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Title:
PRESSURE SENSOR MEASURING ELEMENT AND PRESSURE SENSOR WHICH IS PROVIDED WITH THE LATTER AND IS INTENDED TO DETECT THE PRESSURE IN A COMBUSTION CHAMBER OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/149501
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pressure sensor measuring element (26) for a pressure sensor (10) for detecting the pressure in a combustion chamber of an internal combustion engine during operation of the latter, having a separating diaphragm (54), a plunger (56) for transmitting deflections of the separating diaphragm (54) to a force measuring element (32), and a sleeve (36) which accommodates the plunger (56), is closed by the separating diaphragm (54) at a first end (12) facing the combustion chamber and is designed to hold the force measuring element (32) at the opposite, second end (16). In order to be able to produce the pressure sensor measuring element (26) in a more cost-effective manner with the same functionality, it is proposed to form the plunger (56) in a single piece with the separating diaphragm (54) as a diaphragm/plunger unit (38), wherein the sleeve (36) and the diaphragm/plunger unit (38) are formed from the same metal material.

Inventors:
STAIGER, Ulrich (Orichhöhe 9a, Stein am Rhein, CH-8260, CH)
DIAS-LALCACA, Peter (Tödistrasse 10, Wolfhausen, CH-8633, CH)
HAURI, Peter (Eichwissstrasse 61, Hombrechtikon, CH-8634, CH)
ZEISEL, Dieter (Bundtacherstrasse 44, Forch, CH-8127, CH)
Application Number:
EP2010/058163
Publication Date:
December 29, 2010
Filing Date:
June 10, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TRAFAG AG (Emil-Staub-Str.1, Männedorf, CH-8708, CH)
STAIGER, Ulrich (Orichhöhe 9a, Stein am Rhein, CH-8260, CH)
DIAS-LALCACA, Peter (Tödistrasse 10, Wolfhausen, CH-8633, CH)
HAURI, Peter (Eichwissstrasse 61, Hombrechtikon, CH-8634, CH)
ZEISEL, Dieter (Bundtacherstrasse 44, Forch, CH-8127, CH)
International Classes:
G01L9/00; G01L19/06; G01L23/18
Attorney, Agent or Firm:
KASTEL, Stefan et al. (Nymphenburger Strasse 20a, München, 80335, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Drucksensormesselement (26) für einen Drucksensor (10) zur Druckerfassung in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine während deren Betrieb, mit einer Trennmembran (54), einem Stößel (56) zum Übertragen von Auslenkungen der Trennmembran (54) auf ein Kraftmesselement (32) und einer den Stößel (56) aufnehmenden Hülse (36), die an einem dem Brennraum zuzuwendenden ersten Ende (12) durch die Trennmembran (54) verschlossen ist und an dem entgegen gesetzten zweiten Ende (16) zum Halten des Kraftmesselements (32) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (56) einstückig mit der Trennmembran (54) als Membran-Stößel- Einheit (38) ausgebildet ist, wobei die Hülse (36) und die Membran-Stößel-Einheit (38) aus dem gleichen Metall-Material gebildet sind.

2. Drucksensormesselement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Membran-Stößel-Einheit (38) an dem der Trennmembran (54) entgegen gesetzten Ende des Stößels (56) ebenfalls einstückig eine zweite Membran (57) aufweist, die mit dem zweiten Ende der Hülse (36) abschließt.

3. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran-Stößel-Einheit (38) monolithisch aus einem Stück gefertigt ist und/oder dass die Hülse (36) monolithisch aus einem Stück gefertigt ist.

4. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es (26) insgesamt aus einem einheitlich gleichen Material gefertigt ist.

5. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kraftmesselement (32) einerseits an dem zweiten Ende der Hülse (36) und andererseits an dem der Trennmembran abgewandten Ende des Stößels (56) befestigt ist und vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Hülse (36) und die Membran-Stößel-Einheit (38) gefertigt ist.

6. Drucksensormesselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftmesselement (32) als Biegebalken (34) mit Dehnmessstreifen (90) ausgeführt ist.

7. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (36) an ihrem ersten Ende (12) einen sich radial nach außen erstreckenden Flansch (42) und einen sich von dem Flansch (42) mit geringerem Außendurchmesser axial in Richtung Trennmembran (54) vorstehenden Ringvorsprung (44) aufweist und dass die Trennmembran (54) einen äußeren verdickten Randringbereich (60) aufweist, der außenseitig bündig mit dem Flansch (42) abschließt und innen den Ringvorsprung (44) übergreift.

8. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (36) und die Trennmembran (54) stoffschlüssig, insbesondere durch eine Schweißung (66), aneinander befestigt sind.

9. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Hülse (36) zwischen einer Hülsenwandung (47) und der Membran- Stößel-Einheit (38) gebildeter Hohlraum (82) evakuiert ist oder eine Füllung (106) mit Feststoffpartikeln aus einem Material mit gegenüber Brennraumtemperaturen höherem Schmelzpunkt und/oder eine Strahlungsbarriere (109) aufweist.

10. Drucksensormesselement nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (56) eine von dem zweiten Ende (16) aus zugängliche, sich in Längsrichtung ersteckende Öffnung (70) aufweist.

11. Drucksensor (10) zur Druckerfassung in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine während deren Betrieb mit einem Drucksensormesselement (26) nach einem der voranstehenden Ansprüche.

12. Drucksensor (10) nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass ein äußeres Sensorgehäuse (24) zur Befestigung an einem den Brennraum begrenzenden Bauteil vorgesehen ist, wobei die Hülse (36) in dem Sensorgehäuse (24) aufgenommen ist und ausschließlich mit einem an ihrem ersten Ende (12) ausgebildeten Endbereich (68) an dem Sensorgehäuse (24) befestigt ist.

13. Drucksensor (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Sensorgehäuse (24) einen Werkzeugangriffsbereich mit Werkzeugangriffsflächen (102, 99) für ein Werkzeug, insbesondere einen Schraubenschlüssel, mehr insbesondere einen Maulschlüssel, aufweist.

14. Drucksensor (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugangriffsbereich zwischen einem Gewinde (28) zum Einschrauben des Drucksensors (10) und wenigstens einer ersten Werkzeugangriffsfläche (102) einen Vorsprung (104) zum Führen des Werkzeuges, vorzugsweise zum Vermeiden eines Abrutschens zu dem Gewinde (28) hin, aufweist, wobei wenigstens zwei gegenüberliegende, vorzugsweise parallele, zweite Werkzeugangriffsflächen (99) durchgängig ohne Vorsprung derart ausgebildet sind, dass sie an einem durch die zweiten Werkzeugflächen überdeckten Winkelbereich bezogen auf die Längsmittelachse des Drucksensors die äußerste radiale Erstreckung des Drucksensors aufweisen.

15. Verfahren zur Messung von Drücken in Brennräumen einer Verbrennungskraftmaschine oder in Hydrauliksystemen während des Betriebs der Verbrennungskraftmaschine bzw. des Hydrauliksystems, gekennzeichnet durch Einsatz eines Drucksensormesselements (26) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und/oder eines Drucksensors (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 14.

Description:
DRUCKSENSORMESSELEMENT SOWIE DAMIT VERSEHENER DRUCKSENSOR ZUR DRUCKERFASSUNG IN EINEM BRENNRAUM EINER VERBRENNUNGSKRAFTMASCHINE

Die Erfindung betrifft ein Drucksensormesselement für einen Drucksensor zur Druckerfassung in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine während deren Betrieb, mit einer Trennmembran, einem Stößel zum Übertragen von Auslenkungen der Trennmembran auf ein Kraftmesselement und einer den Stößel aufnehmenden Hülse, die an einem dem Brennraum zuzuwendenden ersten Ende mit der Trennmembran verschlossen ist und an dem entgegen gesetzten zweiten Ende zum Tragen des Kraftmesselements ausgebildet ist. Außerdem betrifft die Erfindung einen mit einem solchen Drucksensormesselement versehenen Drucksensor zur Messung des Brennraumdrucks in einer Verbrennungskraftmaschine mit einem solchen Drucksensormesselement.

Ein solcher Drucksensor und ein solches Drucksensormesselement sind aus der EP 1 255 099 B1 bekannt. Auf diese Druckschrift wird hiernach noch näher eingegangen.

Die US 4 382 377 A beschreibt einen Drucksensor für eine Verbrennungskraftmaschine, um dort den Innendruck in einem Brennraum zu messen. Hierzu weist der bekannte Drucksensor ein Sensoraußengehäuse auf, das in eine Gewindebohrung einer Brennraumwand (d.h. z.B. einen Zylinderkopf) eingeschraubt werden kann. An dem dem Brennraum zuzuwendenden ersten Ende ist das Sensoraußengehäuse mit einer Trennmembran verschlossen, die durch den Brennraumdruck auslenkbar ist. Die Trennmembran ist einstückig mit dem Sensoraußengehäuse ausgebildet. Die Auslenkung der Trennmembran wird über einen Stößel, der unmittelbar innerhalb eines schlanken Gewindebereichs des Sensoraußengehäuses geführt ist, zu einem brennraumabgewandten zweiten Ende übertragen, wo ein Kraftmesselement die Längsbewegung des Stößel in Drucksignale umwandelt. Auf diese Weise ist der Drucksensor recht einfach aufgebaut, wobei das empfindliche Kraftmesselement außerhalb der hohen Brennraumtemperaturen in einem geschützten Bereich untergebracht ist. Hierzu ist der Stößel aus einer schlecht wärmeleitenden Keramik hergestellt. Ein solcher Drucksensor kann jedoch erhebliche Temperaturabhängigkeiten aufweisen, da sich das Sensorgehäuse bei den an der Brennraumwand herrschenden Temperaturgradienten unterschiedlich zum Stößel ausdehnen kann. Außerdem können Belastungen des Sensorgehäuses beim Einschrauben, was zwecks Gasdichtigkeit mit einem nicht unerheblichen Drehmoment geschieht, zu einer Verfälschung der Stößelauslenkung und somit zu Fehlern bei der Druckmessung führen.

Ein vergleichbarer Aufbau eines Brennraumdrucksensors mit einem unmittelbar in einem Sensorgehäuse geführten Stößel aus Metall oder Keramik ist aus der US 5 703 282 A bekannt. Hierbei ist die Trennmembran jedoch nicht einstückig mit dem Sensorgehäuse ausgebildet, sondern an dessen brennraumseitigen Ende dieses hermetisch verschließend angeschweißt. Ein vergleichbarer Aufbau ist auch in der US 5 199 303 A zu finden.

Um die vorerwähnten Temperaturabhängigkeiten zu mildern, ist der Drucksensor für Brennräume von Verbrennungskraftmaschinen gemäß der eingangs erwähnten EP 1 255 099 B1 vorgeschlagen worden. Dabei ist innerhalb des Sensoraußengehäuses ein gesondertes Drucksensormesselement angeordnet, welches eine ein Distanzelement bildende Hülse hat, in der der Stößel geführt ist. Diese Hülse ist mit ihrem dem Brennraum zuzuwendenden ersten Ende an dem Sensoraußengehäuse befestigt. An dem innen liegenden zweiten Ende ist die Hülse nicht befestigt und trägt dort ein Kraftmesselement, auf das die Auslenkung der Trennmembran mittels des Stößels übertragen wird. Sowohl der Stößel als auch die Hülse sind aus Keramik gefertigt, um die hohen Brennraumtemperaturen und auch Temperaturschocks abzublocken. Dieser Brennraumsensor funktioniert recht gut und hat sich in der Praxis bewährt. Allerdings ist er relativ teuer in der Herstellung. Ausgehend vom Stand der Technik nach der EP 1 255 099 B1 ist es Aufgabe der Erfindung, eine Druckmesszelle der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art derart zu verbessern, dass bei gleichbleibender oder verbesserter Genauigkeit und Temperaturunabhängigkeit eine kostengünstigere Herstellung möglich ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Drucksensormesselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Ein damit versehener Drucksensor für eine Druckmessung in Brennräumen von Verbrennungskraftmaschinen (z.B. Zünddrucksensor), der ein solches erfindungsgemäßes Drucksensormesselement aufweist, ist Gegenstand des Nebenanspruchs.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung schafft ein Drucksensormesselement für einen Drucksensor zur Druckerfassung in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine während deren Betrieb. Um die dort herrschenden hohen Temperatur- und Druckschwankungen beherrschen zu können, ist das Drucksensormesselement mit einer Trennmembran, einem Stößel zum Übertragen von Auslenkungen der Trennmembran auf ein Kraftmesselement und einer den Stößel aufnehmenden Hülse versehen, die an einem dem Brennraum zuzuwendenden ersten Ende mit der Trennmembran verschlossen ist und an dem entgegen gesetzten zweiten Ende zum Tragen des Kraftmesselements ausgebildet ist. Um einen einfachen Aufbau zu schaffen ist weiter vorgesehen, dass der Stößel einstückig mit der Trennmembran als Membran-Stößel-Einheit ausgebildet, wobei sowohl die Hülse als auch die Membran-Stößel-Einheit aus Metall und zwar beide aus dem gleichen Material gebildet sind.

Dadurch lässt sich eine Druckmesszelle mit minimaler Teileanzahl herstellen. Es reichen bereits zwei Teile zum Bilden der Druckmesszelle aus. Trennstellen zwischen Membran und Stößel werden vermieden, es muss keine Befestigung erfolgen. Die Materialauswahl Metall senkt gegenüber Keramik die Kosten. Überraschenderweise hat sich bei Versuchen herausgestellt, dass trotz der Wahl von Metall für Hülse und Stößel eine ausreichende Temperaturabschirmung erreichen lässt. Insbesondere lässt sich die gute Wärmeabfuhr des Metalls der Hülse zur Wärmeabfuhr über ein äußeres Sensorgehäuse nutzen.

Zum Beispiel lässt sich dann, wenn der Brennraumsensor nahe einer Kühlmittelleitung zum Kühlen der Verbrennungskraftmaschine angeordnet wird, die Kühlwirkung auch bis in das Innere des Drucksensors nutzen.

Durch die Materialeinheitlichkeit wird eine gleichmäßige Ausdehnung von Hülse und Membran-Stößelelement sicher gestellt. Somit werden nicht nur Beeinträchtigungen durch eine unterschiedliche Temperaturausdehnung von Hülse und Stößel vermieden, es werden auch eventuelle uneinheitliche Temperaturausdehnungen der Trennmembran relativ zur Hülse und relativ zum Stößel vermieden.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Membran-Stößel-Einheit an dem der Trennmembran entgegen gesetzten Ende des Stößels ebenfalls einstückig eine zweite Membran aufweist, die mit dem zweiten Ende der Hülse abschließt. Dies dient insbesondere der größeren Sicherheit und/oder der Abschirmung der Kraftmesssensorik von den im Brennraum herrschenden Bedingungen.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Membran-Stößel-Einheit monolithisch aus einem Stück gefertigt ist. Dadurch lassen sich jegliche Trennstellen vermeiden. Trotz einfacher Herstellung ergibt sich ein sicheres und zuverlässiges Bauteil, das sowohl als Membran als auch zur Übertragung der Membranbewegung in einen von dem Brennraum abgeschirmten Bereich dient.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das zum Beispiel als Druckmesszelle ausgebildete Drucksensormesselement insgesamt aus einem einheitlich gleichen Material, nämlich Metall und insbesondere Stahl, gefertigt ist.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass ein Kraftmesselement einerseits an dem zweiten Ende der Hülse und andererseits mittelbar oder unmittelbar an dem der Trennmembran abgewandten Ende des Stößels befestigt ist und aus dem gleichen Material wie die Hülse und die Membran-Stößel-Einheit gefertigt ist. Insbesondere ist das Kraftmesselement als Biegebalken mit Dehnmessstreifen ausgeführt. Solche Kraftmesselemente sind grundsätzlich bekannt, beispielsweise aus der eingangs erwähnten EP 1 255 099 Bl Jedoch ist ein solches Kraftmesselement von besonderem Vorteil, wenn es in dem erfindungsgemäßen Drucksensormesselement verwendet wird, da es materialeinheitlich wie das erfindungsgemäße Drucksensormesselement gefertigt werden kann, so dass Ungenauigkeiten wegen abweichender Temperaturausdehnung auch zwischen der Hülse und der Membran-Stößel-Einheit einerseits und dem Kraftmesselement andererseits vermieden werden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Hülse an ihrem ersten Ende einen sich radial nach außen erstreckenden Flansch und einen sich von dem Flansch mit geringerem Außendurchmesser axial in Richtung Trennmembran vorstehenden Ringvorsprung aufweist und dass die Trennmembran einen äußeren verdickten Randringbereich aufweist, der außenseitig bündig mit dem Flansch abschließt und innen den Ringvorsprung übergreift. Dadurch ist das Zusammenfügen der beiden Einzelteile des Drucksensormesselements erleichtert und die Gasdichtigkeit wird erhöht. Außerdem ist gerade an der Stelle, an der die Hülse vorteilhaft mit einem Sensoraußengehäuse zu verbinden ist, eine große Materialmasse vorgesehen. Dies erhöht die Stabilität und erleichtert die Wärmeübertragung von der Hülse auf das Sensoraußengehäuse. Insbesondere lässt sich der Flansch auch als Anschlag nutzen, bis zu dem die Hülse in das Sensoraußengehäuse einführbar ist. Damit sind eine exakte Positionierung und eine Abdichtung der Schnittstelle zwischen Sensoraußengehäuse und Drucksensormesselement erleichtert. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Hülse und die Trennmembran stoffschlüssig, insbesondere durch Schweißen, aneinander befestigt sind. Dadurch lässt sich in kostengünstiger weise eine gute Gasdichtheit und sichere Befestigung erzielen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Hohlraum zwischen der Hülse und der Membran-Stößel-Einheit evakuiert ist oder eine Füllung mit Feststoffpartikeln aus einem Material mit gegenüber Brennraumtemperaturen höherem Schmelzpunkt aufweist.

Eine Evakuierung hat den Vorteil, dass eine Konvektion verhindert wird. Eine Füllung mit z.B. feuerfesten Feststoffpartikeln, wie zum Beispiel mit Quarzsand, hat den Vorteil, dass das Sensorinnere sowie die Umgebung auch bei Bruch der Frontmembran geschützt werden (Sicherheit bei Frontmembranbruch).

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Druckmesszelle auch mit einer Strahlungsbarriere versehen sein, um das Sensorinnere vor Wärmestrahlung oder sonstiger störender Strahlung abzuschirmen. Vorzugsweise ist die Strahlungsbarriere zweiteilig geschlitzt, um sie einfacher in den Hohlraum einbauen zu können.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Stößel eine von dem zweiten Ende aus zugängliche, sich in Längsrichtung ersteckende Längsbohrung aufweist. In diese Bohrung lässt sich eine Messsonde, insbesondere zur Temperaturmessung einführen. Aufgrund des Metallmaterials lässt sich eine Temperaturänderung relativ schnell auch von innen messen. Kommt es beispielsweise zu einer starken Temperaturerhöhung (Hitzewelle), lässt sich dies mit einer Sonde früher erfassen. Es kann ein schnelles Signal erzeugt werden, das z.B. für eine Temperaturkompensation zur Kompensierung von eventuell trotz des speziellen Aufbaus auftretender Temperaturabhängigkeiten genutzt werden kann. Ein mit einem solchen Drucksensormesselement versehener Drucksensor ist relativ kostengünstig herstellbar und aufgrund seines einfachen Aufbaus auch sehr zuverlässig. Je weniger Teile ein Sensor hat, desto seltener ist die Gefahr, dass ein Teil ausfällt. Dennoch ist der Drucksensor gut zur Druckerfassung in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine während deren Betrieb geeignet.

In bevorzugter Ausgestaltung des Drucksensors ist vorgesehen, dass er ein äußeres Sensorgehäuse zur Befestigung an einem den Brennraum begrenzenden Bauteil aufweist, wobei die Hülse in dem Sensorgehäuse aufgenommen ist und ausschließlich mit einem an ihrem ersten Ende ausgebildeten Endbereich an dem Sensorgehäuse befestigt ist. Durch die Unabhängigkeit der Hülse von dem Sensoraufbau bleibt das Drucksensormesselement frei von Einflüssen durch Einbaukräfte.

Vorzugsweise hat das äußere Sensorgehäuse einen Werkzeugangriff oder Werkzeugangriffsbereich mit Werkzeugangriffsflächen für ein Werkzeug. Dies kann zum Beispiel ein Schraubenschlüssel und insbesondere einen Maulschlüssel sein. Damit lässt sich der Drucksensor mit einem Einschraubgewinde druck- und erschütterungsfest in ein Innengewinde eines das zu messende Medium beinhaltenden Gehäuses, beispielsweise in ein Innengewinde an einem einen Brennraum umschließenden Motorblock oder ein Innengewinde an einem Rohr oder einem Behälter eines Hydrauliksystems, eingeschraubt werden

Um das Einschrauben zu erleichtern, z. B. um Druck über das Werkzeug in Einschraubrichtung ausüben zu können, ist der Werkzeugangriffsbereich in bevorzugter Ausgestaltung zwischen dem Einschraubgewinde und wenigstens einer ersten Werkzeugangriffsfläche mit einen Vorsprung zum Führen des Werkzeuges, vorzugsweise zum Vermeiden eines Abrutschens zu dem Einschraubgewinde hin, versehen.

Andererseits ist es wünschenswert, den Drucksensor oder das Sensoraußengehäuse, beispielsweise im Zuge einer Bearbeitung bei Herstellung oder Wartung, in eine Halterung, beispielsweise einen Schraubstock, einführen zu können. Um ein Einführen und Ausführen auch in Längsrichtung des Drucksensors zu ermöglichen, ist bei einer weiter bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass wenigstens zwei gegenüberliegende zweite Werkzeugangriffsflächen durchgängig ohne Vorsprung derart ausgebildet sind, dass sie an einem durch die zweiten Werkzeugflächen überdeckten Winkelbereich bezogen auf die Längsmittelachse des Drucksensors die äußerste radiale Erstreckung des Drucksensors aufweisen.

In bevorzugter Ausgestaltung ist ein einfaches Sensorelement für Motorendrucksensoren geschaffen. Das Sensorelement ist bevorzugt ein zweiteiliges Messelement. Bevorzugt besteht dieses Messelement aus einem Duomembranstößel (Stößel mit zwei Membranen) und einer Außenhülse. Der Duomembranstößel weist eine einteilige Verbindung zwischen einer Brennraum- Membran und einer Messmembran auf. Durch die Ausbildung in zwei Membranen lassen sich z.B. über die Dicke der Membranen die Steifigkeit einstellen und die Auslenkungen gering halten. Eine typische Dicke für die dünnste Stelle der als Ringmembran ausgebildeten Brennraum-Membran liegt bei etwa 0,2 mm. Eine typische Dicke der dünnsten Stelle der ebenfalls als Ringmembran ausgebildeten Messmembran liegt bei etwa 0,32 mm.

Die Ausbildung mit zwei Membranen hat den weiteren Vorteil, dass durch die beiden Membrane eine verblüffend wirksame Temperaturabschottung zum Schutz der dahinter liegenden Kraftsensorik trotz des Verzichts auf Keramiken mit den damit verbundenen Problemen von Materialverbünden erzielbar ist.

Einige Vorteile einer Konstruktion wie zuvor erwähnt sind:

* die minimale Teileanzahl; β ein minimaler Fluchtfehler durch die einteilige Bauart, wodurch sich auch eine gute Linearität und auch eine brauchbare Hysterese-Eigenschaft ergibt;

® die einteilige Bauart ist verzugsfrei;

• es gibt insbesondere keine Wärmespannungen bei einer Stößelmontageschweißung zwischen zwei Membranen; ® durch gleiches Material für alle Teile der Druckmesszelle gibt es eine gleiche Wärmeausdehnung; ® Membranstößel, Außenhülse, Biegebalken, Sensorkörper lassen sich aus dem gleichen Material ausbilden;

® durch die Doppelmembran gibt es eine größere Sicherheit; • das Messelement ist frei von Einbaukräften des Sensors durch die getrennte Bauweise.

Bei einer weiteren Ausgestaltung ist ein Vakuum in dem Zwischenraum der Messzelle vorgesehen, um Konvektion zu vermeiden.

Eine weitere Ausgestaltung betrifft einen Schattenspender oder eine Strahlungsbarriere in Richtung der Messmembran. Zum Beispiel könnte das Messelement eine Füllung aufweisen, z.B. Quarzsand. Dies dient der Sicherheit bei Frontmembranbruch.

Eine weitere zusätzliche Idee betrifft eine zentrale Bohrung für eine Temperaturwiderstandssonde. Eine Temperaturerhöhung (Hitzwelle) wird dadurch früher erfasst, was zur Temperaturkompensation eingesetzt werden kann.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Drucksensors zur Messung von

Brennraumdrücken;

Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Drucksensor von Fig. 1 ;

Fig. 3 eine Draufsicht auf ein brennraumabgewandtes Ende eines

Drucksensormesselements des Drucksensors von Fig. 1 ;

Fig. 4 eine Seitenansicht des Drucksensormesselements von Fig. 3; Fig. 5 eine Draufsicht auf ein brennraumabgewandtes Ende einer

Druckmesszelle des Drucksensormesselements;

Fig. 6 eine Schnittansicht der Druckmesszelle von Fig. 5 entlang einer

Mittelebene;

Fig. 7 eine Draufsicht auf ein brennraumabgewandtes Ende einer

Druckmesseinheit des Drucksensors von Fig. 1 ;

Fig. 8 eine erste Schnittansicht durch die Druckmesseinheit von Fig. 7 entlang einer ersten Mittelebene;

Fig. 9 eine zweite Schnittansicht durch die Druckmesseinheit von Fig. 7 entlang einer zu der ersten Mittelebene senkrechten zweiten Mittelebene;

Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Einschraubbereiches des

Drucksensors mit einem Werkzeugangriff;

Fig. 11 eine Schnittansicht vergleichbar zu Fig. 6 einer weiteren

Ausführungsform der Druckmesszelle mit Füllung;

Fig. 12 eine Schnittansicht vergleichbar zu Fig. 6 noch einer weiteren

Ausführungsform der Druckmesszelle mit Strahlungsbarriere; und

Fig. 13 eine perspektivische Darstellung der in der Ausführungsform gemäß

Fig. 12 verwendeten Strahlungsbarriere.

In den Fig. 1 und 2 ist eine Ausführungsform eines Drucksensors 10 zur Messung von Drücken in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine, wie beispielsweise eines Dieselmotors für Schiffe, Baumaschinen oder Kraftfahrzeuge oder eines Ottomotors für Kraftfahrzeuge oder dergleichen, dargestellt. Mit dem Drucksensor 10 kann online der Brennraumdruck während des Betriebs der Verbrennungskraftmaschine gemessen werden. Anhand des Drucksignals können Steuerung und Regelungen zum Betrieb der Verbrennungskraftmaschine durchgeführt werden, und es kann der Betrieb und die Funktion der Verbrennungskraftmaschine überwacht werden.

Der Drucksensor 10 weist an einem ersten, dem Brennraum zuzuwendenden Ende 12 eine Druckmesseinheit 14 und an dem dem Brennraum abgewandten zweiten Ende 16 ein Kabel 18 auf. Das Kabel 18 ist über eine Kabelverbindung 20 und eine Distanzhülse 22 mit der Druckmesseinheit 14 verbunden.

Die Druckmesseinheit 14 weist ein äußeres Sensorgehäuse 24 und ein Drucksensormesselement 26 auf. Das Sensorgehäuse 24 ist an seinem Außenumfang mit einem Gewinde 28 zum Einschrauben in eine Begrenzungswandung 29 des Brennraums versehen. Das Drucksensormesselement 26 ist im Inneren des Sensorgehäuses 24 aufgenommen.

Das Drucksensormesselement 26 weist, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, eine Druckmesszelle 30 und ein Kraftmesselement 32 in Form eines Biegebalkens 34 auf.

Die Druckmesszelle 30 wird im Folgenden mit Bezug auf die Fig. 5 und 6 beschrieben. Die Druckmesszelle 30 weist lediglich zwei Bauelemente oder Teile, nämlich eine Hülse 36 und eine darin aufgenommene Membran-Stößel-Einheit 38, hier in Form eines Duomembranstößels 40 auf.

Die Hülse 36 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. An dem ersten Ende 12 weist die Hülse 36 an ihrem Außenumfang einen sich radial nach außen erstreckenden Flansch 42 auf. Von dem Flansch 42 aus erstreckt sich ein axialer Ringvorsprung 44 weiter in axialer Richtung zur Brennraumseite hin, so dass zwischen Ringvorsprung 44 und Flansch 42 außenseitig eine Stufe 46 gebildet ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flansches 42 ist eine Hülsenwandung 47 in Form eines Zylinderbereichs 48 der Hülse 36 ausgebildet, wobei sich zunächst ein dickerer Bereich 50 mit größeren Durchmesser und dann ein längerer dünnerer Bereich 52 mit geringerer Wandstärke und kleinerem Außendurchmesser anschließt. Die Hülse 36 ist einstückig ausgebildet und durch materialabtragende Formgebung aus einem größeren Metallstück ausgearbeitet.

Die Membran-Stößel-Einheit 38 ist ebenfalls einstückig ausgebildet. Auch sie ist durch materialabtragende Formgebung aus einem einzelnen Metallstück herausgearbeitet.

Die Membran-Stößel-Einheit 38 weist als einen ersten Teilbereich eine erste Membran 53 in Form einer Trennmembran 54 und als einen zweiten Teilbereich einen Stößel 56 auf. Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist auch noch als dritter Teilbereich eine zweite Membran 57 in Form einer Messmembran 58 vorgesehen, wodurch die Membran-Stößel-Einheit 38 als Duomembranstößel 40 ausgebildet ist.

Die erste Membran 53 weist einen dickeren Randringbereich 60, einen Ringmembranbereich 62 und einen zentralen Übergangsbereich 63 auf, den sie sich mit dem Stößel 56 übergangsartig teilt. Der dickere Randringbereich 60 erstreckt sich mit einem Umfangsflansch 64 in Richtung zweites Ende 16 und sitzt auf der Stufe 46 auf, wo er mit der Hülse 36 durch eine Schweißung 66 stoffschlüssig verbunden ist. Dadurch wird das erste Ende 12 der Hülse 36 mit der Trennmembran 54 hermetisch verschlossen. Der Ringmembranbereich 62 bildet einen dünneren Biegebereich, an dem sich die Trennmembran 54 bei Druckbeaufschlagung in axialer Richtung beweglich verformen kann. Die dünnste Stelle des sich in der Dicke ändernden Ringmembranbereichs 62 ist weniger als 0,3 mm, insbesondere etwa 0,2 mm dick. Zur Unterstützung der Auslenkung kann noch eine Einkerbung 67 an der Trennmembran 54, hier im Bereich des Übergangs zwischen dem Randringbereich 60 und dem Ringmembranbereich 62 vorgesehen sein. Der Außendurchmesser der Trennmembran 54 entspricht dem Außendurchmesser des Flansches 42, so dass die Hülse 36 und die Trennmembran 54 an dem an dem ersten Ende 12 ausgebildeten Endbereich 68 bündig abschließen. Der Stößel 56 erstreckt sich zentral innerhalb der Hülse 36 von der Trennmembran 54 ausgehend von dem ersten Ende 12 in Richtung zu dem zweiten Ende 16 hin. Er verbindet bei der dargestellten Ausführungsform die Trennmembran 54 mit der Messmembran 58, so dass sich die Messmembran 58 bei Auslenkung der Trennmembran 54 ebenfalls auslenkt. Der Stößel 56 weist eine vom zweiten Ende 16 her zugängliche Öffnung 70 in Form einer zentralen Bohrung 72 auf. Diese Bohrung 72 kann zur Aufnahme einer Temperaturmesssonde (nicht dargestellt) dienen.

Die Messmembran 58 weist ebenfalls einen dickeren Ringrandbereich 74, einen als Biegezone ausgelegten Ringmembranbereich 76 und einen zentralen Übergangsbereich 78 auf, den sie sich mit dem Stößel 56 teilt. Der Außendurchmesser des Ringrandbereichs 74 ist etwas kleiner als der über die Länge der Hülse 36 gleichbleibende Innendurchmesser der Hülse 36, so dass er im Zuge der Herstellung der Druckmesszelle 30 in die Hülse 36 eingeführt werden kann. An dem zweiten Ende 16 schließt die Messmembran 58 bündig mit der Hülse 36 ab. Der Ringrandbereich 74 ist durch eine Schweißung 80 fest mit der Hülse 36 verbunden. Der Ringmembranbereich 76 der Messmembran 58 ist dicker als der Ringmembranbereich 62 der Trennmembran 54 ausgebildet.

Ein innerhalb der Druckmesszelle 30 gebildeter Hohlraum 82 ist bei der in Fig. 6 ausgebildeten Ausführungsform der Druckmesszelle 30 evakuiert.

Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, ist der Biegebalken 34 mit seinen Außenbereichen 84 an dem zweiten Ende 16 der Hülse 36 angeschweißt. Mit einem mittleren Bereich 86 ist der Biegebalken 34 mit der Außenseite des Übergangsbereichs 78 der Messmembran 58 ebenfalls durch Schweißen verbunden. Dazwischen weist der Biegebalken 34 dünnere Auslenkbereiche 88 auf, die mit Dehnmessstreifen 90 versehen sind, so dass deren Auslenkung zur Erzeugung eines elektrischen Signals verwendbar ist. Die gesamte Druckmesszelle 30 mit den beiden Teilen des Drucksensormesselements 26 und dem Biegebalken 34 ist aus einheitlichem Material gefertigt. In dem Ausführungsbeispiel ist hierzu ein geeigneter Stahl eingesetzt.

Wie aus den Fig. 7 bis 9 ersichtlich, ist die Druckmesszelle 30 in ein brennraumseitig offenes Ende des Sensorgehäuses 24 eingeführt, so dass der Flansch 42 gegen den Endrand 92 des Sensorgehäuses 24 anschlägt. Dieser Endrand 92 ist mit dem Flansch 42 und dem dickeren Bereich 50 durch eine Schweißung 94 fest verbunden.

Das Sensorgehäuse 24 weist an einem Schaftbereich 96 das Gewinde 28 auf. Daran schließt sich zum zweiten Ende 16 hin ein Werkzeugangriffsbereich in Form eines Sechskants 98 an.

Der Sechskant 98 weist vier erste Werkzeugangriffsflächen 102 auf, wobei zwischen den ersten Werkzeugangriffsflächen 102 und dem Gewinde 28 jeweils ein Vorsprung 104 zum Führen und Vermeiden eines Abrutschens eines Werkzeuges (nicht dargestellt), z.B. eines Maulschlüssels oder dergleichen vorgesehen ist. Zwei gegenüberliegende zweite Werkzeugangriffsflächen 99 sind durchgängig ohne Vorsprung derart ausgebildet, dass der Drucksensor 10 insgesamt in Längsrichtung z.B. zwischen zwei Spannbacken (nicht dargestellt) eingeführt werden kann, auch wenn die Spannbacken nur gering gelockert sind. Die zweiten Werkzeugangriffsflächen 99 sind als parallele durchgehende Schlüsselflächen ausgebildet.

Zum zweiten Ende 16 hin ist das Sensorgehäuse 24 zur Aufnahme einer Elektronik (zum Beispiel einer Chip oder ASIC, hier nicht näher dargestellt) mit einem größeren Ausnehmung 100 versehen. Die einzige mechanische feste Verbindung zwischen der Druckmesszelle 30 und dem Sensorgehäuse 24 findet sich in der Schweißung 94 an dem Endbereich 68. Axial nach innen hin können sich die Druckmesszelle 30 und das Sensorgehäuse 24 bei Temperaturänderungen unterschiedlich ausdehnen. Wenngleich der Drucksensor 10 am Beispiel einer Verwendung für eine Online- Messung von Brennraumdrücken beschrieben ist und hierfür besonders geeignet ist, sind selbstverständlich auch weitere Verwendungsarten möglich. Der Drucksensor 10 ist zum Beispiel ebenfalls hervorragend zur Verwendung von Drücken in Hydrauliksystemen, auch bei heißen oder aggressiven Hydraulikmedien geeignet.

Weitere Ausführungsbeispiele der Druckmesszelle 30 zur Verwendung in dem Drucksensor 10 werden im Folgenden anhand der Darstellung der Fig. 11 bis 13 beschrieben. Dabei werden nur die Unterschiede zu der in der Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform der Druckmesszelle 30 erläutert. Alle übrigen Bestandteile und Merkmale sind gleich wie bei der oben erläuterte Ausführungsform.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist der Hohlraum 82 der Druckmesszelle 30 in ihrem Innern evakuiert. Dies hat den Zweck, möglichst wenig Wärme durch den Hohlraum 82 hindurch leiten zu lassen. Dagegen ist bei der zweiten Ausführungsform der Druckmesszelle 30 gemäß Fig. 11 der Hohlraum 82 mit einer Füllung 106 aus thermisch trennendem Material befüllt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Material als fließfähiges gekörntes Material ausgebildet. Konkret ist in diesem Beispiel Quarzsand 108 eingesetzt.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 12 ist im Bereich des ersten Endes 12 im Hohlraum 82 eine Strahlungsbarriere 109 vorgesehen, die einzeln näher in Fig. 13 dargestellt ist. Die Strahlungsbarriere 109 weist zwei voneinander getrennte Einzelelemente 110 und 111 auf, die an die Form des Hohlraumes 82 angepasst sind und einzeln einfacher in den Hohlraum 82 einbringbar sind. Als Material für die Strahlungsbarriere 109 kommt jedes Material in Frage, welches Wärmestrahlung oder auch sonstige schädliche Strahlungen abschwächt. Bezugszeichenliste:

Drucksensor erstes Ende (brennraumzugewandt)

Druckmesseinheit zweites Ende (brennraumabgewandt)

Kabel

Kabelverbindung

Distanzhülse

Sensorgehäuse

Drucksensormesselement

Gewinde

Begrenzungswandung

Druckmesszelle

Kraftmesselement

Biegebalken

Hülse

Membran-Stößel-Einheit

Duomembranstößel

Flansch

Ringvorsprung

Stufe

Hülsenwandung

Zylinderbereich dickerer Bereich dünnerer Bereich erste Membran

Trennmembran

Stößel zweite Membran

Messmembran

Randringbereich

Ringmembranbereich Übergangsbereich

Umfangsflansch

Schweißung

Einkerbung

Endbereich

Öffnung

Bohrung

Ringrandbereich

Ringmembranbereich

Übergangsbereich

Schweißung

Hohlraum

Außenbereiche mittlerer Bereich

Auslenkbereiche

Dehnmessstreifen

Endrand

Schweißung

Schaftbereich

Sechskant zweite Werkzeugangriffsfläche

Ausnehmung erste Werkzeugangriffsfläche

Vorsprung

Füllung

Quarzsand

Strahlungsbarriere erstes Element zweites Element