GORSCHLÜTER, Jörg (Dornheideweg 1, Hamm, 59075, DE)
MERTENS, Oliver (Neue Heimat 7, Essen, 45359, DE)
FLEHMIG, Thomas (Annette-Kolb-Strasse 4, Ratingen, 40885, DE)
GORSCHLÜTER, Jörg (Dornheideweg 1, Hamm, 59075, DE)
MERTENS, Oliver (Neue Heimat 7, Essen, 45359, DE)
| P A T E N T A N S P R ü C H E
1. Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus
Metall, welcher mindestens einen ersten Axialabschnitt mit einer ersten Querschnittsflache und einen zweiten Axialabschnitt mit einer zweiten Querschnittsflache aufweist und bei welchem beide Axialabschnitte des Hohlkörpers über einen m einer Radialebene verlaufenden Formubergang miteinander verbunden sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s ein Vorformkorper hergestellt wird, welcher mindestens einen sich m Axialrichtung des herzustellenden Hohlkörpers erstreckenden, zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt angeordneten Ubergangsbereich aufweist, wobei im Ubergangsbereich sich die Querschnittsflache des Vorformkorpers von der Querschnittsflache des ersten Axialabschnitts m die Querschnittsflache des zweiten Axialabschnitts vorzugsweise kontinuierlich ändert,
der Vorformkorper in einem Gesenk aufgenommen wird, wobei das Gesenk die endgültige Außenform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist,
ein Formdorn in den Vorformkorper eingeführt wird, wobei der Formdorn die Innenform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist und
durch eine axiale Bewegung des Formdorns der Vorformkorper im Gesenk in die Endform des Hohlkörpers formgestaucht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Vorformkorper aus mindestens einer Platine unter Verwendung der Einrolltechnik oder durch eine U-O- Umformung hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die Lange des Ubergangsbereichs des Vorformkorpers abhangig von der Wanddicke der umgeformten Platine, der Formänderung im Formubergang und abhangig vom Werkstoff ausgewählt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Vorformkorper m mindestens einem Axialabschnitt die Außen- und Innenform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s Funktionselemente und/oder Nebenformelemente in den herzustellenden Hohlkörper eingebracht werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s zur Herstellung des Vorformkorpers Platinen aus Stahl, einer Stahllegierung, insbesondere aus hochfesten Stahlen verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Vorformkorper aus "Tailored Blanks" hergestellt wird.
8. Vorrichtung zur Herstellung eines Hohlkörpers (1) aus Metall, welcher mindestens einen ersten Axialabschnitt
(2) mit einer ersten Querschnittsflache und einen zweiten Axialabschnitt (3) mit einer zweiten Querschnittsflache aufweist und bei welchem beide Axialabschnitte (2,3) in Axialrichtung des Hohlkörpers über einen in einer Radialebene verlaufenden Formubergang (8) aneinander angrenzen, insbesondere zur Durchfuhrung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s ein erstes Gesenk (10) zur Herstellung eines Vorformkorpers (1) aus einer Platine unter Verwendung der Einrolltechnik oder des U-0-Uitιformenverfahrens vorgesehen ist, wobei das erste Gesenk (10) so ausgebildet ist, dass der Vorformkorper (1) mindestens einen sich m Axialrichtung des herzustellenden Hohlkörpers erstreckenden, zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt (2,3) angeordneten Ubergangsbereich (4) aufweist und im Ubergangsbereich (4) sich die Querschnittsflache des Vorformkorpers (1) von der Querschnittsflache des ersten Axialabschnitts (2) in die Querschnittsflache des zweiten Axialabschnitts (3) vorzugsweise kontinuierlich ändert, und mindestens ein zweites Gesenk (5) zur Aufnahme des hergestellten Vorformkorpers (1) mit einem Formdorn (7) vorgesehen ist, wobei das zweite Gesenk (5) die äußere Endform des Hohlkörpers aufweist, der Formdorn (7) die innere Endform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist und der Formdorn (7) relativ zum zweiten Gesenk (5) axial verschiebbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das erste und/oder das zweite Gesenk (10, 5) und/oder der Formdorn (7) Mittel zur Einbringung von Funktions- und/oder Nebenformelementen in den Hohlkörper aufweist .
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s Mittel zum automatischen Transport einer Platine in das erste Gesenk (10) der Vorrichtung (9) und/oder Mittel zum Einlegen des Vorformkörpers in das zweite Gesenk und/oder Mittel zur Entnahme des Hohlkörpers aus dem zweiten Gesenk vorgesehen sind.
11. Hohlkörper aus Metall, welcher mindestens einen ersten Axialabschnitt (2) mit einer ersten Querschnittsfläche und einen zweiten Axialabschnitt (3) mit einer zweiten Querschnittsfläche aufweist und bei welchem beide Axialabschnitte (2, 3) des Hohlkörpers über einen in einer Radialebene verlaufenden Formübergang (8) miteinander verbunden sind, hergestellt mit einem Verfahren nach Anspruch 1 bis I 1 insbesondere unter Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 10, wobei die maximale Blechdickenänderung in axialer Richtung des Hohlkörpers, insbesondere im Bereich des Formübergangs +/- 15 % beträgt.
12. Hohlkörper nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der Hohlkörper aus Stahl, einer Stahllegierung und/oder hochfesten Stählen besteht. |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINES HOHLKöRPERS UND HOHLKöRPER
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers aus Metall, welcher mindestens einen ersten Axialabschnitt mit einer ersten Querschnittsflache und einen zweiten Axialabschnitt mit einer zweiten Querschnittsflache aufweist und bei welchem beide Axialabschnitte des Hohlkörpers über einen in einer Radialebene verlaufenden Formubergang miteinander verbunden sind. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens.
Im Kraftfahrzeugbau sowie im Rohrleitungsbau werden häufig Hohlkörper benotigt, welche m axialer Richtung große Querschnittsformanderungen m nur kurzer axialer Lange, beispielsweise von einem kleinen Querschnitt auf einen großen Querschnitt, aufweisen. Der Formubergang zwischen den unterschiedliche Querschnittsformen aufweisenden Axialabschnitte dieser Hohlkörper verlauft daher im Wesentlichen in einer Radialebene. Als ein typisches Beispiel kann eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges angesehen werden, welche im Bereich des Schalldampfers einen entsprechend ausgeführten Hohlkörper aufweist. Andere Hohlkörper sind beispielsweise Tragerenden einer Rahmenstruktur eines Kraftfahrzeugs oder Fittmge von Rohrleitungssystemen. All diese Hohlkörper werden häufig über mehrere miteinander verbundene, insbesondere verschweißte, Bleche hergestellt, welche zu einem entsprechenden Hohlkörper umgeformt wurden. Die Festigkeit der so hergestellten Hohlkörper ist aufgrund der Vielzahl
der Schweißnahte ]edoch verbesserungswurdig. Zudem sind Schweißnahte korrosionsanfällig und erhohen den Aufwand zur Herstellung. Darüber hinaus sind eine Vielzahl von Herstellverfahren bekannt, um beispielsweise aus einem rohrformigen Korper entsprechende Hohlkörper mit stark abgesetztem Formubergang herzustellen. Beispielsweise ermöglicht das Drucken von Blechronden oder tiefgezogenen Vorformkorpern ebenfalls radial verlaufende Formubergange . Allerdings können diese Formubergange zumeist nur an den Rohrenden hergestellt werden und fuhren zu einer starken Ausdünnung der Blechdicke. Gleiches gilt auch für das Innenhochdruckumformen, welches zusätzliche hohe Investitionen im Bereich der Werkzeuge erfordert. Die beispielsweise bekannte Einrolltechnik zur Herstellung von Hohlkörpern beliebigen Querschnitts aus Metall aus einer Platine ermöglicht nur die Herstellung von Formubergangen, welche über einen längeren Ubergangsbereich axial verlaufen. Im Wesentlichen in einer Radialebene verlaufende Formubergange sind durch die Verwendung der Einrolltechnik nicht herstellbar. Schließlich kann durch eine Warmumformung ein m einer Radialebene verlaufender Formubergang hergestellt werden. Allerdings ist auch dieses Verfahren, insbesondere aufgrund der notwendigen Erwärmung, kostenintensiv.
Aus der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung JP 2005279706 A ist darüber hinaus ein Verfahren zur Herstellung eines Hohlkörpers mit einem Formubergang bekannt, bei welchem durch einen in den Hohlkörper eingeführten Formstempel ein Axialabschnitt mit einer verringerten Querschnittsflache aus einem Bereich mit größerer Querschnittsflache gezogen wird. Einerseits wird bei dem Verfahren der Formubergang zwischen dem kleineren
und größeren Querschnitt nicht beeinflusst, sondern vielmehr der kleinere Querschnittsbereich ausgezogen. Darüber hinaus ist die Blechdickenabnahme bei dem bekannten Verfahren relativ groß.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines gattungsgemäßen Hohlkörpers zur Verfügung zu stellen, welches bzw. welche wirtschaftlich betrieben werden kann und mit welchem bzw. mit welcher eine hohe Festigkeit aufweisende Hohlkörper mit im Wesentlichen in einer Radialebene verlaufendem Formübergängen und nahezu gleich bleibender Blechdicke hergestellt werden können.
Gemäß einer ersten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben hergeleitete Aufgabe verfahrensmäßig dadurch gelöst, dass ein Vorformkörper hergestellt wird, welcher mindestens einen sich in Axialrichtung des herzustellenden Hohlkörpers erstreckenden, zwischen dem ersten und dem zweiten Axialabschnitt angeordneten übergangsbereich aufweist, wobei im übergangsbereich sich die Querschnittsfläche des Vorformkörper von der Querschnittsfläche des ersten Axialabschnitts in die Querschnittsfläche des zweiten Axialabschnitts, vorzugsweise kontinuierlich ändert, der Vorformkörper in einem Gesenk aufgenommen wird, wobei das Gesenk die endgültige Außenform des herzustellenden Hohlkörper aufweist, ein Formdorn in den Vorformkörper eingeführt wird, wobei der Formdorn die Innenform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist und durch eine axiale Bewegung des Formdorns der Vorformkörper im Gesenk in die Endform des Hohlkörpers formgestaucht wird.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass bei dem erfmdungsgemaßen Verfahren die Blechdickenabnahme minimal ist, da beim Formstauchen des Formubergangs bzw. durch die Stauchung des Ubergangsbereich des Vorformkorpers ein Materialfluss erzeugt wird, welcher die Blechdickenabnahme m stark umgeformten Bereichen deutlich reduziert. Der so hergestellte Hohlkörper mit einem im Wesentlichen in einer Radialebene verlaufenden Formubergang zwischen zwei Axialabschnitten weist eine sehr homogene Blechdicke auf. Einerseits kann der Hohlkörper aufgrund des zwei Arbeitsschritte umfassenden Verfahrens, nämlich die Herstellung des Vorformkorpers und das Formstauchen des Vorformkorpers, sehr wirtschaftlich durchgeführt werden, andererseits weist der resultierende Hohlkörper in Bezug auf Stabilität sehr gute Eigenschaften auf. Als einer im Wesentlichen in einer Radialebene verlaufender Formubergang wird in der vorliegenden Patentanmeldung auch jeder Formubergang angesehen, welcher zur Senkrechten zur Axialrichtung eine Abweichung von maximal +/- 20° aufweist. Der im Wesentlichen m einer Radialebene verlaufende Formubergang erfolgt erfmdungsgemaß zwischen unterschiedliche Querschnittsflachen aufweisenden Axialabschnitten des Hohlkörpers, also beispielsweise zwischen einem kleinen und einem großen Querschnitt aufweisenden Axialabschnitten und/oder zwischen unterschiedliche Querschnittsformen, wie beispielsweise kreisrund und vieleckig, aufweisenden Axialabschnitten des Hohlkörpers .
Die axialen Langen der Axialabschnitte des herzustellenden Hohlkörpers mit unterschiedlichen Querschnittsflachen können unterschiedlich lang, bevorzugt eine Aufteilung von
beispielsweise 1/3 zu 2/3 aufweisen, wobei 1/3 der Lange sich auf größere Querschnittsflachen bezieht. Mit den bekannten Verfahren war es bisher häufig nur möglich, in Endbereichen radial verlaufende Formubergange beispielsweise in einen rohrformigen Korper einzubringen. Um die Wirtschaftlichkeit des erfmdungsgemaßen Verfahrens weiter zu steigern, ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Vorformkorper aus mindestens einer Platine beispielsweise unter Verwendung der Einrolltechnik oder durch ein U-O-Umformen hergestellt wird. Beide Verfahren, die Einrolltechnik sowie das U-O-Umformen, sind bereits erprobt und ermöglichen eine wirtschaftliche Herstellung von Hohlkörpern, welche als Vorformkorper verwendet werden können. Sowohl bei der Einrolltechnik als auch beim U-O-Umformen wird die umgeformte Platine im Kantenbereich miteinander verschweißt. Insbesondere weisen die mit diesen Verfahren hergestellten Vorformkorper aufgrund der mateπalschonenden Vorverfahren weiterhin sehr gute Umformeigenschaften auf. Im zweiten Verfahrensschritt, dem Formstauchen, können damit ebenfalls noch große Umformgrade erzielt werden.
Vorzugsweise wird die Lange des Ubergangsbereichs des Vorformkorpers abhangig von der Wanddicke der umgeformten Platine, der Formänderung im Formubergang und abhangig vom Werkstoff ausgewählt. Hierdurch kann die Prozesssicherheit des erfmdungsgemaßen Verfahrens weiter gesteigert und insbesondere die Blechdickenanderung durch das erfmdungsgemaße Verfahren kontrolliert werden. Zur Erzielung maximaler Umformgrade sollte zusätzlich die Herstellbarkeit des Vorformkorpers mittels Einrolltechnik oder U-O-Umformen gegeben sein.
Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemaße Verfahren, wenn der Vorformkorper in mindestens einem Axialabschnitt die Außen- und Innenform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist. Hierdurch gestaltet sich das Formstauchen besonders einfach, da der Formdorn auf einfache Weise m diesem Axialabschnitt des Vorformkorpers verschiebbar angeordnet werden kann. Vorzugsweise werden rohrformige Vorformkorper umgeformt, so dass auf einfache Weise Fittmge oder Teile von Abgasanlagen oder Tragerenden einer Rahmenstruktur eines Kraftfahrzeuges hergestellt werden.
Gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform des erfmdungsgemaßen Verfahrens werden Funktionselemente oder Nebenformelemente in den herzustellenden Hohlkörper eingebracht, so dass auf das nachträgliche Einbringen dieser Elemente verzichtet werden kann. Vorzugsweise kann das Einbringen der Funktionselemente und/oder Nebenformelemente xn dem Gesenk zur Herstellung des Vorformkorpers oder xm Gesenk zum Formstauchen des Formubergangs wie auch im Formdorn selbst integriert werden. Funktionselemente bzw. Nebenformelemente können beispielsweise Verpragungen, Locher oder Laschen in der Mantelflache des Hohlkörpers sein. Andere Funktionselemente sind ebenso denkbar.
Um die notwendige Festigkeit zur Verfugung zu stellen, werden vorzugsweise zur Herstellung des Vorformkorpers Platinen aus Stahl, einer Stahllegierung, insbesondere aus hochfesten Stahlen verwendet. Insbesondere ermöglicht erst das erfindungsgemaße Verfahren den Einsatz von hochfesten Stahlen, da insgesamt keine großen Umformgrade zur Herstellung des Hohlkörpers benotigt werden.
Um den Hohlkörper besser an den Anwendungsfall anzupassen, ist es vorteilhaft, dass der Vorformkorper aus "Tailored Blanks" hergestellt wird. "Tailored Blanks" sind auf den jeweiligen Anwendungsfall angepasste, beispielsweise aus Blechen mit unterschiedlichen Materialstarken und/oder Mateπalguten bestehende Blechzuschnitte.
Gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben aufgezeigte Aufgabe durch eine Vorrichtung dadurch gelost, dass ein erstes Gesenk zur Herstellung einer Vorformkorpers aus einer Platine unter Verwendung der Einrolltechnik oder des U-O-Umformverfahrens vorgesehen ist, wobei das erste Gesenk so ausgebildet ist, dass der Vorformkorper mindestens einen sich in Axialrichtung des herzustellenden Hohlkörpers erstreckenden, zwischen dem ersten und den zweiten Axialabschnitt angeordneten Ubergangsbereich aufweist und im Ubergangsbereich sich die Querschnittsflache des Vorformkorpers von der Querschnittsflache des ersten Axialabschnitts in die Querschnittsflache des zweiten Axialabschnitts vorzugsweise kontinuierlich ändert, und mindestens ein zweites Gesenk zur Aufnahme des hergestellten Vorformkorpers mit einem Formdorn vorgesehen ist, wobei das zweite Gesenk die äußere Endform des Hohlkörpers aufweist, der Formdorn die innere Endform des herzustellenden Hohlkörpers aufweist und der Formdorn relativ zum zweiten Gesenk axial verschiebbar ist.
Mit der erfindungsgemaßen Vorrichtung kann das erfindungsgemaße Verfahren auf wirtschaftliche Art und Weise durchgeführt werden, so dass im Hinblick auf die Vorteile der erfindungsgemaßen Vorrichtung auf die Vorteile des erfindungsgemaßen Verfahrens hingewiesen
wird. Darüber hinaus erfordern die notwendigen Gesenke zur Herstellung des Vorformkorpers und zum Formstauchen des Hohlkörpers in seine endgültige Form keine hohen Investitionen und tragen insofern zur Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei.
Weitere Arbeitsschritte können gemäß einer weiteren Ausfuhrungsform der erfmdungsgemaßen Vorrichtung dadurch vermieden werden, dass das erste und/oder das zweite Gesenk und/oder der Formdorn Mittel zur Einbringung von Funktions- und/oder Nebenformelementen in den Hohlkörper aufweist. Diese müssen dann nicht durch zusätzliche Arbeitsschritte oder Vorrichtungen eingebracht werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfmdungsgemaßen Vorrichtung sieht vor, dass Mittel zum automatischen Transport einer Platine in das erste Gesenk der Vorrichtung und/oder Mittel zum Einlegen des
Vorformkorpers m das zweite Gesenk und/oder Mittel zur
Entnahme des Hohlkörpers aus dem zweiten Gesenk vorgesehen sind. Die Mittel verbessern insbesondere die Zykluszeiten zur Herstellung des Hohlkörpers deutlich und fuhren insofern zu einer besonders wirtschaftlichen Herstellweise der Hohlkörper.
Gemäß einer dritten Lehre der vorliegenden Erfindung wird die oben aufgezeigte Aufgabe durch einen Hohlkörper aus Metall, welcher mindestens einen ersten Axialabschnitt mit einer ersten Querschnittsflache und einen zweiten Axialabschnitt mit einer zweiten Querschnittsflache aufweist und bei welchem beide Axialabschnitte des Hohlkörpers über einen im Wesentlichen in einer Radialebene verlaufenden Formubergang miteinander
verbunden sind, dadurch gelost, dass dieser mit dem erfmdungsgemaßen Verfahren hergestellt wird und die maximale Blechdickenanderung, insbesondere im Bereich des Formubergangs +/- 15 % betragt.
Wie zuvor ausgeführt, ermöglicht das erfindungsgemaße Verfahren eine besonders schonende Herstellung eines Hohlkörpers mit im Wesentlichen m einer Radialebene Formubergang zwischen Axialabschnitten unterschiedlicher Querschnittsflachen und ermöglicht damit besonders geringe Blechdickenänderungen des Hohlkörpers.
Schließlich können besonders hohe Festigkeiten aufweisende Hohlkörper mit radialem Formubergang dadurch zur Verfugung gestellt werden, dass der Hohlkörper aus Stahl, einer Stahllegierung und/oder hochfesten Stahlen besteht. Wie bereits zuvor ausgeführt, können durchaus auch "Tailored Blanks" zur Herstellung der Hohlkörper verwendet werden, so dass eine Anpassung des Hohlkörpers an die in der Anwendung auftretenden Belastungen bei gleichzeitiger Gewichtsoptimierung erzielt werden kann. Insbesondere die Verwendung von hochfesten Stahlen fuhrt dazu, dass die so herstellten Hohlkörper an hohe Belastungen angepasst sind.
Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten das erfindungsgemaße Verfahren, die Vorrichtung sowie den erfindungsgemaßen Hohlkörper auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu wird einerseits verwiesen auf die den Patentansprüchen 1, 8 und 11 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung zweier Ausfuhrungsbeispiele m Verbindung mit der Zeichnung. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 in einer axialen Schnittansicht den
Vorformkorper eines Ausfuhrungsbeispiels eines erfmdungsgemaß hergestellten Hohlkörpers,
Fig. 2 das zweite Gesenk zum Formstauchen des
Vorformkorpers eines Ausfuhrungsbeispiels einer erfmdungsgemaßen Vorrichtung vor dem Formstauchen des Vorformkorpers m einer schematischen Axialschnittansicht und
Fig. 3 das Gesenk aus Fig. 2 nach dem
Formstauchen des Vorformkorpers in einer schematischen Axialschnittansicht .
In Fig. 1 ist zunächst der Vorformkorper 1 in einer schematischen, axialen Schnittansicht dargestellt. Der Vorformkorper weist einen ersten Axialabschnitt 2 mit einer ersten Querschnittsflache und einen zweiten Axialabschnitt 3 mit einer zweiten Querschnittsflache auf. Die Querschnittsflache des ersten Axialabschnitts 2 ist kleiner als die Querschnittsflache des zweiten Axialabschnitts 3. Im sich in Axialrichtung erstreckenden Ubergangsbereich 4, welcher zwischen beiden Axialabschnitten 2, 3 angeordnet ist, ändert sich die Querschnittsflache des Axialabschnitts 2 auf die Querschnittsflache des Axialabschnitts 3. Im dargestellten Ausfuhrungsbeispiel ist der Formubergang m dem sich m axialer Richtung erstreckenden Ubergangsbereich 4 kontinuierlich bzw. linear. Es sind aber auch andere Formubergange denkbar. Der m Fig. 1 gezeigte Vorformkorper 1 kann beispielsweise durch die Anwendung
der Einrolltechnik oder einer U-O-Umformung hergestellt werden. Vorliegend weist der Vorformkorper, wie auch der fertig gestellte Hohlkörper einen kreisförmigen Querschnitt auf und ist damit besonders einfach ausgebildet. Wie bereits ausgeführt, kann der Formubergang aber auch zwischen unterschiedlichen Querschnittsformen erfolgen .
Fig. 2 zeigt nun in einer schematischen, axialen Schnittansicht ein Ausfuhrungsbeispiel eines Gesenks zum Formstauchen des Vorformkorpers 1 zur Durchfuhrung des erfxndungsgemaßen Verfahrens. Das Gesenk 5 weist eine Matrize 6 auf, welche der äußeren Formgebung des herzustellenden Hohlkörpers entspricht. Im Gesenk 5 der Fig. 2 ist der Vorformkorper 1 bereits eingelegt und der Formdorn 7 in den Vorformkorper 1 eingeführt. Der Formdorn 7 kann zusätzlich, nicht dargestellte Mittel zur Einbringung von Funktions- und/oder Nebenformelementen in den Hohlkörper aufweisen. Weitere nicht dargestellte Mittel zur Einbringung von Funktionselementen können auch im Gesenk 5, aber auch im Formdorn 7 vorgesehen sein. Der Formdorn 7 wird nun in Pfeilrichtung axial verschoben, so dass der Ubergangsbereich 4 des Vorformkorpers 1 in den Formubergang 8 des Hohlkörpers gestaucht wird. Hierdurch wird erreicht, dass die Blechdickenanderung, trotz der Erzeugung des radial verlaufenden Formubergangs 8 moderat bleibt und insofern ein verbesserter Hohlkörper mit radialem Formubergang 8 zur Verfugung gestellt werden kann, Fig. 3.
