Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PRESSURE MEASURING DEVICE FOR PROCESS MEASUREMENT TECHNOLOGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/040579
Kind Code:
A2
Abstract:
Pressure measuring device for process measurement technology for measuring a process pressure of a liquid process medium, comprising a process connection part (68), which accommodates a pressure sensor (78), and housing which can be connected to said process connection part and accommodates an electronics system (58) and an electrical connection block (62), wherein the housing is made up of two housing half-shells (56, 60) and the process connection part is made up of two process connection half-shells (70, 72), and in each case one housing half-shell (56, 60) and one process connection half-shell are integrally connected and form a measuring device half-shell (52, 54), wherein the two housing half-shells (56, 60) can be connected to the pressure measuring device (50) in a detachable and pressure-tight fashion.

More Like This:
Inventors:
BURCZYK, Dietfried (Iserstrasse 92, Teltow, 14513, DE)
DANNHAUER, Wolfgang (Heinersdorfer Weg 38A, Teltow, 14513, DE)
NÜRNBERGER, Ralf (Schlaatzstrasse 9, Potsdam, 14473, DE)
Application Number:
EP2007/057292
Publication Date:
April 10, 2008
Filing Date:
July 16, 2007
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ENDRESS+HAUSER GMBH+CO.KG (Hauptstrasse 1, Maulburg, 79689, DE)
BURCZYK, Dietfried (Iserstrasse 92, Teltow, 14513, DE)
DANNHAUER, Wolfgang (Heinersdorfer Weg 38A, Teltow, 14513, DE)
NÜRNBERGER, Ralf (Schlaatzstrasse 9, Potsdam, 14473, DE)
International Classes:
G01L19/14
Attorney, Agent or Firm:
ANDRES, Angelika (PatServeColmarer Strasse 6, Weil am Rhein, 79576, DE)
Download PDF:
Claims:

Ansprüche

[0001] 1. Druck-Meßgerät für die Prozeßmeßtechnik zum Messen eines Prozeßdrucks eines flüssigen Prozeßmediums mit einem, einen Drucksensor (78) aufnehmenden Prozeßanschlußteil (68) und einem damit verbundenen Gehäuse, das eine Elektronik (58) und einen elektrischen Anschlußblock (62) aufnimmt, wobei -das Gehäuse aus zwei Gehäuse-Halbschalen (56, 60) und der Prozeßanschlußteil aus zwei Prozeßanschluß-Halbschalen (70, 72) zusammengesetzt sind, und - jeweils eine Gehäuse-Halbschale (56, 60) und eine Prozeßanschluß-Halbschale einstückig verbunden sind und eine Meßgeräte- Halbschale (52, 54) bilden, wobei -die zwei Gehäuse-Halbschalen (56, 60) lösbar und druckdicht zum Druck-Meßgerät (50) verbindbar sind.

[0002] 2. Druck-Meßgerät nach Anspruch 1, bei dem jede Prozeßanschluß-Halbschale einen Anschlußflansch (70, 72) umfaßt.

[0003] 3. Druck-Meßgerät nach Anspruch 1, bei dem jede der Meßgeräte-Halbschalen

(52, 54) im Bereich ihrer Gehäuse-Halbschale (56, 60) becherförmig gestaltet ist und eine dadurch gebildete Gehäusekammer aufweist, die mit einem Deckel (88) verschließbar ist.

[0004] 4. Druck-Meßgerät nach Anspruch 3, bei dem jede der Meßgeräte-Halbschalen

(52, 54) wenigstens im Bereich ihrer Gehäuse-Halbschale (56, 60) eine Wand (64) aufweist, die die jeweilige Gehäusekammer im wesentlichen abschließt, wobei die Wände (64) der Gehäuse-Halbschalen (56, 60) zusammengefügt sind.

[0005] 5. Druck-Meßgerät nach Anspruch 1, bei dem die zusammengefügten

Prozeßanschluß-Halbschalen eine Meßkammer (76) bilden, die den Drucksensor (78) aufnimmt.

[0006] 6. Druck-Meßgerät nach Anspruch 5, bei dem im Bereich jeder Prozeßanschluß-

Halbschale eine Prozeß-Dichtvorrichtung (80) vorgesehen ist, auf der der Drucksensor (78) aufliegt.

[0007] 7. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-6, bei dem im

Bereich wenigstens einer der Wände der Gehäuse-Halbschale (56, 60) eine Gehäuse-Dichtvorrichtung (86) vorgesehen ist.

[0008] 8. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 3-7, bei dem eine

Gehäusekammer einer Meßgeräte-Halbschale (52) die Elektronik (58) und die andere Gehäusekammer der anderen Meßgeräte-Halbschale (54) den elektrischen Anschlußblock (62) aufnehmen.

[0009] 9. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 3-8 mit einer aus der

Prozeß-Dichtvorrichtung und der Gehäuse-Dichtvorrichtung gebildeten gemeinsamen Dichtvorrichtung (94). [0010] 10. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-9, bei dem die beiden Meßgeräte-Halbschalen (52, 54) in Aufbau und Gestaltung im wesentlichen übereinstimmen. [0011] 11. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 3-10, bei dem eine druckdichte elektrische Mehrleiterverbindung (66) zwischen den

Gehäusekammern vorgesehen ist. [0012] 12. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-11, dessen

Meßgeräte-Halbschalen (52, 54) Feingußteile sind. [0013] 13. Druck-Meßgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche 1-12, dessen

Drucksensor (78) ein Differenzdruck-Sensor ist.

Description:

Beschreibung Druckmeßgerät für die Prozeßmeßtechnik

[0001] Die Erfindung betrifft ein Druck-Meßgerät für die Prozeßmeßtechnik, insbesondere eine Druck-Meßgerät zum Messen eines Prozeßdrucks eines flüssigen Prozeßmediums mit einem, einen Drucksensor aufnehmenden Prozeßanschlußteil und einem damit verbundenen Gehäuse, das eine Elektronik und einen elektrischen Anschlußblock aufnimmt.

[0002] Druck-Meßgeräte dieser Art werden für verschiedenste Anwendungen in industriellen Anlagen und Installationen verwendet. üblicherweise und wie in Fig. 1 der beigefügten Zeichnung veranschaulicht, umfaßt ein solches Druck-Meßgerät 10 ein Prozeßanschlußteil 12, auch Prozeßadapter genannt, in dem der hier nicht sichtbare Drucksensor in einer sogenannten Meßkammer untergebracht ist, und ein mit dem Prozeßanschlußteil 12 verbundenes, separates Gehäuse 14 für die Elektronik und den elektrischen Anschlußblock. über den Prozeßadapter 12 wird der Drucksensor mit dem zu messenden Druck beaufschlagt, indem beispielsweise das Prozeßmedium über hier nicht dargestellte Rohrleitungen oder ähnliches direkt an den Drucksensor in der Meßkammer herangeführt wird. Wenn dies nicht gewünscht wird, wird der Drucksensor über den Prozeßadapter in der Meßkammer mit einem Druckmittler beaufschlagt, der wiederum an anderer Stelle mit dem Prozeßmedium beaufschlagt wird.

[0003] Wie in Fig. 1 illustriert, umfaßt der Prozeßadapter 12 zwei Anschlußflansche, sogenannte Meßflansche 16, wobei im Innern eine sogenannte Meßkammer gebildet wird, in der sich der Drucksensor befindet. Anschlüsse 18 für Leitungen, mit denen das Prozeßmedium oder der Druckmittler herangeführt wird, sind in Fig. 1 deutlich zu sehen. Die Meßflansche 16 sind üblicherweise mittels Schrauben 20 verbunden und gegeneinander verspannt, wie in Fig. 1 illustriert.

[0004] Das separate Gehäuse 14 ist oben auf den Prozeßadapter 12 oder wenigstens auf einen der Meßflansche 16 aufgesetzt mit diesem fest verbunden, meist verschraubt, wie in Fig. 1 gezeigt. Aus Gründen des Explosionsschutzes weist das Gehäuse 14 üblicherweise zwei voneinander getrennte Gehäusekammern 22 und 24 auf, von denen die eine die Elektronik aufnimmt und die andere einen Anschlußblock zum Anschluß von elektrischen Leitungen, mit denen das Druck- Meßgerät 10 beispielsweise an einen Schaltkasten oder an einen Anlagenbus angeschlossen ist, der eine Vielzahl von Meßgeräten mit einer Warte verbindet. Sinnvollerweise werden die elektrischen

Leitungen durch eine oder mehrere Kabeldurchführungen 26 in die Gehäusekammer 24 mit dem Anschlußblock geführt. Meistens sind die Gehäusekammern 22, 24 zur Atmosphäre hin durch Deckel 28 abgeschlossen, wie in Fig.1 gezeigt.

[0005] Bei den bekannten Druck-Messgeräten dieser Art können zwar der Prozeßadapter und das Gehäuse jeweils auf ihre unterschiedlichen Aufgaben in Material und Fertigungstiefe zugeschnitten werden, aber der Fertigungs- und Montageaufwand ist relativ hoch und daher kostenintensiv.

[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Druck-Meßgerät zu schaffen, das den Anforderungen im industriellen Meßprozeß ebenso genügt wie die bekannten Druck-Meßgeräte, das aber preiswerter zu fertigen und einfacher zu montieren ist.

[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Druck-Meßgerät für die Prozeßmeßtechnik zum Messen eines Prozeßdrucks eines flüssigen Prozeßmediums mit einem, einen Drucksensor aufnehmenden Prozeßanschlußteil und einem damit verbundenen Gehäuse, das eine Elektronik und einen elektrischen Anschlußblock aufnimmt, wobei

[0008] - das Gehäuse aus zwei Gehäuse-Halbschalen und der Prozeßanschlußteil aus zwei Prozeßanschluß-Halbschalen zusammengesetzt, und

[0009] -jeweils eine Gehäuse-Halbschale und eine Prozeßanschluß-Halbschale einstückig verbunden sind und eine Meßgeräte-Halbschale bilden, wobei

[0010] - die zwei Gehäuse-Halbschalen lösbar und druckdicht zum Druck-Meßgerät verbindbar sind.

[0011] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung umfaßt jede Prozeßanschluß-Halbschale einen Prozeßanschlußflansch.

[0012] Bei einer anderen Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung ist jede der Meßgeräte-Halbschalen im Bereich der Gehäuse-Halbschale becherförmig gestaltet und weist eine dadurch gebildete Gehäusekammer auf, die mit einem Deckel verschließbar ist.

[0013] Bei einer weiterer Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung weist jede der Meßgeräte-Halbschalen wenigstens im Bereich der Gehäuse-Halbschale eine Wand auf, die die jeweilige Gehäusekammer im wesentlichen abschließt, wobei die Wände der Meßgeräte-Halbschalen zusammengefügt sind.

[0014] Die zusammengefügten Prozeßanschluß-Halbschalen noch einer anderen

Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung bilden eine Meßkammer, die den Drucksensor aufnimmt.

[0015] Bei wieder einer anderen Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung ist im Bereich jeder Prozeßanschluß-Halbschale eine Prozeß-Dichtvorrichtung

vorgesehen, auf der der Drucksensor aufliegt.

[0016] Noch eine weitere Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung betrifft eine Gehäuse-Dichtvorrichtung, die im Bereich wenigstens einer der Wände der Gehäuse-Halbschale vorgesehen ist.

[0017] Bei wieder einer weiteren Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung nehmen die eine Gehäusekammer einer Meßgeräte-Halbschale die Elektronik und die andere Gehäusekammer der anderen Meßgeräte-Halbschale den elektrischen Anschlußblock auf.

[0018] Bei noch einer anderen Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung ist eine aus der Prozeß-Dichtvorrichtung und der Gehäuse-Dichtvorrichtung gebildete gemeinsame Dichtvorrichtung vorgesehen.

[0019] Die beiden Meßgeräte-Halbschalen einer weiteren Ausführungsform des Druck- Meßgeräts nach der Erfindung stimmen in Aufbau und Gestaltung im wesentlichen überein.

[0020] Noch wieder eine andere Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung sieht eine druckdichte elektrische Mehrleiterverbindung zwischen den Gehäusekammern vor.

[0021] Bei noch einer weiteren Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung sind dessen Meßgeräte-Halbschalen Feingußteile.

[0022] Bei immer noch einer anderen Ausführungsform des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung ist der Drucksensor ein Differenzdruck- Sensor.

[0023] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, nicht zwei verschiedene Geräteteile, wie Prozeßadapter aus zwei Meßflanschen und das Gehäuse zusammenzusetzen, sondern eine durch die Meßflansche vorgegebene Teilungsebene auch für das Gehäuse fortzuführen und die jeweiligen Prozeßanschluß-Halbschalen, also die Meßflansche, mit den Gehäuse-Halbschalen einer Seite zu einer Meßgeräte- Halbschale zusammengefügt. Die beiden Meßgeräte-Halbschalen werden dann zum Druck-Meßgerät verbunden. Die Meßgeräte-Halbschalen können in Bezug auf Form, Gestaltung und Ausführung nahezu identisch und aus einem Stück gefertigt werden, was eine enorme Kostenersparnis gegenüber herkömmlichen, oben beschrieben Druck- Meßgeräten bedeutet.

[0024] Anhand der Fig. 1 der beigefügten Zeichnung wurde oben bereits eine bekannte und häufig verwendete Ausführung eines Druck-Meßgeräts beschrieben. Nachfolgend wird die Erfindung ausführlich erläutert und beschrieben, wobei auf verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen des Druck-Meßgeräts verwiesen wird,

die auch in der beigefügten Zeichnung dargestellt sind. Dabei zeigen:

[0025] Fig. 2a eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung;

[0026] Fig. 2b eine schematische Seitenansicht einer Meßgeräte-Halbschale des Druck- Meßgeräts nach Fig. 2a;

[0027] Fig. 3a eine schematische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung;

[0028] Fig. 3b eine schematische Seitenansicht einer Meßgeräte-Halbschale des Druck- Meßgeräts nach Fig. 3a;

[0029] Fig. 4a eine schematische Seitenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung;

[0030] Fig. 4b eine schematische Seitenansicht einer Meßgeräte-Halbschale des Druck- Meßgeräts nach Fig. 4a;

[0031] Fig. 5a eine schematische Seitenansicht eines vierten Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung;

[0032] Fig. 5b eine schematische Seitenansicht einer Meßgeräte-Halbschale des Druck- Meßgeräts nach Fig. 5a;

[0033] Fig. 6a eine schematische Seitenansicht einer Meßgeräte-Halbschale eines fünften Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung;

[0034] Fig. 6b eine schematische perspektivische Ansicht zweier Meßgeräte-Halbschalen des Druck-Meßgeräts nach Fig. 6a in verkleinertem Maßstab; und

[0035] Fig. 7 eine schematische perspektivische Ansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts nach der Erfindung.

[0036] In den Fig. 2a und 2b ist eine schematische Seitenansicht eines ersten

Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts 50 nach der Erfindung dargestellt. Fig. 2b ist eine schematische Seitenansicht einer einzelnen Meßgeräte-Halbschale davon. Dieses Ausführungsbeispiel des Druck-Meßgeräts 50 ist aus einer ersten Meßgeräte- Halbschale 52 und aus einer zweiten Meßgeräte-Halbschale 54 zusammengesetzt. Beide Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 sind im wesentlichen gleich aufgebaut und gleich gestaltet, so daß es hinreicht, den Aufbau an der in Fig. 2b schematische dargestellten einzelnen Meßgeräte-Halbschale 56 zu erläutern.

[0037] Beide Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 sind an sich einteilig und umfassen eine erste Gehäuse-Halbschale 56, die eine, hier nur angedeutet dargestellte Elektronik 58, die vom Drucksensor gelieferten Meßdaten auswertet und weitergibt, aufnimmt, und eine zweite Gehäuse-Halbschale 60, die einen, in Fig. 2a nur angedeuteten elektrischen

Anschlußblock 62 aufnimmt, an den elektrische Leiter bzw. Kabel angeschlossen werden, über die das Druck-Meßgerät 50 mit einem Anlagenbus, einem anderen Meßgerät oder einem Schaltschrank verbunden werden kann. Beide Gehäuse- Halbschale 56, 60 sind an sich becherförmig gestaltet, daß heißt an einer Seite durch jeweils eine Wand 64 abgeschlossen, so daß jeweils eine Gehäusekammer gebildet wird, die - wie beschrieben - die Elektronik 58 bzw. den elektrischen Anschlußblock 62 aufnimmt. Die Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 werden an den Wände 64 der Gehäuse-Halbschale 56, 60 zusammengefügt.

[0038] Zur elektrischen Verbindung der Elektronik 58 mit dem Anschlußblock 62 dient eine elektrische Mehrleiterverbindung 66, sinnvollerweise ein Steckverbinder mit Steckerstiften, der in eine an sich beliebige Wand 64 einer der Gehäuse-Halbschalen 56, 60 druckdicht eingefügt ist. Bei dem in den Fig. 2a und 2b gezeigten Ausführungsbeispiel des Druckmeßgerätes 50 ist die Mehrleiterverbindung 66 in der Wand 65 der Gehäuse-Halbschale 60 eingelassen. Die Wand 64 der ersten Gehäuse- Halbschale 56 ist an entsprechender Position mit einer passenden öffnung versehen, so daß die Elektronik 58 in der ersten Gehäuse-Halbschale 56 mit den Steckern oder Buchsen der Mehrleiterverbindung 66 verbunden werden kann.

[0039] Neben den Gehäuse-Halbschale 56, 60 umfassen die beiden Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 auch einen Prozeßadapter 68, auch Prozeßanschlußteil genannt. Der Prozeßadapter 68 wird aus zwei Prozeßanschluß-Halbschalen gebildet mit Anschlußflanschen gebildet: einem sogenannten ersten Meßflansch 70 und einem zweiten Meßflansch 72.

[0040] An Anschlüsse 74 in den Meßflanschen 70, 72 des Prozeßadapters 68 werden hier nicht dargestellte Leitungen angeschlossen, mit denen das Prozeßmedium oder ein Druckmittler, vorzugsweise ein flüssiger Druckmittler, mit dem zu messenden Druck in eine im Innern des Prozeßadapters 68 zwischen den Meßflanschen 70, 72 gebildete Meßkammer 76 geleitet wird. Ein dort befindlicher Drucksensor wird dadurch mit dem zu messenden Druck beaufschlagt. Die Meßkammer 76 ist in Fig. 2a nur gestrichelt veranschaulicht. Sie nimmt einen in Fig. 2b veranschaulichten Drucksensor 78 auf. Als vorteilhaft haben sich zylindrische Druckmeßzellen erwiesen, von denen eine beispielhaft in Fig. 6b dargestellt ist, und die in den verschiedensten Ausführungen für verschiedene Druckstufen erhältlich sind. Sinnvollerweise sind Anschlüsse 74 für Druckleitungen an beiden Meßflanschen 70, 72 und auch an verschiedenen Seiten des Prozeßadapter 68 vorhanden, wie in Fig. 2b durch gestrichelte Linien symbolisiert wird. Damit kann das Druck-Messgerät 50 in beliebiger Weise montiert werden.

Anschlüsse 74, an die keine Druckleitungen angeschlossen werden, können durch Stopfen auf einfache Weise verschlossen werden. Sie können dann bei Bedarf für weitere Leitungen zum Spülen der Meßkammer 76 dienen.

[0041] Im Innern der Meßkammer 76 mit dem Drucksensor 78 ist eine

Prozeßdichtvorrichtung 80 vorgesehen, die verhindern soll, daß Prozeßmedium oder Druckmittler über weitere öffnungen in das Gehäuse bzw. in die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 gelangt. Die Prozeßdichtvorrichtung 80 besteht beispielsweise wie in den Fig. 2a und 2b dargestellt aus zwei O-Ring- oder ringförmigen Flachdichtungen, von denen Fig. 2b eine einzelne zeigt. Natürlich sind ohne Einschränkung der Erfindung andere Dichtungsvorrichtungen denkbar, wenn die Meßkammer 76 bzw. der Drucksensor 78 nicht zylindrisch sind.

[0042] Um die Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 zum Druck-Meßgeräts 50 zu zusammenzufügen, werden die beiden Meßflansche 70, 72 durch Schrauben 82 miteinander verbunden und gegeneinander verspannt, wie in Fig. 2a veranschaulicht ist. Die beiden einander zugewandten Wände 64 der Gehäuse-Halbschalen 56, 60 werden durch wenigstens eine Spannschraube 84 fest, aber lösbar miteinander verbunden. Zwischen den Wänden 64 der Gehäuse-Halbschalen 56, 60 ist vorzugsweise noch eine Gehäuse-Dichtvorrichtung 86 vorgesehen. Wie bereits oben erklärt, sind die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 an sich becherförmig gestaltet und nehmen die Elektronik 58 bzw. den elektrischen Anschlußblock 62 auf. Bei dem in den Fig. 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 an den, den Wänden 64 gegenüberliegenden und an sich offenen Stirnseiten jeweils durch einen schraubbaren Deckel 88 abgeschlossen.

[0043] Häufig erscheint es wünschenswert, in oder unter einen der Deckel 88 eine Anzeigevorrichtung, ein sogenanntes Display, einzubauen - wie bei bekannten Gehäusen von Meßgeräten der Prozeßmeßtechnik auch. Um die Ablesbarkeit eines solchen Displays, das mit der Elektronik verbunden wird, für ein an sich und infolge der Vielfalt der Anschlüsse 74 beliebig montierbares Druck-Meßgerät 50 zu gewährleisten, sollten mehrere Positionen bzw. Einbaulagen für ein solches Display möglich sein. Neben den in den Fig. 2a und 2b veranschaulichten Positionen der Deckel 88 ist es möglich, an wenigstens einer der Gehäuse-Halbschale 56 oder 60 ein rechteckiger oder quadratischer Aufsatz 90 vorgesehen werden, der eine weitere öffnung bereitstellt, in die ebenfalls ein Display eingesetzt werden kann. Werden die öffnungen der Aufsätze 90 nicht verwendet, werden sie ebenfalls durch Deckel oder Stopfen verschlossen.

[0044] Wie in Fig. 2b am Beispiel der zweiten Meßgeräte-Halbschale 54 veranschaulicht, ist sinnvollerweise in wenigstens einer der Meßgeräte-Halbschale 52, 54 ein Kanal 92 zwischen dem zweiten Meßflansch 72 und der zweiten Gehäuse-Halbschale 60 vorgesehen, in dem elektrische Leitungen geführt werden, die den in der Meßkammer 76 angeordneten Drucksensor 78 mit der Elektronik 58 verbinden. Ein solcher Kanal 92 ist in Fig. 2 der Einfachheit halber gestrichelt dargestellt.

[0045] In den Fig. 3a und 3b ist eine schematische Seitenansicht eines anderen

Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts 50 nach der Erfindung dargestellt.

[0046] In Fig. 3a ist das ganze Druck-Meßgeräts 50 mit beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 und in Fig. 3b die erste Meßgeräte-Halbschale 52 davon dargestellt. Dieses Druck-Meßgerät 50 unterscheidet sich von dem in den Fig. 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine andere Anordnung der Deckel 88, weil hier ein Display in der öffnung des Aufsatzes 92 auf der ersten Gehäuse-Halbschale 56 vorgesehen ist. Wie in den Fig. 3a und 3b gezeigt, ist hier der Deckel 88, der das Display abdeckt, senkrecht zum anderen Deckel 88 angeordnet. Ansonsten stimmen die beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 in Bezug auf Aufbau und Elemente mit denen der Fig. 2a und 2b überein.

[0047] Die Fig. 4a und 4b sind wieder eine schematische Darstellungen eines weiteren

Ausführungsbeispiels des Druck-Meßgeräts 50 nach der Erfindung, wobei in Fig.4a das Druck-Meßgeräts 50 mit beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 und in Fig. 4b die zweite Meßgeräte-Halbschale 52 davon gezeigt sind. Beide Meßgeräte- Halbschalen 52, 54 sind wiederum im wesentlichen gleich aufgebaut und gleich gestaltet. Der Prozeßadapter 68 mit seinen beiden Meßflanschen 70, 72 entspricht dem Prozeßadapter 68, der oben bereits bei den Druck-Meßgeräten 50 nach den Fig. 2a, 2b und 3a, 3b erläutert und beschrieben wurde. Die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 des in den Fig. 4a, 4b gezeigten Druck-Meßgeräts 50 unterscheiden sich jedoch von denen der Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2a, 2b und 3a, 3b durch ihre schräge Anordnung bezogen auf den Prozeßadapter 68. Bei den zum Druck-Meßgeräts 50 zusammengebauten Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 ergibt sich dann eine V-förmige Ausrichtung der Gehäuse-Halbschalen 56, 60 zueinander, wie in Fig. 4a veranschaulicht. Diese Gehäuse- Anordnung erlaubt wieder eine andere Ausrichtung eines Displays unter oder in einem Deckel 88, um gegebenenfalls die Sichtbarkeit des Displays schräg von oben bezogen auf den Prozeßadapter 68 zu verbessern. Ansonsten stimmen die beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 in Bezug auf Aufbau und Elemente mit denen der Fig. 2a, 2b und 3a, 3b überein.

[0048] In den Fig. 5a und 5b ist noch ein anderes Ausführungsbeispiel des Druck-Meßgeräts 50 nach der Erfindung schematisch dargestellt, wobei in Fig. 5a das Druck-Meßgeräts 50 mit beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 und in Fig. 5b die zweite Meßgeräte- Halbschale 52 davon gezeigt sind. Im wesentlichen entspricht das Ausführungsbeispiel der Fig. 5a und 5b dem Druck-Meßgerät 50 nach den Fig. 2a und 2b, wobei hier jedoch ein größerer Drucksensor 78 vorgesehen ist. Die im Innern des Prozeßadapters 68, also zwischen den Meßflanschen 70, 72 gebildete Meßkammer 76 ist daher größer als beim Druck-Meßgerät 50 nach den Fig. 2a und 2b, so daß auch die Meßflansche 70, 72 breiter sein müssen als die Meßflansche 70, 72 nach den Fig. 2a, 2b. Wird eine Breite BM der Meßflansche 70, 72 der Fig. 5a, 5b zur Vereinfachung gleich einer Breite BG der Gehäuse-Halbschale 56 bzw. 60 gewählt, so verringert sich dadurch der Fertigungsaufwand für jede Meßgeräte-Halbschale 52 bzw. 54. Obwohl in der Fig. 5a nicht ausdrücklich gezeigt, eignen sich solche Meßgeräte-Halbschalen 52 bzw. 54 mit gleicher Breite natürlich auch für kleine Drucksensoren 78; die Meßkammer 76 ist dann entsprechend anzupassen. Im übrigen stimmen die beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 nach den Fig. 5a, 5b in Bezug auf Aufbau und Elemente mit denen der Fig. 2a, 2b und 3a, 3b überein.

[0049] Das in den Fig. 6a und 6b schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel des Druck- Meßgeräts 50 nach der Erfindung ist eine noch weitergehende Vereinfachung hinsichtlich der Herstellung der Meßgeräte-Halbschalen 52 und 54. Aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 6a, 6b wird die hier noch weiter vereinfachte Form der beiden Meßgeräte-Halbschale 52 und 54 deutlich. Die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 gehen fast nahtlos in die Meßflansche 70, 72 des Prozeßadapters 68 über. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel des Druck-Meßgeräts 50 sind vorzugsweise wiederum die Anschlüsse 74 für Druckleitungen wie bei den anderen, vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen, auf verschiedenen Seiten der Meßflansche 70, 72 vorgesehen.

[0050] Ein weiterer besonderer Vorteil des in den Fig. 6a, 6b veranschaulichten Ausführungsbeispiels der Erfindung liegt in der Zusammenfassung der Dichtvorrichtungen der anderen Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2a-5b zu einer gemeinsamen Dichtvorrichtung. Diese gemeinsame Dichtvorrichtung kann beispielsweise eine Schnurring-Dichtung 94 sein, die - wie in den Fig. 6a, 6b gezeigt - in entsprechenden, in die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 eingeschnittene Nuten als Dichtungssitz eingesetzt wird. Die besondere Form einer solchen Schnurring-Dichtung 94, die sich sowohl in die Gehäuse-Halbschalen 56, 60 als auch in die Meßflansche 70,

72 erstreckt, ist in den Fig. 6a, 6b deutlich gezeigt. Falls eine zusätzliche Dichtvorrichtung in der Meßkammer 76 für den Drucksensor 78 vorgesehen werden soll, kann sie wie in den Fig. 2a-5b dargestellt, ausgeführt werden.

[0051] Die Größe der Meßkammer 76 des Druck-Meßgerätes 50 richtet sich wie bei den anderen Ausführungsbeispielen der Erfindung auch nach der Größe des Drucksensors 78. Das Druck-Meßgerät 50 nach den Fig. 6a, 6b wird wie die anderen Ausführungsbeispiele der anderen Fig. 2a-5b durch Zusammenfügen der beiden Gehäuse-Halbschalen 56, 60 gebildet, die miteinander durch die Schrauben 82 und die Spannschraube 84 verbunden werden. Alle anderen Elemente entsprechen den Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Druck-Meßgerät 50 nach den Fig. 2a-5b.

[0052] In Fig. 7 ist ein sechstes Ausführungsbeispiel des Druck-Meßgeräts 50 nach der

Erfindung schematisch und als perspektivische Ansicht dargestellt. Bei diesem Druck- Meßgeräts 50 sind die Ausführungen nach den Fig. 5a, 5b und 6a, 6b im wesentlichen vereint. Die beiden Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 stimmen prinzipiell überein hinsichtlich ihrer Form und Ausführung. Die Breite BG der Gehäuse-Halbschalen 56, 60 ist wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5a, 5b gleich der Breite BM der Meßflansche 70, 72 (siehe dazu auch Fig. 5a, 5b). Im Gegensatz jedoch zum Ausführungsbeispiel der Fig. 6a, 6b sind die Anschlüsse 74 zum Anschluß von Druckleitungen oder Ventilstöcken auch auf den Seiten vorgesehen, auf denen sich die Schrauben 82 befinden, mit denen die beiden Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 zum erfindungsgemäßen Druck-Meßgeräts 50 zusammengefügt werden. Die in den beiden Gehäuse-Halbschalen 56, 60 befindlichen Gehäusekammern sind jeweils durch einen schraubbaren Deckel 88 verschlossen. Zusätzlich ist bei der in Fig. 7 gewählten Darstellung des Druck-Meßgeräts 50 noch eine Kabeldurchführung 96 gezeigt, durch die elektrische Leitungen in die Gehäusekammer mit dem Anschlußblock 62 (siehe dazu auch Fig. 2a, 3a, 4a, 5a) geführt werden, mit denen das Druck-Meßgerät 50 beispielsweise an einen Schaltkasten oder an einen Anlagenbus angeschlossen werden kann. Alle anderen Elemente des in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Druck-Meßgerät 50 entsprechen dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Druck-Meßgeräts 50 nach den Fig. 6a-6b.

[0053] Die Meßgeräte-Halbschalen 52, 54 aller in den Fig. 2a-7 dargestellten Druck- Meßgeräte nach der Erfindung lassen sich auf einfache Weise aus einem an sich beliebigen geeigneten Material fertigen. Vorzugweise sind die Meßgeräte-Halbschalen Feingußteile. Die verschiedenen, oben beschrieben Ausführungsbeispiele der Druck-

Meßgeräte 50 nach der Erfindung eignen sich für Drucksensoren verschiedenster Art, unter anderem auch für Differenzdruck-Sensoren. Bezugszeichenliste

Tabelle 1




 
Previous Patent: SWITCHED MODE POWER SUPPLY

Next Patent: AN ANASTOMOTIC APPLIER