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Title:
PRESSURE HOOD HAVING A REMOVABLE SEALING APPARATUS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/049661
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a pressure hood (11) having a pressure-hood element which can be applied to an, in particular heatable, cylinder (10) of a machine for producing and/or converting a fibrous web, in particular a paper, paperboard or tissue web, and having a sealing apparatus (14) for sealing the pressure-hood element (12) with respect to the cylinder, wherein the sealing apparatus can be inserted into or removed from the pressure-hood element by a movement in the axial direction relative to said pressure-hood element, in particular when the pressure-hood element is placed onto the cylinder.

Inventors:
ATTWENGER, Robert (Braungasse 46, 1170 Wien, DE)
Application Number:
EP2007/058527
Publication Date:
May 02, 2008
Filing Date:
August 16, 2007
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (St. Pöltener Str. 43, Heidenheim, 89522, DE)
ATTWENGER, Robert (Braungasse 46, 1170 Wien, DE)
International Classes:
F26B13/14
Attorney, Agent or Firm:
VOITH PATENT GMBH (St. Pöltener Str. 43, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Druckhaube (11 ) mit einem auf einen, insbesondere beheizbaren, Zylinder einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredelung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn, aufbringbaren

Druckhaubenkörper (12) und einer Dichtvorrichtung (14) zum Abdichten des

Druckhaubenkörpers (12) gegen den Zylinder (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtvorrichtung (14) durch eine Bewegung in axialer Richtung relativ zu dem Druckhaubenkörper (12), insbesondere bei auf den Zylinder (10) aufgebrachtem Druckhaubenkörper (12), in diesen einsetzbar oder aus diesem entnehmbar ist.

2. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtvorrichtung (14) einen in axialer Richtung relativ zu dem Druckhaubenkörper (12) verschiebbaren, insbesondere rahmenförmigen, Dichtungsträger (18) umfasst.

3. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsträger (18) zwei sich in Umfangshchtung erstreckende Bo- genabschnitte (20) aufweist, die, insbesondere im Bereich ihrer Enden, jeweils durch einen sich in axialer Richtung erstreckenden Axialabschnitt (22) miteinander verbunden sind.

4. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenabschnitte (20) zusätzlich durch wenigstens ein Versteifungsele- ment (24) miteinander verbunden sind.

5. Druckhaube (11 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsträger (18) jeweils im Bereich seiner Axialabschnitte (22) an dem Druckhaubenkörper (12) geführt ist.

6. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtvorrichtung (14) in ihrem vollständig in den Druckhaubenkörper (12) eingesetzten Zustand, insbesondere im Bereich von Axialabschnitten (22) eines Dichtungsträgers (18), mittels einer Schraubverbindung und/oder einer Klemmverbindung an dem Druckhaubenkörper (12) fixierbar ist.

7. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtvorrichtung (14) bei ihrer Verschiebung relativ zu dem Druckhaubenkörper (12) durch, insbesondere im Bereich von Axialabschnitten (22) eines Dichtungsträgers (18), an dem Druckhaubenkörper (12) angeordnete und sich in axialer Richtung erstreckende Führungen (72, 74) geführt ist.

8. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

Abstandsmittel vorgesehen sind, um die Dichtvorrichtung (14) beim Verschieben relativ zu dem Druckhaubenkörper (12) zumindest bereichsweise zu einer Innenseite des Druckhaubenkörpers (12) auf Abstand zu halten.

9. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Abstandsmittel in radialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung wirkende Kräfte bzw. Verschiebungen auf die Dichtvorrichtung (14) ausüb- bar sind.

10. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsmittel im Bereich von Axialabschnitten (22) eines Dichtungs- trägers (18) der Dichtvorrichtung (14) angeordnet sind.

11. Druckhaube (11 ) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsmittel wenigstens eine sich in axialer Richtung erstreckende Führung (72, 74) und mindestens ein durch die Führung geführtes Rollenoder Gleitelement (78) umfassen, wobei die Führung (72, 74) mit einer Kontur versehen ist, welche stellenweise eine Bewegung des Rollen- oder Gleitelements (78) in radialer Richtung bewirkt.

12. Druckhaube (11 ) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Führung (72) mit einer Kontur versehen ist, welche stellenweise eine Bewegung des Rollen- oder Gleitelements (78) in Umfangs- richtung bewirkt.

13. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Führung (72) an dem Druckhaubenkörper (12) gelagert und in Umfangsrichtung relativ zu diesem bewegbar ist.

14. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer dem Druckhaubenkörper (12) abgewandten Seite der Dichtvorrich- tung (14) eine, insbesondere umlaufende, ein- oder mehrstufige Dichtung vorgesehen ist.

15. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung eine Dichtleiste und bevorzugt mehrere parallel zueinander verlaufende Dichtleisten (36, 28, 40) umfasst.

16. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Dichtleiste (36, 38, 40) in eine in einem Dichtungsträger (18) der Dichtvorrichtung (14) vorgesehene Nut (34) eingelegt ist.

17. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresskraft der oder aller Dichtleisten (36, 38, 40) an den Zylinder (10), insbesondere unabhängig voneinander, einstellbar ist.

18. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Einstellung der Anpresskraft der Dichtleisten (36, 38, 40) jeweils ein Druckschlauch (42) vorgesehen ist.

19 Druckhaube (11 ) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckschlauch (42) zu einem endlosen Ring geschlossen ist.

20. Druckhaube (11) nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckschlauch (42) einen balgenartigen Querschnitt aufweist.

21. Druckhaube (11 ) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckschlauch (42) im Querschnitt gesehen wenigstens zwei Kammern aufweist, die durch mindestens einen Steg, insbesondere einen sich zwischen gegenüberliegenden Seitenwänden des Druckschlauchs (42) erstreckenden Quersteg, gebildet sind.

22. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Kanal (48) zum Abführen von Druckmedium aus einem durch eine - von dem Inneren der Druckhaube aus nach außen gesehen - erste und zweite Dichtleiste (36, 38) begrenzten Zwischenraum (46) vorgesehen ist.

23. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Kanal (54) zum Abführen von Druckmedium aus einem durch eine - von dem Inneren der Druckhaube aus nach außen gesehen - zweite und dritte Dichtleiste (38, 40) begrenzten Zwischenraum (52) vorgesehen ist.

24. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kanal (54) zumindest bei vollständig in den Druckhaubenkörper (12) eingesetzter Dichtvorrichtung (14) mit einer Saugeinrichtung verbindbar ist.

25. Druckhaube (11) nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Dichtleiste (36, 38, 40) aus mehreren Dichtleistensegmenten (56) zusammengesetzt ist, die an ihren Verbindungsstellen gegeneinander verschiebbar sind.

26. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstellen druckschlauchseitig mit einer Abdeckung (60) versehen sind.

27. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Dichtleistensegmente (56) an ihren zueinander weisenden Enden zungenförmige Verlängerungen (58) aufweisen, die feder/nut-artig ineinandergreifen.

28. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel vorgesehen ist, um ein insbesondere in einen Bogenabschnitt (20) eines Dichtungsträgers (18) eingelegtes Dichtleistensegment (56) an einer

Verschiebung in Längsrichtung des Dichtleistensegments (56) relativ zu dem Dichtungsträger (18) zu hindern.

29. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel ein sich quer durch das Dichtleistensegment (56) hindurch erstreckendes stiftartiges Element (62) umfasst, das an dem Dichtungsträger (18) gegen eine Bewegung in Längsrichtung des Dichtleistensegments (56) gesichert ist und bevorzugt in radialer Richtung relativ zu dem Dich- tungsträger (18) beweglich ist.

30. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass das stiftartige Element (62) im Bereich seines wenigstens einen Endes mit- tels eines Gleitstücks (66) an dem Dichtungsträger (18) geführt ist.

31. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtleistensegment (56) um die Achse des stiftartigen Elements (62) relativ zum Dichtungsträger (18) drehbeweglich ist.

32. Druckhaube (11 ) nach einem der Ansprüche 29 bis 31 , dadurch gekennzeichnet, dass das stiftartige Element durch einen Bolzen (62), einen Stift oder eine Schraube gebildet ist.

33. Druckhaube (11 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer dem Druckhaubenkörper (12) zugewandten Seite der Dichtvorrich- tung (14) eine umlaufende Dichtung (28) vorgesehen ist.

34. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung wenigstens einen, insbesondere geschlossenen, Dichtring (28) umfasst.

35. Anordnung mit einer Druckhaube (11 ) nach einem der vorherigen Ansprüche und wenigstens einem Wechselgestell (16) zur Aufnahme einer aus dem Druckhaubenkörper (12) entnommenen oder in den Druckhaubenkör- per (12) einzusetzenden Dichtvorrichtung (14).

36. Anordnung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Wechselgestell (16) derart ausgebildet und in einer Montageposition re- lativ zu der Druckhaube (11 ) positionierbar ist, dass die Dichtvorrichtung

(14) zeitgleich mit ihrer Entnahme aus dem Druckhaubenkörper (12) von dem Wechselgestell (16) aufnehmbar ist.

37. Druckhaube (11 ) nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass

das Wechselgestell (16) in der Montageposition relativ zur Druckhaube (11 ) fixierbar ist.

38. Anordnung nach einem der Ansprüche 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wechselgestelle (16) vorgesehen sind, von denen das eine Wechselgestell zur Aufnahme einer aus dem Druckhaubenkörper (12) zu entnehmenden ersten Dichtvorrichtung vorgesehen ist und das andere Wechselgestell eine anstelle der ersten Dichtvorrichtung in den Druckhaubenkörper (12) einzusetzende zweite Dichtvorrichtung trägt.

Description:

Druckhaube mit entnehmbarer Dichtvorrichtung

Die Erfindung betrifft eine Druckhaube mit einem auf einen, insbesondere beheizbaren, Zylinder einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredelung einer Faser- Stoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn, aufbringbaren Druckhaubenkörper und einer Dichtvorrichtung zum Abdichten des Druckhaubenkörpers gegen den Zylinder.

Eine derartige Druckhaube ist grundsätzlich bekannt und wird beispielsweise in einer Trockenmaschine zum kontinuierlichen Trocknen einer über den äußeren Umfang eines beheizten Zylinders ablaufenden Faserstoffbahn verwendet. Durch die von dem Zylinder an die Faserstoffbahn abgegebene Wärme verdampft aus der Faserstoffbahn Feuchtigkeit, welche von mindestens einem mit der Faserstoffbahn mitlaufenden Sieb oder Tuch aufgenommen wird, das auf der von dem Zylinder abgewandten Seite der Faserstoffbahn auf dieser aufliegt.

Auf der der Faserstoffbahn abgewandten Seite des Siebs oder Tuchs läuft ein feuchtigkeitsundurchlässiges Band, z.B. Stahlband, mit, gegen das ein im Inneren der Druckhaube befindliches Druckmedium drückt. Zum Abdichten der Druckhau- be gegen den Zylinder, d.h. um zu verhindern, dass das Druckmedium aus dem Inneren der Druckhaube entweichen kann, ist eine Dichtvorrichtung vorgesehen, welche seitlich, d.h. in Umfangsrichtung des Zylinders, und quer zur Bandlaufrichtung, d.h. parallel zur Zylinderachse, verlaufende Dichtungen aufweist, die in radialer Richtung beweglich sind und gegen das feuchtigkeitsundurchlässige Band gepresst werden.

Die Dichtungen schleifen auf dem feuchtigkeitsundurchlässigen Band und sind aufgrund der zwischen den Dichtungen und dem feuchtigkeitsundurchlässigen Band bestehenden Gleitreibung einem besonders hohen Verschleiß unterworfen. Die Dichtungen müssen folglich häufig erneuert bzw. ausgetauscht werden. Her- kömmlicherweise muss zu diesem Zweck die gesamte Druckhaube von dem Zylinder abgenommen oder die Dichtvorrichtung zerlegbar ausgeführt sein und zerlegt werden, was jeweils erhebliche Montagearbeiten direkt an der Maschine bedeutet. Dies ist nicht nur aufwändig, sondern auch zeitraubend, so dass durch die Dichtungswechsel kostspielige Stillstandszeiten verursacht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckhaube zu schaffen, die einen einfacheren und schnelleren Austausch der Dichtungen ermöglicht.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Druckhaube mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und insbesondere dadurch gelöst, dass die Dichtvorrichtung durch eine Bewegung in axialer Richtung relativ zu dem Druckhaubenkörper, insbesondere bei auf den Zylinder aufgebrachtem Druckhaubenkörper, in diesen einsetzbar oder aus diesem entnehmbar ist.

Der Ausdruck "in axialer Richtung" ist in diesem Kontext stets als parallel zu der Rotationsachse des Zylinders zu verstehen, wohingegen eine "radiale Richtung" stets rechtwinklig zu der Rotationsachse des Zylinders verläuft. Der Ausdruck "in Umfangsrichtung" bezieht sich in diesem Kontext auf den Umfang des Zylinders.

Der Erfindung liegt der allgemeine Gedanke zugrunde, die Dichtungen, z.B. Dichtleisten, nicht jeweils einzeln an der Druckhaube zu befestigen, sondern stattdessen in einer Dichtvorrichtung zusammenzufassen, welche sich zum Erneuern bzw. Austauschen der Dichtungen insgesamt aus der Druckhaube herausfahren bzw. in diese wieder hineinfahren lässt, und zwar ohne dass die Druckhaube zu diesem Zweck von dem Zylinder abgenommen werden muss.

Bei aus der Druckhaube herausgefahrener Dichtvorrichtung sind die einzelnen Dichtungen gut zugänglich, so dass sie einfach und schnell ausgetauscht werden können. Dies verkürzt die bei einer Dichtungserneuerung bzw. einem Dichtungs- austausch anfallende Maschinenstillstandszeit und führt letztlich zu einem wirtschaftlicheren Betrieb der den Zylinder und die Druckhaube umfassenden Maschine.

Die Maschinenstillstandszeit kann noch weiter reduziert werden, wenn mit zwei Dichtvorrichtungen gearbeitet wird, wobei eine erste Dichtvorrichtung in die Druckhaube eingesetzt ist und eine zweite Dichtvorrichtung mit einwandfreien Dichtungen vorgehalten wird. Dies ermöglicht es, bei einem Verschleiß der Dichtungen der ersten Dichtvorrichtung diese aus der Druckhaube zu entnehmen und sofort die zweite Dichtvorrichtung mit den einwandfreien Dichtungen in die Druck- haube einzusetzen, wodurch die Maschinenstillstandszeit letztlich auf die Zeitdauer begrenzt ist, die zum Herausfahren und Hineinfahren einer Dichtvorrichtung in die Druckhaube benötigt wird. Während des Betriebs der Maschine unter Einsatz der zweiten Dichtvorrichtung, können die verschlissenen Dichtungen der ersten Dichtvorrichtung ohne Zeitdruck erneuert oder ausgetauscht werden.

Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Dichtvorrichtung einen in axialer Rich- tung relativ zu der Druckhaube verschiebbaren Dichtungsträger. Der Dichtungsträger trägt die eigentlichen Dichtungen, die z.B. in Form von Dichtleisten ausgebildet sein können.

Der Dichtungsträger kann zwei sich in Umfangshchtung erstreckende Bogenab- schnitte aufweisen, die, insbesondere im Bereich ihrer Enden, jeweils durch einen

sich in axialer Richtung erstreckenden Axialabschnitt miteinander verbunden sind. Der Dichtungsträger weist mit anderen Worten die Form eines rechteckigen Rahmens auf, welcher der Mantelfläche des Zylinders bzw. der Innenseite der Druckhaube folgend gekrümmt ist.

Um die Steifigkeit, insbesondere die Verwindungssteifigkeit, des Dichtungsträgers zu erhöhen, können die Bogenabschnitte zusätzlich durch wenigstens ein, z.B. strebenförmiges, Versteifungselement miteinander verbunden sein.

Um eine zuverlässige Führung des Dichtungsträgers über den gesamten Verschiebeweg zu erreichen, kann der Dichtungsträger jeweils im Bereich seiner Axialabschnitte an dem Druckhaubenkörper geführt sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind Abstandsmittel vorgesehen, um die Dichtvorrichtung beim Verschieben relativ zu dem Druckhaubenkörper zumindest bereichsweise zu dem Druckhaubenkörper auf Abstand zu halten. Hierdurch wird zum einen die beim Verschieben der Dichtvorrichtung zwischen dem Dichtungsträger und der Innenseite des Druckhaubenkörpers auftretende Reibung verringert und somit die zum Verschieben der Dichtvorrichtung erforderliche Kraft reduziert, und zum anderen verhindert, dass eine zwischen dem Dichtungsträger und der Innenseite des Druckhaubenkörpers angeordnete Dichtung, z.B. ein Dichtring, beschädigt wird.

Durch die Abstandsmittel können in radialer Richtung und/oder in tangentialer Richtung wirkende Kräfte bzw. Verschiebungen auf die Dichtvorrichtung ausübbar sein. Durch eine geeignete Kombination von Radial- und Tangentialkräften bzw. - Verschiebungen lässt sich die Dichtvorrichtung großflächig zur Innenseite des Druckhaubenkörpers auf Abstand halten.

Die Abstandsmittel können ferner im Bereich von Axialabschnitten eines Dichtungsträgers der Dichtvorrichtung angeordnet sein. Durch eine entsprechende Ausübung von Radial- und Tangentialkräften bzw. -Verschiebungen auf die Axialabschnitte lässt sich der Dichtungsträger nicht nur radial zusammendrücken, son- dem gleichzeitig auch in Umfangsrichtung beaufschlagen, so dass die Bogenab- schnitte des Dichtungsträgers über im Wesentlichen ihre gesamte Länge zu der Innenseite des Druckhaubenkörpers auf Abstand gehalten werden können.

Gemäß einer Ausführungsform können die Abstandsmittel wenigstens eine sich in axialer Richtung erstreckende Führung und mindestens ein durch die Führung geführtes Rollen- oder Gleitelement umfassen, wobei die Führung mit einer Kontur versehen ist, welche stellenweise eine Bewegung des Rollen- oder Gleitelements in radialer Richtung bewirkt. Aufgrund der in der Führung ausgebildeten Kontur lässt sich durch das Zusammenwirken von Führung und Rollen- oder Gleitelement auf besonders einfache Weise eine radiale Kraft bzw. Verschiebung auf die Axialabschnitte des Dichtungsträgers ausüben.

Die Führung kann an dem Druckhaubenkörper befestigt und das Rollen- oder Gleitelement an dem Dichtungsträger angebracht sein. Grundsätzlich ist aber auch eine umgekehrte Anordnung denkbar, bei welcher die Führung an dem Dichtungsträger befestigt und das Rollen- oder Gleitelement an dem Druckhaubenkörper angebracht ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist wenigstens eine Führung zusätzlich mit einer Kontur, insbesondere Vertiefungen mit abfallenden und/oder ansteigenden Rampen, versehen, welche stellenweise eine Bewegung des Rollen- oder Gleitelements in Umfangsrichtung bewirkt. Die konturbedingte Bewegung des Rollen- oder Gleitelements in Umfangsrichtung führt auf besonders einfache Weise zur Ausübung einer Tangentialkraft bzw. -Verschiebung auf den Dichtungsträger,

welche dazu beiträgt, die Dichtvorrichtung zu der Innenseite des Druckhaubenkörpers auf Abstand zu halten.

Alternativ oder zusätzlich zu einer derartigen Kontur kann wenigstens eine Füh- rung in Umfangshchtung relativ zu dem Druckhaubenkörper beweglich an diesem gelagert sein. Eine derartige Führung lässt sich beispielsweise mittels eines pneumatisch oder hydraulisch aufblasbaren Druckschlauchs oder auch manuell in Umfangsrichtung verschieben.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an einer dem Druckhaubenkörper abgewandten Seite der Dichtvorrichtung eine, insbesondere umlaufende, ein- oder mehrstufige Dichtung vorgesehen. Die Dichtung dichtet das Innere der Druckhaube gegenüber dem Zylinder bzw. gegenüber einem um den Zylinder herum geführten, feuchtigkeitsundurchlässigen Band ab. Insbesondere durch eine mehrstu- fige Dichtung kann ein im Inneren der Druckhaube unter Druck stehendes Druckmedium wirksam an einem Entweichen aus der Druckhaube gehindert werden.

Die Dichtung kann eine Dichtleiste und insbesondere mehrere parallel zueinander verlaufende Dichtleisten umfassen. Jede der parallel zueinander verlaufenden Dichtleisten bildet dabei eine Dichtstufe einer mehrstufigen Dichtung. Die oder jede Dichtleiste kann in eine in einem Dichtungsträger der Dichtvorrichtung vorgesehene Nut eingelegt sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Anpresskraft der oder jeder Dicht- leiste an den Zylinder einstellbar. Dies ermöglicht es, eine gewünschte Dichtwirkung einzustellen und bei beginnendem Verschleiß der Dichtleisten aufrecht zu erhalten.

Beispielsweise kann zur Einstellung der Anpresskraft der Dichtleisten jeweils ein Druckschlauch vorgesehen sein. Durch Beaufschlagung des Druckschlauchs mit

einem geeigneten Druckfluid, z.B. Druckluft, Druckwasser, Drucköl etc., kann dieser aufgeblasen werden, um dadurch die zugeordnete Dichtleiste zur Einstellung der gewünschten Anpresskraft zu beaufschlagen. Insbesondere können die Druckschläuche - mit jeweils zugeordneten Dichtleisten - unabhängig voneinander beaufschlagt werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform bildet jeder Druckschlauch einen, insbesondere geschlossenen, Ring. Dieser kann beispielsweise durch stumpfes Verkleben der Schlauchenden erzeugt werden.

Der Druckschlauch kann zumindest abschnittsweise einen balgenartigen Quer- schnitt aufweisen. Ferner können gegenüberliegende Seitenwände des Druck- schlauchs durch mindestens einen Quersteg miteinander verbunden sein, wodurch im Querschnitt gesehen wenigstens zwei Druckschlauchkammern gebildet sind. Diese Druckschlauchgeometrie stellt einen besonders großen Hub und gleichzeitig eine besondere Leichtgängigkeit beim Ausdehnen des Druck- schlauchs sicher und ermöglicht dadurch einerseits einen erhöhten zulässigen Verschleiß, d.h. mit anderen Worten also eine längere Standzeit der Dichtung, und andererseits ein feinfühligeres Ansprechen auf eine Veränderung des Anpressdrucks.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ein erster Kanal zum Abführen von Druckmedium aus einem durch eine - von dem Inneren der Druckhaube aus nach außen gesehen - erste und zweite Dichtleiste begrenzten Zwischenraum vorgesehen. über diesen ersten Kanal lässt sich Druckmedium abführen, welches an der ersten Dichtleiste vorbei aus dem Inneren der Druckhaube entwichen ist. Das ab- geführte Druckmedium kann gesammelt und/oder über eine entsprechende Leitung in einen Sammelbehälter bzw. wieder in das Innere der Druckhaube zurückgeführt werden.

Zusätzlich kann ein zweiter Kanal zum Abführen von Druckmedium aus einem durch eine - von dem Inneren der Druckhaube aus nach außen gesehen - zweite

und dritte Dichtleiste begrenzten Zwischenraum vorgesehen sein. Der zweite Kanal lässt sich bei vollständig in den Druckhaubenkörper eingesetzter Dichtvorrichtung z.B. mit einer Saugeinrichtung verbinden, wodurch das Austreten von Druckmedium aus der Druckhaube noch wirksamer verhindert wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die oder jede Dichtleiste aus mehreren Dichtleistensegmenten zusammengesetzt, die an ihren Verbindungsstellen gegeneinander verschiebbar sind. Benachbarte Dichtleistensegmente können an ihren zueinander weisenden Enden beispielsweise zungenförmige Verlängerun- gen aufweisen, die feder/nut-artig ineinander greifen.

Durch die Verschiebbarkeit der Dichtleistensegmente wird ein Längenausgleich geschaffen, der vor allem dann erforderlich ist, wenn die sich in Umfangsrichtung erstreckenden Dichtleisten aufgrund von Verschleiß an einen sich ändernden Ra- dius angepasst werden müssen. Auch bei den sich in axialer Richtung erstreckenden Dichtleisten erweist sich ein Längenausgleich als vorteilhaft, da die Dichtleisten und der Dichtungsträger typischerweise unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen und dadurch verschiedene Längenänderungen erfahren, wenn sie während des Maschinenbetriebs unterschiedliche Temperaturen annehmen. Der Längenausgleich vermeidet letztlich also Verspannungen der Dichtleisten im Dichtungsträger und stellt die Leichtgängigkeit der Dichtung, d.h. die Anpressung der Dichtleisten in radialer Richtung, sicher.

Um beim Anpressen der Dichtleisten eine Beschädigung des Druckschlauches, die durch eine verringerte Auflagefläche an den Verbindungsstellen resultieren könnte, zu vermeiden, können die Verbindungsstellen druckschlauchseitig mit einer Abdeckung versehen sein, z.B. durch dünne Plättchen abgedeckt sein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ein Mittel vorgesehen, um ein insbe- sondere in einen Bogenabschnitt des Dichtungsträgers eingelegtes Dichtleisten-

segment an einer Verschiebung in Längsrichtung des Dichtleistensegments relativ zu dem Dichtungsträger zu verhindern. Auf diese Weise ist eine korrekte Positionierung der Dichtleistensegmente, insbesondere der sich in Umfangsrichtung erstreckenden Dichtleistensegmente, dauerhaft sichergestellt.

Das Mittel kann beispielsweise einen sich quer durch das Dichtleistensegment hindurch erstreckendes stiftartiges Element umfassen, das an dem Dichtungsträger gegen eine Bewegung in Längsrichtung des Dichtleistensegments gesichert ist. Das stiftartige Element kann in radialer Richtung relativ zu dem Dichtungsträ- ger beweglich sein, so dass auch bei einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden Dichtleiste stets der gewünschte Anpressdruck eingestellt werden kann. Bei dem stiftartigen

Element kann es sich z.B. um einen Bolzen, einen Stift oder eine Schraube handeln.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an einer dem Druckhaubenkörper zugewandten Seite der Dichtvorrichtung eine umlaufende Dichtung vorgesehen. Diese sorgt dafür, dass die Dichtvorrichtung im in den Druckhaubenkörper eingesetzten Zustand gegenüber dem Druckhaubenkörper abgedichtet ist. Die Dichtung kann beispielsweise wenigstens einen, insbesondere geschlossenen, Dichtring umfassen, z.B. in Form einer O-Ring-Schnur, einer Stopfbuchspackung oder eines Pneumatikschlauchs.

Weiterer Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Anordnung mit einer Druckhaube der voranstehend beschriebenen Art und wenigstens einem Wechselgestell zur Aufnahme einer aus dem Druckhaubenkörper entnommenen oder in den Druckhaubenkörper einzusetzenden Dichtvorrichtung. Das Wechselgestell dient zur Halterung der Dichtvorrichtung im ausgebauten Zustand und trägt zu einem einfacheren und schnelleren Austausch verschlissener Dichtungen bei.

Das Wechselgestell kann derart ausgebildet und relativ zur Druckhaube positionierbar sein, dass die Dichtvorrichtung zeitgleich mit ihrer Entnahme aus dem Druckhaubenkörper von dem Wechselgestell aufnehmbar ist. Auf diese Weise lässt sich das Wechselgestell so an der Druckhaube platzieren, dass die Dichtvor- richtung beim Herausfahren aus dem Druckhaubenkörper direkt in das Wechselgestell hineingefahren wird und nach erfolgter überprüfung bzw. Erneuerung der Dichtung aus dem Wechselgestell heraus wieder in den Druckhaubenkörper hineingefahren wird. Während des Ein- und/oder Ausfahrens der Dichtvorrichtung kann das Wechselgestell mit dem Druckhaubenkörper, insbesondere durch Schrauben und/oder Klemmen, verbunden sein.

Um die Maschinenstillstandszeit noch weiter zu reduzieren und den Austausch der Dichtungen noch weiter zu vereinfachen, können zwei Wechselgestelle vorgesehen sein, von denen das eine Wechselgestell zur Aufnahme einer aus dem Druckhaubenkörper zu entnehmenden ersten Dichtvorrichtung vorgesehen ist und das andere Wechselgestell eine anstelle der ersten Dichtvorrichtung in den Druckhaubenkörper einzusetzende zweite Dichtvorrichtung trägt. Unmittelbar nach dem Herausfahren der ersten Dichtvorrichtung aus dem Druckhaubenkörper kann somit die zweite Dichtvorrichtung in den Druckhaubenkörper eingesetzt werden und der Maschinenbetrieb wieder aufgenommen werden. Während der Maschinenbetrieb mit der zweiten Dichtvorrichtung fortgesetzt wird, können die verschlissenen Dichtungen der ersten Dichtvorrichtung erneuert bzw. ausgetauscht werden und die erste Dichtvorrichtung für einen erneuten Einsatz in der Druckhaube vorbereitet werden.

Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand einer vorteilhaften Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine auf einen Zylinder aufgebrachte erfindungsgemäße Druckhaube mit einem Druckhaubenkörper und einer teilweise aus diesem herausgefahrenen Dichtvorrichtung und ein Wechselgestell zur Aufnahme der aus dem Druckhaubenkörper entnom- menen Dichtvorrichtung;

Fig. 2 einen Dichtungsträger der Dichtvorrichtung von Fig. 1 ;

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Teil der in den Druckhaubenkör- per eingesetzten Dichtvorrichtung von Fig. 1 ;

Fig. 4 eine Verbindungsstelle zweier sich in Umfangsrichtung erstreckender Dichtleistensegmente der Dichtvorrichtung von Fig. 1 ;

Fig. 5 einen sich quer durch eine in Umfangsrichtung verlaufende

Dichtleiste erstreckenden Bolzen zum Verhindern eines Verrut- schens der Dichtleiste in Umfangsrichtung;

Fig. 6 eine schematische Querschnittsansicht der in den Druckhau- benkörper eingesetzten Dichtvorrichtung von Fig. 1 ;

Fig. 7 eine Querschnittsansicht eines ersten Axialabschnitts des in den

Druckhaubenkörper eingesetzten Dichtungsträgers von Fig. 2;

Fig. 8 eine alternative Ausführungsform einer Führung des Druckhaubenkörpers für den ersten Axialabschnitt des Dichtungsträgers von Fig. 2; und

Fig. 9 eine Querschnittsansicht eines zweiten Axialabschnitts des in die Druckhaube eingesetzten Dichtungsträgers von Fig. 2.

In Fig. 1 ist ein beheizbarer Zylinder 10 dargestellt, wie er bei der Papierherstellung beispielsweise zum kontinuierlichen Trocknen einer nicht gezeigten Faserstoffbahn, z.B. einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn, verwendet wird, die zu die- sem Zweck zumindest teilweise über die Umfangsfläche des Zylinders abläuft.

Auf den Zylinder ist eine Druckhaube 11 mit einem Druckhaubenkörper 12 aufgebracht, welcher die Umfangsfläche des Zylinders 10 in axialer Richtung gesehen im Wesentlichen über die gesamte Breite und in Umfangshchtung gesehen zu et- wa drei Viertel des Zylinderumfangs umschließt. Das Innere der Druckhaube 11 ist mit einem Druckmedium, z.B. Wasser, welches einen überdruck von einigen Bar zur Umgebung aufweisen kann, befüllbar, um ein zwischen der Druckhaube 11 und der zu trocknenden Faserstoffbahn mit der Faserstoffbahn über den Zylinder 10 ablaufendes feuchtigkeitsundurchlässiges Band 13 (Fig. 3) an den Zylinder 10 anzudrücken.

Um die Druckhaube 11 gegen das feuchtigkeitsundurchlässige Band 13 abzudichten, ist eine Dichtvorrichtung 14 vorgesehen, die in axialer Richtung relativ zu dem Druckhaubenkörper 12 verschiebbar ist. Die Dichtvorrichtung 14 kann bei auf den Zylinder aufgesetztem Druckhaubenkörper 12 in einen zwischen dem Druckhaubenkörper 12 und dem Zylinder 10 entsprechend ausgebildeten Spalt in den Druckhaubenkörper 12 hinein- oder aus diesem herausgefahren werden, um verschlissene Dichtungen auszutauschen oder zu erneuern.

Zur Halterung der aus dem Druckhaubenkörper 12 entnommenen Dichtvorrichtung 14 ist ein Wechselgestell 16 vorgesehen, welches so ausgebildet und relativ zur Druckhaube 11 positionierbar ist, dass die Dichtvorrichtung 14 beim Herausfahren aus dem Druckhaubenkörper 12 direkt in das Wechselgestell 16 hinein fährt.

Um die Stillstandszeit der den Zylinder 10 und die Druckhaube 11 umfassenden Maschine bei einem Austausch der Dichtungen möglichst kurz zu halten, kann mit zwei gleichartigen Wechselgestellen 16 und Dichtvorrichtungen 14 gearbeitet werden, wobei stets eine funktionsfähige Dichtvorrichtung 14 in den Druckhaubenkör- per 12 eingesetzt ist und die jeweils andere Dichtvorrichtung 14, gegebenenfalls nach einer entsprechenden Erneuerung ihrer Dichtungen, für einen Austausch mit der einen Dichtvorrichtung 14 vorgehalten wird.

Wie Fig. 2 zeigt, umfasst die Dichtvorrichtung 14 einen rahmenförmigen Dich- tungsträger 18. Dieser weist zwei gekrümmte Bogenabschnitte 20 auf, die sich in Umfangsrichtung des Zylinders 10 erstrecken und deren Krümmungsradius etwas größer als der Außenradius des Zylinders 10 gewählt ist. Die Bogenabschnitte 20 sind an ihren Enden jeweils durch einen sich in axialer Richtung, d.h. also parallel zur Zylinderachse, erstreckenden Axialabschnitt 22 miteinander verbunden. Zur Erhöhung der Steifigkeit des Dichtungsträgers 18 sind ferner ein, zwei oder mehrere strebenförmige Versteifungselemente 24 vorgesehen, welche die Bogenabschnitte 20 in zwischen den Axialabschnitten 22 gelegenen Bereichen miteinander verbinden.

An einer zu dem Druckhaubenkörper 12 weisenden Außenseite 26 des Dichtungsträgers 18 ist ein geschlossener Dichtring 28, z.B. eine O-Ring-Schnur, eine Stopfbuchspackung, ein Pneumatikschlauch oder dergleichen, in eine entsprechend umlaufende Nut 30 (Fig. 3) eingelegt, um den Dichtungsträger 18 gegenüber dem Druckhaubenkörper 12 abzudichten. Statt nur eines Dichtrings 28 kön- nen auch mehrere derartige Dichtringe vorgesehen sein. Mittels einer in Fig. 3 schematisch angedeuteten Schraube 31 ist der Dichtungsträger 18 mit der Druckhaube 12 verschraubt.

Wie Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist, sind an einer zum Zylinder 10 weisenden In- nenseite 32 des Dichtungsträgers 18 drei umlaufende Nuten 34 ausgebildet, die

sich parallel zueinander entlang den Bogenabschnitten 20 und den Axialabschnitten 22 erstrecken. In die Nuten 34 sind Dichtleisten 36, 38, 40 eingelegt, welche zum Abdichten des Dichtungsträgers 18 gegenüber dem feuchtigkeitsundurchlässigen Band 13 dienen. Im Gegensatz zu Fig. 3 sind in Fig. 2 nur zwei der Dicht- leisten gezeigt.

Die Dichtleisten 36, 38, 40 sind in die Nuten 34 derart eingesetzt, dass sie durch eine Bewegung in radialer Richtung an das feuchtigkeitsundurchlässige Band 13 angepresst werden können.

Zum Anpressen der Dichtleisten 36, 38, 40 an das Band 13 sind in die Nuten 34 eingelegte Druckschläuche 42 vorgesehen, die jeweils einen balgenartigen Querschnitt aufweisen und die durch Beaufschlagung mit einem geeigneten Druckfluid, z.B. Druckluft, Druckwasser, Drucköl oder dergleichen, ausgedehnt werden kön- nen, um die Dichtleisten 36, 38, 40 in radialer Richtung zu beaufschlagen.

Die Dichtleisten 36, 38, 40 sind bezüglich des über den Zylinder 10 ablaufenden feuchtigkeitsundurchlässigen Bandes 13 feststehend, es handelt sich hierbei also um schleifende Dichtungen. Bei dieser Art von Dichtung ist es nicht zu vermeiden, dass Druckmedium aus dem Inneren der Druckhaube 11 , dem sogenannten Druckraum 44, entweichen kann. Dabei bewirkt die vom Inneren der Druckhaube 11 nach außen gesehen erste Dichtleiste 36 jedoch einen Druckabbau, so dass sich das in dem ersten Zwischenraum 46 zwischen der ersten Dichtleiste 36 und der zweiten Dichtleiste 38 sammelnde Druckmedium einen gegenüber dem Druckmedium im Druckraum 44 reduzierten Druck aufweist, beispielsweise nur noch einen halb so hohen Druck.

Zum Abführen des entwichenen Druckmediums aus dem ersten Zwischenraum 46 ist ein Abführkanal 48 in dem Dichtungsträger 18 vorgesehen. Das abgeführte Dichtmedium kann gesammelt bzw. wieder in den Druckraum 44 eingeleitet wer-

den. Um das Volumen des ersten Zwischenraums 46 zu vergrößern, ist eine zusätzliche Nut 50 in den Dichtungsträger 18 eingebracht.

Um einen Austritt von Druckmedium aus der Druckhaube 11 noch wirksamer zu verhindern, ist zusätzlich zu der ersten und zweiten Dichtleiste 36, 38 außerdem eine dritte Dichtleiste 40 vorgesehen, so dass es sich insgesamt also um eine dreistufige Dichtung handelt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, eine Dichtung mit einer Anzahl von Dichtleisten vorzusehen, die von drei verschieden ist.

Die zweite Dichtleiste 38 und die dritte Dichtleiste 40 begrenzen einen zweiten Zwischenraum 52. Der zweite Zwischenraum 52 ist mit einem zweiten Abführkanal 54 in dem Dichtungsträger 18 verbunden, welcher im in den Druckhaubenkörper 12 eingesetzten Zustand der Dichtvorrichtung 14 mit einer Saugeinrichtung koppelbar ist, durch die sich in dem zweiten Zwischenraum 52 ansammelndes Druckmedium absaugbar ist.

Die Dichtleisten 36, 38, 40 setzen sich jeweils aus mehreren Dichtleistensegmenten zusammen, die an ihren Verbindungsstellen gegeneinander verschiebbar sind. Fig. 4 zeigt eine solche Verbindungsstelle zweier Dichtleistensegmente 56 einer in einen Bogenabschnitt 20 des Dichtungsträgers 18 eingesetzten Dichtleiste. Wie Fig. 4 zu entnehmen ist, weisen die Dichtleistensegmente 56 an ihren zueinan- derweisenden Enden versetzt angeordnete zungenförmige Verlängerungen 58 auf, die feder/nut-artig ineinander greifen.

Durch die Verschiebbarkeit der Dichtleistensegmente 56 gegeneinander wird ein Längenausgleich geschaffen, der vor allem dann erforderlich ist, wenn die in Um- fangsrichtung verlaufenden Dichtleistensegmente 56 aufgrund von Verschleiß an einen sich ändernden Radius angepasst werden müssen. Jedoch erweist sich ein Längenausgleich auch bei den sich in axialer Richtung erstreckenden Dichtleis- tensegmenten 56 als vorteilhaft, da die Dichtleisten 36, 38, 40 und der Dichtungs-

träger 18 aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Materialien verschiedene Längenausdehnungskoeffizienten aufweisen und dadurch unterschiedliche Längenänderungen erfahren können, wenn sie im Betrieb verschiedene Temperaturen annehmen. Der so geschaffene Längenausgleich vermeidet letztlich also Ver- Spannungen der Dichtleisten 36, 38, 40 im Dichtungsträger 18 und stellt eine leichtgängige Anpressung der Dichtleisten 36, 38, 40 in radialer Richtung sicher.

Um eine Beschädigung des einer Dichtleiste 36, 38, 40 zugeordneten Druck- schlauchs 42 durch die verringerte Auflagefläche an den Verbindungsstellen zwi- sehen den einzelnen Dichtleistensegmenten 56 zu vermeiden, sind im Bereich der Verbindungsstellen dünne Abdeckplättchen 60 zwischen den Dichtleistensegmenten 56 und dem zugeordneten Druckschlauch 42 angeordnet.

Damit die einzelnen Segmente 56 der in die Bogenabschnitte 20 des Dichtungs- trägers 18 eingelegten Dichtleisten 36, 38, 40 nicht in Umfangshchtung verrutschen können, werden diese Dichtleistensegmente 56 jeweils durch einen sich quer durch sie hindurch erstreckenden Bolzen 62 gesichert, welcher in einer sich in radialer Richtung erstreckenden Aussparung 64 des Bogenabschnitts 20 verschiebbar gelagert ist. Um eine optimale Verschiebbarkeit des Bolzens 62 inner- halb der Aussparung 64 zu erreichen, ist der Bolzen 62 jeweils in einem in die Aussparung 64 eingesetzten Gleitstück 66 gelagert. Grundsätzlich ist aber auch die Verwendung eines Bolzens ohne Gleitstücke denkbar. Die Dichtleistensegmente 56 sind jeweils um ihren Bolzen 62 herum verdrehbar.

Das Gleitstück 66 dient im Wesentlichen zur Vergrößerung der Auflagefläche in der Aussparung 64 und muss nicht notwendigerweise ein eigenes Bauteil sein, sondern kann auch durch den Bolzen 62 selbst gebildet werden, beispielsweise durch einen abgeflachten Zweikant- oder Vierkant-Kopf.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Bolzen 62 die Form einer Sonderschraube mit Vierkant-Kopf auf der einen Seite (Gleitstück 1 ), einer Pass- /Dichtfläche im Bereich des Dichtleistensegments 56 und einem Außengewinde auf der anderen Seite aufweisen, auf dem eine Vierkant-Mutter sitzt (Gleitstück 2). Der Durchgang von Druckwasser durch das Dichtleistensegment 56 über die Pass-/Dichtfläche kann durch zusätzliche Mittel, beispielsweise eine O-Ring- Dichtung, erschwert werden.

Durch die Verschiebbarkeit der Bolzen 62 in den sich in radialer Richtung erstre- ckenden Aussparungen 64 ist eine zuverlässige Anpressung der Dichtleistensegmente 56 in radialer Richtung an den Zylinder 10 auch bei einsetzendem Verschleiß der Dichtungen gewährleistet.

Wie Fig. 7 und 8 zeigen, ist in den in Umfangsrichtung liegenden Endbereichen 68, 70 des Druckhaubenkörpers 12 (Fig. 6) jeweils eine sich in axialer Richtung erstreckende Führung 72, 74 vorgesehen, an welcher die Dichtvorrichtung 14 mittels einer über einen Montagebügel 76 mit dem Dichtungsträger 18 verbundene Rolle 78 geführt ist. Jede Führung 72, 74 besitzt einen nach oben weisenden Kantenbereich 80, auf dem die entsprechende Rolle 78 läuft, die zu diesem Zweck ein V-förmiges Profil aufweist.

Es ist aber auch denkbar, eine Rolle mit einem nach außen weisenden V-förmigem Profil in einer Innenkante, z.B. einer Verschneidung oder Kerbe, laufen zu lassen. Grundsätzlich sind auch Rollen mit zylindrischer, kegeliger oder balliger Form möglich. Die Abstützung kann ferner durch mehrere, in verschiedenen - vorzugsweise zueinander senkrechten - Richtungen stehende Rollen erfolgen.

Fig. 7 und 9 zeigen die Dichtvorrichtung 14 jeweils in ihrer vollständig in den

Druckhaubenkörper 12 eingefahrenen Lage, in welcher der Dichtungsträger 18 mit seiner Außenseite 26 an der Innenseite 32 des Druckhaubenkörpers 12 anliegt.

Um in dieser Situation eine für das im Inneren der Druckhaube 11 befindliche Druckmedium möglichst undurchlässige Verbindung zwischen Dichtvorrichtung 14 und Druckhaubenkörper 12 zu schaffen, kann der Dichtungsträger 18 mittels einer Schraubverbindung und/oder einer Klemmverbindung an dem Druckhaubenkörper 12 befestigt sein.

Fig. 7 zeigt eine Schraubverbindungsvariante, bei welcher ein Axialabschnitt 22 des Dichtungsträgers 18 mittels einer durch eine in dem Druckhaubenkörper 12 vorgesehene Bohrung 82 hindurch in eine in dem Axialabschnitt 22 vorgesehene Gewindebohrung 84 eingreifende, nicht dargestellte Schraube mit dem Druckhaubenkörper 12 verschraubt ist.

Fig. 9 zeigt eine Klemmverbindungsvariante, bei welcher eine erste L-förmige Profilleiste 86 mittels einer in einer Bohrung 88 sitzenden Schraube (nicht dargestellt) auf die Außenseite 26 eines Axialabschnitts 22 aufgeschraubt ist. Die erste L- förmige Profilleiste 86 hintergreift eine zweite L-förmige Profilleiste 90, die mittels einer sich durch eine Bohrung des Druckhaubenkörpers 12 hindurch erstreckende Hülse 92 und an einem Gegenträger 94 fixierte Schraube (nicht dargestellt) an dem Druckhaubenkörper 12 geführt ist.

Auf gegenüberliegenden Seiten dieser Schraube sind Nuten 96 in dem Gegenträger 94 vorgesehen, in welchen mit einem Druckfluid beaufschlagbare Druckschläuche 98 angeordnet sind. Die Nuten 96 sind durch Stützleisten 100 verschlossen, die sich an der Außenseite des Druckhaubenkörpers 12 abstützen und zumindest teilweise in die Nuten 96 hineinragen.

Zum Fixieren der Dichtvorrichtung 14 an dem Druckhaubenkörper 12 werden die Druckschläuche 98 mit einem Druckfluid beaufschlagt, wodurch sich die Druckschläuche 98 ausdehnen. Durch ihre Ausdehnung beaufschlagen die sich an den Stützleisten 100 abstützenden Druckschläuche 98 den Gegenträger 94 in radialer

Richtung nach außen, wodurch die zweite Profilleiste 90 über die nicht dargestellte Schraube nach außen gezogen wird. Diese Bewegung der zweiten L-förmigen Profilleiste 90 bewirkt, dass über die erste L-förmige Profilleiste 86 auch der Axialabschnitt 22 des Dichtungsträgers 18 nach außen gezogen und somit an den Druckhaubenkörper 12 angedrückt wird.

Die erste L-förmige Profilleiste 86 und die zweite L-förmige Profilleiste 90 sind in einer sich in axialer Richtung erstreckenden Nut 102 des Druckhaubenkörpers 12 angeordnet, deren Querschnitt so gewählt ist, dass die Profilleisten 86, 90 ausrei- chend Spiel zum Heranziehen des Dichtungsträgers 18 an den Druckhaubenkörper 12 aufweisen, in Umfangsrichtung gesehen jedoch kaum Spiel aufweisen, um eine Bewegung des Axialabschnitts 22 in Umfangsrichtung relativ zu dem Druckhaubenkörper 12 zu verhindern, durch welche die Profilleisten 86, 90 außer Eingriff gelangen könnten.

Die Fixierung des Dichtungsträgers 18 mittels der Klemmverbindung an dem Druckhaubenkörper 12 hat den Vorteil, dass keine Schrauben betätigt zu werden brauchen. Somit eignet sich die Klemmverbindung besonders für einen Einsatz in schlecht zugänglichen Bereichen der Maschine.

Beim Hineinfahren der Dichtvorrichtung 14 in die Druckhaube 11 bzw. beim Herausfahren der Dichtvorrichtung 14 aus der Druckhaube 11 ist es von Vorteil, wenn ein radialer Abstand zwischen dem Dichtungsträger 18 und dem Druckhaubenkörper 12 besteht, um einerseits die Reibung gering zu halten und anderer- seits den statischen Dichtring 28 nicht zu beschädigen.

Um einen derartigen radialen Abstand zwischen der Dichtvorrichtung 14 und dem Druckhaubenkörper 12 zu schaffen, wird der Dichtungsträger 18 durch in radialer und tangentialer Richtung wirkende Kräfte bzw. Verschiebungen, die in Fig. 6 durch die Pfeile 104, 106 dargestellt sind, auf einen kleineren Radius verformt.

Zur Erzeugung dieser Kräfte bzw. Verschiebungen ist im oberen Kantenbereich 80 der in Fig. 7 gezeigten Führung 72 eine Kontur vorgesehen, welche dafür sorgt, dass die Rolle 78 sowohl in Umfangshchtung als auch in radialer Richtung von dem Druckhaubenkörper 12 weg, in Fig. 7 also nach links und nach oben, versetzt wird, sobald die Rolle 78 ihre in Fig. 7 gezeigte Endlage verlässt, in welcher die Dichtvorrichtung 14 vollständig in den Druckhaubenkörper 12 eingesetzt ist. Dieser Versatz der Rolle 78 bewirkt, dass auf den Dichtungsträger 18 nicht nur eine radial nach innen wirkende Radialkraft bzw. -Verschiebung 104, sondern auch eine in Umfangsrichtung wirkende Tangentialkraft bzw. -Verschiebung 106 ausgeübt wird, durch welche die Dichtvorrichtung 14 zu dem Druckhaubenkörper 12 auf Abstand gehalten wird.

In Fig. 8 ist eine alternative Variante der Führung 72 dargestellt, welche zur Aus- lenkung der Rolle 78 in Umfangsrichtung keine Kontur aufweist, sondern stattdessen in annähernd tangentialer Richtung verschiebbar an dem Druckhaubenkörper 12 gelagert ist. Zum Beaufschlagen des Dichtungsträgers 18 mit einer Tangentialkraft 106 wird die Führung 72 durch einen mittels eines geeigneten Druckfluids beaufschlagbaren Druckschlauch 108 entsprechend verschoben.

ähnlich wie die Führung 72 in Fig. 7 ist auch die Führung 74 in Fig. 9 mit einer Kontur zur Auslenkung der Rolle 78 versehen. Die Kontur der Führung 74 ist jedoch so ausgebildet, dass die Rolle 78 lediglich in radialer Richtung nach innen versetzt wird, wenn sie beim Herausfahren der Dichtvorrichtung 14 aus der Druck- haube 11 ihre Endlage verlässt. Die Ausübung einer in Umfangsrichtung wirkenden Tangentialkraft bzw. -Verschiebung auf den Dichtungsträger 18 ist bei der in Fig. 9 gezeigten Klemmverbindungsvariante nicht vorgesehen, da - wie bereits erwähnt - aufgrund der in der Nut 102 der Druckhaube 12 angeordneten L- förmigen Profilleisten 86, 90 eine Verschiebung des Axialabschnitts 22 in Um-

fangsrichtung relativ zu dem Druckhaubenkörper 12 nur beschränkt bzw. unmöglich ist.

Bei der hier beschriebenen Ausführungsform wird zur Herstellung eines Abstands zwischen der Dichtvorrichtung 14 und dem Druckhaubenkörper 12 also im Bereich beider Axialabschnitte 22 des Dichtungsträgers 18 eine nach innen gerichtete Radialkraft bzw. -Verschiebung 104, aber nur im Bereich eines der beiden Axialabschnitte 22 eine Tangentialkraft bzw. -Verschiebung 106 auf den Dichtungsträger 18 ausgeübt (Fig. 6). Der Grund für diese asymmetrische Ausübung der Tangentialkraft bzw. -Verschiebung 106 besteht in der Fixierung des einen Axialabschnitts 22 an der Druckhaube 12 mittels einer Klemmverbindung (Fig. 8), welche wie bereits erwähnt keine oder nur eine geringe Bewegung des Axialabschnitts 22 relativ zur Druckhaube in Umfangsrich- tung zulässt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich beide Axialabschnitte 22 mittels einer Schraubverbindung an der Druckhaube 12 zu fixieren, so dass auch an beiden Axialabschnitten 22 Tangentialkräfte bzw. -Verschiebungen 106 auf den Dichtungsträger 18 ausgeübt werden könnten.

Bezugszeichenliste

10 Zylinder

11 Druckhaube

12 Druckhaubenkörper

13 feuchtigkeitsundurchlässiges Band

14 Dichtvorrichtung

16 Wechselgestell

18 Dichtungsträger

20 Bogenabschnitt

22 Axialabschnitt

24 Versteifungselement

26 Außenseite

28 Dichtring

30 Nut

31 Schraube

32 Innenseite

34 Nut

36 Dichtleiste

38 Dichtleiste

40 Dichtleiste

42 Druckschlauch

44 Druckraum

46 Zwischenraum

48 Abführkanal

50 Nut

52 Zwischenraum

54 Abführkanal

56 Dichtleistensegment

58 Verlängerung

60 Abdeckplättchen

62 Bolzen

64 Aussparung

66 Gleitstück

68 Endbereich

70 Endbereich

72 Führung

74 Führung

76 Montagebügel

78 Rolle

80 Kantenbereich

82 Bohrung

84 Gewindebohrung

86 L-förmige Profilleiste

88 Bohrung

90 L-förmige Profilleiste

92 Hülse

94 Gegenträger

96 Nut

98 Druckschlauch

100 Stützleiste

102 Nut

104 Radialkraft bzw. -Verschiebung

106 Tangentialkraft bzw. -Verschiebung

108 Druckschlauch