Druckniveau zu entspannen. Zu diesem Zweck werden im Stand der Technik u.a. Druckeinstellventile der eingangs ge ¬ nannten Art mit einer Vielzahl von Druckabbaukörpern eingesetzt, in denen ein Druckabbau durch die mit einer mehrfachen Strömungsumlenkung einhergehenden Reibungseffekte erzielt wird. So offenbart beispielsweise die Druckschrift CN

201547279 U ein Druckeinstellventil der eingangs genannten Art, das eine Vielzahl gestapelter, ringförmiger ausgebildeter Druckabbaukörper aufweist, die von einem drucktragenden Hüllkörper umgeben sind. Die Druckabbaukörper sind jeweils mit Durchgangskanälen versehen und bilden insgesamt eine im Wesentlichen hohlzylindrische Anordnung. Die Durchgangskanäle erstrecken sich mäanderförmig innerhalb einer radialen Ebene vom Innenumfang zum Außenumfang der jeweiligen Druckabbaukör- per. Ein wesentlicher Nachteil solcher zu einem Scheibenpaket zusammengefasster Druckabbaukörper besteht allerdings darin, dass sich die einzelnen Druckabbaukörper in transienten Be- triebszuständen durch temperatur- und/oder schwingungsbedingte Kräfte relativ zueinander bewegen können, was zu einem vergleichsweise großen Verschleiß führt. Auch ist die Abdich ¬ tung zwischen den Druckabbaukörpern untereinander sowie zwischen den Druckabbaukörpern und dem Einstellorgan sehr problematisch, das durch einen Regelkolben gebildet wird, der sich durch die mittigen Durchgangsöffnungen der scheibenförmigen Druckabbaukörper erstreckt. Noch ein weiterer Nachteil von scheibenförmigen Druckabbaukörpern besteht darin, dass die Länge der jeweiligen Durchgangskanäle aufgrund der Bau- form sehr beschränkt ist und im Wesentlichen nur vergrößert werden kann, indem der Außendurchmesser der scheibenförmigen Druckabbaukörper vergrößert wird. Hierdurch vergrößern sich aber auch die Außenabmessungen des Druckeinstellventils, was in vielen Fällen nicht im Einklang mit dem zur Verfügung ste- henden Bauraum steht. Darüber hinaus nimmt auch der Hüllkörper zusätzlichen Bauraum in Anspruch.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Druckeinstellventil der ein- gangs genannten Art mit alternativem Aufbau zu schaffen.

Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung ein Druckeinstellventil der eingangs genannten Art, das nur einen einzelnen, einteilig ausgebildeten Druckabbaukörper aufweist. Eine solche einteilige Ausbildung des Druckabbau ¬ körpers kann insbesondere unter Einsatz eines additiven Fertigungsverfahrens hergestellt werden, wie beispielsweise un ¬ ter Einsatz eines SLM-Verfahrens (Selective Laser Melting) . Sie ist gegenüber einer mehrteiligen Ausbildung dahingehend von Vorteil, dass ein Verschleiß aufgrund sich relativ zuei ¬ nander bewegender Einzelteile nicht möglich ist. Darüber hinaus gestaltet sich die Abdichtung zwischen dem Druckabbaukörper einerseits und dem Einstellorgan andererseits bei einem einzelnen, einteilig ausgebildeten Druckabbaukörper als un- problematisch. Ferner sind Form, Größe und Erstreckungsrich- tung der Durchgangskanäle ebenso wie die Form des Druckabbau ¬ körpers selbst in weiten Bereichen frei wählbar, was zu einer großen Flexibilität bei der Konstruktion des erfindungsgemä ¬ ßen Druckeinstellventils führt. Entsprechend kann die Kon- struktion sehr flexibel und individuell an die jeweiligen Be ¬ dürfnisse des Einzelfalls angepasst werden. Ein weiterer Vor ¬ teil besteht darin, dass Dank der einteiligen Ausbildung des Druckabbaukörpers auf die Verwendung eines Hüllkörpers voll- ständig verzichtet werden kann, wodurch die Anzahl der Bauteile sowie der Bauraumbedarf reduziert wird. Erfindungsgemäß sind die Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle umfangseitig am Druckabbaukörper und die Austrittsöffnungen der Durch- gangskanäle stirnseitig am Druckabbaukörper positioniert oder umgekehrt, also die Eintrittsöffnungen stirnseitig und die Austrittsöffnungen umfangsseitig . Dies ist dahingehend von Vorteil, dass Hindernisse, auf die das aus dem Druckabbaukör ¬ per austretende Fluid treffen kann, minimiert werden, da die Durchgangskanäle im Bereich ihrer Austrittsöffnungen zur durch die Form des Auslasses vorgegebenen Strömungsrichtung des Fluids im Fluidkanal ausgerichtet sind, was zu einer ge ¬ ringen Schallentwicklung führt. Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind wenigstens einige der Durchgangskanäle radial und axial durch den Druckabbaukörper geführt, insbesondere auch in Umfangs- richtung. Mit anderen Worten erstrecken sich wenigstens einige der Durchgangskanäle im Gegensatz zum eingangs beschriebe- nen Stand der Technik, bei dem sämtliche Durchgangskanäle le ¬ diglich zweidimensional innerhalb einer einzelnen radialen Ebene durch die ringförmigen Druckabbaukörper geführt sind, dreidimensional durch den Druckabbaukörper. Auf diese Weise können sehr lange Durchgangskanäle erzielt werden, die einen großen Druckabbau nach sich ziehen. Somit kann beispielsweise die Anzahl von Druckstufen, in denen ein abzubauender Druck abgebaut wird, erheblich reduziert werden.

Bevorzugt weisen wenigstens einige der Durchgangskanäle he- lix- und/oder mäanderförmige Abschnitte auf. Dies führt zu häufigen Richtungsänderungen des die Durchgangskanäle durchströmenden Fluids, wodurch ebenfalls der Druckabbau innerhalb der Durchgangskanäle begünstigt wird. Vorteilhaft kreuzen die Durchgangskanäle einander, insbeson ¬ dere unter Bildung einer gitterartigen Struktur, oder sind über Verbindungskanäle miteinander verbunden. Dank einer solchen Ausbildung wird eine sehr gleichmäßige Durchströmung des Druckabbaukörpers erzielt. Zudem werden innerhalb der Strö ¬ mung Turbulenzen erzeugt, die ebenfalls dem Druckabbau zu ¬ träglich sind. Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist der Querschnitt wenigstens einiger Durchgangskanäle rund, mehr ¬ eckig, schlitzförmig oder ringsegmentartig ausgebildet.

Bevorzugt vergrößert sich der Querschnitt wenigstens einiger Durchgangskanäle stromabwärts, insbesondere kontinuierlich.

Vorteilhaft ist der Austrittsbereich wenigstens einiger

Durchgangskanäle im Querschnitt betrachtet kegel- oder pyra ¬ midenstumpfartig ausgebildet. Dadurch wird die Ausbildung ei- ner Vielzahl von Freistrahlen beim Austreten des Fluids aus dem Druckabbaukörper verhindert, wodurch insbesondere die Schallemission deutlich reduziert wird.

Die Austritte der Durchgangskanäle sind vorteilhaft gleichmä- ßig über zumindest eine Austrittsfläche des Druckabbaukörpers verteilt, was ebenfalls zu geringen Schalleistungen beiträgt.

Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist in dem Druckabbaukörper zumindest ein Druckausgleichsraum vorge- sehen, der wenigstens einige Durchgangskanäle unterbricht. Ein solcher Druckausgleichsraum trägt zum einen zur Beruhigung des den Druckabbaukörper durchströmenden Fluids bei. Zum anderen wird das Fluid gleichmäßiger auf die mit dem Druckausgleichsraum verbundenen Durchgangskanäle verteilt.

Bevorzugt ist das Einstellorgan glockenförmig ausgebildet, umschließt den Druckabbaukörper von außen und gibt die Eintrittsöffnungen seiner Durchgangskanäle wahlweise frei oder blockiert diese. Somit wird ein sehr einfacher Aufbau des Druckeinstellventils erzielt.

Alternativ ist das Einstellorgan stempeiförmig ausgebildet und in einer Aufnahmeöffnung des Druckabbaukörpers vor und zurück bewegbar aufgenommen, in welche die Durchgangskanäle münden, so dass das Einstellorgan die Durchgangskanäle in Ab ¬ hängigkeit von seiner Stellung wahlweise blockiert oder frei ¬ gibt .

Bevorzugt ist die Erstreckungsrichtung der Durchgangskanäle im Bereich der Austrittsöffnungen weniger als 30° zur durch die Form des Auslasses vorgegebenen Strömungsrichtung des Fluids im Fluidkanal geneigt, insbesondere weniger als 15°.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung von Druckeinstellventilen gemäß verschiedener Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung deutlich. Darin ist

Figur 1 eine schematische Querschnittansicht ei ¬ nes Druckeinstellventils gemäß einer Aus ¬ führungsform der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 eine schematische Querschnittansicht ei ¬ ner ersten Variante eines Druckabbaukörpers und eines Einstellorgans des in Fi- gur 1 gezeigten Druckeinstellventils, wo ¬ bei die Komponenten jeweils nur zur Hälf ¬ te dargestellt sind;

Figur 3 eine Querschnittansicht entlang der Linie

A-A in Figur 2;

Figur 4 eine alternative Querschnittansicht ent ¬ lang der Linie A-A in Figur 2; Figur 5 eine schematische Querschnittansicht ei ¬ ner zweiten Variante des Druckabbaukörpers und des Einstellorgans des in Figur 1 dargestellten Druckeinstellventils, wo- bei die Komponenten jeweils nur zur Hälf ¬ te dargestellt sind;

Figur 6 eine schematische Seitenansicht einer

dritten Variante des Druckabbaukörpers des in Figur 1 dargestellten Druckeinstellventils;

Figur 7 eine Querschnittansicht entlang der Linie

B-B in Figur 6, wobei nur ein Viertel des Querschnitts dargestellt ist;

Figu eine Schnittansicht entlang der Linie C-C in Figur 7;

Figu eine schematische Querschnittansicht ei ¬ nes Druckeinstellventils gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

Figur 10 eine schematische Querschnittansicht ei ¬ nes Druckabbaukörpers des in Figur 1 dar ¬ gestellten Druckeinstellventils, wobei dieser nur zur Hälfte gezeigt ist;

Figur 11 eine vergrößerte Ansicht des in Figur 10 mit dem Bezugszeichen XI gekennzeichneten Ausschnitts ;

Figur 12 eine Querschnittansicht entlang der Linie

D-D in Figur 11;

Figur 13 eine Querschnittansicht entlang der Linie

E-E in Figur 11;

Figuren 14 bis Ansichten, die weitere mögliche Ausbil ¬ dungen von Fluidkanälen eines erfindungsgemäßen Druckabbaukörpers zeigen; Figur 17 eine Ansicht, die verschiedene mögliche

Querschnitte von Durchgangskanälen erfindungsgemäßer Druckabbaukörper zeigt;

Figur 18 eine schematische Querschnittansicht ei ¬ ner weiteren Variante des Druckabbaukörpers und des Einstellorgans eines erfin ¬ dungsgemäßen Druckventils; und

Figur 19 eine schematische Querschnittansicht noch einer weiteren Variante.

Figur 1 zeigt ein Druckeinstellventil 1 gemäß einer Ausfüh- rungsform der vorliegenden Erfindung.

Das Druckeinstellventil 1 umfasst ein mehrteiliges Gehäuse 2, das einen Fluidkanal 3 mit einem Einlass 4 und einem Auslass 5 definiert. Ferner umfasst das Druckeinstellventil 1 einen einzelnen, einteilig ausgebildeten und in dem Fluidkanal 3 angeordneten Druckabbaukörper 6, der vorliegend unter Verwendung eines additiven Fertigungsverfahrens aus Metall bzw. aus einer Me ¬ talllegierung hergestellt ist. Der Druckabbaukörper 6 defi- niert eine Vielzahl von Durchgangskanälen 7, die den Einlass 4 strömungstechnisch mit dem Auslass 5 verbinden, wie es nachfolgend noch näher erläutert ist. Der Druckabbaukörper 6 ist dabei derart in dem Fluidkanal 3 positioniert, dass ein vom Einlass 4 kommendes Fluid den Auslass 5 nur erreichen kann, indem es die Durchgangskanäle 7 des Druckabbaukörpers 6 passiert. Der Druckabbaukörper 6 ist vorliegend rotationssymmetrisch ausgebildet und umfasst einen oberen zylindrischen Abschnitt 8, in dem umfangsseitig die Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle 7 positioniert sind, einen sich stromabwärts im Durchmesser konisch aufweitenden mittleren Abschnitt 9 und einen unteren Abschnitt 10, an dem stirnseitig die Austritts ¬ öffnungen der Durchgangskanäle 7 positioniert sind. Zudem umfasst das Druckeinstellventil 1 ein in dem Fluidkanal positioniertes Einstellorgan 11, das in bekannter Weise über eine Ventilspindel 12 betätigbar ist und den Durchfluss des Fluids durch die Durchgangskanäle 7 des Druckabbaukörpers 6 einstellt bzw. regelt. Vorliegend ist das Einstellorgan 11 glockenförmig ausgebildet und umschließt den oberen Abschnitt 8 des Druckabbaukörpers 6 von außen derart, dass es bei ent ¬ sprechender Betätigung die Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle 7 wahlweise blockiert oder freigibt.

Die Figuren 2 und 3 zeigen eine erste Variante des Druckab ¬ baukörpers 6. Bei dieser Variante erstrecken sich die Durch ¬ gangskanäle 7 ausgehend von der Umfangsseite des oberen Ab ¬ schnitts 8 Zickzack- oder mäanderartig stromabwärts bis zur Stirnseite des unteren Abschnitts 10, wobei zumindest einige Durchgangskanäle 7 über Verbindungskanäle 13 miteinander ver ¬ bunden sind. Die Durchgangskanäle 7 haben jeweils einen mehr ¬ eckigen Querschnitt, der sich in Strömungsrichtung im Wesentlichen kontinuierlich derart vergrößert, dass die Austritts- Öffnungen benachbarter Durchgangskanäle 7 lediglich durch sehr dünne Materialstege 14 voneinander getrennt sind. Die Austrittsöffnungen sind dabei sehr gleichmäßig über die

Stirnfläche des unteren Abschnitts 10 des Druckabbaukörpers 6 verteilt und zur durch die Form des Auslasses 5 vorgegebenen Strömungsrichtung des Fluids im Fluidkanal 3 ausgerichtet.

Wird das Einstellorgan 11 ausgehend von der in Figur 2 dargestellten Stellung aufwärts bewegt, so werden die umfangssei- tig angeordneten Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle 7 des Druckabbaukörpers 6 nach und nach freigegeben, so dass ein durch das Druckeinstellventil 1 geleitetes Fluid vom Ein- lass 4 durch die Durchgangskanäle 7 des Druckabbaukörpers 6 in Richtung Auslass 5 strömen kann. Dank der Ausbildung der Durchgangskanäle 7 wird das Fluid auf seinem Weg durch den Druckabbaukörper 6 vielfach umgelenkt und verwirbelt, was mit einem entsprechenden Druckabbau über die Länge der Durchgangskanäle 7 einhergeht. Auch tragen die sich in Strömungs ¬ richtung kontinuierlich vergrößernden Querschnittsflächen der Durchgangskanäle 7 zur Entspannung des Fluids bei, ebenso wie die Verbindungskanäle 13, die zudem eine gleichmäßige Vertei ¬ lung des Fluids über die Durchgangskanäle 7 bewirken. Beim Austritt des Fluids aus dem Druckabbaukörper 6 bewirken die sich pyramidenstumpfartig aufweitenden Austrittsbereiche, die gleichmäßige Verteilung der Austrittsöffnungen über die

Stirnfläche des unteren Abschnitts 10 des Druckabbaukörpers 6 und die sehr dünnen Materialstege 14 zwischen den einzelnen Austrittsöffnungen, dass keine einzelnen Freistrahlen erzeugt werden. Vielmehr ergibt sich eine sehr gleichmäßige Strömung an der Austrittsseite des Druckabbaukörpers 6, die mit einer sehr geringen Geräuschemission einhergeht.

Figur 4 zeigt eine Variante des Druckabbaukörpers 6, die sich dahingehend von der zuvor beschriebenen Variante unterschei ¬ det, dass die Querschnitte der einzelnen Durchgangskanäle 7 im Wesentlichen eine einheitliche Größe mit vorliegend quad- rat- oder rautenartiger Form aufweisen. Die in Figur 5 dargestellte weitere Variante des Druckabbau ¬ körpers 6 weist in Bezug auf den in Figur 2 dargestellten Druckabbaukörper 6 dahingehend Unterschiede auf, dass bei diesem zumindest ein Druckausgleichsraum 15 ausgebildet ist, der bezogen auf die Durchgangskanäle 7 zwischen deren Ein- lass- und Auslassöffnungen angeordnet ist und wenigstens ei ¬ nige, vorliegend alle Durchgangskanäle 7 unterbricht. Ein solcher Druckausgleichsraum 15 trägt zum einen zur Beruhigung des den Druckabbaukörper 6 durchströmenden Fluids bei. Zum anderen wird das Fluid gleichmäßiger auf die mit dem Druck- ausgleichsraum 15 stromabwärts verbundenen Durchgangskanäle 7 verteilt .

Die Figuren 6 bis 8 zeigen eine dritte Variante des Druckab ¬ baukörpers 6, dessen Durchgangskanäle 7 einen gleichmäßigen Querschnitt mit quadrat- oder rautenartiger Form aufweisen. Die Durchgangskanäle 7 erstrecken sich, wie es aus einer Zu ¬ sammenschau der Figuren 7 und 8 hervorgeht, treppen- oder mä- anderartig sowohl in axialer Richtung A als auch in Umfangs- richtung U durch den Druckabbaukörper 6.

Ein Druckeinstellventil 1 gemäß einer weiteren Ausführungs- form der vorliegenden Erfindung ist in Figur 9 gezeigt. Dieses unterscheidet sich dahingehend von der in Figur 1 darge ¬ stellten Ausführungsform, dass der Druckabbaukörper 6 nicht mit der Stirnseite seines unteren Abschnittes 10 auf dem Ge ¬ häuse 2 des Druckeinstellventils 1 aufliegt, sondern mit der Unterseite eines radial auswärts vorstehenden Ringvorsprungs 16, der sich zwischen dem mittleren Abschnitt 9 und dem unteren Abschnitt 10 des Druckabbaukörpers 6 erstreckt. Das Ge ¬ häuse 2 des Druckeinstellventils 1 ist bezogen auf diese Mo ¬ difikation entsprechend angepasst.

Die Haupterstreckungsachsen 17 der Durchgangskanäle 7 des Druckabbaukörpers 6 sind in Figur 10 schematisch anhand ge ¬ strichelter Linien dargestellt. Demnach sind die einzelnen Durchgangskanäle 7 jeweils ausgehend von der Umfangsseite des oberen Abschnitts 8 zunächst abwärts und radial einwärts ge ¬ führt, erstrecken sich dann im Wesentlichen axial durch den mittleren Abschnitt 9 und sind schließlich in Richtung der Stirnseite oder der Umfangsseite des unteren Abschnitts 10 geführt. Gemäß Figur 11 erstrecken sich die Durchgangskanäle 7 dabei mäanderförmig um ihre in Figur 10 dargestellten

Haupterstreckungsachsen 17, wobei ihre Querschnittsfläche, wie es in den Figuren 12 und 13 dargestellt ist, stromabwärts kontinuierlich zunimmt. Die Figuren 14 bis 16 zeigen weitere mögliche Ausbildungsva ¬ rianten von Durchgangskanälen 7. Figur 14 zeigt eine regelmäßige gitterartige Verzweigung der Durchgangskanäle 7, deren Querschnittsfläche stromabwärts kontinuierlich zunimmt. Figur 15 zeigt eine helixartige Anordnung von sich umschlingenden Durchgangskanälen 7. Figur 16 zeigt eine Gitterstruktur von Durchgangskanälen 7, die in einzelne Tetraeder 18 unterteilt werden kann, deren Seitenkanten jeweils einen Abschnitt eines Durchgangskanals 7 bilden. Auch wenn die Figuren 15 und 16 Durchgangskanäle 7 mit gleichbleibendem Querschnitt zeigen, sollte klar sein, dass diese auch mit in Strömungsrichtung kontinuierlich oder diskontinuierlich zunehmendem Querschnitt ausgebildet sein können.

Figur 17 zeigt weitere alternative Querschnittsformen von Durchgangskanälen 7. So können die Durchgangskanäle 7 ebenso ellipsenförmig, tropfenförmig, dreieckig, sternförmig, ring- segmentförmig oder dergleichen ausgebildet sein, um nur eini- ge Beispiele zu nennen.

Figur 18 zeigt eine weitere Variante eines Druckabbaukörpers 6 und eines Einstellorgans 11. Anders als bei der in Figur 5 dargestellten Variante ist das Einstellorgan 11 stempeiförmig ausgebildet und vor und zurück bewegbar in eine Aufnahmeöff ¬ nung 19 des Druckabbaukörpers 6 eingesetzt, in die ähnlich wie bei dem Druckausgleichsraum 15 in Figur 5 die Durchgangskanäle 7 münden. Entsprechend werden die Durchgangskanäle 7 in Abhängigkeit von der Stellung des Einstellorgans 11 wahl- weise blockiert oder freigegeben.

Figur 19 zeigt eine Variante eines Druckabbaukörpers 6 und eines Einstellorgans 11, das analog zu Figur 18 stempeiförmig ausgebildet und vor und zurück bewegbar in einer Aufnahmeöff- nung 19 des Druckabbaukörpers 6 eingesetzt. Bei dieser Vari ¬ ante sind die Eintrittsöffnungen der Durchgangskanäle 7 stirnseitig und die Austrittsöffnungen umfangseitig angeord ¬ net, wobei das Druckeinstellventil 1 in Richtung der Pfeile 20 durchströmt wird. Entsprechend befindet sich der Einlass 4 des Gehäuses 2 hier unten und der Auslass 5 rechts im Bild.

Bei allen Ausführungsformen bzw. Varianten ist die Erstre- ckungsrichtung der Durchgangskanäle 7 im Bereich der Austrittsöffnungen bevorzugt weniger als 30° zur durch die Form des Auslasses 5 vorgegebenen Strömungsrichtung des Fluids im Fluidkanal 3 geneigt, insbesondere weniger als 15°, so dass das den Druckabbaukörper 6 verlassende Fluid ungehindert in den Auslass des Druckeinstellventils 1 eintreten kann. Auf diese Weise wird eine besonders geringe Schallentwicklung re ¬ alisiert .

Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausfüh- rungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele einge ¬ schränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sei darauf hingewiesen, dass der Druckabbaukörper grundsätzlich jede beliebige Form aufweisen kann. Gleiches gilt für Anzahl, Form und Dimensionierung der Durchgangskanäle. Entsprechend ist das Design des Druckein ¬ stellventils sehr flexibel auf unterschiedlichste Anforderun ¬ gen anpassbar, insbesondere bezogen auf den zur Verfügung stehenden Bauraum, den gewünschten Druckabbau und die maximal zulässige Geräuschemission.