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Title:
PROCESS AND ARRANGEMENT FOR STRANDING ELONGATED ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/004361
Kind Code:
A1
Abstract:
An elongated, rotating storage body (KS1) has open chambers (KA1-KA4) at least in some areas in which elements to be stranded (VS1-VS4) may be separately supplied to a stranding disk (VS).

Inventors:
Loczenski, Martin
Application Number:
PCT/DE1994/000826
Publication Date:
February 09, 1995
Filing Date:
July 18, 1994
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT LOCZENSKI, Martin.
International Classes:
D07B3/00; G02B6/44; (IPC1-7): H01B13/02; G02B6/44; D07B3/00
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Claims:
Patentansprüche
1. Einrichtung zur Verseilung langgestreckter Verseilelemente (z.B. VEl bis VE4) unter Verwendung eines sich in Längsrich¬ tung erstreckenden, rotierenden Speicherkörpers (KSl) , über den die Verseilelemente (z.B. VEl bis VE4) einer Verseil¬ scheibe (VS) zugeführt sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) offene Kammern (KAI bis KA4) aufweist, die sich in Längsrichtung (LA) des Speicherkörpers (KSl) erstrecken und der Aufnahme der Verseilelemente (VEl VE4) dienen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß sich die Kammern (KAI bis KA4) des Speicherkörper (KSl) geradlinig in Längsrichtung (LA) erstrecken.
3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e , daß am Speicherkörper (KSl) eine Fixiervorrichtung (FV) vor¬ gesehen ist, mittels der der Speicherkörper (KSl) verdrehfest festgehalten ist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß eine EinlaufVorrichtung (EV) für die Verseilelemente (z.B. VEl bis VE4) vorgesehen ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß eine Einlegevorrichtung (ELV) zum Einlegen der Ver seilelemente (VEl bis VE4) in die Kammern (KAI bis KA4) des Speicherkörpers (KSl) vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Querschnittsform der Kammern (KAI bis KA4) größer als der Profilquerschnitt der Verseilelemente (VE1VE4) gewählt ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß im Querschnitt betrachtet zwischen den Kammern (KAI bis KA4) im wesentlichen radial verlaufende Trennelemente (ST1 ST4) vorgesehen sind.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) im Querschnitt betrachtet stern¬ förmig ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Öffnungen der Kammern (KAI bis KAn) zumindest ab¬ schnittsweise mit mindestens einem Abdeckmittel (z.B. AR, Al Am) entlang ihrer Längserstreckungen abgedeckt sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als Abdeckmittel mindestens ein Außenrohr (AR) vorgesehen ist, das den Speicherkörper (KSl) konzentrisch umgibt.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Außenrohr (AR) jeweils kreiszylinderförmig ausgebil¬ det ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß sich das Außenrohr (AR) im wesentlichen über die gesamte Speicherstrecke (TS) des Speicherkörpers (KSl) erstreckt.
13. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß mehrere, in Längrichtung nebeneinander angeordnete Außen röhre (AI bis Am) die Kammeröffnungen des Speicherkörpers (KSl) mit dazwischenliegenden Lücken (z.B. AS) abschnittswei¬ se abdecken.
14. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Abdeckmittel (z.B. RI1 in Figur 19) als Führungsring ausgebildet ist.
15. Einrichtung nach einem den Ansprüchen 10 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Abdeckmittel (z.B. AR) jeweils feststehend angeordnet sind.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Abdeckmittel (z.B. AA2) selbst jeweils drehbar ange¬ ordnet sind.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Abdeckmittel (z.B. ADl) an den rotierenden Speicher¬ körper (KSl) gekoppelt sind.
18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 16 oder 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß für das jeweilige Abdeckmittel (z.B. AA2 bis AA4) eine Antriebseinrichtung (z.B. M02 bis M04) vorgesehen ist.
19. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß am Speicherkörper (KSl) eine Tordiervorrichtung (TV) vor¬ gesehen ist.
20. Einrichtung nach Anspruch 19, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Tordiervorrichtung (TV) Mitnehmerelemente (MEl bis ME4) aufweist, die formschlüssig in die Kammern (KAI bis KA4) eingreifen und den Speicherkörper (KSl) in die jeweils ge¬ wünschte Drehrichtung (RR1) mitnehmen.
21. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) im untordierten Zustand eine Gesamtlänge zwischen 5 und 10 m, insbesondere zwischen 6 und 8 m aufweist.
22. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Tiefe der Kammern (KA1KA4) zwischen 2 bis 8 mal, insbesondere zwischen 2,5 bis 4 mal, größer als die maximale Querschnittsbreite (Durchmesser) der Verseilelemente (VE1 VE4) gewählt ist.
23. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Kammerbreite um den Umfang gesehen mindestens um das 2fache, insbesondere um das 6 bis 9fache größer als die maximale Querschnittsbreite der Verseilelemente (VE1VE4) gewählt ist.
24. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß als Verseilelemente (VEl bis VE4) elektrische und/oder optische Übertragungselemente gewählt sind.
25. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) radial nach außen offene Kammern (KAI bis KA4) aufweist.
26. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 mit 24, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) radial nach innen offene Kammern (IKl bis IK4) aufweist.
27. Verfahren zur Verseilung langgestreckter Verseilelemente (VEl bis VE4) unter Verwendung eines sich in Längsrichtung erstreckenden, rotierenden Speicherkörpers, über den die Ver seilelemente (VEl bis VE4) einer Verseilscheibe (VS) zuge¬ führt werden, insbesondere nach einem der vorhergehenden An¬ sprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Verseilelemente (VEl bis VE4) in sich in Längsrich tung (LA) des Speicherkörpers (KSl) erstreckenden offenen Kammern (KAI bis KA4) des Speicherkörpers (KSl) geführt wer¬ den.
28. Verfahren nach Anspruch 27, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) als Torsionsstab betrieben wird, und daß die Reversierung der Verseilscheibe (VS) durch die Federtorsion beschleunigt wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 oder 28, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Kammern (KAI bis KA4) nach dem Einlegen der Verseil¬ elemente teilweise oder ganz frei von Abdeckmitteln (z.B. AR) gehalten werden.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 29, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Speicherkörper (KSl) mit wechselnder Drehrichtung (SZVerseilung) betrieben wird.
Description:
Be s ehre ibung

Einrichtung und Verfahren zur Verseilung langgestreckter Ver- seilelemente

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verseilung lang¬ gestreckter Verseilelemente unter Verwendung eines sich in Längsrichtung erstreckenden, rotierenden Speicherkörpers, über den die Verseilelemente einer Verseilscheibe zugeführt sind.

Eine Einrichtung dieser Art ist aus der EP 0 151 367 Bl be¬ kannt. Dort sind zusätzlich frei drehbare Führungslochschei- ben auf einem Rohrspeicher vorgesehen, die gegenüber dem

Rohrspeicher unabhängig angetrieben sind. Die Führungsloch¬ scheibe muß dabei als zusätzliches Element auf dem RohrSpei¬ cher angebracht und gelagert werden. Durch sie werden die Verseilelemente von dem Rohrspeicher abgehoben, weil die Füh- rungsbohrungen der Führungslochscheibe auf einem vergrößerten Teilkreisdurchmesser liegen.

Aus der DE-OS 24 11 151 ist ein Rohr bekannt, dessen Oberflä¬ che extrem glatt ausgebildet sein soll. Hierzu kann das Rohr mit längs verlaufenden Rillen versehen sein, wobei die Ver¬ seilelemente während des Verseilens stets quer über die Ril¬ len verlaufen und diese überbrücken.

Aus der EP AI 529 610 ist eine Verseileinrichtung bekannt, bei der für jedes Verseilelement ein allseits geschlossenes Rohr vorgesehen ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau einer Verseileinrichtung einfacher zu gestalten. Gemäß der Erfin- düng wird diese Aufgabe bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Speicherkörper offene

Kammern aufweist, die sich in Längsrichtung des Speicherkör¬ pers erstrecken und der Aufnahme der Verseilelemente dienen.

Somit übernimmt der Speicherkörper selbst die definierte Füh¬ rung der Verseilelemente, wodurch nicht nur ein besonders einfacher Aufbau, sondern in vielen Fällen sogar eine verbes¬ serte Wirkungsweise erzielbar ist. Durch die Verwendung offe¬ ner Kammern wird insbesondere die Zugänglichkeit bzw. das Einlegen der Verseilelemente vereinfacht.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Verseilung langgestreckter Verseilelemente unter Verwendung eines sich in Längsrichtung erstreckenden, rotierenden Speicherkörpers, über den die Verseilelemente einer Verseilscheibe zugeführt werden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Verseil¬ elemente in sich in Längsrichtung des Speicherkörpers er¬ streckenden, offenen Kammern des Speicherkörpers geführt werden.

Sonstige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteran- sprüchen wiedergegeben.

Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend an¬ hand von Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Figur l in schematischer Querschnittsdarstellung eine er¬ findungsgemäße Einrichtung Figur 2 die Einrichtung nach Figur 1 in einem tordierten

Zustand, Figur 3 die Einrichtung nach Figur 1 in einer Einlegepo¬ sition, Figur 4 schematisch in teilweise perspektivischer, ver- größerter Darstellung den Speicherkörper der Ein¬ richtung nach Figur 1 im untordierten Zustand,

Figur 5 schematisch den Speicherkörper nach Figur 4 im tordierten Zustand, Figur 6 in schematischer Darstellung eine erste Abwand¬ lung der Einrichtung nach Figur 1, Figur 7 eine zweite Abwandlung der Einrichtung nach

Figur 1, Figur 8 ein ortsabhängiges Drehzahldiagramm für die Ein¬ richtung nach Figur 7, Figur 9 eine weitere Abwandlung der Einrichtung nach Fi- gur 1,

Figur 10 vergrößert im Querschnitt den Speicherkörper der

Einrichtung nach Figur 1, und Fig. 11-19 weitere Abwandlungen des Speicherkörpers nach Figur 1 bzw. Figur 10.

In Figur 1 sind beispielhaft vier feststehende Vorratsspulen VSl mit VS4 einer erfindungsgemäßen Verseileinrichtung W vorgesehen, von denen langgestreckte bzw. strangförmige Verseilelemente VEl mit VE4 abgezogen werden. Im Quer- schnittsbild von Figur 1 sind dabei von den insgesamt 4 Vor¬ ratsspulen der Einfachheit halber nur zwei, nämlich die Vor¬ ratsspule VSl und die Vorratsspule VS4 mit ihren zugehörigen Verseilelementen VEl und VE4 dargestellt. Diese Vorratsspulen enthalten als langgestreckte Verseilelemente vorzugsweise elektrische und/oder optische Überträgungselemente unter¬ schiedlicher Größen, Aufbauten, Formen, Konfigurationen, usw. Dies können beispielsweise elektrische Leiter (Adern) , opti¬ sche Leiter, wie z.B. Lichtwellenleiter, Hohladern, Bündel¬ adern usw., oder dergleichen sein. Vorzugsweise sind Verseilelemente mit runden, insbesondere kreisrunden, Quer- schnittsformen verwendet. Daneben kommen als Verseilelemente gegebenenfalls auch solche mit nichtrunden Querschnittsformen wie z.B. Lichtwellenleiter-Bändchenstapel bestückte U-Profil- elemente, rechteckförmige Lichtwellenleiter-Bändchen, recht- eckförmige Lichtwellenleiter-Bändchenstapel, usw. in Frage. Neben den Elementen auf dem Gebiet der Kaabeltechnik können vorteilhaft auch sonstige langgestreckte Güter wie z.B.

Seile, Zugelemente, Garne, Bänder, Stränge oder dergleichen mit der erfindungsgemäßen Einrichtung verseilt werden. Die Verseilelemente werden über entsprechende, in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellte Abzugseinrichtun- gen einer feststehenden EinlaufVorrichtung EV zugeführt.

Diese Einlaufvorrichtung EV ist in Figur 1 beispielhaft als ein feststehender, rotationssymmetrischer Führungsstern aus¬ gebildet, der einen vorzugsweise scheibenförmigen Grundhalter ELS mit sich daran anschließenden, sich radial nach außen erstreckenden Stegen bzw. Flanschen FL1 mit FL4 aufweist. Die EinlaufVorrichtung EV ist z.B. über den Steg FL4 mit einer feststehenden Grundplatte GP1 fest verbunden. Die Flansche FL1 mit FL4 des FührungsSterns weisen Durchgangsöffnungen DOl mit D04, vorzugsweise kreiszylinderförmige Bohrungen, als selektiv zugeordnete Führungen für die Verseilelemente VEl mit VE4 auf. Auf diese Weise ergibt sich eine Art sternförmi¬ ger Lochkranz als Einlaufvorrichtung EV, mit dessen Hilfe die zu verseilenden Elemente VEl mit VE4 gleichmäßig über den Umfang verteilt werden, d.h. in eine konzentrische sowie rotationssymmetrische Anordnung bezüglich ihrer gemeinsamen Verseilachse (Längsrichtung) LA gebracht werden. Im Ausfüh¬ rungsbeispiel von Figur 1 wird zur besseren Veranschaulichung beispielhaft nur auf vier Verseilelemente Bezug genommen. Die im folgenden dazu getroffenen Aussagen sind jedoch auch ohne Einschränkung auf beliebig viele, d.h. n-Verseilelemente mit n > 1 übertragbar. In der Praxis ist also eine größere An¬ zahl, z.B. n=4 bis n=20 oder mehr, derartiger Verseilelemente vorgesehen.

Die Verseilung der strangförmigen Elemente VEl mit VE4 er¬ folgt unter Zuhilfenahme eines drehbaren, sich in Längsrich¬ tung LA erstreckenden, insbesondere geradlinig verlaufenden Speicherkörper KSl für die Verseilelemente VEl mit VE4. Der Speicherkörper KSl selbst weist vier nach außen offene Kam- mern bzw. Kanäle KAI mit KA4 zur Aufnahme und zur Führung der Verseilelemente VEl mit VE4 auf, die jeweils durch Trennele¬ mente, insbesondere Stege, voneinander getrennt sind. Es sind

dabei vorzugsweise soviele Kammern vorgesehen wie Verseilele ¬ mente miteinander zu verseilen sind, wobei jede Kammer je¬ weils genau ein Verseilelement aufnimmt, d.h. den vier Kam ¬ mern KAI bis KA4 sind die vier Verseilelemente VE1-VE4 ein- zeln zugeordnet. Im Querschnittsbild von Figur 1 sind im un- tordierten Zustand des Speicher ' körpers KSl nur die beiden Kammern KAI und KA4 sichtbar. Sie erstrecken sich in axialer Richtung parallel zur Längsachse LA des Speicherkörpers KSl auf dessen voller Länge und sind durch den Steg ST1 voneinan- der getrennt. Insbesondere verlaufen die Kanäle KAI mit KA4 im untordierten Zustand des Speicherkörpers KSl in axialer Abzugsrichtung geradlinig. Zur besseren Veranschaulichung ist der als Kammerstrang ausgebildete Speicherkörper KSl in Figur 1 links, im Bereich seines einlaufseitigen Endes zusätzlich mit seinem Querschnittsprofil (zusammen mit eingelegten, z.B. runden Leitern als Verseilelemente) gezeichnet, d.h. zusätz¬ lich in einer zu Figur 1 senkrechten, um 90° herausgeklappten Zeichenebene dargestellt. Der Speicherkörper KSl von Figur 1 weist ein kreuzförmiges rotationssymmetrisches Querschnitts- profil auf, bei dem die Kammern KAI bis KA4 jeweils durch den Zwischenraum zwischen zwei benachbarten, aufeinander senk¬ recht stehenden Stegen gebildet und insbesondere radial nach außen offen sind. Die Kammern KAI bis KA4 weisen vorteilhaft einen sich nach außen erweiternden Kammer-Querschnitt auf. Ihre Querschnittsform ist zweckmäßigerweise größer als der Profilquerschnitt der Verseilelemente gewählt.

Figur 10 zeigt diesen sternförmigen, insbesondere kreuzförmi¬ gen Profilquerschnitt des Speicherkörpers KSl von Figur 1 für die vier zu verseilenden Elemente VEl bis VE4 nochmals in vergrößerter Darstellung. Die Verseilelemente weisen hier in Figur 10 vorzugsweise einen kreisrunden Querschnitt auf. Die Stege ST1 bis ST4 erstrecken sich jeweils radial nach außen. Sie sind so angeordnet, daß durch jeweils zwei gegenüberste- hende Stege wie z.B. STl, ST3 sowie ST4, ST2 ein durchgehen¬ der Vertikal- sowie ein Horizontalbalken gebildet ist. Je¬ weils zwei benachbarte Stege wie z.B. STl, ST2 stehen also

aufeinander senkrecht und schließen mit ihren Seitenwänden jeweils eine radial nach außen offene, im wesentlichen sich nach außen verbreiternde, sektorförmige Kammer z.B. KA2 zwi ¬ schen sich ein. Deren Innenkontur entspricht etwa der Ecke eines gedachten Rechtecks. Zur Auf ahme der Verseilelemente VEl bis VE4 sind die Kammern KAI bis KA4 jeweils an ihrem Kammergrund abgerundet, um dort die Verseilelemente VEl bis VE4 jeweils möglichst ohne Beanspruchungen oder gar Beschädi¬ gungen führen zu können.

Die im folgenden in der Beschreibung angegebenen relativen Maßangaben und Verhältnisgrößen beziehen sich jeweils bevor¬ zugt auf die Viererverseilung von Nachrichtenadern aus Kupfer (Cu) , insbesondere auf sogenannte "ICCS"-Produkte. (ICCS = "Integrated Communication Computer Systems"), gelten aber auch als Anhaltspunkte für vielfältige, weitere Ausführungs¬ formen von Verseilelementen. Die absoluten Dimensionierungs- angaben werden beispielhaft zu ein- und denselben Verseil elementen - runde Cu-Adern - mit einem Durchmesser zwischen 1,6 und 2 mm gemacht.

Die radiale Erstreckung der etwa gleichlangen Stege STl bis ST4 und damit der Außendurchmesser des Speicherkörpers wird (gemessen vom Zentrum des Speicherkörpers radial nach außen) zweckmäßigerweise jeweils zwischen 2 bis 12 mal, insbesondere zwischen 3 bis 8 mal, größer als die maximale Querschnitts¬ breite des jeweiligen Verseilelements gewählt. Bei "ICCS"-Cu- Adern mit etwa kreisförmigen Querschnitt, sind die Steglängen bevorzugt jeweils zwischen 4 und 6 mm gewählt. Die Kammer- tiefe ist vorteilhaft 2 bis 8 mal, bevorzugt 2,5 bis 4 mal größer als die maximale Querschnittsbreite des jeweiligen Verseilelements dimensioniert, wobei hier die Kammertiefe vom gedachten, strichpunktiert eingezeichneten, kreisförmigen Außenumfangs AU radial nach innen hin zum Kammergrund gemes- sen wird. Bei der Verseilung von runden Cu-Adern mit einem Durchmesser zwischen 1,6 und 2 mm ist vorteilhaft eine Kam¬ mertiefe zwischen 4 und 6 mm vorgesehen.

Zweckmäßig kann es sein, die jeweilige Kammer möglichst tief zu dimensionieren, damit die Verseilelemente VEl bis VE4 mög¬ lichst nahe an der sich geradlinig erstreckenden Längs- bzw. Verseilachse LA geführt sind. Aufgrund dieser zentrumsnahen, d.h. drehachsennahen Lage der Verseilelemente VEl bis VE4 können Zentrifugalkräfte während der Verseilung weit weniger auf die Verseilelemente VEl bis VE4 wirksam werden oder sogar nahezu vollständig vernachlässigt werden. Die Verseilelemente VEl bis VE4 werden also in den Kammern bzw. Öffnungen KAI bis KA4 vorzugsweise mit möglichst geringem Abstand zur gemeinsa¬ men Verseilachse (Längsachse) LA geführt, d.h. sie liegen auf einem gedachten Teilkreis mit möglichst kleinem Radius. Vor¬ teilhaft liegen die Verseilelemente VEl bis VE4 jeweils am Kammergrund mit einem Abstand zwischen dem 1,5- bis 2-fachen ihrer maximalen Querschnittsbreite zum Mittelpunkt des rota¬ tionssymmetrischen Speicherkörpers. Bei im Querschnitt kreis¬ runden Verseilelementen entspricht die maximale Querschnitts- breite der Verseilelemente somit ihrem Kreis-Durchmesser. Insbesondere wird ihr Abstand (Teilkreis¬ radius) zur gemeinsamen Verseilachse LA kleiner als 2,4 bis 4,0 mm, insbesondere um 1,8 mm bei etwa kreisrunden Ver¬ seilelementen (Cu-Adern), gewählt. Die Kammerbreite wird zweckmäßigerweise jeweils um den Umfang gesehen um min- destens das 2-fache, insbesondere um das 6 bis 9-fache, grö¬ ßer als die maximale Querschnittsbreite des jeweiligen Verseilelements dimensioniert. Bevorzugt wird die Kammer¬ breite jeweils zwischen 3,2 und 18 mm, insbesondere zwischen 10 und 14 mm, bei der Verseilung kreisrunder Verseilelemente (Cu-Adern) mit einem Durchmesser zwischen 1,6 und 2,0 mm eingestellt. Gleichzeitig wird aufgrund dieser vorzugsweise möglichst weit zur Verseil- bzw. Drehachse LA hineinreichen¬ den Öffnungen auch ein günstiges dynamisches Verhalten des Speicherkörpers KSl während der Verseilung sichergestellt: Dieser weist vorteilhaft so z.B. nur geringe Trägheitsmomente (wie z.B. ein niedriges Massen-Trägheitsmoment sowie Torsionsmoment) , geringe Wandstärken seiner Stege, insgesamt

eine geringe Schwungmasse sowie einen kleinvolumigen, ge ¬ drängten Aufbau auf. Durch die möglichst drehachsennahe Lage sowie Führung der Verseilelemente verbleiben diese auch im wesentlichen während der Tordierung des Speicherkörpers, d.h. der Verseilung am Kammergrund. Ein Hinauswandern der

Verseilelemente aus den Kammern bzw. deren Abheben aufgrund von Fliehkräften ist somit weitgehend vermieden, so daß sie getrennt bzw. separat voneinander in den Kanälen geführt werden können. Es wird somit vorteilhaft eine verbesserte Wirkungsweise des Verseilvorgangs sichergestellt.

In Figur 1 ist vorzugsweise am einlaufseitigen, linken Ende des Speicherkörpers KSl eine Fixiervorrichtung FV vorgesehen, mittels der er dort in Umfangsrichtung verdrehfest fixiert ist. In Figur 1 ist diese Fixiervorrichtung FV durch ein ko- nusförmiges, sich in Durchlaufrichtung verjüngendes Klemmteil bzw. eine Klemmvorrichtung KV gebildet, das zentrisch in der EinlaufVorrichtung EV nicht drehbar fest eingespannt ist. Die Verdrehsperre bzw. -Arretierung (= Torsionssperre) des Speicherkörpers KSl in Umfangsrichtung wird dadurch erreicht, daß das starre konusförmige Klemmteil KV stegartige, sich in Längsrichtung erstreckende Klemmelemente KE1 bis KE4 auf¬ weist, die in die Aufnahmekammern KAI bis KA4 jeweils zumin¬ dest teilweise oder ganz hineinragen und dort um den Umfang gesehen im wesentlichen formschlüssig festsitzen. Dazu weisen die Klemmelemente KE1 bis KE4 etwa eine Profil- Querschnitts¬ form auf, deren Außenkontur im wesentlichen der Innenkontur der Kammern KAI bis KA4 (vgl. Fig. 10) entspricht.

In Figur 10 ist zur Veranschaulichung ein derartiges Klemm¬ element z.B. KE4 strichpunktiert zusätzlich mit eingezeich¬ net. Das Klemmelement KE4 reicht zweckmäßigerweise etwa auf einem Drittel der Kammertiefe in die Kammer KA4 hinein. Es weist insbesondere in etwa die Form eines Torusabschnitts auf, bzw. ist es sektor- oder trapezförmig ausgebildet und füllt die Kammeröffnung KA4 zumindest teilweise aus. Es sitzt zwischen den beiden Stegen ST4 und ST3 mit etwas seitlichem

Spiel derart, daß eine Klemmwirkung in Umfangsrichtung er ¬ reicht ist, so daß der Speicherkörper verdrehfest festgehal ¬ ten ist. Zweckmäßigerweise wird dabei der Speicherkörper KSl auf einer axialen Länge zwischen 0,5 und 0,75 % seiner Ge- samtlänge von der Fixiervorrichtung FV verdrehfest festgehal ¬ ten, insbesondere zwischen 50 und 75 mm. Die Kammerbreite wird vorteilhaft etwas größer als die jeweilige Stegbreite der Klemmelemente um den Umfang gesehen gewählt, so daß aus¬ reichend seitliches Spiel vorhanden ist, um den Speicherkörper KSl gegebenenfalls z.B. bei der Demontage aus der Fixiervorrichtung FV noch in axialer Richtung herauszie¬ hen bzw. bei der Montage in die Verseileinrichtung axial hin¬ einfahren zu können.

Das konusförmige Klemmteil KV von Figur 1 sitzt während des Betriebes in axialer Richtung mit einer Art Paßsitz bzw. formschlüssig in der konusförmig zulaufenden Durchgangsöff¬ nung des feststehenden Grundhalters ELS fest, so daß eine ortsfeste, starre Lagerung für den Speicherkörper KSl an sei- nem einlaufseitigen Ende gebildet ist. Der Speicherkörper KSl ist für den Betrieb zusätzlich an seiner eingangsseitigen Stirnseite fest am Klemmteil KV lagegesichert. Dies kann beispielsweise in einfacher Weise dadurch erreicht werden, daß der Speicherkörper KSl an seiner einlaufseitigen Stirn- seite einen sich radial nach außen erstreckenden Rückhalte- Flansch aufweist, der das Klemmteil KV hintergreift. Auf diese Weise ist für das Klemmteil KV und damit den Speicher¬ körper KSl zusätzlich eine Sperre bzw. Arretierung gegen Verschieben in axialer Durchlaufrichtung (Längsrichtung) LA bewirkt. Sein einlaufseitiges Ende, stellt somit einen starren Fest- bzw. Fixpunkt in Längsrichtung sowie in Umfangsrichtung für den übrigen Längsteil des Speicherkörpers dar.

Demgegenüber läßt sich sein anderes, gegenüberliegendes Ende frei in Umfangsrichtung verdrehen sowie ungehindert in Längs¬ richtung verlängern, bzw. verkürzen läßt. Gegebenenfalls kann

es auch zweckmäßig sein, die Verdrehfixierung nicht am ein- gangsseitigen Ende, sondern an einer Stelle des Speicher ¬ körpers KSl anzubringen, die noch eine ausreichend tordier- bare Restlänge für eine gewünschte Speicherstrecke übrig läßt. So kann die Verdrehfixierung vorzugsweise in der linken oder rechten Teilhälfte des Speicherkörpers vorgesehen sein, insbesondere an einem seiner beiden Enden.

Um die Verseilelemente VEl bis VE4 in die radial nach außen offenen Kammern KAI bis KA4 des Speicherkörpers für die Ver¬ seilung einbringen zu können, ist der Fixiervorrichtung FV eine Einlegevorrichtung ELV nachgeordnet. Diese Einlegevor¬ richtung ELV ist mit einer feststehenden Grundplatte GP2 fest verbunden. Sie umgibt den Speicherkörper KSl ringförmig bzw. in Form eines Zylinders. Sie greift mittels Einlegeelemente, insbesondere Stege TS1 bis TS4, jeweils teilweise in die Kam¬ mern KAI bis KA4 ein und drückt dadurch die unter Zugspannung einlaufenden Verseilelemente VEl bis VE4 in die zugeordneten Kammern KAI bis KA4. Die Verseilelemente legen sich am jewei- ligen Kammergrund vorzugsweise gespannt an und werden in des¬ sen Nähe auch während des Betriebes gehalten. Die Stege TS1 bis TS4 sind im wesentlichen entsprechend den Klemmelementen KE1 bis KE4 ausgebildet. Sie sitzen in den Kammern KAI bis KA4 im wesentlichen formschlüssig und damit in Umfangsrich- tung verdrehsicher fest (vgl. KE4 in Figur 10), so daß durch die Einlegevorrichtung ELV eine Torsionssperre für den Speicherkörper KSl gebildet ist. Zu diesem Zweck weisen die Einlegeelemente eine Stegbreite in Umfangsrichtung auf, die etwa der Kammerbreite in Umfangsrichtung betrachtet, ent- spricht. Um die unter einem Einlaufwinkel EW (gemessen je¬ weils zwischen ihrer einlaufseitigen Abzugsrichtung vor der Einlaufvorrichtung ELV und ihrer Verseilachse LA) ankommenden Verseilelemente VEl bis VE4 möglichst schonend aus ihrer kon¬ zentrischen, drehachsenfernen Spulen-Anordnung in den drehachsennahen Längsverlauf der Kammern KAI bis KA4 zu über¬ führen, sind die Stege TS1 bis TS4 in ihrem Einlaufbereich jeweils in Durchlaufrichtung abgeschrägt. Auf diese Weise ist

jeweils eine Art Rampe, d.h. eine abgeschrägte Einführöffnung für die einlaufenden Verseilelemente VEl bis VE4 gebildet ist. Die Stege TS1 bis TS4 reichen zweckmäßigerweise soweit in die jeweilige Kammer KAI bis KA4 hinein, daß das jeweilige Verseilelement VEl bis VE4 am Kammergrund zu liegen kommt. Die Einlau schräge der Stege TS1 bis TS4 wird zweckmäßiger¬ weise derart gewählt, daß der Einlaufwinkel EW für die Ver¬ seilelemente zwischen 5 und 30 ° liegt. Die Stege TS1 bis TS4 ragen zweckmäßigerweise auf einer Länge zwischen 20 und 30 % der vollen Kammertiefe hinein. Insbesondere wird ihre

Steghöhe zwischen 2 und 25 mm gewählt. Gegebenenfalls kann die Einlegevorrichtung ELV auch drehbar gelagert sein, so daß sie vom Speicherkörper KSl in die jeweilige Drehrichtung mit¬ genommen wird. Dabei stellt die Fixiervorrichtung FV am ein- laufseitigen Ende des Speicherkörpers KSl die Verdrehsperre dar, so daß vorteilhaft nahezu die gesamte bzw. volle Länge des Speicherkörpers für die Verseilung ausgenutzt werden kann.

Im untordierten Zustand des Speicherkörpers KSl erstrecken sich die Kammern KAI bis KA4 geradlinig, etwa parallel zur Längsachse LA des Speicherkörpers KSl, wobei sie konzen¬ trisch, aber möglichst drehachsennah zur Verseilachse LA im Profil bzw. Strang des Speicherkörpers eingelassen sind. Im untordierten Zustand weist der Speicherkörper KSl zweckmäßi¬ gerweise eine Länge zwischen 5 und 10 m, insbesondere zwi¬ schen 6 und 8 m, auf.

Die Verseilung erfolgt durch den Speicherkörper KSl, indem dieser mit wechselnder Drehrichtung (SZ-Verseilung) tordiert wird. Die alternierende Rotationsbewegung des Speicherkörpers KSl ist in Figur 1 mit einem Doppelpfeil RR1 angedeutet. Um den Speicherkörper KSl als Torsionsstab betreiben zu können, ist eine Tordiervorrichtung TV an seinem ausgangsseitigen, (rechten) Ende vorgesehen. Diese Tordiervorrichtung TV weist ein konzentrisch zum Speicherkörper KSl angeordnetes Tragrohr AR5 auf, das in einem Lager LA5, wie z.B. einem Luft-, Gleit-

oder Kugellager, frei drehbar gelagert ist. Dieses Tragrohr AR5 greift mittels sich radial nach innen weisenden Mitneh ¬ merelemente ME1 bis ME4 im wesentlichen formschlüssig (in Umfangsrichtung betrachtet) in die Öffnungen der Kammern KAI bis KA4 ein, um das ausgangsseitige Ende des Speicherkörpers KSl in die jeweilis gewünschte Drehrichtung unmittelbar mitnehmen und dadurch den Speicherkörper KSl tordieren zu können. Die Mitnehmerlemente ME1 bis ME4 weisen im Quer¬ schnittsbild von Figur 1 etwa Rechteckform auf. Sie sitzen vorzugsweise auf einer axialen Länge zwischen 0,1 und 0,65 % der Gesamtlänge des untordierten Speicherkörpers KSl fest. Vorzugsweise weisen sie eine axiale Länge zwischen 50 und 55 mm auf.

In Figur 10 ist zur Veranschaulichung des Querschnittsprofils der Mitnehmerelemente ME1 bis ME4 in einer zu Figur 1 senk¬ rechten, um 90° herausgeklappten Zeichenebene beispielhaft das Mitnehmerelement ME4 in der Kammer KA4 strichpunktiert angedeutet. Es ist im wesentlichen entsprechend dem Klemmele- ment KE4 ausgebildet und weist eine etwa trapezförmige Ge¬ stalt auf. Es ragt dabei soweit in die Kammer KA4 hinein, daß das Verseilelement VE4 noch mit ausreichendem Spiel am Kam¬ mergrund hindurchgezogen werden kann. Die Außenkontur des Mitnehmerelements ME4 ist zweckmäßigerweise der Innenkontur der Kammer KA4 angepaßt, so daß es in etwa form- bzw. paßför- mig, in die Kammer KA4 zwischen den beiden Stegen ST3 und ST4 eingreift.

Auf diese Weise ist in Figur 1 eine feste Ankopplung bzw. Verdrehfixierung des Kammerkörpers KSl mit dem rotierend an¬ getriebenen Tragrohr AR5 gebildet ist. Dabei ragt das Mit¬ nehmerelement ME4 mit etwas seitlichem Spiel zu den Seiten¬ wänden bzw. Stegen ST3 und ST4 in die Kammer KA4 hinein, so daß sich der Speicherkörper KSl bei seiner Tordierung bzw. Verwindung während des Verseilvorganges in axialer Richtung ungehindert verkürzen und bei seiner Ent- bzw. Rücktordierung wieder verlängern kann. Auch ist dadurch vorteilhaft ein Aus-

wechseln des Speicherkörpers wesentlich vereinfacht, da er axial verschiebbar ist und sich aus der Verseileinrichtung W in axialer Richtung in einfacher Weise herausziehen läßt. Das ausgangsseitige Ende des Speicherkörpers läßt sich im Betrieb somit in Umfangsrichtung frei verdrehen sowie in axialer Richtung ungehindert verkürzen bzw. verlängern. Gegebenen¬ falls kann es auch zweckmäßig sein, die Tordiervorrichtung TV von Figur 1 am einlaufseitigen Ende und die Torsionssperre am auslaufseitigen Ende des Speicherkörpers KSl vorzusehen, wo- bei dann der Speicherkörper KSl einlaufseitig drehbar gela¬ gert ist.

In Figur 1 ist als Antriebseinrichtung für die Tordiervor¬ richtung TV ein Motor M05 vorgesehen, der am Tragrohr AR5 eingangsseitig angreift, was durch einen Wirkpfeil WP ange¬ deutet ist. Der Motor M05 treibt zweckmäßigerweise über einen in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichneten Zahnriemen ein an der Tordiervorrichtung TV angebrachtes Zahnrad und damit den Speicherkörper KSl an.

Im Tragrohr AR5 sitzt ausgangsseitig eine Verseilscheibe VS fest, die gemeinsam mit dem Tragrohr AR5 und dadurch auch gemeinsam, d.h. synchron, mit dem Speicherkörper KSl rotiert. Die Verseilscheibe VS weist in Figur 1 vier, im Querschnitt etwa kreisrunde Durchgangsbohrungen auf, in denen die Ver¬ seilelemente VEl bis VE4 vorzugsweise mit etwas Spiel geführt sind. Diese Durchgangsbohrungen sind auf einem Teilkreis um die Verseilachse sowie mit vorzugsweise mit dem gleichen Umfangswinkel gegeneinander versetzt angeordnet. Sie weisen jeweils im wesentlichen den selben radialen Abstand von der Außenoberfläche des Speicherkörpers auf. Auf diese Weise bildet die Verseilscheibe VS eine Art symmetrischen Loch¬ kranz, der die Verseilelemente VEl mit VE4 gleichmäßig bzw. gleichberechtigt ohne langgestrecktes Zentralelement, insbe- sondere zu einem symmetrischen "Sternvierer", miteinander verseilt.

Demgegenüber kann es gegebenenfalls auch zweckmäßig sein, anstelle eines der Verseilelemente ein langgestrecktes Kern ¬ oder Zentralelement in einen der Führungskanäle KAI mit KA4 einzulegen. Dieses wird dann vorzugsweise durch eine zusätz- liehe(, der Übersichtlichkeit halber in den Figuren 1 mit 3 nicht eingezeichnete, ) Durchgangsbohrung im Zentrum der Verseilscheibe VS hindurchgeführt. Dies ist dadurch ermög ¬ licht, daß zwischen dem stirnseitigen, rechten Ende des Speicherkörpers KSl und der Verseilscheibe VS ein Hohlraum bzw. Zwischenraum verbleibt, in dem das Kernelement von außen auf die zentrale Durchgangsbohrung zulaufen kann. Auf dieses zentral geführte Kernelement werden dann die Verseilelemente vorteilhaft aufgeseilt. Ein derartiges Kernelement kann bevorzugt von der gleichen Art wie die übrigen aufzubringen- den Verseilelemente sein. Genauso kann es u.U. zweckmäßig sein, als Kernelement von den übrigen Verseilelementen ver¬ schiedene, langgestreckte Güter, wie z.B. ein zugfestes Zentralelement, zu verwenden. Gegebenenfalls kann ein solches Umseilen eines Kernelements mit Verseilelementen auch dadurch erreicht werden, daß eine entsprechende Adapter- bzw. Vertei¬ lerscheibe in Durchlaufrichtung betrachtet in (Durchlauf¬ richtung) nach der Verseilscheibe VS von Figur 1 zusätzlich vorgesehen ist. Eine derartige Verteilerscheibe ist ent¬ sprechend der Verseilscheibe VS von Figur 1 in der Art eines Lochkranzes aufgebaut, weist jedoch zusätzlich im Zentrum eine Durchgangsbohrung für das Kernelement auf. Der Über¬ sichtlichkeit halber ist eine derartige, zusätzliche Ver¬ teilerscheibe in Figur 1 weggelassen worden.

Nach dem Verlassen der Verseilscheibe VS gelangen die Ver¬ seilelemente VEl bis VE4 zu einem Verseilnippel VN, wobei das so entstehende verseilte Bündel VB mit Hilfe einer Halte¬ wendel HW fixiert wird. Die Haltewendel HW wird dabei wendei¬ förmig um das Bündel VB herumgeschlagen, was mit einem Pfeil RR2 angedeutet ist. Anschließend wird das mit der Halte¬ wendel HW versehene Bündel VB weiteren, hier nicht darge-

stellten Verarbeitungseinrichtungen, wie z.B. weiteren Verseileinrichtungen oder einem Extruder zum Aufbringen eines Außenmantels zugeführt.

Der Speicherkörper KSl weist also in Figur 1 ausgangsseitig ein freies Ende auf, das rotierend angetrieben ist, während er eingangsseitig nicht drehbar, d.h. verdrehfest fest einge¬ spannt gehalten ist. Dadurch läßt sich der Speicherkörper KSl bevorzugt als Torsionsstab betreiben, dessen Länge sich in Längsrichtung selbsttätig bzw. frei einstellen kann: Dabei verkürzt er sich bei Zunahme und verlängert sich bei Abnahme der Tordierung. Somit wirkt der Speicherkörper KSl entlang seiner Tordierstrecke TS als sogenannter "atmender Speicher" .

Da die Kammern KAI bis KA4 im untordierten Zustand des Spei¬ cherkörpers KSl von Figur 1 möglichst in unmittelbarer Nähe sowie parallel zu der Verseilachse LA verlaufen, sind die auf sie wirkenden Zentrifugalkräfte verringert oder gar mini¬ miert. Auf diese Weise ist weitgehend dafür gesorgt, daß die Verseilelemente VEl bis VE4 im Bereich der Kammerböden auch in kritischen Betriebszuständen während der Verseilung ver¬ bleiben. Deshalb können die Kammern KAI bis KA4 auch zumin¬ dest bereichsweise oder ganz entlang der Längserstreckung des Speicherkörpers KSl unabgedeckt bleiben. Die eigentliche Tor- dierstrecke (Speicherstrecke) TS des Speicherkörpers KSl er¬ streckt sich dabei von der als Torsionssperre wirkenden Ein¬ legevorrichtung ELV bis etwa zu den Mitnehmerelementen der Tordiervorrichtung TV. Dabei ist der Speicherkörper KSl in der Mitte seiner Tordierstrecke durchbrochen dargestellt, um anzudeuten, daß der eigentliche Speicherkörper KSl wesentlich länger als in der schematischen Darstellung von Figur 1 dar¬ gestellt ist. Die Verseilelemente VEl bis VE4 werden in die¬ sen nach außen offenen Kammern KAI bis KA4 im Außenmantel des Speicherkörpers dann während der Verseilung bzw. Tordierung des Speicherkörpers KS in einer Art Kanal getrennt voneinan¬ der geführt, so daß dem jeweiligen Verseilelement ein spezi¬ fischer Wegverlauf zugeordnet ist. Dadurch können die

Verseilelemente VEl bis VE4 auch nicht unzulässige Bewegungen ausführen, wie z.B. vom Kammergrund abheben und in unzuläs¬ sige Positionen gelangen. Vielmehr verbleiben sie stets ge¬ trennt voneinander in ihrer jeweiligen zugeordneten Kammer. So ist vorteilhaft weitgehend vermieden, daß sich benachbarte Verseilelemente z.B. berühren, durcheinander¬ geraten, oder sich gar während der Tordierung des Spei¬ cherkörpers KSl miteinander verflechten können. Vorzgusweise durch freie Führung der Verseilelemente VEl bis VE4 in den Kammern KAI bis KA4 ist diesen ermöglicht, auch in gewissem Umfang eine Rückdrehung auszuführen. Denn sie sind in ihren Kammern mit Spiel geführt, so daß sie dadurch Aus¬ gleichsbewegungen ausführen können. Insbesondere können sie am jeweiligen Kammergrund oder den Kammer-Innenwänden zu- mindest teilweise abrollen. Die Verseilelemente VEl- VE4 laufen durch die Kanäle bzw. Kammern KA1-KA4 somit weitgehend eigentorsionsfrei. Indem die Kammern KAI mit KA4 des Speicherkörpers KSl von Figur 1 nach dem Einlegen der Verseilelemente VEl mit VE4 zumindest teilweise oder ganz frei von Abdeckmitteln entlang der eigentlichen Speicher¬ strecke TS gehalten werden, ist ein günstiges dynamisches Verhalten des Speicherkörpers, insbesondere durch ein nie¬ driges Torsionswiderstandssmoment sowie Massen-Trägheits¬ moment, weitgehend sichergestellt. Weiterhin ist dadurch zugleich eine einfache visuelle Kontrolle des Verseilvor¬ ganges ermöglicht. Gleichzeitig wirkt der jeweils durch Torsion vorgespannte Speicherkörper KSl als Federspeicher, der das Revisieren des Speicherkörpers KSl bzw. der an ihn gekoppelten Verseilscheibe VS selbst mitunterstützt und seine Federenergie wieder in den Reversionsvorgang miteinbringt.

Die Umkehrung der Drehrichtung der Verseilscheibe VS und des mit ihr fest verbundenen Speicherkörpers KSl wird also durch die aufgrund der Torsion aufgebauten Rückfederungskraft beschleunigt. Es ergibt sich somit insgesamt betrachtet eine verbesserte Wirkungsweise des Verseilvorganges.

Für den Speicherkörper KSl wird zweckmäßigerweise ein elastisch tordierbares Material gewählt, das torsionsfedernd wirkt. Insbesondere kommen dafür Federstahl (-Stäbe), Feder- Edelstahl, eloxiertes Aldrey, Glasfaser-Harz-Verbundelemente, Kohlenstoffaser-Harz-Verbundelemente, extrudierbarer Kunst¬ stoffe bevorzugt PE, PP, GI u.U. mit Faserverstärkungen in Längsrichtung des Speicherkörpers, oder sonstige Kunststoff- Kombinationen in Frage. Auf diese Weise ist der Speicherkör¬ per in einfacher Weise sowie kostengünstig herstellbar und somit auch bei Verschleiß ohne allzu großen Aufwand aus¬ tauschbar. Die Dimensionierung des Speicherkörpers erfolgt vorzugsweise nach der Torsionsbegrenzung des verwendeten Ma¬ terials und den bei voller Besetzung des Speicherkörpers re¬ sultierenden Umschlingungswinkel. Die durch die Torsion und die Zugkraft der Verseilelemente auf den Speicherkörper wirk¬ sam werdende GesamtSpannung wird zweckmäßigerweise kleiner gleich 40 % seiner zulässigen Torsionswechselspannung ge¬ wählt. Die Eigensteifigkeit des Speicherkörpers KSl wird vor¬ teilhaft derart gewählt, daß eine gleichmäßige Ausbildung der Drallängen bzw. der Umschlingungen der Verseilelemente VEl bis VE4 innerhalb der Speicherstrecke TS zwischen der Einle¬ gevorrichtung ELV und der Tordiervorrichtung TV gewährleistet ist. Die Kammern KAI bis KA4 laufen also gleichmäßig wendei¬ förmig um die Verseilachse LA herum, d.h. ihre Ganghöhe ist bei der Torsion entlang der Torsionsstrecke TS etwa konstant.

Durch das stern-, insbesondere kreuzförmige Querschnittspro- fil mit den kleinvolumigen Kammern KAI bis KA4 weist der Speicherkörper KSl vorteilhaft ein günstiges dynamisches Ver- halten wie z.B. ein niedriges Massen- sowie Torsionsmoment auf, so daß er sich leicht verdrehen läßt. Bei sehr geringen Abständen der in den Kanälen geführten Verseilelemente zur Drehachse LA, insbesondere bei Abständen zwischen 1,5 und 6 mm, bevorzugt zwischen 3,5 und 5 mm, ergeben sich für die Umschlingungen der Verseilelemente VEl bis VE4 vorteilhaft sehr große Krümungsradien, die eine geringe Reibung der Ver¬ seilelemente VEl bis VE4 in den Kammern KAI bis KA4 nach sich

ziehen, was wiederum eine gleichmäßige Verteilung der Um¬ schlingungen begünstigt.

Während Figur 1 den Speicherkörper KSl im untordierten Zu- stand zeigt, d.h. zum Zeitpunkt zwischen einer Links- und einer Rechtstordierung, ist in Figur 2 der Zustand des Speicherkörpers KSl von Figur 1 bei einer Tordierung im Uhr¬ zeigersinn (= Rechtsdrehung in Durchlaufrichtung betrachtet) dargestellt. Die Rechtsdrehung ist mit einem Pfeil RD ange- deutet. Unverändert übernommene Elemente aus Figur 1 sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Es bildet sich die Tor- dier- bzw. Speicherstrecke TS, wobei es mit dem Speicher¬ körper KSl nicht fest verbunden ist, zwischen der Einlegevor¬ richtung ELV und der Tordiervorrichtung TV aus, entlang der die Kammern KAI bis KA4 mit den eingelegten Verseilelementen VEl bis VE4 vorzugsweise gleichmäßig in Längsrichtung Schraubenlinien- bzw. wendeiförmig um die Verseilachse LA herumlaufen. In Figur 2 ist der Einfachheit halber nur der wendeiförmige Verlauf der beiden Kanäle KAI und KA4 mit den Bezugszeichen KAI* und KA4* sowie ihr sie trennender Steg mit dem Bezugszeichen STl* gekennzeichnet. Dabei stellen die in die Kammern KAI bis KA4 eingreifenden Stege TS1 bis TS4 der Einlegevorrichtung ELV eine linksseitige Torsionssperre bzw. feststehende (starre) Verdrehsperre sowie die Mitneh- merelemente ME1 bis ME4 der Tordiervorrichtung TV einen rechtsseitigen Verdrehantrieb für den Speicherkörper KSl dar. Durch die Rechts-Tordierung verkürzt sich der Spei¬ cherkörper KSl im Vergleich zu Figur 1 um eine Strecke TS - TS*. Vorzugsweise wird der Speicherkörper KSl höchstens um 5 %, insbesondere um höchstens 1 % sowie bevorzugt um 0,2 bis 0,5 % seiner Gesamtlänge im untordierten Zustand verkürzt. Vorzugsweise verringert sich die Länge des Speicherkörpers KSl um die Strecke VK zwischen 12 und 50 mm, insbesondere zwischen 12 und 50 mm.

Um ein etwaiges Ausweichen oder ein Ausknicken des torsions- elastischen Speicherkörpers KSl während seiner Tordierung

möglichst zuverlässig vermeiden zu können, kann zumindest bereichsweise vorteilhaft mindestens ein Abdeck- bzw. Ab¬ stützmittel zusätzlich vorgesehen sein. In den Figuren 1 und 2 umgibt beispielsweise ein Außenrohr AR den Speicherkörper KSl entlang nahezu seiner gesamten Speicher- bzw. Tordier¬ strecke konzentrisch, wobei es mit dem Speicherkörper KSl nicht fest verbunden ist. Dieses Außenrohr AR ist in den Fi¬ guren 1 und 2 jeweils strichpunktiert angedeutet. Es ist mit Hilfe eines Halters HAI zu Beginn der Speicherstrecke TS so- wie mit eines Halters HA2 am Ende der Speicherstrecke TS feststehend auf der Grundplatte GP2 befestigt. Durch das feststehende, vorzugsweise kreiszylinderförmige Außenrohr AR wird der Speicherkörper KSl nach außen hin abgestützt und kann deshalb auch nicht bei der Tordierung "korkenzieherartig" nach außen hin ausweichen bzw. durchhän- gen, d.h. der Speicherkörper KSl behält auch im tordierten Zustand (vgl. Fig. 2) in etwa den gleichen konstanten Durch¬ messer entlang seiner axialen Erstreckung wie im untordierten Zustand (vgl. Fig. 1) bei. Insbesondere weist dazu das Außen- röhr AR einen Innendurchmesser auf, der etwa dem Außendurch¬ messer des Speicherkörpers KSl entspricht. Vorzugsweise um¬ gibt das Außenrohr AR den Speicherkörper KSl mit Spiel, um eine reibungsfreie Tordierung des Speicherkörpers KS weitge¬ hend sicherstellen zu können. Gleichzeitig stellt das Außen- röhr AR zusätzlich sicher, daß die Öffnungen der Kammern KAI und KA4 nach außen hin abgedeckt sind und ihre Verseilele¬ mente VEl - VE4 nicht ihre Plätze in den Kammern KAI - KA4 verlassen können, so daß eine besonders sichere Verseilung gewährleistet ist. Insbesondere ist im untordierten Zustand des Speicherkörpers, vorzugsweise z.B. bei Stillstand der Verseilvorrichtung sichergestellt, daß die in die offenen Kammern eingelegten Verseilelemente nicht aus den Kammern heraushängen oder gar herausfallen können. Somit ist weitge¬ hend vermieden, daß bei einem etwaigen Abheben der Verseil- elemente VEl - VE4 vom Kammergrund diese jeweils eine unzu¬ lässige Position außerhalb ihrer jeweils zugeordneten Kammer KAI - KA4 einnehmen. Wandern in kritischen Betriebszuständen

gegebenenfalls die Verseilelemente VEl - VE4 nach außen, so können sie am Innenmantel des konzentrisch angeordneten, stationären Außenrohres bzw. Abdeckrohres abrollen, aber nicht die slektiv zugeordneten Kammern KAI - KA4 verlassen bzw. aus diesen herausspringen. Das Außenrohr AR dient also zusätzlich als Abdeckungsmittel für die radial nach außen offenen Kammern KAI - KA4. Es verhindert zuverlässig, daß die Verseilelemente VEl - VE4 ihre Kammern KAI - KA4 verlassen, sich dann womöglich z.B. sogar im Außenraum überschlagen (verdrillen), z.B. dort womöglich durcheinander geraten oder sich sogar miteinander verflechten. Das Außenrohr AR ist vor¬ zugsweise aufklappbar bzw. teilbar ausgebildet, so daß für die Montage bzw. das Einlegen der Verseilelemente in die je¬ weils zugeordneten Kammern der Speicherkörper KSl frei zugänglich gemacht werden kann. Gegebenenfalls kann es zweck¬ mäßig sein, das Außenrohr AR in Längsrichtung über den Speicherkörper KSl hinweg abzuziehen, so daß die Kammern KAI - KA4 unabgedeckt sind.

Figur 3 zeigt, wie die Verseileinrichtung W nach den Figuren l bzw. 2 mit den Verseilelementen VEl - VE4 belegt werden kann. Im einzelnen wird dabei so verfahren, daß nach Entfer¬ nen des Außenrohres AR zunächst die Verseilscheibe VS aus der Tordiervorrichtung TV stirnseitig entnommen wird. Zur Veran- schaulichung dazu ist die Verseilscheibe VS in Figur 3 in der gedachten Verlängerung des Speicherkörpers KSl gezeichnet. Dann wird der Speicherkörper KSl in axialer Richtung, d.h. in Durchlaufrichtung LA, um einen Verschiebeweg AVI verschoben. Zu diesem Zweck ist die Grundplatte GP1 mit der Fixiervor- richtung FV axial verschiebbar ausgebildet, so daß der

Speicherkörper KSl gegenüber seiner Arbeitsposition in den Figuren 1 bzw. 2 um den Verschiebeweg AVI nach rechts bewegt werden kann. Dabei ragt er mit seinem ausgangsseitigen Ende um eine Strecke AV2 aus der Tordiervorrichtung TV hervor, so daß dieses Ende frei zugänglich und damit der Einfädelvorgang der Verseilelemente im Bereich der Tordiervorrichtung TV bes¬ ser handhabbar wird. Zweckmäßiger Weise wird der Verschiebe-

weg AVI zwischen 250 und 300 mm gewählt. Die Strecke AV2 ist zwischen 220 und 270 mm für die freie Zugänglichkeit des aus- gangsseitigen Endes des Speicherkörpers KSl zweckmäßig. An¬ schließend werden die Verseilelemente VEl - VE4 von ihren Vorratsspulen kommend (vgl. Fig.l) in die nach außen offenen und damit frei zugänglichen Kammern KAI - KA4 des untordier¬ ten Speicherkörpers KSl eingelegt. Dabei ist durch die freie Zugänglichkeit der Kammern KAI - KA4 nahezu auf der gesamten Länge des Speicherkörpers KSl die Handhabbarkeit der Verseil- elemente VEl - VE4 beim Einlegen wesentlich erleichtert. Ein kompliziertes Einfädeln der Verseilelemente in die Kanäle entfällt vorteilhaft, da sie nicht rundum geschlossen, son¬ dern nach außen offen sind. Nur im Bereich der Einlegevor¬ richtung ELV sowie im Bereich der Tordiervorrichtung TV ist noch ein Durchfädeln der Verseilelemente auf einer sehr kur¬ zen Länge durch die dort gebildeten "Tunnel" erforderlich, während der restliche Speicherkörper frei zugänglich ist. Vorteilhaft kann es. auch sein, die Einlegevorrichtung ELV sowie die Tordiervorrichtung TV teilbar auszubilden, so daß diese zur Montage aufgeklappt werden können und der Speicher¬ körper KSl auch noch dort frei zugänglich gemacht wird. Der Speicherkörper verbleibt vorzugsweise auf einer Länge zwi¬ schen 90 und 97 % seiner Gesamtlänge offen, d.h. frei zugäng¬ lich. Die Verseilelemente VEl - VE4 werden schließlich durch die Durchgangsöffnungen DOl - D04 der Verseilscheibe VS hindurchgeführt, die Verseilscheibe VS wieder in die Tor¬ diervorrichtung TV fest eingesetzt und der Speicherkörper in seine Arbeitsposition um die Strecke AVI (nach links) zurückgefahren. Durch das Zurückschieben des Speicherkörpers KSl wird wieder die Betriebsstellung erreicht.

Indem der Speicherkörper KSl von Figur 3nur an seinem ein¬ laufseitigen Ende verdrehfest fixiert ist und ein ausgangs- seitiges freies Ende aufweist, kann er zudem vorteilhaft einfach sowie schnell ausgetauscht werden.

Bei Verwendung eines Außenrohres AR ist dieses zweckmäßiger¬ weise zumindest abschnittsweise in eine erste Halbschale OH und eine zweite Halbschale UH teilbar ausgebildet. Zum Einle¬ gen der Verseilelemente VEl - VE4 können dann die beiden Halbschalen OH und UH nach außen weggeklappt werden, was in

Figur 3 gestrichelt angedeutet ist, so daß der Speicherkörper KSl in Figur 3 z.B. entlang der gesamten Speicherstrecke TS wieder frei zugänglich ist.

Die Figuren 4 und 5 zeigen den Speicherkörper KSl zusammen mit dem Außenrohr AR gemäß der Figuren 1 und 2 in vergrößer¬ ter, teilweise perspektivischer Darstellung während des Be¬ triebes. Unverändert übernommene Elemente aus den Figuren 1 mit 3 sowie Figur 10 sind mit den gleichen Bezugszeichen ver- sehen. In Fig. 4 ist beispielhaft derjenige Zeitpunkt im Be¬ trieb festgehalten, bei dem der Speicherkörper KSl untordiert ist, d.h. zum Zeitpunkt maximaler Geschwindigkeit vor Beginn der erneut einsetzenden Tordierung. Als Verseilelemente VEl bis VE4 liegen dabei runde Leiter, insbesondere Adern mit kreisrunden Querschnitt wie z.B. Cu-Leiter, unter Zugspannung am Boden der Kammern KAI bis KA4 gestreckt an und werden dort auch möglichst gehalten.

Ausgehend von diesem untordierten Grundzustand des Speicher- körpers KSl von Figur 4 erfährt dieser nun eine Tordierung entgegen dem Uhrzeigersinn, was durch einen Pfeil LD in Figur 5 angedeutet ist. In Figur 5 verwindet sich der Speicherkör¬ per KSl bei Blick in Abzugsrichtung LA (vgl. Figur 1) also mit einem Links-Drall, wobei die Kammern KAI bis KA4 die Verseilachse etwa wendeiförmig umlaufen. Dadurch speichern diese Verseilschläge entlang der Speicherstrecke (TS von Fi¬ gur 1) und geben gleichzeitig den Verseilelementen VEl bis VE4 eine spezifische Einlaufläge zur Verseilung vor.

In den Kammern KAI bis KA4 sind die Verseilelemente VEl bis VE4 aufgrund der gegenüber sie im Profilquerschnitt größeren Kammern vorzugsweise weitgehend frei geführt, so daß sie

selbst weitgehend drallfrei, d.h. ohne Eigentorsion, dem Ver¬ seilnippel VN zugeführt sind. Auf diese Weise ist vorzugs¬ weise eine SZ-Verseilung mit weitgehender Rückdrehung der Verseilelemente ermöglicht. Vorteilhaft werden mit Hilfe des Speicherkörpers KSl zwischen 10 und 30 etwa gleichverteilte Umschlingungen bzw. Schläge für die jeweilige Drehrichtung bei einer Tordierstrecke (TS von Figur 1) zwischen 4 und 10 m, insbesondere zwischen 6 und 8 m, gespeichert. Zweckmäßi¬ gerweise führt der Speicherkörper zwischen 8 und 40 Umdrehun- gen pro Drehrichtung, insbesondere zwischen 10 und 30 Umdre¬ hungen pro Drehrichtung, vorzugsweise von etwa 16 Umdrehungen pro Drehrichtung aus. Bei der Tordierung des Speicherkörpers KSl behalten die Verseilelemente VEl bis VE4 im wesentlichen ihre Lage am Grund der Kammern KAI bis KA4 bei.

In kritischen Betriebssituationen, wie z.B. bei Schwingungen des Speicherkörpers, versuchen die Verseilelemente VEl bis VE4 gegebenenfalls vom Kammergrund nach außen hin abzuheben. Ein teilweises Hinauswandern kann hinsichtlich der gewünsch- ten separaten Führung jedes einzelnen Verseilelementes zweck¬ mäßigerweise aber bereits schon dadurch entschärft werden, daß die Kammertiefe entsprechend groß gewählt wird, so daß die Verseilelemente VEl bis VE4 durch die Stege STl bis ST4 auch dann noch getrennt voneinander geführt werden, wenn sie in den Kammern etwas radial nach außen wandern und nicht mehr am Kammergrund anliegen. Ein Berühren oder Durcheinandergera¬ ten benachbarter Verseilelemente ist somit bereits im wesent¬ lichen vermieden. Das gegebenenfalls z.B. zusätzlich vorge¬ sehene Außenrohr AR als Abdeckmittel sorgt zum einen dafür, daß der Speicherkörper von außen her um den Umfang gesehen abgestützt wird, d.h. versteift wird und somit während der Verseilung nicht seitlich ausbrechen kann. Der Speicherkörper KSl ist dabei zweckmäßigerweise mit so großem Spiel im Außen¬ rohr AR geführt, daß die Reibung zwischen dem Speicherkörper KSl und dem Außenrohr AR möglichst klein gehalten ist. Zum anderen deckt das Außenrohr AR die offenen Kammern KAI bis KAn jedoch gleichzeitig derart nach außen hin ab, daß die

Verseilelemente VEl bis VE4 an einem vollständigem Heraus¬ springen aus ihren Kammern KAI bis KA4 oder an einem Einklem¬ men zwischen dem Außenrohr AR und einem Steg wie z.B. STl des Speicherkörpers gehindert werden, d.h. sie können sich je- weils nur im Zwischenraum zwischen dem Innenmantel des Außen¬ rohres AR und den Kammerwandungen der jeweiligen Kammer bewe¬ gen. Die Wahrscheinlichkeit für ein Abheben bzw. Abdriften der Verseilelemente ist insbesondere zum Zeitpunkt des untor¬ dierten Zustandes des Speicherkörpers größer als während der Zeitdauer in dessem tordierten Zustand, da zu diesem Umkehr- Zeitpunkt die Drehwinkelgeschwindigkeit und damit auch die wirksam werdenden Fliehkräfte am größten sind. Wird dennoch ein Verseilelement aus seiner Kammer ganz nach außen heraus¬ geschleudert, so wird es durch das Außenrohr AR in seiner Kammer besonders zuverlässig zurückgehalten. In Figur 4 ist beispielsweise das Verseilelement VE4 vom Kammerboden abgeho¬ ben und liegt am Innenmantel des Außenrohres AR an. Diese Position des Verseilelementes ist in Figur 4 strichpunktiert angedeutet und mit dem Bezugszeichen VE4* versehen. Das Au- ßenrohr AR ermöglicht dann vorteilhaft ein Abrollen des

Verseilelements, bis es sich wieder am Kammerboden anlegt.

In Figur 6 wird der Speicherkörper KSl in Abwandlung zum durchgängigen Außenrohr AR der zu den Figuren 1 mit 5 jeweils nur abschnittsweise von mehreren, in Längsrichtung aufeinan¬ derfolgenden vorzugsweise kreiszylinderförmigen Außenrohren bzw. Abdeckrohren abgestützt bzw. abgedeckt, während er je¬ weils im Zwischenabschnitt (Lücke) zwischen zwei benachbarten Außenrohren offen und damit frei zugänglich bleibt. Unverän- dert übernommene Elemente aus den Figuren 1 mit 3 sind je¬ weils mit den gleichen Bezugszeichen versehen. In Figur 6 sind insgesamt von m Außenrohren, die als bereichsweise Ab¬ deck- bzw. Abstützmittel dienen, entlang der Speicherstrecke der Einfachheit halber nur drei gezeichnet, und zwar die Au- ßenrohre AI, A2 und Am. Die Abdeck- bzw. Außenrohre AI bis Am sind dabei zweckmäßigerweise als eigenständige, stationäre (feststehende) Bauelemente vorgesehen, die den Speicherkörper

KSl konzentrisch mit Spiel bzw. einem Spalt umgeben und mit ihm nicht fest verbunden sind, d.h. die Außenrohre AI mit Am sind von dre Drehbewegung des Speicherkörpers KSl entkoppelt. Zweckmäßigerweise weisen zwei benachbarte Außenrohre wie z.B. AI, A2 jeweils einen Abstand AS in Längsrichtung, d.h. eine Lücke, zwischen 0,2 und 1,5 m, insbesondere zwischen 0,4 und 1,0 m zueinander auf. Ihre Abdecklänge ist bevorzugt zwischen 10 und 100 mm gewählt, d.h. sie sind vorzugsweise ring- bzw. scheibenförmig ausgebildet. Insbesondere sind die Kanäle bzw. Kammern in axialer Richtung jeweils auf einer Länge zwischen 3 und 10 % der Gesamtlänge des Speicherkörpers von den Ab- stützmitteln abgedeckt, d.h. die Kanäle bleiben insgesamt betrachtet, vorzugsweise auf einer Länge zwischen 90 und 97 % ihrer Gesamtlänge offen. Die Kanäle bleiben insbesondere auf einer Länge zwischen 5 und 9 m offen. Die nur abschnittsweise angebrachten, insbesondere ggf. als FührungsScheiben bzw. Führungsringe ausgebildeten Außenrohre AI bis Am sorgen weit¬ gehend dafür, daß der Speicherkörper KSl auch während seiner Tordierung einen geradlinigen Verlauf aufweist, d.h. nicht seitlich ausbricht. Gleichzeitig bilden die Außenrohre AI bis Am auch bereichweise Abdeckmittel bzw. Abdeckungen für die Kammern KAI bis KA4 und sichern somit zuverlässig die Lage der Verseilelemente VEl bis VE4, d.h. die Verseilelemente VEl bis VE4 bleiben in allen Betriebssituationen sowie im Still- stand bzw. im Montagefall der Verseilvorrichtung stets von¬ einander separiert. Sie werden also stets selektiv entlang der Speicherstrecke geführt, d.h. sie verbleiben in ihren Kammern KAI bis KA4 und können aus diesen nicht mehr heraus¬ fallen. Dabei verbleiben die Abschnitte des Speicherkörpers zwischen zwei benachbarten Außenrohren stets frei zugänglich, was das Einlegen bzw. Einfädeln neuer Verseilelemente bei der Montage wesentlich vereinfacht. Ein Entfernen der Außenrohre AI - Am ist somit vorteilhaft nicht eigens erforderlich.

In Figur 7 sind in weiterer Abwandlung zu den Figuren 1 mit 6 mehrere einzelne Außen- bzw. Tragrohre AA1 bis AA4 als Ab- stützmittel insbesondere nahezu lückenlos, nacheinander ent-

lang der Speicherstrecke TS angeordnet, die den Speicherkör¬ per KSl jeweils umgeben und nach außen hin abstützen. Sie sind vorzugsweise teilbar ausgebildet, so daß sie zum Einle¬ gen der Verseilelemente in die Führungskanäle weggeklappt werden können. Die Tragrohre AAl bis AA4 werden vorzugsweise so aufgehängt bzw. gelagert und angetrieben, daß sie der jeweiligen Drehbewegung des ihnen zugeordneten Speicherkör¬ per-Abschnitts möglichst genau nachfolgen, um die Relativbe¬ wegung (Schlupf) zwischen dem jeweiligen Speicherkörper- Abschnitt und der zugehörigen Rohrwandung möglichst gering zu halten. Die Tragrohre AAl bis AA4 werden aus diesem Grund mit unterschiedlichen Drehzahlen nl bis n4 abschnittsweise rotie¬ rend angetrieben, wobei sie jeweils synchron zur Tordiervor¬ richtung TV ihre Drehrichtung wechseln.

Figur 8 zeigt den Drehzahlverlauf n des Speicherkörpers KSl entlang seiner Tordierstrecke TS zwischen der als Tordier- sperre wirkenden Einlaufvorrichtung ELV und der Tordiervor¬ richtung TV. Der Drehzahlverlauf für den Speicherkörper KSl ist in Figur 8 durch die ansteigende, strichpunktiert ge¬ zeichnete Gerade nKS gekennzeichnet. Da der Speicherkörper KSl an seinem einlaufseitigen Ende verdrehfest fixiert ist, dreht er sich einlaufseitig nicht, d.h. er bleibt dort untor- diert. In Durchlaufrichtung steigt dann die Drehzahl nKS des Speicherkörpers KSl linear bis zur maximalen Drehzahl nKS =

MAX an. Mit dieser maximalen Drehzahl rotiert das freie, aus- gangsseitige Ende des Speicherkörpers KSl, da es dort weit¬ gehend frei, ohne in Umlaufrichtung und/oder in Längsrichtung festgehalten zu werden, mit Hilfe der Tordiervorrichtung TV gezielt verdreht werden kann. Das freie Ende des Speicher¬ körpers KSl dreht sich also mit der Drehzahl n5 = MAX des Tragrohrs AR5, angetrieben durch den Motor M05. Die Dreh¬ zahlen nl bis n4 der Tragrohre AAl bis AA4 von Figur 7 werden nun so eingestellt, daß jeweils etwa in der Mitte des jewei- ligen Tragrohrs die Tragrohr-Drehzahl nAR der Speieherkörper- Drehzahl nKS entspricht, so daß dort nahezu kein Schlupf auf¬ tritt. Die Rohrführungen AAl - AA4 der vier-geteilten Tor-

dierstrecke TS des Speicherkörpers KSl von Figur 7 rotieren dann beispielsweise mit folgenden Drehzahlen nl bis n4:

nl = 0 n2 = 1/4 n5 n3 = 1/2 n5 n4 = 3/4 n5

Das einlaufseitig erste Tragrohr AAl wird also mit der Dreh- zahl nl = 0 betrieben, d.h. es steht fest, während die Trag¬ rohre AA2 bis AA4 mittels Motoren M02 bis M04 entsprechend den Drehzahlen n2 bis n4 in Rotation versetzt werden. Durch die Angleichung der Führungsrohr-Drehzahlen nl bis n4 an die jeweilige Speicherkörper-Drehzahl nKS wird somit weitgehend sichergestellt, daß der Verschleiß des Speicherkörpers KSl, insbesondere die Abnutzung dessen Stege, der Außenrohre oder eine Beanspruchung bzw. Beschädigung der Verseilelemente weitgehend reduziert wird. Gleichzeitig wird durch diese Ma߬ nahme eine im wesentlichen gleichmäßige Torsion des Speicher- körpers KSl erreicht, so daß sich die Umschlingungen der Ver¬ seilelemente gleichmäßig entlang der Speicherstrecke TS ver¬ teilen. In Figur 8 ergibt sich somit ein stufenförmiger Ver¬ lauf der Drehzahl n der Rohrführungen bzw. Tragrohre AAl bis AA4 und AR5 mit den Rechteck-Stufen jeweils konstanter Dreh- zahl nl bis n5. Allerdings verbleibt dabei aufgrund der end¬ lichen Länge der Rohrführungen ein Restschlupf zu Beginn und am Ende der jeweiligen Rohrführung. In Figur 8 tritt bei¬ spielsweise ein Restschlupf Δs = nKS - n2 beim Außenrohr AR2 zum Speicherkörper KSl auf.

Im Unterschied zu den mit dem Speicherkörper KSl nicht gekop¬ pelten (unverbundenen) Außenrohren der Figuren 1 mit 7 sitzen in Figur 9 Abstützelemente bzw. Abdeckmittel ADl bis AD4 ab¬ schnittsweise mit Abstand zueinander auf dem Speicherkörper KSl. Diese sind mit ihm fest verbunden und rotieren deshalb mit ihm synchron. Mindestens ein Abstützelement wie z.B. ADl bis AD4, umgibt den jeweiligen Speicherkörper-Abschnitt kon-

zentrisch. Es bildet also jeweils eine Art Führungsrohr. Zwischen jeweils zwei benachbarten Abstützelementen wie z.B. ADl und AD2 verbleibt jeweils vorzugsweise eine Lücke, d.h. dort sind die Kammern KAI bis KA4 nicht abgedeckt, sondern radial nach außen offen und somit im Betrieb sowie im Monta¬ gefall weitgehend frei zugänglich. Zur formschlüssigen Mit¬ nahme (Kopplung) weisen die Abstützelemente ADl bis AD4 je¬ weils vier nasenförmige bzw. stegartige Ausbuchtungen AE11 bis AE14, AE21 bis AE24, AE31 bis AE34 sowie AE41 bis AE44 auf. Diese Ausbuchtungen wie z.B. AE11 bis AE14 greifen je¬ weils im wesentlichen paßförmig bzw. formschlüssig in die Kammeröffnungen KAI bis KA4 entsprechend den Mitnehmerelemen¬ ten MEl bis ME4 der Tordiervorrichtung TV ein. Sie liegen also an den Kammerwandungen ihrer jeweiligen Kammer (entsprechend den Mitnehmerelemten MEl bis ME4 der Tordier¬ vorrichtung TV) im wesentlichen formschlüssig an und werden somit bei der Tordierung des Speicherkörpers KSl in die jeweilige Drehrichtung synchron mitgenommen. Es besteht also jeweils eine feste Kopplung zwischen dem Speicherkörper und den Abstützelementen bzw. Abdeckmitteln. Die mitgenommenen Abstützelemente ADl bis AD4 sind jeweils in Lagern LA1 bis LA4, vorzugsweise Luftlagern, feststehender AbStützungen AS1 bis AS4 gehalten, so daß der Speicherkörper KSl nach außen hin abgestützt ist. Die Abstützelemente ADl bis AD4 mit den Lagerungen LA1 bis LA4 werden vorteilhaft in Abständen zwi¬ schen 1 und 2 m voneinandern angebracht. Das Lager LA5 für die Tordiervorrichtung TV selbst ist in einer feststehenden AbStützung AS5 vorgesehen. Ein Abstützelement erstreckt sich dabei vorzugsweise zwischen 30 und 50 mm in Längsrichtung. Auf diese Weise bleibt der Speicherkörper KSl zumindest be¬ reichweise offen, was seine Handhabbarkeit durch die freie Zugänglichkeit wesentlich erleichtert. Insbesondere sind die Abstützelemente ringförmig ausgebildet, d.h. der größte Teil der Speicherstrecke verbleibt nach außen hin offen.

Die Abstützelemente ADl bis AD4 bilden zudem bereichsweise Abdeckungen für die offenen Kammern KAI bis KA4. Sie schlie¬ ßen diese also nur bereichsweise rohrförmig ab, wodurch die Verseilelemente VEl bis VE4 dennoch stets in den Kammern ge¬ halten und geführt sind. Dabei halten die stegartigen Aus¬ buchtungen bzw. Mitnehmerelemente der Abstützelemente ADl bis AD4 die Verseilelemente VEl bis VE4 in definierter Weise je¬ weils am Kammergrund fest, so daß den Verseilelementen VEl bis VE4 in Abständen jeweils immer wieder entlang der Tor¬ dierstrecke eine definierte Führung vorgegeben ist. Zusätz¬ lich oder unabhängig hiervon werden durch die Lagerung der Abstützelemente z.B. ein Durchhängen, unzulässig große Schwingungen oder Ausknickungen des Speicherkörpers KSl weit- gehend vermieden.

Figur 11 zeigt einen zu Figur 10 abgewandelten Speicherkörper KS2, in dessen Profil zusätzlich Verstärkungselemente VE vor¬ gesehen sind. Unverändert übernommene Elemente auss Figur 10 sind in Figur 111 jeweils mit den gleichen Bezugszeichen ver¬ sehen. Diese verleihen dem Speicherkörper KS2 eine zusätzli¬ che Steifigkeit, so daß er sich entlang seiner Speicher¬ strecke gleichmäßig tordieren läßt, d.h. die Kammern verlau¬ fen bei der Tordierung gleichmäßig verteilt um die Längsachse des Speicherkörpers in Durchlaufrichtung. Als Material für die Verstärkungselemente VE kommt vorzugsweise glasfaser¬ verstärkter Kunststoff (GFK) bzw. Aramid in Frage, das zweck¬ mäßigerweise In Längsrichtung faden-, bandförmig oder in sonstiger Weise in das Material des Speicherkörpers KS2 bei dessen Fertigung, insbesondere Extrusion, eingelagert werden kann.

Zweckmäßig kann es gegebenenfalls auch sein, jeweils am äuße¬ ren Ende der sich radial nach außen erstreckenden Stege STl bis ST4 Rückhalteelemente RE1 bis RE4 anzubringen. Sie sind in Figur 11 strichpunktiert angedeutet. Die Rückhalteelemente RE1 bis RE4 sind jeweils als vorzugsweise bogenförmige Stege

ausgebildet, die jeweils zu beiden Seiten in die jeweilige Kammeröffnung hineinragen und diese teilweise abdecken. Vor ¬ zugsweise verlaufen die Rückhalteelemente in Form eines Kreisbogenabschnitts, d.h. sie liegen auf einem gedachten Teilkreis. Beispielsweise wird die Kammer KA2 im Bereich ih ¬ rer Kammerwandungen (Stege STl, ST2) von der jeweils der Kam¬ mer KA2 zugewandten Hälfte des Rückhalteelements REl sowie des Rückhalteelements RE2 teilweise abgedeckt. Es verbleibt also etwa in der Mitte der Öffnung der Kammer KA2 eine Lücke bzw. Spalt, so daß die Kammer KA2 trotzdem noch frei zugäng¬ lich bleibt. Mit Hilfe der Rückhalteelemente REl bis RE4 wird weitgehend sichergestellt, daß die Verseilelemente ihre Kam¬ mern bei etwaig wirksam werdenden Zentrifugalkräften nicht verlassen und in unzulässige Positionen gelangen können. Vor- zugsweise halten die Rückhalteelemente REl bis RE4 diejenigen Verseilelemente zurück, die sich jeweils im Bereich der bei¬ den Kammerwandungen bzw. Stege z.B. STl, ST2 einer Kammer z.B. KA2 nach außen bewegen. Die Rückhalteelemente REl bis RE4 bilden also nicht etwa einen vollständig geschlossenen Außenmantel in Form eines kreiszylinderförmigen Außenrohres, sondern weisen um den Umfang gesehen jeweils etwa mittig zur jeweiligen Kammer Lücken Ll bis L4 auf. Zweckmäßigerweise erstrecken sich die Rückhalteelemente REl bis RE4 im untor¬ dierten Zustand des Speicherkörpers KS2 in Längsrichtung über die volle Speicherkörper-Länge. Zweckmäßig kann es aber auch sein, in Durchlaufrichtung nur in Abständen Rückhalteelemente REl bis RE4 abschnittsweise an den Stegen STl bis ST4 anzu¬ bringen. Die Rückhalteelemente REl bis RE4 sind vorzugsweise elastisch ausgebildet. Sie weisen insbesondere gegenüber dem Speicherkörper KSl eine verringerte Eigensteifigkeit auf. Genauso kann es zweckmäßig sein, die Rückhalteelemente REl bis RE4 gemeinsam mit dem Speicherkörper von Figur 10 zu ex- trudieren.

Figur 12 zeigt einen zu Figur 10 abgewandelten, n-geteilten

Speicherkörper KS3 für n zu verseilende Verseilelemente mit n Kammern bzw. Kanälen VK1 bis VKn, die jeweils durch Stege Sl

bis Sn voneinander getrennt sind. Die Kammern VK1 bis VKn weisen vorzugsweise jeweils ein etwa V-förmiges bzw. sektor- förmiges Profil im Querschnitt auf, wobei der jeweilige Kam¬ merboden zur zuverlässigen und sicheren Führung der Verseilelemente mit einer abgerundeten Innenkontur versehen ist.

Der zu Figur 10 abgewandelte, rotationssymmetrische Spei¬ cherkörper KS4 von Figur 13 weist Kammern PK1 bis PK4 mit etwa parabelförmiger Querschnittsform auf, die in einen kreiszylinderförmigen Ausgangsksörper eingelassen werden. Dadurch können die vorzugsweise runden, bevorzugt kreiszylin- derförmigen Verseilelemente VEl bis VE4 mit weiterer verrin¬ gerter Reibungskraft an den Kammerwänden abrollen. Weiterhin ergibt sich für den Speicherkörper KS4 gegenüber dem Spei¬ cherkörper KSl von Figur 10 eine verbesserte Eigenstei- figkeit, da die Stege außen (in Umfangsrichtung) breiter als innen sind.

In Figur 14 ist als weitere Alternative zum Speicherkörper KSl von Figur 10 ein rotationssymmetrischer Speicherkörper KS5 mit etwa schalenförmigen Kammern SKI bis SK4 dargestellt. Die Kammern SKI bis SK4 weisen als Innenrand bzw. Innenkontur etwa die Form eines Kreisbogenabschnitts auf, d.h. in einen ursprünglich kreiszylinderförmigen Strang sind um den Umfang gleichmäßig verteilt halbkreisförmige Aussparungen als Füh¬ rungskanäle eingelassen. Dies verbessert ebenfalls gegenüber Figur 10 das Abrollverhalten der vorzugsweise runden Verseilelemente VEl bis VE4.

Figur 15 zeigt als weitere Variante des Speicherkörpers KSl von Figur 10 einen Speicherkörper KS6, in dessen ursprünglich kreiszylinderförmigen Querschnittsprofil etwa rechteckformige bzw. U-förmige, nach außaen offene Kammern RK1 bis RK4 einge- lassen sind. Diese etwa rechteckförmigen Kammern RK1 bis RK4 eignen sich vorzugsweise z.B. zur Verseilung rechteckförmiger bzw. U-förmiger Lichtwellenleiter-Bändchenstapel oder z.B.

pel von U-Profilelementen mit eingelegten Bändchenstapeln. Der Übersichtlichkeit halber ist in Figur 15 lediglich in der insbesondere radial nach außen offenen Kammer RK3 ein mit einem Lichtwellenleiter-Bändchenstapel BL belegtes U-Profil- element UPI eingezeichnet. Das U-Profilelement UPI ist dabei vorzugsweise mit einer etwa rechteckförmigen Hülle AH ringsum umgeben. Das U-Profilelement UPI wird vorteilhaft zumindest vollständig von der Kammer RK3 aufgenommen, so daß es nicht aus der Kammeröffnung herausragt. Dazu weist die Kammer RK3 eine Kammerquerschnittsform auf, die im wesentlichen der Querschnittsform des Verseilelements entspricht, d.h. die jeweilige Kammer ist bezüglich ihrer Tiefe in radialer Richtung und ihrer Breite in Umfangsrichtung an die Dimensionierung des jeweils zugeordneten Verseilelements angepaßt. Vorzugsweise kann die Kammer RH3 so dimensioniert werden, daß das U-Profilelement UPI mit einem Freiraum (radiales Spiel) zum Außendurchmesser des Speicherkörpers in der Kammer RK3 versenkt ist. Das radiale Spiel kann zweckmä¬ ßig um etwa 0,3 mm gewählt sein. Zu den Kammerwänden weist das U- rofilelement UPI vorzugsweise ein seitliches Spiel (Freiraum in Umfangsrichtung) auf, insbesondere 0,25 mm je Seite. Der Kammerquerschnitt ist also zweckmäßigerweise etwas größer als der Profilquerschnitt des jeweiligen Ver¬ seilelements gewählt, um den Abzug des Verseilelements durch seinen zugeordneten Kanal möglichst reigungsarm durchführen zu können.

Insgesamt betrachtet kann es somit gegebenenfalls auch zweckmäßig sein, die Kammern im wesentlichen an die Quer- schnittsform des jeweiligen Verseilelements anzupassen. Ins¬ besondere bei der Verseilung nichtrunder Elemente wie z.B. mit sektor-, trapez-, rechteckförmiger Querschnittsform wei¬ sen die Führungskanäle bzw. Kammern annäherungsweise korre¬ spondierende Kammerquerschnitte zu diesen auf. Dadurch ist insbesondere eine Verseilung ohne Rückdrehung ermöglicht. Selbstverständlich ist es gegebenenfalls auch möglich, die Kammern bzw. Kanäle so groß zu dimensionieren, daß die

nichtrunden Verseilelemente selbst wiederum frei drehbar sind, folglich zumindest teilweise rückdrehen und damit weit¬ gehend eigentorsionsfrei verseilt werden können. Dazu weisen die Kanäle zweckmäßigerweise Querschnittsformen wie die der Kanäle in den Figuren 10 mit 14 auf, d.h. eine runde Innen¬ kontur, um die Eigendrehung der Verseilelemente zu ermögli¬ chen bzw. zu erleichtern. Vorzugsweise gelten dabei ähnliche Verhältnisse von Verseilelement-Größe zu Kammer-Größe wie für die Verseilelemente in den Kammern der Speicherkörper l mit 14.

Figur 16 zeigt einen weiteren zu Figur 10 abgewandelten, ro¬ tationssymmetrischen Speicherkörper KS7, der radial nach in¬ nen offene Kammern IK1 bis IK4 aufweist. Diese Kammern IK1 - IK4 sind um den Umfang gesehen außen breiter als innen. Für die Kammern IK1 bis IK4 ist insbesondere ein etwa kreissek- torförmiger bzw. trapezförmiger Querschnitt vorgesehen. Sie sind durch Stege IS1 bis IS4 voneinander getrennt, die sich vom kreiszylinderförmigen Außenmantel AM des Speicherkörpers KS7 aus radial nach innen hin erstrecken. Die Stege IS1 bis IS4 enden jedoch nicht im Mittelpunkt bzw. Zentrum des Speicherkörpers KS7 (im Querschnittsbild von Figur 16) , son¬ dern davor, so daß die Kammern IK1 bis IK4 nach innen hin offen bleiben. Zusätzlich kann im Zentrum des Speicherkörpers KS7 ggf. ein sich in Durchlaufrichtung erstreckendes Zentral- element ZE vorgesehen sein, das die nach innen hin offenen Kammern IK1 bis IK4 nach innen hin abdeckt. Das Zentralele¬ ment ZE ist in Figur 16 strichpunktiert angedeutet. Als Zen¬ tralelement ZE kann bevorzugt ein in Durchlaufrichtung abge- zogenes Verseilelement wie z.B. ein elektrisches und/oder optisches Übertragungselement, insbesondere mit kreisrunden Querschnitt wie z.B. ein runder Leiter vorgesehen sein. Auf diesem können die konzentrisch um ihn angeordneten Verseilelemente im Normalbetrieb abrollen und schließlich im Verseilnippel aufgeseilt werden. Auf diese Weise werden die mit VEl* bis VE4* bezeichneten Verseilelemente auch bei einer drehachsennahen Lage bzw. Führung vor einem Verlassen ihrer

Kammer zurückgehalten und getrennt voneinander geführt. Zum Einlegen der Verseilelemente VEl* bis VE4* ist der Speicher¬ körper KS7 vorteilhaft in zwei Halbschalen auseinandernehmbar bzw. aufklappbar.

Mittels der erfindungsgemäßen Einrichtung sowie dem zugehöri¬ gen Verfahren lassen sich bei entsprechend ausgebildetem Speicherkörper vielfältige Arten runder sowie nicht runder Verseilelemente verseilen. Als Verseilelemente kommen vor- zugsweise elektrische und/oder optische Übertragungselemente unterschiedlicher Größen, Formen und Aufbauten in Frage. Dies können beispielsweise elektrische Leiter (Adern) , elektrische Bandleitungen, optische Leiter (wie z.B. Lichtwellenleiter, Hohladern, Bündeladern) , Lichtwellenleiter-Bändchen, Licht- wellenleiter-Bändchenstapel, U-Profilelemente mit Lichtwel¬ lenleitern, usw. sein. Mit dem erfindungsgemäßen Speicherkör¬ per lassen sich aufgrund der günstigen dynamischen Eigen¬ schaften vorteilhaft hohe Rotationsgeschwindigkeiten errei¬ chen, insbesondere zwischen 1500 und 2000 l/min.

Gegebenenfalls kann es auch zweckmäßig sein, in eine Kammer jeweils mehr als ein Verseilelement einzulegen. Dies kommt insbesondere dann in Frage, wenn sehr viele Verseilelemente vorzuverseilen sind und der Speicherkörper-Querschnitt für eine Aufteilung in n Einzelführungs-Kanäle für n Verseilele¬ mente nicht mehr ausreicht. Dann sind pro Kammer bzw. Kanal zweckmäßigerweise mindestens zwei Verseilelemente zu führen, so daß durch jeden Kanal eine Mehrfach-Führung gebildet ist. Die mehreren Verseilelemente in jedem Kanal können dabei vor- teilhaft jeweils einzel lose nebeneinander oder z.B. aber auch bevorzugt miteinander vorab verseilt, zu einem Bündel zusammengefaßt, zu einer Bandleitung mechanisch miteinander verbunden oder in sonstiger Weise geführt sein.

Alternativ zum Betrieb des Speicherkörpers als Torsionsstab kann eine SZ-Verseilung auch dadurch erreicht werden, daß der Speicherkörper bezüglich seiner Längserstreckung frei drehbar

gelagert und mit wechselnder Drehrichtung angetrieben wird. In Figur 1 entfällt dann beispielsweise die Fixiervorrichtung FV und wird vorzugsweise durch ein Lager ersetzt, so daß der Speicherkörper auch an seinem einlaufseitigen Ende drehbar gelagert ist. Gegebenenfalls kann dort auch ein zusätzlicher Antrieb vorgesehen sein, der zweckmäßigerweise synchron zum Motor M05 der Vorrichtung TV betrieben ist. Werden dabei die¬ se beiden Antriebe mit voneinander verschiedenen Drehzahlen und/oder Drehrichtungen betrieben, so ergibt sich wiederum vorteilhaft eine Torsion des Speicherkörpers, die die be¬ schleunigte Umkehr von einer Drehrichtung zur anderen ermög¬ licht. Eine gleichmäßige Rotationsbewegung mit wechselnder Drehrichtung des Speicherkörpers kann selbstverständlich auch dadurch sichergestellt werden, daß der Speicherkörper zusätz- lieh oder unabhängig zu seiner endseitigen Dreh-Lagerung auch weitere Lagerstellen und/oder zugehörige Antriebe zwischen seinem einlaufseitigen und seinem ausgangsseitigen Ende auf¬ weist. Zweckmäßigerweise ist die Einlegevorrichtung ELV von Figur 1 bei freier Drehlagerung des gesamten Spei- cherkörpers nicht feststehend ausgebildet, sondern drehge¬ lagert, wobei sie an den rotierenden Speicherkörper gekoppelt ist und in die jeweilige Drehrichtung jeweils mitgenommen wird. Gegebenenfalls kann es auch zweckmäßig sein, die Kam¬ mern bzw. Kanäle wendeiförmig um die Längsachse des Speicher- körpers einzulassen.

Weiterhin ist es auch möglich, den Speicherkörper gemäß den Figuren 1 mit 16 zur Gleichschlagverseilung oder sonstigen Verseilungsarten einzusetzen. So wird z.B. bei Gleichschlag- Verseilung der Speicherkörper nicht mehr als Torsionsstab bzw. Torsionsfeder betrieben, sondern beispielsweise jeweils an seinen beiden Enden drehbar gelagert und/oder dort jeweils eigens rotierend angetrieben. Zweckmäßigerweise können dazu die offenen Kammern im Speicherkörper derart eingelassen sein, daß sie im Ruhezustand des Speicherkörpers wendeiförmig um dessen Längsachse verlaufen. Auf der linken Seite von Fi¬ gur 1 wird zweckmäßigerweise die Klemmvorrichtung KV z.B.

durch eine Drehvorrichtung, insbesondere einem Lager mit zu¬ geordneten Motor ersetzt, der mittels eines Zahnriemens eine am Speicherkörper fest angebrachtes Zahnrad antreibt. Diese eingangsseitige Drehvorrichtung wird zur Gleichschlagversei- lung zweckmäßigerweise mit der gleichen Drehzahl sowie stets in die gleiche Drehrichtung wie die ausgangsseitige Vorricht¬ ung TV, d.h. synchron zu letzterer, angetrieben. Eine ein¬ gangsseitige drehbare Lagerung ohne eigenen Antrieb ist eben¬ so anstelle der Fixiervorrichtung FV möglich. Während des Betriebes werden dann die Verseilelemente in den vorzugsweise wendeiförmig verlaufenden Kanälen bzw. Kammern geführt. Die Einlegevorrichtung ELV ist dabei zweckmäßigerweise nicht feststehend, sondern bevorzugt so ausgebildet, daß sie fest auf dem Speicherkörper mit ihren in die Kammern eingreifenden Stegen aufsitzt und dadurch in Drehrichtung mitgenommen wird.

Durch Vorgabe nicht geradliniger, sondern weiterer andersar¬ tiger Verläufe wie z.B. in Wendel-, Helixform, Schraubenli¬ nienform, usw. der zumindest bereichs- bzw. abschnittsweise oder ganz offenen Kanäle (Kammern) im Mantel des Speicherkör¬ pers ist es weiterhin möglich, das erfindungsgemäße Verfahren für vielfältige Anwendungen wie z.B. Gleichschlagver- seilung/SZ-Verseilung einzusetzen.

Figur 17 zeigt in vergrößerter Darstellung schematisch im Querschnitt den Speicherkörper KS4 von Figur 13 mit einer zusätzlichen äußeren Hülle GH. Diese Hülle GH umgibt den Speicherkörper KS4 ringsum, wobei sie an den Stirnseiten der Stege SGI mit SG4 fest anliegt. Die jeweilige Kammer PK1 mit PK4 wird von ihr jeweils weitgehend geradlinig von einem

Stegende zum nächsten überbrückt bzw. überspannt, um einem Aufbauchen nach außen während der Rotationsbewegung möglichst entgegenzuwirken. Auf diese Weise umrahmt die äußere Hülle GH den Speicherkörper KS4 näherungsweise mit dem Verlauf eines "4er-Polygons", das in seinen gedachten Ecken jeweils von einem Steg als Stützpfeiler radial nach innen hin abgestützt wird. Für die äußere Hülle GH ist vorteilhaft ein Material

gewählt, das elastischer als der Werkstoff des Speicherkör¬ pers KS4 ist. Vorteilhaft ist für die äußere Hülle GH ein elastisches Material, insbesondere ein Elastomer wie z.B. Polyurethan (PU) , mit einer Shorezahl < 60 (nach DIN 53505) verwendet. Vorzugsweise ist die Hülle GH gummielastisch ausgebildet. Eine derartig dehnbare, äußere Hülle GH sorgt vorteilhaft dafür, daß die Verseilelemente VEl mit VE4 stets getrennt voneinander in ihren zugeordneten Kanälen PK1 mit PK4 geführt werden. Dabei bleibt die ursprünglich torsions- widerstandsarm ausgelegte Struktur des Speicherkörpers KS4 von der zusätzlich aufgebrachten Hülle GH weitgehend unbeein- trächtigt. Die Hülle GH wird vorzugsweise im Schlauchreckver¬ fahren als Überzug auf den Speicherkörper KS4 aufextrudiert. Vorzugsweise ist die Hülle GH jeweils mit den Stirnseiten der Stege SGI mit SG4 fest verbunden, insbesondere verklebt oder verschweißt. Zweckmäßig kann es auch sein, die Hülle GH gegenüber ihrem ungedehnten Ausgangszustand aufzudehnen, so daß sie den Speicherkörper als loser Überzug umspannt und unter ihrer Rückdehnkraft auf den Stegen des Speicherkörpers KS4 gespannt festsitzt. Die Hülle GH weist zweckmäßigerweise eine Wandstärke s auf, die zwischen dem 1/25 und 1/40 des Durchmessers D des Speicherkörpers KS4 liegt. Insbesondere ist die Wandstärke S zwischen 0,3 - und 0,5 mm gewählt.

Ein derartiger Überzug GH kann vorteilhaft den jeweiligen Speicherkörper, wie z.B. entsprechend den Figuren 1 mit 15 möglichst entlang dessen gesamter Sspeicherstrecke umgeben. Genauso kann es gegebenenfalls auch bereits ausreichend sein, nur einzelne, nichtmetallische Ringe entsprechender vieleck- förmiger Kontur als Abdeckmittel in Abständen voneinander entlang der Längserstreckung des Speicherkörpers vorzusehen, so daß der größte Teil des Speicherkörpers unabgedeckt bleibt. Als nichtmetallischer Werkstoff ist vorzugsweise Kunststoff, insbesondere ein gummielastisches Material wie z.B. PU oder Teflon sowie sonstige reibungsarme sowie ver¬ schleißfeste Materialien verwendet.

Figur 19 zeigt schematisch z.B. den Speicherkörper KSl von Figur 1 mit solchen einzelnen Ringen RI1 mit RIn. Dabei sind zweckmäßigerweise auslaufseitig auf die Tordiervorrichtung TV zu mehr Ringe als einlaufseitig angeordnet, da die Rotations- geschwindigkeit des Speicherkörpers KSl von Figur 19 zum auslaufseitigen, freien Ende hin zunimmt, d.h. in Durch¬ laufrichtung LA betrachtet nimmt der Abstand jeweils zweier aufeinander folgender Ringe ab.

Zweckmäßigerweise ist zur axialen Lagesicherung der Ringe RI1 mit RIn jeweils eine Ringnut am Außenumfang des Speicherkör¬ pers KSl vorgesehen, so daß eine Art Sprengringsicherung in axialer Richtung gebildet ist. Durch die Ringe RI1 mit RIn ist weitgehend sichergestellt, daß die Verseilelemente VEl mit VE4 stets, d.h. im Betrieb sowie im Montagefall, in ihren Führungskanälen KAI mit KA4 verbleiben, wobei dennoch zu¬ gleich die freie Zugänglichkeit der Kanäle KAI mit KA4 weit¬ gehend erhalten bleibt. Auf diese Weise können insbesondere neue Verseilelemente in einfacher Weise in die Führungskanäle eingelegt werden.

Gegebenenfalls kann es zweckmäßig sein, den langgestreckten Speicherkörper KSl zwischen seiner Einlegevorrichtung ELV und seiner Tordiervorrichtung an mindestens einer Stelle zusätz- lieh radial von außen abzustützen, um ein etwaiges Durchhän¬ gen des Speicherkörpers möglichst zu vermeiden. In Figur 19 ist beispielsweise in der Mitte der Speicherstrecke eine Stütze bzw. Auflage STE, insbesondere ein Lager, für den Speicherkörper KSl angeordnet. Sie weist eine kreiszylinder- förmige Durchlaßöffnung DUO für den Speicherkörper auf, wobei der Innendurchmesser der Öffnung DUO etwa dem Außendurchmes¬ ser des Speicherkörpers KSl entspricht.

Zweckmäßig kann es gegebenenfalls auch sein, für die Ringe RI1 mit RIn einen metallischen Werkstoff vorzusehen. Insbe¬ sondere sind diese Ringe innenseitig mit einer reibungsarmen, verschleißfesten Beschichtung wie z.B. Teflon überzogen. Auf

diese Weise wird ein etwaiger Abrollvorgang der Verseilele¬ mente aus der Innenwand des jeweiligen Rings begünstigt.

Figur 18 zeigt schließlich einen zu Figur 17 abgewandelten Führungsring MRI mit kreisrunder Kontur, der z.B. auf den

Stegen SGI mit SG4 des Speicherkörpers KS4 von Figur 13 auf¬ sitzt. Vorzugsweise ist er mit etwas radialem Spiel auf dem Speicherkörper KS4 aufgebracht, so daß er in Umfangsrichtung verdrehbar ist. In axialer Richtung ist er vorzugsweise durch eine Sprengnut lagegesichert, die in Umfangsrichtung in die vier Stege SGI mit SG4 des Speicherkörpers KS4 stirnseitig eingelassen ist. Für den Führungsring MRI ist vorzugsweise ein metallischer, steifer Werkstoff ausreichender Formstabi¬ lität gewählt. Weiterhin kann gegebenenfalls auch ein steifer Kunststoff oder dergleichen für ihn verwendet sein. Weiterhin gelten im übrigen für die Führungssringe gemäß den Figuren 17 mit 19 die zu den Abdeckmitteln der Figuren 1 sowie 6 mit 9 gestroffenen Aussagen. Insbesondere kann entsprechend zu Fi¬ gur 9 z.B. den Führungsringen RI1 mit RIn von Figur 19 je- weils eine eigene Antriebseinrichtung, vorzugsweise ein Mo¬ tor, zugeordnet werden, wobei die Führungsringe um die Ver¬ seilachse drehbar gelagert sind. Gegebenenfalls können die Führungsringe auch fest an den Speicherkörper gekoppelt sein.