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Patent Searching and Data


Title:
PRESSURE TANK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/084748
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a tank for pressurized liquid, comprising a multitude of individual elements in a common receptacle. Said elements are surrounded by the liquid and reduce their volume when the liquid pressure rises while increasing their volume again when the pressure drops, thus making it possible to simply create very safe pressure tanks also for very elevated pressures. Also disclosed is a corresponding method for storing pressurized liquid. Such a tank can be used particularly for storing electric power by pumping pressurized liquid into the tank, as an expansion vessel for a heating system, especially in a high-rise building, or for temporarily storing pressurized water for a water supply system.

Inventors:
Werner, Westphal (Rathausstieg 5, Quickborn, 25451, DE)
Liebich, Michael (Unterm Glasholz 6, Sundern, 59846, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/001256
Publication Date:
August 17, 2006
Filing Date:
February 10, 2006
Export Citation:
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Assignee:
Werner, Westphal (Rathausstieg 5, Quickborn, 25451, DE)
Liebich, Michael (Unterm Glasholz 6, Sundern, 59846, DE)
International Classes:
F15B1/08
Domestic Patent References:
WO1996001375A11996-01-18
Foreign References:
US5944217A1999-08-31
US5709248A1998-01-20
US2826629A1958-03-11
DE1927426A11970-12-03
GB1202274A1970-08-12
US5975653A1999-11-02
EP1407838A22004-04-14
GB2403356A2004-12-29
US4367786A1983-01-11
DE202005006122U12005-08-25
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2003, no. 12 5 December 2003 (2003-12-05)
Attorney, Agent or Firm:
GESTHUYSEN, VON ROHR & EGGERT (Huyssenallee 100, Essen, 45128, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Speicher (1) zur Speicherung von Flüssigkeit (2) unter Druck, wobei der Speicher (1) einen Behälter (3) mit der oder für die Flüssigkeit (2) und mit vielen einzelnen Elementen (4) aufweist, die von Flüssigkeit (2) umgeben sind und ihr Volumen bei steigendem Flüssigkeitsdruck verkleinern und bei sinkenden Druck wieder vergrößern.
2. Speicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) in einem Teil mit Flüssigkeit (2) gefüllt ist und in einem anderen Teil die einzelnen Elemente (4) enthält.
3. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, daß der Behälter (3) eine Zuleitung (5) oder mehrere Zuleitungen (5) für Flüssigkeit (2) aufweist, die auch eine Ableitung sein kann bzw. können.
4. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) mit einem Überdruckventil (6) oder mehreren Überdruckventilen (6) versehen ist.
5. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) im wesentlichen kugelförmig, zylindrisch oder quaderförmig ausgebildet ist.
6. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) aus Stahl besteht und/oder innen mit Zugankern (44) versehen ist.
7. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (1) jeweils mehrere die Elemente (4) enthaltende Behälter (3) aufweist, die insbesondere parallel, abwechselnd und/oder wahlweise benutzbar sind.
8. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) von Flüssigkeit (2) in dem Behälter (3) teilweise oder vollständig umgeben sind.
9. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) federnd und/oder reversibel komprimierbar oder verformbar ausgebildet sind.
10. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich net, daß die Elemente (4) gekoppelt und/oder miteinander verbunden sind und/oder in einem Käfig oder Netz in Position gehalten werden.
11. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) jeweils hohl ausgebildet und insbesondere mit einem komprimierbaren Medium, wie Gas (7), Flüssigkeit, Gel (12), Gewebe und/oder einem elastisch verformbaren Kunststoff gefüllt sind und/oder jeweils mindestens ein Federelement (13) im Innenraum oder in ihrer Hülle (8) bzw. Wandung aufweisen.
12. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) hohl, massiv und/oder mehrschichtig ausgebildet sind.
13. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) jeweils aus mehren Teilen bestehen, insbesondere wo bei diese Teile durch Formschluß, Verkleben und/oder Verschweißen verbunden sind.
14. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) jeweils eine Hülle (8), Membran (14) oder Außenwan düng aus Kunststoff oder Stahl aufweisen.
15. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) jeweils eine gasdichte, flexible und/oder vorzugsweise elastisch verformbare Hülle (8), Membran (14) oder Außenwandung aufweisen.
16. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) zumindest im wesentlichen teller, Scheiben, ei oder kugelförmig und/oder im Querschnitt kreisförmig, elliptisch, rautenförmig, oval oder abgeflacht sind und/oder daß der Querschnitt jedes Elements (4) über eine Länge gleich bleibt oder um eine Achse rotiert oder sich über eine Länge bzw. Längserstreckung verändert.
17. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (4) auf einen einheitlichen oder zumindest teilweise unter schiedlichen Vorspann bzw. Mindestdruck vorgespannt sind.
18. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (3) in einem Teil mit Flüssigkeit (2) gefüllt ist und in einem anderen Teil die Elemente (4) enthält, die federnd ausgebildet sind und die mit Flüssigkeit (2) in dem Behälter (3) umgeben sind, wobei die federnden Elemente (4) ihr Volumen bei steigenden Druck verkleinern und bei sinkenden Druck ihr Volumen wieder vergrößern, wobei der Behälter (3) eine oder mehrere Zuleitungen (5), die auch Ableitung sein können, aufweist.
19. Speicher nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (1) für Flüssigkeitsdrücke von mindestens 10 MPa, insbesondere 30 MPa oder mehr und/oder für die alternierende Aufnahme und Abgabe von mindestens 1 m3, insbesondere 10 m3, ganz besonders bevorzugt 100 m3 oder mehr, an Flüssigkeit (2) ausgebildet ist.
20. Verfahren zum Speichern von Flüssigkeit (2) unter Druck, wobei die Flüssigkeit (2) einem Behälter (3) mit mehreren unabhängig voneinander elastisch komprimierbaren Elementen (4) zugeführt wird, so daß die Elemente (4) während der Zuführung bei steigendem Flüssigkeitsdruck ihr Verdrängungsvolumen verkleinern, und wobei die Flüssigkeit (2) aufgrund von Rückstellkräfiten der Elemente (4) dem Behälter (3) wieder unter Druck entnehmbar ist.
21. Verwendung eines Speichers (I) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 19 zur Speicherung elektrischer Energie, wobei beim Speichern die elektrische Energie zum Pumpen von Flüssigkeit (2) unter Druck in den Speicher (1) verwendet wird.
22. Verwendung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wiedergewinnen von elektrischer Energie Flüssigkeit (2) unter Druck dem Speicher (1) entnommen und zum Antrieb eines Generators (39) verwendet wird.
23. Verwendung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher (1) zum Speichern elektrischer Energie eines Wasser, Wind, Solar, Wellen oder Tidenkraftwerks und/oder zur temporären Speicherung von elektrischer Energie verwendet wird.
24. Verwendung eines Speichers (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 19 als Ausdehnungsgefäß für eine Heizungsanlage, insbesondere in einem Hochhaus.
25. Verwendung eines Speichers (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 19 zur Zwischenspeicherung von Wasser unter Druck für eine Wasserversorgungsanlage.
Description:
Druckspeicher

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Speicher für Flüssigkeit unter Druck, ein Verfahren zum Speichern von Flüssigkeit unter Druck bzw. von Energie sowie Verwendungen des Speichers.

Es sind Speicher bekannt, die Hydraulikflüssigkeit unter Druck in Behältern gegen die federnde Kraft von Gasen, Gewichten oder Federn speichern. Oft wirkt die Hydraulikflüssigkeit auf einen verschiebbaren Kolben. Problematisch sind hierbei die Abdichtung und Leckverluste am Kolben. Wenn die federnde Gegenkraft durch Gase erzeugt wird, steigt die Explosionsgefahr mit zunehmendem Druck. Diese Umstände hatten zur Folge, daß bisher keine größeren Druckspeicher für hohe Drücke verfügbar waren.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Speicher für Flüssigkeit unter Druck, insbesondere zur temporären Speicherung von Energie, ein Verfahren zum Speichern von Flüssigkeit unter Druck sowie Verwendungen des Speichers anzugeben, wobei eine sichere Speicherung von Flüssigkeit unter hohem Druck und/oder von großen Speicher- bzw. Flüssigkeitsvolumina bei einfachem Aufbau ermöglicht wird.

Die obige Aufgabe wird durch einen Speicher gemäß Anspruch 1 , ein Verfahren gemäß Anspruch 20 oder eine Verwendung gemäß Anspruch 21, 24 oder 25 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Grundidee der vorliegenden Erfindung liegt darin, anstelle eines einzelnen federnden Elements o.dgl. viele einzelne Elemente, die ihr Volumen bei steigendem Flüssigkeitsdruck verkleinern und bei sinkendem Druck aufgrund von (elastischen) Rückstellkräften — insbesondere selbsttätig und/oder unabhängig voneinander wieder vergrößern, zu verwenden und zur Speicherung mit unter Druck stehender bzw. zu speichernder Flüssigkeit - vorzugsweise in einem gemeinsamen Behälter - zu umgeben. Die einzelnen Elemente sind vorzugsweise federnd und/oder elastisch verformbar ausgebildet und/oder mit einer elastisch verformbaren Membran oder Hülle versehen.

Es können hohe Kräfte bzw. Drücke gespeichert werden, die insbesondere eine Gleichmäßigkeit im Betrieb von Kraftmaschinen und ggf. auch zum Beispiel einen Neustart eines Motors ermöglichen.

Ein Vorteil ist, daß die gespeicherte Energie über mehrere Monate ohne Verlust erhalten bleibt. Außerdem wird eine Explosionsgefahr, die bei der üblichen Speicherung unter hohem Druck besteht, vermieden. Wenn ein einzelnes Element versagen sollte, führt dies nämlich nicht zu einer Explosion oder einem Ausfall oder totalen Druckverlust des gesamten Speichers.

Vorzugsweise sind die Elemente mit Gas gefüllt und gasdicht ausgebildet, insbesondere mit einer gasdichten Hülle versehen. So ist eine Vermischung von Gas und der unter Druck stehenden Flüssigkeit - nachfolgend auch Hydraulikflüssigkeit-genannt - ausgeschlossen.

Die vorschlagsgemäße Lösung gestattet eine hydraulische Versorgung von angeschlossenen Maschinen von einem Ort, der vorteilhaft von den zu versorgenden Maschinen — bspw. für die Fertigung — räumlich getrennt sein kann (wie bei pneumatischer Versorgung üblich). Es besteht die Möglichkeit, Hydraulikpum- pen mit Hydraulikflüssigkeit zu versorgen, die außerhalb von Fertigungshallen von Verbrennungsmaschinen unter Druck gesetzt wird.

Weitere Aspekte, Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung bevor- zugter Ausführungsformen anhand der Zeichnung. Es zeigt:

Fig. 1 einen vorschlagsgemäßen Speicher mit vielen einzelnen Elementen gemäß einer ersten Ausführungsform;

Fig. 2 ein von Hydraulikflüssigkeit umgebenes Element des Speichers gemäß der ersten Ausführungsform;

Fig. 3 ein Element mit einem Federelement gemäß einer zweiten

Ausführungsform;

Fig. 4 ein Element mit zwei Federelementen gemäß einer dritten Ausführungsform;

Fig. 5 ein Element mit einem oder mehreren Federelementen in der Wand bzw. Hülle des Elements gemäß einer vierten Ausführungsform;

Fig. 6 ein Element mit einem oder mehreren Federelementen in der Wand bzw. Hülle des Elements gemäß einer fünften Ausfuhrungsform;

Fig. 7 ein Element mit einer verformbaren Membran gemäß einer sechsten

Ausfuhrungsform;

Fig. 8 eine erste Anordnung mit zwei Speichern;

Fig. 9 eine zweite Anordnung mit dem Speicher;

Fig. 10 eine dritte Anordnung mit dem Speicher;

Fig. 11 eine vierte Anordnung mit dem Speicher;

Fig. 12 eine fünfte Anordnung mit einem Speicher gemäß einer zweiten Ausführungsform;

Fig. 13 ein Element mit einem Federelement und einer verformbaren Mem- bran gemäß einer siebten Ausführungsform im nicht komprimierten

Zustand;

Fig. 14 das Element gemäß Fig. 13 im komprimierten Zustand;

Fig. 15 einen Speicher gemäß einer dritten Ausführungsform;

Fig. 16 zwei Behälter des Speichers gemäß der dritten Ausführungsform;

Fig. 17 das Element gemäß der sechsten Ausführungsform in einer anderen, perspektivischen und teilgeschnittenen Darstellung; und

Fig. 18 einen vorschlagsgemäßen Speicher gemäß einer vierten Ausfuhrungsform.

Nachfolgend werden für gleiche oder ähnliche Teile und Komponenten die glei- chen Bezugszeichen verwendet, wobei sich gleiche oder entsprechende Vorteile und Eigenschaften ergeben, auch wenn eine wiederholte Beschreibung weggelassen ist.

Weiter ist anzumerken, daß einzelne Aspekte, Merkmale, Komponenten und Bauteile der einzelnen Ausführungsformen auch beliebig miteinander kombiniert oder - insbesondere die vorschlagsgemäßen Speicher - auch für sonstige Zwecke eingesetzt werden können.

Fig. 1 zeigt in einem schematischen Schnitt einen vorschlagsgemäßen Speicher 1 zur Speicherung von Flüssigkeit 2 unter Druck. Als Flüssigkeit 2 ist grundsätzlich jede geeignete Hydraulikflüssigkeit, wie Öl, vorzugsweise aber auch Wasser o.dgl. einsetzbar.

Der Speicher 1 weist einen vorzugsweise kugelförmigen oder zylindrischen Be- hälter 3 auf. Der Speicher 1 bzw. Behälter 3 weist eine Vielzahl von Elementen 4 - nachfolgend auch Bälle genannt - auf, die vorzugsweise vereinzelt, also voneinander getrennt sind.

Grundsätzlich können die Elemente 4 lose von dem Behälter 3 aufgenommen sein. Vorzugsweise sind die Elemente 4 jedoch durch nicht dargestellte Netze, Abstandhalter, Käfige o.dgl. zumindest im wesentlichen in gewünschten Positionen oder Bereichen - insbesondere beabstandet voneinander — gehalten. Die E- lemente 4 sind zumindest teilweise (beispielsweise können sie mit einer Seite an der Behälterinnenseite oder aneinander anliegen), vorzugsweise vollständig von der Flüssigkeit 2 umgeben.

Vorzugsweise kugelförmigen Behälter 3 viele insbesondere enthält der elastische und/oder gasdichte Bälle als Elemente 4. Die Elemente 4 sind vorzugsweise federnd und/oder reversibel komprimierbar oder verformbar ausgebildet.

Eine Explosionsgefahr wird vermieden, indem die vorzugsweise mit Gas gefüllten Bälle 4 mit ihrem Volumen so angepaßt sind, das keine gefährliche Explosion ausgelöst wird, wenn ein Ball versagt. Dabei gilt, je kleiner das Gasvolumen eines Balls bzw. Elements 4 ist, desto geringer ist die Gefahr einer Explosion. Durch die Größe und Anzahl der Bälle lassen sich daher das Speichervolumen an Flüssigkeit 2 und die Explosionsgefahr in nützlicher Weise zu beeinflussen.

Die Elemente 4 können miteinander gekoppelt und/oder verbunden sein, aneinander anliegen und/oder in einem Käfig oder Netz in gewünschten Positionen oder Bereichen im Behälter 3 gehalten werden. Jedoch können die Elemente 4 auch lose vom Behälter 3 aufgenommen sein.

Der Behälter 3 ist in einem Teil bzw. Bereich mit Flüssigkeit 2 gefüllt und enthält in einem anderen Teil bzw. Bereich die einzelnen Elemente 4. Grundsätzlich ist es möglich, daß die Elemente 4 - insbesondere wenn sie lose von dem Behälter 3 aufgenommen sind - frei in dem Behälter 3 schwimmen bzw. treiben - je nach Verdrängungsvolumen beispielsweise oben schwimmen oder sich am Boden des Behälters 3 absetzen — oder in definierten Bereichen oder Teilen des Behälters 3 angeordnet sind. In allen diesen Fällen ist der Behälter 3 teilweise mit der Flüssigkeit 2 gefüllt und teilweise mit den Elementen 4. Der Behälter 3 enthält also in einem Teil die Flüssigkeit 2 und in einem anderen Teil bzw. mehreren Teilen oder Bereichen die Elemente 4.

Die Elemente 4 sind jeweils durch äußeren Druck komprimierbar. Entsprechend verkleinern die Elemente 4 ihr Verdrängungsvolumen bei steigendem Druck der Flüssigkeit 2 und vergrößern dieses wieder bei sinkendem Druck. Hierzu können die Elemente 4 beispielsweise jeweils mit einem Gas gefüllt und/oder mit einem Federelement versehen sein. Dies wird nachfolgend an verschiedenen Ausführungsformen näher erläutert.

Vorzugsweise weist der Behälter 3 einheitliche bzw. gleich aufgebaute Elemente 4 auf. Jedoch kann der Behälter 3 auch unterschiedliche Elemente 4 aufweisen, die sich beispielsweise hinsichtlich Größe, Aufbau, Druckverhalten bzw. Kom- primierbarkeit, Vorspanndruck oder dergleichen unterscheiden. So kann eine gewünschte Abhängigkeit des Drucks der Flüssigkeit 2 von der vom Speicher 1 bzw. Behälter 3 aufgenommenen Menge an Flüssigkeit 2 erreicht werden.

Beim Darstellungsbeispiel weist der Speicher 1 bzw. der Behälter 3 eine schematisch angedeutete Zuleitung 5 zur Zuleitung der unter Druck stehenden Flüssigkeit 2 auf. Beim Darstellungsbeispiel ist die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 auch wieder über die Zuleitung 5 abgebbar, beispielsweise um eine Maschine anzutreiben, elektrischen Strom zu erzeugen oder dergleichen. Jedoch können auch getrennte Zu- und Ableitungen vorgesehen sein.

Der Speicher 1 bzw. Behälter 3 ist vorzugsweise mit einem Überdruckventil 6 versehen, das in Fig. 1 nur schematisch angedeutet ist.

Fig. 2 zeigt in einem schematischen Schnitt ein einzelnes Element 4 gemäß der ersten Ausfuhrangsform umgeben von der Flüssigkeit 2. Das Element 4 ist vorzugsweise kugelförmig und/oder hohl ausgebildet. Es ist vorzugsweise mit einem komprimierbaren Medium, insbesondere Gas 7, einem elastisch verformbaren Kunststoff oder dergleichen, gefüllt. Grundsätzlich können die Elemente 4 mit Textilmaterial, Fasern und/oder mit Flüssigkeit, Gel, Gewebe oder jedem sonstigen geeigneten Material gefüllt sein.

Alternativ können die Elemente 4 jeweils auch nur aus dem elastisch verformbaren Medium bzw. Material, insbesondere einem elastisch verformbaren Kunststoff oder dergleichen, bestehen.

Grundsätzlich können die Elemente 4 jeweils hohl, massiv oder mehrschichtig ausgebildet sein.

Bei der ersten Ausführungsform weisen die Elemente 4 jeweils eine Hülle 8 auf, die gasdicht, flexibel und/oder vorzugsweise elastisch verformbar - gegebenenfalls sogar elastisch dehnbar — ist. Generell kann es sich hierbei um eine Mem- bran, Außenwandung oder dergleichen handeln.

Im Darstellungsbeispiel sind die Elemente 4 jeweils mehrschichtig ausgebildet, insbesondere mit einer mehrschichtigen Hülle 8 versehen. Die Hülle 8 weist eine Innenhülle 9 und eine Außenhülle 10 auf, die beispielsweise vollflächig anliegen können oder — wie beim Darstellungsbeispiel — zwischen sich einen kugelscha- lenförmigen Zwischenraum 11 bilden, der beispielsweise mit Gas, einem Gel 12,

einer Flüssigkeit oder einem sonstigen geeigneten Material ausgefüllt sein kann. Vorzugsweise sind sowohl die Innenhülle 9 als auch die Außenhülle 10 jeweils zumindest flüssigkeitsdicht, insbesondere gasdicht ausgebildet.

Die Hülle 8 bzw. Innenhülle 9 und Außenhülle 10 besteht bzw. bestehen vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoff. Jedoch sind auch sonstige geeignete Materialien einsetzbar. Bedarfsweise bestehen die Innenhülle 9 und die Außenhülle 10 aus unterschiedlichen Materialien oder Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Bei steigendem Flüssigkeitsdruck verändert das Element 4 sein Volumen und damit seine Verdrängung, so daß entsprechend mehr Flüssigkeit 2 im Speicher 1 bzw. Behälter 3 aufnehmbar ist. Umgekehrt ist bei geringerem Flüssigkeitsdruck das Verdrängungsvolumen des Elements 4 größer.

Die vorgenannte Relation bzw. Druckabhängigkeit gilt jedoch nur bis zu dem Flüssigkeitsdruck, bei dem das Element 4 sein maximales Volumen einnimmt. Wenn das Gas 7 oder ein sonstiges kompressibles Medium oder dergleichen beispielsweise auf einen bestimmten Druck (Vorspanndruck), beispielsweise von 1 MPa, unter normalen Bedingungen vorgespannt ist und die Hülle 8 bzw. der Zwischenraum 11 nicht komprimierbar oder zumindest unterhalb dieses Drucks nicht komprimierbar ist, dann beginnt das Element 4 sein Verdrängungsvolumen erst dann zu verkleinern, wenn der Flüssigkeitsdruck im Behälter 3 den genannten Vorspanndrack übersteigt. Durch entsprechende Wahl des Vorspanndrucks oder beispielsweise unterschiedliche Vorspannandrücke für unterschiedliche Elemente 4 kann - wie bereits oben angesprochen — ein bestimmtes bzw. gewünschtes Druckverhalten des Speichers 1 realisiert werden.

Wenn Flüssigkeit 2 dem Speicher 1 bzw. Behälter 3 zugeführt wird, werden die Bälle bzw. Elemente 4 elastisch unter Verringerung des Verdrängungsvolumens verformt (nicht dargestellt). Das Maß der Verformung hängt dabei von dem Druck der Flüssigkeit 2 ab. Wird die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 wieder entnommen bzw. abgegeben, so dehnen sich die verformten Bälle bzw. Elemente 4 wieder aus. Aufgrund der Rückstellkräfte bzw. Federelastizität der Bälle bzw. Elemente 4 wird die Flüssigkeit 2 unter Druck wieder aus dem Behälter 3 ausgetrieben und ist dementsprechend unter Druck einem Verbraucher zuführbar.

Ein besonderer Vorteil des vorschlagsgemäßen Speichers 1 liegt darin, daß selbst bei Ausfall eines Elements 4 quasi keine Beeinträchtigung der Funktion des Speichers 1 erfolgt. Auch wenn die Elemente 4 beispielsweise mit Gas 7 gefüllt sind, besteht auch in diesem Fall keine ernsthafte Explosionsgefahr, da die dann bei Ausfall eines Elements 4 entweichende Gasmenge derart gering gehalten werden kann, daß keine Beschädigungen oder Beeinträchtigen zu erwarten sind.

Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen und -Varianten erläutert, wobei primär wesentliche Unterschiede beschrieben werden. Die bisherigen Ausführungen gelten daher ansonsten entsprechend oder ergänzend.

Fig. 3 zeigt in einem schematischen Schnitt eine zweite Ausführungsform eines Elements 4. Das Element 4 weist innen - insbesondere in dem von der Hülle 8 umschlossenen bedarfsweise mit einem kompressiblen Medium gefüllten Hohlraum - ein Federelement 13, insbesondere in Form einer Dmckfeder, auf. Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform ist hier die Hülle 8 vorzugsweise einstückig ausgebildet.

Bei der dritten, in einem schematischen Schnitt in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform weist das Element 4 zwei, insbesondere in schräg oder senkrecht zueinander verlaufende Richtungen wirkende Federelemente 13 auf. Bedarfsweise kann jedes Element 4 auch mehr als zwei Federelemente 13 aufweisen.

Fig. 5 zeigt in einem ähnlichen schematischen Schnitt ein Element 4 gemäß einer vierten Ausführungsform. Hier ist ein Federelement 13, beispielsweise ein Federring bzw. ein aus mehreren Federn aufgebauter Ring oder dergleichen, in der Hülle 8 bzw. Wand des Elements 4 angeordnet bzw. darin integriert oder damit verbunden. Bedarfsweise kann das Federelement 13 auch eine Flächenerstrek- kung quer zur Zeichenebene aufweisen und gegebenenfalls sogar eine elastische Kugelschale, ein Netz oder dergleichen in oder an der Hülle 8 bilden.

Bei der vierten Aus führungs form gemäß Fig. 5 ist das Element 4 vorzugsweise wiederum kugelförmig ausgebildet. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Der Schnitt gemäß Fig. 6 zeigt eine fünfte Ausführungsform, bei der das Element

4 bzw. dessen Hülle 8 - insbesondere im nicht verformten bzw. druckbelasteten

Zustand - zumindest im wesentlichen teller-, Scheiben- oder eiförmig bzw. im Querschnitt elliptisch, oval oder abgeflacht ausgebildet ist.

Alternativ können die Elemente 4 beispielsweise plattenförmig, stabförmig oder rohrförmig ausgebildet sein oder einen rautenförmigen Querschnitt aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann der Querschnitts jedes Elements 4 über seine Länge gleich bleiben oder über eine Länge bzw. Längserstreckung variieren. Vorzugsweise weisen die Elemente 4 eine rotationssymmetrische Form - zumindest im nicht druckbelasteten Zustand - auf.

Alternativ oder zusätzlich zu dem Federelement 13 kann beispielsweise ein Gewebe, Netz oder dergleichen - insbesondere zur Verstärkung und/oder Modifizierung der elastischen Eigenschaften — an der Hülle 8 angebracht oder in diese integriert sein, beispielsweise durch Einspritzen, Eingießen, Einlaminieren, Auf- laminieren, Verkleben oder Verbinden in sonstiger Weise.

Die Fig. 2 bis 6 zeigen die Elemente 4 im nicht komprimierten bzw. verformten Zustand.

Fig. 7 zeigt in einem schematischen Schnitt eine sechste Ausfuhrungsform eines Elements 4. Hier weist das Element 4 eine flexible, insbesondere auch in der Flächenerstreckung dehnbare Membran 14 innerhalb der vorzugsweise starren Hülle 8 auf. Die Hülle 8 weist eine Öffnung 15 auf, über die Membran 14 mit dem Außendruck, also mit der Flüssigkeit 2, die in Fig. 7 aus Vereinfachungs- gründen nicht dargestellt ist, in Verbindung steht. Die Membran 14 bildet eine Abtrennung zwischen der Flüssigkeit 2 und einem im Inneren des Elements 4 angeordneten kompressiblen Medium, wie Gas 7 oder dergleichen.

Zum Befüllen des Elements 4 bzw. des von der Membran 14 umschlossenen o- der zumindest an einer Seite begrenzten Innenraums mit dem kompressiblen Medium, wie Gas 7, weist das Element 4 vorzugsweise ein Füllventil 16 oder einen sonstigen Anschluß auf.

Es ist generell anzumerken, daß die Hülle 8 der Elemente 4 - je nach Bedarf - wahlweise einstückig oder mehrteilig ausgebildet sein kann. Insbesondere kann

die Hülle 8 bzw. das Element 4 aus mehreren Teilen und/oder Materialien zusammengesetzt sein.

Fig. 8 zeigt in einem schematischen, blockschaltbildartigen Überblick eine vor- schlagsgemäße Anordnung bzw. Verwendung des Speichers 1 bzw. mehrerer Speicher 1. Nachfolgend wird bei der Beschreibung immer auf zwei Speicher 1 abgestellt, jedoch ist grundsätzlich auch nur ein einzelner Speicher 1 oder sind mehr als zwei Speicher 1 in der beschriebenen Art und Weise nutzbar. Dies gilt auch für die weiteren später noch erläuterten Anordnungen und Verwendungen.

Ein Tank 17 enthält die Flüssigkeit 2, die über eine Pumpe 18 dem Speicher 1 unter Druck zuführbar ist. Die Pumpe 18 ist beispielsweise von einem Elektromotor 19 oder dergleichen antreibbar. Die Zuführung der Flüssigkeit 2 kann über entsprechende Ventile 20, beispielsweise Umschaltventile, Sperrventile oder dergleichen, und die Zuleitungen 5 der Speicher 1 vorzugsweise wahlweise in den einen oder anderen Speicher 1 erfolgen.

Die Ventile 20 sind vorzugsweise als manuell betätigbare Sperrventile bzw. Sperrschieber ausgebildet und ermöglichen insbesondere, Reparaturarbeiten oder dergleichen an einem der Speicher 1 unabhängig vom Betrieb der Anordnung.

Optional ist ein selbstsperrendes oder sonstiges Ventil 21 in der gemeinsamen Zuleitung 22 von der Pumpe 18 zu den Speichern 1 bzw. dessen Zuleitungen 5 angeordnet.

Die in den Speichern 1 gespeicherte, unter Druck stehende Flüssigkeit 2 und die dazu korrespondierende Energie können grundsätzlich für beliebige Zwecke, beispielsweise zum Antrieb einer Maschine, zum Vortrieb oder Transport, zur Erzeugung von elektrischem Strom oder dergleichen eingesetzt werden. Bei- spielsweise kann über eine nicht dargestellte Ableitung oder durch Anschluß an die gemeinsame Zuleitung 22 oder die Zuleitungen 5 eine Nutzung der unter Druck stehenden Flüssigkeit 2 zum Betreiben einer Maschine, eines Generators oder dergleichen erfolgen. Beim Darstellungsbeispiel ist vorgesehen, daß die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 nach Öffnen des Ventils 21 und entsprechen- dem Öffnen der Ventile 20 die Pumpe 18 und darüber beispielsweise den Elektromotor 19 als Generator antreibt, also zur Erzeugung elektrischer Energie bzw.

von elektrischem Strom verwendet wird. Dementsprechend ist die dargestellte Anordnung insbesondere zur Zwischenspeicherung von elektrischer Energie und/oder kurzfristigen Erzeugung elektrischer Energie - beispielsweise zur Abdeckung von Bedarfsspitzen - verwendbar.

Bei der dargestellten Anordnung ist jedem Überdruckventil 6 der Speicher 1 vorzugsweise ein Überlauf 23 zugeordnet. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine nicht dargestellte Rückführung in den Tank 17 vorgesehen sein.

Weiter ist den Speichern 1 bzw. Behältern 3 vorzugsweise jeweils eine separate oder eine gemeinsame Auffangwanne 24 zugeordnet, um bei einer eventuellen Undichtigkeit austretende Flüssigkeit 2, beispielsweise Hydrauliköl, auffangen zu können. Bedarfsweise kann auch hier eine nicht dargestellte Ableitung in den Tank 17 vorgesehen sein.

Die Speicher 1 können von einem insbesondere gemeinsamen Gehäuse 25 umgeben sein.

Fig. 9 zeigt eine zweite vorschlagsgemäße Anordnung bzw. Verwendung des Speichers 1, die der ersten Anordnung sehr ähnlich ist. Nachfolgend werden daher nur wesentliche Unterschiede gegenüber der ersten Anordnung näher erläutert, so daß die bisherigen Ausführungen und Erläuterungen ansonsten entsprechend oder ergänzend gelten.

Bei der zweiten Anordnung wird bedarfsweise nur ein Speicher 1 verwendet.

Die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 wird hier insbesondere zum Antrieb mindestens einer Maschine 26, beispielsweise Kunststoffspritzen, Extrudern oder dergleichen, die vorzugsweise getaktet betrieben wird, verwendet. Beim Darstel- lungsbeispiel sind mehrere Maschinen 26 parallel an den Speicher 1 über das vorzugsweise manuell bedienbare Sperrventil 20 und eine separate Ableitung 27 sowie optional ein weiteres, beispielsweise elektrisch angesteuertes Ventil 28 angeschlossen.

Die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 wird bei der Verrichtung von Arbeit in der Maschine 26, insbesondere in den parallel angeschlossenen Maschinen 26,

vorzugsweise auf einen sehr niedrigen Druck oder den Ausgangsdruck bzw. Normaldruck entspannt und über eine Rückleitung 29 wieder in den Tank 17 zurückgeführt.

Im Gegensatz zur ersten Anordnung wird bei der zweiten Anordnung die Pumpe 18 also nur ausschließlich als Pumpe und nicht als Hydromotor zum Antrieb anderer Komponenten eingesetzt. Dementsprechend ist insbesondere bei der zweiten Anordnung beispielsweise auch ein Verbrennungsmotor als Motor bzw. Antrieb 19 für die Pumpe 18 einsetzbar.

Fig. 10 zeigt in einer schematischen Darstellung eine dritte Anordnung bzw. Verwendung des vorschlagsgemäßen Speichers 1 in Verbindung mit einer hydraulischen Einrichtung, insbesondere einem Hydraulikzylinder 30. Der Hydraulikzylinder 30 dient beispielsweise dem Anheben eines Gewichts 31 und ist — je nach Anforderung - einfach oder doppeltwirkend ausgebildet. Entsprechend ist ein Kolben 32 des Hydraulikzylinders 30 wahlweise einseitig oder beidseitig mit unter Druck stehender Flüssigkeit 2 beaufschlagbar.

Beim Darstellungsbeispiel kann der erforderliche Hydraulikdruck, also die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 wahlweise von dem Speicher 1 oder einer Pumpe 18 bereitgestellt werden. Beispielsweise ist die Pumpe 18 über ein entsprechendes Steuer- und Umschaltventil 33 an die hydraulische Einrichtung über einen Hydraulikkreis 34 angeschlossen. Der Speicher 1 kann beispielsweise über ein entsprechendes Steuerventil 33, das dargestellte Steuerventil 20 oder in sonstiger geeigneter Weise an den Hydraulikkreis 34 angeschlossen sein, um beispielsweise den Hydraulikzylinder 30 nur in einer Richtung oder in beiden Richtungen wahlweise allein durch den Flüssigkeitsdruck der vom Speicher 1 und/oder von der Pumpe 18 bereitgestellt wird, betätigen zu können. Bedarfsweise ist der Speicher 1 auch von der Hydraulikpumpe 1 - jeweils ohne Betätigung des Hy- draulikzy linders 30 — mit unter Druck stehender Flüssigkeit 2 versorgbar bzw. füllbar. Alternativ oder zusätzlich kann der Speicher 1 auch einer Energiespei- cherung bzw. Zwischenspeicherung der Flüssigkeit 2 dienen, beispielsweise beim Abbremsen des Gewichts 31 während einer Absenkbewegung gemäß Pfeil 35. Statt dies wie üblich über eine Drossel vorzunehmen, kann die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 in den Speicher 1 geleitet werden, wobei der dabei ansteigende Flüssigkeitsdruck zu einem gewünschten Abbremsen führen kann. Die ge-

speicherte Flüssigkeit 2 (gespeicherte Energie) kann wieder verwendet werden, um beispielsweise die Pumpe 18 bei späteren Betätigungen der hydraulischen Einrichtung zu unterstützen — beispielsweise beim Anheben gemäß Pfeil 36 - und dadurch Energie zu sparen.

Fig. 11 zeigt in sehr schematischer Darstellung eine vierte Anordnung bzw. Verwendung des vorschlagsgemäßen Speichers 1. Die Flüssigkeit 2 wird hier von einer Pumpeinrichtung 37 dem Tank 17 entnommen und unter Druck gesetzt und im Speicher 1 gespeichert. Die unter Druck stehende Flüssigkeit 2 dient dann dem Betrieb eines Hydromotors 38, der einen Generator 39 zur Erzeugung elektrischer Energie bzw. von elektrischem Strom antreibt.

Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsvariante wird die Pumpeinrichtung 37 durch Wasserkraft betrieben. Besonders bevorzugt handelt es sich hierbei um ein Tidenkraftwerk, wie insbesondere in der DE 20 2005 006 122 Ul dargestellt. Jedoch kann es sich auch um ein sonstiges Tidenkraftwerk, Wellenkraftwerk, Laufkraftwerk oder dergleichen handeln. Der besondere Vorteil der vorschlagsgemäßen Anordnung bzw. Verwendung liegt darin, daß mittels des Speichers 1 - selbstverständlich bedarfsweise mehrerer, insbesondere parallel geschalteter Speicher 1 - eine Zwischenspeicherang möglich ist, um beispielsweise die Stromerzeugung bzw. Erzeugung elektrischer Energie zu vergleichsmäßigen und/oder nur Abdeckung von Spitzenlasten - also zeitlich kurzfristig - einzusetzen.

Bedarfsweise kann als Flüssigkeit 2 auch unmittelbar das die Pumpeinrichtung 37 antreibende Wasser verwendet werden. In diesem Fall kann der Tank 17 je nach Aufbau und Auslegung der Anordnung auch entfallen.

Gemäß einer Ausführungsvariante kann es sich bei der Pumpeinrichtung 37 be- darfsweise auch um ein Windkraftwerk bzw. Windrad oder dergleichen, das beispielsweise eine Pumpe, insbesondere mit einer variablen, gegebenenfalls Drehzahl abhängigen Übersetzung, antreibt, um die Flüssigkeit 2 aus dem Tank 17 in den Speicher 1 zu fördern und dabei unter Druck zu setzen. Die variable Übersetzung ist generell auch unabhängig von einer Windkraftanlage einsetzbar.

Gemäß einer anderen Ausführungsvariante kann die Pumpeinrichtung 37 auch durch einen Verbrennungsmotor oder eine sonstige Kraftmaschine angetrieben werden. Nachfolgend wird diese Ausftihrungsvariante anhand der fünften Anordnung bzw. Verwendung des Speichers 1 näher erläutert.

Fig. 5 zeigt in einer schematischen perspektivischen Darstellung die fünfte Anordnung bzw. Verwendung des vorschlagsgemäßen Speichers 1 der hier gemäß einer zweiten Ausführungsform vorzugsweise zumindest im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. Die Anordnung bildet vorzugsweise ein Modul bzw. eine Baueinheit, wobei insbesondere auch eine nicht dargestellte Abdeckung oder dergleichen vorgesehen sein kann. Die dargestellte Anordnung ist insbesondere mobil bzw. transportabel ausgebildet, kann jedoch auch nur für stationäre Zwek- ke eingesetzt werden.

Die Pumpeinrichtung 37 umfaßt bei der fünften Anordnung insbesondere einen Verbrennungsmotor, der eine Pumpe antreibt, die Flüssigkeit 2 aus dem Tank 17 über den Speicher 1 und den Hydromotor 38 wieder zurück in den Tank 17 fordert, so daß der Hydromotor 38 den Generator 39 zur Stromerzeugung antreiben kann. Vorzugsweise ist eine nicht dargestellte regelbare Drossel, eine Bremsein- richtung oder dergleichen dem Hydromotor 38 zugeordnet, um die Stromerzeugung bzw. den Flüssigkeitsstrom durch den Hydromotor 38 in gewünschter Weise regulieren zu können, ohne den Betriebspunkt des Verbrennungsmotors oder die Drehzahl eines sonstigen Antriebs ändern zu müssen. Vielmehr wird der Verbrennungsmotor bzw. sonstiger Antrieb vorzugsweise am optimalen Be- triebspunkt und dadurch besonders wirtschaftlich betrieben. Die überschüssige Energie wird in Form von unter Druck stehender Flüssigkeit 2 im Speicher 1 gespeichert.

Alternativ ist es auch möglich, die Pumpeinrichtung 37 nur zum Auffüllen des Speichers 1 — also ohne gleichzeitige Stromerzeugung — zu betreiben.

Zusätzlich ist vorzugsweise ein Akkumulator 40 zur Zwischenspeicherung der vom Generator 39 erzeugten elektrischen Energie vorgesehen. Die elektrische Zwischenspeicherung in Kombination mit der Zwischenspeicherung der unter Druck stehenden Flüssigkeit 2 ermöglicht eine weitere Verbesserung bzw. Optimierung des Betriebsablaufs, um den Verbrennungsmotor oder eine sonstige

Kraftmaschine zum Betrieb der Pumpeinrichtung 37 besonders wirtschaftlich betreiben zu können.

Bedarfsweise kann die fünfte Anordnung auch zusammen bzw. in Kombination mit einem nicht dargestellten Notstromaggregat eingesetzt bzw. kombiniert werden, um insbesondere eine netzunabhängige Stromversorgung, beispielsweise eines Haushalts, eines Hauses, eines Gebäudes oder dergleichen zu ermöglichen.

Fig. 13 zeigt in einem schematischen Schnitt ein vorschlagsgemäßes Element gemäß einer siebten Ausführungsform. Derartige Elemente 4 sind insbesondere in dem Speicher 1 bzw. zylindrischen Behälter 3 gemäß der zweiten Ausführungsform einsetzbar. Besonders bevorzugt sind mehrere Elemente 4 axial hintereinander und/oder radial nebeneinander vom Behälter 3 aufgenommen.

Bei der siebten Ausfuhrungsform weist das Element 4 eine Membran 14 auf, die gegen ein Federelement 13, insbesondere eine Schraubenfeder, arbeitet. Das Federelement 13 ist vorzugsweise an seinem mit der im Membran 14 in Kontakt tretenden Ende mit einem insbesondere becherförmigen Schutzelement 41 versehen.

Fig. 13 zeigt das Element 4 im nicht komprimierten Zustand, also mit vollem Verdrängungsvolumen und nicht komprimierten Federelement 13. Je nach Bedarf ist das Federelement 13 auf eine gewünschte Federkraft (entspricht einem Vorspanndrack) in diesem Zustand bereits vorgespannt.

Fig. 14 zeigt das Element 4 in einem vergleichbaren Schnitt, jedoch mit komprimierten Federelement 13, also aufgrund des Flüssigkeitsdrucks bereits verringertem Verdrängungsvolumen. Der Druck der anstehenden Flüssigkeit, die hier nicht dargestellt ist und auf die Membran 14 wirkt, hat das Federelement 13 axial zusammengedrückt und entsprechend die Membran 14 und das Schutzelement 41 axial verschoben.

Der Flüssigkeitsaustausch mit der Umgebung erfolgt über die Öffnung 15, die in der vorzugsweise starren Hülle 8 des Elements 4 gebildet ist. Die Hülle 8 ist vor- zugsweise aus zwei im wesentlichen zylindrischen oder kappenförmigen Teilen aufgebaut, die an Flanschen 42 über die dazwischen gehaltene Membran 14 ver-

bunden sind. Dies kann beispielsweise durch Verkleben oder in sonstiger geeigneter Weise erfolgen.

Der das Federelement 13 enthaltende Innenraum des Elements 4 kann bedarfs- weise zusätzlich mit einem kompressiblen Medium, wie Gas oder dergleichen, über den optimalen Füllanschluß 16 oder dergleichen gefüllt sein.

Die Kompression des Federelements 13 hängt von dem anstehenden Flüssigkeitsdruck ab. Entsprechend ist bei zunehmenden Flüssigkeitsdruck mehr Flüs- sigkeit 2 aufnehmbar und umgekehrt bei sinkendem Druck die Flüssigkeit 2 wieder unter Druck abgebbar, wobei mit zunehmender Abgabe der Druck abnimmt.

Fig. 15 zeigt in einer schematischen, perspektivischen Darstellung eine dritte Ausführungsform bzw. Anordnung des vorschlagsgemäßen Speichers 1. Hier sind mehrere vorzugsweise rohrförmige bzw. zylindrische Behälter 3, die jeweils mehrere Elemente 4 enthalten, insbesondere parallel an eine gemeinsame Zu- und/oder Ableitung 5 angeschlossen sind. Insbesondere wird hierbei ein modula- rer Aufbau durch entsprechende Halterungen 42, die die Behälter 3 halten und untereinander verbinden, ermöglicht.

Fig. 16 zeigt ausschnittsweise zwei Behälter 3, wobei ein Behälter 3 zu Veran- schaulichungszwecken aufgeschnitten dargestellt ist. Wie für den aufgeschnittenen Behälter 3 dargestellt, enthält jeder Behälter 3 vorzugsweise mehrere Elemente 4, die beim Darstellungsbeispiel zumindest im wesentlichen kugelförmig, grundsätzlich jedoch auch zylindrisch oder in ansonstiger Weise ausgebildet sein können.

Die Elemente 4 sind vorzugsweise zumindest im wesentlichen entsprechend der sechsten Ausführungsform — wie in Fig. 7 dargestellt - ausgebildet. Fig. 17 zeigt in einer perspektivischen Schnittdarstellung einen bevorzugten Aufbau des Elements 4 im Sinne der sechsten Ausführungsform.

Die vorzugsweise starre Hülle 8 ist insbesondere aus zwei halbkugelförmigen Teilen gebildet, die über entsprechende Flansche 43 miteinander verbunden, ins- besondere verschraubt sind. Die Membran 14 ist vorzugsweise klemmend zwischen den Flanschen 43 gehalten. In der Darstellung gemäß Fig. 17 ist das EIe-

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ment 4 bzw. dessen Membran 14 im nicht komprimierten Zustand gezeigt. Das Element 4 weist in diesem Zustand sein größtes Verdrängungsvolumen auf. Erst bei zunehmendem oder überhaupt vorhandenem Flüssigkeitsdruck kann die nicht dargestellte, über die Öffnung 15 an der Membran 14 anstehende Flüssigkeit 2 zu einer Verformung der Membran 14 - bei der Darstellung gemäß Fig. 17 von der linken zur rechten Seite hin - gegen die Kraft bzw. den (zunehmenden) Druck des im Element 4 bzw. von der Membran 14 eingeschlossenen, in Fig. 17 nicht dargestellten Gases bewirken, wodurch entsprechend das Verdrängungsvolumen des Elements 4 verringert wird.

Fig. 18 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung eine vierte Ausfuhrungsform des vorschlagsgemäßen Speichers 1. Im Behälter 3 sind hier Zuganker bzw. Zugstangen 44 angeordnet, die für eine hohe Stabilität des Behälters 3 sorgen. Insbesondere gestattet dies einen sehr einfachen, quasi modularen Aufbau des Behälters 3. Die Zuganker 44 verlaufen nämlich vorzugsweise derart raumgitterartig insbesondere bzw. ausgerichtet, daß eine feldweise Vergrößerung des Behälters 3 in jeder Raumrichtung ohne Neuberechnung des Behälters 3 möglich ist. Insbesondere verlaufen die Zuganker 44 in alle drei zueinander orthogonalen Raumrichtungen. Der Behälter 3 ist dann vorzugsweise zumindest im wesentli- chen quader- oder sogar würfelförmig ausgebildet.

Bei der vierten Ausfuhrungsform kann der Speicher 1 bzw. Behälter 3 bedarfsweise auch nach innen gewölbte Wandbereiche aufweisen, wie in Fig. 18 dargestellt. Dies erhöht die Stabilität bzw. Druckfestigkeit des Behälters 3.

Grundsätzlich können Zuganker 44 auch bei jeder sonstigen, quasi beliebigen Form des Behälters 3 zu dessen Stabilisierung bzw. zur Erhöhung der Druckfestigkeit eingesetzt werden.

Die Zuganker 44 können bedarfsweise auch einer Positionierung der Elemente 4 an bestimmten Stellen bzw. in bestimmten Bereichen dienen.

Gemäß einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsvariante können die Elemente 4 auch durch schaumstoffartige Gebilde, insbesondere Bälle oder derglei- chen, gebildet sein, wobei das Material dann geschlossen porig ausgebildet ist.

Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsvariante ist der Speicher 1 auch als Ausdehnungsgefäß für eine Heizungsanlage, insbesondere für hohe Gebäude, besonders bevorzugt in einem Hochhaus oder dergleichen, einsetzbar.

Gemäß einer anderen Ausfuhrungsvariante ist der vorschlagsgemäße Speicher 1 auch zur Zwischenspeicherang von Wasser als Flüssigkeit 2 unter Druck, beispielsweise für eine nicht dargestellte Wasserversorgungsanlage, einsetzbar.

Bedarfweise kann der vorschlagsgemäße Speicher 1 auch unter der Oberfläche angeordnet bzw. vergraben werden. Außerdem ist es auch möglich, den vorschlagsgemäßen Speicher 1 unter Wasser anzuordnen, beispielsweise in einem Fluß oder See oder im Meer zu versenken.

Gemäß einer weiteren Ausrührungsvariante ist der Speicher 1 , insbesondere der Behälter 3, mit einer nicht dargestellten Kühleinrichtung, insbesondere außenseitigen Kühlrippen oder sonstigen Wärmeabstrahlflächen, zur Kühlung , insbesondere der Flüssigkeit 2, versehen.