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Title:
PROCESS AND APPARATUS FOR PRODUCING A SHAPED BUILDING MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/134467
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a process for producing a shaped building material by introducing a coating material into a shaped building material, in particular for introducing or applying a coating material which is thermally insulating and/or protects against electrosmog in voids of bricks, roofing tiles or similar shaped building materials. The coating material is passed through the building material so that an insulating layer adheres to the surfaces of the voids.

Inventors:
GSPONER, Patrik-Daniel (Feldholzstrasse 11, Oberuzwil, CH-9242, CH)
BREITENMOSER, Armin (Alpstrasse 7b, Tuttwil, CH-9546, CH)
MAUCHER, Thomas (Am Hang 12, Mittelbiberach, 88441, DE)
ULLERMANN, Klaus (Raubershofer Weg 8, Schwabach, 91126, DE)
Application Number:
CH2006/000469
Publication Date:
November 29, 2007
Filing Date:
August 30, 2006
Export Citation:
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Assignee:
VERITEC AG (Im Lindengarten 14, Oberuzwil, CH-9242, CH)
GSPONER, Patrik-Daniel (Feldholzstrasse 11, Oberuzwil, CH-9242, CH)
BREITENMOSER, Armin (Alpstrasse 7b, Tuttwil, CH-9546, CH)
MAUCHER, Thomas (Am Hang 12, Mittelbiberach, 88441, DE)
ULLERMANN, Klaus (Raubershofer Weg 8, Schwabach, 91126, DE)
International Classes:
B28B11/04; B29C44/18; B29C44/34
Attorney, Agent or Firm:
BÜHLER AG (Bahnhofstrasse, Uzwil, CH-9240, CH)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines geformten Baumaterials durch Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumaterial, insbesondere für das Einbringen oder Aufbringen eines wärmedämmenden und/oder gegen Elektrosmog schützenden Beschichtungsstoffes in Hohlräumen, Rissen sowie Poren von Mauerziegeln, Dachziegeln oder ähnlichen geformten Baumaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass der Besen ichtungsstoff durch das Baumaterial hindurch geleitet wird und dabei in die Risse und Poren eindringt und an deren Oberfläche haftet.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Hindurchleiten des Beschichtungsstoffes mittels saugen oder drücken oder im Durchfluss erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschich- tungsstoff flüssig, pulverförmig oder schaumförmig ist.

4. Vorrichtung zum Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumaterial, insbesondere für das Einbringen oder Aufbringen eines wärmedämmenden und/oder gegen Elektrosmog schützenden Beschichtungsstoffes in Hohlräumen, Rissen sowie Poren von Mauerziegeln, Dachziegeln oder ähnlichen geformten Baumaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Trichter (2, 7) mit ihren planen Auflageflächen gegeneinander so gerichtet angeordnet sind, dass zwischen ihnen ein geformtes Baumaterial anordnungsfähig ist, wobei mindestens ein Trichter (7) verfahrbar ausgebildet ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die planen Auflageflächen mit Kantendichtungen (3) versehen sind.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trichter (2) mittels eines Leitungselementes mit einem Behälter (5) für einen Beschichtungsstoff und der andere Trichter (7) mit einem Ventilschieber (8) verbunden ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter (7) über den Ventilschieber (8) mit einer Vakuummaschine oder einem Ventilator korrespondiert.

8. Verwendung einer Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7 zur Einbringung und/oder Aufbringung eines isolierenden Beschichtungsstoffes auf den Oberflächen von Hohlräumen eines geformten Baumaterials durch Hindurchleitung des Beschichtungsstoffes durch das geformte Baumaterial.

Description:

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines geformten Baumaterials

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines geformten Baumaterials durch Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumaterial, insbesondere für das Einbringen oder Aufbringen eines wärmedämmenden und/oder vor Elektrosmog oder zur Verhinderung oder Verminderung der Feuchtigkeits-Aufnahme durch Witterung oder Kondensation schützenden Beschichtungsstoffes in durchgehende Löcher oder Schlitze sowie Poren von Mauerziegeln, Dachziegeln, Fassadenplatten und Verblenderziegeln (Klinkerziegel, Spaltplatten) oder ähnlichen Baumaterialien gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumateriai.

Mauerziegel oder dergleichen aus Lehm oder anderen Baustoffen weisen gewollt in Strangrichtung durchgehende Löcher, sowie Poren, Schlitze und Risse auf, die während der Herstellung entstehen und zur Wärmeisolation eines Mauerwerkes beitragen. Um sowohl die Schall- und die Wärmedämmung zu verbessern, wurde in der DE-A- 4423716 vorgeschlagen, die Hohlräume solcher Mauerziegel wärmereflektierend zu beschichten, zum Beispiel durch aufdampfen oder aufspritzen von Aluminium. Weiterführend wurde in der WO-A-2005120146 vorgeschlagen, mittels eines Trockenverfahrens die Hohlräume mit elektrisch leitfähige und/oder Infrarot reflektierende Schichten zu versehen um die Wärmedämmung und die Abschirmung von Elektrosmog zu verbessern. Als Beschichtungsstoffe sollen bevorzugt Graphit oder Glimmer in Pulverform mit einem organischen Binder, zum Beispiel Wasserglas oder eine Glasur verwendet werden. Als Trägermaterial können Schwämme, Polysterol oder Sägespäne zur Anwendung kommen. Bevorzugt soll die Oberfläche einer Schicht poliert werden.

Es ist weiterhin bekannt, Formteile aus Keramik mit einer porösen inneren Struktur mit Keramikschlicker zu infiltrieren und anschliessend auszubrennen (DE-A-10 2004 024 290) oder den infiltrierten Schlicker zu keramisieren (DE-A-10 2004 058 119).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines geformten Baumaterials durch Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumaterial zu entwickeln, das ein einfaches und kostengünstiges beschichten innerer Hohlräume, Poren und Schlitze bzw. Risse zur Verbesserung von Wärmedämmung und Schutz vor Elektrosmog ermöglicht. Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Geeignete, in einer Flüssigkeit gelöste Beschichtungsstoffe werden in die Hohlräume, Risse, Schlitze oder Poren eines geformten Baumaterials infiltriert. Dies unter Meidung überschüssiger Materialansammlungen an den Aussenkonturen.

Bevorzugte Ausführungsformen sind in Unteransprüchen offenbart. So kann der Be- schichtungsstoff mittels Unterdruck oder überdruck oder auch im Durchfluss in Form einer Emulsion eingebracht werden. Die Baumaterialien können einzeln oder in Blöcken arrangiert infiltriert werden.

Weiterhin können die Beschichtungsstoffe auch ein Frostschutzmittel (z. B. silikonhalti- ge Flüssigkeiten oder Silikonstaub) enthalten oder nur ein solches beinhalten. Zusätzlich zu Beschichtung der Hohlräume etc. kann auch eine Aussenbeschichtung erfolgen.

Als geformte Baumaterialien werden insbesondere Mauer- und Dachziegel, Fassadenplatten, Verblenderziegel, Klinkerziegel und Spaltplatten gesehen, ohne die Erfindung hierauf zu begrenzen.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Einbringen eines Beschichtungsstoffes in ein geformtes Baumaterial.

Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand einer Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen die

Fig. 1 : die Vorrichtung mit offener Saugvorrichtung

Fig. 2: die Vorrichtung mit aufgesetzter Saugvorrichtung.

Ein üblicher Mauerziegel 1 (bzw. Lochziegel) wird automatisch oder von Hand auf einen Trichter 2 gestellt, dessen verjüngtes Ende mit einem Rohr 4 verbunden ist. Die Auflagefläche und Kontur des Trichters 2 entspricht der Aussenkontur des Mauerziegels 1 und weist eine wirksame Kantendichtung 3 auf.

An der Oberseite des Mauerziegels 1 wird ein gleichartiger, verfahrbarer (heb- und senkbarer) Trichter 7 mit einer Kantendichtung 3 auf den Mauerziegel 1 aufgesetzt. Der Trichter 7 ist mit einem Rohr zu einem Ventilschieber 8 verbunden, wobei das Rohr zu einer Vakuummaschine oder einem Unterdruck erzeugenden Ventilator weitergeführt ist.

Das Rohr 4 taucht in eine wässrige, isolierende Emulsion 6 ein, die sich in einem Behälter 5 befindet.

Wird nun bei geöffnetem Ventilschieber 8 ein Unterdruck in den Trichtern 2, 7 und Rohren erzeugt, wird die Emulsion 6 sehr schnell angesaugt und füllt die Hohlräume (Poren und Risse) des Mauerziegels 1 aus. Nach schliessen des Ventilschiebers 8 wird das Vakuum aufgehoben und überschüssige Emulsion fliesst durch das Rohr 4 in den Behälter 5 zurück.

Anschliessend wird der Trichter 7 wieder nach oben verfahren und der Mauerziegel 1 kann vom Trichter 2 abgehoben und zum aushärten der Emulsion 6 abgelegt werden.

Die Kantendichtungen 3 dichten den Mauerziegel 1 an der Auflage sowohl gegen die Umgebungsluft als auch gegen das austreten von Emulsion 6 ab. Sollte dennoch nach dem ablegen Emulsion aus den Hohlräumen austreten, wird diese entfernt. Die Kantendichtungen 3 können auch durch speziell ausgebildete Robotergreifer o.dgl. erreicht werden.

An den Oberflächen der Hohlräume des Mauerziegels 1 verbleibt je nach Konsistenz der Emulsion eine mehr oder weniger dicke Dichtschicht zurück, welche aushärtet und den Isolierwert bzgl. Wärmeisolation und Abschirmung gegen Elektrosmog um wenigstens 20-30% erhöht.

Bei Bedarf kann der beschriebene Vorgang auch wiederholt ausgeführt werden.

Anstelle einer Emulsion kann auch ein schäum- oder pulverförmiges Isoliermaterial verwendet werden.

Bezugszeichen

Mauerziegel

Trichter

Kantendichtung

Rohr

Behälter

Emulsion

Trichter

Ventilschieber