Ansprüche
1. Sichtschutzelement mit einem flächigen Gewebe (4) aus sich kreuzenden Gewebesträngen (12), die sich in einer ersten Richtung (h) und einer zweiten Rich- s tung (v) erstrecken, wobei die Gewebestränge (12) voneinander um einen lichten
Abstand (ai,a 2 ) beabstandet sind und das Gewebe (4) eine dunkelfarbige Innenseite (10) und eine hellfarbige Außenseite (8) aufweist.
2. Sichtschutzelement nach Anspruch 1 , o bei dem die Außenseite (8) weißfarbig und / oder die Innenseite (10) schwarzfarbig ist.
3. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zumindest eine der Seiten (8, 10) des Gewebes (4) zur Erzeugung des 5 hellen bzw. des dunklen Farbeffektes beschichtet oder eingefärbt ist.
4. Sichtschutzelement nach Anspruch 3, bei dem die Gewebestränge (12) eine Grundfarbe aufweisen und lediglich eine Seite (8,10) beschichtet ist. 0
5. Sichtschutzelement nach Anspruch 3 oder 4, bei dem zur Erzeugung der hellfarbigen Außenseite (8) eine metallische Be- schichtung (18) insbesondere aus Aluminium vorgesehen ist.
5 6. Sichtschutzelement nach Anspruch 5, bei dem die metallische Beschichtung (18) mit einem Schutzlack (20) überzogen ist.
7. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, o bei dem eine der beiden Seiten (8,10) mit variierenden Hell/Dunkel-Werten und insbesondere mit einem Aufdruck (16) versehen ist.
8. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Gewebestränge (12) eine Dicke (D) im Bereich von etwa 0,2 bis 1 mm und insbesondere von etwa 0,4 m aufweisen.
9. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Gewebestränge (12) aus Glasfasern bestehen.
10. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Gewebestränge (12) aus einer Anzahl von einzelnen Gewebefäden (14) gebildet sind, wobei die Anzahl der Gewebefäden (14) der sich in die zweite Richtung (v) erstreckenden Gewebestränge (12) größer ist als die Anzahl der
Gewebefäden (14) der sich in die erste Richtung (h) erstreckenden Gewebestränge (12).
11. Sichtschutzelement nach Anspruch 10, bei dem für die sich in die erste Richtung (h) erstreckenden Gewebestränge (12) jeweils nur ein Gewebefaden (14) verwendet ist.
12. Sichtschutzelement nach Anspruch 11 , bei dem dem für die sich in die zweite Richtung (v) erstreckenden Gewebesträn- ge (12) jeweils zwei bis sechs Gewebefäden (14) verwendet sind.
13. Sichtschutzelement nach Anspruch 12, bei dem die erste Richtung (h) die Horizontalrichtung und die zweite Richtung (v) die Vertikalrichtung ist.
14. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der lichte Abstand (ai,a 2 ) zwischen 0,8 und 3 mm, insbesondere im Bereich von etwa 1 ,4 mm liegt.
15. Sichtschutzelement nach Anspruch 14, bei dem ein erster lichter Abstand (ai) zwischen den sich in die erste Richtung (h) erstreckenden Gewebesträngen (12) kleiner ist als ein zweiter lichter Abstand (8 2 ) zwischen den sich in die zweite Richtung (v) erstreckenden Gewebesträngen (12).
16. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die sich in die erste Richtung (h) erstreckenden Gewebestränge (12) um eine erste Maschenweite (xi) und die sich in die zweite Richtung (v) erstreckenden Gewebestränge (12) um eine zweite, größere Maschenweite (X 2 ) voneinander beabstandet sind.
17. Sichtschutzelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das Stützelemente (2) umfasst, zwischen denen das Gewebe (4) gespannt ist.
18. Sichtschutzelement nach Anspruch 17, bei dem das Gewebe derart eingespannt ist, dass die erste Richtung (h) im We- sentlichen horizontal und die zweite Richtung (v) im Wesentlichen vertikal verläuft |
Beschreibung
Sichtschutzelement
Die Erfindung betrifft ein Sichtschutzelement insbesondere für den privaten Bereich beispielsweise als Sichtschutz für Terrassen, Gärten, Swimmingpools etc.
Derartige Sichtschutzelemente können aus vielfältigsten Materialien wie Holz, Metall, Stein, Folien oder Stoffen bestehen. Je nach Blickdichtheit besteht hierbei das Problem, dass entweder das Grundstück von außen einsehbar ist oder dass ein Durchschauen durch das Sichtschutzelement von innen nach außen nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Sichtschutzelement anzugeben.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Sichtschutzelement mit einem flächigen <3ewebe, dessen Gewebestränge zueinander um einen lichten Abstand voneinander beabstandet sind, wobei das Gewebe eine dunkelfarbige Innenseite und eine hellfarbige Außenseite aufweist. Die hellfarbige Außenseite ist hierbei insbesondere weiß- oder silberfarbig und weist einen hohen Reflexionsgrad auf. Demgegenüber ist die Innenseite vorzugsweise schwarzfarbig mit allgemein einem hohen Absorptionsvermögen ausgebildet.
Dieser Ausgestaltung liegt die überlegung zugrunde, dass insbesondere bei der Ein- Strahlung von Sonnenlicht auf die hellfarbige, mit einem hohen Reflexionsvermögen ausgestaltete Außenseite das auftreffende Licht reflektiert wird. Ein Durchschauen durch das wegen der lichten Abstände zwischen den Gewebesträngen prinzipiell durchsichtigen Gewebe von der Außenseite zur Innenseite hin ist daher für das menschliche Auge nicht oder nur kaum mehr möglich, sofern sich das Auge nicht direkt vor dem Gewebe befindet. Umgekehrt ist ein Durchschauen von der Innenseite her möglich, da hier keine oder kaum eine Reflexion des Sonnenlichts auftritt und das menschliche Auge daher in der Lage ist, auch von einiger Entfernung, beispielsweise mehrere Meter, durch das Gewebe hindurch zu schauen. Der lichte Abstand, unter dem
die einzelnen Gewebestränge zueinander beabstandet sind, ist daher derart bemessen, dass prinzipiell ein Durchschauen durch das Gewebe möglich ist. Das Gewebe ist daher nicht blickdicht. Erst durch den Effekt der Reflexion des Lichts im aufgebauten Zustand, hervorgerufen durch die hellfarbige Außenseite mit dem hohen Reflexionsver- mögen, wird das Gewebe in einer der beiden Blickrichtungen blickdicht.
Zur Erzeugung der hellen bzw. dunklen Seiten wird vorzugsweise zumindest eine Seite des Gewebes beschichtet oder eingefärbt. Um eine kostengünstige und einfache Herstellung zu ermöglichen ist bevorzugt vorgesehen, dass die einzelnen Gewebestränge eine Grundfarbe aufweisen und lediglich eine Seite beschichtet ist. Die Gewebestränge sind hier insbesondere vollständig, also in ihrem gesamten Volumen, dunkel- oder hellfarbig ausgebildet beispielsweise materialbedingt oder durch eine entsprechende Einfärbung. Das heißt eine der beiden Seiten weist bereits die erforderliche Farbe auf, so dass lediglich noch die andere Seite beschichtet zu werden braucht.
Von besonderem Vorteil für die hellfarbige Außenseite hat sich eine metallische Be- schichtung, insbesondere aus Aluminium, herausgestellt, da eine solche metallische Außenseite ein sehr hohes Reflexionsvermögen aufweist.
Insbesondere im Falle der metallischen Beschichtung ist ergänzend in einer Weiterbildung noch vorgesehen, dass die Beschichtung mit einem Schutzlack überzogen ist, so dass die Beschichtung vor Wettereinflüssen geschützt ist und der hohe Reflexionsgrad beibehalten und nicht beispielsweise durch Oxidationseffekte beeinflusst wird.
Zweckdienlicherweise ist eine der beiden Seiten, insbesondere die dunkle Seite, mit variierenden Hell-Dunkel-Werten und insbesondere mit einem aufgedruckten Bild versehen. Durch die variierenden Hell-Dunkel-Werte können Bereiche geschaffen werden, die unterschiedlich blickdicht sind. Weiterhin besteht insbesondere durch die Aufbringung eines Motivdrucks die Möglichkeit, spezielle weitere optische Effekte, wie bei- spielsweise die Illusion einer räumlichen Weite / Unendlichkeit hervorzurufen. Insbesondere bei begrenzten Grundstücksgrößen kann durch diese Maßnahme der subjektiven Größeneindruck durch eine geeignete Motivwahl positiv beeinflusst werden.
Um eine ausreichende mechanische Stabilität und Wetterfestigkeit zu erreichen weisen die Gewebestränge eine Dicke im Bereich von etwa 0,2 bis 1 mm und insbesondere von etwa 0,5 mm auf. Die einzelnen Gewebestränge bestehen hierbei vorzugsweise aus Glasfasern, insbesondere aus PVC-imprägnierte beschichtete Glasfasern. Alterna- tiv können sie auch aus einem wetterbeständigen PET (Polyethylentereththalat) oder auch aus Nylon bestehen.
Im Hinblick auf die Blickdichtheit mit Blickrichtung von außen nach innen und der gewünschten zumindest teilweisen Transparenz mit Blickrichtung von innen nach außen ist es von besonderem Vorteil dass die Gewebestränge in Abhängigkeit ihrer Erstre- ckungsrichtung verschiedene Breiten aufweisen. Insbesondere hat sich hierbei als vorteilhaft gezeigt, wenn die im Wesentlichen vertikal verlaufenden Gewebestränge breiter als die i Wesentlichen horizontal verlaufenden Gewebestränge sind. Herstellungstechnisch wird dies vorzugsweise in einfacher Weise derart gelöst, dass die Gewebestränge aus einer Anzahl von einzelnen gleichartigen Gewebefäden bebildet sind, wobei die Anzahl der Gewebefäden der sich in Horizontal- und Vertikalrichtung erstreckenden Gewebestränge unterschiedlich sind. Vorzugsweise ist hierbei vorgesehen, dass die sich in Horizontalrichtung erstreckenden Gewebestränge jeweils aus nur einem Gewebefaden und die sich in der Vertikalrichtung erstreckenden Gewebestränge bevorzugt aus zwei bis sechs Gewebefäden zusammensetzen. Die einzelnen Gewebefäden sind hierbei gleichartig, bestehen also aus dem gleichen Material und weisen den gleichen Durchmesser auf. Der Durchmesser der einzelnen Gewebefäden definiert hierbei zugleich auch die Dicke der Gewebestränge, da die einzelnen Gewebefäden zur Ausbildung eines Gewebestrangs bevorzugt dicht nebeneinander liegen.
Zweckdienlicherweise liegt der lichte Abstand zwischen benachbarten Gewebesträngen zwischen 0,8 und 3 mm und insbesondere im Bereich von etwa 1 ,4 mm. Die Einstellung des lichten Abstands richtet sich insbesondere auch danach, ob das Hauptaugenmerk auf eine sehr hohe Blickdichtheit oder auf eine möglichst gute Durchschau- barkeit von Innen nach Außen gerichtet ist. Der Bereich von etwa 1 ,4 mm (+/- 0,3 mm) hat sich als besonders geeignet erwiesen, um einerseits eine Blickdichtheit von Außen nach Innen und eine Durchsichtigkeit von Innen nach Außen zu ermöglichen.
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Vorzugsweise wird hierbei eine Asymmetrie gewählt, und zwar derart, das der lichte Abstand zwischen den vertikal verlaufenden Gewebesträngen größer ist als der lichte Abstand zwischen den horizontal verlaufenden Gewebesträngen. Das Verhältnis liegt hierbei etwa im Bereich bis maximal 1 :1 ,5 und vorzugsweise im Bereich von 1 :1 ,2. So liegt der kleine lichte Abstand zwischen den horizontal verlaufenden einzelnen Gewebefäden vorzugsweise zwischen 0,8 und 1 mm und der lichte Abstand zwischen den vertikal verlaufenden, aus mehreren Gewebefäden gebildeten Gewebesträngen liegt etwa zwischen 1 und 1 ,2 mm.
Neben der Asymmetrie im Hinblick auf den lichten Abstand zwischen den einzelnen Gewebesträngen ist ergänzend oder alternativ vorgesehen, dass auch die Maschenweite richtungsabhängig unterschiedlich ausgebildet ist. Unter Maschenweite wird hier der mittlere Abstand zwischen zwei benachbarten Gewebesträngen verstanden. Es ist also der Abstand zwischen jeweils der Mitte von zwei benachbarten Gewebesträngen. Auch hier ist in bevorzugter Ausgestaltung vorgesehen, dass die Maschenweite der vertikal verlaufenden Gewebestränge größer ist als die der einzelnen, horizontal verlaufenden Gewebefäden. Das Verhältnis der beiden Maschenweiten liegt hierbei vorzugsweise im Bereich zwischen 1 :1 ,5 und 1 :3, und insbesondere bei etwa 1 :2. Durch diese gewählten Maschenweiten in Kombination mit der richtungsabhängigen Anord- nung einer unterschiedlichen Anzahl von einzelnen Gewebefäden wird die gewünschte Asymmetrie im Hinblick auf den lichten Abstand sichergestellt. Insgesamt hat sich durch diese mehrfach asymmetrische Ausgestaltung des Gewebes eine Verbesserung des gewünschten Effekts eingestellt, wonach von außen eine Blickdichtheit und von innen eine Durchschaubarkeit gegeben ist.
Im aufgebauten Zustand ist das Gewebe bevorzugt zwischen zumindest zwei Stützelementen eingespannt, die vorzugsweise als auf dem Boden stehende Profile oder Rohre insbesondere aus Metall ausgebildet sind. Dies können auch vorgefertigte Elemente sein, die mit dem Gewebe einzelne Felder bilden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in schematischen und stark vereinfachten Darstellungen
Fig. 1 zwei nebeneinander angeordnete Sichtschutzelemente, einmal mit Blick auf die Außenseite und einmal mit Blick auf die Innenseite und Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines symmetrischen des Gewebes,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines asymmetrischen Gewebes sowie Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Gewebestrang mit vier Gewebefäden und
Beschichtung.
Wie anhand Fig. 1 zu erkennen ist, ist zwischen zwei um eine Feldlänge beabstandete Stützpfosten 2 ein in etwa quadratisches Gewebe 4 gespannt, welches beispielsweise eine Abmessung von etwa 2 Meter x 2 Meter aufweist. Lediglich zum Zweck der Darstellung zeigt das Gewebe 4 im linken Feld die hellfarbige Außenseite 8 und das Gewebe 4 im rechten Feld die dunkelfarbige Innenseite 10. Das Gewebe 4 ist ein Fiberglasgewebe und dient als Sichtschutzelement insbesondere für Terrassen, Gärten, Swimmingpools etc. Hierbei wird die dunkelfarbige Innenseite 10 zum Grundstück, Ter- rasse, Swimmingpool etc. und die hellfarbige Außenseite 8 nach außen gerichtet. Das Gewebe 4 kann gleichzeitig auch für Gebäudeöffnungen wie Fenster und Türen insbesondere auch als Insektenschutz herangezogen werden. Die einzelnen Stützpfosten 2 sind auf einem Boden befestigt. Die Stützpfosten erstrecken sich hierbei in einer ersten Richtung, nämlich der Vertikalrichtung v. Senkrecht hierzu ist die Horizontalrichtung h definiert.
Unter hellfarbige Außenseite 8 wird allgemein eine Farbgebung verstanden, welche einen hohen Reflexionsgrad aufweist, so dass einfallendes Licht, insbesondere Sonnenlicht reflektiert wird. Insbesondere wird als Farbe Weiß oder ein Silberton gewählt. Anstelle von weiß, beispielsweise cremeweiß (RAL 9001) oder reinweiß (RAL 9010) können auch andere helle Farben eingesetzt werden, um beispielsweise auf Kundenwünsche einzugehen. Wesentlich ist - wie bereits erwähnt -, dass auch diese einen möglichst hohen Reflexionsgrad aufweisen. Möglich sind hierbei helle Gelb-, Rot-, Blauoder Grüntöne. Umgekehrt werden für die dunkelfarbige Innenseite 10 allgemein Far- ben mit geringem Reflexions- und hohem Absorptionsvermögen herangezogen, so dass hier eventuell einfallendes Sonnenlicht nicht oder kaum reflektiert wird. Dies ist insbesondere schwarz, beispielsweise tiefschwarz (RAL 9005), teerschwarz (RAL 9021) oder auch andere dunkle Farbtöne wie beispielsweise kobaltblau (RAL 5013),
schwarzgrau (RAL 7021), moosgrün (RAL 6005) etc.. Die angegebenen RAL-Nummern geben hierbei Farbtöne wieder, wie sie vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. definiert sind.
Eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts aus dem Gewebe 4 ist in Fig. 2 dargestellt. Zum Aufbau des Gewebes 4 sind einzelne Gewebestränge 12 miteinander verwoben. Die Stränge 12 bestehen im Ausführungsbeispiel aus jeweils einzelnen Fiberglasfäden 14. Die Fäden 14 weisen im Ausführungsbeispiel einen Durchmesser d von 0,5 mm auf. Sie sind voneinander um eine Maschenweite Xi,x 2 von etwa 1 ,4 mm zuein- ander beabstandet. Hierdurch ist ein wetterfestes, mechanisch haltbares Gewebe 4 ausgebildet. Dieses Gewebe 4 wird auch als Fiberglas-Gaze bezeichnet. Das Gewebe 4 wird vorzugsweise zunächst als einfarbiges, flexibles zu Rollen aufrollbares • Fiberglasgewebe in Endlosbahnen hergestellt und anschließend werden eine oder beide Seiten 8,10 mit einer hellen bzw. dunklen Beschichtung oder Färbung versehen.
Die einzelnen Fäden 14 sind um einen lichten Abstand ai,a 2 voneinander beabstandet. Dieser lichte Abstand ai,a 2 beträgt im Ausführungsbeispiel aufgrund der gewählten Maschenweite Xi,x 2 und des Durchmessers d etwa 0,9 mm. Insgesamt ist das in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 dargestellte Gewebe 4 symmetrisch aufgebaut, bei dem die vertikal verlaufenden Fäden 14 identisch zu den horizontal verlaufenden Fäden 14 sind und auch die gleichen Abstände zueinander einnehmen.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist ein asymmetrisches Gewebe 4 dargestellt. Hier unterscheiden sich sowohl die Ausgestaltung der einzelnen Gewebestränge 12 als auch ihre Abstände zueinander in Abhängigkeit der jeweiligen Richtung. Und zwar sind hier die in Vertikalrichtung h (erste Richtung) verlaufenden Gewebestränge 12 aus einer Vielzahl von Gewebefäden 14 gebildet. Im Ausführungsbeispiel ist ein vertikaler Gewebestrang 12 aus vier Gewebefäden 14 gebildet. Die Gewebefäden 14 liegen hierbei dicht nebeneinander angeordnet und berühren sich bevorzugt, so dass keine Zwi- schenräume gebildet sind.
Die Gewebestränge 12 verlaufen - wie dargestellt - vorzugsweise in der ersten Richtung h im wesentlichen Horizontal und in der zweiten Richtung v im wesentlichen Verti-
kal. Unter im wesentlichen Horizontal bzw. Vertikal wird hierbei verstanden, dass die Gewebestränge zumindest annähernd rechtwinklig zueinander verlaufen. Bei einer Montage des Gewebes 4 in einem Gelände mit Gefälle können die Gewebestränge 12 von Ihrer horizontalen bzw. vertikalen Orientierung abweichen. Prinzipiell können die Gewebestränge alternativ hierzu auch diagonalverlaufend angeordnet sein.
Im Ausführungsbeispiel ist der lichte Abstand a 2 zwischen den sich vertikal erstreckenden Gewebesträngen 12 größer als der lichte Abstand ai zwischen den sich horizontal erstreckenden Gewebesträngen 12. Auch die Maschenweite X 2 zwischen den vertikal orientierten Gewebesträngen 12 ist größer als die Maschenweite X 2 zwischen den horizontal verlaufenden Gewebesträngen 12. Die Maschenweite X 1 X 2 ist hierbei definiert durch den Abstand zwischen der jeweiligen Mitte zweier benachbarter Gewebestränge 12.
Versuche haben ergeben, dass diese asymmetrische Ausgestaltung des Gewebes 4 von besonderem Vorteil für die gewünschte Blickdichtheit von außen nach innen ist.
In Fig. 3 ist weiterhin durch eine eine Bergsilhouette nachahmende Konturlinie ein Motivdruck auf der dunkelfarbigen Innenseite 10 angedeutet. Durch diesen Aufdruck 16 können zusätzliche optische Effekte hervorgerufen werden, wie beispielsweise ein räumlicher Eindruck.
In Fig. 4 ist ein Querschnitt durch einen aus vier Gewebefäden 14 bestehenden Gewebestrang 12 dargestellt, wie er für das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 3 herange- zogen ist. Wie hierbei zu erkennen ist, liegen die einzelnen Gewebefäden 14 unmittelbar aneinander an. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 sind die Gewebefäden 14 an ihrer hellen Innenseite 8 mit einer Beschichtung 18 versehen. Dies ist insbesondere eine metallische Beschichtung und besteht aus Aluminium. Die Schichtdicke beträgt lediglich wenige Mikrometer. Ergänzend ist auf dieser metallischen Beschichtung 18 noch eine weitere Schutzbeschichtung 20, nämlich ein Schutzlack 20 aufgebracht. Der Schutzlack 20 schützt die Beschichtung 18 vor Witterungseinflüssen, so dass eine dauerhaft hohe Reflexionsfähigkeit der Beschichtung 18 gewährleistet ist.
Die Dicke D des Gewebestrangs 12 liegt hier aufgrund der Beschichtung 18 und des Schutzlacks 20 etwas über dem Durchmesser d der einzelnen Gewebestränge 12. Die Breite B des Gewebestrangs entspricht im Wesentlichen dem vierfachen Durchmesser d.
Insgesamt ist durch ein derartiges Sichtschutzelement, das maßgeblich durch das flexible, aufrollbare Gewebe 4 gebildet ist, ein optisch ansprechender Sichtschutz erreicht, welcher den besonderen Vorteil hat, dass er in Abhängigkeit der Blickrichtung einmal blickdicht und einmal durchschaubar ist. Aufgrund der hohen Reflexionsfähigkeit der hellfarbigen Außenseite 8 ist das menschliche Auge bereits ab einem geringen Abstand von wenigen Zentimetern vor dem Gewebe 4 nicht aufgrund der „Blendeffekte" nicht mehr in der Lage, durch das an sich blickdurchlässige Gewebe 4 hindurchzusehen. Die prinzipielle Blickdurchlässigkeit wird hierbei durch die voneinander beabstandeten Gewebefäden 12 hervorgerufen. Gleichzeitig ist jedoch von der Innenseite her ein Durch- schauen des Gewebes 4 möglich, da aufgrund der dunkelfarbigen Innenseite 10 kein störendes Reflexionslicht und damit kein Blenden für das menschliche Auge vorliegt, so dass durch die einzelnen freien öffnungen zwischen den einzelnen Gewebesträngen hindurchgeschaut werden kann.
Bezugszeichenliste
2 Stützpfosten
4 Gewebe
8 hellfarbige Außenseite
10 dunkelfarbige Innenseite
12 Gewebestrang
14 Gewebefaden
16 Aufdruck
18 Beschichtung
20 Schutzlack
ai,a 2 lichter Abstand
B Breite
D Dicke d Durchmesser xi,X2 Maschenweite
