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Patent Searching and Data


Title:
PRESSURE CONTROL VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/033688
Kind Code:
A1
Abstract:
An electromagnetically controllable multiple way control valve for hydraulic, anti-lock motor vehicle brake systems puts at least one wheel brake (wheel) in hydraulic communication with a high-pressure source (THZ) or a low-pressure reservoir (NDS) and comprises a slide (6) guided in a cylindrical housing body (2) prestressed in both directions in the longitudinal direction of displacement (4), as well as an elongate opening (33) in the longitudinal direction. During normal operation of the brakes, the slide is prestressed towards a first end position in which the wheel brake is in fluid communication with the high-pressure source and cut off from the low-pressure reservoir. A valve (60) provided between the wheel brake and the low-pressure reservoir is opened to reduce pressure in the wheel brake. To prevent the slide (6) from getting stuck during normal brake operation, the multiple way control valve has a longitudinally movable pressure piston (48) arranged in the opening (33) of the slide (6). During normal brake operation, the pressure piston (48) acts with its free end (50) against the force that prestresses the slide towards the first end position, so that the slide (6) can move back and forth in the longitudinal direction depending on the pressure of the high-pressure source.

Inventors:
Jungbecker, Johann (Hauptstrasse 60, Badenheim, D-55576, DE)
R�ffer, Manfred (Gr�ner Weg 3, Sulzbach, D-65843, DE)
Application Number:
PCT/EP1998/000444
Publication Date:
August 06, 1998
Filing Date:
January 28, 1998
Export Citation:
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Assignee:
ITT MANUFACTURING ENTERPRISES, INC. (Suite 1217, 1105 North Market Street Wilmington, DE, 19801, US)
Jungbecker, Johann (Hauptstrasse 60, Badenheim, D-55576, DE)
R�ffer, Manfred (Gr�ner Weg 3, Sulzbach, D-65843, DE)
International Classes:
B60T8/36; B60T8/50; B60T15/02; F15B13/04; F15B13/044; (IPC1-7): B60T8/36; B60T8/50; G05D16/20
Foreign References:
DE4441150A11996-05-23
US3832010A1974-08-27
DE4441150A11996-05-23
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 095, no. 004 31 May 1995 (1995-05-31)
Attorney, Agent or Firm:
Blum, -D K. (ITT Automotive Europe GmbH, Guerickestrasse 7, Frankfurt, D-60488, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Elektromagnetisch ansteuerbares MehrwegeRegelventil fur schlupfgeregelte hydraulische Kraftfahrzeugbremssysteme, zum Herstellen einer Druckmittelverbindung zwischen wenigstens einer Radbremse (Rad) und einer Hochdruckquelle (THZ) oder einem Niederdruckspeicher (NDS), umfassend einen in einem hülsenförmigen Gehäusekörper (2) geführten Schieber (6), der in Verschiebelängsrichtung (4) in beiden Richtungen vorgespannt ist und eine in Längsrichtung verlaufende Öffnung (33) aufweist, wobei im Normalbremsbetrieb die Vorspannung in Richtung auf eine erste Endlage hin dominiert, in welcher die Radbremse mit der Hochdruckquelle strömungsmäßig verbunden und vom Niederdruckspeicher strömungsmäßig getrennt ist, und ein zwischen der Radbremse und dem Niederdruckspeicher vorgesehenes Ventil (60), welches zum Druckabbauen in der Radbremse geöffnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass in der Öffnung (33) des Schiebers (6) ein längsverschieblicher Druckkolben (48) vorgesehen ist, der im Normalbremsbetrieb mit seinem freien Ende (50) der in die erste Endlage gerichteten Vorspannung entgegenwirkt, so daß der Schieber (6) in Abhängigkeit vom Druck der Hochdruckquelle in Längsrichtung hinund herbewegbar ist.
2. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung in Richtung auf die erste Endlage von einem Federmittel (8) über ein Vermittlerelement auf den Schieber (6) übertragen wird und der längsverschiebliche Druckkolben (48) gegen das Vermittlerelement abgestützt ist.
3. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Vermittlerelement vom Anker (14) einer elektromagnetischen Stelleinrichtung (16) gebildet ist.
4. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung verlaufenden Öffnung (33) des Schiebers (6) an ihrem vom Druckkolben (48) abgewandten Ende an der dortigen Stirnseite (66) des Schiebers (6) mündet und dass in den Mündungsbereich der Öffnung (33) ein beschränkt längsverschieblicher Stift (52) eingreift, welcher das Ventil (60) zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher im Normalbremsbetrieb geschlossen hält.
5. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der längsverschiebliche Stift (52) durch den in der Öffnung (33) anstehenden Druck der Hochdruckquelle in Schließrichtung des Ventils (60) vorgespannt ist.
6. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (60) zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher als Sitzventil ausgebildet ist und dass der Ventilkörper des Sitzventils von dem freien aus der Längsöffnung ragenden Ende (54) des längsverschieblichen Stifts (52) betätigbar ist.
7. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (60) zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher als Sitzventil ausgebildet ist und das freie Ende (54) des längsverschieblichen Stifts (52) den Ventilkörper des Sitzventils bildet und im Normalbremsbetrieb gegen einen Dichtsitz (58) des Sitzventils dichtend anliegt.
8. MehrwegeRegelventil nach einem der Ansprüche 57, dadurch gekennzeichnet, dass der längsverschiebliche Stift (52) einen radialen Vorsprung (62) aufweist, der zur Begrenzung der Längsverschieblichkeit gegen einen Anschlag (76) anlegbar ist.
9. MehrwegeRegelventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Vorsprung (62) des Stifts (52) und der mit diesem zusammenwirkende Anschlag (76) außerhalb des Schiebers (6) angeordnet sind.
10. MehrwegeRegelventil nach einem der Ansprüche 59, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren der Öffnung (33) ein gegen die Stirnseite (66) des Stifts (52) anliegendes längsverschiebliches Druckübermittlungsteil (78) vorgesehen ist.
11. MehrwegeRegelventil nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (6) eine erste Steuerkante (34) aufweist und zusammen mit einer korrespondierenden Steuerkante (36) an dem Gehäusekörper (2) einen ersten veränderbaren Drosselquerschnitt (38) in der hydraulischen Druckmittelverbindung zwischen der Hochdruckquelle und der Radbremse bildet.
12. MehrwegeRegelventil nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (6) eine zweite Steuerkante (82) aufweist, die mit einer korrespondierenden zweiten Steuerkante (84) an dem Gehäusekörper (2) einen zweiten veränderbaren Drosselquerschnitt in der hydraulischen Druckmittelverbindung zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher bildet.
13. MehrwegeRegelventil nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (34,36) und zweiten (82,84) Steuerkanten derart angeordnet sind, dass beim Verschieben des Schiebers (6) in Richtung eines Druckabbaus an der Radbremse zuerst der erste Strömungsquerschnitt (38) geschlossen und dann erst der zweite Strömungsquerschnitt geöffnet wird.
Description:
Druckregelventil Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisch ansteuerbares Mehrwege-Regelventil für schlupfgeregelte hydraulische Kraftfahrzeugbremssysteme zum Herstellen einer Druckmittelverbindung zwischen wenigstens einer Radbremse und einer Hochdruckquelle oder einem Niederdruckspeicher, umfassend einen in einem hülsenförmigen Gehäusekörper geführten Schieber, der in Verschiebelängsrichtung in beiden Richtungen vorgespannt ist und eine in Längsrichtung verlaufende Öffnung aufweist, wobei im Normalbremsbetrieb die Vorspannung in Richtung auf eine erste Endlage hin dominiert, in welcher die Radbremse mit der Hochdruckquelle strömungsmäßig verbunden und vom Niederdruckspeicher strömungsmäßig getrennt ist, und ein zwischen der Radbremse und dem Niederdruckspeicher vorgesehenes Ventil, welches zum Druckabbauen in der Radbremse geöffnet wird.

Ein derartiges Mehrwegeventil ist beispielsweise aus der DE 44 41 150 A1 bekannt. Im Normalbremsbetrieb befindet sich der Schieber in einer solchen Stellung, dass eine radiale Öffnung in dem hülsenförmigen Gehäusekörper, welche einen Anschluss für die Hochdruckquelle bildet, in Druckmittelverbindung mit einer weiteren im Bereich des Schieberendes liegenden Öffnung steht, welche einen Anschluss für eine Radbremse bildet. Der Schieber ist als Hohlschieber ausgebildet, so dass die strömungsmäßige Verbindung von Hochdruckquelle und Radbremse durch die Längsöffnung des Schiebers führt. Wenn von Messwert-aufnehmern der elektrischen Steuer-und Regeleinheit eines schlupfgeregelten Kraftfahrzeugbremssystems ein Blockieren des Rades festgestellt wird, so wird eine elektromagnetische Stelleinrichtung bestromt, so dass ein Anker der elektromagnetischen Stelleinrichtung in Verschiebelängsrichtung des Schiebers bewegt wird. Der Anker wirkt über eine Stößelstange auf den Schieber ein und verstellt diesen derart, dass die Druckmittelverbindung zwischen Hochdruckquelle und Radbremse unterbrochen wird. Anschließend schlägt der den Schieber durchgreifende Stößel gegen ein kugelförmiges Ventilschließglied an und hebt dieses von seinem Dichtsitz ab, wodurch eine Druckmittelverbindung zwischen der Radbremse und dem Niederdruckspeicher zum Verringern des Drucks in der Radbremse geöffnet wird.

Bei Mehrwegeventilen der eingangs genannten Art wie auch bei dem vorstehend beschriebenen Mehrwegeventil verbleibt der Schieber im Normalbremsbetrieb in der vorausgehend beschriebenen Stellung. Da mitunter sehr lange Zeit vergehen kann, bis über die Steuer-bzw. Regeleinrichtung des Bremssystems der Normalbremsbetrieb verlassen und die Radbremse zum Druckabbau mit dem Niederdruckspeicher verbunden werden soll, besteht mitunter die Gefahr, dass sich der Schieber in seiner Normalbremsstellung festsetzt, so dass ein rascher Druckabbau in der Radbremse nicht in der gewünschten Weise verzögerungsfrei erreicht werden kann.

Der vorstehenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für ein Mehrwege-Druckregelventil der eingangs beschriebenen Art die Gefahr des Festsetzens des Schiebers in seiner Normalbremsstellung auszuschließen.

Diese Aufgabe wird bei einem Mehrwege-Druckregelventil der genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in der Öffnung des Schiebers ein längsverschieblicher Druckkolben vorgesehen ist, der im Normalbremsbetrieb mit seinem freien Ende der in die erste Endlage gerichteten Vorspannung entgegenwirkt, so dass der Schieber in Abhängigkeit vom Druck der Hochdruckquelle in Längsrichtung hin-und herbewegbar ist.

Bei sich aufbauendem Steuerdruck der Hochdruckquelle wird der in der Längsöffnung verschiebliche Druckkolben mit immer stärkerer Kraft in Richtung auf die Mündung der Öffnung verschoben und kann so der in Richtung auf die erste Endlage gerichteten Vorspannung entgegenwirken, so dass der Schieber geringfügig entgegen der Vorspannung bewegt wird, um die dem gerade anliegenden Druck entsprechende Gleichgewichtslage einzunehmen. Wird der Steuerdruck herabgesetzt, so wird der Schieber unter der Wirkung der Vorspannung wieder geringfügig zurückbewegt. Es wird also erfindungsgemäß ein geringfügiges Hin-und Herbewegen des Schiebers im Normalbremsbetrieb erreicht, so dass nicht die Gefahr besteht, dass sich der Schieber festsetzt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Vorspannung in Richtung auf die erste Endlage von einem Federmittel über ein Vermittlerelement auf den Schieber übertragen, und der in der Schieberöffnung längsverschiebliche Druckkolben ist gegen das Vermittlerelement abgestützt. Bei zunehmendem Steuerdruck in der Schieberlängsöffnung drückt nun der Druckkolben mit zunehmender Kraft gegen das Vermittlerelement, so dass sich der Schieber mit dem Vermittlerelement entgegen der Kraft des Federmittels verschiebt.

In bevorzugter Weise ist das Vermittlerelement von einem Anker einer elektromagnetischen Stelleinrichtung gebildet, welcher im unbestromten Zustand der Stelleinrichtung, d. h. im Normalbremsbetrieb, in Richtung auf eine Endlage hin vorgespannt ist.

Zum Verlassen des Normalbremsbetriebs-wenn also der Druck in der Radbremse abgebaut werden soll-wird die in Richtung auf die erste Endlage gerichtete Vorspannung des Schiebers weggenommen, indem beispielsweise über die elektromagnetische Stelleinrichtung ein Anker bewegt wird, so dass der Schieber in eine die Druckmittelverbindung zwischen Hochdruckquelle und Radbremse verschließende und zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher öffnende Stellung verschoben wird.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrwegeventils mündet die in Längsrichtung verlaufende Öffnung des Schiebers an ihrem vom Druckkolben abgewandten Ende an der dortigen Stirnseite des Schiebers, und in den Mündungsbereich der Öffnung greift ein beschränkt längsverschieblicher Stift ein, welcher das eingangs erwähnte Ventil zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher im Normalbremsbetrieb geschlossen hält. Durch die beschränkte Längsverschieblichkeit des Stifts bleibt das Ventil im Normalbremsbetrieb auch dann geschlossen, wenn der Schieber in der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Weise hin-und herbewegt wird.

Der längsverschiebliche Stift ist im Normalbremsbetrieb durch den in der Öffnung anstehenden Druck der Hochdruckquelle in Schließrichtung des Ventils vorgespannt und über das Ventil gegen den Gehäusekörper abgestützt.

In bevorzugter Weise ist das Ventil zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher als Sitzventil ausgebildet und der Ventilkörper des Sitzventils ist von dem freien aus der Längsöffnung ragenden Ende des längsverschieblichen Stifts betätigbar. In ganz besonders vorteilhafter Weise bildet das freie Ende des längsverschieblichen Stifts selbst den Ventilkörper des Sitzventils und liegt im Normalbremsbetrieb gegen einen Dichtsitz des Sitzventils dichtend an. Hierfür ist das freie Ende des längsverschieblichen Stifts in der Form eines Dichtpins ausgebildet.

Die Längsverschieblichkeit des Stifts könnte in an sich beliebiger Weise begrenzt werden, um zu verhindern, dass der Stift aus der Längsöffnung des Schiebers herausgleiten kann. Es hat sich jedoch in herstellungstechnischer Hinsicht als besonders einfach und daher vorteilhaft erwiesen, wenn der Stift einen radialen Vorsprung aufweist, der zum Begrenzen der Längsverschieblichkeit gegen einen Anschlag anlegbar ist. Der Vorsprung ist vorzugsweise so angeordnet, dass er außerhalb der Öffnung zu liegen kommt. Der solchenfalls ebenfalls außerhalb der Öffnung vorzusehende Anschlag kann dann in herstellungstechnisch einfacher Weise durch ein gegen die Stirnseite des Schiebers gelegtes topfförmiges Element erreicht werden, welches eine Bodenöffnung aufweist, durch die der Stift verschieblich hindurchgreift, die jedoch von dem radialen Vorsprung des Stifts nicht passiert werden kann.

Nach einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist im Inneren der Längsöffnung des Schiebers ein gegen die nach innen gewandte Stirnseite des längsverschieblichen Stifts anliegendes längsverschiebliches kolbenartiges Druckübermittlungsteil vorgesehen. Hierdurch kann die Dichtwirkung des in der Öffnung längsverschieblichen Stifts verbessert werden.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Schutzansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrwege- Druckregelventils. In der Zeichnung zeigt die Figur einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäß ausgebildetes Mehrwege- Druckregelventil in der Normalbremsstellung.

Das in der Figur im Längsschnitt dargestellte Mehrwege- Druckregelventil umfasst einen hülsenförmigen Gehäusekörper 2 und einen darin in Längsrichtung 4 verschieblichen Schieber 6.

Der Schieber 6 ist in Längsrichtung 4 in entgegengesetzten Richtungen vorgespannt, und zwar in Richtung auf die dargestellte erste Endstellung durch eine erste Feder 8 und in Gegenrichtung durch eine zweite Feder 10. Die erste Feder 8 stützt sich einenends gegen einen Kern 12 und anderenends gegen einen Anker 14 einer elektromagnetischen Stelleinrichtung 16 ab. Der Anker 14 liegt mit seiner von der Feder 8 abgewandten Seite gegen eine endseitige Stirnseite 18 des Schiebers 6 an.

Der Kern 12 der elektromagnetischen Stelleinrichtung 16 ist mittels eines topfförmigen Halteelements 20 im Presssitz gehalten, welches über ein freies Ende 22 des hülsenförmigen Gehäusekörpers 2 gestülpt und gegenüber diesem abgedichtet ist.

Am Umfang des topfförmigen Elements 20 ist ein Spulenhalter 24 mit einer Spule 26 der elektromagnetischen Stelleinrichtung 16 angeordnet. Im bestromten Zustand wird der Anker 14, der innerhalb des zylindrischen Endabschnitts 22 des Gehäusekörpers 2 in Längsrichtung 4 verschieblich ist, entgegen der Vorspannung durch die Feder 8 gegen den Kern 12 bewegt.

In dem hülsenförmigen Gehäusekörper 2 sind in Längsrichtung 4 voneinander beabstandete in radialer Richtung erstreckte Öffnungen 28,30,32 vorgesehen, welche einen Druckmittelanschluss zu einem Niederdruckspeicher, einer Radbremse bzw. einer Hochdruckquelle in Form eines Tandemhauptzylinders bilden. Der Schieber 6 ist als Hohlschieber ausgebildet und weist eine in Längsrichtung 4 erstreckte innere Öffnung 33 auf. Der Schieber 6 weist an seinem Außenumfang eine erste Steuerkante 34 auf, die mit einer korrespondierenden Steuerkante 36 des hülsenförmigen Gehäusekörpers 2 zusammenwirkt und dabei einen veränderbaren Drosselquerschnitt 38 zwischen dem Anschluss 32 für die Hochdruckquelle und der inneren Längsöffnung 33 des Schiebers 6 freigibt oder verschließt. Die Steuerkante 34 begrenzt eine Ringnut 40, welche in der Außenumfangsfläche des Schiebers 6 konzentrisch vorgesehen ist. Die Nut 40 kommuniziert über zwei radiale Bohrungen 42 mit der inneren Längsöffnung 33 des Schiebers 6.

In der dargestellten Normalbremsstellung befindet sich eine ebenfalls konzentrische Ringnut 44 im Bereich des Druckmittelanschlusses 30 zur Radbremse. Zwei geneigte Bohrungen 46 verbinden die Nut 44 mit der inneren Längsöffnung 33 des Schiebers 6. Es besteht daher eine Druckmittelverbindung zwischen Hochdruckquelle und Radbremse.

Am ankerseitigen Ende des Schiebers 6 ist in der inneren Längsöffnung 33 ein längsverschieblicher Druckkolben 48 vorgesehen, der einenends mit dem in der inneren Längsöffnung 33 herrschenden Druck der Hochdruckquelle beaufschlagt ist und sich anderenends-wie der Schieber 6-mit seiner Stirnseite 50 gegen den Anker 14 abstützt.

An dem vom Anker 14 abgewandten Ende des Schiebers 6 greift ein längsverschieblicher Stift 52 von außen in die innere Längsöffnung 33 des Schiebers 6 ein. Der Stift 52 weist an seinem freien Ende 54 einen Dichtpin 56 auf, der in der dargestellten Normalbremsstellung gegen einen Dichtsitz 58 eines den Druckmittelanschluss 28 des Niederdruckspeichers abschließenden Sitzventils 60 an. Der Stift 52 weist einen außerhalb der Längsöffnung 33 gelegenen radialen Bund 62 auf.

Eine den Stift 52 umgebende Spiralfeder 64 stützt sich einenends gegen diesen Bund 62 und anderenends gegen die Stirnseite 66 des Schiebers 6 ab, so dass der Stift 52 in Richtung auf den Dichtsitz 58 vorgespannt ist. Feder 64 und Bund 62 befinden sich innerhalb eines topfförmigen Elements 68, welches mit einem kragenförmigen Flanschabschnitt 70 gegen die Stirnseite 66 des Schiebers 6 anliegt und eine Bodenöffnung 72 aufweist, durch welche sich der Stift längsverschieblich hindurch erstreckt. Der Bodenbereich 74 des topfförmigen Elements 68 bildet einen Anschlag 76 für den radialen Bund 62 des Stifts 52 und bildet daher eine Verschiebeendstellung für den Stift 52.

In der inneren Längsöffnung 33 ist des Weiteren ein längsverschieblicher Druck-und Dichtkolben 78 vorgesehen, welcher einenends mit dem in der inneren Öffnung 33 herrschenden Druck beaufschlagt ist und sich anderenends gegen das in die Längsöffnung 33 eingreifende Ende 80 des Stifts 52 anlegt.

Das dargestellte Mehrwege-Druckregelventil funktioniert wie folgt : In der zeichnerischen Darstellung der Figur befindet sich der Anker 14 und damit der Schieber 6 unter Vorspannung der Feder 8 in ihrer ersten Endstellung. Es besteht eine Druckmittelverbindung zwischen dem Anschluss 32 der Hochdruckquelle und dem Anschluss 30 der Radbremse, in dem der veränderbare Drosselquerschnitt 38 im Bereich des Anschlusses 32 maximal geöffnet ist, so dass Druckmittel über die Ringnut 40, die Querbohrungen 42 in die innere Längsöffnung 33 und über die geneigten Bohrungen 46 zur Ringnut 44 und zum Druckmittelanschluss 30 der Radbremse gelangen kann. Bei zunehmendem Steuerdruck über den Druckmittelanschluss 32 drückt der Druckkolben 48 mit seiner Stirnseite 50 mit entsprechend größerer Kraft gegen den Anker 14, so dass die Kraft der Feder 10 zuzüglich der Kraft des Druckkolbens 48 geringfügig größer ist als die entgegengesetzte Kraft der Feder 8. Schieber 6, Druckkolben 48 und Anker 14 werden sich daher entgegen der Kraft der Feder 8 geringfügig nach rechts bewegen bis wieder ein Kräftegleichgewicht erreicht ist. Wird der über den Anschluss 32 anliegende Steuerdruck weiter erhöht, so werden Schieber 6 samt Druckkolben 48 und Anker 14 noch weiter nach rechts bewegt. Bei abnehmendem Steuerdruck werden sich Schieber 6, Druckkolben 48 und Anker 14 wieder nach links bewegen. Der Schieber 6 wird also im Normalbremsbetrieb entsprechend dem anliegenden Steuerdruck ständig hin-und herbewegt, wodurch die Gefahr, dass sich der Schieber festsetzt, ausgeschlossen wird.

Während des Hin-und Herbewegens des Schiebers 6 im Normalbremsbetrieb wird auch der Druck-und Dichtkolben 78 unter der Wirkung des Steuerdrucks hin-und herbewegt und hält durch Druck auf den Stift 52 den Dichtpin 56 des Stifts 52 in dichtender Anlage an dem Dichtsitz 58 des Sitzventils 60. Der Stift 52 stützt sich also auf dem Dichtsitz 58 ab.

Wenn nun der Normalbremsbetrieb bei anliegendem Bremsdruck verlassen werden soll, weil das Blockieren eines Rades von der Steuer-und Regeleinrichtung des Bremssystems festgestellt wurde, so wird die elektromagnetische Stelleinrichtung 16 bestromt und der Anker 14 in Richtung auf den Kern 12 bewegt und in diesem ABS-Fall bestimmen die Kräfte zwischen Anker 14 und Kern 12, in welche Position der Schieber 6 unter der Wirkung der Feder 10 geschoben wird. Bei dieser Verschiebung überfährt zuerst die Steuerkante 34 des Schiebers 6 die korrespondierende Steuerkante 36 des Gehäusekörpers 2, so dass die Druckmittelverbindung zwischen innerer Schieberöffnung 33 und Hochdruckquelle getrennt ist. Währenddessen wird der Stift 52 aus der inneren Längsöffnung 33 des Schiebers 6 herausbewegt, bis sein radialer Bund 62 gegen den Anschlag 76 anschlägt. Hiernach wird der Dichtpin 56 vom Dichtsitz 58 abgehoben, so dass das Sitzventil 60 zum Druckmittelanschluss 28 des Niederdruckspeichers öffnet. Schließlich wird eine Steuerkante 82, welche von der Stirnseite 66 des Schiebers 6 gebildet ist, eine korrespondierende Steuerkante 84 des Gehäusekörpers 2 überfahren, wodurch ein in der Figur nicht dargestellter aber leicht vorstellbarer Drosselquerschnitt zwischen dem Druckmittelanschluss 30 der Radbremse und dem geöffneten Sitzventil 60 geöffnet wird, um einen Druckabbau in der Radbremse zum Niederdruckspeicher hin zu bewirken.

Zum Druckhalten überfährt die Steuerkante 82 des Schiebers 6 die Steuerkante 84 in umgekehrter Richtung, so dass der Drosselquerschnitt zwischen Radbremse und Niederdruckspeicher wieder unterbrochen wird, wobei nach wie vor das Sitzventil 60 geöffnet bleibt. Soll der Druck in der Radbremse wieder erhöht werden, wird durch entsprechende Steuerung der Stromstärke in der Spule 26 der Anker 14 unter der Wirkung der Feder 8 so weit nach links bewegt, bis die Steuerkante 34 des Schiebers wieder die Steuerkante 36 im Bereich des Druckmittelanschlusses 32 zur Hochdruckquelle öffnet.

In dieser aktivierten ABS-Regelstellung stützt sich der Dicht- und Druckkolben 78 über den Stift 52, den Bund 62, den Anschlag 64, den Kragen 70 und die Feder 10 auf das Gehäuse ab.