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Title:
PRINTING MACHINE CONTROL SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/022998
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a printing machine control system with a soft proof device comprising at least one color consistent monitor (7) and with a color control device comprising at least one sensor (8), wherein the soft proof device changes at least one soft proof into display data (6) of a monitor color space; the soft proof serves as a color-consistent reference for printing samples printed in a printing process for the visualization of pre stage data (3) that are present in a print pre stage color space. The color control device compares measured actual data (9) of the sensor, or of each sensor, or data generated from the measured actual data (11), with associated target data (13) and creates control signals for actuators of the color control device depending on the comparison results. According to the invention, at least one device (14, 15) changes the print pre stage data (3) of the print pre stage color space and/or the display data (6) of the monitor color space into reference data (13) of a colorimetric color space, wherein the reference data (13) generated from the data (3, 6) of the soft proof device serve as target data of the color control device in such a way that the device generates control signals for the actuators of the color control device from a comparison of the measured actual data (9) of the sensor, or of each sensor, or from the data generated from the measured actual data (11), with the reference data (13).

Inventors:
FEJFAR, Florian (Ambacher Str. 40, München, 81476, DE)
FRITSCHER, Manfred (Feierabendweg 5, Hainburg, 63512, DE)
HAUCK, Shahram (Gertrud-Steinhauser-Straße 13, Hanau, 63452, DE)
Application Number:
EP2009/058232
Publication Date:
March 04, 2010
Filing Date:
July 01, 2009
Export Citation:
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Assignee:
MANROLAND AG (Mühlheimer Straße 341, Offenbach, 63075, DE)
FEJFAR, Florian (Ambacher Str. 40, München, 81476, DE)
FRITSCHER, Manfred (Feierabendweg 5, Hainburg, 63512, DE)
HAUCK, Shahram (Gertrud-Steinhauser-Straße 13, Hanau, 63452, DE)
International Classes:
B41F33/00
Attorney, Agent or Firm:
MANROLAND AG (Mühlheimer Straße 341, Offenbach, 63075, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Druckmaschinensteuerungssystem, mit einer zumindest einen farbverbindlichen Monitor aufweisenden Softproofeinrichtung, und mit einer mindestens ei- nen Sensor aufweisenden Farbregeleinrichtung, wobei die Softproofeinrichtung zur Visualisierung mindestens eines als farbverbindliche Referenz für in einem Druckprozess gedruckte Druckexemplare dienenden Softproofs in einem Druckvorstufen-Farbraum vorliegende Druckvorstufendaten in Anzeigedaten eines Monitor-Farbraums wandelt, und wobei die Farbregeleinrichtung gemessene Istdaten des oder jeden Sensors oder aus den gemessenen Istdaten generierte Daten mit entsprechenden Solldaten vergleicht und abhängig hiervon Stellsignale für Stellglieder der Farbregeleinrichtung erzeugt, gekennzeichnet durch mindestens eine Einrichtung (14, 15), welche die Druckvorstufendaten (3) des Druckvorstufen-Farbraums und/oder die Anzeigedaten (6) des Monitor-Farbraums in Referenzdaten (13) eines farbmetrischen Farbraums wandelt, wobei die so aus den Daten (3, 6) der Softproofeinrichtung generierten Referenzdaten (13) als Solldaten der Farbregeleinrichtung dienen, sodass dieselbe aus einem Vergleich der gemessenen Istdaten (9) des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten (11 ) mit den Referenzdaten (13) Stellsignale für die Stellglieder der Farbregeleinrichtung erzeugt.

2. Druckmaschinensteuerungssystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Druckvorstufen-Farbraum ein CMYK-Farbraum oder ein Spot- Color-Farbraum und der Monitor-Farbraum ein RGB-Farbraum ist.

3. Druckmaschinensteuerungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gemessenen Istdaten (9) des oder jeden Sensors und/oder die aus den gemessenen Istdaten generierten Daten (11 ) im farb- metrischen Farbraum vorliegen.

4. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch mindestens eine Einrichtung (16), welche die Istdaten (9) und/oder die aus den Istdaten generierten Daten (11 ) des oder jedes Sensors in Anzeigedaten (17) des Monitor-Farbraums wandelt, um mit dem oder jedem Sensor (8) gemessene Bilder auf mindestens einem farbverbindlichen Monitor (7) der Softproofeinrichtung anzuzeigen.

5. Druckmaschinensteuerungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass die aus den Istdaten des oder jedes Sensors generierten Anzeigedaten (17) und die aus den Druckvorstufendaten generierten Anzeigedaten (6) auf jeweils einem farbverbindlichen Monitor des Softproofeinrichtung getrennt voneinander anzeigbar sind.

6. Druckmaschinensteuerungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Istdaten des oder jedes Sensors generierten Anzeigedaten (17) und die aus den Druckvorstufendaten generierten Anzeigedaten (6) auf einem gemeinsamen farbverbindlichen Monitor des Softproofeinrichtung getrennt voneinander anzeigbar sind.

7. Druckmaschinensteuerungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Istdaten des oder jedes Sensors generierten Anzeigedaten (17) und die aus den Druckvorstufendaten generierten Anzeigedaten (6) auf einem gemeinsamen farbverbindlichen Monitor des Softproofeinrichtung derart gemeinsam miteinander anzeigbar sind, dass dieselben bildpunktgenau überlagerbar sind.

8. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den die Druckvorstufendaten (3) des Druckvorstufen-Farbraums und/oder aus den Anzeigedaten (6) des Monitor- Farbraums generierten Referenzdaten (13) dieselbe Auflösung aufweisen wie die gemessenen Istdaten (9) des oder jeden Sensors oder die aus den gemessenen Istdaten generierten Daten (11 ), die jeweils im farbmetrischen Farbraum vorliegen.

9. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da- durch gekennzeichnet, dass die aus den im Druckvorstufen-Farbraum vorliegenden Druckvorstufendaten (3) generierten Anzeigedaten (6), die im Monitor-Farbraums vorliegen, in etwa dieselbe Auflösung aufweisen wie die aus den Istdaten des oder jedes Sensors generierten Anzeigedaten (17), die ebenfalls im Monitor-Farbraums vorliegen.

10. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung der Stellsignale für die Stellglieder der Farbregeleinrichtung inline während des Druckvorgangs auf der Druckmaschine erfolgt.

11. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich der gemessenen Istdaten (9) des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten (11 ) mit den aus den Daten der Softproofeinrichtung erzeugten Referenzdaten (13) über das ganze Druckbild oder über definierte Abschnitte des Druckbilds erfolgt.

12. Druckmaschinensteuerungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn beim Vergleich der gemessenen Istdaten (9) des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten (11 ) mit den Referenzdaten (13) festgestellt wird, dass in einem oder mehreren Abschnitten des Druckbilds eine einen definierten Grenzwert überscheitende Abweichung zwischen den jeweiligen Daten vorliegt, der jeweilige Abschnitt auf dem farbverbindlichen Monitor der Softproo- feinrichtung abweichend von den Abschnitten darstellbar ist, bei welchen die Abweichung zwischen den jeweiligen Daten kleiner als der Grenzwert ist.

Description:
Druckmaschinensteuerungssystem

Die Erfindung betrifft ein Druckmaschinensteuerungssystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Als farbverbindliche Referenz bei der Ausführung eines Druckauftrags auf einer Druckmaschine, wie z. B. auf einer Rollenrotationsdruckmaschine oder auf einer Bogendruckmaschine, dient nach der Praxis üblicherweise ein auf einem Farbtintenstrahldrucker angefertigtes Referenzmuster, wobei ein Drucker die auf der Druckmaschine gedruckten Druckexemplare mit diesem Referenzmuster an einem Leitstand eines Druckmaschinensteuerungssystems der Druckmaschine vergleicht. Solche auf einem Farbtintenstrahldrucker geduckten Referenzmuster be- zeichnet man auch als Hardcopyproof.

Aus der DE 10 2006 038 200 A1 ist es bereits bekannt, zusätzlich zu dem oder als Ersatz für das auf dem Farbtintenstrahldrucker angefertigte Hardcopyproof eine farbverbindliche Referenz auf einem farbverbindlichen Monitor zu visualisieren. Die Visualisierung einer farbverbindliche Referenz auf einem farbverbindlichen Monitor wird auch als Softproof bezeichnet. Eine entsprechende Softproofeinrich- tung, die mindestens einen farbverbindlichen Monitor umfasst, ist dabei typischerweise Bestandteil des Leitstands des Druckmaschinensteuerungssystems, wobei eine Softproofeinrichtung in einem Druckvorstufen-Farbraum vorliegende Druck- vorstufendaten in Anzeigedaten eines Monitor-Farbraums wandelt. Der Druckvorstufen-Farbraum ist typischerweise ein CMYK-Farbraum der Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz des autotypischen Zusammendrucks oder ein Spot- Color-Farbraum. Der Monitor-Farbraum ist typischerweise ein RGB-Farbraum der Anzeigefarben Rot, Grün und Blau des farbverbindlichen Monitors. Weiterhin ist es aus der Praxis bereits bekannt, dass ein Druckmaschinensteue- rungssystem neben einer Softproofeinrichtung weiterhin eine Farbregeleinrichtung umfasst, die gegenüber der Softproofeinrichtung als vollkommen selbstständige, autarke Einrichtung ausgebildet ist. Die Farbregeleinrichtung umfasst dabei min- destens einen Sensor, um einen bedruckten Bedruckstoff zumindest abschnittsweise zu vermessen und hierbei Istdaten zu gewinnen, wobei die Farbregeleinrichtung die mit Hilfe des oder jeden Sensors gemessenen Istdaten oder aus den gemessenen Istdaten generierte Daten mit entsprechenden Solldaten vergleicht und abhängig hiervon Stellsignale für Stellglieder der Farbregeleinrichtung derart erzeugt, dass sich die Istdaten den Solldaten annähern. Dabei sind, wie bereits ausgeführt, die Farbregeleinrichtung und die Softproofeinrichtung als vollkommen getrennte, separate und demnach autarke Einrichtungen ausgeführt.

Aus den oben beschriebenen Zusammenhängen folgt, dass Softproofeinrichtun- gen von aus dem Stand der Technik bekannten Druckmaschinensteuerungssystemen eine rein visuelle, subjektive Referenz ohne Beziehung zu Messwerten der Farbregeleinrichtung anzeigen.

Den Farbregeleinrichtungen bekannter Druckmaschinensteuerungssysteme fehlt die visuelle Vergleichsmöglichkeit, so dass ein Drucker bedruckte Druckexemplare aus dem Produktionsfluss entnehmen und mit einem angezeigten Softproof und/oder einem Hardcopyproof im Bereich des Leitstands des Druckmaschinensteuerungssystems vergleichen muss.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde ein neuartiges Druckmaschinensteuerungssystem zu schaffen.

Dieses Problem wird durch ein Druckmaschinensteuerungssystem gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß wandelt mindestens eine Einrichtung die Druckvorstufendaten des Druckvorstufen-Farbraums und/oder die Anzeigedaten des Monitor- Farbraums in Referenzdaten eines farbmetrischen Farbraums, wobei die so aus den Daten der Softproofeinrichtung generierten Referenzdaten als Solldaten der Farbregeleinrichtung dienen, sodass dieselbe aus einem Vergleich der gemessenen Istdaten des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten mit den Referenzdaten Stellsignale für die Stellglieder der Farbregeleinrichtung erzeugt.

Beim erfindungsgemäßen Druckmaschinensteuerungssystem existieren die

Softproofeinrichtung und die Farbregeleinrichtung nicht mehr als getrennte Systeme unabhängig nebeneinander, vielmehr werden beide Einrichtungen funktional miteinander verknüpft, wodurch es möglich ist, die Vorteile der Softproofeinrichtung und der Farbregeleinrichtung miteinander zu vereinen. Hierzu wandelt eine Einrichtung Daten der Softproofeinrichtung, nämlich die Druckvorstufendaten des Druckvorstufen-Farbraums und/oder die Anzeigedaten des Monitor-Farbraums in Referenzdaten eines farbmetrischen Farbraums der Farbregeleinrichtung. Die Farbregeleinrichtung vergleicht diese aus den Daten der Softproofeinrichtung generierten Referenzdaten mit den gemessenen Istdaten des oder jeden Sensors oder mit den aus den gemessenen Istdaten generierten Daten.

Vorzugsweise wandelt mindestens eine Einrichtung die Istdaten und/oder die aus den Istdaten generierten Daten des oder jedes Sensors in Anzeigedaten des Monitor-Farbraums, um mit dem oder jedem Sensor gemessene Bilder auf mindes- tens einem farbverbindlichen Monitor der Softproofeinrichtung anzuzeigen.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. 1 : eine schematisierte Darstellung eines aus dem Stand der Technik bekannten Druckmaschinensteuerungssystems; und

Fig. 2: eine schematisierte Darstellung eines erfindungsgemäßen Druckmaschinensteuerungssystems.

Bevor nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 2 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Druckmaschinensteuerungssystems im Detail beschrieben wird, soll nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 1 ein aus dem Stand der Technik bekanntes Druckmaschinensteuerungssystem beschrieben werden.

Fig. 1 zeigt stark schematisiert ausgewählte Komponenten eines aus dem Stand der Technik bekannten Druckmaschinensteuerungssystems einer Druckmaschine, nämlich einerseits Baugruppen einer Softproofeinrichtung 1 und andererseits Baugruppen einer Farbregeleinrichtung 2, wobei die Softproofeinrichtung 1 und die Farbregeleinrichtung 2 bei dem aus dem Stand der Technik bekannten

Druckmaschinensteuerungssystem der Fig. 1 als vollständig separate, getrennte und autarke Einrichtungen ausgebildet sind.

Das Softproofsystem 1 wandelt Druckvorstufendaten 3, die von einem Druckvor- Stufesystem 4 bereitgestellt werden und in einem Druckvorstufen-Farbraum vorliegen, mit Hilfe einer Einrichtung 5 in Anzeigedaten 6 für einen farbverbindlichen Monitor 7 der Softproofeinrichtung, wobei die Anzeigedaten 6 in einem Monitor- Farbraum des farbverbindlichen Monitors 7 der Softproofeinrichtung 1 vorliegen.

Beim Druckvorstufen-Farbraum der Druckvorstufendaten 3 handelt es sich vorzugsweise um einen CMYK-Farbraum der Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz des autotypischen Zusammendrucks oder um einen Spot-Color- Farbraum. Beim Monitor-Farbraum der Anzeigedaten 6 handelt es sich vorzugsweise um einen RGB-Farbraum der Anzeigefarben Rot, Grün und Blau des farb- verbindlichen Monitors 7. Die Farbregeleinrichtung 2 des aus dem Stand der Technik bekannten Druckma- schinensteuerungssystems der Fig. 1 verfügt über mindestens einen Sensor 8, mit Hilfe dessen ein bedruckter Bedruckstoff vermessen werden kann, wobei der Sen- sor 8 gemäß Fig. 1 gemessene Istdaten 9 bereitstellt, die mit Hilfe einer Einrichtung 10 in Daten 11 gewandelt werden, die in einem farbmetrischen Farbraum vorliegen. Die Farbregeleinrichtung 2 vergleicht diese aus den gemessenen Istdaten 9 generierten Daten 11 in einen Regler 12 mit Solldaten 13, die ebenso wie die Daten 11 im farbmetrischen Farbraum vorliegen. Basierend auf dem Vergleich zwischen den aus den Istdaten 9 generierten Daten 11 und den Solldaten 13 erzeugt der Regler 12 Stellsignale für nicht gezeigte Stellglieder der Farbregeleinrichtung 2, die die Farbgebung auf dem Bedruckstoff derart verändern, dass sich die aus den Istdaten 9 generierten Daten 11 den Solldaten 13 annähern.

Es sei darauf hingewiesen, dass der oder jede Sensor 8 unmittelbar Istdaten 9 bereitstellen kann, die im farbmetrischen Farbraum vorliegen. In diesem Fall entfällt dann die Einrichtung 10 und die Daten 11 , die mit den Solldaten 13 verglichen werden, entsprechen unmittelbar den Istdaten 9.

Bei dem aus der Praxis bekannten Druckmaschinensteuerungssystem der Fig. 1 sind demnach die Softproofeinrichtung 1 und die Farbregeleinrichtung 2 als vollkommen getrennte Einrichtungen ausgeführt.

Demgegenüber zeigt Fig. 2 ein stark schematisiertes Blockschaltbild eines erfin- dungsgemäßen Druckmaschinensteuerungssystems, wobei zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen für solche Komponenten des Druckmaschinensteuerungssystems der Fig. 2, die bereits beim Druckmaschinensteuerungssystem der Fig. 1 vorhanden sind, gleiche Bezugsziffern verwendet werden. Das erfindungsgemäße Druckmaschinensteuerungssystem der Fig. 2 umfasst eine Einrichtung 14, welche Druckvorstufendaten 3, die im Druckvorstufen- Farbraum vorliegen, in Referenzdaten eines farbmetrischen Farbraums wandelt, die gemäß Fig. 2 als Solldaten 13 der Farbregeleinrichtung dienen, so dass im Regler 12 die aus den Istdaten 9 des Sensors 8 generierten Daten 11 mit den aus den Druckvorstufendaten 3 generierten Referenzdaten verglichen werden, um Stellsignale für die nicht gezeigten Stellglieder der Farbregeleinrichtung zu erzeugen bzw. zu generieren.

Dabei weisen die aus den Druckvorstufendaten 3 mit Hilfe der Einrichtung 14 erzeugten Referenzdaten bzw. Solldaten 13 dieselbe Auflösung auf, wie die aus den gemessenen Istdaten 9 generierten Daten 11 , wobei diese Daten jeweils im farbmetrischen Farbraum vorliegen.

Anstelle der Vorrichtung 14 oder zusätzlich zur Vorrichtung 14 kann gemäß Fig. 2 eine Einrichtung 15 vorhanden sein, die aus den Anzeigedaten 6 der Softproofein- richtung, die im Monitor-Farbraum vorliegen, die Referenzdaten bzw. Solldaten 13 der Farbregeleinrichtung generiert. Diese verfügen dann wiederum über dieselbe Auflösung wie die aus den gemessenen Istdaten 9 erzeugten Daten 11.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist zusätzlich eine Einrichtung 16 vorhanden, die aus den im farbmetrischen Farbraum vorliegenden Daten 11 , die aus den gemessenen Istdaten 9 erzeugt wurden, Anzeigedaten 17 generiert, die ebenso wie die Anzeigedaten 6 im Monitor-Farbraum des farbverbindlichen Monitors 7 vorliegen. Die aus den Druckvorstufendaten 3 erzeugten Anzeigedaten 6 verfügen dabei ü- ber dieselbe Auflösung wie die aus den Istdaten des Sensors 8 generierten Anzeigedaten 17.

Es ist möglich, die Anzeigedaten 17 unmittelbar aus den gemessenen Istdaten 9 zu erzeugen. Die aus den Istdaten 9 des Sensors 8 generierten Anzeigedaten 17 und die aus den Druckvorstufendaten 3 generierten Anzeigedaten 6 können dabei jeweils auf einem farbverbindlichen Monitor der Softproofeinrichtung getrennt voneinander oder auf ein und demselben farbverbindlichen Monitor der Softproofeinrichtung getrennt voneinander oder auch auf ein und demselben farbverbindlichen Monitor der Softproofeinrichtung gemeinsam miteinander angezeigt werden, wobei das gemeinsam miteinander Anzeigen der Anzeigedaten 6 und 17 derart erfolgt, dass dieselben bildpunktgenau einander überlagert werden.

Das erfindungsgemäße Druckmaschinensteuerungssystem kann die Erzeugung der Referenzdaten 13 für die Farbregeleinrichtung aus den Daten der Softproofeinrichtung, die Generierung der Anzeigedaten 17 für die Softproofeinrichtung aus den Istdaten 9 der Farbregeleinrichtung sowie den Vergleich der gemessenen Istdaten 9 des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten 11 mit den aus den Daten der Softproofeinrichtung erzeugten Referenzdaten entweder für das gesamte Druckbild eines bedruckten Bedruckstoffs oder für einzelne ausgewählte Abschnitte des Druckbilds des bedruckten Bedruckstoffs durchführen.

Dann, wenn beim Vergleich der gemessenen Istdaten 9 des oder jeden Sensors oder der aus den gemessenen Istdaten generierten Daten 11 mit den Referenzdaten 13 festgestellt wird, dass in einem oder mehreren Abschnitten des Druckbilds eine einen definierten Grenzwert überscheitende Abweichung zwischen den jewei- ligen Daten vorliegt, ist der jeweilige Abschnitt auf dem farbverbindlichen Monitor der Softproofeinrichtung abweichend von den Abschnitten darstellbar, bei welchen die Abweichung zwischen den jeweiligen Daten kleiner als der Grenzwert ist. So kann einem Drucker einfach angezeigt werden, dass in gewissen Abschnitten des Druckbilds ein Regelbedarf besteht. Die Umwandlung der Daten, die Erzeugung der Stellsignale für die Stellglieder der Farbregeleinrichtung im Sinne der obigen Regelung sowie die Anzeige auf dem farbverbindlichen Monitor 7 erfolgt dabei inline während des Druckvorgangs in Echtzeit.

Beim erfindungsgemäßen Druckmaschinensteuerungssystem werden die nach dem Stand der Technik bislang als separate Einrichtungen ausgeführte Softproo- feinrichtung und Farbregeleinrichtung in ihrer Funktionalität miteinander kombiniert, so dass die Vorteile beider Einrichtungen miteinander kombiniert werden können. Die Farbregeleinrichtung nutzt Sollwerte bzw. Referenzwerte, die aus Daten der Softproofeinrichtung generiert werden. Auf der Softproofeinrichtung können Daten angezeigt werden, die aus gemessenen Istdaten des oder jedes Sensors der Farbregeleinrichtung generiert werden.

Bezugszeichenliste

1 Softproofeinrichtung

2 Farbregeleinrichtung 3 Druckvorstufendaten

4 Druckvorstufesystem

5 Einrichtung

6 Anzeigedaten

7 Monitor 8 Sensor

9 Istdaten

10 Einrichtung

11 Daten

12 Regler 13 Solldaten

14 Einrichtung

15 Einrichtung

16 Einrichtung

17 Anzeigedaten